Kostenloses Live-Webinar: VergabeHero in Aktion erleben.

LB_Technische_Ausruestung_A21N.pdf

Fachplanung für eine Fernmeldekabelanlage an der A21 zwischen Wahlstedt und Preetz

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 22.09.2026, 22:25 (Europe/Berlin)

Herkunft: vergabe.autobahn.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

LB Technische Ausrüstung

Leistungen und Bewertung

Fachplanung Technische Ausrüstung

Fernmeldeanlage BAB A21

KH Wahlstedt – AS Klein Barkau (Preetz)

Seite

Inhalt

A. Beschreibung der Planungsaufgabe ................................................................................................ 2

  1. Allgemeines .................................................................................................................................. 2
  2. Trassen und Anlagenkonfiguration im ersten Abschnitt km 8,0 – km 20,1 ..................................... 3
  3. Trassen und Anlagenkonfiguration im zweiten Abschnitt km 20,1 – km 40,2 ................................. 8
  4. Planung von Umweltbelangen ..................................................................................................... 10
  5. Anzubindende Anlagen ............................................................................................................... 12
  6. Planung eines Kabelhauses (KH) ................................................................................................ 14
  7. Ingenieurbauwerke im Abschnitt km 20,1 – km 40,2 ................................................................... 16
  8. Sonstiges .................................................................................................................................... 16
  9. Beschreibung der Planungsleistungen ........................................................................................ 18
  10. Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente ............................................. 20
  11. Beschreibung der Grundleistungen Anlagengruppe(n) Techn. Ausüstung ............................... 22

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 1

[Seite 2]

LB Technische Ausrüstung

A. Beschreibung der Planungsaufgabe

  1. Allgemeines

Die Autobahn GmbH des Bundes (AdB) beabsichtigt auf der Bundesautobahn BAB A21 in den Abschnitten

zwischen dem Kabelhaus (KH) Wahlstedt (km 40,25) und der AS Klein Barkau/Preetz (km 8,0) die Errich-

tung einer betriebsfertigen Fernmeldeanlage beplanen zu lassen. Als Ergebnis dieser Maßnahme ist entlang

der Strecke eine vollfunktionsfähige Fernmeldetrasse (neues Kabelhaus, Leerrohre, Schächte, Muffen, Cu-

und LWL-Kabel usw.) in Anlehnung an die TR-KISS herzustellen, einzumessen und in Betrieb zu nehmen.

Der grundsätzliche Streckenverlauf der BAB A21 für die hier beschriebene Planungsleistung ist in der fol-

genden Abbildung dargestellt.

Abbildung 1: Streckenverlauf BAB A21 KH Wahlstedt – AS Klein Barkau

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 2

[Seite 3]

LB Technische Ausrüstung

Abschnittsweise ist bereits eine Kabelschutzrohranlage vorhanden, die im Rahmen der hier beschriebenen Maß-

nahme verwendet werden soll. Die Planung und der Bau der Fernmeldeanlage lässt sich in mehrere bauliche

Abschnitte unterteilen:

AbschnittKm von-bisTrassenlänge[km]Bemerkungen
1_Nord8.0 – 15,97,9Leerrohre und Schächte vorhanden
1_Süd15,9-20,14,2Leerrohre und tlw. Schächte vorhanden
220,1-40.220,1Nichts vorhanden

Im nördlichen Abschnitt1 ab km 8,00 ist die Planung des Einzugs von Fernmeldekabel gemäß Tabelle 1, Rohrnr.

1-3, in eine vorhandene Leerrohrtrasse zu planen. Die vorhandene Leerrohrtrasse befindet sich in RiFa Kiel im

Grünstreifen neben der Fahrbahn. Kabelschächte zum Einziehen von Kabeln sind vorwiegend im nördlichen Teil

der Strecke vorhanden. Von Betriebskilometer 15 bis km 20 sind im Rahmen der Planung in diesem Abschnitt

weitere KS einzuplanen.

Im Abschnitt1 zwischen Betriebskilometer 8 und km 20 ist außerdem ein Kabelhaus (KH) zur Vollauflage aller

Kabel und zur Ausstattung mit aktiver MPLS-Routertechnik zu beplanen. Für die Versorgung dieses KH’s wird

ggf. die Neubeantragung eines Stromanschlusses vom örtlichen Netzbetreiber SHNetz benötigt. Die hierfür er-

forderlichen Genehmigungsunterlagen sind im Rahmen der Genehmigungsplanung einzuholen und unter-

schriftsreif vorzubereiten. Das neue KH soll vorzugsweise auf einem der PWC-Anlagen entlang der Strecke

aufgebaut werden.

Eine komplett neue Trasse mit einem Querschnitt und Kabelbelegung nach Tabelle 2 soll im Abschnitt2 weiter

nach Süden bis zum Schalthaus Wahlstedt beim Autobahn-Betriebskilometer 40,2 geführt werden. Dort werden

alle Kabel vollumfänglich aufgelegt.

Die Gesamtlänge der neu zu verlegenen Fernmeldetrasse im Abschnitt 1 und 2 beträgt somit ca. 32 km

In diesem Dokument sind die für die Ausschreibung der Bauleistung der Anlage erforderlichen Planungsleistun-

gen gemäß HOAI2021 §55 beschrieben.

  1. Trassen und Anlagenkonfiguration im ersten Abschnitt km 8,0 – km 20,1

Eine vorhandene Leerrohr-Trasse mit einem/zwei DN 110 und drei bzw. vier DN 50 Kabelschutzrohren (KSR)

verläuft parallel im nördlichen Abschnitt zum Fahrbahnrand der Richtungsfahrbahn Kiel (RiFa Nord) von Stolpe

(BAB km 20,1) in einem Kabelschacht (KS) und endet bei km 8,0 in einem KS.

In diese Leerrohrtrasse sind die drei neuen Fernmeldekabel gemäß der Tabelle 1, Rohrnr. 1-3, im Rahmen der

hier zu beplanenden Bauausführung einzubringen und über entsprechende Muffen in den vorhandenen Kabel-

schächten zu verbinden.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 3

[Seite 4]

LB Technische Ausrüstung

Bei einer Begehung wurde vor Ort bei km 20,1 im Schacht die Belegung mit KSR’en gemäß Abb. 5 vorgefunden

(4xDN50). Es ist daher im Rahmen der Planung durch das Öffnen weiterer Schächte zu prüfen, ob das Rohr

DN110 in diesem Teilabschnitt komplett fehlt und ob das benötigte Kupferkabel aus Tab. 1 somit alternativ in ein

DN50-Rohr eingebracht werden kann.

Entlang der Bestandstrasse im Abschnitt1 wurden Kabelschächte (1800x900mm bzw. 1600x800mm) zum Einzie-

hen und zum Muffen der Kabel gesetzt, s. auch Schachtliste in den Anhängen. Diese Schächte sollen zum Ein-

bringen und Verbinden der neuen Kabel genutzt werden.

Die Schächte sind im südlichen Teil von Abschnitt1 (km 20,1-15,9) nur in größeren Abständen vereinzelt vorhan-

den und müssen dort zum Einziehen von handelsüblichen Kabellängen (1000/2000m) nachgesetzt werden (s

Schachtliste in den Anhängen).

Abbildung 2: KS-Deckel bei km 20,1

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 4

[Seite 5]

LB Technische Ausrüstung

Abbildung 3: endende Leerrohre 4xDN50 von Süden im KS bei km 20,1

Abbildung 4: KS-Deckel bei km 8,0

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 5

[Seite 6]

LB Technische Ausrüstung

Abbildung 5: ankommende Leerrohre 2xDN110 und 3xDN50 aus südl. Richtung im KS bei km 8,0

Die vorhandenen Schächte müssen vor den Verlegearbeiten ggf. von Bewuchs freigeschnitten werden. Die Leer-

rohre sind vor der Kabelverlegung auf Durchgängigkeit und Druckdichtigkeit zu prüfen, zu reinigen und zu ver-

schließen, bis die Kabel endgültig eingezogen werden. Die Bauwerke entlang der Strecke (s. Bauwerksliste in den

Anhängen) wurden mit Bohrungen gequert. Beim AG ist eine Liste mit Koordinaten von den Bohrungen vorhanden.

