[Seite 1]
Deponie Alte Schanze
LOS 1
Tiefbau
Ausführungsplanung /
Leistungsbeschreibung
Auftraggeber:
A.V.E. Eigenbetrieb des Kreises Paderborn
Alte Schanze 40
33106 Paderborn
Stand: 16.09.2026
[Seite 2]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 1 von 63
Inhaltsverzeichnis
- Allgemeine Erläuterungen 4
1.1. Veranlassung und Zielstellung 4
1.2. Geltende Vorschriften 4
1.3. Förderung 5
1.4. Planungsgrundlage 5
1.5. Genehmigungsstand 6
- Angaben zum Standort / Standortspezifika 8
2.1. Lage und Stammdaten des Deponiestandortes 8
2.2. Verkehrstechnische Anbindung 9
2.3. Bauliche Anlagen Bestand 10
2.4. Gasfassung Bestand 10
2.5. Anlagentechnik Bestand 10
2.6. Leitungsbestand und Leitungsauskunft 11
2.7. Baugrundverhältnisse 11
- Kurzbeschreibung des Bauvorhabens (LOS1 und LOS2) 13
3.1. Allgemeines 13
3.2. Schnittstellen 15
- Gassammelstationen 17
4.1. Anordnung der Gassammelstationen 17
4.2. Instandsetzung Edelstahlwellschläuche 17
4.3. Erneuerung Klappen und Messstutzen 17
- Rückbau Bestandsfackel 19
5.1. Rückbau Fackelkamin 19
5.2. Rückbau Fundament 19
- Instandsetzung Gasabsaugleitungen 21
6.1. Allgemeines 21
6.2. Technische Parameter 22
[Seite 3]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 2 von 63
6.3. Kamerabefahrung 22
6.4. Erneuerung Gasabsaugleitung 24
6.5. Einbaubeschreibung Streckenkondensatabscheider 24
6.6. Einbauorte 25
6.7. Angaben zur Druckprüfung 25
6.8. Beschilderung und Dokumentation 26
- Neubau Verbindungsschacht 27
7.1. Einbau 27
7.2. Beschilderung und Dokumentation 28
- Verlegen Gasverbindungsleitung 29
8.1. Allgemeines 29
8.2. Technische Parameter 29
8.3. Rohrverlegung 30
8.4. Rodung 34
8.5. Angaben zur Druckprüfung 35
8.6. Dokumentation 35
- Anpassungen Kondensatschacht 36
9.1. Lage und Anordnung des Kondensatschachtes 36
9.2. Anschluss Gasverbindungsleitung 36
9.3. Öffnen des Kondensatschachtes 36
9.4. Ausbau Zyklonabscheider 36
9.5. Austausch Vorlagebehälter 37
9.6. Einbau Prallabscheider Gutgasleitung 37
9.7. Einbau Prallabscheider Schlechtgasleitung 37
9.8. Füllstandsüberwachung 38
-
Gründung Anlagentechnik 39
-
Verlegung Kabel und Rohre 40
-
Technische Spezifikationen 41
-
Arbeits- Sicherheits- und Gesundheitsschutz 43
13.1. Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan 43
[Seite 4]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 3 von 63
13.2. Hinweise zum Arbeitsschutz für die Bauausführung 43
- Technische Anforderungen für die Ausführung 45
14.1. Allgemeine technische Bedingungen 45
14.2. Zusätzliche allgemeine technische Bedingungen 45
14.3. Dokumentation 47
- Qualitätssicherung 49
15.1. Qualitätssicherungsplan 49
-
Bauablauf / Rahmenterminplan 52
-
Hinweise zur Baustelle 53
17.1. Allgemeine Angaben 53
17.2. Baustellenverhältnisse 53
17.3. Sanitäreinrichtungen, Strom und Wasser 54
17.4. Entsorgung 54
- Verzeichnisse 55
18.1. Literaturverzeichnis 55
18.2. Tabellenverzeichnis 59
18.3. Abbildungsverzeichnis 59
18.4. Anlagenverzeichnis 59
18.5. Abkürzungsverzeichnis 61
[Seite 5]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 4 von 63
1. Allgemeine Erläuterungen
1.1. Veranlassung und Zielstellung
Die vorliegende Leistungsbeschreibung basiert auf den Ergebnissen der durch die DEPO Consult
GmbH am 22.12.2023 erstellten Potentialstudie sowie der Genehmigungsplanung vom 23.01.2025, in
denen der Nachweis erbracht wurde, dass zur Optimierung der Deponiegasfassung sowie zur Sicher-
stellung einer effizienten energetischen Nutzung des weiterhin anfallenden Deponiegases am Stand-
ort der Deponie „Alte Schanze“, Alte Schanze 40 in 33106 Paderborn, umfangreiche Ertüchtigungen
an der bestehenden Gasfassungs- und Gasbehandlungstechnik erforderlich sind.
Ziel der geplanten Maßnahmen ist die nachhaltige Steigerung des Erfassungsgrades des im Deponie-
körper entstehenden Deponiegases und damit die signifikante Reduzierung klimarelevanter Emissio-
nen. Diese Zielstellung entspricht den Anforderungen und definierten Vorgaben der Bundesregierung
im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).
Die Potentialstudie identifizierte als geeignete Ergänzung der vorhandenen Anlagentechnik den Ein-
satz einer Schwachgasfackelanlage mit einem behandelbaren Mindestmethangehalt von 12 Vol.-%
CH₄, die im Parallelbetrieb zum bestehenden BHKW betrieben werden kann. Durch diese Kombina-
tion kann ein gesicherter Entgasungs- und Behandlungsbetrieb für den Zeitraum 2027 bis 2044 ge-
währleistet werden.
Die neue Anlagentechnik ermöglicht eine umweltgerechte und betriebssichere Behandlung der im fort-
schreitenden Entgasungsprozess zunehmend niedrigen Methangehalte im abgesaugten Deponie-
mischgas. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme ist über eine Wärmeauskopplung in das be-
stehende Nahwärmenetz eingespeist werden, um die energetische Nutzung des Deponiegases weiter
zu optimieren.
Mit der Umsetzung der geplanten Betriebsstrategie wird eine nachhaltige Verbesserung der Deponie-
gasfassung erreicht, die sowohl die energetische Nutzung des Deponiegases sicherstellt als auch die
Reduzierung von Treibhausgasemissionen gemäß den Vorgaben der NKI unterstützt.
Hierzu wird die Gasverbindungsleitung in einen Gut- und einen Schlechtgasstrang unterteilt. Die be-
stehende Leitung wird zum Gutgasstrang und wird weiterhin das bestehende BHKW beliefern. Die
neu, parallel zur alten Leitung verlaufende Schlechtgasleitung wird die neue Schwachgasfackel belie-
fern.
Die vorliegende Leistungsbeschreibung behandelt ausschließlich das LOS 1 – Tiefbau. Das LOS 2 –
Anlagentechnik wird separat beschrieben und ist nicht Bestandteil dieses Dokuments.
1.2. Geltende Vorschriften
[Seite 6]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 5 von 63
Im Rahmen der Baumaßnahme zur Ertüchtigung der Gasfassung auf der Deponie sind die relevanten
Gesetze (Bundes- und Landesgesetze), Verordnungen, Satzungen, Erlässe, Vorschriften und Richtli-
nien (technische Regelwerke, DIN-Normen) in ihrer jeweils gültigen Fassung zu beachten, zu berück-
sichtigen und anzuwenden. Hierzu zählen insbesondere:
• Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
• Deponieverordnung (DepV)
• Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
• Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
• Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
• DGUV Regel 101-004 „kontaminierte Bereiche, DGUV Regel 114-004 „Deponien“, DGUV
Regel 114-005 „Deponien“, DGUV Regel 113-001 „Explosionsschutzregeln (EX-RL)“,
DGUV Regel 100-500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“, TRGS 727 „Vermeiden von Zünd-
gefahren in Folge elektrostatischer Aufladung“
• Technische Vorschriften, die den gegenwärtigen Stand der Technik dokumentieren:
DIN, VDI, VDE, DVGW
• Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), für Gefahrstoffe (TRGS) und für
Arbeitsstätten (ASR)
• Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
• EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
1.3. Förderung
Das Vorhaben zur gastechnischen Ertüchtigung der Deponie „Alte Schanze" wird im Rahmen einer
öffentlichen Förderung bezuschusst. Sämtliche Leistungen sind daher unter Beachtung der Regelun-
gen des Zuwendungsbescheides einschließlich der zugehörigen Nebenbestimmungen zu erbringen.
Der Auftragnehmer hat insbesondere die Einhaltung des Bewilligungszeitraums, die prüffähige und
positionsbezogene Rechnungsstellung entsprechend der Gliederung dieses Leistungsverzeichnisses
sowie die vollständige Dokumentation der erbrachten Leistungen sicherzustellen.
1.4. Planungsgrundlage
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze dienen folgende Unterlagen als Grundlage:
• Durchführung von Ortsbesichtigungen / Standortbegehungen
[Seite 7]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 6 von 63
• Bestandslageplan Deponie Alte Schanze; 16.02.2023
• Bestandszeichnungen / Ausführungszeichnungen / R&I Fließschema
o Anschlussschacht zum Anschluss der Transportleitung an die Ringleitung
o Ausführungszeichnung Kondensatschacht
o Ausführungszeichnung Gassammelstation
• Kommunalrichtlinie vom 01. November 2024
• Hinweisblatt für strategische Förderschwerpunkte vom 10. Oktober 2024
• IPCC-Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories
• Szenarienanalyse zum Rückbau der Hausmülldeponie aus Oktober 2014 mit Anhängen
und jahresbezogenen Abfallmengen – IWA (2014)
• Gasdatenauswertung 1995-2021
• Rohgasanalysen 1995-2021
• Wasserstände Gasbrunnen 2006-2018
• Setzungsmessungen, Lage- und Höhenverzeichnis 1999-2022, Rasterübersicht der Set-
zungspunkte
• FID-Berichte 2012 -2021
• Aktuelle Vorschriften, Richtlinien, diverse Gesetze und Verordnungen, die den derzeitigen
Stand der Technik / anerkannte Regeln der Technik widerspiegeln
• Potenzialstudie vom 23.12.2022 erstellt durch DEPO Consult
• Genehmigungsplanung vom 23.01.2025 erstellt durch DEPO Consult
• Plangenehmigung vom 23.06.2025
1.5. Genehmigungsstand
Für den Antrag des A.V.E. Eigenbetriebs des Kreises Paderborn auf Erteilung einer Plangenehmigung
für die Ertüchtigung der Gaserfassung und Gasbehandlungsanlage der Deponie, wurde am
23.06.2025 eine Plangenehmigung erteilt (Anhang I).
Die zuständige Behörde für die Belange der Ertüchtigung der Gasfassung auf der Deponie Alte
Schanze ist:
[Seite 8]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 7 von 63
Bezirksregierung Detmold
Leopoldstr. 15
32756 Detmold
Die Baumaßnahme erfolgt in Abstimmung mit der o.g. Behörde.
An dieser Stelle sei bereits darauf hingewiesen, dass der Nachweis der Standsicherheit inkl. Vorlage
von Konstruktionszeichnungen etc. rechtzeitig vom AN vor Baubeginn zu erbringen ist und der Baube-
ginn sowie die beabsichtige Aufnahme des Betriebes fristgerecht anzuzeigen sind.
[Seite 9]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 8 von 63
2. Angaben zum Standort / Standortspezifika
2.1. Lage und Stammdaten des Deponiestandortes
Der Standort der Deponie Alte Schanze befindet sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen im Kreis
Paderborn. Der Bereich rund um den Vorhabenstandort ist vorwiegend durch eine landwirtschaftliche
Nutzung geprägt. In der nachfolgenden Abbildung 1, ist die Lage der Deponie im Luftbild dargestellt.
Abbildung 1: Übersicht der Deponie Alte Schanze (GOOGLE EARTH, 2026)
Der Standort der Deponie Alte Schanze ist in folgenden Planunterlagen dargestellt.
● Topografische Karten
▪ M 1 : 25.000 Anlage 1.1
▪ M 1 : 10.000 Anlage 1.2
● Übersichtslageplan - Bestand
▪ Gasfassungssystem Anlage 2.1
▪ Bereich Leitungsverlegung Anlage 2.2
▪ Bereich Anlagentechnik Anlage 2.3
▪ Legende der Pläne Anlage 2.4
Nachfolgend werden die relevanten Daten der Deponie Alte Schanze zusammengefasst:
[Seite 10]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 9 von 63
Stammdaten
• Deponiebetreiber: A.V.E. Paderborn
• Deponietyp: Haldendeponie
• Basisabdichtung: Multibarrierensystem aus:
Ca. 3 m Geschiebemergelschicht
3 St. Tonschichten á 25 cm
KDB (2,5 mm) mit Schutzgeotextil
• Oberflächenabdichtung: temporäre OFA;
1,00 m - 2,00 m bindiger Boden
• Deponieklasse: 2
• Zeitraum der Abfallablagerung: 1979 – 2013
• Gesamtablagerungsmenge rd. 5.200.000 m³
• Gesamtfläche: rd. 32 ha
Lagedaten
• Bundesland: Nordrhein-Westfalen
• Kreis: Paderborn
• Gemarkung Salzkotten, Elsen
• Flur: 2,13
• Flurstücke 2/180, 2/199, 2/200, 2/201, 13/108
• Deponiemittelpunkt:
• Rechtswert 476 638.545
• Hochwert 572 7909.698
• Höhe über NN 154m
2.2. Verkehrstechnische Anbindung
Die Deponie „Alte Schanze“ liegt zwischen den Paderbornern Stadtteilen Elsen und Wewer und kann
[Seite 11]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 10 von 63
über die Bundesstraße 1 (Salzkottener Straße) und weiter über die Nebenstraße Alte Schanze er-
reicht werden.
