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A03.03_Erläuterungsbericht EW-Bau_3.2.5_Außenan..pdf

Gebäudeplanung für die Sanierung und den Neubau eines Polizeikomplexes in Leipzig

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.10.2026, 09:54 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.sachsen-vergabe.de

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STAATSBETRIEB SÄCHSISCHES IMMOBILIEN- UND BAUMANAGEMENT NL LEIPZIG I SCHONGAUERSTRASSE 7, 04328 LEIPZIG POLIZEIDIREKTION LEIPZIG UND POLIZEIREVIER LEIPZIG - ZENTRUM, NEUUNTERBRINGUNG


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3.2.5 Außenanlagen, Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke

Außenanlagen (Planungskonzept)

Die Außenanlagen der Polizeidirektion erstrecken sich über den großen Innenhof 4, den Innenhof 3 im Gebäudekomplex Bauteil C, die kleinen Innenhöfe 5, 6 und 7 in Bauteil A sowie den begrünten Innenhof im 2. OG des Parkhauses, Bauteil E. Erforderliche planerische Veränderun- gen im Zuge der Gebäudetrockenlegung am Peterssteinweg sind den kleinen Innenhöfen 5-7 zugeordnet. Die Gehwegsarbeiten an der „Straße des 17. Juni“ werden gesondert erläutert.

Schwerpunkt sind die Erneuerung und Anpassung der Verkehrsanlagen an die neue bauliche Situation. Dazu kommen die Fortführung und Än- derung im KOLEIKA, bedingt durch den gegenüber der EW Bau von 2018 größeren Neubau der Untergeschosse Bauteil E und die dadurch notwendig werdenden Umverlegungen bzw. Neuplanungen von Leitun- gen und Medien, die im Moment im Bereich des Baufeldes des geplan- ten Parkhauses liegen.

Innenhof 4

Die Hofgestaltung wird maßgeblich durch das neue Parkhaus bestimmt. Die Höhensituation verändert sich dadurch komplett. Ein Großteil der Rampen und Mauern entfällt, da Geländeabfangungen nicht mehr in dem Maß erforderlich sind. Das Entwässerungssystem wird dadurch ebenfalls neu geordnet und komplett saniert. Der große Innenhof wird als Verkehrsweg bewusst freigehalten. Die befestigten Flächen sind zu erneuern. Die Hoffläche erhält eine Be- festigung aus Betonpflaster wie im Bestand. Die Pflanzflächen werden durch den Wegfall von Mauern teilweise in Form und Größe angepasst. Sie sind bevorzugt in Begleitung von Ge- bäuden orientiert. Einige Pflanzflächen reduzieren sich zugunsten der gewünschten höheren Stellplatzanzahl. Der Pflanzstreifen zur Trennung von Stellplätzen südlich des Landgerichts entfällt, da dort ein neues Ge- bäude (Anbau an die Staatsanwaltschaft) entsteht. Die Pflanzenauswahl der Vegetationsflächen ist durch möglichst geringe Pflegeintensität und ganzjährige Attraktivität gekennzeichnet. Es kom- men nachhaltige und langlebige Baumaterialien zum Einsatz. An zentralen Punkten der einzelnen Bauteile sind Fahrradabstellmög- lichkeiten für die Bediensteten der Polizeidirektion platziert. Ebenso ist die Müllentsorgung wie im Bestand dezentral angeordnet, d.h. den ein- zelnen Nutzergruppen zugeordnet. Absperrbügel verhindern das Weg- rollen der Müllcontainer auf die Verkehrsfläche. Zur Erleichterung der

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Unterhaltung hinsichtlich Reinhaltung der Gebäude sind an den Gebäu- deeingängen Schuhabstreifer geplant. Der Eingangsbereich Dimitroffstraße, als Teil des Hofs 4, wird aufgrund des neuen Sicherheitskonzepts in der PD überplant. Die Teleskop- Schiebetore und die Schranken werden in gleicher Ausführung und im gleichen Standard erneuert. Die Schiebetore bleiben an der Position wie im Bestand. Die Schranke zur Einfahrt in die Polizeidirektion wird auf- grund des geplanten Wachhäuschens (Container zur Eingangskontrolle) um ca. 6 m in den Innenhof verschoben, damit die auf Einlass wartenden Fahrzeuge nicht die Straße versperren. Neben dem Einfahrtsbereich werden neue Fahrradbügel angeordnet. Sie sind durch eine Tür in der neuen Zaunanlage erreichbar. Die Be- standsfußgängertür an der Nordostseite der Einfahrt wird zur Erhöhung der Sicherheit durch eine Personenvereinzelungsanlage ersetzt.