Für den Bau von Notrufsäulen wurden entlang der Strecke zusätzliche Beton-Schächte verbaut. Da die NRS ent-

lang der Strecke nicht wieder aufgebaut werden, sind diese Schächte, soweit sie im Streckenverlauf direkt ange-

bunden sind, im Endausbau nur mit wetterfesten Endverschlüssen zu versehen, auf welchen die Adern des CU-

Streckenkabels durchverbunden werden. Die Endverschlüssen dienen im Betrieb zur Lokalisierung eines Fehlers

oder zur zukünftigen Nachrüstung von neuer NRS-Technik. Die NRS-Schächte werden wieder mit den vorhande-

nen Deckeln verschlossen.

Abbildung 6: geöffneter NRS-Schacht bei km 16.85

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 6

[Seite 7]

LB Technische Ausrüstung

Die für die Trassenplanung benötigten Kabelschutzrohre und Kabel sind in der folgenden Tabellen zusammen-

stellt.

Rohr Nr.KabelschutzrohrtypVerwendungKabeltypBemerkungen
1DN 110x6,32x6“ Cu-Kabel Autobahn GmbH oder 1x14“A-02YSF(L)YV 6x2x1,4 St Lg (H42) HDf. kupferbasierte Dienste
2„LWL-Kabel Au- tobahn GmbHA-DSF(ZN) (L)2Y 4x12 E9/125 0,36 F3,5 + CU 2Y 1x2x0,6LWL-Weitver- kehrskabel mit Cu-Beidraht
3„„„LWL-Nahver- kehrskabel mit Cu-Beidraht
4„„-Leerrohr f. Netz- ausbau

Tabelle 1: Kabelschutzrohr und Kabelkonfiguration im Abschnitt1_Süd

Rohr Nr.KabelschutzrohrtypVerwendungKabeltypBemerkungen
1DN 110x6,32x6“ Cu-Kabel Autobahn GmbH oder 1x14“A-02YSF(L)YV 6x2x1,4 St Lg (H42) HDf. kupferbasierte Dienste
2DN 50x4,6LWL-Kabel Au- tobahn GmbHA-DSF(ZN) (L)2Y 4x12 E9/125 0,36 F3,5 + CU 2Y 1x2x0,6LWL-Weitver- kehrskabel mit Cu-Beidraht
3„„„LWL-Nahver- kehrskabel mit Cu-Beidraht
4„„-Leerrohr f. Netz- ausbau
5DN 110x6,3z.B. Energieka- bel-„

Tabelle 2: Kabelschutzrohre und Kabelkonfiguration im Abschnitt1_Nord und Abschnitt2

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 7

[Seite 8]

LB Technische Ausrüstung

In die ersten drei Leerrohre sind im Rahmen der Baumaßnahme die Kabeltypen gemäß Rohrnummer 1-3 aus

den obigen Tabellen einzuziehen. Die anderen Leerrohre bleiben als Reserve frei. Auf Grund der erforderli-

chen Kabelplusschleifen ist von den ca. 1,15-fachen Kabellängen im Vergleich zu den theoretischen Trassen-

längen auszugehen.

Für diese Planungen sind Leistungen gemäß HOAI2021, §55 in den Leistungsphasen 3, 4, 5, 6 und 8 zu

erbringen. Die beim AG vorhandenen Kabeltrassenpläne haben den Stand einer Entwurfsplanung, auf die

aufgesetzt werden kann. Die Inhalte der Unterlagen sind ggf. vor Ort im Planungsverlauf mit dem FIT Neumü-

nster zu verifizieren.

Im Bereich der AS Nettelsee ist bei ca. km 16,9 zwei neue KS’e jeweils in beiden Richtungsfahrbahnen

(KS25a und KS25b im Schema) neben der Fahrbahn und eine Horizontalbohrung unter der Fahrbahn vorzu-

sehen, um dort bauseits die zukünftige Anbindung über das LWL-Nahverkehrskabel der Betriebsfunkanlage

Nettelsee herzustellen.

Im südlichen Teil vom Abschnitt1 zwischen den km 15,9- 18 müssen Kabelschächte im Rahmen dieser Pla-

nung nachgerüstet werden.

Für die Auflage der Kabelenden und zur Regeneration der Signal soll im Abschnitt1 ein KH eingeplant werden.

Das KH soll auf dem Grundeigentum der Autobahn GmbH platziert werden und ein unkompliziertes Ein- und

Ausleiten der Kabeltrassen ermöglichen.

Für die Versorgung des KH‘s ist ein 400V AC Hausanschluss einzuplanen.

Das Anfahren des KH’s muss mit einem Teleskopkran möglich sein, da das KH üblicherweise als Modul aus

Fertig-Betonteilen geliefert wird. Im Rahmen der Planung sind die beiden vorhandenen PWC-Anlagen entlang

der Strecke im Eigentum der Autobahn vorzugsweise als mögliche Standorte für das neue Kabelhaus zu prü-

fen.

  1. Trassen und Anlagenkonfiguration im zweiten Abschnitt km 20,1 – km 40,2

Im Abschnitt südlich ab km 20,1 ist eine komplett neue Fernmeldekabelanlage inkl. der erforderlichen Leer-

rohre für die in Tab. 1 genannten KSR-Konfiguration zu beplanen (Lph. 3-5) und für eine Ausschreibung

vorzubereiten (Lph. 6). Die Anlage soll an einen vorhandenen KS (Objektnr. 429, s. beigefügte Lagepläne)

bei km 20,1 anschließen und wird bis zum SH Wahlstedt bei km 40,25 fortgeführt. Im SH Wahlstedt werden

die neuen drei Fernmeldekabel voll aufgelegt. Im KH müssen neue Kabelendgestelle für die Auflage der

neuen Cu-Fernmeldeleitung eingeplant werden. Für die LWL-Leitung sind noch Ausbaureserven im dem be-

stehenden FIST-Schrank vorhanden, s. Abb. 5.

Für das kunststoffisolierte Cu-Kabel werden ca. alle 1000m KS Verbindungsmuffen gesetzt.

Für das etwaige spätere Nachrüsten von Technik für Notrufsäulen werden entsprechende Beton-Schächte

im ca. 2km-Abstand mit wetterfesten Endverschlüssen für das Cu-Kabel eingeplant, s. Ausführungen oben.

Das Cu-Streckenkabel wird dort durchverbunden. Auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite wird diese An-

schlussmöglichkeit nicht eingeplant.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 8

[Seite 9]

LB Technische Ausrüstung

Für die LWL-Kabel werden ca. alle 2000m Verbindungsmuffen in Form von Gelhauben-Muffen in Schächten

gesetzt.

In drei der neuen Leerrohre, sind die Kabeltypen gemäß Tab. 2, Rohrnr. 1-3 zu verlegen. Die anderen Leer-

rohre bleiben für den zukünftigen Netzausbau frei.

Im Rahmen der Bauausführung soll vom AN begleitend zur Bauausführung im 1. und im 2. Abschnitt die

Bauüberwachung nach HOAI2021, §55, Lph. 8 und die Objektbetreuung, Lph. 9, durchgeführt werden.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 9

[Seite 10]

LB Technische Ausrüstung

  1. Planung von Umweltbelangen

Planungsbegleitend muss für den Bau einer neuen Kabeltrassen-Anlage in dem 2. Abschnitt von km

20.1 -40.2 ein Landschaftsplanerischer Begleitplan (LPB) erstellt und eine Umwelt-Baubegleitung durch-

geführt werden. Im Abschnitt1 ist durch die vorhandene Kabeltrasse die Umweltauswirkung durch die

geplante Baumaßnahme deutlich geringer einzustufen. Ggf. müssen die nur die vorhandenen KS‘e frei-

geschnitten werden. Diese Umweltplanungsleistungen werden als separates Los ausgeschrieben, müs-

sen aus Gründen einer effizienten Projektkoordinierung vom gleichen AN wie für die

Kabeltrassenplanung wahrgenommen (bzw. vergeben) werden.

