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B I M A b w i c k l u n g s p l a n
hbz | neubau hallenbad zuffenhausen
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- Allgemeine Informationen 4 1.1. Projektinformationen 4
1.2. BIM Ziele 4
1.3. Software und Updates 4
1.4. BIM Abwicklungsplan Version 5
1.5. Anlagen 5
- Datenmodellierung 6 2.1. Umsetzung der Anwendungsfälle 6
2.1.1. AwF 1 - Nutzung gemeinsamer Arbeitsplattform (CDE) 6
2.1.2. AwF 2 - Digitales Raumbuch und Anforderungsprofil 6
2.1.3. AwF 3 - 3D Modellerstellung, geometrisches Modell 6
2.1.4. AwF 4 - Informationsanreicherung der Modellobjekte 7
2.1.5. AwF 5 - 3D Kollisions- und Qualitätsprüfung 7
2.1.6. AwF 6 - Visualisierung und Öffentlichkeitsarbeit 7
2.1.7. AwF 7 - Modellbasierte Koordinations-besprechung (VDR) 7
2.1.8. AwF 8 - Ableitung von 2D Pläne aus 3D-Modellen 7
2.1.9. AwF 9 - Modellbasierte Simulationen (Bauphysik, Life-Cycle-Betrachtung) 7
2.1.10. AwF 10 - 4D Modellerstellung, Animation des Bauablaufs 7
2.1.11. AwF 11 - 5D Kostenüberwachung, modellbasierte Kostenermittlung 8
2.1.12. AwF 12 - Modellbasierte Mengenermittlung 10
2.1.13. AwF 13 - Variantenvergleich zur Entscheidungsfindung 10
2.1.14. AwF 14 - LV-Erstellung aus dem Modell für das Gewerk Rohbau 10
2.1.15. AwF 15 - Baustellendokumentation im Modell 10
2.1.16. AwF 16 - Mitwirkungspflicht im modellbasierten Mängelmanagement 10
2.1.17. AwF 17 - Modellbasierte Terminüberwachung (4D-Modell, Soll-Ist) 10
2.1.18. AwF 18 - Baubegleitende Einarbeitung der AsBuilt - Daten 11
2.2. Modellierungsgrad (LOD) 12
2.3. Schnittstellen 13
2.4. Projektkoordinaten und Nullpunkt 13
2.5. Modellstruktur 14
2.6. Geschossstruktur und Ebenen 15 2.7. Digitales Geländemodell (DGM) 16
2.8. Geschossweise Modellierung 16
- Prozessmodellierung 17 3.1. Rollen und Verantwortlichkeiten 17
3.2. Zusammenarbeit und Datenaustausch 18
3.2.1.Modellaustausch 18
3.2.2.Offene Kollaboration mittels BCF Management 19
3.2.3.Kollaborationsplattform BIMCollab Cloud 20
3.3. Qualitätsprüfung 20
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3.3.1.Kollisionsprüfung 21
3.3.2.VDR Virtual Design Reviews 22
3.3.3.Big Data Drops und Statusmanagement der digitalen Planungsmodelle 23
3.4. Schlitz- und Durchbruchsplanung (SD-Planung) 23
3.5. Werk + Montage - Planung 24
3.6. Definition und Koordination von Freihaltezonen 25 3.7. BIM Prozessüberblick 28
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- Allgemeine Informationen
Der BAP definiert die für den BIM Prozess notwendigen Anforderungen und Prozesse, die geforderten Ziele und die zu erbringenden Leistungen. Dieses Dokument beschreibt die Leistungen für die Erstellung, Pflege und Aktualisierung der Modelle, die als Grundlage für den digitalen Planungsprozess und die daraus resultierenden Anwendungen dienen.
Dieses Dokument wird im Rahmen des weiteren Planungsprozesses aktualisiert und ggf. fortgeschrieben.
1.1. Projektinformationen
| Projektname | Neubau Hallenbad Zuffenhausen |
|---|---|
| Projektadresse | Haldenrainstraße 31, 70437 Stuttgart |
| Auftraggeber | Landeshauptstadt Stuttgart | Bäder |
| AIA (Version/Datum) | 28.08.2020 |
| Projektbeauftragung | LPH 1-5 |
1.2. BIM Ziele
Durch die Nutzung der digitalen Arbeitsmethode BIM in diesem Projekt möchte die Stadt Stuttgart in einem Piloten gemeinsam mit den Auftragnehmern folgende Projekt-Ziele erreichen:
• Einhaltung der Ziele für Kosten - Termine - Qualität
• Höhere Genauigkeit der Planung (z.B. Kostenschätzung)
• Bessere Koordination der Fachgewerke sowie Verbesserung der Kommunikation & Schnittstellen zwischen allen Beteiligten.
• Optimierung der Energieeffizient für den Betrieb durch frühzeitige Simulationen
• As Built Modell für den Gebäudebetrieb nutzbar machen
• Wissensaufbau & Erfahrung sammeln
1.3. Software und Updates
| Anwendung | BIM 3D Software | Version | AVA Software | Terminplanung | Datenaustausch |
|---|---|---|---|---|---|
| Architektur | Revit | 2023 | Orca | Navisworks + MS Project | IFC4, XML, GAEB |
| Tragwerksplaner | Allplan | 21.1.14/22.1.0 | - | IFC4, XML, GAEB | |
| HSK ab LPH3 | Revit + Linear | 2024 | Orca | - | IFC4, XML, GAEB |
| HSK | BricsCAD + C.A.T.S. | 2022 + V13 | California.pro | - | IFC4, XML, GAEB |
| Lüftung | Revit | 2024 | Orca | - | IFC4, XML, GAEB |
| ELT | Revit | 2022 | iTwo | - | IFC4, XML, GAEB |
| Freianlagen | Vectorworks | 2022 | Orca | - | IFC4, XML, GAEB |
| Projektsteuerung | - | - | AVA Plan | AstaPP BIM | IFC4, XML, GAEB |
| Brandschutz | Revit | 2020 | - | - | IFC4, XML |
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1.4. BIM Abwicklungsplan Version
| Version | Beschreibung | Datum | Autor | Freigabe |
|---|---|---|---|---|
| V.01 | BAP Erstellung Stufe 1: LPH 1-3 | 21.03.2022 | Mariel Gutierrez | |
| V.02 | BAP Ergänzungen Stufe 1: LPH 1-3 | 27.05.2022 | Mariel Gutierrez | |
| V.03 | BAP Ergänzungen Stufe 1: LPH 1-3 | 12.08.2022 | Mariel Gutierrez | |
| V.04 | BAP Anpassung der Teilmodelle | 19.10.2022 | Mariel Gutierrez | |
| V.05 | BAP Ergänzung LPH3 BIMCollab Prozess | 19.06.2023 | Mariel Gutierrez | |
| V.06 | BAP Ergänzung Abgabe LPH3 und MEM | 25.10.2023 | Mariel Gutierrez | |
| V.07 | BAP Ergänzung TWP-Modelle und MEM | 23.11.2023 | Mariel Gutierrez | |
| V.08 | BAP Ergänzung LPH 5 | 25.07.2024 | Mariel Gutierrez | |
| V.09 | BAP Ergänzung LPH 5 | 05.08.2024 | Mariel Gutierrez | |
| V.10 | BAP Ergänzung Freihaltezonen | 04.02.2025 | Mariel Gutierrez | |
| V.11 | BAP Ergänzung LPH8 | 25.04.2025 | Mariel Gutierrez | |
| V.12 | BAP Ergänzung LPH8 - Überarbeitung | 18.07.2025 | Mariel Gutierrez | |
| V.13 | BAP Ergänzung LPH8 - MEM überarbeitet | 31.07.2025 | Mariel Gutierrez | |
| V.14 | BAP Ergänzung LPH8 - Überarbeitung | 17.09.25 | Mariel Gutierrez |
1.5. Anlagen
- Auftraggeberinformationsanforderung (AIA) vom 28.08.2020
- Modell Element Matrix (MEM)
- Plannamenskonvention
- Issues Management Namenskonvention
- Testphase Protokoll vom 13.05.2022
- Erläuterung Anwendungsfälle von Behnisch Architekten
- BIM Koordinationsplan
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- Datenmodellierung
2.1. Umsetzung der Anwendungsfälle
Grundlage der Beauftragung sind die in der AIA definierten Anwendungsfälle. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche BIM-Anwendungsfälle im Rahmen der Projektbearbeitung der Leistungsphasen 1 bis 3 umgesetzt werden und in welcher Form.
