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Erstellung von Hochwassergefahrenkarten für den Pützer Bach

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Bezirksregierung Köln

Leistungsbeschreibung

für die Erbringung von Ingenieurleistungen

im Zusammenhang mit der Umsetzung der

Europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie

(EG-HWRM-RL)

für die Gewässer:

Pützer Bach (274752)

Kalrather Fließ (2747522)

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Leistungsbeschreibung Umsetzung der HWRM-RL an Pützer Bach und Kalrather Fließ

INHALTSVERZEICHNIS

TEIL I EINLEITUNG ............................................................................................................................... 5 TEIL II GRUNDLAGEN ........................................................................................................................... 7

  1. KOMPATIBILITÄT ...................................................................................................................... 7
  2. GEWÄSSERSYSTEM ................................................................................................................. 7
  3. BERICHTE .................................................................................................................................. 7
  4. DATENGRUNDLAGEN .............................................................................................................. 7
  5. VOM BÜRO ZU BESCHAFFENDE DATEN............................................................................... 8 5.1. Hintergrundkarten ............................................................................................................................. 8 5.2. Höhen- und Liegenschaftsinformationen .......................................................................................... 8 5.3. Weitere Daten ................................................................................................................................... 9
  6. VON DER BRK ZU ÜBERGEBENDE DATEN ........................................................................... 9 6.1. Wasserwirtschaftliche Daten ............................................................................................................ 9 6.2. Vermessungsdaten ........................................................................................................................... 9 6.3. Weitere Daten ................................................................................................................................... 9 6.4. Vorlagen ........................................................................................................................................... 9 TEIL III LEISTUNGSPOSITIONEN........................................................................................................ 10 PROJEKTKOORDINATION UND TERMINE ........................................................................... 10 Durchführung Besprechungstermin als Videokonferenz ............................................................ 11 Eventualposition: Durchführung Besprechungstermin in Präsenz ............................................. 11 Eventualposition: Durchführung Präsentationstermin ................................................................ 11 DATENKONTROLLE UND VERMESSUNG ............................................................................ 12 Kontrolle der Daten .................................................................................................................... 13 Prüfung der Laserscandaten hinsichtlich Eignung für Modellierung .......................................... 13 Gewässerbegehung ................................................................................................................... 14 Eventualposition: Teilnahme Vermessungsbüro an der Gewässerbegehung ............................ 15 Vermessung von Einzelpunkten, Längsstrukturen und Pegelprofilen ........................................ 15 Aufmessen von Einzelpunkten (Lage, Höhe) ........................................................................ 15 Eventualposition: Aufmessen von Lücken im DGM (Lage, Höhe) ......................................... 15 Aufmessen von hochwasserrelevanten Längsstrukturen ...................................................... 16 Vermessung des Gewässerprofil Auswaschpegel Schunkenhof bzw. des neuen Pegels..... 16 Eventualposition: Setzen und Einmessen von Lage- und Höhenfestpunkten und Kontrollpunkten ............................................................................................................................................. 16 Eventualposition: Abweichungen von der amtlichen Gewässerstationierung melden ........... 17 Fotodokumentation – digital .................................................................................................. 17 Datenzusammenstellung und -übergabe ................................................................................... 17 Qualitätssicherung ..................................................................................................................... 18 Erstellen des Teilberichtes „Vermessung“ ................................................................................. 19 GIS-Projekt „Vermessung“ ......................................................................................................... 20 HYDRAULISCHE MODELLIERUNG ....................................................................................... 21 Aufstellung des Modells ............................................................................................................. 21 Erstellung eines Geländehöhenmodells ................................................................................ 21 Berücksichtigung der neuen Laserscanbefliegung ................................................................ 21 Ermittlung von Modellgrenzen ............................................................................................... 21 Erstellung des Gewässerschlauchs ...................................................................................... 22 Erstellen eines Rechennetzes für das Vorland und Entwicklung von Vorlandstrukturen ....... 22 Zuweisung der Rauheiten ..................................................................................................... 23 Abbildung der unterirdisch geführten Gewässerabschnitte im 2D-Modell ............................. 23 Simulation des Starkregenereignisses/des Hochwassers vom 08./09.09.2025 und Kalibrierung des 2D-Modells anhand von Hochwassermarken ......................................................................................... 24 Eventualposition: Explizite Ermittlung des Effektivniederschlags bzw. der Interzeptionsverluste 24 FLÄCHIGE 2D-BERECHNUNG ............................................................................................... 26 Flächige 2D-Berechnung für die Lastfälle HQhäufig, HQ100, HQextrem, HQ30 und HQ300 .... 26 Eventualposition: Flächige 2D-Berechnung für weitere Lastfälle ............................................... 26 Eventualposition: Berechnung mit verschiedenen Dauerstufen und/oder Intensitätsverläufen .. 26 Eventualposition: Explizite Ermittlung des Effektivniederschlags ............................................... 26

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2D-MODELLIERUNG AM GEWÄSSER ................................................................................... 27 Ermittlung und Übernahme der Zuflussrandbedingungen.......................................................... 27 Berechnung der Wasserspiegellagen ........................................................................................ 27 Eventualposition: Berechnung der Wasserspiegellagen weiterer Szenarien ............................. 27 Eventualposition: Manuelle Abgrenzung der gewässerbezogenen Überflutungsflächen ........... 28 Eventualposition: Berechnung für HQx mit geänderten Einstellungen im Hydraulikmodell ........ 28 Eventualposition: Zusammenführen der Ergebnisse der Varianten ........................................... 28 Qualitätssicherung ..................................................................................................................... 28 Eventualposition: Rechenlauf mit gestaffelten Abflüssen ........................................................... 29 Eventualposition: Visualisierung der gestaffelten Abflüsse ........................................................ 29 Eventualposition: Auswertung des Rechenlaufes mit gestaffelten Abflüssen ....................... 30 Datenzusammenstellung und Übergabe ............................................................................... 30 Pos. 5.11.1 Aufbereitung und Übergabe der Hydraulikdaten Eventualposition: Darstellung der Berechnungsergebnisse .................................................. 31 Geländehöhenmodell ............................................................................................................ 31 Eventualposition: Übergabe eines SMS-Projektes ................................................................ 32 Erstellen des Teilberichtes „Hydraulik“ .................................................................................. 32 Q-GIS-Projekt „Hydraulik“ ..................................................................................................... 33 AUFBEREITUNG DER ERGEBNISDATEN ............................................................................. 34 Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen, der überschwemmungsgefährdeten Gebiete (Bezeichnung LAWA „geschützte Gebiete“) und der Fließ- und Hochwasserscheitelgeschwindigkeiten ..... 34 Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen für die Szenarien HQhäufig, HQ100, HQextrem .. 34 Eventualposition: Ermittlung der überschwemmungsgefährdeten Gebiete ........................... 34 Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen und der Wasserspiegelhöhen in m NHN für die Szenarien HQ30, HQ300 und der zwei weiteren Szenarien ....................................................................... 35 Eventualposition: Einarbeiten von Änderungen ......................................................................... 35 Aufbereitung der Daten und Datenübergabe ............................................................................. 35 GIS-Projekt mit den Ergebnisdaten............................................................................................ 35 Dokumentation ........................................................................................................................... 35 EVENTUALPOSITION: FESTSETZUNGSVERFAHREN ........................................................ 37 Eventualposition: Erstellung von Festsetzungskarten ................................................................ 37 Eventualposition: Erstellen der Übersichtskarte .................................................................... 37 Eventualposition: Erstellen der Detailkarten .......................................................................... 37 Nachbearbeitung der Überschwemmungsgebiete ..................................................................... 37 Eventualposition: Nachbearbeitung der Überschwemmungsgebiete im Rahmen des Festsetzungsverfahrens ................................................................................................................................ 37 Eventualposition: Einarbeiten der Änderungen in die Karten ................................................ 37 Eventualposition: GIS-Projekt „Festsetzungskarten“.................................................................. 38 EVENTUALPOSITION: ZUSÄTZLICHER ARBEITSAUFWAND ............................................ 39 Eventualposition: Zusätzliche Begehung des Untersuchungsgebietes ...................................... 39 Eventualposition: Zusätzliche Vermessungsarbeiten ................................................................. 39 Eventualposition: Mehraufwand ................................................................................................. 39 LITERATURVERZEICHNIS ....................................................................................................................... 40

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Anlagenverzeichnis

Anlage 1: Übersichtskarte der zu berücksichtigenden Gewässerabschnitte

 Anlage_1a_Uebersichtskarte.pdf  Anlage_1b_ 20260925_qp.zip (Geodaten der vermessenen Querprofile)  Anlage_1c_Gewaesser.zip (Geodaten der Gewässer)

Anlage 2: Kalkulationstabelle

 Anlage_2_Kalkulationstabelle.xls

Anlage 3: Info zu Erstellung von N-A-Modellen

 Anlage_3_Muster_hydrolog_Laengsschnitt.pdf

Anlage 4: Kennzahlen ALKIS

 Anlage_4_Kennzahlen_ALKIS_Stand_11_2016.xlsx

Anlage 5: Nutzungsvereinbarung

 Anlage_5_Nutzungsvereinbarung_Muster.docx

Anlage 6: Vorgaben für die einheitliche Verarbeitung der HWRM-Daten im 3. Zyklus

 Anlage_6_Vorlagendokument.pdf

Anlage 7: Pegelinformationen

 Anlage_7_Pegelinfo.pdf

Anlage 8: Laserscaninformationen

 Anlage_8_Nutzerinformationen_fuer_3DMessdaten.pdf

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Teil I Einleitung

Veranlassung

Gemäß Artikel 6 der Richtlinie 2007/60/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 23.Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EG-HWRM- RL) [1] werden Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten erstellt. Dazu sind im Auftrag der Bezirksregierung Köln (im Folgenden ‚BRK‘ genannt) Überflutungsflä- chen verschiedener Szenarien für definierte Gewässerabschnitte zu ermitteln (s. Teil II, Kapitel 2). Es sind zusätzlich die Wassertiefen, die Wasserspiegellagen und die Fließgeschwindigkeiten zu berechnen. Gegenüber dem 1. und 2. Zyklus hat sich das Vorgehen bei der Erstellung der Hochwasserge- fahren- und -risikokarten geändert. Im 3. Zyklus erstellt und veröffentlicht das Land NRW die Karten standardisiert. Grundlage hierfür sind definierte Ergebnisdaten, die in einer zentralen Da- tenbank des Landes abgelegt werden. Im Rahmen dieses Projektes werden diese Ergebnisdaten erarbeitet. Darüber hinaus sind für die ermittelten Überflutungsflächen des hundertjährlichen Hochwassers Karten für das Beteiligungsverfahren zur formellen Festsetzung des Überschwemmungsgebietes zu erstellen.

Grundlagen:

 Grundlage für die Erarbeitung der Überflutungsflächen sind die Richtlinie 2007/60/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 23.Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken [1], das Wasserhaushaltsgesetz [2] und das Landeswassergesetz [3] in der jeweils geltenden Fassung

 sowie die aktuelle Fassung der „Empfehlungen der LAWA zur Aufstellung von Hochwas- sergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten“ [4]

Besonderheit des Einzugsgebietes Pützer Bach:

Der Pützer Bach besitzt eine Einzugsgebietsgröße von 36 km2. Aufgrund der relativ kleinen Größe des Einzugsgebiets ist davon auszugehen, dass im gesamten Einzugsgebiet Starkre- gen- und Hochwasserereignisse in einem direkten Zusammenhang stehen und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zeitgleich auftreten. Daher erfolgt eine flächige Niederschlagsbelastung des 2D-Modells. Für die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten ist anschließend eine Abgren- zung der gewässerbezogenen Überflutungsbereiche notwendig.

Folgende Arbeitsschritte sind durch den Auftragnehmer / die Auftragnehmerin (im Folgenden ‚Büro‘ genannt) zu erbringen und werden in Teil II und Teil III dieser Leistungsbeschreibung weiter ausgeführt:

 Ermittlung der geodätischen Eingangsgrößen, Übernahme und Prüfung der durch den Erftverband durchgeführten terrestrischen Gewässervermessung, Erstellung eines digi- talen Geländehöhenmodells.  Erstellung eines 2D-Hydraulikmodells für das komplette Einzugsgebiet des Pützer Bach (inklusive Kalrather Fließ). Dabei ist der Gewässerbereich inklusive des Flussschlauchs mit einem flexiblen Netz abzubilden. Für die restliche Fläche des Einzugsgebiets ist ein Raster auf Basis des DGM1 zu verwenden.  Kalibrierung des 2D-Hydraulikmodells durch die Simulation des Starkregen-/ Hochwas- serereignisses vom 08./09.09.2025 und Abgleich mit vorhandenen Hochwassermarken und Informationen zu diesem Hochwasserereignis.

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 Belastung des kalibrierten Modells mit Modellregen (KOSTRA 2020). Analyse und Ab- gleich der Modellregenvarianten mit vorhandenen Abfluss-Zielwerten. Ermittlung von Ab- flussganglinien/Abflüssen für die Gewässer Pützer Bach und Kalrather Fließ auf Grund- lage der durchgeführten 2D-Berechnungen mit Modellregen.  Separate hydraulische Berechnung der Wasserspiegellagen (2D) und Fließgeschwindig- keiten der Hochwasserabflüsse für die Gewässer.  Erstellung der Daten für die Hochwassergefahrenkarten (Rastern der Wasserspiegella- gen und der Wassertiefen (GIS) sowie der Flächen der Überschwemmungsgebiete und der überschwemmungsgefährdeten Gebiete (LAWA-Bezeichnung „geschützte Gebiete“) als Geopackage (qpkg-Datei) [4]).  Erstellen der Karten für das Beteiligungsverfahren zur formellen Festsetzung des Über- schwemmungsgebietes.  Durchführung von Besprechungsterminen.

Eventualpositionen: Die Abstimmung bezüglich des zum-Tragen-kommens von Eventualpositionen hat grundsätzlich vor Beginn der darin beschriebenen Arbeiten per E-Mail zu erfolgen. Das gleiche gilt auch für zusätzliche, nicht in dieser Leistungsbeschreibung enthaltene Leistun- gen.

