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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG
STÄDTISCHES KLINIKUM DRESDEN FRIEDRICHSTADT
MITTELPARK
TEXTTEIL
Ergänzt durch: Klimaanpassungs- und Inklusionskonzept mit Projektzielplan
AUFTRAGGEBER STÄDTISCHES KLINIKUM DRESDEN RESSORT TECHNIK UND WIRTSCHAFT ABT: BAU UND TECHNIK FRIEDRICHSTRASSE 41 01067 DRESDEN
DRESDEN, DEN 05.08.2026
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DENKMALPFLEGERISCHE ZIELPLANUNG - SKDF MITTELPARK
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG ...................................................................................................................5 1.1 Vorwort ..........................................................................................................................5 1.2 Zielstellung, Aufbau, Methodik ...................................................................................5
2 QUELLENLAGE UND FORSCHUNGSSTAND ..................................................................3
3 ALLGEMEINE ANGABEN ...............................................................................................5 3.1 Lage und Größe ...........................................................................................................5 3.2 Untersuchungsgebiet ..................................................................................................6 3.3 Besitzverhältnisse und Zugehörigkeiten .....................................................................7 3.4 Rechtliche Vorgaben ..................................................................................................7
4 HISTORISCHE ENTWICKLUNG .......................................................................................9 4.1 Kurfürstliches Vorwerk vor 1670 ..................................................................................9 4.2 Feudales Palais zwischen 1670 und 1735 ................................................................10 4.3 Der Brühlsche Rokokogarten von 1736 bis 1773 .....................................................13 4.4 Der Marcolini-Garten von 1774 bis 1845 .................................................................24 4.5 Krankenhausfreiraum zwischen 1845-1945 .............................................................31 4.6 Krankenhausfreiraum zwischen 1946-2025 .............................................................49
5 DARSTELLUNG, WERTUNG UND ZEITLICHE EINORDNUNG DES BESTANDES .............57 5.1 Gebäude, Mauern und Treppen .............................................................................57 5.2 Raumstruktur, Bodenmodellierung und Sichtbeziehungen ..................................64 5.3 Wege, Platzflächen und Infrastruktur ......................................................................67 5.4 Wasserhaushalt und -anlagen .................................................................................73 5.5 Gehölze .......................................................................................................................75 5.6 Schmuckpflanzungen ...............................................................................................86 5.7 Rasen- und Wiesenflächen, Bodendecker und Krautschicht ..............................87 5.8 Denkmale, Steinsetzungen und Skulpturen ............................................................89 5.9 Ausstattung .................................................................................................................94 5.10 Nutzung .......................................................................................................................98 5.11 Analyse und Bewertung der Klimafolgen im Bestand .........................................100 5.12 Analyse und Bewertung der Barrierefreiheit .........................................................104
6 DENKMALBEWERTUNG .............................................................................................105
7 LEITBILD .....................................................................................................................107
8 MASSNAHMENKONZEPT ..........................................................................................111 8.1 Raumstruktur, Bodenmodellierung und Sichtbeziehungen ................................114 8.2 Wege und Platzflächen ..........................................................................................116 8.3 Wasseranlagen und -haushalt ...............................................................................119 8.4 Gehölze .....................................................................................................................121 8.5 Schmuckpflanzungen .............................................................................................126 8.6 Rasen- und Wiesenflächen, Bodendecker und Krautschicht ............................127 8.7 Kleinarchitekturen, Denkmale, Steinsetzungen und Skulpturen .........................128 8.8 Ausstattung und Einfriedungen ..............................................................................130 8.9 Nutzung .....................................................................................................................132
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9 KLIMAANPASSUNGS- UND INKLUSIONSKONZEPT ..................................................133 9.1 Klimarelevante Maßnahmen .................................................................................133 9.2 Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren ........................................................140
