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Vergabe- / Vertragsnummer: VII.11.3.StB (Projektbeschreibung techn. Ausrüstung StB) 26-079156 / 000.916.755
Projekt/Baumaßnahme: B 17 Nachr. TUN – Tunnel Bärenkeller
Projektbeschreibung
- Allgemeine Beschreibung der Maßnahme
Im Zuge der altersbedingten Erneuerung der Betriebstechnik wird die betriebstechni- sche Ausstattung sowie Teile der Verkehrstechnik des Bärenkellertunnels komplett neu geplant, auf den sogenannten „Stand der Technik“ gebracht und die Räumlich- keiten neu aufgeteilt. Der bisher genutzte Schalt-/Verteilerraum soll in seiner jetzigen Form aufgegeben und die Versorgung der betriebstechnischen Ausstattung in das vorhandene, abgesetzte Betriebsgebäude verlegt werden. Der Schalt- und Verteilerraum soll weiterhin als Anschlussort für den örtlichen Ener- gieversorger sowie für die Kabelverteilung in Richtung Tunnel, ausgehend vom Be- triebsgebäude, genutzt werden. Es entsteht eine neue, bisher nicht vorhandene Leerrohranbindung vom abgesetzten Betriebsgebäude aus in Richtung Tunnel. Ergänzend zu der betriebstechnischen Sanierung soll an der Anschlussstelle zur Stuttgarter Straße eine PV-Freifeldanlage entstehen, welche den Strombedarf des Tunnels teilweise decken soll (≈ 269 kWp). Folgende Leistungen wurden im Entwurf bearbeitet und sind in den Leistungsphasen 5-8 weiter auszuplanen: • Erneuerung der Tunnelbeleuchtungsanlage mit Anordnung der Leuchten in der Ecke über dem Notgehweg • Erneuerung der betriebstechnischen Anlagen im Betriebsgebäude und des Schaltanlagen-/Verteilerraums am Nordportal • Erneuerung der Notrufsäulen inkl. Neuaufschaltung über eine eigene Notrufzentrale • Planung von Fluchtwegkennzeichnungsleuchten • Planung einer aktiven Leiteinrichtung • Planung einer Videoüberwachung der Tunnelportale, des Betriebsgebäudes sowie an der PV-Freifeldanlage • Planung von zwei abgesetzten Lichtsignalanlagen • Planung einer Photovoltaikanlage im Freifeld inkl. Energiespeichersystem • Erweiterte Abstimmung bzgl. Verkehrsfunk/Radio/Mobilfunk/Sparten • Leerrohrtrassenanbindung zwischen Betriebsgebäude und Tunnelportal • Erneuerung der Tunnelautomatisierung • Erneuerung der Bedienung der Löschwasserschieber • Erneuerung der Bedienung der Ampelsteuerung • Erneuerung der vorhandenen Stromanschlüsse in den Feuerlöschnischen • Ordnung und Strukturierung des geplanten Bauablaufs zur Minimierung von Verkehrsbeeinflussungen auf der B17 (z.B. möglichst Vermeidung von länge- ren Vollsperrungen)
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• Kostenberechnung nach AKVS
- Beschreibung des Bauwerks
Der Bärenkellertunnel (BKT) in Augsburg ist Teil der B17 (Dayton Ring) von der Au- tobahn 8 (Stuttgart-München) bis zur B300 und unterquert die Hirblinger Straße.
Der Tunnel ist ein 2-röhriger, 154 m langer Tunnel aus dem Jahr 1995. Jede Tunnel- röhre besitzt 2 Fahrspuren und dazugehörige Notgehwege auf beiden Seiten. Es sind keine Standstreifen oder Pannenbuchten innerhalb der Tunnelröhren vorhanden.
Zugehörig ist ein Schalt-/Verteilerraum im Block 1 auf der Ostseite der Oströhre (Nord- portal), in dem der Großteil der betriebstechnischen Einrichtungen (z.B. Energieein- speisung durch das EVU, die Niederspannungshauptverteilung und die Steuerung des Tunnels untergebracht sind. Zusätzlich befindet sich nordöstlich vom Tunnel ge- legen ein bisher nur wenig genutztes, abgesetztes Betriebsgebäude. Darin befindet sich die USV-Anlage sowie ein Rückhaltebecken.
