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QVH_Heizung_VORGABE_H7.pdf

Fachplanung der technischen Ausrüstung für ein Feuerwehrgerätehaus in München-Allach

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 06.10.2026, 12:35 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

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Baustandards

in Gebäuden der Landeshauptstadt München

Qualitätsvorgaben Haustechnik – Heizung

QVH-H

Stand 06.2025

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Die Bezeichnung H7 und H8 gilt in allen Dokumenten auch für die Mitarbeiter*innen der Technischen Gebäudeausrüstung in den Abteilungen H1 und H2.

Vorbemerkungen

Heizungstechnische Anlagen gehören zum Standard der technischen Gebäudeausstattung.

Sie sind so zu planen, erstellen und zu betreiben, dass mit ihnen sowohl ein wirtschaftlicher und funktionssicherer, wie auch ein energiesparender und umweltverträglicher Betrieb möglich ist.

Der „Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen“ (AMEV) hat die Aufgabe die Bauverwaltungen des Bundes, der Länder und der kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften unter Beachtung ihrer Eigenverantwortung beim Planen, Bauen und Betreiben ihrer Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) zu unterstützen. Insbesondere erfordern die begrenzt verfügbaren Ressourcen bei den Finanzierungs- und Betriebsmitteln eine fachkompetente und vor allem aktuelle Informationsplattform, die von allen Verwaltungsebenen mit ihren jeweils speziellen Sach- und Verfahrenskenntnissen gespeist wird.

Deshalb sind die bundesweiten Empfehlungen des Arbeitskreises AMEV in der jeweils gültigen Fassung als grundlegende Standards eingeführt1. Zusätzlich sind die Praxiserfahrungen im Bereich der Landeshauptstadt München (LHM) in den Qualitätsvorgaben Heizung zusammengestellt. Zur besseren Übersicht sind die Kapitel mit Ergänzungen der Landeshauptstadt München im folgenden Inhaltsverzeichnis der AMEV-Empfehlung für Wärmeversorgungsanlagen1 gekennzeichnet.

Die beschriebenen Standards sollen und können die Kenntnisse und Erfahrungen der Planer*innen nicht ersetzen. Abweichungen von den Standards sind aktenkundig zu begründen. Die Abteilungen H7 und HZ erhalten einen Abdruck sofern nicht im Text ausdrücklich eine Genehmigung der Abteilung H7 bzw. HZ vorgegeben ist. Die erforderlichen Genehmigungen sind zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzuholen.

Ansprechpartner*innen:

Baureferat – Hochbau, Haustechnik (H7) Baureferat – Hochbau, Zentrale Aufgaben (HZ) Baureferat – Hochbau, Technisches Gebäudemanagement (H9)

1 Wärmeversorgungsanlagen (WVA) - Teil 1: Planung und Bau 2021 (siehe Anhang A5)

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n V e E g M n u A z eA n äM t ie S V W g r E H L Inhaltsverzeichnis

Vorwort .............................................................................................................. 7

  1. Allgemeines ......................................................................................... 8 1.1 Anwendungsbereich .............................................................................. 8 ........... 8 1.1.1 Grundsätze zur Planung und Ausführung von Wärmeversorgungsanlagen (WVA) ....................................................... 8 ........... 8 1.1.2 Integraler Ansatz ................................................................................... 9 1.1.3 Energiekonzept ...................................................................................... 9 ........... 9 1.1.3.1 Energiekonzept in Neubauprojekten .....................................................11 1.1.3.2 Wirtschaftlichkeit/ Lebenszykluskosten (LZK) .......................................12 1.1.3.3 Wartung, Inspektion, kleine Instandsetzungsarbeiten ...........................12 1.1.3.4 Betrieb ..................................................................................................12 1.1.4 Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Zertifizierungssysteme .............................12 1.1.4.1 Allgemeines ..........................................................................................12 1.1.4.2 Nachhaltigkeit Klimaschutz ...................................................................13 1.1.4.3 Zertifizierungssysteme ..........................................................................14 1.1.4.4 Int. Zertifizierungssysteme ....................................................................15 1.1.5 Technische Anforderungen ...................................................................15 1.1.5.1 Monitoring / Zählerkonzept ...................................................................16 ........... 9 1.1.5.2 Werkstoffe, Bauteile ..............................................................................16 1.1.6 Gesetzliche Anforderungen ..................................................................17
  2. Wärmeerzeugungsanlage (WEA) .......................................................19 2.1 Allgemeines ..........................................................................................19 2.1.1 Gebäude / Raum ..................................................................................19 2.1.1.1 Technikzentralen in Gebäuden .............................................................20 2.1.1.2 Heizzentrale..........................................................................................20 2.2 Energieträgerversorgung ......................................................................22 2.2.1 Allgemeines ..........................................................................................22 ........... 9 2.2.2 Heizölversorgung ..................................................................................22 2.2.2.1 Allgemeines ..........................................................................................22 2.2.2.2 Heizöllagerung ......................................................................................22 2.2.3 Flüssige Biomasse ................................................................................24 2.2.3.1 Allgemeines ..........................................................................................24 2.2.3.2 Lagerung ..............................................................................................25 2.2.4 Erdgasversorgung ................................................................................25 2.2.4.1 Allgemeines ..........................................................................................25 ......... 10 2.2.4.2 Erdgas–System ....................................................................................26 2.2.5 Pelletversorgung ...................................................................................26 2.2.5.1 Allgemeines ..........................................................................................26 2.2.5.2 Pelletlagerung .......................................................................................26 2.2.5.3 Pellettransportsystem ...........................................................................28 2.2.5.4 Rückbrandsicherung .............................................................................28 2.2.6 Holzhackschnitzelversorgung ...............................................................28 2.2.6.1 Allgemeines ..........................................................................................28 2.2.6.2 Holzhackschnitzellagerung ...................................................................29 2.2.6.3 Holzhackschnitzeltransportsystem ........................................................30 2.2.7 Biogas ..................................................................................................30