Die Fläche der Deponie erstreckt sich über ca. 150 Hektar inkl. Erschließungs- und Freiflächen. Das
Gelände wird hauptsächlich durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wirtschaftswege begrenzt.
2.3. Bauliche Anlagen Bestand
Die Deponie Alte Schanze verfügt über folgende bauliche Anlagen, die unverändert bleiben.
• Deponiekörper
• Sickerwasseraufbereitungsanlage und Sickerwasserspeicher
• befestigte und unbefestigte Fahrwege/-straßen
• 400m Tunnel zur Deponie-Sickerwasserfassung
• Infrastruktureinrichtungen wie Abfallannahme mit Waage, Verwaltungs- und Betriebsge-
bäude, Umschlagplatz und Umschlaghallen
2.4. Gasfassung Bestand
Das gesamte Gasfassungssystem besteht in seiner derzeitigen Ausführung aus den folgenden Be-
standteilen:
• 71 vertikale Deponiegasbrunnen zur Deponiegasfassung im Abfallkörper
• rd. 9.900 m Gasabsaugleitungen verbinden die Gasbrunnen bzw. Gasbrunnenköpfe mit
den Gassammelbalken in den Gassammelstationen
• 6 Gassammelstationen mit Gassammelbalken (GSS)
• Gasverbindungsleitung für das Zusammenführen des Deponiegases aus den GSS 1-5 und
der GSS 6 inkl. Anschluss an die Deponiegasbehandlungsanlage
• 5 Kondensatsammelschächte mit pumpengestützter Ausschleusung des anfallenden Kon-
densates
• Deponiesickerwasserfassungs- und behandlungssystem
2.5. Anlagentechnik Bestand
[Seite 12]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 11 von 63
Für die Entsorgung bzw. Verwertung des abgesaugten Deponiegases am Standort der Deponie „Alte
Schanze“ kommt seit 1994 eine Hochtemperaturfackel zum Einsatz, welche seit 1998 durch ein Block-
heizkraftwerk ergänzt wird.
Im Jahre 2017 sind die beiden v.g. Anlagentechniken in ihrer Leistung verringert und als Kompaktan-
lage neu aufgestellt worden.
Die Spezifikationen des Blockheizkraftwerk sind folgende:
• Hersteller der Aggregate: MAN
• Typ: E 2676LE212
• Behandelbarer Methangehalt: 25-60 Vol.-% (autotherm, Tandemmischer)
• Feuerungswärmeleistung: 432 kW th
• Elektrische Leistung: 167 kW el
• Deponiegas, max: 86 Nm³/h
Für den Fall einer Störung, Wartung oder Ausfall der Stromerzeugungsaggregate steht eine Hochtem-
peraturfackel mit folgenden Spezifikationen bereit:
• Hersteller der Aggregate: Göbel
• Typ: HTC 0,5
• Feuerungswärmeleistung: 0,5 MW th
• Durchfluss, max: 150 m³/h
• Verbrennungstemperatur: 1000 °C
• Verweilzeit: 0,3 Sek.
2.6. Leitungsbestand und Leitungsauskunft
Derzeit liegt ausschließlich der Verlauf der Gasabsaugleitungen auf dem Gelände vor. Der vollstän-
dige Bestand an Leitungen und Medien ist vor Beginn der Bauarbeiten vor Ort zu überprüfen. Hierzu
sind rechtzeitig Leitungsauskünfte einzuholen und gegebenenfalls Schachterlaubnisscheine zu bean-
tragen. Falls erforderlich, sind ergänzend Suchschürfe durchzuführen, um die genaue Lage und Tiefe
der Leitungen zweifelsfrei zu klären.
2.7. Baugrundverhältnisse
Die Ertüchtigung der Gasabsaugleitungen erfolgt direkt auf dem Müllkörper der Deponie. Die Arbeiten
finden somit unter den spezifischen Bedingungen der temporären OFA und des Deponiematerials
statt.
[Seite 13]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 12 von 63
Für den Bereich der Deponiegasanlage – außerhalb des Müllkörpers – wurde ein Baugrundgutachten
beauftragt. Es liefert die geotechnischen Grundlagen für die Planung und Ausführung der dortigen
Gründung.
[Seite 14]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 13 von 63
3. Kurzbeschreibung des Bauvorhabens (LOS1 und
LOS2)
3.1. Allgemeines
Die gesamte Maßnahme kann in 13 zentrale Teilabschnitte untergliedert werden:
- Instandsetzung Gassammelstationen (LOS 1)
Die Gassammelstationen auf der Deponie müssen instandgesetzt werden. Hierzu zählen die Ertüchti-
gungen der Edelstahlwellschläuche die von außen an die Gassammelstationen 1-5 anschließen und
die Messstutzen auf den Messstrecken sowie die Zwischenbauklappen in allen Gassammelstationen
1-6.
- Rückbau Bestandsfackel (LOS 1)
Der Rückbau der Bestandsfackel inkl. Fundament ist für die Verlegung der Gasverbindungsleitung mit
auszuführen.
- Ertüchtigung Gasabsaugleitungen (LOS 1)
Auf der Deponie Alte Schanze müssen Gasabsaugleitungen (GAL) ertüchtigt werden. Im Vorfeld der
Baumaßnahme wurden bereits 41 Gasbrunnen (GB) durch Kamerabefahrung erkundet. Da jedoch
nicht alle Leitungsabschnitte vollständig zugänglich waren, wurden dabei nur rd. 1.750m von insge-
samt rd. 6.140m Leitungen dieser Gasbrunnen erfasst. Insgesamt werden deshalb voraussichtlich 39
St. Streckenkondensatabscheider eingebaut und an 16 Stellen Gasbsaugleitungen stückweise ertüch-
tigt. Die restlichen, im Vorfeld nicht untersuchten 30 Gasbrunnen sollen in dieser Maßnahme ebenfalls
nochmal untersucht werden. Es wird angenommen, dass auf diesen Strecken keine Mängel zu finden
sind.
- Neubau Verbindungsschacht (LOS 1)
Um die Gasverbindungsleitung in Gut- und Schlechtgas aufzuteilen, ist ein Verbindungsschacht zu er-
stellen in dem eine regelbare Verbindung zwischen der bestehenden Gastransportleitung (Gutgas)
und der neu zu verlegenden Gasverbindungsleitung (Schlechtgas) hergestellt wird.
- Verlegen Gasverbindungsleitung (LOS 1)
[Seite 15]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 14 von 63
Damit das vorhandene Blockheizkraftwerk weiterhin betrieben und nicht verwendbares Deponiegas
umweltgerecht verbrannt werden kann, ist die Gasverbindungsleitung in einen Gutgas- und einen
Schlechtgasstrang aufzuteilen. Hierfür muss eine neue Gasverbindungsleitung für das Schlechtgas
von dem neuen Verbindungsschacht bis zur Aufstellfläche der neuen Schwachgasfackelanlage verlegt
werden.
- Anpassungen Kondensatschacht (LOS 1)
Die neue Gasverbindungsleitung ist durch den bestehenden Kondensatschacht zu führen. Der beste-
hende Zyklonabscheider ist auszubauen und Gut- und Schlechtgasstrang sind mit zwei neuen Prallab-
scheidern auszustatten.
- Straßenquerungen (LOS 1)
Um die Gasverbindungsleitung zur neuen Fackelanlage zu verlegen sind zwei asphaltierte Straßen zu
queren. Die Straßen werden beide in offener Bauweise gekreuzt.
- Füllstandsüberwachung (LOS 1)
Für den Kondensatschacht ist die Bestands-Füllstandsüberwachung auszubauen und an den neuen
Vorlagebehälter im Kondensatschacht wieder anzuschließen.
- Gründung Anlagentechnik (LOS 1)
Die Gründung der Anlagentechnik wird auf neu zu erstellenden Streifenfundamenten auf einem Schot-
terpolster erfolgen.
- Verlegung Elektroanschluss (LOS 1)
Für den Elektroanschluss der neuen Anlagentechnik ist ein neues Elektrokabel von dem geplanten,
neuen Trafohaus im Nahbereich des Standortes der neuen Fackel zu verlegen.
- Verlegung Wärmeauskopplungsleitung (LOS 1)
Für die Wärmeauskopplung der neuen Anlagentechnik sind zwei neue Wärmeauskopplungsleitungen
von der bestehenden Nahwärmeleitung im Nahbereich des Standortes der neuen Fackel zu verlegen.
[Seite 16]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 15 von 63
- Schwachgasfackel mit Wärmeauskopplung (LOS 2)
Zur Gasverwertung soll eine Schwachgasfackel mit Wärmeauskopplung im Nahbereich der bestehen-
den Anlage errichtet werden. Diese wird aus einer Gasverdichterstation (GVS),einem Fackelkamin
und einer Wärmeauskopplung mit folgenden Kerndaten bestehen:
• min. Methangehalt: 12 Vol.-%
• Feuerungswärmeleistung: 50-500 kW
• Deponiegasvolumenstrom: 40-200 m³/h
- Kondensatleitung (LOS 2)
Der Demister der Anlagentechnik wird eine extra Kondensatleitung erhalten, die zurück in die GVL
führen wird.
Zur Veranschaulichung der gesamten Maßnahme dienen folgende Planunterlagen:
• Maßnahmenplan Anlage 3
3.2. Schnittstellen
Im Folgenden werden die Schnittstellen in diesem LOS1 zum Deponiebestand aufgeführt, welche
während der Baumaßnahme auftreten (vgl. Anlage 4)
• Schnittstelle 1 – Deponiekörper
Während der Bauarbeiten bildet sich eine Schnittstelle zum Deponiekörper durch den stellenweisen
Einbau von Streckenkondensatabscheidern und die stellenweise Ertüchtigung von Gasabsaugleitun-
gen.
• Schnittstelle 2 – Gassammelstationen
Die Gassammelstationen auf der Deponie müssen instandgesetzt werden. Hierzu zählen die Ertüchti-
gungen der Edelstahlwellschläuche die von außen an die Gassammelstationen 1-5 anschließen, die
Messstutzen auf den Messstrecken und die Zwischenbauklappen in allen Gassammelstationen 1-6.
• Schnittstelle 3 – Gasverbindungsleitung
[Seite 17]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 16 von 63
Damit die Aufteilung der bestehenden und der neu zu verlegenden Gasverbindungsleitung in Gut- und
Schlechtgasstrang erfolgen kann, muss zunächst die Verbindungsstelle der Gasverbindungsleitung
aus Richtung GSS 1-5 und aus Richtung GSS 6 getrennt werden, ein Schacht errichtet und eine neue
Gasverbindungsleitung für das Schlechtgas zur neuen Fackel verlegt werden.
• Schnittstelle 4 – Kondensatschacht
Die Gasverbindungsleitung ist durch den bestehenden Kondensatschacht zu führen. Der bestehende
Zyklonabscheider ist auszubauen und Gut- und Schlechtgasstrang sind mit zwei neuen Prallabschei-
dern auszustatten.
• Schnittstelle 5 – Elektroanschluss
Die E-Versorgung der neuen Anlagentechnik wird über das neue Trafohaus erfolgen. Hierzu ist ein E-
Kabel vom neuen Trafohaus zur neuen Anlagentechnik zu verlegen.
• Schnittstelle 6 – Fernwärme:
Die neue Anlagentechnik ist an die bestehende Fernwärmeleitung anzuschließen.
• Schnittstelle 7 – Bestandsfackel:
Für den Rückbau bildet die Bestandsfackel eine Schnittstelle.
• Schnittstelle 8 – Füllstandsüberwachung:
Für den Kondensatschacht ist die Bestands-Füllstandsüberwachung auszubauen und an den neuen
Vorlagebehälter im Kondensatschacht wieder anzuschließen.
• Schnittstelle 9 – Straße:
Um die Gasverbindungsleitung zur neuen Fackelanlage zu verlegen sind zwei asphaltierte Straßen in
offener Bauweise zu kreuzen.
[Seite 18]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 17 von 63
4. Gassammelstationen
4.1. Anordnung der Gassammelstationen
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze werden Gassammelstationen ertüchtigt. Die lagemä-
ßige Anordnung ist der Anlage 3 zu entnehmen.
4.2. Instandsetzung Edelstahlwellschläuche
Mit der Zeit haben sich Wassersäcke in den Edelstahlwellschläuchen hinter den Gassammelstationen
1-5 gebildet, die als Anschluss von außen dienen. Um diese zu ertüchtigen ist der hintere Bereich der
Gassammelstationen 1-5, die mit Erdreich bis 40cm unter OK Sammelstation angeschüttet sind, frei-
zulegen. Die Gassammelstation 6 befindet sich mittig auf der Deponie und dadurch nicht von diesen
Umbaumaßnahmen betroffen. Der weiter ansteigende Böschungsbereich hinter den Gebäuden ist mit
Strauchwerk zugewachsen. Zur besseren Übersicht ist eine Fotodokumentation als Anhang II beige-
fügt.
Der Leistungsumfang besteht insbesondere aus:
• Entfernen von Strauchwerk und der Vegetationsschicht
• Lagenweiser Bodenaushub in Handschachtung bis zur Ebene der Edelstahlwellschläuche auf
einer Fläche an der Baugrubensohle von 2,00m x 5,50m bis zu einer Tiefe von rd. 1,25m hin-
ter der Gassammelstation und einem Böschungswinkel von 60°; Material separieren und seit-
lich zwischenlagern
• Sorgfältiges Freilegen und Ausbauen Edelstahlwellschläuche DN80; inkl. Verladung und Ab-
transport
• Liefern und Einbau der neuen Edelstahlwellschläuche DN80
• Liefern und Einbau einer Kiesschüttung 16/32 um die Edelstahlwellschläuche als Lagesiche-
rung
• Verfüllen der Baugrube mit seitlich gelagertem Material; inkl. Verladung und Abtransport von
überschüssigem Material
4.3. Erneuerung Klappen und Messstutzen
An allen Gassammelstationen im Gelände hat sich gezeigt, dass die Armaturen stark korrodiert bzw.
bereits abgebrochen sind.
