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Holzschutztechnisches Gutachten Nr. 12 / 25
Bauvorhaben: Alt-Stralau 61 in 10245 Berlin
- Dachkonstruktion und Dachgeschossdeckenkonstruktion
- Decke über Erdgeschoss und Erdgeschossfußboden
Leistung: Holzschutztechnische Untersuchungen
Umfang: 12 Seiten, 2 Anlagen
Auftraggeber: DAHM Architekten und Ingenieure Mühlenstraße 34, 10243 Berlin Hr. Nestor Sanabria Tel. 030 29369054 E-Mail: n.sanabria@dahm-ai.de
Verfasser: Uwe Sallmann, Bauingenieur, Sachverständiger für Holzschutz Klafterzeile 7, 12559 Berlin Tel. 030 - 65 90 84 00, Fax. 030 - 65 90 84 01 E-Mail: sv-sallmann@gmx.de
Ort/Datum: Berlin, 01.09.2025
Unterschrift:
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GLIEDERUNG / INHALTSVERZEICHNIS
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VORBEMERKUNGEN 2 1.1 Auftraggeber 2 1.2 Auftragsgegenstand und Untersuchungsziel 2 1.3 Teilnehmer der Untersuchung und Untersuchungszeitraum 2 1.4 Unterlagen 3 1.5 Leistungsausschlüsse 3 1.6 Untersuchungsverfahren 3 1.7 Baubeschreibung / Untersuchungsvoraussetzungen 4
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UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE UND 5 EMPFEHLUNGEN FÜR DIE WEITRE VORGEHENSWEISE 2.1 Dach- und Dachgeschossdeckenkonstruktionen Ost- und Westturm 5 2.2 Dachkonstruktion Langhaus 6 2.3 Deckenbalkenlage über 1. Obergeschoss 7 2.4 Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus) 9 2.5 Erdgeschossfußboden 10
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ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 11
Anlagen Anlage 1: Fotodokumentation, Seiten 1-21 Anlage 2: Schadenskartierung, Blätter 1-3
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- VORBEMERKUNGEN
1.1 Auftraggeber
DAHM Architekten und Ingenieure, Mühlenstraße 34, 10243 Berlin, ver- treten durch Nestor Sanabria, Tel. 030 29369054, E-Mail: n.sanabria@dahm-ai.de. Der Auftrag wurde für die Bauherrschaft de- gewo AG, Potsdamer Straße 60 in 10785 Berlin mit Datum 02.07.2025 in schriftlicher Form erteilt.
1.2 Auftragsgegenstand und Untersuchungsziel
Holzschutztechnische Begutachtung der zugänglichen Hölzer der Dach- und Dachgeschossdeckenkonstruktionen auf Befall bzw. Schäden durch holzzerstörende Pilze und Insekten bzw. mechanische Schäden. Holz- schutztechnische Untersuchung der Decke über Erdgeschoss und des Erd- geschossfußbodens in den geöffneten Bereichen wie vor genannt. Die angebotene toxikologische Untersuchung der Dachkonstruktion war nicht beauftragt, da anderweitig ausgeführt.
1.3 Teilnehmer der Untersuchung und Untersuchungszeitraum
Herr Uwe Sallmann, Bauingenieur, geprüfter Sachverständiger für Holz-
schutz, Zulassungs-Nr. 1/37/86. Die holzschutztechnische Untersuchung
und Probenahme fand am 27.08.2025 statt. Im Vorfeld der Untersuchung erfolgte am 12.08.2025 eine Objektbesichtigung zur Klärung des Auf- tragsumfangs bzw. der Untersuchungsbedingungen.
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1.4 Unterlagen
Für die Kartierung der festgestellten Schäden (Anlage 2) wurden durch die DAHM Architekten + Ingenieure GmbH Pläne/Grundrisse des Ge- bäudes, ausgefertigt in 06/2025 als pdf-Dateien zur Verfügung gestellt.
1.5 Leistungsausschlüsse
Die Untersuchungen erfolgte nur stichprobenartig, da die Konstruktionen teilweise noch verdeckt sind oder erst beräumt werden müssen bzw. nur in Teilbereichen geöffnet wurden. Die Untersuchungen sollen der Erlan- gung eines Trends dienen, wie mit der Konstruktion künftig umgegangen werden könnte.
