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Fachplanung für Wärmeschutz und Energiebilanzierung der Oberschule Uchte

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Verfahrensinformationen Index 1 Landkreis Nienburg/Weser – Modernisierung der Oberschule Uchte

Verfahrensinformationen

Modernisierung der

Oberschule Uchte

VgV-Verfahren

Fachplanungsleistungen

Wärmeschutz und

Energiebilanzierung

Auftraggeber: Landkreis Nienburg/Weser,

vertreten durch die Samtgemeinde Uchte

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Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeine Hinweise ............................................................................................................. 3

  2. Auftragsgegenstand ............................................................................................................... 3

  3. Zu vergebende Leistungen .................................................................................................... 5

  4. Verfahrensart .......................................................................................................................... 5

  5. Fristen des Vergabeverfahrens .............................................................................................. 6

  6. Zeitlicher Ablauf des Projekts (vorläufig) ................................................................................ 6

  7. Vergabeunterlagen ................................................................................................................. 6

  8. Angebote ................................................................................................................................ 8

  9. Einreichung der Angebote .................................................................................................... 10

  10. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ............................................................... 10

  11. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit ..................................................................... 10

  12. Hinweise zum Formblatt 633 ................................................................................................. 8

  13. Wertung der Angebote ........................................................................................................ 11

  14. Zuschlagskriterien der Vergabe ............................................................................................ 12

  15. Beantwortung von Bewerber- und Bieterfragen .................................................................. 14

  16. Fachplanungsvertrag ............................................................................................................ 14

  17. Nachprüfungsstelle .............................................................................................................. 14

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  1. Allgemeine Hinweise

Diese Bewerbungsbedingungen dienen der Beschreibung der rechtlichen und inhaltlichen

Anforderungen an das Vergabeverfahren für Fachplanungsleistungen zur Modernisierung der

Oberschule Uchte in der Samtgemeinde Uchte.

  1. Auftragsgegenstand

Der Landkreis Nienburg/Weser ist Schulträger der Oberschule Uchte am Standort Hannoversche

Straße. Die Samtgemeinde Uchte vertritt den Landkreis bei der Umsetzung der erforderlichen

Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen. Der Landkreis hat die Oberschule als langfristig

gesicherten Bildungsstandort im Südkreisgebiet definiert und damit die Grundlage für eine

nachhaltige Entwicklung des Schulstandortes geschaffen.

Die heutige Oberschule entstand 2010 aus der Zusammenführung von vier zuvor eigenständigen

Schulen. Der Schulcampus umfasst die Trakte 1 bis 7, deren Gebäude überwiegend in den 1960er

Jahren errichtet wurden. Trakt 6 bildet mit einem Holzfachwerkbau und einem massiven Anbau aus

den 1930er Jahren einen baulichen Sonderfall. Trakt 7, das ehemalige Gebäude der

Hauswirtschaftsschule, liegt abseits des eigentlichen Schulcampus, wird derzeit nur bei Bedarf

genutzt und ist nicht Bestandteil der Modernisierungsplanung. Während der Bauphase soll es

insbesondere als temporäres Ausweichquartier dienen.

Am Standort werden derzeit rund 400 Schülerinnen und Schüler von etwa 40 Lehrkräften unterrichtet.

Die Schule ist gut in der Ortsstruktur von Uchte eingebunden und über die B 61 und B 441 regional

angebunden.

Die über Jahrzehnten weitgehend unveränderten Gebäude- und Grundrissstrukturen entsprechen in

baulicher, funktionaler und pädagogischer Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Neben

erheblichen baulichen und technischen Defiziten bestehen insbesondere Handlungsbedarfe beim

vorbeugenden Brandschutz, bei der Barrierefreiheit, der Gebäudetechnik sowie bei der

Schadstoffsanierung. Die bisherigen Anpassungen unterschiedlicher Nutzungen erfolgten ohne

übergeordnete räumliche Gesamtkonzeption.

Ziel der Gesamtmaßnahme ist die Entwicklung eines nachhaltigen, wirtschaftlichen und

zukunftsfähigen Schulcampus. Die vorhandene Bausubstanz soll dabei möglichst weitgehend erhalten

und weiterentwickelt werden, um Ressourcen und die darin gebundene graue Energie zu bewahren.

