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Leistungsbeschreibung
Inhalt
- Gegenstand des Auftrags .......................................................................................................................... 2
- Hintergrund und strategischer Kontext .................................................................................................... 3 2.1 Europäischer Kontext .......................................................................................................................... 3 2.2 Nationaler Kontext .............................................................................................................................. 4 2.3 Anlass der Ausschreibung ................................................................................................................... 5
- Ziele des Begleitprozesses......................................................................................................................... 6 3.1 Gesamtziel ........................................................................................................................................... 7 3.2 Strategische Ziele ................................................................................................................................ 7 3.3 Leitprinzipien ....................................................................................................................................... 8
- Leistungsumfang ....................................................................................................................................... 8 4.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 8 4.2 Arbeitspakete ...................................................................................................................................... 8
- Strategische Kommunikation zu EU-Jugendstrategie und EYWA sowie Sichtbarmachung von Youth Work ........................................................................................................................................... 8
- Fachliche Impulse, Austausch und Transfer zwischen europäischer und nationaler Fachdebatte 10
- Strategische Begleitung des Übergangs zur neuen EUJugendstrategie und Programmgeneration (ab 2028) ......................................................................................................... 10
- Anforderungen an die Leistungserbringung ........................................................................................... 11
- Projektsteuerung, Zusammenarbeit und Berichtswesen ....................................................................... 11
- Bewerbungsberechtigung, Vertragslaufzeit, Budget und Abrechnung .................................................. 12 7.1 Bewerbungsberechtigung und Vertragslaufzeit ............................................................................... 12 7.2 Budgetrahmen .................................................................................................................................. 12 7.3 Leistungsabruf und Planung .............................................................................................................. 13 7.4 Abrechnung ....................................................................................................................................... 13 7.5 Fremdleistungen ............................................................................................................................... 13
- Eignungsanforderungen und Zuschlagskriterien .................................................................................... 13
- Schlussbestimmungen............................................................................................................................. 13 9.1 Zusammenarbeit ............................................................................................................................... 14 9.2 Änderungsbedarf während der Vertragslaufzeit .............................................................................. 14 9.3 Nutzungsrechte ................................................................................................................................. 14
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9.4 Datenschutz und Vertraulichkeit ...................................................................................................... 14 9.5 Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit .................................................................................................. 14
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Fachlich-kommunikativer Begleitprozess zu
Youth Work
JUGEND für Europa sucht einen Dienstleisterin für einen fachlich-kommunikativen Begleitprozess zu Youth Work. Dieser Begleitprozess soll das deutsche Arbeitsfeld Youth Work (also Jugend(sozial)arbeit) darin unterstützen, von europäischem politischem Rückenwind und europäischen Möglichkeiten zu profitieren, indem derdie zu gewinnende Dienstleisterin
• eine attraktive und mobilisierende Kommunikation zu Youth Work konzipiert und umsetzt, die die europäische jugendpolitische Rahmung, insbesondere die EU-Jugendstrategie und die European Youth Work Agenda, verständlich und anschlussfähig vermittelt, • fachliche Impulse und Unterstützungsangebote entwickelt, • den Transfer zwischen europäischer und deutscher Fachdebatte unterstützt und • den Übergang zur neuen EU-Jugendstrategie und Programmgeneration ab 2028 begleitet.
1. Gegenstand des Auftrags
JUGEND für Europa beabsichtigt, eine geeignete Auftragnehmerin bzw. einen geeigneten Auftragnehmer mit der fachlichen Konzeption, inhaltlichen Ausgestaltung und operativen Unterstützung eines fachlich-kommunikativen Begleitprozesses zur Stärkung von Youth Work in Deutschland zu beauftragen. Die Umsetzung erfolgt unter der fachlichen Steuerung von JUGEND für Europa. Arbeitsergebnisse werden für die Nutzung und Veröffentlichung durch JUGEND für Europa erstellt.
Der Begleitprozess verfolgt das Ziel, die Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland durch die systematische Aufbereitung, Vermittlung und Nutzung europäischer Impulse zu unterstützen. Hierzu sollen insbesondere die European Youth Work Agenda (EYWA), die EU-Jugendstrategie sowie die Potenziale der EU-Jugendprogramme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps verständlich, praxisnah und zielgruppengerecht aufbereitet sowie deren Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung von Youth Work sichtbar gemacht werden. Der Auftrag umfasst insbesondere:
• die Entwicklung und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie • die Konzeption, Durchführung und Unterstützung fachlicher Transfer-, Austausch- und Beteiligungsformate • die Entwicklung praxisnaher Unterstützungsangebote für das deutsche Arbeitsfeld • die Unterstützung des Wissenstransfers zwischen europäischer und deutscher Fachdebatte sowie • die fachliche und kommunikative Begleitung des Übergangs zur neuen EU-Jugendstrategie und zur nächsten Programmgeneration der EU-Jugendprogramme ab 2028
Der Begleitprozess soll dazu beitragen, dass Akteur*innen des deutschen Arbeitsfeldes europäische Entwicklungen frühzeitig wahrnehmen, deren Bedeutung für die Praxis einordnen und sich aktiv an der Weiterentwicklung von Youth Work auf nationaler und europäischer Ebene beteiligen können.
