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K
AMPFMITTELVORERKUNDUNG
Neviges am 15.07.1945 (Flugnummer: 3G-MEW-S088-, #5156)
„VELBERT, SCHLOSSTEICH SCHLOSS HARDENBERG“
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A
USWERTUNGSPROTOKOLL
Kampfmittelrisikoprüfung durch kombinierte Luftbild- und Aktenauswertung
Stufe 1: Historische Recherche und Auswertung
Auftraggeber: Stadt Velbert Projekt: Velbert, Schlossteich Schloss Hardenberg Datum des Auftrages: 23.03.2026 Abgabedatum: 25.06.2026
- Gutachter: Robin Reusch, M. Sc.
- Gutachterin: Birgit Hanika, M. Sc. Historische Recherche: Patrick Münzinger, M. Sc. Unser Zeichen: 260316405 Auftrags-Nr.: A-26-01177
Dieses Gutachten bleibt unbeschadet des Nutzungsrechtes des Auftraggebers geistiges Eigentum der LUFTBILDDATENBANK DR. CARLS GMBH. Die projektbezogene Weitergabe darf ausschließlich als Gesamtwerk in unveränderter Form erfolgen. Eine Veröffentlichung (z.B. online) bedarf der Rücksprache mit der LUFTBILDDATENBANK DR. CARLS GMBH.
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Inhaltsverzeichnis
-
ZUSAMMENFASSUNG ................................................................................................ 3
-
AUFGABENSTELLUNG ................................................................................................ 3
-
AUSWERTUNGSGRUNDLAGEN ..................................................................................... 4
3.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen............................................................ 4
3.2 Luftaufnahmen ................................................................................................. 4
3.3 Digitales Geländemodell ................................................................................... 5
3.4 Bewertung der Auswertungsgrundlagen ............................................................... 5
- ERGEBNISSE DER AUSWERTUNG ................................................................................... 6
4.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen............................................................ 6
4.2 Luftaufnahmen und DGM .................................................................................. 8
-
FAZIT ................................................................................................................... 9
-
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS ........................................................................ 10
6.1 Quellen ......................................................................................................... 10
6.2 Literatur ......................................................................................................... 12
6.3 Internetdokumente .......................................................................................... 12
ANHANG I: METHODIK DER KAMPFMITTELVORERKUNDUNG ....................................................... 13
ANHANG II: ANGRIFFSLISTE .............................................................................................. 16
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- ZUSAMMENFASSUNG
Das vorliegende Gutachten zum Projekt „Velbert, Schlossteich Schloss Hardenberg“ wurde im Rahmen der historischen Kampfmittelvorerkundung erstellt. Es liefert Erkenntnisse über eine mögliche Belastung mit Kampfmitteln. Die Auswertung stützt sich auf 25 Luftaufnahmen von Februar 1944 bis November 1948, ein digitales Geländemodell sowie schriftliche Quellen und führt zu folgendem Ergebnis:
Für das Projekt „Velbert, Schlossteich Schloss Hardenberg“ konnte eine potentielle Kampfmittelbelastung ermittelt werden.
Im gesamten Projektgebiet besteht das Risiko auf Brandbombenblindgänger zu stoßen.
Gemäß Baufachlicher Richtlinien Kampfmittelräumung besteht weiterer Erkundungsbedarf (KATEGORIE 2).1 Zur Klärung der weiteren Vorgehensweise empfehlen wir die Konsultation der örtlich zuständigen Ordnungsbehörde, des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Nordrhein- Westfalen oder eines Fachplaners für Kampfmittelräumung.
- AUFGABENSTELLUNG
Gegenstand der Luftbild- und Aktenauswertung ist ein 5.400 m2 großes Areal am Schloss Hardenberg in Neviges, einem Ortsteil der Stadt Velbert im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen (vgl. Abb. 1).
Abb. 1: Lage des Projektgebietes (hellblau markiert) mit hinterlegtem aktuellem Luftbild (© Geobasis NRW).
1 BIMA & BMVG 2024, BFR KMR, S. 42, Web [1].
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Zur Prüfung der potentiellen Kampfmittelbelastung werden Unterlagen zum Zweiten Weltkrieg systematisch auf folgende Verursachungsszenarien untersucht: Luftangriffe, Bodenkämpfe, Munitionsvernichtung, militärischer Regelbetrieb, Munitionsproduktion und -lagerung.2 Dazu zählen unter anderem Blindgängerverdachtspunkte, Bombentrichter, bombardierte Flächen, Gebäude- schäden, Spuren von Bodenkämpfen, militärisch genutzte Areale oder potentielle Entsorgungs- bereiche.
- AUSWERTUNGSGRUNDLAGEN
3.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen
Für die Ermittlung historischer Daten der für die Kampfmittelvorerkundung wesentlichen Kriegsereignisse greift die Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH auf umfangreiche Bestände an Text- und Bilddokumenten verschiedener nationaler und internationaler Archive sowie eine eigene, ständig aktualisierte Bibliothek mit über 8.000 Titeln zurück. Neben der Auswertung einschlägiger Literatur ermöglicht eine interne datenbanktechnische Aufarbeitung von Archivalien einen umfassenden und schnellen Zugriff auf aussagekräftige Quellen; sie dient als Ausgangspunkt für weitere Nachforschungen in Internetdokumenten, Fachdatenbanken, Katalogen, Archiven und Sammlungen. Zur weiteren Erfassung kampfmittelrelevanter Informationen werden historische Vereine, lokale Experten und eventuelle Zeitzeugen kontaktiert.
Die Bestände nachfolgender Archive werden standardmäßig durchsucht:
• U.S. National Archives and Records Administration (NARA, College Park MD, US- amerikanisches Nationalarchiv) • U.S. Air Force Historical Research Agency (AFHRA, Maxwell AL, Archiv der US- amerikanischen Luftstreitkräfte) • The National Archives (TNA, Kew, britisches Nationalarchiv) • Ike Skelton Combined Arms Research Library (CARL, Fort Leavenworth KS, Bibliothek der US-amerikanischen Streitkräfte) • Bundesarchiv der BRD (BArch)
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse, ergänzt durch Staats- und Landesarchive sowie regionale Quellen, werden in Kapitel 4 detailliert beschrieben. Die entsprechenden Quellennachweise finden sich in Kapitel 6.
3.2 Luftaufnahmen
Die Recherche der historischen Bildflüge erfolgte in den britischen Archivbeständen des Joint Air Reconnaissance Intelligence Centre (JARIC) und der Allied Central Interpretation Unit (ACIU), der NARA, dem BArch, der kanadischen National Air Photo Library Ottawa (NAPL), den niederländischen Luftbildsammlungen Kadaster und Wageningen sowie dem firmeneigenen Bestand der Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH (LBDB).