2.1.1. AwF 1 - Nutzung gemeinsamer Arbeitsplattform (CDE)
Die gemeinsame Datenplattform (CDE) wird von allen Planungsbeteiligten als Plattform zur Kommunikation und dem Informationsaustausch während des gesamten Projekts genutzt. Der Auftraggeber stellt die Plattform Squirrel von Winplan 2.0 zur Verfügung. Jeder Planer ist dafür verantwortlich, dass der Datenaustausch reibungslos verläuft und die vereinbarten Termine eingehalten werden. Jeder Planer hat seine internen Arbeitsabläufe so zu strukturieren und zu organisieren, dass die Teilmodelle zum vereinbarten Zeitpunkt und mit dem abgestimmten Detailierungsgrad auf die CDE geladen werden.
2.1.2. AwF 2 - Digitales Raumbuch und Anforderungsprofil
Die Räume werden als Volumen mit den entsprechenden Attributen definiert (siehe Anhang 2 - Modellelement-Matrix). Das Digitale Raumbuch wird vom Architekt als externes Dokument im Format XML erstellt und mit dem Modell verknüpft. Die Projektbeteiligten müssen ihre Informationen in die Tabelle eintragen. Die in dem Dokument eingetragene Informationen werden ins Modell vom Architekt übernommen. Abb. 2.1.2: Erläuterung Digital Raumbuch Prozess.
2.1.3. AwF 3 - 3D Modellerstellung, geometrisches Modell
Die 3D Modellierung erfolgt in Fachmodelle. Jeder Fachplaner ist für sein Fachmodell zuständig (siehe Modellstruktur).
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2.1.4. AwF 4 - Informationsanreicherung der Modellobjekte
Die Informationen zu den einzelnen Bauteilen werden mit dem Fortschreiten des Projekts gemäß der Modell- Element-Matrix durch die zuständigen Fachplaner/Firmen ergänzt. Die LOD-Stufen sind im Anhang 2 - MEM beschrieben.
2.1.5. AwF 5 - 3D Kollisions- und Qualitätsprüfung
Die Fachmodelle werden in einem Koordinationsmodell zur disziplinübergreifenden Qualitätssicherung und Koordination regelmäßig zusammengeführt (siehe Titel 3.3 Qualitätsprüfung). BCF- Issues werden über CDE erfasst.
2.1.6. AwF 6 - Visualisierung und Öffentlichkeitsarbeit
Das 3D Modell dient durch virtuelle Begehung und Abbildungen als Entscheidungsgrundlage während des Planungsprozess. Im Besonderen zur Beurteilung von Planungsvarianten. Diese Abbildungen werden mit dem Arbeitsmodell erzeugt und nicht als photorealistische Rendering dargestellt. Das Gesamtmodell wird als IFC für die Visualisierung zur Verfügung gestellt.
Ein CAVE-System wird vom AG bereitgestellt und durchgeführt. Die Anforderungen für diese Anwendungen werden zu einem späteren Zeitpunkt geklärt. Als Alternative wird vom Architekt die Anwendung von Virtual Reality über Bildschirme zur virtuelle Begehung getestet.
2.1.7. AwF 7 - Modellbasierte Koordinations-besprechung (VDR)
Die Koordinationsbesprechung (VDR) werden modellbasiert regelmäßig ausgeführt um die Ergebnisse der Qualitäts- und Kollisionsprüfung durchzusprechen (siehe Titel 3.3.2).
2.1.8. AwF 8 - Ableitung von 2D Pläne aus 3D-Modellen
Die Ableitung der 2D Pläne erfolgt anhand der 3D Modelle. Pläne sind Abbildungen des Modells, wodurch Änderungen automatisiert in die Pläne übernommen werden. 2D Pläne werden als PDF Datei auf der CDE von den jeweiligen Planern hochgeladen. Details werden manuell (2D) ergänzt, um den Detaillierungsgrad des Modells effizient zu halten. Die Planungsbeteiligten müssen sicherstellen, dass das Modell als Grundlage verwendet wird und die Geometrien übereinstimmen.
2.1.9. AwF 9 - Modellbasierte Simulationen (Bauphysik, Life-Cycle-Betrachtung)
Um die Simulationen erfolgreich durchzuführen, stimmen Planer und Bauphysiker die notwendigen Attribute ab. Die Bauelemente werden als Schichten modelliert. Bauphysik erstellt die Simulation unter Verwendung der Planermodelle. Die erforderlichen Attribute ergeben sich aus dem, was in der MEM definiert ist. Die sich aus der Simulation ergebenden Werte werden vom Bauphysiker in eine Tabelle eingetragen, so dass der Architekt sie mittels Tables automatisch in sein Modell übernehmen kann. Diese Tabelle wird vom Architekt vorgegeben.
2.1.10. AwF 10 - 4D Modellerstellung, Animation des Bauablaufs
Der Architekt führt die Bauablaufssimulation mit Navisworks Timeliner durch. Zu diesem Zweck werden die Teilmodelle als IFC-Datei und die Terminplanung von MS Project zusammengeführt. Die Bauteile werden nach Geschoss und Abschnitt gruppiert (dies wird vorab vom Architekten festgelegt). Jede Gruppe erhält ein geplantes Start- und Enddatum. Die Fachplaner stellen die notwendigen Informationen zur Verfügung: aktuelles Teilmodell und die entsprechende Terminplanung. Am Ende der LPH 3 wird eine Bauablaufsimulation mit den geplanten Terminen durchgeführt. Das weitere Vorgehen für den Soll-Ist-Ver.gleich wird zu Beginn von LPH 5 festgelegt.
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Abb. 2.1.10: Erläuterung zu 4D Animation des Bauablaufs
2.1.11. AwF 11 - 5D Kostenüberwachung, modellbasierte Kostenermittlung
Die modellbasierte Kostenermittlung erfolgt über die Verknüpfung der IFC Datei mit der GAEB Datei in der AVA Software. Jeder Planer ist für die Kostenermittlung und LV Erstellung auf Grundlage seines Modells zuständig. Die Massen werden modellbasiert aus dem Modell ermittelt. Positionen, für die keine Bauteile modelliert sind (z.B. Baustelleneinrichtung), werden manuell eingetragen. Als Austausch Format wird der Multimodellcontainer (GAEB-DA-XML & IFC) verwendet. Siehe Anlage 6.