Rückbau- und Neubauanteile sind auf das notwendige Maß zu begrenzen und hinsichtlich

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu bewerten. Gleichzeitig soll der Campus flexibel auf

Veränderungen der Schülerzahlen sowie mögliche Zuwanderungen aus umliegenden Kommunen

oder anderen Schulformen reagieren können.

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Grundlage der weiteren Planung ist ein tragfähiges Raum- und Nutzungskonzept auf Basis des

Schulentwicklungsplans und der vorgelagerten pädagogischen Phase 0. Gemäß Beschlussvorlage

2023/093 des Landkreises Nienburg/Weser vom 19.05.2023 ist eine Entwicklung der Oberschule zu

einer 3,5-zügigen Schule vorgesehen. Dem stehen deutlich geringere prognostizierte Schülerzahlen

gegenüber. Daraus ergibt sich die Anforderung an ein flächeneffizientes und zugleich

anpassungsfähiges Raumkonzept.

Die derzeitige Nutzfläche von rund 6.000 m² soll entsprechend dem beschlossenen Raumprogramm

auf etwa 4.000 m² reduziert werden. Das Raumprogramm bildet die Grundlage des Planungsauftrags

und ist im weiteren Verlauf um die erforderlichen Flächen nach DIN 277 zu ergänzen.

Auf dieser Basis sind zunächst unterschiedliche bauliche Umsetzungsvarianten zu entwickeln und

abzustimmen. Zu untersuchen sind sowohl eine umfassende Sanierung und Neuordnung der

bestehenden Trakte als auch der gezielte Rückbau einzelner Gebäudeteile in Verbindung mit einem

kompakten Neubau. Die Varianten sind insbesondere hinsichtlich Funktionalität, Wirtschaftlichkeit,

Nachhaltigkeit, Bauablauf und langfristiger Flexibilität zu bewerten. Die unterschiedlichen Baujahre,

Konstruktionen und Zustände der Trakte sind dabei differenziert zu berücksichtigen.

Die Modernisierung umfasst neben der funktionalen und räumlichen Neuordnung die umfassende

bauliche und technische Ertüchtigung des Standortes. Dazu gehören insbesondere die Herstellung

eines zeitgemäßen Brandschutzes, die Beseitigung baulicher und technischer Mängel, erforderliche

Schadstoffsanierungen sowie die durchgängige Barrierefreiheit. Ebenso sind die energetischen

Anforderungen und die nachhaltige Weiterentwicklung des Bestandes in die Planung einzubeziehen.

Eine besondere Herausforderung ist die Umsetzung der Modernisierung während des laufenden

Schulbetriebs. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist voraussichtlich bis Mitte 2031 vorgesehen.

Derzeit wird von etwa drei Bauabschnitten ausgegangen. Die Zahl der Bauabschnitte soll möglichst

reduziert werden, um Bauzeit und Belastungen für Schule und Schulbetrieb zu minimieren.

Während der gesamten Bauzeit sind Schul- und Baustellenbetrieb strikt voneinander zu trennen. Ein

belastbares Bauablauf- und Sicherungskonzept muss eine sichere Erschließung, jederzeit nutzbare

Rettungswege sowie die klare Trennung von Schüler-, Lehrer- und Baustellenverkehren

gewährleisten. Lärm, Staub und sonstige Beeinträchtigungen sind auf das unvermeidbare Maß zu

reduzieren. Der sichere und möglichst ungestörte Schulbetrieb hat höchste Priorität. Abhängig vom

Umsetzungskonzept kann die vorübergehende Nutzung von Ausweichflächen erforderlich werden.

Hierfür steht insbesondere Trakt 7 als temporäres Ausweichquartier zur Verfügung. Eine

darüberhinausgehende Inanspruchnahme von Ausweichflächen soll nach Möglichkeit vermieden bzw.

auf das notwendige Maß begrenzt werden.

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  1. Zu vergebende Leistungen

Der Fachplaner für Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung) erbringt die

Fachplanungsleistungen gemäß dem Leistungsbild nach der HOAI 2021 und AHO für die

Modernisierung der Oberschule Uchte.

Die detaillierten Anforderungen an das Leistungssoll (Grundleitungen/ Besondere Leistungen) des

Fachplaners ergeben sich aus der Projekt- und Leistungsbeschreibung, die ebenfalls als Bestandteil

der Vergabeunterlagen über das Vergabeportal zur Verfügung gestellt wird.