Für das Projekt „Velbert, Schlossteich Schloss Hardenberg“ wurden die in Tabelle 1 aufgelisteten Luftbildserien ausgewertet. Die Aufnahmen liegen als digitale Scans in einer Auflösung von 1.200 dpi
2 BIMA & BMVG 2024, BFR KMR, S. 141-172, Web [1].
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vor, um alle Bilddetails erfassen zu können.3 Die Bildpaare können zu stereoskopischen Auswertungszwecken verwendet werden.
Tab. 1: Liste der verwendeten Luftbilder
| Maßstab | ||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. Nr. | Flug-Nr. | Flugdatum | Bild-Nr. | Menge | Bildpaare | |||||||||||||||
| [ca. 1 : X] | ||||||||||||||||||||
| 1 | 7-AA-753 | 25.02.1944 | 68.000 | 1017 | 1 | - | ||||||||||||||
| 2 | J-738 | 28.03.1944 | 13.000 | 4067 | 1 | - | ||||||||||||||
| 3 | 7-1424 | 11.05.1944 | 56.000 | 7023-7024 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 4 | 400-1239 | 06.10.1944 | 18.000 | 3005-3006 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 5 | 400-1258 | 06.10.1944 | 17.000 | 4116 | 1 | - | ||||||||||||||
| 6 | 16-1543 | 26.12.1944 | 27.000 | 3030-3031 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 7 | 33-2508 | 09.03.1945 | 7.500 | 1138-1139 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 8 | 33-2489 | 15.03.1945 | 10.000 | 1152-1153 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 9 | 7-054B | 18.03.1945 | 12.000 | 3015-3016 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 10 | 33-2509 | 19.03.1945 | 10.000 | 2130 | 1 | - | ||||||||||||||
| 11 | 33-2702 | 07.04.1945 | 10.000 | 2113-2114 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 12 | 3G-MEW-S088- | 15.07.1945 | 30.000 | 5156-5157 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 13 | 3G-MEW-S152-1 | 22.07.1945 | 40.000 | 6041 | 1 | - | ||||||||||||||
| 14 | 3G-TUD-S507- | 03.09.1945 | 40.000 | 5018-5019 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| 15 | 2-3999 | 25.11.1948 | 10.000 | 3127-3128 | 2 | 1 | ||||||||||||||
| Summe: | 25 | 10 |
3.3 Digitales Geländemodell
Ergänzend zu den schriftlichen Quellen und Luftbildern wurde für die bewaldeten Bereiche des Auswertungsgebietes ein digitales Geländemodell ausgewertet (DGM 1; Quelle: GEOBASIS NRW), das aus aktuellen flugzeuggestützten Laserscanning-Daten erzeugt wurde.
Erfahrungsgemäß bleibt die Geländebeschaffenheit eines Waldes bei geringem Einfluss durch den Menschen über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert. Unter der Voraussetzung, dass der zu untersuchende Waldbereich seit dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochen besteht, können anhand eines DGMs Hohlformen wie zum Beispiel Bombentrichter beziehungsweise Vollformen wie Bunkeranlagen noch heute nachgewiesen werden.
3.4 Bewertung der Auswertungsgrundlagen
Für Neviges stehen Akten aus der AFHRA, dem BArch, dem LA NRW, der NARA und den TNA, regionale und überregionale Fachliteratur sowie online recherchierte Informationen zur Verfügung.
Es liegen 14 Luftbildserien von Februar 1944 bis September 1945 vor, sechs davon im Detailmaßstab. Einige der Luftangriffe werden nicht (zeitnah) durch Luftbilder erfasst. Hieraus resultierende potentielle Erkenntnislücken können durch die Informationen aus den schriftlichen Unterlagen relativiert werden (vgl. Kap. 4.1). Die Situation nach der Einnahme wird ab dem 15.07.1945 durch drei Befliegungen dokumentiert. Dies wird ergänzt durch einen Detailbildflug aus 1948.
3 BIMA & BMVG 2024, BFR KMR, S. 190, Web [1].
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Das DGM ermöglicht im bewaldeten Teil des Auswertungsgebietes die Überprüfung der heutigen Bodenoberfläche.
Diese Grundlagen liefern detaillierte Informationen zum Luft- und Bodenkrieg in der Gegend, somit kann eine belastbare Risikobewertung erfolgen.
- ERGEBNISSE DER AUSWERTUNG
4.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen
Die Analyse der Unterlagen führte zu dem Ergebnis, dass Neviges im Zweiten Weltkrieg zwischen Juni 1940 und April 1945 insgesamt 37-mal von strategischen und gegen Kriegsende auch taktischen4 alliierten Luftangriffen betroffen war. Diese wurden, soweit bekannt, von Einheiten der britischen Royal Air Force sowie der Ninth Air Force der United States Army Air Forces durchgeführt und richteten sich vorrangig gegen Neviges selbst (350 m südlich des Projektgebietes) sowie Züge auf der Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr (verläuft westlich am Projektgebiet entlang). Zum Einsatz kamen dabei Spreng-, Brand- und Splitterbomben sowie Bordwaffen. Die Bewertung der Tieffliegerangriffe mit Bordwaffen sowie der Bombenabwürfe zwischen Juni 1940 und November 1943 erfolgt hauptsächlich auf Basis der schriftlichen Informationen.
- Bordwaffenattacken: o Aus dem Bordwaffenbeschuss, der durch das US-Flugzeugmuster P-47 erfolgte, welches nicht mit Bordkanonen für Explosivmunition ausgerüstet war,5 ist keine Gefährdung abzuleiten. o Abweichend hiervon wurden bei einem der Tieffliegerangriffe P-38 Jagdbomber eingesetzt, die über Bordkanonen für Explosivmunition verfügten. Für eine weitere Attacke ist der Flugzeugtyp nicht dokumentiert. Beide richteten sich gegen unbekannte Ziele in Neviges und Fahrzeuge in der Umgebung.6 Die flächenhafte Ausweisung eines hieraus resultierenden Kampfmittelverdachts für die gesamte Region Neviges, von dem auch das Projektareal betroffen wäre, ist aufgrund dieser kleinräumigen Ereignisse nicht verhältnismäßig.
- Bombardierungen zwischen Juni 1940 und November 1943: o Bei den ersten zwölf Luftangriffen wurden geringe Mengen an Spreng- und/oder Brandbomben auf Neviges abgeworfen bzw. sind einige der Abwürfe konkret verortet. Die nächstgelegenen Schäden sind dabei an der Elberfelder Straße (350 m südlich) dokumentiert.7 o Für das Projektgebiet interessant ist vor allem der Luftangriff vom 05.11.1943.8 Hierbei wurden im Bereich Velbert/Neviges „mindestens 289 Sprengbomben und ca. 4.000 [Kaliber 100 lb9] Brandbomben“10 abgeworfen, wovon der Großteil der Bomben nördlich und nordöstlich von Neviges fiel. Auf einer Karte sind einzelne Sprengbombeneinschläge sowie flächenhaft das Abwurfgebiet der Brandbomben eingezeichnet. Das Projektgebiet befindet sich dabei im Randbereich eines
4 Luftangriffe taktischer Einheiten wurden in einem Radius von 2 km um das Projektgebiet recherchiert. 5 GUNSTON 1989, S. 254f. 6 Vgl. ANHANG II, Lfd. Nr. 26 & 30. 7 Vgl. ANHANG II, Lfd. Nr. 1-12. 8 Vgl. ANHANG II, Lfd. Nr. 13. 9 Gewichtsangabe: Pfund. 10 LOHBECK 2018, S. 180.
