2026-08-19_2314 Wilhelm-Hüls-Schule Hilden_RA.pdf

Generalunternehmerleistung für einen zweigeschossigen Schul-Erweiterungsbau

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 27.09.2026, 04:35 (Europe/Berlin)

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PLANUNG ZUR RAUMAKUSTIK

Projekt

Erweiterung Wilhelm-Hüls-Schule, Hilden

Augustastraße 29, 40721 Hilden

Projekt-Nr.

6974

Bauherr, Eigentümer, Auftraggeber

Stadt Hilden - Amt für Gebäudewirtschaft

Am Rathaus 1, 40721 Hilden

Architekt

schmersahl I biermann I prüßner Architekten PartGmbB

Friesenweg 12 32107 Bad Salzuflen

Datum

  1. August 2026

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INHALTSVERZEICHNIS

  1. AUFGABENSTELLUNG 4

  2. PLANUNGSGRUNDLAGEN 5

2.1. ÜBERGEBENE UNTERLAGEN 5

2.2. NORMEN, GESETZE UND VORSCHRIFTEN 5

  1. ANFORDERUNGEN AN DIE RAUMAKUSTIK 6

3.1. ANFORDERUNGEN NACH DIN 18041 6

3.2. ANFORDERUNGEN NACH ASR A3.7 12

3.3. EINSTUFUNG DER RÄUME BEI DEM VORLIEGENDEN OBJEKT 13

  1. BERECHNUNGSVERFAHREN 14

4.1. NACHHALLZEIT 14

4.2. A/V-VERHÄLTNIS 15

  1. RAUMAKUSTISCHE MASSNAHMEN / BERECHNUNGSERGEBNISSE 16

5.1. BESPRECHUNGSRAUM 17

5.2. FORUM 19

5.3. EIN- UND ZWEIPERSONENBÜROS 20

5.4. MEHRPERSONENBÜRO: TEAMRAUM 21

5.5. MENSA 23

  1. ZUSAMMENFASSUNG 26

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ANLAGEN

ANLAGE 1 Berechnung Nachhallzeit – Besprechungsraum

ANLAGE 2 Berechnung A/V-Verhältnis – Forum

ANLAGE 3 Berechnung A/V-Verhältnis – Teambereich

ANLAGE 4 Berechnung A/V-Verhältnis – Schulleitung

ANLAGE 5 Berechnung A/V-Verhältnis – Mensa

ANLAGE 6 Berechnung Nachhallzeit – Mehrzweckraum (Mensa)

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  1. AUFGABENSTELLUNG

Für die Erweiterung der Wilhelm-Hüls-Schule sind im Rahmen dieses Gutachtens die

Anforderungen hinsichtlich der Raumakustik zu formulieren und Maßnahmen für deren

Umsetzung zu erarbeiten. Planerische Grundlage bilden die Anforderungen bzw. Empfehlungen

der DIN 18041:2016-03 sowie die Zielwerte gemäß Technischer Regeln für Arbeitsstätten (ASR

A3.7).

BILD 1: Ausschnitt Schnitt A-A (Quelle: schmersahl I biermann I prüßner Architekten)

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  1. PLANUNGSGRUNDLAGEN

2.1. ÜBERGEBENE UNTERLAGEN

Ausführungsplanung, schmersahl I biermann I prüßner Architekten

  • Grundriss UG/EG/OG M 1:100, 02/2026

  • Schnitte, A-A, B-B, C-C, D-D M 1:100, 02/2026

  • Boden- und Deckenplanung, Wandansichten (Mensa/Schrank) M 1:100, 08/2026

2.2. NORMEN, GESETZE UND VORSCHRIFTEN

[1] DIN 18041, Hörsamkeit in Räumen - Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die

Planung, 2016

[2] VDI 2569, Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro, 1990

[3] Fasold, W., Veres, E.: Schallschutz und Raumakustik in der Praxis, Verlag für Bauwesen,

1998

[4] Technische Regeln für Arbeitsstätten – Lärm, ASR A3.7, 2018

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  1. ANFORDERUNGEN AN DIE RAUMAKUSTIK

Das klassische Kriterium für die Beurteilung der akustischen Qualität von Räumen ist die

Nachhallzeit. Da sie einfach zu messen bzw. zu berechnen ist und außerdem gut etablierte

Werte für anzustrebende Nachhallzeiten existieren, gehört sie zu den wichtigsten

raumakustischen Planungsinstrumenten. Sie ist als die Zeit definiert, die nach einem

Schallimpuls vergeht, bis der Pegel um 60 dB abgefallen ist. Subjektiv korreliert sie mit der

„Halligkeit“ eines Raumes. Die Nachhallzeit hängt eng mit anderen raumakustischen Parametern

wie z.B. der Sprachverständlichkeit zusammen. Ein vorrangiges Ziel raumakustischer Planungen

ist die Optimierung der Nachhallzeit für die jeweilige Nutzung durch die Wahl geeigneter

schallabsorbierender Materialien an den Decken und Wänden. Bei den für den jeweiligen Zweck

angepassten Nachhallzeiten werden i.Allg. alle weiteren Anforderungen an die Raumakustik

erfüllt (z.B. hinsichtlich der Tauglichkeit des Raumes für sprachliche Kommunikation oder einen

guten Raumklang).