In Abb. 7 ist zu erkennen, dass der Verlauf der neuen Kabeltrasse grundsätzlich von Naturschutzgebie-

ten tangiert wird. Etwaige Auswirkungen und Schutzmaßnahmen sind in Los 2 zu prüfen und festzule-

gen. D.h. die projektbegleitende Umweltplanung gibt den grundsätzlichen Korridor für den neuen

Trassenverlauf im Abschnitt 2 vor, um die negativen Auswirkungen auf Fauna und Flora zu limitieren

und eine Zustimmung der zuständigen Naturschutzbehörden zu erwirken. Die Fachplanung für den Ka-

beltrassenbau hat sich daher mit der Umweltplanung eng abzustimmen und dieser den nach techni-

schen Gesichtspunkten optimalen Trassenverlauf zu liefern. Die Umweltplanung prüft diesen Entwurf auf

naturschutzrechtliche Konflikte und macht bei Bedarf entsprechende Änderungsvorschläge und erstellt

einen Maßnahmenkatalog für die Naturschutzbehörden, wie im Rahmen der Baumaßnahme mit schüt-

zenswerten Beständen Fauna und Flora umgegangen werden soll. Diese Feinabstimmung zwischen

Fachplanung Kabeltechnik und der Fachplanung Umwelt muss ggf. in mehreren Schleifen erfolgen, bis

eine technisch sinnvolle und genehmigungskonforme Trassenführung von beiden Seiten für den AG er-

arbeitet ist.

Die Baufeldfreimachung ist ausschließlich in den naturschutzrechtlich festgesetzten Zeiträumen durch-

zuführen (01.10.-28.02.). Dies ist bei der Ausführungsplanung und für die Erstellung von Bauzeitenplä-

nen entsprechend zu berücksichtigen.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 10

[Seite 11]

LB Technische Ausrüstung

Abbildung 7: Lage von Naturschutzgebieten (gn) neben der A21 im Planungsbereich

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 11

[Seite 12]

LB Technische Ausrüstung

  1. Anzubindende Anlagen

Nach Fertigstellung der neuen Trasse sind folgende, sich in Betrieb befindliche Fernmeldeanlagen über

entsprechende Schächte mit Abzweigverbindungen und KVz für eine Anbindung an das LWL-Zugangsnetz

vorzubereiten:

An- lageBezeich- nungx-Koordinateny-KoordinatekmBemer- kung
(ETRS1989_(ETRS1989_
UTM32)UTM32)
SWISWanken- dorf579305,855995717,2623,753Aktuell über Mo- bilfunk an- gebunden
DAUZWanken- dorf/Stolpe581782,475980770,5123,849Nr. 18271156
KH_ neuKH_tbdTbdTbdTbdNeues Standard KH zwi- schen Wahlstedt und Klein Barkau
SHSH Wahl- stedt581782,475980770,5140,249s. Abb. 6-8

Abbildung 8: Anlagen an der Strecke

Ein aktiver kabeltechnischer Anschluss der SWIS und DAUZ-Anlagen an das LWL-Zugangsnetz erfolgt zu

einem späteren Zeitpunkt. Im Rahmen dieser Planung geht es darum, die LWL-Verbindungen zum Zu-

gangsnetz über entsprechende Schächte vor den betreffenden SST vorzubereiten und das LWL-Nahver-

kehrskabel mit entsprechenden Mehrlängen in diesen Schächten geschützt für eine spätere Auflage in den

Streckenstationen gemäß der TLS2012 vorzubereiten.

Im SH Wahlstedt befindet sich bereits ein FIST-Schrank mit zwei aufgelegten 48‘- LWL-Kabeln. Die Frei-

räume im Schrank sind zur Aufnahme von zwei weiteren 48‘-LWL-Kabeln gemäß Tab. 1, Rohrnr. 2 und 3

zu beplanen.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 12

[Seite 13]

LB Technische Ausrüstung

Abbildung 9: Vorhandener FIST-Schrank KH Wahlstedt

Im Schalthaus sind noch freier Kunststoffrohre und Platz für Aufschaltmöglichkeiten, auch für Cu-Kabel, vorhan-

den die für die drei neuen Kabel genutzt werden können, s. Abb. unten.

Abbildung 10: Freie Kabeleinführungen für LWL-Kabel

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 13

[Seite 14]

LB Technische Ausrüstung

Abbildung 11: Freie Kabeleinführungen für Cu-Kabel

  1. Planung eines Kabelhauses (KH)

In ca. 20…30km Entfernung zum bestehenden SH Wahlstedt soll im Rahmen dieser Planung der Stellplatz

für ein weitere Standard-KH der Autobahn GmbH entlang der neuen Kabeltrasse gefunden werden. Der Bau

dieses KH und die Innenausstattung (Elektro-Verteilung, Zaunanlage, NEA-Anschluss, KEG…) ist in das LV

für die Kabeltrassenbau als zentrales Element der Kabeltrassenplanung mit aufzunehmen. Das KH muss auf

Grundstücken der Autobahn GmbH platziert werden. Ein bevorzugter Stellplatz für das neue KH aufgrund der

mittigen Lage zwischen den Anschlusspunkten „KH Kiel Wellsee (zukünftiger Ausbau durch DEGES) und

dem SH Wahlstedt, wäre die PWC-Anlage „Depenauer Moor“. Dort muss allerdings die Autobahn komplett

mit allen ankommenden und abgehenden Leitungen gequert werden. Im Rahmen der durchgeführten Vorpla-

nung wurde das Vorhandensein von ausreichendem Freiraum auf der PWC-Anlage geprüft. Die Möglichkeit

der Platzierung eines neuen KH auf dem PWC „Depenauer Moor“ und die Nutzung der dort bereits vorhande-

nen 400V AC Stromversorgung muss noch projektbegleitend mit den zuständigen Ansprechpartnern inner-

halb der Autobahn GmbH geklärt werden.

Die Mindestgröße für das neue KH ergibt aus dem Beispiel aus der TR-Kiss, Anlage_9.2 für Standard-KH’s.

Im Kabelhaus werden alle an- und abgehenden Kabelenden voll aufgelegt und passiv oder mit aktiver Tech-

nik durchverbunden.

Im KH werden Platzreserven für weitere Endgestelle für die geplanten Kabelreserven gemäß Tab. 1 einge-

plant.

Im neuen KH ist Stellplatz (Elektronikschrank) und Stromversorgungs-Anschlussmöglichkeiten für aktive Rou-

tertechnik vorzusehen. Der Ausstattungsstandard für die Routertechnik wird im Rahmen der Lph. 5 von der

FIT benannt.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 14

[Seite 15]

LB Technische Ausrüstung

Die Vorbereitung der Antragsunterlagen für die Herstellung eines 400V AC Hausanschlusses durch den ört-

lich zuständigen Netzbetreiber SHNetz ist Bestandteil der Genehmigungsplanung. Alternativ ist die Möglich-

keit der Stromversorgung vom PWC zu prüfen und zu beplanen.

Weitere technische Anforderungen an das neue KH werden in einer KH-Anforderungsliste vom AG in der

Lph.3 ausgehändigt.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 15

[Seite 16]

LB Technische Ausrüstung

  1. Ingenieurbauwerke im Abschnitt km 20,1 – km 40,2

Lageparameter der Straßenbaumaßnahme im Streckennetz:

BAB A 21, Abschnitt 050, Betriebskilometer 20,1 bis Abschnitt 110, Betriebskilometer 40,05

Die in der Bauwerksliste im Anhang aufgeführten Bauwerke auf der A21 im Planungsraum sind im Trassen-

verlauf zu berücksichtigen.

Bauwerke werden üblicherweise mit Horizontalbohrung in einer Ausführung gemäß dem Autobahn-Regelwerk

„TR-KISS“ für passive Fernmeldeanlagen gequert, s. Anhänge. Die Fernmeldekabel der Autobahn GmbH dür-

fen im Regelfall nicht an Bauwerken befestigt werden.

  1. Sonstiges

Folgende Unterlagen sind dieser Leistungsbeschreibung beigefügt:

• Lageplan der vorhandenen Leerrohrtrasse im nördlichen Abschnitt1.

• Eine Bauwerksliste f. d. oben genannten Abschnitte (Herausgabe aus datenschutzrechtlichen Gründen

erst nach Auftragsvergabe)

• TR-KISS (Kabelbaustandard der Autobahn GmbH)

• Ein Schema der Bestandstrassen im Abschnitt1

• Eine Schachtliste für den Abschnitt1

Die Lagepläne der KSR-Anlage dienen zur Übersicht. Mit Abweichungen der Lage, Tiefe und Abstand der im

Plan dargestellten Leerrohre muss gerechnet werden. Es wird empfohlen die tatsächliche Trassenkonfiguration

durch Ortsbegehungen und bedarfsweises Öffnen von ausgewählten Schächten (vor allem im südlichen Ab-

schnitt1 bzw. an den Übergabepunkten zwischen den Abschnitten) mit dem FIT Neumünster projektbegleitend

nach vorheriger Absprache zu überprüfen.

