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Projektbeschreibung
Gegenstand der Beschaffung / Planungsaufgabe
Vergabe-Nr.: Bauvorhaben:
| 26D610024 - Gebäudeplanung | ||
|---|---|---|
| Neuunterbringung Polizeidirektion Leipzig | ||
| und Polizeirevier Zentrum |
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0. Inhaltsverzeichnis
- Objektbeschreibung ............................................................................................. 3 Allgemeine Beschreibung des Objektes ............................................................................................. 3 Standort / Erfüllungsort ....................................................................................................................... 3 Erschließung ....................................................................................................................................... 3 Nutzer .................................................................................................................................................. 3
- Zielstellung / Planungsaufgabe ........................................................................... 3
- Rahmenbedingungen ........................................................................................... 5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen / Kosten der Baumaßnahme ................................................... 5 Meilensteine im Projektablauf / Termine ............................................................................................. 6 Vorliegende Planungen / Gutachten ................................................................................................... 6
- Bauordnungsrechtliche Anforderungen ............................................................. 7 Baurecht .............................................................................................................................................. 7 Denkmalschutz .................................................................................................................................... 8 Barrierefreiheit ..................................................................................................................................... 8 Brandschutz ........................................................................................................................................ 9 Umweltschutz ...................................................................................................................................... 9
- Bautechnische Anforderungen............................................................................ 9
- Auflistung beigefügter Planunterlagen / Bilder / Gutachten / baufachliche Stellungnahmen .................................................................................................. 10
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1. Objektbeschreibung
Allgemeine Beschreibung des Objektes
Bauaufgabe ist die Sanierung, Modernisierung und der Umbau des denkmalgeschützten Gebäu-
deensembles Dimitroffstraße, Peterssteinweg und Straße des 17. Juni inklusive der durch diese
Bebauung umschlossenen Infrastruktur der Innenhöfe und ein Neubau. Diese komplexe Bebauung
ist zur Unterbringung der wesentlichen Organisationseinheiten der Polizeidirektion Leipzig und des
Polizeireviers Leipzig-Zentrum vorgesehen.
Der Gebäudekomplex umschließt die Gebäudeteile A bis D (Bestandsgebäude), einen Neubau
(Bauteil E) und einen Bauteil F (alle nicht einem bestimmten Gebäude zuordenbare Teile wie
Außenanlagen, Innenhöfe, Gebäudeverbindungen etc.).
Der Gebäudeteil G für eine ausgelagerte interimistische Unterbringung von Funktionseinheiten
befindet sich in der Realisierung und ist nicht Bestandteil dieser Vergabenummer.
Weitere Angaben sind im Erläuterungsbericht nachzuvollziehen.
Standort / Erfüllungsort
Leipzig, Dimitroffstraße, Peterssteinweg und Straße des 17. Juni
Erschließung
Urbane, innerstädtische, verdichtete Lage
Im Stadtzentrum mit guter Verkehrsanbindung (Auto, Rad, ÖPNV)
Medientechnisch voll erschlossen (Strom, Fernwärme, ...)
Bestandsgebäude mit mehreren Zugängen zur Straße und zum Innenhof
Die Liegenschaft hat zwei Zufahrten (eine Hauptzufahrt, eine Notausfahrt)
Nutzer
Polizeidirektion Leipzig
2. Zielstellung / Planungsaufgabe
Baulicher Inhalt:
1.BA:
- Sanierung und Umbau des Bauteils A (BT A) mit viergeschossigen Erweiterungsbauten im In-
nenhof 6
-
Teilsanierung des Bauteils B (BT B)
-
Teilsanierung des Bauteils C (BT C) und eingeschossige Teilaufstockung (Süd/Ost-Ecke)
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2.BA:
-
Sanierung und Umbau des Bauteils D (BT D)
-
Neubau Bauteil E (BT E) mit Parkgarage und Verwaltungsnutzung und eingeschossigem Ver-
bindungsgang zum BT A
- Neuordnung der umgebenden Außenanlagen und Innenhöfe, Teilabbruch des Bauteils D und
Rückbau des Parkdecks im Polizeihof
Funktionale Aufgabe ist die bedarfsgerechte Neuorganisation der bereits in den Bestandsgebäu-
den untergebrachten Diensteinheiten der Polizei und weiterer Einheiten aus abzulösenden Liegen-
schaften.
