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0905_Kita Rothenditmold – Sanierung, Umbau und Erweiterung
Thema: Maßnahmenbeschreibung und Projektdefinition Datum: 21. September 2026
Situation – Ausgangslage - Aufgabenstellung
Auf Grund der steigenden Nachfrage von Kinderbetreuungsplätzen und dem absehbar längeren Bedarf im Kasseler Stadtteil Rothenditmold wurde das Hochbauamt der Stadt Kassel mit der Erstellung einer konzeptionellen Machbarkeitsstudie zur Unterbringung von zusätzlichen Gruppen- und Nebenräumen betraut.
Innerhalb der vergangenen Monate wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kindertagesbetreuung und den Nutzern ein Raum- und Nutzungskonzept erarbeitet, welches die Bedarfe zusammenfasst und als Grundlage für die weiteren Planungen dient.
Die bestehende Kita Liegenschaft setzt sich als Gebäudeensemble aus drei Gebäuden zusammen. Die Kita ist als Nutzer in dem Kita- und ehem. Hortgebäude beherbergt. Baulich angrenzend an das Hortgebäude, befindet sich das Anne-Frank-Haus welches als Jugendzentrum genutzt wird. Die beiden, durch die Kindertagesstätte genutzten Gebäude sind momentan, baulich lediglich durch einen offenen Laubengang im Erdgeschoss verbunden. Das ehem. Hortgebäude steht aus historischen Gründen unter Denkmalschutz. Vor diesem denkmalpflegerischen Kontext wurden mit der Denkmalschutzbehörde zwei mögliche Erweiterungsszenarien abgestimmt. Die erste Konzeptvariante zur Erweiterung der Nutzflächen sah einen Verbindungsbau zwischen dem Hort und Kitagebäude vor. Aufgrund des größeren baulichen Anschlusses an den historischen Südgiebel des Hortgebäudes wurde diese Überlegung wegen der hohen Überdeckung der historischen Fassade von der Denkmalschutzbehörde abgelehnt. Die zweite, weiterzuverfolgende Konzeptvariante erreicht eine Flächenerweiterung durch eine Geschossaufstockung des Kitagebäudes. Für eine dringend benötigte, wettergeschützte Verbindung der beiden Gebäude sorgt eine geschlossene Brücke aus dem 1.Obergeschoss.
Ziel des Projektes -Umbau und Sanierung der Kindertagesstätte Rothenditmold- ist es, die Einrichtung an die gestiegenen Anforderungen, insbesondere der am Standort neu angebotenen U3-Betreuung anzupassen, die räumliche Funktionalität zu verbessern sowie den Teambereich für das pädagogische Personal zu optimieren. Die Maßnahmen sollen die räumliche Nutzung maximieren, die Arbeitsabläufe des Teams effizienter gestalten und gleichzeitig den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Die räumliche Kapazität für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird durch den Umbau und die Erweiterung bzw. die Aufstockung vergrößert.
Das bestehende Hortgebäude soll im Innenbereich grundlegend Saniert werden. Raumgrößen und Raumanordnungen können entsprechend der formulierten Nutzungsbedarfe verändert und in einen sinnvollen räumlichen Kontext gebracht werden. Grundsätzlich wird die Unterbringung der Verwaltung als auch der Küche weiterhin im Hortgebäude gesehen. Die bereits vorhandene technische Infrastruktur sowie der angrenzende Speiseaufzug geben die Verortung der Küche weiterhin in den aktuellen Räumen vor. Im Rahmen der Sanierungen sollen zudem die technische Gebäudeausstattung sowie der Brandschutz im Rahmen eines Brandschutzkonzept auf Grundlage des Entwurfes angepasst werden. Veränderungen im Innenraum insbesondere der Innenwände sollen mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden, wenn historisch bestehende Wände verändert werden. Die Fassade bleibt, ohne weitere Sanierungsabsichten, so wie sie ist.