Streckenpläne der A21 sind für die beiden Planungsabschnitt beim AG nicht verfügbar. Bei Bedarf können vom

AG für relevante Planungsabschnitte maßstabsgenaue Themenkarten aus einer hausinternen Geoinformations-

datenbank abgefragt und auf Kartenbasis als pdf-Dateien dargestellt werden. Der AN kann sich relevante Geo-

daten aus den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen herunterladen:

Schleswig-Holstein Downloadportal

Die Kabeltrasse soll so weit wie möglich in offener Bauweise hergestellt werden. Um auf den Grundstücken der

Autobahn GmbH des Bundes zu bleiben, wird die Trasse ggf. im schrägen Böschungsbereich geführt werden

müssen. Diese Anforderung ist im Leistungsverzeichnis bei Erfordernis entsprechend zu berücksichtigen. Für das

Unterqueren von Bauwerken und Gewässern sollen grundsätzlich Horizontalbohrungen gemäß TR-KISS, Anlage

9.8 eingeplant werden.

Für die Kabeltrasse ist gemäß dem beigefügten Kabelbaustandard TR-KISS eine lichte Grabenbreite von ca. 61

cm und eine Tiefe von ca. 101 cm (OK Gelände bis Sohle Sauberkeitsschicht) vorzusehen.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 16

[Seite 17]

LB Technische Ausrüstung

Der Verlauf der Trasse ist im Abstand von 50 m (in Kurvenbereichen alle 20-30 m) mit Kugelmarkern zu kenn-

zeichnen.

Die KSR sind mit Distanzhaltern im Abstand von 1,5 – 3,0 m gegen Verrutschen mit handelsüblichen Distanzhal-

tern zu sichern.

Auf Grund der erforderlichen Kabelplusschleifen ist von den ca. 1,15-fachen Kabellängen im Vergleich zu den

theoretischen Trassenlängen auszugehen.

Jeder neue Kvz ist mit einer gepflasterten Wartungsfläche zu versehen, welche auch den Kabelschacht vor dem

Kvz einschließt (s. Abb. 13). Neue Kvz mit einer Vollauflage der Kabel (LWL oder CU) sollen in ca. 2…4km dort

eingeplant werden, wo keine anderweitige Mess- und Zugangsmöglichkeit für die Kabel vorhanden ist. Die Fein-

abstimmung hierzu erfolgt im Rahmen der Entwurfsplanung.

Abbildung 12: Beispiel für eine SST mit Wartungsfläche und KS

Es gibt Straßenquerungen mit Landes- und Kreisstraßen, Brücken sowie Gewässern. Die Trassenquerungen mit

kreuzenden Straßen, Bauwerken, Gewässern und anderen Hindernissen sollen, wenn benötigt, anhand von Ho-

rizontalbohrungen durchgeführt werden.

Das Maß der Einschränkungen des Verkehrs durch eine Baustellenabsicherung (Dauer und räumliche Ausdeh-

nung der Arbeitsstellen) ist auf ein Minimum zu reduzieren und entspricht der grundsätzlichen Forderung aus der

RSA. Für jede Absperrung muss mit 14Tagen Vorlauf die erforderlichen Genehmigungen von der zuständigen

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 17

[Seite 18]

LB Technische Ausrüstung

Verkehrsbehörde der Autobahn GmbH eingeholt werden. Im LV für die Baumaßnahme sind die Aufwände hierfür

zu berücksichtigen.

Aufgrund ggf. zeitlich temporär parallel laufender Instandhaltungsmaßnahmen bedarf es während der Bauausfüh-

rung einer engen Abstimmung mit den Außenstellen Lübeck und Rendsburg der Autobahn GmbH des Bundes,

der Niederlassung Nord sowie dem Fachcenter für Informationstechnik und -sicherheit (FIT) aus Neumünster.

  1. Beschreibung der Planungsleistungen

Die Leistungen des Auftragnehmers entsprechen den Leistungsphasen (Lph) 3 bis 6 und 8+9 nach §56 der

HOAI2021 für eine fernmeldetechnische Ausstattung. Diese Aufgaben beinhalten u.a. die für die Planung und

Herstellung der Kabeltrasse in Anlehnung an die TR-KISS inklusive der vorbereitenden Maßnahmen der für eine

reibungslose Ausführung erforderlichen Abstimmungen mit Dritten:

• Aufklärung von möglichen Kreuzungen der geplanten Fernmeldekabeltrasse mit fremden Leitungen

(Ver-/Entsorgungsleitungen Wasser, Gas Produktleitungen, Energie/Kommunikationsleitungen etc.)

• Vorbereitung einer Ausschreibung zum Einholung von Bodengutachten im neu herzustellenden Ka-

beltrassenabschnitt2, Ausführung gemäß Handbuch Stoffstrommanagement Teil 2 und Teil 6

• Anfragen von Verdachtsfällen von Kampfmittelvorkommen bei der zuständigen Behörde (LKA SH)

Zum Ende der Lph. 3 wird ein unterschriftsreifer Standard-RE-Entwurf inkl. der Kostenberechnung nach AKVS zur

Kenntnisnahme der Baumaßnahme bei der Zentrale der Autobahn GmbH benötigt. Mit diesem Schritt werden die

Haushaltsmittel für den Bau der Anlage aus Mitteln des Bundes beantragt.

Die Ingenieurleistungen beinhalten die Planung der Rohr- und Schachtanlagen für den Endzustand sowie die

Planung von zusätzlich erforderlichen technischen Erweiterungen im Schalthaus Wahlstedt wie z.B. das Einbrin-

gen zusätzlicher neuer Kabelschotts, das Herstellen von LWL- und CU-Kabelabschlüssen sowie Anschlussarbei-

ten an Cu-Kabelendgestellen.

Ein zentraler Bestandteil der Planungsleistung ist die Platzierung und Ausgestaltung eines neuen Kabelhauses

entlang der Strecke in einem Kabellängenabstand von 15…20km zum Schalthaus Wahlstedt.

Bestehende technischen Einrichtungen an der Strecke (z.B. SST, SWIS-Anlagen, Dauerzählstellen) müssen über

die neue Kabeltrasse mit entsprechenden neuen Schächten nach Fertigstellung des Leitungsabschnittes für den

zukünftigen Betrieb über das neue LWL-Zugangsnetz vorbereitet werden. Dazu sind entlang der Trasse die erfor-

derlichen Schächte, Muffen, Kabelverzweiger etc. einzuplanen und in das LV für die Bauleistungen aufzunehmen.

Folgende weitere Leistungen sind durch den AN auszuarbeiten und in den Planungsunterlagen abzubilden:

  • Beschreibung der erforderlichen Leistungen für die Baustelleneinrichtung und baubegleitende Leis-

tungen (Aufwände für eine Beweissicherung, Aufwände für die Koordination der Bauabläufe) im LV.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 18

[Seite 19]

LB Technische Ausrüstung

  • Prüfen des Erfordernisses für einen SiGeKo und Berücksichtigung der entsprechenden Leistungen

im LV für die Bauleistungen

  • Zusammenarbeit bei der Planung und Bauüberwachung mit der Umweltbaubegleitung in den natur-

schutzrechtlich relevanten Bereichen → s. gesonderte Leistungsbeschreibung für Umweltplanung.

  • Beschreibung der erforderlichen Leistungen für eine genehmigungsfähige Beantragung von Ver-

kehrssicherungsmaßnahmen nach ARS im Arbeitsbereich und Einarbeiten der entsprechenden Po-

sitionen im LV für die Bauleistungen

  • Beschreibung der erforderlichen Tiefbau- (Herstellen der Leitungsgräben und Schächte, Pflasterar-

beiten) und Hochbauarbeiten (Arbeiten am Wildschutzzaun/Schutzeinrichtungen, Errichtung eines

KH‘s) im LV für die Bauleistungen

  • Beschreibung der Mess- und Prüftätigkeiten für eine Abnahme und Inbetriebnahme der fertigen Ka-

belanlage sowie Beschreibung der Messprotokolle

  • Prüfung der Erfordernis von elektrotechnischen Schutzmaßnahmen auf den CU-Kabeln/LWL-Bei-

laufadern gegen EMV-Beeinflussung durch eine Hochspannungstrasse im Bereich Kieler Kamp (bei

km 17-18,5).