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Brandbombenabwurfgebietes (vgl. Abb. 2).11 Da sich die Sprengbombeneinschläge mit den Luftbildern nachweisen lassen (vgl. Kap. 4.2), ist es nahe liegend, dass das Projektareal von diesem Luftangriff betroffen war. Weitere Details finden sich in Kapitel 4.2.
Abb. 2: Die ungefähre Lage des Projektgebietes in der Abwurfkarte zur Attacke vom 05.11.1943 (Quelle: verändert nach LOHBECK 2018, S. 180). Sprengbombeneinschläge sind als Punkte eingezeichnet, Brandbombenabwurfgebiete sind gelb markiert.
Darüber hinaus wurde bei einem der Angriffe im März oder April 1945 ein Munitionslager (1,2 km südwestlich) bei Tönisheide mit Bordwaffen beschossen, woraufhin ein Teil der gelagerten Munition explodierte und verstreut wurde.12 Aufgrund der Distanz ist hieraus keine potentielle Kampfmittelbelastung für das Projektareal abzuleiten. Eine Angriffsliste zur Region ist ANHANG II zu entnehmen.
Am Abend des 15.04.1945 rückten amerikanische Bodentruppen aus östlicher Richtung auf Neviges vor, dabei lagen diese unter deutschem Beschuss der Batterien rund um Tönisheide (1 km westlich). Infolgedessen wurde das Stadtzentrum (etwa 500 m südlich) von Neviges in der Nacht auf den 16.04.1945 unter massives alliiertes Artilleriefeuer genommen, wodurch es zu zahlreichen Gebäudeschäden kam.13 Aufgrund der Distanz ist hieraus für das Projektgebiet kein Kampfmittelverdacht abzuleiten. Die Einnahme des Ortes konnte am 16.04.1945 ohne weitere dokumentierte Kampfhandlungen durch Einheiten der 8th US Armored Division abgeschlossen
11 Ebd., S. 180. 12 LOHBECK 2018, S. 190. 13 RUSINEK 2009, S. 421, 427; SCHOTTEN 2009, S. 430; SPETHMANN 1950, S. 40.
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werden.14 Es liegen keine Hinweise vor, dass das Projektgebiet von dem Beschuss betroffen war (vgl. Kap. 4.2).
4.2 Luftaufnahmen und DGM
Die Lage des Projektgebietes (vgl. Abb. 1-3, hellblaue Markierung) wurde näherungsweise auf die historischen Luftbilder übertragen und mit einem Sicherheitspuffer von 50 m versehen (vgl. Abb. 3, dunkelblaue Markierung).
Abb. 3: Bombentrichter nördlich und westlich des Projektgebietes im Luftbild vom 28.03.1944 (Flug-Nr. J-738, #4067).
Aus der visuellen Interpretation der in Tabelle 1 aufgeführten Luftaufnahmen sowie des DGMs lassen sich folgende Aussagen ableiten:
-
Das Schloss Hardenberg und der Schlossteich sowie die Bernsaustraße und die Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr existierten bereits zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zwischenzeitlich hat man im Auswertungsgebiet den Schlossteich verkleinert, die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut und im Norden eine Kläranlage errichtet (vgl. Abb. 1 & 3).
-
Die Bodensicht wird überwiegend durch Gebäude oder dichte Vegetation beeinträchtigt oder durch die Wasserfläche verhindert. (vgl. Abb. 3). Aufgrund der unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkte der Luftbildserien (vgl. Tab. 1) können durch Schattenfall bedingte mögliche Erkenntnislücken minimiert werden. Ergänzend erfolgte für die dicht bewachsenen Areale die Auswertung eines DGMs (vgl. Kap. 3.3).
14 8th INF. DIV.: AAR, 16.04.1945, NARA [1]; RUSINEK 2009, S. 427; SCHOTTEN 2009, S. 429; BERGISCHER GESCHICHTS- VEREIN o. J.: Neviges (bis 1975), Web [2].
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-
Mit den ersten verfügbaren Detailluftbildern vom 28.03.1944 (Flug-Nr. J-738), die das Projektgebiet nach dem Bombardement im November 1943 erfassen, lassen sich 120 m nördlich sowie 200 m (nord-)westlich des Projektgebietes mehrere Bombentrichter identifizieren (vgl. Abb. 3). Aufgrund des zeitlichen Abstandes, der kleinen Objektgröße der Brandbomben und der eingeschränkten Bodensicht, sind Brandbombeneinschläge im Auswertungsgebiet nicht nachzuweisen. Aufgrund der luftsichtigen Befunde im Umfeld und der schriftlichen Dokumentation der Brandbombenabwurffelder besteht das Risiko, dass auch das Projektgebiet von dem Angriff betroffen war. Blindgegangene Sprengbomben im Projektgebiet erscheinen aufgrund der Distanz von mehr als 100 m zu den luftsichtig und schriftlich dokumentierten Sprengbombeneinschlägen unwahrscheinlich, allerdings muss von einer potentiellen Belastung durch blindgegangene Brandbomben ausgegangen werden.
-
Weder den ausgewerteten Luftbildserien noch dem DGM sind Hinweise auf weitere Bombenabwürfe im Auswertungsgebiet zu entnehmen.
-
Mit den Befliegungen nach der Einnahme ab dem 15.07.1945 lassen sich mindestens 600 m südlich des Projektareals einzelne Gebäudeschäden im Zentrum von Neviges lokalisieren, die den Beschuss im Zuge der Einnahme bestätigen (vgl. Kap. 4.1).
-
FAZIT
Für das Projekt „Velbert, Schlossteich Schloss Hardenberg“ konnte nach Auswertung der vorliegenden Luftbildserien und Unterlagen eine potentielle Kampfmittelbelastung ermittelt werden.
Im gesamten Projektgebiet besteht das Risiko auf Brandbombenblindgänger zu stoßen (Verursachungsszenario Luftangriffe).
Gemäß Baufachlicher Richtlinien Kampfmittelräumung besteht weiterer Erkundungsbedarf (KATEGORIE 2).15 Zur Klärung der weiteren Vorgehensweise empfehlen wir die Konsultation der örtlich zuständigen Ordnungsbehörde, des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Nordrhein- Westfalen oder eines Fachplaners für Kampfmittelräumung.
(R. Reusch) (B. Hanika) (P. Münzinger) M. Sc. M. Sc. M. Sc.