  1. Verfahrensart

Der Auftraggeber führt ein Offenes Verfahren gemäß § 15 VgV durch.

Im Rahmen dieses Verfahrens fordert der Auftraggeber mit der europaweiten Bekanntmachung eine

unbeschränkte Anzahl von Unternehmen öffentlich zur Abgabe eines Angebots auf. Eine vorherige

Auswahl oder Begrenzung der Zahl der zur Angebotsabgabe aufgeforderten Unternehmen findet nicht

statt. Jedes interessierte und geeignete Unternehmen kann innerhalb der vorgegebenen Frist ein

Angebot einreichen.

Die maßgeblichen Anforderungen an den Verfahrensablauf, den Auftragsgegenstand und die zu

erbringenden Leistungen sowie die Anforderungen an die Eignung der Unternehmen und die für die

Zuschlagsentscheidung maßgeblichen Kriterien ergeben sich aus der europaweiten Bekanntmachung

und den Vergabeunterlagen. Die Angebote sind unter Beachtung der dort festgelegten Vorgaben und

innerhalb der vorgegebenen Angebotsfrist einzureichen.

Nach Ablauf der Angebotsfrist prüft der Auftraggeber die eingegangenen Angebote insbesondere im

Hinblick auf die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Anforderungen, die Eignung der Bieter sowie

das Vorliegen von Ausschlussgründen. Die Zuschlagsentscheidung erfolgt auf Grundlage der in den

Vergabeunterlagen festgelegten Zuschlagskriterien.

Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Wirtschaftlichstes Angebot ist das

Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die anhand der in diesen Verfahrensinformationen

festgelegten Zuschlagskriterien, deren Gewichtung und der beschriebenen Bewertungs- und

Berechnungsmethode ermittelt wird.

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  1. Fristen des Vergabeverfahrens

Für das Vergabeverfahren wird der folgende (vorläufige) Terminablauf festgelegt:

VerfahrensschrittTermin
EU- Bekanntmachung30.09.2026
Eingang Angebote23.11.2026
Voraussichtliche Zuschlagserteilung18.12.2026
Bindefrist Angebote31.12.2026
Frist für die Stellung von Bieterfragen12.11.2026
  1. Zeitlicher Ablauf des Projekts (vorläufig)
ProjektphaseTermin
Leistungsphase 1 - 207.2026 – 06.2027
Leistungsphase 3 - 406.2027 – 12.2027
Leistungsphase 501.2028 – 07.2028
Leistungsphase 6 - 705.2028 – 01.2029
Leistungsphase 811.2028 – 05.2031
  1. Vergabeunterlagen

Die vollständigen Vergabeunterlagen werden den Bewerbern/Bietern ausschließlich elektronisch in

Textform über den Projektraum des Vergabeportals Deutsche eVergabe gebührenfrei,

uneingeschränkt, vollständig und direkt zur Verfügung gestellt.

Folgende Vergabeunterlagen werden bereitgestellt:

VergabeunterlagenBezeichnung
VerfahrensinformationenMOBSU_01_Verfahrensinformation_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung Index 1
Projekt- und LeistungsbeschreibungMOBSU_02_Projekt- und Leistungsbeschreibung_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Eigenerklärung SanktionenMOBSU_03_Eigenerklärung_Sanktionspakaet 5 EU_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Eigenerklärung zur EignungMOBSU_04_Eigenerklärung zur Eignung_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung Index 1
Referenzdatenblatt M1MOBSU_05a_Refdatenblatt M1 Bewerber Mindeststandard_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Referenzdatenblatt M2MOBSU_05b_Refdatenblatt M2 Bewerber Mindeststandard_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung Index 1