10 VERZEICHNISSE .........................................................................................................141 10.1 Abkürzungsverzeichnis ............................................................................................141 10.2 Abbildungsverzeichnis .............................................................................................142 10.3 Verzeichnis der Luftbilder ........................................................................................151 10.4 Verzeichnis der Karten ............................................................................................151 10.5 Literaturverzeichnis .................................................................................................153 10.6 Zeitschriften, Zeitungsartikel, Sonstiges ..................................................................155 10.7 Verzeichnis der Gutachten, Protokolle, Rechtsquellen, Richtlinien ........................ und Normen und unveröffentlichte Literatur ........................................................155 10.8 Archive und Datenbanken ....................................................................................155 10.9 Mündliche und schriftliche Auskünfte ...................................................................156
ANHANG
11 GEHÖLZKATASTER ....................................................................................................161
12 BESTANDSDOKUMENTATION ...................................................................................173 12.1 Raumeindrücke und Hauptelemente ...................................................................173 12.2 Materialien und Ausstattung ..................................................................................217
13 HISTORISCHE ABBILDUNGEN ...................................................................................265 13.1 Ehrenhof ....................................................................................................................269 13.2 Mittelparterre ............................................................................................................307 13.3 Orangerieparterre ...................................................................................................373 13.4 Rosengarten .............................................................................................................391 13.5 Nordseite von Haus N, Haus S und Haus C ...........................................................395 13.6 Haupteinfahrt und Vorplätze von Haus B und Haus U ........................................403
14 LUFTBILDER ................................................................................................................409
15 KARTEN .....................................................................................................................425
16 ZEITLEISTE ...................................................................................................................455
17 SONSTIGER ANHANG ...............................................................................................457
18 PLÄNE ........................................................................................................................480
Hinweis zur Sprachform:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird überwiegend auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form verzichtet. Die Verwendung der männli- chen Form soll jedoch explizit als geschlechtsunabhängig verstanden werden und alle anderen Geschlechter mit einbeziehen.
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1 EINLEITUNG
1.1 Vorwort
Das Bearbeitungsgebiet umfasst einen Teilbereich des Friedrichstädter Krankenhausparks, der östlich der Dresdner Altstadt liegt. Die Anlage blickt auf eine wechselvolle Nutzungsgeschichte zurück und spiegelt unter anderem die Zeit rauschender Feste im 18. Jahrhundert wider, die im ehemaligen Sommerpalais im Stil des Barock und Rokoko stattfanden. Der Park ist dementsprechend stark von der Hofkultur des sächsischen Adels geprägt und vermittelt bis heute den gestalterischen Grundgedanken barocker Gartenkunst.
Zugleich erzählt die Anlage auch von der Entwicklungsgeschichte des Stadtkrankenhauses in der Friedrichstadt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Infolge zahlreicher baulicher Ergänzungen erlitt die ursprüngliche Gartenstruktur teilweise erhebliche Verluste, ohne jedoch ihre historischen Gestaltungs-grundlagen vollständig einzubüßen. In diesem Spannungsfeld zwischen höfischer Repräsentation und funktionaler Krankenhausnutzung lässt sich die Dresdner Stadtgeschichte bis heute im Bearbeitungsgebiet ablesen. Der Garten ist gemäß §2 Abs.1 des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes (SächsDSchG) vom 3. März 1993 als Gartendenkmal innerhalb einer Sachgesamtheit ausgewiesen und steht seit 1931 als Kulturdenkmal unter gesetzlichem Schutz. Jegliche Eingriffe bedürfen daher der denkmalrechtlichen Genehmigung durch die zuständigen Behörden.
1.2 Zielstellung, Aufbau, Methodik
Die Bearbeitung der vorliegenden gartendenkmal- Erfassung pflegerischen Zielplanung fand zwischen November Historie und Bestand 2024 und Dezember 2025 statt und folgt den Analyse Vorgaben des FLL-Leistungskatalogs. Wie die Historie und Bestand Übersicht in Abbildung 1 verdeutlicht, wurden sowohl der Bestand und die historische Anlagenentwicklung Denkmalpflegerische Bewertung erfasst und analysiert. Dafür wurde eine Vermes- sungsgrundlage von 2017 durch eine Kartierung Leitbild und mit dem Hauptfokus auf den Vegetationsflächen Formulierung des Zielzustands unterfüttert. Die Anlagegenese stützt sich auf die Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, Abb. 1: Methodische vgl. Kapitel 3. Des Weiteren wurden die Bestands- Kernpunkte der vorliegenden Arbeit nach FLL, Stand 2020
Verfasser, 2025.
1 Einleitung 1 1.1 Vorwort
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elemente entsprechend des FLL-Leistungskatalogs ausschließlich unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten bewertet und zeitlich eingeordnet. Diese Erkenntnisse sind Grundlage des Leitbildes, um den dargestellten Zielzustand (vgl. Plan 4) zu erreichen. Daraus folgend wurde ein Erhaltungs- und Maßnahmenplan (vgl. Plan 5) erstellt, welcher das Maßnahmenkonzept (Kapitel 8) veranschaulicht.
