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SKDF_MP_16-17. Sonstiger Anhang.pdf

Freianlagenplanung für die klimagerechte Sanierung und Weiterentwicklung des Mittelparks

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 06.10.2026, 13:38 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.evergabe.de

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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG - SKDF MITTELPARK

16 ZEITLEISTE

1206 erste urkundliche Erwähnung mit Dorfsnamen Ostrov (slawisch für Flussinsel) 1553 Friedrichstadt teilweise im Besitz von Kurfürst August als Vorwerk für die Versorgung des Hofes 1669/1670 eingehegter Hirschgarten Parzellen im Besitz von Oberwachtmeister Schweinitz und Oberamtmann Leister, Oberhofmarschall von Wolframsdorff 1671 Vorschrift erlaubt Bau von dreigeschossigen Häusern aus Stein 1675 Besitz von Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke und Bau eines Lusthauses mit Garten 1689 Besitz von Herzog Adolph von Weissenfels, Erweiterung durch Grundstücksankäufe 1691 Besitz von Bergrat von Schönberg, Verpachtung an Frau General-Wachtmeister von Neitschütz 1717 Errichtung eines Brauhauses durch Kabinettsminister Ernst Christoph von Manteufel 1725 Besitz von König Friedrich August II. und Teilung des Grundstücks in Hofbrauhaus- und Lustgartenparzelle 1727 Bau eines neuen Palais 1728 Gartenparzelle im Besitz von Herzog Friedrich Ludwig von Württemberg und seiner Gemahlin Fürstin Ursula Catharina von Teschen 1729 Bebauungsplan von Ingenieur Offizier Erndl auf welchen das rechteckige Straßenraster zurückgeht 1734/35 Stadtteilbenennung zu Ehren von Kurprinz Friedrich, Eingliederung der Gemeinde nach Dreden 1736 Besitz von Reichsgraf Heinrich von Brühl, Umbau und Erweiterung des Palais, Gestaltung der größten und wertvollsten Gartenanlage im Rokoko-Stil seiner Zeit 1744 Bau des Neptunbrunnens 1756-1763 starke Vernachlässigung des Lustgartens im 7-jährigen Krieg 1763 Tod Brühls; Aufstockung und Umbau der Gebäude zu Wohngebäuden (u. a. Mieter: 1844- 1854 Bildhauer Prof. Hähnel, 1847-1849 Richard Wagner) 1772 starker Frost im WInter lässt zahlreiche exotische Gehölze erfrieren 1774 Kauf des Grundstücks durch Graf Camillo Marcolini 1813 Marcollini überlässt Napoleon sein Palais zur zeitweiligen Errichtung seines Hauptquartiers 1813/1814 Emigration nach Prag und Tod Marcolinis 1835 Eingemeindung der Friedrichstadt in die Stadt Dresden 1845 in Besitz der Stadt Dresden, Errichtung eines Stadtkrankenhauses mit Unterteilung in „männlichen“ und „weiblichen“ Bereich, um die Geschlechter räumlich zu trennen 1845 schweres Elbe- und Weißeritzhochwasser mit großer Betroffenheit in Dresden Friedrichstadt 1849 Einrichtung Stadtkrankenhaus Dresden Friedrichstadt im Marcolinipalais 1864 Baubeginn der Königlichen Frauenklinik, heutiges Haus P 1870 um Theodor Friedrich erstellt einen Generalbebauungsplan an welchen sich die Parkumgestaltung um 1875 maßgeblich 1875 Eröffnung Bahnhof Waltherstraße 34 an Verbindungslinie Berlin-Dresden 1880 Ankauf des Brauhauses und Umbau als Ärztewohnhaus 1890 Hochwasser von Elbe und Weißeritz überfluten einen Großteil der Friedrichstadt; Umverlegung Weißeritzflußbett nach Westen, Neuordnung von Straßen und Eisenbahnlinien 1891 Bau des Elbehafens 1897 Bau des Wettiner Bahnhofs (Bahnhof Mitte) 1903 Eingliederung des Grundstücks der ehemaligen Königlichen Frauenklinik in das städtische

16 Zeitleiste 455

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DDEENNKKMMAALLPPFFLLEEGGEERRIISSCCHHEE ZZIIEELLPPLLAANNUUNNGG -- SSKKDDFF MMIITTTTEELLPPAARRKK

Krankenhausgelände 1928 Bau von Haus S 1937 Abriss der Barackenbauten nördlich Haus P 1938 Parkneugestaltung im gesamten Bearbeitungsgebiet 1945 Zerstörung der Friedrichstadt im Zweiten Weltkrieg (25-75 %) 1969 unsachgemäße Sandstrahlung der meisten Plastiken und fehlende restauratorische Betreuung 1980er Beginn Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten an den Gebäuden 1999 Neugestaltungen des Südparterres und Rosengartens 2002 Hochwasser von Elbe und Weißeritz mit großer Betroffenheit in Dresden Friedrichstadt

1 - 3, 13, 14, 25, 28, 31 - 33, 37, 39, 41 DD 2012, S. 5.

26 DD 2012, S. 6.

4 KNÖFEL 1999, Teil II S. 5.

5, 22 GROSS, RIEDEL 2014, S. 118.

19 GROSS, RIEDEL 2014, S. 119.

6-12, 15, 17 KNÖFEL 1999, Teil II S. 1.

23, 30 KNÖFEL 1999, Teil II S. 2.

19 FIEDLER 1899, S. 46. A18b, b2.1 1 6 4: TesFtISCHER 1983, S. 12. 19 FISCHER 1983, S. 13.

27, 34 FISCHER 1983, S. 15.

38 FISCHER 1983, S. 21.

24 SSTA DD: Ratsarchiv B XII 123

36 KAISER 1949, S. 35.

40 SKDF BAUARCHIV Ordner 16.

Abb. 165: XX

456 456 16 Zeitleiste

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17 SONSTIGER ANHANG

Auszug aus Denkmalliste

Abb. 353: Denkmalkarte Sachsen, Auszug Friedrichstädter Krankenhauspark, welcher als Gartendenkmal mit (Einzel-) Denkmalen innerhalb einer Sachgemeinschaft ausgewiesen ist LfD Sachsen, Denkmalkarte, online unter: www.denkmalliste.denkmalpflege. sachsen.de/Gast/Denkmalkarte_Sachsen.de, Zugriff 1.09.2024.

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Hinweise zum Artenschutz

• Rechtsgrundlage: Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), v. a. §§ 7 ff., 39 ff., 44 ff.; zusätzlich EU-Recht (FFH-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie, CITES). • Gegenstand: Schutz einzelner Tier- und Pflanzenarten unabhängig vom konkreten Lebensraum. • Ziel: Erhaltung bestimmter Arten (z. B. streng geschützte Arten wie der Uhu) • Inhalt:

  • Verbote wie Töten, Stören, Zerstören von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten (§ 44 BNatSchG).
  • Verbot, streng geschützte Pflanzen zu entnehmen, zu beschädigen oder zu handeln. • Rechtlicher Charakter: Artenbezogener Schutz. Jeder Eingriff muss prüfen, ob geschützte Arten betroffen sind (z. B. bei Bauprojekten → artenschutzrechtliche Prüfung). Gilt bundesweit, also auch außerhalb von Schutzgebieten.