Innenhof 5, 6 und 7 mit Peterssteinweg

Der Innenhof 5 erhält auf der Westseite hochbauseitig eine Fluchttreppe. Die Fundamentarbeiten für die Fluchttreppe sind Teil der Außenanla- gen. Im westlichen Gebäudeteil werden entgegen der Planung in der EW 2018 die Trafos untergebracht. Dadurch sind Anpassungen der be- festigten Flächen im Bereich der Eingänge notwendig. Die in der EW 2018 und der vorgezogenen Maßnahme Trafostation geplanten Anbin- dungen der Bestandskanäle an das Parkhaus sind durch den aktuell neu gewählten Standort zu überplanen.

Zur Schaffung der Baufreiheit wird der Bestandsbaum gefällt. Die Ge- staltung von Hof 5 bleibt grundsätzlich wie im Bestand, jedoch wird ein Hochbeet mit Baumpflanzung und Sitzmöglichkeiten errichtet.

Die Höfe 6 und 7 werden als verkehrsberuhigte Aufenthaltsflächen neu- gestaltet. Sie sind mit einem großformatigen Plattenbelag befestigt. Die Innenhöfe werden von revisionierbaren Kabelkanälen durchzogen. Sie sind mit einer schwarz tauchlackierten Abdeckung versehen. Das Plat- tenmaterial des Wegbelags wird deshalb in farblich angepasster Ober- fläche ausgewählt. Am Gebäude, um die Pflanzflächen und um die Ka- naltrassen ist die Verlegung von Einzeilern in Beton, aus dem gleichen Plattenmaterial geplant.

Im Innenhof 6 entstehen zwei jeweils einhüftige Anbauten als Neubau- ten an der West- und Ostseite. Damit verkleinert sich die Hoffläche ent- sprechend.

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Mit Bäumen bepflanzte Hochbeete laden zum Sitzen ein. Die Innenhöfe werden teilweise von Pflanzflächen gerahmt. Diese werden mit pflege- extensiven attraktiven Bodendeckern bepflanzt.

Die Entwässerung der Höfe 6 und 7 erfolgt durch Schlitzrinnen, in Hof 5 durch eine Kastenrinne und Hofeinläufe.

Am Peterssteinweg sind die ehemals dem Luftschutzkeller dienenden Abdeckplatten aus Stahl im Gehweg zu entfernen. Der Kellerlicht- schacht ist zu sanieren und mit einer Entwässerungsrinne zu versehen, entsprechend dem bereits sanierten Schacht an der Dimitroffstraße. Nach Beendigung der Trockenlegung und Verfüllung durch den Hoch- bau ist die Tragschicht wieder einzubauen und die Gehwegplatten aus Granit sind wieder zu verlegen.

Innenhof 3

Neu hinzugekommen ist die Betrachtung von Innenhof 3 (Bauteil C). Dieser dient während der Bauarbeiten für das neue Parkhaus als Schleuse des Zentralen Polizeigewahrsams (ZPG). Nach Rückbau der Schleuse an ihren ursprünglichen Standort in Hof 4 wird der Hof 3 kom- plett erneuert. Die Bestandsleitungen und vorhandenen Flächenbefesti- gungen werden abgebrochen, Entwässerungsleitungen werden neu ver- legt und die Pflasterflächen neu hergestellt.

Lieferzufahrt Straße des 17. Juni

Die Mensa-Zufahrt an der Straße des 17. Juni wird als Lieferzufahrt um- geplant. Für die Verbreiterung ist das Versetzen von 3 Fahrradbügeln, einer Mastleuchte, eines Verkehrsschildes und der Wegfall eines Stell- platzes erforderlich. Die Vorabstimmung mit dem Verkehrs- und Tiefbau- amt ist noch nicht abgeschlossen.