Der Leistungsumfang besteht insbesondere aus:
[Seite 19]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 18 von 63
• Demontage der vorhandenen 92 St. Zwischenbauklappen DN 50, ¾“ Messstutzen mit Kugel-
hahn und der Schnellschlussventile ¼“ der Messstrecken innerhalb der Gassammelstationen
• Demontage der vorhandenen 6 Zwischenbauklappen DN 150 der Gassammelbalken inner-
halb der Gassammelstationen
• Verladung und Abtransport der ausgebauten Zwischenbauklappen und Messstutzen
• Liefern und Einbau neuer Zwischenbauklappen mit Schneckenradgetriebe DN 150 für die
Gassammelbalken
• Liefern und Einbau der neuen Zwischenbauklappen mit Schneckenradgetriebe DN 50, ¾" Messstutzen mit Kugelhahn und Adapterstück und der Schnellschlussventile ¼"
[Seite 20]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 19 von 63
5. Rückbau Bestandsfackel
5.1. Rückbau Fackelkamin
Zum Leistungsumfang des LOS1 gehört der vollständige Rückbau und Abtransport des vorhandenen
Fackelkamins auf der Strecke der Gasverbindungsleitung (Anlage 3).
Die Rückbauarbeiten insbesondere umfassen:
• Trennen der E-Versorgung
• Absperren der Anschlussleitung
• Sichern aller Medienleitungen im Bereich der Deponiegasanlage
• Rückbau aller Anschlussleitungen
• Rückbau des Fackelkamins
• Abtransport aller zurückgebauten Materialien
Die Rückbauarbeiten sind so zu organisieren, dass bei den Rückbauarbeiten nach dem Stand der
Technik Staub arm gearbeitet wird. Dies dient vorrangig der Arbeitssicherheit und dem Gesundheits-
schutz. Die Maßgaben der Handlungsanleitung „Staub bei Abbruch- und Rückbauarbeiten“ der BG
BAU vom 28.06.2017 sind anzuwenden.
Vor dem Beginn der Rückbauarbeiten sind der AG/öBÜ gesondert zu informieren.
5.2. Rückbau Fundament
Zum Leistungsumfang des LOS1 gehört der vollständige Rückbau und Abtransport des vorhandenen
Fundaments der Bestandsfackel auf der Strecke der Gasverbindungsleitung (Anlage 3).
Die Rückbauarbeiten insbesondere umfassen:
• Mechanischer Rückbau des Betonfundaments 3,00m x 3,00m x rd. 0,40m mittels Hydrau-
likhammer oder anderem geeignetem Gerät
• Verladung und Abtransport aller zurückgebauten Materialien
• Verfüllen der entstandenen Baugrube mit geeignetem Material
[Seite 21]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 20 von 63
Die Rückbauarbeiten sind so zu organisieren, dass bei den Rückbauarbeiten nach dem Stand der
Technik Staub arm gearbeitet wird. Dies dient vorrangig der Arbeitssicherheit und dem Gesundheits-
schutz. Die Maßgaben der Handlungsanleitung „Staub bei Abbruch- und Rückbauarbeiten“ der BG
BAU vom 28.06.2017 sind anzuwenden.
Vor dem Beginn der Rückbauarbeiten sind der AG/öBÜ gesondert zu informieren.
[Seite 22]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 21 von 63
6. Instandsetzung Gasabsaugleitungen
6.1. Allgemeines
Im Zuge der baulichen Instandsetzung des Gasfassungssystems der Deponie werden die bestehen-
den Gasabsaugleitungen PE-HD DA 90 PN 6 technisch überarbeitet, um eine dauerhaft sichere und
zuverlässige Gasführung zu gewährleisten. Dazu werden Gasleitungen punktuell erneuert oder Stre-
ckenkondensatabscheider (SKA) entlang der Leitungsstränge angeordnet. Deren Lage wird anhand
der Ergebnisse der Kamerabefahrung festgelegt. Die Streckenkondensatabscheider dienen der kon-
trollierten Abscheidung und Sammlung des im Leitungssystem anfallenden Kondensats. Sie stabilisie-
ren so die Gasförderung und sichern langfristig die Funktionsfähigkeit der Gasabsaugleitungen. Die
Abscheider werden in offenen Baugruben hergestellt, in denen die jeweiligen Leitungsabschnitte lokal
freigelegt und zugänglich sind.
Im Vorfeld der Baumaßnahme wurden bereits die Leitungen von 41 Gasbrunnen mit der Kamera er-
kundet. Wegen der örtlichen Gegebenheiten und des damaligen Leitungszustands waren jedoch nicht
alle Abschnitte vollständig zugänglich. Daher wurden nur rd. 1.750 m der insgesamt rd. 6.140 m Lei-
tungslänge dieser Gasbrunnen erfasst. Die übrigen 30 Gasbrunnen wurden im Vorfeld nicht befahren,
da sie nach damaligem Kenntnisstand intakt waren. Sie sind im Zuge der Baumaßnahme dennoch si-
cherheitshalber zu untersuchen. Bei der Vorerkundung wurden die Gasleitungen der Gassammelstati-
onen 1–5 von den Gasbrunnen aus befahren, die Gasleitungen der Station 6 von der Gassammelsta-
tion aus. Bei der Ertüchtigung der Gassammelstationen 1–5 entstehen zusätzlich Baugruben an den
Edelstahlwellschläuchen. Aus diesen offenen Baugruben ist nun auch eine Befahrung von der Stati-
onsseite aus möglich.
Im Rahmen der Ertüchtigungsmaßnahme sind alle noch offenen, bislang nicht vollständig oder noch
gar nicht erkundeten Leitungsabschnitte fachgerecht mit der Kamera zu befahren. Dabei gilt Folgen-
des:
• Bisher nicht untersuchte Gasleitungen sind sowohl von der Gassammelstation als auch
vom Gasbrunnen aus zu befahren, soweit die Streckenlänge dies erfordert.
• Bereits untersuchte Leitungen ohne Mängel sind, soweit sie noch nicht vollständig befah-
ren wurden, bei den Stationen 1–5 aus der Baugrube hinter der Gassammelstation zu befah-
ren und bei der Station 6 vom Gasbrunnen aus.
• Bereits untersuchte Leitungen mit Mängeln sind aus den für die Ertüchtigung hergestellten
Baugruben heraus sowie von der jeweils noch nicht untersuchten Seite aus zu befahren.
Insgesamt sind in dieser Baumaßnahme noch rd. 8.150 m Gasabsaugleitungen mit der Kamera zu be-
fahren. Eine genaue Übersicht der befahrenen Gasbrunnen, der Gesamtstrecken und der befahrenen
Teilstrecken enthält Anhang II.
[Seite 23]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 22 von 63
Die Kamerabefahrung umfasst das kontrollierte Einfahren einer ex-geschützten, ortungsfähigen Ka-
mera in die Gasabsaugleitungen DN 80. Der Zugang erfolgt über die lokalen Baugruben, die Gassam-
melstationen oder die Gasbrunnen. Der Leitungsverlauf ist durchgehend visuell zu erfassen, und alle
Auffälligkeiten sind zu dokumentieren. Dazu zählen insbesondere Wassereinstauungen, Lageabwei-
chungen, Ablagerungen, Beschädigungen, Undichtigkeiten, unzulässige Einbindungen, Schweiß-
wülste und sonstige strukturelle Beeinträchtigungen. Die Befahrung ist in Echtzeit aufzuzeichnen und
in einem auswertbaren digitalen Format zu übergeben.
Alle Ergebnisse sind in einem strukturierten Befahrungsprotokoll zusammenzufassen. Das Protokoll
muss jeden Befund eindeutig dem zugehörigen Leitungsabschnitt und seiner Lage zuordnen. Die Be-
fahrung dient der vollständigen Bestandsaufnahme des Leitungszustands. Die Dokumentation bildet
die Grundlage für die abschließende technische Bewertung und für die Festlegung notwendiger Sa-
nierungs-, Anpassungs- oder Zusatzmaßnahmen im Zuge der Ertüchtigung.
6.2. Technische Parameter
Tabelle 1: Parameter GAL
| Leitungslänge Gesamt: | rd. 9.900 m |
|---|---|
| Bisher untersucht: | rd. 1.750 m |
| Noch zu untersuchen: | rd. 8.150 m |
| Verlegetiefe | rd. 1,00 m |
| Material: | PE-HD |
| Nennweite: | DN 80, DA 90 |
| Nenndruck: | PN 6 |
6.3. Kamerabefahrung
Im Rahmen der Ertüchtigung der Gasabsaugleitungen der Deponie sind alle noch offenen, bislang
nicht vollständig oder noch gar nicht erkundeten Leitungsabschnitte fachgerecht mit der Kamera zu
befahren. Bei der Vorerkundung wurden bereits Teilstrecken mit der Kamera untersucht. Wegen der
örtlichen Gegebenheiten und des damaligen Leitungszustands konnten diese Untersuchungen jedoch
nicht vollständig abgeschlossen werden. Um eine vollständige Bestandsaufnahme und die technische
[Seite 24]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 23 von 63
Bewertung der Leitungen sicherzustellen, ist deshalb während der laufenden Baumaßnahme eine er-
gänzende Kamerabefahrung durchzuführen. Sie umfasst die offenen Leitungsabschnitte und die bis-
her gar nicht befahrenen Leitungen. Die Befahrung erfolgt abschnittsweise parallel zum Baufortschritt,
sodass jeder freigelegte Leitungsbereich unmittelbar nach Herstellung der Zugänglichkeit inspiziert
werden kann.
Die Leitungen haben folgende Kennwerte:
• Rohrdimension: PE 100 DA 90 SDR 17
• Anzahl der Einzelstrecken: 71 St., davon 41 St. bereits teilweise befahren
• Gesamtlänge aller Leitungen: rd. 9.900 m, davon rd. 1.750 m bereits befahren
• Noch zu befahrende Strecke: rd. 8.150 m
• Durchschnittliche Länge einer Einzelstrecke: rd. 140 m; längste Einzelstrecke: rd. 285 m
Eine genaue Übersicht der befahrenen Gasbrunnen, der Gesamtstrecken und der befahrenen Teils-
trecken enthält Anhang II.
Der Auftragnehmer stellt ein ex-geschütztes TV-Inspektionssystem mit ortungsfähiger Kamera bereit.
Die Kamera wird kontrolliert in die Gasabsaugleitungen eingefahren. Der Zugang erfolgt je nach Situa-
tion über die Baugruben der Streckenkondensatabscheider (SKA), über die Gasbrunnen oder über die
Gassammelstationen. Während der Befahrung sind der Leitungsverlauf und alle Auffälligkeiten durch-
gehend visuell zu erfassen und in Echtzeit vollständig digital aufzuzeichnen. Zu dokumentieren sind
insbesondere:
• Wassereinstauungen
• Lageabweichungen
• Ablagerungen
• Beschädigungen und Undichtigkeiten
• unzulässige Einbindungen
• Schweißwülste und Muffenversätze
• sonstige strukturelle Beeinträchtigungen
Die Befahrung ist nach den anerkannten Regeln der Technik durchzuführen. Dabei sind die besonde-
ren Rahmenbedingungen einer Deponie zu berücksichtigen, etwa Gaswarntechnik, Sicherheitsunter-
weisung, eingeschränkte Zugänglichkeit und Ex-Schutz. Alle Deponie- und Sicherheitsvorgaben sind
einzuhalten.
[Seite 25]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 24 von 63
Die Aufzeichnungen sind in einem auswertbaren digitalen Format bereitzustellen. Alle Ergebnisse sind
außerdem in einem strukturierten Befahrungsprotokoll zusammenzufassen. Das Protokoll muss jeden
Befund über die Ortung eindeutig dem zugehörigen Leitungsabschnitt zuordnen. Es ist innerhalb von
5 Werktagen nach Beendigung der Kamerabefahrung in digitaler und analoger Fassung an den AG zu
übergeben. Die Dokumentation bildet die Grundlage für die weitere technische Bewertung und für die
Festlegung notwendiger Sanierungs- oder Anpassungsmaßnahmen im Zuge der Ertüchtigung der
Gasabsaugleitungen.
6.4. Erneuerung Gasabsaugleitung
Die vorhandenen Gasabsaugleitungen werden an den durch die Kamerabefahrung definierten Ab-
schnitten erneuert. Die Erneuerung erfolgt im offenen Leitungsgraben unter Berücksichtigung der be-
stehenden Trassenführung. Die neuen Leitungen werden in eine geeignete Sandbettung verlegt und
fachgerecht in das bestehende Leitungssystem eingebunden.
Für die Erneuerung der Gasabsaugleitung sind insbesondere folgende wesentliche bauliche Maßnah-
men erforderlich:
• Aushub einer Baugrube (5,00m x 0,80m x rd. 1,00m; 90° Böschungswinkel) an der definierten
Stelle gemäß Anhang II oder der Kamerabefahrung; Aushubmaterial separieren und seitlich
zwischenlagern
• Ertüchtigung Gasabsaugleitung:
o Trennung der Bestandsleitung PE100 DA90 an den definierten Anschlusspunkten
o Liefern und Einbau der neuen Gasleitung PE100 DA90; Herstellung der Rohrverbin-
dungen mittels Schweißverbindung
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 gemäß Anlage 13
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Verfüllung der Baugrube mit seitlich gelagertem Material; überschüssiges Material und Deponat
sind zu verladen und abzutransportieren
6.5. Einbaubeschreibung Streckenkondensatabscheider
Die Anzahl und die genaue Lage der bisher bekannten zu installierenden Streckenkondensatabschei-
der (SKA) kann dem Anhang III entnommen werden.