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2.2.8 Geothermie ...........................................................................................31 2.2.8.1 Erdwärmekollektoren ............................................................................31 2.2.8.2 Erdwärmesonden..................................................................................31 2.2.8.3 Brunnensysteme ...................................................................................32 2.2.9 Solarthermie .........................................................................................33 2.2.9.1 Allgemeines ..........................................................................................33 2.2.9.2 Absorber ...............................................................................................33 2.2.9.3 Flachkollektor .......................................................................................34 2.2.9.4 Vakuum-Röhrenkollektor ......................................................................35 2.2.10 Umweltwärme .......................................................................................35 2.2.11 Abwärme ..............................................................................................35 2.2.12 Nah-/Fernwärme ...................................................................................37 2.3 Wärmeerzeuger WEA ...........................................................................38 ......... 11 2.3.1 Allgemeines ..........................................................................................38 ......... 11 2.3.2 Erfüllung GEG durch Nutzung erneuerbarer Energien ..........................38 2.3.3 Auslegung Wärmeerzeuger als Neuerrichtung ......................................38 2.3.3.1 Norm-Heizlast und zusätzliche Aufheizleistung .....................................38 ......... 11 2.3.4 Auslegung Wärmeerzeuger im Bestand ................................................38 2.3.4.1 Ermittlung mittels Wärmelastdiagramm .................................................39 2.3.5 Auslegung Wärmeerzeuger für mehrere Gebäude ................................43 2.3.6 Fern- und Nahwärmeübergabestation...................................................44 2.3.7 Niedertemperaturkessel ........................................................................45 2.3.7.1 Allgemeines ..........................................................................................45 2.3.7.2 Einsatzmöglichkeiten und Ausführungshinweise ...................................45 2.3.8 Brennwertkessel ...................................................................................45 2.3.8.1 Allgemeines ..........................................................................................45 2.3.8.2 Bauformen ............................................................................................46 2.3.8.3 Eigenschaften .......................................................................................46 2.3.8.4 Besondere Brennstoffeigenschaften .....................................................46 2.3.8.5 Auslegung ............................................................................................47 2.3.9 Biomassekessel ....................................................................................47 2.3.9.1 Pelletkessel ..........................................................................................48 2.3.9.2 Holzhackschnitzelkessel .......................................................................49 2.3.9.3 Hinweise zum Konformitätsbewertungsverfahren (EG-Konformitätserklärung) ..................................................................50 2.3.10 Wärmepumpe .......................................................................................51 2.3.10.1 Allgemeines ..........................................................................................51 2.3.10.2 Bauformen ............................................................................................51 2.3.10.3 Begriffe/Kennzahlen .............................................................................52 2.3.10.4 Effizienzanforderungen .........................................................................54 2.3.10.5 Kältemittel .............................................................................................55 ......... 12 2.3.10.6 Auslegung ............................................................................................56 2.3.11 Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ..............................................................56 2.3.11.1 Klassifizierung KWK-Anlagen ...............................................................57 2.3.11.2 Technologien ........................................................................................57 2.3.11.3 Auslegung ............................................................................................58 2.3.11.4 Hydraulische Einbindung ......................................................................59 2.3.11.5 Elektrische Einbindung .........................................................................59 2.3.11.6 Betriebsarten ........................................................................................60

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2.3.11.7 Wartung und Instandhaltung .................................................................61 2.3.11.8 Power-to-heat .......................................................................................61 2.3.12 Sonderformen der Wärmeerzeugung ....................................................61 2.3.12.1 Direktbefeuerte Strahlungsheizungen ...................................................62 2.3.12.2 Direktbefeuerte Warmlufterzeuger ........................................................63 2.4 Abgassystem ........................................................................................64 2.4.1 Allgemeines/Anforderung ......................................................................64 ......... 12 2.4.1.1 Abgasrohre ...........................................................................................65 2.4.1.2 Abgasschalldämpfer .............................................................................65 2.4.1.3 Abgasreinigung / Entstaubung ..............................................................65 2.4.1.4 Abgaswärmetauscher ...........................................................................66 2.4.1.5 Abgasventilatoren .................................................................................66 2.4.1.6 Schornsteinanlagen ..............................................................................66 2.5 Ascheentsorgung ..................................................................................66 2.6 Kondensatsystem .................................................................................68 2.6.1 Allgemeines ..........................................................................................68 ......... 12 2.7 Sicherheitstechnische Einrichtungen der Wärmeerzeugungsanlage .....................................................................69 2.7.1 Allgemeines ..........................................................................................69 2.7.2 Druckhaltesysteme ...............................................................................69 2.7.2.1 Allgemeines ..........................................................................................69 2.7.2.2 Membranausdehnungsgefäße ..............................................................71 2.7.2.3 Druckhaltestationen ..............................................................................72 2.7.2.4 Pumpengesteuerte Druckhaltestation ...................................................72 2.7.2.5 Kompressorgesteuerte Druckhaltestation .............................................72 2.8 Wärmespeicher/-puffer .........................................................................73 2.8.1 Allgemeines ..........................................................................................73 2.8.2 Bauform ................................................................................................73 2.8.3 Wärmespeicher in der WEA ..................................................................73 2.8.4 Wärmespeicher in der Wärmetechnischen Hausstation (WH) ...............74 2.9 Wärmeverteilung ..................................................................................74 2.9.1 Allgemeines ..........................................................................................74 2.9.2 Hydraulische Weiche ............................................................................74 2.9.3 Netz- /Strangpumpenanlagen ...............................................................75 2.9.3.1 Allgemeines ..........................................................................................75 2.9.3.2 Netzpumpen .........................................................................................76 2.9.3.3 Strangpumpen. .....................................................................................76 2.10 Absperreinrichtungen ............................................................................76 2.10.1 Entleerungs- und Entlüftungseinrichtungen ..........................................76 2.10.2 Strangabsperrungen .............................................................................76 2.10.3 Entlüftung, Entgasung und Reinhaltung von Heizwassersystemen ............................................................................77 2.11 Heizwasseraufbereitung und Zuführung ...............................................78 ......... 13 2.11.1 Analyse .................................................................................................78 2.11.1.1 Wasseruntersuchungsgeräte ................................................................78 ......... 13 2.11.2 Aufbereitungsverfahren ........................................................................79 2.11.2.1 Enthärtungsanlagen ..............................................................................79 2.11.2.2 Dosieranlagen ......................................................................................79 3. Wärmeversorgungsnetz (WVN) .........................................................81 3.1 Allgemeines ..........................................................................................81 ......... 13 3.2 Rohrleitungssysteme ............................................................................81