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Die konkrete Ausgestaltung der Leistungen erfolgt in enger Abstimmung mit JUGEND für Europa und orientiert sich an den in dieser Leistungsbeschreibung beschriebenen Zielen, Aufgaben und Rahmenbedingungen.
2. Hintergrund und strategischer Kontext
2.1 Europäischer Kontext
Die EU-Jugendstrategie1 bildet den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Ihr Ziel ist es, die Politik für junge Menschen auf europäischer Ebene und in den einzelnen Mitgliedstaaten weiterzuentwickeln. Schwerpunktthemen sind Beteiligung, Begegnung und Befähigung. Der Bereich „Befähigen“ („Empower“) fokussiert auf die Stärkung des Arbeitsfeldes Youth Work2 und der Fachkräfte, u.a. durch die European Youth Work Agenda.
Die European Youth Work Agenda (EYWA) hat das Ziel, Youth Work europaweit zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Umsetzung der EYWA erfolgt auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Die Mitgliedsstaaten wurden in der Ratsentschließung zur EYWA (2020)3 aufgefordert, nationale Prozesse zur Umsetzung der EYWA einzurichten.
Die Weiterentwicklung von Youth Work erhielt auf europäischer Ebene durch die 4th European Youth Work Convention im Mai 2025 unter dem maltesischen Vorsitz des Ministerkomitees des Europarats neue fachliche Impulse und erhöhte politische Aufmerksamkeit.4 Der europäische Umsetzungsprozess der EYWA, der zwischen der dritten und vierten Convention von zahlreichen Akteur*innen des Arbeitsfeldes mit Leben gefüllt wurde, ist seit 2025 in eine neue, fünfjährige Phase eingetreten.
Die EU-Jugendprogramme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps sind die zentralen Umsetzungsinstrumente der EU-Jugendstrategie und EYWA. Sie ermöglichen Lernmobilität und Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie freiwilliges Engagement und praktizierte europäische Bürgerschaft – und bringen somit politische Zielsetzungen in die Praxis.
Das Netzwerk der Nationalen Agenturen für die EU-Jugendprogramme leistet einen Beitrag zur Stärkung von Youth Work und Umsetzung der EYWA insbesondere durch die Förderung der Weiterentwicklung von Youth Work und den Aufbau von Kapazitäten sowie Fachkräftequalifizierung (insbesondere in den Erasmus+ Jugend Leitaktionen 1 und 2) sowie zwei Kooperationsprojekte des Netzwerks der Nationalen Agenturen/SALTO Ressourcenzentren:
1 Siehe Ratsentschließung zur EU-Jugendstrategie 2019-2027: https://eur-lex.europa.eu/legal- content/DE/TXT/?uri=OJ:C:2018:456:FULL 2 Unter “Youth Work” wird im europäischen Kontext ein erweiterter Begriff verstanden als die wörtliche Übersetzung mit “Jugendarbeit” nahe legt. Die AGJ (2020) erläutert etwa im Positionspapier https://www.agj.de/fileadmin/files/positionen/2020/European_Youth_Work_Agenda.pdf, dass der Begriff ‚Youth Work‘ Bemühungen auf der europäischen Ebene entstammt, unter Anerkennung der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der verschiedenen Organisationsformen in den Mitgliedsstaaten von EU und Europarat, ein gemeinsames Verständnis eines Arbeitsfeldes zu entwickeln, in dem es um die Arbeit von, für und mit jungen Menschen geht. Im Kontext des deutschen Systems der Kinder- und Jugendhilfe umfasst dies weitestgehend die Arbeitsbereiche Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Rahmen der §§11-13 SGB VIII. 3 Siehe Ratsentschließung zur EYWA https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-13185-2020-INIT/de/pdf. 4 Die Ergebnisse der 4th European Youth Work Convention sind auf der Convention-Website des Youth Partnership zu finden, insbes. der Abschlussbericht, die Roadmap und die Zusammenfassung der fachlichen Empfehlungen.
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• „Growing Youth Work“ (koordiniert von JUGEND für Europa), das die EYWA durch fachliche Impulse, Vernetzung, Unterstützung der nationalen EYWA-Prozesse, Begleitforschung sowie Promotion der EU-Jugendprogramme mit Leben füllt und so die Weiterentwicklung von Youth Work fördert, • sowie „Europe Goes Local“, das die Qualitätsentwicklung lokaler Jugendarbeit durch Interessenvertretung, Wissensaustausch, Peer-Learning und Vernetzung unterstützt.
