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Techn_Rahmenbedingungen_I-Kaelte_2010-03.pdf

Errichtung einer Kälteentnahmegruppe mit Rohrleitungen, Pumpen und Wärmetauscher

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Universitätsklinikum Dresden Stand: 03. März 2010 Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

  1. Allgemeines ....................................................................................................................................................................... 3

1.1 Geltungsbereich und Anwendung .................................................................................................................................. 3

1.2 Technische Vorschriften und Normen ............................................................................................................................. 4

1.3 Anschluss an die zentrale Kälteversorgung/Schnittstellen ................................................................................................. 5

1.4 einzureichende Unterlagen ........................................................................................................................................... 6

1.4.1 zur Anschlussvereinbarung/Vorentwurf ................................................................................................................... 6

1.4.2 zur Planungsgenehmigung .................................................................................................................................... 7

1.4.3 zur Anlageninbetriebnahme................................................................................................................................... 8

  1. Kältebedarf und Anschlussleistungen .................................................................................................................................... 9

  2. Kälteträger ....................................................................................................................................................................... 10

3.1 Qualität des Kälteträgermediums ................................................................................................................................ 10

3.2 Parameter des Kälteträgers ......................................................................................................................................... 10

  1. Netzeinspeisung ............................................................................................................................................................... 11

4.1 Leistungsgrenzen ........................................................................................................................................................ 11

4.2 räumliche Bedingungen (Kältezentralen) ...................................................................................................................... 12

4.2.1 Raumgrößen, -lage und –anforderungen .............................................................................................................. 12

4.2.2 Raumausstattungen ............................................................................................................................................. 14

4.3 technische Bedingungen für Anlagenkomponenten ....................................................................................................... 15

4.3.1 Kälteerzeuger ..................................................................................................................................................... 15

4.3.2 Rückkühlung....................................................................................................................................................... 16

4.3.3 Hydraulik und Verteilung ..................................................................................................................................... 17

4.3.4 Anforderungen an sonstige Anlagenbauteile und –komponenten ............................................................................ 20

4.3.5 Anforderungen an Materialien, Dämmung und Erstellung ...................................................................................... 21

4.4 Gebäudeautomation .................................................................................................................................................. 22

4.5 Abnahmen und Inbetriebnahmen ................................................................................................................................ 23

4.6 Sonstiges ................................................................................................................................................................... 25

5.Netzentnahme ................................................................................................................................................................... 26

5.1 Leistungsgrenzen ........................................................................................................................................................ 26

5.2 räumliche Bedingungen .............................................................................................................................................. 27

5.2.1 Raumgrößen, -lage und –anforderungen .............................................................................................................. 27

5.2.2 Raumausstattungen ............................................................................................................................................. 29

5.3 technische Bedingungen für Anlagenkomponenten ....................................................................................................... 30

5.3.1 Wärmeübertrager als Übergabepunkt .................................................................................................................. 30

5.3.2 Hydraulik und Verteilung ..................................................................................................................................... 30

5.3.3 Anforderungen an sonstige Anlagenbauteile und –komponenten ............................................................................ 32

5.3.4 Anforderungen an Materialien, Dämmung und Erstellung ...................................................................................... 33

5.4 Gebäudeautomation .................................................................................................................................................. 33

5.5 Abnahmen und Inbetriebnahmen ................................................................................................................................ 34

5.6 Sonstiges ................................................................................................................................................................... 34

  1. Netzverteilung .................................................................................................................................................................. 36

  2. Anlagen: .......................................................................................................................................................................... 38

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  1. Allgemeines

1.1 Geltungsbereich und Anwendung

Diese Technischen Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“ (T R I K) ein- schließlich der dazugehörigen Anlagen, verfasst durch das Uniklinikum Dresden (im Folgenden „UKD“) gelten für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Anlagen, die an das Kälteversorgungsverbundnetz des UKD angeschlossen sind oder werden.

Sie gelten sowohl bei Neuanschluss, Erweiterung und Änderungen von Anschlüssen, sowie für den laufenden technischen Betrieb und Wartung der Anlagen. Die Rahmenbedingungen sind Bestandteil des UKD Standardkataloges und regeln somit die allgemein geltenden Nutzeranforderungen und den damit verbunde- nen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb für die kältetechnischen Anlagen in der Liegenschaft UKD.