5D Modell für die Kostenüberwachung
Für die 5D Kostenüberwachung in der LPH 8 erfolgt eine modellbasierte Mengenableitung für die Gewerke, die eine W+M-Planung am Modell durchführen. Die ausführenden Baufirmen sind verpflichtet, die Mengen aus ihrem Abrechnungsmodell (IFC-Datei) zu extrahieren. Sämtliche Bauteile im Abrechnungsmodell sind mit dem Attribut „Status“ zu versehen. Die Bauteile im Abrechnungsmodell müssen dabei mit der entsprechenden Attribute “Status” versehen werden. Die Bauteile in Rechnung erstellt werden mit dem Statuts „Erstellt“ gekennzeichnet. Das Modell wird als Aufmaßplan zusammen mit der Rechnung übergeben. Im Rahmen der Rechnungsprüfung kennzeichnen die Planer die betroffene Bauteilen mit dem Attribut „abgerechnet“. Abb. 2.1.11: 5D Prozess Ablauf gem, Beratungsdokument AI vom 13.12.2024
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Der Prozess der Mengenableitung erfolgt gemäß den Vorgaben des Beratungsdokuments AI vom 13.12.2024, Seite 13.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Mengenableitung nur im Rahmen der Möglichkeiten durchgeführt wird. Elemente wie Baubehelfe und andere nicht modellierte Elemente sind von der modellbasierten Kostenüberwachung ausgeschlossen und müssen konventionell berücksichtigt werden.
Die Freigabeprozesse für Rechnungen erfolgen weiterhin über den bereits definierten Workflow in Winplan, und zwar nicht modellbasiert.
Abb. 2.1.11: Erläuterung zu 5D Kostenermittlung
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2.1.12. AwF 12 - Modellbasierte Mengenermittlung
Für die Mengenermittlung dienen die aus den Modellen abgeleiteten Realmengen. Massen aus Elemente, die nicht modelliert werden, sind manuell zu berechnen. Siehe AWF 11. Die Bauteile werden durch Attributierung nach Kostengruppen und Gewerke in den jeweiligen Modellen sortiert.
2.1.13. AwF 13 - Variantenvergleich zur Entscheidungsfindung
Die Varianten werden in Abstimmung mit den Fachplanern modelliert. Erforderliche Attribute werden Variantenspezifisch mit Werten gefüllt. Varianten werden bei Datadrops nicht berücksichtigt oder in gesonderten Modellen weitergegeben. Die Varianten werden bis LOD 200 modelliert. Die modellierte Varianten werden nach der Entscheidung ins Modell übernommen und bilden somit die Basis für die weitere Bearbeitung des Projekts.
2.1.14. AwF 14 - LV-Erstellung aus dem Modell für das Gewerk Rohbau
Für das Gewerk Rohbau wird die Erstellung des Leistungsverzeichnisses (LV) modellbasiert unterstützt, indem die Aufmaß direkt aus dem Modell herangezogen wird. Das modellbasierte LV dient der Qualitätssicherung und bildet eine konsistente und transparente Grundlage für die Ausschreibung.
Als Basis dient das TWP-Modell, das sowohl geometrische als auch alphanumerische Informationen enthält, die zur Mengenermittlung herangezogen werden. Die Massen werden direkt aus dem Modell abgeleitet.
Die Verantwortung für die Erstellung des BIM-basierten LV liegt beim Architekten. Die formale Ausschreibungsunterlage zur Angebotseinholung wird in PDF-Form zur Verfügung gestellt, ergänzt durch das IFC-Modell Rohbau als digitale Planungsgrundlage.
2.1.15. AwF 15 - Baustellendokumentation im Modell
tbd
2.1.16. AwF 16 - Mitwirkungspflicht im modellbasierten Mängelmanagement
tbd
2.1.17. AwF 17 - Modellbasierte Terminüberwachung (4D-Modell, Soll-Ist)
In der LPH 8 ist der Einsatz eines BIM-basierten Terminmodells (4D Modell) zur Unterstützung der Terminüberwachung der Bauablauf vorgesehen. Dieses 4D Modell umfasst folgenden Gewerke: Rohbau, Stahlbau, Holzbau, Fassade sowie alle TGA-Gewerke.
Der Detaillierungsgrad wird in Abhängigkeit von der Sinnhaftigkeit und der erforderlichen Transparenz für die Bauausführung von der Planern zu jeden Gewerk mit AG abgestimmt.
Für die Erstellung und Bearbeitung des 4D-Modells kommt weiterhin Navisworks Timeliner zum Einsatz. Der Datenaustausch erfolgt ausschließlich über NWV-Dateien. Jeder Fachplaner ist eigenverantwortlich für die Erstellung und Bearbeitung der jeweiligen 4D Fachmodells.
Zur graphische Darstellung werden folgende Farben für die Bauteilen verwendet. Sie sollen automatisch in Abhängigkeit von Ist- und Soll-Terminen zugewiesen werden:
- grün: abgeschlossen
- Gelb: in Bearbeitung
- Rot: verspätet (was in Bearbeitung sein musste)
Die Aktualisierung der Fachmodelle erfolgt gemäß den vereinbarten Datendrops oder bei Bedarf vor Projektbesprechungen, jedoch mindestens alle 4 Wochen. Der Austausch über Videoformate (AVI-Datei) ist in
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dieser Leistungsphase nicht vorgesehen. Zudem werden im Koordinationsmodell keine zusätzlichen Attribute zur Unterstützung des 4D Modells integriert.
2.1.18. AwF 18 - Baubegleitende Einarbeitung der AsBuilt - Daten
Die baubegleitende Einarbeitung der As-Built-Daten erfolgt auf Grundlage der fortgeführten Werk- und Montageplanung (W+M) durch die jeweils verantwortlichen Planer.
Die Planer ergänzen ihre Modelle um produkt- und herstellerspezifische Attribute, soweit diese im Rahmen der Ausführungsplanung und -umsetzung verfügbar sind. Die ausführenden Firmen stellen den Planern hierfür nach Fertigstellung ihrer Leistungen zur Abnahme die erforderlichen Attribute in tabellarischer Form sowie die zugehörige Dokumentation (z. B. technische Datenblätter, Wartungs- und Pflegehinweise, Zertifikate) zur Verfügung.
Die gelieferten Informationen werden durch die zuständigen Planer auf fachliche Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.
Zusätzlich erfolgt eine Anreicherung und Verknüpfung relevanter 2D-Detailplanungen (z. B. Montagepläne, Anschlussdetails, Werkstattzeichnungen). Die Verknüpfung der Unterlagen erfolgt mittels URL zu den auf WINPLAN hochgeladenen Dokumenten, hinterlegt in einem dafür vorgesehenen Attribut (z. B. „Technisches Datenblatt“).Die Anpassung des Modells aufgrund geometrischer Abweichungen im Vergleich zur Ausführungsplanung erfolgen nach Gewerk und grundsätzlich für planungsrelevante Änderungen.
Darüber hinaus werden die Modelle um alle gemäß den projektspezifischen Informationsanforderungen für die Baudokumentation geforderten Inhalte ergänzt, sodass die Übergabe- und Betreiberanforderungen berücksichtigt sind.
Die Verantwortung für die Ergänzungen und Anpassungen der Modelle für das As-Built-Modells liegt bei den jeweiligen Fachplanern.
