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LOGSOL
ABSCHLUSSBERICHT
Konzept Sanitätslager und Interimshub
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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3 Tabellenverzeichnis 4 Abkürzungsverzeichnis 5
1 Kurzüberblick über LOGSOL 6
2 Projektrahmen 7 2.1 Ausgangssituation 7 2.2 Planungsleistung: Konzeption Sanitätslager für Bund und Land 8 2.3 Planungsleistung: Machbarkeitsstudie Logistikhub im Interimszeitraum 8
3 Konzeption Sanitätslager für Bund und Land 10 3.1 Datenbasis 10 3.2 Vorgehensweise und Ergebnisse der Datenanalyse 10 3.3 Vorgehensweise und Ergebnisse der Lagerdimensionierung 13 3.4 Variantenvergleich und Standortempfehlung 16 3.5 SOLL-Prozesse im Sanitätslager 19
4 Machbarkeitsstudie Logistikhub im Interimszeitraum 21 4.1 Datenbasis 21 4.2 Vorgehensweise und Ergebnisse der Datenanalyse 22 4.3 Vorgehensweise und Ergebnisse der Hubdimensionierung 24 4.4 Variantenvergleich und Standortempfehlung 27
5 Anlagen 29
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Leistungsportfolio der LOGSOL GmbH 6 Abbildung 2: Übersicht der Bauflächen und untersuchten Logistikstandorte auf dem Gelände der MUL-CT 7 Abbildung 3: Zuordnung des Sanitätsmaterials von Bund und Land nach Verantwortungsbereichen 11 Abbildung 4: Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Wiederbeschaffungszeiten 11 Abbildung 5: Abmaße der betrachteten Kleinladungsträger 12 Abbildung 6: Verschiedene Abmaße von Kleinladungsträgern auf einer Europalette 12 Abbildung 7: Berechnungslogik für die Zuordnung der Ladungsträgergrößen 13 Abbildung 8: Doppeltiefe Lagerung von Kleinladungsträgern 15 Abbildung 9: Kombination von Fachboden- und Palettenlagerung 15 Abbildung 10: Dimensionierung und Anordnung des Sanitätslagers in Haus 12 16 Abbildung 11: Dimensionierung und Anordnung des Sanitätslagers in einem externen Lager 16 Abbildung 12: Übersicht der Regaltypen und Einteilungen 18 Abbildung 12: Übersicht der untersuchten Standortvarianten für den Interimshub 21 Abbildung 13: Durchschnittliche tägliche Ladungsträgermengen vom Hub zu den Klinikgebäuden 23 Abbildung 14: Stellplatzdimensionierung und Ideal-layout des Logistikhubs 24 Abbildung 15: Layout des Logistikhubs und Sanitätslagers in Haus 12 mit vorgesehenen Umbaumaßnahmen 25 Abbildung 16: Exemplarische Darstellung einer Leichtbauhalle 25 Abbildung 17: Anordnung des temporären Logistikhubs zwischen Haus 04 und Haus 06 26
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Datenbasis für die Konzeption des Sanitätslagers 10 Tabelle 2: Annahmen zur Festlegung der Wiederbeschaffungszeiten 11 Tabelle 3: Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Ladungsträgergrößen 13 Tabelle 4: Übersicht der Umrechnungsfaktoren für die Menge an normierten Ladungsträgern 14 Tabelle 5: Benötigte Lagerkapazität 14 Tabelle 6: Übersicht der standortspezifischen Planungsmerkmale 15 Tabelle 7: Qualitativer Vergleich der Standortvarianten für das Sanitätslager 17 Tabelle 8: Technische Spezifizierung der Regaltechnik 18 Tabelle 9: Tägliche Transportwagen- und Paketmengen innerhalb der MUL-CT 22 Tabelle 10: Planungsprämissen für die Dimensionierung des Logistikhubs 23 Tabelle 11: Schätzung der Investitionskosten für eine temporäre Leichtbauhalle 27 Tabelle 12: Qualitativer Vergleich der Standortvarianten für das Logistikhub 27
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Abkürzungsverzeichnis
EPAL Europalette FFZ Flurförderzeug FTE Full-Time Equivalent beziehungsweise Vollzeitäquivalent KLT Kleinladungsträger MaWi Materialwirtschaft MUL-CT Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem STPL Stellplatz
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1 Kurzüberblick über LOGSOL
Seit über 25 Jahren entwickelt unser LOGSOL-Experten-Team Lösungen für Logistik und Produktion entlang der Supply Chain. Wir agieren national und international. Unsere Kunden sind in allen Branchen zu finden und reichen vom Großkonzern bis hin zum KMU.
Abbildung 1: Leistungsportfolio der LOGSOL GmbH
Die fachlichen Schwerpunkte in der Logistik- und Fabrikplanung umfassen bei LOGSOL hauptsäch- lich die Strategieberatung, das Supply Chain Management, die komplette Intralogistik sowie den Bereich Fabrikdesign.
Unsere angebotenen Logistikdienstleistungen basieren auf bewährten Untersuchungsmethoden, pra- xisorientierten Konzepten und zukunftsfähigen Innovationen. Auf Wunsch begleitet unser Pla- nungs- und Softwareteam den gesamten Projektablauf, welcher sich von der ersten Analyse, über die Potentialbewertung bis hin zur Konzeption, Feinplanung und Realisierungsbegleitung erstreckt. Jeder Teilabschnitt im Projekt ist durch einen Meilenstein gekennzeichnet. Zwischenziele werden individuell auf den Kunden und dessen Aufgabenstellung ausgerichtet.
Im ISO 27001-zertifizierten Logistiksoftware-Bereich der LOGSOL GmbH werden standardisierte und unternehmensspezifische Softwarelösungen für die Intralogistik und Lieferkette entwickelt. Hierzu zählt u. a. das Behältermanagementsystem BinMan®, welches eine weltweite Verfolgung und Überwachung von Mehrwegbehältern ermöglicht. Mit der Managementsoftware RampMan® lassen sich Zeitfenster optimal planen.
Alle LOGSOL-Tools erfüllen einheitliche Standards hinsichtlich bestmöglicher Nutzererfahrung, Sicher- heit und Stabilität. Entwicklung, Service und Support werden bei LOGSOL aus einer Hand geliefert und individuell auf die Kundenanforderungen angepasst.
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2 Projektrahmen
Im Rahmen des Kapitels 2 werden zunächst die Umfänge der Planungsleistungen für das Sanitätslager sowie den Interimshub der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL-CT) beschrieben. Aus- gehend von der Standortentwicklung und dem zusätzlichen Bedarf zur Sanitätsmaterialbevorratung werden die Aufgaben und Ziele beider Teilprojekte erläutert. Abschließend erfolgt eine kurze Darstel- lung des Projektverlaufes.
2.1 Ausgangssituation
Die MUL-CT in Cottbus wird auf dem Gelände des bisherigen Carl-Thiem-Klinikums zu einem modernen Universitätsklinikum ausgebaut. Die damit verbundenen Neubau- und Umbaumaßnahmen verändern nicht nur die Klinikräumlichkeiten, sondern ebenfalls die bestehenden logistischen Strukturen. Im Zuge der Standortentwicklung entfallen somit bisherige Gebäude und Flächen der Logistik sowie des Wirt- schaftshofs. Während der Bauphase müssen daher geeignete Interimsstrukturen geschaffen werden, die die Versorgung des Klinikums bei fortlaufendem Betrieb sicherstellen.