Sie sind damit Planungs- und Ausführungsgrundlage bei kältetechnischen Bauvorha- ben im UKD und erfordern die definierten Qualitäten und Verfahren einzuhalten.

Technisch begründete Abweichungen bedürfen generell der schriftlichen Zustimmung des verantwortlichen Geschäftsbereichs Kälte- und Klimatechnik des UKD.

Änderungen und Ergänzungen der „T R I K“ werden in geeigneter Weise bekannt ge- geben.

Ein allgemeiner Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Zweifel über Auslegungen und Anwendung der „T R I K“ müssen vor Beginn aller Planungen und allen Arbeiten an den kältetechnischen Anlagen durch Rücksprache mit dem UKD geklärt werden. Desweiteren sind Ausnahmen von der „T R I K“ nur zu- lässig, sofern sie von der Technik-Abteilung des UKD schriftlich bestätigt worden sind.

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1.2 Technische Vorschriften und Normen

Aktuell geltende Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, nationale Normungen (DIN) und europäische Normen (DIN-EN) bleiben von den Technischen Rahmenbedingun- gen „T R I K“ unberührt.

Folgende Normen seien exemplarisch genannt:

DIN 4109 Schallschutz im Hochbau

DIN 4140 Dämmarbeiten an betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der technischen Gebäudeausrüstung

DIN 4710 Meteorologische Daten zur Berechnung des Energieverbrauchs von raumlufttechnischen Anlagen

DIN 18012 Hausanschlusseinrichtungen in Gebäuden

VDI 2055 Wärme- und Kälteschutz für betriebs und haustechnische Anlagen

VDI 2078 Berechnung der Kühllast klimatisierter Räume

VDE 0100 Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V

AGFW FW 211 Anforderungen an Zähler, die zur Kältemessung eingesetzt werden

AGI Q 151 Korrosionsschutz bei Wärme- und Kältedämmungen an betriebstechnischen Anlagen

Generell sind die CAFM- Vorgaben des UKD bereits in der Planung umzusetzen.

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1.3 Anschluss an die zentrale Kälteversorgung/Schnittstellen

Zur Deckung des immer höheren Kältebedarfs und zur Sicherung der zwingend erfor- derlichen Versorgungssicherheit mit dem Energieträger Pumpenkaltwasser ist die Käl- teversorgung für die Liegenschaft des UKD neu aufzubauen. Dabei sind folgende Kri- terien zu berücksichtigen:

Versorgungssicherheit Wirtschaftlichkeit Energieeffizienz

Für das UKD wird mittelfristig die Infrastrukturmaßnahme „zentrale Kälteversorgung“ realisiert. Es ist entsprechend dieser Rahmenbedingung die Netzeinspeisung der neuen Kälteversorgungseinheiten sowie der Netzentnahme aus dem Kälteverbund bei zukünftigen Maßnahmen zu berücksichtigen.

Gleiches gilt für: Standort der Kältezentralen Wahl des Energieträgers Gewährleistung der Kälteversorgung während der Baumaßnahmen (Gegebe- nenfalls Errichtung von Provisorien) Akustik, insbesondere die Schallemission des erforderlichen Rückkühlwerkes so- wie der Kälteerzeugung Minimale Auswirkungen auf die Liegenschaft (Staubschutz, Lärm) während der Baumaßnahme notwendige Abstimmungen / Konsultationen während der Planungsphasen mit Gebäudetechnik der Uniklinik DD Gebäudeautomation (GA)

Mit den Technikern des UKD, den Fachplanern Kälteversorgung und den verant- wortlichen der Gebäudeautomation sind im Rahmen der Vor- und Entwurfspla- nung bereits die Schnittstellen eindeutig zu klären (z. BUS- System in der Feld- ebene usw.) sowie die aufzuschaltenden Datenpunkte abzustimmen.