Stand: 21. September 2026 | Olivier Marhuenda -651- Seite 1 von 9
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Lediglich die Verbindungsbrücke soll ohne größere baulichen, sowie statischen Eingriff die Fassade ergänzen. Die Räume, die sich vor und hinter der regelmäßige frequentierten Verbindungsbrücke befinden, benötigen hier eine entsprechende offene bzw. Lärm tolerierende Nutzung. Der räumliche Mehrbedarf wird durch die Aufstockung des Kita-Gebäudes erreicht. Eine statische Voruntersuchung zur Machbarkeit und den notwendigen baulichen Ertüchtigungen wurde aufgestellt und ist in der Angebotsphase der Ausschreibung angefügt. Die Sanitärräume sind in beiden Gebäuden zu modernisieren und für die Nutzung durch die entsprechenden Altersgruppen auszustatten.
Aktuell sind vier Regelgruppen (Kinder im Alter von 3-6 Jahren) im Obergeschoss des Kita-Gebäudes sowie im UG+EG des Hort-Gebäudes mit insg. 80-100 Kindern untergebracht. Ziel ist es, die Kita Rothenditmold konzeptionell durch eine Erweiterung und Sanierung so umzustrukturieren, dass die Unterbringung von zwei neuen U3- Gruppen (Kinder im Alter von 1-3 Jahren) möglich ist. Im Gegenzug entfällt eine Regelgruppen, die Anzahl der betreuten Kinder bleibt jedoch gleich. Die vorhandenen Verwaltungs- und Personalbereiche sollen vergrößert, sowie die Situationen in den einzelnen Nutzungsbereichen wie Themen- , Küchen-, Gruppen- und U3- Bereichen optimiert werden. Darüber hinaus soll ein Multifunktionsraum für vielfältige Nutzungen und ein Raum für Elterngespräche den Bedarfen des Stadtteils Rechnung tragen.
Das ausgearbeitete Raum- und Nutzungskonzept stellt die derzeit pädagogischen Anforderungen dar und soll einen teiloffenen, klaren und transparenten Betrieb widerspiegeln. Alle zu bearbeiteten Themen des Gebäudes und der Außenanlagen sollen einem übergeordneten, ganzheitlichen erkennbaren Gedanken verfolgen.
Raum- und Nutzungskonzept
Das Projekt Erweiterung und Sanierung der Kita Rothenditmold wird als einheitliches Gesamtkonzept angesehen.
Für max. 100 Kinder (Kindergarten und U3- Bereich) werden fünf Gruppenräume mit kleineren Nebenräumen (Differenzierungsräumen) benötigt. Zusätzlich sind Verwaltungsräume, Büros, Besprechungsräume, Themenräume, ein multifunktionaler Bewegungsraum, Verpflegungsräumlichkeiten, Wickel-, Wasch- und Sanitärbereiche, Schlafräume, Trocknungsräume, Lagerräume, Pausenräume, Sozialräume und ein Raum für Elterngespräche als multifunktionale Räume zu berücksichtigen.
Diese Räumlichkeiten sind in den vorher beschriebenen Bestandsgebäuden unterzubringen. Die Aufstockung soll nach Möglichkeit als Holzbaukonstruktion mit einer PV- Anlage und ggf. als Gründach geplant werden. Des Weiteren sind die Außenanlagen inkl. Zuwegung als auch dem dazugehörigen Inventar (Kinderwagenunterbringung / Buggy- Port, Spielzeugverleih / altersgerechte Außenspielgeräte / U3 Bereich, Sonnenschutz) anzupassen und zu ergänzen. Insbesondere der Außenbereich muss mit altersgerechte Außenspielgeräten und Sonnenschutz für die U3 Gruppen neu hergestellt werden. Die Nutzfläche des bestehenden Hortgebäudes beträgt ca. 490m² gesamt NF (NF+VF+TF) und für das Kita-Gebäude inkl. Aufstockung und Verbindungsbrücke ca. 560 m² gesamt NF (NF+VF+TF).