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Referenzdatenblatt P1-P4MOBSU_05c_Refdatenblatt P1 – P4_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung Index 1
BewerbergemeinschaftMOBSU_06_234_Erklärung Bieter-Arbeitsgemeinschaft Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Verpflichtungserklärung UnterauftragnehmerMOBSU_07_236_Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Verzeichnis UnterauftragnehmerMOBSU_08_Verzeichnis der anderen Unternehmen_Eignungsleihe_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Verpflichtungserklärung EignungsleiheMOBSU_09_Verpflichtungerklärung Eignungsleihe_01- 21_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Verzeichnis der LeistungenMOBSU_10_235_Verzeichnis der Leistungen anderer Unternehmen_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
EU Aufforderung zur Abgabe eines AngebotesMOBSU_11_631_EU-Aufford. zur Abgabe Angebot_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Bewerbungsbedingungen EUMOBSU_12_632_EU_VgV_Bewerbungsbedingungen EU_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
AngebotsschreibenMOBSU_13_633_Angebotsschreiben_Liefer- _Dienstleistungen_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Eigenerklärung Information zum BieterMOBSU_14_CSX 59_Eigenerklärung Informationen zum Bieter_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergGMOBSU_15_Erklärung NTVergG_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
ProjektorganisationshandbuchMOBSU_16_MOBSU Projektorganisationshandbuch_ 260717_clean-_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Tabelle Punktebewertung ReferenzenMOBSU_17_Tabelle Punktewertung Referenzen_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Bewertungsmatrix Qualität und ReferenzenMOBSU_18_Bewertungsmatrix_Qualität und Referenzen_ Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
HonorarangebotMOBSU_19_Honorarpreisblatt Wärmeschutz und Energiebilanzierung_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung

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GrobterminplanMOBSU_20_Grobterminplan_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Entwurf FachplanungsvertragMOBSU_21_Planungsvertrag_OBS Uchte_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung
LeistungspflichtenMOBSU_22_Leistungsbild Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Anmerkungen zum Planungsvertrag EntwurfMOBSU_23_Vertragsanmerkungen_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung

Hinweis: Nach den Vorgaben des Niedersächsischen Tarifreue- und Vergabegesetz (NTVergG) ist die

Eigenerklärung NTVergG bei Angebotsabgabe vorzulegen. Die Bieter werden daher aufgefordert, die

Eigenerklärung mit ihrem Angebot einzureichen.

Die Bewerber/Bieter sind verpflichtet, den Inhalt sowie die Vollständigkeit der vorstehend genannten

Vergabeunterlagen zu überprüfen und fehlende Unterlagen dem Auftraggeber unverzüglich über den

Kommunikationsbereich des Vergabeportals anzuzeigen.

Für die Angebotserstellung wird der Auftraggeber keine Entschädigung zur Abgeltung der dem Bieter

entstandenen Kosten zahlen.

  1. Hinweise zum Formblatt 633

Im Hinblick auf die Besonderheiten des vorliegenden Vergabeverfahrens sind im Formblatt 633

„Angebotsschreiben – Liefer-/Dienstleistungen“ die nachfolgenden Anpassungen bzw. Hinweise zu

beachten:

• Punkt 3 – Nebenangebote; Nebenangebote sind im vorliegenden Vergabeverfahren nicht

zugelassen. Punkt 3 des Formblatts 633 findet daher keine Anwendung und entfällt.

• Punkt 4 – Preisnachlass ohne Bedingung auf die Abrechnungssumme für Haupt- und alle

Nebenangebote; Eine zusätzliche Angabe von Zuschlägen oder Preisnachlässen in Punkt 4

des Formblatts 633 ist nicht erforderlich. Punkt 4 des Formblatts 633 findet daher keine

Anwendung und entfällt.

• Punkt 5 – Bestandsteil meines/unseres Angebots sind neben diesem Angebotsschreiben und

seinen Anlagen, erster Spiegelstrich; Die im ersten Spiegelstrich unter Punkt 5 des

Formblatts 633 genannten „Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von

Leistungen (VOL/B), Ausgabe 2003“ finden auf das vorliegende Vergabeverfahren keine

Anwendung und werden nicht Vertragsbestandteil. Der erste Spiegelstrich unter Punkt 5 des

Formblatt 633 findet daher keine Anwendung und entfällt.

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  1. Angebote

Die elektronisch eingegangenen Angebote werden zunächst auf ihre fristgerechte und formgerechte

Einreichung sowie auf ihre Vollständigkeit geprüft. Die Prüfung erfolgt unter Beachtung der Vorgaben

der Vergabeverordnung (VgV) und der in den Vergabeunterlagen festgelegten Anforderungen.