Der hier ausgeschriebene „Fachlich-kommunikative Begleitprozess zu Youth Work “ wird verknüpft mit den europäischen Projekten „Europe Goes Local“ und „Growing Youth Work“ und soll Chancen, Impulse und Angebote dieser europäischen Netzwerkprojekte in das deutsche Arbeitsfeld tragen.
JUGEND für Europa trägt als Nationale Agentur für die EU-Programme Erasmus+ Jugend, Erasmus+ Sport und Europäisches Solidaritätskorps mit qualitativ hochwertigen Angeboten zur Umsetzung der Ziele der EU in den Bereichen Bildung, Mobilität und Beteiligung am demokratischen Leben bei.
Unsere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Förderung nicht-formaler und informeller Bildung und von grenzüberschreitender Lernmobilität, die Unterstützung jugend- und engagementpolitischer Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Die EU-Jugendprogramme sind als zentrale europäische Umsetzungsinstrumente der EYWA von hoher Bedeutung für die nationalen Prozesse. Die Ansiedelung des nationalen Prozesses bei JUGEND für Europa seit 2024 stärkt diese Verbindung. Der nationale Prozess in Deutschland trägt daher als deutscher Umsetzungsteil zu den strategischen Kooperationsprojekten „Growing Youth Work“ und „Europe Goes Local“ des Netzwerks der Nationalen Agenturen bei.
2.2 Nationaler Kontext
In Deutschland wurde der nationale Prozess zur Umsetzung der EYWA von 2021 bis Ende 2023 von dem durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) etablierte Projekt „Transferstelle zur Umsetzung der EYWA in Deutschland“ vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund unterstützt. Von 2024 bis Ende 2025 hat JUGEND für Europa das Projekt „Nationale Kontaktstelle für die Umsetzung der European Youth Work Agenda in Deutschland“ etabliert und die Umsetzung durch den beauftragten Umsetzungspartner NaturKultur e.V. gesteuert.
Seit Anfang 2026 wird der deutsche Prozess zur Umsetzung der EYWA weiterentwickelt. Der Prozess wird durch das BMBFSFJ politisch unterstützt, von JUGEND für Europa gesteuert und in Kooperation mit beauftragten Umsetzungspartnerinnen umgesetzt. Ein Teil der damit verbundenen Aufgaben wird direkt von JUGEND für Europa umgesetzt, ein anderer Teil durch beauftragte Dienstleisterinnen. Ein bereits seit Februar 2026 etablierter Schwerpunkt hierbei ist ein Praxisprozess zur Weiterentwicklung von lokaler Youth Work, der in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit e.V. umgesetzt wird. Ergänzt und unterstützt wird der deutsche Prozess mit dem Gegenstand dieser Ausschreibung – der Umsetzung eines “Fachlich-kommunikativen Begleitprozesses zu Youth Work“, der das deutsche Arbeitsfeld5 durch fachliche Impulse und Kommunikation bereichern soll. Eine Analyse und
5 Europaweit wird unter “Youth Work Community of Practice” eine Gruppe von Menschen verstanden, die ein gemeinsames Interesse am Jugendbereich und insbesondere daran haben, Probleme zu lösen, ihre Fähigkeiten zu
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Schärfung der zentral zu adressierenden Akteursgruppen sowie die Entwicklung einer zielgruppenspezifischen Kommunikationsstrategie wird Teil der Aufgabe sein. Im Fokus stehen insbesondere die Zielgruppen von JUGEND für Europa: Fachkräfte und Organisationen aus den Bereichen Jugend, Engagement und Sport (sowie junge Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren).
Die Bereitschaft zu einer engen Abstimmung und Kooperation mit JUGEND für Europa als Auftraggeberin sowie mit dem BMBFSFJ und der BAG OKJA wird vorausgesetzt. Zusätzlich wird Expertise durch die punktuelle Zusammenarbeit mit Fokusgruppen eingeholt.
2.3 Anlass der Ausschreibung
Der vorliegende Auftrag bildet den zweiten, unterstützenden Baustein des deutschen Umsetzungsprozesses der European Youth Work Agenda und unterstützt die Weiterentwicklung von Youth Work in zukunftsorientierter Weise.
Während der Praxisprozess insbesondere die Weiterentwicklung lokaler Youth Work unterstützt, verfolgt der fachlich-kommunikative Begleitprozess das Ziel, das gesamte deutsche Arbeitsfeld durch strategische Kommunikation, fachliche Impulse, Wissenstransfer und Beteiligungsangebote zu stärken. Dabei soll insbesondere:
• die Wahrnehmung europäischer Entwicklungen verbessert
• die Anschlussfähigkeit europäischer Strategien an die deutsche Fachdebatte erhöht
• die Nutzung europäischer Förder- und Kooperationsmöglichkeiten unterstützt
• die Sichtbarkeit und gesellschaftliche Bedeutung von Youth Work gestärkt sowie
• die aktive Beteiligung der deutschen Fachcommunity an europäischen Entwicklungen gefördert werden.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Vorbereitung des Übergangs zur nächsten EU-Jugendstrategie und zur neuen Programmgeneration der EU-Jugendprogramme ab 2028 zu. Der Begleitprozess soll diesen Übergang fachlich, kommunikativ und strategisch unterstützen und das deutsche Arbeitsfeld frühzeitig auf zukünftige Entwicklungen vorbereiten.