Zusätzlich wurde eine Analyse und Bewertung der Klimafolgen im Bestand sowie der Barrierefreiheit vorgenommen. Zur Darstellung des Klimaanpassungs- und Inklusionskonzeptes (Kapitel 9) wurde Plan 6 erarbeitet. Dieser stellt die nötigen Maßnahmen dar, welche zum vom SKDF angestrebten Ergebnis führen, vgl. Projektzielplan Plan 7.
2 1 Einleitung 1.2 Zielstellung, Aufbau, Methodik
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2 QUELLENLAGE UND FORSCHUNGSSTAND
Die vorliegende Untersuchung basiert auf einer Vielzahl von Quellen, die sowohl aktuelle als auch historische Informationen umfassen. Als grundlegende Plangrundlage diente eine Vermessungsgrundlage des Städtischen Klinikums Dresden Friedrichstadt (SKDF) aus dem Jahr 2007. Dieser Plan wurde durch eine aktuelle Bestandsaufnahme der Gehölze ergänzt, die im Jahr 2024 vom Verfasser durchgeführt wurde. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der verwendete Bestandsplan keine aktuelle Vermessung darstellt. Dies zeigt sich exemplarisch an der Darstellung der Pflanzinseln innerhalb der Wasserbecken, deren tatsächliche Dimensionen – insbesondere die östlichen Inseln – von der kartographischen Darstellung abweichen und in Wirklichkeit größer sind als beispielsweise die im westlichen Becken. Keine Aussage bot die Datengrundlage u. a. zu Themen wie Fließrichtung und Gefälleneigung. Die Recherche wurde zudem durch mehrere Vorortbegehungen gestützt, an denen verschiedene fachkundige Personen beteiligt waren. Zu diesen zählten unter anderem die Gärtnerin Frau Schmidt, Frau Schwarz vom Landesamt für Denkmalpflege (LfD), Frau Binder, Herr Ziesche, Herr Hölzig, Frau Müller sowie Frau Hunger vom SKDF. Letztere stellte darüber hinaus umfangreiches fotografisches Material zur Verfügung, welches insbesondere für die Dokumentation des aktuellen Zustandes der Gartenanlage von großer Bedeutung war. Des Weiteren wurden historische Unterlagen wie jene zur Sanierung der Wasserbecken aus dem Jahr 1992 herangezogen, ebenso wie ein im Mai 2025 erstelltes Baumgutachten von Heike Unger, das sich mit dem Zustand der vier Gehölze innerhalb der Wasserbecken befasst. Für die historische Einordnung der Anlage wurden ergänzend Sekundärquellen ausgewertet. Hervorzuheben ist hierbei die Diplomarbeit von Knöfel aus dem Jahr 1999 sowie weitere schriftliche Arbeiten und interne Chroniken des Krankenhauses, die anlässlich von Jubiläen in 50-Jahres- Intervallen entstanden. Dabei wurde jedoch deutlich, dass der Gartenanlagen zumeist nur eine untergeordnete Bedeutung beigemessen wurde. Ebenso wurden Bestandspläne berücksichtigt, die im Kontext von Eigentumsübertragungen und zu Jubiläumsanlässen erstellt wurden.
Die Recherche fand maßgeblich in folgenden Archiven, Ämtern und Bibliotheken statt:
• Amt für Stadtplanung un Mobilität Dresden
2 Quellenlage und Forschungsstand 3
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• Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs
• Deutsche Digitale Bibliothek
• Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg
• Deutsche Fotothek
• Dr. Carls Luftbilddatenbank
• Leibnitz-Institut für Länderkunde
• Landesarchiv NRW - Luftbilddatenbank
• Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
• Sächsisches Staatsarchiv Dresden
• SKDF Bauarchiv
• Stadtarchiv Dresden
• Städtische Galerie Dresden
• Verein der Freunde des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt
Die archivalische Quellenlage ist durch den Verlust zahlreicher Dokumente infolge der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg stark eingeschränkt. Insbesondere die Unterlagen Brühls im Schloss Pförten, Akten des Hochbau- und Stadtbauamtes, Denkmalakten sowie Dokumente des Stadtgesundheitsamtes sind nicht mehr existent. Diese Lücken erschwerten die historische Rekonstruktion erheblich. Unter anderem ließ sich nicht ergründen, wo das einst im Mittelpark aufgestellte Walther-Denkmal platziert war. Weitere Recherchen sind u. a. zur möglicher Weise noch deponierten Kunstaustattung nötig: Dazu zählt das von Johann Baptist Dorsch gefertigte Marcoliniwappen, welches zum zwischenzeitlichen Platzieren eines Reichsadlers im Ehrenhof abgehangen wurde. Des Weiteren ist nicht bekannt, ob der ehemalige Muschelaufsatz mit Voluten des Delphinbrunnens noch existiert und welche Kunstausstattung ursprünglich in den wandgebundenen Ädikulen auf der Südfassade des ehemaligen Palais Aufstellung fand. Nicht geklärt ist, ob die Bleiglasfenster an selbiger Fassade noch eingelagert sind und wo der ursprüngliche Standort der heute aufgestellten Hermen1, Prunkvase mit Henkel und Sandsteinfiguren war sowie ob die einst in der Haupteinfahrt aufgestellte Prunkvase noch existiert.