Üblicherweise erfolgt die Berechnung der Nachhallzeit nach den vereinfachten Verfahren von

Wallace C. Sabine oder Eyring, wobei hauptsächlich die Absorptionsgrade und Flächeninhalte

der raumbegrenzenden Flächen eingehen. Voraussetzung für die Anwendbarkeit ist, dass die

Räume eine einfache Geometrie sowie eine relativ gleichmäßige Verteilung absorbierender

Flächen aufweisen und sich damit ein näherungsweise diffuses Schallfeld ausbildet.

Bei komplizierteren Räumen oder komplexeren Anforderungen an die Raumakustik (z.B.

Sporthallen, Hörsäle, Mehrzweckhallen usw.) werden Simulationsverfahren heran gezogen, die

genauere Ergebnisse und zusätzliche Informationen zu weiteren akustischen Parametern (z.B.

Sprachverständlichkeiten) liefern.

3.1. ANFORDERUNGEN NACH DIN 18041

Anforderungen bzw. Empfehlungen für raumakustische Maßnahmen sind in der

DIN 18041:2016-03 (Hörsamkeit in Räumen - Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für

die Planung) vorgegeben. In dieser Norm wird zwischen Anforderungen an die Hörsamkeit über

mittlere und größere Entfernungen („Räume der Gruppe A“), die verbindlich einzuhalten sind,

und Empfehlungen für die Hörsamkeit über geringe Entfernungen („Räume der Gruppe B“)

unterschieden.

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Anforderungen für Räume der Gruppe A

Das Ziel raumakustischer Maßnahmen in diesen Räumen besteht darin, eine gute "Hörsamkeit

über mittlere und größere Entfernungen" zu gewährleisten. Mit Hörsamkeit im Sinne der DIN

18041:2016-03 ist die Eignung eines Raumes für sprachliche Kommunikation oder musikalische

Darbietungen gemeint. Die konkreten Anforderungen an die Nachhallzeit hängen von der

jeweiligen Raumgröße und Nutzung ab und sind den entsprechenden Diagrammen der DIN

18041:2016-03 (siehe BILD 2 und BILD 3) zu entnehmen. Die Anforderungen an die

Nachhallzeit beziehen sich auf den besetzten Zustand (Besetzungsgrad: 80% der

Regelbesetzung) des jeweiligen Raumes.

BILD 2: Anforderungen an Nachhallzeiten nach DIN 18041:2016-03

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BILD 3: Toleranzbereich für Nachhallzeiten nach DIN 18041:2016-03

Räume der Gruppe A nach DIN 18041:2016-03 sind beispielsweise:

  • Unterrichtsräume, Hörsäle

Gruppenräume in Kindergärten

  • Seminar-, Versammlungs-, Konferenzräume

  • Rats-, Gerichts-, Ratssäle

  • Sport- und Schwimmhallen mit Publikum

Eine genaue Auflistung ist in TABELLE 1 dargestellt.

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TABELLE 1: Nutzungsarten für die Räume der Gruppe A

NutzungsartKurzbezeichnung und Beschreibung der NutzungsartSubjektive WahrnehmungBeispiele
A1„Musik“ Vorwiegend musikalische DarbietungGute Hörsamkeit für unverstärkte Musik. Sprachliche Darbietungen sind nur mit gewissen Einschränkungen der Sprachverständlichkeit möglich.Musikraum mit aktivem Musizieren und Gesang
A2„Sprach/Vortrag“ Sprachliche Darbietungen stehen im Vordergrund, in der Regel von einer (frontalen) Position. Gleichzeitige Kommunikation zwischen mehreren Personen an verschiedenen Stellen im Raum wird selten durchgeführt.Sprachliche Darbietungen einzelner Sprecher erzielen eine hohe Sprachverständlichkeit. Musikalische Darbietungen werden in der Regel als zu transparent und klar empfunden, jedoch günstig für musikalische Probenarbeit.Gerichts- und Ratssaal, Gemeindesaal Hörsaal Versammlungsraum Schulaula
A3„Sprache/Vortrag inklusiv“ Räume der Nutzungsart A2 für Personen, die besonderer Weise auf gutes Sprachverstehen angewiesen sind. Erforderlich für inklusive Nutzung aSprachliche Darbietungen einzelner Sprecher erzielen eine hohe Sprachverständlichkeit, auch für Personen mit Höreinschränkungen oder bei z.B. fremdsprachlicher NutzungGerichts- und Ratssaal, Gemeindesaal Hörsaal Versammlungsraum Schulaula
„Unterricht/Kommunikation“ Kommunikationsintensive Nutzungen mit mehreren gleichzeitigen Sprechern verteilt im RaumSprachliche Kommunikation ist mit mehreren (teilweise gleichzeitigen) Sprechern möglichUnterrichtsraum Differenzierungsraum Tagungsraum Besprechungsraum Konferenzraum Seminarraum Gruppenraum in Kindertageseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen
A4„Unterricht/Kommunikation inklusiv“ Kommunikationsintensive Nutzungen mit mehreren gleichzeitigen Sprechern verteilt im Raum entsprechend Nutzungsart A3, jedoch für Personen, die in besonderer Weise auf gutes Sprachverstehen angewiesen sind. Für Räume größer als 500m³ und für musikalische Nutzungen ist diese Nutzungsart nicht geeignet. Erforderlich für inklusive Nutzung aSprachliche Kommunikation ist mit mehreren (teilweise gleichzeitigen) Sprechern möglich, auch für Personen mit Höreinschränkungen oder bei z.B. fremdsprachlicher NutzungUnterrichtsraum Differenzierungsraum Tagungsraum Besprechungsraum Konferenzraum Seminarraum Gruppenraum in Kindertageseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen Video-Konferenzraum
A5„Sport“ In Sport- und Schwimmhallen kommunizieren mehrere Gruppen (auch gleichzeitig) mit unterschiedlichen InhaltenSprachliche Kommunikation über kurze Entfernungen ist im Allgemeinen gut möglich.Sport- und Schwimmhallen für nahezu ausschließliche Nutzung als Sportstätte
a Aus dem Behindertengleichstellungsgesetz, vergleichbaren Landesregelungen und der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ergibt sich, dass der Öffentlichkeit zugängliche Neubauten inklusiv zu errichten sind, soweit dies nicht nur mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand erfüllt werden kann. Näheres ist den jeweiligen Landesgesetzen zu entnehmen.