Begrünter Innenhof im 2. OG des Parkhauses (BT E)

Der Innenhof wird durch extensive und intensive Begrünung gestaltet. Ein Weg aus Beton-Trittplatten führt mittig durch den Innenhof. Aus Brandschutzgründen verläuft ein 50 cm breiter Plattenstreifen entlang der Gebäudefassade. Trockenheitsliebende niedrige Stauden und Grä- ser dominieren die Extensivbegrünung. Der Intensivbegrünung wird in mehreren Beetflächen und vier Hochbee- ten Raum zur Entfaltung verschiedener Wuchshöhen gegeben, sodass auch Akzente durch Solitärsträucher gesetzt werden können. Sowohl die Hochbeete als auch die extensiv und intensiv begrünten Flächen

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werden durch Stahlbänder bzw. Stahlplatten in entsprechender Höhe eingefasst. Der Dachbegrünung kommt eine ökologisch bedeutsame Rolle zu. Die wichtigste Aufgabe des Dachaufbaus ist ein maximaler Anstau von Re- genwasser auf den Flachdächern und damit die verzögerte Abgabe des Regenwassers an das Abwasserkanalsystem. Entwässerungsrinnen zur schnellen Wasserabführung bei Starkregen sind zwischen Begrü- nung und dem umlaufenden Plattenstreifen geplant. Außerdem erhält die Dachbegrünung noch 2 Notüberläufe zur Entwässerung.

Fahrradkomfort

Als Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder der Bediensteten in der Poli- zeidirektion sind 58 neue Fahrradbügel geplant, 11 Stück davon am Ein- gangsbereich Dimitroffstraße. 6 Fahrradbügel sind dort bereits vorhan- den. Sie werden, wenn möglich erhalten und bei Beschädigung während der Baumaßnahme durch neue ersetzt. Insgesamt stehen demnach 64 Fahrradbügel, d.h. 128 Fahrrad-Stellplätze zur Verfügung. An der Ostseite des neuen Parkhauses sind 12 Bügel platziert, nutzbar für Bauteil A. An der Westseite des Bauteils L (Anbau südlich Landge- richt) sind 11 Bügel geplant. Diese Stellplätze sind auch für die Nutzer am Landgericht gut erreichbar. Im nördlichen Hof 4 (Bauteil B und C) sind 8 Bügel angeordnet und ent- lang der Fassade von Bauteil A werden 12 Bügel eingebaut. Die übrigen 4 Fahrradbügel können in einem Fahrradabstellraum zwi- schen Bauteil D und E untergebracht werden.

Entsprechend der Richtzahltabelle nach Nr. 49 VwVSächsBO sind 35 Fahrradbügel mit beidseitiger Stellung ausreichend. In Abstimmung mit dem Nutzer wurde in der EW-Bau die maximal mög- liche Anzahl von 58 Stück gemäß Bestand eingeplant, da diese Menge in ständiger Benutzung ist. In der Gesamtbetrachtung ist der Innenhof 4 einschließlich des Haupteingangsbereiches Dimitroffstraße für Fahr- radnutzer attraktiv gestaltet.

Aufenthaltsqualität

Im infrastrukturell sehr belebten Innenhof 4 sind an zwei Standorten (an BT A und südl. vom Landgericht) Aufenthaltsmöglichkeiten in Form von Sitzgelegenheiten für kurze Pausen geplant. Als verkehrsberuhigte Pau- senräume mit hoher Aufenthaltsqualität und nur gelegentlichem Fahr- verkehr sind die Innenhöfe 6 und 7 geplant. Der begrünte Innenhof im 2. OG auf dem neuen Parkhaus (Bauteil E) ist eine grüne Oase für die Mitarbeiter, denn qualitativ hochwertig gestaltete

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Grünflächen und zwei Holzterrassen mit Sitzmöglichkeiten bieten hier Raum zur Erholung.

Entsiegelung

Grundsätzlich bleiben die befestigten Flächen aus funktionalen Gründen wie im Bestand erhalten. Eine klassische Entsiegelung ist nicht möglich. In den Innenhöfen 6 und 7 ist im Vergleich zum Bestand ein höherer Grünanteil geplant. Angesichts des hohen Versiegelungsgrades im Hof 4 sind diese Grünbereiche flächenmäßig vernachlässigbar.

Einen großen Stellenwert nimmt der begrünte Innenhof im 2. OG des Parkhauses (BT E) ein. Gründächer stellen eine Art von Entsiegelung dar, da sie sich im Gegensatz zu befestigten Flächen nicht so aufheizen. Außerdem können sie durch ihre Speicherwirkung beachtliche Nieder- schlagsmengen zurückhalten, die dann langsam verdunsten oder ge- drosselt abgeleitet werden.

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