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Leistungsbeschreibung
Einpersonenduschkabine
Az. B 20.13 - 0555/25
Ihre Vergabestelle für das Vergabeverfahren
Beschaffungsamt des BMI
Anschrift Beschaffungsamt des BMI
Referat B 20 Brühler Straße 3 53119 Bonn
Ausgabenummer 1 Ausgabedatum 30.09.2026
Beschaffungsamt des BMI, Vorlagenstand: 25.07.2024
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Inhaltsverzeichnis
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Verwendungszweck .................................................................................................................. 3
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Anforderungen an das System .................................................................................................. 3
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Konfektion und Funktionsmerkmale......................................................................................... 3
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Material ..................................................................................................................................... 4
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Lieferumfang: ............................................................................................................................ 5
5.1 Zelt: ................................................................................................................................... 5
5.2 Elektrisches Gebläse zum Befüllen und Entleeren des Stützgerüstes .............................. 5
- Zubehör ..................................................................................................................................... 6
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1. Verwendungszweck
Die mobile Einpersonenduschkabine ist eine aufblasbare Dusche für die Personendekonta- mination im CBRN-Einsatz. Verwendungszweck ist die Dekontamination stehender Personen im Standardbetrieb sowie liegender oder eingeschränkt mobiler Personen, wenn die Situation es erfordert.
2. Anforderungen an das System
Die Kabine muss wie folgt zu handhaben sein:
verpackt tragbar (kurzzeitig) mit 2 Personen (pro Pers. max. 35 kg) Aufstellen mit max. 1 Personen in max. 5 Minuten Abbauen mit max. 1 Personen in max. 5 Minuten aufgestellt tragbar (kurzzeitig) mit 2 Personen, durch Trageschlaufen Die Kabine ist als luftgestütztes Zelt auszuführen.
Die Abmessungen müssen so sein, dass eine Person in einem handelsüblichen impermeablen Chemikalienschutzanzug nach EN 943 von allen Seiten geduscht und von einer zweiten Person von außen abgebürstet werden kann. Ebenso müssen die Abmessungen der Duschkabine für das Duschen einer Person auf einer DIN 13024-N Krankentage ausreichend sein. Es soll ein Handschuhsystem als Eingriff von der Außenseite her verwendet werden, die eingesetzten Handschuhe müssen einfach vom Nutzer auszuwechseln sein.
Bei der Herstellung dürfen keine Stoffe der Anhänge der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) verwendet werden, die bei Verwendung und Lagerung zu humantoxischen Produkten führen. Abweichungen hiervon bedürfen der schriftlichen Genehmigung des BBK.
Produkte mit erhöhter Anfälligkeit gegen Mikroorganismen sind zu vermeiden oder durch geeignete Biozide, die vor allem auch physiologisch unbedenklich sein müssen, zu schützen. Für Artikel, die nach Gebrauch einer bestimmten Entsorgung zugeführt werden müssen, sind Angaben zu Entsorgungsmaßnahmen (z.B. Abfallschlüsselnummer in der Bedienungsanleitung) mitzuteilen.
3. Konfektion und Funktionsmerkmale
Die Kabine ist so auszuführen, dass die Stabilität einzig durch die Luftstützen erreicht wird. Alle Seiten sind senkrecht auszuführen.
Auf der Seite, an welcher das Handschuhsystem angebracht ist, muss die untere Querstrebe (Luftstütze) etwas erhöht vom Boden angebracht werden. dies soll den Einsatzkräften ein ergonomisches Arbeiten mit dem Handschuhsystem ermöglichen.
Für die Luftstützen und die Planen ist dasselbe Material zu verwenden. Wo immer möglich, sollen Schweißnähte als Verbindungen eingesetzt werden. Bei Nahtverbindungen mit Garnen sind diese als Doppelnaht auszuführen und zusätzlich zu verkleben. Ein Wasseraustritt muss ausgeschlossen sein.
Das Material der Luftstützen und der Plane soll reißfest, robust, schwerentflammbar, fäulnishemmend und wasserdicht sein.
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Die Plane ist in der Durchgangsrichtung, vorne und hinten, mit einer ausreichenden Anzahl magnetischer Verschlüsse oder alternativ Reißverschlüssen auszustatten. Das Austreten von Duschwasser muss vermieden werden.
Vor der eigentlichen Kabine ist eine Wanne, in gleicher Größe wie die Kabine, für die Grobreinigung von Schutzschuhen anzubringen. Diese Wanne muss ebenfalls als Luftstützensystem ausgeführt sein. Von der Wanne muss eine Ablaufmöglichkeit für verschmutztes Wasser zur eigentlichen Kabine bestehen.
Die Kabine ist so auszuführen, dass sie mit einer apparativen Unterstützung (Gebläse, Pumpe) in max. 5 Minuten, einschließlich der erforderlichen Verankerung für die Standfestigkeit, aufgestellt werden kann. Beim Abbau muss das Gebläse auch zum Absaugen der Luft verwendbar sein. Für die Befüllung des Zeltes aus feuerwehrüblichen Druckluftflaschen ist ein entsprechendes Anschlussventil vorzusehen.
Die eingesetzten Ventile für die Befüllung, für die Druckregulierung und die Entleerung sind in handelsüblicher Ausführung zu wählen. Die Betätigung der Ventile muss mit einem Finger leichtgängig möglich sein. Für eine beschleunigte Luft-Entleerung der Stützbögen ist eine entsprechende Vorrichtung mitzuliefern.
An jedem Luftschlauch ist ein Überdruckventil vorzusehen. Die Überdruckventile sollen bei einem Druck im Bereich von 1,3 bis 1,4 bar auslösen.