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Anforderungen bei Inklusion

Mit der Vorgabe das bestimmte Räume oder Raumgruppen inklusiv genutzt werden sollen

erhöhen sich auch die Anforderungen an die raumakustische Qualität eines Raumes. Generell

werden damit mehr absorbierende Flächen im Raum notwendig. Konkret resultiert diese

Vorgabe i.d.R. in der Notwendigkeit größerer Deckenflächen bzw. Wandflächen mit akustisch

wirksamen Materialien zu belegen. Ob die Anforderungen der inklusiven Nutzung geltend

gemacht werden, ist durch den Bauherrn zu entscheiden.

Empfehlungen für Räume der Gruppe B

Hier steht primär die Bedämpfung von Grundgeräuschpegeln im Vordergrund, um "eine dem

Zweck angepasste Sprachkommunikation über geringe Entfernungen" zu ermöglichen. Gemeint

ist damit eine hinreichende Sprachverständlichkeit von Person zu Person. Das Ziel ist nicht, eine

gute Sprachverständlichkeit für eine größere Zuhörerschaft - wie z.B. im Unterricht oder in

Konferenzräumen - zu erreichen.

In Räumen der Gruppe B werden Empfehlungen für das Verhältnis der äquivalenten

Schallabsorptionsfläche A des Raumes zum Raumvolumen V im Frequenzbereich von 250 Hz

bis 2000 Hz angegeben (siehe TABELLE 2). Die konkreten Anforderungen an das A/V-

Verhältnis hängen von der jeweiligen Raumhöhe und Nutzung ab. Eine genaue Auflistung von

Räumen der Gruppe B ist in TABELLE 3 dargestellt.

TABELLE 2: Empfehlungen für Mindestwerte der A/V-Verhältnisse

Nutzungsartbei Raumhöhen h ≤ 2,5 m m² / m³bei Raumhöhen h > 2,5 m m² / m³
B1ohne Anforderungohne Anforderung
B2A/V ≥ 0,15A/V ≥ [4,80 + 4,69 lg (h/1 m)]-1 (7)
B3A/V ≥ 0,20A/V ≥ [3,13 + 4,69 lg (h/1 m)]-1 (8)
B4A/V ≥ 0,25A/V ≥ [2,13 + 4,69 lg (h/1 m)]-1 (9)
B5A/V ≥ 0,30A/V ≥ [1,47 + 4,69 lg (h/1 m)]-1 (10)
Dabei ist A die äquivalente Schallabsorbtionsfläche eines Raums in Quadratmetern V das Raumvolumen in Kubikmetern h die lichte Raumhöhe in Meter

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TABELLE 3: Nutzungsarten für Räume der Gruppe B

NutzungsartBeschreibungBeispiele
B1Räume ohne AufenthaltsqualitätEingangshallen, Flure, Treppenhäuser u.ä. als reine Verkehrsfläche (ausgenommen Verkehrsfläche in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen)
B2Räume zum kurzfristigen VerweilenEingangshallen, Flure, Treppenhäuser u.ä. Verkehrsflächen mit Aufenthaltsqualität (Empfangsbereich mit Wartezonen etc.), Ausstellungsräume, Schalterhallen Umkleiden in Sporthallen
B3Räume zum längerfristigen VerweilenAusstellungsräume mit Interaktivität oder erhöhtem Geräuschaufkommen (Multimedia, Klang- /Videokunst), Verkehrsflächen in Schulen, Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort, etc.), Verkehrsflächen mit Aufenthaltsqualität in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen (z.B. offene Wartezonen), Patientenwarteräume, Pausenräume, Bettenzimmer, Ruheräume, Operationssäle, Behandlungsräume, Untersuchungsräume, Sprechzimmer, Speiseräume, Kantinen, Labore, Bibliotheken, Verkaufsräume
B4Räume mit Bedarf an Lärmminderung und RaumkomfortRezeption/Schalterbereich mit ständigem Arbeitsplatz, Labore mit ständigem Arbeitsplatz, Ausleihbereiche von Bibliotheken, Ausgabebereiche in Kantinen, Bewohnerzimmer in Pflegeeinrichtungen, Bürgerbüro, Büroräume a,b
B5Räume mit besonderem Bedarf an Lärmminderung und RaumkomfortSpeiseräume und Kantinen in Schulen, Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort etc.), Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Arbeitsräume mit besonders hohem Geräuschaufkommen (z.B. Werkstätten, Werkräume, Großküchen, Spülküchen), Callcenter a, Leitstellen, Sicherheitszentralen, Intensivpflegebereiche, Wachstationen, Bewegungsräume in Kindertageseinrichtungen, Spielflure und Umkleiden in Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort etc.)
a Empfehlungen für Büroräume sowie Callcenter werden ausführlich in der Richtlinie VDI 2569 behandelt. b Einzelbüros können unter Nutzungsart B3 eingeordnet werden.