Im Bauteil A (zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, denkmalgeschützt) werden im Wesentli-
chen Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung des Ensembleblocks durchgeführt. Aufgrund
der bisherigen Ausbau- und Nutzungsstufen strukturiert sich die Sanierung in Bereiche mit einem
unterschiedlichen Umfang an Baumaßnahmen, von Bereichen mit Nachbesserungen und Ergän-
zungen bis hin zu Bereichen mit großflächiger intensiver baulicher und technischer Sanierung.
Das Planungskonzept dient der Ordnung der Nutzungsbereiche (u.a. Trennung Polizei-/ Mensabe-
trieb) und setzt die brandschutz- und sicherheitstechnischen Anforderungen unter Einbeziehung
umfangreicher denkmalschutzrechtlich bedingter Leistungen (Gestaltung historischer Hauptein-
gangsbereich und Treppenhäuser, Wiederherstellung der historischen Räume als Beratungsräume,
Wiederherstellung des Kuppelaufbaus, Fassadensanierung) um.
Die Einbeziehung des bereits als Sondermaßnahme eingerichteten Führungsstabes (BAO-Raum)
in die finale Nutzung des BT A erfordert für dessen Lüftungs- und Kältetechnik einen nochmaligen
Umbau dieser Anlagen. Im Innenhof 6 werden viergeschossige einläufige Ergänzungsbauten an
die Flure des West- und Ostflügels errichtet (545 m² NUF 1-7).
Im 1.OG wird ebenen gleich zum 2.OG des Neubaus BT E eine eingehauste barrierefreie Verbin-
dungsbrücke gebaut.
In den Bauteilen B und C sind hauptsächlich Instandhaltungs-/ Instandsetzungsarbeiten an ver-
schlissenen Bauteilen notwendig, auch unter dem Aspekt neuer/ geänderter Anforderungen aus
dem Sicherheits-/ Brandschutzkonzept. Neu kommen in der der Süd/Ost-Ecke des BT C die Auf-
stockung eines Geschosses und ein Aufzug hinzu. Neben einer deutlich besseren und barrierefrei-
en Erschließung im 4.OG wird damit auch ein Zugewinn von Nutzfläche (61 m² NUF 1-7) ermög-
licht.
Der Bauteil D erfährt eine umfassende Veränderung mit Eingriffen in die Tragstrukturen. Das au-
genscheinlich intakte Gebäude „Straße des 17. Juni“ weist im Ergebnis der Bauteiluntersuchungen
hinsichtlich Tragfähigkeit und Brandschutz im Bestand gravierende Defizite auf.
Außerdem besteht aus polizeitaktischen und wirtschaftlichen Erwägungen das Ziel zur Unterbrin-
gung aller notwendigen Fahrzeugstellplätze (öffentlich-rechtliches Erfordernis und Dienstfahrzeu-
ge) auf dem eigenen Grundstück. Das im Innenhof vorhandene Parkdeck kann an diesen An-
spruch nicht angepasst werden.
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Der Entwurf konzipiert den Erhalt des zur „Straße des 17. Juni“ ausgerichteten Bereiches des Be-
standsgebäudes und die Ergänzung um einen daran angeschlossenen Neubau Bauteil E. Dieser
besteht aus einem Parkhaus mit vier Ebenen (davon zwei unterirdische Geschosse) und drei dar-
über angeordneten Ebenen zur Büronutzung. Das im Innenhof vorhandene Parkdeck wird abge-
brochen. Insgesamt werden mit der Baumaßnahme 247 Kfz-Stellplätze (davon 194 im Parkhaus,
die übrigen im Innenhof) und 120 Fahrrad-Stellplätze geschaffen.
In allen Bauteilen werden die vorhandenen Grundsysteme der Ver- und Entsorgungsmedien bei-
behalten. Die Anlagen werden angepasst, bedarfsspezifisch ergänzt und teilweise umfangreich er-
neuert.