[Seite 26]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 25 von 63
Der wassergefüllte Streckenkondensatabscheider wird an den durch die Kamerabefahrung definierten
Stellen als Tiefpunkt errichtet, in eine Filterkieseinbettung eingebaut und in das weitere Leitungssys-
tem eingebunden. Die Anlagen 5 und 6 zeigen den Aufbau eines Streckenkondensatabscheiders.
Für die Herstellung der Streckenkondensatabscheider sind insbesondere folgende wesentliche bauli-
che Maßnahmen erforderlich:
• Aushub einer Baugrube an der definierten Stelle gemäß Anlage 5; Aushubmaterial separieren
und seitlich zwischenlagern; Maße Baugrubensohle Gasleitung: 5,00m x 1,00m x 1,00m; Maße
Baugrube SKA: LxB: 0,70m x 0,80m; Tiefe: 1,50m
• Einbau Streckenkondensatabscheider:
o Trennung der Bestandsleitung PE-HD DA90 an den definierten Anschlusspunkten
o Verbindung des SKA mit dem PE-HD DA90 Vollrohr mittels Schweißverbindung
o Befüllung SKA mit Wasser
• Einbau Filterkies 16/32mm, Kalkgehalt < 10 Ma-% in einer Vliesummantelung oberhalb, unter-
halb und an den Seiten der Kiespackung
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasabsaugleitung gemäß An-
lage 13
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Verfüllung der Baugrube mit seitlich gelagertem Material; überschüssiges Material und Deponat
sind zu verladen und abzutransportieren
6.6. Einbauorte
Die Übersichtstabelle der durchgeführten Kamerabefahrung und den bisher bekannten Einbauorten
der Streckenkondensatabscheider bzw. die bisher bekannten Stellen zum Austausch der GAL ist im
Anhang III dieser Leistungsbeschreibung zu finden. Sie enthält sämtliche relevanten Angaben zu Lei-
tungsabschnitten, Befahrungsstrecken, festgestellten Auffälligkeiten und Einbauorten der Durchfüh-
rung.
6.7. Angaben zur Druckprüfung
Die Prüfung erfolgt in Anlehnung an die Bestimmungen des DVGW-Arbeitsblattes G 469 für die Gas-
absaugleitungen.
Zur Anwendung kommt die Dichtheitsprüfung nach dem einfachen Druckmessverfahren mit Luft B 3:
Prüfdruck: ≥ 2,00 bar
[Seite 27]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 26 von 63
Prüfdauer: 0,5 h mit Druckschreiber
6.8. Beschilderung und Dokumentation
Beschilderung:
Die Beschilderung der SKA hat jeweils mit einem Schild (200 x 250 mm), auf dem die Bezeichnung
des Abscheiders mit dem zugehörigen Gasbrunnen (SKA-Nr.: SKA **; z.B. SKA 01 - GB01) anzuge-
ben ist, zu erfolgen und sind nach Abschluss der Arbeiten im Nahbereich zu montieren.
Dokumentation:
Während und nach Abschluss der Arbeiten sind die Gasabsaugleitungen und SKA nach Lage und
Höhe für die Dokumentation einzumessen (siehe Kapitel 14.3).
[Seite 28]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 27 von 63
7. Neubau Verbindungsschacht
7.1. Einbau
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze muss ein Verbindungsschacht errichtet werden. Die
lagemäßige Anordnung ist der Anlage 7 zu entnehmen.
Die derzeit bestehende Verbindung zwischen der Gasverbindungsleitung der GSS 1-5 und der Gas-
verbindungsleitung GSS 6 ist aufzutrennen, damit durch eine regelbare Zwischenbauklappe mit
Schneckenradgetriebe das anfallende Deponiegas den einzelnen Schwachgasbehandlungsanlagen,
separiert in Gut- & Schlechtgas, zugeführt werden kann. Eine Darstellung der geplanten Ausführung
ist in Anlage 7 und 8 ersichtlich.
Hierfür sind insbesondere folgende Baumaßnahmen vorgesehen:
• Aushub einer Montagegrube mit den Maßen an der Baugrubensohle L x B = rd. 3,80m x
3,80m, einer Tiefe von rd. 3,60m an der Verbindungsstelle der ankommenden Gasverbin-
dungsleitungen der GSS 1-5 und GSS 6; Verdichtung der Baugrubensohle mit Nachweis;
Aushub ist seitlich zwischenzulagern
• Liefern und Einbau Baugrubenverbau; nach Beendigung der Arbeiten wieder ausbauen
• Auftrennen der Verbindungsstelle und temporäres Verschließen der offenen Rohrleitungen
(Presskolben o.ä.); Rückbau der Leitungen ab Verbindungspunkt um ca. 3,00 m
• Herstellen einer 60cm starken Schottertragschicht aus Schotter 0/45 als Aufstellfläche für
das PE-Schachtbauwerk
• Einbau einer bewehrten Fundamentplatte aus Stahlbeton gem. DIN 1045-2 / DIN EN 206-
1, 2,30m x 2,30m; Stärke s = 20 cm entsprechend o.g. Schachtstatik inkl. Fundamenterder
mit Anschlussfahne.
• Aufstellen des PE-Schachtbauwerkes DN2000, h=3,00m mit Schachtabdeckung inkl. Gas-
federschanierschließsystem, Rückfallsicherung, Einstiegsleiter und Belüftungsstutzen
• Anschluss von 3 exzentrischen Reduzierungen PE-el DA280/110 SDR 17,6 mittels
Schweißverbindung an die bestehenden Leitungen
• Herstellen 4 St. Kernbohrung DN150 für 4 St. Rohrpassstück PE-el DA110 SDR 17,6
• Installation von 4 St. Ringraumdichtungen DN150 (gas- und wasserdicht)
• Montieren von 4 St. Zwischenbauklappen an ankommende Rohrpassstücke PE-el DA110
• Montieren von 2 St. T-Stück PE-el, DA110 SDR 17,6 mit Abgang DA110 und Zwischen-
bauklappe an die ankommenden Rohrpassstücke DA110, PE-el
• Einbau einer Zwischenbauklappe mit Schneckenradgetriebe und Handrad zwischen die T-
Stücke
[Seite 29]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 28 von 63
• Einbau von 2 St. Messstrecken PE-el DA110 SDR 17,6 mit 1 St. 1/4“ Messstutzen mit
Schnellschlussventil und 1 St. Kugelhahn 3/4“ mit Anemometereinführung
• Montieren von Rohrpassstück PE-el DA110 SDR 17,6
• Verbinden der zuvor zurückgebauten GVL PE100 DA280 an Rohrpassstück PE-el DA110
im Außenbereich des PE-Schachtbauwerks
• Verbindung der neu verlegten GVL PE100 DA110 mit Rohrpassstück PE-el DA110 im Au-
ßenbereich des PE-Schachtbauwerks
• Auffüllen der Baugrube mit dem zuvor seitlich zwischengelagerten Aushubmaterial; Über-
schüssiges Material ist zu verladen und abzutransportieren
7.2. Beschilderung und Dokumentation
Beschilderung:
Die Beschilderung des Schachtes hat mit einem Schild (200 x 250 mm), auf dem die Bezeichnung
„Verbindungsschacht“ anzugeben ist, zu erfolgen und ist nach Abschluss der Arbeiten auf dem
Schachtdeckel zu befestigen. Des Weiteren sind folgende Warnschilder nahe dem Einstieg anzubrin-
gen:
• Warnschild D-W021 (Ex) gem. ASR A1.3, DIN EN ISO 4844-2
• Verbotsschild P003 (offenes Feuer) gem. ASR A1.3, DIN EN ISO 7010
• Verbotsschild D-P006 (Zutritt für Unbefugte verboten) gem. ASR A1.3, DIN EN ISO 4844-2
Dokumentation:
Während und nach Abschluss der Arbeiten ist der Verbindungsschacht mit Leitungen und den ent-
sprechenden Zwangspunkten nach Lage und Höhe für die Dokumentation einzumessen ( siehe Kapi-
tel 14.3).
[Seite 30]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 29 von 63
8. Verlegen Gasverbindungsleitung
8.1. Allgemeines
Damit das vorhandene Blockheizkraftwerk weiterhin betrieben und nicht verwendbares Deponiegas
umweltgerecht verbrannt werden kann, ist die Gasverbindungsleitung in einen Gutgas- und einen
Schlechtgasstrang aufzuteilen. Hierfür muss eine neue Gasverbindungsleitung bis zur Aufstellfläche
der Schwachgasfackelanlage verlegt werden.
Auf der Strecke müssen zwei Straßen in offener Bauweise gekreuzt werden. Als Höhenzwangspunkte
sind der Ausgangpunkt beim Gasverbindungsschacht bei 1,96m u.GOK, der Durchgang durch den
Kondensatschacht bei 1,96m u.GOK und der Graben bei der neben der Straße bei der Anlagentech-
nik bei 2,00m u.GOK Straße zu nennen.
8.2. Technische Parameter
Tabelle 2: Parameter GVL
Trassenlänge: rd. 234 m
Leitungslänge: rd. 234 m
Material: PE 100 und PE-el entsprechend DIN 8074 / 8075
Nennweite: DN 100, DA 110
Nenndruck: PN 10
Verlegetiefe: bis 2,28 m
Gefälleverlegung: i ≥ 0,5%
Richtungsände- mit Bögen (Formteile) oder Rohrbiegung im zulässigen Maß;
rungen: 90° Richtungsänderungen sind mit 2x 45°- Bögen auszuführen
Ausführung: Bereich der GVS : Vorschweißbund und Losflansch an dem
GVL-Ende;
Bereich Schacht: Schweißung an das Rohrpassstück PE-el
DA110
[Seite 31]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 30 von 63
8.3. Rohrverlegung
Die Rohrleitung wird in einer Tiefe von 1,40m – 2,46m verlegt. Dies ist der Anschlusstiefe des Verbin-
dungsschachtes, der Durchgangstiefe durch den Kondensatschacht und dem Graben neben der
Straße der Anlagentechnik geschuldet.
Für die untertägige Verlegung der Gasverbindungsleitung wird es einen Tiefpunkt am Kondensat-
schacht im nördlichen Bereich des asphaltierten Betriebsweges geben. Somit kann auf der Strecke
der verlegten Gasverbindungsleitung sichergestellt werden, dass das anfallende Kondensat abfließen
kann. Dazu werden die beiden Teile der Gasverbindungsleitung in gegensätzlichem Gefälle von ≥
0,5 % zum Kondensatschacht hin ausgebildet.
Im Bereich des Tiefpunktes ist die Gasverbindungsleitung durch den Kondensatschacht zu führen und
mit einem Flüssigkeitsabscheider auszustatten, welcher mit einem neuen Vorlagenbehälter ausgestat-
tet wird und somit eine Ausführung des anfallenden Kondensates aus dem System bewerkstelligen
kann. Nähere Informationen folgen im Kapitel Anpassung Kondensatschacht.
Rohrverlegung im Grünbereich – nördliche Trasse
Die Rohrverlegung im nördlichen Grünbereich erfolgt in einer Sandbettung mit einem Gefälle von ≥
0,5 % in einer Tiefe von rd. 1,40m – 1,96m.
Der Verbau des Rohrgrabens ist gemäß Punkt 4.3 der DIN 4124 sowie den Anforderungen der
DIN 18303 herzustellen. Die Auswahl der Verbauart nach Punkt 4.3.2, Abs. a–c der DIN 4124 obliegt
dem Auftragnehmer. Dabei sind sämtliche einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie die Vor-
gaben der Arbeitssicherheit strikt einzuhalten.
Der Verbau ist so auszuwählen und auszuführen, dass die Gasverbindungsleitung PE DA 110 über die
gesamte Trasse ohne Einfädelgruben spannungsfrei und in einem durchgehend gesicherten Arbeits-
raum verlegt werden kann. Die Verbaukonstruktion muss eine ausreichende Breite, Tiefe und freie Be-
wegungszone gewährleisten, sodass das Einbringen, Ausrichten und Verbinden der Leitung ohne zu-
sätzliche Baugruben oder Erweiterungen möglich sind.
Hierzu sind die insbesondere durchzuführenden baulichen Maßnahmen nochmals dargestellt:
• Ausschachten Rohrleitungsgraben (Grabenbreite: 1,40m Grabensohle rd. 1,40 m – 2,46m
uGOK; Gefälle ≥ 0,5 %); in Bereichen in denen ein antreffen auf weitere Rohrleitungen /
Kabel zu erwarten ist, sind Handschachtungen durchzuführen; seitliches zwischenlagern
des Aushubes
• Herstellen der Grabensicherung durch einen geeigneten Verbau nach Wahl des AN
• Sichern der Bestandskabel und Gasleitung im Rohrgraben
[Seite 32]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 31 von 63
• Verlegen der Gasverbindungsleitung PE100 DA110 ab Verbindungsstelle Gut- & Schlecht-
gasleitung im Rohrleitungsgraben
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasleitung gemäß Anlage
13
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Anbindung an die Anschlussstücke des Kondensatschachtes
• Wiederverfüllung des Rohrleitungsgrabens mit seitlich zwischengelagertem Material inkl.
