[Seite 1]
Planungsgesellschaft Umwelt, Stadt und Verkehr Cochet Consult GbR
DB Strecke 2630 (linke Rheintalstrecke)
Erneuerung einer Stützmauer bei Werlau (Bahn-km 124,041 bis Bahn-km 124,221)
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
August 2025
Vorhabenträgerin: DB InfraGO AG, Region Mitte
[Seite 2]
DB Strecke 2630 (linke Rheintalstrecke) Erneuerung einer Stützmauer bei Werlau (Bahn-km 124,041 bis Bahn-km 124,221)
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
August 2025
Auftraggeber:
DB Engineering & Consulting GmbH Part of DB E.C.O. Group Hahnstraße 52 60528 Frankfurt am Main
Vorhabenträgerin:
DB InfraGO AG
DB InfraGO AG, Region Mitte Hahnstraße 49 60528 Frankfurt am Main
Auftragnehmer:
Cochet Consult GbR Planungsgesellschaft Umwelt, Stadt und Verkehr Ubierstraße 94 53173 Bonn
Tel.: 0228 / 94330-0 Fax: 0228 / 94330-33 E-Mail: top@cochet-consult.de www.cochet-consult.de
Bearbeitung: Dipl.-Biol. Jürgen Feder M. Sc. Biol. Shauna Grassmann B.Sc. Landschaftsökol. Amelie Ruhe Bauzeichnerin Anika Czenkusch (digitale Kartografie)
[Seite 3]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau I Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung ...................................................................................................................................... 1
1.1 Anlass und Aufgabenstellung ..................................................................................................... 1
1.2 Methodische Grundlagen ........................................................................................................... 1
1.3 Rechtliche Grundlagen ............................................................................................................... 2
1.4 Datengrundlagen ........................................................................................................................ 4
2 Baubeschreibung und Auswirkungen des Vorhabens ............................................................ 5
2.1 Baubeschreibung ........................................................................................................................ 5
2.2 Beschreibung der allgemeinen Auswirkungen des Projekts ...................................................... 6
2.2.1 Baubedingte Auswirkungen ............................................................................................. 7
2.2.2 Anlagebedingte Auswirkungen ......................................................................................... 7
3 Ermittlung der prüfrelevanten Arten - Relevanzprüfung ......................................................... 8
3.1 Untersuchungen zur Erfassung der im Wirkraum vorkommenden prüfrelevanten Arten .......... 8
3.1.1 Vögel ................................................................................................................................ 8
3.1.2 Fledermäuse .................................................................................................................. 10
3.1.3 Reptilien ......................................................................................................................... 10
3.2 Potenziell durch das Vorhaben betroffene prüfrelevante Arten ............................................... 11
4 Maßnahmen zur Vermeidung und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen ........................... 12
4.1 Vermeidungsmaßnahmen ........................................................................................................ 12
4.2 Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen ..................................................................................... 12
5 Zusammenfassende Bestandsdarstellung sowie Darlegung der Betroffenheit prüfrelevanter Arten ................................................................................................................... 13
5.1 Vögel ......................................................................................................................................... 14
5.2 Fledermäuse ............................................................................................................................. 14
6 Zusammenfassung der Ergebnisse ......................................................................................... 15
7 Literatur- und Quellenverzeichnis ............................................................................................ 16
8 Anlagen ....................................................................................................................................... 19
8.1 Relevanztabelle ........................................................................................................................ 19
8.2 Tabellarische Übersicht aller Fortpflanzungs- und Ruhestätten .............................................. 33
8.3 Artblätter ................................................................................................................................... 33
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 4]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau II Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Tabellenverzeichnis Seite
Tabelle 1: Liste der im Rahmen der avifaunistischen Kartierungen erfassten Vogelarten ................ 9
Tabelle 2: Betroffenheiten prüfrelevanter Arten ............................................................................... 13
Tabelle 3: Bewertung des prüfgegenständlichen Artenspektrums .................................................. 19
Tabelle 4: Im Wirkraum des Vorhabens befindliche Biotope und deren Beeinträchtigungen. ........ 33
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 5]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 1 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
1 Einleitung
1.1 Anlass und Aufgabenstellung
Die DB InfraGo AG plant an der linksrheinisch verlaufenden Strecke 2630 die Erneuerung einer am nördlichen Ortsrand von St. Goar, Stadtteil Werlau, gelegenen alten Stützmauer.
In Verbindung mit der Baumaßnahme ist eine Beeinträchtigung besonders und streng geschützter Ar- ten i. S. der Verbote des § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nicht ausgeschlossen. Im vorliegenden Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag (AFB) wird daher geprüft, ob und in welchem Um- fang es zu einer Schädigung gemäß den vorgenannten gesetzlichen Bestimmungen kommt. Ggf. wer- den Maßnahmen festgelegt, die zur Vermeidung eines Verbotstatbestandes geeignet sind. Sie werden als Grundlage der baurechtlichen Genehmigung in den Landschaftspflegerischen Begleitplan inte- griert.
1.2 Methodische Grundlagen
Als methodisch-inhaltliche Grundlage des vorliegenden Artenschutzrechtlichen Fachbeitrags dient Teil V des Umweltleitfadens des Eisenbahn-Bundesamts (EBA) (EBA 2023). Die Erstellung der Rele- vanzprüfung erfolgt in Anlehnung an den aktuellen „Leitfaden Artenschutz“ des Landesbetriebs Mobili- tät Rheinland-Pfalz für Straßenbauvorhaben (LBM RLP 2020). Als Grundlage für die zusammenfas- sende Darstellung der artenschutzrechtlichen Betroffenheiten dient das Muster-Artenblatt des EBA- Umweltleitfadens (EBA 2024).
Die Artenschutzrechtliche Prüfung umfasst bis zu drei Arbeitsstufen. In der Stufe I (Relevanzprüfung) wird durch eine überschlägige Prognose geklärt, ob und ggf. bei welchen Arten artenschutzrechtliche Konflikte auftreten können. Hierzu werden verfügbare Daten zu Artvorkommen im Wirkraum des Vor- habens ausgewertet. Die Vorprüfung endet mit der Ermittlung der Arten, bei denen artenschutzrechtli- che Konflikte möglich erscheinen. Es schließt im Regelfall eine Bestandsuntersuchung an, im Zuge derer der tatsächliche Status der Arten innerhalb des Raumes überprüft wird.
Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen und den zu erwartenden Wirkungen des Vor- habens erfolgt in Stufe II eine vertiefende Prüfung der Verbotstatbestände (Konfliktanalyse). Mit be- rücksichtigt werden Vermeidungsmaßnahmen sowie vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen. Ggf. wird die Wirksamkeit der Maßnahmen durch ein Monitoring / Risikomanagement begleitet.
Sollte es trotz der festgelegten Artenschutzmaßnahmen zu einem Verstoß gegen die artenschutz- rechtlichen Regelungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG kommen, so werden in der Stufe III (Ausnahme- verfahren) die Voraussetzungen für die Beantragung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme über- prüft.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 6]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 2 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
1.3 Rechtliche Grundlagen
Gemäß den artenschutzrechtlichen Bestimmungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten,
- wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
- wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
- Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
- wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Na- tur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören“.
Für nach § 15 BNatSchG zulässige Eingriffe in Natur und Landschaft gelten gemäß § 44 Abs. 5 BNatSchG die Verbote des § 44 Abs. 1 BNatSchG nur eingeschränkt.
So sind bei zulässigen Eingriffen die Verbotstatbestände für die wild lebenden Tier- und Pflanzenarten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie sowie für die europäischen Vogelarten und sonstige in einer Rechtsverordnung nach § 54 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG aufgeführte Arten zu betrachten.
Werden diese Arten durch ein Vorhaben betroffen, liegt gemäß § 44 Abs. 5 BNatSchG ein Verstoß gegen
- „das Tötungs- und Verletzungsverbot nach Absatz 1 Nummer 1 nicht vor, wenn die Beeinträchti- gung durch den Eingriff oder das Vorhaben das Tötungs- und Verletzungsrisiko für Exemplare der betroffenen Arten nicht signifikant erhöht und diese Beeinträchtigung bei Anwendung der gebote- nen, fachlich anerkannten Schutzmaßnahmen nicht vermieden werden kann,
- das Verbot des Nachstellens und Fangens wild lebender Tiere und der Entnahme, Beschädigung oder Zerstörung ihrer Entwicklungsformen nach Absatz 1 Nummer 1 nicht vor, wenn die Tiere oder ihre Entwicklungsformen im Rahmen einer erforderlichen Maßnahme, die auf den Schutz der Tiere vor Tötung oder Verletzung oder ihrer Entwicklungsformen vor Entnahme, Beschädigung oder Zer- störung und die Erhaltung der ökologischen Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang gerichtet ist, beeinträchtigt werden und diese Beeinträchtigungen un- vermeidbar sind,
- das Verbot nach Absatz 1 Nummer 3 nicht vor, wenn die ökologische Funktion der von dem Eingriff oder Vorhaben betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang wei- terhin erfüllt wird.“
Soweit erforderlich, können zur Sicherung der ökologischen Funktion der betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang auch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgelegt werden.
Sonstige besonders geschützte Arten sind bei zugelassenen Eingriffen nicht Gegenstand der speziel- len artenschutzrechtlichen Bewertungen, sondern sind im Rahmen der Eingriffsregelung zu behan- deln.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 7]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 3 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Ist im Zusammenhang mit der Realisierung eines Projektes von einem Verstoß gegen die Verbote gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG auszugehen, müssen für eine Projektzulassung die Ausnahmevoraussetzungen des § 45 Abs. 7 BNatSchG erfüllt sein. Als für Verkehrsinfrastrukturmaß- nahmen einschlägige Ausnahmevoraussetzungen muss gemäß § 45 Abs. 7 BNatSchG nachgewiesen werden, dass
zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art, vorliegen und
zumutbare Alternativen, die zu keinen oder geringeren Beeinträchtigungen der relevanten Arten führen, nicht gegeben sind und
keine Verschlechterung des günstigen Erhaltungszustandes der Populationen einer Art zu erwar- ten ist bzw. bei derzeitig schlechtem Erhaltungszustand eine Verbesserung nicht behindert wird.
Unter Berücksichtigung des Artikel 16 Abs. 1 der FFH-Richtlinie bedeutet dies bei Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie:
das Vorhaben darf zu keiner Verschlechterung des günstigen Erhaltungszustandes führen und
das Vorhaben darf bei Arten, die sich derzeit in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden, diesen nicht weiter verschlechtern und eine Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustan- des nicht behindern.
Bei europäischen Vogelarten darf das Vorhaben den aktuellen Erhaltungszustand nicht verschlechtern (Aufrechterhaltung des Status Quo).
