Anlage 1 - Projektbeschreibung.pdf

Generalunternehmerleistungen für den Bau eines Gasturbinen-Heizkraftwerks

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.10.2026, 10:45 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergaben-wirtschaftsregion-aachen.de

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STAWAG/Projektbeschreibung 1

Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG

Projekt Gasturbinen-Heizkraftwerk Eisenbahnweg

Projektbeschreibung

Generalunternehmerleistungen für den Anlagenbau ei-

nes Gasturbinen-Heizkraftwerk

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STAWAG/Projektbeschreibung 2

1 Gegenstand des Teilnahmewettbewerbs

Das Energieversorgungsunternehmen STAWAG - Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG (STAWAG) mit Sitz in Aachen plant das neue Heizkraftwerk „Eisenbahnweg“ Gegenstand die- ses Verfahrens ist die:

Generalunternehmerleistung für den Anlagenbau für das Gasturbinen-Heizkraftwerk

2 Projektbeschreibung

Die STAWAG betreibt in Aachen ein ausgedehntes Fernwärmenetz. Im Zuge des Netzausbaus und der Transformation auf regenerative Wärmeerzeugung wurde das oben genannte Heiz- kraftwerk (im folgenden HKW genannt) geplant. Aufstellort ist ein ehemaliges Industriege- lände im Aachener Osten.

Die Gasturbinen wurden aus Gründen der Lieferzeit zusätzlich zur vorliegenden Ausschreibung schon ausgeschrieben und bei dem Hersteller Kawasaki bestellt. Es werden zwei Gasturbinen vom Typ GBP80D zum Einsatz kommen. Die Gebäudeplanung ist weitestgehend abgeschlos- sen. Durch Bauangaben im Rahmen der Ausführungsplanung des GU sind kleinere Anpassun- gen möglich. Fix ist die Gebäudekubatur, samt Achs- und Stützenraster.

Das HKW mit einer thermischen Leistung von bis zu ca. 37 MW, ist ein Gasturbinen-Heizkraft- werk mit Zusatzfeuerung. Die beiden Gasturbinen bilden das zentrale Element zur Strom- und Wärmeerzeugung. Der Nettostrom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Das Turbi- nenabgas geht in einen zweistufigen Abhitzekessel mit Zusatzfeuerung, der Heißwasser für das Fernwärmenetz erzeugt. Das HKW wird vor allem an kälteren Tagen eingesetzt und hat auch eine Reservefunktion. Für das HKW wird ein neues Gebäude errichtet.

Brennstoff für die Gasturbine ist zunächst Erdgas H. Langfristig ist die Umstellung auf Wasser- stoff vorgesehen.

Die Inbetriebnahme und Abnahme der Anlage ist für den Juni 2029 geplant.

3 Standort und Gebäude

Die Gasturbinenanlage wird auf dem ehemaligen Continental Gelände errichtet. Das Gelände liegt in einem Gewerbegebiet.

Das Heizkraftwerk mit einer Grundfläche von ca. 1.000 m² und einer Höhe von ca. 13,5 m wird im Rahmen eines Bauabschnittes errichtet. Das Gebäude ist weitgehend bis auf wenige Ein- bauten in Form von Anlagenräumen, als ein vollständiger Raumluftverbund ausgeführt. Auf dem Außengelände wird der Wärmespeicher und der Ausdehnungsbehälter aufgestellt. Im Erdgeschoss befinden sich die Maschinen-/Turbinenhalle, der Raumverbund der Mittelspan- nungsanlagen, die GDRM-Anlage (Gas-Druck-Regel-Messanlage, hier als Gasübergaberaum)

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STAWAG/Projektbeschreibung 3

der Regionetz, sowie ein allgemeiner Betriebsraum. Im Obergeschoss befinden sich weitere E- MSR-Räume und der Gasverdichter samt MS-FU. Auf der begehbaren Dachfläche mit umlau- fender Absturzsicherung werden zudem die Tischkühleranlagen und eine PV-Anlage aufge- stellt.

4 Leistungsumfang

Neben der Fortschreibung, der durch das Planungsbüro EEB ENERKO GmbH erstellten Vorpla- nung auf Basis der eingesetzten Fabrikate, ist die Errichtung und die Inbetriebnahme die we- sentliche zu erbringende Leistung. Nachfolgende Funktionsbaugruppen bilden mit den Gas- turbinen (bauseits) und dem Wärmespeicher (bauseits) die Gesamtanlage:

In einem weiteren Vergabeverfahren wird parallel die Planung und Errichtung des Hoch- / Tiefbaus ausgeschrieben. Der Wärmespeicher wird ebenfalls in einer separaten Verfahren ausgeschrieben.

5 Voraussichtliche Termine zur Realisierung

Nachfolgend sind die wesentlichen Meilensteine der Realisierung aufgeführt.

Voraussichtliche Ausführungsbeginn vor OrtDatumWochenAuslösendes Ereignis / Anmerkungen
Baufreiheit Beginn Montage28.04.20280Lüftung, Trassenbau, Rohrbau, Einbringung Großkomponenten
Montageabschluss16.02.202942Protokolle über durchgeführte Druckproben Gasleitung liegt vor, MEK ohne wesentliche Mängel abgeschlossen
Kalte IBN abgeschlosen27.04.202952Signalchecks zu Dritten (Gasturbine, STAWAG, etc.)
Abnahme vor IBN durch ZÜS04.05.202953Prüfung vor Ort, Prüfung Sicherheitskette, Schaltpläne, etc.
Warme IBN abgeschlosen25.05.202956Optimierung Regler und Einstellwerte
Abschluss Probebetrieb /Durchführung Funktionstests und Leistungsfahrt08.06.202958Beginn Probebetrieb und Durchführung der zuvor abgestimmten Funktionstests zum Nachweis der Funktionsfähigkeit der Gesamtanlage, Leistungsfahrt
Abnahme15.06.202959Formale Abnahme mit Protokoll und Restpunkteliste
Puffer (Wochentage, ohne Sa +So)21 Tage- -
Mängelbeseitigung und Projektabschluss24.08.202910Abarbeitung Restpunkteliste
Spätesttermin der Dauerinbetriebnahme zum Erhalt der KWK-Förderung15.07.20290Frist ergibt sich aus KWK-Zuschlag + 48 Monate
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