Gersthofen
Augsburg
- Bauwerkskenndaten
| ASB Nr. | 7631527 |
|---|---|
| Bauwerksname | Bärenkellertunnel |
| Tunnellänge | 154m / 156m |
| Anzahl Röhren – Verkehrsart | 2 – Richtungsverkehr mit je 2 Fahrstreifen |
| Zul. Geschwindigkeit | 60 km/h |
| Gefahrgut (Code / Beschränkungen) | „A“ / keine |
| Tunnelquerschnitt: | Rechteckquerschnitt |
| Tunnelprofil: | RQ 20t |
| Fahrbahnbreite | 7,50m |
| Notgehwege: | 1 Gehweg je Tunnelaußenwand mit jeweils ca 1 m Breite 1 Gehweg je Tunnelmittelwand mit jeweils 1,12 m Breite |
| Lichte Tunnelweite | 9,62 m |
| Lichte Tunnelhöhe | Ca. 4,77 m |
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| Betriebsgebäude: | 1 Schalt-/Verteilerraum im Block 1 auf Seite der Ost- röhre, 1 Betriebsgebäude mit Havariebecken, ca. 100 m vom Nordportal entfernt, außerhalb des Tunnels |
|---|---|
| Konstruktion | Stahlbeton |
| Letzte Hauptprüfung | 09/2025 |
| Bauzustandsnote | 2,4 Weströhre/ 2,3 Oströhre/ 1,8 Betriebsgebäude |
| Baujahr | 1995 |
- Projektbeteiligte
Behörden Staatliches Bauamt Augsburg, Straßenmeisterrei Gersthofen Straßenverkehrsbehörde Netzbetreiber Stadtwerke Augsburg Feuerwehr Berufsfeuerwehr Augsburg Planungsbüro Geotechnisches Gutachtenbüro
-
Auftraggeber Bundesrepublik Deutschland vertreten durch den Freistaat Bayern vertreten durch das Staatliche Bauamt Augsburg.
-
Planungsumfang
6.1 Kurzbeschreibung Der Auftrag umfasst die Erbringung der Leistungen der Leistungsphasen 5 – 8 (Leistungsphase 4 Genehmigungsplanung entfällt) nach HOAI §53 (Abschnitt 2 — Technische Ausrüstung) für die Erneuerung der betriebstechnischen Ausstattung des Bärenkellertunnels einschließlich der zuge- hörigen Freifeld‑PV‑Anlage, der Trassen‑ und Leerrohranbindung, der Leittechnik, der USV-/Bat- teriesysteme sowie der erforderlichen Bauüberwachung und Inbetriebnahme. Die Grundlage für die Planung ist der genehmigte Bauwerks Entwurf vom 31.03.2026. Die Einarbeitung in den Entwurf wird nicht gesondert vergütet und ist in die Planungskosten einzu- rechnen.
Ziel: Vollständige Ausführungsplanung, Vergabe sowie Bauüberwachung der Erneuerung der Be- triebstechnik, den Tunnel „Stand der Technik“ entsprechend zu betreiben, die Betriebs‑ und Si- cherheitsfunktionen sicherzustellen.
6.2 Kostenberechnungsgrundlage • Kostenberechnung Entwurf vom 31.03.2026: • Betriebstechnik inkl. PV‑Freifeldanlage ca. 4,99 Mio € netto • Die ausführliche Kostenzuordnung der jeweiligen Anlagengruppen ist aus der Anlage „Kos- tenaufschlüsselung“ zu entnehmen und Planungsgrundlage.
6.3 Leistungsbild / Leistungsumfang (HOAI §53 Abschnitt 2 — Lph 5–8) Die folgenden Beschreibungen stellen die beauftragten Leistungen für die Leistungsphasen 5 bis 8 (Technische Ausrüstung) detailliert dar, sind jedoch nicht abschließend.