Im Jahr 2028 stehen bedeutsame Entwicklungen auf europäischer Ebene an, die Chancen für die deutsche Fachlandschaft bereithalten: Eine neue EU-Jugendstrategie (2028-2034) wird verabschiedet und in Erasmus+ startet eine neue Programmgeneration (2028-2034) mit Potential für Youth Work in Deutschland. Hier gilt es, mit Hilfe des ausgeschriebenen Begleitprozesses die Weichen zu stellen und durch fachliche und kommunikative Begleitung einen fruchtbaren Übergangsprozess (mit) zu gestalten, das Bewusstsein für die europäischen Entwicklungen zu erhöhen und Gelegenheiten für fachliche Diskussionen zu schaffen. Die Begleitung soll Bezüge der europäischen Entwicklungen zur deutschen Fachdebatte um Youth Work herstellen und greifbar machen. Besondere Gelegenheiten hierfür bieten
verbessern und von den Erfahrungen der anderen zu lernen. Dazu gehören zum Beispiel: Jugendleiterinnen und Sozialarbeiterinnen; Organisationen und Initiativen; Projektmanagerinnen und Ausbilderinnen; Forschende und Forschungsinstitutionen; Lokale Gemeinschaften und Gemeinden; Nationale Agenturen für Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps; Jugendvertretungen und junge Menschen; Jugendpolitische Entscheidungsträger*innen.
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der Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit (7.-9.9.2027 in Hannover), der aktiv inhaltlich mitgestaltet werden soll, sowie eine vorgesehene, Fach- und Zukunftskonferenz von JUGEND für Europa, die fachlich auszugestalten und inhaltlich zu koordinieren ist.
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3. Ziele des Begleitprozesses
3.1 Gesamtziel
Ziel des Begleitprozesses ist es, die Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland durch eine systematische fachliche und kommunikative Begleitung europäischer Entwicklungen zu unterstützen.
Der Auftrag soll dazu beitragen, dass die deutsche Fachcommunity europäische Strategien, politische Entwicklungen und Fördermöglichkeiten frühzeitig erkennt, fachlich einordnet und für die Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland nutzt. Hierfür sollen europäische Impulse verständlich, praxisnah und zielgruppengerecht aufbereitet, der fachliche Austausch gestärkt sowie Beteiligungsmöglichkeiten an nationalen und europäischen Entwicklungsprozessen geschaffen werden. Die zielgruppengerechte Aufbereitung und Vermittlung richtet sich insbesondere an Fachkräfte und Organisationen aus den Bereichen Jugendarbeit, Engagement und Sport und ist in einer Zielgruppenanalyse weiter zu konkretisieren.
3.2 Strategische Ziele
Der Begleitprozess verfolgt insbesondere folgende strategische Ziele:
• Stärkung der Sichtbarkeit, Anerkennung und Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland
• verständliche und praxisnahe Vermittlung der
o European Youth Work Agenda mit ihrem Fokus auf Innovation, Qualität und Anerkennung von Youth Work,
o der EU-Jugendstrategie mit ihren Schwerpunkten Beteiligung, Begegnung, Befähigung einschl. der Stärkung von Youth Work und Fachkräften und
o weiterer relevanter europäischer Entwicklungen (insbes. aktuelle strategische Prioritäten der Europäischen Kommission („Union of Skills“, „Preparedness“, „Intergenerational Fairness“), die neue Anknüpfungspunkte bieten, um den Beitrag von Youth Work zu Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Kompetenzausbau stärker zu profilieren.
• Förderung des Wissenstransfers zwischen europäischer und deutscher Fachdebatte
• Entwicklung und Umsetzung einer zielgruppenspezifischen Kommunikationsstrategie zur Ansprache der relevanten Akteur*innen
• Unterstützung der Fachcommunity bei der Nutzung europäischer Förder-, Kooperations- und Entwicklungsmöglichkeiten
• Förderung des fachlichen Austauschs, der Vernetzung und gemeinsamer Lernprozesse innerhalb der Community of Practice
• frühzeitige Begleitung des Übergangs zur neuen EU-Jugendstrategie und Programmgeneration (2028–2034) und Nutzbarmachung der damit verbundenen Potentiale für Youth Work. Ziel ist es, das deutsche Arbeitsfeld frühzeitig zu informieren, fachlich zu inspirieren und strategisch zu befähigen, an bestehende Entwicklungen anzuknüpfen und zukünftige Chancen gezielt zu nutzen.