Die ergänzenden Regelungen des Landesnaturschutzgesetzes Rheinland-Pfalz (LNatSchG) vom 06. Oktober 2015, Teil 5 (Artenschutz), Abschnitt 2 (Besonderer Artenschutz; §§ 22-25) werden ent- sprechend berücksichtigt. Eine wesentliche Ergänzung zu § 44 Abs. 5 und § 54 Abs. 7 BNatSchG stellt § 24 des LNatSchG (Nestschutz) dar, in dem folgende Verbote formuliert werden:
(1) „Zum Schutz von Schwarzstorch, Fischadler, Baum- und Wanderfalke, Uhu, Weihen, Rotmilan, Schwarzmilan, Wespenbussard und Eisvogel sind in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Juli eines Jahres verboten:
- das Aufsuchen, Filmen, Fotografieren und ähnliche Handlungen, die die Fortpflanzung oder Aufzucht beeinträchtigen können,
- das Abtreiben von Bestockungen oder sonstige Maßnahmen, die den Charakter der Umge- bung im unmittelbaren Bereich von 100 Metern um ein Nest grundlegend verändern. Die obere Naturschutzbehörde kann von den Verboten nach Satz 1 auf Antrag eine Ausnahme zulassen, wenn erhebliche Störungen vermieden oder ausgeglichen werden können.
(2) Bei Maßnahmen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie der Jagdausübung ist auf die Fortpflanzung und Aufzucht der genannten Vogelarten Rücksicht zu nehmen.
(3) Vor einer Bau-, Sanierungs- oder Abrissmaßnahme an vorhandenen baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung, bei denen erwartet werden kann, dass sie als Fortpflanzungs- oder Ru- hestätten im Sinne des § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG für besonders geschützte Arten dienen, ist die Anlage auf das Vorkommen dieser besonders geschützten Arten zu untersuchen. Das Ergeb- nis ist der unteren Naturschutzbehörde rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme mitzuteilen. Wer- den Vorkommen festgestellt, ist auch ein Plan zum Erhalt oder Ersatz der Lebensstätte oder zur Umsiedlung der Tiere vorzulegen.“
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 8]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 4 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
1.4 Datengrundlagen
Zur Überprüfung des Vorkommens von besonders und streng geschützten Arten gemäß Anhang IV der FFH-RL bzw. der europäischen Vogelarten gemäß Artikel 1 der Vogelschutzrichtlinie wurden fol- gende Quellen herangezogen:
Projektbezogene Kartierungen zu den Arten bzw. Artengruppen Brutvögel, Fledermäuse und Repti- lien durch das Büro Cochet Consult (03/2023 bis 09/2023),
Artenliste für das Messtischblatt (TK 25) 5812 St. Goarshausen aus dem Arteninformationssystems ARTeFAKT (LFU 2025a),
ArtenFinder Service-Portal Rheinland-Pfalz mit Informationen zur Verbreitung und zum Vorkom- men von Tier- und Pflanzenarten (SNU 2025),
Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung (LANIS) Rheinland-Pfalz mit Informati- onen zu u. a. Artnachweisen (MKUEM 2025),
Vögel in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025a),
Säugetiere in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025b),
Kriechtiere in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025c),
Lurche in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025d),
Tagfalter in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025e),
Nachtfalter in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025f),
Weichtiere in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025g),
Gefäßpflanzen in und um Rheinland-Pfalz (POLLICHIA 2025h),
Standard-Datenbogen für das FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“ (EUROPÄISCHE UNION 2019),
Steckbrief zum FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“ (LFU 2025b),
Bewirtschaftungsplan BWP-2016-03-N für das FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“ (SGD NORD 2018),
Standard-Datenbogen für das VSG DE-5711-401 „Mittelrheintal“ (EUROPÄISCHE UNION 2010),
Steckbrief zum VSG DE-5711-401 „Mittelrheintal“ (LFU 2025c),
Planung vernetzter Biotopsysteme für den Rhein-Hunsrück-Kreis (MFU / LFUG 1994),
Handbuch der streng geschützten Arten in Rheinland-Pfalz (LBM RLP 2009a),
Handbuch der Vogelarten in Rheinland-Pfalz (LBM RLP 2009b),
Schriftliche Auskunft zu Artvorkommen im Vogelschutzgebiet (VSG) Mittelrheintal (SGD Nord 2025).
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 9]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 5 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
2 Baubeschreibung und Auswirkungen des Vorhabens
2.1 Baubeschreibung
Die rheinseitig an der Strecke 2630 zwischen Bahn-km 124,041 und 124,221 gelegene Stützmauer muss aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands erneuert werden. Eine Sanierung der Mauer im Rahmen einer Instandhaltungsmaßnahme ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich. Vorgesehen ist daher ein Ersatzneubau, teilweise in der Achse des Bestandsbauwerkes und teilweise unmittelbar vor der bestehenden Mauer.
Zustandsbeschreibung der vorhandenen Stützmauer Die zu erneuernde Stützmauer verläuft unterhalb des Bahndamms mit einem Abstand von ca. 7,0 m zur Gleisachse des Gegenrichtungsgleises. Die maximale Höhe der Mauer beträgt ca. 2,60 m. Die flachgegründete Stützmauer (Schwergewichtsmauer) besteht teils aus vermörteltem Bruchstein- mauerwerk und teils aus Trockenmauerwerk. Bereits bei einer 1995 durchgeführten Mauerinspektion wurden diverse Schäden festgestellt. So hat der auf der Mauer und in dessen unmittelbarem Nahbe- reich vorhandene Bewuchs aus Efeu und Strauchwerk mit seinem Wurzelwerk das Mauerwerk örtlich durchdrungen und das Mauerwerksgefüge gesprengt. Bei Bahn-km 124,050 ist eine Ausbauchung in der Mauer vorhanden. Eine besonders starke Verwitterung zeigen die Mauersteine im Abschnitt von Bahn-km 124,070 bis 124,080. Eine weitere ausgeprägte Ausbauchung befindet sich bei Bahn-km 124,140. Hier stehen die Mauersteine z. T. bis zu 7 cm hervor und die Mauer ist hier stärker aufgelo- ckert. Bei Bahn-km 124,170 weist die aufgelockerte Mauer einen ausgeprägten Vertikalriss auf. Bei Bahn-km 124,190 ist die Mauer erneut stark ausgebaucht und die Steine im Mauerfußbereich sind stark verwittert. Im Endbereich ist die Mauer ausgerundet und aufgrund der konkaven Ausbildung be- sonders stark aufgelockert.
Beschreibung der geplanten Baumaßnahme Die neue Stützmauer wird aus Halbfertigteilen, Ortbetonstützen und Bohrpfahlgründungen errichtet. Die Gründung der Stützwand erfolgt auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 90 cm. Diese wer- den in einem Achsabstand von 5,0 m hergestellt und binden ca. 6,0 m in den Baugrund ein. Die Ober- kanten der Bohrpfähle enden ca. 40 cm unterhalb der Geländeoberkante an der Straße. Die Beweh- rung der Bohrpfähle bindet statisch in die Stützpfeiler der neuen Stützwand.
Die Pfeiler werden quadratisch 0,90 m x 0,90 m hergestellt und gründen direkt auf den Bohrpfählen bzw. auf der den Bohrpfahl umgebenden Magerbetonschicht. Je nach Abschnitt variiert die Höhe der Pfeiler zwischen ca. 2,60 m und 3,30 m (0,30 bis 0,40 m sind hiervon je nach Pfeiler im Erdreich).
Die Bewehrung der Pfeiler besteht aus Längseisen und Bügelbewehrung. Die Längseisen kommen hierbei zum Teil als Anschlussbewehrung aus der Bohrpfahlbewehrung. Diese überschneidet sich mit den weiteren Längseisen des Pfeilers so weit, dass eine Kraftübertragung in den Bohrpfahl sicherge- stellt ist.
Die Wand wird aus sogenannten Halbfertigteilen, auch als Doppelwand bezeichnet, hergestellt. Die Stützwand besteht aus zwei Halbfertigteilen (10 – 15 cm) und einem Kern als Ortbeton (ca. 20 cm). Die Wandelemente haben eine Gesamtstärke von 50 cm, eine Länge von ca. 4,10 m und sind mit den Stützenpfeilern direkt verbunden. Sie werden somit den Erddruck des Bahndamms über die Stützen und die Bohrpfähle in das Erdreich ableiten. Die Höhe der Elemente variiert aufgrund der unterschied- lichen Höhe der Stützwand Zwischen 2,60 m und 3,30 m.
Zur landschaftlichen Einbindung wird die Stützwand in Abstimmung mit der Generaldirektion Kulturel- les Erbe (GD KE) Rheinland-Pfalz und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit ei- nem Verblendmauerwerk aus Natursteinen (Grauwacke, Stärke von 20 bis 30 cm) versehen. Dieses
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 10]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 6 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
wird auf einer Konsole, welche im Fußbereich im Fertigteil mit gefertigt wird, aufgelagert und mit Mau- erankern an der Stahlbetonwand rückverankert. Die Verblendung wird über den Wandkopf geführt und somit ein gleichwertiges Erscheinungsbild wie im Bestand geschaffen.
Die Hinterfüllung der Stützwand besteht aus Schotter-Kiesmaterial nach DIN 18196 und ist in Lagen von 30 cm einzubauen. Die zu hinterfüllende Spalte zwischen Stützwand und Verbau bzw. Bestands- mauer kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Die Hinterfüllung im Bereich der Halbfertigteilwänden hat eine Mächtigkeiten von ca. 80 cm und im Bereich der Stützenpfeiler eine Mächtigkeit von ca. 30 cm. Grundsätzlich ist die Hinterfüllung wasserdurchlässig auszuführen, damit das anfallende Wasser gesammelt und abgeleitet werden kann, ohne dass ein Aufstau entsteht.
Auf dem neuen Stützbauwerk wird als Absturzsicherung ein Holmgeländer mit Fußleisten entspre- chend den Konstruktionsgrundsätze für Geländer gem. Ril 804.9060A01 und nach Erfordernissen der DB InfraGO AG erstellt. Basis dafür sind die Richtzeichnungen für Holmgeländer aus Stahl mit zwei Zwischenholmen (A-GEL 3), Dehnfugen für Geländer aus Stahl (A-GEL 20), sowie Postenveranke- rung auf Stahlbetonbauwerke (A-GEL 30).
Die Baustellenandienung und -abwicklung erfolgt über die B 9. Die Bauarbeiten finden ausschließlich außerhalb der Gleise und des Gefahrenbereichs statt; ein direkter Eingriff in den Bahnbetrieb ist nicht geplant. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass beim Einbringen und beim Herausziehen der Träger für den bauzeitigen Verbau die Oberleitungsanlagen aus Sicherheitsgründen abzuschalten sind. Zu- sätzlich ist eine Rückverankerung des bauzeitigen Verbaus aus Trägerbohlen angedacht. Die Rück- verankerungsarbeiten sind zwingend in den Zugpausen auszuführen und dabei sind die Gleise zu überwachen. Als Arbeitsstreifen, Baustelleneinrichtungs- und Lagerflächen dienen der zwischen der vorhandenen Stützmauer und dem bergseitigen Straßenrand der B 9 befindliche Streifen (ca. 555 m²), die bauzeitlich gesperrte bergseitige Fahrbahn der B 9 (ca. 785 m²) sowie eine nördlich an die zu er- neuernde Stützwand anschließende, sich zwischen Bahnstrecke und Fahrbahnrand der B 9 erstre- ckende Sukzessionsfläche (ca. 865 m²).