- Gutachter 2. Gutachterin Historische Recherche
15 BIMA & BMVG 2024, BFR KMR, S. 42, Web [1].
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- QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
6.1 Quellen
Air Force Historical Research Agency (AFHRA), Maxwell Air Force Base, AL
[1] VIII BOMBER COMMAND: Bomber Command Narrative of Operations, 121st Operation – 5 November 1943. AFHRA Roll A5943.
[2] VIII BOMBER COMMAND: Digest of Field Orders, 121st Operation, 05.11.1943. AFHRA Roll A5943.
[3] EIGHTH AIR FORCE: Interpretation Report SA. 647. Attack on the Gelsenkirchen area on 5.11.43, 06.11.1943. AFHRA Roll A5943.
[4] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 47 Part IV for period 1600 hours to sunset 16 Feb. 1945, 16.02.1945. AFHRA Roll B5955, frame 19-21.
[5] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: A-2 Periodic Report No. 161, from sunrise 13 March 1945 to sunrise 14 March 1945, 14.03.1945. AFHRA Roll B5957, frame 720.
[6] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 72 Part IV for period 1600 hours to sunset 13 March 1945, 13.03.1945. AFHRA Roll B5957, frame 863.
[7] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 74 Part IV for period 1600 hours to sunset 14 March 1945, 14.03.1945. AFHRA Roll B5957, frame 1250.
[8] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 81 second Part of Part IV for period 1600 to sunset 22 March 1945, 22.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 830.
[9] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 82 Part IV for period 1600 hrs to sunset 23 March 1945, 23.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 1072.
[10] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 83 Part III for period 1100 hours to 1600 hours 24 March 1945, 24.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 1344.
[11] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 83 Part IV for period 1600 hours to sunset 24 March 1945, 24.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 1346.
[12] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 84 Part IV for period sunrise to 1100 hours 25 March 1945, 25.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 1540.
[13] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 85 Part III for period 1600 hours to sunset 26 March 1945, 26.03.1945. AFHRA Roll B5958, frame 1931.
[14] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 87 Part III for period 1100 hrs to 1600 hrs 28 March 1945, 28.03.1945. AFHRA Roll B5959, frame 304.
[15] IX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum No. 303 for period from 1600 hours to sunset, 7 April 1945 Part IV, Installment 2, 07.04.1945. AFHRA Roll B5960, frame 210.
[16] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: A-2 Periodic Report No. 191 from sunrise 12 April 1945 to sunrise 13 April 1945, 13.04.1945. AFHRA Roll B5960, frame 1098.
[17] XXIX TACTICAL AIR COMMAND: Opsum 102 Part III for period 1100 hours to 1600 hours 12 April 1945, 12.04.1945. AFHRA Roll B5960, frame 1115.
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Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg bzw. Berlin (BArch)
[1] GAULEITUNG DÜSSELDORF: Feindliche Fliegertätigkeit in der Nacht vom 13. zum 14.8.1941, FS Nr. 410/41. BArch NS 1/576.
[2] GAULEITUNG DÜSSELDORF: Nachmeldung über feindliche Fliegertätigkeit in der Nacht vom 16. zum 17.8.1941, FS Nr. 423/41. BArch NS 1/576.
[3] GAULEITUNG DÜSSELDORF: Fliegerbericht, FS Nr. 581/41. BArch NS 1/579.
[4] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und Holland, Lagemeldung Nr. 516, 26.03.1942. BArch R 58/3580.
[5] GAULEITUNG DÜSSELDORF: Feindliche Fliegertätigkeit i.d. Nacht v. 12. zum 13.4.42, FS Nr. 186/42. BArch NS 1/584.
[6] GAULEITUNG DÜSSELDORF: Bericht über feindliche Fliegertätigkeit in der Nacht vom 14. zum 15. April 1942, FS Nr. 188/42. BArch NS 1/584.
[7] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und Holland, Lagemeldung Nr. 532, 16.04.1942. BArch R 58/3580.
[8] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 803, 21.05.1943. BArch R 58/3581.
[9] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1326, 02.01.1945. BArch R 3102/6110.
[10] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1326, 02.01.1945. BArch R 3102/6110.
[11] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1314, 17.12.1944. BArch R 3102/6110.
[12] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1334, 11.01.1945. BArch R 3102/6110.
[13] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1380, 26.02.1945. BArch R 3102/6110.
[14] DER CHEF DER ORDNUNGSPOLIZEI: Luftangriffe auf das Reichsgebiet und besetzte Gebiete, Lagemeldung Nr. 1421, 10.04.1945. BArch R 3102/6110.
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen (LA NRW), Münster
[1] DER HÖHERER SS- UND POLIZEIFÜHRER (WEHRKREIS VI): Lagemeldung, 24.06.1940. LA NRW K 001 Oberpräsidium Münster.
National Archives Records Administration (NARA), College Park MD
[1] 8th INFANTRY DIVISION: After Action Report, April 1945. NARA RG 407 Entry 427 Box 6233.
The National Archives (TNA), London, Kew
[1] SECOND TACTICAL AIR FORCE: Daily Log, Nov-Dec 1944. TNA AIR 37/716.
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6.2 Literatur
GUNSTON, B. (1989): Jane's Fighting Aircraft of World War II. – New York.
KRÜGER, N.: Die ersten Bombenabwürfe. In: BERGISCHER GESCHICHTSVEREIN - ABTEILUNG WUPPERTAL E.V. - (Hrsg., 1993): Bomben auf Wuppertal. Vor fünfzig Jahren. Die Bombenangriffe auf Wup- pertal am 30. Mai und 25. Juni 1943; Aufsätze und Zeitzeugenberichte. (= Beiträge zur Ge- schichte und Heimatkunde des Wuppertals, 36). – Wuppertal. S. 37–39.
LOHBECK, J. (2018): Velbert, Langenberg und Neviges im Luftkrieg 1939-1945. Luftschutz, Luftge- wehr, Flugzeugabstürze, Opfer, Schicksale, Zerstörungen. – Velbert.
MEHNER, K. (1984): 1. Januar 1945 - 9. Mai 1945. (= Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, 12). – Osnabrück.
MEHNER, K. (1992): 1. März 1941 - 31. Oktober 1941. (= Die geheimen Tagesberichte der Deut- schen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, 3). – Osnabrück.
MIDDLEBROOK, M.; EVERITT, C. (1990): The Bomber Command War Diaries. An operational refe- rence book, 1939-1945. – London, New York.
RUSINEK, B.-A.: Langenberg, Neviges und Velbert im Zweiten Weltkrieg (1939-1945). In: DEGEN, H. (Hrsg., 2009): Velbert. Geschichte dreier Städte. – Köln. S. 399–427.
SCHOTTEN, C.: Zwischen Kriegsende, Wirtschaftswunder und kommunaler Gebietsreform: Die Jahre 1945-1974. In: DEGEN, H. (Hrsg., 2009): Velbert. Geschichte dreier Städte. – Köln. S. 429–481.
SPETHMANN, H. (1950): Die Eroberung des Ruhrgebietes im Frühjahr 1945. (= Beiträge zur Ge- schichte von Stadt und Stift Essen, 65). – Essen.