Heinrich Graf von Brühl (1700-1763)

Ab seinem 19. Lebensjahr war Brühl am Dresdner Hof von August dem Starken. Seine große Auffassungsgabe verhalf ihm zum engsten Vertrauten von Friedrich August II. zu werden. Nach dessen Tod begann die sog. „Ära Brühl“, die ihm viel politische Macht brachte. Friedrich August III. ernannte ihn 1746 schließlich offiziell zum Premierminister. Während seiner Regierungszeit blühten Kunst und Kultur auf und sein Privatvermögen wuchs enorm. Er zählte seiner Zeit zu den reichsten Großgrundbesitzern Sachsens. Um sein Vermögen adäquat zu repräsentieren, ließ er u. a. das Brühlsche Palais errichten und prunkvoll ausstatten.1 Dort übernahm er zahlreiche Empfänge politisch bedeutsamer Persönlichkeiten und galt zeitweise als einer der fähigsten Diplomaten Europas.2

Kurfürst August von Sachsen (1526–1586)

Kurfürst August von Sachsen aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin regierte das Kurfürstentum Sachsen von 1553 bis zu seinem Tod. Er galt als kluger und sparsamer Landesvater, der Verwaltung, Wirtschaft und Finanzen seines Territoriums konsequent reformierte und zentralisierte. In religiöser Hinsicht festigte er die lutherische Konfession und wirkte maßgeblich an der Konsolidierung des Protestantismus im Heiligen Römischen Reich mit. Unter seiner Herrschaft erlebte Sachsen eine Phase relativer Stabilität, kultureller Blüte und wirtschaftlichen Aufschwungs.

1 Bekannte Sachsen: www.geschichte.sachsen.de/heinrich-graf-von-bruehl-5519.html, Aufruf: 1.11.2024. 2 BECHTER 2007, S. 5.

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Friedrich August I. - „August der Starke“ (1670-1733)

Im Jahr 1694 wurde Friedrich August Kurfürst von Sachsen. Nach seinem Übertritt zum Katholizismus wurde er ebenfalls König von Polen, verlor die Polnische Krone jedoch zwischenzeitlich nach einer Niederlage im Nordischen Krieg. Seine Residenzen in Dresden und Warschau ließ er unter hohem finanziellen Aufwand im französischen Stil gestalten und war für seine zahlreichen Mätressen bekannt. Bis heute sind viele der von ihm in Auftrag gegebenen Bauten erhalten, wie der Dresdner Zwinger, das Pillnitzer Schloss und die Parkanlage in Großsedlitz.3

Friedrich August II. (1797–1854)

Friedrich August II. war von 1836 bis zu seinem Tod König von Sachsen. Er galt als aufgeklärter Monarch mit großem Interesse an Wissenschaft, Kunst und Technik und förderte unter anderem die Sächsische Akademie der Wissenschaften sowie den Ausbau der Eisenbahn. Innenpolitisch stand seine Regierungszeit im Zeichen vorsichtiger Reformen, ohne jedoch grundlegende liberale Umgestaltungen umzusetzen. Während der Revolution von 1848 sah er sich gezwungen, ein liberales Kabinett zu berufen, floh aber 1849 aus Dresden, als der Maiaufstand ausbrach.

Friedrich August III. von Sachsen (1865–1932)

Friedrich August III. war von 1904 bis 1918 der letzte König des Königreichs Sachsen und entstammte dem albertinischen Zweig des Hauses Wettin. Seine Regentschaft stand im Zeichen politischer Stabilität, wobei er als konstitutioneller Monarch die Regierungsgeschäfte weitgehend der Staatsregierung überließ und sich selbst vor allem repräsentativen und militärischen Aufgaben widmete. Trotz seiner zurückhaltenden politischen Rolle genoss er aufgrund seiner volksnahen und integren Persönlichkeit große Beliebtheit in der Bevölkerung. Mit der Abdankung infolge der Novemberrevolution 1918 endete seine Herrschaft.

Graf Camillo Marcolini (1739-1814)

3 Bekannte Sachsen: www.geschichte.sachsen.de/august-der-starke-friedrich-august-der-i-5627.html?_ pp=%7B%22name%22%3A%22August%20der%20Starke%22%7D, Aufruf: 1.11.2024.

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Camillo Graf Marcolini-Frenetti war ein sächsischer Minister und Generaldirektor der Künste. Als Marcolini im Jahr 1752 mit seinem sehr wahrscheinlich selbst gegebenen Adelstitel aus Italien an den Dresdner Hof kam, erlangte er schnell das Vertrauen und die Freundschaft des jungen Kurprinzen und späteren Kurfürsten Friedrich August III. Er erhielt Posten als Kammerherr und Oberhofmeister, im Jahr 1772 wurde er zum „Wirklichen Geheimen Rat“ befördert und schließlich zum Oberstallmeister ernannt, sodass ihm 1800 alle kurfürstlichen Gestüte unterstellt waren. 1809 wurde er schließlich königlich- sächsischer Kabinettsminister. Er war von 1774 bis 1814 der Direktor der Manufaktur und beeinflusste ihre Entwicklung zur künstlerischen und technischen Blüte entscheidend.4

Architekt Johann Christoph Naumann (1664-1742)

Naumann war als deutscher Ingenieroffizier und Architekt tätig. Auf ihn gehen u. a. die Errichung der Dresdner Stadtbeleuchtung im Jahr 1705, der Barockaufsatz des Reichenturms in Bautzen, das Schloss Hubertusburg in Wermdorf und das Marcolinipalais zurück.

Folgende bauliche Veränderungen nahm er im Auftrag Marcolinis am Palais vor:

• neues, jedoch deutlich weniger filigranes Dach auf ursprünglichem Mittelbau • Vereinheitlichung der Fassade • neue Dächer der Seitengebäude • aufwendige Umgestaltung der Innenräume5

Architekt Johann Christoph Knöffel (1686-1752)

Knöffel war Oberlandbaumeister Dresdens und gilt als Begründer des Sächsischen Rokoko. Er übte als Autodidakt den Architektenberuf aus und erarbeite als eine seiner ersten Arbeiten die Konzeption für den Barockgarten Großsedlitz. Er entwickelte den von Pöppelmann eingeführten Barock weiter, indem er ihn mit französischen Elementen des klassizistischen Barock kombinierte. Zu den von Knöffel verfolgten Prämissen für die Gestaltung des Rokokogartens zählten:

• Streben nach Abwechlung und Vielfalt • Überraschungen, welche sich nach und nach erschließen

4 DEUTSCHE BIOGRAPHIE: HTTPS://WWW.DEUTSCHE-BIOGRAPHIE.DE/SFZ58104.HTML#ADBCONTENT AUFRUF 1.11.2024. 5 DEUTSCHE BIOGRAPHIE: HTTPS://WWW.DEUTSCHE-BIOGRAPHIE.DE/SFZ69213.HTML#NDBCONTENT, AUFRUF: 1.11.2024.