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Leistungsphase 5 — Ausführungsplanung • Detaillierte Ausführungspläne (Elektro, Beleuchtung, Steuerung, Schaltschrankaufteilungen, Kabeltrassen, Leerrohrbelegungspläne, USV/NSHV, PV‑Anschluss) auf Basis des Entwurfs. • Elektro‑ und Lichttechnik: ausführliche Leuchtenlisten, Schaltgruppen, Dimm‑ und Regel- konzepte, HMI‑Darstellungen, Parametrierungsdaten. • Schalt‑ und Schutzkonzepte: NSHV, Schutzgeräte, Selektivitätsnachweise, Blitz‑/Überspan- nungsschutz‑Konzept, Erdung. • Versorgung und USV: Auslegung USV (Modularkonzept, Ziel ≈ 40 kW, n+1), Batteriesystem (Gesamtenergiekonzept inkl. Speicher für PV‑System und 60 min Versorgung). • Brand‑/Gefahrenmeldeanlagen, Notruf/Telefonie, Datentechnik, Verkehrs‑ und Sicherheits- technik, Ölrückhaltebecken‑Steuerung, Lüftung/RLT, Detailkonstruktionen, Revisions‑ und Wartungskonzepte, Prüf‑ und Messkonzepte, Protokollformulare. • Erstellung eines detaillierten Migrations ‑Plans zur Errichtung der neuen und parallel betrie- benen bestands Betriebstechnik wären der Umbauzeit (siehe Abschnitt Schnittstellen / Be- sondere Randbedingungen). • Fortführung und Ergänzung der Sicherheitsdokumentation mit AGAP gem. RE-Ing (in den besonderen Leistungen einzukalkulieren)
Leistungsphase 6 — Vorbereitung der Vergabe • Erstellen vollständiger Leistungsverzeichnisse (LV nach VOB), Mengenermittlungen, techni- sche Spezifikationen. • Festlegung Vergabestrategie (Losbildung). • Erstellung Unterlagen für den Wartungsvertrag
Leistungsphase 7 — Mitwirkung bei der Vergabe • Prüfung und Wertung der Angebote, technische Wertung, Bieteranfragen beantworten. • Prüfung Eignungsnachweise (CE, IP, EX, VDE).
Leistungsphase 8 — Objektüberwachung / Bauüberwachung / Abnahme • Fachbauleitung Elektrotechnik, Koordination Fachgewerke, Überwachung Einhaltung Aus- führungsplanung, Prüfpläne, Termine. • Baustellen‑Koordination mit Auftraggeber, Straßenmeisterei, Feuerwehr, Netzbetreiber. • Regelmäßige Bau‑ und Koordinationsbesprechungen, Tagesberichte, Mängelmanagement, Freigabeverfahren für Sperrphasen und Inbetriebnahmefenster. • Durchführung/Organisation von Abnahmen: Teilabnahmen, Schlussabnahmen, FAT/SAT, Mess‑ und Prüfprotokolle (VDE, Blitzschutz, Erdungsmessung, EMV), Integrationstests Leit- technik, Begehungen mit Feuerwehr. • Betriebsbereitschaftsprüfung: Notrufverfügbarkeit, USV/Batterietests (60 min), PV‑Einspei- sungstests, Leuchten‑ und Regeltests, Videoaufzeichnung, Ölrückhalte‑Alarme, Pumpen- sumpftests. • Erstellung der Abnahmeunterlagen: Bestandspläne, Schaltpläne, Messprotokolle, Prüfzeug- nisse, Bedienungs‑ und Wartungsanleitungen, Schulungsunterlagen. • Fortschreibung der Ausführungspläne • Erstellung Betriebshandbuch (in den besonderen Leistungen einzukalkulieren) • Erstellung Ex-Dokument Regenrückhaltebecken (in den besonderen Leistungen einzukalku- lieren)
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6.4 Schnittstellen / Besondere Randbedingungen • Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der eingeschränkten Umfahrungsmöglichkeiten der B17 sind die verkehrlichen Einschränkungen auf ein notwendiges Minimum zu begren- zen. Die Bau- und Montagearbeiten müssen so geplant werden, dass sie unter laufendem Verkehr und Tunnelbetrieb ausgeführt werden können. Die zugehörigen Verkehrskonzepte (reduzierte Spurbreiten, temporäre Sperrungen sowie Wochenend-Vollsperrungen) sind zu entwerfen und bzgl. der Verkehrsrechtlichen Anordnungen mit dem Bauamt abzustimmen und zu optimieren. • Fortbetrieb der Bestandsbetriebstechnik: Die vorhandene Betriebstechnik bleibt bis zur er- folgreichen Inbetriebnahme der neuen Anlagen im Betrieb und sichert den laufenden Tun- nelbetrieb. • Parallelbau / Parallelbetrieb: Neue Betriebstechnik ist parallel zum Bestand aufzubauen und zu testen; Umschaltungen nur nach Freigabe durch Auftraggeber und nach erfolgreichem Abschluss aller FAT/SAT‑Prüfungen. • Phasenweise Demontage: Demontage der Altanlagen erfolgt erst nach Teil‑/Schlussab- nahme; Demontagen können in Teilabschnitten erfolgen. • EVU‑Schnittstelle: Abstimmung Umschluss, Zähler/Übergabepunkt, Anmeldung PV. • Freifeld‑PV: Zaunanlage, Videoüberwachung, Wechselrichter‑/Speicherstation und Lei- tungsführung ins BG/NSHV (Variante 1a).