6.3 Internetdokumente
[1] BUNDESANSTALT FÜR IMMOBILIENAUFGABEN [BIMA] & BUNDESMINISTERIUM DER VERTEIDIGUNG [BMVG] (Hrsg., 2024): Baufachliche Richtlinien Kampfmittelräumung (BFR KMR) – Arbeitshilfen zur Planung und Durchführung der Erkundung sowie der Räumung von Kampfmitteln auf Liegenschaften des Bundes. – Berlin & Bonn. Online abrufbar unter: https://www.bfr-kmr.de/index.html, [Letzter Zugriff: 22.06.2026].
[2] BERGISCHER GESCHICHTSVEREIN (Hrsg., o. J.): Neviges (bis 1975). Online abrufbar unter: https://www.bgv-velbert-hardenberg.de/index.cfm/bereich/stadtgeschichte/seite/nevi- ges-bis-1975/, [Letzter Zugriff: 22.06.2026].
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ANHANG I: METHODIK DER KAMPFMITTELVORERKUNDUNG
Ziel der Kampfmittelvorerkundung
Die vorliegende Kampfmittelvorerkundung hat die Erfassung und Lokalisierung von dokumentierten Kriegsschäden und Belastungen des Untergrundes infolge von Kriegsereignissen des Zweiten Weltkriegs zum Ziel.
Ursachen der potentiellen Kampfmittelbelastung
Die Ursachen für mögliche Belastungen des Untergrundes mit Kampfmitteln lassen sich in erster Linie auf Angriffe der alliierten strategischen und taktischen Bomberverbände zurückführen. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials, das auch heute noch besonders von Sprengbombenblindgängern ausgeht, ist in den von diesem Bombentyp betroffenen Bereichen von einem hohen potentiellen Kampfmittelrisiko auszugehen. Im Gegensatz dazu ist die Gefährdung, die durch Blindgänger von Brandbomben verursacht wird, als wesentlich geringer einzuschätzen.
Aus der Fachliteratur geht hervor, dass ca. 10-15 % aller im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Sprengbomben nicht zur Detonation gelangten. In einem nachweislich bombardierten Gebiet muss deshalb immer mit Blindgängern gerechnet werden, auch wenn sie luftsichtig nicht (mehr) zu erkennen sind. Die bei der Luftbildauswertung ermittelten Bombardierungseinwirkungen (Blindgängerverdachtspunkte, Bombentrichter, zerstörte Bausubstanz, bombardierte Flächen) werden in der Regel, abweichend von der intensitätsbasierten Methode der Baufachlichen Richtlinien, um 50 m gepuffert, um eine erhöhte Sicherheit der Befunde gewähren zu können. In dieser Kampfmittelverdachtsfläche Bombardierung muss mit Blindgängern gerechnet werden, die in das Erdreich eingedrungen sein können. Der Puffer kann in begründeten Fällen, z.B. aufgrund einer großen Streuung der Bombardierung, erweitert werden. Bei Brandbomben, insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten, ist zu berücksichtigen, dass diese auflösungsbedingt oder infolge eingeschränkter Bodensicht anhand der Luftbilder nicht immer nachgewiesen werden können.
Neben den Auswirkungen der Luftangriffe müssen im Rahmen einer räumlich differenzierten Beurteilung der möglichen Kampfmittelbelastung auch kampfmittelrelevante Flächennutzungen berücksichtigt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Teilflächen, auf denen mit Munition bzw. konventionellen Sprengstoffen jedweder Art umgegangen wurde oder umgegangen worden sein könnte. Aus diesem Grund werden bei der Erfassung der potentiellen Kampfmittelbelastung auch militärisch genutzte Areale (Flakstellungen, Kasernen, Übungsgelände, etc.) und potentielle Entsorgungsbereiche (z.B. Hohlformen, geschobene Flächen, Bombentrichter) sowie Bodenkämpfe berücksichtigt. Generell ist zu berücksichtigen, dass Brücken im Vorfeld der Einnahme häufig zur Sprengung vorbereitet und an den Widerlagern Sprengmittel angebracht, jedoch nicht gezündet wurden. Bei gesprengten Brücken besteht die Möglichkeit, auf versprengte und nicht detonierte Explosivstoffe zu stoßen.
Arbeitsgrundlagen und deren Beschaffung
Luftbilder
Für die multitemporale Luftbildauswertung werden, soweit verfügbar, mehrere Luftbildserien aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges als hochaufgelöste Scans (1.200 dpi) beschafft.
Dem Erwerb der Luftbilder geht eine EDV-gestützte Luftbildrecherche voraus. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Bestand der nationalen und internationalen Luftbildarchive
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(englische Archive JARIC, ACIU, MAPRW, amerikanisches Archiv NARA, Archiv Kanada, Archiv Holland, Bundesarchiv Koblenz und firmeneigener Bestand der Luftbilddatenbank).
Auf Basis der Recherche wird eine Bildauswahl getroffen, die eine möglichst gute zeitliche Abdeckung (multitemporal) des gesamten Kriegszeitraums gewährleisten soll. Hierdurch können Schäden an Gebäuden sowie Veränderungen der Bodenoberfläche dokumentiert werden, welche einen Hinweis auf Bombardierungen liefern. Bombardierungsschäden wurden nach einem Luftangriff teilweise sehr rasch behoben. Je länger die Zeitspanne zwischen einem Angriff und verfügbaren Luftaufnahmen ist, umso schwieriger sind Bombardierungsschäden nachzuweisen. In manchen Fällen wurden Schäden annähernd spurenlos beseitigt. Neben einer möglichst zeitlich differenzierten Abdeckung wird die Beschaffung von Bildflügen kurz nach dokumentierten Bombardierungen angestrebt. Erkenntnislücken können aus nicht verfügbaren Luftbildserien bzw. nicht beflogenen Zeiträumen resultieren. Um die letzten Kriegseinwirkungen durch Bodenkämpfe innerhalb eines Untersuchungsgebietes erfassen und den Endbombardierungszustand feststellen zu können, werden – soweit verfügbar – frühestmögliche Bildflüge aus der Nachkriegszeit beschafft.
Quellen und Literatur
Zusätzlich zur Luftbildauswertung wird eine gezielte Recherche und Auswertung von historischen Quellen/Archivalien, der firmeneigenen Bibliothek sowie eine Webrecherche zu den Luft- und Bodenkriegsereignissen in der Region durchgeführt. Zusätzlich wird der telefonische Kontakt mit der Gemeinde, Archiven und Zeitzeugen gesucht.
Die historischen Akten des US-Nationalarchives (NARA), des britischen Nationalarchives (TNA), der Air Force Historical Research Agency (AFHRA) und dem Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (CAMO) geben Informationen zu im Zweiten Weltkrieg durchgeführten Aufklärungsflügen sowie zu strategischen und taktischen Luftangriffen bzw. Bodenkriegsereignissen wieder. Die Resultate werden durch Auswertung entsprechender deutscher Unterlagen aus dem Bundesarchiv (BArch) und weiteren Archiven auf Landes- und Kommunalebene ergänzt. Zum Teil wurden die Akteneinträge verortet und können über ein geographisches Informationssystem abgefragt werden. In Kombination mit den ermittelten Luftbildbefunden entsteht so ein schlüssiges Gesamtbild der Kriegsgeschehnisse im Bereich des Untersuchungsareals.
Vorgehensweise
Die visuelle Interpretation der Kriegsluftbilder erfolgt unter Verwendung verschiedener geographischer Informationssysteme (Abk. GIS). Mit Hilfe von Bildpaaren kann eine stereoskopische Auswertung durchgeführt werden, wodurch Bildfehler aufgedeckt und Bombardierungsschäden infolge des räumlichen Eindrucks gut identifiziert werden können. Im Vorfeld wird eine digitale Aufbereitung der Luftbilder mittels Adobe Photoshop durchgeführt.
Im Fokus der Luftbildauswertung stehen neben Blindgängerverdachtspunkten unter anderem Bombentrichter, beschädigte Gebäude, Flakstellungen, Flächen mit Hinweisen auf Artilleriebeschuss und Laufgräben. Das hierbei abgeleitete Schadenspotential soll Hinweise auf räumliche Schwerpunkte möglicher Belastungen mit Kampfmitteln geben. In manchen Fällen können bzgl. der potentiellen Kampfmittelbelastung lediglich Verdachtsflächen festgehalten werden. Anschließend werden die Befunde der Luftbildauswertung mit Hilfe des GIS digital in die Kartengrundlage übertragen.
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Die Ergebnisse der Luftbildauswertung werden mit den Ergebnissen der Akten- und Literaturaus- wertung abgeglichen. Daraus erfolgt eine Bewertung der potentiellen Kampfmittelbelastung für das Projektgebiet sowie eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen.
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ANHANG II: ANGRIFFSLISTE
Anmerkungen:
- Es wurde nicht für alle Angriffe die Bezünderung ermittelt.
- Das Auswertungsgebiet potentiell betreffende Kriegsereignisse sind blau markiert.
- Bei Luftangriffen zwischen 1939 und 1942 wird bei Fehlen weiterer Hinweise angenommen, dass es sich um Angriffe der RAF handelt. (*)
- Koordinatenangaben in den alliierten Akten weisen gewisse Ungenauigkeiten von teilweise mehreren Kilometern auf und stellen daher keine exakte Verortung der Ereignisse, sondern lediglich eine grobe räumliche Einordnung dar. Aus diesem Grund wurden diese Koordinatenangaben, unter Berücksichti- gung aller vorliegenden Informationen, sinngemäß interpretiert.
Abkürzungen:
| Bewaffnung: | |
|---|---|
| Angabe Beladung | "Anzahl" x "Gewicht" "Abwurfmittel" ("Zünder vorne" x "Zünder hinten") z.B.: 10 x 100 lb GP (NN x 1/100) oder „Bewaffnung“ z.B.: Bordwaffen |
Gewicht lb Gewichtsangabe Pfund
Abwurfmittel
| FRAG | Fragmentation Bomb, Splitterbomben |
|---|---|
| GP | General Purpose, Sprengbomben |
| IB | Incendiary Bombs, Brandbomben |
| SAP | Semi Armor Piercing, Panzerbrechende Sprengbomben |
| WP | White Phosphorus, Rauchbomben |
Modell M47 100 lb Brandbombe
Zünderangaben
| 1/X | Zeitverzögerung in Bruchteilen von Sekunden |
|---|---|
| Inst | Instant, sofortige Auslösung |
Einheiten
| 2 TAF | Second Tactical Air Force der Britischen Royal Air Force |
|---|---|
| RAF | britische Royal Air Force, vorwiegend strategische Bomber |
| US 8 AF | Eighth Air Force der United States Army Air Forces USAAF |
| US 9 AF | Ninth Air Force der United States Army Air Forces USAAF |
| IX TAC | IX Tactical Air Command der US 9 AF |
| XXIX TAC | XXIX Tactical Air Command der US 9 AF |
Flugzeuge
| B-17 | Schwerer Bomber B-17 Flying Fortress |
|---|---|
| P-38 | Jagdbomber P-38 Lightning, Bordwaffenmunition explosiv |
| P-47 | Jagdbomber P-47 Thunderbolt, Bordwaffenmunition nicht explosiv |
| P-51 | Jagdbomber P-51 Mustang, Bordwaffenmunition nicht explosiv |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| 1 | 2 4.06.1940 | RAF* | 1 | 5 x Spreng- bombe | Tönisheide, Neviges | „Der erste englische Luftangriff auf Tönisheide / Neviges erfolgte am 24. Juni 1940. Ein einzelner Flie- ger warf, ohne dass Alarm gege- ben worden wäre, fünf Spreng- bomben größeren Kalibers ab“ (LOHBECK 2018, S. 172) „4 nahe Gehöft Oberstraß, 1 da- von in Jauchegrube, 1 nahe Wirt- schaft Peibst“ (LOHBECK 2018, S. 173) „In Neviges-Tönisheide (LS-Ort Wuppertal) 5 Sprengbomben. Mehrere Häuser leicht beschädigt. Strassenbahnoberleitung zerissen.“ (LA NRW [1]) | LOHBECK 2018; LA NRW [1] |
| 2 | 2 3.11.1940 | RAF* | - | 5 x Bombe | Neviges | „4 in Tannenwald hinter ev. Fried- hof, davon 2 Blindgänger, 1 in Garten Donnenberger Straße 8, Bindgänger“ | LOHBECK 2018, S. 173 |
| 3 | 0 7.08.1941 | RAF* | - | 4 x Spreng- bombe | Neviges | „in der nacht vom 7. zum 8.12.1941 gingen im ortsteil nevi- ges weitere 4 sprengbomben nie- der, die keinen schaden anrichte- ten.“ | BARCH [1] |
| 4 | 1 7.08.1941 | RAF* | - | 5 x Spreng- bombe, 50 x Brand- bombe | Neviges | „ortsgruppe neviges: 2 familien ob- dachlos. Brandbomben haben dachstuhlbraende verursacht, konnten aber gleich geloescht wer- den. Es sind ca. 15-20 brandbom- ben gefallen. 1 blindgaenger (ca. 250 kg.) liegt vor einer scheune. Wahrscheinlich werden noch wei- tere 3-4 blindgaenger aufgefun- den.“ (BARCH [2]) Wülfrather Straße, 1 Sprengbombe Blindgänger (LOHBECK 2018, S. 173) | BARCH [2]; LOHBECK 2018 |
| 5 | 0 8.11.1941 | RAF* | - | 50 x Brand- bombe, 4 x Spreng- bombe | Neviges | „ortsgruppe neviges 20-30 brand- bomben in feld. Eine davon auf ein wohnhaus […]“ (BARCH [3]) Lohmühle, Elberfelder Straße (LOH- BECK 2018, S. 173) | BARCH [3]; LOHBECK 2018 |
| 6 | 2 6.03.1942 | - | - | 7 x Spreng- bombe | Neviges | „3 Sprengbomben, davon 2 an der Reichsstraße 224 in freies Feld.“ (BARCH [4]) Kuhlendahl 4 und 5 (LOHBECK 2018, S. 173) | BARCH [4]; LOHBECK 2018 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| 7 | 1 3.04.1942 | - | - | 4 x Spreng- bombe, 6 x Brand- bombe | Neviges | „neviges 4 spreng- und 6 brand- bomben. geringer sachschaden“ (BARCH [5]) | BARCH [5] |
| 3 x Spreng- bombe, 10 x Brand- bombe | Neviges | „Neviges: 3 Sprb., 10 Brdb. Erheb- licher Gebäudeschaden.“ | MEHNER 1992, S. 284 | ||||
| 8 | 1 5.04.1942 | - | - | 30 x Brand- bombe | Neviges | „in neviges ca. 30 brandbomben abgeworfen. kein schaden“ (BArch [6]) | BARCH [6] |
| 9 | 1 6.04.1942 | - | - | 60 x Brand- bombe | Neviges | „60 Brandbomben. Brandschaden in Höhe von 1000 RM.“ (BARCH [7]) | BARCH [7] |
| 800 x Stabbrand- bombe | Neviges | Siebeneicker Straße | LOHBECK 2018, S. 173 | ||||
| 10 | 3 1.12.1942 | - | - | 1 x Mine | Neviges | „Im benachbarten Neviges fiel eine Mine.“ | KRÜGER 1993, S. 38F. |
| 11 | 12./13.01.19 43 | - | - | Bomben | Essen | „Some bombs did fall in Essen, where 20 houses were destroyed or seriously damaged and 9 people were killed, but other bombs fell in Neviges, Remscheid, Solingen and Wuppertal, a group of towns 12- 20 miles south of Essen“ | MIDDLEBROOK & EVERITT 1990, S. 342f. |
| 12 | 1 4.05.1943 | - | - | Sprengbomben, Brandbomben | Neviges | „Ferner wurden in […], Neviges, […] durch Abwurf von 3 Spreng-, etwa 1.000 Brand- und 50 Phos- phorbrandbomben nur geringe Glas- und Flurschäden verursacht.“ | BARCH [8] |
| „Am 5.11.1943 um 13:20 Uhr | |||||||
| warf ein kleiner Verband amerika- | |||||||
| nischer B17G („Fliegende Fes- | |||||||
| tung") über Velbert, vor allem aber | |||||||
| über Neviges, mindestens 289 | |||||||
| Sprengbomben und ca. 4.000 | |||||||
| Brandbomben ab. Überflogen wur- | |||||||
| den Richrath, Wallmichrath / Dres- | |||||||
| berg sowie weite Teile städtischer | |||||||
| und ländlicher Gebiete von Nevi- | |||||||
| LOHBECK | |||||||
| ges“ (LOHBECK 2018, S. 180) | |||||||
| 500 lb GP | 2018; | ||||||
| Gelsenkir- | |||||||
| 13 | 0 5.11.1943 | US 8 AF | B-17 | (1/10 x 1/40), | AFHRA [1]; | ||
| chen | „250 x Sprengbombe, 700 x | ||||||
| 100 lb M47 IB | AFHRA [2]; | ||||||
| Brandbombe, 400 x Flüssigkeits- | |||||||
| AFHRA [3] | |||||||
| brandbombe […] Dresberg, Wall- | |||||||
| michrath, Richrath, Windrath, Klei- | |||||||
| nehöhe, Weinbergstraße, Damm- | |||||||
| straße, Elberfelder Straße“ (LOH- | |||||||
| BECK 2018, S. 174) | |||||||
| E. At least 125 GP bombs are seen | |||||||
| bursting in a rural area beginning | |||||||
| 540 yards from the outskirts of | |||||||
| HARDENBURG [Anmerkung: vmtl. |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| Hardenberg bzw. Neviges gemeint] | |||||||
| and extending North for 1,5 miles. | |||||||
| One burst is on or very near the | |||||||
| Hardenburg/Langenburg railway | |||||||
| line. A minimum of 80 GP bombs | |||||||
| burst in a rural area beginning 780 | |||||||
| yards Southeast of HARDENBURG | |||||||
| and extending Southwards for 1.3 | |||||||
| miles. At least seven are on or very | |||||||
| near the Hardenburg/Schlinger | |||||||
| railway line. […] In an area closely | |||||||
| approximating the area mentioned | |||||||
| in E at least 450 incendiaries fell in | |||||||
| two groups. Of there the first fell 1 | |||||||
| ½ miles East of HARDENBURG | |||||||
| with possibly four hits on the Har- | |||||||
| denburg/Dusseldorf railway line | |||||||
| and on a farm building. The sec- | |||||||
| ond fell in a rural area approxi- | |||||||
| mately 2 ½ miles North of HAR- | |||||||
| DENBUR with three hits on the | |||||||
| Hardenburg/Langenburg railway | |||||||
| line and two on farm buildings. | |||||||
| (AFHRA [3]) | |||||||
| 14 | 2 6.03.1944 | - | - | Sprengbomben, Brandbomben | Neviges | „Der Bombenabwurf mit den schlimmsten Folgen aber fand am 26. März 1944 statt. Dabei wurde die Klosterstraße in Schutt und Asche gelegt, 12 Nevigeser fanden dabei den Tod.“ (LOHBECK 2018, S. 172) „Hohe unbekannte Zahl von Spreng- und Brandbomben […] Klosterstraße, Kirchplatz, Schulplatz Wilhelmstraße, Isalierstation Kran- kenhaus, Stadthalle“ (LOHBECK 2018, S. 174) | LOHBECK 2018 |
| 15 | 1 5.11.1944 | - | - | 4 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges: Anzahl der abgeworfe- nen Sprengbomben hat sich auf 4 erhöht.“ | BARCH [9] |
| 16 | 1 8.11.1944 | - | - | 1 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges: 1 Sprengbombe. Keine Schäden.“ | BARCH [10] |
| 17 | 2 8.11.1944 | - | - | 3 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges: 2 Sprengbomben in freies Feld.“ (BARCH [11]) „Neviges: Anzahl der abgeworfe- nen Sprengbomben hat sich auf 3 erhöht.“ (BARCH [12]) | BARCH [11]; BARCH [12] |
| 18 | 0 5.12.1944 | 2 TAF | Spitfires | 6 x 500 lb, 12 x 250 lb | Bahnstrecke bei Velbert, Eisenbahn- gleise | “6 x 500 and 12 x 250 on rail A.5203. ABTA. No claims.” Bombenabwurf auf Eisenbahn- gleise bei der Koordinate rA5203. | TNA [1] |
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| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| 19 | 2 8.01.1945 | - | - | 11 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges: 11 Sprengbomben in freies Gelände.“ | BARCH [13] |