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• keine vollständige Übersicht von nur einem Punkt aus • Verkettung von unterschiedlichen und für sich abgeschlossenen Gartenräumen • Inszenierung eines Blickpunkts (Point de vue)6

Friedrich August Krubsacius (1718-1789)

Krusacius wirkte als deutscher Architekt und Architekturtheoretiker und zählt zu den bedeutenden akademischen Lehrern und Baumeistern des späten Dresdner Barock. Er war ein Schüler Knöffels, trug wesentlich zur Entwicklung des Klassizismus in Sachsen bei und beeinflusste die folgende Dresdner Architekturgeneration erheblich. Er wirkte bei der Wiederherstellung des Marcolini-Palais mit, ebenso bei der Umgestaltung des Parks von Schloss Nischwitz und dem Landhaus in Dresden, dem heutigen Stadtmuseum.7

Architekt Johann Daniel Schade (1738-1798)

Schade wirkte in Dresden als Architekt und schuf die Erweitungsbauten des Marcolini-Palais. Sehr wahrscheinlich geht auf ihn zusammen mit Johann Gottlieb Hauptmann der Bau des Fasanenschlösschens in Moritzburg zurück. Ebenso wirkte er an der Wiederhersllung des Dresdner Zwingers.8

Architekt Johann Gottfried Kuntsch (1735-1795)

Kuntsch wirkte in Dresden als Architekt und war 1775 zusammen mit Johann Daniel Schade für den Erweiterungsbau des Marcolini-Palais zuständig. Des Weiteren geht auf ihn der Umbau der Brühlschen Bibliothek zur Kunstakademie und die Weißeritzbrücke im Plauenschen Grund zurück.9

Johann Baptist Dorsch (1790–1841)

Johann Baptist Dorsch war neben seiner plastischen Ausgestaltung des Marcolinipalaises auch maßgeblich an weiteren herausragenden Bauprojekten in Dresden beteiligt. So schuf er gemeinsam mit Thaddäus Ignatius Wiskotschill zwei majestätische Sandsteinlöwen, zwei weibliche Hermen und ein kurfürstliches Wappen am Palais Brühl-Marcolini. Ab 1785 wirkte er bei der Restaurierung des 6 HENTSCHEL, MAY 1973, 105. 7 Deutsche Biographie: https://www.deutsche-biographie.de/sfz46232.html#ndbcontent, Aufruf: 1.11.2024. 8 Deutsche Biographie: https://www.deutsche-biographie.de/sfzS01628-3.html#index, Aufruf: 1.11.2024. 9 Sächsische Biografien: https://saebi.isgv.de/person/snr/16885, Aufruf: 1.11.2024.

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Dresdner Zwingers mit – insbesondere an Figuren im westlichen Teil und im südöstlichen Pavillon. Außerdem trug er zur Deckengestaltung im Japanischen Palais (1783–1785). Zu seinen frühen Einzelwerken zählt das Grabmal des Chevalier de Saxe Johann Georg von Sachsen (†1774) auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden. Zuletzt hat Dorsch zudem die Statue des Widukind am Stallgebäude neben dem Georgenbau des Dresdner Schlosses gefertigt.

Stadtbaudirektor Theodor Friedrich (1829-1891)

Friedrich war als Architekt und kommunaler Baubeamter tätig. In seine Schaffenszeit fiel der Anstieg der Dresdner Bevölkerungszahl, sodass er sich vorrangig mit der Sicherung der Infrastruktur mit Projekten wie Schulen, Krankenhäusern und dem Versorgungssystem für Gas und Wasser kümmerte.10

Hans Erlwein (1872-1914)

Erlwein (vollständiger Name Johann Jakob Erlwein) war als Architekt und kommunaler Baubeamter tätig und entwarf zahlreiche öffentliche Gebäude, teils im Stil des Historismus, teils im Reform- oder Heimatschutzstil. Auf ihn gehen der Städtische Vieh- und Schlachthof, die Dresdner Gaststätte „Italienisches Dörfchen“ sowie der sog. Erlweinspeicher zurück.11

Er stammte aus Bayern und absolvierte ein Architekturtstudium in München. In Bamberg war er ab 1898 Stadtbaurat und wurde ab 1904 auf Empfehlung seines Vorgängers Cornelius Gurlitt Stadtbaurat in Dresden. Er war einer der ersten Automobilbesitzer in Dresden und war Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Die Zukunft“.12

Wilhelm Landgraf (1913-1998)

Landgraf wirkte als Bildhauer und Zeichner tätig. Im Zuge der Aufbauarbeit des zerstörten Dresdens arbeitete er zusammenmit Hans Nadler, einem MItarbeiter des Sächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, an der Bergung von zerstörten bildhauerischen Kunstwerken. Das betraf vor allem den Dresdner Zwinger, die Dresdner Innenstadt und den Barockgarten Großsedlitz. Ab 1949 arbeitete er freischaffend und übernahm 1957 das Atelier des Bildhauers Georg

10 Archinform: https://deu.archinform.net/arch/83056.htm, Aufruf: 1.11.2024. 11 Deutsche Biographie: https://www.deutsche-biographie.de/sfz13585.html#ndbcontentx, Aufruf: 1.11.2024. 12 Das alte Dresden: https://www.das-alte-dresden.de/dresden/personen/hans-erlwein, Aufruf: 16.12.2024.

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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG - SKDF MITTELPARK

Curt Bauch in Dresden-Loschwitz. Seine Skulpturen, Reliefs und Stelen erarbeite er vor allem aus Bronze und Sandstein. Dazu zählt u. a. die Skulptur „die Kämmende“, welche sich im Friedrichstädter Krankenhauspark befindet. Zu seinem umfangreichen Werk gehören u. a. das Relief von Ludwig Richter an dessen Wohnhaus in der Friedrichstraße Dresden, die nachmodellierte Brunnenplastik „Stürmische Wogen“ am Albertplatz in Dresden, aber auch Restaurierungsarbeiten wie an der Semperoper.13

Dr. Hermann Walther (1818–1871)

Dr. Hermann Walther (1815–1871) war ein angesehener deutscher Internist und Medizinalbeamter in Dresden. Er wirkte als Oberarzt am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt und wurde später königlicher Leibarzt sowie Präsident des sächsischen Landes-Medizinal-Kollegiums. Sein medizinisches und organisatorisches Wirken brachte ihm großes Ansehen ein, was sich auch in seiner Aufnahme in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina widerspiegelt. Zu seinem Gedenken wurde die Waltherstraße in Dresden nach ihm benannt. Das ihm zu Ehren aufgestellte Walther-Denkmal im Mittelparterre ist heute nicht mehr erhalten.

Christian Georg Schmorl (1861–1932)

Christian Georg Schmorl (1861–1932) war ein deutscher Pathologe aus Dresden, der maßgeblich zur Entwicklung der pathologischen Anatomie und Histologie beitrug. Besonders bekannt wurde er durch die Beschreibung der später nach ihm benannten Schmorl’schen Knötchen, welche Bandscheibengewebe betreffen, das in benachbarte Wirbelkörper eindringt – ein wichtiger Befund in der Wirbelsäulenpathologie. Schmorl war Leiter des Pathologisch-Anatomischen Instituts am Städtischen Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt und setzte sich für die systematische Erforschung von Knochenerkrankungen ein. Seine Arbeiten beeinflussten nachhaltig das Verständnis degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen und bleiben bis heute in der medizinischen Diagnostik relevant.