Weitere Abstimmungen erfolgen mit:

  • Brandschutzgutachter
  • Feuerwehr
  • Krankenhaushygieniker der Uniklinik DD
  • Arbeitsschutz – Beauftragten der Uniklinik DD
  • Sicherheits – Beauftragten der Uniklinik DD
  • Baustatiker
  • Akustiker
  • Fachplaner (Bau, Elt., MSR, Labore u.a.)
  • Sachverständigen u.a. einschl. Protokollierung der erzielten Ergebnisse

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1.4 Einzureichende Unterlagen

Im Zusammenhang mit der Planung (oder Umplanung) des Bauvorhabens steht das Uniklinikum DD beratend zur Verfügung. Die von Ihnen einzureichenden Unter- lagen können dabei bereits in einer Konzeption besprochen werden.

1.4.1 zur Anschlussvereinbarung/Vorentwurf

In der Vorentwurfsphase sind einzureichen:

Vollständig ausgefülltes Anschlussformular (Formular 1, siehe Anhang)

 Namen und Adressen: der Bauleitung der ausführenden Firma -Kälteinstallationen (wenn bekannt) des Ingenieur- und Planungsbüros des Architektenbüros

 Schaltschema: Aus dem ersichtlich sein muss: Schaltung und Funktion der Einbindung der Übergabestation in die Hausanlage Leistungsangaben

 Lageplan UKD mit gekennzeichnetem Hausgrundriss Maßstab 1:1000 oder 1:500

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1.4.2 zur Planungsgenehmigung

Vollständig ausgefülltes Formular zur Netzeinspeisung (Formular 2, siehe Anhang) und / oder vollständig ausgefülltes Formular zur Netzentnahme (Formular 3, siehe Anhang)

Schaltschema Aus dem ersichtlich sein muss: Schaltung und Funktion der Einbindung der Übergabestation in die Hausanlage Leistungsangaben, Nennweiten und Nenndrücke der Regelarmaturen, Pumpen, Ventile Messstellen (Anbindung an GLT)

Angaben über Kälteleistungsbedarf, Gebäudedaten: zu kühlende Nutzfläche in m² und dazugehöriger umbauter Raum in m³ Höhenquote Oberkante Fußboden Aufstellungsraum Fernkältestation Kältebedarf nach VDI 2078 installierte Kühlflächenleistung Kältebedarf für raumlufttechnische Anlagen Kältebedarf für sonstige Verbraucher Systemtemperaturen der jeweiligen Verbraucher

Grundriss der gesamten Räumlichkeiten, in denen sich Hausstationen befinden, möglichst im Maßstab 1:100, z. B: Kellerplan

Schaltschema Aus dem ersichtlich sein muss: Schaltung und Funktion der Einbindung der Übergabestation in die Hausanlage Leistungsangaben, Nennweiten und Nenndrücke der Regelarmaturen, Pumpen, Ventile

Änderungen während der Bau- und Planungsphase Jegliche Änderungen von obig angegebenen Daten, Plänen oder Schemata insbesondere hinsichtlich: Nutzung der Gebäude Nutzung der Anlagen Erweiterung der Anlagen Stilllegung oder Teilstilllegung die Einfluss haben auf: die festgelegte Kälteleistung den festgelegten Volumenstrom die festgelegte max. Rücklauftemperatur die exakte Messung und Steuerung der Fernkältelieferung sind dem UKD unverzüglich mitzuteilen, so dass bis zum Zeitpunkt der Veränderung eventuelle technische und vertragliche Voraussetzungen ordnungsgemäß geschaffen werden können.

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1.4.3 zur Anlageninbetriebnahme

Antrag Abnahme- und Inbetriebnahme (Formular 4, siehe Anhang) Druckprüfprotokoll Revisionsunterlagen (3-fach)

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  1. Kältebedarf und Anschlussleistungen

Die notwendige Kälteleistung geht aus den ermittelten Werten für die einzelnen Verbraucher hervor. Die jeweiligen Berechnungen haben nach den geltenden DIN, DIN-EN Normen bzw. Regelwerken zu erfolgen. Hieraus erfolgt die Ableitung der durch das Uniklinikum Dresden vorzuhaltenden Kälteleistung. Die Einhaltung der Vorgaben des Datenblattes des Netzes ist zwingend erforderlich.

Die Berechnung der Kühllast und die Ermittlung der Kälteleistung sind gesondert der UKD vorzulegen.