Die Modelle der ausführenden Firmen sind nicht Bestandteil des As-Built-Modells. Es werden ausschließlich die Teilmodelle der jeweiligen Fachplaner in das As-Built-Modell aufgenommen.
Zur Übergabe der As-Built Modell wird eine Qualitätsprüfung durch BGK durchgeführt.
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2.2. Modellierungsgrad (LOD)
Der Modelldetaillierungsgrad (engl.: “LOD”) setzt sich aus einem geometrischen und einem alphanumerischen Informationsgrad zusammen. Dieser wird in Anlehnung an die Leistungsphasen der HOAI, wie in der AIA definiert, ausgeführt (siehe Titel 5. der AIA vom 28.08.2020).
| LOD | LOG | LOI |
|---|---|---|
| LOD 100 | Das Modell enthält Volumenkörper zur Ableitung von Kennzahlen (z.B.: Flächen) Inhalt in Grundformen mit ungefähren Größen, Formen und Orientierung, Etagen und Räumen als Volumkörper | Attributierung von Objekten um die Anforderungen des Bauherrn zu dokumentieren. Inhalt_ Name, Bauteiltyp und weitere wichtige Nutzeranforderungen. |
| LOD 200 | Das Modell enthält Elemente für die Anordnung und Spezifikation der wesentlichen Systeme. Inhalt mit eindeutiger Bezeichnung und definierter Geometrie, vorgesehener Verortung, Form, Orientierung und weiteren nicht graphische Informationen. | Attribuierung von Bauteilen basierend auf den Informationen des Datenmodells. Inhalt wie LOI 100 und Unterscheidung tragend/ nicht tragend, außen/innen, Kostengruppe, |
| LOD 300 | Das Modell enthält detaillierte Elemente, ausreichend für die Koordination. Inhalt mit eindeutiger Bezeichnung, zusätzlicher phasenbezogener Detaillierung, Kategorie, Zuordnung, definierter Geometrie, vorgesehener Verortung, Form, Orientierung und weiteren nicht graphische Informationen. Bauteilen mit Darstellung von Schichten und ggf. Mit gewerkspezifischen Ausbau Geometrie. | Attribuierung basierend auf den Informationen des Datenmodells, zum Beispiel Beschreibung für Herstellerunabhängige Produktinformationen. Inhalt wie LOI 200 jedoch zusätzlich Angaben zu Standards und Zertifizierungen durch Dritte. Bereitstellung von Informationen über Einheiten, Abmessungen, weitere Anforderungen wie Material oder Produkt. |
| LOD 350 | Das Modell ist jedenfalls so detailliert, dass aus der Darstellung der Modellelemente ohne 2D Nachbearbeitungswerkzeuge Ausführungspläne im Maßtab 1:50 generiert und die Maßenermittlung für die Kostenberechnung durchgeführt werden können. | Attribuierung basierend auf den Informationen des Datenmodells, zum Beispiel Beschreibung für Herstellerunabhängige Produktinformationen. Inhalt wie LOI 300 jedoch zusätzlich Anforderungen für die Ausschreibung. Die Informationen dienen als Vorgabe für die Ausführungsphase. |
| LOD 400 | Das Modell enthält alle Elemente, wie in LOG 350. | Attribuierung basierend auf den Informationen des Datenmodells. Inhalt wie LOI 350 jedoch zusätzlich Angaben zu allen wesentlichen Bauteilinformationen, zu Produkten für eine optimierte Logisitik, Bauüberwachung, Kontrolle und Abnahme. z.B. Hersteller, Wartung, des Produktes. |
| LOD 500 | Das Modell enthält alle Elemente, wie in LOG 400, welche “as built” nachgeführt wurden. Das Modell ist mit dem Gebäude abgeglichen und nachgeführt. | Attribuierung basierend auf den Informationen des Datenmodells. Inhalt wie LOI 400 jedoch zusätzlich Angaben zu allen wesentlichen Bauteilinformationen, für den Betrieb und die Übernahme das CAFM System.. |
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Grundsätze der Modellierung • Geometrische Bauteile werden bis LOD 300 modelliert, dies entspricht den Anforderungen gem. der Darstellung nach HOAI LPH 5. • Welche Bauteile und zugehörigen Attribute in jeder LOD Stufe zu erreichen ist, wird in der MEM (Siehe Anhang 2) nach Fachdizsiplin definiert. • Informationen über die entsprechende LOD Stufe werden nicht berücksichtig. • Bewegungsräume mit Volumen von 2 m Höhe über Fertigfußboden werden in eigenem Teilmodell dargestellt. Diese Teilmodell ist nicht Teil der Abgabeprüfung. Es dient ausschliesslich als Hilfsmittel zur Plausibilisierung. (Siehe Titel 3.5) • Wartungsvolumen werden in eigenem Teilmodell dargestellt. Diese Teilmodell ist nicht Teil der Abgabeprüfung. Sie dienen ausschliesslich als Hilfsmittel zur Plausibilisierung. (Siehe Titel 3.5) • Befestigungen von TGA-Installationen werden ausschliesslich in „kritischen“ Bereichen modelliert, die vorab mit den Planern und dem Auftraggeber abgestimmt werden. Die detaillierte Modellierung erfolgt im Rahmen der Werk- und Montageplanung durch die ausführenden Firmen (sofern ein Modell vorhanden ist). Die entsprechenden Informationen sind durch die Planer in den jeweiligen Fachmodellen zu übernehmen oder zu ergänzen, sodass eine Kollisionsprüfung im Gesamtmodell durchgeführt werden kann.
Erläuterungen zur Modell-Element-Matrix (Anhang 2) • Jede Erhöhung des Detaillierungsgrads schließt die Inhalte der vorangehenden Detaillierungsstufen mit ein. • Die Auflistung soll einen Überblick über die zu erarbeitenden modellbasierten Inhalte geben und ist nicht abschließend. • Sie wird im Rahmen des Onboardings und des Initialisierungslaufs mit der BIM Gesamtkoordination abgestimmt und ggf. ergänzt sowie präzisiert.
2.3. Schnittstellen
Die im Projekt geltende Schnittstellenliste ist so zu gestalten, dass jede Fachdisziplin die Elemente modelliert, für die sie fachlich und inhaltlich verantwortlich ist.
2.4. Projektkoordinaten und Nullpunkt
Der Nullpunkt wird von der Disziplin Architektur festgelegt und geprüft. Dabei ist der Achsenschnittpunkt A/ 1/OKFFB EG = 5m/5m/0 (X/Y/Z). Der Nullpunkt ist wie folgt Festgelegt:
| Nullpunkt X/Y/Z, Absolut | 0.00 m , 0.00 m , 0.00 m |
|---|---|
| Geographischer Norden | 4.96° |
| Vermesser Nullpunkt X/Y/Z | 3513269.76 m , 5410295.56 m , 260.056 m |
Während des gesamten Projektablaufs werden die Teilmodelle mit dem absoluten Nullpunkt und dem Projektnorden (0°, Achsen parallel zu Y) bearbeitet und exportiert.
Jeder Planer integriert einen farbigen “Block” in dessen Teilmodell zur Prüfung der Vollständigkeit des Gesamtmodells. Abb. 2.4: Projektnullpunkt-Volumen und Fach-Blöcke.
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2.5. Modellstruktur
Zu Beginn des Projekts wird das Koordinationsmodell mit den folgenden Teilmodellen abgeglichen. Jeder Ingenieur ist für die Qualität seines Teilmodells verantwortlich.
Abb. 2.5.1: Struktur der Koordinationsmodell.
| Firma | Fach | Dateiname |
|---|---|---|
| BE | ARC | HBZ_3_ARC_XX_XO_KM_01 |
| BE | ARC | HBZ_3_BEW_XX_XO_XX_01 |
| SSB | TWP | HBZ_3_BAU_XX_XO_XX_01 |
| SSB | TWP | HBZ_3_TWP_XX_XO_XX_01 |
| SSB | TWP | HBZ_3_SPZ_XX_XO_XX_01 (Hilfsmittel) |
| SSB | TWP | HBZ_3_LAS_XX_XO_XX_01 (Hilfsmittel) |
| SSB | TWP | HBZ_3_BEH_XX_XO_XX_01 (nicht Teil des BIM Prozesses) |
| IBB | ELT | HBZ_3_ELT_XX_XO_XX_01 |
| IBB | ELT | HBZ_3_AAP_XX_XO_XX_01_02 |
| IBB | ELT | HBZ_3_AAP_XX_XO_XX_02_02 |
| IBB | ELT | HBZ_3_AAP_XX_XO_XX_03_02 |
| IBB | ELT | HBZ_3_AAP_XX_XO_XX_04_02 |
| L&P | HLS | HBZ_3_BWT_XX_XO_XX_05 |
| L&P | HLS | HBZ_3_EBP_XX_XO_XX_01 |
| L&P | HLS | HBZ_3_EBP_XX_XO_XX_02 |
| L&P | HLS | HBZ_3_HZT_XX_XO_XX_03 |
| L&P | HLS | HBZ_3_KLT_XX_XO_XX_01 |
| L&P | HLS | HBZ_3_MSR_XX_XO_XX_01 |
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| L&P | HLS | HBZ_3_RLT_XX_XO_XX_01 |
|---|---|---|
| L&P | HLS | HBZ_3_SAN_XX_XO_XX_04 |
| PL | LAA | HBZ_3_LAA_XX_XO_XX_01 |
Die Strukturierung des Modells wird wie folgendes umgesetzt: Abb. 2.5.2: abweichende Modellstruktur
2.6. Geschossstruktur und Ebenen
Die Ebenen und Geschosse werden im architektonischen Modell definiert. Die folgende Nomenklatur wird verwendet:
| Geschoss | Geschossbezeichnung |
|---|---|
| GRÜNDUNG | Gründung |
| UG | Untergeschoss |
| EG | Erdgeschoss |
| OG | Obergeschoss |
| DAC | Dachaufsicht |
Ein Geschoss beginnt am unteren Rand der darunter liegenden Rohplatte und endet am unteren Rand der darüber liegenden Rohplatte. Z.B: Erdgeschoss beginnt am UKRD UG und endet am UKRD EG.
Ausnahme: In den Schalplänen wird auf die darüber liegende Decke geschaut, z.B. Schalplan Decke über Erdgeschoss. Die Geschossstruktur wird aber nicht verändert.
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2.7. Digitales Geländemodell (DGM)
Das digitale Geländemodell wird vom Vermessungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart als Grundlage mit einem LOD 100 zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des zur Verfügung gestellten Teilmodells wird keine Gewähr übernommen. Das digitales Geländemodell dient als Basis für die Modellierung
Dieses Modell wird als Informationsgrundlage für die Entwicklung der Fachmodelle verwendet und bleibt während des Projekts unter der Verantwortung des Bauherren erhalten.
2.8. Geschossweise Modellierung • Die zu modellierenden Komponenten müssen geschossweise erstellt werden (ohne Versatz und jeweils nur für ein Geschoss). • Wenn dies aufgrund bestimmter besonderer Situationen nicht möglich ist, müssen diese mit der BIM- Gesamtkoordination oder dem BIM-Management abgestimmt werden. • Elemente, die mehr als ein Geschoss umfassen (z. B. bestimmte Stützen), müssen der Ebene zugeordnet werden, auf der sie beginnen.
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- Prozessmodellierung
3.1. Rollen und Verantwortlichkeiten
Es wurden verschiedene BIM-spezifische Rollen definiert, um die BIM-Methode zu implementieren und die BIM-Anwendungsszenarien im Projekt zu erfüllen.
| BIM Management | Michael Stamm (HBA) | Aufgaben • Aufstellung und Ausformulierung der Anforderungen des Auftraggebers (AIA). • Prüfung des BAP auf Umsetzung der AIA unter anderem hinsichtlich Modellstruktur, Software-Übergabeformate, Freigabeprozesse und Datenumgebung. • Monitoring der Umsetzung des BAP seitens der Projektbeteiligten. • Überwachung der AN-setigen Qualitätssicherung bzgl. Modellierungsvorgabenund Modellqualität. |
|---|---|---|
| BIM Gesamt- koordination | Mariel Gutierrez (BA) | Aufgaben • Aufstellung und Koordination des projektspezifischen BIM Abwicklungsplans aller Beteiligten nach Beauftragung auf Basis der eingereichten BAP Konzepte unter Berücksichtigung der AIA. • Federführende Fortschreibung des BAPs über die Projektlaufzeit hinweg. • Ausgestaltung der BIM Kollaboration hinsichtlich Verantwortlichkeiten, Abläufen, IT Lösungen, etc. • Konkretisierung und Umsetzung der projektspezifischen BIM Standards. • Detailierung und Implementierung der Modellierungsvorgaben. • Durchführung der Qualitätssicherung für das Koordinationsmodell und Überwachung der Qualitätssicherung der Teilmodelle durch die Fachplaner. • Koordination der Schnittstellen und Nachhalten der Klärung von Konflikten und Kollisionen im Koordinationsmodell. • Organisation und Durchführung regelmäßiger BIM Besprechungen (VDR). • Einhaltung der Datenübergabepunkte gemäß Data Drop- Management. |
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| BIM Fachkoordinator | Aufgaben • Zuarbeit der fachlichen Informationsanforderungen für den BAP. • Zuarbeit von Objekt-Informationen an den Teilmodellverantwortlichen bzw. Den BIM Gesamtkoordinator. • Funktion als Ansprechpartner zu BIM Fragen für Fachexperten. • Koordiniert die internen IT-Anforderungen des AN mit den Bedürfnissen im Projekt. • Verantwortet die Qualitätssicherung aller Daten, bevor diese verteilt werden. | |
|---|---|---|
| ARC | Dirk Habermann (BA) | |
| TWP | Mario Wilhelm (SSB) | |
| HLS | Pascal Joram + Jose Homedes (L&P) | |
| ELT | Christian Shoma (IBB) | |
| Außen- anlagen | Philipp Rothmund (PS) | |
| SiGeKo | Henning Weyersberg (IGS) | |
| Brandschutz | Rainer Sonntag (BC) | |
| BIM Modell-autoren | Aufgaben • Verantwortlich für die Umsetzung der Anforderungen im BAP für das jeweilige Fachmodell. • Erstellt und pflegt das jeweilige Fachmodell. • Unterstützt die projektweite modellbasierte Zusammenarbeit des Fachbereichs des AN. • Meldung von Störungen an den BIM Koordinator. | |
| ARC | Dirk Habermann (BA) | |
| TWP | Mario Wilhelm (SSB) | |
| HLS | Pascal Joram + Jose Homedes (L&P) | |
| ELT | Christian Shoma (IBB) | |
| Außenanl. | Michal Czajowski (PS) |
3.2. Zusammenarbeit und Datenaustausch
Die technische Koordination zwischen AG und AN erfolgt über die digitalen Lieferungen, die an die gemeinsame Projektplattform übermittelt werden müssen.
• Jeder Fachplaner arbeitet an seinem eigenen fachspezifischen digitalen BIM Modell.
• Diese werden von jeder Disziplin erstellt und durchlaufen eine Qualitätssicherung gemäß den vorliegenden AIA.
• Jede Fachdisziplin ist dafür verantwortlich, alle Modellierungsdaten zu überprüfen, bevor sie an andere Projektbeteiligte weitergegeben werden.
• In regelmäßigen Abständen stellt die BIM Gesamtkoordination alle Fachmodelle zu einem Gesamtkoordinationsmodell zusammen. Anschließend wird die Qualitätsprüfung (z. B. Kollisionsprüfung) durchgeführt.
• Die Fachmodelle werden stichprobenartig durch das BIM Management geprüft.
• Alle digitalen Lieferungen müssen über die digitale Projektplattform kommuniziert und verteilt werden. Jede Fachdisziplin ist selbst dafür verantwortlich, sich den aktuellen Modellstand der anderen Fachdisziplinen über die Projektplattform zu beschaffen.
3.2.1.Modellaustausch
Zu den definierten Datadrop-Terminen werden die Teilmodelle gemäß dem Zeitplan auf die CDE geladen und der BGK und der BM darüber informiert. Der BIM Gesamtkoordinator fügt die Teilmodelle zusammen und führt die Überprüfung durch. Die Ergebnisse seiner Modellprüfung werden in Form von BCF-Issues dokumentiert und an die Planungsbeteiligten verteilt.
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Jeder Planer ist dafür verantwortlich, dass der Datenaustausch reibungslos verläuft und die vereinbarten Termine eingehalten werden. Jeder Planer hat seine internen Arbeitsabläufe so zu strukturieren und zu organisieren, dass die Teilmodelle zum vereinbarten Zeitpunkt und mit dem abgestimmten Detailierungsgrad auf die CDE geladen werden.
| Kollaboration | Modellstatus | Modellbeschreibung | Häufigkeit | Qualitätskontrolle | Digitale Lieferung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BIM M | BIM GK | BIM FK | |||||
| Test-Phase | Modellextract | 2-3x | (x) | x | X | ||
| Regelmäßiger Austausch Little Datadrop | Planungsmodell | Modellaustausch für Planungszwecke und Koordination | Alle 2 Wochen | (x) | x | Teilmodelle IFC | |
| VDR | Koordinations- modell | Modelle für die Teilnahme an den VDR | Gemäß Terminplan | (x) | x | X | BCF 2.0 Datei |
| Werk + Montage Freigabe | Planungsmodell | Planungsmodelle, die Änderungen aus dem Gewerksmodell enthalten und Kollisionsprüfungen erfordern. | Gemäß Terminplan / nach Bedarf | (x) | x | X | Teilmodelle IFC |
| Phasenende Big Datadrop | Liefermodell | Modell, das den Status zum Abschluss einer Phase dokumentiert | Gemäß Terminplan | x | x | x | Teilmodelle IFC und Pläne als DWG und PDF |
| Projektende Big Datadrop | As-built-Modell | Modell mit Baudokumentation als Bestand für den Betrieb | Gemäß Terminplan | x | x | x | Endgültiger Modellstand inkl. Pläne |
3.2.2.Offene Kollaboration mittels BCF Management
Die in den jeweiligen Modellprüfungen festgestellten Sachverhalte, Fragen und Ergebnisse sollen mittels des BIM Collaboration Formates (BCF) über die webbasierte Kollaborationsplattform kommuniziert und bearbeitet werden.
Kritische Koordinationsprobleme müssen getrennt werden, um die Arbeit des Planungsteams während der Überprüfung zu minimieren. Für jedes Koordinationsproblem ist ein separates Issue zu erstellen. Jede Aufgabe muss eindeutig zugeordnet sein, um das Nachverfolgen und die Auflösung zu erleichtern.
Die wesentlichen Regeln und Bearbeitungshinweise zum Erstellen und Bearbeiten von Issues über die Kollaborationsplattform sind nachfolgend aufgelistet. Um eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten zu gewährleisten, sind die nachfolgenden Punkte bei der Erstellung/Bearbeitung von Issues zu beachten. • Pro Anfrage/Änderung/Sachverhalt etc. ist jeweils ein Issue zu erstellen. • Ein Issue kann immer nur einer Planungsdisziplin zugewiesen werden. Durch die Zuweisung trägt das entsprechende Team die Verantwortung für die Bearbeitung des Issues. • Die Issue-Codierung wird im Anhang 4 - Issues Management Namenskonvention definiert.
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• Die Issues werden je nach Auswirkung auf die Planung und die Projektziele bewertet. Das Gesamtmodell kann beim Datadrop unkritische Issues beinhalten. Abb. 3.2.2.1: Prozess Issue-Management
Abb. 3.2.2.2: Issues Auswertung nach Squirrel und Auswirkung auf Projektablauf
3.2.3. Kollaborationsplattform BIMCollab Cloud
BIMCollab Cloud wird ab LPH 3 als Plattform für die Zusammenarbeit im Projekt genutzt. Die Architekten stellen den Zugang zu jeder Disziplin zur Verfügung.
Es wurde beschlossen, BIMCollab zusätzlich zu nutzen, um die Kommunikation zwischen den Planern zu optimieren. In der Squirrel-Plattform werden die wichtigsten Themen weiterhin in vereinfachter Form dargestellt. Die Übertragung der für die Zeitpunkt relevanten Issues aus der BIM Collab nach Squirrel erfolgt gemäß BIM Koordinationsplan bei jeder geplanten Qualitätsprüfung (max. jeder 4 Wochen). Der Übertrag findet immer Freitags vor der nächsten Planungsbesprechung statt.
Der Kommunikationsprozess bleibt im LPH3 unverändert. Einzelne Planer, aber auch die BIM Gesamtkoordinatorin und der BIM Manager können jederzeit Issues erstellen. Sie müssen den Anforderungen der Nomenklatur entsprechen und haben eine Frist und eine Zuweisung.
Issues müssen regelmäßig bearbeitet werden. Wenn sie nicht innerhalb der Frist gelöst werden können, soll ein erklärender Kommentar hinzugefügt werden.
Der Verantwortliche kann Issues als gelöst markieren, wenn er/sie dies für richtig hält. Nur der Ersteller kann die Issues abschließen.
3.3. Qualitätsprüfung
Folgende Punkte müssen vom AN im Rahmen der AN-seitigen Qualitätssicherung mindestens überprüft werden:
• Einhaltung des Datenformats.
• Sicherstellung des korrekten Modelleinfügepunkts im Projektkoordinatensystem.
• Sicherstellung, dass nur der eigene Planungs- bzw. Leistungsumfang enthalten ist.
• Einhaltung der vorgegebenen Modellstruktur sowie Vollständigkeit der Inhalte.
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• Einhaltung der vereinbarten Modellinformationstiefe (LOI) gemäß Informationsstandard.
• Sicherstellung einer internen kollisionsarmen Prüfung .
• Berücksichtigung von übergeordneten Fachmodellen, die koordinationsrelevante Definitionen zu bspw. Fluchtwegen, Wartungs- und Verbotszonen enthalten.
• Dateibereinigung sowie Einhaltung einer angemessen Dateigröße zur optimierten Modellperformance.
• Übereinstimmung zwischen generierten Plänen, Schemata und digitalen Modellen.
Abb. 3.3.: Qualitätsprüfungsprozess
1 Woche 1 Woche
3.3.1.Kollisionsprüfung
Koordinationsbedarf entsteht auch aus der Kollisionsprüfung, die durch die BIM Gesamtkoordination regelmäßig durchgeführt wird. Grundsätzlich gilt es, durch intensive Abstimmungen der Konzepte, Kollisionen zu minimieren. Aus Sicht der BIM Modellierung lassen sich Kollisionen jedoch nicht zu allen Phasen vermeiden. Entsprechend ist eine ökonomisch sinnvolle und dem Phasenverlauf angemessene Klassifizierung von Modellkollisionen notwendig.
| Phase | Zu erreichender Status |
|---|---|
| Vorplanung (LPH 2) | Überlagerung der verschiedenen Teilmodelle zur fachlichen Klärung der Konzepte, Anforderungen, Dimensionierungen, etc. |
| Entwurfsplanung (LPH 3) | Strukturelle Baubarkeit. Modelle weisen Kollisionen auf. Die strukturelle Öffnungen, TWP und TGA sind abgestimmt. Die S+D Planung ist noch nicht abgeschlossen, jedoch alle TWP relevanten Durchbrüche müssen vorliegen. Die Fortführung des Projekts kann folgerichtig umgesetzt werden, da keine relevanten Konzept- und Strukturprobleme mehr gelöst werden müssen. |
| Ausführungs- planung (LPH 5) | Modelle bilden die Ausführungsplanung ab. Vollständige Integration der S+D-Planung und der Rohbau-Einlagen erfolgt; das Gesamtmodell erreicht die Ausführungsplanungsqualität gem. AIA und ist kollisionsarm. |
| Werkplanung (LPH 8) | W+M Modelle vollständig integriert; Kollisionen bewertet, nur freigegebene Kollisionen vorhanden; Gesamtmodell ist weitgehend kollisionsarm. |
| Dokumentation (Ende LPH 8) | Modelle, die zur Dokumentation eingereicht werden, sind vollständig kollisionsfrei. Alle baulichen Anpassungen während der Bauphase sind in den Modellen nachgeführt. Die Modelle entsprechen den Anforderungen der AIA und beinhalten die korrekten Attributwerte. |
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3.3.2.VDR Virtual Design Reviews
Im Rahmen von Virtual Design Reviews (VDR) werden regelmäßig modellbasierte Projektbesprechungen, die entsprechend dem Projektfortschritt zu einem vorab definierten Thema abgehalten werden. Die VDRs werden in einem Rhythmus von ca. 8 Wochen angesetzt (siehe BIM Koordinationsplan).
| Vorbereitung | Durchführung | Nachbearbeitung |
|---|---|---|
| - Alle Teilmodelle werden spätestens drei Tage vor der Koordinationssitzung auf die CDE-Platform von den jeweiligen Fachplaner hochgeladen. - Der BIM Gesamtkoordinator bereitet die Koordinationssitzung nach Themenbereich vor und vergleicht die Aufgabenliste vorgängig mit dem aktuellen Modellstand. - Der BIM Gesamtkoordinator führt die Kollisionsprüfung durch. Alle beteiligte Teilmodelle werden überprüft. - Jedem Issue werden Titel, Beschreibung, Verantwortlichkeit, Prioritätstufe und Frist zugeordnet. - Alle Fachplaner dürfen zu jedem Zeitpunkt Issues auf der Plattform erstellen. | - Mit den Funktionen des Issue- Management werden die aus den Modellprüfungen abgeleiteten Aufgaben über Squirrel verteilt und verwaltet. - Neue relevante Issues werden in der VDR besprochen. - Bestehende und offene Issues werden weiterverfolgt. - Es werden Abhängigkeiten erkannt, geprüft sowie Lösungen gesucht und inhaltliche Entscheidungen für den weiteren Planungsverlauf getroffen. - Nach Bedarf werden weitere koordinative Planungsthemen in der VDR direkt am BIM Modell besprochen. | - Um die Ziele der Qualitätssicherung zu erreichen werden die Issues als BCF in der CDE hochgeladen. - Die Prüfung der Verantwortlichkeit liegt im Arbeitsbereich desjenigen, dem das Issue zugewiesen wurde. Im obliegt die Weiterleitung der Verantwortlichkeit , sollte er für das Issue nicht zuständig sein. - Ein zugewiesenes Issue wird durch die Status-Änderung von “offen” in “in Bearbeitung” durch die verantwortliche Person akzeptiert. - Die Nachhaltung der erstellten Issues erfolgt durch die BIM Gesamtkoordination. |
Die BIM Gesamtkoordination führt im Vorfeld die Kollisionsprüfung durch und gibt die Modelle eine Woche vorher frei. Das BIM Management sowie die Projektleitung seitens AG hat anschließend eine Woche Zeit, die Modelle vor dem VDR zu prüfen.
Abb. 3.3.2.: Little Data Drop + VDR Ablauf
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3.3.3.Big Data Drops und Statusmanagement der digitalen Planungsmodelle
Die Big Data Drops erfolgen jeweils zum Ende einer Leistungsphase. Alle Teilmodelle müssen in einem für die LPH festgelegten LOD abgeliefert werden. Diese Modelle werden in der CDE mindestens 10 Werktage vor Abgabetermin mit dem Status “geteilt” hochgeladen.
Der BIM Gesamtkoordinator führt die Qualitätsprüfung durch und erstellt ggf. die BCF-Issues. Diese müssen bis zum Abgabetermin abgearbeitet und freigemeldet werden.
Das geprüfte Koordinationsmodell wird vom BIM Gesamtkoordinator mit dem Status “autorisiert” an den BIM Manager (AG) übergeben. Hier erfolgt entweder die Freigabe und Entscheidung als Basis für die weiteren Planungsschritte oder das Koordinationsmodell wird mit Anmerkungen in Form von BCF-Issues zur Überarbeitung zurückgegeben.
Der iterative Prozess zum Statusmanagement der digitalen Planungsmodelle unter Nutzung der CDE ist aus der AIA zu entnehmen (siehe S.26).
Abb. 3.3.3.: Big Data Drop Ablauf
3.4. Schlitz- und Durchbruchsplanung (SD-Planung)
Zur Koordination der Schlitz- und Durchbruchsplanung modelliert der jeweilige Fachplaner ein separates S+D Modell. In diesem sind alle Durchbrüche als ProvisionforVoid Bauteil modelliert und mit mindestens Gewerk, Dimensionen und Durchbruchstyp attributiert. Darüber hinaus muss zusätzlich ein Attribut für die Freigabe erstellt werden. Der Fachplaner trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der Maße und Position.
Zu Beginn der Durchbruchskoordination definiert der Tragwerksplaner im TWP Modell die Tabubereiche.
Zwei Modelle werden jeweils von ELT und HLSK mit Vorschlägen für die erforderlichen Durchbrüche erstellt. Die vorgeschlagenen Durchbrüche werden zunächst von ARC geprüft. Die Freigabe und Kommentare zu abgelehnten Durchbrüchen werden vom ARC in einer separaten IFC erstellt. Die freigegebenen Durchbrüche werden von der TWP geprüft und in einer getrennten IFC erstellt. Sobald ein Mindestprozentsatz von 50 % freigegeben ist, werden diese Aussparungen in das ARC-Modell übertragen. Die TWP übernimmt dann die Aussparungen aus dem ARC-Modell.
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Die abgelehnten Durchbrüche werden in der nächsten Runde des Workflows überprüft und bearbeitet. Korrekturvorschläge werden den Fachplanern als Kommentare in der IFC übermittelt.
Einbauteile werden nicht Teil des SuD Prozess, da hierfür keine Durchbrüche dargestellt werden. Bei der Kollisionsprüfung werden diese ignoriert.
Des Weiteren gilt der Leitfaden-SD-Planung auf Basis von IFC der buildingSMART Regionalgruppe Mitteldeutschland in der Version 3.0.
Abb. 3.4.1.: SuD Prozess
TWP ARC
Abb. 3.4.2.: SuD Modelle
| Firma | Fach | Dateiname | |
|---|---|---|---|
| BE | ARC | HBZ_5_ARC_XX_DB_XX_01 | Freigabe |
| SSB | TWP | HBZ_5_TWP_XX_DB_XX_01 | Freigabe |
| IBB | ELT | HBZ_5_SUD-E_XX_XO_XX_01 | SuD Vorschläge |
| L&P | HLS | HBZ_5_SUD-H_XX_XO_XX_01 | SuD Vorschläge |
3.5. Werk + Montage - Planung
Die ausführenden Firmen erstellen die geometrischen Modelle der Gewerke TGA, ELT, Rohbau, Holzbau, Fassadenbau und Stahlbau in der Detailtiefe der Werk- und Montageplanung. Die Modelle werden gemäß BIM- Koordinationsplan zu definierten Datendrops (DD) geliefert, die auf Basis des Rahmenterminplans festgelegt werden. Die Datendrops erfolgen nur vorab der finalen Freigabe der jeweiligen Gewerke und sind in ein bis zwei Paketen vorgesehen, abhängig vom W+M-Terminplan. Vor der endgültigen Freigabe können die Modelle bei Bedarf mehrfach hochgeladen werden, um notwendige Anpassungen vorzunehmen; für die Freigabe ist jedoch nur eine finale Lieferung erforderlich.
Die gelieferten Modelle werden von den zuständigen Planern geprüft, insbesondere im Hinblick auf Abweichungen zur Ausführungsplanung und die Einhaltung der Werkplanungsqualität. Nach dem Datadrop führt die BGK innerhalb von zwei Wochen eine Kollisionsprüfung zwischen den Gewerken durch. Dabei
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werden nur Kollisionen bewertet; die BGK prüft nicht die Planungsinhalte oder Qualität der Ausführung. Vorhandenen Kollisionen werden dokumentiert, und die Werk- und Montageplanungsmodelle werden anschließend von den zuständigen Planern final freigegeben.
Für alle weiteren Gewerke, deren Werk- und Montageplanung nicht BIM-basiert erfolgt, wird der konventionelle Planungsprozess angewendet. Treten hierbei jedoch relevante Änderungen im gegenüber der Ausführungsplanung auf, sind die Fachmodelle entsprechend von den zuständigen Planern anzupassen und in den nächsten Datadrop hochzuladen, sodass diese Änderungen bei der BGK-Prüfung berücksichtigt werden können.
Ziel ist die kollisionsarme Integration der W+M Modelle in das Gesamtmodell als Grundlage für die Ausführung.
Abb. 3.5.1.: W+M Planung BIM-basierte Prozess
3.6. Definition und Koordination von Freihaltezonen
Freihaltezonen sind von entscheidender Bedeutung für die Gewährleistung von Sicherheit, Funktionalität und Zugänglichkeit innerhalb eines Bauwerks. Im Rahmen der BIM-Planung müssen diese Bereiche ab der LPH 5 klar definiert, modelliert und koordiniert werden. Nur so ist eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Gewerken und eine optimale Nutzung des Gebäudes möglich. In diesem Projekt wird zwischen drei Kategorien von Freihaltezonen unterschieden:
Tab.. 3.6.1.: Freihaltezonen
| Rettungswege | Bewegungsfläche | Wartungsbereiche | |
|---|---|---|---|
| Beschreibung | Rettungswege dienen der schnellen und sicheren Evakuierung von Personen im Notfall. | Bewegungsfläche gewährleisten ausreichend Platz für die Bewegung von Personen, Fahrzeugen oder Hilfsmitteln, die insbesondere für die Wartung benötigt werden. | Wartungsbereiche sichern den Zugang zu technischen Anlagen und Installationen für Inspektionen, Reparaturen oder Austausch. |
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| Anforderungen | Sicherstellung, dass die Rettungswege frei von Hindernissen bleiben und den geltenden Vorschriften entsprechen | Bewegungsfläche müssen den Bedürfnissen des Gebäudes entsprechen (z. B. Breite für Fußgänger oder Fahrzeuge) und effizient gestaltet sein. | Einhaltung der Mindestabstände und Bewegungsfreiräume gemäß technischen Vorschriften und Herstellerangaben. Es muss Platz für Wartungshilfsmittel wie Leitern, Werkzeuge oder mobile Plattformen gewährleistet sein. |
|---|---|---|---|
| Modellierung | Im ARC-Modell werden Rettungswege als spezielle Volumenkörper gekennzeichnet. Diese dürfen nicht durch andere Elemente überbaut oder eingeschränkt werden. | Bewegungsfläche werden im den jeweiligen Teilmodellen als Volumenkörper definiert, um Bewegungsflächen zu prüfen und zu optimieren. Dabei ist darauf zu achten, dass diese nicht durch andere Elemente überbaut oder eingeschränkt werden. | Wartungsbereiche werden als Pufferzonen in den jeweiligen Teilmodellen (ELT, KLT, RLT usw.) um technische Anlagen definiert. Diese Bereiche dürfen weder überbaut noch eingeschränkt werden. |
| Zuständigkeit | ARC | ELT + HLSK | ELT + HLSK |
| Bauteile | - Rettungsweg | - Hilfsmittel: Volumenkörper werden punktuell zur Prüfung kritischer Wartungsflächen verwendet, in denen ein Hilfsmittel erforderlich ist. Diese erhalten die Objektbezeichnung 'Hilfsmittel' sowie ein zusätzliches Attribut zur Beschreibung der Art des Hilfsmittels. | ELT: - Brandmelder - Rauchmelder - Handfeuermelder - Elektrische Ausstattung - Unterverteiler - NSHV - MS-Anlage - Transformator - andere Schränke HLSK: - Unterwasserscheinwerfer - Chlorgasflaschen - Podeste Badewasserfilter - Wärmepumpen - Pelletkessel mit Brenner - Lüftungsgeräte ARC: - RWA-Dachfenster - Türen OTS/ITS/AN |
| Prüfung | - Keine baulichen Hindernisse entlang der Wege. - Kollision mit anderen Freihaltezonen möglich | - Keine baulichen Hindernisse entlang der Wege. - Kollision mit anderen Freihaltezonen möglich. | - Keine Kollision mit anderen Bauteilen. - Kollision mit anderen Freihaltzonen möglich. |
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3.7. BIM Prozessüberblick
Der untenstehende schematische BIM Prozess formalisiert die modellbasierte Zusammenarbeit anhand digitaler Modelle und Informationen über die bewährten Planungs- und Erstellungsphasen.
Die genauen Termine werden aus dem aktuellen Terminplan abgeleitet.
Abb. 3.7.1.: Prozessüberblick
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