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Bewerbungsbedingungen und Wertung der Angebote (Wertungskriterien) 2026-00231-Generalplanung H12: Umbau Lagerlogistik
1. Verfahren
Die Umsetzung des Vergabeverfahrens und die Wertung sind in dieser Anlage zusammengestellt. Es handelt sich um ein offenes Verfahren gem. § 15 VgV. Die Leistungsinhalte sind der Leistungsbeschreibung und dem Leistungsverzeichnis zu entnehmen. Änderungen an den Inhalten sind ausschließlich im Rahmen von Nebenangeboten möglich und nur zusammen mit der Abgabe eines vollständig verpreisten und wertungsfähigen Hauptangebotes zulässig. Für die Prüfung und Wertung der Nebenangebote gelten die gleichen Wertungskriterien und Gewichtungen wie für das Hauptangebot.
Angebote, die unvollständig sind oder fehlende Preisangaben enthalten, werden gemäß § 57 Abs. 1 Nr. 4 VgV von der Wertung ausgeschlossen.
2. Eignungskriterien
Die Angaben zu den allgemein geforderten Eignungsnachweisen sind der Veröffentlichung zu entnehmen.
Die gesonderten Eignungs- und Zuschlagskriterien und deren Wertung sind nachfolgend aufgetragen:
Wirtschaftliche / Finanzielle Eignungskriterien:
- Ein Nachweis für eine ausreichende Versicherung für Personen- und sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) ist vorzulegen. Die Deckungssummen dieser Versicherung müssen mindestens betragen: a) für Personenschäden 3 Mio. EUR, b) für sonstige Schäden 3 Mio. EUR (Sach- und Vermögensschäden). Je Schadensereignis und einer Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres mit mindestens dem Doppelten der Deckungssummen. Der Nachweis dazu ist durch den Bieter / die Bietergemeinschaft in geeigneter Form zu erbringen. Hat ein Bewerber/haben die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft zurzeit keinen ausreichenden Versicherungsschutz, kann der Nachweis der geforderten Deckungssummen durch die schriftliche Zusage eines Versicherers erfolgen, dass der Versicherer im Auftragsfall bereit ist, eine solche Versicherung abzuschließen. Die Erklärung oder der Nachweis darf nicht älter als 6 Monate sein und muss Angaben zur Versicherungsdauer machen. Die Versicherungsdauer einschließlich Nachhaftung muss mindestens die Gewährleistungsdauer aus dem abzuschließenden Vertrag umfassen. Bewerbergemeinschaften müssen eine entsprechende Erklärung oder einen entsprechenden Nachweis für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorlegen.
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- Angaben über den Gesamtumsatz des Bewerbers und den Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren sowie den Umsatzanteilen zum Leistungsgegenstand des hier ausgeschriebenen Auftrags
- Es wird ein Mindestumsatz gesamt von 1,5 Mio. EUR netto pro Jahr (= 4,5 Mio. EUR /3a) gefordert.
- Der Umsatz der vergleichbaren Leistungen soll mindestens 0,5 Mio. EUR netto pro Jahr (= 1,5 Mio. EUR netto / 3a) betragen. Soweit eine Beteiligung als Bewerber-/Bietergemeinschaft vorgesehen ist, sind für jedes Mitglied Umsatzerklärungen der letzten 3 Geschäftsjahre (gesamt und für selbst erbrachte Leistungen, die mit der hier ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind) vorzulegen. Beabsichtigt der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft sich zum Nachweis der Eignung und zur Leistungserbringung der Fähigkeiten und Ressourcen von Dritten/Nachunternehmern/konzernverbundenen Unternehmen zu bedienen, sind auch von diesen zu benennenden Dritten/Nachunternehmern/konzernverbundenen Unternehmen die vorgenannten Umsatzerklärungen vorzulegen.