Änderung der Kühllast / des Anschlusswertes

Der Planer ist verpflichtet: Änderungen in der Nutzung der Gebäude Änderungen in der Nutzung der Anlagen Erweiterung, Stilllegung oder Teilstilllegung der Anlagen, die Einfluss haben auf:

die festgelegte Anschlussleistung den festgelegten Volumenstrom die festgelegte max. Rücklauftemperatur die exakte Messung und Steuerung der Fernkälteversorgung der UKD frühzeitig mitzuteilen, so dass bis zum Zeitpunkt der Veränderung die technischen Voraussetzungen geschaffen werden können.

Der Kältebedarf ist nach VDI 2078 zu ermitteln. Für Dresden gilt die Kühllastzone 4. Darüber hinaus sind der UKD die Hauptbenutzungszeiten und die zu erwartenden Vollbenutzungsstunden anzugeben.

Für den Kältebedarf wird von der UKD ein entsprechender Kaltwasservolumenstrom bei der Nennspreizung von 6 K ermittelt und wird am Volumenstromregler eingestellt.

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  1. Kälteträger

3.1 Qualität des Kälteträgermediums

• Als Kälteträger im Kältenetz dient aufbereitetes Wasser. Dieses darf nicht verunreinigt oder der Anlage entnommen werden. • Das Anlagenwasser ist aufbereitetes, teilentsalztes Wasser nach VdTÜV 1466. • Der Kälteträger kann eingefärbt sein.

Sicherheitsanforderung: Der Kälteträger darf in keinstem Fall mit Trinkwasser in Berührung kommen.

Zum Korrosionsschutz der Netz- und Anlagenbestandteile werden dem Kälteträ- ger Chemikalien zugesetzt. Der Kälteträger enthält jedoch keine gesundheitsge- fährdenden Zusätze. Im Falle von notwendigen Entleerungen der Hausanlage bestehen gegen eine Einleitung des Kälteträgers in die Kanalisation keine was- serrechtlichen Bedenken. Die Entnahme des Kälteträgers aus dem Netz zu an- derweitiger Nutzung ist nicht gestattet.

3.2 Parameter des Kälteträgers

Pumpenkaltwasser:

Nenndruckstufe PN 10

Absicherungsdruck (Sicherheitsventil) 8 bar

Anlagenfülldruck 1,5 bar

Regelvorlauftemperatur 6 °C

max. Vorlauftemperatur 8 °C

zugesicherte Vorlauftemperatur ab Systemtrennung auf Anfrage Technik-Abteilung des UKD

Rücklauftemperatur min. 12- 14 °C (zu gewährleisten durch den Abnehmer)

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  1. Netzeinspeisung

4.1 Leistungsgrenzen

Die Kältezentrale ist das Bindeglied zwischen der Infrastruktur Kälteversorgung und der jeweiligen Hausanlagen. Sie dient dazu, die Kälteleistung an die Haus- anlage zu übergeben. Die Haupt-Messeinrichtungen zur Verbrauchserfassung ist Bestandteil der zentralen Kälteversorgung. Die gesamte Kälteversorgung erhält eine separate Gebäudeautomation. Die Kältezentralen werden von der UKD gestellt. Die Leistungsgrenze wird von der UKD gekennzeichnet.

Für die Ausführung gilt das Schaltschema (siehe Anhang). Die Auswahl des Vo- lumenstrom- und Differenzdruckreglers und des Kältezählers wird von der UKD in Abhängigkeit von der angemeldeten Kälteleistung vorgenommen.

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4.2 räumliche Bedingungen (Kältezentralen)

4.2.1 Raumgrößen, -lage und –anforderungen

Die Raumgröße ist entsprechend der Größe der Kälteerzeugerstation und unter Beachtung eines Bedienganges von 1 m Breite zu wählen. Die Raumhöhe sollte mindestens 3,0 m betragen. Türen, die auf dem Weg in den Hausanschlussraum zu passieren sind, sollten ein Mindestmaß von 0,8 x 1,95 m haben und in Anzahl und Größe der jeweiligen Anlagenkomponenten angepasst sein.

Lage und Größe des Raumes sind rechtzeitig mit der UKD und der Architektur- abzustimmen.