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Für dieses Raum- und Nutzungskonzept wurde das folgende Raumprogramm definiert. Die Nutzfläche für den Bestand beträgt ca. 850m² NF und für die Aufstockung inkl. Verbindungsbrücke ca. 200m² NF, die sich wie folgt untergliedern:
• Kindergarten und U3- Bereich ca. 425m² NF beinhaltet:
- 5 Gruppenräume je ca. 45m² = ca. 225m²
- 3 Differenzierungsräume je ca. 15m² = ca. 45m²
- 3 Sanitärbereiche je ca. 20-25m² = ca. 65m²
- 3 Garderobenbereiche / Abstellräume und Schmutzschleusen je ca. 20m² = ca. 60m²
- 1 Schlafräume für ca. 24 Betten je ca. 2m² = ca. 50m²
- 3 Garderoben und Schmutzschleusen je 30m² = ca. 90m²
- (1 Außenspielbereich für 2x U3 Gruppe je 150m² = ca. 300m²)
• Verwaltung ca. 85-90 m² NF beinhaltet:
- 1 Leitungsbüro mit 2 AP und Besprechungsecke = ca. 15-20m²
- Raum für Elterngespräche = ca. 15m²
- 1 Personal- / Umkleide- / Pausenraum mit Küchenzeile für ca. 30 Personen = ca. 35m²
- 1 WC-Bereich inkl. Behinderten WC für Gäste, Besucher und Personal = ca. 20 m²
• Multifunktionsbereiche ca. 145 m² NF beinhaltet:
- 1 Multifunktionsraum für Bewegung, DaZ, = ca. 65 m²
- 1 Schlafraum = ca. 50 m²
- 2 Kleingruppenräume je 15m² = 30m²
• Küchenbereiche ca. 155 m² beinhaltet:
- 1 Aufwärmküche inkl. Spülbereich = ca. 70m²
- 2 Lager- bzw. Kühlraum = ca. 30m²
- 1 Sanitär- und Umkleidebereich für Küchenpersonal mit 1 AP = ca. 30m²
- 1 Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner und Wäschelager = ca. 10m²
- 1 Sanitär- u. Umkleidebereich für das Reinigungspersonal und Putzmittelraum = ca. 15m²
• Lüftungszentrale und Technikräume inkl. Verkehrsflächen ca. 135m² beinhaltet:
- Lüftungsanlage in den Dachgeschossen insg. = ca. 120 m²
- Technikräume im DG/KG und in den einzelnen Nutzungsbereichen = ca. 15m²
• Außenbereiche und Freiflächenanpassungen nach Entwurfsentscheidung ca. 300-400m² beinhaltet:
- Außenabstellraum für Kinderwagen ca. 10m²
- Anpassungen von Zuwegungen, Spielflächen und Spielgeräten für U3- Bereich
Notwendige Raum- und Wegeverbindungen
• Gruppenräume und U3- Bereich
Bei den Planungen sollen „Gruppen-Cluster“ berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass nach Möglichkeit jeweils zwei Gruppenräume mit angrenzenden Nebenräumen durch einen für beide Gruppen nutzbaren Sanitärbereich verbunden sind. Der Garderobenbereich soll in unmittelbarer Nähe
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der Gruppenräume angeordnet werden. Durch die „Gruppen- Cluster“ kann unter anderem gewährleistet werden, dass auch bei ausfallendem Betreuungspersonal durch die „kurzen Wege“ immer noch die Möglichkeit der Aufsicht gegeben ist. So können auch kleinere Kindergruppen gezielt betreut und gefördert werden. Auch die U3 Gruppen sollen nach Möglichkeit einen Krippencluster bilden, damit die zugehörigen Nebenräume entsprechend altersgerecht gemeinsam genutzt werden können.
Des Weiteren ist bei den Planungen darauf zu achten, dass ein Bezug von den Gruppenräumen zu den Außenanlagen bzw. im OG zu den Terrassen und Spielflächen vorhanden ist. Darüber hinaus sind die „Matschschleusen“ so anzuordnen, dass sie in der Nähe der Ausgänge angeordnet werden und sich sinnvoll in das Gesamtkonzept integrieren. Ein barrierefreier Zugang mit Aufzug im Kitagebäude ist unbedingt einzuplanen, da die Mahlzeiten in der Regel in den Gruppenräumen serviert und eingenommen werden. Der neu zu planendem Aufzug ermöglich damit das schwellenlose Erreichen aller Geschosse im Kitagebäude sowie das 1.OG im Hortgebäude. Lediglich das 2.Obergeschoss des Hortgebäudes wird barrierefrei durch einen Aufzug am Anne-Frank-Haus erschlossen.