Es sind keine Zuarbeiten durch den Auftraggeber vorgesehen. Ebenfalls ist keine zusätzliche Ob- jektplanung vorgesehen. Der Auftragnehmer trägt die Gesamtverantwortung für die Organisation und Koordination aller erforderlichen Planungs‑, Prüf‑, Melde‑ und Genehmigungsleistungen. Alle hierfür anfallenden Kosten sind in das Angebot einzurechnen.
6.5 PV‑Freifeldanlage Die Planungskosten der Leistungsphasen 5-8 zur PV-Anlage sind als vollumfängliche Leistung in der Anlagengruppe 4 unter den besonderen Leistungen einzuplanen.
Mindestumfang: • Planung der Vegetations‑/Rodung, Topographie, Boden‑/Geotechnik‑Erkundungen. • Planung der Unterkonstruktionen / Fundationen (statische Nachweise, Korrosionsschutz, Frostschutz). • Vollständige elektrotechnische Planung (Modul/Wechselrichter‑Layout, AC/DC‑Verkabe- lung, Schutz‑/Schaltkonzepte, Einspeisepunkt). • Anmeldung, Netzverträglichkeitsprüfung und Abstimmung mit dem Netzbetreiber (VNB/swa‑Netze) inkl. Begleitung Umschlussarbeiten, Zählerfragen und ggf. Leistungserhö- hung. • Einholung von Angeboten und Verhandlungsführung mit Direktvermarkter(n); Erstellung Vertrags‑/Wirtschaftlichkeitsbewertung und Empfehlung zum Vertragsabschluss. • Sicherheitskonzept, Einfriedung, Diebstahl‑/Sabotageschutz, CCTV‑Anbindung (72 h Ring- speicher). • Vorbereitung Inbetriebnahme, Übergabe‑/Betriebs‑ und Wartungsunterlagen, Schulungen.
PV‑Simulation mit PVSOL Die elektrotechnische und energetische Auslegung der PV‑Freifeldanlage einschließlich Ertrags- berechnung, Verschattungsanalyse, Systemdimensionierung sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtun- gen sind mit PVSOL (Valentin Software) in der aktuellen, lizenzierten Version zu erstellen. Als Nachweis sind abzuliefern:
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• PVSOL‑Projektdatei (vollständig, editierbar) • PVSOL‑Simulationsbericht mit Jahresertrag, Monatswerte, Performance‑Ratio, Verlustauf- stellung • Dokumentation der meteorologischen Eingangswerte und Eingangsannahmen • Nachweis der verwendeten Modul‑ und Wechselrichter‑Kennlinien • Verknüpfung der PV‑Ergebnisse mit dem Energiekonzept (USV‑Anforderungen, Speicherdi- mensionierung ~320 kWh) und Darstellung der Einspeise‑/Bezugsszenarien und Direktver- marktungsoptionen.
6.6 Unterlagen
Umfang und Übergabe der Unterlagen:
Dem AG sind je Leistungsabschnitt sämtliche für die Bearbeitung erforderlichen bzw. zur Dokumen- tation des Bearbeitungsfortschritts geeigneten Unterlagen (z. B. Vorberechnungen, Handskizzen, Vermerke, Fotos etc.) zu übergeben.
Die Ausführungs- und Bestandsunterlagen sind jeweils in einem Exemplar in Papierform gemäß den geltenden Richtlinien zu erstellen und in beschrifteten, übersichtlich gegliederten Ordnern zu übergeben.
Bei der Lochung von Planbeilagen ist eine haltbare Lochverstärkung aus Kunststoff-Heftstreifen zu verwenden.
Sämtliche Unterlagen sind, soweit diese mit der EDV erstellt wurden, auch digital (als PDF sowie auch als Word- /Exceldatei oder DWG-/DXF-Datei) zu liefern. Dabei dürfen die übergebenen PDF- Dateien nicht kennwortgeschützt sein.
Die Planbeschriftung ist kontinuierlich fortzuschreiben. Werden Änderungen vorgenommen, ist das entsprechende Datum nachzuziehen, so dass die Aktualität sofort und jederzeit erkennbar ist
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