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3.2. ANFORDERUNGEN NACH ASR A3.7

Zusätzlich zu den Anforderungen der DIN 18041:2016-03 werden in „Technische Regeln für

Arbeitsstätten – Lärm (ASR A3.7)“ raumakustische Anforderungen an Büroräume genannt. Dort

wer-den Anforderungen an die Nachhallzeiten in Büroräumen in Abhängigkeit der Nutzungsart

gestellt.

Für die jeweilige Nutzung gelten demnach folgende Werte in den Oktavbändern von 250 Hz bis

2000 Hz:

  • Callcenter T ≤ 0,5 s

  • Mehrpersonen- und Großraumbüros: T ≤ 0,6 s

  • Ein- und Zweipersonenbüros: T ≤ 0,8 s

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3.3. EINSTUFUNG DER RÄUME BEI DEM VORLIEGENDEN OBJEKT

Räume der Gruppe A nach DIN 18041:

  • Besprechungsraum (A3)

Räume der Gruppe B nach DIN 18041:

  • Forum (B3)

  • Teambereich (B4)

  • Schulleitung(B4)

  • Mensa (B5)

Räume nach ASR A3.7:

  • Büroräume

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  1. BERECHNUNGSVERFAHREN

Für einfache und kleine Räume reicht für die Ermittlung von Nachhallzeiten das

Berechnungsverfahren nach Wallace C. Sabine aus. Bei akustisch schwierigeren Räumen

und/oder komplexeren Anforderungen an die Raumakustik werden i.Allg. raumakustische

Simulationen durchgeführt.

4.1. NACHHALLZEIT

Die Nachhallzeiten errechnen sich aus dem Raumvolumen sowie den äquivalenten

Schallabsorptionsflächen der raumbegrenzenden Bauteile, der anwesenden Personen und der

Einrichtungsgegenstände nach der Nachhallformel von Wallace C. Sabine:

T = 0,163 • V/A [s]

T Nachhallzeit in s

V Volumen des Raumes in m³

A äquivalente Schallabsorptionsfläche in m²

mit: A =   F +  A + 4mV [m2] i i n

 Schallabsorptionsgrad des i-ten Bauteils (dimensionslos) i

F Fläche des i-ten Bauteils in m2 i

A Schallabsorptionsflächen von Personen und Einrichtungsgegenständen in m² n

m Energiedämpfungskonstante der Luft in m5

Die Schallabsorptionsgrade werden der DIN 18041:2016-03, der einschlägigen Fachliteratur und

Herstellerangaben entnommen. Schallabsorptionsgrade für einzelne Einrichtungsgegenstände

sind i.allg. nicht bekannt. Zur Berücksichtigung des Einflusses der Einrichtung werden pauschale

Zuschläge auf die Schallabsorptionsgrade der Raumbegrenzungsflächen vergeben, die auf

Ergebnissen von Messungen in anderen Objekten beruhen.

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4.2. A/V-VERHÄLTNIS

Das A/V-Verhältnis errechnet sich aus den beiden Größen:

V Volumen des Raumes in m³

und

A äquivalente Schallabsorptionsfläche in m²

mit: A =   S [m2] i i

 mittlerer Schallabsorptionsgrad (Mittelwert im Bereich zwischen 250 und 2000 Hz) i

der jeweiligen Absorber- oder Raumbegrenzungsfläche (dimensionslos)

S Flächeninhalt der jeweiligen Absorber- oder Raumbegrenzungsfläche in m2 i

Die Berechnung des A/V-Verhältnisses findet ohne Berücksichtigung der Schallabsorption durch

Personen statt.

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  1. RAUMAKUSTISCHE MASSNAHMEN / BERECHNUNGSERGEBNISSE

Im Rahmen der nachfolgenden Kapitel werden die erforderlichen Flächen und ihre akustische

Qualität ausgewiesen, die zum Erreichen der jeweiligen Zielwerte erforderlich sind.

Die rechnerische Auslegung erfolgt, sofern nicht anders angegeben, anhand beispielhafter

Räume je Raumtyp. Die notwendigen akustisch wirksamen Flächen, sind jeweils anhand der

angegebenen Anteile an der Decken- bzw. Raumgrundfläche zu skalieren, wenn keine

konkreten Flächen vorgegeben sind. Bei zweiseitigen Absorbern (z.B. akustisch wirksame

Trennwände) ist als Absorberfläche die einfache Ansichtsfläche zu berücksichtigen.