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• Stärkung der aktiven Mitwirkung deutscher Akteur*innen an europäischen Prozessen
3.3 Leitprinzipien
Der Begleitprozess orientiert sich an folgenden Grundsätzen:
Praxisorientierung: Alle Maßnahmen sollen einen konkreten Mehrwert für das deutsche Arbeitsfeld schaffen, unmittelbar an bestehende Bedarfe anknüpfen und die EYWA und die EU-Jugendstrategie verständlich, ansprechend und praxisnah vermitteln (u.a. durch einen klaren Kommunikationsansatz inkl. „Label“ und Kernbotschaften).
Europäische Anschlussfähigkeit: Europäische Entwicklungen werden verständlich eingeordnet und für die deutsche Fachpraxis nutzbar gemacht.
Partizipation: Relevante Akteur*innen werden in geeigneter Weise in Analyse-, Entwicklungs- und Kommunikationsprozesse einbezogen und zur Mitgestaltung angeregt.
Transfer: Erkenntnisse und Erfahrungen werden systematisch zwischen europäischer und deutscher Ebene vermittelt und wechselseitig nutzbar gemacht: Die Fachcommunity in Deutschland erhält Zugang zu europäischen Diskursen, Erfahrungen und Good Practice, während Impulse aus dem deutschen Kontext aktiv in europäische Prozesse eingespeist werden.
Kooperation: Der Auftrag wird in enger Abstimmung mit JUGEND für Europa sowie den beteiligten Partnerorganisationen umgesetzt und ergänzt bestehende nationale und europäische Aktivitäten.
Flexibilität: Der Begleitprozess muss in der Lage sein, auf neue politische Entwicklungen, fachliche Diskurse und Bedarfe des Arbeitsfeldes angemessen zu reagieren.
4. Leistungsumfang
4.1 Allgemeines
Der Auftrag umfasst die Konzeption, Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines fachlich- kommunikativen Begleitprozesses zur Unterstützung der Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland.
Der Begleitprozess ist als integrierter Entwicklungs-, Kommunikations- und Transferprozess ausgestaltet. Die einzelnen Arbeitspakete greifen ineinander und sind fortlaufend aufeinander abzustimmen. Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer übernimmt die fachliche Konzeption, die inhaltliche Ausarbeitung sowie die operative Umsetzung von Leistungen in enger Abstimmung mit JUGEND für Europa. Die strategische Steuerung, Freigabe, Veröffentlichung sowie die Außendarstellung des Begleitprozesses liegen bei JUGEND für Europa.
4.2 Arbeitspakete
- Strategische Kommunikation zu EU-Jugendstrategie und EYWA sowie Sichtbarmachung von Youth Work
Zielsetzung:
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• Verständliche und praxisnahe Vermittlung von EU-Jugendstrategie und EYWA durch Aufzeigen ihres Potentials und Übersetzung komplexer europäischer Rahmungen in praxisnahe Botschaften und durch Veranschaulichen von praktischen Projektbeispielen, die die Arbeit zu den Schwerpunktbereichen der EU-Jugendstrategie und EYWA anschaulich verdeutlichen (z.B. Projektbeispiele mit Fokus auf “Empowerment”, zu einem der Themen der 11 Europäischen Jugendziele, oder einem der 8 EYWA-Prioritätsbereiche (etwa Innovation oder Qualität)) • Sichtbarmachung der Potenziale der EU-Jugendprogramme für die Weiterentwicklung von Youth Work • Stärkung der öffentlichen und fachpolitischen Sichtbarkeit von Youth Work • Aktivierung und Beteiligung der Community of Practice • Bereitstellung anschlussfähiger Kommunikationsinstrumente und Materialien für die Fachcommunity
Aufgaben: • Konzeption, Abstimmung und Umsetzung einer zielgruppenspezifischen Kommunikationsstrategie (auszurichten insbes. auf die Zielgruppen von JUGEND für Europa) • Entwicklung eines klaren Kommunikationsansatzes/„Labels“ inkl. Visual Design zum Transport von Botschaften, Wort-Bildmarke etc. • Aufbereitung und verständliche Kommunikation von Kontext, Zielsetzungen und Mehrwert der EYWA und EU-Jugendstrategie • Umsetzung zielgerichteter Kommunikationsmaßnahmen über verschiedene Kanäle (Web, Social Media, Print, Video etc.) und unter Einsatz geeigneter Kommunikationsformate (z.B. Webtexte, Artikel, Posts, Infografiken, Videos, Podcasts, Präsentationen etc.) • Sichtbarmachung des Potentials der EU-Jugendprogramme für die Weiterentwicklung von Youth Work und als Unterstützung der Umsetzung von EU-Jugendstrategie und EYWA, besonders durch Aufbereitung und Verbreitung praxisnaher Projektbeispiele • Sichtbarmachung des Wertes von Youth Work für junge Menschen und demokratische Gesellschaften in einem weltoffenen Europa (z.B. durch anschauliche Good-Practice- Darstellungen, “Impact Stories“, Argumentationslinien o.ä.) • Entwicklung eines Kommunikationspakets mit praxisnahen Materialien zur Unterstützung der Nutzung der EYWA • Redaktionelle Erstellung und Veröffentlichung von Fachbeiträgen, Newsartikeln und Inhalten • Stärkung und Weiterentwicklung der Webpräsenz zur EYWA, insbes. der Unterseite zur EYWA in Deutschland auf dem bestehenden JfE-Portal (siehe HIER) sowie der Magazinseite des Kinder- und Jugendhilfeportals (siehe HIER): Bündelung von Wissen und Unterstützung von Transfer zu den Möglichkeiten von EU-Jugendstrategie und EYWA für Youth Work mit “One-stop-Logik“