Zu den Außenanlagen gehören die von den Gebäuden des Karrees umschlossenen Innenhöfe.
Der größte Innenhof wird durch die veränderten Platz- und Höhenverhältnisse (Abbruch Parkdeck
und neues Parkhaus) einschließlich des Entwässerungssystems (Überführung Mischsystem in Ge-
trenntsystem) neugestaltet (Verkehrswege, Stellplätze, Pflanzflächen, Müllentsorgung).
Die Maßnahmen an den übrigen Innenhöfen sind Instandsetzungen infolge sicherheitsspezifischer
Anforderungen.
Ausgehend von der Lage der Liegenschaft in einem Gebiet mit intensiver Starkregenwahrschein-
lichkeit wird mit der Planung der Überflutungsnachweis infolge von diesen Starkregenereignissen
herbeigeführt. Die barrierefreie Zugänglichkeit zur und innerhalb der Liegenschaft wird hergestellt.
Die Sanierung erfolgt im laufenden Dienstbetrieb der Polizei. Im Gebäude werden Bereiche für die
Sanierung freigezogen. Provisorien zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes sind erforderlich.
Um dies umsetzen zu können, wird der 1.Bauabschnit in maximal 5 weitere Teilmaßnahmen (TM)
aufgeteilt. Der zweite Bauabschnitt ist in 2 TM aufgeteilt. Die Teilmaßnahmen sind nicht auf die
Bauteile selbst beschränkt und verspringen etagenweise.
3. Rahmenbedingungen
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen / Kosten der Baumaßnahme
(genehmigte EW-Bau II/ 2023)
- Bauabschnitt:
a. Teil: Interim Paunsdorf 4.922,0 T€ (in Arbeit)
b. Teil Vorgezogene Maßnahmen: ca. 700,0 T € (in Arbeit)
c. Teil: Bauteile A, B und C, F.1 52.444,0 T€
- Bauabschnitt:
Bauteile D und E, F.2 57.346,0 T€
Genehmigte Gesamtbaukosten (200-700): 115.412,0 T€
Mit Stand Juli 2026 befindet sich der 1. Nachtrag zur EW-Bau 2022 im Prüfverfahren. Es wurde eine
Erhöhung der Gesamtbaukosten um 15.241 T€ beantragt. Die Genehmigung der neuen Gesamt-
baukosten wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet, die Kosten des 1. Nachtrag der EW-Bau
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2022 werden in den anrechenbaren Kosten bereits berücksichtigt, unter Vorbehalt der Genehmigung
dieser.
Meilensteine im Projektablauf / Termine
-
Einarbeitung 5 Monate ab Auftragserteilung
-
AFU, Ausschreibung, Vergabe o AFU: bis 06/2028 o Ausschreibung / Vergabe: im Anschluss an die AFU, fortlaufend
-
Bauausführung
- Bauabschnitt o 1. BA-TM 1-5 12/2027 – 10/2032
o Übergabetermin nach Abschnitt H RLBau 1. BA 10/2032
- Bauabschnitt o 2. BA-TM 1+2 06/2032 – 04/2035 o Inbetriebnahme 2.BA 03/2035 – 07/2035 o Übergabetermin nach Abschnitt H RLBau 2. BA 08/2035
-
Rechnungslegung Bauleistungen 02/2035 – 03/2036
-
Baubestandsdokumentation 01/2036 – 05/2036
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Rechnungslegung Planungsleistungen bis 07/2036
-
Kostenfeststellung 06/2036 – 08/2036
Vorliegende Planungen / Gutachten
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Entwurfsunterlage-Bau genehmigt
-
- Nachtrag zur EW-Bau in Genehmigung
-
Brandschutzkonzept, Brandschutzeins | Stand: 23.11.2022
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Gutachterliche Stellungnahme zum Brandschutzkonzept, W&B Engineering | Stand:
11.01.2023
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Denkmalschutzrechtliche Genehmigung | Stand: 19.07.2023
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Bericht über restauratorische Sondierungsuntersuchungen zur historischen Farbigkeit im Trep-
penhaus und an der Südfassade, pons asini | Stand: 11/2018; 12/2021
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Restauratorische Zuarbeit zum Gestaltungskonzept, pons asini | Stand: 06/2022