Bereits im Jahr 2024 wurde eine Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit LOGSOL zur Einrichtung der Interimslogistik in der ehemaligen Küche in Haus 12 (A) sowie des Abfallwirtschaftszentrums (C) im Bereich von Haus 19 erarbeitet. Aufbauend auf diesen Vorüberlegungen ergänzt durch eine veränderte Versorgungsstruktur mit einem externen Lager ist im vorliegenden Projekt die Aufgabe, zwei Umset- zungsvarianten für einen Logistikhub auf dem Klinikgelände zu untersuchen. Die zweite Variante um- fasst dabei den Neubau einer temporären Lagerhalle (B). Der Hub soll als bedarfsorientierte Übergabe- station zwischen einem externen Lager und den Klinikbereichen fungieren. Abbildung 2 zeigt das Ge- lände der MUL-CT inklusive der geplanten Baufelder (BF) sowie den zu betrachtenden Hubalternativen.
Abbildung 2: Übersicht der Bauflächen und untersuchten Logistikstandorte auf dem Gelände der MUL-CT
Parallel dazu ergibt sich für die MUL-CT ein zusätzlicher Planungsbedarf für die Bevorratung von Sani- tätsmaterial des Bundes und des Landes. Hintergrund der Bevorratung ist die Ausweitung der beste- henden Sanitätsmaterialreserven zur Stärkung des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes. Die MUL- CT wurde dafür aktiv von dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) ange- schrieben, da sie aufgrund ihrer Größe, Ausstattung und Expertise als zusätzlicher Bevorratungsstand- ort geeignet ist.
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Die Aufgaben eines bevorratenden Krankenhauses umfassen die Beschaffung, die sachgerechte La- gerhaltung und die regelmäßige Umwälzung der Arzneimittel und Medizinprodukte sowie deren Bereit- stellung im Bedarfsfall. Die durch den Bund und das Land bereitgestellten Unterlagen sehen vor, dass die MUL-CT jederzeit erreichbar ist und das Material innerhalb von 6 Stunden nach Abruf bereitstellt. Daraus ergeben sich weitere Anforderungen an die Lagerorganisation sowie an das Zusammenwirken von Apotheke und Materialwirtschaft.
Vor diesem Hintergrund wurden die Konzeption des Sanitätslagers für Bund und Land sowie die Mach- barkeitsstudie zum Logistikhub im Interimszeitraum als zusätzliche Planungsleistungen im bestehenden Projekt „Erstellung Baulogistikkonzept MUL-CT“ als Nachtrag aufgenommen. Die beiden Planungsleis- tungen sind eng miteinander verbunden, da die jeweiligen Flächenbedarfe und betrieblichen Anforde- rungen bei der Nutzung gemeinsamer Räumlichkeiten aufeinander abgestimmt werden müssen.
2.2 Planungsleistung: Konzeption Sanitätslager für Bund und Land
Ziel dieser Planungsleistung ist die Ermittlung des erforderlichen Flächen- und Kapazitätsbedarfs für die Sanitätsmaterialbestände des Bundes und des Landes sowie die Entwicklung eines geeigneten Lager- und Betriebskonzepts. Grundlage bilden die vom Auftraggeber bereitgestellten Materiallisten und An- forderungen sowie die Abstimmungen mit den beteiligten Fachbereichen der MUL-CT.
Im Rahmen der ergänzenden Grundlagenermittlung werden die Materialien hinsichtlich ihrer Mengen, Verpackungsabmessungen und logistischen Eigenschaften untersucht. Dabei sollen die unterschiedli- chen Verantwortungsbereiche sowie die Anforderungen an Lagerung, Bestandskontrolle und Umwäl- zung berücksichtigt werden.
Auf dieser Grundlage werden geeignete Ladungsträger und Lagersysteme ausgewählt sowie der dar- aus resultierende Kapazitäts- und Flächenbedarf abgeleitet. Neben der konventionellen Palettenlage- rung erfolgt ebenfalls die Betrachtung von alternativen Lagerformen und Möglichkeiten einer verdichte- ten Lagerung. Ziel ist eine möglichst flächeneffiziente Unterbringung unter Wahrung der Zugänglichkeit, Bestandssicherheit und Materialqualität.
Ein weiterer Bestandteil ist die Planung der Prozesse für die regelmäßige Umwälzung und den Not- fallabruf. Hierzu werden die erforderlichen Arbeitsschritte, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen unter Berücksichtigung der organisatorischen Vorgaben und der geforderten Bereitstellungszeit beschrieben. Auch die Zusammenstellung und Verpackung der Materialien für die Abholung wird in die Betrachtung einbezogen.
Die Ergebnisse dieser Planungsleistung sind eine logistische Empfehlung zur Lagerung und zum Hand- ling des Sanitätsmaterials, die erforderlichen Flächenkapazitäten sowie die abgestimmten SOLL-Pro- zesse. Die Ergebnisse der bevorzugten Lagerlösung fließen zugleich als Grundlage in die Variantenun- tersuchung des Interimshubs ein.
2.3 Planungsleistung: Machbarkeitsstudie Logistikhub im Interimszeitraum
Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Entwicklung einer geeigneten Hubstruktur zur Sicherstellung der Warenversorgung während des Interimszeitraums. Der Hub bildet die Schnittstelle zwischen dem ex- ternen Lager und den zu versorgenden Klinikbereichen. Hierfür sind die notwendigen logistischen Funk- tionen und Flächen zu ermitteln sowie zwei mögliche Standorte zu bewerten.
Die Aufgabenstellung umfasst zunächst eine ergänzende Grundlagenermittlung und Bedarfsanalyse auf Basis der bereits vorliegenden Untersuchungen sowie aktualisierter Transportdaten. Aus den Wa- renmengen und ihrer Verteilung auf die Klinikgebäude sind die Anforderungen an Durchsatz, Bereitstel- lung und Pufferkapazitäten abzuleiten.
Darauf aufbauend sollen die erforderlichen Stellplätze und Funktionsflächen dimensioniert und in ge- eignete Layouts überführt werden. Gegenstand der Variantenuntersuchung sind die Ertüchtigung von
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Haus 12 und der Neubau einer temporären Leichtbauhalle im Innenhof zwischen Haus 04 und Haus 06. Bei der Untersuchung von Haus 12 werden die Ergebnisse der Sanitätslagerplanung berücksichtigt.
Die Varianten werden anschließend hinsichtlich ihrer Flächenkapazität, betrieblichen Eignung und bau- lichen Rahmenbedingungen verglichen, wobei für die Neubauvariante zusätzlich eine überschlägige Investitionskostenschätzung vorgesehen ist. Als Ergebnis liegen ein qualitativer und quantitativer Vari- antenvergleich sowie eine begründete Handlungsempfehlung für die weitere Planung der MUL-CT vor.
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3 Konzeption Sanitätslager für Bund und Land
3.1 Datenbasis
Die Grundlage der Konzeption des Sanitätslagers für Bund und Land bilden die von der MUL-CT bereit- gestellten Unterlagen zur Sanitätsmaterialbevorratung sowie zu bestehenden Prozessen im Umgang mit Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen. Die Dokumente enthalten unter anderem die vorgesehenen Materialien, Mengen und Verpackungsabmessungen sowie die Anforderungen an die Lagerung, Um- wälzung und Bereitstellung des Sanitätsmaterials. Tabelle 1 zeigt eine Übersicht über die Datenbasis des vorliegenden Arbeitspaketes.