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• Einpflegen von erstelltem Content in JfE-Kanäle, insbes. Webauftritt sowie Portal zur EYWA im Kinder- und Jugendhilfeportal
- Fachliche Impulse, Austausch und Transfer zwischen europäischer und nationaler Fachdebatte
Zielsetzung: • Aufbereitung und Vermittlung europäischer Impulse für die Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland (insbesondere aus der EYWA und den fachlichen Angeboten des Netzwerks der Nationalen Agenturen und SALTO-Zentren) • Förderung von fachlichem Austausch, Reflexion und Innovation im deutschen Arbeitsfeld • Stärkung des wechselseitigen Transfers zwischen deutscher und europäischer Fachdebatte • Unterstützung der Beteiligung deutscher Akteur*innen an europäischen Diskursen und Prozessen zur Vernetzung und zum gegenseitigen Lernen
Aufgaben: • Analyse und Konkretisierung relevanter fachlicher Bedarfe und Themen im deutschen Arbeitsfeld • Entwicklung fachlicher Schwerpunkte und Vorschlag nationaler Prioritäten (1–3) zur Weiterentwicklung von Youth Work im Kontext der EYWA • Kontinuierliches Verfolgen zentraler europäischer Entwicklungen und fachlicher Impulse im Bereich Youth Work und verständliche Vermittlung dieser für das deutsche Arbeitsfeld • Konzeption und Umsetzung einer digitalen Veranstaltungsreihe als Beteiligungs- und Austauschformat zu europäischen Themen (2–4 Termine jährlich) sowie möglicher weiterer fachlicher Impuls- und Austauschformate (z.B. Workshops, Fachgespräche, Kommunikationsmaßnahmen) • Entwicklung praxisnaher und bedarfsorientierter Unterstützungsangebote und Materialien zur Weiterentwicklung von Youth Work für die Fachcommunity • Teilnahme an europäischen Veranstaltungen, aktive Mitwirkung am fachlichen Austausch und Unterstützung des Einbringens deutscher Perspektiven in europäische Prozesse • Verknüpfung nationaler und europäischer Diskurse durch Transfer-, Vernetzungs- und Kommunikationsmaßnahmen • Einbindung relevanter Akteur*innen und Perspektiven aus Praxis, Trägerstrukturen und Fachpolitik, u.a. durch Einrichtung und Moderation thematischer Fokusgruppen zur vertieften Bearbeitung ausgewählter prioritärer Themen
- Strategische Begleitung des Übergangs zur neuen EU-Jugendstrategie und Programmgeneration (ab 2028)
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Zielsetzung: • Frühzeitige Information und Orientierung des deutschen Arbeitsfeldes zu den Entwicklungen ab 2028 • Fachliche und kommunikative Begleitung des Übergangs zur neuen EU-Jugendstrategie (mit besonderem Fokus auf Youth Work) und Programmgeneration (2028-2034) • Übersetzung (zukünftiger) europäischer Rahmenbedingungen in konkrete Handlungsoptionen • Aktivierung und Beteiligung der Fachcommunity am Übergangsprozess • Stärkung der strategischen Positionierung und Zukunftsfähigkeit von Youth Work in Deutschland
Aufgaben: • Kontinuierliche Beobachtung, Analyse und verständliche Aufbereitung der Entwicklungen zur neuen EU-Jugendstrategie (mit besonderem Fokus auf Youth Work) und Programmgeneration • Entwicklung von Orientierungs-, Unterstützungs- und Austauschformaten zur Vorbereitung des deutschen Arbeitsfeldes auf die neue Phase • Entwicklung von Perspektiven und Ansätzen zur Nutzung der zukünftigen EU-Jugendprogramme für die Weiterentwicklung von Youth Work in Deutschland • Mitgestaltung zentraler fachlicher Anlässe im Übergangsprozess, insbesondere Beiträge zum Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit 2027 (vorbehaltlich Programmplatzierung) • Fachliche Konzeption einer von JUGEND für Europa ausgerichteten nationalen Fach- und Zukunftskonferenz mit Rückblicks- und Ausblicksperspektive (EU-Jugendstrategie 2018–2027 und 2028–2034) einschl. Programmgestaltung, fachlicher Impulse, Koordination Beitragender und Dokumentation (Größenordnung: ca. 80 Teilnehmende, zwei Übernachtungen, ca. Anfang 2028) • Verknüpfung des Übergangsprozesses mit Kommunikations-, Transfer- und Fachimpulsen aus den anderen Aufgabenpaketen Die Reihenfolge der dargestellten Zielsetzungen begründet keine Priorisierung. Die Gewichtung einzelner Themen und Maßnahmen kann sich während der Vertragslaufzeit entsprechend der fachlichen Entwicklungen sowie gemeinsamer Abstimmungen zwischen Auftraggeberin und Auftragnehmerin verändern.