Folgende Unterlagen/Erklärungen sind ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen (sofern einschlägig):

− Eigenerklärung zur Eignung

− Erklärung Bewerbergemeinschaft

− Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen

− Verzeichnis der anderen Unternehmen (Eignungsleihe)

− Referenzdatenblätter mit Anlagen für Mindeststandards (M1 und M2) und Punktereferenzen

des Bewerbers (P1 bis P4)

− Tabelle Punktebewertung Referenzen, ausgefüllt mit eigener Referenzbewertung (P1- max.

P4)

− Eigenerklärung Sanktionspaket 5 EU

− Nachweis Berufshaftpflichtversicherung

− Handelsregisterauszug

− Nachweis der Berufsbezeichnung Architekt / Ingenieur

− Honorarpreisblatt

− Angebotsschreiben

− Verzeichnis der Leistungen

− Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG

− Eigenerklärung Informationen zum Bieter

Hinweis: Die Angabe von personenbezogenen Daten nach Art. 13 und 14 der

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist zur Durchführung eines Vergabeverfahrens gerechtfertigt.

Dies ergibt sich aus Art. 6 Abs. 1c i.V.m. Art. 6 Abs. 3 DSGVO i.V.m. §§ 99ff. GWB. Alle Bieter sind

verpflichtet, die geforderten Angaben zu machen. Falls diese Angaben nicht gemacht werden, kann

das Angebot nach den vergaberechtlichen Vorschriften vom weiteren Vergabeverfahren

ausgeschlossen werden.

Hinweis: Die Abgabe mehrerer Hauptangebote durch denselben Bieter ist nicht zugelassen.

Je Bieter darf nur ein Hauptangebot abgegeben werden. Die Abgabe weiterer Hauptangebote durch

denselben Bieter ist ausgeschlossen.

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  1. Einreichung der Angebote

Das Angebot ist einschließlich der geforderten Nachweise und Eigenerklärungen bis zum

23.11.2026, 12:00 Uhr

ausschließlich elektronisch in Textform über den Projektraum des Vergabeportals einzureichen.

  • Nicht fristgerecht eingegangene Angebote werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Die

Einreichung der Angebote hat ausschließlich auf elektronischem Weg zu erfolgen. Angebote, die auf

anderem Wege, insbesondere per Post, Telefax oder E-Mail, eingereicht werden, können nicht

berücksichtigt werden und werden vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.

  • Der Auftraggeber ist berechtigt, die eingereichten Unterlagen auch nach Abschluss des

Vergabeverfahrens unter Wahrung der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Bieters zu behalten.

  1. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Zur Feststellung der Eignung der Bewerber sind die Bewerberformulare auszufüllen und zusammen

mit dem Angebot einzureichen, d. h.

• Angabe der Umsätze im Tätigkeitsbereich des Auftrags (Fachplanung Bauphysik,

insbesondere Wärmeschutz und Energiebilanzierung) in den Geschäftsjahren 2023, 2024 und

2025, siehe Eigenerklärung zur Eignung. Mindestanforderung: durchschnittlicher

Jahresumsatz von 125.000 € netto. Unternehmen, die nach dem 01.01.2023 gegründet

wurden, geben die Umsätze der seit Gründung abgeschlossenen Geschäftsjahre an;

maßgeblich ist deren Durchschnitt. Kann ein Unternehmen aus einem berechtigten Grund

keine Umsatzangaben vorlegen, kann es seine wirtschaftliche und finanzielle

Leistungsfähigkeit gemäß § 45 Abs. 5 VgV durch andere, vom Auftraggeber als geeignet

angesehene Unterlagen belegen.

• Vorlage der Eigenerklärung Haftpflichtversicherung mit einer Mindestsumme von 3 Mio. € für

je Personenschäden und sonstigen Schäden (Sach- und Vermögensschäden), 2.Fach

maximiert.

  1. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

• Benennung von mindestens zwei Fachkräften (Projektleitung und stellv. Projektleitung), die

für die Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, jeweils mit der Berechtigung zur

Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in oder Ingenieur/in (§ 46 Abs. 3 Nr. 2 VgV). Die

Fachkräfte können auch von Mitgliedern einer Bietergemeinschaft oder von

Unterauftragnehmern gestellt werden. Eine Mindestanzahl an Beschäftigten wird nicht

gefordert.