Thaddäus Ignatius Wiskotschill (1753-1795)

13 Wikipedia Landgraf: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Landgraf, Aufruf: 1.11.2024.

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Thaddäus Ignatius Wiskotschill (*1753 in Prag; †1795 in Dresden) war ein bedeutender Bildhauer des Spätbarock, der insbesondere in Dresden wirkte. Nach dem Tod seines Vaters, ebenfalls Bildhauer, kam er 1772 nach Dresden und arbeitete zunächst beim Hofbildhauer Langbein. Ab 1775 war er als Modelleur in der gräflich Einsiedel’schen Eisengießerei tätig und führte dort innovative Eisengussversuche durch. Gemeinsam mit Johann Baptist Dorsch gestaltete er ab 1774 den plastischen Schmuck am Palais Brühl-Marcolini, darunter Laternen, Hermen und Gartenfiguren. Zwischen 1785 und 1787 ergänzte er den Skulpturenschmuck im Dresdner Zwinger, darunter die Satyrhermen an den Pfeilern der Eingänge zum Innenhof. Seine Werke, wie die Statue der Skythenkönigin Tomyris im Krankenhauspark Friedrichstadt, zeugen von seiner detailreichen und dynamischen Formsprache. 1789 wurde er nach dem Tod Dorschs zum Dresdner Hofbildhauer ernannt. Wiskotschill verstarb 1795 und wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden beigesetzt.14

Parterretypen (Unterscheidung nach Dezallier d’Argenville, 18. Jh.):

Als Parterre wird in der Gartenkunst ein nur niedrig bepflanztes Gelände bezeichnet, welches zu Repräsentationszwecken einem Gebäude vorgelagert ist. Sie stellen ein Bindeglied zwischen Architektur und übriger Gartenanlage dar. Sie können aus niedrigen Schnitthecken, farbigem Kies und niedrigen Blütenpflanzen bestehen und finden seit der Renaissance Anwendung. In Barockgärten spielen Parterre eine zentrale Rolle. Man unterscheidet die folgenden wichtigsten Typen:

  1. Broderieparterres (Parterre en broderie)

Ein reich verziertes Parterre mit geschwungenen, symmetrischen Mustern, die an Stickereien erinnern. Typisch für barocke Gärten wie Versailles. Buchsbaumhecken und gefärbter Kies bilden die Ornamente, welche sehr formell und symmetrisch angelegt sind.

  1. Parterre de compartiment

Ein in regelmäßig geformte Bereiche (Compartimente) gegliedertes, symmetrisches Parterre. Oft rechteckig oder quadratisch, mit klarer Ordnung und dekorativen Bepflanzungen oder Rasenelementen.

  1. Compartiment de gazon

14 https://www.deutsche-biographie.de/sfz85878.html?utm_source=chatgpt.com#adbcontent, Aufruf: 1.11.2024.

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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG - SKDF MITTELPARK

Ein einfaches Parterre mit geometrisch gegliederten Rasenflächen. Es wirkt ruhig und betont die Symmetrie der Gartenanlage. Es handelt sich um eine offene Rasenfläche, die durch Gehölze oder Bäume unterbrochen sein kann. Diese Parterreform ist weniger streng und betont die Ästhetik von Wiesen oder Grasflächen.

  1. Parterre à l’Anglaise

Ein im englischen Stil gestaltetes Parterre, freier, asymmetrischer und natürlicher als die französischen Parterres. Es enthält geschwungene Linien, Blumenbeete und oft landschaftliche Elemente.

  1. Blumenparterres (Parterre de pièces coupées pour des fleurs)

Ein Parterre mit geschnittenen Zierelementen (z.B. aus Buchsbaum), das mit saisonalen Blumen bepflanzt ist. Es verbindet die Struktur des Broderie-Parterres mit der Farbigkeit eines Blumenbeetes.

  1. Wasserparterres (mirois d’eau)

Wasserparterres sind Parterres, die Wasserflächen (miroirs d'eau) enthalten, welche als Spiegel für die umliegende Architektur oder Pflanzen fungieren. Sie sind typischerweise von symmetrischen oder geometrischen Formen umgeben und können Fontänen oder Springbrunnen enthalten. Wasserparterres spielen im Barockgarten eine besondere Rolle als symbolische Darstellung des Lebens und der Reflexion.

  1. Boulingrin

Eine versenkte, regelmäßig geformte Rasenfläche (oft oval), meist eingefasst von Terrassen oder Balustraden. Sie diente der Repräsentation und manchmal als Spielwiese (z.B. für Boccia).

  1. Orangerieparterres (Parterre d’Orangerie)

Das Orangerieparterre ist in der Regel ein dreiseitig umschlossenes Gartenparterre, das sich direkt an eine Orangerie anschließt. Es dient als saisonaler Aufstellort für empfindliche Kübelpflanzen, die während der kalten Monate in der Orangerie überwintert werden. Insbesondere Zitrusgewächse, wie Orangen, Zitronen oder Pomeranzen, bilden den Kernbestand dieser Pflanzenarrangements. Jedoch zählte nicht nur die Zitruspflanze zu den Gewächsen, die im Orangerieparterre kultiviert wurden: Auch Aloe, Zypresse,

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Lorbeer, Feige, spanischer Ginster, weißer Jasmin, Myrte, Kakteen, Agave, Opuntie, Yucca, Ananas und Granaten wurden häufig in die Pflanzenauswahl integriert.

Das Orangerieparterre bildet oft eine untrennbare Einheit mit dem Orangeriegebäude selbst, das den Pflanzen Schutz vor den kühlen Nordwinden bietet, ohne den Sonnenzugang zu beeinträchtigen. Das Gebäude ist daher meist niedrig gehalten, um den Pflanzen ausreichend Licht zu bieten. Häufig wurden zusätzlich zu den Zitruspflanzen noch andere saisonale Pflanzen in Gefäßen aufgestellt, um die visuelle Dichte und Anzahl der Gehölze im Parterre zu erhöhen.

Die Anordnung der Gehölze im Orangerieparterre folgt einer exakten Reihenaufstellung mit gleichen Abständen zwischen den Kübeln. Diese klare geometrische Struktur spiegelt den formalen Charakter des Barockgartens wider und sorgt für eine harmonische Anordnung der Pflanzen.

Ein besonderes Augenmerk galt der Proportionierung von Kübeln, Stämmen und Kronenhöhe. Eine Faustregel besagte, dass die Kronenhöhe und die Kübelhöhe jeweils die Hälfte der Stammhöhe betragen sollten. In Gärten großer Monarchen waren die Stämme der Zitruspflanzen häufig zwischen 2,60 und 3,30 Meter hoch, was eine beeindruckende und majestätische Wirkung erzeugte. Die Taxuspyramiden oder -kegeln, die oftmals in den Wintermonaten im Parterre aufgestellt wurden, dienten nicht nur als Grundgerüst, sondern halfen auch, die exakte Aufstellung der Kübelpflanzen im Frühling und Sommer zu koordinieren.

