Massnahmenkatalog_2026.pdf

Generalplanung für die Teilsanierung zweier Museen in Osnabrück

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 03.11.2026, 12:25 (Europe/Berlin)

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Vorläufiger Maßnahmenkatalog Sanierung Felix-Nussbaum-Haus (FNH) und Kulturgeschichtliches Museum (KGM) Stand:10/2026

A. Felix-Nussbaum-Haus (1998) Sichtbetonfassaden: umfassende Zustands- und Schadenskartierung, darauf aufbauend A.1 Sanierungs- und Instandhaltungskonzept, etwa über behutsame Instandsetzung oder Konservierung der Abplatzungen. Variantenuntersuchung. Wärmedämmverbundsystem des Eingangspavillons (FNH-Erweiterungsbau von 2011) gem. A.2 vorliegenden Gutachten sanieren. Zinkbekleidungen der Fassade auf Schäden untersuchen und bei Bedarf substanzschonend A.3 reparieren. Holzbekleidungen der Fassade auf Schäden untersuchen und bei Bedarf substanzschonend A.4 reparieren. Sichtbeton im Innenbereich: Optischen Zustand aufnehmen und erforderliche Ausbesserungen A.5 oder Konservierungen durchführen. A.6 Antriebe der Automatiktüren bei Bedarf erneuern A.7 Feststellanlagen an den aktuellen technischen und brandschutzrechtlichen Stand anpassen. A.8 Überfahrbare Türschwelle zwischen Technikzentrale und Depot einbauen. Technikzentrale nach Demontage der RLT-Anlage herrichten (etwa Anstrich, A.9 Bodenbeschichtung) Innenräume: notwendige Anstricharbeiten und Bodenbelagsarbeiten bestands- und A.10 gestaltungsgerecht durchführen. Flachdach einschließlich Abdichtung, Dämmung, Gründach, Dachrändern, Attiken, Anschlüssen, A.11 Übergängen und Absturzsicherung erneuern. Energetische Sanierung durchführen. Lichtbänder mit Isolierverglasung, Sonnenschutz, Tageslichtlenkung, Einbruchhemmung, Alarmierungsfunktionen und RWA-Anbindung erneuern. Energetische Optimierung, alternative A.12 Konstruktionen und Scheibenaufbauten in Varianten untersuchen, ursprüngliche Gestaltung und Tageslichtkonzept erhalten. (vgl. A.13, A.19) RWA-Dachöffnungen einschließlich erforderlicher Öffnungs- und Antriebstechnik erneuern (vgl. A.13 auch A.12, A.19) A.14 Dachluke und -aufstieg prüfen und bei Bedarf erneuern. Dachabläufe einschließlich Anschlüssen und entwässerungsrelevanten Leitungsabschnitten A.15 erneuern. Einbindung in Dachsanierung prüfen. Betroffene Abhangdecken bei Austausch von Dachabläufen und Leitungen bedarfsgerecht öffnen, wiederherstellen. Vollständige Erneuerung der RLT-Zentrale im Kellergeschoss mit derzeit zwei Zentralgeräten und zehn Lüftungszonen einschließlich Zonennachbehandlungen, Schaltschränken und Regelungstechnik (vgl. A.24). Neukonzeption der Befeuchtung sowie Sicherstellung einer konditionierten Mindestluftrate auch bei Wartung oder Ausfall eines Zentralgeräts durch A.16 entsprechende Redundanz. Prüfung einer Erhöhung der Luftvolumenströme sowie der Heiz- und Kühlleistungen. Energetische Optimierung der Luftaufbereitung und der Wärme- und Kälteversorgung unter Berücksichtigung des gleichzeitigen Heiz- und Kühlbedarfs sowie Gewährleistung der für den Museumsbetrieb erforderlichen Klimastabilität. Das bestehende Kanalnetz und die Luftauslässe sollen weitgehend erhalten bleiben.

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Sicherheitsbeleuchtung erneuern. Fehlerursachen und Eignung des bestehenden funkvernetzten A.17 Systems prüfen, erforderliche Neukonzeption entsprechend KGM in Abstimmung mit Brandschutz. Allgemein- und Ausstellungsbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umrüsten, dabei A.18 bauzeitliches Lichtkonzept und unsichtbare Leitungsführung erhalten. RWA-Anlage einschließlich Zentralen, Antrieben, Ansteuerungen und ggf. notwendiger A.19 Funktionserhaltsverkabelung auf Grundlage des Brandschutzkonzeptes erneuern (vgl. A.12, A.13). Abgrenzung zur RWA-Anlage des KGM klären. Fluchtterminals an Notausgängen erneuern, ihre Schnittstellen zu Rettungsweg- und A.20 Sicherheitsanlagen prüfen. Bestehende Hydrantenanlage zurückbauen. Leitungen, Schlauchrollen und Einbauschränke A.21 fachgerecht stilllegen bzw. entfernen. Historischer Bogenraum unter der Steinbrücke: Konzept gegen Vandalismus in Abstimmung mit A.22 der Denkmalpflege entwickeln. FNH trotz derzeit fehlender formaler Unterschutzstellung wie ein Denkmal behandeln. Architektur, A.23 Innenausbau und technische Unsichtbarkeit der Installationen bewahren. Komplette Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) für Wärme-, Kälte- und A.24 Lüftungstechnik erneuern. Erneuerung der erforderlichen elektrotechnischen Unterverteilungen, Brandmeldeanlage, A.25 Einbruchmeldeanlage und Blitzschutzanlage entsprechend dem abgestimmten Elektro- und Sicherheitskonzept. Wiederherstellung der mechanischen Funktionsfähigkeit von Brandschutzschiebetüren in A.26 Wandnischen zw. FNH und KGM. Energetische Optimierung der Wärme- und Kälteversorgung sowie auszutauschender Bauteile im A.27 Bereich der Gebäudehülle.