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3.3 Verlegeverfahren ..................................................................................83 3.4 Netzaufbau ...........................................................................................83 3.5 Auslegung ............................................................................................83 3.6 WVN Feuchteerkennung/Lecküberwachung/Leckortung ......................83 4. Wärmetechnische Hausstation (WH) .................................................85 4.1 Hausanschlussraum .............................................................................85 4.2 Wärmeübergabestation ........................................................................86 4.2.1 Allgemeines ..........................................................................................86 4.2.2 Indirekte Ü-Station ................................................................................86 4.2.3 Direkte Ü-Station ..................................................................................87 4.3 Wärmetechnische Heizkreise ...............................................................87 4.3.1 Allgemeines ..........................................................................................87 4.3.2 Ungeregelter Heizkreis .........................................................................88 4.3.3 Geregelter Heizkreis .............................................................................88 5. Hausanlage (HA) .................................................................................91 5.1 Allgemeines ..........................................................................................91 5.2 Wärmeverteilnetz ..................................................................................91 5.2.1 Rohrleitungen .......................................................................................92 ......... 14 5.2.2 Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen ............................92 ......... 14 5.3 Heizflächen (Nutzübergabeeinrichtungen) ............................................93 ......... 14 5.3.1 Allgemeines ..........................................................................................93 ......... 14 5.3.2 Auslegung von Raumheizflächen ..........................................................93 5.3.3 Freie Heizflächen ..................................................................................93 5.3.3.1 Deckenstrahlplatten ..............................................................................94 5.3.4 Integrierte Heizflächen ..........................................................................94 5.3.4.1 Fußbodenheizung .................................................................................94 5.3.5 Bauteilaktivierung .................................................................................95 5.3.6 Rohrleitungszubehör, Anschlussarmaturen, Absperrorgane .................95 5.3.6.1 Rohrleitungszubehör .............................................................................95 5.3.6.2 Strangregulierarmaturen .......................................................................96 5.3.6.3 Anschlussarmaturen .............................................................................96 ......... 15 5.4 Luftheizungsanlagen .............................................................................96 5.4.1 Allgemeines ..........................................................................................96 5.4.2 Ausführungsarten .................................................................................97 5.4.3 Auslegung ............................................................................................97 5.5 Trinkwassererwärmungsanlagen ..........................................................97 ......... 15 5.5.1 Allgemeines ..........................................................................................97 ......... 15 5.5.2 Betriebsweisen der Trinkwassererwärmung..........................................98 5.6 Pumpensystem .....................................................................................99 5.7 Hydraulischer Abgleich ....................................................................... 100 ......... 16 6. Mess-/Steuer- und Regelungstechnik –Gebäudeautomation ........ 101 6.1 Allgemeines ........................................................................................ 101 ......... 16 6.2 Anlagenautomation ............................................................................. 101 ......... 16 6.3 Raumautomation ................................................................................ 102 6.4 Wetterprognosegestützte Regelung .................................................... 102 7. Energiemonitoring, -controlling ...................................................... 104 7.1 Allgemeines ........................................................................................ 104 ......... 17 8. Inbetriebnahme, Dokumentation, Abnahme, Übergabe ................. 105 8.1 Inbetriebnahme ................................................................................... 105 8.1.1 Definition ............................................................................................ 105

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8.1.2 Inbetriebnahmevorraussetzungen ....................................................... 105 8.1.3 Inbetriebnahme und Inbetriebnahmemanagement (IBM) .................... 106 8.1.4 Inbetriebnahmeterminplan .................................................................. 107 8.1.5 Inbetriebnahme im Fertigstellungsprozess .......................................... 107 8.1.6 Durchführung der Inbetriebnahme ...................................................... 107 8.2 Dokumentation ................................................................................... 112 8.3 Abnahme ............................................................................................ 113 8.4 Übergabe ............................................................................................ 114 8.4.1 Übergabe an den Maßnahmenträger .................................................. 114 8.4.2 Übergabe an den Nutzer..................................................................... 114 8.4.3 Dokumentation der Übergabe ............................................................. 114 9. Anhang .............................................................................................. 115 9.1 Gesetze, Verordnungen und Regelwerke ........................................... 115 9.1.1 Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG) ............................................................................ 115 9.1.2 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ....................................... 115 9.1.3 Wasserhaushaltgesetz (WHG)............................................................ 116 9.1.3.1 Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) 101 .......................................... 116 9.1.4 Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), Technische Regeln brennbarer Flüssigkeiten (TRbF) ......................... 117 9.1.5 Muster-Feuerungsverordnung (MfeuVO) ............................................ 117 9.1.6 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen (AVV-EnEff) ........... 118 9.1.6.1 Anwendung, Bedarfsanalyse .............................................................. 118 9.1.7 Bundesberggesetz (BbergG) .............................................................. 118 9.1.8 Gesetzliche Rahmenbedingungen bei KWK- Anlagen ........................ 119 9.2 Weiterführende Informationen ............................................................ 120 10. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ..................................................... 121

Anhang Ergänzende Anlagen der Landeshauptstadt München .................................... ......... 18

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  1. Allgemeines

1.1 Anwendungsbereich Der Anwendungsbereich erstreckt sich bei den Gebäuden der Landeshauptstadt München auf alle:

  • Neu-, Um- und Erweiterungsbauten;
  • Sanierungen, Modernisierungen und Erneuerungen;
  • Instandhaltungsmaßnahmen.

1.1.1 Grundsätze zur Planung und Ausführung von Wärmeversorgungsanlagen (WVA)

Auf Basis des Beschlusses „Grundsatzbeschluss II / Klimaneutrales München 2035 und Klimaneutrale Stadtverwaltung 2030: Von der Vision zur Aktion“ vom 19.01.2022, (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 05040) wurde vom Baureferat in Abstimmung mit dem RBS und dem KR und unter fachgutachterlicher Begleitung des Fraunhofer IBP ein umfassendes, in einzelne Module unterteiltes Maßnahmenpaket entwickelt, welches einen ganzheitlichen Blick auf den Lebenszyklus von Gebäuden berücksichtigt. Die jeweiligen Maßnahmen werden ausführlich in Anlage 3b des Grundsatzbeschlusses II dargestellt. Darauf aufbauend wurde das Baureferat mit dem Beschluss „Sofortprogramm infolge der verschärften Energiesituation“ vom 17.05.2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 08869) beauftragt, u.a. die beschleunigte Dekarbonisierung der Wärmeversorgung durchzuführen. Ergänzend ist der Bauleitfaden zu beachten und umzusetzen.