Die Erneuerungsmaßnahme ist für das Jahr 2026 geplant. Die erforderlichen Gehölzrückschnitte sol- len außerhalb der Brut- und Nistzeit zwischen Oktober und Februar erfolgen. Mit den eigentlichen Bauarbeiten wird Anfang April 2026 begonnen. Der Abschluss der Bauarbeiten einschließlich der Bau- feldrekultivierung ist für Januar 2027 vorgesehen. Die Baufeldrekultivierung erfolgt im Nachgang, an- gepasst an die Aussaatzeiten.
Eine detaillierte Beschreibung der geplanten Baumaßnahme ist dem technischen Erläuterungsbericht (Unterlage 1) zu entnehmen.
2.2 Beschreibung der allgemeinen Auswirkungen des Projekts
Grundsätzlich ist bei der geplanten Baumaßnahme zwischen
baubedingten Auswirkungen und anlagebedingten Auswirkungen
zu unterscheiden.
Betriebsbedingte Auswirkungen treten im Zusammenhang mit der Stützmauererneuerung nicht auf.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 11]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 7 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
2.2.1 Baubedingte Auswirkungen
Als baubedingte Auswirkungen werden alle Wirkungen bezeichnet, die zeitlich auf die Bauphase be- schränkt sind. Als solche sind zu nennen:
Flächeninanspruchnahme Im Zuge der Baufeldfreimachung kann es zu einer Schädigung bzw. einem Verlust von Fortpflan- zungs- und Ruhestätten besonders und streng geschützter Arten und einer etwaigen damit verbunde- nen Verletzung bzw. Tötung von Tieren und ihrer Entwicklungsstadien kommen. Betroffen sind neben der Vegetation der Straßenbankette insbesondere ruderale Grassäume, teils im Wechsel mit Strauch- bewuchs. Insgesamt werden Vegetationsflächen in einem Umfang von etwa 1.300 m² in Anspruch ge- nommen.
Störung Bauzeitlich wird es zu Lärmimmissionen und sonstigen Störwirkungen (optische Reize, Erschütterun- gen durch Baumaschinen etc.) im Umfeld der geplanten Baumaßnahme kommen. Lärmimmissionen bewirken bei Tierarten bzw. Artengruppen, bei denen akustische Reize eine wesentliche Bedeutung für die Kommunikation oder Orientierung im Raum haben (z. B. Vögel), eine Einschränkung der Le- bensraumeignung.
Stoffeinträge Während der Bauphase können anfallende Stäube und Abgase angrenzende Lebensräume und de- ren Funktion als Fortpflanzungs- und Ruhestätten beeinflussen.
2.2.2 Anlagebedingte Auswirkungen
Flächeninanspruchnahme Die neue Stützwand ersetzt das Bestandsbauwerk teils an selber Stelle. Abschnittsweise wird die neue Mauer vor der alten Stützmauer errichtet. Hierdurch kommt es zur Neuversiegelung einer Fläche von 94 m². Betroffen sind ruderale Säume, die z.T. durch einzelne Sträucher angereichert sind. Durch diese Flächeninanspruchnahme kann es zu einer Schädigung bzw. einem dauerhaften Verlust von Fortpflanzungs- und Ruhestätten einzelner artenschutzrechtlich relevanter Tiere und einer etwaigen damit verbundenen Verletzung bzw. Tötung von Tieren und ihrer Entwicklungsstadien kommen.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 12]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 8 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
3 Ermittlung der prüfrelevanten Arten - Relevanzprüfung
3.1 Untersuchungen zur Erfassung der im Wirkraum vorkommenden prüfrelevanten Arten
Als fachliche Grundlage für die Bewertung der mit dem Bauvorhaben verbundenen Eingriffe und mög- licher artenschutzrechtlicher Konflikte wurden im Jahr 2023 Geländeerhebungen zu den folgenden Ar- tengruppen durchgeführt (vgl. COCHET CONSULT 2023):
Vögel (Brutvögel), Fledermäuse und Reptilien.
Im Folgenden werden die Erfassungsmethodik sowie die Untersuchungsergebnisse zusammenfas- send dargestellt.
3.1.1 Vögel
Methodik Die Erfassung der Brutvogelfauna erfolgte durch sechs zwischen Ende März und Ende Juni 2023 durchgeführte Kartiergänge. Fünf Begehungen wurden in den frühen Morgenstunden, eine Kartierung wurde abends / nachts durchgeführt. Zur Erhöhung der Nachweiswahrscheinlichkeit einiger Arten wurde unterstützend mit Klangattrappen gearbeitet (u. a. Waldkauz, Waldohreule, Uhu, Pirol).
Der Schwerpunkt der Untersuchung wurde auf die Erfassung bestandsbedrohter Arten sowie sonsti- ger bemerkenswerter Arten (insbesondere seltene oder indikatorisch bedeutsame Arten) gelegt. Ent- sprechende Taxa wurden quantitativ erfasst. Bei allgemein häufigen und weit verbreiteten Arten mit günstigem Erhaltungszustand erfolgte eine qualitative Erfassung.
Ergebnisse Im Rahmen der Brutvogelkartierung 2023 wurden insgesamt 27 Vogelarten erfasst (s. Tabelle 1). Neun der nachgewiesenen Arten traten innerhalb des Untersuchungsraums lediglich als Nahrungs- gäste auf. Die übrigen 18 Arten kamen im Gebiet als Brutvögel bzw. Arten mit Brutverdacht vor. Die allermeisten nachgewiesenen Arten sind häufig, weit verbreitet und sowohl in Rheinland-Pfalz als auch auf Bundesebene durch einen günstigen Erhaltungszustand charakterisiert. Lediglich die als Nahrungsgast am Rhein beobachtete Stockente gilt in Rheinland-Pfalz als „gefährdet“ und die Klap- pergrasmücke steht auf der Vorwarnliste (SIMON et al. 2014). Die einzige im Rahmen der Kartierung erfasste streng geschützte Art war der Waldkauz, dessen Beobachtung allerdings außerhalb des Un- tersuchungsraumes erfolgte (vgl. COCHET CONSULT 2023).
In den von der Baumaßnahme unmittelbar betroffenen Flächen (Stützmauer sowie Vegetation zwischen den Bahngleisen und der B 9) wurden keinerlei Hinweise auf brütende Vögel gefunden, wenngleich die Flächen für einzelne der nachgewiesenen Vogelarten eine Habitateignung aufweisen (z. B. Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig).
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 13]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 9 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Tabelle 1: Liste der im Rahmen der avifaunistischen Kartierungen erfassten Vogelarten
| Deutscher Artname | Wissenschaftlicher Artname | Schutz | RL | RL D | RL wA | Status | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RLP | ||||||||||||||||||||
| Brutvögel | ||||||||||||||||||||
| Amsel | Turdus merula | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Bachstelze | Motacilla alba | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Blaumeise | Cyanistes caeruleus | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Buchfink | Fringilla coelebs | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Dohle | Corvus monedula | bgA | * | * | * | NG | ||||||||||||||
| Gartenbaumläufer | Certhia brachydactyla | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Graugans | Anser anser | bgA | * | * | * | NG | ||||||||||||||
| Graureiher | Ardea cinerea | bgA | * | * | * | NG (Rheinufer) | ||||||||||||||
| Hausrotschwanz | Phoenicurus ochruros | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Klappergrasmücke | Sylvia curruca | bgA | V | * | * | B | ||||||||||||||
| Kleiber | Sitta europaea | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Kohlmeise | Parus major | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Kolkrabe | Corvus corax | bgA | * | * | * | NG (Überflug) | ||||||||||||||
| Kormoran | Phalacrocorax carbo | bgA | * | * | * | NG (Rhein) | ||||||||||||||
| Mauersegler | Apus apus | bgA | * | * | * | NG | ||||||||||||||
| Mönchsgrasmücke | Sylvia atricapilla | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Nilgans | Alopochen aegyptiaca | IIIa | n. b. | * | * | NG (Rheinufer) | ||||||||||||||
| Rabenkrähe | Corvus corone | bgA | * | * | * | B (randlich) | ||||||||||||||
| Ringeltaube | Columba palumbus | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Rotkehlchen | Erithacus rubecula | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Silbermöwe | Larus argentatus | bgA | n. b. | * | * | NG (Überflug) | ||||||||||||||
| Singdrossel | Turdus philomelos | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Stieglitz | Carduelis carduelis | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Stockente | Anas platyrhynchos | bgA | 3 | * | * | NG (Rhein) | ||||||||||||||
| Waldkauz | Strix aluco | sgA | * | * | * | BV (randlich) | ||||||||||||||
| Zaunkönig | Troglodytes troglodytes | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Zilpzalp | Phylloscopus collybita | bgA | * | * | * | B | ||||||||||||||
| Artenzahl | 27 |
Erläuterungen: Status: B Brutnachweis (Gelege, futtertragende Altvögel, Jungvögel, mehrfach [mindestens zweimaliges] revier- anzeigendes Verhalten nachgewiesen) BV Brutzeitfeststellung bzw. Brutverdacht (Nachweis zur Brutzeit und Lebensraum als Bruthabitat potenzi- ell geeignet, aber nur einmaliges brutanzeigendes Verhalten)
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 14]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 10 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
NG Nahrungsgast (Nachweis zur Brutzeit, aber kein Hinweis auf Brutvorkommen bzw. Biotopstrukturen im Raum als Bruthabitat ungeeignet)
Gefährdungskategorien: RL RLP Rote Liste Rheinland-Pfalz (SIMON et al. 2014) RL D Rote Liste Deutschland (RYSLAVY et al. 2020) RL wA Rote Liste der wandernden Vogelarten (HÜPPOP et al. 2013) 3 gefährdet V Art der Vorwarnliste
- ungefährdet n. b. nicht berücksichtigt
Schutzstatus gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 13 und 14 BNatSchG: bgA besonders geschützte Art sgA streng geschützte Art IIIa etabliertes Neozoon, regelmäßig brütend
3.1.2 Fledermäuse
Methodik Die Untersuchungen beschränkte sich auf die Überprüfung vorhandener Hohlräume in der Stützmauer auf ihre Quartiereignung für Fledermäuse. Zunächst wurde die zu erneuernde Mauer in Augenschein genommen und das Nischenangebot dokumentiert. Die Natursteinmauer weist zahlreiche Hohlräume auf. Die Tiefe der Hohlräume beträgt größtenteils nur wenige Zentimeter, viele Fugen und Spalten er- reichen aber auch Tiefen von 30 bis 50 cm, einzelne auch bis zu 100 cm. Bei einer zweiten Kontrolle wurden ebendiese tieferen, von außen nicht einsehbaren Hohlräume unter Zuhilfenahme eines Endo- skops näher untersucht.
Ergebnisse Weder bei der Inaugenscheinnahme von außen noch bei der endoskopischen Kontrolle wurden Hin- weise auf eine tatsächliche Quartierfunktion der Mauer gefunden. Es ist daher davon auszugehen, dass der Stützmauer aktuell keine oder nur eine nachrangige Bedeutung als Quartier für Fledermäuse zukommt. Am ehesten ist mit einer Funktion als sommerliches Tagesquartier zu rechnen (vgl. COCHET CONSULT 2023).