Zur Ermittlung der notwendigen schallabsorbierenden Fläche wurde jeweils eine Richtqualität

angesetzt. Bei der Auswahl konkreter Produkte, müssen die vom Hersteller angegebenen

Schallabsorptionsgrade die hier definierten Richtqualitäten erreichen oder überschreiten, sonst

ist ggf. eine Kompensation über zusätzliche Flächen erforderlich oder bei geringerer

Flächenbelegung ein Schallabsorber mit höherem Schallabsorptionsgrad einzusetzen.

Die Absorberfläche sollte nach Möglichkeit auf mind. zwei unterschiedlich orientierten

Oberflächen (z.B. Rückwand und Decke) verteilt werden, um eine optimale Wirkung und das

Erreichen der Zielwerte zu gewährleisten. Bei Räumen mit Hauptnutzungsrichtung (z.B.

Vortragsräume, Unterrichtsräume u.Ä.) ist bzgl. der Wandflächen vorzugsweise die Rückwand

(gegenüber der Vortragsposition) schallabsorbierend auszuführen.

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5.1. BESPRECHUNGSRAUM

Räume:

  • Stellvert. Leitung Besprechung

Anforderung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe A, Nutzungsart A3 – Unterricht/Kommunikation):

  • volumenabhängiger Toleranzbereich in den Oktaven von 125 bis 4000 Hz

raumakustische Maßnahmen an der Decke:

  • akustisch wirksame Decke aus Holzwolle:

  • mind. 80% Belegung der Deckenfläche

  • Produktvorschlag: 25 mm Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 200

mm Abhanghöhe (z.B. HERADESIGN „superfine“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw = 1,00):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
0,601,001,001,000,901,00

Berechnungsergebnisse (nach W.C. Sabine):

mittlere Nachhallzeit T mid = 0,42 s (Anlage 1)

 Anforderungen an die Nachhallzeit nach DIN 18041:2016-03 erfüllt

Anmerkung zu Wandabsorbern:

Rechnerisch sind die Anforderungen an die Nachhallzeit zwar eingehalten, prinzipiell ist jedoch

der Einsatz von Wandabsorbern in Räumen mit sprachlicher Nutzung zu empfehlen. Durch die

zusätzliche Bedämpfung einer weiteren Raumrichtung (neben der akustischen Maßnahme an

der Decke) wird eine bessere Verteilung der Absorptionsfläche im Raum erreicht. Das hat eine

weitere Reduzierung des Nachhalls und eine Anhebung der Sprachverständlichkeit zur Folge.

Alternativ sind z.B. stark untergliederte Möblierungen (offene, teilweise gefüllte Regale) an der

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Wand raumakustisch von Vorteil und erzielen einen ähnlichen Effekt. Solche Maßnahmen

können auch bedarfsorientiert über eine spätere Nachrüstung umgesetzt werden.

Beispielsweise mit dem Einsatz der unten genannten Absorption ließe sich auch entsprechend

die absorbierende Deckenfläche reduzieren.

(optionale) raumakustische Maßnahmen an der Wand:

  • Absorbierende Magnet Pinnwand:

  • auf einer Wandfläche, die mind. 15 % der Raumgrundfläche entspricht (ca. 3 m²)

  • Produktvorschlag: Pinnwand mit perf. Metallkasette mit 15 mm Mineralwolle hinterfüllt

auf Unterkonstruktion (z.B. OWAtecta S 60 Magnet-Pinnwandabsorber)

  • ideale Höhe im Bereich von ca. 0,80 m bis 2,00 m über OK FFB

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw ≥ 0,70):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
≥ 0,10≥ 0,40≥ 0,70≥ 0,80≥ 0,90≥ 0,90

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5.2. FORUM

Empfehlung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe B, Nutzungsart B3 – längerfristiges Verweilen):

A/V-Verhältnis ≥ 0,15 (pro Oktave von 250 bis 2000 Hz)

raumakustische Maßnahmen an der Decke:

  • akustisch wirksame Decke aus Holzwolle:

  • mind. 84 m² (71%) auf der Deckenfläche

  • Produktvorschlag: 25 mm Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 200

mm Abhanghöhe (z.B. HERADESIGN „superfine A2“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw = 0,95):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
0,601,001,000,950,901,00

Berechnungsergebnisse:

A/V – Verhältnis pro Oktave (250 bis 2000 Hz) ≥ 0,15 (Anlage 2)

 Empfehlungen an A/V-Verhältnis nach DIN 18041:2016-03 erreicht

Hinweis zur Ausführung:

Da die Akustikplatten nicht bündig mit der Wand abschließen, ist es wichtig darauf zu achten,

dass die Kanten seitlich verkleidet werden, um die notwendige tieffrequente Absorption zu

erreichen.