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Ergebnisbericht über die durchgeführten restauratorischen Untersuchungen zur Bestandsbe-
stimmung der historischen Farbigkeit ausgewählter Innenräume sowie denkmalpflegerischer
Zielstellungen, pons asini | Stand: 04/2018
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Sicherheitskonzept, Polizeidirektion Leipzig | Stand: 15.05.2017
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Bauwerksuntersuchungen, IBW Weimar | Stand: 16.07.2018
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Bauwerksuntersuchungen, Staupendahl & Partner GmbH | Stand: 30.10.2025
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Stellungnahme zur Radonkonzentration in Innenräumen, ARGOLON | Stand: 13.10.2022
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Sondierung der Deckenkonstruktionen, Unterzüge und Fußbodenaufbauten
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Erfassung der Mauerwerksstrukturen der Außen- und Innenwände Seite 6 von 10 (26D610024 - Stand 24.07.2026)
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Probenentnahmen und Laboruntersuchungen, zerstörungsfreie Messungen mit Radar
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Untersuchungsbericht Bestand und Zustand der Fassaden, IBW Weimar | Stand: 27.04.2018
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Bestandsaufnahme und Analyse der Fassaden, Dipl.-Restauratorin Christine Laubert | Stand:
20.05.2026
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Untersuchung der Feuchtebilanz und Salzbelastung im UG, IBW Weimar | Stand: 19.04.2018
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Abfallverwertungs- und Entsorgungskonzept: Umbau/Sanierung BT B und C, ARGOLON |
Stand: 26.04.2023
- Abfallverwertungs- und Entsorgungskonzept: Umbau/Sanierung BT A, ARGOLON | Stand:
22.09.2025
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Geotechnischer Bericht: Bauteil D & E, Buchholz + Partner | Stand: 10.11.2021
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Energieeinsparnachweis, Büro für Bauphysik Weiße | Stand: 23.11.2021
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Konzept zur Raumakustik, Büro für Bauphysik Weiße | Stand: 25.11.2021
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Schallschutzkonzept, Büro für Bauphysik Weiße | Stand: 24.11.2021
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Schallimmissionsprognose, Büro für Bauphysik Weiße | Stand: 23.11.2021
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Erläuterungsbericht Tragwerksplanung, Leonhard, Andrä und Partner | Stand: 26.11.2021
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Baugrundgutachten, geotechnischer Bericht, Buchholz + Partner | Stand: Juli 2018 & Nov.
2021
- Schadstoffuntersuchung und Entsorgungskonzept, Hubert Beyer Umwelt Consult | Stand:
10.09.2018
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Holzschutztechnische Begutachtung, IB Wieczorek | Stand: 20.06.2018 sowie 29.07.2025
-
Alle weiterführenden und baubegleitenden Untersuchungen sind beauftragt
4. Bauordnungsrechtliche Anforderungen
Baurecht
Das Vorhaben beinhaltet neben der Sanierung der Bestandsgebäude mit Verwaltungsnutzung (die
keine Nutzungsänderung erfahren) auch die Errichtung eines Erweiterungsneubaus (für Verwal-
tungsnutzung und Parkhaus) sowie Gebäudeteilabbrüche. Die baurechtliche Zulässigkeit ist in der
EW-Bau aussagefähig dokumentiert siehe Abschnitt 5.1/ Vermerk über die baurechtliche Zulässig-
keit nach § 77 SächsBO. Der Vermerk enthält alle Belange zur formellen und materiellen Recht-
mäßigkeit für das Gesamtvorhaben. Er wird mit der Genehmigungsplanung fortgeschrieben.
Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit
Die Maßnahme hat ein Vorhaben i. S. d. § 29 BauGB zum Gegenstand, es gelten daher die §§ 30
– 37 BauGB. Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans und die Zuläs-
sigkeit ist daher nach § 34 BauGB (unbeplanter Innenbereich) zu beurteilen. Das Vorhaben befin-
det sich im Geltungsbereich des Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Leipzig in einer „Fläche für
Gemeinbedarf“. Die beabsichtigte Nutzung wird im städtebaulichen Sinne im Bestand beibehalten
(Polizei mit Zentralem Polizeigewahrsam und Polizeirevier, Gericht und Mensa des Studentenwer-
kes). Die (vorhandenen) künftigen Nutzungen, eingeschlossen das Parkhaus zur Gewährleistung
der erforderlichen Stellplätze für diese Nutzungen, sind auf den Flächen für Gemeinbedarf zulässig
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und entsprechen den Darstellungen des FNP. Die Eigenart der näheren Umgebung entspricht der
eines Kerngebietes, geprägt durch kerngebietstypische Nutzungen sowie Gemeinbedarfsflächen.
Die Nutzung des Vorhabens passt sich in diese Umgebung ein und ist dort zulässig. Das Vorhaben
fügt sich hinsichtlich Maß der baulichen Nutzung (Geschossigkeit, GRZ, GFZ), der Bauweise (stra-
ßenbegleitend geschlossene Bauweise) und der Grundstücksfläche, die neu überbaut werden soll
(vollständige Bebauung der Grundstückstiefe zulässig), in die Eigenart der näheren Umgebung ein.
Des Weiteren ist die Erschließung gesichert, die Anforderungen an gesunde Arbeitsverhältnisse
werden gewahrt und das Ortsbild wird nicht beeinträchtigt.
Bauordnungsrechtliche Zulässigkeit
Die EW-Bau hat die zum Zeitpunkt der Planung gültige Fassung der Sächsischen Bauordnung
(SächsBO) vom 11.05.2016, zuletzt geändert 12.04.2021, zur Grundlage. Das Bauvorhaben ist
gemäß §§ 59 bis 62 SächsBO nicht verfahrensfrei und das formelle bauordnungsrechtliche Verfah-
ren richtet sich nach § 77 SächsBO. Die Voraussetzungen des § 77 Absatz 1 Satz 4 SächsBO lie-
gen nicht vor. Es kommt § 77 Absatz 1 Satz 3 SächsBO zur Anwendung.
Das gemeindliche Einvernehmen liegt vor.
Denkmalschutz
Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung
und Ergebnisse von bereits erfolgten Abstimmungen mit der Denkmalpflege liegen vor.
Barrierefreiheit
Bestandsgebäude: Bauteile A, B, C, D und Erweiterungsneubau: Bauteil E
Der Verwaltungskomplex ist im Geltungsbereich des Bauordnungsrechtes ein Gebäude mit öffent-
lich zugänglichen Bereichen. Unter Anwendung der eingeführten Teile der DIN 18040-1 gewähr-
leistet die Planung über die äußere Erschließung eine barrierefreie Erreichbarkeit des Gebäudes
sowie eine barrierefreie Nutzbarkeit der Bereiche innerhalb des Gebäudes, die der Öffentlichkeit
zugänglich sind. Aus dem Geltungsbereich des Arbeitsstättenrechts ergeben für den aktuellen Per-
sonalbestand der PD Leipzig für die EW-Bau keine gesonderten Anforderungen. Die innere Er-
schließung erfüllt die Voraussetzungen für eine barrierefreie Nutzung aller Bauteile (Stellflächen im
Parkgeschoss, Aufzüge, Flurbreiten, Durchgangsbreiten von Türen, Verbinder zwischen BT A und
BT E). Die Nachrüstungen von Arbeitsplätzen mit speziellen Anforderungen ist möglich. Im Kon-
zept zur Barrierefreiheit sind planerisch dargestellt: die barrierefreien Stellplätze und Zugänge zum
Gebäude, die rollstuhlgerechten Flure (stufenfrei und in erforderlicher Breite), die Aufzüge und die
barrierefreien WC-Anlagen. Die Schwerbehindertenvertretung des Nutzers wurde in die Planung
einbezogen. Für die Bediensteten der PD Leipzig mit körperlicher Einschränkung sind die derzeit
vorhandenen Bedingungen ausreichend. Die Belange von mobilitätseingeschränkten Menschen
und Menschen mit motorischen und sensorischen Einschränkungen wurden im Brandschutzkon-
zept berücksichtigt.