Tabelle 1: Datenbasis für die Konzeption des Sanitätslagers Dokumentenbezeichnung Dokumentenart Verwendung
Anlage 2_Vertragentwurf neue SanMat Standorte PDF-Datei Lagerdimensionierung
Anlage 3_FAQ - Sanitätsmaterialpakete des Bundes PDF-Datei Lagerdimensionierung
Anlage 4_Anschreiben KH PDF-Datei Lagerdimensionierung Lagerdimensionierung, Inhaltsliste 08_2025_final_mit_Laufzeiten PDF-Datei Prozesse Sanitätsmaterialbevorratung_HM_10092026 XLSX-Datei Lagerdimensionierung Verpackungsgrößen Sanimaterial_Zuarbeit La- XLSX-Datei Lagerdimensionierung ger_10092026 2026-07-14 Sanitätslager Bund und Land in Haus 12 - PDF-Datei Prozesse Abstimmung Lager V01_ Betäubungsmittel verwalten freigegeben PDF-Datei Prozesse
V01_ Gefahrstoffe verwalten freigegeben PDF-Datei Prozesse
3.2 Vorgehensweise und Ergebnisse der Datenanalyse
Das Sanitätsmaterial wird zunächst nach dem Verantwortungsbereich im Handling, dem Umwälzungs- intervall sowie einer passenden Ladungsträgergröße geclustert. Die Zuordnungen wurden iterativ im Projektteam besprochen und bilden die Grundlagen für die Lagerdimensionierung und Prozessplanung.
3.2.1 Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Verantwortungsbereichen
Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen an die Lagerung und das Handling der Materialien erfolgt eine Zuordnung des Sanitätsmaterials zu zwei verschiedenen Verantwortungsbereichen. Betäubungs- mittel werden ausschließlich in der Apotheke gelagert, wohingegen alle weiteren Arzneimittel und Me- dizinprodukte von der Materialwirtschaft (MaWi) gehandhabt werden.
Eine Bevorratungsmenge je Bund oder Land beinhaltet 89 Materialnummern, wovon es sich bei 4 Ma- terialnummern um Betäubungsmittel handelt. Somit wird der Großteil des Sanitätsmaterials von der Materialwirtschaft gelagert und gehandhabt. Dieser Sachverhalt wird in Abbildung 3 grafisch dargestellt.
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Abbildung 3: Zuordnung des Sanitätsmaterials von Bund und Land nach Verantwortungsbereichen
3.2.2 Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Umwälzungsintervallen
Um die zukünftig anfallenden Umwälzhäufigkeiten und -mengen kalkulieren zu können, wird das Sani- tätsmaterial verschiedenen Wiederbeschaffungszeiten zugeordnet. Bei vorgegebenen Laufzeiten durch die MUL-CT wird stets die untere Intervallgrenze übernommen. Bei fehlenden Angaben greifen die An- nahmen aus Tabelle 2 für die Wiederbeschaffungszeit.
Tabelle 2: Annahmen zur Festlegung der Wiederbeschaffungszeiten Art des Sanitätsmaterials Wiederbeschaffungszeit
Arzneimittel / Lösung (z.B. Naloxon) ≤ 24 Monate
Steriles Verbrauchsmaterial (z.B. Infusionsbesteck) ≤ 36 Monate
Nicht steriles Verbrauchsmaterial (z.B. Elastische Binden) ≤ 60 Monate
Langlebiges Instrument (z.B. Beckenschlingen) Zustandskontrolle
Im Folgenden wird die Bevorratungsmenge für den Bund und das Land zusammengefasst, sodass sich die Anzahl der Materialnummern auf 178 verdoppelt. Ungefähr die Hälfte des Sanitätsmaterials muss innerhalb von 36 Monaten umgewälzt werden, wohingegen rund 20 Prozent bereits nach 24 Monaten umgewälzt werden müssen. Abbildung 4 zeigt diesen Sachverhalt grafisch.
100 92 n r e m 80 m u n 60 la ir 38 e t a 40 M 24 24 lh 20 a z n A 0 ≤ 24 Monate ≤ 36 Monate ≤ 60 Monate Zustandskontrolle Wiederbeschaffungszeiten
Abbildung 4: Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Wiederbeschaffungszeiten
3.2.3 Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Ladungsträgergrößen
Aufgrund mehrerer Materialausführungen pro Materialnummer umfasst die Inhaltsliste für den Bund und das Land statt der 178 Materialnummern insgesamt 226 Einzelpositionen. Diese Differenzierung ermög- licht es, jeder Position die passende Ladungsträgergröße zuzuordnen.
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Für die Lagerung werden Kleinladungsträger (KLT) und Europaletten (EPAL) berücksichtigt. Bei den KLT erfolgt die Unterteilung in drei verschiedene Grundflächen, welche so genormt sind, dass sie in verschiedenen Kombinationen auf der Grundfläche einer EPAL angeordnet werden können. Abbildung 5 zeigt die Außenabmessungen der betrachteten KLTs. Zudem zeigt Abbildung 6 eine beispielhafte Anordnung verschiedener KLT-Größen. Die drei betrachteten KLT-Größen sind in gleichbleibender Lo- gik farblich markiert. Für alle KLT-Größen ist zudem die Verwendung passender Deckel vorgesehen, um die eingelagerten Materialien vor Staub zu schützen.
Abbildung 5: Abmaße der betrachteten Kleinladungsträger Abbildung 6: Verschiedene Abmaße von Kleinladungsträgern auf einer Euro- palette
Bei den EPAL erfolgt die Unterteilung in vier verschiedene Höhen, welche sowohl die EPAL als auch die Ladung darauf berücksichtigen. Die Höhenabstufung orientiert sich dabei an der KLT-Höhe von 210 mm. Die Bezeichnung „1 EPAL“ bis „4 EPAL“ kennzeichnen die verschiedenen Höhen und geben nicht die Anzahl der EPAL an.
Auf dieser Grundlage wird jeder Position anhand der Bedarfsmenge, der Verpackungseinheit und -Ab- messung eine Ladungsträgerart zugeordnet. Der Zuordnung unterliegen die folgenden Annahmen:
- Je Position wird eine Art Ladungsträger angenommen.
- Positionen, die physisch nicht in ein KLT passen, werden auf einer EPAL gelagert.
- Positionen, die physisch in ein KLT passen und damit einen Bedarf von mehr als 6 KLT aufwei- sen, werden ebenfalls auf einer EPAL gelagert.
In Abbildung 7 wird die Berechnungslogik hinter der Zuordnung der Ladungsträgergrößen je Position schrittweise aufgeführt.
Die konsolidierte Auswertung in Tabelle 3 zeigt die erforderlichen Ladungsträgermengen und -abmes- sungen sowie die Anzahl der zugeordneten Materialnummern. Daraus geht hervor, dass der Großteil der Materialnummern in KLT gelagert werden kann. Einige Materialnummern weisen jedoch so große Verpackungsabmessungen oder hohe Bedarfsmengen auf, dass ergänzend EPAL benötigt werden.