In zwei gegenüberliegenden Ecken und unter der Decke der Kabine ist ein Duschsystem mit Schläuchen und Düsen zu integrieren. Die Düsen müssen einzeln auszuwechseln sein, das gesamte Duschsystem muss austauschbar und nicht fest mit der Plane der Kabine verbunden sein. Für den Anschluss der Wasserzuleitung ist außerhalb der Kabine eine D-DS Festkupplung DIN 14306 vorzusehen.
Im Innern der Kabine ist eine Wasch-Büste mit Stiel an einem flexiblen Spiralschlauch vorzu- sehen. Mit dieser Bürste muss es möglich sein, durch das Handschuhsystem eine in der Kabine befindliche Einsatzkraft von außen abzuwaschen. Der Spiralschlauch ist abnehmbar an geeigneter Stelle, vorzugsweise im oberen Teil der Kabine, an die Wasserzuführung anzuschließen.
Um zu vermeiden, dass Einsatzkräfte mit den Füßen in kontaminiertem Wasser stehen, ist ein herausnehmbares System zur Bodenerhöhung der Kabine mitzuliefern. Dieses System muss rutschfest sein.
Die gesamte Kabine ist so zu gestalten, dass sie einen optimalen Schutz gegen mechanische Beschädigung aufweist. Eine Instandsetzung von kleinen Leckagen muss vor Ort möglich sein.
Die Kabine und Wanne sind mit einem Innenboden auszustatten. Die Oberfläche muss rutschfest ausgeführt sein.
Die Kabine ist so zu gestalten, dass sie in allseitig geschlossenem Zustand gegen Verspritzen von Duschwasser nach außen dicht ist. Am Boden angesammeltes Duschwasser darf nicht nach außen dringen.
4. Material
Alle verwendeten Werkstoffe und Materialien müssen eine möglichst hohe chemische Beständigkeit besitzen. Sie müssen korrosionsbeständig und mechanisch so stabil sein, dass sie robusten Einsätzen im Feuerwehralltag ohne Schaden standhalten.
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Eine Temperaturbeständigkeit von -10° bis + 60°C muss gewährleistet sein.
Werden andere als die hier genannten Werkstoffe verwendet, dürfen die geforderten Qualitätsmerkmale nicht gemindert werden.
Als Kabinenhaut und Fußboden sind Materialien zu verwenden, deren Qualität und mechanische Beanspruchungen den teilweise extremen Einsatzbedingungen Rechnung tragen. Besonders der Zeltboden ist in entsprechender Materialstärke und rutschsicher auszuführen.
Die Farbe des Zeltes ist neutral und hell. z. B. weiß oder hellgrau.
Die Luftstützen müssen so dicht sein, dass die Kabine in einem Zeitraum von 24 Stunden nicht an Stabilität verliert. Die Umgebungsbedingungen sind hierfür als gleichbleibend zu betrachten (Umgebungstemperaturtemperatur ± 2 K).
Metallteile sind mit einem dauerhaften Korrosionsschutz zu versehen. Verbindungen zwischen dem Planenmaterial sind wasserdicht ausgeführt.
Fenstermaterial, Besätze, Gurtbänder, Garne, Kleber, Beschlagteile u.ä. sind in einer Qualität zu verwenden, die das hohe Anforderungsprofil der Kabine nicht minimieren. Alle verwendeten Materialien müssen den Belastungen, die beim Zusammenlegen der Kabine und bei einer ununterbrochenen verpackten Langzeit-Lagerung von zwei Jahren auftreten können, ohne Schaden zu hinterlassen, standhalten.
Scharfkantige Teile oder Ecken sind unbedingt zu vermeiden. Diese können beim Verpacken der EPDK Planenteile oder die Luftstützen beschädigen und so zu Undichtigkeiten führen.
5. Lieferumfang:
5.1 Zelt:
Druckminderer zum Befüllen über Druckluftflaschen Packbehälter o.ä. Bedienungs- und Aufbauanleitung Nachweis der Einhaltung der TrinkwV für die wasserführenden Teile bis zum Duschkopf.
5.2 Elektrisches Gebläse zum Befüllen und Entleeren des Stützgerüstes
Betriebsspannung 230 V, 50 Hz Schutzart des Gebläses und des Ein-/Ausschalters IP 55 Füllschlauch zum Anschluss an Gebläse (min. 2 m), mit Kugelhahn, Anschlusskabel H07 RN-F 3 G 2,5 gelb, 5 m lang mit Schutzkontaktstecker druckwasserdicht IP 67, Adapter zum schnellen Entleeren des Stützgerüstes Packtasche Bedienungsanleitung
Die eingesetzten Ventile für die Befüllung, für die Druckregulierung und die Entleerung sind in handelsüblicher Ausführung zu wählen. Ein Überdruckventil ist an jedem Luftschlauch vorzusehen. Die Betätigung der Ventile muss mit einem Finger leichtgängig möglich sein. Zum schnellen Entleeren der Zelte sind die Ventile so auszuführen, dass sie sich in geöffneter Stellung arretieren lassen. Alternativ können hier auch Adapter eingesetzt werden.
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6. Zubehör
Reparatur-Set in Tasche, Dose o.ä. ein Stück Zeltplane etwa in DIN-A4 Größe, Kleber (mit Mindesthaltbarkeit von 10 Jahren) Alle zum Auf- u. Abbau notwendigen Werkzeuge entsprechende Anzahl Befestigungshaken (Erdnägel, Heringe o.ä.) entsprechende Anzahl Sturmleinen zwei zusätzliche Ersatz-Befestigungshaken (Erdnägel, Heringe o.ä.)
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