  • Erstellung und projektbegleitende Pflege eines Gesamtterminplans f. d. Projekt auf Basis der vom

AG bereit gestellten MS-Project-Datei

  • Erstellung eines Mittelabflußplans in einem digitalen für den AG editierbaren Format für die Plan- und

Bauleistungen

Vor der Ausschreibungsphase Lph. 6 sollen exemplarisch im Abschnitt2 aussagekräftige Bodenproben

gezogen werden, um im LV auf die vorherrschenden Bodenverhältnisse und etwaige Belastungen und

Entsorgungsbedarfe hinweisen zu können. Die Erstellung eines Verzeichnis zum Ausschreiben dieser

Leistung durch den AG begleitend zum Planungsprozess ist ebenfalls Bestandteil des hier beschriebe-

nen Aufgabenumfangs.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 19

[Seite 20]

LB Technische Ausrüstung

  1. Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente

Als Ergebnis der beschriebenen Planungsleistungen sind die folgenden Unterlagen zu erstellen:

  • Eine detaillierte Beschreibung des gesamten Bauvorhabens basierend auf den genannten Randbedin-

gungen mit allen Angaben zu der geforderten fachlichen Qualität der Bauausführung insbesondere der

Kabelarbeiten sowie einer umfassenden Beschreibung der auszuführenden Bauleistungen in einem f. d.

AG editierbaren Format (z.B. als Word-Datei) und als pdf-Datei für die Vergabeunterlagen inkl.: o Hinweise auf Inhalt und Form der nach Abschluss der Baumaßnahme zu liefernder Doku-

mentation und Messprotokolle o Benennung der für die fachgerechte Bauausführung relevanten Vorschriften und Normen

o Hinweise auf organisatorische und terminliche Schnittstellen (z.B. Randbedingungen im

Bauablauf durch ggf. parallel ausgeführte Arbeiten) mit dem AG

  • Die Fortschreibung des vom AG bereit gestellten Terminplans aus f. d. gesamte Vorhaben als MS-Pro-

ject-Datei.

  • Ein LV als GAEB DA XML-Datei mit allen Positionen und den erforderlichen Mengen für das Leistungs-

bild „Technische Ausrüstung“ der beschriebenen Kabelanlage mit Kurz- und Langtextbeschreibungen

zum Import in das beim AG verwendete iTWO PM-System

  • Ein identisches, aber mit Schätzkosten bepreistes LV als GAEB-Datei für die Kostenveranschlagung

beim AG.

  • Ein Übersichtplan mit der Darstellung von räumlichen Bauabschnitten (soweit im Bauablauf erforderlich)

  • Bemaßte Kabellagepläne im Maßstab 1:1000

  • Bemaßte Kabellängenpläne für jeden Bauabschnitt für alle Cu-Leitungen mit den geplanten Kabellängen

und der geplanten Kilometrierung der Kabelschächte, KVz etc.

  • Bemaßte Kabellängenpläne für jeden Bauabschnitt für alle LWL-Leitungen mit den geplanten Kabellängen

und der geplanten Kilometrierung der Kabelschächte, KVz etc.

  • Bemaßte Gebäude und Raumpläne für das neue KH und f. d. SH Wahlstedt in denen die Abmaße der

Kabelgestelle und der neuen FIST-Schränke zu entnehmen sind

  • Buchtenbelegungsplan für die Kabelendgestelle im neuen KH und im SH Wahlstedt

  • Schrankbelegungspläne für die LWL-FIST-Schränke in denen neue Komponenten farbig gekennzeichnet

sind

  • Bestückungspläne für die neuen KVz (soweit vorhanden)

  • Beschriftete und bemaßte Darstellung des geplanten Kabelgrabenquerschnitts

  • Eine Darstellung der in den Plänen verwendeten Zeichen und Symbolen

Für die ausgehändigten digitalen Daten sind die folgenden Vorgaben zu berücksichtigen:

Die Planunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen sind dem Auftraggeber in digitaler Form (Ausschrei-

bungsunterlagen im GAEB90-Format, Planunterlagen im dwg-/dxf-Format sowie im pdf-Format;

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 20

[Seite 21]

LB Technische Ausrüstung

Beschreibungen und Berechnungen als Word- bzw. Excel-Datei im docx- bzw. xlsx-Format sowie im pdf-For-

mat; Präsentationen als PowerPoint-Datei im pptx- sowie im pdf-Format und zusätzlich in analoger Form als

kopierfähiger Farbausdruck (1-fach) zu übergeben.

Digitale Bestands- und Objektdaten sind im OKSTRA bzw. SHAPE-Format im Koordinatensystem ETRSS

1998 UTM 32N (EPSG 25832) zu übergeben.

Der Auftragnehmer hat die von ihm zu übergebenden Unterlagen im nötigen Umfang zu bearbeiten, u. a.

normengerecht farbig und mit Planzeichen und Legende anzulegen sowie DIN-gerecht zu falten. Das Schrift-

feld des Auftraggebers ist zu übernehmen.

Der Auftragnehmer hat die von ihm angefertigten Unterlagen als „Verfasser" zu unterzeichnen.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 21

[Seite 22]

LB Technische Ausrüstung

  1. Beschreibung der Grundleistungen Anlagengruppe(n) Techn. Ausüstung

[wird bei angekreuzten Grundleistungen keine Bewertung eingetragen, gilt die jeweilige Bewertung der Grundleistung]

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung

0,4

aKlären der Aufgabenstellung auf Grund der Vorgaben oder der Be-
darfsplanung des Auftraggebers im Benehmen mit dem Objektplaner.

unter Berücksichtigung von Teil A „ Beschreibung der Planungsaufgaben und

Planungsziele“

1,0

bErmitteln der Planungsrandbedingungen Beraten zum Leistungsbe-
darf und gegebenenfalls zur technischen Erschließung.

Zusammenstellen von Informationen zum Ingenieurbauwerk / Gebäude:

  • Lage im Netz

  • Verkehrsbedeutung (DTV, TERN etc.)

  • Zwangspunkte (vorhandene Flächen für Betriebsgebäude, Zuwegung, to-

pografische Randbedingungen, Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten etc.)

  • Nutzung von Anlagenteilen im Bestand (vorhandene Bauwerke / Gebäude,

vorhandene Kabel- und Rohrleitungssysteme, etc.)

Zusammenstellen der bereits vorhandenen Unterlagen:

  • Angaben aus den vorangegangenen Fachplanungen

  • Angaben aus vorangegangenen Untersuchungen und Gutachten Betriebs-

konzept (AM, SM, Tunnelüberwacher etc.),

Vorhandenes Gesamtsicherheitskonzept

Sicherheitsdokumentation

Zusammenstellen der die Aufgabe beeinflussenden Planungsabsichten.

Hierzu gehören insbesondere auch örtliche Planungen z.B. von Kommunen,

Wasserbehörden, Kreuzungspartnern und sonstigen Planungen Dritter (z.B.

Ver- u. Entsorgungsunternehmen).

Aufzeigen, welche Gutachten, Sonderuntersuchungen, etc. erforderlich sind,

um die Planungsaufgabe zu bewältigen.