Ein beständiges Ziel der Landeshauptstadt München ist es, Gebäude zu bauen, die mit möglichst wenig aktiver Technik ausgestattet vollwertig funktionieren (suffizienter Low-Tech- Einsatz der Gebäudetechnik).

Um beim Planen und Bauen optimale und wirtschaftliche Lösungen zu erreichen, ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt interdisziplinär ein Energiekonzept für das Gebäude und die Technische Gebäudeausrüstung unter Beachtung, energetischer, technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte zu entwickeln und im Planungsfortschritt weiter zu optimieren.

Für eine optimale Auslegung ist bereits bei der Festlegung des Bauprogramms die enge Zusammenarbeit zwischen den Architektinnen und den Fachingenieurinnen erforderlich.

Bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen sind die „Richtlinien über Wirtschaftlichkeitsrechnungen (RWR)“ (Anlage A15) in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.

  • Es sind die „Daten für Wirtschaftlichkeitsberechnungen“, erhältlich beim Energie- Informations-Service (EIS), H94, in der jeweils gültigen Fassung zugrunde zu legen.
  • Bei Kostengleichheit nach einem Wirtschaftlichkeitsvergleich ist grundsätzlich die Lösung mit dem geringsten Primärenergieverbrauch zu wählen.
  • In Abstimmung mit der Stadtkämmerei sind externe Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Bereits bei der Planung und Ausführung sind die Übergabeanforderungen an den Technischen Betrieb zu beachten. Die Checklisten Baubestandsdokumentation für Heiztechnische Anlagen DIN 18380 sowie für Gebäudeautomation DIN 18386 (MSR- H/L/S) (Anlage A9 + Anlage A12) sind anzuwenden.

1.1.2 Integraler Ansatz

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1.1.3 Energiekonzept Es sind die „Daten für Wirtschaftlichkeitsberechnungen“, erhältlich beim Energie-Informations- Service (EIS), H94, in der jeweils gültigen Fassung zugrunde zu legen.

1.1.3.1 Energiekonzept in Neubauprojekten 1.1.3.2 Wirtschaftlichkeit/ Lebenszykluskosten (LZK) 1.1.3.3 Wartung, Inspektion, kleine Instandsetzungsarbeiten 1.1.3.4 Betrieb 1.1.4 Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Zertifizierungssysteme 1.1.4.1 Allgemeines 1.1.4.2 Nachhaltigkeit Klimaschutz 1.1.4.3 Zertifizierungssysteme 1.1.4.4 Int. Zertifizierungssysteme 1.1.5 Technische Anforderungen

1.1.5.1 Monitoring / Zählerkonzept

Zur Messung der primärseitigen Fernwärme und des Gasverbrauchs sind Wärme- / Gaszähler beim Versorgungsunternehmen (SWM) mit Impuls-Schnittstelle, hilfsweise mit M-Bus- oder Modbus-Schnittstelle, zu bestellen und auf die Gebäudeautomation aufzuschalten. Es ist darauf zu achten, die Zähler an die Netzspannung anzuschließen (kein Batteriebetrieb).

Die aktuellen Anmeldeformulare, die zur Bestellung der jeweiligen Anschlüsse zu verwenden sind, sind im Internet auf der Homepage der Stadtwerke München erhältlich. Jede Abnahmestelle für Energie und Wasser muss zusätzlich zum Anmeldeformular der SWM formell über ein stadteigenes „Mitteilungsblatt an die Stadtwerke München“ an- oder abgemeldet werden (Cosys). Siehe Wilma-Arbeitsraum „SWM-Mitteilungen – Abnahmestellen“: https://wilma.muenchen.de/workspaces/anmeldung-der-energielieferung-fuer-strom-baustrom- gas-fernwaerme-wasser/apps/content/inhalt

Für verschiedene Nutzungsbereiche und Kostenträger wird eine getrennte Abrechnung vorgesehen. Es sind Zähler zur Erfassung von Füll- und Ergänzungswassermengen gemäß Kap. 2.11 – Heizwasseraufbereitung und Zuführung zu installieren. Hinsichtlich weiterer Zählungen für Wärme und Strom, bzw. des Energiemonitorings in einer Liegenschaft wird auf die QVH-GA (Anlage A4) verwiesen.

1.1.5.2 Werkstoffe, Bauteile 1.1.6 Gesetzliche Anforderungen

  1. Wärmeerzeugungsanlage (WEA) 2.1 Allgemeines 2.1.1 Gebäude/Raum 2.1.1.1 Technikzentralen in Gebäuden 2.1.1.2 Heizzentrale 2.2 Energieträgerversorgung

2.2.1 Allgemeines Zum Ziel einer klimaneutralen, dekarbonisierten Wärmeversorgung gibt es verschiedene, aufeinander abgestimmte Wege. Es sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten im jeweiligen Projekt geprüft, priorisiert und dann zur Umsetzung vorgeschlagen werden.

Der Einsatz von Fernwärme hat grundsätzlich Priorität. Die aktuellen Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Stadtwerke München GmbH sind zu beachten (Anlagen A17 + A18).

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Unter Berücksichtigung des Kommunalen Wärmeplan München sind in Gebieten ohne Fernwärmeanschluss insbesondere folgende Möglichkeiten zum Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmebereich projektspezifisch zu untersuchen:

• Nutzung von Grundwasser über Wasser/Wasser-Wärmepumpensysteme Bei Grundwassernutzung ist eine passive Temperierung zur Unterstützung des sommerlichen Wärmeschutzes zu prüfen. • Nutzung von Luft- oder Erdwärme über Luft/Wasser-Wärmepumpensysteme oder Sole/Wasser- Wärmepumpensysteme • Einsatz von Holzpellet- oder Hackschnitzel-Heizungen, in städtischen Randlagen • Einsatz thermischer bzw. hybrider Solaranlagen, bei hohem zentralen und regelmäßigen Warmwasserbedarf. • Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen unter Nutzung von Öko-Gas. • Prüfung der Nutzung von Abwärme (z.B. aus Abwasser). • In den verbleibenden Ausnahmefällen mit Gasversorgung ist die Nutzung von Öko-Gas im Vorfeld mit H9 abzuklären. • ggf. weitere projektspezifische Kombinationen denkbar.