Hinsichtlich der Sicherheits- und Ausstattungsmerkmale von Küchenzeilen und Themenräumen sowie von Gruppen-, Schlaf-, Wasch- und Sanitärräumen sind die aktuellen „Kita-Standards“ und insbesondere die „baulichen und technischen Standards“ der Stadt Kassel als Planungsgrundlage anzuwenden. Hierzu gibt es im „Starterpaket“ Informationsmaterial.
• Verwaltungs- und Personalräume Der Personal- und Verwaltungsbereich sollen vornehmlich im Hortgebäude untergebracht werden. Hierfür muss bei der Planung ein Zutrittskontrollsystem berücksichtigt werden. Es ist gewünscht, dass das Kita-Personal (Betreuungskräfte / Erzieher*innen) vom Verwaltungsbereich nur über das Zutrittskontrollsystem in die Gruppen-Cluster bzw. öffentlichen Kita-Bereich und gelangt. In der Planung ist auf eine kurze Wegebeziehung zwischen dem Verwaltungsbereich, den Betreuungsräumen und dem Anmelde- und Informationsraum im Multifunktionsbereich zu achten. Des Weiteren sind die oben genannten geforderten Räumlichkeiten sinnvoll anzuordnen, so dass trotz der Nähe zu den öffentlichen Kita-Bereichen dennoch eine „private / ungestörte“ Arbeitsatmosphäre entsteht.
• Multifunktionsraum Der Multifunktionsraum soll so funktional ausgestattet sein, dass ein größeres Angebotsspektrum abgebildet werden kann. Neben der Möglichkeit interner Besprechungen und kleinen Seminarengruppen mit ca. 10-12 Personen, gibt es die Kooperation mit der Valentin-Traudt-Schule die täglich den Raum für schulvorbereitende Angebote z.B. DaZ -Deutsch als Zweitsprache- nutzt. Des Weiteren soll der Raum 1x wöchentlich für 2-3-Jährige zum -Kitaeinstieg- genutzt werden sowie für das Kindersprachscreening KiSS.
• Küchenbereich Der Küchenbereich sollte hinsichtlich seiner Positionierung und Funktionalität weiterhin im EG des Hortgebäudes angeordnet bleiben, die dadurch bleibenden Anlieferungs- und Entsorgungsmöglichkeiten haben sich als günstig erwiesen. Darüber hinaus kann weiterhin das Essen über den vorhandenen Essensaufzug im Hortgebäude vertikal verteilt werden und über die nah gelegene, neue Verbindungsbrücke die Speisen in das Kitagebäude gebracht werden. Im Rahmen der pädagogischen Bewertung hat die Kitaleitung gemeinsam mit den Erzieherinnen das Konzept eines
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zentralen „Kinder-Restaurants“ gegenüber dem Essen in den Gruppenräumen verglichen. Als Ergebnis wünscht sich die Kita, dass weiterhin die Mahlzeiten in den Gruppen zu sich genommen werden. Hinsichtlich des „pädagogischen Konzepts“ der Kita- Rothenditmold, ist ein mit den Nutzern und Küchenbetreibern abgestimmtes Gesamtkonzept in der Planung zu berücksichtigen. Die Einrichtung der aktuellen Küche kann weitestgehend übernommen werden, lediglich die große Abzugshaube sowie der ältere Herd müssten erneuert werden. Im Rahmen der Planung sollten die Arbeitsabläufe in der Küche jedoch betrachtet und ggf. die Anordnung der Geräte neu sortiert werden. Nach Bedarf und Rücksprache mit dem Bauherrn kann hierzu ein zusätzlicher Gastroplaner durch den Auftraggeber beauftragt werden. Es sind für den Küchenbereich, bisher fehlende Personalräume zu planen die ebenfalls vom Reinigungspersonal genutzt werden könnten.
