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Anlage 3.3_Schnittstelle_Meldeabgleich
Automatisierter Meldeabgleich
Das LAS ist nach SGB IX/LBliGG verpflichtet einen Meldeabgleich der Antragsteller mit den Meldeämtern durchzuführen. Der Abgleich erfolgt vollautomatisch, d.h. vom Anwender sind keine manuellen Schritte für den eigentlichen Abgleich notwendig. Es bleiben allerdings fachliche Nacharbeiten, wie beispielsweise die Aktualisierung der Akten (bspw. bei Tot, Verzug, Namensänderung usw.)
Erzeugung Melderegister-Abfragen
Anfragen an das Melderegister erfolgen per OSCI im XMeld-Format (Meldewesen unter https://www1.osci.de). Zweimal jährlich findet ein Versionswechsel von XMeld statt (01. Mai und 01. November).
Der "Meldeabgleich" erzeugt XML-Suchanfragen des Nachrichtentyps Fachspezifische Behördenauskunft (1330).
Die Übertragung der erzeugten Nachrichten über OSCI erfolgt aktuell über die Software ProGOV
Der Meldeabgleich tauscht die Nachrichten und Antworten dateibasierend mit ProGOV aus.
Eine Optimierung der Abläufe wird angestrebt.
Algorithmus
- Laden der comparision-Datensätze aus der lokalen SQLite-DB (passend
zum enquirer)
• Suche nach allen Comparision-Datensätzen mit dem Status
o NEW - Neu importierter Datensatz, zu der noch keine Suchanfrage erzeugt wurde.
o EVAL - Es wurden vom Melderegister schon Daten geliefert, welche durch eine weitere Suchanfrage validiert werden sollen.
o PHONETIC - Zu der vorherigen Suchanfrage konnten die Melderegister keinen Treffer liefern, weil nicht gefunden oder weil eine Auskunftssperre vorliegt. Häufige Ursache für das Nicht-Finden war durch Schreibfehler des Namens verursacht. Daher solle eine weitere Suchanfrage ausgelöst werden, aber diesmal mit einer Suche nach "phonetisch ähnlichen Namen" und der Ansage, dass man bei einer Auskunftssperre eine manuelle Beantwortung wünscht.
- Erzeugung der Suchanfrage für jeden Datensatz
• Überprüfung der GKZ (Gemeindekennzeichen)
o Suchanfragen sind gerichtet an ein konkretes Melderegister, identifiziert durch die GKZ der Anschrift. o Zulässig sind nur gültige GKZ aus Sachsen-Anhalt.
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Anlage 3.3_Schnittstelle_Meldeabgleich
o Für Prüfung der Anschriften in anderen Bundesländern hat das LVwA keine Erlaubnis. Alle GKZ, welche nicht mit "15" beginnen, können nicht aus Sachsen-Anhalt stammen. Die entsprechenden Comparision-Datensätze werden mit dem Status SEND_ERROR markiert. o Im Datenbestand, aber auch bei dem Melderegister selbst, befinden sich veraltete GKZ aus Sachsen-Anhalt. Neben Eingabefehlern handelt es sich dabei häufig um veraltete GKZ, welche durch die vielen Gebietsreformen der letzten Jahrzehnte ungültig geworden sind.
▪ Werden veraltete GKZ erkannt, werden sie durch die nun aktuelle GKZ ausgetauscht.
▪ Kann keine gültige GKZ gefunden werden, dann wird der Comparision-Datensatz mit dem Status SEND_ERROR markiert.
o Befüllung der Anfrage-XML (Typ 1330) mit den Daten aus dem Comparision-Datensatz (Nachname, Vorname, Geburtsdatum, GKZ der Anschrift, Geschlecht) o Speichern der Anfrage-XML im angegeben queuefolder
- Für jeden Datensatz Aktualisierung der lokalen SQLite-DB
o Erzeugung eines XMeld-Datensatzes, in dem die Nachrichten-ID der Suchanfrage gespeichert wird. Diese wird später benötigt, um die Antwort dem korrektem Comparision-Datensatz zuordnen zu können.
o Comparision-Datensatz Status aktualisieren:
▪ SEND - Suchanfrage erfolgreich erzeugt
▪ SEND_ERROR - Bei der Erzeugung der Suchanfrage trat ein Fehler auf.
Je ein Beispiel der Suchanfrage sowie der Antwortdatei befinden sich im Anhang (BeispielSuchanfrage-XML.pdf, Beispiel-Antwortdatei-XML.pdf).
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