B. Kulturgeschichtliches Museum (1889) Dachgeschoss als reine RLT-Technikzentrale baulich herrichten. Erforderliche Anpassungen für B.1 Aufstellung, Betrieb, Wartung und Montage berücksichtigen. Erneuerung Dachdeckung: Schadhafte, schadstoffhaltige Faserzementdeckung nach Schadstoffkonzept entfernen und denkmalgerechte Schieferdeckung in Anlehnung an den B.2 bauzeitlichen Zustand rekonstruieren. Erforderliche Dämmung, Dachflächenfenster, Blitzschutz, Entwässerung, Schneefang und Anschlüsse berücksichtigen. Energetische Optmierungen untersuchen. Tragwerk und Beschichtung der Oberlichtfenster des Oberlichtsaals untersuchen und B.3 entsprechend dem festgestellten Zustand denkmalgerecht instand setzen. Für die Oberlichtdecke des Oberlichtsaals Varianten eines denkmalgerechten B.4 Beleuchtungskonzepts entwickeln und unter kuratorischen sowie konservatorischen Gesichtspunkten bewerten. Umbau zur Kunstlichtdecke als mögliche Variante. Oberlichtfenster mit spezieller Isolierverglasung (Sonnenschutz, Tageslichtlenkung, B.5 Alarmsensoren) erneuern. Energetische Sanierung durchführen. Heizkreisverteiler nach Zustandsprüfung erneuern und mit dem übergeordneten B.6 Versorgungskonzept abstimmen (vgl. C.5). Anschluss des Vortragssaals an die Kälteversorgung der Technikzentrale des FNH- B.7 Erweiterungsbaus.

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RLT-Anlage im Dachgeschoss einschließlich zentraler Geräte, Schaltschränke und B.8 Regelungstechnik vollständig erneuern. Energetische Optimierungen untersuchen. Variantenuntersuchung zur Machbarkeit einer erweiterten Vollklimatisierung bislang nicht B.9 klimatisierter Geschosse einschließlich baulicher, denkmalfachlicher, energetischer und technischer Auswirkungen. Allgemein- und Ausstellungsbeleuchtung, insbesondere Vortragsraum, Treppenhaus und B.10 Glasgang, in Abstimmung mit dem bauzeitlichen Lichtkonzept weiter auf LED umrüsten. Fehlerhafte funkbasierte Sicherheitsbeleuchtung neu konzipieren. Eine kabelgebundene Lösung B.11 als Variante untersuchen. B.12 Einbruchmeldeanlage erneuern und ggf. erweitern. Feuerwiderstandsdauer von Kappendecken, Unterzügen und Gussstützen gem. B.13 Brandschutzkonzept auf 30 Minuten erhöhen. Mindestens zwei elektrotechnische Unterverteilungen erneuern. Genaue Zuordnung nach B.14 Bestandsaufnahme. Brandmeldeanlage erneuern und die Einbindung in das Brandschutzkonzept sowie die B.15 Abstimmung mit der bestehenden Sicherheitstechnik sicherstellen. B.16 Erneuerung der RWA-Anlage B.17 Blitzschutzanlage erneuern und in Dach- und Elektroplanung integriert neu konzipieren. Elektroinstallation so planen, dass offene Leitungsverlegungen insbesondere in B.18 denkmalrelevanten Bereichen vermieden werden.

C. Übergreifende Planungs- und Schutzmaßnahmen Gebäudeübergreifendes Sanierungskonzept mit abgestimmtem Maßnahmenkatalog unter C.1 denkmalfachlichen Gesichtspunkten erarbeiten. Sofern erforderlich mit den zuständigen Denkmalbehörden abstimmen. Bestandsschutzkonzept für die Bauphase erstellen: Sichtbeton, Pflaster, Dachschmuck, Aufzüge, Treppen und Treppenwangen sowie weitere im Bauablauf gefährdete Innen- und Außenbauteile C.2 schützen. Konzept zur Vermeidung von Wasserschäden während Dachöffnungen und Dachsanierung. Außenanlagen beider Gebäude als gestalterische Einheit erhalten. Eingriffs-, C.3 Baustelleneinrichtungs- und Schutzmaßnahmen abstimmen. C.4 Fortschreibung des Maßnahmenkataloges nach Bestandsaufnahme. Hauptverteiler der Heizungsanlage des Museumsquartiers erneuern und Anschlussmöglichkeit C.5 für mobilen Heizcontainer bei vorhersehbarem Ausfall Fernwärmeversorgung.

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