3.1.3 Reptilien
Methodik Die systematische Untersuchung der Reptilien erstreckte sich auf die zu erneuernde Mauer sowie die hieran bahn- und straßenseitig anschließenden Saumstrukturen. Die Untersuchungsbereiche wurden bei günstiger Witterung langsam und ruhig abgegangen und auf Vorhandensein sich sonnender Tiere überprüft. Darüber hinaus wurden Strukturen, die eine grund- sätzliche Eignung als Versteckplätze aufweisen (u. a. Folien), auf etwaige sich darunter verbergende Tiere überprüft. Ergänzend zur Sichtbeobachtung und der Kontrolle bereits vorhandener Verstecke wurden zehn künstliche Verstecke (KV) ausgebracht und im Zuge der Kartiergänge ebenfalls auf sich darunter verbergende Reptilien überprüft. Als KV dienten Dachpappenstücke, die eine Größe von je- weils etwa 0,5 m² aufwiesen.
Ergebnisse Im Rahmen der Kartierung gelangen keine Reptilienbeobachtungen. Ungeachtet des Habitatpotenzi- als der zu erneuernden Stützmauer, werden aktuelle Reptilienvorkommen daher hier ausgeschlossen (vgl. COCHET CONSULT 2023).
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 15]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 11 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
3.2 Potenziell durch das Vorhaben betroffene prüfrelevante Arten
Im Rahmen der Relevanzprüfung wird zunächst ermittelt, welche der streng geschützten Arten bzw. europäischen Vogelarten im möglichen Wirkraum der Baumaßnahme tatsächlich oder potenziell vor- kommen und die darüber hinaus i. S. der Verbotsregelungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG betroffen sein können. Entsprechende Arten werden nachfolgend „prüfrelevante Arten“ genannt.
Als Wirkraum ist der Raum zu verstehen, der durch das Vorhaben in Anspruch genommen bzw. stan- dörtlich verändert wird oder in dem gegenüber dem Status quo zusätzliche Auswirkungen nicht aus- geschlossen werden können. Je nach Empfindlichkeit einer Tier- oder Pflanzenart ist dieser Wirkraum unterschiedlich groß.
Die Ermittlung eventuell betroffener Arten erfolgt auf der Basis der Angaben der Internetplattformen des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (Topographische Karten (TK 25)) mit dem Arteninfor- mationssystem Rheinland-Pfalz (ARTeFAKT) (LFU 2025a)1, des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS) mit den Artnachweisen (MKUEM 2025) sowie dem ArtenFinder Service-Portals Rheinland-Pfalz mit der Arten Analyse (SNU 2025).
Das Ergebnis der Relevanzprüfung ist in der im Anhang befindlichen Tabelle dokumentiert. Vorkom- men sonstiger, streng und besonders geschützter Arten, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind, sind nicht zu erwarten.
1 Die Daten des „Handbuchs der streng geschützten Arten Rheinland-Pfalz" LBM RLP (2009a) sowie des „Handbuchs der Vogelarten in Rheinland-Pfalz“ des LBM RLP (2009b) sind in den ARTeFAKT-Daten integriert.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 16]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 12 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
4 Maßnahmen zur Vermeidung und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen
4.1 Vermeidungsmaßnahmen
Folgende Vermeidungsmaßnahmen sind während der Durchführung der Baumaßnahme umzusetzen:
001_VA Abstimmung der Baufeldfreimachung mit den Nist-, Brut- und Aufzuchtzeiten der Vögel Um zu vermeiden, dass im Eingriffsbereich brütende Vogelarten verletzt oder getötet bzw. ihre Gelege beschädigt oder zerstört werden, erfolgt der im Zuge der Baufeldfreimachung erforderliche Gehölz- rückschnitt außerhalb der Brutperiode der im Eingriffsbereich vorkommenden europäischen Vogelar- ten zwischen Anfang Oktober und Ende Februar.
002_VA Kontrolle der Stützmauer vor den Abbrucharbeiten auf einen Fledermausbesatz Um auszuschließen, dass im Rahmen des Stützmauerabbruchs Fledermäuse verletzt oder getötet werden, erfolgt vor dem Abbruch eine fachkundige Überprüfung vorhandener Hohlräume auf einen Fledermausbesatz. Bei den Hohlräumen ist einzelfallbezogen zu entscheiden, ob ein Verschluss er- forderlich ist. Die Freigabe der Stützwand für den Abbruch erfolgt durch den Fledermausspezialisten.
4.2 Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) dienen der ununterbrochenen Sicherung der ökologischen Funktion betroffener Fortpflanzungs- und Ruhestätten für die Dauer der Vorhaben- wirkung.
Die von der Maßnahme betroffenen Lebensraumstrukturen stellen auf Grundlage der faunistischen Er- fassungen keine Fortpflanzungs- und Ruhestätte für prüfrelevante Arten dar. Die Ergreifung spezieller Maßnahmen zur Funktionssicherung ist daher nicht erforderlich, sofern soweit im Rahmen von Maß- nahme 002_VA keine geschützten Fortpflanzungs- und Ruhestätten festgestellt werden. In diesem Fall ist durch die umweltfachliche Bauüberwachung und die Umweltkoordination der DB InfraGO AG das weitere Vorgehen mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 17]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 13 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
5 Zusammenfassende Bestandsdarstellung sowie Darlegung der Betroffen- heit prüfrelevanter Arten
In der nachfolgenden Tabelle sind die potenziell durch das Vorhaben betroffenen prüfrelevanten Arten dargestellt. Sie beschränken sich auf die Artengruppe der Fledermäuse und Brutvögel. Bei den Fle- dermäusen werden alle aus dem Raum belegten Arten aufgenommen, wenngleich das Risiko einer tatsächlichen Betroffenheit im Zuge des Stützmauerabbruchs bei allen Arten relativ gering ist. Bei den Vögeln sind lediglich die Arten aufgeführt, die zum einen im Rahmen der avifaunistischen Kartierun- gen im Raum erfasst wurden und für die zum anderen die betroffenen Biotopstrukturen zumindest ei- ne potenzielle Habitateignung aufweisen. Bei keiner der Arten gelang ein Nachweis im Eingriffsbe- reich. Die Ermittlung der Verbotstatbestände erfolgt unter Berücksichtigung der in Kapitel 4.1 be- schriebenen Vermeidungsmaßnahmen.
Tabelle 2: Betroffenheiten prüfrelevanter Arten
| Europäische Vogelarten nach Art. 1 der Vogelschutzrichtlinie bzw. Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie | Verbotstatbestand | Vorgesehene Maßnahmen | Eintritt Verbots- | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| § 44 Abs. 1 | tatbestand (un- | |||||||||||
| Nr. 1 | Nr. 1 | Nr. 2 | Nr. 3 | Nr. 3 | ter Berücksich- | |||||||
| tigung von | ||||||||||||
| Maßnahmen) | ||||||||||||
| Fledermäuse | ||||||||||||
| Große Bartfleder- maus | Myotis brandtii | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Kleine Bartfleder- maus | Myotis mystacinus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Breitflügelfledermaus | Eptesicus serotinus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Fransenfledermaus | Myotis nattereri | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Braunes Langohr | Plecotus auritus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Graues Langohr | Plecotus austriacus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Großes Mausohr | Myotis myotis | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Mückenfledermaus | Pipistrellus pygmaeus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Rauhautfledermaus | Pipistrellus nathusii | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Wasserfledermaus | Myotis daubentonii | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Zwergfledermaus | Pipistrellus pipistrellus | X | - | X | 002_VA | Nein | ||||||
| Brutvögel | ||||||||||||
| Amsel | Turdus merula | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Klappergrasmücke | Sylvia curruca | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Mönchsgrasmücke | Sylvia atricapilla | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Ringeltaube | Columba palumbus | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Rotkehlchen | Erithacus rubecula | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Stieglitz | Carduelis carduelis | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Zaunkönig | Troglodytes troglodytes | X | - | X | 001_VA | Nein | ||||||
| Zilpzalp | Phylloscopus collybita | X | - | X | 001_VA | Nein |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 18]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 14 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Im Folgenden werden die projektbedingten Betroffenheiten beider Artgruppen zusammenfassend dar- gestellt. Für alle Arten erfolgt zudem eine artenschutzrechtliche Bewertung in Artblättern (siehe An- hang).
5.1 Vögel
Im Zuge der Erneuerung der Stützmauer kommt es bau- bzw. anlagebedingt zu einem Verlust von ruderalen Säumen und Sträuchern. Durch die zeitliche Beschränkung der Gehözrückschnitte auf die Wintermonate (Vermeidungsmaßnahme 001_VA) wird die Verletzung / Tötung von Vögeln bzw. die Schädigung ihrer Gelege vermieden. Da alle potenziell in verloren gehenden Vegetationsstrukturen brütenden Arten in der Regel alljährlich ein neues Nest anlegen und auch keine besondere Bindung an die betroffenen Vegetationsbestände aufweisen, wird durch die winterlichen Rückschnitte auch eine Schädigung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten ausgeschlossen. Auch toxikologische Auswirkungen durch bauzeitlich freigesetzte Stoffe (u.a. Abgase, Stäube) sind unter Berücksichtigung des relativ geringen Umfangs der bei einem geordneten Bauablauf entstehenden Stoffe ausgeschlossen.
Populationsrelevante Störwirkungen sind bei allen im Raum nachgewiesenen Vogelarten ausgeschlossen. So sind projektbedingte Störungen durch Lärm, Erschütterungen oder visuelle Reize auf die Bauzeit beschränkt und betreffen zudem Lebensraumstrukturen in dem stark vorbelasteten Umfeld der zu erneuernden Stützmauer. Dieser Bereich wird nur von einzelnen weit verbreiteten und zudem wenig störempfindlichen Vogelarten besiedelt.
Fazit: Ein Verstoß gegen die artenschutzrechtlichen Bestimmungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG kann unter Berücksichtigung der zeitlichen Beschränkung der Baufeldfreimachung bei allen im Raum nach- gewiesenen Vogelarten ausgeschlossen werden.
5.2 Fledermäuse
Im Zuge der Stützmauerereuerung kommt es weder zu Eingriffen in Waldflächen noch zu Verlusten von höhlenreichen Altbäumen oder von Gebäuden mit einer Quartiereignung. Hinweise auf eine Quartierfunktion der zu erneuernden Stützmauer fanden sich im Zuge der Untersuchungen nicht, wenngleich eine sporadische Nutzung einzelner Hohlräume als sommerliches Tagesquartier nicht grundsätzlich auszuschließen sind. Spürbare Auswirkungen auf das Quartierangebot innerhalb des Raumes sind im Zuge der Stützmauererneuerung nicht zu erwarten und eine Schädigung übertagender Fledermäuse im Zuge der Abbrucharbeiten kann durch eine vorlaufende Mauerkontrolle (Vermeidungsmaßnahme 002_VA) weitgehend ausgeschlossen werden. Ähnlich wie bei den Vögeln sind auch bei den Fledermäusen toxikologische Wirkungen durch die beim Bau freigesetzten Schadstoffe (insbes. Abgase, Stäube) aufgrund des geringen Umfangs entsprechender Stoffe ausgeschlossen. Populationsrelevante Störungen sind ebenfalls bei keiner der potenziell im Raum betroffenen Fledermausarten zu erwarten. So sind die projektbedingten Störungen räumlich und zeitlich eng begrenzt, treten vornehmlich tagsüber auf und betreffen Lebenraumstrukturen, denen mutmaßlich keine herausgehobene Funktion für eine der potenziell im Raum vorkommenden Fledermausarten zukommt.