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Brandschutz
Für die komplexe Bauaufgabe wurde gemäß § 66 SächsBO der Brandschutznachweis in Form ei-
nes Brandschutzkonzeptes (Stand: 23.11.2022) inkl. gutachterlicher Stellungnahme zum Brand-
schutzkonzept (Stand: 11.01.2023) erstellt.
Es berücksichtigt die Anforderungen aus dem bisher für die Liegenschaft erarbeiteten und gültigen
Basisbrandschutzkonzept vom 23. August 2011 sowie dem ergänzenden Konzept zum Bereich der
Mensa im Peterssteinweg 8 (BT A / KG und EG).
Mit dem Brandschutzkonzept zur EW-Bau werden, als Voraussetzung für die aktuelle Genehmi-
gungsfähigkeit, die bestehende Bausubstanz der Bauteile A, B, C und D einschließlich der geplan-
ten Nutzungen mit den gültigen Vorschriften und in Verbindung mit den anzuwendenden Sonder-
bauvorschriften abgeglichen, bewertet und daraus die notwendigen baulichen und technischen
Maßnahmen schutzzielorientiert ermittelt.
Für alle neu zu errichtenden Gebäude- und Einzelbauteile werden die aktuellen gesetzlichen An-
forderungen umgesetzt.
Umweltschutz
Die Verwendung bestehender Bausubstanz im Generellen sowie der Einsatz naturnaher Wärme-
dämmstoffe und sortenreiner Baustoffe zur besseren Wiederverwendbarkeit im Speziellen sind
bauökologisch positive Aspekte der Planung. Die Prämissen für die Rückbaufähigkeit der neu zu
errichtenden Konstruktionen (recyclingfähige Baustoffe und Bauteile; Möglichkeit des sortenreinen
Rückbaus; Verwendung von Bauprodukten, die aus heutiger Sicht keine gefährlichen Abfälle er-
zeugen) sind in die Bauteilkataloge und Materialkonzeptes der EW-Bau eingeflossen.
Die im Rahmen der GBM notwendigen Rückbaumaßnahmen wurden auf der Grundlage einer
Schadstoffuntersuchung mit Entsorgungskonzept geplant. Nachgewiesen wurden in den Umbau-
und Sanierungsbereichen künstliche Mineralfasern (KMF, krebserzeugend), Polycyclische aromati-
sche Kohlenwasserstoffe (PAK, teergebundene Korkdämmung) sowie Schwermetalle in Beschich-
tungen. Asbestvorkommen wurden ausgeschlossen. Aus den Aussagen der stichprobenartigen
Schadstoffuntersuchungen wurde der Aufwand ermittelt für den selektiven Rückbau, die techni-
schen Arbeitsschutzbedingungen, die fachgerechte Entsorgung der (gefährlichen) Abfälle, die
Nachweise der Schadstofffreiheit und die notwendigen Schutzmaßnahmen gegenüber den Berei-
chen, die während der Abbruchmaßnahmen weiter für den Dienstbetrieb genutzt werden.
5. Bautechnische Anforderungen
Es sind u.a. Maßnahmen zum Schallschutz, zur Akustik, zum Brand- und Denkmalschutz und zur
Sicherheit in den Bauteilen und technischen Anlagen gemäß Entwurfsunterlage-Bau zu berück-
sichtigen. Weiterhin sind die Fachhefte der Polizei umzusetzen. Für das Gebäude bestehen erhöh-
te Sicherheitsanforderungen. (Sicherheitskonzept ist zu beachten) Sicherheitsanforderungen be-
stehen auch während der Baumaßnahme. Bereiche der Baustelle sind Sicherheitstechnisch von
Bereichen mit Dienstbetrieb zu trennen.
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6. Auflistung beigefügter Planunterlagen / Bilder / Gutachten / bau-
fachliche Stellungnahmen
• Teile des Erläuterungsberichts der EW-Bau
• Übersichtsplan Bauabschnitte und Bauteile
• Visualisierung
• Isonometrie
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