1 Eine Herme ist eine Pfeiler- oder Säulenform mit einem Bildnis am oberen Ende, in der Regel ein Kopf oder Büste (meist von Hermes oder anderen Gottheiten, Philosophen oder Persönlichkeiten), während der untere Teil unbearbeitet oder nur grob behauen ist und wie ein rechteckiger Block oder Pfeiler aussieht. Ursprünglich stammt die Form aus der griechischen Antike.
4 2 Quellenlage und Forschungsstand 1.2 Zielstellung, Aufbau, Methodik
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3 ALLGEMEINE ANGABEN
3.1 Lage und Größe
Das Bearbeitungsgebiet (BA) befindet sich westlich der Altstadt Dresdens, im Stadtteil Dresden-Friedrichstadt zwischen der Friedrich-, Wachsbleich- und Vorwerksstraße sowie der Bräuergasse. Die Friedrichstadt zeichnet sich durch eine starke Verflechtung von Stadt und Landschaft aus, weil die nördliche Grenze durch einen markanten Elbbogen gebildet wird. Die entlang des Elbbogens liegenden Elbwiesen bilden eine wichtige Grünverbindung im Stadtraum Dresdens. Das Stadtbild der Dresdner Friedrichstadt wird heute, in Folge massiver Kriegsschäden durch den Zweiten Weltkrieg, durch eine Mischung aus historischen und modernen Bauten geprägt. Die Friedrichstadt gliedert sich in folgende Bereiche:
• Historisches Zentrum der Friedrichstadt mit dem Bearbeitungsgebiet und Anschluss nach Osten zur touristisch stark erschlossenen Altstadt Dresdens
• Norden: Ostragehege mit Schlachthof, Elbwiesen und Flutrinne
• Süden: Bahnanlagen der Deutschen Bahn
• Westen: Alberthafen, Bienertsche Hafenmühle und weitere Industriestandorte
Bis heute sind die Straßenzüge und Platzstrukturen des 17. Jh. in der Stadtstruktur ablesbar. Vorrangig aus barocker Zeit stammen die reich durchgrünten Parzellen nördlich der Friedrichstraße. Südlich davon dominieren weitgehend geschlossene Gebäudezeilen und eher kleine, meist nur gering begrünte Innenhöfe. Dennoch weist die Friedrichstadt zumindest kleinflächige Grünräume auf. Dazu zählen die unweit des Projektgebiets liegenden Grünräume:
• Innerer Matthäusfriedhof
• Parkanlage Hohenthalplatz
• Alter Katholischer Friedhof
• Kleingartenanlage Menageriegarten e.V.
• Kleingartenanlage Magdeburger Straße e.V.
Mit rund 11 ha stellt das Grundstück des Friedrichstädter Krankenhauses die größte Grünanlage der Friedrichstadt dar und nimmt dadurch eine Sonderstellung ein. Das BA befindet sich im überschwemmungsgefährdeten
3 Allgemeine Angaben 5 3.1 Lage und Größe
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Gebiet der Elbe und Weißeritz.2
3.2 Untersuchungsgebiet Das Untersuchungsgebiet umfasst ca. 3 ha und befindet sich im nordöstlichen Teilbereich des Friedrichstädter Krankenhausparks. Es grenzt im Norden an die Friedrichstraße. Das BA umfasst das „grüne Herzstück“ des Krankenhausparks, das mittlere Gartenparterre, welches sich entlang der Hauptachse zwischen Palais und Neptunbrunnen erstreckt. Gegenstand der Betrachtung waren des Weiteren der Ehrenhof, die Haupteinfahrt östlich von Haus U sowie die Flächen südlich der ehemaligen Orangerie (Haus A-Ost) und die Gehölzfläche westlich des Rosengartens. Die Raumgrenzen werden überwiegend durch die angrenzenden Bauwerke definiert:
• Norden - Haus A
• Osten - Haus R
• Süden - Haus C, N und S
• Westen - Haus B, G, W und U
Abb. 2: Übersichtsplan des Friedrichstädter Krankenhauses mit Bearbeitungsgrenze in Blau Verfasser, 2025.