Geländeangleichung
• Verladung und Abtransport des überschüssigen Aushubes
Rohrverlegung im Straßenbereich am Kondensatschacht
Diese Betriebsstraße wird in offener Bauweise gekreuzt. Hierzu sind die insbesondere durchzuführen-
den baulichen Maßnahmen nochmals dargestellt:
• Aufstellen von Verkehrszeichen, Absperrungen, Leitbaken; vollständige Sperrung der Straß ge-
mäß RSA
• Rückbau und Zwischenlagerung des Zaunes in erforderlicher Breite
• Schneiden der Asphaltoberfläche entlang der rd. 11,00m langen Trasse mittels Fugenschneid-
gerät
• Aufbrechen und Entfernen Asphalt, Tragschicht und Frostschutzschicht
• Herstellung des Rohrgrabens in offener Bauweise bis zu einer Tiefe von rd. 2,39 m – 2,46m
uGOK und einer Grabenbreite von 1,40m
• Herstellen der Grabensicherung durch einen geeigneten Verbau nach Wahl des AN
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasabsaugleitung gemäß Anlage
13
• Einbringen des Rohres PE100 DA110 in der Querung
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Schichtweises Verfüllen mit seitlich gelagertem Material; lagenweises Verdichten
• Einbau Frostschutzschicht, Tragschicht, Binderschicht und Asphaltdeckschicht entsprechend
dem ursprünglichen Zustand mit zu liefernden Material
• Verladung und Abtransport des überschüssigen Aushubes und des Straßenaufbruchs
• Wiedereinbau des Zaunes
Rohrverlegung im Grünbereich – südliche Trasse
[Seite 33]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 32 von 63
Die Rohrverlegung im südlichen Grünbereich erfolgt in einer Sandbettung mit einem Gefälle von ≥
0,5 % in einer Tiefe von rd. 2,00m – 2,22m u.GOK.
Der Verbau des Rohrgrabens ist gemäß Punkt 4.3 der DIN 4124 sowie den Anforderungen der
DIN 18303 herzustellen. Die Auswahl der Verbauart nach Punkt 4.3.2, Abs. a–c der DIN 4124 obliegt
dem Auftragnehmer. Dabei sind sämtliche einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie die Vor-
gaben der Arbeitssicherheit strikt einzuhalten.
Der Verbau ist so auszuwählen und auszuführen, dass die Gasverbindungsleitung PE DA 110 über die
gesamte Trasse ohne Einfädelgruben spannungsfrei und in einem durchgehend gesicherten Arbeits-
raum verlegt werden kann. Die Verbaukonstruktion muss eine ausreichende Breite, Tiefe und freie Be-
wegungszone gewährleisten, sodass das Einbringen, Ausrichten und Verbinden der Leitung ohne zu-
sätzliche Baugruben oder Erweiterungen möglich sind.
Hierzu sind die insbesondere durchzuführenden baulichen Maßnahmen nochmals dargestellt:
• Ausschachten Rohrleitungsgraben (Grabenbreite: 1,40m Grabensohle rd. 2,20 m – 2,46m
u.GOK; Gefälle ≥ 0,5 %); in Bereichen in denen ein antreffen auf weitere Rohrleitungen /
Kabel zu erwarten ist, sind Handschachtungen durchzuführen; seitliches zwischenlagern
des Aushubes
• Herstellen der Grabensicherung durch einen geeigneten Verbau nach Wahl des AN
• Sichern der Bestandskabel und Gasleitung im Rohrgraben
• Zweimaliges Kreuzen einer 20-kV-Leitung; Sichern querenden Kabel im Rohrgraben
• Verlegen der Gasverbindungsleitung PE100 DA110 im Rohrleitungsgraben
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasabsaugleitung gemäß
Anlage 13
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Wiederverfüllung des Rohrleitungsgrabens mit seitlich zwischengelagertem Material inkl.
Geländeangleichung
• Verladung und Abtransport des überschüssigen Aushubes
Rohrverlegung im Straßenbereich an der Anlagentechnik (öffentliche Straße)
Diese öffentliche Straße wird in offener Bauweise gekreuzt. Im Zuge der Straßenquerung in offener
Bauweise ist ein wasserführender Graben zu queren. Hierfür sind der Wasserabfluss während der
Bauzeit durchgehend aufrechtzuerhalten (Umleitung bzw. Rohrprovisorium mit Überpumpung), die
Baugrube trocken zu halten (Wasserhaltung einschließlich Ableitung und ggf. Absetzbecken) sowie
die erforderlichen Verbau- und Sicherungsmaßnahmen vorzusehen. Die Leitung ist im Bereich der
Grabenquerung mit ausreichender Überdeckung unterhalb der Grabensohle sowie mit Auftriebssiche-
[Seite 34]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 33 von 63
rung zu verlegen; Grabensohle und Böschungen sind nach Abschluss der Arbeiten profilgerecht wie-
derherzustellen und gegen Erosion zu sichern. Hierzu sind die insbesondere durchzuführenden bauli-
chen Maßnahmen nochmals dargestellt:
• Aufstellen von Verkehrszeichen, Absperrungen, Leitbaken; vollständige Sperrung der Straße
gemäß RSA
• Rückbau und Zwischenlagerung der Zäune an der Straße in erforderlicher Breite
• Schneiden der Asphaltoberfläche entlang der rd. 7,50m langen Trasse mittels Fugenschneid-
gerät
• Aufbrechen und Entfernen Asphalt, Tragschicht und Frostschutzschicht
• Herstellung des Rohrgrabens in offener Bauweise bis zu einer Tiefe von rd. 2,11 m – 2,00m
uGOK; inkl. Rohrumleitung für den wasserführenden Graben.
• Herstellen der Grabensicherung durch einen geeigneten Verbau nach Wahl des AN
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasabsaugleitung gemäß Anlage
13
• Einbringen des Rohres PE100 DA110 in der Querung
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Schichtweises Verfüllen mit geeignetem Material, lagenweises Verdichten
• Einbau Frostschutzschicht, Tragschicht, Binderschicht und Asphaltdeckschicht entsprechend
dem ursprünglichen Zustand
• Verladung und Abtransport des überschüssigen Aushubes und des alten Straßenmaterials
• Wiedereinbau der Zäune
Rohrverlegung Bereich Anlagentechnik
Die Rohrverlegung im Bereich der Anlagentechnik erfolgt in einer Sandbettung mit einem Gefälle von
≥ 0,5 % in einer Tiefe von bis zu 1,93m.
Der Verbau des Rohrgrabens ist gemäß Punkt 4.3 der DIN 4124 sowie den Anforderungen der
DIN 18303 herzustellen. Die Auswahl der Verbauart nach Punkt 4.3.2, Abs. a–c der DIN 4124 obliegt
dem Auftragnehmer. Dabei sind sämtliche einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie die Vor-
gaben der Arbeitssicherheit strikt einzuhalten.
Der Verbau ist so auszuwählen und auszuführen, dass die Gasverbindungsleitung PE DA 110 über die
gesamte Trasse ohne Einfädelgruben spannungsfrei und in einem durchgehend gesicherten Arbeits-
raum verlegt werden kann. Die Verbaukonstruktion muss eine ausreichende Breite, Tiefe und freie Be-
wegungszone gewährleisten, sodass das Einbringen, Ausrichten und Verbinden der Leitung ohne zu-
sätzliche Baugruben oder Erweiterungen möglich ist.
Hierzu sind die insbesondere durchzuführenden baulichen Maßnahmen nochmals dargestellt:
[Seite 35]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 34 von 63
• Ausschachten Rohrleitungsgraben (Grabenbreite: 1,40m Grabensohle rd. 0,80 m – 1,90m
uGOK; Gefälle ≥ 0,5 %); in Bereichen in denen ein antreffen auf weitere Rohrleitungen /
Kabel zu erwarten ist, sind Handschachtungen durchzuführen; seitliches zwischenlagern
des Aushubes
• Herstellen der Grabensicherung durch einen geeigneten Verbau nach Wahl des AN
• Verlegen der Gasverbindungsleitung PE100 DA110 im Rohrleitungsgraben
• Liefern und Einbau einer neuen Bettung aus Sand 0/4 für die Gasabsaugleitung gemäß
Anlage 13
• Liefern und Einbau Trassenwarnband
• Wiederverfüllung des Rohrleitungsgrabens mit seitlich zwischengelagertem Material inkl.
Geländeangleichung
• Verladung und Abtransport des überschüssigen Aushubes
Rohrverlegung im Bereich Bestandsleitung
Die Rohrverlegung im Bereich der vorhandenen Bestandsleitungen erfolgt unter besonderer Berück-
sichtigung der bestehenden Trassen, Schutzabstände und betrieblichen Anforderungen. Sämtliche
Arbeiten sind so auszuführen, dass die Funktion der vorhandenen Leitungen jederzeit gewährleistet
bleibt. Die neue Leitung wird lage- und höhengerecht in den Bestand eingepasst, wobei Kreuzungen
und Parallelführungen mit bestehenden Medienleitungen vor Beginn der Arbeiten mit dem Betreiber
abgestimmt werden. Notwendige Sicherungsmaßnahmen, wie Abstützungen, Freilegungen oder tem-
poräre Schutzvorrichtungen, sind vom Auftragnehmer vorzusehen und fachgerecht umzusetzen. Ab-
schließend wird die verlegte Leitung geprüft, dokumentiert und in den betriebsbereiten Zustand ver-
setzt.
Zu nennen sind hier vor allem die bestehende Gutgasleitung DA280, die Kabel durch die Kabelzug-
schächte K6, K7 und K8, eine Wasserleitung und die 20-kV Leitung.
Die neue Schlechtgasleitung wird parallel und mittig zwischen der Bestandsgasleitung und der E-Ka-
bel verlegt. Dazu wird im südlichen Abschnitt der Trasse die dort liegende 20 kV-Leitung zweimal ge-
kreuzt.
8.4. Rodung
Die Verlegung der Gasverbindungsleitung erfolgt im südlichen Trassenbereich innerhalb eines stark
mit Bäumen, Strauchwerk und dichtem Unterwuchs bewachsenen Geländestreifens, dessen Vegetati-
[Seite 36]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 35 von 63
onsbestand die Herstellung einer durchgehenden, arbeits- und verkehrssicheren Leitungsachse der-
zeit verhindert. Die erforderliche Rodung, Freimachung und Herstellung eines zugänglichen Arbeits-
korridors werden vollständig durch den AG ausgeführt.
Etwaige Resthindernisse, Wurzelstöcke oder nicht vollständig entfernte Vegetationsbereiche, die die
fachgerechte Ausführung beeinträchtigen, sind dem Auftraggeber unverzüglich anzuzeigen.
8.5. Angaben zur Druckprüfung
Die Prüfung erfolgt in Anlehnung an die Bestimmungen des DVGW-Arbeitsblattes G 469 für die Gas-
verbindungsleitung.
Zur Anwendung kommt die Dichtheitsprüfung nach dem einfachen Druckmessverfahren mit Luft B 3:
Prüfdruck: ≥ 2,00 bar
Prüfdauer: 0,5 h mit Druckschreiber
8.6. Dokumentation
Während und nach Abschluss der Arbeiten sind die Gasverbindungsleitung nach Lage und Höhe (OK
Rohr an dem Anschluss der Verbindungsschacht, an den Trassenknick-, Höhen- und Tiefpunkten, und
an den Anschlüssen der GVS für die Dokumentation einzumessen. Bei längeren Trassenverläufen
sind Zwischenmaße (max. Punktabstand 20 m) zu erfassen (siehe Kapitel 14.3).
[Seite 37]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 36 von 63
9. Anpassungen Kondensatschacht
9.1. Lage und Anordnung des Kondensatschachtes
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze muss ein Kondensatschacht ertüchtigt werden. Die
lagemäßige Anordnung ist der Anlage 3 zu entnehmen.
9.2. Anschluss Gasverbindungsleitung
Die neu zu verlegende Gasverbindungsleitung ist fachgerecht von beiden Seiten an den Kondensat-
schacht aus GFK anzuschließen. Die Arbeiten umfassen alle Maßnahmen zur sicheren und dauerhaft
dichten Verbindung zwischen Gasleitung und Schacht. Die Leistung umfasst insbesondere:
• Vorbereitung des Anschlussbereichs und Reinigung der Anschlusszone
• Herstellen von 2 St. Kernbohrungen DN150 durch den GFK-Schacht inkl. Einbau eines GFK-
Futterrohres DN150, 150mm lang mit Versiegelung der Schnittkanten
• Einbau von 2 St. Ringraumdichtungen DN150 in das Futterrohr
• Einbau von 2 St. Anschlussstutzen PE-el DA110 SDR 17,6; rd. 1,50m lang
• Anschluss der Gasverbindungsleitung an den Anschlussstutzen mittels Schweißverfahren
9.3. Öffnen des Kondensatschachtes
Für den fachgerechten Aus- und Einbau der Abscheideranlagen sind im Vorfeld umfassende Modifika-
tionen am bestehenden GFK-Schachtbauwerk erforderlich:
Aufgrund der unzureichenden Dimensionierung des vorhandenen Schachtdeckels für den Bauteil-
wechsel ist der gesamte obere Schachtbereich mittels eines geeigneten Trennverfahrens präzise auf-
zuschneiden und für die Dauer der Arbeiten gegen Einsturz und Verschmutzung zu sichern.
Nach Abschluss der Montagearbeiten ist der geöffnete GFK-Schacht mittels eines zertifizierten Lami-
nier- oder Schweißverfahrens wieder kraftschlüssig, statisch belastbar und dauerhaft wasser- sowie
gasdicht zu verschließen.
9.4. Ausbau Zyklonabscheider
Der vorhandene Zyklonabscheider ist vollständig auszubauen und abzutransportieren. Die Arbeiten
erfolgen unter Berücksichtigung der engen Platzverhältnisse im Schacht sowie der geltenden Sicher- heitsvorschriften. Die Leistung umfasst insbesondere:
[Seite 38]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 37 von 63
• Einstieg in den Schacht mit Sicherung
• Lösen und Ausbau des Zyklonabscheiders einschließlich aller Halterungen, Befestigungen
und Anschlussstücke.
• Reinigung des Ausbauumfelds und Entfernung von Ablagerungen.