5. Anforderungen an die Leistungserbringung
Anforderungen und Auswahlkriterien sind der Anlage “Zuschlagskriterien” zu entnehmen.
6. Projektsteuerung, Zusammenarbeit und Berichtswesen
Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer setzt den Begleitprozess in enger Zusammenarbeit mit JUGEND für Europa um. Hierzu gehören insbesondere:
• regelmäßige Abstimmungsgespräche
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• gemeinsame Jahres- und Quartalsplanung
• frühzeitige Information über Risiken und Verzögerungen
• kontinuierliche Fortschrittskontrolle
• Abstimmung der Arbeitsergebnisse vor Veröffentlichung JUGEND für Europa übernimmt die fachliche Steuerung des Projekts. Sämtliche Kommunikations- und Transferprodukte werden der Auftraggeberin zur Prüfung und Freigabe vorgelegt. Veröffentlichungen erfolgen grundsätzlich über die Kanäle von JUGEND für Europa beziehungsweise über weitere Kanäle, die in der Kommunikationsstrategie identifiziert wurden und von JUGEND für Europa als Verbreitungswege vorgesehen werden (wie etwa die Magazinseite zur EYWA auf dem Kinder- und Jugendhilfeportal). Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer arbeitet darüber hinaus durch JUGEND für Europa koordiniert, mit dem BMBFSFJ, der BAG OKJA sowie ggf. weiteren nationalen und europäischen Partnerorganisationen zusammen. Zum Nachweis der Leistungserbringung legt die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer quartalsweise einen knappen Monitoringbericht vor. Dieser umfasst mindestens:
• den Stand der Zielerreichung, der durchgeführten Aktivitäten sowie erstellten Arbeitsergebnisse
• eine Darstellung zum bisherigen Mitteleinsatz, identifizierte Risiken oder Änderungsbedarfe für den Projektfortgang
7. Bewerbungsberechtigung, Vertragslaufzeit, Budget und
Abrechnung
7.1 Bewerbungsberechtigung und Vertragslaufzeit
Bewerbungsberechtigt sind juristische Personen (Organisationen, Institutionen, Vereine) mit Sitz in Deutschland. Einzelpersonen sind ausgeschlossen (Ausschlusskriterium). Die Auftraggeberin beabsichtigt, mit der erfolgreichen Bieterin bzw. dem erfolgreichen Bieter einen Dienstleistungsvertrag mit frühestem Beginn der Laufzeit zum 01.12.2026 bis zum 31.12.2027 abzuschließen. Die Auftraggeberin behält sich vor, den Vertrag einmalig um bis zu zwölf Monate bis längstens zum 31.12.2028 zu verlängern. Voraussetzungen für eine Vertragsverlängerung sind insbesondere:
• die Verfügbarkeit der erforderlichen Haushalts- und Programmmittel
• die Gestaltung der neuen Programmgeneration der EU-Jugendprogramme sowie
• die beiderseitige Zustimmung zur Vertragsverlängerung Sollte sich der Zuschlagszeitpunkt verzögern, verschiebt sich der Vertragsbeginn entsprechend. Die Vertragslaufzeit verkürzt sich dadurch nicht automatisch, sondern wird im Rahmen der vergaberechtlichen und haushaltsrechtlichen Möglichkeiten angepasst.
7.2 Budgetrahmen
Für die ausgeschriebenen Leistungen steht ein Gesamtbudget von maximal 100.000 € brutto über die gesamte Vertragslaufzeit einschließlich einer möglichen Vertragsverlängerung zur Verfügung. Angebote, die diesen Höchstbetrag überschreiten, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. JUGEND für
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Europa garantiert eine Mindestabnahme von Leistungen im Umfang von 20.000 € brutto über die Gesamtvertragslaufzeit. Der Höchstbetrag stellt kein garantiertes Auftragsvolumen dar. Ein Anspruch auf vollständige Ausschöpfung des Budgets besteht nicht. Das Volumen richtet sich nach der quartalsweisen Planung und tatsächlich erbrachten Leistung. Die Kalkulation erfolgt auf Grundlage des als Vergabeunterlage beigefügten Preisblatts. Dieses enthält die für die Angebotskalkulation maßgeblichen Preisbestandteile sowie die vorgesehenen Abrechnungskategorien. Die Bieterinnen und Bieter haben das Preisblatt vollständig auszufüllen.