Aufzeigen des Leistungsumfanges und der erforderlichen Vorarbeiten

c Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse 0,6

Beschreibung des Ist-Zustandes

Beschreibung des Planungszieles in Abstimmung auf die weitere Bearbeitung

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 22

[Seite 23]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Erläutern und Aufzeigen aller Sachverhalte, die die Maßnahme / das Objekt

beeinflussen

Erarbeiten eines Arbeits- und Terminplanes unter Berücksichtigung der Fach-

beiträge

Summe Leistungsphase 1 2,0

Leistungsphase 2: Vorplanung (Projekt- und Planungsphase)

1,0 0,0

aAnalysieren der Grundlagen
Mitwirken beim Abstimmen der Leistungen mit den Planungsbeteilig-
ten

Sichten der Unterlagen aus den vorangegangen Leistungsphasen anderer

Fachplanungen

Systematische Untersuchung und Beurteilung aller Sachverhalte, die die

Maßnahme / das Objekt beeinflussen und Aufzeigen der daraus entstehen-

den Konsequenzen mit Vor- und Nachteilen

1,0 0,0

bErarbeiten eines Planungskonzepts, dazu gehören zum Beispiel: Vor-
dimensionieren der Systeme und maßbestimmende Anlagenteile, Un-
tersuchen von alternativen Lösungsmöglichkeiten bei gleichen
Nutzungsanforderungen einschließlich Wirtschaftlichkeits-vorbetrach-
tung, zeichnerische Darstellung zur Integration in die Objektplanung
unter Berücksichtigung exemplarischer Details, Angaben zum Raum-
bedarf

Erarbeitung von Varianten (z. B. unterschiedliche Energieeinspeisung, Auf-

stellung der Pumpen, Beleuchtungssystem) zuzüglich sich eventuell ergeben-

der Untervarianten.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 23

[Seite 24]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Abstimmung mit anderen Fachplanern z.B. wegen baulicher Erfordernisse.

(z.B. Lage von Lüftungskaminen, Lage von Betriebsgebäuden, Lage von Lei-

tungstrassen, Durchbrüche), soweit erforderlich auch für die Varianten.

Alle Varianten sind in übersichtlicher Form gegenüberzustellen, als Systems-

kizzen darzustellen und zu bewerten. Erläutern der wesentlichen Vor- und

Nachteile.

1,0 0,0

cAufstellen eines Funktionsschemas bzw. Prinzipschaltbildes für jede
Anlage

z. B. sind bei Tunnel die Datenübertragung und Fernmeldetechnik zu erstel-

len.

1,0 0,0

dKlären und Erläutern der wesentlichen fachübergreifenden Prozesse,
Randbedingungen und Schnittstellen, Mitwirken bei der Integration
der technischen Anlagen

Aufzeigen der wesentlichen fachspezifischen Sachverhalte, die die Aufgaben-

stellung beeinflussen mit Angabe der Konsequenzen für die Aufgabenstel-

lung.

Das Mitwirken bei der Integration der technischen Anlagen kann sich bezie-

hen auf

  • Planungen durch Dritte

  • Anlagen im Bestand

  • Anlagen im Umfeld

1,0 0,0

eVorverhandlungen mit Behörden über die Genehmigungsfähigkeit
und mit den zu beteiligenden Stellen zur Infrastruktur

Vorabstimmen und Erläutern der Vorzugsvariante auf der Grundlage des Pla-

nungskonzeptes mit Behörden (z. B. Kommunen, Wasserbehörden, Umwelt-

ämter, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Feuerwehr, Polizei) und fachlich

Beteiligten (z. B: SiGeKo, Geologie, UVS, Artenschutz) für die Vorzugsvari-

ante.

1,0 0,0

fMitwirken bei der Kostenschätzung nach DIN 276 (2. Ebene) und Ter-
minplanung

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 24

[Seite 25]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Aufstellen einer Kostenschätzung,

Schätzen der Kosten auf Basis von Erfahrungswerten,

Erstellen von Fachbeiträgen für den Rahmenterminplan als Zuarbeit für den

Objektplaner,

Schätzung von Betriebskosten

g Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse 3,0 0,0

Zusammenstellen der Vorplanungsergebnisse in schriftlicher und zeichneri-

scher Form mit Erläuterung der betrachteten Varianten, der Entscheidungs-

matrix und der Gründe für die Auswahl der Vorzugsvariante.

Zuarbeit zu Streckenentwürfen,

Zuarbeit zu Planfeststellungsunterlagen.

Summe Leistungsphase 2 9,0 0,0

Leistungsphase 3: Entwurfsplanung
(System- und Integrationsplanung

3,0 3,0

aDurcharbeiten des Planungskonzepts (stufenweise Erarbeitung einer
Lösung) unter Berücksichtigung aller fachspezifischen Anforderungen
sowie unter Beachtung der durch die Objektplanung integrierten
Fachplanungen, bis zum vollständigen Entwurf

Stufenweises Ausarbeiten der ausgewählten Lösung in zeichnerischer Form

unter Berücksichtigung aller fachspezifischen Anforderungen

Koordination der Fachplanungen in Abstimmung mit dem Auftraggeber; die

Ergebnisse aus den Fachplanungen sind nachvollziehbar in den Entwurf ein-

zuarbeiten.

Herstellen und Ausarbeiten des vollständigen Entwurfs

Berechnung und Bemessung sowie zeichnerische Darstellung und Beschrei-

bung der Leerrohr- bzw. Kabeltrasse

b Festlegen aller Systeme und Anlagenteile 1,0 1,0

Festlegung der Systeme und Anlagenteile für:

  • Leitungstrassen Cu-Kabel,

  • Leitungstrassen LWL-Kabel,

  • Anbindung an vorh. verkehrstechnische Einrichtungen

  • Kabelschächte und Verbindungsmuffen,

  • Kabelendgestelle im SH Wahlstedt + neues KH

  • Spleisskassetten und LWL-Muffen.

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 25

[Seite 26]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
cBerechnen und Bemessen der technischen Anlagen und Anlagen-3,0
teile, Abschätzen von jährlichen Bedarfswerten (z.B. Nutz-, End- und
Primärenergiebedarf) und Betriebskosten; Abstimmen des Platzbe-
darfs für technische Anlagen und Anlagenteile; Zeichnerische Darstel-
lung des Entwurfs in einem mit dem Objektplaner abgestimmten
Ausgabemaßstab mit Angabe maßbestimmender Dimensionen
Fortschreiben und Detaillieren der Funktions- und Strangschemata
der Anlagen
Auflisten aller Anlagen mit technischen Daten und Angaben zum Bei-
spiel für Energiebilanzierungen
Anlagenbeschreibungen mit Angabe der Nutzungsbedingungen

Durchführen der Leistungen unter c) getrennt für alle Teilanlagen, z.B.

  • Leitungstrassen Cu-Kabel,

  • Leitungstrassen LWL-Kabel,

  • Anbindung an vorh. verkehrstechnische Einrichtungen

  • Kabelschächte,

  • Kabelendgestelle,

  • Speisseinheiten.

1,5 1,5

dÜbergeben der Berechnungsergebnisse an andere Planungsbeteiligte
zum Aufstellen vorgeschriebener Nachweise; Angabe und Abstim-
mung der für die Tragwerksplanung notwendigen Angaben über
Durchführungen und Lastangaben (ohne Anfertigen von Schlitz- und
Durchführungsplänen)

Angeben und Abstimmen für z.B.:

  • dynamische/statische Lasten von Kabeltragsystemen etc.

  • Längen der Kabel

  • Größe der Durchbrüche

  • Lastannahmen für die Instandhaltung (z.B. Hebezeuge, Befahrung des

Bauwerks)

1,5 1,5

eVerhandlungen mit Behörden und mit anderen zu beteiligenden Stel-
len über die Genehmigungsfähigkeit

Teilnahme an Terminen,

Protokollführung; Vor- und Nachbereitung der Termine,

Die Ergebnisse der Verhandlungen sind in den Entwurf einzuarbeiten.

f Kostenberechnung nach DIN 276 (3. Ebene) und Terminplanung 2,0 2,0

Aufstellen einer Kostenberechnung nach AKVS,

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 26

[Seite 27]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Berechnen der Kosten als Fortschreibung der Kostenschätzung,

Erstellen von Fachbeiträgen für den Bauzeiten- und Kostenplan als Zuarbeit

für den Objektplaner

2,0 2,0

gKostenkontrolle durch Vergleich der Kostenberechnung mit der Kos-
tenschätzung

h Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse 3,0 3,0

Zusammenstellen des endgültigen Entwurfs in Anlehnung an RE bzw. RAB-

ING mit Ergänzung der zusätzlich erarbeiteten Entwurfsunterlagen

Summe Leistungsphase 3 17,0 17,0

Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung

1,0 1,0

aErarbeiten und Zusammenstellen der Vorlagen und Nachweise für öf-
fentlich-rechtliche Genehmigungen oder Zustimmungen einschließlich
der Anträge auf Ausnahmen oder Befreiungen sowie Mitwirken bei
Verhandlungen mit Behörden

Aufbereiten und Ergänzen der Entwurfsunterlagen für das öffentlich-rechtliche

Genehmigungsverfahren in Hinblick auf z. B.