Die Zitruspflanzen, insbesondere die Pomeranze, nahmen eine symbolische Bedeutung ein: Als ganzjährig blühende und Früchte tragende Pflanze galt sie als Sinnbild des ewigen Frühlings. Laut der Deutung der griechischen Hesperidensage war die Pomeranze zudem ein Symbol für den Sieg der Tugend über das Laster. Diese kulturelle Deutung verband die Orangeriekultur im Barock mit dem Herkuleskult und stellte die Pomeranze als ein Attribut des Herrschers dar. In dieser Symbolik war es für Monarchen von Bedeutung, einen Hesperidegarten zu besitzen, da dieser mit Tugend, Macht und Herrschaft in Verbindung gebracht wurde.

In Bezug auf die Formen des Orangerieparterres wird in diesem Kontext vorwiegend das traditionelle Rasterparterre thematisiert, welches sich durch seine symmetrische Struktur auszeichnet. Auf weitere Varianten wie das Orangerietheater im Dresdner Zwinger oder andere Formen des Orangerieparterres wird an dieser Stelle nicht eingegangen.

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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG - SKDF MITTELPARK

  1. Spielparterres (Parterre de jeu)

Spielparterres sind spezielle Parterres, die für Spiele und Freizeitaktivitäten im Garten vorgesehen sind. Diese Parterres bieten Platz für Aktivitäten wie Schießen, Boule oder Pferderennen und enthalten oft geometrische Formen sowie flache Rasenflächen. Spielparterres werden in vielen Barockgärten als Teil der Unterhaltung und Erholung gestaltet.

Skulpturenprogramm zur Zeit Marcolinis:

Das Skulpturenprogramm des Marcolinischen Gartens verweist auf eine tiefere Bedeutungsschicht, wie sie in der Barockzeit häufig verwendet wurde, um politische, moralische oder heroische Ideale zu vermitteln. Die Figuren stammen nicht alle aus der griechischen Mythologie, sondern sind teilweise historische Persönlichkeiten oder Gestalten der antiken Überlieferung. Teilweise wurden die Statuen 1854 in der Bürgerwiese in Dresden aufgestellt.15

Themistokles (ca. 524–459 v. Chr.)

• Hintergrund: Griechischer Staatsmann und Feldherr, der Athen bei der Schlacht von Salamis gegen die Perser rettete. Ein Meister der List und Strategie.

• Bedeutung im Barock: Verkörperung von Patriotismus, Klugheit und politischem Geschick. Ein Beispiel für den staatsdienenden Helden.

Tomyris

• Hintergrund: Legendäre Königin der Massageten, bekannt durch die Erzählung bei Herodot. Sie besiegte den persischen König Kyros II. und ließ seinen Kopf in einen mit Blut gefüllten Schlauch werfen – „Sättige dich mit Blut!“

• Bedeutung im Barock: Symbol für gerechte Rache, weibliche Stärke und Unbeugsamkeit. Eine barocke Allegorie auf Tugend und Vergeltung gegen Tyrannei.

Mucius Scaevola von 1785 von Wiskotschill

15 Weitere Informationen zu den Skulpturen unter: https://www.brunnenturmfigur.de/index.php.de, Aufruf: 1.11.2024.

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• Hintergrund: Römischer Held, der bei einem Attentatsversuch auf den etruskischen König Porsenna seine rechte Hand ins Feuer hielt, um seine Standhaftigkeit zu beweisen.

• Bedeutung im Barock: Musterbeispiel für stoische Tapferkeit, Opferbereitschaft und patriotische Gesinnung.

Thalestris

• Hintergrund: Amazonenkönigin, die laut Legende Alexander dem Großen begegnete, um mit ihm Kinder zu zeugen. Diese Geschichte ist eine Spätüberlieferung mit zweifelhaftem historischen Hintergrund.

• Bedeutung im Barock: Darstellung des Spannungsfelds zwischen Wildheit und Zivilisation, weiblicher Autonomie und männlicher Macht. Auch Sinnbild für exotische Erotik.

Alkibiades (ca. 450–404 v. Chr.)

• Hintergrund: Athenischer Politiker und Feldherr, bekannt für seine Schönheit, Wandelbarkeit, politische Intrigen und seine umstrittene Loyalität (wechselte mehrfach die Seiten zwischen Athen, Sparta und Persien).

• Bedeutung im Barock: Warnung vor moralischer Instabilität trotz großer Talente. Ein Archetyp des gefährlichen Genies oder des verführerischen politischen Akteurs.

Merkur und Minerva

Diese Gruppe stellt den römischen Götterboten Merkur und die Göttin der Weisheit Minerva dar. Sie symbolisieren Handel, Kommunikation und Klugheit.

Mars und Venus

Diese Darstellung zeigt den Kriegsgott Mars und die Liebesgöttin Venus, ein klassisches Motiv, das die Verbindung von Liebe und Krieg thematisiert.

Merkmale von Skulpturenschmuck des Sächsischen Barock und Sächsischen Rokoko – mit Schwerpunkt auf stilistischen und motivischen Unterschieden:

Sächsischer Barock (um 1740) Merkmale des Skulpturenschmucks

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• Monumentalität & Theatralik • Figuren sind kraftvoll, ausdrucksstark, oft in dramatischer Bewegung • P athos, Dynamik und Ausdrucksstärke stehen im Vordergrund Symmetrie & Achsenbetonung • Schmuckformen sind streng gegliedert, oft an architektonische Achsen angepasst • Ornament ordnet sich oft dem Gesamtbauwerk unter Ornamentik • Reicher Dekor mit Blattwerk, Akanthus, Fruchtgehängen, Putti • Oft allegorische Inhalte (z.B. Tugenden, Jahreszeiten, Religion) Ausführung: • P lastiken zeigen starke Modellierung mit tiefer Licht-Schatten-Wirkung Vertreter und Beispielorte: • B althasar Permoser, Johann Christian Kirchner • Z winger in Dresden, Hofkirche

Sächsisches Rokoko (um 1775) Merkmale des Skulpturenschmucks • Verspieltheit & Leichtigkeit • Figuren kleiner, zarter, eleganter; weniger Pathos, mehr Grazie • Gestik und Mimik oft anmutig, mit galantem Ausdruck Asymmetrie & Bewegung • Schmuckformen sind schwungvoll, asymmetrisch, mit geschwungenen Linien • Dekor wirkt "bewegter", fließender – sog. rocaille (Muschelformen) typisch Ornamentik • Blumenranken, Muscheln, Vögel, Liebesgötter, Chinoiserien • Themenwelt: Idylle, Schäferszenen, amouröse Allegorien Material und Ausführung • Feinerer Stuck, oft in Weiß oder Pastelltönen gefasst • Kleinformatigere Plastiken, auch in Porzellan (z.B. Meissen) Vertreter und Beispielorte • Thaddäus Ignatius Wiskotschill, Johann Benjamin Thomae • Schloss Pillnitz, Fasanenschlösschen Moritzburg

Bedeutung des Muschelmotivs (sog. rocaille) im Rokkoko

17 Sonstiger Anhang 469

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Im Barockzeitalter hatte die Darstellung der Muschel sowohl ästhetische als auch symbolische Bedeutung. Als ornamentales Motiv fand sie vor allem in der Architektur, Gartenkunst und Plastik Verwendung. Ihre geschwungene, organische Form entsprach dem barocken Streben nach Bewegung, Dynamik und dekorativer Fülle und wurde insbesondere im Rokoko – der späten Phase des Barock – bevorzugt eingesetzt. Als Quelle für kostbare Perlen stehen sie in unmittelbaren Bezug zur Bezeichnung Barock - der aus dem Portugiesischen stammende Begriff „ Barroco“ bedeutet wie soviel „schief-runde Perle“. Symbolisch kann die Muschel unterschiedlich gedeutet werden. In christlichem Kontext steht sie insbesondere in Form der Jakobsmuschel für Pilgerschaft und spirituelle Reise, häufig im Zusammenhang mit dem Jakobsweg. Zugleich verweist sie in der Rezeption antiker Mythologie, etwa als Attribut der Venus, auf Themen wie Geburt, Schönheit und Weiblichkeit. Darüber hinaus symbolisiert die Muschel als Element des Wassers Leben, Fruchtbarkeit und Reinheit.

Bedeutung des Löwenmotivs im Barock und Rokkoko

Das Löwenmotiv hatte im Barock und Rokoko eine starke symbolische Bedeutung, die auf ältere Traditionen zurückgeht, aber im Kontext der absolutistischen Herrschaft und der barocken Repräsentationskultur besonders wirkungsvoll eingesetzt wurde. Der Löwe demonstriert Macht und Stärke, weil er als König der Tiere galt/gilt – ein Sinnbild für absolutistische Macht, Autorität und Unbesiegbarkeit. In der barocken Hofkunst diente er als Allegorie auf die Stärke des Monarchen sowie als Schutzsymbol. Oft flankierte er daher Wappen, Eingänge, Ehrenhöfe oder Treppenalagen und unterstreicht die politische Ordnung im Sinne des Gottesgnadentums.

Echte Sumpfzypresse (Taxodium distichum var distichum)

Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae) Ursprünglich aus dem südöstlichen Nordamerika (v. a. Mississippi-Delta, Florida, Texas). Sie wächst natürlicherweise in überschwemmten Sümpfen, Auwäldern und an Flussufern. Die Blätter sind weich, nadelförmig, wechselständig oder spiralig an kurzen Trieben.

470 17 Sonstiger Anhang

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Im Herbst leuchtend orange-braun bis rostrot, dann Abwurf – daher oft verwechselt mit Laubbäumen. Kleine, kugelige, braune Zapfen mit harzartigen Schuppen, reifen im Herbst.

In sumpfigen Standorten bildet die Sumpfzypresse „Atemwurzeln“ (Pneumatophoren). Diese ragen aus dem Wasser und unterstützen den Gasaustausch. Abgesehen von den Atemwurzeln besitzen sie ein überwiegend flaches Wurzelsystem. Die Hauptwurzel bleibt nahe an der Oberfläche. Unter optimalen Bedingungen können Echte Sumpfzypressen ca. 40 m hoch werden.

Besonders im Zuge der Pflanzenexpeditionen nach Nordamerika in der Frühzeit der Kolonialisierung wurde sie entdeckt und in botanischen Gärten kultiviert. Erste Pflanzungen fanden in England und später in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden statt, oft in Schlossgärten und botanischen Sammlungen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie durch die Landschaftsarchitektur der Romantik und des englischen Landschaftsgartens zunehmend beliebt.

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Botanische Rarität mit einer bemerkenswerten Geschichte. Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae) Herkunft: Zentralchina (Provinz Hubei und Sichuan) Wuchsform: Sommergrüner Nadelbaum, bis 45 m hoch , mit kegelförmiger Krone Besonderheit: Eine der wenigen sommergrünen Nadelbäume – verliert im Herbst die Nadeln

"Lebendes Fossil": Der Urweltmammutbaum war nur als Fossil aus dem Tertiär (vor über 65 Mio. Jahren, in großen Teilen bildete er die heutige Braunkohle) bekannt und galt als ausgestorben. Erst 1941 entdeckte man in einem abgelegenen Tal in China lebende Exemplare. Der sensationelle Fund wurde 1944 wissenschaftlich beschrieben. Die Samen wurden ab 1947 weltweit an Botanische Gärten und Arboreten verteilt – daher stehen heute in vielen Parks und Städten Metasequoien.

Biologische Merkmale: Blätter: Weiche, linealische Nadeln, die im Herbst leuchtend goldbraun werden und abfallen.

Rinde: Rötlich-braun, tief gefurcht, attraktiv in Struktur. Zapfen: Kleine, rundliche Zapfen (ca. 2–3 cm), typisch für die Art.

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Wurzeln: Flachwurzler, oft mit charakteristischen "Buttress-Wurzeln" (Stelzwurzeln) bei älteren Exemplaren. In der Kreidezeit war Metasequoia in der gesamten nördlichen Hemisphäre weit verbreitet. Der Baum gilt als Symbol für Wandel, Überleben und die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.

Götterbaum (Ailanthus altissima)

Herkunft & Einführung:

• Ursprünglich aus China (Nord- und Zentralchina), später auch in Korea und Vietnam verbreitet.

• Im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt (um 1740 zunächst in England, ab ca. 1780 in Mitteleuropa).

• Zunächst als Zier- und Alleebaum beliebt – wegen seines exotischen Erscheinungsbildes, der schnellen Jugendentwicklung und der hohen Toleranz gegenüber städtischen Bedingungen.

Erkennungsmerkmale:

• Sommergrüner Baum, bis 25 m hoch. Großgefiederte Blätter (ähnlich Walnuss oder Esche), auffälliger Geruch beim Zerreiben. Zweihäusig (männliche und weibliche Pflanzen getrennt). Windverbreitete, zahlreiche Samen (Samara). Rasches Jugendwachstum, hohe Regenerationskraft durch Wurzelschösslinge.

Problematik in historischen Garten- und Parkanlagen:

  1. Invasives Verhalten

• Ailanthus altissima ist eine der invasivsten Baumarten Europas.

• Er bildet dichte Wurzel- und Stockausschläge, breitet sich aggressiv aus und verdrängt heimische Arten.

• Bestandteile des Götterbaums sind allelopathisch und können so durch chemische Substanzen das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen.

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• Samen keimen auch in kleinen Substratspalten.

  1. Veränderung der Vegetationsstruktur

• Durch schnelle Beschattung verdrängt der Götterbaum Licht liebende Arten.

• In Parklandschaften verändert er die Gestalt und das Artengefüge – insbesondere wenn er sich unkontrolliert in Blickachsen, Sichtschneisen oder Baumgruppen etabliert. Dadurch werden gestalterische und denkmalpflegerische Intentionen historischer Pflanzbilder verfälscht.

  1. Erhaltungs- und Bekämpfungsprobleme

• Mechanische Bekämpfung (Fällen, Schneiden) fördert häufig den Austrieb.