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5.3. EIN- UND ZWEIPERSONENBÜROS

Räume:

  • Schulleitung, Sekreteriat, OGS Koordination

Anforderung nach ASR A3.7 (Ein- und Zweipersonenbüros):

  • Nachhallzeit T ≤ 0,8 s (in den Oktaven von 250 bis 2000 Hz)

Empfehlung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe B, Nutzungsart B3 - längerfristiges Verweilen):

  • A/V-Verhältnis ≥ 0,18 (pro Oktave von 250 bis 2000 Hz)

raumakustische Maßnahmen an der Decke:

  • akustisch wirksame Decke aus Holzwolle:

  • Mind. 60% Belegung der Deckenfläche

  • Produktvorschlag: 25 mm Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 200

mm Abhanghöhe (z.B. HERADESIGN „superfine“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw = 1,00):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
0,601,001,001,000,901,00

Berechnungsergebnisse:

  • Nachhallzeit T ≤ 0,7 s (Oktaven von 250 bis 2000 Hz) (Anlage 4 für beispielhaften Raum)

  • A/V – Verhältnis pro Oktave (250 bis 2000 Hz) ≥ 0,24 (Anlage 4 für beispielhaften Raum)

 Empfehlungen an A/V-Verhältnis nach DIN 18041:2016-03 und Anforderungen nach

ASR A3.7 eingehalten

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5.4. MEHRPERSONENBÜRO: TEAMRAUM

Anforderung nach ASR A3.7 (Mehrpersonenbüros):

  • Nachhallzeit T ≤ 0,6 s (in den Oktaven von 250 bis 2000 Hz)

Empfehlung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe B, Nutzungsart B4 - Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort):

  • A/V-Verhältnis ≥ 0,22 (pro Oktave von 250 bis 2000 Hz)

raumakustische Maßnahmen an der Decke:

  • akustisch wirksame Decke aus Holzwolle:

  • mind. 3 Felder je 24 m² (insgesamt ca. 50%) auf der Deckenfläche

  • Produktvorschlag: 25 mm Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 200

mm Abhanghöhe (z.B. HERADESIGN „superfine“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw = 1,00):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
0,601,001,001,000,901,00

raumakustische Maßnahmen an der Wand:

  • Richtqualität für absorbierende Magnet Pinnwand:

  • auf einer Wandfläche, die mind. 7 % der Raumgrundfläche entspricht (ca. 10 m²)

  • Produktvorschlag: Pinnwand mit perf. Metallkasette mit 15 mm Mineralwolle hinterfüllt

auf Unterkonstruktion (z.B. OWAtecta S 60 Magnet-Pinnwandabsorber)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw ≥ 0,70):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
≥ 0,10≥ 0,40≥ 0,70≥ 0,80≥ 0,90≥ 0,90

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  • Richtqualität für absorbierende Möbelflächen:

  • auf der Fläche von 3 Schränken (ca. 17,5 m²)

  • Produktvorschlag: mikroperforierte, beschichtete oder furnierte Platte als Möbelfront

(z.B. TopAkustik Perfo-T)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw ≥ 0,55):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
≥ 0,15≥ 0,45≥ 0,60≥ 0,75≥ 0,75≥ 0,35
  • Richtqualität für akustisch wirksame Wandabsorber aus Holzwolle:

  • Mind. ca. 15 m² absorbierende Fläche auf einer Wand

  • Produktvorschlag: 25 mm Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 75

mm THK (z.B. HERADESIGN „superfine“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw ≥ 0,90):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
≥ 0,35≥ 0,90≥ 0,95≥ 0,85≥ 0,90≥ 0,90

Berechnungsergebnisse:

  • Nachhallzeit T ≤ 0,63 s (Oktaven von 250 bis 2000 Hz) (Anlage 3)

  • A/V – Verhältnis pro Oktave (250 bis 2000 Hz) ≥ 0,26 (Anlage 3)

 Empfehlungen an A/V-Verhältnis nach DIN 18041:2016-03 und Anforderungen nach

ASR A3.7 eingehalten

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5.5. MENSA

Empfehlung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe B, Nutzungsart B5 –besonderer Bedarf an Lärmminderung):

  • A/V-Verhältnis ≥ 0,21 (pro Oktave von 250 bis 2000 Hz)

raumakustische Maßnahmen an der Decke:

  • akustisch wirksame Decke aus Holzwolle:

  • annähernd vollflächige Belegung der Fläche zw. den Texitlschläuchen (ca. 122,4 m²)

  • Produktvorschlag: Holzwolle-Akustikplatte mit 50 mm Dämmauflage, mind. 200 mm

Abhanghöhe (z.B. HERADESIGN „superfine“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad α = 1,0): w

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
0,601,001,001,000,901,00
  • akustisch wirksame Deckensegel in Wolkenform:

  • mind. 30 Elemente (ca. 16,8 m²)

  • Produktbeispiel: Mit Schaumstoff gefüllte Deckensegel 810 x 690 mm

THK = 130 mm (z.B. Götenssons Hang Over)

  • mind. erforderliche äquivalente Absorptionsflache pro Element, nach Herstellerangabe:
Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
A≥0,65 m²≥1,63 m²≥3,05 m²≥4,24 m²≥4,52 m²≥4,74 m²

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raumakustische Maßnahmen an der Wand:

  • Richtqualität für mikroperforierte Wandabsorber:

  • ca. 116 m² Absorptionsfläche an der Wand

  • Produktvorschlag: mikroperforierte, beschichtete oder furnierte Platte auf

Unterkonstruktion, Hohlraum mit Dämmeinlage (z.B. Europlac INOIS Micro“)