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4.2.2 Raumausstattungen

Räume für zentrale Anlagen / Komponenten der KG 430 Die Technikzentralen sind nach den Vorgaben der DIN 18012 und VDI 3803 zu planen und auszuführen, sowie nach der Sächsischen Landesbauordnung auszulegen und herzustellen.

Dabei ist zu beachten: mechanische Raumbe- und entlüftung notwendig Auslegung Luftvolumenstrom- Mechanische Notlüftung nach DIN EN 378-3 Punkt 5.16.4 Luftwechselrate in Abhängigkeit der Anlagenkomponenten, Raumgröße etc. min. / max. Raumlufttemperatur + 5°C / 30 … 35°C brandschutztechnische Abschottungen bei sämtlichen, herauszuführenden Versorgungsleitungen herstellen generell bei Lüftungskanälen bzw. – rohrleitungen Brandschutzklappe mit Federrücklaufmotor installieren (Bedienseite in Technikzentrale) Anordnung eines Ausgussbeckens mit Zapfventil einschl. eines Rohrtrenners in unmittelbarer Nähe der Anlagentechnik Fußbodeneinläufe aus Edelstahl vorsehen Telekommunikationsanlagen, Netzsteckdosen 230 V / 400 V Netzwerkanschlüsse für Informationsschwerpunkte vorsehen (mit GA- / ELT- Planer abstimmen) wischfester Fußbodenbelag abwaschbare Wände und Decken Fußboden mit Epoxidharzbeschichtung und / oder staubbindendem Anstrich Öffnungen in Technikzentralen für Ein- und Ausbringung von Lüftungszentralgeräten, Kältemaschinen, Pumpen, Schaltschränken, Pufferspei- chern usw. sind in Abstimmung mit dem Architekten so zu gestalten, dass auch eine spätere (nach Jahren) De- und Montage von Großgeräten wirtschaftlich möglich ist. keine energetischen Übertragungen in anderweitig genutzte Räume zulassen (z.B. Wärmedämmarbeiten an Decke i.d.R. notwendig) schallschutztechnische Anforderungen sowie Körperschall beachten Für schwere Anlagenteile sind entsprechende Hilfskonstruktionen zur Demontage / Montage vorzusehen. Es ist zu berücksichtigen, dass für den notwendigen Ersatz von Anlagenteilen der Transportweg von der Gebäudekante zu den Technikzentralen die statischen Belastungen aushalten muss und freizuhalten ist. Die Allgemeinbeleuchtung muss eine Beleuchtungsstärke von ≥100 Lx gewährleisten. Für Wartungsarbeiten ist eine Schutzkontaktsteckdose (230 V, mindestens 10 A) erforderlich, die in eine FI-Schutzschaltung einbezogen ist. Die elektrische Installation ist nach VDE 0100 für Nassräume auszuführen. Für die Einbeziehung der Übergabestation in den Potentialausgleich sind die Vo- raussetzungen zu schaffen. Der Raum ist frostfrei zu halten. Andererseits sollte eine Raumtemperatur von 30 °C nicht überschritten werden. Anbringung eines Inspektions- und Wartungsplans an jeder Anlage Anbringung von Strang- und Schaltschemata mit Anlagen- und Gerätebezeich- nung, Ventilen mit gleicher Bezeichnung wie vor Ort, Dimensionierung, Rohrma- terial, Raumnummern, Strangbezeichnung spezielle, zur Wartung benötigte Werkzeuge, Mess- und Einstellgeräte sind in der Zentrale vorzuhalten und zur Einweisung vorzuführen

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4.3 technische Bedingungen für Anlagenkomponenten

4.3.1 Kälteerzeuger

Als Kälteerzeuger sind in Abhängigkeit von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und unter Berücksichtigung der technischen Umsetzung Kompressionskältemaschinen mit Turboverdichtern einzusetzen. Der Einsatz von Absorbtionskältemaschinen ist je nach den technischen Gegebenheiten auf Wirtschaftlichkeit zu Prüfen. Die technische Lösung ist in Absprache mit dem Geschäftsbereich Kälte- und Klima- technik der UKD zu erarbeiten.