Nutzung solarer Strahlungsenergie im Wärmebereich: Solare Strahlungsenergie wird im Bereich der Gebäudetechnik über Photovoltaikanlagen (Stromgewinnung), Solarthermieanlagen (Wärmegewinnung) oder Hybride Solaranlagen (Kombination von Strom- und Wärmegewinnung) genutzt.

Bei stadteigenen Gebäuden sind die technischen, ökonomischen und energiepolitischen Bedingungen für Photovoltaikanlagen derzeit deutlich günstiger zu bewerten als für solarthermische Anlagen. Solarthermieanlagen werden bei stadteigenen Gebäuden vorrangig zur Warmwasserbereitung eingesetzt. Für eine sinnvolle Anwendung der Technik ist deshalb ein ausreichender und regelmäßiger Warmwasserverbrauch oder -bedarf erforderlich und muss nachgewiesen werden. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unter Berücksichtigung der zu erwartenden realen Nutzung ist zu erstellen. Thermische Solaranlagen sind somit nur in begründeten Ausnahmefällen einzuplanen. Bei den Möglichkeiten für eine Warmwasserbereitung über Solarenergie ist auch die Variante "Power to Heat", bei der Warmwasser über Strom aus einer PV-Anlage erzeugt wird, zu untersuchen

2.2.2 Heizölversorgung 2.2.2.1 Allgemeines 2.2.2.2 Heizöllagerung 2.2.3 Flüssige Biomasse 2.2.3.1 Allgemeines 2.2.3.2 Lagerung 2.2.4 Erdgasversorgung

2.2.4.1 Allgemeines Gegenwärtig sollte Biomethan nicht bei der Anlagenkonzeption zur Erfüllung des GEG mit einbezogen werden.

2.2.4.2 Erdgas – System 2.2.5 Pelletversorgung 2.2.5.1 Allgemeines 2.2.5.2 Pelletlagerung 2.2.5.3 Pellettransportsystem 2.2.5.4 Rückbrandsicherung 2.2.6 Holzhackschnitzelversorgung 2.2.6.1 Allgemeines 2.2.6.2 Holzhackschnitzellagerung

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2.2.6.3 Holzhackschnitzeltransportsystem 2.2.7 Biogas 2.2.8 Geothermie 2.2.8.1 Erdwärmekollektoren 2.2.8.2 Erdwärmesonden 2.2.8.3 Brunnensysteme 2.2.9 Solarthermie 2.2.9.1 Allgemeines 2.2.9.2 Absorber 2.2.9.3 Flachkollektor 2.2.9.4 Vakuum-Röhrenkollektor 2.2.10 Umweltwärme 2.2.11 Abwärme 2.2.12 Nah-/Fernwärme

2.3 Wärmeerzeuger Reserveleistungen über die ermittelte Gesamt-Nennwärmeleistung hinaus sind nicht vorzusehen. Ausnahmen sind zu begründen, wie z.B.:

  • Anlagen, die eine sehr hohe Betriebssicherheit erfordern (z.B. Leitzentrale Feuerwache);
  • ausgedehnte Fernleitungen.

2.3.1 Allgemeines Aus technischer Sicht sind Beheizungen von Garagen nur für Sondernutzungen (z.B. Feuerwache) in Erwägung zu ziehen.

2.3.2 Erfüllung GEG durch Nutzung erneuerbarer Energien 2.3.3 Auslegung Wärmeerzeuger als Neuerrichtung

2.3.3.1 Norm-Heizlast und zusätzliche Aufheizleistung Eine Wiederaufheizleistung wird nicht berücksichtigt.

2.3.4 Auslegung Wärmeerzeuger im Bestand 2.3.4.1 Ermittlung mittels Wärmelastdiagramm 2.3.5 Auslegung Wärmeerzeuger für mehrere Gebäude 2.3.6 Fern- und Nahwärmeübergabestation 2.3.7 Niedertemperaturkessel 2.3.7.1 Allgemein 2.3.7.2 Einsatzmöglichkeiten und Ausführungshinweise 2.3.8 Brennwertkessel 2.3.8.1 Allgemein 2.3.8.2 Bauformen 2.3.8.3 Eigenschaften 2.3.8.4 Besondere Brennstoffeigenschaften 2.3.8.5 Auslegung 2.3.9 Biomassekessel 2.3.9.1 Pelletkessel 2.3.9.2 Holzhackschnitzelkessel 2.3.9.3 Hinweise zum Konformitätsbewertungsverfahren (EG-Konformitätserklärung) 2.3.10 Wärmepumpe 2.3.10.1 Allgemein 2.3.10.2 Bauformen 2.3.10.3 Begriffe/Kennzahlen 2.3.10.4 Effizienzanforderungen

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2.3.10.5 Kältemittel Es ist auf den Einsatz natürlicher Kältemittel oder solcher mit möglichst niedrigem GWP und einer zukunftssicheren Einstufung bis 2030 gemäß AMEV Kälte zu achten (Anlage A29). Siehe auch QVH-KUC-Kältetechnik (Anlage A30) Randbedingungen für förderrelevante Zertifizierungen (z.B. BNB) sind zu beachten. Stichdaten zum Inverkehrsbringungsverbot bestimmter Kältemittel in Neuanlagen sind bereits frühzeitig in der Planung zu berücksichtigen. Insbesondere bei Sanierungen sind die Klassifikationen der Aufstellungsorte und die zulässigen Kältemittelmengen zu prüfen. 2.3.10.6 Auslegung 2.3.11 Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) 2.3.11.1 Klassifizierung KWK-Anlagen 2.3.11.2 Technologien 2.3.11.3 Auslegung 2.3.11.4 Hydraulische Einbindung 2.3.11.5 Elektrische Einbindung 2.3.11.6 Betriebsarten 2.3.11.7 Wartung und Instandhaltung 2.3.11.8 Power-to-heat 2.3.12 Sonderformen der Wärmeerzeugung 2.3.12.1 Direktbefeuerte Strahlungsheizungen 2.3.12.2 Direktbefeuerte Warmlufterzeuger 2.4 Abgassystem

2.4.1 Allgemeines/Anforderung Kamineinzugsrohre bzw. Abgasanlagen aus Metall (meist Edelstahl) sind stets mit der gebäudeeigenen Blitzschutzanlage, falls dies nicht möglich ist, mit dem örtlichen Potenzialausgleich zu verbinden (Zuständigkeit bei der Projektleitung).