• Effektive Bekämpfung erfordert mehrjährige Nachkontrollen.

Rechtlicher Rahmen (EU & Deutschland):

• Seit 2019 steht Ailanthus altissima auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten (EU-Verordnung 1143/2014).

→ Einfuhr, Handel, Pflanzung und absichtliche Verbreitung sind verboten.

• Bekämpfung und Monitoring sind auf nationaler Ebene verpflichtend umzusetzen.

• Bundesamt für Naturschutz (BfN) führt ihn als prioritäre invasive Art.

Der vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft herausgegebene Leitfaden gibt weitere Informationen zur Eindämmung/Bekämpfung des Götterbaums: https://www.natur.sachsen.de/ download/Landeskonzept_Goetterbaum_barrierefrei.pdf

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Auswirkungen des BA auf das Stadtklima

Die Grünräume der Friedrichstadt haben zusammen mit dem Projektgebiet eine positive Wirkung auf das Stadtklima.16 Das Projektgebiet ist ein zentraler Teilraum des Städtischen Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt und ist der älteste Grünraum der Friedrichstadt mit entsprechend alten Großgehölzen, welche aufgrund ihres Kronenvolumes besonders zuträglich für das Stadtklima sind. Der bereits teils über Jahrhunderte etablierte Vegetationsbestand hat u. a. einen bedeutenden Einfluss auf die Frischluftversorgung in der Friedrichstadt. Durch die Sauerstoffproduktion verbessert er die Luftqualität, bindet Staub und verstoffwechselt Luftschadstoffe.

Prognostizierte Klimaentwicklung für Dresden17 Klimamodelle zeigen, dass in etwa 15 Jahren die heute als außergewöhnlich heiß geltenden Jahre dem neuen Durchschnitt entsprechen werden. Bis zum Jahr 2050 wird für Dresden mit einer Steigerung der Durchschnittstemperatur von

  • 2,6 °C gerechnet. In der Folge ist mit einer deutlichen Zunahme heißer Tage sowie längerer sommerlicher Hitzeperioden zu rechnen. Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit von Dauerfrostereignissen deutlich ab, und auch das Auftreten längerer Kälteperioden wird seltener. Der Jahresniederschlag insgesamt wird sich künftig voraussichtlich nur geringfügig verändern. Allerdings sind innerhalb der Jahreszeiten deutliche Verschiebungen zu erwarten: Während die Niederschläge in den Sommermonaten abnehmen, ist im Winter mit einem Anstieg der Niederschlagsmengen zu rechnen.

Befall der Buchsbestände (Buxus) durch den Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) Schädling Der Buchsbaumzünsler ist ein invasiver Schmetterling aus der Familie der Crambidae, der ursprünglich in Ostasien beheimatet ist und seit etwa 2006 in Europa verbreitet auftritt. Eingeschleppt wurde er vermutlich über den internationalen Pflanzenhandel, wobei sich die Art seither rasant über weite Teile Europas ausgebreitet hat. Die Raupen des Buchsbaumzünslers ernähren sich nahezu ausschließlich von Arten der Gattung Buxus und verursachen durch ihren massiven Blatt- und Rindenfraß erhebliche Schäden bis hin zum vollständigen Absterben der Pflanzen. Der Buchsbaumzünsler durchläuft eine vollständige Metamorphose mit vier Entwicklungsstadien: Ei, Larve (Raupe), Puppe und

16 Vgl. Klimafunktionskarte unter: www.themenstadtplan.dresden.de, Abruf 7.04.2025. 17 Vgl. Klimasteckbrief für Dresden: rekisviewer.hydro.tu-dresden.de/viewer/steckbriefe/SN/14612000/000_ GESAMT.pdf, Abruf 1.07.2025.

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Imago (Schmetterling). Die Eiablage erfolgt in Gruppen auf der Blattunterseite des Buchsbaums. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven, die sich durch mehrere Häutungen entwickeln und dabei erheblichen Fraßschaden anrichten. Vor der Verpuppung spinnen sie sich in Gespinsten zwischen den Blättern ein. Die Verpuppung dauert etwa eine bis zwei Wochen, danach schlüpft der Falter. Je nach Witterung können in Mitteleuropa zwei bis drei Generationen pro Jahr auftreten, wobei die letzte Larvengeneration in einem Ruhezustand überwintert und im Frühjahr ihre Entwicklung fortsetzt. Bedeutung des Buchs in historischen Gärten Der Buchsbaum (insbesondere Buxus sempervirens) ist seit Jahrhunderten ein zentrales Gestaltungselement in historischen europäischen Gartenanlagen. Er prägt vor allem Parterres und Heckenstrukturen, die nicht nur ästhetischen Wert besitzen, sondern auch ein wichtiges Kulturerbe darstellen. Ein Verlust dieser Bestände durch den Befall des Buchsbaumzünslers würde die Authentizität und historische Kontinuität vieler Gartenanlagen, auch dem Krankenhauspark des SKDF, beeinträchtigen.

Schadbild und Bedrohung Der Buchsbaumzünsler verursacht durch den Larvenfraß massiven Blattschaden bis hin zur vollständigen Entlaubung. In historischen Anlagen, wie dem BA, wirkt sich dies nicht nur pflanzenphysiologisch, sondern auch gestalterisch stark aus: Symmetrien gehen verloren, Pflanzbilder lösen sich auf, und Ersatzpflanzungen sind aus denkmalpflegerischer Sicht problematisch. Die Wiederherstellung von über Jahrzehnte geformten Strukturen ist nur begrenzt möglich.

Spezifische Herausforderungen im BA Historische Gärten, wie das BA, stellen im Hinblick auf den Pflanzenschutz ein anspruchsvolles Einsatzfeld dar, da sie unterschiedlichen und teils konkurrierenden Anforderungen unterliegen. Zentrale Rahmenbedingung ist der Denkmalschutz, der den Erhalt historisch wertvoller Pflanzenbestände priorisiert. Daraus ergibt sich eine starke Einschränkung beim Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel, sowohl aus konservatorischen als auch aus ökologischen Gründen. Die hohe Strukturkomplexität der Anlage – geprägt durch dichte Pflanzungen, regelmäßige Formschnitte sowie teilweise jahrzehntealte Gehölzbestände – erschwert darüber hinaus den Zugang für mechanische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen. Der Schutz dieser historisch gewachsenen Strukturen verlangt ein hohes Maß an Sensibilität und fachlicher Expertise. Zusätzlich wird der Pflanzenschutz durch die öffentliche Nutzung historischer Gärten beeinflusst. Die hohe Nutzerfrequenz erfordert den Einsatz