• Lüftungszentrale und Technikräume Das Hortgebäude besitzt momentan keine mechanische Lüftung, das Kitagebäude hingegen schon. Zukünftig sollen beide Gebäude eine mechanische Möglichkeit der Be.- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung erhalten. Die notwendigen Aufstellflächen für die Lüftungsgeräte sollen jeweils in beiden Gebäuden in den Dachräumen vorgesehen werden. Eine Notwendigkeit einer mechanischen Belüftung der Räume wird durch das Hochbauamt – Abteilung Haustechnik – als etagenweise Lösung vorgeschlagen. Sämtliche Lüftungskonzepte sind in der LPH 2 mit der Haustechnikabteilung und dem Energiemanagement der Stadt Kassel (Hochbauamt) im Vorfeld abzustimmen, da diese Abteilungen den Bauunterhalt und die Wartung der technischen Komponenten nach Fertigstellung des Gesamtprojekts übernehmen und beaufsichtigen.
Im Kellergeschoss des Hortgebäude befinden sich für den Betrieb der vorhandenen Kita bereits Technikräume mit der Übergabestation der Fernwärme. Diese Räumlichkeiten sollen im Sanierungskonzept nicht berücksichtigt werden. Im „Starter- Paket“ werden Bestandsunterlagen hinsichtlich der TGA bereitgestellt, die gesichtet, geprüft und bewertet werden müssen, sodass eine Entscheidungsvorlage während der Vorentwurfsphase dem Bauherrn vorgelegt werden kann. Auch bei diesen Planungskonzepten ist die Haustechnikabteilung bzw. das Energiemanagement und insbesondere die Elektro- Planungsabteilung der Stadt Kassel in sämtlichen Planungsphasen mit einzubeziehen.
Neben den nutzerspezifischen Anforderungen gelten für den Hochbau und die Technischen Gewerke die anerkannten Regeln der Technik wie DIN- Norm, VDI- Richtlinien, VDE- Vorschriften, die Bauordnung, die Unfallverhütungsvorschriften, die Arbeitsstättenrichtlinien usw. Die derzeit gültigen Gesetze, Vorschriften und Regelungen gelten uneingeschränkt und sind vollumfänglich einzuhalten.
Die vorgegebenen „Standards“ sind von allen Projektbeteiligten zu beachten, können jedoch in Ausnahmefällen und in Abstimmung mit dem Auftraggeber angepasst werden. Das bedeutet, dass sinnvolle Abweichungen im Einzelfall möglich sind.
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• Flure und Verkehrsflächen
Auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verkehrsflächen und Aufenthaltsräumen ist während der Planung zu achten. Flure sind als attraktive und helle Aufenthaltsbereiche zu gestalten. Verkehrsflächen sollen optimiert werden, in dem z. B. Garderoben, Foyers, Eingangsbereiche, Schmutzschleusen usw. innerhalb der Verkehrsflächen berücksichtigt werden. Die Verkehrsflächen sollen durch eine effektive Mehrfachnutzung durch verschiedene Nutzungsangebote ansprechend und abwechslungsreich gestaltet werden.
• Außenbereiche und Freiflächen Das Kitagrundstück ist zurzeit ca. 5.400m² groß, davon sind aktuell ca. 760m² durch die vorhandenen Bestandsgebäude bebaut. Von den verbleibenden Freiflächen (ca. 4.700 m²) sind ca. 2.200 m² im südlichen Bereich des Kitagrundstücks als Außenspielbereiche angelegt. Es ist gewünscht, dass am Ende der Umbaumaßnahmen für die Krippengruppen altersgerechte Frei- und Spielflächen angelegt werden. Der U-3 Bereich soll je Gruppe ca. 150m² groß sein und sollte sich in unmittelbarer Nähe zu den Krippengruppenräumen befinden. Die U-3 Außenbereiche dürfen gerne zusammenhängend und sollen zur besseren Aufsicht der Kinder eingefasst sein. Ein Konzept welches eine gute Interaktion zwischen den Krippengruppen und Regelgruppen ermöglicht wird begrüßt. Der neue U-3 Bereich kann auf der Fläche des aktuell bestehenden Außenbereichs entstehen es sind jedoch weitere Spielflächenpotentiale zu prüfen, wie z.B. die westliche Hangfläche neben dem Kitagebäude.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die weitestgehende Erhaltung der Flora und Fauna an dem Standort der Kita Rothenditmold. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass so wenig wie möglich in den vorhandenen Baumbestand bzw. in die Vegetation und in den Lebensraum der Tiere eingegriffen wird. Hierfür sind entsprechende Vorkehrungs- und Sicherheitskonzepte insbesondere für die Baustellenzufahrt, die Baustelleneinrichtungsfläche und die Ausweichspielfläche während und nach der Baumaßnahme einzuplanen und zur Vorentwurfsphase dem Bauherrn vorzulegen.