Die Deckenbalkenlage des begehbaren Turmbereichs ist zu ca. 80 % durch die abgelegten originalen Dachziegel bedeckt und kann daher nicht im Detail untersucht werden.
1.6 Untersuchungsverfahren
Visuelle Betrachtung, anklopfen der Holzbauteile, Untersuchung mit Stichel und Latthammer. Probebohrungen mit Schlangenbohrer Ø 6 oder 8 mm
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1.7 Baubeschreibung / Untersuchungsvoraussetzungen
Das Gebäude wurde 1880 - 1890 als Verwaltungsgebäude der ehemaligen Glaswerke als Mauerwerksbau, teilweise mit Holzbalkendecken und teil- weise mit Massivdecken, errichtet. Die Gebäudestruktur besteht aus zwei Türmen, einer über dem Treppenhaus und einer als offen zugängliche Dachkonstruktion auf der Ostseite. Der Treppenturm auf der Westseite über dem Treppenhaus ist nicht zugänglich.
Das Gebäude steht unter Einzeldenkmalschutz, steht vermutlich seit meh- reren Jahrzehnten leer und wird teilweise von Asylsuchenden genutzt (herumliegende Schlafsäcke und Decken).
Im Langhaus ist die Dachkonstruktion so ausgebildet, dass es auf der Südseite ein Pultdach mit überlangen Sparren gibt, die teilweise schon Unterstützung erfahren haben.
Die Decke über dem 1. Obergeschoss ist in den geöffneten Bereichen als Holzbalkendecke ausgebildet. Die Decke über Erdgeschoss ebenfalls. Der Fußboden im Erdgeschoss besteht aus Lagerhölzern und Dielung auf der Massivdecke über Keller.
Für die Untersuchungen wurden in den Geschossen bauseits Teilbereiche der Deckenkonstruktion bzw. des Fußbodens (Erdgeschossfußboden) auf- genommen, um die Konstruktion für eine Untersuchung zugänglich zu machen.
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- UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE UND EMPFEHLUNGEN FÜR DIE WEITERE VORGEHENSWEISE
2.1 Dach- und Dachgeschossdeckenkonstruktionen Ost- und Westturm
Die Dachkonstruktion des Objekts wurde zum Schutz mit einer Blechein- deckung versehen, die zum Zeitpunkt der Untersuchung scheinbar dicht war. Die Spitzbodenkonstruktion im östlichen Turm ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit Holzschutzmitteln behandelt worden, Bebei- lungsspuren gegen Hausbockschäden weisen darauf hin.
Es besteht die Vermutung, dass auch die Deckenbalken (Kehlbalkenlage) vom Hausbock befallen sind, da die Dielung bereits teilweise durchge- brochen ist (siehe Anlage 1, Bild 5). Eine diesbezügliche Untersuchung ist nicht möglich, da ca. 80 % der Fläche durch die abgelagerten origina- len Dachziegel bedeckt sind (Bild 2). Teilweise ist erheblicher Hausbock- befall vorhanden (Bilder 3 und 4), so dass einzelne Bauteile ausgewech- selt werden müssen. Abgesehen von einer möglicherweise vorhandenen toxikologischen Belastung ist die Konstruktion in jedem Fall im Original erhaltungswürdig. Innerhalb der Dachkonstruktion ist ein Ausgleichsbe- hälter der alten Schwerkraftheizung abgestellt (Bild 6). Zur Ablastung dieses Gefäßes wurden zusätzlich Stahlträger eingezogen.
Schäden durch holzzerstörende Pilze in der Dachkonstruktion sind nicht erkennbar. Inwieweit dies auf die Deckenbalken zutrifft, die von Nord nach Süd spannen, kann aufgrund der abgelagerten Dachziegel nicht ein- geschätzt werden. Hier muss in jedem Fall eine Nachuntersuchung erfol- gen, da damit zu rechnen ist, dass 1/3 der Deckenbalken saniert werden müssen. Es wird vermutet, dass es sich nicht um die originale Abbrette- rung handelt, denn die originale Abbretterung war mit sehr hoher Wahr- scheinlichkeit breiter.
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Die Dachkonstruktion des Westturms konnte nicht begangen und unter- sucht werden. Nach Herstellung der Zugänglichkeit sollte eine Nach- untersuchung erfolgen.