Fazit: Ein Verstoß gegen die artenschutzrechtlichen Bestimmungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG kann unter Berücksichtigung der vorgesehenen Vermeidungsmaßnahme bei allen potenziell im Raum vor- kommenden Fledermausarten ausgeschlossen werden.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 19]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 15 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
6 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die DB InfraGo AG plant an der linksrheinisch verlaufenden Bahnstrecke 2630 die Erneuerung einer alten, am nördlichen Ortsrand von St. Goar gelegenen Stützmauer.
Im Zuge der Stützmauererneuerung kommt es vornehmlich zu bauzeitlichen Beeinträchtigungen. Für Arbeitsstreifen und Baustellenflächen werden Vegetationsbestände in einem Umfang von etwa 1.300 m² in Anspruch genommen. Dauerhafte Flächeninanspruchnahmen sind bei der Mauererneue- rung von nachrangiger Bedeutung. Neuversiegelungen haben einen Umfang von 94 m². Betroffen sind von den bau- und anlagebedingten Vegetationsflächenverlusten neben dem Straßenrand der B 9 ins- besondere ruderale Grasfluren, die z.T. im Wechsel mit Strauchpflanzungen stehen.
Im Zuge der Baufeldfreimachung und beim Abriss der bestehenden Stützmauer kann es zu einer Schädigung bzw. einem Verlust von Fortpflanzungs- und Ruhestätten besonders und streng geschütz- ter Arten und einer etwaigen damit verbundenen Verletzung bzw. Tötung von Tieren und ihrer Ent- wicklungsstadien kommen. Darüber hinaus sind Störungen durch bauzeitliche Schafstoffe, Baulärm und sonstige bauzeitliche Störfaktoren (optische Reize, Erschütterungen) möglich.
Im Rahmen der Relevanzprüfung wurde zunächst ermittelt, welche der streng geschützten Arten bzw. europäischen Vogelarten im möglichen Wirkraum der Baumaßnahme tatsächlich oder potenziell vor- kommen und die darüber hinaus i. S. der Verbotsregelungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG betroffen sein können. Zur Ermittlung des tatsächlichen Status der Arten im Wirkraum des Bauvorhabens wur- den eine Brutvogelkartierung und eine Reptilienkartierung durchgeführt. Darüber hinaus wurde die zu erneuernde Stützmauer auf ihr Quartierpotenzial für Fledermäuse überprüft.
Im Rahmen der Untersuchungen wurden an der Stützmauer weder Reptilien festgestellt noch wurden konkrete Hinweise auf eine Quartierfunktion für Fledermäuse gefunden. Bei den avifaunistischen Kar- tierungen wurden überwiegend häufige und weit verbreitete Vogelarten im Raum erfasst.
Um eine Schädigung von Gelegen und Jungvögeln auszuschließen, erfolgen erforderliche Gehölz- rückschnitte im Baufeld außerhalb der Nist-, Brut- und Aufzuchtzeiten. Eine Schädigung von Fleder- mäusen im Zuge der Abbrucharten wird durch eine vorlaufende Mauerkontrolle ebenfalls ausge- schlossen. Das Fortpflanzungs- und Ruhestättenangebot innerhalb des Raumes wird im Zusammen- hang mit der Stützmauererneuerung bei keiner Art spürbar eingeschränkt. Populationsrelevante Stö- rungen sind bei allen im Wirkraum erfassten und hier potenziell vorkommenden besonders und streng geschützten Arten ausgeschlossen. Ein Verstoß gegen die artenschutzrechtlichen Bestimmungen des § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu befürchten.
Bonn, August 2025
COCHET CONSULT GbR Planungsgesellschaft Umwelt, Stadt und Verkehr
Jürgen Feder
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 20]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 16 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
7 Literatur- und Quellenverzeichnis
Gesetze
BNatSchG – Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 48 des Gesetzes vom 23. Oktober 2024 (BGBI. 2024 I Nr. 323).
LNatSchG – Landesnaturschutzgesetz Rheinland-Pfalz vom 6. Oktober 2015 (GVBl. S. 283), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 26. Juni 2020 (GVBl. S. 287).
Leitfäden, Merkblätter usw.
EBA – EISENBAHN-BUNDESAMT (2024): Umwelt-Leitfaden zur eisenbahnrechtlichen Planfeststellung und Plangenehmigung sowie für Magnetschwebebahnen. Artenblätter für nach Anhang IV geschützte Tier- und Pflanzenarten. Stand März 2024. Bonn.
EBA – EISENBAHN-BUNDESAMT (2023): Umwelt-Leitfaden für die eisenbahnrechtliche Planfeststellung und Plangenehmigung - Teil V: Behandlung besonders und streng geschützter Arten. Stand Novem- ber 2023. Bonn.
LBM RLP – LANDESBETRIEB MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ (2011): Bewertung der Erhaltungszustände der Arten in Rheinland-Pfalz und in der BRD. In: FROELICH & SPORBECK GMBH UND CO. KG (Hrsg.): Mustertext Fachbeitrag Artenschutz Rheinland-Pfalz.
LBM RLP – LANDESBETRIEB MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ (2020): Leitfaden Artenschutz. Fachbeitrag Artenschutz (Mustertexte) bei Straßenbauvorhaben in Rheinland-Pfalz. Stand Dezember 2020. Kob- lenz.
Sonstige Quellen
BAUER, H.-G., BEZZEL, E., FIEDLER, W. (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. 2. Auflage. Bd. 1 bis 3. AULA Verlag. Wiebelsheim.
BFN – BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (Hrsg.) (2009): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. Naturschutz und Biologische Vielfalt 70(1). Bonn-Bad Godesberg.
BFN – BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (2018): Internethandbuch zu den Arten der FFH-Richtlinie An- hang IV. Abgerufen am 11.12.2018 unter: http://ffh-anhang4.bfn.de/.
BIRDLIFE INTERNATIONAL (2021) European Red List of Birds. Luxembourg: Publications Office of the European Union.
COCHET CONSULT (2023): DB Strecke 2630 (linke Rheintalstrecke) – Erneuerung einer Stützwand bei Werlau (Bahn-km 124,041 bis Bahn-km 1242,221). Faunistische Sonderuntersuchungen – Bericht. November 2023.
DIETZ, C., O. VON HELVERSEN & D. NILL (2007): Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas. Kosmos. Stuttgart.
EUROPÄISCHE UNION (2010): Standard-Datenbogen für das VSG DE-5711-401 „Mittelrheintal“. Zuletzt aktualisiert im Mai 2010.
EUROPÄISCHE UNION (2019): Standard-Datenbogen für das FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“. Zuletzt aktualisiert im Mai 2019.
HÜPPOP, O., BAUER, H.-G., HAUPT, H., RYSLAVY, T., SÜDBECK, P. & WAHL, J. (2013): Rote Liste wan- dernder Vogelarten Deutschlands. – Berichte zum Vogelschutz 49/50: S. 23-84.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 21]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 17 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
LBM RLP – LANDESBETRIEB MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ (2009a): Handbuch der streng geschützte Ar- ten in Rheinland-Pfalz.
LBM RLP – LANDESBETRIEB MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ (2009b): Handbuch der Vogelarten in Rhein- land-Pfalz.
LEOPOLD, P. (2004): Ruhe- und Fortpflanzungsstatten der in Deutschland vorkommenden Tierarten nach Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Werkvertrag im Auftrag des Bundesam- tes für Naturschutz. Bonn.
LFU – LANDESAMT FÜR UMWELT RHEINLAND PFALZ (2025a): Arteninformationssystem Rheinland-Pfalz. ARTeFAKT – Arten und Fakten, Messtischblattabfrage TK 5812 St. Goarshausen. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://artefakt.naturschutz.rlp.de/.
LFU – LANDESAMT FÜR UMWELT RHEINLAND-PFALZ (2025b): Steckbrief zum FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“. Abgerufen am 30.06.2025 unter https://natura2000-bwp- sb.naturschutz.rlp.de/index.php.
LFU – LANDESAMT FÜR UMWELT RHEINLAND-PFALZ (2025c): Steckbrief zum Vogelschutzgebiet DE-5711- 401 „Mittelrheintal“. Abgerufen am 30.06.2025 unter https://natura2000-bwp- sb.naturschutz.rlp.de/index.php.
LUWG – LANDESAMT FÜR UMWELT, WASSERWIRTSCHAFT UND GEWERBEAUFSICHT RHEINLAND-PFALZ (2015): Rote Listen von Rheinland-Pfalz. Gesamtverzeichnis. 2. erweiterte Zusammenfassung. Januar 2015. Mainz.
MEINIG, H., BOYE, P., DÄHNE, M., HUTTERER, R. & J. LANG (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) Deutschlands. Naturschutz und Biologische Vielfalt 170(2).
MFU/LFUG – MINISTERIUM FÜR UMWELT RHEINLAND-PFALZ/LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ UND GEWER- BEAUFSICHT RHEINLAND-PFALZ (1994): Planung vernetzter Biotopsysteme, Bereich Rhein-Hunsrück- Kreis. Mainz.
MKUEM – Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (2025): Landschaftsinformati- onssammlung der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS) mit Informationen u. a. zu Art- nachweisen. Abgerufen am 30.06.2025 unter https://geodaten.naturschutz.rlp.de/kartendienste_naturschutz/.
OTT, J.; CONZE, K.-J.; GÜNTHER, A.; LOHR, M.; MAUERSBERGER, R.; ROLAND, H.-J. & SUHLING, F. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Libellen (Odonata) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirt- schaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 659-679
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025a): Vögel in und um Rhein- land-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/voegel.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025b): Säugetiere in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/saeugetiere.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025c): Kriechtiere in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/reptilien.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025d): Lurche in und um Rhein- land-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/amphibien.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025e): Tagfalter in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/tagfalter.html.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 22]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 18 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025f): Nachtfalter in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/nachtfalter.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025g): Weichtiere in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/mollusken.html.
POLLICHIA – VEREIN FÜR NATURFORSCHUNG UND LANDESPFLEGE E.V. (2025h): Gefäßpflanzen in und um Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: https://arteninfo.net/elearning/flora.html.
REINHARDT, R. & BOLZ, R. (2011): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter (Rhopalocera) (Lepi- doptera: Papilionoidea et Hesperioidea) Deutschlands. In: BFN (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 3: Wirbellose Tiere (Teil 1). Naturschutz und Biologische Viel- falt 70(3): 167-194.
ROTE-LISTE-GREMIUM AMPHIBIEN UND REPTILIEN (2020a): Rote Liste und Gesamtartenliste der Reptilien (Reptilia) Deutschlands. Naturschutz und Biologische Vielfalt 170(3).
ROTE-LISTE-GREMIUM AMPHIBIEN UND REPTILIEN (2020b): Rote Liste und Gesamtartenliste der Amphi- bien (Amphibia) Deutschlands. Naturschutz und Biologische Vielfalt 170(4).