  • Wasserrechtliche Belange,

  • Brandschutz,

  • Immissionsschutz,

Zusammenstellen aller Unterlagen gemäß Planfeststellungsrichtlinie für das

öffentlich-rechtliche Genehmigungsverfahren einschließlich der von anderen

Fachplanern erstellten Unterlagen (z.B. Umwelt- und Naturschutz).

Teilnahme an Terminen,

Protokollführung; Vor- und Nachbereitung der Termine.

1,0 1,0

bVervollständigen und Anpassen der Planungsunterlagen, Beschrei-
bungen und Berechnungen

Überarbeiten der Unterlagen bei Auflagen / erforderlichen Änderungen im Ge-

nehmigungsverfahren

Summe Leistungsphase 4 2,0 2,0

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 27

[Seite 28]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]

Leistungsphase 5: Ausführungsplanung

3,0 3,0

aErarbeiten der Ausführungsplanung auf Grundlage der Ergebnisse
der Leistungsphasen 3 und 4 (stufenweise Erarbeitung und Darstel-
lung der Lösung) unter Beachtung der durch die Objektplanung inte-
grierten Fachplanungen bis zur ausführungsreifen Lösung

Detaillieren der Arbeitsergebnisse aus Leistungsphase 4 sowie Einarbeiten

der Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren unter Berücksichtigung aller

fachspezifischen Anforderungen (z.B. gleichzeitig laufenden Bauarbeiten,

Bau- und Montagezustände, erforderliche Einhausung, Verkehrssicherungs-

maßnahmen).

5,0 5,0

bFortschreiben der Berechnungen und Bemessungen zur Auslegung
der technischen Anlagen und Anlagenteile
Zeichnerische Darstellung der Anlagen in einem mit dem Objektpla-
ner abgestimmten Ausgabemaßstab und Detaillierungsgrad ein-
schließlich Dimensionen (keine Montage- oder
Werkstattzeichnungen)
Anpassen und Detaillieren der Funktions- und Strangschemata der
Anlagen bzw. der GA-Funktionslisten
Abstimmen der Ausführungszeichnungen mit dem Objektplaner und
den übrigen Fachplanern

Detaillieren der Unterlagen gem. Leistungsphase 4, Abschnitt b einschließlich

Erstellen von allpoligen Stromlaufplänen

Bestimmung der anzuwendenden Bau- und Fernmeldematerialien

Zeichnerische Darstellung der Anlagen mit Dimensionen,

Zusammenstellen der Montage-, Mess- und Firmenvorschriften

Detaillierte Trassenbeschreibung als Baubuch zur Grundlage der Leistungs-

beschreibung mit dem Leistungsprogramm iTWO 2020 (keine besondere

Leistung)

Abstimmen vorgenannter Unterlagen mit dem Auftraggeber, den Fachplanern

(z.B. Tragwerksplaner) und anderen an der Planung fachlich Beteiligten (z.B.

Ver- und Entsorgungsunternehmen)

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 28

[Seite 29]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
cAnfertigen von Schlitz- und Durchbruchplänen4,0

Anfertigen diesbezüglicher Detailpläne, einschließlich Leitungsführungs- und

Belegungspläne.

d Fortschreibung des Terminplans 3,0 3,0

Abstimmen des Terminplans auch mit den anderen Beteiligten (z.B. Bau, Ver-

kehr, Architekten fürs Betriebsgebäude).

3,0 3,0

eFortschreiben der Ausführungsplanung auf den Stand der Ausschrei-
bungsergebnisse und der dann vorliegenden Ausführungsplanung
des Objektplaners, Übergeben der fortgeschriebenen Ausführungs-
planung an die ausführenden Unternehmen

Fortschreiben der Ausführungsunterlagen für die technische Ausrüstung bei

Änderungen in der Objektplanung während der Bauausführung.

4,02 4,0

fPrüfen und Anerkennen der Montage- und Werkstattpläne der ausfüh-
renden Unternehmen auf Übereinstimmung mit der Ausführungspla-
nung

Summe Leistungsphase 5 22,0 22,0

Leistungsphase 6: Vorbereitung der Vergabe

2,0 2,0

aErmitteln von Mengen als Grundlage für das Aufstellen von Leistungs-
verzeichnissen in Abstimmung mit Beiträgen anderer an der Planung
fachlich Beteiligter

Genaue Mengenermittlung für die geplante Bauleistung einschließlich Mas-

senbilanz und Zuordnung entsprechend der Gliederung des Leistungsver-

zeichnisses (LV) sowie nach Einzelpositionen gemäß STLK

(Standardleistungskatalog) bzw. RLK (Regionalleistungskatalog der Straßen-

bauverwaltung des betreffenden Landes ) als Grundlage für das Aufstellen

der Leistungsbeschreibung.

1 Hinweis: Bewertung gemäß § 55 Absatz 2 2 Hinweis: Bewertung gemäß § 55 Absatz 2

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 29

[Seite 30]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
bAufstellen der Vergabeunterlagen, insbesondere mit Leistungsver-1,0
zeichnissen nach Leistungsbereichen, einschließlich der Wartungs-
leistungen auf Grundlage bestehender Regelwerke

Abstimmen mit dem Auftraggeber über die grundsätzliche Gliederung der

Vergabeunterlagen in Abschnitte (Fach- bzw. Teillose) und die wesentlichen

Ausführungsphasen.

Aufstellen der Leistungsbeschreibung incl. Baubeschreibung und Abstimmen

mit dem Auftraggeber.

Mitwirken beim Erstellen des Vergabevermerkes.

1,0 1,0

cMitwirken beim Abstimmen der Schnittstellen zu den Leistungsbe-
schreibungen der anderen an der Planung fachlich Beteiligten

Abgleichen mit anderen, insbesondere gleichzeitig laufenden Bauleistungen

(z.B. Straßenbauarbeiten, Straßenausstattung, Verkehrsbeeinflussung) mit

den zu beschreibenden Leistungen.

Erfassen und Optimieren der Auswirkungen auf den Bauablauf.

Aufzeigen von erforderlichen Änderungen in den anderen Leistungsbeschrei-

bungen mit dem AG (z.B. zur Vermeidung von Leistungslücken oder Mehr-

fachbeauftragungen).

Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Abstimmung und Koordination der

anderen Leistungsbeschreibungen.

1,0 1,0

dErmitteln der Kosten auf Grundlage der vom Planer bepreisten Leis-
tungsverzeichnisse

Bepreisen des erstellten Leistungsverzeichnisses.

1,0 1,0

eKostenkontrolle durch Vergleich der vom Planer bepreisten Leistungs-
verzeichnisse mit der Kostenberechnung

Dokumentieren und begründen der Kostenabweichungen.

Die Kostenfortschreibung nach der „Anweisung zum Kostenmanagement und

Veranschlagung von Straßenbaumaßnahmen (AKVS)“ ist zu aktualisieren.

f Zusammenstellen der Vergabeunterlagen 1,0 1,0

Aufstellen der übrigen Unterlagen für die Vergabe von Bauleistungen

Summe Leistungsphase 6 7,0 7,0

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 30

[Seite 31]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
Leistungsphase 7: Mitwirken bei der Vergabe

a Einholen von Angeboten 0,5

Aufstellen der Bekanntmachung der Bauleistung

1,0

bPrüfen und Werten der Angebote, Aufstellen der Preisspiegel nach
Einzelpositionen, Prüfen und Werten der Angebote für zusätzliche
oder geänderte Leistungen der ausführenden Unternehmen und der
Angemessenheit der Preise

Erarbeiten eines Prüfungs- und Wertungsvorschlages der Angebote

Fortschreibung des Vergabevermerkes

c Führen von Bietergesprächen 0,5

Vorbereiten der Aufklärungsgespräche inklusive Erstellen der erforderlichen

Schriftstücke

Protokollieren der Aufklärungsgespräche, Vor- und Nachbereitung der Ge-

spräche

1,0

dVergleichen der Ausschreibungsergebnisse mit den vom Planer be-
preisten Leistungsverzeichnissen und der Kostenberechnung

Abweichungen der Kostenkontrolle (Kosten gemäß Preisspiegel / Leistungs-

phase 6 e) sind zu dokumentieren und zu begründen.

