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Angaben auf Lagerversetzplänen
1 Es muss auf zugehörige Pläne verwiesen werden, wie
- Lagerpläne
- Schalpläne Unterbauten (inkl. Lagersockel)
- Schalpläne Überbau
- bei Stahlüberbauten: maßgebende Werkstattpläne
2 Es muss ein Lagerschema in der Draufsicht mit folgenden Angaben dargestellt werden:
- Anordnung der Lager mit Bezeichnung der Lage aus den Lagerplänen
- Benennung der Achsen und Lagerreihen
- Angabe der Bewegungsrichtung (+/-)
- Kennzeichnung der Lagertypen (siehe DIN V 4141-1 Tabelle 1)
3 Es muss eine Lagertabelle mit Angabe der maximalen und minimalen Lagerlasten, -wege und –verdrehungen dargestellt sein. Dem sind die zulässigen Werte gegenüberzustellen.
4 Für jedes Lager muss in Draufsicht und Ansicht die Geometrie für den Einbau eindeutig beschrieben sein:
a) Höhenangaben
- Oberkante Betonsockel
- Oberkante Mörtelbett
- Unterkante Überbau
- Lagerhöhen
- Dicke der Lagerplatten
- mittlere Dicke Keilplatte (mit Geometrieangaben zur Anwendung von Keilplatten siehe auch ZTV-ING, Teil 8, Abschnitt 3), Futterplatten
b) Genaue Vermassung im Grundriss
- der Lagersockel
- der Lager- und Keilplatten
- des Mörtelbetts
- und der Neigungen des Bauwerks im Lagerbereich (beide Richtungen)
Alle Höhenangaben und Vermaßungen im Grundriss sind mit genauem Bezug zu anschließenden Bauteilen (Überbau und Unterbau) darzustellen, insbesondere sind Lage der Dollen und Größe von Vergusstaschen mit darzustellen.
Die Lagergrundplatte und die Lager müssen so gekennzeichnet sein, dass die Lager auf der Baustelle richtig eingebaut werden.
Bei komplizierter Geometrie kann es sinnvoll sein, die kompletten Grundrisse und Querschnitte im Lagerbereich des Bauwerkes (Über- und Unterbauten) abzubilden mit entsprechender genauer Vermaßung der Lager- und Pressenpunkte, Schiefewinkeln, Höhenkoten und Neigungen im Lagerbereich.
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5 Die zu verwendenden Baustoffe und Materialgüten wie
- Art und Güte des Verpressmörtels
- Stahlgüte der Keilplatten, Futterbleche und Lagerplatten
sind anzugeben.
6 Die Reihenfolge des Einbaus der Lager muss eindeutig anhand einer Einbauanweisung beschrieben sein. Folgende Punkte müssen dabei angegeben werden:
• Wie ist die Konstruktion vor der endgültigen Einlagerung gelagert? • Wann werden die Lager vergossen? • Zeitpunkt der Einlagerung der Brücke auf die endgültigen Lager (z. B. bei Verbundbrücken vor oder nach dem Betonieren der Fahrbahnplatte). • Wie wird mit Toleranzen beim Lagereinbau umgegangen? • In einer Voreinstellungstabelle ist anzugeben, wie die Lagervoreinstellungen in Abhängigkeit der Bauwerkstemperatur vorzunehmen sind. In Abhängigkeit des Einbauzeitpunktes sind hierbei auch die Verschiebewege aus noch auftretenden Veränderungen des Endtangentendrehwinkels infolge Belastung oder Kriechen und Schwinden zu berücksichtigen.
Für Elastomerlager ist zusätzlich anzugeben, ab welcher Verschiebung die Elastomerlager anzuheben und rückzustellen sind.
Bei weichen Widerlagerkonstruktionen, z. B. freistehenden oder verankerten Spundwänden, ist in einem Messprogramm festzustellen, in welchem Umfang Verformungen durch Hinterfüllung Einflüsse auf die Lagereinstellung haben. Es sind die tatsächlichen Höhenkoten, Verformungen, Setzungen und Verdrehungen des Widerlagerbalkens nach dem Hinterfüllen festzustellen. Unter Umständen muss der Überbau noch einmal angehoben werden, um die Lager auf die Nullstellung bringen zu können.
7 Zu den Pressenansatzpunkten ist anzugeben:
- Größe (genaue Vermaßung mit Bezug zu anschließenden Bauteilen)
- eine einsetzbare Presse unter Angabe der Bezeichnung, des Herstellers und der zulässigen Presskraft
- erforderliche Presskraft (für den Lastfall: Überbauanheben)
- Aussage zu eventuellem Vorsehen von Lastverteilungsplatten
- Verweis: dauerhaft zu markieren
- Verweis: horizontale Herstellung
8 Für den Fall des Anhebens des Überbaus muss eine Anhebeanweisung existieren, in der neben Einsatz der Presse vor allem die horizontale Halterung des Überbaus und die Möglichkeit des Lösens der oberen und unteren Lagerplatten beschrieben ist. Außerdem muss angegeben sein, ob die Pressen kommunizierend zu schalten sind.
Bei statisch unbestimmten Systemen ist das zulässige Anhebemaß je Anhebepunkt anzugeben.
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