Die Normierung der Ladungsträger sowie die daraus abgeleitete Lagerdimensionierung folgen in Kapitel 3.3. 210 600
210
200 300 400
300
400 210
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Abbildung 7: Berechnungslogik für die Zuordnung der Ladungsträgergrößen
Tabelle 3: Zuordnung des Sanitätsmaterials nach Ladungsträgergrößen 0 L a 2 5
B ild g e 0
u n e s tle g e n d e r e rp a c k u n g s a b e s s u n g e n
d e n tifiz ie r e n d e s k le in s t g lic h e n L T je e r p a c k u n g s e in h e it
n e in L T f h ig
ja
B e d a r f 6 L T ja n e in
r u n g i L T L a g e r u n g a u f E P 5 0 1 0 0 L T 1 2 3 4 E P A
g g e e ig n e te r L T r e n u n d M e n g e n a b le itu L a
A L L
n g g eE r uP nA gL a u f
| Unterteilung | 0,25 KLT | 0,50 KLT | 1,00 KLT | 1 EPAL | 2 EPAL | 3 EPAL | 4 EPAL | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ladungsträger |
300 x 300 x 600 x 1.200 x 1.200 x 1.200 x 1.200 x Maße (LxBxH) 200 x 400 x 400 x 800 x 800 x 800 x 800 x in mm 210 210 210 360 570 780 990 Anzahl Material- 20 22 102 10 34 16 22 nummern Split 10│10 11│11 51│51 5│5 17│17 8│8 11│11 Bund│Land Anzahl 20 22 276 10 34 20 40 Ladungsträger Split 10│10 11│11 138│138 5│5 17│17 10│10 20│20 Bund│Land ⌀ Ladungsträger je Material- 1,0 1,0 2,7 1,0 1,0 1,3 1,8 nummer
3.3 Vorgehensweise und Ergebnisse der Lagerdimensionierung
Die nachfolgende Lagerdimensionierung für das Sanitätslager basiert auf den ermittelten Ladungsträ- gergrößen. Dafür werden die ermittelten Mengen zunächst auf einheitliche Norm-Ladungsträger umge- rechnet, um Reserven ergänzt und anschließend in geeignete Flächenkonzepte für Haus 12 sowie ei- nen externen Lagerstandort überführt.
3.3.1 Berechnung der benötigten Lagerkapazität
Zur Berechnung der benötigten Lagerkapazität für die Sanitätsmaterialbevorratung werden alle KLT- Bedarfe auf ein Voll-KLT (1,00 KLT) und alle EPAL-Bedarfe auf eine „3 EPAL“ u gerechnet. Nachfol- gend zeigt Tabelle 4 die Umrechnungsfaktoren, welche für die Mengenberechnung der normierten La- dungsträger angesetzt werden.
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Tabelle 4: Übersicht der Umrechnungsfaktoren für die Menge an normierten Ladungsträgern Ladungsträgergröße Faktor zur Normierung
0,25 KLT 1/4
0,50 KLT 1/2
1,00 KLT 1
1 EPAL 1/3
2 EPAL 2/3
3 EPAL 1
4 EPAL 4/3
Die in Kapitel 3.2.3 berechnete Anzahl an Ladungsträgern wird mit dem jeweiligen Faktor multipliziert und anschließend für einen normierten Ladungsträger aufsummiert. Die normierten Mengen stellen rechnerische Kapazitätsbedarfe dar und entsprechen nicht der tatsächlichen Anzahl physischer La- dungsträger.
Mit dieser Berechnungslogik ergibt sich für das Sanitätslager ein aufsummierter Bedarf von 292 Norm- KLT und 101 Norm-EPAL. Ein zusätzlicher Aufschlag für Lagerluft wird aufgrund des gleichbleibenden Lagerspiegels nicht angesetzt. Unter Berücksichtigung einer Zukunftsreserve von 10% ergibt sich die in Tabelle 5 aufgeführte benötigte Lagerkapazität. Von den angesetzten 321 Norm-KLT fallen 38 Norm- KLT in den Verantwortungsbereich der Apotheke und müssen gesondert in einem Betäubungsmittel- schrank gelagert werden. Diese Menge umfasst 8 Materialnummern.
Tabelle 5: Benötigte Lagerkapazität Ladungsträger Nettobedarf Bruttobedarf (inkl. 10% Reserve)
Norm-KLT 292 321
Norm-EPAL 101 111
3.3.2 Auswahl der Lagertechnik
Da Zugriffe auf die Sanitätsmaterialbestände nur zur Umwälzung oder im Falle eines Notfallabrufs er- folgen, steht eine hohe Lagerdichte im Vordergrund. Für die Lagerung der KLT wird daher eine doppel- tiefe Lagerung vorgesehen, bei der zwei Behälter hintereinander angeordnet werden und der Flächen- bedarf erheblich reduziert wird. Abbildung 8 zeigt dieses Lagerprinzip exemplarisch. Der zusätzliche Aufwand im Handling, der durch die doppeltiefe Lagerung entsteht, wird angesichts der seltenen Zu- griffe als vertretbar eingeschätzt. Die EPAL werden dagegen einfachtief im Regal gelagert.
Das vorgesehene Lagerkonzept, welches Fachboden- und Palettenregale miteinander kombiniert, wird in Abbildung 9 exemplarisch dargestellt. Im unteren Bereich werden die KLT in Fachböden bis zu einer Lagerhöhe von etwa zwei Metern gelagert, sodass sie jederzeit manuell zugänglich sind. Darüber erfolgt die Lagerung der EPAL in Palettenregalen. Weitere reine Palettenregale decken den verbleibenden Palettenbedarf ab. Die Kombination der beiden Lagertechniken nutzt die verfügbare Raumhöhe voll- ständig aus und reduziert den Bedarf an getrennten Lagerbereichen sowie zusätzlichen Gangflächen.
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Abbildung 8: Doppeltiefe Lagerung von Kleinla- Abbildung 9: Kombination von Fachboden- und Palettenlagerung dungsträgern 3.3.3 Lagerdimensionierung zweier Standortvarianten
Das in den vorangehenden Unterkapiteln vorgestellte Lagerkonzept wird nun für zwei Standortvarianten mit unterschiedlicher Raumhöhe dimensioniert. In Tabelle 6 werden die verschiedenen Planungs- merkale inklusiver ihrer standortbezogenen Ausprägungen aufgeführt.
Tabelle 6: Übersicht der standortspezifischen Planungsmerkmale Planungsmerkmal Haus 12 Externes Lager
Angesetzte Raumhöhe 3.995 mm 7.500 mm
Flurfördertechnik Hochhubwagen Schubmaststapler
Arbeitsgangbreite 2.600 mm 3.200 mm
Flächenbedarf 112,5 m² 62,5 m²
Anzahl kombinierter Regalfelder 5 5
Anzahl Paletten-Regalfelder 7 2
Die begrenzte Raumhöhe in Haus 12 reduziert die Anzahl der möglichen Palettenebenen, wodurch sich die Anzahl der benötigten Regalfelder erhöht. Daraus ergibt sich ein Flächenbedarf von 112,5 m². Wie in Abbildung 10 zu sehen ist, ist für die Verortung des Sanitätslagers in Haus 12 ein Versatz des Tores vorgesehen.
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Abbildung 10: Dimensionierung und Anordnung des Sanitätslagers in Haus 12
Bei einer angesetzten Raumhöhe von 7,5 m können zusätzliche Palettenebenen je Regalfeld realisiert werden. Trotz der größeren Arbeitsgangbreite, welche sich durch die Nutzung des Schubmaststaplers ergibt, reduziert sich der Flächenbedarf aufgrund der geringeren Anzahl an Regalfeldern auf 62,5 m². Abbildung 11 visualisiert eine exemplarische Anordnung unter den angenommenen Rahmenbedingun- gen.
Abbildung 11: Dimensionierung und Anordnung des Sanitätslagers in einem externen Lager
3.4 Variantenvergleich und Standortempfehlung
Aufbauend auf der Lagerdimensionierung aus Kapitel 3.3.3 werden die beiden Standortvarianten quali- tativ bewertet. Anschließend wird eine Empfehlung zur Unterbringung des Sanitätslagers daraus abge- leitet. Für den empfohlenen Standort erfolgt zusätzlich die Beschreibung der wesentlichen technischen Anforderungen an die Regaltechnik.
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3.4.1 Qualitativer Vergleich der Standortvarianten
Nachfolgend werden die möglichen Standorte des Sanitätslagers von Bund und Land in Haus 12 sowie in einem externen Lager hinsichtlich ihres Flächenbedarfs, der verfügbaren Infrastruktur und der be- trieblichen Abläufe verglichen. Tabelle 7 stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der beiden Stand- ortvarianten gegenüber.
Tabelle 7: Qualitativer Vergleich der Standortvarianten für das Sanitätslager Sanitätslager im Haus 12 Sanitätslager im externen Lager Chancen - Nutzung einer Bestandsimmobilie - Haupt- und Sanitätslager befinden auf vorhandenem Gelände sich an einem Standort
- standortnahe Bestandskontrollen - keine zusätzlichen Transporte von durch die Logistik / MaWi Neu- und Altbestand beim Umwäl-
- kurze Wege für alle Beteiligten im zen Falle eines Notfallabrufs - gemeinsame Nutzung von Perso-
- sichere Lagerung auf klinikeige- nal, FFZ und Lagerinfrastruktur nem Gelände inkl. Zugangskon- - geringere Störung des Kranken- trolle hausbetriebs im Falle eines Not-
- LKW-Docks für Be- und Entladung fallabrufs sind vorhanden Risiken - erhöhter Transport- und Koordinati- - längere Wege für alle Beteiligten onsaufwand beim Umwälzen: im Falle eines Notfallabrufs → Neuware vom externen Lager in - Gewährleistung der Personal-, das Sanitätslager FFZ- und Zutrittsverfügbarkeit → Altware vom Sanitätslager in - Einrichtung eines gesicherten 24/7- das externe Lager und wieder zu- Bereitschaftsprozesses rück in den Hub bei Verbrauch - organisatorische Klärung über Mit- wirkung der Apotheke
3.4.2 Empfehlung für den Lagerstandort
Auf Grundlage des Variantenvergleichs in Kapitel 3.4.1 wird Haus 12 als Standort für das Sanitätslager empfohlen. Ausschlaggebend sind die unmittelbare Nähe zur Apotheke, die kurzen Wege im Falle eines Notfallabruf sowie die vorhandene Infrastruktur auf dem Klinikgelände. Der Flächenbedarf des Sanitäts- lagers beansprucht mit etwa 7 % einen vergleichsweise geringen Anteil der betrachteten Gesamtfläche im Haus 12. Der zusätzliche Transport- und Koordinationsaufwand bei der Umwälzung sowie die ein- geschränkte Flächenverfügbarkeit am Standort sind jedoch bei der weiteren Nutzungs- und Betriebs- planung zu berücksichtigen.
Das externe Lager bleibt eine alternative Unterbringungsmöglichkeit. Es bietet Vorteile bei der Umwäl- zung und der gemeinsamen Nutzung von Betriebsmitteln, erfordert jedoch zusätzliche Mietflächen und Investitionen sowie die Sicherstellung der jederzeitigen Bereitstellung im Notfall.
3.4.3 Anforderungen an die Regaltechnik
Für die Umsetzung in Haus 12 sind die wesentlichen Anforderungen an die Regaltechnik in Tabelle 8 zusammengefasst. Grundlage bildet die vorgeschlagene Regaleinteilung nach Variante 2 der im An- hang beigefügten Excel-Datei „20260923_MUL-CT_Bodenlasten und Regaleinteilung.xls“. Die visuelle Darstellung der Regaleinteilungen ist in Abbildung 12 zu sehen.
Die Regaleinteilung nach Variante 2 stellt einen Planungsvorschlag dar. Regalanbieter können alterna- tive Ausführungen vorschlagen, sofern die erforderlichen Lagerkapazitäten, betrieblichen Anforderun- gen sowie die räumlichen Randbedingungen eingehalten werden. Eine Option könnte sein, den Regal- Typ 1 entfallen zu lassen und über Leichtbautraversen eines Palettenregals und Gitterrostboden zu realisieren.
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Abbildung 12: Übersicht der Regaltypen und Einteilungen
Die in Tabelle 8 angegeben Lasten sind auf Grundlage der vorgesehenen Regaleinteilung und der an- genommenen Ladungsgewichte berechnet. Die zulässige Belastbarkeit des Bestandsbodens findet keine Berücksichtigung. Vor der Realisierung der beschriebenen Regaltechnik sind demnach die tat- sächlichen Stützen- und Feldlasten mit den baulichen Gegebenheiten abzugleichen.
Tabelle 8: Technische Spezifizierung der Regaltechnik Technische Daten Beschreibung
- Typ 1: Fachbodenregal Regaltyp & Merkmal - Typ 2: halbes Palettenregal
- Typ 3: volles Palettenregal Die Bewirtschaftung der Regaltechnik erfolgt mit folgenden Flurförder- zeugen: Prozessschnittstellen - Typ 1: manuelle Bedienung ohne Flurförderzeug
- Typ 2: Hochhubwagen
- Typ 3: Hochhubwagen
- Typ 1: 0.850 mm Lichte Feldbreite - Typ 2: 2.700 mm
- Typ 3: 2.700 mm
- Typ 1: 1.200 mm Feldtiefe - Typ 2: 1.100 mm
- Typ 3: 1.100 mm Anzahl Stellplätze - Typ 1: 15 Module, 4 KLT-STPL je Fach = 300 STPL (STPL) und Regalmo- - Typ 2: 0 05 Module, 3 EPAL-STPL je Fach = 030 STPL dulfelder - Typ 3: 0 07 Module, 3 EPAL-STPL je Fach = 081 STPL Die angegebenen Fachhöhen enthalten bereits einen Aushub von 150mm. Die Traversenhöhen sind in den Angaben nicht berücksichtigt.
- Typ 1: 5 Ebenen mit gleicher Höheneinteilung Abstand zum Boden ca. 150 mm 1. Ebene ca. 330 mm 2. Ebene ca. 330 mm 3. Ebene ca. 330 mm 4. Ebene ca. 330 mm 5. Ebene ca. 330 mm Höhen und Ebenen
- Typ 2: 2 Ebenen beginnend auf 2.000 mm Höhe 1. Ebene ca. 1.140 mm hoch 2. Ebene ca. 560 mm hoch
- Typ 3: 6 Regalfelder mit 4 Ebenen beginnend auf der Bodenebene: 1. Ebene (Boden) ca. 1.140 mm hoch 2. Ebene ca. 930 mm hoch 3. Ebene ca. 720 mm hoch 4. Ebene ca. 760 mm hoch
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Technische Daten Beschreibung 1 Regalfeld mit 3 Ebenen mit gleicher Höheneinteilung begin- nend auf der Bodenebene: 1. Ebene (Boden) ca. 1.140 mm hoch 2. Ebene ca. 1.140 mm hoch 3. Ebene ca. 1.420 mm hoch Angaben entsprechen einer Mischkalkulation:
-
angenommenes max. Ladungsgewicht je STPL: 40 kg für ein KLT 300 kg für eine EPAL
-
Typ 1: 160 kg Fachlast, 0.800 kg Feldlast, 04,0 kN Stützenlast Lasten
-
Typ 2: 900 kg Fachlast, 1.800 kg Feldlast, 09,0 kN Stützenlast
-
Typ 3: 900 kg Fachlast, 2.700 kg Feldlast, 13,5 kN Stützenlast
-
Kombination aus Typ 1 und 2: Fachlasten bleiben gleich, 4.200 kg Feldlast, Stützenlasten bleiben bei konstruktiv unabhängiger Lastab- tragung gleich Gangbreite - min. 2.600 mm
-
Berücksichtigung der vorhandenen Gebäudestruktur, der Verkehrs- und Fluchtwege sowie der örtlichen Brandschutzanforderungen. Brandschutz
-
Verankerung und Lastabtragung sind mit den baulichen Gegeben- heiten abzustimmen.
-
Optional: Facheindeckung mit Drahtgitterboden zum Schutz vor dem Herunterfallen von Ware bei ausgewählten STPL
-
Stützenschutz für alle nach außen gerichteten Regalsteher Spezifische Ausstattung - Anfahrschutzecken und Anfahrschutzplanken für alle außenliegen- den Regalsteher
-
Stellplatzetiketten für alle STPL
-
Regalbeschilderung
Für die Lagerung des Sanitätsmaterials sind außerdem KLT in den drei Grundgrößen (L x B) 300 × 200 mm, 300 × 400 mm und 600 × 400 mm vorzusehen. Die Höhe soll jeweils ca. 210 mm betragen. Alle KLT sind mit passenden Deckeln für eine staubgeschützte Lagerung auszustatten.
3.5 SOLL-Prozesse im Sanitätslager
Basierend auf den bestehenden Versorgungsprozessen der MUL-CT werden die SOLL-Prozesse für die regelmäßige Umwälzung und für den Notfallabruf abgeleitet. Die Darstellung der SOLL-Prozesse folgt den Regeln der Modellierungssprache Business Process Model and Notation (BPMN 2.0) und be- schreibt die einzelnen Arbeitsschritte, Verantwortlichkeiten sowie Schnittstellen. Die Prozessgrafiken einschließlich des zugrunde gelegten IST-Prozesses sind dem Anhang zu entnehmen.
3.5.1 Umwälzen des Sanitätsmaterials
Das Umwälzen dient dem Austausch der bevorrateten Materialien entsprechend den festgelegten In- tervallen. Hierzu wird Neubestand bestellt, im Wareneingang bearbeitet und in das Sanitätslager einge- lagert. Der auszutauschende Altbestand wird ausgelagert und bereitgestellt. Weiterhin verwendbare Materialien werden in den regulären Versorgungsbestand der MUL-CT überführt; nicht mehr verwend- bare Materialien werden der Vernichtung zugeführt.
Für Materialien der Materialwirtschaft erfolgt die Abwicklung des Prozesses unter Beteiligung des Ein- kaufs sowie der Logistik, wohingegen die Umwälzung der Betäubungsmittel vollständig im Verantwor-
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tungsbereich der Apotheke liegt. Die jeweiligen Prozesse sind in den im Anhang beigefügten Dokumen- ten „20260828_MUL-CT_U w lzprozess.pdf“ und „20260828_MUL-CT_Umwälzprozess_BtM_Apo- theke.pdf“ dargestellt.
3.5.2 Mengen und Personalbedarf während des Umwälzens
Aus den normierten Ladungsträgermengen und den Umwälzungsintervallen ergibt sich eine durch- schnittliche jährliche Umwälzmenge von rund 102 NORM-KLT und 33 NORM-PAL. Da sowohl der Alt- bestand ausgelagert als auch der Neubestand eingelagert wird, beträgt die kalkulierte Bewegungs- menge etwa das Doppelte.
Für die Aufwandsberechnung eines Umwälzvorgangs werden acht Minuten je NORM-KLT und zwölf Minuten je NORM-PAL angesetzt. Materialien, die de ntervall „Zustandskontrolle“ unterliegen werden rechnerisch dem Intervall von 60 Monaten zugeordnet. Daraus ergibt sich ein jährlicher Personalauf- wand von rund 42 Stunden beziehungsweise 0,0233 Vollzeitäquivalenten (FTE). Bei einem FTE-Voll- kostensatz von 55.000 Euro pro Jahr entstehen rund 1.300 Euro jährlich an Personalkosten für das. Der Umwälzprozess verursacht somit auch unter den angesetzten Worst-Case-Prämissen einen vergleichs- weisen geringen laufenden Personal- und Kostenaufwand.
Nichtsdestotrotz bilden die Werte lediglich einen Jahresdurchschnitt ab. Da die Umwälzung gebündelt erfolgt, können die tatsächlichen Spitzenmengen und Personalbedarfe je nach Umwälzungsintervall und Haltbarkeitsdatum der Materialien variieren.
3.5.3 Notfallabruf des Sanitätsmaterials
Der Notfallabruf beginnt auf Seiten der MUL-CT mit der Alarmierung der Teamverantwortlichen und der Erstellung der Kommissionierlisten. Materialwirtschaft und Apotheke mobilisieren das erforderliche Per- sonal und kommissionieren die angeforderten Bestände. Die Apothekenmaterialien werden verpackt, verplombt und durch die Logistik zur gemeinsamen Verpackungszone transportiert. Dort werden die Packstücke zusammengeführt und mit den Kommissionierlisten abgeglichen. Anschließend werden die verpackten Materialien in der Übergabezone bereitgestellt und die Bereitstellung an die verantwortliche Stelle gemeldet.
Der geplante Ablauf ist in dem in Anhang beigefügten Dokument „20260923_MUL-CT_Notfallabruf.pdf“ dargestellt. Die dort rot markierten Passagen, insbesondere die Besetzung des Sanitätslagers und die Überwachung des Packprozesses durch die Apotheke, sind vor der Umsetzung abschließend abzu- stimmen.
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4 Machbarkeitsstudie Logistikhub im Interimszeitraum
Das bestehende Baulogistikkonzept sieht im Zuge der Baufeldfreimachung den Rückbau der bestehen- den Logistikgebäude vor. Zur Sicherstellung der Klinikversorgung während der Baumaßnahmen bis zur Inbetriebnahme des neuen Supportkomplexes (Haus 70) ist daher eine geeignete Interimslogistik erfor- derlich.
Das Versorgungskonzept sieht ein externes Lager in Verbindung mit einem Logistikhub auf dem Klinik- gelände vor, wobei Letzteres als Anliefer- und Abholstation für die Klinikver- und Klinikentsorgung dient. Die Warenströme von Küche, Wäsche und Reinigung werden im betrachteten Konzept weitgehend un- verändert fortgeführt.
Für den logistischen Hub werden zwei Standortvarianten untersucht. Die erste Variante umfasst die Ertüchtigung von Haus 12 und die zweite Variante beinhaltet den Neubau einer temporären Leichtbau- halle im Innenhof zwischen Haus 04 und Haus 06. Eine Übersicht dazu findet sich in Abbildung 13. Weitere Standorte wurden im Rahmen des Vorprojekts bereits als nicht geeignet bewertet.
Abbildung 13: Übersicht der untersuchten Standortvarianten für den Interimshub
Die nachfolgenden Kapitel beschreiben die zugrundeliegende Datenbasis, die Dimensionierung des Hubs sowie die Bewertung der beiden Varianten.
4.1 Datenbasis
Die Dimensionierung des Logistikhubs basiert auf den Warenströmen zur Versorgung der Klinikberei- che. Als Datengrundlage dient die Auswertung der Paket- und Transportwagenmengen mit Stand vom 10. September 2026. Die erfassten Mengen werden den einzelnen Häusern zugeordnet und in Ladungs- trägern (= Transportgestellen) zusammengeführt. Je Haus erfolgt sowohl die Ermittlung der durch- schnittlichen als auch der maximalen Tagesmenge.
Die Zuordnung der Stationen zu den jeweiligen Häusern erfolgt dabei anhand der vorliegenden Raum- zuordnung, welche mithilfe der Angaben aus dem MUL-CT Finder (www.finder.mul-ct.de) ergänzt und auf Plausibilität geprüft wird.
Zur vollständigen Berücksichtigung der erfassten Warenmengen werden die Pakete entsprechend der ermittelten Verteilung der Transportwagen auf die einzelnen Häuser aufgeteilt. Für die Umrechnung wird angenommen, dass zwölf Pakete einer Transportwageneinheit entsprechen. Die daraus resultie- renden Mengen, welche ausführlich in Tabelle 9 aufgeführt werden, bilden die Grundlage für die weitere Dimensionierung der Stellplätze und Funktionsflächen im Logistikhub.
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Tabelle 9: Tägliche Transportwagen- und Paketmengen innerhalb der MUL-CT
| Haus | Sum of LT p.d. | Sum of LT | Sum of LT | Sum of LT | Su f ∑ | Su f ∑ | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| max p.d. | PAK p.d. | PAK max p.d. | Ges. p.d. | Ges. max p.d. | ||||||||||||
| 2,14 20,00 | 0,83 1,59 | 2,97 | 21,59 | |||||||||||||
| 2,69 23,00 | 1,04 1,99 | 3,73 | 24,99 | |||||||||||||
| 5,42 14,00 | 2,11 4,02 | 7,53 | 18,02 | |||||||||||||
| 5,19 23,00 | 2,02 3,85 | 7,21 | 26,85 | |||||||||||||
| 1,27 11,00 | 0,49 0,94 | 1,76 | 11,94 | |||||||||||||
| 3,01 15,00 | 1,17 2,23 | 4,18 | 17,23 | |||||||||||||
| 0,46 8,00 | 0,18 0,34 | 0,64 | 8,34 | |||||||||||||
| 0,68 6,00 | 0,27 0,51 | 0,95 | 6,51 | |||||||||||||
| 0,05 1,00 | 0,02 0,03 | 0,07 | 1,03 | |||||||||||||
| 2,14 10,00 | 0,83 1,59 | 2,97 | 11,59 | |||||||||||||
| 1,74 9,00 | 0,67 1,29 | 2,41 | 10,29 | |||||||||||||
| 1,45 3,00 | 0,57 1,08 | 2,02 | 4,08 | |||||||||||||
| 0,77 7,00 | 0,30 0,57 | 1,07 | 7,57 | |||||||||||||
| 3,92 30,00 | 1,50 2,87 | 5,42 | 32,87 | |||||||||||||
| Grand Total | 30,93 | 180,00 | 11,99 | 22,90 | 42,92 | 202,90 |
4.2 Vorgehensweise und Ergebnisse der Datenanalyse
Auf Grundlage der in Kapitel 4.1 beschriebenen Datenbasis werden die täglichen Ladungsträgermen- gen und ihre Verteilung auf die Klinikgebäude ausgewertet. Daraus werden anschließend die erforder- lichen Pufferkapazitäten und Funktionsflächen für den Logistikhub sowie die dazugehörige Verteilstruk- tur abgeleitet. Die Dimensionierung erfolgt zunächst unabhängig von den räumlichen Einschränkungen der beiden Standortvarianten anhand eines Ideal-Layouts.
4.2.1 Berechnungsansatz und Planungsprämissen
Als Grundlage der Dimensionierung des Logistikhubs dient der durchschnittliche tägliche Durchsatz von Montag bis Freitag. Dieser beträgt einschließlich der in Transportwageneinheiten umgerechneten Pa- kete rund 43 Ladungsträgereinheiten pro Tag. Eine wesentliche Erhöhung der Transportmengen wird für den betrachteten Interimszeitraum nicht erwartet. Zur Berücksichtigung möglicher Mengensteigerun- gen wird dennoch eine Zukunftsreserve von 10 % angesetzt. Abbildung 14 zeigt eine grafische Über- sicht zu den durchschnittlichen Ladungsträgermengen an einem Tag.
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Abbildung 14: Durchschnittliche tägliche Ladungsträgermengen vom Hub zu den Klinikgebäuden
Nachfolgend zeigt Tabelle 10 die Planungsprämissen auf, welche der Dimensionierung des Lo- gistikhubs zugrunde liegen.
Tabelle 10: Planungsprämissen für die Dimensionierung des Logistikhubs Planungsmerkmal Annahme
Zukunftsreserve 10 %
Anlieferfrequenz 4 Transporte aus dem externen Lager pro Tag
Anlieferintervall 2 h Versatz zwischen den einzelnen Transporten
Behältertausch 1:1 (Vollbehälter zu Leerbehälter)
Pufferzeit je 2 h für Vollgut und Leergut
Die Planungsprämissen orientieren sich an Erfahrungs- und Benchmarkwerten aus vergleichbaren Pro- jekten. Ergänzend wurde eine Worst-Case-Betrachtung auf Basis der maximalen Tagesmengen je Haus durchgeführt, die das gleichzeitige Auftreten aller Spitzenmengen unterstellt und somit die Betrachtung eines erhöhten Belastungsfalls abdeckt. Die Summe beträgt rund 203 Ladungsträger pro Tag.
4.2.2 Flächenbedarf und Ideal-Layout
Auf Basis der Transportmengen und Planungsprämissen aus den vorherigen Kapiteln wird nun ein Ideal-Layout entwickelt, das die erforderlichen logistischen Funktionen ohne standortspezifische bauli- che Einschränkungen abbildet. Es umfasst die folgenden vier Funktionsbereiche:
- Wareneingang zur Annahme der angelieferten Waren,
- Stellfläche inklusive Funktionsgängen zur Pufferung von Voll- und Leergut (Bedienung mit ei- nem Hochhubwagen),
- Klärfläche zur vorübergehenden Aufnahme von Waren mit Klärungsbedarf,
- Bereitstellfläche für die anschließende Verteilung in die Klinikbereiche.
Für den auf dem durchschnittlichen Tagesdurchsatz basierenden Logistikhub ergibt sich ein Gesamt- flächenbedarf von rund 240 m². Das Ideal-Layout bildet die funktionale und flächenbezogene Grundlage für die anschließende Untersuchung der Unterbringung in Haus 12 sowie in einer temporären Leicht- bauhalle zwischen Haus 04 und Haus 06 und wird in Abbildung 15 dargestellt.
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Abbildung 15: Stellplatzdimensionierung und Ideal-layout des Logistikhubs
4.3 Vorgehensweise und Ergebnisse der Hubdimensionierung
Das in Kapitel 4.2.2 entwickelte Ideal-Layout wird nachfolgend auf die beiden Standortvarianten über- tragen. Dabei werden die erforderlichen Stellplätze und Funktionsbereiche unter Berücksichtigung der jeweiligen räumlichen und baulichen Rahmenbedingungen angeordnet. Ziel dabei ist, die benötigten Kapazitäten und einen geeigneten Materialfluss von der Warenannahme bis zur Warenbereitstellung für die Klinikbereiche sicherzustellen.
4.3.1 Dimensionierung des Logistikhubs im Haus 12
Bei der Planung des Logistikhubs in Haus 12 steht die bestmögliche Nutzung der vorhandenen Infra- struktur bei möglichst geringen Eingriffen in die Bestandsstruktur im Vordergrund. Die bestehende Rampe bildet dabei die zentrale Schnittstelle für die Be- und Entladung der Shuttle-LKW.
Gemeinsam mit dem Sanitätslager, das gemäß der Vorzugsvariante aus Kapitel 3.4.2 im unteren rech- ten Gebäudebereich angeordnet wird, lässt sich ein zusammenhängender, abgegrenzter Logistikbe- reich schaffen. Dieser Planung liegt die Annahme zugrunde, dass das Gebäude vollständig entkernt übergeben wird. Zudem werden für die Umsetzung die in Abbildung 16 dargestellten Aufbau- und Rück- baumaßnahmen empfohlen.
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Abbildung 16: Layout des Logistikhubs und Sanitätslagers in Haus 12 mit vorgesehenen Umbaumaßnahmen
4.3.2 Dimensionierung des temporären Logistikhubs zwischen Haus 04 und Haus 06
Als Alternative zur Nachnutzung von Haus 12 wird der Neubau eines temporären Logistikhubs im Ver- bindungsbereich zwischen Haus 04 und Haus 06 untersucht. Vorgesehen ist eine Warmhalle ein- schließlich der erforderlichen Tore. Als Referenz für die Dimensionierung wird eine exemplarische Leichtbauhalle des Herstellers Herchenbach in der Ausführung „Ther +“ herangezogen. Diese ist in Abbildung 17 zu sehen. Die Hallenabmessungen orientieren sich am standardisierten Raster des Sys- temherstellers.
Abbildung 17: Exemplarische Darstellung einer Leichtbauhalle
Für die Unterbringung der erforderlichen Stellplätze und Funktionsbereiche wird eine Halle mit Abmes- sungen von 15.000 × 25.000 mm und einer Grundfläche von 375 m² angesetzt. Die für den Hubbetrieb vorgesehenen Funktionen lassen sich innerhalb dieser Fläche anordnen. Abbildung 18 zeigt die ge- plante Anordnung und die Einbindung der Halle zwischen den beiden Klinikgebäuden. AR uü fb a u c k b a u
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Abbildung 18: Anordnung des temporären Logistikhubs zwischen Haus 04 und Haus 06
Die Realisierung des temporären Logistikhubs ist jedoch mit einem hohen Investitionsaufwand und bau- lichen Risiken verbunden. Im Bereich der vorgesehenen Hallenfläche verlaufen zahlreiche unterirdische Medienleitungen, deren Lage ebenfalls in Abbildung 18 dargestellt ist. Die daraus resultierenden Anfor- derungen an die Gründung und Erschließung sowie mögliche Sicherungs- oder Verlegungsmaßnahmen müssten im weiteren Planungsverlauf geklärt werden. Für die Erschließung und Ertüchtigung des Standorts sowie die Errichtung der Halle werden die Investitionskosten mit einer Schätzgenauigkeit von ± 40 % überschlägig auf rund 350.000 Euro geschätzt. Nachfolgend zeigt Tabelle 11 die einzelnen Positionen der Kostenschätzung.
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Datei: 20261005_Abschlussbericht_Sanitätslager_und_Hub_MUL-CT Datum: 05.10.2026 Blatt: 27 von 29
Tabelle 11: Schätzung der Investitionskosten für eine temporäre Leichtbauhalle Kostengruppe Kostenindikation
KG 200 12.000€
Örtliche Erschließung: Strom- und Regenwasseranschluss 12.000€
KG300 190.000 €
Erdarbeiten, Streifenfundamente, gedämmte Bodenplatte 85.000 € Stahltragwerk, gedämmte Dachkonstruktion, gedämmte Sandwichpaneele, 90.000 € Lieferung und Montage Lichtband, Türen und 2 Sektionaltore 15.000 €
KG400 63.000 €
Heizung, Kühlung, Grundlüftung 45.000 €
Elektroinstallationen 18.000 €
KG500 15.000 €
erkehrswege Entw sserung Anfahrschutz … 15.000 €
KG700 42.000 €
Planung, Statik, Genehmigung (15%) 42.000 €
Gesamtbudget 322.000 €
Risikoreserve (10 %) 32.200 €
Gesamtbudget inkl. Risiko 354.200 €
4.4 Variantenvergleich und Standortempfehlung
Die beiden Standortvarianten zur Verortung des Logistikhubs während der Bauphase werden nachfol- gend hinsichtlich ihrer logistischen Eignung, des Investitionsbedarfs sowie der Umsetzungsrisiken be- wertet. Darauf basierend erfolgt die Ableitung einer Standortempfehlung für den Logistikhub.
4.4.1 Qualitativer Vergleich der Standortvarianten
Die folgende Tabelle 12 stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der beiden betrachteten Standort- varianten gegenüber.
Tabelle 12: Qualitativer Vergleich der Standortvarianten für das Logistikhub Logistikhub im Haus 12 Neubau Leichtbauhalle zw. 04 u. 06 Chancen - Rampe als schnelle Be- und Ent- - Trennung der Materialströme lademöglichkeit
- abgetrennter Bereich
- kein Transport über Außenflächen Risiken - Platzbedarf in der alten Küche zu - Investitionskosten weiteren Bedarfsträgern (Umklei- - Medien im Innenhof den Reinigung …) - Seitenentladung Draußen
- Verkehrsknoten im Gang - Verkehrswege über Außenfläche
- Winterdienst
4.4.2 Empfehlung für den Hubstandort
Auf Grundlage des Variantenvergleichs wird empfohlen, den Logistikhub gemeinsam mit dem Sanitäts- lager für Bund und Land in Haus 12 zu realisieren. Die vorhandene Infrastruktur, insbesondere die Rampe zur Be- und Entladung der Shuttle-LKW, bietet günstige Voraussetzungen für den Hubbetrieb.
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Gleichzeitig ermöglicht die gemeinsame Unterbringung einen zusammenhängenden, abgegrenzten Lo- gistikbereich.
Die temporäre Leichtbauhalle zwischen Haus 04 und Haus 06 wird aufgrund des hohen Investitionsbe- darfs, der baulichen Umsetzungsrisiken und der ungünstigeren Bedingungen für das logistische Hand- ling nicht als Vorzugsvariante empfohlen. Sie bleibt dennoch eine Ausweichlösung, falls die Unterbrin- gung des Logistikhubs in Haus 12 nicht realisiert werden kann.
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5 Anlagen
20260922_Konzeptskizze_Haus_12_Sanitätslager_Hub.pdf
20260922_Konzeptskizze_Haus_12_Sanitätslager_Hub.dwg
20260922_Detailzeichnungen_Regale.pdf
20260922_Detailzeichnungen_Regale.dwg
20260828_MUL-CT_Umwälzprozess.pdf
20260828_MUL-CT_Umwälzprozess_BtM_Apotheke.pdf
20260910_MUL-CT_Umwälzprozess_IST.pdf
20260923_MUL-CT_Notfallabruf.pdf
20260805_Projekt_Kick_Off_Sanitätslager_Bund_Land.pdf
20260923_Folien_Dokumentation_Sanitätslager_und_Hub_MUL-CT.pdf
20260911_MUL-CT_Sanitätslager_Inhaltsliste_Datenanalyse.xls
20260923_MUL-CT_Bodenlasten und Regaleinteilung.xls
20260911_Materialflüsse_Klinikum.xls