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• Angabe von geeigneten Referenzprojekten über vergleichbare Fachplanungsleistungen in den

letzten 10 Jahren (01.09.2016 bis 31.08.2026) die im Hinblick auf die Vergleichbarkeit

folgende Mindestanforderungen erfüllen müssen:

• Mindestkriterium M1

o Leistungen für Wärmeschutz und Energiebilanzierung nach HOAI und AHO Heft Nr.

23, Aufl. 3 (Nichtwohngebäude)

o Anrechenbare Kosten für Wärmeschutz und Energiebilanzierung; mindestens 3 Mio.

€ netto

o Leistungen der LPH 2-6 müssen im oben genannten Zeitraum vollständig

abgeschlossen sein

• Mindestkriterium M2

o Leistungen für Wärmeschutz und Energiebilanzierung nach HOAI und AHO Heft Nr.

23, Aufl. 3, für Nichtwohngebäude

o Projektgröße KG 200 bis KG 500 (mindestens 8 Mio. € netto)

o Leistungen der LPH 2-6 müssen im oben genannten Zeitraum vollständig

abgeschlossen sein

Hinweis: Der Auftraggeber fordert für die technische und berufliche Leistungsfähigkeit mindestens

die Vorlage von zwei vergleichbaren Referenzen des Bieters zu unterschiedlichen Projekten, von

denen eine die Anforderungen an M1 und eine die Anforderungen an M2 erfüllt. Werden diese

Mindestanforderungen nicht erfüllt, wird der Bieter vom weiterem Vergabeverfahren ausgeschlossen.

Der Auftraggeber wird unter Beachtung der Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung

fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen (insbesondere

Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise) im rechtlich zulässigen

Umfang nachfordern oder die Bewerber im Rahmen einer Aufklärung auffordern, diese zu

vervollständigen oder zu korrigieren.

  1. Wertung der Angebote

Die Wertung der Angebote erfolgt wie folgt:

Mindestanforderungen:

Der Auftraggeber fordert für die technische und berufliche Leistungsfähigkeit mindestens die Vorlage

von zwei Referenzen (M1 und M2) gemäß den in Nr. 12 definierten Anforderungen. Die Referenzen

P1 bis P4 sind keine Mindestanforderung; sie dienen ausschließlich der Angebotswertung nach Nr. 14

und müssen die Anforderungen an M1 und M2 nicht erfüllen. Die für M1 und M2 angegebenen

Projekte dürfen zugleich als Referenzen P1 bis P4 angegeben werden, sofern sie die

Voraussetzungen des Zuschlagskriteriums 1-2 erfüllen.

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für vergleichbare Fachplanungsleistungen gemäß den in Nr. 12 definierten Anforderungen an die

Vergleichbarkeit der Referenzprojekte (M1 und M2).

Die Bewertung der weiteren Referenzen (P1 – P4) erfolgt gem. der Bewertungsmatrix „Qualität des

Projektteams und Projektreferenzen“ sowie der „Tabelle Punktebewertung Referenzen“. Für jede

Referenz können maximal 30 Punkte erreicht werden. Maximal sind 120 Punkte bei 4

Referenzprojekten erreichbar.

Nebenangebote:

Nebenangebote sind im vorliegenden Vergabeverfahren nicht zugelassen.

Die Vergabe erfolgt ausschließlich auf Grundlage der in den Vergabeunterlagen beschriebenen und

geforderten Leistungen. Angebote, die von den Vorgaben der Vergabeunterlagen abweichen und als

Nebenangebote zu werten sind, werden nicht zugelassen und im Rahmen der Angebotswertung nicht

berücksichtigt.

Abschläge und Zuschläge:

Sämtliche im Rahmen des Vergabeverfahrens vorgesehenen Zuschläge und Preisnachlässe sind

ausschließlich im Honorarpreisblatt zu berücksichtigen und dort vollständig anzugeben. Eine

zusätzliche Angabe von Zuschlägen oder Preisnachlässen in Punkt 4 des Formblatts 633

„Angebotsschreiben – Liefer-/Dienstleistungen“ ist daher nicht erforderlich.

  1. Zuschlagskriterien der Vergabe

Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot. Das wirtschaftlichste Angebot ist das Angebot mit

der höchsten Punktzahl (Qualität und Angebotspreis). Die Qualität des Angebotsinhalts wird mit 60 %

bewertet, der Angebotspreis mit 40 %. Insgesamt können 300 Punkte erreicht werden (180 Punkte

Qualität / 120 Punkte Angebotspreis).