RYSLAVY, T., BAUER, H.-G., GERLACH, B., HÜPPOP, O., STAHMER, P., SÜDBECK, P. & SUDFELDT, C. (2020): Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. 6. Fassung, 30. September 2020. Berichte zum Vogelschutz 57.
SCHMIDT, A (2014b): Rote Liste der Großschmetterlinge (Macrolepidoptera s. l.) in Rheinland-Pfalz. Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (Hrsg.). Mainz.
SGD NORD – STRUKTUR- UND GENEHMIGUNGSDIREKTION NORD (2018): Bewirtschaftungsplan (BWP- 2016-09-N) für das FFH-Gebiet DE-5711-301 „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“. Stand Ap- ril 2018.
SGD NORD – STRUKTUR- UND GENEHMIGUNGSDIREKTION NORD (2025): Schriftliche Auskunft zu Artvor- kommen im Vogelschutzgebiet Mittelrheintal (DE-5711-401) vom 10.07.2025.
SIMON, L., BRAUN, M., GRUNWALD, T., HEYNE, K.-H., ISSELBÄCHER, T. & WERNER, M. (2014): Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz. Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (Hrsg.). Mainz.
SNU RLP – STIFTUNG NATUR UND UMWELT RHEINLAND-PFALZ (2025): ArtenFinder Service-Portal Rhein- land-Pfalz. Abgerufen am 30.06.2025 unter: http://artenfinder.rlp.de/.
TEMPLE, H.J. AND TERRY, A. (COMPILERS) (2007): The Status and Distribution of European Mammals. Luxembourg: Office for Official Publications of the European Communities. VIII + 48pp, 210 x 297 mm.
WILLIGALLA, C., SCHLOTMANN, F. & J. OTT (2018): Rote Liste und Gesamtartenliste der Libellen in Rheinland-Pfalz; Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, Mainz.
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 23]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 19 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
8 Anlagen
8.1 Relevanztabelle
Tabelle 3: Bewertung des prüfgegenständlichen Artenspektrums
sN = sicherer Nachweis, pV = potenzielles Vorkommen, v = vorhanden, (v) = vermutet, n = nicht vorhanden, k. A. = keine Angabe (in Roter Liste unberücksichtigt); n. b. = nicht bewertet
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Säugetiere | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Muscardinus avellanarius | Haselmaus | Anh. IV | 3 | V | x | pV | (v) | n | Die Haselmaus bevorzugt Laub- und Mischwälder mit ausgepräg- tem Unterwuchs, Beerensträucher und Feldhecken. Die von dem Vorhaben betroffenen ruderalen Säume stellen keine geeigneten Habitatstrukturen dar, da hier regelmäßige Pflegemaßnahmen ein Aufkommen von Gehölzen unterbinden. | ||||||||||||||||||||||
| Felis silvestris | Wildkatze | Anh. IV | 4 | 3 | x | pV | v | (v) | n | Die Wildkatze benötigt große Wälder mit reichlich Unterwuchs, Windwurfflächen, Waldrändern, ruhigen Dickichten und Wasser- stellen. Innerhalb des Wirkraums ist ein Vorkommen der Art ledig- lich im Bereich der Hangwälder westlich der Bahnstrecke mög- lich. Eingriffe finden hier nicht statt und auch bauzeitlichen Stö- rungen lassen unter Berücksichtigung vorhandener Funktionsbe- einträchtigungen (insbes. verkehrsbedingte Störwirkungen der B 9 und der von der Bahnstrecke und die B 9ist der Wirkraum be- reits stark vorbelastet, sodass durch die Baumaßnahme keine er- heblichen Störungen zu erwarten sind. Projektbedingte Beein- trächtigungen der Wildkatze sind dementsprechend nicht zu er- warten. | |||||||||||||||||||||
| Nyctalus noctula | Großer Abendsegler | Anh. IV | 3 | V | x | pV | v | (v) | n | Der durch den Rhein mit seiner schmalen, überwiegend von Ver- kehrs- und Siedlungsflächen geprägten Aue sowie zumeist stei- len, oft von naturnahen Wäldern im Wechsel mit Weinbergen / Weinbergsbrachen eingenommen Talhängen geprägte Raum bie- tet mehreren Fledermausarten geeignete Lebensbedingungen. Durch das geplante Bauvorhaben kommt es allerdings weder zu Eingriffen in Waldflächen noch zu Verlusten von höhlenreichen Altbäumen und Gebäuden mit Quartiereignung. Die projektbe- dingten Beeinträchtigungen beschränken sich auf bauzeitliche Störungen innerhalb potenzieller Jagdhabitate sowie den Verlust der hohlraumreichen Stützmauer mit einem Potenzial als Einzel- und Zwischenquartiere /Tagesverstecke für einzelne Arten. | |||||||||||||||||||||
| Myotis brandtii | Große Bartfledermaus | Anh. IV | k.A. | * | x | pV | v | (v) | (v) | ||||||||||||||||||||||
| Myotis mystacinus | Kleine Bartfledermaus | Anh. IV | 2 | * | x | pV | v | (v) | (v) | ||||||||||||||||||||||
| Myotis bechsteinii | Bechsteinfleder- maus | Anh. IV | 2 | 2 | x | x | pV | v | (v) | n | |||||||||||||||||||||
| Eptesicus serotinus | Breitflügelfleder- maus | Anh. IV | 1 | 3 | x | pV | v | (v) | (v) | ||||||||||||||||||||||
| Myotis nattereri | Fransenfledermaus | Anh. IV | 1 | * | x | pV | v | (v) | (v) |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 24]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 20 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Rhinolophus ferrumequinum | Große Hufeisennase | Anh. IV | 1 | 1 | x | pV | v | (v) | n | |||||||||||||||||||||||
| Plecotus auritus | Braunes Langohr | Anh. IV | 2 | 3 | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Plecotus austriacus | Graues Langohr | Anh. IV | 2 | 1 | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Myotis myotis | Großes Mausohr | Anh. IV | 2 | * | x | x | pV | v | (v) | (v) | ||||||||||||||||||||||
| Barbastella barbastellus | Mopsfledermaus | Anh. IV | 1 | 2 | x | pV | v | (v) | n | |||||||||||||||||||||||
| Pipistrellus pygmaeus | Mückenfledermaus | Anh. IV | k.A. | * | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Pipistrellus nathusii | Rauhautfledermaus | Anh. IV | 2 | * | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Myotis daubentonii | Wasserfledermaus | Anh. IV | 3 | * | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Pipistrellus pipistrellus | Zwergfledermaus | Anh. IV | 3 | * | x | pV | v | (v) | (v) | |||||||||||||||||||||||
| Reptilien | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Podarcis muralis | Mauereidechse | Anh. IV | * | V | x | - | pV | v | n | Die Mauereidechse besiedelt u. a. sonnenexponierte Mauern und Bahndämme. Grundsätzlich eignet sich die zu erneuernde Stütz- mauer als Lebensraum. Die Art wurde im Rahmen der faunisti- schen Kartierungen jedoch nicht nachgewiesen. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Coronella austriaca | Schlingnatter | Anh. IV | 4 | 3 | x | - | pV | v | n | Die Schlingnatter lebt in halboffenem, trockenem, steinigem Ge- lände mit Büschen. Sie besiedelt u. a. Bahndämme. Grundsätz- lich eignet sich die zu erneuernde Stützmauer als Lebensraum. Die Art wurde im Rahmen der faunistischen Kartierungen jedoch nicht nachgewiesen. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Lacerta bilineata | Westliche Smarag- deidechse | (Anh. IV) | 1 | 2 | x | - | pV | v | n | Die Art lebt in dichter Krautvegetation, Gebüschen und Feucht- stellen oder Quellen und in lockerem Gesteinsschutt. Trocken- mauern dienen als Tagesverstecke und Winterquartier. Im Zuge der Kartierungen wurde die Art nicht nachgewiesen. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Natrix tessellata | Würfelnatter | Anh. IV | 1 | 1 | x | - | n | Die Vorkommen der Würfelnatter am Rhein sind erloschen. | ||||||||||||||||||||||||
| Lacerta agilis | Zauneidechse | Anh. IV | * | V | x | - | pV | v | n | Die Zauneidechse lebt an trockenen, sonnigen und vegetations- reichen Brachen, Böschungen und Dämmen. Grundsätzlich eig- |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 25]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 21 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| net sich der Ruderalsaum am Fuß der zu erneuernden Stützmau- er sowie zwischen Mauer und Bahnstrecke als Lebensraum für die Zauneidechse. Die Art wurde im Rahmen der faunistischen Kartierungen jedoch nicht nachgewiesen. Eine artenschutzrechtli- che Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Amphibien | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Alytes obstetricans | Geburtshelferkröte | Anh. IV | 4 | 2 | n | Keine für die Geburtshelferkröte geeigneten Habitate (tümpelrei- che Ton- und Kiesgruben oder Steinbrüche) im Wirkraum vor- handen. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Triturus cristatus | Kammmolch | Anh. IV | 3 | 3 | n | Keine für den Kammmolch geeigneten Habitate (Auenwälder, Sümpfe und Feuchtwiesen in der Nähe von größeren, nährstoff- reichen Teichen, Abgrabungsweihern oder Altarmen) im Wirk- raum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Bufo calamita | Kreuzkröte | Anh. IV | 4 | 2 | n | Keine für die Kreuzkröte geeigneten Habitate (Sand- und Tongru- ben, Steinbrüche, Heidegebiete und sandige Überschwem- mungsauen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Hyla arborea | Laubfrosch | Anh. IV | 2 | 3 | n | Keine für den Laubfrosch geeigneten Habitate (Auenlandschaft mit überschwemmten Wiesen, Weidengebüschen, sonnigen und pflanzenreichen Tümpeln oder Abgrabungsgebiete und Truppen- übungsplätze mit sonnigen Gebüschen und Tümpeln) im Wirk- raum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Bufo viridis | Wechselkröte | Anh. IV | 3 | 2 | n | Keine für die Wechselkröte geeigneten Habitate (Acker- und Ge- müsekulturen sowie ebene Weinbaugebiete oder Sand-, Kies- und Tongruben und Steinbrüche) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Libellen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Gomphus flavipes | Asiatische Keiljungfer | Anh. IV | * | * | n | Die Asiatische Keiljungfer besiedelt große Flüsse wie den Rhein. Keine für die Art geeigneten Habitate (Sand- und Tongruben, Steinbrüche, Heidegebiete und sandige Überschwemmungsauen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Falter | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Maculinea nausithous | Dunkler Wiesenknopf- Ameisenbläuling | Anh. IV | 3 | V | n | Keine für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling geeigneten Habitate (Feuchtgrünland/Feuchtsäume mit Beständen des Gro- ßen Wiesenknopfes) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Lycaena dispar | Großer Feuerfalter, Flussampfer- Dukatenfalter | Anh. IV | V | 3 | n | Keine für den Großen Feuerfalter geeigneten Habitate (großflä- chiges Nass- / Feuchtgrünland mit ausreichendem Blütenange- bot) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||
| x | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Proserpinus proserpina | Nachtkerzen- schwärmer | Anh. IV | 2 | * | n | Keine für den Nachtkerzenschwärmer geeigneten Habitate (Flussufer-Unkrautgesellschaften sowie Feuchtkies- und Feucht- schuttfluren mit Beständen von Weidenröschen) im Wirkraum | |||||||||||||||||||||||||
| x |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 26]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 22 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| vorhanden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Käfer | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Cerambyx cerdo | Heldbock, Großer Eichenbock | Anh. IV | 1 | 1 | n | Der Heldbock besiedelt alte Eichen in sonniger Lage. In den Ge- hölzbeständen am Hang westlich der Bahnstrecke ist ein Vor- kommen der Art denkbar. Eingriffe finden hier nicht statt. Die Be- stände befinden sich außerhalb des artspezifischen Wirkraums. | ||||||||||||||||||||||||||
| Vögel | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Turdus merula | Amsel | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | ||||||||||||||||||||||
| Motacilla alba | Bachstelze | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Ein Brutnachweis/Brutverdacht besteht im Bereich des unmittel- bar westlich an die Bahnstrecke angrenzenden Gebäudekomple- xes. Darüber hinaus wurde die Bachstelze als Nahrungsgast am Rheinufer beobachtet. Bei den von der Stützmauererneuerung betroffenen Biotopstrukturen wurde keine Habitatfunktion festge- stellt. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Falco subbuteo | Baumfalke | sonstiger | * | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Zugvogel | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anthus trivialis | Baumpieper | 2 | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Fulica atra | Blässhuhn, Bläss- ralle | Art. 4(2) | * | * | x | - | n | Keine für das Blässhuhn geeigneten Habitate (vorzugsweise nährstoffreiche Stillgewässer) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||||
| VSR: | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Parus caeruleus | Blaumeise | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Blaumeise im Wirkraum als Brutvogel zwar nachgewiesen, zu Eingriffen in mögliche Nistplätze (insbes. Höhlenbäume) kommt es im Zuge der Stützmauererneuerung aber nicht. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu er- warten. | |||||||||||||||||||||
| Carduelis cannabina | Bluthänfling | V | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Saxicola rubetra | Braunkehlchen | Art.4(2) | 1 | 2 | x | - | n | Keine für das Braunkehlchen geeigneten Habitate (offene, exten- siv bewirtschaftete Nass- und Feuchtgrünländer, Feuchtbrachen, feuchte Hochstaudenfluren sowie Moorrandbereiche) im Wirk- raum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||||
| VSR: | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Brut | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fringilla coelebs | Buchfink | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Brutnachweis in den westlich an die Bahnstrecke angrenzenden Waldbeständen. Eingriffe in als Brutplatz geeignete Gehölzbe- |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 27]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 23 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| stände finden nicht statt. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Dendrocopos major | Buntspecht | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Coloeus monedula | Dohle | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der Kartierung Nachweise als Nahrungsgast. Mögli- che Brutplätze in alten, höhlenreichen Waldbeständen sowie in menschlichen Siedlungen. Keine Eingriffe in relevante Habi- tatstrukturen. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Sylvia communis | Dorngrasmücke | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Garrulus glandarius | Eichelhäher | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Alcedo atthis | Eisvogel | Anhang I VSR | V | * | x | - | n | Keine für den Eisvogel geeigneten Bruthabitate (langsam fließen- de oder stehende Gewässer mit überhängenden oder senkrech- ten Abbruchkanten bzw. Steilufern zum Anlegen der Bruthöhlen) im Wirkraum vorhanden. Gelegentliches Vorkommen als Nah- rungsgast am Rhein östlich des Untersuchungsraumes möglich. | |||||||||||||||||||||||
| Pica pica | Elster | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung | |||||||||||||||||||||
| Alauda arvensis | Feldlerche | 3 | 3 | x | x | - | n | Keine für die Feldlerche geeigneten Habitate der (offene Feldflur mit wenig Kulissenwirkung) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| Locustella naevia | Feldschwirl | * | 2 | x | x | - | n | Keine für den Feldschwirl geeigneten Habitate (extensive Feuchtwiesen, Verlandungszonen, Pfeifengraswiesen und Fluss- niederungen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| Passer montanus | Feldsperling | 3 | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Phylloscopus trochilus | Fitis | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Charadrius dubius | Flussregenpfeifer | Art.4(2) | 3 | V | x | x | - | n | Der Flussregenpfeifer bewohnt vegetationsarme Flächen, bevor- zugt Kiesflächen, an Fließgewässern sowie auch in Kiesgruben. Keine geeigneten Habitatstrukturen im Untersuchungsraum vor- handen. | ||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Actitis hypoleucos | Flussuferläufer | Art.4(2) | 0 | 2 | x | - | n | Der Flussuferläufer ist in Rheinland-Pfalz kein regelmäßiger Brut- vogel, er kommt aber als Durchzügler und Wintergast vor. Die Art bewohnt unterschiedliche Gewässerhabitate wie Schotterflächen, | |||||||||||||||||||||||
| VSR: |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 28]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 24 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | Rast | gebüschreiche Flussufer, Altgewässer etc. Nur sporadische Vor- kommen durchziehender Individuen sind entlang des Rheins (öst- lich des Untersuchungsraumes) denkbar. | |||||||||||||||||||||||||||
| Certhia brachydactyla | Gartenbaumläufer | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Ein Vorkommen des Gartenbaumläufers in den Gehölzbeständen am Hang westlich der Bahnstrecke ist denkbar und durch einen Brutnachweis im Rahmen der faunistischen Kartierungen belegt. Zu Eingriffen in mögliche Nistplätze (ältere Bäume mit loser Rin- de) kommt es im Zuge der Stützmauererneuerung aber nicht. Ei- ne artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||
| Sylvia borin | Gartengrasmücke | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Motacilla cinerea | Gebirgsstelze | * | * | x | x | - | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Hippolais icterina | Gelbspötter | sonstiger | 2 | * | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Zugvogel | |||||||||||||||||||||||||||||
| Pyrrhula pyrrhula | Gimpel, Dompfaff | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Serinus serinus | Girlitz | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Emberiza citrinella | Goldammer | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Pluvialis apricaria | Goldregenpfeifer | Anhang I VSR | k.A. | 1 | x | - | n | Der Goldregenpfeifer brütet in Rheinland-Pfalz nicht, tritt aber als Durchzügler auf. Mögliche Rastflächen (Moorlandschaften, Hei- den, Grün- und Ackerland sowie Flussmündungen) der Art sind im Wirkraum nicht vorhanden. | |||||||||||||||||||||
| Emberiza calandra | Grauammer | sonstiger Zugvogel | 2 | V | x | - | n | Keine für die Grauammer geeigneten Habitate (Offenlandschaft mit extensiv genutzten Wiesen, Weiden sowie Feldern und ein- zelnen Gehölzen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||
| Anser anser | Graugans | Art. 4(2) VSR: Rast | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Die Graugans baut ihr Nest z. B. im Röhricht von insbesondere Stillgewässern. Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Graugans am Rheinufer als Nahrungsgast nachgewiesen. Die Habitatfunktion des Rheins und seiner Ufer wird durch die Stütz- mauererneuerung nicht beeinträchtigt. Eine artenschutzrechtliche |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 29]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 25 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||
| Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||
| Ardea cinerea | Graureiher | sonstiger Zugvogel | * | * | x | x | sN | v | v | n | Der Graureiher ist ein Koloniebrüter, der sein Nest auf älteren Bäumen anlegt. Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wur- de der Graureiher am Rheinufer als Nahrungsgast nachgewiesen. Die Habitatfunktion des Rheins und seiner Ufer wird durch die Stützmauererneuerung nicht beeinträchtigt. Eine artenschutz- rechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||
| Muscicapa striata | Grauschnäpper | * | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Picus canus | Grauspecht | Anhang I | V | 2 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||
| Carduelis chloris | Grünfink, Grünling | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Picus viridis | Grünspecht | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Accipiter gentilis | Habicht | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Tetrastes bonasia | Haselhuhn | Anhang I | 1 | 2 | x | x | - | - | n | Geeignete Habitate (ruhige, reich strukturierte Wälder) sind im Wirkraum des Bauvorhabens nicht vorhanden. | |||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||
| Parus cristatus | Haubenmeise | * | * | x | x | - | - | n | Keine für die Haubenmeise geeigneten Habitate (Nadelwälder oder Mischwälder mit größerem Nadelbaum-Anteil, koniferenrei- che Kleingehölze) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||
| Phoenicurus ochruros | Hausrotschwanz | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde der Hausrot- schwanz als Brutvogel im Bereich der westlich an die Bahnstre- cke anschließenden Siedlungsflächen erfasst. Eingriffe finden hier nicht statt. Die möglichen bauzeitlichen Störungen der Stützmauererneuerung sind zudem gering. Eine artenschutz- rechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||
| Passer domesticus | Haussperling | 3 | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||
| Prunella modularis | Heckenbraunelle | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 30]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 26 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Columba oenas | Hohltaube | sonstiger | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Zugvogel | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Coccothraustes coccothraustes | Kernbeißer | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Vanellus vanellus | Kiebitz | Art.4(2) | 1 | 2 | x | - | n | Keine für den Kiebitz geeigneten Habitate der ebenen, offenen Landschaft (Feuchtgrünland, Viehweiden, Mähwiesen, Ackerflä- chen, Ruderal- und Ödflächen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Sylvia curruca | Klappergrasmücke | V | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| Sitta europaea | Kleiber | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der Kartierung wurde der Kleiber als Brutvogel in den westlich an die Rheintalstrecke angrenzenden Hangwäldern er- fasst. Eingriffe finden hier nicht statt. Die möglichen bauzeitlichen Störungen der Stützmauererneuerung sind zudem gering. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Dryobates minor | Kleinspecht | * | 3 | x | x | - | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung | ||||||||||||||||||||||
| Parus major | Kohlmeise | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Kohlmeise als Brutvogel in den westlich an die Rheintalstrecke angrenzen- den Hangwäldern sowie einem rheinnahen Gehölzbestand er- fasst. Eingriffe finden hier nicht statt. Die möglichen bauzeitlichen Störungen der Stützmauererneuerung sind zudem gering. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Corvus corax | Kolkrabe | * | * | - | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde der Kolkrabe beim Überfliegen des Raums erfasst und als Nahrungsgast ge- wertet. Hinweise auf ein Brutvorkommen wurden zwar nicht ge- funden, sind aber u.a. in den Waldbeständen oder auch in Fels- wänden des Rheintals möglich. Eingriffe finden hier nicht statt. Die möglichen bauzeitlichen Störungen der Stützmauererneue- rung sind zudem gering. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Phalacrocorax carbo | Kormoran | Art. 4(2) VSR: Rast | * | * | x | x | sN | v | v | n | Der Kormoran ist ein Koloniebrüter, der sein Nest auf älteren Bäumen anlegt. Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wur- de der Kormoran auf dem Rhein als Nahrungsgast nachgewie- sen. Die Habitatfunktion des Rheins wird durch die Stützmau- ererneuerung nicht beeinträchtigt. Eine artenschutzrechtliche Be- troffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwar- |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 31]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 27 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| ten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Grus grus | Kranich | Anhang I VSR | k.A. | * | x | - | - | n | Der Wirkraum weist keine für den Kranich geeigneten Bruthabita- te (Feuchtwiesen, Nieder- und Hochmoore, Bruchwälder, Sümpfe und Heidegebiete) auf. Auch mögliche Rastgebiete (Moor-, Hei- de- und Bördelandschaften) sowie Flächen zum Nahrungserwerb (Ackerflächen, feuchtes Dauergrünland) fehlen im Wirkraum. | ||||||||||||||||||||||
| Cuculus canorus | Kuckuck | V | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Larus ridibundus | Lachmöwe | Art.4(2) | 1 | * | x | - | n | Keine für die Lachmöwe geeigneten Bruthabitate im Wirkraum vorhanden. Möglich sind lediglich Nahrungsgäste und Durchzüg- ler am Rhein. Allerdings keine Nachweise der Lachmöwe im Zuge der Kartierungen. | |||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Apus apus | Mauersegler | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Die Art brütet in Nischen von Gebäuden sowie an Steilwänden von Felsen und Steinbrüchen. Im Rahmen der Untersuchung nur Nachweise Nahrung suchender Tiere. Brutvorkommen sind in den Siedlungsflächen von St. Goar und St. Goarshausen zu er- warten. Habitatfunktionen werden durch die Stützmauererneue- rung nicht beeinträchtigt. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Buteo buteo | Mäusebussard | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Delichon urbicum | Mehlschwalbe | 3 | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Turdus viscivorus | Misteldrossel | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Dendrocopos medius | Mittelspecht | Anhang I | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Sylvia atricapilla | Mönchsgrasmücke | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| Luscinia megarhynchos | Nachtigall | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Lanius collurio | Neuntöter | Anhang I | V | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Emberiza hortula- | Ortolan | Anhang I | 0 | 2 | x | - | - | n | Der Ortolan kommt in Rheinland-Pfalz nur noch als seltener |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 32]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 28 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| na | VSR | VSR | Durchzügler vor. Mögliche Habitatstrukturen sind von dem Bau- vorhaben nicht betroffen. Eine projektbedingte Beeinträchtigung der Art ist nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Oriolus oriolus | Pirol | 3 | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Corvus corone | Rabenkrähe | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Rabenkrä- he im Randbereich des Wirkraums als Brutvogel nachgewiesen. Im Zuge der Stützmauererneuerung kommt es weder zu Eingrif- fen in mögliche Bruthabitate noch treten erhebliche Störungen auf. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Hirundo rustica | Rauchschwalbe | 3 | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Perdix perdix | Rebhuhn | 2 | 2 | x | - | - | n | Keine für das Rebhuhn geeigneten Habitate (offene, strukturrei- che, extensiv genutzte Kulturlandflächen) im Wirkraum vorhan- den. | |||||||||||||||||||||||
| Aythya fuligula | Reiherente | Art. 4(2) | * | * | x | - | - | n | Die Reiherente brütet an Stillgewässern und strömungsarmen Fließgewässern, wo deckungsreiche Nistmöglichkeiten vorhan- den sind. Das Rheinufer bei Werlau erfüllt diese Voraussetzun- gen nicht. | ||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Columba | Ringeltaube | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| palumbus | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Erithacus rubecula | Rotkehlchen | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| Milvus milvus | Rotmilan | Anhang I | V | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Tyto alba | Schleiereule | V | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Aegithalos caudatus | Schwanzmeise | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Saxicola rubicola | Schwarzkehlchen | sonstiger Zugvogel | * | * | x | - | n | Keine für das Schwarzkehlchen geeigneten Habitate (Offenland mit niedriger, geschlossener Vegetation, vorzugsweise mit hohem Anteil an extensiv bewirtschaftetem Grünland oder Ruderalflä- chen) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| Milvus migrans | Schwarzmilan | Anhang I | * | * | x | x | - | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- | |||||||||||||||||||||
| VSR |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 33]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 29 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Dryocopus martius | Schwarzspecht | Anhang I VSR | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Ciconia nigra | Schwarzstorch | Anhang I VSR | * | * | x | x | - | - | n | Art störungsarmer Waldbestände. Die im Wirkraum des Vorha- bens gelegenen Waldflächen sind aufgrund vorhandener Störun- gen als Lebensraum nicht geeignet. | |||||||||||||||||||||
| Larus argentatus | Silbermöwe | k.A. | * | x | sN | v | v | n | Die Silbermöwe tritt in Rheinland-Pfalz als Durchzügler und Win- tergast auf. Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Art beim Überfliegen des Wirkraums erfasst. Habitatfunktionen werden durch die Stützmauererneuerung nicht beeinträchtigt. Ei- ne artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Turdus philomelos | Singdrossel | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Singdrossel als Brutvogel erfasst. Im Zuge der Stützmauererneuerung kommt es weder zu Eingriffen in mögliche Bruthabitate noch treten er- hebliche Störungen auf. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist daher nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Regulus ignicapilla | Sommergoldhähn- chen | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Accipiter nisus | Sperber | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Sturnus vulgaris | Star | V | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Athene noctua | Steinkauz | 2 | V | x | - | - | n | Keine für den Steinkauz geeigneten Habitate (reich strukturierte Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen, Viehweiden, Kopfweiden und Trockensteinmauern) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| Oenanthe oenanthe | Steinschmätzer | 1 | 1 | x | - | - | n | Keine für den Steinschmätzer geeigneten Habitate (Offenland mit Steinblöcken, Felsschutt oder Geröll und kurzrasige bis karge Vegetation) im Wirkraum vorhanden. | |||||||||||||||||||||||
| Carduelis | Stieglitz, Distelfink | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| carduelis | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Anas platyrhyn- chos | Stockente | Art.4(2) VSR: Rast | 3 | * | x | x | x | sN | v | v | n | Die Stockente kommt an den unterschiedlichsten Still- und Fließ- gewässern vor. Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde die Stockente am Rheinufer als Nahrungsgast nachgewiesen. Die Habitatfunktion des Rheins und seiner Ufer wird durch die Stütz- mauererneuerung nicht beeinträchtigt. Eine artenschutzrechtliche |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 34]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 30 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Lanus canus | Sturmmöwe | Art. 4(2) | 0 | * | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Parus palustris | Sumpfmeise | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Acrocephalus palustris | Sumpfrohrsänger | * | * | x | x | - | - | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Aythya ferina | Tafelente | Art. 4(2) | 1 | V | x | - | - | n | Keine für die Tafelente geeigneten Habitate (nährstoffreichen Stillgewässern) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Parus ater | Tannenmeise | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Gallinula chloropus | Teichhuhn, Grün- füßige Teichralle | Art.4(2) | V | V | x | - | - | n | Keine für das Teichhuhn geeigneten Habitate (nährstoffreiche stehende Gewässer und träge fließende Bäche und Flüsse mit dichter Ufervegetation) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Rast | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Ficedula hypoleuca | Trauerschnäpper | * | 3 | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||||
| Falco tinnunculus | Turmfalke | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Streptopelia turtur | Turteltaube | 2 | 2 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Bubo bubo | Uhu | Anhang I | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Turdus pilaris | Wacholderdrossel | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Coturnix coturnix | Wachtel | sonstiger | 3 | V | x | x | - | - | n | Keine für die Wachtel geeigneten Habitate (Wiesen und andere Lebensräume der offenen, busch- und baumfreien Feldflur mit ei- ner hohen, Deckung bietenden Vegetationsschicht). | |||||||||||||||||||||
| Zugvogel | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Certhia familiaris | Waldbaumläufer | * | * | x | x | - | - | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. Eine arten- |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 35]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 31 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Strix aluco | Waldkauz | * | * | x | x | x | sN | v | v | n | Im Rahmen der faunistischen Kartierungen wurde der Waldkauz in dem Hangwald unterhalb der Burg Rheinfels erfasst. Eingriffe in den außerhalb des Untersuchungsraumes gelegenen Waldbe- stand finden im Zuge der Stützmauererneuerung nicht statt. Auch von bewertungsrelevanten Störungen ist nicht auszugehen. Eine artenschutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Phylloscopus sibilatrix | Waldlaubsänger | 3 | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Asio otus | Waldohreule | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Falco peregrinus | Wanderfalke | Anhang I VSR | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| Cinclus cinclus | Wasseramsel | * | * | x | x | - | - | n | Keine für die Wasseramsel geeigneten Habitate (natürliche und naturnahe schnellfließende und strukturreiche Gewässer mit stei- niger Gewässersohle) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||
| Parus montanus | Weidenmeise | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Jynx torquilla | Wendehals | Art.4(2) | 1 | 3 | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Brut | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Pernis apivorus | Wespenbussard | Anhang I | V | V | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Anthus pratensis | Wiesenpieper | Art.4(2) | 1 | 2 | x | - | - | n | Keine für den Wiesenpieper geeigneten Habitate (halboffene bis offene Landschaft mit feuchten Wiesen, Grünland, anmoorigen Flächen und Heiden) im Wirkraum vorhanden. | ||||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Brut | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Regulus regulus | Wintergoldhähn- chen | * | * | x | x | - | pV | v | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | |||||||||||||||||||||
| Troglodytes | Zaunkönig | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) | |||||||||||||||||||||
| troglodytes | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Phylloscopus | Zilpzalp | * | * | x | x | x | sN | v | v | (v) |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 36]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 32 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
| wissenschaftl. Name | deutscher Name | Anh. IV | P L R L R | D L R | tim ( tk a fe tr A | )la tr o p n e ta d tr A | n e lle u Q e g its n o s | e n e g ie | n e g n u r e itr a K | -r e tn U m i s u ta tS | te ib e g s g n u h c u s | )e lle iz n e to p ( | m i e m u ä r s n e b e L | m u a r k r iW | )s e lle iz n e to p ( | r e d n e m m o k r o V | m u a r k r iW m i tr A | -i th c ä r tn ie e B | h c r u d g n u g | tk e jo r P s a d | Ausschlussgründe für die Art | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FFH-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| od. Anh. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| I bzw. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Art. 4 (2) | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VS-RL | |||||||||||||||||||||||||||||||
| collybita | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Emberiza cia | Zippammer | Art.4(2) | 2 | 1 | x | x | - | - | (v) | n | Kein Nachweis im Rahmen der Brutvogelkartierung. . Eine arten- schutzrechtliche Betroffenheit i.S.v. § 44 Abs. 1 BNatSchG ist da- her nicht zu erwarten. | ||||||||||||||||||||
| VSR: | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Brut |
COCHET CONSULT, 08/2025
[Seite 37]
DB Rheintalstrecke, Stützmauer Werlau 33 Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
8.2 Tabellarische Übersicht aller Fortpflanzungs- und Ruhestätten
Tabelle 4: Im Wirkraum des Vorhabens befindliche Biotope und deren Beeinträchtigungen.
| Biotopstruktur | Potenzielle FoRu | Beeinträchtigung | Ausführungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| für | des Biotops | ||||||
| Vorhandene Stützmauer | Fledermäuse | x | Abriss | ||||
| Ruderale Säume einschl. einzelner Sträucher | Brutvögel | x | bau- und anlagebedingte Flä- cheninanspruchnahmen |
8.3 Artblätter
(siehe Folgeseiten)
COCHET CONSULT, 08/2025