• Verladung und Abtransport des Zyklonabscheiders
9.5. Austausch Vorlagebehälter
Der vorhandene Vorlagewasserbehälter im Kondensatschacht wird vollständig demontiert und durch
einen neuen, funktionsgleichen aber größeren Behälter ersetzt. Die Leistung umfasst insbesondere:
• Fachgerechtes Lösen der Zulaufleitungen und öffnen des Deckels
• Restwasser und Schlamm absaugen
• Demontage und Herausheben des alten Behälters aus dem Schacht, inkl. Verladung und Ab-
transport
• Einbau des neuen Vorlagewasserbehälters; Durchmesser: 1,20m; Bauteilhöhe: 0,50m gemäß
Anlage 10
9.6. Einbau Prallabscheider Gutgasleitung
Ein neuer Prallabscheider ist gemäß Planung in die Gutgasleitung einzubauen und betriebsbereit her-
zustellen. Die Leistung umfasst insbesondere:
• Einstieg in den Schacht mit Sicherung
• Einbau der Zwischenbauklappen DN150 an die Anschlussstutzen der Rohrleitung DA160 im
GFK-Schacht
• Liefern und Einbau des PE-el Prallabscheiders in den Schacht zwischen den offenen Be-
standsleitungen; einschließlich Ausrichtung und Befestigung.
• Einbau des Tauchrohrs PE-el DA63 SDR 17,6 inkl. passender Zwischenbauklappe an den
Prallabscheider und einführen in die Wasservorlage
• Abdichtung der Einbaubereiche und Sicherstellung der Dichtheit.
9.7. Einbau Prallabscheider Schlechtgasleitung
[Seite 39]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 38 von 63
Ein neuer Prallabscheider ist gemäß Planung in die Schlechtgasleitung einzubauen und betriebsbereit
herzustellen. Die Leistung umfasst insbesondere:
• Einstieg in den Schacht mit Sicherung
• Einbau der Zwischenbauklappen DN 100 an die Anschlussstutzen DA110 im GFK-Schacht
• Liefern und Einbau des PE-el Prallabscheiders in den Schacht zwischen den offenen, neuen
Anschlussleitungen einschließlich Ausrichtung und Befestigung.
• Einbau des Tauchrohrs PE-el DA63 SDR 17,6 inkl. passender Zwischenbauklappe an den
Prallabscheider und einführen in die Wasservorlage
• Abdichtung der Einbaubereiche und Sicherstellung der Dichtheit.
9.8. Füllstandsüberwachung
Für die Füllstandsüberwachung sind die alten Schwimmerschalter im Kondensatschacht auszubauen und nach Beendigung der Arbeiten wieder neu zu einzubauen. Die Leistung umfasst insbesondere:
• Ausbau der bestehenden Füllstandsüberwachung
• Wiedereinbau der Füllstandsüberwachung nach Beendigung der Arbeiten in den Kondensat-
sammelbehälter gemäß Anlage 10
[Seite 40]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 39 von 63
10. Gründung Anlagentechnik
10.1. Allgemeines
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze muss eine Gründung für die Anlagentechnik errichtet
werden. Die lagemäßige Anordnung ist der Anlage 4 zu entnehmen.
Die Errichtung der geplanten Anlagentechnik in einem 20-Fuß-Container erfordert eine dauerhaft trag-
fähige, frostsichere und setzungsarme Gründung, die den statischen und betrieblichen Anforderungen
der Containerbauweise gerecht wird. Aufgrund der zu erwartenden Punktlasten aus Containerrahmen
und technischen Einbauten wird die Gründung als Streifenfundamente auf einem Schotterpolster aus-
geführt.
10.2. Gründung
Die nachfolgend beschriebenen Arbeiten dienen der fachgerechten Herstellung des Fundamentes und
der Aufstellfläche für die Anlagentechnik. Grundlage der Ausführung sind die statischen Erfordernisse
des Standsicherheitsnachweises sowie die konstruktiven Vorgaben des Anlagenherstellers. Sämtliche
Schichten, Bauteile und Einbauten sind so herzustellen, dass eine dauerhaft tragfähige und standsi-
chere Gründung gewährleistet ist. Der Umfang der Bauarbeiten umfasst insbesondere:
• Aushub der zwei Baugruben für die Streifenfundamente mit den Maßen L x B x T = rd. 7,00m
x 0,50m x 1,00m; Die Baugrubensohle ist mit geeignetem Gerät ordnungsgemäß zu verdich-
ten inkl. Druckversuch
• Liefern und Einbau einer Schottertragschicht 0/32 in einer Stärke von 0,20 m in der Baugrube;
Verdichten mit geeignetem Gerät; der tragfähige Untergrund hat EV2 > 45 MN/m² zu entspre-
chen
• Liefern und Einbau eines Ringerders als feuerverzinktes Bandeisen nach Bemessung des AN
auf den tragfähigen Untergrund inkl. Anbinden von Anschlussfahnen
• Liefern und Einbau der zwei Streifenfundamente aus Stahlbeton mit den Maßen L x B x T =
rd. 7,00 m x 0,50 m x 0,80 m
• Liefern und Einbau einer 10cm starken Splitt Bettung zwischen den Fundamenten inkl. 10cm
tiefer Baugrube
• Verladung und Abtransport von überschüssigem Aushubmaterial
[Seite 41]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 40 von 63
11. Verlegung Kabel und Rohre
11.1. Verlegung E-Kabel
Für das Vorhaben auf der Deponie Alte Schanze muss ein E-Kabel für die Anlagentechnik errichtet
werden. Die lagemäßige Anordnung ist der Anlage 4 zu entnehmen.
Die Leistung umfasst die vollständige Herstellung der erdverlegten Kabeltrasse zwischen dem neuen
Trafohaus und dem Schaltraum der Schwachgasfackel einschließlich aller Erd-, Verlege-, Anschluss-
und Wiederherstellungsarbeiten sowie der zugehörigen Prüfungen und Dokumentation. Die Trassen-
länge beträgt ca. 34m; der Verlauf ist dem Lageplan Anlage 19 zu entnehmen.
Zu verlegen sind in einem gemeinsamen Graben:
• 1 St. Leerrohr DN 50, mit Zugdraht und beidseitig dicht verschlossen
• 1 St. E-Kabel– Querschnitt gemäß Kurzschluss- und Spannungsfallberechnung des AN
11.2. Verlegung Wärmeauskopplungsleitung
Die Leistung umfasst die vollständige Herstellung der erdverlegten Wärmeleitung als Kunststoffman-
telrohr DN65 (Vor- und Rücklauf) zwischen dem Abgaswärmetauscher der Schwachgasfackel und
dem Übergabewärmetauscher am Anschlusspunkt an das Nahwärmenetz, einschließlich Erdarbeiten.
Die beiden Rohrenden sind im Bereich der Bestandsleitungen und der Schwachgasfackel senkrecht
etwa 50cm aus dem Bodenkragend an das LOS2 mit Blindflansch zu übergeben.
Die Trassenlänge beträgt ca. 7,00 m; der Verlauf ist dem Lageplan Anlage 19 zu entnehmen.
Medium: entkalziuminisierte Wasser
Temperatur Vorlauf: 90°C
Temperatur Rücklauf: 70°C
Nenndruck: 2,0-2,5 bar
Nennweite: DN65
Wärmeleistung: 90-125kW
[Seite 42]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 41 von 63
12. Technische Spezifikationen
Allgemeine Ausführungsvorschriften:
Die Deponiegasleitungen (Gasabsaugleitungen, Gasverbindungsleitung) sind den geltenden DVGW-
Vorschriften für das Medium Deponiegas und Deponiegaskondensat auszulegen. Sämtliche in den
Gasleitungen zu verbauenden Armaturen müssen entsprechende DVGW-Zulassungen besitzen. Vor
Funktionsprüfungen und Inbetriebnahme sind dem AG Bescheinigungen zu übergeben, die auswei-
sen, dass die Installationen gemäß den gültigen Vorschriften, wie DIN-DVGW, die Schutzmaßnahmen
nach DGUV Regel 113-001 (BGR 104) usw. erfolgt sind. Für Ex-Anlagen gilt die Betriebssicherheits-
verordnung BetrSichV, die Gefahrstoffverordnung GefStoffV, die TRBS 2152 T2 / TRGS 722, die
DGUV Regel 114-004 (BGR 127), die DGUV Regel 113-001 – EX-RL (BGR 104) inkl. der daraus re-
sultierenden Normen DIN DVGW und DIN-VDE. Alle Betriebsmittel sind eindeutig, dauerhaft und gut
lesbar zu kennzeichnen und zu beschriften, gleichlautend am Gerät / Armatur, Einbauort und in den
Unterlagen.
Beschilderungen:
Die jeweiligen Anlagenbestandteile und -bereiche sind mit entsprechenden witterungsbeständigen Be-
schilderungen zu kennzeichnen und mit den jeweils erforderlichen augenfälligen Verbots- und Warn-
schildern / -hinweisen zu versehen, um auf die jeweiligen Gefahren hinzuweisen. Bei der Kennzeich-
nung sind die technischen Regelungen gemäß ASR A1.3, DIN EN ISO 7010 und DIN EN ISO 4844-2
zu beachten.
Blitzschutz und Potentialausgleich:
Der Verbindungsschacht ist mit einer Blitzschutzanlage (Blitzfangspitzen) und mit Potentialausgleich
inkl. Anschluss der gastechnischen Ausrüstungen sowie Ableitung Blitzschutz und Potentialausgleich
gem. DIN EN 62305 (VDE 0185-305) auszurüsten.
Dichtheitsprüfung:
Für die Gasabsaugleitungen und die Gasverbindungsleitung ist eine Dichtheitsprüfung gemäß DVGW-
Arbeitsblattes G 469 vorgeschrieben. Die Durchführung und die Vorlage des Prüfprotokolls gehören
zum Leistungsumfang.
Standsicherheits- und Tragwerksplanung:
[Seite 43]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 42 von 63
Für die tatsächlichen Angaben der konstruktiven Ausführung und Abmessungen der Fundamentierung
/ Gründung des Verbindungsschachtes sind vor Beginn der Bauausführung geprüfte statische Unterla-
gen bindend vorzulegen. Die Statiken sind von einem im Land NRW zugelassenen Prüfstatiker zu prü-
fen.
Dazu gehört der Standsicherheitsnachweis für die Station unter Berücksichtigung der Baugrundver-
hältnisse. Zur Leistung des Tragwerksplaners gehören die Angaben nach Maßgabe des Kriterienkata-
loges (vgl. BauO NRW).
Zum Leistungsumfang gehört ebenfalls die Durchführung von ggf. zusätzlich erforderlichen Baugrund-
untersuchungen für die Erstellung des Standsicherheitsnachweises. Dies ist durch den Tragwerkspla-
ner eigenständig festzulegen.
[Seite 44]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 43 von 63
13. Arbeits- Sicherheits- und Gesundheitsschutz
13.1. Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan
Zum Zeitpunkt der Baumaßnahme ist ein Zusammenwirken von mehreren Gewerken gegeben, so
dass entsprechend §3 der Baustellenverordnung (BaustellV) ein Sicherheits- und Gesundheitsschutz-
koordinator (SiGeKo) erforderlich ist. Dieser wird vom AG beauftragt.
Entsprechend §2 Abs. 3 BauStellV ist ein SiGe-Plan einzureichen.
Durch den AN ist eine Baustellenordnung zu erarbeiten, in der die Aspekte des Arbeitsschutzes, der
Sicherheit und des Gesundheitsschutzes sowie die Arbeiten in kontaminierten Bereichen entspre-
chend der DGUV 101-004 berücksichtigt werden.
13.2. Hinweise zum Arbeitsschutz für die Bauausführung
Bei der Ausführung aller Arbeiten sind die geltenden Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien, Sicher-
heitsregeln und Merkblätter soweit sie auf Erd-/ Tiefbau und Rohrleitungsbau im Bereich Deponiebe-
trieb zutreffen, zu beachten.
Die Beschäftigten sind über die in Frage kommenden Unfallverhütungsvorschriften und über beson-
dere Gefahren der bei der Baumaßnahme zum Einsatz kommenden Bauverfahren und -bedingungen
zu unterrichten und aktenkundig zu unterweisen.
Die Baustelle befindet sich teilweise auf der Betriebsfläche des Deponiekörpers. Diese Arbeitsberei-
che (z.B. Grabenaushub) sind als kontaminierte Bereiche eingestuft. Für die Ertüchtigung der Gaslei-
tungen sind in zutreffender Weise die allgemein geltenden gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien
„Arbeiten in kontaminierten Bereichen“ (DGUV 101-004) und „Sicherheitsregeln für Deponien“ (DGUV
114-005) sowie die Explosionsschutz-Richtlinien (DGUV 113-001) bindend einzuhalten.
Bei den Tiefbau- und Installationsarbeiten zur Ertüchtigung der Gasabsaugleitungen muss mit dem
Austreten von Deponiegas, welches als wesentliche Bestandteile Methan und Kohlendioxid enthält,
gerechnet werden. Als Spurenstoffe können Schwefelwasserstoff und organische Verbindungen aus
der Reihe der leichtflüchtigen aromatischen Kohlenwasserstoffe und leichtflüchtige Chlorkohlenwas-
serstoffe auftreten. Deponiegas ist übelriechend, gesundheitsgefährdend und bildet bei Zutritt von
Luftsauerstoff explosive Gasgemische (CH ). 4
Bei den Bauarbeiten sind alle Erschwernisse durch Arbeiten mit giftigen Gasen sowie alle Vorkehrun-
gen einzukalkulieren, die eine Gefährdung der Belegschaft absolut ausschließen und außerdem die
Einhaltung der neuesten Vorschriften der Berufsgenossenschaften garantieren. Bei den Arbeiten in
Baugruben sind z.B. eine Bewetterungsanlage, Gasmess- und Gaswarngeräte, Atemschutzgeräte,
[Seite 45]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 44 von 63
explosionsgeschützte Maschinen und Geräte sowie eine Wetterfahne vorzuhalten. Der AN muss je-
derzeit kurzfristig Gasanalysen veranlassen können. Die Messungen sind zu protokollieren.