| 20 | 1 6.02.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 11 P-47 | 500 lb GP, Bordwaffen | Bahnstrecke südlich Ne- viges, Züge | “A-5600, Neviges, locos: 2-0; box cars: 4-0.” Gesamtbeladung: 24 x 500 lb GP, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Züge bei Neviges (rA5600). | AFHRA [4] |
| 21 | 2 2.02.1945 | - | - | 1 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges: 1 Sprengbombe. 2 Häu- ser leicht.“ | BARCH [14] |
| 22 | 0 3.03.1945 | - | - | Bomben | Neviges | „Bombentreffer in der Gieße- rei Baumgart“ | LOHBECK 2018, S. 174 |
| 23 | 0 8.03.1945 | - | - | 10 x Spreng- bombe | Neviges | „Neviges (Krs. Düsseldorf-Mett- mann): 14.55 Uhr - 15.oo Uhr l0 Sprb. 2 Häuser zerstört, mehrere beschädigt. 2 Gefallene, 3 Ver- wundete.“ (MEHNER 1984, S. 260) | LOHBECK 2018, S. 174; MEHNER 1984 |
| 24 | 1 3.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 14 P-47 | 12 x 260 lb FRAG | Umgebung Velberts, Bahnhof | “Trains were attacked at Dorsten (A-4736), Ohligs (F-4887) and Granan (A-5203), hits were ob- served NRO.” Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung bei der Koordinate rA5203. | AFHRA [5] |
| „A5203 12 frag in M/Y NRO,“ Bombenabwurf auf einen Bahnhof bei der Koordinate rA5203. | AFHRA [6] | ||||||
| 25 | 1 4.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | 500 lb GP (Inst), 260 lb FRAG, Bordwaffen | Bahnstrecke südlich Ne- viges, Züge | „A5601 locos 1-0,“ Gesamtbeladung: 16 x 500 lb GP (Inst), 260 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf eine Loko- motive bei der Koordinate rA5601. | AFHRA [7] |
| 26 | 1 5.03.1945 | - | - | Bordwaffen | Neviges | Unbekannt | LOHBECK 2018, S. 175 |
| 27 | 2 2.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | Bordwaffen | Neviges, Geschützpo- sitionen | “Strafed battery of 12 light guns and silenced 11, […] A-5502 Ne- viges to F-5198“ Bordwaffenbeschuss auf Geschütz- positionen bei der Koordinate rA5502. | AFHRA [8] |
| 28 | 2 3.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | WP, FRAG | Umgebung nördlich Ne- viges, | „A-5603, Heiligenhaus, flak pos: 3-0: HDV: 2-0:“ | AFHRA [9] |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| Geschützpo- sitionen | Gesamtbeladung: Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Geschütz- positionen bei der Koordinate rA5603. | ||||||
| 29 | 2 4.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | 500 lb GP (Inst), WP, Bordwaffen | Tönisheid, Gebäude | “Roselee controller vectored to A- 5301, Hensbeck active factory, 4 large bldgs. 3 bldgs., left burning.“ Gesamtbeladung: 8 x 500 lb GP (Inst), 16 x WP, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Gebäude bei der Koordinate rA5301. | AFHRA [10] |
| 30 | 2 4.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 4 P-51, 8 P-38 | 500 lb GP (Inst x 1/10), 260 lb FRAG, Bordwaffen | Umgebung östlich Nevi- ges, Fahrzeuge | „10 plus MT A-5602, NRO“ Gesamtbeladung: 8 x 500 lb GP (Inst x 1/10), 8 x 206 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Fahrzeuge bei der Koordinate rA5602. | AFHRA [11] |
| 31 | 2 4.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 4 P-51, 8 P-38 | 500 lb GP (Inst x 1/10), 260 lb FRAG | Umgebung Kuh- lendahls, Fahrzeuge | „75 plus MT damaged A-5504.“ 8 x 500 lb GP (Inst x 1/10), 8 x 206 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Fahrzeuge bei der Koordinate rA5504. | AFHRA [11] |
| 32 | 2 5.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | Bordwaffen | Bahnstrecke bei Tönis- heide, Zug | “A-535015, 1 train, loco, 6 cars strafed. Prob. destroyed entire train.” Bordwaffenbeschuss auf einen Zug bei der Koordinate rA535015. | AFHRA [12] |
| 33 | 2 5.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | 12 x 500 lb RDX, 24 x 120 lb FRAG | Neviges, Munitions- depot | “A-534016, Navignen ammo dump, all bombs, bunkers: 18-0.” Bombenabwurf auf ein Munitions- depot bei Neviges (rA534016). | AFHRA [12] |
| 34 | 2 6.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | 500 lb GP, 120 lb FRAG, Bordwaffen | Bahnstrecke bei Neviges, Zug & Eisen- bahngleise | “A-5201, loco: 1-0; cars: 0-50; 3 rail cuts.” Gesamtbeladung: 12 x 500 lb GP, 24 x 120 lb FRAG, Bordwaffen | AFHRA [13] |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flug- | ||||||
| zeuge | |||||||
| Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf einen Zug und Eisenbahngleise bei der Koor- dinate rA5201. | |||||||
| 35 | 2 8.03.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 12 P-47 | 500 lb GP, 260 lb FRAG, Bordwaffen | Umgebung Neviges, Fahrzeug | „A-5502, M/T: 1-0.“ Gesamtbeladung: 12 x 500 lb GP, 24 x 260 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf ein Fahr- zeug bei der Koordinate rA5502. | AFHRA [14] |
| 36 | 0 7.04.1945 | US 9 AF, IX TAC | 8 P-47 | 500 lb GP (1/10-1/40), 260 FRAG, Bordwaffen | Umgebung Neviges, Fahrzeuge | “At A-5502 a town with 10 MT claim large fire started in town, other wise NRO.” Gesamtbeladung: 14 x 500 lb GP (1/10 x 1/40), 2 x 260 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Fahrzeuge bei der Koordinate rA5502. | AFHRA [15] |
| 37 | 1 2.04.1945 | US 9 AF, XXIX TAC | 13 P-47 | 500 lb GP (1/10 x 1/40), 500 lb SAB (1/10 x 1/40), 120 lb FRAG, Bordwaffen | Umgebung Neviges, Fahrzeuge | “A-5206 to A-5502 about 200 MT along roads. Straffed repeatedly MT 27-19, A/V 1-0, MT 1-0, tanks 0-3, tank destroyers 1-0.” Gesamtbeladung: 12 x 500 lb GP (1/10 x 1/40), 14 x 500 lb SAP (1/10 x 1/40), 13 x 120 lb FRAG, Bordwaffen Luftangriff mit unbekannter Bewaff- nung/Abwurfmenge auf Fahrzeuge bei der Koordinate rA5502. | AFHRA [16]; AFHRA [17] |
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