Technische und berufliche Eignungskriterien:
- Angabe von Referenzprojekten: Nachweis von mindestens je 1 Referenz für:
- Planung von Logistikanlagen / Lagereinrichtungen (Bauvolumen KG 300/400 mindestens 2 Mio. EUR netto)
- Umbauten im Bestand mit sensibler Nutzung vorzugsweise in Kliniken (Bauvolumen KG 300/400 mindestens 2 Mio. EUR netto)
- Generalplanung für Umbauten im Bestand, mind. über die Planungsdisziplinen Gebäude/Innenräume, TGA, Tragwerk, (Bauvolumen KG 300/400 mindestens 2 Mio. EUR netto)
- Nutzung von BIM in der Planungsphase
Die Referenzen müssen in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2021 bis 2025) fertiggestellt worden sein. Noch nicht beendete Projekte zählen nur dann als Referenz, wenn deren Umsetzungsstand > 80 % beträgt, was der Bieter plausibel nachzuweisen hat (z.B. Erklärung des Kunden). Referenzen können auch doppelt benannt werden; die Eignung ist auch nachgewiesen, wenn eine Referenz alle o.g. Kriterien erfüllt.
Es ist die beigefügte Vorlage zu verwenden, um die Referenzen zu strukturieren. Die Abgabe von Detailbeschreibungen zu den Referenzvorhaben ist erforderlich. Zulässig ist zudem die Übermittlung von Publikationen (als PDF) oder die Nennung von / Verweis auf
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Webseiten als Referenzdetail, allerdings nur in Verbindung mit einem ausgefüllten Referenzblatt. Sofern Vertraulichkeit mit dem Auftraggeber vereinbart worden ist, sind die Angaben in geeigneter Weise zu plausibilisieren, ohne gegen den Geheimhaltungsgrundsatz zu verstoßen.
- Benennung der Projektleitung, die für das Projekt eingesetzt wird:
Die Personen der Projektleitung (Leitung sowie Stellvertretung) müssen je über eine mindestens 10-jährige Berufserfahrung verfügen, davon mindestens 5 Jahre im Bereich Generalplanung sowie Bauen im Bestand. Nachweis durch einen Business- CV oder in anderer geeigneter Weise.
Bei unvollständigen, ungültigen oder nicht ausreichenden Unterlagen fordert der Auftraggeber einmalig nach, bis auf die folgenden Nachweise, die NICHT nachgefordert werden:
- Konzeptskizze
- Umsatz
- Referenzen
- Angaben zur Projektleitung
- Eignungsleihe (4.3)
- Verpflichtungserklärung NAN (4.4)
- Einhaltung der Mindestbedingungen nach BbgVG für NAN (5.4)
Nachgeforderte Unterlagen sind innerhalb von 6 Kalendertagen vorzulegen. Sofern die Unterlagen nicht oder wiederholt nicht vollständig oder ungültig oder verspätet beigebracht werden, wird der Bieter / die Bietergemeinschaft vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.
Der Auftraggeber behält sich vor, den Bietern / Bietergemeinschaften Gelegenheit zu einem Bieter-/Aufklärungsgespräch zu geben, um den Kalkulationsansatz und das Projektteam vor einer Bewertungskommission vorzustellen resp. aufzuklären. Sofern der AG dies für erforderlich hält, wird das Bietergespräch ggf. in der 49. oder 50. KW 2026 stattfinden. Die geeigneten Bieter werden zeitnah informiert. Der AG kann den Zuschlag auch ohne Bietergespräche erteilen, insofern besteht für die Bieter kein Anspruch auf ein solches Gespräch.
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3. Zuschlagskriterien
Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot, das nicht allein vom Preis bestimmt wird.
Es gelten folgende Zuschlagskriterien:
Honorar: 0,3 Konzept/Präsentation: 0,7
Je Kriterium sind 100 Punkte zu erreichen, die im Anschluss gewichtet werden, wie oben angegeben. Der Auftrag wird an denjenigen Bieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl vergeben.
Konzept/Präsentation:
Es wird eine Konzeptskizze des Bieters erwartet, die die fachliche Herangehensweise, mögliche Hindernisse / Problemlagen aus seiner Sicht und die Bearbeitungsstruktur umschreibt. Die Konzeptskizze soll auf maximal 10 Seiten DIN A4 begrenzt werden und untersetzt die Inhalte der Leistungsbeschreibung für den Auftraggeber und die Vergabekommission in nachvollziehbarer Form, zeigt Weg und Herangehensweise auf, ohne bereits Lösungen vorwegzunehmen.
Die Bewertung der Inhalte der Konzeptskizze erfolgt abgestuft nach Wertungspunkten. Dabei können im besten Fall 5 Wertungspunkte erreicht werden; bei ungenügender Darstellung nur 1 Wertungspunkt. Bei fehlenden Aussagen wird die Wertungspunktzahl 0 vergeben. Die Prämissen wie folgt:
| Bewertung | Sehr gut, Darstellung vollständig und plausibel | Gut, Darstellung vollständig und plausibel, aber mit geringen inhaltlichen Abstrichen | Genügend, Darstellung / Ausführungen zum Thema vollständig aber unbegründet oder unplausibel | Ausreichend; Darstellung / Ausführungen zum Thema unvollständig und unbegründet oder unplausibel | Ungenügend; Darstellung / Aussagen nicht zum Thema passend oder nur allgemein gehalten |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertungspunkte | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 |
Die vergebenen Wertungspunkte zu jeder konzeptionellen Aussage werden mit einem Wertungsfaktor (vgl. Aufstellung Seite 5) multipliziert; daraus errechnet sich die Punktzahl. Die
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einzelnen konzeptionellen Aussagen werden unterschiedlich stark gewertet. Die maximal erreichbare Punktzahl ist 100.
Sofern eine Angebotsvorstellung erfolgt, wird die Bewertung des Konzeptes im Zusammenhang mit der Präsentation und dem qualifizierten Eindruck, den das Projektteam vermittelt vorgenommen.
Der Bewerber soll im Konzept auf die folgenden Kerngedanken als Leitlinien eingehen, wobei es gestattet und erwünscht ist, dass der Bewerber auch weitere eigene Hinweise / Aspekte aufgreift und thematisiert.
Nr. Konzeptionelle Aussage Wertungsfaktor max. Punktzahl K (Wertungspunkte * Wertungsfaktor) 1 Welche Hinweise gibt es aus Sicht des Bewerbers zur 2 10 Aufgabenstellung. Gibt es Rahmenbedingungen, die aus Sicht des Bieters in besonderer Weise die Aufgabenstellung beeinflussen?
2 Wie schätzt der Bewerber den Bestand ein, um die 4 20 avisierte Nutzung (hier: Lagerlogistik) zu erreichen? 3 Welche Methoden wendet der Bieter an, um einen 5 25 effizienten logistischen Betrieb unter Berücksichtigung der weiteren Nutzungen, wie Wäsche, Umkleiden etc. sicherzustellen. 4 Darstellung der Ansätze des Bieters zum Einsatz von 2 10 BIM.
5 Wie erfolgen die Projektorganisation und die 1 5 Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber (Stellvertretung, Informationsfluss, Reaktionszeiten, Erhalt des Teamwissens, etc.) 6 Welchen Ansatz verfolgt der Bieter zur Umsetzung 3 15 der Maßnahme unter der Beachtung der Aufrechterhaltung des Betriebes in Ebene 1 ? 7 Wie erfolgen Qualitätssicherung und Evaluation 2 10 während der Bearbeitung?
8 Nachvollziehbarkeit der Herleitung der 1 5 Lösungsansätze sowie Konsistenz der dargestellten Vorgehensweise.
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Honorar:
Die Leistungen sind i.W. pauschal gem. LV anzubieten. Für alle verbleibenden Angebote gilt:
Niedrigster Preis aller wertbaren Angebote 100 Punkte 100% Überschreitung des Preises des Bestbieters 0 Punkte
d.h., je Prozent Preisabweichung vom Bestbieter wird 1 Punkt abgezogen. Die max. erreichbare Punktzahl H beträgt 100. Punktwerte unter 0 werden nicht vergeben.
Gesamtwichtung der Angebote:
Die Gesamtpunktzahl P wird abschließend wie folgt ermittelt:
H * 0,3 + K * 0,7 = P mit H…. erreichte Punktzahl Honorar K…. erreichte Punktzahl Konzept/Präsentation
Die Berechnung erfolgt kaufmännisch gerundet auf eine Nachkommastelle.
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