7.3 Leistungsabruf und Planung
Die Leistungen werden nicht pauschal, sondern entsprechend des tatsächlichen Bedarfs erbracht und in einer Quartalsplanung inkl. Kostenvoranschlag zu Beginn jeden Quartals festgehalten. Die Umsetzung erfolgt nach quartalsweiser Freigabe durch JUGEND für Europa. Innerhalb eines Quartals können einzelne Maßnahmen im gegenseitigen Einvernehmen angepasst werden, sofern dadurch die Gesamtzielsetzung nicht beeinträchtigt wird.
7.4 Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt quartalsweise. Voraussetzung für die Rechnungsstellung sind:
• der freigegebene Kostenvoranschlag
• der Nachweis der tatsächlich erbrachten Leistungen
• eine Stundenübersicht
• ein Quartalsbericht entsprechend Kapitel 7 (JfE-Monitoringraster)
• gegebenenfalls weitere vereinbarte Nachweise Vergütet werden ausschließlich tatsächlich erbrachte und von JUGEND für Europa bestätigte Leistungen.
7.5 Fremdleistungen
Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer kann für einzelne Leistungen geeignete Unterauftragnehmende oder spezialisierte Dienstleistende einsetzen, sofern dies für eine fachgerechte Leistungserbringung erforderlich oder zweckmäßig ist. Der beabsichtigte Einsatz von Unterauftragnehmenden ist im Angebot anzugeben. Ein späterer Wechsel bedarf der vorherigen Zustimmung von JUGEND für Europa. Die Gesamtverantwortung für die vertragsgemäße Leistungserbringung verbleibt bei der Auftragnehmerin bzw. dem Auftragnehmer.
8. Eignungsanforderungen und Zuschlagskriterien
Die Anforderungen an die fachliche und technische Leistungsfähigkeit ergeben sich aus der Anlage_Zuschlagskriterien. Während der Vertragslaufzeit ist grundsätzlich das im Angebot benannte Schlüsselpersonal einzusetzen. Ein Austausch ist nur mit Zustimmung der Auftraggeberin zulässig. Ersatzpersonen müssen mindestens eine gleichwertige Qualifikation und Erfahrung besitzen.
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9. Schlussbestimmungen
9.1 Zusammenarbeit
Der Erfolg des Begleitprozesses setzt eine enge, vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Auftraggeberin und Auftragnehmerin bzw. Auftragnehmer voraus. Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer bringt fachliche Vorschläge eigenständig ein und unterstützt JUGEND für Europa aktiv bei der Weiterentwicklung des Begleitprozesses. Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer unterstützt JUGEND für Europa durch fachliche Expertise, redaktionelle Zuarbeit und konzeptionelle Vorschläge. Der Aufbau einer eigenständigen Außenmarke oder eines eigenständigen Kommunikationsprofils ist nicht vorgesehen.
9.2 Änderungsbedarf während der Vertragslaufzeit
Da sich europäische politische Rahmenbedingungen sowie fachliche Entwicklungen während der Vertragslaufzeit verändern können, muss der Begleitprozess ausreichend flexibel ausgestaltet sein. Im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs können daher fachliche Prioritäten angepasst oder neue thematische Schwerpunkte festgelegt werden. Wesentliche Änderungen des Leistungsumfangs erfolgen ausschließlich im gegenseitigen Einvernehmen und unter Beachtung der vergabe- und vertragsrechtlichen Vorgaben.
9.3 Nutzungsrechte
Sämtliche im Rahmen des Auftrags erstellten Arbeitsergebnisse, Kommunikationsmaterialien, Konzepte, Layouts, Präsentationen, Dokumentationen und sonstigen Werke sind der Auftraggeberin zum vereinbarten Lieferzeitpunkt mit ihrer Fertigstellung in bearbeitbarer und veröffentlichungsfähiger Form zur Verfügung zu stellen. Die hierfür erforderlichen Nutzungsrechte sind der Auftraggeberin zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt einzuräumen, soweit gesetzlich zulässig und für die Erfüllung der Aufgaben von JUGEND für Europa erforderlich. Werden Materialien Dritter verwendet, stellt die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer sicher, dass die erforderlichen Rechte vorliegen.
9.4 Datenschutz und Vertraulichkeit
Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer beachtet die datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung sowie die einschlägigen nationalen Datenschutzvorschriften. Personenbezogene Daten dürfen ausschließlich im Rahmen der vertraglich vereinbarten Zwecke verarbeitet werden. Soweit erforderlich, wird vor Beginn der Leistungserbringung eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen. Alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen vertraulichen Informationen sind vertraulich zu behandeln.
9.5 Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit
Bei der Erstellung digitaler Inhalte, Dokumente und Kommunikationsmaterialien sind die Anforderungen an eine möglichst barrierearme Gestaltung zu berücksichtigen. Veranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen sollen unter Berücksichtigung ökologischer und nachhaltiger Aspekte geplant und durchgeführt werden. Dabei sind insbesondere digitale Formate sowie ressourcenschonende Lösungen vorrangig zu berücksichtigen, soweit dies fachlich sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist.
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