Vom Deponiegas, vom als kontaminiert eingestuften, Müllaushub und Flüssigkeiten können Gefahren
für die Beschäftigten ausgehen, so dass eine Reihe von Verhaltensregeln eingehalten werden müs-
sen. Die Leistung umfasst insbesondere:
- Das im Baustellenbereich eingesetzte Personal muss vor Arbeitsbeginn vom arbeits-me-
dizinischen Dienst entsprechend DGUV Vorschrift 6 (BGV A4 / VBG 100) untersucht sein
(einschl. Atemschutzgeräteträger).
- Die für Arbeiten an kontaminierten Standorten notwendigen Körperschutzausrüstungen
müssen jederzeit verfügbar sein.
- Der Bauablauf ist so zu organisieren, dass das Baufeld nur über die vorzuhaltende
Schwarz-Weiß-Anlage betreten und verlassen wird.
-
Das Rauchen, die Einnahme von Speisen und Getränken ist im Baufeld untersagt.
-
Die Atemluft vor Ort ist durch kontinuierlich anzeigende Messgeräte zu überwachen. Ge-
messen werden Methan (UEG), Sauerstoff, Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid. Bei
Überschreitung vorgegebener Grenzkonzentrationen tritt eine Warneinrichtung in Kraft.
- Bei auffälligen Beobachtungen wie Gas- oder Flüssigkeitsaustritte, Auffinden von Fäs-
sern o.ä. sind die Arbeiten zu unterbrechen. Die Bauaufsicht ist umgehend zu informie-
ren.
- Um die Baugruben ist ein Sicherheitsbereich (Radius ca. 10,0m) erkenntlich abzuste-
cken, der nur vom Personal des AN, von der Bauleitung und vom Messtechniker betreten
werden darf. Alleinarbeit ist untersagt.
- Ein Alarm- und Havarieplan ist vor Baubeginn zu erstellen und auf der Baustelle vorzu-
halten.
- Vor Beginn der Bauarbeiten ist das Personal aktenkundig über die Tätigkeiten, Schutz-
maßnahmen, Verhaltensregeln im Baubetrieb und im Gefahrfall einschl. Erste Hilfe zu
unterweisen.
Während der gesamten Bauzeit muss ständig ein örtlicher Bauleiter des AN auf der Baustelle anwe-
send sein.
[Seite 46]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 45 von 63
14. Technische Anforderungen für die Ausführung
14.1. Allgemeine technische Bedingungen
Der Auftragnehmer (AN) bzw. der Nachauftragnehmer (NAN) für die Anpassung der Gasfassung
muss folgende Zulassungen und Qualifikationen besitzen:
• gültige Fachzulassung (DVGW-Zulassung oder gleichwertig) gemäß GW 301
jeweils mit Angebotsabgabe vorzulegen
• Zulassung für Arbeiten im kontaminierten Bereich nach DGUV Regel 101-004
mit Angebotsabgabe vorzulegen
• gültige PEHD-Schweißzeugnisse für einzusetzende Schweißer
vor Baubeginn vorzulegen
• arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für das einzusetzende Personal
vor Baubeginn vorzulegen
14.2. Zusätzliche allgemeine technische Bedingungen
Informationspflicht und Haftung des Auftragnehmers
Der Bieter hat sich vor Angebotsabgabe über die besonderen örtlichen und baulichen Bedingungen,
Verhältnisse und Anforderungen für die Ausführung der Leistung auf dem Baustellengelände der De-
ponie zu informieren. Dies zielt insbesondere u.a. auf die Befahrbarkeit, die Platzverhältnisse im Be-
reich der Umbaumaßnahmen ab.
Bedenken gegen die vorgesehene Ausführungsart und die beschriebene Bau- und Anlagenkonstrukti-
onen sowie über die vorgesehenen Bauleistungen sind vor Angebotsabgabe zu erheben. Nach Ange-
botsabgabe erhobene Bedenken werden nicht akzeptiert.
Bauunfälle mit Personen- oder/und Sachschäden sind der Bauleitung umgehend zu melden.
Technische Anforderungen
• Zum Leistungsumfang gehört die Herstellung des Potenzialausgleiches gemäß DIN EN
62 305 VDE 0185 – 305
• Die verbauten Materialien bei der Baumaßnahme müssen für den Deponiegaseinsatz
(Feuchtgaseinsatz mit Anwesenheit von Deponiegaskondensat) geeignet und DVGW-
geprüft sein sowie die DVGW-Anerkennung / Zulassung oder gleichwertig besitzen.
[Seite 47]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 46 von 63
• Für die Auslegung und Ausführung der Leitungsisolation mit Begleitheizung sind die ein-
schlägigen Richtlinien einzuhalten. So gelten unter anderem die VDI-Richtlinie 2055, die
DIN 4102, DIN 4140, DIN 18421 und die AGI-Arbeitsblätter (Q 03, Q 103).
Im Bereich von Flanschen, Armaturen und sonstigen Teilen, die für Inspektionszwecke
erreichbar sein müssen, muss die Isolierung abnehmbar, z.B. als Kassette mit Schnapp-
verschlüssen, ausgeführt sein.
• Der Befähigungsnachweis in Form einer entsprechenden DVGW-Bescheinigung nach
dem DVGW-Arbeitsblatt GW 301 o.glw. zur fachlich anerkannten Ausführung der Verle-
gearbeiten von PEHD-Gasleitungen muss vorliegen. Insbesondere sind die technischen
Regeln gem. dem DVGW-Arbeitsblatt G 472 – Verlegen von Gasleitungen bis 4 bar Be-
triebsdruck aus PEHD – einzuhalten.
Ausführungszeichnungen
• Der AN hat mind. 2 Wochen vor Montagebeginn alle Unterlagen in 1-fach-analoger und
1-fach-digitaler Ausfertigung vollständig dem AG und seinem Beauftragten zur Genehmi-
gung vorzulegen. Erst nach Freigabe dieser Unterlagen durch den AG darf mit den Arbei-
ten begonnen werden.
• Der AN hat hierzu alle erforderliche Maße (Abmessungen, Anschlussmaße, Baulängen,
etc.) zur ordnungsgemäßen Fertigung / Herstellung der Bauteile eigenverantwortlich vor
Ort zu bestimmen und aufzunehmen. Eine Freigabe der o.g. vorzulegenden Unterlagen
entbindet den AN nicht von der Richtigkeit der vor Ort aufgenommenen Maße.
Sicherheitstechnische Prüfung:
Vor der ersten Inbetriebnahme ist die Deponiegasfassungsanlage durch einen Sachkundigen auf Ih-
ren Zustand nachweislich nach DGUV 114-005 zu prüfen.
Abnahme
Bei der Abnahme nicht festgestellte Abweichungen oder Mängel entlasten den AN nicht von den Ver-
pflichtungen, die vorliegenden Vorschriften einzuhalten.
Bescheinigungen
[Seite 48]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 47 von 63
Vor Abnahme der Leistungen ist dem AG eine entsprechende Bescheinigung (Errichtererklärungen)
zu übergeben, die ausweist, dass die Installationen gem. den gültigen Vorschriften, wie beispielsweise
DIN, DVGW, VDE etc. erfolgt sind. Ohne diese Bescheinigungen ist die Leistung nicht abnahmereif.
14.3. Dokumentation
Dokumentation
Die Dokumentationsunterlagen sind 1-fach-analog und 1-fach-digital 15 Werktage vor Abnahme mit
mindestens folgendem Inhalt zu liefern:
-
Inhaltsverzeichnis
-
Lieferantenverzeichnis
-
Ausführungsunterlagen
▪ Werk- und Konstruktionszeichnungen für den Verbindungsschacht
▪ Werk- und Konstruktionszeichnungen für die Streckenkondensatabscheider
▪ Werk- und Konstruktionszeichnungen für die Prallabscheider
▪ Stücklisten (Rohrleitungen, Formteile, Ausrüstungsteile etc.)
- Technische Daten
▪ Datenblätter
▪ Konformitätsbescheinigung
▪ Prüfbescheinigungen und -bescheide
▪ Werkzeugnisse
▪ Auswertungen der Dichtheitsprüfungen
▪ Schweißprotokolle
-
Fotodokumentation zur Dokumentation des Baufortschrittes
-
Bautagesberichte
-
Bestandspläne
▪ Bestandsplan der neu verlegten Gasabsaugleitungsstücke
▪ Bestandsplan der neu verlegten Streckenkondensatabscheider
▪ Bestandsplan der neu verlegten Gasverbindungsleitung
[Seite 49]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 48 von 63
- Zusammenstellung der Ergebnisse der Eigenprüfung
[Seite 50]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 49 von 63
15. Qualitätssicherung
15.1. Qualitätssicherungsplan
Während der Bauausführung ist sicherzustellen, dass das Bauwerk zur Ertüchtigung und Erweiterung
der Gasfassung auf der Deponie mit den einzelnen Elementen entsprechend den in den Planunterla-
gen festgelegten Anforderungen hergestellt wird (Qualitätssicherung). Die Qualitätssicherung bezieht
sich dabei sowohl auf die Qualität der eingesetzten Materialien, Ausrüstungen bzw. der verwendeten
Baustoffe als auch auf die Qualität der Bauausführung. Die fachgerechte Errichtung der techn. Instal-
lation Deponiegasfassung wird durch das folgende baubegleitende Qualitätssicherungsprogramm
überprüft und sichergestellt.
Tabelle 3: Qualitätssicherung
| technische Anforderung | Verantwort- | Kriterium | Dokumentation | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| lich | ||||||||||||||
| Sicher- heitsanfor- derung | DGUV Regel 114-004, DGUV- Re- gel 101-004 | Auftragnehmer | Einhaltung sicherheitstechni- sche Regelwerke, Arbeits- schutz- u. Unfallverhütungsbe- stimmungen | Bautagesberichte | ||||||||||
| Fachzulas- sung | DVGW Zu- lassung | Auftragnehmer | gültige Zulassung gem. DVGW-Arbeitsblatt GW 301, G3-pe, W3-pe | Vorlage mit Ange- botsabgabe | ||||||||||
| Qualifika- tion | TB Sicher- heitsfachkraft | Auftragnehmer | gültige Bescheinigung für zu benennenden Fachbauleiter | Vorlage mit Ange- botsabgabe | ||||||||||
| PEHD- Schweiß- zeugnisse | Auftragnehmer | gültige Bescheinigung für ein- gesetzte Schweißer | Vorlage mit Bau- beginn |
[Seite 51]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 50 von 63
| Material- prüfung | Filterkies 16/32 | Eigenüberwa- chung | gem. DIN 18129 Karbonatge- halt < 10 Ma.-%, Körnungslinie | Prüfbericht |
|---|---|---|---|---|
| Sand 0/4 | Eigenüberwa- chung | Körnungslinie, steinfrei | Prüfbericht | |
| Schotter | Eigenüberwa- chung | Körnungslinie | Prüfbericht | |
| Stahlbeton | Eigenüberwa- chung | Gem. DIN EN 206-1 / DIN 1045-2 | Prüfbericht | |
| Vlies | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | Materialspezifikation, Einbau- vorschriften | Liefernachweis, Datenblatt | |
| PE100 / PE- el Schacht | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | gemäß DIN 8074 / 8075 | Prüfbericht, Werkszeugnis | |
| PE100 / PE- el Rohre, Formstücke | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | gemäß DIN 8074 / 8075 | Prüfbericht, Werkszeugnis | |
| Edelstahl- wellschläu- che | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | DN 80, PN16, Beständigkeit gegenüber Deponiegas u. De- poniegaskondensat, DIN und DVGW-Prüfung | Liefernachweis, DVGW-Prüf-Nr. | |
| Gasabsperr- klappen | Auftragnehmer | DN 50, DN 150, PN 16, gas- dichte Ausführung, Beständig- keit gegenüber Deponiegas u. Deponiegaskondensat, DVGW-Prüfung | Liefernachweis, DVGW-Prüf-Nr. | |
| Messstutzen; Schnell- schlussven- tile | Auftragnehmer | ¾“, ¼“; gasdichte Ausführung, Beständigkeit gegenüber De- poniegas u. Deponiegaskon- densat, DVGW-Prüfung | Liefernachweis, DVGW-Prüf-Nr. |
[Seite 52]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 51 von 63
| Funktions- prüfung | PE100- Gasrohre | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | Überwachung Einbau saubere Rohre (innen), | Abnahmeproto- koll, | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nivellement für Rohrlei- tungen | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | gefällegerechte Verlegung | Abnahmeprotokoll | |||||||||||
| Schweiß- nahtplan für erdverlegte Gasleitungen | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | Aufnahme Lage Schweißnähte im offenen Rohrgraben, Dicht- heitsprüfung DVGW Arbeits- blattes G 469 | Anlagendoku- mentation, Prüf- protokoll | |||||||||||
| Schweiß- nahtplan für obertägig verlegte Gas- leitungen | Auftragneh- mer, Eigen- überwachung | Aufnahme Lage Schweiß- nähte, Dichtheitsprüfung DVGW Arbeitsblattes G 469 | Anlagendoku- mentation, Prüf- protokoll | |||||||||||
| Rohrverlege- plan | Auftragneh- mer, Fremd- überwachung | Vermessung Lage Gasrohrlei- tungen und Höhe OK Rohr | Anlagendoku- mentation, Be- standsplan | |||||||||||
| Systemprü- fung | sicherheits- technische Prüfung | Auftragnehmer | Einhaltung Ex-Anforderungen gem. BetrSchV etc. | Prüfprotokoll |
[Seite 53]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 52 von 63
16. Bauablauf / Rahmenterminplan
Für die Umsetzung der Maßnahme ist folgender zeitlicher Ablauf vorgesehen:
o Baubeginn 01/2027
o Fertigstellung der Gesamtleistung 08/2027
Die vorgenannten Termine sind im Rahmen eines detaillierten Bauablaufplans, welcher vor Baubeginn
durch den AN vorzulegen ist, mit aufzunehmen.