Sämtliche Leistungsphasen der Freiraumplanung sind mit dem Umwelt- und Gartenamt abzustimmen, wodurch eine enge Zusammenarbeit erforderlich ist. Die finale Freigabe bzw. Zustimmung erfolgt durch das Amt für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung.
Hinsichtlich der notwendigen Rodungen von Bäumen und Pflanzen sowie den erforderlichen Abbruchmaßnahmen von Spielgeräten und Geräteschuppen, die den vorhandenen Lebensraum des Tierbestandes (Insekten, Kleinstlebewesen und Nagetiere) und der Vegetation beeinflussen und einschränken werden, ist eine Abstimmung bei Beginn der Planung mit dem Umwelt- und Gartenamt zwingend erforderlich.
Die Verkehrssicherheit auf und um das Kitagrundstück darf nicht gefährdet sein. Bei der Planung sind die zuständigen Behörden mit einzubeziehen und die gültige Stellplatzsatzung ist zu beachten. Es ist ein Konzept zu erstellen, das sowohl den öffentlichen Straßenraum als auch die Flächen auf dem eigenen Grundstück berücksichtigt.
Für Teilbereiche der Innen- und Außenraumgestaltung ist eine Kinderbeteiligung einzuplanen, die in Abstimmung mit diversen Ämtern der Stadt Kassel und den Kita- Kindern und Kita- Personal durchgeführt werden soll.
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Anforderungen an die Freiraumplanung • Schaffung von zwei in sich abgeschlossen Spielbereichen für Kinder im Alter von unter 3 Jahren und Kinder von 3 bis 6 Jahren • Berücksichtigung der Vorgaben der Grünflächen- und Spielflächenunterhaltung wie z.B. Schaffung eines Pflegewegs, Berücksichtigung der Zugangsmöglichkeiten zu Sand- und Fallschutzflächen mit Fahrzeugen • Auswahl von Spielgeräten mit einer Garantie von mindestens 10 Jahren • Anordnung einer Abstellmöglichkeit für Buggys und Kinderwagen • Prüfung der Rettungswege und Aufstellflächen für die Feuerwehr • Die Abnahme der sicherheitstechnischen Abnahme der Spielgeräte nach DIN 1176 erfolgt durch einen zertifizierten Prüfer, der vom Umwelt- und Gartenamt ausgewählt wird
Anforderungen an den Außenbereich für Kinder unter 3 Jahren • Festlegung der Größe des U3 Bereichs in Bezug zur Gruppengröße • Spielerische Einfassung des Bereichs mit Zaun • Sandbereich mit Verschattung (entweder durch vorhandene Bäume oder durch Sonnensegel) • Bewegungsparcours mit unterschiedlichen Oberflächenbelägen • Einsatz eines altersgerechten Spielgerätes nach Ergebnissen der Kinderbeteiligung
Projektinhalte für das Kitagebäude mit Aufstockung
• 2-3 Gruppenräume (Gruppen-Cluster) für die Kinderbetreuung 3-6 Jahre • 2 Gruppenräume (Gruppen-Cluster) für die Kinderbetreuung U3 Jahre • 2-3 Differenzierungsräume für die Kinderbetreuung • WC-Anlagen für Personal und Kinder • Matschschleusen und Remi- Räume • Lüftungszentrale und Technikflächen • Erschließung und Aufzugsanlage • Anpassungen der Außenbereich inkl. notwendigen Inventar
Projektinhalte für die Umstrukturierung und Sanierung der Bestandgebäude • Sanierung und Umbau der vorhandenen Gruppenräume im Rahmen des Gesamtkonzepts • Sanierung und Umbau des U3- und alterserweiterten Bereichs inkl. Neben- und Schlafräume • Umbau und Umstrukturierung Verwaltungs-/ Personalbereich • Schaffung eines multifunktionalen Gruppenraums • Eingriffe im Bestand zur Nutzungsänderung/-optimierung inkl. Abstimmung Denkmalpflege für Hortgebäude • Erneuerung der Kita- Ausstattung • Entkernungs- und Demontagearbeiten • Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung (Wärmeversorgung, Lüftung, Elektro, MSR) • Eingriffe im Bestand zur Nutzungsänderung/-optimierung bzw. Führung der Techniktrassen • Prüfung der Einbindungsmöglichkeit bzw. Erweiterung von neuen Medien (z. b. Lüftung) • Anpassungen, Ergänzung und Erneuerung der Außenbereiche inkl. Spielgeräte und Inventar
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Meilensteine
Die Projektleitung hat anhand von Erfahrungswerten einen Meilensteinplan aufgestellt, der mit dem externen Planungsteam und den Projektbeteiligten abgestimmt werden muss. Der nachfolgende Meilensteinplan ist nicht fixiert und kann sich je nach Entwurfsentscheidung verändern bzw. angepasst werden. Diese Meilensteine sollen einen Zeitrahmen vorgeben, in dem sich der Projektfortschritt widerspiegeln soll.
Es ist vorgesehen, das Gesamtprojekt in zwei Bauabschnitten zu unterteilen. Die Baumaßnahmen soll im laufenden Betrieb der Kita und somit der gleichzeitigen Nutzung im jeweiligen Nachbargebäude erfolgen. Insbesondere die Baustelleneinrichtung und ggf. zwischen Kindergarten und Baubetrieb gemeinsam genutzte Verkehrsflächen sind zum Kinder- und Personenschutz mit erhöhten Anforderungen zu planen. Weiter berücksichtigt werden sollen hier die Schlafzeiten und die pädagogischen Lernphasen. Einen detaillierten Bauablaufplan mit den zuvor genannten Vorkehrungs- und Sicherheitskonzepten ist in der Vorentwurfsphase durch das externe Planungsteam zu erstellen und mit dem Bauherrn und den Projektbeteiligten abzustimmen.
• Bis Oktober 2024: Vorbereitung des Projekts unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Bedarfsermittlung und der Abstimmung mit -59- / Nutzer (Raum- und Nutzungskonzept) • Bis Ende Dezember 2024: Beauftragung der notwendigen Gutachten und Erstellung des „Starterpaketes“ • Bis Ende Oktober 2026: Erstellung der Ausschreibungs- und Vergabeunterlagen und Beauftragung des externen Planungsteams • Ab November 2026: Beginn der Planungsphasen • Ab Sommer 2028: Beginn Bauphase 1. BA (Bauabschnitt) – Sanierung Hortgebäude • Frühjahr 2029: Fertigstellung 1. BA – Im Anschluss erfolgt der Umzug der Kita in Geb. H sowie die Inbetriebnahme der Küche. • Ab Frühjahr 2029: Beginn Bauphase 2. BA – Sanierung und Aufstockung Bestand (Kitagebäude) • Bis Frühjahr 2030: Fertigstellung 2. BA – Im Anschluss Rückzug der Kita- Verwaltung in den neuen Verwaltungsbereich und Umzug U3- Bereich / Kita- Gruppen in die neuen Gruppenräume. • Bis Sommer 2030: Fertigstellung - Übergabe des Gesamtprojekts an den Nutzer inkl. Freiflächen
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Luftbild Kita- Rothenditmold
H_ Hortgebäude | K_ Kitagebäude | A_ Anne-Frank-Haus
Grundstücksfläche Kita Rothenditmold ca. 5.436 m² Bebaute Fläche ca. 762 m²
Aufgestellt: -651- / Olivier Marhuenda / 18.06.2026
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