Fristen:

Die Einhaltung der nachfolgend aufgeführten Fristen ist sicherzustellen. Der Auftrag wird in Leis- tungspakete mit definierten Zwischenergebnissen, die fristgerecht zu übergeben sind, unterglie- dert (s. Anlage 2). Bitte beachten Sie, dass nur abgeschlossene Positionen, deren Daten über- geben, geprüft und durch die BRK freigegeben wurden, abgerechnet werden.

Fristen für die Übergabe der Zwischenergebnisse/Ergebnisse:

Aufgrund von Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen sind die Vermessungsarbeiten in der vegetationsfreien Zeit (11/2026 bis 03/2027). Diese Frist ist unbedingt einzuhalten! Es ist im

Exposé im Abschnitt „Kapazität und Qualität des Projektteams und der eingesetzten Mittel“

darzulegen, wie die Termineinhaltung sichergestellt wird.

 Durchführung Vermessung bis 03/2027  Übergabe Leistungspaket 1 (Datenkontrolle, Vermessung und Erstellung 2D-Hydraulik- modell): spätestens 3 Monate nach Abschluss der Vermessungsarbeiten  Übergabe Leistungspaket 2 (Simulation des Ereignisses 08./09.09.2025, Kalibrierung des Modells): 4 Monate nach Übergabe Leistungspaket 1  Übergabe Leistungspaket 3 (Auswertung Modellregen, Erstellung des hydrologischen Längsschnittes): 5 Monate nach Übergabe Leistungspaket 2  Übergabe Leistungspaket 4 (Erstellung der Daten für die Hochwassergefahrenkarten): 2 Monate nach Übergabe Leistungspaket 3

Die zu erbringenden Leistungen werden nachfolgend beschrieben.

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Teil II Grundlagen

1. Kompatibilität

Zum Austausch von Daten zwischen BRK und Büro kann der BSCW-Server des Landes NRW verwendet werden. Wo Projekt- oder Ergebnisdateien der folgenden Programme durch das Büro zu übergeben sind, müssen diese mit den nachstehend aufgeführten Programmversionen zu öffnen und zu bearbei- ten sein.

ProgrammVersion
ArcGIS Pro oder QGISkompatibel mit 3.6 oder 3.44.9-So- lothurn
HydroAS7.1.10 bzw. HydroAS 8 (falls verfüg- bar)
NASIM5.5.5
SMSSMS 13.4 (32 bit)

2. Gewässersystem

Wenn in dieser Leistungsbeschreibung nicht explizit anders angegeben, werden die Positionen 1 bis Position 8 für die Einzugsgebiete

 Pützer Bach  Kalrather Fließ

durchgeführt (s. Anlage 1). Für die Ausdehnung des Überschwemmungsgebiets relevante Seitengräben, Mühlengräben, Nebengewässer sind mit zu betrachten (s. Pos. 3.1.4).

3. Berichte

Zu verschiedenen Teilen des Projektes sind Zwischenberichte zu erstellen. Darüber hinaus ist ein Abschlussbericht zu erstellen.

Die Berichte dienen der lückenlosen und einfach nachvollziehbaren Dokumentation der projekt- bezogenen Datengrundlagen, Arbeiten, Prüfungen und Entscheidungen, falls Rückfragen bzw. Einwände (z.B. in Überschwemmungsgebiets-Festsetzungsverfahren oder Gerichtsverfahren) an die BRK herangetragen werden. Die Berichte sind so zu formulieren, dass sie auch nach längerer Zeit einen Wiedereinstieg in das Projektthema ermöglichen. Sie sind der BRK im docx-Format und im pdf-Format zu übergeben. Korrekturen der BRK sind zu berücksichtigen und in den Bericht einzuarbeiten. Der korrigierte Bericht ist der BRK neu vorzu- legen.

4. Datengrundlagen

Die für die Bearbeitung des Auftrages notwendigen Grundlagendaten werden entweder von der BRK übergeben oder sind durch das Büro zu beschaffen. Es wird auf folgende Open-Data-Portale verwiesen:

https://www.geoportal.nrw/

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https://open.nrw/open-data

https://www.opengeodata.nrw.de/produkte/

https://www.bezreg-koeln.nrw.de/geobasis-nrw/webdienste/geodatendienste

Eventuell fehlende und für die Projektbearbeitung relevante Daten sind bei den jeweiligen Daten- haltern zu beschaffen. Sollte es Schwierigkeiten bei der Beschaffung geben, kann das Büro die BRK um Unterstützung bei der Beschaffung bitten.

Hinweise:  Sämtliche nachfolgend aufgelisteten Daten sind mit Metadaten zu beschaffen. Der Stand der Daten ist im Bericht aufzuführen.  Bei der Verwendung von Daten aus älteren Projekten (nur möglich nach Absprache mit der BRK) ist darauf zu achten, dass diese im Koordinatenreferenzsystem UTM ETRS89 und Höhennetz DHHN2016 vorliegen müssen und andernfalls zu projizieren sind. Dies ist bei der Angebotskalkulation zu berücksichtigen.  Die von der BRK bereit zu stellenden Daten und Vorlagen nach Kapitel 6 werden erst nach Auftragserteilung übergeben.  Sämtliche von der BRK übergebenen Daten sowie die vom Büro ermittelten Daten dürfen nur im Zusammenhang mit diesem Auftrag verwendet werden und nicht an Dritte überge- ben werden. Eine Nutzung für sonstige Zwecke ist untersagt bzw. nur in Absprache mit der BRK möglich. Bei Auftragsvergabe ist eine Nutzungsvereinbarung durch das Büro zu unterzeichnen. Ein Muster der Nutzungsvereinbarung ist zur Einsicht als Anlage 5 beige- fügt.  Sämtliche im Projekt erarbeiteten Daten und Zwischenergebnisse sind der BRK auf Nach- frage zur Verfügung zu stellen.  Die Gewässerstationierung ist nach GSK3E anzugeben.  Hintergrundkarten und Shape- bzw. Geopackage-Dateien beziehen sich auf das neue Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89) in der Universalen Transver- salen Mercatorabbildung (UTM) [5].

5. Vom Büro zu beschaffende Daten

Vom Büro sind sämtliche für die Bearbeitung relevanten Daten zu beschaffen, die nicht von der BRK bereitgestellt werden. Insbesondere gehören dazu:

5.1. Hintergrundkarten

 Amtliche Basiskarte (https://www.wms.nrw.de/geobasis/wms_nw_abk)  Andere Digitale Topographische Karten je nach Maßstab  Orthophotos  Liegenschaftskarte/ALKIS. Die für die weitere Bearbeitung relevanten Daten sind An- lage 4 zu entnehmen.

Die Hintergrundkarten können über wms-Dienste eingebunden werden.

5.2. Höhen- und Liegenschaftsinformationen

 Aktuelle Laserscandaten (s. Anlage 8); es sind mindestens die gefilterten Rohdaten zu beschaffen

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o Hinweis: Die Laserscandaten werden aktuell im LAS_Format zur Verfügung ge- stellt; ein Tool zur Umwandlung der Daten wird durch GeobasisNRW zur Verfü- gung gestellt (https://www.bezreg-koeln.nrw.de/geobasis-nrw/produkte-und- dienste/hoehenmodelle/3d-messdaten)  Digitales Basis-Landschaftsmodell  Höhenfestpunkte aus AFIS

5.3. Weitere Daten

 Lage der Klima- und Niederschlagsstationen des Landes (z.B. über WMS-Dienst https://www.wms.nrw.de/wms/elwas-ow?) und des DWD (z.B. unter https://www.dwd.de/DE/leistungen/geodienste/geodienste.html)  Klima- und Niederschlagsdaten des DWD (s. z.B. https://www.dwd.de/DE/leistungen/cdc/cdc_ueberblick-klimadaten.html; die Daten sind über https://cdc.dwd.de/portal/ kostenfrei abrufbar)  Verdunstungsdaten des DWD (https://cdc.dwd.de/portal/202209231028/mapview)  Die Entwässerungssituation der A61, die das Einzugsgebiet kreuzt, ist vor der Ortsbege- hung zu klären beispielsweise aus https://www.nwsib-online.nrw.de, Regenüberlaufbe- cken, Einleitungen, Prüfung einer möglichen Einzugsgebietsvergrößerung, etc.

6. Von der BRK zu übergebende Daten

6.1. Wasserwirtschaftliche Daten

 Hochwasserschutzeinrichtungen  Vom LANUK aufbereitete Niederschlags-Radardaten (NRW-komposit DX-offline)

6.2. Vermessungsdaten

 Die Vermessungsdaten des Pützer Baches liegen von km 0+000 bis 10+589 und des Kalrather Fließ von 0+000 bis 2+438 vor und werden vom Erftverband als Originaldaten- satz der Jabron-Datei (Version 7.1) zur Verfügung gestellt  Fotodokumentation bereits durchgeführter Vermessungen (jpg-Format) inkl. der Lage der Fotopunkte (shp-Format)

6.3. Weitere Daten

 Fotos, Drohnenbefliegungen des Hochwasserereignisses vom 08./09.09.2025  Ggf. Fotodokumentation zu weiteren Hochwasserereignissen (Fotos im jpg-Format)  Übergabe eines Entwurfes des Starkregenmodells der Stadt Bedburg (Hystem Extran Modell)  Lage und Beschreibung der Hochwassermarken

6.4. Vorlagen

 hwrmrl_Projekt.gdb zur Übergabe der Ergebnisdaten  Musterprojekt zur Erstellung der Festsetzungskarten (*mxd-Datei)

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Teil III Leistungspositionen

Projektkoordination und Termine

Die Projektentwicklung ist anhand eines detaillierten Zeitplans, der den Arbeitsfortschritt der Leis- tungspakete sowie der Einzelpositionen dokumentiert, festzuhalten. Der Zeitplan ist bereits zu Beginn des Projektes zu erstellen und der BRK zum ersten Besprechungstermin vorzulegen. Weiterhin ist der BRK direkt zu Projektbeginn ein/eine StellvertreterIn der Projektleitung zu be- nennen. Sollten Projektverzögerungen auftreten (z.B. aufgrund fehlender Daten oder besonderer Schwie- rigkeiten) sind die Gründe zu dokumentieren und in Absprache mit der BRK soweit möglich durch vorgezogene Arbeiten an anderer Stelle auszugleichen, so dass die in Teil I genannten Fristen eingehalten werden können. Der Zeitplan ist fortzuschreiben. Der Fortschreibungsentwurf ist zu jedem Besprechungstermin vorzulegen. Für die in den Besprechungen vereinbarten Aufträge ist eine Aufgabenliste zu führen, aus der hervorgeht, wer welche Aufgaben bis wann zu erledigen hat, bis wann diese erledigt wurden und welche Gründe zu Zeitverzögerungen oder zum Entfallen der jeweiligen Aufgabe geführt haben. Im Zuge des Projektes müssen zu verschiedenen Meilensteinen Termine mit der BRK stattfinden. Hier sind Zwischenergebnisse, Lösungsvorschläge zu etwaigen Problemen und die geplante wei- tere Vorgehensweise vorzustellen. Darüber hinaus können weitere Besprechungstermine statt- finden. Meilensteine sind:

 Fertigstellung des hydraulischen Modellnetzes.

 Kalibrierung des hydraulischen Modells durch Nachbildung der Starkregenereignisses vom 08./09. September 2025.

 Berechnung von Modellregenvarianten und Extraktion der Gewässerabflüsse für die zu betrachtenden Szenarien.

 Ergebnisse der separaten hydraulischen Modellierung der Gewässerabflüsse für den Püt- zer Bach und Kalrather Fließ. Die Terminabstimmung und -festlegung erfolgt durch die BRK, die Protokollführung und die Prä- sentation liegen beim Büro. Über die Inhalte der Präsentation ist Rücksprache mit der BRK zu halten. Die Termine finden in der Regel als Videokonferenz statt. Dabei wird eine der durch die BRK gehosteten Videokonferenz-Softwares „jitsi meet“, „join“ oder „BigBlueButton“ verwendet. Etwa- ige durch die BRK festgelegte Präsenztermine finden im Hause der Bezirksregierung (Zeughaus- straße 2–8, Köln) statt. Reisezeiten und Reisekosten werden nicht gesondert vergütet. Die Protokolle einschließlich des Zeitplans und der Aufgabenliste sind der BRK digital als docx- und pdf-Datei innerhalb von 7 Tagen nach dem Besprechungstermin zu übergeben. Der Zeitplan und ggf. die Aufgabenliste können auch als xlsx-Datei geführt und übergeben werden. Anmer- kungen und Kommentare der BRK sind vom Büro zu berücksichtigen und in die Protokolle einzu- arbeiten, bevor diese erneut übergeben werden.

Besprechungstermin zum Projektstart

Zum Projektstart sollen in einem Besprechungstermin u.a. folgende Themen behandelt werden:  allgemeine Absprachen

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 Kommunikation zwischen BRK und Büro  Generelles zur Daten- und Ergebnisübergabe  Allgemeines zum Zeitplan und zu den Fristen

Weitere Termine finden zu sinnvollen Meilensteinen während der Projektbearbeitung statt

Durchführung Besprechungstermin als Videokonfe-

renz

Durchführung von bis zu 15 Besprechungsterminen im Zuge des Projektverlaufes als Videokon- ferenz.

(Hinweis: Einheitspreis für einen Termin, Gesamtpreis für maximal 15 Termine)

Eventualposition: Durchführung Besprechungstermin

in Präsenz

Durchführung von bis zu 1 Besprechungsterminen im Zuge des Projektverlaufes in Präsenz.

(Hinweis: Einheitspreis für einen Termin, Gesamtpreis für maximal 1 Termin)

Eventualposition: Durchführung Präsentationstermin

Durchführung eines Onlinetermins zur Präsentation von (Zwischen-)Ergebnissen und anderen projektbezogenen Daten. Die Inhalte des Termins werden durch die BRK festgelegt. Adressa- ten sind Dritte wie z.B. Kommunen, Kreise oder Wasserverbände. Es ist eine Präsentation zum Termin zu erstellen und der BRK eine Woche im Voraus zur Verfügung zu stellen. Etwaige Än- derungswünsche der BRK sind in der Präsentation umzusetzen.

(Hinweis: Einheitspreis für einen Termin, Gesamtpreis für maximal 1 Termin)

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Datenkontrolle und Vermessung

Die Gewässervermessung wurde im Jahr 2025/2026 vom Erftverband durchgeführt. Die Lage der bereits vermessenen Punkte ist in Anlage 1 dargestellt. Dennoch kann es notwendig sein im Vorland zusätzlich einzelne Strukturen und Punkte zu vermessen, um die Fließwege zum Ge- wässer hin richtig abzubilden.

Generelle Vorgaben zur Vermessung

Bezugssysteme

 Kartengrundlage: Aktuelle Deutsche Grundkarte 1:5.000 (DGK5 Grundriss bzw. ABK)

 Lagebezugssystem: ETRS89, Abbildung UTM (Lagestatus 489)

 Höhenbezug: DHHN 2016 (NHN-Höhen, Höhenstatus 170) [6]

 Gewässerstationierung: GSK3E

Das Büro hat sicherzustellen, dass alle hydraulisch wirksamen Strukturen, die nicht durch an- dere Daten (z.B. Geländemodelldaten) abgebildet werden können, durch die Vermessung er- fasst sind. Insbesondere ist darauf zu achten, dass für eine richtige Abbildung des Gewässer- verlaufes hydraulisch relevante Punkte in Sohle und Böschungsbereich (z.B. Mauern, Wälle, starke Gradientenänderungen) aufgenommen wurden. Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der vom Büro beschriebenen Vorgehensweise im Exposé. Genauigkeiten der zu vermessenden Punkte im amtlichen Raumbezug

Grundsätzlich sind die Messpunkte vor Ort aufzumessen und nur in besonderen Ausnahmefäl- len durch Konstruieren oder Berechnen zu ermitteln. Diese Ausnahmen bedürfen der Rückspra- che und Freigabe der BRK. Das vom Büro gewählte Messverfahren muss mindestens folgende Kriterien erfüllen:

 Lagekoordinaten: ETRS89/UTM-Koordinaten mit Anschluss an das amtliche Lage- festpunktfeld (LFP, AP, SAPOS-Referenzstationen [11]) Anmerkung: Hier können auch koordinierte Grenzpunkte des Lie- genschaftskatasters als Anschlusspunkte verwendet werden. Die Vorgaben des VermKatG NRW [7] sind einzuhalten.

 Lagegenauigkeit: ± 4 cm

 Höhen: NHN-Höhen mit Anschluss an das amtliche Höhenfestpunktfeld

 Höhengenauigkeit: ± 4 cm

 Messverfahren: Terrestrisch (Tachymeteraufnahme, geometrisches Nivellement) oder Satellitengeodätisch (SAPOS- bzw. RTK-Messungen unter Anschluss an den amtlichen Raumbezug)

 Instrumente: Möglichst selbstregistrierende Tachymeter/Totalstationen, Nivel- liergeräte und Ausrüstungen zum Empfang Globaler Navigations- satellitensysteme (GNSS)

Das Büro muss damit rechnen, dass es unter Umständen GNSS nur eingeschränkt benutzen kann, da verschiedene Faktoren (z.B. Verschattung durch Lage im Tal, Bewaldung) dies stören. Die Einschätzung der Verfügbarkeit von GNSS im Bearbeitungsgebiet ist Sache des Büros.

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Bestimmungen/Vorgaben in Schutzgebieten

Im Einzugsgebiet des Pützer Baches und Kalrather Fließ befinden sich Landschaftsschutzge- biete (s. https://www.wms.nrw.de/umwelt/linfos?) Zum Schutz der Natur sind bei der Vermes- sung von nicht-versiegelten Flächen folgende Bestimmungen zu beachten: Aus naturschutzfachlicher Sicht sollte insbesondere folgendes beachtet werden:  Die Arbeiten sollten außerhalb der Brut- und Setzzeit durchgeführt werden (vegetation- freie Zeit 11/2026 bis 03/2027).  Das Betreten bzw. Befahren der Flächen sollte auf das für die Vermessung erforderliche Maß beschränkt werden. Insbesondere sollten unnötige Beeinträchtigungen von Uferve- getation, Gehölzen und sonstigen wertgebenden Strukturen vermieden werden.  Gehölze sollten nach Möglichkeit nicht zurückgeschnitten oder beseitigt werden. Sollte dies im Einzelfall für die Vermessung zwingend erforderlich sein, wäre dies vorher abzu- stimmen.  Vorhandene sensible bzw. geschützte Strukturen und Lebensräume sollten bei der Wahl der Zugänge und Messpunkte möglichst berücksichtigt werden.  Nach Abschluss der Arbeiten sind gegebenenfalls gesetzte Vermessungsmarkierungen oder sonstige temporäre Einrichtungen wieder vollständig zu entfernen und die Flächen in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Einhaltung von Hygieneregeln zur Eindämmung der „Salamanderpest“ (Bsal) Zur Eindämmung der „Salamanderpest" (Bsal) ist es erforderlich, dass einfache Hygieneregeln bei Arbeiten in (semi-)aquatischen Lebensräumen (v.a. Gewässer inkl. Uferbereiche) verbind- lich beachtet werden. Insbesondere sind Schuhwerk und Geräte nach der Nutzung vor Ort zu desinfizieren. Es sind das Hygieneprotokoll und die weitergehenden Informationen des LANUK zu beachten: Hygieneprotokoll unter https://www.lanuk.nrw.de/themen/natur/artenschutz/amphibienkrankhei- ten

Kontrolle der Daten

Übernahme und Kontrolle auf Vollständigkeit und Plausibilität der unter Teil II, Kapitel 6 aufge- listeten Daten. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Prüfung der Laserscandaten hinsichtlich Eignung für

Modellierung

Vor der Gewässerbegehung müssen die Laserscandaten auf Ihre Eignung für die hydraulische Modellierung geprüft werden, um etwaige schlecht belegte Bereiche gezielt vermessen zu kön- nen.

Es ist nach Laserscandatenlücken an gewässerbegleitenden Böschungen zu suchen, indem aus dem Datensatz der 3D-Messdaten (ehemals dgm1l-lpb) ein 1x1m-Grid mittels des GIS- Konversion-Tools „Punkt in Raster“ erzeugt wird, welches die Anzahl der Laserscanpunkte pro Quadratmeter als Ergebnis liefert (Count). Dieses Raster ist der BRK vor der Gewässerbege- hung (Pos. 2.3) zu übergeben.

Sollten Böschungen, insbesondere in besiedelten Bereichen, nur lückenhaft belegt sein, ist eine terrestrische Vermessung der Böschungsoberkante erforderlich (Pos. 2.5.2), die als Bruch- kante (Zwangspunkte) (sowohl im DGM/Terrain als auch im Vorlandnetz) zu berücksichtigen ist.

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Bei Gräben/Straßenseitengräben im Vorland ist zu prüfen, ob deren realistische Abbildung im Vorlandmodell ohne Vermessung möglich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Vermes- sung erforderlich (zu kalkulieren unter Pos. 2.5.2). Basierend auf der Vermessung sind zusätzli- che Modellknoten (Tiefenlinie als Bruchkante) in das hydraulische Modell einzufügen.

Besonders zu prüfen sind darüber hinaus die Zeitpunkte der Laserscan-Befliegung im Untersu- chungsgebiet, sofern es unterschiedliche Befliegungszeitpunkte im Untersuchungsgebiet gibt: die Übergangsbereiche zwischen ihnen, Bereiche im Untersuchungsgebiet mit stattfindenden oder kürzlich abgeschlossenen Erd- und Bauarbeiten, da hier das DGM möglicherweise nicht den Ist- Zustand abbildet, der im DGM abgebildete Wasserstand. Die ermittelten Datenlücken im Bereich von Böschungen und Gräben sind für die BRK zu doku- mentieren. Hierzu sind Screenshots oder Karten zu generieren, in denen die Datenlücken er- kennbar sind, und der BRK vor der Gewässerbegehung zu übermitteln. Weiterhin sind die Vor- gehensweise sowie die Ergebnisse der Prüfung im Bericht (Pos. 2.8) darzustellen. Die Entschei- dung über eine potentielle Nachvermessung im Bereich der Datenlücken liegt bei der BRK. Die Prüfung auf Datenlücken mit Hilfe des Countrasters ist nach Durchführung eines Testrechen- laufes des 2D-Modells zu wiederholen, da erst dann hydraulisch relevante Böschungen und Grä- ben im Vorlandbereich sicher identifiziert werden können. Auch diese Prüfung kann eine weitere Vermessung erforderlich werden lassen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Gewässerbegehung

Zur Festlegung der Arbeiten der Pos. 2 und zur Bearbeitung der Pos. 3 und Pos. 4 ist eine Ge- wässerbegehung (geschätzter Aufwand 5 Tage) durchzuführen. Hierbei ist besonderes Augen- merk auf die potentiellen Überflutungsbereiche und Fließwege zum Gewässer hin zu legen. Vor- bereitend sind dafür eine GIS-basierte Fließweganalyse sowie die Informationen zum Hochwas- serereignis vom 08./09. September 2025 und die vorläufigen Starkregengefahrenkarten der Stadt Bedburg auszuwerten und potentielle Fließwege zum Gewässer hin zu skizzieren. Ziel der Bege- hung ist es, alle wesentlichen leitenden Strukturen und Bauwerke im Vorland so zu erfassen und georeferenziert zu fotografieren, dass diese später eingemessen werden können. Dazu gehören u.a. geschlossene Mauern (Lage und Höhe), ggf. hohe abflussrelevante Bordsteine, Dämme, Wälle oder sonstige Barrieren, Durchlässe (z.B. Straßendurchlässe), Unterführungen, Gräben oder Abweichungen vom DGM, etc. Daher kann es sinnvoll sein, dass an der Begehung sowohl der Hydrauliker, als auch ein Vermesser teilnehmen. Die Begehungstermine sind mit der BRK und ggf. dem Erftverband rechtzeitig vor Beginn abzustimmen, um ihnen eine Teilnahme zu er- möglichen.

Zur Vorbereitung auf die Termine ist der BRK die Dokumentation der unter Pos. 2.2 ermittelten Stellen, sowie die vorbereitenden Arbeiten zur Analyse der potentiellen Fließwege zum Gewässer hin, zwei Wochen vor der Gewässerbegehung zur Verfügung zu stellen. Dafür sind Karten zu erstellen, in denen die im Rahmen der Gewässerbegehung besonders zu betrachtenden Punkte dargestellt werden (Minimum: Hintergrundkarte Maßstab 1:5000, Gewässerverlauf und Stationie- rung sowie die Lage der vom Erftverband übergebenen Vermessungsdaten). Falls die Teilnehmer der Begehung über entsprechende mobile Geräte verfügen, können die zu betrachtenden Punkte statt der Karten auch digital markiert werden. Im Rahmen der Begehung sind auch die bereits bekannten und übergebenen Hochwassermar- ken und deren Umgebung vom Hydrauliker in Augenschein zu nehmen. Sollten im Zuge der Be- gehung weitere Hochwassermarken gefunden werden, sind diese ebenfalls aufzunehmen. Im Rahmen der Begehung ist auch auf Durchlässe, z.B. in Straßendämmen oder Bahndämmen, im Vorland des Gewässers, zu achten. Diese sind entsprechend zu dokumentieren und im Rahmen der Vermessung als Einzelpunkte mit Durchmesser zu erfassen (Pos. 2.5.1). Hierbei sind die Einlaufhöhe und der Querschnitt für eine spätere Einbindung in das 2D-Netz aufzumessen.

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Während der Gewässerbegehung ist begleitend eine georeferenzierte Fotodokumentation, ins- besondere der besonders zu betrachtenden Punkte (Pos. 2.5.7) und Strukturen zu erstellen. Die Fotos sind nach den Vorgaben in Pos. 2.6 aufzuarbeiten. Festgestellte hydraulisch relevante Abweichungen gegenüber der DGK5 bzw. ABK (Grundriss) sind zu dokumentieren und in der späteren Berechnung zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Gewässerbegehung sind durch Skizzen und Notizen zu dokumentieren. Ins- besondere sind zu erheben: potentielle Fließwege im Vorland, Bruchkanten (im Hinblick auf Pos. 3.1.1) sowie Rauheiten und Durchlässe durch z. B. Bahndämme/Straßendämme und sonstige hydraulisch relevante Strukturen (Mauern, Wälle, sonstige Barrieren, Vertiefungen, Gräben, Un- terführungen, etc.). Die vorab z.B. über https://www.nwsib-online.nrw.de recherchierte Entwäs- serungssituation der A61 ist ebenfalls vor Ort in Augenschein zu nehmen. Die Fotodokumentation, die Notizen und die angefertigten Skizzen sind der BRK spätestens 21 Tage nach Abschluss der Gewässerbegehung zu übergeben. Die Vor- und Nachbereitung für die Begehung ist hier mit zu kalkulieren.

(Hinweis: Einheitspreis pro Tag Gewässerbegehung, Gesamtpreis für 5 Tage Gewässerbege- hung)

Eventualposition: Teilnahme Vermessungsbüro an der

Gewässerbegehung

In der Regel ist es sinnvoll, dass eine Vertretung des Vermessungsbüros an einem oder mehre- ren Tagen der Begehung teilnimmt, um sie/ihn für hydraulisch interessante Bereiche zu sensibi- lisieren. Die Abstimmung darüber, ob die Position zum Tragen kommt, erfolgt im Auftaktgespräch. Die Vor- und Nachbereitung für die Begehung ist hier mit zu kalkulieren. (Hinweis: Einheitspreis pro Tag Gewässerbegehung, Gesamtpreis für 5 Tage Gewässerbege- hung)

Vermessung von Einzelpunkten und Längsstrukturen

und Pegelprofilen

Aufmessen von Einzelpunkten (Lage, Höhe)

 Durchlässe in angrenzenden, potenziell von Hochwasser betroffenen Dämmen/Längs- strukturen sind ebenfalls aufzunehmen. Hier sind mindestens die Ober- und Unterkante und die Dimension (Durchmesser bzw. Breite × Höhe) aufzumessen – bei längeren Durch- lässen jeweils am Einlauf und Auslauf. Weitere für die hydraulische Modellierung rele- vante Informationen sind zu notieren (z.B. Verschlammung/Verlandung, ist das Bauwerk durch eine Rückschlagklappe gesichert, zum Teil eingestürzt etc.).  Hochwassermarken: Eventuell im Zuge der Vermessung angetroffene oder von der BRK vorgegebene Hochwassermarken sind ebenfalls mit einem Einzelpunkt aufzunehmen. Die zugehörigen, vor Ort feststellbaren Informationen zu diesen Hochwassermarken (z.B. Da- tum) sind im Bemerkungsfeld einzutragen. (Hinweis: Einheitspreis pro Vermessungspunkt, Gesamtpreis für 200 Vermessungspunkte)

Eventualposition: Aufmessen von Lücken im DGM

(Lage, Höhe)

Diese Position kommt zum Tragen, wenn die Prüfung der Laserscandaten (Pos. 2.2) ergibt, dass die Nachvermessung von Böschungsoberkanten oder Gräben erforderlich ist oder/und wenn im Rahmen der Modellierungen/Netzaufstellung (Pos. 3.1) das Aufmessen weiterer Ein- zelpunkte (z.B. bei Böschungen und Gräben) erforderlich wird.

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 Böschungen: Der Böschungsscheitel ist anhand von repräsentativen Punkten (Lage, Höhe) aufzunehmen und als 3D-Linien-shape (Bruchkante) ins Netz einzubauen. Außer- dem ist die Böschung zu fotografieren.  Gräben (z.B. Entwässerungsgräben/Straßenseitengräben) im Vorland sind aufzunehmen. Die Tiefe und Breite der Gräben muss an mehreren repräsentativen Stellen aufgenommen werden und ins 2D Modell eingefügt werden. Gleiches gilt für die Sohltiefe und Breite des Kalrather Fließ von km 2,5 bis km 5,5. Außerdem sind die Gräben zu foto- grafieren. Es sind mindestens die in Anlage 1 skizzierten Gräben entsprechend zu ver- messen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Vermessungspunkt, Gesamtpreis für 500 Vermessungspunkte)

Aufmessen von hochwasserrelevanten Längsstrukturen

Deiche, Mauern, im Hochwasserfall abflussleitende Straßen- und Eisenbahndämme bzw. Grä- ben, Senken und andere markante Geometrieänderungen längs der potentiellen Fließwege sind zu berücksichtigen und zusätzlich als Längsstrukturen zu vermessen. Dabei ist jedwede hydrau- lisch wirksame Änderung der Struktur aufzunehmen (z.B. Öffnungen in Mauern, Senkungen in Böschungsoberkanten, Abbrüche, Knicke etc.). Bei gleichmäßig verlaufenden Oberkanten sind Punktabstände von 30 bis 50 m bzw. bei Mauern Lage und Höhe ausreichend. Bei sich stark ändernden Strukturen muss der Punktabstand entsprechend verdichtet werden. Existieren Durchlässe in angrenzenden, potenziell von Hochwasser betroffenen Dämmen/Längs- strukturen, so sind diese ebenfalls gemäß Pos. 2.5.1 aufzunehmen. Die Vermessung solcher Strukturen ist mit der BRK im Vorfeld abzustimmen. (Hinweis: Einheitspreis pro Vermessungspunkt, Gesamtpreis für 800 Vermessungspunkte)

Vermessung des Gewässerprofil Auswaschpegel

Schunkenhof bzw. des neuen Pegels

Am Pützer Bach existierte ein Auswaschpegel, welcher während des Hochwasser 08./09.09.2025 komplett überströmt wurde. Damit ist dokumentiert, wie hoch das Wasser im September 2025 mindestens abgeflossen ist. An gleicher Stelle hat der Erftverband inzwischen einen Wasserstandssensor installiert. Weitere Informationen bezüglich der Pegel sind in An- lage 7 beigefügt. Gewässerpegel sind mit besonderer Genauigkeit zu vermessen. Es ist min- destens das Pegelprofil an der Stelle des Auswaschpegels bzw. des Wasserstandssensors zu vermessen. Das Pegelprofil ist im Vergleich zu einem gewöhnlichen Querprofil mit einer erhöh- ten Anzahl an Messpunkten zu erfassen, um eine möglichst gute Gültigkeit des Profils in allen Abflusszuständen zu gewährleisten. Außerdem sind sie so weit ins Vorland zu verlängern, dass auch die Wasserstände eines extremen Hochwassers abgedeckt sind. (Das heißt, dass min- destens der Bereich des extremen Hochwassers der Starkregengefahrenhinweiskarten bzw. Starkregenkarten als Profil zu vermessen ist).

Als Einzelpunkte erfasst werden mindestens die Pegelfestpunkte, der Pegelnullpunkt, der aktu- elle Wasserspiegel und die Sohltiefe an der Stelle des Sensors.

(Hinweis: Einheitspreis pro Pegel, Gesamtpreis für 1 Pegel)

Eventualposition: Setzen und Einmessen von Lage- und

Höhenfestpunkten und Kontrollpunkten

Sollte sich an einer Straßen- oder Bahnbrücke im Hauptgewässer kein Festpunkt befinden, so ist eine Markierung mittels Nagel (= Festpunkt) zu setzen. Sie ist nach Lage und Höhe gesichert und in der geforderten Genauigkeit im Zuge der Profilvermessung einzumessen.

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(Hinweis: Einheitspreis pro Punkt, Gesamtpreis für 20 Punkte)

Eventualposition: Abweichungen von der amtlichen Ge-

wässerstationierung melden

Bei festgestellten Abweichungen des Gewässerverlaufes gegenüber der GSK3E ist der Gewäs- serverlauf an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und die Stationierung entsprechend zu korrigieren. Ein Shape (als Route) ist der BRK zu übergeben. Es ist mit der BRK abzustimmen, nach welcher Stationierung die Profile benannt werden. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Fotodokumentation – digital

Hydraulisch relevante Stellen aus den vorher genannten Positionen sind aus verschiedenen Blickwinkeln in digitaler Form (jpg-Format) aufzunehmen. Diese müssen folgende Informationen enthalten:

 Lage (Standort der Aufnahme als Rechts- und Hochwert im ETRS89/UTM),  Richtung (inkl. Winkel zur Visualisierung der Blickrichtung im GIS),  Datum und Uhrzeit (Zeitsystem MEZ/MESZ).

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Datenzusammenstellung und -übergabe

Die in Kapitel 1.2 übergebenen Daten (Vermessungsdaten des Erftverbands, Hochwassermar- ken, etc.) sind vollständig in die Datenzusammenstellung mit zu übernehmen und einzuarbeiten. Dies gilt für alle folgenden Unterpunkte. Dabei ist in einer neu zu erzeugenden Spalte „Stand“ durch Angabe der Jahreszahl zu kenn- zeichnen, ob es sich um übernommene Daten oder Daten der neuen Vermessung (Jahr der Vermessung) handelt. Es ist darauf zu achten, dass die Daten und Querprofile der alten Vermessung, die im aktuellen Projekt neu vermessen werden, in den Tabellen entsprechend zu ersetzen sind.

Berücksichtigung der Bodenbewegung Das gesamte Projektgebiet befindet sich im Bodenbewegungsgebiet. Das Leitnivellement der Gewässervermessung ist 2022. Das aktuell verfügbare DGM bezieht sich ebenfalls auf 2022. Die übrigen Vermessungsdaten oder andere verwendete Laserscandaten sind vom Büro entspre- chend umzurechnen. Die Metadaten der Vermessung (Herkunft, Datum), der Laserscandaten, des DGM und ggf. Umrechnung auf ein Leitnivellementdatum sind zu dokumentieren.

Aufbereitung und Übergabe der Vermessungsdaten Die Vermessungsdaten sind im in GPRO/WPROF-Format oder im Jabron-Format in Absprache mit der BRK zu übergeben. Jedes Profil erhält eine Nummer, die aus der Gewässerstationierung abzuleiten ist. Sollte sich der Gewässerverlauf geändert haben, dann ist Rücksprache mit der BRK zu halten, auf welche Version der Gewässerstationierung sich die Beschriftung der Profile beziehen soll.

Ausgabe der Querprofile Für jedes vermessene Querprofil ist eine pdf-Datei im geeigneten, vorgegebenen Längenmaß- stab zu erstellen. Es ist zu überprüfen bzw. sicherzustellen, dass für jedes Bauwerk ein Querprofil vorliegt.

Lage der Vermessungsdaten als Geopackage-Datei

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Es ist eine Geopackage-Datei zu erstellen, in der die Lage der vermessenen Profile enthalten ist. Die Querprofile sind als Punkt- und Linienshape, die aufgenommenen Längsstrukturen sind als 3D-Linienshape und Punktshape, die Einzelpunkte als Punktshape zu übergeben. Die erstellten pdf-Dateien der Querprofile sind über diese shape-Datei mittels einer Verknüpfung (Hyperlink mit relativem Pfad, Feldeigenschaften: Länge mindestens 240 Zeichen) einzubinden.

Datenaufbereitung der Querbauwerke Erstellung von Excel-Tabellen mit folgendem Inhalt: Profilnummer, Rechts- und Hochwerte im ETRS89/UTM, Art des Bauwerks, Bauwerkstiefe und relevante Bauwerksunter- und -oberkante. Übergeben werden die Tabellen im xlsx- und pdf-Format.

Festpunktverzeichnis Erstellung und Lieferung eines Verzeichnisses (Excel-Tabelle und Geopackage-Datei), in dem die vermessenen Lage- und Höhenfestpunkte (z.B. Festpunkte, Höhenbolzen und gesetzte Nägel mit Lageskizze) gemäß Pos. 2.5.5 bzw. die verwendeten Lage- und Höhenfestpunkte (z.B. HFP und LFP) mit ihrem amtlichen Punktkennzeichen aufgeführt sind.

Verzeichnis der Hochwassermarken Erstellung und Lieferung eines Verzeichnisses (Excel-Tabelle und Shape-Datei), in dem die ver- messenen Hochwassermarken gemäß Pos. 2.5.1 aufgeführt sind. Es sind mindestens die Rechts- und Hochwerte im ETRS89/UTM, die Höhe (in mNHN) und eine kurze Beschreibung zu hinterlegen.

Datenaufbereitung der digitalen Fotos Die gemäß Pos. 2.5.7 erstellten Fotos sind in digitaler Form (jpg-Format) zur Verfügung zu stellen. Zur weiteren Verwendung ist der Standort der Aufnahme mittels Shape-file (Punkt) zu dokumen- tieren, welches pro Foto auch die Blickrichtung anzeigt. Die Shape-Datei muss eine Verknüpfung zur jeweiligen Fotodatei erhalten (Hyperlink mit relativem Pfad). Dieses Feld der Attributtabelle ist mit „Pfad“ (Feldeigenschaften: 240 Zeichen) zu beschriften. Die Attributtabelle der Shape-Datei soll mindestens folgende Spalten enthalten:

IDWin- kelDateiDatumUhrzeitProf-Prof-Nr (VERM)X_CoordY_CoordPfad
Nr
(JAB)
118282_00123_ IF.jpg14.09.201008:13....3426633,8135676814,285Bil- der\282_0012 3_IF.jpg
260282_00200_ GF.jpg14.09.201008:14....3426641,0455676811,655Bil- der\282_0020 0_GF.jpg
382282_00300_ IF.jpg14.09.201008:16....3427111,7535676224,584Bil- der\282_0030 0_IF.jpg
………..........…
15470282_15400_ GF.jpg14.09.201016:22....3427025,9615676239,705Bil- der\282_1540 0_GF.jpg

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Qualitätssicherung

Die ausführende Vermessungsstelle hat mit Abgabe der Vermessungsschriften durch Unterschrift die Richtigkeit der Vermessungsergebnisse und die Einhaltung der geforderten Genauigkeiten zu bescheinigen. Die Ergebnisse der Vermessung sind auf Plausibilität zu prüfen (z.B. durch punk-

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tuellen Abgleich mit den Rohdaten der Laserscanbefliegung, Abgleich mit etwaigen alten Ver- messungsdaten, Plausibilisierung des Längsschnittes, sowie andere geeignete und im Exposé darzustellende Maßnahmen). Die Prüfungen sind im Bericht zur Vermessung darzustellen.

Für spätere Qualitätskontrollen sind die originären Messungselemente sowie die daraus abgelei- teten Koordinaten inklusive der zugehörigen Berechnungsprotokolle der örtlichen Vermessungs- arbeiten der BRK in digitaler Form zu übergeben.

Beim Einsatz von satellitengeodätischen Verfahren (GNSS-Ausrüstungen) ist in Anlehnung an die Messprotokolle der Anlage 8 der GPS-Richtlinie NRW [8] eine geeignete Messungsdokumen- tation beizufügen. Ferner ist für den korrekten Funktionsnachweis der GNSS-Ausrüstung in re- gelmäßigen Abständen ein im Bezugssystem des ETRS89 bestimmter Kontrollpunkt mit der GNSS-Ausrüstung zu bestimmen. Die Abweichung zu den Sollwerten ist zu dokumentieren. Bei notwendigen Koordinatentransformationen (ETRS89/UTM nach DHDN90/GK oder umgekehrt) sind die Berechnungen nachvollziehbar in digitaler Form vorzulegen. Hieraus müssen hervorge- hen: Startsystem, Zielsystem, Transformationsansatz und -parameter, Nachweis der Genauigkeit durch Angabe von Restklaffen. Werden im Laufe der Projektbearbeitung Profilpunkte umnummeriert, so ist ein vergleichendes Nummernverzeichnis im Excel-Format vorzulegen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Erstellen des Teilberichtes „Vermessung“

Der Teilbericht „Vermessung“ gemäß Teil II, Kapitel 3 dient dazu, die Vorgehensweise bei der Vermessung zu dokumentieren.

Der Bericht muss mindestens folgende Punkte beinhalten:

  1. Vorarbeiten:  Übernahme vorhandener Daten  Überprüfung der Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität
  2. Gewässerbegehung  Skizzen, Notizen und Fotos  Beschreibung von Auffälligkeiten und Besonderheiten am Gewässerlauf  Ergebnisse der Begehung
  3. Gewässervermessung:  Das gesamte Projektgebiet befindet sich im Bodenbewegungsgebiet. Dies ist explizit zu erwähnen. Die Metadaten der Vermessung (Herkunft, Datum), der Laserscanda- ten, des DGM und die Umrechnung auf ein Leitnivellementdatum sind zu dokumentie- ren.  Vermessungskonzept  ggf. Abweichungen vom Konzept bei der Durchführung der Vermessung  verwendete Vermessungsgeräte sowie geeigneter Nachweis der Geräteüberprüfung unter Angabe der letzten Eichung sowie Kontrolle auf Funktionstüchtigkeit  erreichte Genauigkeiten  Anzahl der tatsächlich vermessenen Objekte  Aufnahme von Rauheiten  Erläuterungen zur Fotodokumentation  Dokumentation der Qualitätssicherung  Entscheidung über die verwendete Stationierung im weiteren Projektverlauf (amtlich oder wie vermessen)

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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GIS-Projekt „Vermessung“

Sämtliche in Pos. 2 geforderten Daten sind in einem GIS Projekt „Vermessung“ mit relativen Pfa- den, funktionierenden Hyperlinks und sinnvoller Symbologie (beispielsweise Blickrichtung der Fo- tos als Pfeil) zusammenzustellen und 3 Monate nach Abschluss der Vermessungsarbeiten zu übergeben (Übergabe Leistungspaket 1). (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Hydraulische Modellierung

Wasserspiegellagenermittlung: Für den Pützer Bach und den Kalrather Fließ sind mindestens folgende Wasserspiegellagen im 2D-Hydraulikmodell zu berechnen:  HQ häufig  HQ 30  HQ 100  HQ 300  HQ (entweder HQ oder ein konkretes historisches Hochwasser) extrem 1000

Es ist das Programm HydroAS zu verwenden. Für die Parametrisierung der Randbedingungen der einzelnen Szenarien ist bevorzugt die Datenhaltung über MapWorks zu nutzen.

Für das Einzugsgebiet des Pützer Bach liegt ein Starkregenmodell der Stadt Bedburg vor, das mit Hystem Extran erstellt wurde. Dieses kann zur Verfügung gestellt und als Abgleich für den Aufbau des neuen Modells dienen. Insbesondere Informationen zu relevanten Bauwerken (Durchlässe, Rückhaltungen, etc.) und zum Einfluss der Siedlungsentwässerung sollen aus dem vorhandenen Hystem Extran Modell extrahiert und im HydroAS-Modell in enger Absprache mit der BRK berücksichtigt werden. Falls keine entsprechende Software zur Bearbeitung des vor- handenen Hystem Extran Modells vorhanden ist, steht dafür ein kostenloser Viewer zur Verfü- gung.

Aufstellung des Modells

Erstellung eines Geländehöhenmodells

Alle relevanten Vermessungsergebnisse sind in das Geländehöhenmodell zu implementieren. Gleichzeitig ist der Gewässerschlauch (siehe Pos. 3.1.4) sowie die vermessenen Längsstrukturen ebenfalls zu implementieren. Es ist darauf zu achten, dass hydraulisch relevante Gräben durch- gängig gestaltet sind. Die verfügbaren Höhendaten sind zuvor auf ihre Brauchbarkeit hinsichtlich der Aufgabenstellung zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten (z.B. Filterung). Das Geländehö- henmodell muss das vollständige Einzugsgebiet des Pützer Bachs erfassen. Die konkrete Aus- führung ergibt sich aus der vom Büro beschriebenen Vorgehensweise im Exposé. Der Umstand der Bodenbewegung ist im gesamten Gebiet zu beachten. Vermessungsdaten und DGM müssen sich auf das gleiche Leitnivellementdatum (2022) beziehen und sind als GIS-Layer zu übergeben. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Berücksichtigung der neuen Laserscanbefliegung

Für das Gebiet Pützer Bach wird im Jahr 2027 ein neues digitales Geländemodell herausgege- ben. Die Differenzen zum aktuellen Geländemodell sind zu ermitteln und bezüglich Hochwasser- relevanz zu analysieren. Hochwasserrelevante Strukturen sind nachträglich in Hydraulikmodell einzupflegen. Dafür sind diese Strukturen auf das Leitnivellement von 2022 umzurechnen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Ermittlung von Modellgrenzen

Das Modellgebiet soll das komplette Einzugsgebiet des Pützer Bachs umfassen. Eine erste Ab- schätzung kann auf Basis der Einzugsgebietsinformationen der GSK3E, Erkenntnissen der To-

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pographie aus dem Geländemodell, bisherigen Ergebnissen (z.B. Starkregengefahrenkarte) so- wie der Ortsbegehung (gemäß Pos. 2.3) erfolgen. Die genaue Abgrenzung des Modellgebiets ist mittels einer GIS basierten Fließweganalyse durchzuführen. Die Festlegung der Modellgrenzen hat in Abstimmung mit der BRK zu erfolgen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Erstellung des Gewässerschlauchs

Die übergebenen und geprüften bzw. durch Nachvermessungen gewonnenen Vermessungsda- ten sind hier für die Verwendung in der 2D-Hydraulik aufzubereiten und zu verarbeiten. Zunächst sind die Flussschläuche für die relevanten Gewässerabschnitte zu erzeugen. Die nachvermes- senen Gewässerabschnitte/Gräben (s. Pos. 2.5.2) sind in den Gewässerschlauch als durchgän- gig einzubauen. Dies ist bei der Kalkulation zu berücksichtigen. Der Flussschlauch ist nach einer geeigneten Methode zu erstellen. Das Ergebnis muss ein Ge- wässernetz sein, das durch die Vermessungsdaten repräsentiert wird und den Verlauf des Ge- wässers gut abdeckt. Bauwerke im und am Gewässer sind hier ebenfalls zu erstellen. Hierbei sind rechteckige Elemente zu wählen, die der natürlichen Fließrichtung folgen. Bei der Erstellung des Flussschlauches ist der Talweg des Gewässers (verbundene tiefste Punkte der Sohle) kor- rekt abzubilden und zu berücksichtigen. Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der vom Büro beschriebenen Vorgehensweise im Exposé. Das entstandene Flussschlauchnetz ist in das Rasternetz des Einzugsgebiets zu integrieren, hier- bei ist besonders auf fließende Übergänge zwischen den Elementen zu achten. An den Böschun- gen, an denen die Belegung der Laserscandaten ausreichend ist, ist die Böschungsoberkante abzudigitalisieren und ein 3-D-Linienshape zu erzeugen. Dabei ist sicher zu stellen, dass nur die Höhenpunkte der Laserscandaten dem 3-D-Shape zugewiesen werden, die den Böschungs- scheitel abbilden. Hier sind ggf. Nachvermessungen erforderlich, wenn auf dem Böschungsschei- tel Lücken in den Laserscandaten vorhanden sind (vergl. Pos. 2.2). Der Umstand der Bodenbewegung ist auch hier zu beachten. Vermessungsdaten und DGM müs- sen sich auf das gleiche Leitnivellementdatum (2022) beziehen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Erstellen eines Rechennetzes für das Vorland und Ent-

wicklung von Vorlandstrukturen

Für die Netzerstellung der Vorlandbereiche und des Einzugsgebiets ist, unter Berücksichtigung der Bruchkanten und hydraulisch relevanter Bereiche, ein flächendeckendes Rasternetz (1m x 1m) zu erzeugen. Dabei sind die potentiellen Fließwege im Vorland möglichst detailliert abzubil- den. Bei der Ausdünnung der Laserscandaten ist darauf zu achten, dass die wesentlichen Informatio- nen über das Gelände erhalten bleiben, d.h. dass die bestehenden Geländeformen bestmöglich berücksichtigt werden. Knicke an Böschungen, natürliche Gefällewechsel sowie Mulden- oder Sattelstrukturen müssen erhalten bleiben. Gräben, Dämme, Deiche und Längsstrukturen sowie Einzelpunkte, die terrestrisch oder satelli- tengeodätisch vermessen wurden, sind für die Einarbeitung in das Rechennetz (und in das Ter- rain/DGM-Raster) aufzubereiten. Diese Aufbereitung sieht vor allem die Erstellung von repräsen- tativen Bruchkanten vor. Weitere bekannte Fließhindernisse (z.B. Mauern, Dämme inklusive vorhandener Durchlässe) sind ebenso zu berücksichtigen. Einfache Grabenstrukturen (z.B. die Quellverläufe des Pützer Baches bzw. des Kalrather Fließ, kleine, seitlich zulaufende Entwässerungsgräben), welche durch z.B. die Gewässerbegehung, Hintergrundkarten oder Ortskenntnisse bekannt sind, aber in den Höhendaten (Laserscandaten) nicht adäquat abgebildet werden, sind z.B. durch eine Kom- bination der vermessenen Einzelpunkte im Graben und das manuelle Generieren eines verein- fachten Profils in das 2D-Netz einzuarbeiten. Insbesondere zu Durchlässen, Verrohrungen, Ein-

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leitungen und Sonderprofilen ist ein Abgleich mit Informationen aus dem mit Hystem Extran er- stellten Starkregenmodell durchzuführen. Falls notwendig ist das erstellte HydroAS-Modellnetz entsprechend anzupassen bzw. zu ergänzen. Für die im 2D-Netz fließrelevanten Nebengewässer/Mühlengräben oder anderen alternativen Fließwegen, die aus Laserscandaten abgeleitet wurden, ist auf realitätsnahe Durchgängigkeit an Querbauwerken zu achten. Die vorhandenen Bauwerke (z.B. Brücken, Wehre, Verrohrungen, Sohlschwellen, Rampen oder Abstürze) sind in das zweidimensionale Strömungsmodell einzubinden. Dazu sind die entspre- chenden Netzknoten als Bauwerk zu definieren und mit dem jeweiligen Bauwerksparameter zu versehen. Mindestens Pegel, Gewässereinmündungen und hydraulisch relevante Querbauwerke sind mit Kontrollquerschnitten zu versehen. Zusätzlich ist eine ausreichende Anzahl von Kontrollquer- schnitten zur Bestimmung der Abflussrandbedingungen für die separate hydraulische Simulation der relevanten Gewässerabschnitte (Pos. 5.2) zu definieren. Bitte erläutern Sie Ihre Vorgehens- weise hierzu im Exposé. Die Lage der Kontrollquerschnitte ist mit der BRK abzustimmen.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Zuweisung der Rauheiten

Für die Festlegung der Rauheiten im Modell sind ALKIS und ATKIS-Daten sowie die Daten aus der Vermessung / Begehung einzubeziehen. Die Gebäudedaten sind nach entsprechender Auf- bereitung durch das Büro (z.B. Zusammenfassung bzw. Aggregieren von Gebäuden, die eine gemeinsame Kante besitzen, Filtern von relevanten Gebäuden, etc.) im Modell zu berücksichti- gen. Es ist darauf zu achten, dass bei dieser Vereinfachung detaillierte Fließwege und Hinder- nisse erhalten bleiben. Gebäude sind als hydraulische Hindernisse zu realisieren. Da eine flä- chige Beregnung des 2D-Modells erfolgt, ist der Niederschlagsabfluss von Dachflächen zu be- rücksichtigen. Um Gebäude sowohl als hydraulische Hindernisse zu berücksichtigen, als auch den Niederschlagsabfluss von den Dachflächen zu ermöglichen, können die Gebäude anhand von 3D-Gebäudedaten (Lo2D) geometrisch im Höhenmodell berücksichtigt werden. Falls Ge- bäude ausgestanzt oder „disabled“ gesetzt werden ist der Niederschlag entsprechend umzuver- teilen. Die Wege- und Straßenflächen bzw. –Bruchkanten sind ebenfalls ins Netz zu integrieren, um hier eine exakte Abgrenzung der Rauheitsklassen zu gewährleisten. Der Implementierung der Ver- kehrsflächen ins Vorlandmodell kommt eine besondere Bedeutung zu, da diese im Hochwasser- fall häufig alternative Fließwege darstellen. Da die ALKIS-Daten durch den unterschiedlichen Digitalisierungsstand der Katasterämter keine einheitliche Qualität aufweisen, muss ggf. auf alternative Methoden der Implementierung zurück- gegriffen werden (z.B. Digitalisierung anhand von Luftbildern). Die Wahl der Methode ist mit der BRK abzustimmen. Des Weiteren sind die bei der Vermessung aufgenommenen bzw. bei der Begehung vorgefundenen unterschiedlichen Rauheiten der Sohle und der Böschung zu imple- mentieren. Dies bedeutet, dass Veränderungen der Sohlstruktur (z.B. raue Rampen, Wechsel von kiesig zu sandig oder bereichsweisem hohen Sohlbewuchs) abgebildet werden müssen. Die Böschungen sind in verschiedene Rauheitsklassen hinsichtlich der Bewuchsdichte einzuteilen. Dabei sind mindestens drei unterschiedliche Klassen zu nutzen. Auch ausgebaute Bereiche mit einer eher niedrigeren Rauheit (z.B. Beton) sind hier zu differenzieren. Für Vorländer und Ein- zugsgebiet ist insbesondere der Bereich des Dünnfilmabfluss anhand von fließtiefenabhängigen Rauheiten zu berücksichtigen. Die kalkulierte Methode ist im Exposé zu beschreiben. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Abbildung der unterirdisch geführten Gewässerabschnitte im

2D-Modell

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Die als unterirdisches Gewässer verlaufenden Abschnitte sind in Anlage 1 orange eingefärbt ge- kennzeichnet und in dem 2D-Modell zu berücksichtigen. Hierzu ist die Leistungsfähigkeit mit ge- eigneten Methoden zu ermitteln. Die Methoden sind im Vorfeld mit der BRK abzustimmen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Simulation des Starkregenereignisses/des Hochwas-

sers vom 08./09.09.2025 und Kalibrierung des 2D-Modells

anhand von Hochwassermarken

Das Modell ist mit dem Niederschlag des Ereignisses vom 08./09.09.2025 zu beaufschlagen. Die Niederschlagsdaten werden als angeeichte Regenradardaten übergeben. Das Gebiet ist entspre- chend flächendifferenziert mit dem Niederschlagsverlauf zu belasten. Das Modell ist anhand den vorhandenen Hochwassermarken, des Auswaschpegels, Fotos, Drohnenbefliegungen sowie Ge- schwemmsellinien zu kalibrieren. Die Kalibrierungsrechengänge (inkl. verwendeter Rauheiten und Interzeptionsparameter) sind im Bericht (Pos. 5.11.5) zu dokumentieren (Sensitivitätsana- lyse). Dabei sollen die Rauigkeits- und Interzeptionswerte der Vorländer plausibel besetzt wer- den. Die Interzeption, die maßgeblich für die Berechnung des effektiven Niederschlags ist, sollte alle maßgeblichen Verluste, wie Mulden-, Benetzungs-, Verdunstungs- und Infiltrationsverluste berücksichtigen und räumlich differenziert auf Basis von Bodenarten und Landnutzung paramet- risiert werden. Die Kalibrierung soll dazu dienen, das Modell so anzupassen, dass Hochwasser- ereignisse mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit gut abgebildet werden können. Des Weiteren ist das Modell mit den Ergebnissen der Berechnung von Überflutungsflächen einer kleinen Jähr- lichkeit zu plausibilisieren. Zusätzlich ist ein Abgleich der Fließwege mit den Starkregengefahren- hinweiskarten und den ersten Entwürfen der Starkregenkarten der Stadt Bedburg durchzuführen. Im Zuge der Kalibrierung/Plausibilisierung sindder Flussschlauch und eventuelle größere Neben- arme, Teiche oder Seen mit einer Vorfüllung zu versehen. Die konkrete (kalkulierte) Vorgehens- weise zur Übernahme der Radardaten in das 2D-Modell sowie die Vorgehensweise bei der Ka- librierung sind im Exposé zu beschreiben.

Im Zuge der Kalibrierung sind mehrere Rechengänge erforderlich. Starke Diskrepanzen zwischen Modell und einzelnen Hochwassermarken sind zu begründen. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf Straßendämme, Bahndämme u.Ä. zu richten. Zwischenergebnisse sind an die BRK zu über- geben. Dies ist bei der Kalkulation zu berücksichtigen.

Qualitätssicherung Es ist eine Prüftabelle/ein Prüfprotokoll zur Qualitätssicherung sowie sämtliche Zwischenergeb- nisse des 2D-Modells inklusive der Prüfdaten der im Exposé beschriebenen Qualitätskontrolle zur Abnahme durch die BRK zu übergeben. Hier sind die internen Prüfmechanismen zu erläutern und die Ergebnisse zu beschreiben.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Eventualposition: Explizite Ermittlung des Effektivnie-

derschlags bzw. der Interzeptionsverluste

Anstelle der Berücksichtigung von Interzeptionsverlusten direkt im 2D-Modell kann der Effektiv- niederschlag ebenfalls explizit bestimmt werden. Dazu ist der Effektivniederschlag vor der Be- lastung des 2D-Modells mit Niederschlag mit einem geeigneten Verfahren zu ermitteln. Die Be- stimmung des abflusswirksamen Niederschlags kann beispielsweise mit dem SCS-Verfahren (Soil Conservation Service) erfolgen. Bitte beschreiben Sie Ihre Vorgehensweise hierzu im Ex- posé. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Besprechungen im Projektverlauf

Besprechungstermin zur Vorstellung des 2D- Modellnetzes Nachdem das Netz des 2D-Modells inklusive Flussschlauch fertiggestellt wurde, ist dieses der BRK vorzustellen und die Qualitätsprüfung auf Grundlage des mit dem im Angebot eingereichten Exposés zu erläutern. Dabei ist auf Probleme und Merkmale, die bei der Erstellung aufgetreten sind, Bezug zu nehmen. Ob und wie Ergebnisse der (Nach-)Vermessung implementiert wurden, um z.B. Durchlässe, Gräben, Mauern oder andere Bauwerke abzubilden, ist hier ebenfalls zu besprechen. Außerdem sind erste Ergebnisse von „Testrechnungen“ des unkalibrierten Modells vorzustellen.

Besprechungstermine zur Vorstellung der Kalibrierung/Plausibilisierung des hydraulischen Mo- dells Anhand der Hochwassermarken, des Auswaschpegels und Informationen zum Starkregenereig- nisses vom 08./09.09.2025 sind die Schritte zur Kalibrierung des Modells zu erörtern. Es ist davon auszugehen, dass während der Kalibrierungsphase mehrere Abstimmungs-Meetings stattfinden werden, für deren Vorbereitung Zwischenergebnisse übergeben werden müssen. Zur Plausibili- sierung sind Vergleiche von Geschwemmsellinien und Hochwasserfotos /Drohnenbefliegungen (wenn vorhanden) mit den Ergebnissen durchzuführen.

(Hinweis: Abrechnung über Pos. 1.1)

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Flächige 2D-Berechnung

Flächige 2D-Berechnung für die Lastfälle HQhäufig,

HQ100, HQextrem, HQ30 und HQ300

Das 2D-Modell ist zunächst flächig mit Niederschlag zu belasten. Für die zu betrachtenden Lastfälle werden Bemessungsniederschläge der gleichen Jährlichkeit basierend auf KOSTRA 2020 zu Grunde gelegt. Für Wiederkehrintervalle seltener als 100 Jahre ist die PEN-LAWA Ext- rapolation zu verwenden. Die Ermittlung des effektiven Niederschlags erfolgt über die flächen- differenzierte Berücksichtigung der Interzeption intern im Hydraulikmodell. Die zu Grunde zu le- genden Niederschlagsverteilungen und Dauerstufen sind mit der BRK abzustimmen. Für die Wahl der Dauerstufe und der Niederschlagsverteilung sind die Charakteristik des Einzugsge- biets und Informationen zu abgelaufenen Hochwasserereignissen zu berücksichtigen. Für die zu betrachtenden Lastfälle werden Zielwerte für die Abflüsse in den relevanten Gewässerab- schnitten zur Verfügung gestellt, für die eine möglichst hohe Übereinstimmung zu erzielen ist. Für das Extremszenario ist ein Vergleich mit der Starkregengefahrenhinweiskarte und dem Ent- wurf der Starkregenkarte durchzuführen. Es ist zu prüfen und mit der BRK abzustimmen inwie- weit Informationen zu Wechselwirkungen zwischen der Siedlungsentwässerung und dem Ober- flächenabfluss aus dem Hystem Extran Modell in die 2D-Modellierung einbezogen werden. Die Ergebnisse des HQ Szenarios sind zur Plausibilisierung mit Erfahrungen zu sich einstellen- häufig den Überflutungen und Fließwegen bei kleinen Hochwasserereignissen des EV und der Kom- munen heranzuziehen. Die Vorgehensweise ist im Exposé darzulegen. (Hinweis: Einheitspreis für eine Berechnung, Gesamtpreis für 5 Berechnungen)

Eventualposition: Flächige 2D-Berechnung für weitere

Lastfälle

Im Zuge der Plausibilisierung des 2D-Modells kann die Betrachtung weiterer Rechenläufe erfor- derlich werden. Diese sind analog der Pos. 4.1 zu berechnen. (Hinweis: Einheitspreis für eine Berechnung, Gesamtpreis für 2 Berechnungen)

Eventualposition: Berechnung mit verschiedenen

Dauerstufen und/oder Intensitätsverläufen

Die Wahl der zeitlichen Verteilung des Niederschlags während des Ereignisses hat entschei- denden Einfluss auf den resultierenden Spitzenabfluss. Falls eine Festlegung des Intensitäts- verlaufs aus Erfahrungswerten nicht möglich ist, sind Vergleichsrechnungen mit verschiedenen Intenstitätsverläufen (beispielsweise DVWK-Verteilung, Euler Typ 2, endbetont) durchzuführen. Für die Wahl der Dauerstufe sind ebenfalls Vergleichsrechnungen zu verschiedenen Dauerstu- fen durchzuführen, falls eine Abschätzung der maßgeblichen Dauerstufe anhand der Einzugs- gebietscharakteristika zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führt. (Hinweis: Einheitspreis für eine Berechnung, Gesamtpreis für 8 Berechnungen)

Eventualposition: Explizite Ermittlung des Effektivnie-

derschlags

Berechnung des Effektivniederschlags basierend auf KOSTRA 2020 mit den unter Pos. 3.3 be- stimmten Abflussbeiwerten und Berücksichtigung im 2D-Modell anstelle der internen Berech- nung mittels Interzeptionsverlusten für die zu betrachtenden Lastfälle.

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(Hinweis: Einheitspreis für eine Berechnung, Gesamtpreis für 7 Berechnungen)

2D-Modellierung am Gewässer

Im Regelfall werden die Berechnungen in dieser Position instationär durchgeführt. Falls sich im Projektverlauf der Bedarf ergibt, kann in Abstimmung mit der BRK stattdessen eine stationäre Berechnung durchgeführt werden. Im Gegensatz zur klassischen Gewässerhydraulik, bei der Überflutungen nur durch Ausuferun- gen aus dem Gewässer entstehen, wenn dessen Abflusskapazität überschritten ist, treten bei der flächigen 2D-Berechnung im gesamten Untersuchungsgebiet überflutete Bereiche auf. Für die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten und die Ausweisung von Überschwemmungsge- bieten sind die Überflutungsbereiche, die in direktem Zusammenhang mit den relevanten Ge- wässerabschnitten stehen, abzugrenzen.

Ermittlung und Übernahme der Zuflussrandbedingun-

gen

Zur Abgrenzung der fluvialen Überflutungsflächen ist ein weiterer Rechenlauf notwendig, der auf der Methodik der klassischen Gewässerhydraulik beruht. Für die relevanten Gewässerab- schnitte (Pützer Bach und Kalrather Fließ) sind dazu Zuflussrandbedingungen zu definieren. Die dafür erforderlichen Abflussganglinien werden aus den zuvor durchgeführten Berechnungen des flächigen 2D-Hydraulikmodells abgeleitet. Durch diese Methodik kann der durch Überflutun- gen aus dem Gewässer entstehende Überflutungsbereich eindeutig ermittelt werden. Zur Er- mittlung der Zuflussrandbedingungen ist eine ausreichende Anzahl und sinnvolle Platzierung von Kontrollquerschnitten erforderlich (siehe Pos. 3.1.5). Es ist mit der BRK abzusprechen, inwieweit große Kanaleinleitungen aus dem Hystem Extran Modell bei den Zuflüssen zum Gewässer berücksichtigt werden sollen und wie in einem solchen Fall konsistente Gesamtabflussmengen gewährleistet werden. Die aus der flächigen 2D-Berechnung mit Modellregenereignissen (KOSTRA 2020) ermittelten Zuflussganglinien (Bemessungswellen) sind in das 2D-Modell zu übernehmen. Es sind in Absprache mit der BRK Zulaufränder zu konstruieren, Auslaufbedingungen und An- fangswasserspiegel zu definieren und mit entsprechenden Randbedingungen zu versehen. Zulauf: Abfluss als Ganglinie und Winkel. Auslauf: Berücksichtigung des Energieliniengefälles oder einer W-Q-Beziehung (hier kann z.B. ein Rückstau berücksichtigt werden). Für die Auslauf-Einstellungen sind sinnvolle Vorschläge zu machen und mit der BRK abzustimmen (z.B. Worst Case aus Energieliniengefälle und Mün- dungsformel). Das geplante Vorgehen zur Abgrenzung der fluvialen Überflutungsflächen ist im Exposé zu skizzieren. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Berechnung der Wasserspiegellagen

Durchführen von Rechenläufen für die Szenarien HQ , HQ30, HQ , HQ300, HQ . häufig 100 extrem Die Zeitschritte (Time steps) sind auf 15 min zu setzen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 5 Szenarien)

Eventualposition: Berechnung der Wasserspiegella-

gen weiterer Szenarien

Durchführen von Rechenläufen für weitere Szenarien definierter Jährlichkeit analog Pos. 5.2. Die Zeitschritte (Time steps) sind auf 15 min zu setzen.

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(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 2 Szenarien)

Eventualposition: Manuelle Abgrenzung der gewäs-

serbezogenen Überflutungsflächen

Anstelle der Abgrenzung der gewässerbezogenen Überflutungsbereiche mittels einer separaten hydraulischen Modellierung, kann die Abgrenzung auch manuell erfolgen. Aufgrund der komple- xen Abflussverhältnisse und Fließwege ist eine automatisierte Abgrenzung der Überflutungsflä- chen nicht möglich, sondern muss unter Berücksichtigung hydraulischer und ingenieurstechni- scher Aspekte durchgeführt werden. Dabei sind insbesondere die folgenden Punkte zu berück- sichtigen: • Alle Wasserflächen, die direkt mit dem Wasserkörper zusammenhängen, sind zu be- rücksichtigen. • Alle Fließwege, die aus dem Gewässer austreten und zu einem späteren Zeitpunkt wie- der ins Gewässer fließen, müssen ebenfalls vollständig berücksichtigt werden. • Von außen zuströmende Fließwege, welche nicht zuvor aus dem Gewässer ausgetreten sind, werden am Rand der Gewässerüberflutungsfläche abgeschnitten. • Nach Möglichkeit sollten zusammenhängende Überflutungsflächen nicht durchschnitten werden und auch keine Schnittgrenzen durch Häuser verlaufen. Dies zu berücksichtigen ist ge- gebenenfalls nicht immer möglich und sollte in enger Abstimmung mit der BRK erfolgen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 7 Szenarien)

Eventualposition: Berechnung für HQ mit geänderten

x

Einstellungen im Hydraulikmodell

Vom Büro sind zusätzlich zu den Berechnungen der vorgenannten Positionen verschiedene Va- rianten, die unterschiedliche Einstellungen im Hydraulikmodell (z.B. geänderte Leistungsfähigkeit von Durchlässen, andere Rauheiten) berücksichtigen, zu berechnen. Die Varianten werden von der BRK vorgegeben. Welche Variante/Variantenkombination letztendlich die maßgebliche Vari- ante für das jeweilige Szenario ist, wird von der BRK vorgegeben. Hierfür sind die Zwischener- gebnisse der Berechnungen an die BRK zu übergeben. (Hinweis: Einheitspreis pro Variante, Gesamtpreis für 3 Varianten)

Eventualposition: Zusammenführen der Ergebnisse

der Varianten

Es ist möglich, dass die maßgebliche Variante für ein Szenario (z.B. HQ ) eine Kombination extrem aus mehreren zuvor gerechneten Varianten darstellt (vgl. Pos. 5.5). Dann ist es erforderlich, dass für das jeweilige Szenario die Ergebnisse einzelner oder mehrere Berechnungsvarianten überla- gert bzw. zusammengeführt werden (Variantenkombination). Der Aufwand für das Zusammen- führen ist hier zu kalkulieren. (Hinweis: Einheitspreis pro „Zusammenführung“, Gesamtpreis für 3 „Zusammenführungen“)

Qualitätssicherung

Hier (bzw. spätestens nach der Verschneidung der Ergebnisse im GIS) sind die hydraulischen Ergebnisse zu untersuchen und zu prüfen. Quer- und Längsprofile können hier hilfreich sein. Dabei ist auf folgende Fragen einzugehen:

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 Wie sehen die berechneten Flächen und Tiefen aus?  Gibt es Unterschiede zu den bisher berechneten Flächen oder den bekannten Flächen aus realen Hochwasserereignissen und warum?  Sind alle bekannten Durchlässe vorhanden bzw. werden sie genutzt?  Sind die Randbedingungen an den Bauwerken richtig gesetzt und verhalten sie sich auch dementsprechend? Der BRK ist eine Prüftabelle/ein Prüfprotokoll zur Verfügung zu stellen.

Die Ergebnisse (Überflutungsflächen und Wassertiefen) der verschiedenen Szenarien sowie die Ergebnisse der Qualitätssicherung sind in einem Besprechungstermin (Pos. 1) vorzustellen. Teilnehmende sind hier neben der BRK auch  Der Erftverband inkl. Gebietstechniker o.ä.  Ggf. Vertreter der betroffenen Kreise  Ggf. Vertreter der betroffenen Kommunen inkl. der jeweiligen Ordnungsbehörden bzw.  Ggf. Vertreter aus dem Katastrophenschutz Soweit der Termin einen vergrößerten Teilnehmendenkreis umfasst und die BRK eine vorherige Abstimmung über die Präsentationsfolien wünscht, wird er als Präsentationstermin (Pos. 1.3) abgerechnet. Die Überschwemmungsflächen werden durch die BRK den zu beteiligenden Personen und In- stitutionen im Vorfeld über eine GIS-Cloud zur Verfügung gestellt. Die dafür benötigten GIS- Daten werden durch das Büro an die BRK übergeben. Anmerkungen und Korrekturbedarf kön- nen dann vor dem Termin gesammelt und dann während des Termins besprochen werden. Das Vorgehen ist mit der BRK abzustimmen.

Besprechungstermine werden über die Pos. 1 abgerechnet. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Eventualposition: Rechenlauf mit gestaffelten Abflüs-

sen

Diese Position kommt zum Tragen, wenn die Projektentwicklung es erforderlich macht, eine Wasserstands-Abflussbeziehung für eine Abflussstaffelung zu ermitteln. Dazu ist ein Rechen- lauf mit gestaffelten Abflüssen durchzuführen. Zu kalkulieren ist ein Rechenlauf mit bis zu 20 Abfluss-Stufen. Die Dauer der einzelnen Abfluss- stufen ist mit der BRK abzustimmen. In Abstimmung mit dem Büro wird die BRK die einzelnen Stufen sowie zeitliche Staffelung konkret festlegen. Für die einzelnen Staffelstufen ist jeweils ein Shape mit den Überflutungsflächen und ein Raster mit den Wassertiefen und Wasserspiegellagen vorzulegen.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Eventualposition: Visualisierung der gestaffelten Ab-

flüsse

Die Visualisierung der gestaffelten Abflüsse ist zusätzlich über eine Mapviewer-Datei oder ver- gleichbare Anwendungen, in denen neben der Flächenausdehnung auch die zeitlich gestaffel- ten Abflussmengen und punktuelle Wassertiefen abrufbar sind, durchzuführen.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Eventualposition: Auswertung des Rechenlaufes mit

gestaffelten Abflüssen

Die Hochwassermarken bzw. Hochwasserereignisse anhand von Fotos sind mit Hilfe der Er- gebnisse des gestaffelten Rechenlaufes (Pos. 5.8) auszuwerten. Die Abflüsse sind einzuord- nen, zu bewerten und der BRK schriftlich vorzulegen.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Datenzusammenstellung und Übergabe

Nach dem Rohverschneidungsergebnis der Wasserspiegellagen mit dem Geländemodell sind für die Nachbearbeitung die Vorgaben gemäß Anlage 6 zu beachten. Die Wassertiefengrids, die später in der Projekt.gdb eingefügt werden, haben eine Rastergröße von 1x1m aufzuweisen. Eine detailliertere Auflösung ist aufgrund der damit verbundenen hohen Datenmenge nicht geplant.

Aufbereitung und Übergabe der Hydraulikdaten

Eingabedatensätze der 2D-Berechung Übergabe der vollständigen Eingabedatensätze für das verwendete hydronumerische Modell und für die Generierung des Berechnungsnetzes (hydro_as.2dm).

Ausgabedaten der 2D-Berechnung Es sind die vollständigen Ausgabedatensätze (Ordner Data-out) der hydronumerischen Berech- nung zu übergeben. Diese müssen mindestens die Wassertiefen, Wasserspiegellagen, Fließge- schwindigkeiten, Sohlschubspannungen, Impulse und den Effektivniederschlag pro Ausgabezeit- schritt, sowie die maximalen Wassertiefen, Wasserspiegellagen, Schubspannungen und Impulse enthalten. Desweiteren sind wsl-minus-elevation Raster zu erzeugen.

Es sind shape-Dateien und Excel-Tabellen der Ergebnisse an den Kontrollquerschnitten mit folgendem Inhalt für alle HQ , zu erstellen: x  Station (Syntax der Gewässerstationierungskarte, z.B. km 0+500)  Abfluss (m³/s)  Wasserspiegel (Flussmitte) (Höhensystem: NHN) Bei der Berechnung sind für den Abfluss, den Wasserspiegel und die Fließgeschwindigkeit die maximalen Werte zu wählen. Hier sollen bei Bedarf auch die Ergebnisse anderer Zeitschritte vorgehalten werden und der BRK übergeben werden. Bei einer stationären Berechnung dagegen sind ggf. die Werte des Endzeitschritts „stationärer Zustand“ zu wählen. Hier ist Rücksprache mit der BRK zu halten. Zur Visualisierung im GIS ist ein Punktshape, welches die Netzknoten repräsentiert, zu erstellen und zu übergeben. Die Ergebnisse (xyz-Daten, maximale Geschwindigkeiten, Wasserspiegella- gen, Wassertiefen und Impulsen) für HQ , HQ , HQ , HQ , HQ sowie ggf. die beiden häufig 30 100 300 extrem weiteren Szenarien sind an das Shape anzubinden, so dass die Ergebnisse auch im GIS ange- zeigt werden können.

Hydraulik an den Querbauwerken Erstellung einer Excel-Tabelle, die Querbauwerke mit folgenden Angaben enthält:

 2D Brücke mit Konstruktionsunterkante (Druckabfluss möglich)

  • Höhe der KUK [mNHN]
  • Höhe der Oberkante (bei Überströmung)
  • Überfallbreite der Oberkante (bei Überströmung)

 Durchlässe (Rechteck)

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Leistungsbeschreibung Umsetzung der HWRM-RL an Pützer Bach und Kalrather Fließ

  • Abflusskoeffizient
  • Breite [m]
  • Höhe [m]
  • Sohlhöhe z1 [mNHN]
  • Sohlhöhe z2 [mNHN]
  • Formel

 Durchlässe (Kreis)

  • Abflusskoeffizient
  • Durchmesser [m]
  • Sohlhöhe z1 [mNHN]
  • Sohlhöhe z2 [mNHN]
  • Formel

 Wehr

  • Überfallbeiwert
  • Segmentbreite [m]
  • Kronenhöhe [mNHN]
  • Formel

 Verrohrung

  • Einlauf
  • Auslauf [m]
  • Länge Wenn die Nachbearbeitung des Profils eines Querbauwerkes erforderlich war, dann Abgabe des Original- und des editierten Brückenprofils als Anlage zu dieser Tabelle.

Rauheiten Die Rauheiten sind als Polygonshape an die BRK zu übergeben. Hierfür sind z.B. die „mesh material regions“ in SMS zu Polygonen zu konvertieren und als Shape-file abzuspeichern. Ggf. ist die Spalte „kst“ in der Attributtabelle zu ergänzen. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Eventualposition: Darstellung der Berechnungsergeb-

nisse

Sämtliche Berechnungsergebnisse (HQx-Szenarien etc.) sind auch als hmv-Datei zur Verfügung zu stellen. Die hmv-Dateien müssen mit der Software MapView Desktop lesbar sein. Es sind dafür Hintergrunddateien (im hmvc-Format) mit zu übergeben, über die als Hintergrundkarten wahl- weise aktuelle Topografische Karten, die Schummerung (DGM), Luftbilder (DOP) oder historische Topografische Karten eingeblendet werden können. Die preußischen ÜSG sind ebenfalls im kmz- Format einzubinden. Alternativ kann eine vergleichbare Darstellung mit anderer Software gewählt werden, z.B. lauffä- hig in QGIS (ohne Erweiterungen). Wichtig bei der Visualisierung ist, dass Wassertiefen überall leicht abrufbar sind und dass Abflussmengen an Kontrollquerschnitten wasserstandabhängig ab- gegriffen werden können. Zudem müssen alle Informationen zur Einschätzung historischer Hoch- wasser (z.B. preußische ÜSG, historische topogr. Karten) leicht einblendbar sein. (Hinweis: Gesamtpreis: pauschal)

Geländehöhenmodell

Das Geländehöhenmodell (siehe Pos. 3.1.1) ist in der Form des Terrain oder Rasters/Grids zu übergeben. Die Höhenpunkte (Punkt-Shape), Bruchkanten (3D-Linien-Shape) und Durchlässe angrenzender Verkehrsdämme (Punkt-Shape) des erzeugten Höhenmodells sind als Features in

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der *.gdb unter Kennzeichnung der Herkunft (Profileinmessung, Laserscandaten usw.) zu über- geben. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Eventualposition: Übergabe eines SMS-Projektes

Der BRK ist neben sämtlichen Originaldaten des Berechnungsmodells ein SMS-Projekt PuetzerB zu übergeben, welches mindestens die folgenden Informationen enthält:

  • Wassertiefen
  • Fließgeschwindigkeit
  • Maximaler Wasserspiegel (WSPL_max)
  • Wasserspiegel in NHN
  • Überflutungsdauer
  • Schubspannung
  • Lage der Kontrollquerschnitte, Abflussmengen an den Kontrollquerschnitten
  • Berechnungsnetz, Visualisierung der instationären Ergebnisse über den gesamten be- rechneten Zeitverlauf

Die Inhalte sind sinnvoll zu visualisieren. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Erstellen des Teilberichtes „Hydraulik“

Es ist ein Bericht über die durchgeführten Arbeiten aus Pos. 3, Pos. 4 und Pos. 5 zu erstellen. Er muss zumindest folgende Punkte beinhalten:  Verwendete Software für die Höhenmodellerstellung, verwendete Programmversion für die Wasserspiegellagenberechnung, verwendete Tools und Skripte für die Kartenerstel- lung  Verwendete Datengrundlagen mit Angabe der Jahreszahl (Vermessungsdaten aus dem Jahre jjjj, Laserscandaten von tt.mm.jjjj (pro Kachel), Topographischer Hintergrund aus dem Jahre jjjj, HQ erhalten am tt.mm.jjjj x  Beschreibung der Erstellung des Höhenmodells bzw. des Netzes  Erläuterung der verwendeten Methoden bei der Filterung, wie auch bei der Bruch- kantenerzeugung usw.  Auflistung der nachvermessenen Böschungen (Screenshots Vergleich Datenlücke – Ab- bildung nach Vermessung)  Simulation des Hochwassers vom 08./09.09.2026, Kalibrierung des Modells anhand der Hochwassermarken  Dokumentation der für die Plausibilisierung des hydraulischen Modells vorgenommenen notwendigen Änderungen der Rauheiten gegenüber den bei der Vermessung aufgenom- menen oder anhand von Bildern abgeleiteten Rauheiten, Aufzeigen von unplausiblen Er- gebnissen bzw. Randbedingungen  Ableitung der Zulaufrandbedingungen für alle HQx  Tabelle der Bauwerke  Dokumentation der Anfangsbedingungen (Anfangswasserspiegel, Abfluss mit Jährlich- keit) sowie die Quelle, aus der diese Angaben stammen  Angabe der relevanten Randbedingungen (Lage und Einstellung der Zulaufpunkte, Wehr- abbildung, Durchlässe etc.)  Dokumentation weiterer wesentlicher Entscheidungen (z.B. Festlegung der berechneten Szenarien, Festlegung von stationärer oder instationärer Berechnung)  Bewertung der Ergebnisse der hydraulischen Berechnung und der erstellten Karten (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Q-GIS-Projekt „Hydraulik“

Sämtliche in Pos. 3, Pos. 4 und Pos. 5.11 geforderten Daten sind in einem GIS Projekt „Hydrau- lik/hydrologischer Längsschnitt“ zusammenzustellen und spätestens 9 Monate nach Übergabe Leistungspaket 1 der BRK zu übergeben (Übergabe Leistungspakete 2 und 3). Die Darstellungen sind nach den Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwassergefahrenkarten nach LAWA aus- zuführen und mit der BRK abzustimmen. Das Projekt muss mindestens folgende Inhalte enthalten.

  • Geländemodell
  • Hyperlinks auf Querprofile und Fotos
  • Hochwassermarken maximale Wassertiefen als Raster
  • Maximale Fließgeschwindigkeiten nach LAWA-Richtlinie
  • Maximaler Wasserspiegel (WSPL_max) in NHN als Raster
  • Maximale Schubspannungen
  • Lage der Kontrollquerschnitte
  • Geopackage mit allen Daten aus dem Berechnungsmodell (Durchlässe, Zuflussrandbe- dingungen etc.)
  • Punktshape mit den Berechnungsergebnissen aller Modellknoten
  • Berechnungsnetz, Visualisierung der instationären Ergebnisse über den gesamten be- rechneten Zeitverlauf

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Aufbereitung der Ergebnisdaten

Die Ergebnisdaten sind in die hwrmrl_Projekt.gdb einzupflegen. Die Struktur der dort vorgegebe- nen Attributtabellen darf nicht verändert werden. Es handelt sich bei allen vorgegebenen Da- ten/Tabellen um ein standardisiertes Format, welches unbedingt einzuhalten ist und nicht verän- dert werden darf. Die hwrmrl_Projekt.gdb ist folgendermaßen umzubenennen:

274752_PuetzerBach_System_A01.gdb.

Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen, der

überschwemmungsgefährdeten Gebiete (Bezeichnung

LAWA „geschützte Gebiete“) und der Fließ- und Hochwass-

erscheitelgeschwindigkeiten

Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen für die Szena- rien HQhäufig, HQ100, HQ extrem Es sind für HQhäufig, HQ100, HQ extrem folgende Daten zu ermitteln:  die Überflutungsflächen; wassertiefenabhängig eingefärbt als Raster-Dataset (TIEFEN)  die Überflutungsflächen ohne Berücksichtigung der Wassertiefe als FeatureClass (uesg_HWGK)  die Wasserspiegellagen als Raster-Dataset in mNHN (WSPL)  weiterhin sind unter Zuhilfenahme der in Pos. 3 und Pos. 4 ermittelten Daten die Fließ- und Hochwasserscheitelgeschwindigkeiten als FeatureClass zu aggregieren und im GIS sinnvoll darzustellen. Vorgaben für die Nachbearbeitung der Original-Überflutungsflächen sind der Anlage 6 zu ent- nehmen

(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 3 Szenarien)

Eventualposition: Ermittlung der überschwemmungsge-

fährdeten Gebiete

Es sind für HQhäufig, HQ100, HQ extrem folgende Daten zu ermitteln:  die überschwemmungsgefährdeten Gebiete wassertiefenabhängig eingefärbt als Ras- ter-Dataset (TIEFEN)  die Überflutungsflächen und die überschwemmungsgefährdeten Gebiete ohne Berück- sichtigung der Wassertiefe als FeatureClass (uesg_HWGK)

Die überschwemmungsgefährdeten Gebiete sind hinter sämtlichen qualifizierten und ausge- wählten nicht qualifizierten Hochwasserschutzanlagen im Untersuchungsgebiet zu ermitteln. Vorgaben für die Ermittlung der überschwemmungsgefährdeten Gebiete und für die Nachbear- beitung der Original-Überflutungsflächen sind der Anlage 6 zu entnehmen. Bei der Kalkulation ist zu berücksichtigen, dass zur Codierung der Flächen Handarbeit erforderlich ist. Die Auswahl der zu betrachtenden nicht qualifizierten Hochwasserschutzanlagen erfolgt in Abstimmung mit der BRK. Pro Szenario sind maximal 6 Hochwasserschutzanlagen zu betrachten.

(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 3 Szenarien)

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Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen und der

Wasserspiegelhöhen in m NHN für die Szenarien HQ HQ

30, 300

und der zwei weiteren Szenarien

Für die Szenarien HQ HQ und der zwei weiteren Szenarien sind die Überflutungsflächen 30, 300 und –tiefen zu erzeugen. Des Weiteren sind Raster für die Höhe des Wasserspiegels in m NHN zu erstellen. Hierbei reicht jedoch die Darstellung als „Rohergebnisse“. Eine Aufbereitung der Daten (z.B. Bereinigung von Inseln und Pfützen) ist nicht notwendig. Die Flächen dienen ledig- lich zur Plausibilisierung der Überflutungsflächen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Szenario, Gesamtpreis für 4 Szenarien)

Eventualposition: Einarbeiten von Änderungen

Diese Position beinhaltet die Prüfung der Rückläufe im Rahmen der Durchführung von Abstim- mungsterminen und/oder Plausibilisierungen mit Vertretern des Erftverbandes und/oder der be- troffenen Kreise und Kommunen und/oder die Durchführung von Nachberechnungen, die sich durch Rückläufe ergeben. Über den Aufwand der Nachberechnungen ist mit der BRK Rückspra- che zu halten. Die Prüfungsergebnisse sind schriftlich zu dokumentieren. In Absprache mit der BRK sind die betroffenen GIS-Daten (z.B. Überflutungsflächen, Fließge- schwindigkeiten) anzupassen. (Hinweis: Einheitspreis pro Ingenieurstunde, Gesamtpreis für maximal 80 Ingenieurstunden)

Aufbereitung der Daten und Datenübergabe

Die in Pos. 6.1 für die Szenarien HQ , HQ , HQ ermittelten Daten sind gemäß den Vor- häufig 100 extrem gaben in der Dokumentation zum Musterprojekt in die entsprechende Projektdatenbank (Pro- jekt.gdb) einzuarbeiten. Die Projektdatentabelle, welche in der Projekt.gdb enthalten ist, ist vollständig auszufüllen.

Die in Pos. 6.1 für die Szenarien HQ , HQ und die beiden weiteren Szenarien ermittelten Daten 30 300 sind als shape-Datei sowie Raster-Datensatz zu übergeben (ohne Übernahme in die Projektda- tenbank der HWRMRL).

Diese Datensätze sind der BRK zusammen mit den GIS-Projekten (Pos. 6.4) zu übergeben. (Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

GIS-Projekt mit den Ergebnisdaten

Sämtliche in Pos. 6 geforderten Datensätze sind in einem GIS-Projekt mit relativen Pfaden zu- sammenzustellen und bis spätestens 3 Monate nach Übergabe von Leistungspaket 2 der BRK zu übergeben (Übergabe Leistungspaket 3).

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Dokumentation

Erstellung des Teilberichtes „Erstellung der Ergebnisda-

ten“

Es ist ein Bericht über die Erstellung der Ergebnisdaten anzufertigen. Er muss zumindest fol- gende Punkte beinhalten:

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 Beschreibung der Vorgehensweise bei den einzelnen Arbeitsschritten o Ermittlung der Überflutungsflächen und –tiefen, der überschwemmungsgefährde- ten Gebiete sowie der Geschwindigkeiten o Begehung und Abstimmung der Überflutungsgebiete und -flächen o ggf. Beschreibung der Ermittlung der Flächen hinter nicht qualifizierten Hochwas- serschutzanlagen  Darstellung möglicher aufgetretener Probleme sowie Auffälligkeiten

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

Erstellung des Abschlussberichtes

Der fertige Abschlussbericht muss sämtliche durchgeführten Arbeiten erläutern. Die abgestimm- ten Teilberichte sind in den Abschlussbericht sinnvoll zu integrieren. Dazu sind die Nummerie- rungen anzupassen, so dass ein durchgängiges Dokument entsteht. Das Dokument ist mit In- halts-, Bilder- und Tabellenverzeichnis abzugeben. Es ist eine Einleitung für den Abschlussbericht zu erstellen. Diese Einleitung muss zumindest nachfolgende Punkte kurz beinhalten:

 Veranlassung  Gebietsdarstellung (Einzugsgebiet, Verwaltungsgrenzen, Naturräumliche Grenzen)  Gewässer, Pegel, Hochwasserschutzanlagen, Stauanlagen/Talsperren  Klima/Niederschläge  Böden/Landnutzung  Gelände und Geologie

Bei der Erstellung des Abschlussberichts sind sinnvolle Überleitungen zwischen den einzelnen Arbeitspaketen und Teilberichten herzustellen und die Inhalte der angehängten Teilberichte sinn- voll zusammenzufassen, sodass ein in sich schlüssiges Dokument entsteht.

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Eventualposition: Festsetzungsverfahren

Eventualposition: Erstellung von Festsetzungskarten

Das Layout der Karten inklusive Legende und Schriftfeld wird von der BRK vorgegeben bzw. ist bei der BRK zu erfragen. Die Karten sind als .pdf und im GIS-Projekt zu übergeben. Die Festset- zungskarten sind im DIN A2-Format in zwei unterschiedlichen Versionen (Übersicht und Detail) zu erarbeiten.

Eventualposition: Erstellen der Übersichtskarte

Es sind Übersichtskarten im Maßstab 1:25.000 zu erstellen, die Folgendes beinhalten:  Stationierung inklusive Beschriftung (gemäß GSK, aktuelle Auflage)  Überflutungsgebiet HQ (flächenhafte Darstellung - blau) 100  Blattschnitte der Detailkarten (nummeriert)

(Hinweis: Einheitspreis pro Kartenblatt, Gesamtpreis für 1 Kartenblatt)

Eventualposition: Erstellen der Detailkarten

Es sind Detailkarten im Maßstab 1:5.000 zu erstellen, die Folgendes beinhalten:  Stationierung inklusive Beschriftung (gemäß GSK, aktuelle Auflage)  Überschwemmungsgebiet HQ (flächenhafte Darstellung - blau) 100 (Hinweis: Einheitspreis pro Kartenblatt, Gesamtpreis für 7 Kartenblätter)

Nachbearbeitung der Überschwemmungsgebiete

Im Rahmen des Festsetzungsverfahrens sind Rückläufe und Stellungnahmen zu prüfen und ggf. zu berücksichtigen.

Eventualposition: Nachbearbeitung der Überschwem-

mungsgebiete im Rahmen des Festsetzungsverfahrens

Das kann u.a. folgende Arbeiten beinhalten:

  • Prüfen von Rückläufen und Stellungnahmen
  • Unterstützung der BRK bei der Formulierung von Textbausteinen
  • Modellanpassungen
  • Durchführung von Nachberechnungen
  • Anpassen der Überflutungsflächen (shape-Dateien)

Über den Aufwand ist vor Arbeitsbeginn mit der BRK Rücksprache zu halten. Die Prüfungser- gebnisse sind schriftlich zu dokumentieren.

(Hinweis: Einheitspreis pro Ingenieurstunde, Gesamtpreis für maximal 80 Ingenieurstunden)

Eventualposition: Einarbeiten der Änderungen in die

Karten

Ergeben sich räumliche Veränderungen in den Überflutungsgebieten aufgrund von Pos. 7.2.1, sind die entsprechenden Kartenblätter unter Beachtung der Pos. 7.1 neu anzufertigen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Kartenblatt, Gesamtpreis für maximal 8 Kartenblätter)

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Eventualposition: GIS-Projekt „Festsetzungskarten“

Sämtliche in Pos. 7 geforderten/ermittelten Daten sind in einem GIS Projekt „Festsetzungskarten“ zusammenzustellen und entweder bis spätestens 2 Wochen nach Einarbeiten der Rückläufe und Stellungnahmen im Zuge des Beteiligungsverfahrens oder bis spätestens 2 Wochen nach Mittei- lung durch die BRK, dass das Einarbeiten von Rückläufen und Stellungnahmen nicht erforderlich ist, der BRK zu übergeben (Übergabe Leistungspaket 4).

(Hinweis: Gesamtpreis pauschal)

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Eventualposition: Zusätzlicher Arbeitsaufwand

Eventualposition: Zusätzliche Begehung des Untersu-

chungsgebietes

Diese Position kommt in Abstimmung mit der BRK nur zum Tragen, wenn im Rahmen der 2D- Berechnung die signifikanten, überfluteten Stellen zu plausibilisieren sind oder wenn durch Über- prüfen der Einwendungen im Festsetzungsverfahren die ermittelten Überflutungsflächen durch eine Begehung plausibilisiert werden. Der BRK ist die Teilnahme zu ermöglichen. Für die Begehung sind Karten zu erstellen, in denen die für die Begehung relevanten Punkte dargestellt werden (Hintergrundkarte ABK, Gewässerverlauf und Stationierung, ermittelte Über- flutungsgebiete). Die Ergebnisse der Begehung sind zu dokumentieren und der BRK zu übergeben. Die Vor- und Nachbereitung für die Begehung sind hier mit zu kalkulieren. (Hinweis: Einheitspreis pro Tag, Gesamtpreis für 3 Tage)

Eventualposition: Zusätzliche Vermessungsarbeiten

Diese Position kommt in Abstimmung mit der BRK zum Tragen, wenn im Rahmen der 2D-Be- rechnung oder durch Überprüfen der Einwendungen im Festsetzungsverfahren eine genauere Geländeabbildung in bestimmten Bereichen oder Profilen erforderlich wird. Sie dient als Grund- lage für eine Plausibilisierung der Ergebnisse. Es gelten die gleichen Grundsätze (z.B. Bezugsystem, Genauigkeiten, Fotodokumentation usw.) wie in Pos. 2. Es ist die Erfassung der Geländehöhen einschließlich Auswertung, Datenübergabe und Erstellen der Dokumentation pro Tag zu kalkulieren.

(Hinweis: Einheitspreis pro Tag, Gesamtpreis für 3 Tage)

Eventualposition: Mehraufwand

Diese Position kommt in Abstimmung mit der BRK zum Tragen, wenn zusätzliche Arbeitsleistun- gen notwendig sind, die durch die vorherigen Positionen nicht abgedeckt sind, jedoch im Zusam- menhang mit der Ermittlung der Hochwassergefahrenkarten/Festsetzungskarten stehen.

(Hinweis: Einheitspreis pro Ingenieurstunde, Gesamtpreis für 80 Ingenieurstunden)

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Literaturverzeichnis

[1] Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.

Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken.

[2] Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG) vom

31.07.2009 in der aktuell gültigen Fassung.

[3] Wassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen – Landeswassergesetz - vom

8.7.2016 in der aktuell gültigen Fassung.

[4] Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwassergefahrenkarten und

Hochwasserrisikokarten Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA),

beschlossen durch die 167. LAWA-Vollversammlung am 21./22. März 2024 in

Potsdam.

[5] ETRS89/UTM. Das amtliche Lagebezugssystem in Nordrhein-Westfalen (s.

Internetseite der Bezirksregierung Köln – Geobasis).

[6] Informationen zum amtlichen Höhenbezugssystem DHHN2016 (Höhenstatus 170)

(s. Internetseite der Bezirksregierung Köln – Geobasis).

[7] Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster

(Vermessungs- und Katastergesetz - VermKatG NRW) vom 1. März 2005 in der

aktuell gültigen Fassung.

[8] Richtlinien zum Einsatz von satellitengeodätischen Verfahren im

Vermessungspunktfeld - GPS - Richtlinien - v. 02.09.2002 in der Fassung v.

15.04.2003 36.3 – 7132, Stand v. 20.09.2007 37-51.12.01 - 7132.

[9] BWK, Merkblatt 1, Hydraulische Berechnung von naturnahen Fließgewässern, Teil

1, Stationäre Berechnung der Wasserspiegellinie unter besonderer

Berücksichtigung von Bewuchs- und Bauwerkseinflüssen, in der aktuell gültigen

Fassung.

[10] Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten, Leitfaden des

MUNLV, eingeführt durch Erlass vom 20.11.2006.

[11] Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.

Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der

Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik.

[12] Informationen zu SAPOS®; (s. Internetseite der Bezirksregierung Köln –

Geobasis).

[13] Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.

November 2010 über Industrieemissionen (integrierte Vermeidung und

Verminderung der Umweltverschmut-zung).

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