2.4.1.1 Abgasrohre 2.4.1.2 Abgasschalldämpfer 2.4.1.3 Abgasreinigung / Entstaubung 2.4.1.4 Abgaswärmetauscher 2.4.1.5 Abgasventilatoren 2.4.1.6 Schornsteinanlagen 2.5 Ascheentsorgung 2.6 Kondensatsystem

2.6.1 Allgemeines Bei der Einleitung von Kondensat aus Feuerstätten in die Kanalisation ist für das Stadtgebiet von München die Entwässerungssatzung (Anlage A16) der Landeshauptstadt München zu beachten. Nach §15 der Münchner Entwässerungssatzung dürfen unbehandelte Kondensate aus Feuerungsanlagen nicht den städtischen Entwässerungseinrichtungen und den angeschlossenen Grundstücksentwässerungsanlagen zugeführt werden. Nicht unter dieses Verbot fallen Abgaskondensate von Gasbrennwertgeräten mit einer Nennwärmebelastung ≤ 200 kW.

2.7 Sicherheitstechnische Einrichtungen der Wärmeerzeugungsanlage 2.7.1 Allgemein 2.7.2 Druckhaltesysteme 2.7.2.1 Allgemeines 2.7.2.2 Membranausdehnungsgefäße 2.7.2.3 Druckhaltestationen 2.7.2.4 Pumpengesteuerte Druckhaltestation 2.7.2.5 Kompressorgesteuerte Druckhaltestation

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2.8 Wärmespeicher/-puffer 2.8.1 Allgemeines 2.8.2 Bauform 2.8.3 Wärmespeicher in der WEA 2.8.4 Wärmespeicher in der Wärmetechnischen Hausstation (WH) 2.9 Wärmeverteilung 2.9.1 Allgemeines 2.9.2 Hydraulische Weiche 2.9.3 Netz- / Strangpumpenanlagen 2.9.3.1 Allgemeines 2.9.3.2 Netzpumpen 2.9.3.3 Strangpumpen. 2.10 Absperreinrichtungen 2.10.1 Entleerungs- und Entlüftungseinrichtungen 2.10.2 Strangabsperrungen 2.10.3 Entlüftung, Entgasung und Reinhaltung von Heizwassersystemen

2.11 Heizwasseraufbereitung und Zuführung Zur Vermeidung von Schäden an Warmwasserheizungsanlagen durch Steinbildung ist die VDI 2035 (gültig für Warmwasserheizungsanlagen mit einer bestimmungsgemäßen Betriebstemperatur bis zu 100°C) anzuwenden. Für die Erfüllung der genannten Anforderungen gemäß VDI 2035 zum Schutz vor Steinbildung in Heizkesseln bei Heizungsanlagen mit einer Kesselleistung ≥ 100 kW gelten folgende Festlegungen:

  • In der Anlagendokumentation muss die zulässige Füll- und Ergänzungswassermenge V dokumentiert sein. max
  • Grundsätzlicher Einbau von Zählern zur Erfassung und Dokumentation der Füll- und Ergänzungswassermenge.
  • Erfolgt die Nachspeisung von Heizungsergänzungswasser über ‚VE-Patronen, so ist eine Möglichkeit zur manuellen Spülung der Patrone vorzusehen.
  • In komplexen Anlagen kann die Nachspeisung und Entgasung automatisch erfolgen. Die Aufschaltung einer Störmeldung ist notwendig.

Zur Vermeidung von Schäden an Warmwasserheizungsanlagen – Wasserseitige Korrosion ist die VDI 2035 anzuwenden. Als Korrosionsschutz wird generell empfohlen, das Heizwasser auf pH-Werte zwischen 8,2 und 9,5 zu alkalisieren. Die werkstoffabhängigen Vorgaben der VDI 2035 sind zu beachten (z.B. bei Aluminiumwerkstoffen).

2.11.1 Analyse

2.11.1.1 Wasseruntersuchungsgeräte Wasseruntersuchungsgeräte werden durch den/die Betreiber*in bereitgestellt.

2.11.2 Aufbereitungsverfahren 2.11.2.1 Enthärtungsanlagen 2.11.2.2 Dosieranlagen

  1. Wärmeversorgungsnetz (WVN)

3.1 Allgemeines Bei Wirtschaftlichkeits-Vergleichsberechnungen verschiedener Systeme sind bei den Investitionen die Erd-, Bau- und Gartengestaltungsarbeiten zu berücksichtigen. Die Leitungen der Außenanlagen sind auf möglichst kurzem Weg zu führen.

3.2 Rohrleitungssysteme 3.3 Verlegeverfahren

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3.4 Netzaufbau 3.5 Auslegung 3.6 WVN Feuchteerkennung/Lecküberwachung/Leckortung

  1. Wärmetechnische Hausstation (WH) 4.1 Hausanschlussraum 4.2 Wärmeübergabestation 4.2.1 Allgemeines 4.2.2 Indirekte Ü-Station 4.2.3 Direkte Ü-Station 4.3 Wärmetechnische Heizkreise 4.3.1 Allgemein 4.3.2 Ungeregelter Heizkreis 4.3.3 Geregelter Heizkreis

  2. Hausanlage (HA) 5.1 Allgemeines 5.2 Wärmeverteilnetz

5.2.1 Rohrleitungen Rohrverlegung, Rohrbefestigung und Dehnungsausgleich Deckendurchführungen sind über den fertigen Fußbodenbelag hochzuführen.

Bei nötigen Anschlüssen aus dem Fußboden ist die Abdichtung der Rohrdurchführung nach den Vorgaben der DIN 18534 „Abdichtung von Innenräumen“ für die dem Raum entsprechende Wassereinwirkungsklasse auszuführen.

Darüber hinaus gilt für eine ggf. notwendige Aufputz-Montage folgendes:

  • Festpunkte nahe von Abzweigungen bzw. Absperrorganen anbringen;
  • es ist anzustreben für die Rohraufhängung grundsätzlich Ankerschienen zu verwenden,
  • Abstimmung mit der Architektur in gestalterischer Hinsicht.

5.2.2 Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen Bei erhöhter Beschädigungsgefahr ist eine Blechummantelung bis höchstens 2,50 m Raumhöhe vorzusehen.

5.3 Heizflächen (Nutzübergabeeinrichtungen) Eine Aufheizreserve ist nicht vorzusehen, siehe Pkt. 2.3.3.1.

5.3.1 Allgemeines Die Wärme- und ggf. Kälteübergabe an die Räume erfolgt grundsätzlich über Niedertemperatursysteme. Ist im Bestand der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung/ - kühlung technisch und wirtschaftlich nicht möglich, ist der Einsatz von Niedertemperaturheizsystemen über entsprechend ausgelegte Heizkörper (z.B. spezielle Heizkörper mit Gebläse) oder Akustik- Heiz-/Kühldecken zu prüfen. Es sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten im jeweiligen Projekt geprüft, nach energetischen, technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten priorisiert und dann zur Umsetzung vorgeschlagen werden.

Bei Heizkörpern:

  • Die Vorschrift „Radius ≥ 2 mm“ ist gemäß den „Unfallverhütungsvorschriften (UVV) Schulen“, GUV-V S1 § 11 (1) zu beachten.
  • Heizkörpernischen an Außenwänden sind grundsätzlich nicht vorzusehen.
  • Heizkörper sind so anzuordnen, dass durch sie Verkehrswege und Nutzungsbereiche nicht unzulässig eingeengt und durch sie keine Unfallgefahren geschaffen werden.
  • Zur Befestigung ist die VDI 6036 zu beachten.

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  • Heizkörper mit einer Oberkante größer 1m über Fertigfußboden müssen im oberen Bereich eine Sicherung gegen Abkippen aufweisen, die in Normalfunktion keiner andauernden statischen Belastung ausgesetzt ist, VDI 6036, Anforderungsklasse III.
  • Heizkörper sind in der Regel nur an Betonwänden anzubringen. Für andere Befestigungsuntergründe ist besonders auf geeignete Halterungsmethoden zu achten. Diese sind in der Ausführungsplanung als Einzellösungen statisch zu prüfen und entsprechend zu definieren.
  • Opake Brüstungen (z.B. massive gedämmte Brüstungen oder Wandscheiben) verringern die Gefahr der sommerlichen Überhitzung und bieten energetisch günstige und wirtschaftliche Aufstellungsmöglichkeiten für Heizkörper.
  • Die Aufstellung von Heizkörpern vor Glasflächen ist zu vermeiden. Ist eine Verortung vor Glasflächen unvermeidbar, sind geeignete Strahlungsschirme zwischen Heizkörperrückseite und Fensterflächen erforderlich.

Weitere Raumheizflächen:

  • Konvektorheizungen in Bodeneinlässen sind grundsätzlich nicht einzusetzen.
  • Sollten in Sporthallen Deckenstrahlheizungen zum Einsatz kommen, so sind diese ballwurfsicher auszuführen. Die Revisionierbarkeit von Tragwerken muss sichergestellt sein. Heizflächen in Bereich von Versorgungsküchen und Ausgabebereichen sind im Einzelnen mit der Küchenplanung abzustimmen

5.3.2 Auslegung von Raumheizflächen 5.3.3 Freie Heizflächen 5.3.3.1 Deckenstrahlplatten 5.3.4 Integrierte Heizflächen 5.3.4.1 Fußbodenheizung 5.3.5 Bauteilaktivierung 5.3.6 Rohrleitungszubehör, Anschlussarmaturen, Absperrorgane 5.3.6.1 Rohrleitungszubehör 5.3.6.2 Strangregulierarmaturen

5.3.6.3 Anschlussarmaturen

  • Absperrbare Rücklaufverschraubungen sind vorzusehen;
  • Unabhängig von den geforderten Raumtemperaturen müssen Thermostatregler eine Begrenzung oder Blockierung auf einen Sollwert von max. 24°C aufweisen;
  • Die Temperaturbegrenzung ist bei der Abnahme zu überprüfen.

5.4 Luftheizungsanlagen 5.4.1 Allgemeines 5.4.2 Ausführungsarten 5.4.3 Auslegung

5.5 Trinkwassererwärmungsanlagen In Verbindung mit der aktuellen Fassung der AMEV-Empfehlung „Sanitäranlagen“ sind die Bau- und Betriebsstandards „Qualitätsvorgaben Haustechnik Sanitär“ QVH-S zu beachten (Anlage A7 und Anlage A3).

5.5.1 Allgemeines Es ist ein realistisches Verbrauchsprofil der vorgesehenen Nutzung zu erstellen. Wenn möglich, unter Verwendung von Messwerten vergleichbarer bestehender Gebäude. Angaben von Nutzer*innen sind kritisch zu prüfen. Die Auslegung sollte nach der vorgesehenen Standardnutzung (z. B. dem Schulsport), nicht nach Sondernutzungen (z. B. Bundesjugendspiele) erfolgen.

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Legionellenprophylaxe Der konsequenteste Weg, gute hygienische Bedingungen und Energieeffizienz zu vereinen ist die Konzeption von Warmwasserversorgungssystemen als Kleinanlagen, für die nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 keine Anforderungen an die Mindesttemperaturen und den Betrieb der Zirkulation gestellt werden. Große Objekte werden bei dieser Vorgehensweise mit mehreren Kleinanlagen versorgt.

Zur Auslegung von Trinkwassererwärmungsanlagen wird auf AMEV Sanitäranlagen 2021 verwiesen (Anlage A7). Bei Anlagen mit trinkwassergefülltem Speicher ist es in der Regel energetisch und hygienisch sinnvoll, die erforderliche Zapfrate durch eine großzügige Bemessung der Nachheizleistung bei minimaler Speichergröße zu erreichen.

Die Warmwasserversorgungsanlagen in Küchen müssen für Betriebsunterbrechungen leicht entleerbar sein.

5.5.2 Betriebsweisen der Trinkwassererwärmung 5.6 Pumpensystem

5.7 Hydraulischer Abgleich Der einwandfreie hydraulische Abgleich ist neben einer genauen Planung und Auslegung des Heizungssystems und seiner Komponenten eine wesentliche Voraussetzung für einen störungsfreien, wirtschaftlichen und energieeffizienten Betrieb. Die Überprüfung der Leistungserfüllung ist deshalb besonders wichtig. Die Durchführung und Kontrolle des hydraulischen Abgleichs erfolgt auf der Grundlage fortgeschriebener Berechnungsunterlagen (Heizlast, Heizflächenauslegung, Rohrnetzberechnung und Drosselschemata) und der daraus resultierenden Einstellungen aller Drosselorgane. Eine Heizungsanlage ist erst abzunehmen, wenn ein ausführliches Einregulierungsprotokoll für den hydraulischen Abgleich vorliegt, gemäß. der Checkliste Baubestandsdokumentation Heizungstechnische Arbeiten DIN 18380 (Anlage A9) incl. einer Liste der Ventilbezeichnungen mit Einstellwerten und Raumnummern und Eintragung der eingestellten kv–Werte in die Bestandspläne mit Unterschrift der/des Auftragnehmer*in.