2 Bei einem HQ 100 (Elbpegel 924 cm) ist das Gebiet noch nicht von Hochwasser betroffen. Die nördlich angrenzende Friedrichstraße wäre ab einem Elbepegel ab 950 cm überflutet, das Marcolinipalais ab einem Elbepegel von 965 cm. (www.themenstadtplan.dresden.de, Abfrage 9.05.2025.)
6 3 Allgemeine Angaben 3.2 Untersuchungsgebiet
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3.3 Besitzverhältnisse und Zugehörigkeiten
Laut Flächennutzungsplan von 2020 ist das Krankenhausgelände als Gemeinbedarfsfläche für gesundheitliche Zwecke ausgewiesen.3 Das Grundstück ist Eigentum der Landeshauptstadt Dresden, worüber dem SKDF eine langfristige Verfügungsberechtigung vorliegt. Bei dem Bearbeitungsgebiet handelt es sich um ein Teilflurstück von 216/4. Das Städtische Krankenhaus Dresden Friedrichstadt (SKDF) verfügt über eine eigene Bauabteilung und übernimmt u. a. den Unterhalt der Gartenanlage mit eigenem Gärtnerpersonal.
3.4 Rechtliche Vorgaben
Das Kulturdenkmal Stadtkrankenhaus Friedrichstadt (Nr. 09305645) ist mit besonderer baugeschichtlicher, geschichtlicher und künstlerischer Bedeutung als Sachgesamtheit nach § 2 Absatz 1 SächsDSchG vom 3. März 1993 ausgewiesen und umfasst zahlreiche (Einzel-) Denkmale. Das Bearbeitungs- gebiet besitzt das Ausweisungsmerkmal „Gartendenkmal“, vgl. S. 457. Laut § 8 des SächsDSchG besteht eine Erhaltungspflicht der Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen. Eingriffe in das Bearbeitungsgebiet bedürfen der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung durch die zuständigen Denkmalbehörden. Die vorliegende gartendenkmalpflegerische Zielplanung bildet die Grundlage für zukünftige Entscheidungsprozesse und legt ausschließlich die Belange aus Sicht der Gartendenkmalpflege dar. Im Rahmen dieser Arbeit bleiben jene weiteren wichtigen Aspekte, die für die Pflege und Unterhaltung eines Krankenhausparks relevant sind, wie u. a. wirtschaftliche, medizinfachspezifische sowie naturschutzfachliche Themen, unberücksichtigt. Im Bearbeitungsgebiet befinden sich keine Naturdenkmale oder Naturschutz-gebiete nach Naturschutzrecht.4 Für sich gesondert steht der Artenschutz, welcher bundesweit und auch außerhalb von Schutzgebieten besteht; weitere Hinweise vgl. S. 458. Ausführungen zur Klassifizierung laut Flächennutzungsplan siehe Kapitel 3.3 und zur Hochwassergefährdung vgl. S. 5.
Gesondert betrachtet wurden Klimaschutz- und Klimaanpassungsfragen sowie Aspekte der Barrierefreiheit, vgl. Kapitel 9.
3 Flächennutzungsplan Dresden, 2020: online unter: https://stadtplan.dresden.de/?permalink=IygcN9b, Zugriff: 1.10.2024. 4 Die nächstgelegenen Schutzgebiete sind eine als Naturdenkmal ausgewiesene Platanen-Allee auf der Bremer Straße (ca. 700 m) sowie die als Landschaftsschutzgebiet klassifizierten Elbwiesen und -altarme. (Karte mit Schutzgebieten: online unter: https://stadtplan. dresden.de/?permalink=IygcN9b, Zugriff: 1.10.2024.)
3 Allgemeine Angaben 7 3.3 Besitzverhältnisse und Zugehörigkeiten
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