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Lfd.Nr.GewichtungKriterium
1. Qualität des Projektteams20 %-Darstellung der Vergleichbarkeit der Referenzprojekte, an denen die benannten Projektleitung und stellv. Projektleitung in verantwortlicher Funktion mitgewirkt hat, mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen sowie der von ihr erbrachten Teilleistungen. Darüber hinaus ist darzustellen, inwieweit die in der Ausschreibung aufgeführten Randbedingungen umgesetzt wurden. Unerheblich ist, bei welchem Unternehmen die Person zum Zeitpunkt der Referenzleistung tätig war.
2. Projektreferenzen des Büros40 %-Darstellung der Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen sowie der bereits erbrachten Teilleistungen. Darüber hinaus ist darzustellen, inwieweit die in der Ausschreibung aufgeführten Randbedingungen umgesetzt wurden.
3. Honorarangebot40%
Gesamt100%

Hinweis: Die benannte Projektleitung und die stellv. Projektleitung sind für die Auftragsausführung

einzusetzen. Ein Austausch ist nur mit Zustimmung des Auftraggebers und nur gegen gleichwertig

qualifiziertes Personal zulässig.

Kriterien 1-2

Die unter Punkt 1 und 2 genannten Kriterien wird unter Berücksichtigung der Bewertungsmatrix für

Qualität und Referenzen sowie der Tabelle zur Punktewertung der Referenzen (siehe Anlagen 17 und

  1. bewertet. Die Bewertung der Kriterien erfolgt anhand eines festgelegten Punktesystems.

Kriterium 3 - Angebotspreis

Das Honorarangebot ist auf Grundlage des beigefügten Preisblattes auszufüllen.

Die Bewertung des Angebotspreises erfolgt ebenfalls nach einem Punktesystem. Die

Maximalpunktzahl von 120 Punkten erhält der geringste Angebotspreis. Die Punktewerte für alle

anderen Angebotspreise werden im Vergleich hierzu linear interpoliert.

0 Punkte für das fiktive Angebot mit dem 1,5fachen vom „niedrigsten Angebotspreis

120 = maximale Punktzahl

B = niedrigstes Angebot min

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B = zu bewertendes Angebot i

P = Punktzahl des zu bewertenden Angebots i

Die Punkteermittlung erfolgt auf bis zu zwei Stellen nach dem Komma.

Beispiel

• B = 100.000 € min

• B = 125.000 € i

• P = 120 max

Rechnung:

25.000

  1. =0,25 100.000

  2. 2⋅(0,25⋅120)=60

  3. 120−60=60 -> Das Angebot erhält 60 Punkte.

Das wirtschaftlichste Angebot ist das Angebot mit der höchsten Punktzahl (Qualität und

Angebotspreis).

  1. Beantwortung von Bewerber- und Bieterfragen

Bewerber-/Bieterfragen sind ausschließlich über den Kommunikationsbereich des Vergabeportals

einzureichen. Die eingegangenen Fragen werden vom Auftraggeber allen Bewerbern/Bietern

gegenüber beantwortet, sofern sie keine Fabrikations-/Betriebsgeheimnisse enthalten. Die

Veröffentlichung der Beantwortung erfolgt anonym über das Vergabeportal.

Bieterfragen können bis einschließlich 12.11.2026 gestellt werden; nach Ablauf dieser Frist

eingehende Bieterfragen werden im Vergabeverfahren nicht mehr berücksichtigt.

  1. Fachplanungsvertrag

Der Entwurf des Fachplanungsvertrags ist den Vergabeunterlagen als Anlage beigefügt. Die

vertraglichen Inhalte und Regelungen können der Anlage MOBSU_21_Planungsvertrag_OBS

Uchte_Fachplanung Wärmeschutz und Energiebilanzierung entnommen werden.

Etwaige Anmerkungen, Hinweise oder Änderungsvorschläge zum Vertragsentwurf sind mit Abgabe

des Angebots einzureichen und dem Angebot als gesonderte Anlage beizufügen.

  1. Nachprüfungsstelle

Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und

Digitalisierung, Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg, E-Mail: vergabekammer@mw.niedersachsen.de

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