Für die Kompressionskältemaschinen mit Turboverdichtern gilt:

  • wassergekühlte Maschinen speziell für Prozesskühlung und für höchste Effizienzanforderungen.
  • Drehzahlgeregelte Radialturboverdichter. Die Lagerung der Antriebswelle er- folgt ölfreimit Magnetlagertechnologie.
  • Einsatz von EMV*- Filtern schützt vor elektromagnetischen Störungen.
  • Einsatz einer geeigneten Technologie für niedrigen Anlaufstrom und eine automatischeLeistungsanpassung an den aktuellen Kältebedarf.
  • Höchste Energieeffizienz besonders im Teillastbereich, wodurch auch die notwendige Rückkühlleistung reduziert wird.
  • Vermeidung von unnötigen Anlaufstromspitzen.

Die vorgesehene zentrale Erzeugung von Kaltwasser sollte immer unter dem Blickwinkel der Energieeffizienz und der laufenden Betriebskosten gesehen wer- den. Durch intelligente, übergeordnete Steuerung bei mehreren der Kältema- schinen können im Teillastbereich, also bei geringerer Leistungsanforderung als im Auslegungsfall, COP-Werte von über 6,0 bis 7,0 erreicht werden. Beispiels- weise kann es energetisch durchaus sinnvoller sein zwei Maschinen in Teillast zu betreiben als eine in Volllast. Angepasst an die Grundlast bzw. die Volllaststun- den beim Kälteverbrauch sind im Vorfeld, exemplarische und überschlägige Ver- gleichsrechnung zwischen Istzuständen, zentraler Erzeugung und verschiedensten Anlagenkonzepten zu erstellen.

Es ist in der Planungsphase zu klären inwiefern eine Einspeisung in den Kältever- bund erfolgen kann und welche Redundanzmaßnahmen zu treffen sind. Kalku- lierte Leistungsangaben sind in den entsprechenden Formblättern (Formular 1 und 2) zu vermerken.

Für Kältemaschinen jeglicher Art sind eine körperschalldämmende Geräteunter- lage und Kompensatoren an den Kaltwasserstutzen vorzusehen.

Folgende Auslegungswerte sind für eine Kälteerzeugung mit Netzeinspeisung einzuhalten: Vorlauftemperatur max. 6 °C Rücklauftemperatur min. 12 °C Kältemittelklassifizierung L1

Generell sind effizienzsteigernde Maßnahmen wie z.B. freie Kühlung und Eisspeichersysteme in Betracht zu ziehen.

Fabrikatsempfehlung für Turboverdichter:

Axima Quantum

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4.3.2 Rückkühlung

Bei der Auswahl des Rückkühlsystems sind folgende Gesichtspunkte zu berücksichti- gen:

  • Denkmalschutzaspekte (Aufbauhöhen so gering wie möglich)
  • Statische Aspekte (möglichst geringes Gewicht auf dem Dach)
  • Minimaler Aufwand hinsichtlich Wasserbehandlung/-aufbereitung (keine offenen Kühltürme (Wrasenbildung, Hygiene, Wasseraufberei- tung))
  • Schallemissionen

Zur Rückkühlung von Wasser/Glykolgemischen, werden in erster Linie Hybrid- Rückkühler verwendet. Die Geräte für Außenaufstellung bestehen aus einem Grundgestell, in dem der Wär- metauscher, aus Kupferrohren mit Aluminium-Lamellen oder in verzinkter Stahlaus- führung, und eine Wasserverteil- oder Besprüheinrichtung eingebaut sind. Die zur Kühlung benötigte Außenluft wird über Axialventilatoren gefördert. Die Ein-bzw. Austrittstemperatur des Wasser/Glykolgemisches ist in Abhängigkeit zur Außentemperatur festzulegen. Durch die Besprühung bzw. Berieselung wird bei hohen Außentemperaturen eine Befeuchtung und damit Abkühlung der Wärmeübertrageroberflächen erreicht. Die verdampfte Wärme des Sprühwassers er- höht die Rückkühlleistung extrem, somit kann die geplante Kühlwassertemperatur bei höheren Umgebungstemperaturen sichergestellt werden.