  1. Mess-/Steuer- und Regelungstechnik –Gebäudeautomation

6.1 Allgemeines Gebäudeautomation (GA): Für alle Neubauten, Instandsetzungen und Umbauten gelten die Qualitätsvorgaben Haustechnik – Gebäudeautomation (QVH-GA) in der jeweils aktuellen Fassung (Anlage A4)

Zentrale Leittechnik (ZLT): Bei allen Neubauten und Großinstandsetzungen und bei jedem Umbau der Anlagen für Messen, Steuern und Regeln (MSR-Anlagen) sind die Betriebstechnischen Anlagen (BTA) und die Gebäudeautomationsanlagen zum Anschluss an die Zentrale Leittechnik (ZLT) vorzubereiten.

Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Sachgebiet H72-GA und der/dem MSR-Planer*in ist erforderlich.

6.2 Anlagenautomation

6.3 Raumautomation 6.4 Wetterprognosegestützte Regelung

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  1. Energiemonitoring, -controlling

7.1 Allgemeines Vgl. 1.1.5.1 – Monitoring/ Zählerkonzept.

  1. Inbetriebnahme, Dokumentation, Abnahme, Übergabe 8.1 Inbetriebnahme 8.1.1 Definition 8.1.2 Inbetriebnahmevorraussetzungen 8.1.3 Inbetriebnahme und Inbetriebnahmemanagement (IBM) 8.1.4 Inbetriebnahmeterminplan 8.1.5 Inbetriebnahme im Fertigstellungsprozess 8.1.6 Durchführung der Inbetriebnahme 8.2 Dokumentation 8.3 Abnahme 8.4 Übergabe 8.4.1 Übergabe an den Maßnahmenträger 8.4.2 Übergabe an den Nutzer 8.4.3 Dokumentation der Übergabe

  2. Anhang 9.1 Gesetze, Verordnungen und Regelwerke 9.1.1 Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG) 9.1.2 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) 9.1.3 Wasserhaushaltgesetz (WHG) Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) 101 9.1.4 Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), Technische Regeln brennbarer Flüssigkeiten (TRbF) 9.1.5 Muster-Feuerungsverordnung (MFeuVO) 9.1.6 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen (AVV-EnEff) 9.1.6.1 Anwendung, Bedarfsanalyse 9.1.7 Bundesberggesetz (BbergG) 9.1.8 Gesetzliche Rahmenbedingungen bei KWK-Anlagen 9.2 Weiterführende Informationen

  3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

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Anhang Ergänzende Anlagen der Landeshauptstadt München Hinweise für Intranetanwender*innen: Es ist der Link zu dem jeweiligen Ablageort innerhalb der Digitalen Hochbaubibliothek (Dibib) bzw. im jeweiligen Laufwerk angegeben.

Hinweise für Externe: Bitte rufen Sie die jeweils aktuellen Dokumente über die angegebenen Bezugsquellen ab. Nicht extern abrufbare Anlagen erhalten Sie über H7.

A3 Qualitätsvorgaben Haustechnik – Sanitär (QVH-S)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\02_Planungsgrundlagen_Haustechnik\Sanitärtechnische_Anlagen_QV H_S

A4 Qualitätsvorgaben Haustechnik – Gebäudeautomation (QVH-GA)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\02_Planungsgrundlagen_Haustechnik\Gebäudeautomation_QVH_GA

A5 AMEV-Wärmeversorgungsanlagen (WVA) -Teil 1: Planung und Bau 2021 (Hinweise zum Planen und Bauen von Wärmeversorgungsanlagen für öffentliche Gebäude)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\01_AMEV\Heizanlagenbau

http://www.AMEV-online.de

A7 AMEV-Sanitäranlagen 2021 (Planung und Ausführung und Bedienung von Sanitäranlagen in öffentlichen Gebäuden)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\01_AMEV\Sanitäranlagen

http://www.AMEV-online.de

A8 AMEV-Gebäudeautomation (Hinweise für Planung, Ausführung und Betrieb der Gebäudeautomation in öffentlichen Gebäuden) Stand: August 2023

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\01_AMEV\Gebäudeautomation

http://www.AMEV-online.de

A9 Checkliste Baubestandsdokumentation Heizungstechnische Arbeiten DIN 18380 (BBD_Muster_HLS_CL_Anl_Heizung)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\I_Baubestandsdokumentation

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A12 Checkliste Baubestandsdokumentation Gebäudeautomation DIN 18386 (MSR- H/L/S) (BBD_Muster_HLS_CL_Anl_MSR)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\I_Baubestandsdokumentation

A13 entfällt

A15 Richtlinien über Wirtschaftlichkeitsrechnungen (RWR)

https://risi.muenchen.de/risi/dokument/v/3657181

A16 Satzung über die Benutzung der Entwässerungseinrichtungen der Landeshauptstadt München (Entwässerungssatzung)

https://stadt.muenchen.de/rathaus/stadtrecht/vorschrift/210.pdf

A17 TAB-Heizwassernetz:

https://www.swm.de/installateure/fernwaerme

A18 TAB-Dampfnetz:

https://www.swm.de/installateure/fernwaerme

A29 AMEV-Kälte 2017 (Hinweise zur Planung, Ausführung und Betrieb von Kälteanlagen und Kühlgeräten für öffentliche Gebäude) \fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\01_AMEV\Kälte

http://www.AMEV-online.de

A30 Qualitätsvorgaben Haustechnik – Küchenplanung-Kältetechnik (QVH_KUC_Kältetechnik_ENTWURF)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\02_Planungsgrundlagen_Haustechnik\Küchenplanung

A31 Qualitätsvorgaben Haustechnik – Küchenplanung (QVH_KUC_ENTWURF)

\fsbau.muenchen.de\bau-ablage\H-DA- Digitale_Hochbaubibliothek\C_Standards_und_Technik_Hochbau\CH04_Technische_Gebäude ausrüstung_H7_H8_H9\02_Planungsgrundlagen_Haustechnik\Küchenplanung

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