  • mind. erforderliche Schallabsorptionsgrade, Richtqualität nach Herstellerangabe

(bewerteter Schallabsorptionsgrad αw ≥ 0,80):

Frequenz125 Hz250 Hz500 Hz1 kHz2 kHz4 kHz
≥ 0,25≥ 0,75≥ 0,80≥ 0,80≥ 0,80≥ 0,65

Berechnungsergebnisse:

A/V – Verhältnis pro Oktave (250 bis 2000 Hz) ≥ 0,22 (Anlage 5)

 Empfehlungen an A/V-Verhältnis nach DIN 18041:2016-03 erreicht

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Anmerkung zu Wandabsorption:

Um die Empfehlungen nach DIN 18041:2016-03 einzuhalten, ist zusätzliche (Wand-)Absorption

notwendig. Diese kann beispielsweise an Wandflächen eingebracht werden. Das verwendete

Material wurde für die Rechnung beispielhaft angesetzt. Jegliche Absorbermaterialien, die die

genannten Absorptionsgrade frequenzabhängig aufweisen oder überschreiten sind ebenso

geeignet, um die Anforderung zu erfüllen.

Anmerkung zur Nutzung als Mehrzweckraum:

Die Empfehlung zur Lärmbedämpfung nach DIN18041:2016-03 ist wegen der großen

Lärmentwicklung in der Mensa i.d.R. strenger als die Anforderungen an einen Mehrzweckraum

(s.u.). Um den Anforderungen gerecht zu werden, sind für dieses Szenario keine Deckensegel

(„Wolken“) notwendig. Diese können bei Bedarf für dieses Nutzungsszenario abgenommen

werden.

Anforderung nach DIN 18041:2016-03

(Räume der Gruppe A, Nutzungsart A3 – Unterricht/Kommunikation):

  • volumenabhängiger Toleranzbereich in den Oktaven von 125 bis 4000 Hz

Berechnungsergebnisse (nach W.C. Sabine):

  • mittlere Nachhallzeit T mid = 0,75 s (bzw. 0,69 s mit Deckensegel) (Anlage 6)

 Anforderungen an die Nachhallzeit nach DIN 18041:2016-03 größtenteils erfüllt

Für dieses Szenario werden im Gegensatz zur Mensanutzung auch Anforderungen an tiefere

Frequenzen (125 Hz) gestellt. Hier wird der Toleranzbereich leicht überschritten, dennoch wird

nach gutachterlicher Einschätzung eine gute Raumakustische Situation erreicht.

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  1. ZUSAMMENFASSUNG

Mit den geplanten Maßnahmen werden die Anforderungen und Empfehlungen für die

Raumakustik nach DIN 18041:2016-03 (Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen

und Hinweise für die Planung) eingehalten. Dadurch werden eine gute raumakustische Situation

sowie eine ausreichende Minderung des Grundgeräuschpegels erreicht.

Dieser Nachweis zur Raumakustik bildet den jetzigen Planstand zum Gebäude ab. Änderung in

der fortlaufenden Planung führen zu Änderungen in den Berechnungen und sind neu zu

bewerten. In der Regel erfüllen andere akustisch wirksame Materialien, die die genannten

Schallabsorptions-grade und Flächenbelegungen nicht unterschreiten, ebenfalls die

Anforderungen.

Herford, 19. August 2026 Dipl.-Ing. Guido Horst

Ingenieurbüro Grage

Gesellschaft für Tragwerksplanung mbH

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ANLAGEN

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ANLAGE 1: Berechnung der Nachhallzeit (nach W. C. Sabine)

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 61 m³
Stellv. Leitung BesprechungA3 - Unterricht / Kommunikation
0,80 0,60 ]s[ T Toleranzbereich nach tiezllahhcaN DIN 18041 0,40 A3 - Unterricht / Kommunikation Tsoll = 0,40 s 0,20 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (HERADESIGN superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung Leichtbaukonstruktionen Personen auf Holzstühlen (1 Person pro m²) Wandabsorber (OWAtecta Pinnwand)0,01 0,60 0,02 0,35 0,28 0,12 0,16 0,100,02 1,00 0,02 0,30 0,20 0,10 0,24 0,400,01 1,00 0,03 0,25 0,11 0,08 0,56 0,700,03 1,00 0,03 0,20 0,06 0,06 0,69 0,800,05 0,90 0,04 0,20 0,03 0,06 0,81 0,900,05 1,00 0,06 0,20 0,02 0,06 0,78 0,9019,3 15,4 20,3 4,8 3,8 37,8 5,0 0,0
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 HzMittel
Nachhallzeit T [s]0,550,420,420,420,420,380,42

[Seite 29]

ANLAGE 2: Berechnung des A/V-Verhältnisses

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 650 m³
ForumB3 - längerfristiges Verweilen
0,40 0,30 sintlähreV-V/A Empfehlung nach DIN 18041 0,20 für Nutzung B3 A/V ≥ 0,15 0,10 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (Heradesign superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung0,010,020,010,030,050,05119,0 84,0 146,4 29,8 126,7
0,601,001,000,950,901,00
0,02 0,35 0,280,02 0,30 0,200,03 0,25 0,110,03 0,20 0,060,04 0,20 0,030,06 0,20 0,02
äqu. Absorptionsfläche A [m²]100,40123,57110,95101,3197,16107,22
A/V-Verhältnis0,150,190,170,160,150,17
Nachhallzeit T [s]1,050,860,951,051,090,99

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ANLAGE 3: Berechnung des A/V-Verhältnisses

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 444 m³
TeambereichB4 - Bedarf an Lärmminderung
0,40 0,30 sintlähreV-V/A Empfehlung nach DIN 18041 0,20 für Nutzung B4 A/V ≥ 0,22 0,10 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (Heradesign superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung Wandabsorber (OWAtecta Pinnwand) Wandabsorber (Absorbierende Möbelfront) Wandabsorber (Heradesign superfine)0,010,020,010,030,050,05140,9 71,3 150,7 35,2 33,8 10,0 17,5 15,8
0,601,001,001,000,901,00
0,02 0,35 0,28 0,10 0,15 0,350,02 0,30 0,20 0,40 0,45 0,900,03 0,25 0,11 0,70 0,60 0,950,03 0,20 0,06 0,80 0,75 0,850,04 0,20 0,03 0,90 0,75 0,900,06 0,20 0,02 0,90 0,35 0,90
äqu. Absorptionsfläche A [m²]78,12120,50122,22123,64121,61124,41
A/V-Verhältnis0,180,270,280,280,270,28
Nachhallzeit T [s]0,930,600,590,590,600,58

[Seite 31]

ANLAGE 4: Berechnung des A/V-Verhältnisses

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 91 m³
SchulleitungB3 - längerfristiges Verweilen
0,40 0,30 sintlähreV-V/A Empfehlung nach DIN 18041 0,20 für Nutzung B3 A/V ≥ 0,18 0,10 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (HERADESIGN superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung0,01 0,60 0,02 0,35 0,280,02 1,00 0,02 0,30 0,200,01 1,00 0,03 0,25 0,110,03 1,00 0,03 0,20 0,060,05 0,90 0,04 0,20 0,030,05 1,00 0,06 0,20 0,0229,0 17,3 68,7 7,3 11,3
äqu. Absorptionsfläche A [m²]17,7223,6622,6922,3421,5424,53
A/V-Verhältnis0,190,260,250,240,240,27
Nachhallzeit T [s]0,840,630,660,670,690,61

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ANLAGE 5: Berechnung des A/V-Verhältnisses

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 1.167 m³
MensaB5 - bes. Bedarf an Lärmminderung
0,40 0,30 sintlähreV-V/A Empfehlung nach DIN 18041 0,20 für Nutzung B5 A/V ≥ 0,21 0,10 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (HERADESIGN superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung Mikroperforierte Wandabsorber (Richtqualität) Deckensegel "Wolken" (Götessons Hang Over)0,01 0,60 0,02 0,35 0,28 0,25 0,120,02 1,00 0,02 0,30 0,20 0,75 0,290,01 1,00 0,03 0,25 0,11 0,80 0,540,03 1,00 0,03 0,20 0,06 0,80 0,760,05 0,90 0,04 0,20 0,03 0,80 0,810,05 1,00 0,06 0,20 0,02 0,65 0,85 Ansichtsfl.243,2 122,4 244,0 60,8 58,1 116,0 33,5 16,8
äqu. Absorptionsfläche A [m²]151,33258,73264,65270,95265,95266,43
A/V-Verhältnis0,130,220,230,230,230,23
Nachhallzeit T [s]1,260,740,720,700,720,71

[Seite 33]

ANLAGE 6: Berechnung der Nachhallzeit (nach W. C. Sabine)

Projekt: Wilhelm Hüls Schule Hilden Projektnummer: 2314

RaumNutzungsart nach DIN 18041Raumvolumen 1.197 m³
Mehrzweckraum (Mensa)A3 - Unterricht / Kommunikation
1,40 1,20 1,00 ]s[ T Toleranzbereich nach 0,80 tiezllahhcaN DIN 18041 A3 - Unterricht / 0,60 Kommunikation Tsoll = 0,81 s 0,40 0,20 0,00 125 250 500 1000 2000 4000 Frequenz f [Hz]
RaumbegrenzungsflächenSchallabsorptionsgrad αFläche
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 Hzm²
Fußboden (schallhart) Decke, absorbierend (HERADESIGN superfine) Wand, Decke, Tür (schallhart) Einrichtungsgegenstände (Schränke, Bestuhlung, usw.) Fenster mit Isolierverglasung Mikroperforierte Wandabsorber (Richtqualität) Deckensegel "Wolken" (Götessons Hang Over)0,01 0,60 0,02 0,35 0,28 0,25 0,120,02 1,00 0,02 0,30 0,20 0,75 0,290,01 1,00 0,03 0,25 0,11 0,80 0,540,03 1,00 0,03 0,20 0,06 0,80 0,760,05 0,90 0,04 0,20 0,03 0,80 0,810,05 1,00 0,06 0,20 0,02 0,65 0,85 Ansichtsfl.249,4 124,7 247,8 62,3 58,1 116,0 33,5 16,8
125 Hz250 Hz500 Hz1000 Hz2000 Hz4000 HzMittel
Nachhallzeit T [s]1,270,740,720,700,690,650,71
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