Die Kostenfortschreibung ist zu aktualisieren.

1,0

eErstellen der Vergabevorschläge, Mitwirken bei der Dokumentation
der Vergabeverfahren

Fertigstellung des Vergabevermerkes

1,0

fZusammenstellen der Vertragsunterlagen und bei der Auftragsertei-
lung

Zusammenstellen der Vertragsunterlagen für alle Leistungsbereiche

Vorbereiten der Unterlagen für die Zuschlagserteilung sowie die Erstellung al-

ler erforderlichen Schriftstücke zum Abschließen des Verfahrens.

Summe Leistungsphase 7 5,0 0

Leistungsphase 8: Objektüberwachung
(Bauüberwachung) und Dokumentation

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 31

[Seite 32]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
aÜberwachen der Ausführung des Objekts auf Übereinstimmung mit4,0
der öffentlich-rechtlichen Genehmigung oder Zustimmung, den Ver-
trägen mit den ausführenden Unternehmen, den Ausführungsunterla-
gen, den Montage- und Werkstattplänen, den einschlägigen
Vorschriften und den allgemein anerkannten Regeln der Technik

Mitwirken beim Einweisen des Auftragnehmers in die Baumaßnahme (Bauan-

laufbesprechung)

Überwachen der Ausführung insbesondere auch auf die vertragsgemäße

Ausführung

Mitwirken bei der Freigabe der Bauausführungspläne (eingebettet jeweils in

die spezifischen Genehmigungsverfahren der einzelnen Bundesländer)

b Mitwirken bei der Koordination der am Projekt Beteiligten 1,0 1,0

Mitwirken bei der Koordination der an der Bauausführung fachlich Beteiligten

(z.B. Ver- und Entsorgungsunternehmen)

3,0 3,0

cAufstellen, Fortschreiben und Überwachen des Terminplans (Balken-
diagramm)

Überwachen der vertraglich vereinbarten Fristen und Terminen. Das Überwa-

chen des Terminplans beinhaltet auch das in Verzug setzen der Auftragneh-

mers und die Information des Auftraggebers darüber

d Dokumentation des Bauablaufs (Bautagebuch) 2,0 2,0

Tägliches prüfen der Bautagesberichte auf Übereinstimmung mit den ausge-

führten Leistungen

3,0 3,0

ePrüfen und Bewerten der Notwendigkeit geänderter oder zusätzlicher
Leistungen der Unternehmer und der Angemessenheit der Preise

Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen

f Gemeinsames Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen 2,0 2,0

Prüfen auf Übereinstimmung mit den ausgeführten Leistungen

2,0 2,0

gRechnungsprüfung in rechnerischer und fachlicher Hinsicht mit Prüfen
und Bescheinigen des Leistungsstandes anhand nachvollziehbarer
Leistungsnachweise

Rechnungsprüfung gemäß HVA B-StB Prüfen auf Übereinstimmung mit den

Aufmassen bzw. Bautagesberichten

h 1,0 1,0

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 32

[Seite 33]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
Kostenkontrolle durch Überprüfen der Leistungsabrechnungen der
ausführenden Unternehmen im Vergleich zu den Vertragspreisen und
dem Kostenanschlag

Rechnungsprüfung gemäß HVA B-StB; Führen einer OZ-Kontrollliste

i Kostenfeststellung 2,0 2,0

j Mitwirken bei Leistungs- und Funktionsprüfungen 3,0 3,0

Mitwirken bei der technischen Abnahme der Einzelgewerke. Durchführen

oder veranlassen von Kontrollprüfungen etc.

Mitwirken bei der Überwachen der Prüfungen der Funktionsfähigkeit der Anla-

genteile und der Gesamtanlage in Abstimmung mit der Bauoberleitung des

Objektplaners.

3,0 3,0

kFachtechnische Abnahme der Leistungen auf Grundlage der vorge-
legten Dokumentation, Erstellung eines Abnahmeprotokolls, Feststel-
len von Mängeln und Erteilen einer Abnahmeempfehlung

Mitwirkung bei der Zustandsfeststellung und Abnahme von Leistungen unter

Beteiligung der örtlichen Bauoberleitung des Objektplaners und anderer an

der Planung und Objektüberwachung fachlich Beteiligter gemäß HVA B-StB

Feststellen von Mängeln und Dokumentation

Vorbereitung und Fertigung der Abnahmeniederschrift nach HVA B-StB

l Antrag auf behördliche Abnahmen und Teilnahme daran 1,0 1,0

Bei Tunneln Abnahme durch die Untersuchungsstelle bzw. die Verwaltungs-

behörde. Für andere Bauwerke gilt dies sinngemäß.

2,0 2,0

mPrüfung der übergebenen Revisionsunterlagen auf Vollzähligkeit,
Vollständigkeit und stichprobenartige Prüfung auf Übereinstimmung
mit dem Stand der Ausführung

1,0 1,0

nAuflisten der Verjährungsfristen der Ansprüche auf Mängelbeseiti-
gung

Aufstellen und Bearbeiten des Fristenblatts

2,0 2,0

oÜberwachen der Beseitigung der bei der Abnahme festgestellten
Mängel

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 33

[Seite 34]

LB Technische Ausrüstung

Grund- leistungHOAI – Text gemäß LeistungsbildBewertung [%]Eintrag Be-
mit konkretisierter Leistungsbeschreibung (kursiv)wertung [%]
pSystematische Zusammenstellung der Dokumentation, der zeichneri-3,0
schen Darstellungen und der rechnerischen Ergebnisse des Objekts

Zusammenstellen und Übergabe von Unterlagen für die Rechnungslegung

gemäß HVA B-StB für das Objekt. Hierzu gehören u. a. die Bestandsunterla-

gen gemäß ZTV-ING, Unterlagen zur Baustoff- und Bauteilprüfung, War-

tungsvorschriften, Bautagebuch und Bautagesberichte,

Leistungsbeschreibung incl. Baubeschreibung und sonstige objektspezifische

Unterlagen

Summe Leistungsphase 8 35,0 35

Leistungsphase 9: Objektbetreuung

0,3 0,3

aFachliche Bewertung der innerhalb der Verjährungsfristen für Ge-
währleistungsansprüche festgestellten Mängel, längstens jedoch bis
zum Ablauf von fünf Jahren seit Abnahme der Leistung, einschließlich
notwendiger Begehungen

Fachliche Bewertung der festgestellten Mängel auf der Grundlage der Ergeb-

nisse einschlägiger Prüfvorschriften oder sonstiger Schadensfeststellungen

während der Verjährungsfristen. Die maßgebenden Verjährungsfristen erge-

ben sich aus den Verträgen.

0,5 0,5

bObjektbegehung zur Mängelfeststellung vor Ablauf der Verjährungs-
fristen für Mängelansprüche gegenüber den ausführenden Unterneh-
men

Begehen des Objektes mit den ausführenden Unternehmen zur Mängelfest-

stellung vor Ablauf der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

c Mitwirken bei der Freigabe von Sicherheitsleistungen 0,2 0,2

Bewertung, ob die Sicherheitsbürgschaft zurückgegeben werden kann oder

eine erneute Bürgschaft gemäß HVA B-StB zu hinterlegen ist.

Summe Leistungsphase 9 1,0 1,0

Summe Leistungsphasen 100,0 93,0

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 34

[Seite 35]

LB Technische Ausrüstung

Abkürzungen:

AG Auftraggeber

AN Auftragnehmer

AM Autobahnmeisterei

CU 14‘‘ Kupferkabel mit 14 Doppeladern (DA)

DAUZ Dauerzählstelle

dWiSta Dynamische Wegweiser mit integr. Stauinformation

KEG Kabelendgestell

KH Kabelhaus

KVz Kabelverzweigerschrank

KS Kabelschacht

LWL 48‘ 9/125 µm Single Mode Lichtwellenleiter mit 48 Einzelfasern

SH Schalthaus (kleines KH ohne aktive Routertechnik)

SST Streckenstation

TKG Telekommunikationsgesetz

RiFa Richtungsfahrbahn

LV Leistungsverzeichnis

FIST Fiber Infrastructure System Technology

Lph Leistungsphase

Stand: 08-26 Abt. Betriebstechnik, C3.2 Seite 35

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung