S-HB-0226_Leistungsbeschreibung.pdf

Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts

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Leistungsbeschreibung

Vorhaben: Unterstützung bei der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Schulzendorf

Auftraggeberin: Gemeinde Schulzendorf

Vergabenummer: S-HB-0226

Vergabeverfahren: Öffentliche Ausschreibung

Vorhabenbeginn: Januar 2027

Vorhabenende: Dezember 2027

Inhalt

  1. Allgemeines ..................................................................................................................................... 2

  2. Die Gemeinde Schulzendorf ............................................................................................................ 2

  3. Beschreibung der Leistungen .......................................................................................................... 3

Leistung 1: „Energie- und THG-Bilanz“ ................................................................................................ 3

Leistung 2 „Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung“ .................................................................. 5

Leistung 3 „Professionelle Prozessunterstützung“ ............................................................................. 7

Leistung 4 „Akteursbeteiligung“ .......................................................................................................... 8

Leistung 5 „Begleitende Öffentlichkeitsarbeit“ ................................................................................... 9

Leistung 6 „Konzeptfertigstellung“ ..................................................................................................... 9

  1. Zeitplan ............................................................................................................................................ 9

  2. Angebotserstellung, Auswahlkriterien und Auftragsbudget ........................................................... 9

  3. Sonstige Vereinbarungen .............................................................................................................. 11

  4. Erfüllung der Förderbedingungen ................................................................................................. 11

  5. Quellen .......................................................................................................................................... 12

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1. Allgemeines

Die Gemeinde Schulzendorf beabsichtigt ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen, um

erstmalig einen Überblick über die Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen)

auf dem Gemeindegebiet zu erhalten sowie Ziele und einen Fahrplan für den Klimaschutz zu

entwickeln. Für die Konzepterstellung wurden Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative

beantragt und eine Klimaschutzmanagerin (KSM) eingestellt. Diese soll bei der Konzepterstellung

durch ein fachlich qualifiziertes Unternehmen unterstützt und beraten werden. Die Dienstleistung

umfasst folgende Tätigkeiten:

• Unterstützung bei Energie- & THG-Bilanzierung

• Unterstützung bei der Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung

• Professionelle Prozessunterstützung

• Akteursbeteiligung

• Begleitende Öffentlichkeitsarbeit

• Konzeptfertigstellung

Der Dienstleister soll die angedachten Inhalte in enger Abstimmung mit der KSM erarbeiten,

verschriftlichen sowie beratend zur Seite stehen. Es sind regelmäßige Absprachen zu halten. Für

einzelne Veranstaltungen muss der Auftragnehmer in der Gemeinde Schulzendorf vor Ort sein.

Es sind die Anforderungen des Fördergebers (siehe Punkt 7) zu erfüllen, die in die

Leistungsbeschreibung eingearbeitet wurden. Zudem soll der Praxisleitfaden „Klimaschutz in

Kommunen“ als Grundlage für die Erstellung dienen (Difu, 2023).

2. Die Gemeinde Schulzendorf

Schulzendorf ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald im Bundesland

Brandenburg. Sie liegt am südöstlichen Stadtrand Berlins und gehört zur landschaftlich reizvollen

Dahme-Seen-Region. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von rund 9,1 km² und hat sich in

den vergangenen Jahren vor allem als attraktiver Wohnstandort mit guter Anbindung und

familienfreundlicher Infrastruktur entwickelt. Die Gemeinde wächst daher stetig und hat dieses Jahr

die Höhe von 10.000 Einwohner:innen überschritten. Mit knapp 1.100 Personen pro Quadratkilometer

ist die Bevölkerungsdichte in Schulzendorf somit relativ hoch. Das Gemeindegebiet besteht aus

mehreren Siedlungsbereichen: dem historischen Dorfkern Alt-Schulzendorf, der Siedlung Eichberg im

Norden, Schulzendorf-Mitte und Neuschulzendorf im Südosten sowie die Ortsteile Ritterschlag und

Mühlenschlag im Westen. Diese Siedlungsbereiche gehen teils nahtlos in die Nachbargemeinden

Eichwalde und Zeuthen über. Einen klassischen Ortskern gibt es nicht. Das Rathaus befindet sich seit

2010 im neu gestalteten Zentrum der Gemeinde. Die Region ist geprägt durch eine naturnahe

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Umgebung mit Wäldern, landwirtschaftlich genutzten Flächen und kleinen Gewässern. Schulzendorf

grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Waltersdorfer Flutgrabenaue und bietet damit eine hohe

Lebensqualität in ruhiger, grüner Lage – trotz der Nähe zur Metropole Berlin und dem Flughafen BER.

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden der Region ist Schulzendorf nicht industriell geprägt.

Die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts kann auf der abgeschlossenen Kommunalen Wärmeplanung

aufbauen. Handlungspotenziale wurden hier vor allem für Sanierungen und den Ausbau von Dach-PV

sowie Wärmepumpen identifiziert. Als ersten Schritt zur Umsetzung nimmt die Gemeinde an einer

interkommunalen Wärmepumpen-Bündelungsaktion teil. Für den Bereich Mobilität liegt außerdem

ein 2022 erarbeitetes Konzept für sichere Schul-, Geh- und Radwege vor. Weitere Schritte der

Gemeinde in Richtung Klimaschutz gab es bislang nicht. Der Handlungsdruck und die Potenziale sind

dabei groß. Bspw. liegt die lokal installierte Leistung an Dach-PV-Anlagen bei 6.154 kWh (WFBB GmbH,

2026), während die Kommunale Wärmeplanung ein Potenzial von 51,7 GWh bzw. die Anwendung EO

Solar vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt 45,8 GWh (DLR, 2024) identifizieren. Außerdem

können Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich die Verkehrssicherheit stärken, die in dem

Mobilitätskonzept als mangelhaft identifiziert wurde. Angesichts der weiter wachsenden Gemeinde

und damit einhergehenden Infrastrukturprojekten liegt ein weiterer Baustein des Klimaschutzes in der

Berücksichtigung von Klimaschutzbelangen in der Bauplanung. Angesichts des in ganz Brandenburg

großen Wasserproblems können durch natürlichen Klimaschutz zudem Regenrückhalt und

Grundwasserneubildung gefördert werden.

Bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts sollen verwaltungsintern wie -extern relevante Akteure

eingebunden werden, um die Praxistauglichkeit des Konzepts sicherzustellen sowie Akzeptanz,

Transparenz und Identifikation zu fördern. Zu den externen Akteuren gehören benachbarte

Gemeinden (in der Flughafenregion gibt es bereits ein Klimaschutznetzwerk), Energieversorger,

Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungsbetreibende sowie Bürger*innen. Es steht eine partizipative

Ziel-, Strategie- und Maßnahmenentwicklung bevor.

3. Beschreibung der Leistungen

Leistung 1: „Energie- und THG-Bilanz“ Der Auftragnehmer soll die Klimaschutzmanagerin dabei unterstützen, eine erste Energie- und THG-

Bilanz für die Gemeinde Schulzendorf zu erstellen, d. h. eine quantitative Erfassung der

Energieverbräuche und THG-Emissionen in allen klimarelevanten Bereichen, gegliedert nach Sektoren

und Energieträgern. So soll mitunter aufgezeigt werden, welche Sektoren die Großverbraucher sind

und welche Energieträger eingesetzt werden, damit Schwerpunkte bei der Maßnahmenplanung

gesetzt werden können.

Folgende Aspekte sollen Anwendung finden:

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• Energie- und THG-Bilanz nach dem endenergiebasierten Territorialprinzip für den stationären Energieverbrauchsbereich und für den Sektor Mobilität nach der „Bilanzierungs-Systematik Kommunal“ (BISKO-Standard)

• Bilanzierung für ein Referenzjahr (aktuellste Daten, bspw. 2025, zumindest 2023)

• Gliederung der Endenergieverbräuche und THG-Emissionen nach Energieträgern und folgenden Sektoren gemäß BISKO-Empfehlungen und -Definitionen:

o Private Haushalte

o Kommunale Einrichtungen (inkl. komm. Infrastruktur, Straßenbeleuchtung)

o Industrie / Verarbeitendes Gewerbe

o Gewerbe-Handel-Dienstleistungen (GHD) / Sonstiges

o Verkehr / Mobilität

• Die Bilanzierung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erfolgt entsprechend der jeweils

aktuellen BISKO-Methodik und den darin vorgesehenen Allokationsverfahren. Soweit eine

eigene Berechnung des Emissionsfaktors erforderlich bzw. sinnvoll ist, ist die exergetische

Allokation nach BISKO anzuwenden.

• Keine Witterungskorrektur oder sonstige Korrekturen

• THG-Emissionsfaktoren als CO -Äquivalente inklusive Vorketten 2

• Nutzung des Bundesstrommixes bei der Bewertung der Emissionen durch Stromverbrauch

Aus den Daten zur Energie- und THG-Bilanz sind folgende Indikatoren zu bilden und im Vergleich mit

Bundesdurchschnittsdaten darzustellen:

• CO2e pro Einwohner bezogen auf die Gesamtemissionen der Gemeinde Schulzendorf,

• CO2e pro Einwohner bezogen auf Emissionen aus dem Sektor private Haushalte,

• Energieverbrauch im Sektor private Haushalte pro Einwohner,

• Anteil erneuerbarer Energien am Strom- bzw. Wärmeverbrauch,

• Modal Split

In Bezug auf die Datenerhebung und -verwendung ist zu beachten:

• Die Erhebung der Daten erfolgt unter Anleitung des Auftragnehmers mit Unterstützung der

KSM.

• Transparenz: Die Bilanz soll nachvollziehbar, präzise und so durchgeführt und beschrieben

werden, dass eine hochwertige Weiterführung gewährleistet ist. Sie soll auch als Grundlage

für das Monitoring und Controlling dienen.

• Datengüte: Die Datenherkunft und -güte ist zu bewerten und transparent auszuweisen.

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• Soweit möglich sollen lokale oder regionale Verbrauchsdaten verwendet werden. Etwaige

Lücken der Bilanz sind auf Grundlage statistischer Werte zu schließen.

• Es ist ein einschlägiges Bilanzierungstool zu verwenden. Die Wahl des Tools erfolgt in

Absprache und soll im Angebot vorgeschlagen werden.

• Die Ergebnisse der Bilanz sowie des Indikatorenvergleichs mit dem Bundesdurchschnitt und

ggf. weitere Vergleichsgrößen sind zu beschreiben und qualitativ zu bewerten. Als Ergebnis

sollen neben den Berechnungen entsprechend fertig ausgearbeitete Textbausteine mit den

beschriebenen Inhalten sowie visuelle Darstellungen (Graphiken, Tabellen oder Karten) und

notwendigen Quellenangaben, die für ein Kapitel im Gesamtkonzept verwendet werden

können, geliefert werden.

Leistung 2 „Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung“

Basierend auf der Energie- und THG-Bilanz sind eine Potenzialanalyse sowie Szenarien zu entwickeln.

Die Potenzialanalyse ermittelt die lokalen Potenziale zur Einsparung von THG und Energie.

Insbesondere sollen priorisierte Handlungsfelder mit hohen THG-Minderungspotenzialen identifiziert

werden. Folgende Aspekte sollen Anwendung finden:

• Ausweisung der Einsparungsmöglichkeiten (Endenergieverbrauch und CO2e) in den

verschiedenen Sektoren (Private Haushalte, GHD, Industrie, Kommunale Einrichtungen,

Verkehr)

• THG-Minderungsziele bis 2045

• Berücksichtigung der Rollen der Kommune als Verbraucherin/Vorbild, Versorgerin/Anbieterin,

Reguliererin sowie Beraterin/Motivatorin

• Berücksichtigung aller relevanten Handlungsbereiche (bspw. Erneuerbare Energien, Wärme-

und Kältenutzung, Straßenbeleuchtung, Beschaffung, kommunale Einrichtungen,

Flächenmanagement, Bauleitplanung & Neubauprojekte, Private Haushalte, Elektrifizierung

und Reduzierung von Verkehr, Abwasser & Abfall, GHD, IT-Infrastruktur)

• Berücksichtigung von Effizienz, Konsistenz (Ausbau EE) und Suffizienz (z.B.

Verhaltensänderungen)

• Berücksichtigung von natürlichen Klimaschutzpotenzialen

• Formulierung von Handlungsempfehlungen auf Basis der Potenziale, wo möglich sollen

Synergien von Klimaschutz und Klimaanpassung genutzt werden

Auf Basis der berechneten Bilanz und Potenziale sind Szenarien zu erstellen, d.h. Modellrechnungen

für bestimmte Zieljahre für den Endenergieverbrauch und die THG-Emissionen der Kommune. Die

Szenarien schätzen ab, wie sich Annahmen zu zukünftigen Entwicklungen und

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Klimaschutzanstrengungen auf Energieverbrauch und Emissionen auswirken. Dabei zeigen sie die

wichtigsten Stellschrauben im System und eine Handlungsstrategie für den kommunalen Klimaschutz

auf.

Folgende Szenarien sind zu erstellen:

• Referenzszenario (Trendentwicklung bis 2045 ohne weitere Klimaschutzanstrengungen)

• Klimaschutzszenario (unter Orientierung an den aktuellen Klimaschutzzielen der

Bundesregierung inkl. Zwischenziele, Stand September 2026: Klimaneutralität 2045, 65 % THG-

Minderung bis 2030)

Bei der Szenarienentwicklung und Darstellung ist zu beachten:

• Darstellung mit Zwischenjahren sowie nach Sektoren und Energieträgern

• THG-Minderungsziele für die kommenden 15 Jahre mit dem Zeithorizont bis 2045 sowie

spezifische, zielkonforme Handlungsstrategien und priorisierte Handlungsfelder

• Die Szenarienermittlung soll transparent sein, d.h. berücksichtigte Potenziale, Priorisierungen

und Annahmen sind offenzulegen (siehe auch Difu 2023, S. 183). Die dem Klimaschutzszenario

zugrundeliegende Handlungsstrategie ist zu beschreiben.

• Neben Bundes- oder Landesprognosen sollen auch Prognosen auf Gemeindeebene

berücksichtigt werden, da sich die Gemeinde in einem Wachstum befindet. Diese stellt die

Auftraggeberin zur Verfügung.

• Zu den einzuarbeitenden und offenzulegenden Annahmen zählen

Bevölkerungsentwicklungen, Wohnfläche pro Einwohnende, Beschäftigungsstruktur,

Gebäudeeffizienz, Darstellung der Wirkkette bei nicht technischen Potenzialen wie der

Suffizienz, Versorgungsstrategien bei Alt- und Neubauten sowie bei gewerblichen Immobilien,

Entwicklung von Emissionsfaktoren.

• Zur Transparenz und Möglichkeit der Fortschreibung ist eine tabellarische Übersicht mit den

betrachteten Potenzialen mit Angaben zum Energieträger, Einsparung und THG-Minderung zu

liefern.

Als Ergebnis der Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung sollen Textbausteine mit den genannten

Inhalten und erforderlichen Graphiken, Tabellen und Quellenangaben, die für ein Kapitel im

Gesamtkonzept verwendet werden können, geliefert werden.

Basierend auf der Bilanz, Szenarien- und Potenzialanalyse wird die Auftraggeberin einen detaillierten,

überprüfbaren Maßnahmenkatalog für den Bewilligungszeitraum und die ersten drei Jahre nach

Bewilligungszeitraum sowie einen Umsetzungsplan für die anschließenden zehn Jahre erarbeiten.

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Hierbei wird die Unterstützung des Dienstleisters zur Bewertung der Maßnahmen erwartet, bspw. zu

folgenden Aspekten:

• Welche Endenergieeinsparungen (MWh/a) werden durch die Maßnahmenumsetzung

erwartet? (soweit möglich quantitativ, sonst semiquantitativ)

• Welche THG-Einsparungen (t/a) werden durch die Maßnahmenumsetzung erwartet? (soweit

möglich quantitativ, sonst semiquantitativ)

• Einschätzungen zur Wirtschaftlichkeit und weiteren Auswirkungen der Maßnahmen

Leistung 3 „Professionelle Prozessunterstützung“ Für eine erfolgreiche Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ist die Beteiligung aller

entscheidenden Akteure (u.a. Bürger:innen, Verwaltungseinheiten, Kommunalpolitik, Investoren und

Unternehmen vor Ort, Energieversorger) von großer Bedeutung. Ziel ist es, möglichst inklusiv

Akteursperspektiven und lokales Wissen einfließen zu lassen sowie Vertrauen und Verständnis

aufzubauen. Die Bereitschaft und Akzeptanz für den Klimaschutzprozess und die Identifikation mit den

Klimaschutzzielen soll gesteigert und so das Engagement bei der Maßnahmenumsetzung und

klimafreundlichen Verhaltensweisen gefördert werden.

Grundsätzlich muss die Konzepterstellung durch die Auftraggeberin gemäß der Förderrichtlinie

Folgendes umfassen:

• die Beteiligung aller betroffenen Verwaltungseinheiten und aller weiteren relevanten Akteure

an der Erarbeitung eines Ziels, der Strategien und der umzusetzenden Maßnahmen

• einen zivilgesellschaftlichen Prozess für die Konzepterstellung (z.B. Stakeholderworkshops,

Ideensammlung mit Bürger:innen)

• mindestens eine öffentliche Veranstaltung mit Bürger:innen sowie anderen relevanten

Akteuren zur Präsentation der Zwischenergebnisse und zur Diskussion des weiteren

Vorgehens nach der Ermittlung der Einsparpotenziale und der Ableitung erster Maßnahmen

Der/die Auftragnehmer:in soll den Prozess fachlich unterstützen sowie die KSM zu einer

Verstetigungsstrategie beraten. In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin

sollen z. B. Akteursanalysen, Auswahl des Methodenmixes oder Moderationen abgestimmt,

vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden. Diese Leistungen müssen dabei so konzipiert sein,

dass sie der KSM künftig das eigenständige Bearbeiten ähnlicher Aufgaben ermöglichen. Insbesondere

sind angedacht:

• Fachliche Unterstützung bei der Prozessgestaltung, Prozessdurchführung und

Prozessmoderation z.B.:

  • von Informationsprozessen

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  • zum Klimaschutz-Wissensmanagement

  • zu Austausch und Dialog hinsichtlich der Verbreitung des Klimaschutzgedankens

  • zur Erarbeitung akteursspezifischer Strategien (Kommunikation, Beteiligungsformate,

Mobilisierung, Erwartungs- und Beziehungsmanagement, Initiierung von

Partnerschaften)

  • zur Mobilisierung von Verwaltung und Akteuren wie z. B. Bürger:innen oder

Unternehmen für den kommunalen Klimaschutz

  • Identifikation von Hemmnissen und Entwicklung von Lösungen zur Überwindung

• Verstetigungsberatung z.B.:

  • Empfehlung/Erläuterung möglicher Strategien zur dauerhaften Verankerung des

Themas Klimaschutz in der Kommune – auch für politische Entscheider bzw. die

Verwaltungsspitze

  • Beratung zu geeigneten Organisationsstrukturen, Verantwortlichkeiten und

Zuständigkeiten für die Konzeptumsetzung

  • Empfehlungen für das Controllingkonzept (Konzept für Top-down- und Bottom-up-

Verfolgung der Zielerreichung inkl. Indikatoren und Rahmenbedingungen für

Datenerfassung und -auswertung)

Leistung 4 „Akteursbeteiligung“ Folgende Aspekte sollen Anwendung finden:

• Unterstützung bei der inhaltlichen Gestaltung und Moderation von Veranstaltungen

(Informationsveranstaltungen/Kick-off, o.ä.)

• Bürger:innenbeteiligung: mindestens eine Veranstaltung vor Ort, Ziel ist es, hier möglichst

viele Zielgruppen zu erreichen bzw. Multiplikator:innen für diese einzubinden

• Ideensammlung intern in der Verwaltung

• Expert:innengespräch oder Workshop mit relevanten Akteuren z.B. verwaltungsintern,

Gremien, Investoren, Energieversorger, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen (insb. zur

Erarbeitung von Leitbild und Maßnahmen)

• Unterstützung bei der Dokumentation und Ergebnisauswertung der Beteiligungsformate

• Gemäß Förderung müssen die Workshops beworben und von externen Fachleuten

unterstützt werden. Es müssen Anreize für die Teilnahme geschaffen werden.

Mindestens sind folgende Veranstaltungen einzuplanen: 1 Kick-Off, 1 Bürger:innenveranstaltung, 1

Expert:innengespräch/Akteursworkshop, 1 Ergebnispräsentation

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Leistung 5 „Begleitende Öffentlichkeitsarbeit“ Die begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll über die Inhalte, Maßnahmen und Umsetzung des

Klimaschutzkonzepts informieren sowie der Sensibilisierung und Mobilisierung der Bürger:innen

dienen, sofern dadurch die Umsetzung der im Klimaschutzkonzept aufgeführten Maßnahmen

unterstützt wird.

Folgende Aspekte sollen Anwendung finden:

• Individuelle Gestaltung und Druck von Plakaten/Postern zur Bewerbung von

Veranstaltungen, Beteiligungsmöglichkeiten, Aktionstagen etc.

• Individuelle Gestaltung und Druck von Flyern zur Bewerbung von Veranstaltungen,

Beteiligungsmöglichkeiten, Aktionstagen etc.

• Individuelle Gestaltung und Druck von Broschüren und Informationsmaterialien

• Individuelle Gestaltung von nachhaltig hergestellten Give-Aways, bedruckt mit Logo der NKI

Leistung 6 „Konzeptfertigstellung“ Folgende Aspekte sollen Anwendung finden:

• Layout und Druck

• Ausarbeitung einer Kurzfassung des Konzepts zum leichten Lesen

4. Zeitplan

Der folgende Zeitplan soll angestrebt werden:

Beginn14 Tage nach Zuschlagserteilung
Leistung 1 „Energie- und THG-Bilanz“Durchführung Q1-Q2 Fertigstellung bis 15.04.2027
Leistung 2 „Potenzialanalyse und Szenarien“Durchführung Q2 Fertigstellung bis 30.06.2027
Leistung 3 „Professionelle Prozessunterstützung“Begleitend
Leistung 4 „Akteursbeteiligung“Begleitend
Leistung 5 „Begleitende Öffentlichkeitsarbeit“Begleitend
Leistung 6 „Konzeptfertigstellung“Q3-Q4
Ende des Bearbeitungszeitraums31.12.2027

5. Angebotserstellung, Auswahlkriterien und Auftragsbudget

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  1. Preisangebot (siehe Anlage 1 Preisblatt)

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  1. Konzeptionelle Darstellung zu Aufbau, Methodik, Ablauf und Zeitplanung (max. 15 A4-Seiten)

• Methodische und inhaltliche Ausführungen zur Umsetzung der Leistungen (inkl.,

angedachte Formate und Veranstaltungen für Beteiligung & Öffentlichkeitsarbeit) (2.1)

• Ausführungen zu Projektorganisation, Abstimmung sowie Ablauf- und Zeitplan (gewertet

wird Nachvollziehbarkeit & Plausibilität) (2.2)

Seiten ab S. 16 werden nicht gewertet.

  1. Erfahrungen und Qualifikationen der Projektmitarbeitenden:

• Expertise (Lebensläufe, Ausbildungs- und Qualifizierungsnachweise sowie Zertifikate der

Projektmitarbeitenden) (3.1)

• Erfahrung in den Bereichen Bilanzierung, Potenziale und Szenarien im Kontext

kommunalen Klimaschutzes aus den letzten 5 Jahren (bis zu 3 Referenzen) (3.2)

• Erfahrung in den Bereichen Beteiligung, Moderation, Öffentlichkeitsarbeit im Kontext

kommunalen Klimaschutzes aus den letzten 5 Jahren (bis zu 3 Referenzen) (3.3)

Referenzen für 3.2 und 3.3 können deckungsgleich sein, wenn eine Kommune im Rahmen eines Klimaschutzkonzepts sowohl bei Bilanzierung, Potenzialen und Szenarien als auch bei Beteiligung, Moderation oder Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wurde.

Folgende Anforderungen werden an die Referenzen gestellt:

• Zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist ist die Referenz nicht älter als fünf Jahre. • Es handelt sich um eine abgeschlossene Leistung. • Die Referenz weist eine Laufzeit von mind. 6 Monaten auf. • Mindestens eine benannter Projektmitarbeiter*in hat das Projekt, auf das sich die Referenz bezieht, bearbeitet. • Auftraggeber des Projekts, auf das sich die Referenz bezieht, war ein öffentlicher Akteur. • Es werden mindestens folgende Angaben gemacht:

  • Name und Anschrift des öffentlichen oder privaten Auftraggebers mit Kontaktdaten,
  • Ausführungszeitraum (Monat/Jahr von - bis),
  • Art/Umfang der erbrachten Leistung (inkl. stichwortartiger Angaben zum Inhalt und Umfang der umgesetzten Maßnahme),
  • Rolle der Mitarbeitenden im angeführten Projekt,
  • bei Klimaschutzkonzepten: Link oder Auszug des Konzepts;

Mit der Angebotsabgabe wird auch die Bereitschaft vorausgesetzt, zu vereinzelten Veranstaltungen in

Präsenz in der Gemeinde Schulzendorf zu erscheinen.

Anzubieten ist immer die Komplettleistung, d.h. Durchführung inkl. Vor-/Nachbereitung und

Berücksichtigung sämtlicher Lohn-, Reise-, Druck- und sonstiger Nebenkosten. Teilangebote bleiben

unberücksichtigt. Da es sich um eine geförderte Maßnahme handelt, besteht ein Budget für den

Gesamtauftrag in Höhe von 31.750 Euro brutto. Eine Angebotssumme über diesem Betrag führt

zwingend zum Ausschluss des Angebots. Die Prozessunterstützung ist durch den Fördergeber auf 10

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Arbeitstage begrenzt. Aus dem Preisblatt gehen weitere gemäß Förderung angedachte Arbeitstage für

einzelne Positionen hervor. Werden die Höchstbeträge für Leistungen gemäß Förderbescheid

überschritten, führt dies zu einem Ausschluss des Angebots.

Der Zuschlag erfolgt an den Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot. Die Wirtschaftlichkeit bewertet

die ausschreibende Stelle entsprechend den aufgeführten Punkten und deren Gewichtung (siehe

Anlage 2 und 3) mit der entsprechenden Gesamtpunktzahl. Erreichen mehrere Bieter:innen die gleiche

Gesamtpunktzahl, gewinnt das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis.

6. Sonstige Vereinbarungen

Ergebnisdarstellung und Übergabe der Dokumentation in Microsoft Office Format Power

Point/Word/Excel/PDF, digital und geeignet für die weitere Bearbeitung, d.h. nicht schreib- und

kopiergeschützt, nicht rechtegeschützt. Übergabe aller im Verlauf des Projektes erstellten Grafiken,

Statistiken, Tabellen, usw. ebenfalls in bearbeitbarer Form, d.h. nicht schreib- und kopiergeschützt,

nicht rechtegeschützt.

Erbrachte Leistungen sollen so konzipiert sein, dass sie vom Auftraggeber zu einem späteren Zeitpunkt

eigenständiges Bearbeiten ähnlicher Aufgaben bzw. ein eigenständiges Fortschreiben ermöglichen.

Die Datenerhebung sowie die Datenaufbereitung, die zu berücksichtigenden Besonderheiten bei der

Dateneingabe, getroffene Entscheidungen bei mehreren Alternativen sowie die Annahmen müssen

vom Auftragnehmer entsprechend transparent dokumentiert und kommentiert werden. Diese

Dokumentation ist dem Auftraggeber als separates Dokument in bearbeitbarer Form (Word/Excel/

PDF) zu übergeben. Der Zugang zu Rohdaten ist zu gewährleisten.

Rechnungen werden modular nach der Ausgabenkalkulation des Antrags aufgeschlüsselt und führen

das Förderkennzeichen als Zuordnungsmerkmal.

Wenn möglich und förderlich, sollen Daten aus der Wärmeplanung und dem Mobilitätskonzept

genutzt werden und Erkenntnisse berücksichtigt werden. Dies kann eine Abstimmung mit anderen

Auftragnehmern beinhalten.

7. Erfüllung der Förderbedingungen

Das Konzept und die Zuarbeit durch den Auftragnehmer müssen die Anforderungen an ein

Klimaschutzkonzept gemäß folgender Förderrichtlinie und des technischen Annexes erfüllen.

Fördermaßnahme: Richtlinie zur Bundesförderung kommunaler Klimaschutz

(„Kommunalrichtlinie“, KRL) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

(NKI) in der Fassung vom 10.10.2024 (Anlage 4) insb. Punkt 4.1.8a; Technischer

Annex insb. Punkt 1.6.1 (Anlage 5)

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Fördermittelgeber: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Auftrag des

Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare

Sicherheit

Förderschwerpunkt: Erstvorhaben Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement

Förderkennzeichen: 67K26220

8. Quellen

Deutsches Institut für Urbanistik (difu) (Hrsg.), 2023. Praxisleitfaden. Klimaschutz in Kommunen. 4.

aktual. Aufl. Difu gGmbH. https://difu.de/publikationen/2023/praxisleitfaden-klimaschutz-in-

kommunen. Zuletzt aufgerufen: 11.09.2026.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahret (DLR), 2024. EO Solar.

https://eosolar.dlr.de/#/map?center=51.3989623921355,10.267776128428977&zoom=5.7&adm

in=lan. Zuletzt aufgerufen: 15.09.2026.

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), 2026. Energieportal Brandenburg:

Photovoltaikanlagen. https://energieportal-

brandenburg.de/cms/inhalte/daten/statistiken/photovoltaikanlagen. Zuletzt aufgerufen:

10.09.2026.

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