2.2 Dachkonstruktion Langhaus
Bei der Dachkonstruktion handelt es sich nicht um die sinnvollste kon- struktive Lösung. Hier muss in jedem Falle eine statisch-konstruktive Überarbeitung erfolgen. Es sind Durchbiegungserscheinungen der Spar- renlage vorhanden (Bilder 19-21). Aus der Erfahrung des Unterzeichners wurde die Konstruktion vermutlich mit Holzschutzmitteln behandelt. Al- lerdings zeigte die Analyse keine Hinweise darauf. Geruchsbelästigungen sind ebenfalls nicht vorhanden. Dennoch gibt es Hinweise an den Ober- flächenstrukturen, die darauf hinweisen (Bild 22).
Schäden durch holzzerstörende Organismen sind an der Dachkonstrukti- on, bis auf einzelne Hausbockschäden und Verdrehungen von Quer- schnitten (z.B. an der Gebäudeecke Nordwest, 4. Sparren von der Trep- penhauswand aus), nicht erkennbar. Daher kann davon ausgegangen wer- den, dass große Teile der Konstruktion erhalten bleiben können, wenn die Konstruktion ertüchtigt wird.
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2.3 Deckenbalkenlage über 1. Obergeschoss
Es wurden bauseits fünf Öffnungsbereiche angelegt, die entsprechend mit den Nummern 1 - 5 durchgehend gekennzeichnet und in die Schadenskar- tierung (Blatt 1) eingetragen wurden.
Öffnungsbereich 1 - Raum 3.3, Gebäudeecke Südost Hier waren zwei Deckenbalkenköpfe ersichtlich (Bild 8). Die Probeboh- rung mit dem Schlangenbohrer Ø 8 mm ergab an der Außenseite des Streichbalkenkopfes leichte Nassfäule (Bild 9). Diese Nassfäule hat keine konstruktive Bedeutung, aber es ist eine holzschutztechnische Behandlung durch tiefenwirksame Tränkung notwendig. Der zweite Deckenbalken- kopf ist ohne Befund.
Öffnungsbereich 2 - Nordseite, Raum 3.1 In diesem Bereich wurden fünf Deckenbalkenköpfe sowie die östliche Randbohle freigelegt (Bild 11). Die vier Deckenbalkenköpfe der Feldbal- ken weisen Nassfäule auf und müssen gesundgeschnitten werden (Bilder 12 und 13). Ein Deckenbalken, der an der Trennwand zum Treppenhaus liegt, ist scheinbar ohne Befall. Zunächst ist eine weitere Freilegung erfor- derlich um zu entscheiden, ob ein Gesundschnitt notwendig oder eine tie- fenwirksame Tränkung und Verstärkung ausreichend ist.
Öffnungsbereich 3 - Raum 3.4 (ehemaliges Bad) Es hat den Anschein, dass es sich um eine Holzbalkendecke handelt. Al- lerdings ist das abschließend nicht 100 %-ig sicher, da der Freilegungsbe- reich zu klein ist und kein Holzbalken erkennbar ist (Bild 14).
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Öffnungsbereich 4 - Südseite, Dachraum Gebäudeecke Südwest In diesem Bereich des Kaltdachs ist die Unterdecke schon eingebrochen (bilder 15 und 16). Es wurden fünf Deckenbalken freigelegt. Diese sind schon einmal saniert worden. Die Längen der Beilagen sind allerdings zu kurz und es ist erneuter Pilzbefall aufgrund der Feuchteeinwirkungen er- kennbar. Die Deckenbalkenköpfe müssen vermutlich 0,50 m gesundge- schnitten werden.
Öffnungsbereich 5 - Südseite, Dachraum Gebäudeecke Südost Durch Feuchteeinträge ist im Eckbereich der Konstruktion Nassfäule vor- handen. Vermutlich ist es zumindest erforderlich, den Randbalkenkopf konstruktiv zu ertüchtigen (Bilder 17 und 18).
Über die anderen, d.h. hier nicht untersuchten Deckenbalkenköpfe können keine Aussagen getroffen werden. Es wird davon ausgegangen, dass ca. die Hälfte der Deckenbalkenköpfe konstruktiv instandgesetzt werden muss.
Nach Betrachtung der Decke vom 1. Obergeschoss aus (Bilder 23-26) sind größere Schäden auf der Nord- und Südseite erkennbar. Insbesondere in der Gebäudeecke Südwest in Richtung Gebäudemitte sind mindestens 12 Deckenbalken betroffen, die teilweise auf einer Länge von 1,50 m ge- sundgeschnitten werden müssen.
Auf der Nordseite im Bereich des Versprungs in Gebäudeecke Nordwest, Richtung Treppenhaus sind ebenfalls Schäden vorhanden (siehe Bilder 25 und 26 sowie Anlage 2, Schadenskartierung, Blatt 1). Hier müssen eben- falls 6 - 8 Deckenbalken gesundgeschnitten werden.
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2.4 Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus)
Aufgrund der Dachundichtigkeiten und der durchgebrochenen Decken- konstruktion auf der West-, Süd- und Nordseite in den Räumen 2.3 und 2.4 (Decke über 1. Obergeschoss, Bilder 28-31) besteht die Gefahr der Schädigung der Deckenkonstruktion über Erdgeschoss. Hier muss in je- dem Fall die Deckenkonstruktion über Erdgeschoss geöffnet werden, um feststellen zu können wie die Deckenbalkenlage beschaffen ist. In dieser Decke wurde der Öffnungsbereich 6 auf der Südseite (Gebäudeecke Süd- ost) angelegt und sechs Deckenbalken freigelegt (Bild 31 und Anlage 2, Blatt 2.
Es ist erkennbar, dass diese sechs Deckenbalken mit wechselnder Intensi- tät Befall durch Nassfäulepilze im Auflagerbereich aufweisen und Sanie- rungsbedarf haben (Bild 32). Vermutlich hängt dies mit der Hartbrandzie- gelstruktur der Fassade zusammen, wo sich aufgrund der bauphysikali- schen Situation stets Tauwasser bilden kann. Es ist davon auszugehen, dass dieser Umstand keinen Einzelfall für diese Decke darstellt, sondern dass ggf. sämtliche Deckenbalken davon betroffen sein könnten, die dann in unterschiedlicher Ausprägung (verschiedene Gesundschnittlängen) an- gelascht bzw. verstärkt und chemisch behandelt werden müssen. Daher muss die Deckenkonstruktion komplett geöffnet werden, um die Schäden im Gesamten feststellen zu können.
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2.5 Erdgeschossfußboden
Hier wurden zwei Öffnungsbereiche (Nr. 7 und 8) angelegt.
Im Öffnungsbereich 7 an der Gebäudeecke Nordost (Bild 33) ist wider Erwarten kein Befund durch Gewöhnlichen Nagekäfer feststellbar. Alle sichtbaren Hölzer auf der Massivdecke über Keller zeigen sich in diesem Öffnungsbereich befallsfrei.
Im Öffnungsbereich 8 an der Gebäudeecke Südwest (Bild 34) sind Schä- den durch den Gewöhnlichen Nagekäfer und Trotzkopf in der Dielung und in den Lagerhölzern vorhanden (Bild 36). In dem äußeren Lagerholz- kopf wurden Nassfäulepilze festgestellt (Bild 35), was den Befall durch den Trotzkopf erklärt. Die hölzernen Fußbodenkonstruktionen müssen nutzungsbedingt (aufgrund der Wärmedämmsituation) ohnehin ausgebaut werden. Allerdings erscheint es nicht zwingend notwendig, die hölzerne Fußbodenkonstruktion komplett auszubauen, da die Befallswahrschein- lichkeit gering ist. Wenn man sich zur Erhaltung der Originalsubstanz auf die Eckbereiche des Gebäudes beschränken würde, wäre es aus der Sicht des Unterzeichners ausreichend.
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- ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das Gebäude im gesamten weist teilweise Schäden durch holzzerstörende Organismen auf, was aufgrund des Erhaltungszustands der Konstruktion zu erwarten war.
In der Dachkonstruktion des Ostturms sind geringfügige Schäden durch Hausbockbefall vorhanden. Die Kehlbalkendecke konnte nicht untersucht werden.
Die Konstruktion des Westturms konnte nicht untersucht werden, da sie nicht zugänglich war.
Die Dachkonstruktion im Kaltdachbereich hat in den Sparrenfüßen auf der Südseite vermutlich Probleme durch holzzerstörende Pilze, da die Dek- kenbalkenlage in diesem Bereich ebenfalls geschädigt ist. Hier besteht Sa- nierungsbedarf. Gleichzeitig ist die Sparrenlänge auf der Südseite vermut- lich zu hoch, so dass die Sparren teilweise schon konstruktiv verstärkt wurden und im Regelfall durchhängen. Hier sind statisch-konstruktive Maßnahmen erforderlich. Inwieweit die Konstruktion des Westturms ebenfalls betroffen ist, entzieht sich der Kenntnis des Unterzeichners, da der Bereich unzugänglich war.
Die Dachgeschossdeckenkonstruktion (Decke über 1. Obergeschoss) hat vermutlich in den nicht geöffneten Bereichen weitere Schäden. Es kann davon ausgegangen werden, dass ca. 50 % der gesamten Deckenbalkenla- ge konstruktiv und holzschutztechnisch bearbeitet werden müssen.
Die Situation in der Decke über Erdgeschoss ist noch unklar, da nur ein Öffnungsbereich auf der Südseite angelegt wurde (Öffnungsbereich 6). Insbesondere in den Bereichen, in denen in der Dachgeschossdeckenkon- struktion Schuttmassen aufliegen, ist mit größeren Pilzschäden zu rechnen.
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Im aufgenommenen Bereich auf der Südseite ist erkennbar, dass sämtliche Deckenbalkenköpfe Nassfäuleschäden haben, was vermutlich mit dem konstruktiven Aufbau der Hartbrandziegelwand zusammenhängt. Wahrscheinlich trifft dies in dieser Deckenbalkenlage auf sämtliche Deckenbalkenköpfe zu, was nur durch weitere Öffnungen vollumfänglich erfasst werden kann.
Im Erdgeschossfußboden, der aus Lagerhölzern und Dielung auf einer Massivdecke besteht, wurden in zwei Bereiche geöffnet (Öffnungsbereich 7 und 8). Zum Teil wurde hier, insbesondere an der Gebäudeecke Süd- west, Befall durch den Gewöhnlichen Nagekäfer festgestellt. Teilweise tritt dieser in Kombination mit Nassfäulepilzen und Trotzkopf auf. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Fußbodenkonstruktion befalls- frei. Bei Bedarf ergibt sich die Möglichkeit, die originale Fußbodenkon- struktion zu belassen und nur in den Gebäudeecken aufzunehmen, um die Fäuleschäden in den Lagerhölzern und ggf. Insektenschäden in den Dielen zu beseitigen.
Echter Hausschwamm wurde bei der Untersuchung der zugänglichen Be- reiche nicht festgestellt.
Dieses Gutachten bezieht sich auf die Feststellungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Bei der Begutachtung wurden alle unter Punkt 1 genannten und sichtbaren Holzbauteile gewissenhaft untersucht und die unter Punkt 2 ge- nannten Feststellungen getroffen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in weiteren, insbesondere verdeckten Bereichen Schäden vorhanden sind, die zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht erkennbar waren.
Uwe Sallmann Berlin, den 01.09.2025 Geprüfter Sachverständiger für Holzschutz
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Anlage 1
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Seiten 1 - 21
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Bild 1:Ostturm: Blick in die Dachkonstruktion des Ostturms, Blickrichtung Nord.
Bild 2: Ostturm: Wie vor in Blickrichtung Süd.
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Bild 3:Ostturm: Hausbockschaden an Drempelstiel und -schwelle an der Gebäudeecke Nordost.
Bild 4: Ostturm: Unsachgemäß bebeilter Stiel in Gebäudemitte auf der Nordseite.
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Bild 5:Ostturm: Hausbockbefall in der Dielung bzw. in dem Überzug, was darauf hinweist, dass der Hausbockbefall vermutlich schon in der Deckenkonstruktion vorhanden ist.
Bild 6: Ostturm: Ehemaliges Ausgleichsgefäß als Lasteintragung in der Dachkonstruktion Südseite des Ostturms.
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Bild 7:Ostturm: Firstverbindung mit Firstpfette, den auflaufenden Sparren und Kopfband ohne erkennbare Schäden.
Bild 8: Öffnungsbereich 1, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.3: Überblick über den Öffnungsbereich 1 mit Streichbalkenkopf.
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Bild 9: Öffnungsbereich 1, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.3: Detail mit Streichbalkenkopf, Probebohrung.
Bild 10: Öffnungsbereich 1, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.3: Probebohrung im 1. Feldbalkenkopf.
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Bild 11: Öffnungsbereich 2, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.1: Übersicht über den geöffneten Deckenbereich.
Bild 12: Öffnungsbereich 2, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.1: Detail einer Bohrung in einem Deckenbalkenkopf mit Hinweis auf vorhandene Nassfäule (mehlige, bräunliche Struktur).
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Bild 13: Öffnungsbereich 2, Decke über 1. Obergeschoss, Raum 3.1: Einer der mittleren Deckenbalkenköpfe, Hinweise auf Nass- fäule anhand Struktur und Farbe der Bohrspäne/des Bohr- mehls nach Probebohrung.
Bild 14: Öffnungsbereich 3, Decke über 1. Obergeschoss, ehem. Bad: Übersicht über den geöffneten Bereich.
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Bild 15: Öffnungsbereich 4, Dachraum, Südseite, Gebäudeecke Südwest: Übersicht über den Öffnungsbereich
Bild 16: Öffnungsbereich 4, Dachraum, Südseite, Gebäudeecke Südwest: Detail der erkennbaren Querschnittsschädigung.
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Bild 17: Öffnungsbereich 5, Dachraum, Gebäudeecke Südost: Übersicht über den Öffnungsbereich.
Bild 18: Öffnungsbereich 5, Dachraum, Gebäudeecke Südost: Detail der nassfaulen Ecksituation aufgrund von ein- dringendem Niederschlagswasser und Westpennest.
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Bild 19: Langhaus: Kaltdachkonstruktion in Blickrichtung Gebäudeecke Südost mit durchhängenden Sparren.
Bild 20: Langhaus: Wie vor in Blickrichtung Nordwest.
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Bild 21: Langhaus: Kaltdachkonstruktion in Blickrichtung Südwest mit Absteifungen aufgrund der Sparrenlänge.
Bild 22: Langhaus: Oberflächenerscheinung auf einem Kopfband, die möglicherweise mit einer Holzschutzmittelbehandlung oder Schimmelpilzbefall zusammenhängen könnte.
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Bild 23: Decke über 1. Obergeschoss: Situation auf der Südseite.
Bild 24: Decke über 1. Obergeschoss: Situation auf der Ostseite.
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Bild 25: Decke über 1. Obergeschoss: Wie vor.
Bild 26: Decke über 1. Obergeschoss: Wie vor.
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Bild 27: Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus): Situation der Fußbodenkonstruktin in Raum 2.4.
Bild 28: Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus): Situation der Fußbodenkonstruktin in Raum 2.3.
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Bild 29: Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus): Situation der Fußbodenkonstruktin in Raum 2.7.
Bild 30: Decke über Erdgeschoss (vom 1. Obergeschoss aus): Situation der Fußbodenkonstruktin in Raum 2.8.
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Bild 31: Öffnungsbereich 6, Decke über Erdgeschoss, Südseite: (vom 1. Obergeschoss aus): Überblick über den Öffnungsbereich 6.
Bild 32: Öffnungsbereich 6, Decke über Erdgeschoss, Südseite: (vom 1. Obergeschoss aus): Detail des mittleren Deckenbalkenkopfes mit Schädigung durch holzzerstörende Pilze.
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Bild 33: Öffnungsbereich 7, Fußboden Erdgeschoss, Gebäudeecke Nordost: Ohne Befund.
Bild 34: Öffnungsbereich 8, Fußboden Erdgeschoss, Gebäudeecke Südwest: Geöffneter Bereich in der Übersicht.
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Bild 35: Öffnungsbereich 8, Fußboden Erdgeschoss, Gebäudeecke Südwest: Detail des befallenen Lagerholzkopfes.
Bild 36: Öffnungsbereich 8, Fußboden Erdgeschoss, Gebäudeecke Südwest: Nagekäferbefall an der entnommenen Dielung.
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Bild 37: Ostfassade.
Bild 38: Westansicht.
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Bild 39: Nordseite, Gebäudeecke Nordost.
Bild 40: Nordseite, Gebäudeecke Nordwest.
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Bild 41: Südansicht.
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