[Seite 54]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 53 von 63
17. Hinweise zur Baustelle
17.1. Allgemeine Angaben
Bauherr: A.V.E. Eigenbetrieb
Alte Schanze 40
33106 Paderborn
Baustelle: Deponie Alte Schanze
Lage der Baustelle: Bereich Deponiekörper und südlich des Deponiekörper
Zufahrt zur Baustelle: über die Straße Alte Schanze und betriebseigene Straßen
17.2. Baustellenverhältnisse
Die örtlichen Platzverhältnisse sollten vor Angebotsabgabe durch Ortsbesichtigungen erkundet wer-
den. Dies ist mit dem Auftraggeber (AG) abzustimmen. Spätere Einwände werden nicht akzeptiert.
Der Besichtigungstermin ist abzustimmen mit:
Herr: Rummel, Christoph
E-Mail: C.Rummel@ave-kreis-paderborn.de
Tel.: 05251 / 1812-19
Besonders zu beachten ist, dass Schäden jeglicher Art zu vermeiden sind. Die Kosten für die Behe-
bung eines evtl. entstehenden Schadens gehen zu Lasten des Auftragsnehmers (AN) soweit der Auf-
tragnehmer oder die von ihm mit der Leistung beauftragten oder eingesetzten Personen den Schaden
vorsätzlich oder fahrlässig verursacht haben.
Für die Baustelleneinrichtung und Lagerflächen etc. stehen auf dem Deponiegelände Flächen zur Ver-
fügung (s. Anlage 15), welche in Abstimmung mit dem AG und der örtlichen Bauleitung in Eigenver-
antwortung des AN zu erkunden sind. Derzeit werden diese Flächen (s. Anlage 15) als Baustellenein-
richtungsfläche für eine andere Maßnahme genutzt und es ist nicht sichergestellt, ob die ganze Fläche
ab dem Baubeginn zur Verfügung steht.
Genutzte Flächen (z.B. Lagerflächen) sowie befahrene Flächen sind in den ursprünglichen Zustand zu
versetzen, dies ist einzukalkulieren.
Die A.V.E. übernimmt keine Haftung für Anlagen des AN auf der Baustelleneinrichtungsfläche.
[Seite 55]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 54 von 63
17.3. Sanitäreinrichtungen, Strom und Wasser
Die Baustrom-, Wasserver- und Entsorgung ist vom Bieter vor Angebotsabgabe selbständig mit dem
AG abzuklären. Die Strom- und Wasserkosten werden vom AG übernommen.
Sanitäreinrichtungen sind für die Mitarbeiter des AN durch den AN bereitzustellen und für ggf. zum
Einsatz kommenden Nachunternehmern mit zur Verfügung zu stellen.
17.4. Entsorgung
Die Verladung und der Abtransport der anfallenden Boden- und Abfallmaterialien haben durch den AN
zu erfolgen. Der Auftragnehmer hat das Material zu separieren, zwischenzulagern und zu dem rd.
2.000m entfernten Entsorgungsort auf der Deponie abzutransportieren. Die Entsorgung selbst wird für
den AN kostenfrei vom AG übernommen.
Eine Zwischenlagerung hat auf der Baustelle in Abstimmung mit dem Auftraggeber zu erfolgen. Der
Auftragnehmer ist verpflichtet, die Entsorgungsflächen sauber zu halten.
[Seite 56]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 55 von 63
18. Verzeichnisse
18.1. Literaturverzeichnis
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV);
Verordnung über Arbeitsstätten;
vom 12.08.2004 (geändert am 27.06.2020)
ASR A1.3;
Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR A1.3) – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkenn-
zeichnung;
ASR A1.3; Ausgabe: Februar 2013
BauO NRW
Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen;
Ausgabedatum 21.07.2018 (geändert am 22.09.2021)
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV);
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln; in
der Fassung vom 03.02.2015 (geändert am 16.07.2011)
Deponieverordnung (DepV);
Verordnung über Deponien und Langzeitlager;
in der Fassung vom 27.04.2009 (geändert am 09.07.2021)
DGUV 101-004;
Kontaminierte Bereiche;
Ausgabedatum: April 1997 i.d.F. Februar 2006
DGUV 113-001;
Explosionsschutz-Regeln – Sammlung technischer Regeln für das Vermeiden der Gefahren
durch explosionsfähige Atmosphäre mit Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährde-
ter Bereiche in Zonen;
Ausgabedatum: Juli 2020 (EX-RL)
DGUV 114-004;
Deponien;
Ausgabedatum: Februar 2001 (BGR 127)
[Seite 57]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 56 von 63
DGUV 114-005;
Deponien;
Ausgabedatum: Februar 2001 (GUV-R 127)
DGUV 100-500 [BGR 500; Kap. 2.31 (BGV D2 / VBG 50 / UVV 21)];
Betreiben von Arbeitsmitteln – Arbeiten an Gasleitungen;
DGUV Regel 100-500 [BGR 500; Kap. 2.31]; Ausgabe 04/2008
DGUV 100-500 [BGR 500; Kap. 2.33 (BGV B6 / VBG 61)];
Betreiben von Arbeitsmitteln – Betreiben von Anlagen für den Umgang mit Gasen;
DGUV Regel 100-500 [BGR 500; Kap. 2.33]; Ausgabe 04/2008
DIN 1045-2;
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton – Teil 2: Beton Festlegung, Eigenschaften,
Herstellung und Konformität – Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1;
DIN 1045-2, 2022-07
DIN 2403;
Kennzeichnung von Rohrleitungen nach dem Durchflussstoff;
DIN 2403; 2018-10
DIN 3384;
Gasschlauchleitungen aus nichtrostendem Stahl – Sicherheitstechnische Anforderungen, Prü-
fung, Kennzeichnung; DIN 3384, 2007-08
DIN 4034-2;
Schächte aus Beton-, Stahlfaserbeton- und Stahlbetonfertigteilen – Teil 2: Schächte für Brun-
nen- und Sickeranlagen
DIN 4034-2, 2013-05
DIN 4102;
Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen;
DIN 4102, (jeweiliges Ausgabedatum der anzuwendenden Teile der DIN 4102)
DIN 4140;
Dämmarbeiten an betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der technischen Ge-
bäudeausrüstung – Ausführung von Wärme- und Kältedämmungen;
DIN 4140, 2023-05
[Seite 58]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 57 von 63
DIN 4844-2;
Graphische Symbole - Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen - Teil 2: Registrierte Sicher-
heitszeichen;
DIN 4844-2, 2021-11
DIN 8074;
Rohre aus Polyethylen (PE) – PE 80, PE 100, – Maße;
DIN 8074, 2011-12
DIN 8075;
Rohre aus Polyethylen (PE) – PE 80, PE 100 – Allgemeine Güteanforderungen, Prüfungen;
DIN 8075, 2018-08
DIN 18014;
Erdungsanlagen für Gebäude - Planung, Ausführung und Dokumentation;
DIN 18014; 2023-06
DIN 18421;
Allgemeine technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV)- Dämm und Brand-
schutzarbeiten an technischen Anlagen;
DIN 18421, 2016-09
DIN EN 1045-2;
Beton – Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität;
DIN EN 206-1; 2008-08
DIN EN 1092-1;
Flansche und ihre Verbindungen - Runde Flansche für Rohre, Armaturen, Formstücke und
Zubehörteile, nach PN bezeichnet;
DIN EN 1092-1; Ausgabe 2018-12
DIN EN 62 305 (VDE 0185 – 305);
Anforderungen an betrieblichen Blitzschutz;
DIN EN 62 305 (VDE 0185 – 305), 2011-10
DIN EN 62395-2
Elektrische Widerstands-Begleitheizungen für industrielle und gewerbliche Zwecke - Teil 2:
Anwendungsleitfaden für Systemauslegung, Installation und Wartung;
Ausgabe 2014-12
[Seite 59]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 58 von 63
DIN EN ISO 7010;
Graphische Symbole - Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen - Registrierte Sicherheitszei-
chen;
DIN EN ISO 7010, 2012-10
DIN VDE 0100-410;
Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4.41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen
elektrischen Schlag;
DIN VDE 0100-410; 2018-10
DIN VDE 0100-540;
Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5.54: Auswahl und Errichtung elektrischer Be-
triebsmittel – Erdungsanlagen und Schutzleiter
DIN VDE 0100-540; 2012-06
DVGW-Arbeitsblatt G 472;
Gasleitungen aus Kunststoffrohren bis 16bar Betriebsdruck
– Errichtung;
DVGW G 472; 03/2020
DVGW-Arbeitsblatt G 469;
Druckprüfverfahren für Leitungen und Anlagen der Gasversorgung;
DVGW G 469; 06/2010
DVS 2202;
Fehler an Schweißverbindungen aus thermoplastischen Kunststoffen - Merkmale, Beschrei-
bung, Bewertung
DVS 2202; 07/2006
GDA-E 2-18;
Geotechnische Belange der Deponieentgasung;
GDA-E 2-18; 03/2017
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV);
Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen; in der Fassung vom 26.11.2010 (zuletzt geändert
am 29.03.2017)
Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
[Seite 60]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 59 von 63
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirt-
schaftung von Abfällen;
Ausgabedatum 24.02.2012 (geändert am 09.12.2020)
SKZ/TÜV – LGA Güterichtlinie (2017);
SKZ/TÜV – LGA Güterichtlinie; Rohre, Schächte und Bauteile auf Deponien; Juni 2017
TRBS 2152 Teil 2 / TRGS 722
Technische Regeln für Betriebssicherheit/ Gefahrstoffe – Vermeidung oder Einschränkung ge-
fährlicher explosionsfähiger Atmosphäre;
TRBS 2152 Teil 2 / TRGS 722; Ausgabe: März 2012
TRGS 727
Technische Regeln für Gefahrstoffe – Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer
Aufladungen
TRGS 727; Ausgabe: Juli 2016
VDI 2055
Wärme- und Kälteschutz von betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der Techni-
schen Gebäudeausrüstung;
VDI 2055; (jeweiliges Ausgabedatum der anzuwendenden Teile der VDI 2055)
18.2. Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Parameter GAL ....................................................................................................22
Tabelle 2: Parameter GVL ....................................................................................................29
Tabelle 3: Qualitätssicherung ...............................................................................................49
18.3. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Übersicht der Deponie Alte Schanze (GOOGLE EARTH, 2026) ........................... 8
18.4. Anlagenverzeichnis
Anlage Bezeichnung / Änderungsinhalt
[Seite 61]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 60 von 63
1.1 Topografische Karte
| 1.2 | Topografische Karte |
|---|---|
| 2.1 | Übersichtslageplan Bestand - Gasfassungssystem |
| 2.2 | Lageplan Bestand - Bereich Leitungsverlegung |
| 2.3 | Lageplan Bestand - Bereich Anlagentechnik |
| 2.4 | Lageplan Bestand - Legende |
| 3.1 | Maßnahmenplan |
| 3.2 | Maßnahmenplan |
| 4 | Schnittstellenplan |
| 5 | Einbau Streckenkondensatabscheider |
| 6 | Konstruktion Streckenkondensatabscheider |
| 7 | Lageplan Bereich Verbindungsschacht |
| 8 | Verbindungsschacht |
| 9 | Kondensatschacht Bestand |
| 10 | Kondensatschacht Umrüstung |
| 11 | Trasse Gasverbindungsleitung |
| 12 | Abwicklung Gasverbindungsleitung |
| 13 | Regelquerprofil |
| 14.1 | Regelprofil E-Kabel |
| 14.2 | Regelprofil Fernwärme |
| 15.1 | GSS 1-5 Bestand |
[Seite 62]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 61 von 63
15.2 GSS 6 Bestand
| 16 | GSS Umrüstung | |||
|---|---|---|---|---|
| 17 | Fundamentplan Anlagentechnik | |||
| 18 | Baustelleneinrichtungsfläche | |||
| 19 | Anbindung Fernwärme | |||
| Anhänge | ||||
| I | Plangenehmigung | |||
| II | Übersicht Einbauorte SKA & GAL | |||
| III | Fotodokumentation |
18.5. Abkürzungsverzeichnis
AG → Auftraggeber
AN → Auftragnehmer
BGR → Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
BV → Bauvorhaben
DA → Außendurchmesser
DIN → Deutsche Institut für Normung e.V.
DGUV → Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.
DN → Nenndurchmesser (diameter nominal)
DVGW → Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.
DVS → Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.
el. → elektrisch leitfähig
ESWS → Edelstahlwellschlauch
F → Fläche
GAL → Gasabsaugleitung
[Seite 63]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 62 von 63
GAV → Gasabsaugversuch
GB → Gasbrunnen
GOK → Geländeoberkante
GRS → Gasregelstation
GVL → Gasverbindungsleitung
NKI → Nationalen Klimaschutzinitiative
OFA → Oberflächenabdichtung
OK → Oberkante
PE → Polyethylen
PEHD → Polyethylen high density
PN → Nenndruck (pressure nominal)
PVC → Polyvinylchlorid
QSP → Qualitätssicherungsprogramm
SDR → Standard Dimension Ratio
SiGeKo→ Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator
SKA → Streckenkondensatabscheider
tOFA → temporäre Oberflächenabdeckung
TOC → gesamter organisch gebundener Kohlenstoff
TRBS → Technische Regeln für Betriebssicherheit
TRGS → Technische Regeln für Gefahrstoffe
TP → Tiefpunkt
UK → Unterkante
VDE → Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
VDI → Deutscher Ingenieure e.V.
VOB → Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen
Chem. Verbindungen
CH → Methan 4
[Seite 64]
Deponie Alte Schanze Leistungsbe- schreibung LOS 1 Tiefbau
Seite 63 von 63
CO → Kohlenmonoxid
CO → Kohlendioxid 2
NH → Ammoniak 3
O → Sauerstoff 2