17 Sonstiger Anhang 475

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von Verfahren, die rückstandsfrei und möglichst schonend gegenüber Nützlingen sind, um sowohl die Sicherheit der Nuitzer als auch die ökologische Balance zu gewährleisten. Nicht zuletzt gewinnt der Park zunehmend an Bedeutung als Rückzugsraum für Tier- und Pflanzenarten. Die Förderung und Erhaltung der Biodiversität erfordert daher gezielte, selektiv wirkende Maßnahmen im Pflanzenschutz, die die Ansiedlung und Entwicklung nützlicher Organismen nicht beeinträchtigen. Integrierte Schutzstrategien • Monitoring und Entscheidungsunterstützung Pheromonfallen ermöglichen frühzeitige Befallswarnung und Planung von Behandlungsfenstern. Eine Kombination mit visueller Kontrolle (Larvensuche im Strauchinneren) ist unverzichtbar. • Biologische Bekämpfungsmittel Eine Ausbringung von Bacillus thuringiensis var. kurstaki (Bt) gilt als Standardverfahren für denkmalgeschützte Anlagen. Es wirkt selektiv gegen Lepidopteren, ist rückstandsfrei und nützlingsschonend. Neempräparate (Azadirachtin): können ergänzend eingesetzt werden, sind jedoch weniger zuverlässig. Beide Verfahren sind kompatibel mit den Anforderungen an Nutzer- und Umweltschutz. • Mechanische Maßnahmen Absammeln von Raupen und Gespinsten und Schnittmaßnahmen nach Kahlfraß zur Förderung des Neuaustriebs. • Biotechnische & biologische Ergänzungen Trichogramma-Arten (Eiparasitoide) können in Kombination mit einem Monitoring eingesetzt werden, sind aber kostenintensiv und müssen im richtigen Zeitfenster eingesetzt werden. Die Förderung natürlicher Gegenspieler ist wünschenswert, reicht allein aber nicht aus. Die natürlichen Gegenspieler des Buchsbaumzünslers in Mitteleuropa entwickeln sich erst allmählich, da er ein invasiver Schädling ist. Besonders Vögel und parasitische Insekten zeigen Potenzial, spielen aber bisher meist nur eine unterstützende Rolle im Pflanzenschutz. Eine Förderung dieser Nützlinge durch naturnahe Gartenstrukturen (z.B. Nistkästen, vielfältige Bepflanzung) kann jedoch langfristig zur Stabilisierung beitragen. Einige Vogelarten beginnen, den Buchsbaumzünsler als Nahrungsquelle zu nutzen, insbesondere in Regionen, wo er schon länger vorkommt: Spatzen (Haussperling, Feldsperling), Kohlmeise, Blaumeise, Buntspecht, Stare. Diese Vögel fressen sowohl die Raupen als auch die Puppen. Allerdings ist die Fraßwirkung regional und saisonal unterschiedlich. Es gibt erste Hinweise auf parasitierende Insekten, vor allem Schlupfwespen (z.B. Trichogramma-Arten), die Eier oder Larven des Buchsbaumzünslers befallen.

476 17 Sonstiger Anhang

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Diese werden zunehmend auch zur biologischen Bekämpfung gezielt eingesetzt. Weitere potenzielle Gegenspieler sind: Raubwanzen, Laufkäfer, Spinnen. Diese fressen die Raupen gelegentlich, allerdings sind ihre Bestände oft nicht groß genug, um einen Massenbefall einzudämmen.

Managementempfehlungen Einführung eines verbindlichen Monitoringsystems (Pheromonfallen + Sichtkontrolle). Behandlung mit Bt-Präparaten gezielt nach Larvenschlupf, kombiniert mit mechanischer Entfernung. Schnitt- und Pflegekonzepte anpassen, um Neuaustrieb zu fördern, ohne die historische Form zu gefährden. Dokumentation aller Maßnahmen zur denkmalpflegerischen Nachvollziehbarkeit. Langfristig Strategien prüfen: Erhalt prioritärer Strukturen, Ersatzpflanzungen mit resistenteren Buchsarten, wie dem Ovalblättrigen Buchsbaum (Buxus sempervirens 'Bullata') in Absprache mit den Denkmalbehörden.

17 Sonstiger Anhang 477

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Auszüge aus dem Zukunftskonzept des SKDF hinsichtlich Sanierung und Neubau von Gebäuden18

Abb. 354: Präferenzszenario des Zukunftsplans bis 2035 des Friedrichstädter Krankenhauses https://www.dresden.de/media/pdf/wirtschaft/vergabekonferenz/B.Tschuck_Staedtisches-Klinikum-DD_Vortrag- Vergabekonferenz-2025_geplante-Vergabe-des-SKDD.pdf, Zugriff 1.07.2025.

• Haus A: Die aktuelle Planung des SKDF sieht bis 2038 u. a. eine Fassadensanierung vor.

• Haus B: Die aktuelle Planung des SKDD sieht vor zwischen 2025 und 2029 einen Verbindungsbau von Haus C zu Haus B zu errichten. Nachfolgend soll bis 2033 ein Umbau mit Erweiterung von Haus B realisiert werden und das dann u-förmige Gebäude mit einer PV-Anlage ausgestattet werden.

• Haus C: Die aktuelle Planung des SKDD sieht vor das Gebäude 2035 zu sanieren und einen Verbindungsgang zu Haus N und Haus B zu bauen.

• Haus H: Die aktuelle Planung des SKDD sieht vor das Gebäude 2032 zu sanieren. • Haus K: Die aktuelle Planung des SKDD sieht vor das Gebäude 2034 zu sanieren. • Haus R: Die aktuelle Planung des SKDD sieht vor das Gebäude zwischen 2034 und 2036 zu sanieren.

18 Geplante Vergaben Städtisches Klinikum Dresden, Stand 14.01.2025. Online unter: https://www.dresden.de/media/pdf/ wirtschaft/vergabekonferenz/B.Tschuck_Staedtisches-Klinikum-DD_Vortrag-Vergabekonferenz-2025_geplante- Vergabe-des-SKDD.pdf, Zugriff 1.07.2025.

478 17 Sonstiger Anhang

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Sachverständigengutachten

Baumuntersuchung von 4 Bäumen

3x Taxodium distichumg, 1 x Metasequoia glyptostroboides

Heike Unger vom 20. Mai 2025

17 Sonstiger Anhang 479

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18 PLÄNE

• Plan 1.1 Bestandsplan, M 1:300 (841 x 1189 mm)

• Plan 1.2 Bestandsplan mit Medienlage, M 1:500 (A1)

• Plan 2.1 Überlagerung der Phasen 1-3 mit dem Bestand, M 1:500 (A1)

• Plan 2.2 Überlagerung mit Karte von 1740, M 1:1000 (A3)

• Plan 2.3 Überlagerung mit Karte von zw. 1800 - 1815, M 1:1000 (A3)

• Plan 2.4 Überlagerung mit Karte von zw. 1830-1835, M 1:1000 (A3)

• Plan 2.5 Überlagerung mit Karte von 1899, M 1:1000 (A3)

• Plan 2.6 Überlagerung mit Karte von 1966, M 1:1000 (A3)

• Plan 2.7 Überlagerung mit Luftbild von 1973, M 1:1000, (A3)

• Plan 3.1 Anlagegenese, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

• Plan 3.2 Anlagegenese mit Verlusten des Gartendenkmals, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

• Plan 4 Zielplan, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

• Plan 5 Erhaltungs- und Maßnahmeplan, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

• Plan 6 Klimaanpassungs- und Inklusionskonzept, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

• Plan 7 Projektzielplan, M 1:300 (A0, 841 x 1189 mm)

480 18 Pläne

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