Eine wirtschaftliche Auslegung ist gegeben, wenn der Kaltwassererzeuger deutlich un- ter seiner Einsatzgrenze betrieben wird und eine ausreichende Temperaturdifferenz zur Außenlufttemperatur gegeben ist. Eine wirtschaftliche Abstimmung von Kältema- schine und Rückkühlwerk ist anzustreben.

Die Betriebsstunden mit Besprühung bzw. Berieselung sollten möglichst gering gehal- ten werden. Lediglich zur Spitzenlastabdeckung sollte diese zum Einsatz kommen.

Ein automatisches Regelsystem optimiert den Energieverbrauch sowie den Wasserver- brauch während des Jahres, entsprechend der benötigten Kühlleistung und der Au- ßentemperatur. Die Energie- und Wasserkosten müssen minimiert werden.

Der Wasserkreislauf zur Besprühung ist besonders zu behandeln. Es sind je nach An- forderung eine Filtrierung, Wasserenthärtung oder eine chemische Wasserbehand- lung erforderlich und einzuplanen.

Die hybriden Rückkühler sollten neben der Kühlung der Verflüssigerwärme bei Beach- tung der Anlagenhydraulik auch zur freien Kühlung in kälteren Jahreszeiten eingesetzt werden. Eine abgestimmte Regeltechnik mit Kommunikation zur Gebäudeautomation „Infrastruktur Kälte“ wird zwingend vorausgesetzt.

Bei der Einbringung, Transport und Positionierung sind die statisch relevanten Auf- stellbedingungen zu beachten. Für den Transport und die Aufstellung auf Geschoss- decken oder Dachkonstruktionen sind Punktlasten und Betriebsgewicht von entschei- dender Bedeutung. Ungleichmäßige Lastverteilungen sind ebenfalls zu erwarten. Für jeden Einsatzfall angepasste Unterkonstruktionen und Tragelemente sind entspre- chend zu berücksichtigen.

Betriebs- und Wartungsfreiräume sind entsprechend der Planungshinweise, ausrei- chend vorzuhalten.

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Für die Schalltechnischen Bewertungen sind grundsätzlich in allen Planungsphasen Akustiker zu konsultieren (evtl. sind Sonderkonstruktionen wie Schallschutzwände er- forderlich). Unter Beachtung der VDI 2081 sind Analysen der Einzelkomponenten, wie z. Bsp. Ventilatoren, Sprüheinheiten zu erstellen (z.Bsp. Frequenzbandanalysen, Schallleistungsangaben)

Gefordert wird die Einhaltung der Immissionsrichtwerte nach Bundes- Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm) für Krankenhäuser und Pflegeanstalten tags: 45 dB(A) 06.00 - 22.00 Uhr

nachts: 35 dB(A) 22.00 - 06.00 Uhr.

Grundsätzlich sollten nur schallreduzierte Geräte zum Einsatz kommen. Rohrleitungs- anschlüsse müssen Kompensatoren erhalten und die Leitungsführung mit entkoppel- ten Rohraufhängungen erfolgen. Unterkonstruktionen sollten mit Schwingungs- dämpfern ausgerüstet werden.

Fabrikatsempfehlung für Hybrid-Rückkühler:

Jäggi - Güntner / LU-VE

4.3.3 Hydraulik und Verteilung

Versorgungssicherheit

Um eine möglicherweise erforderliche Redundanz sicherzustellen ist mit dem Gewerkeverantwortlichen der UKD abzustimmen, in welchen Kreisläufen 2 Pum- pen (Parallelbetrieb, 1 Pumpe 100 % + 1 Pumpe Redundanz) vorzusehen sind. Um eine erhöhte Effizienz im Teillastbetrieb zu erzielen, ist im Einzelfall der Ein- satz von 3 Pumpen zu prüfen (Parallelbetrieb, 2 Pumpen 50 % + 1 Pumpe Re- dundanz).

Rohrnetz

Für Pumpenkaltwasser- und Rückkühlsysteme Bei geschlossenen Kreisläufen ist schwarzes nahtloses Rohr generell zu verwen- den. Alle Rohrleitungen sind mit einer äußeren Rostschutzbeschichtung geliefert und montiert werden. Die Anforderung an diese muss mindestens einer Be- schichtung für Kälteleitungen nach AGI-Arbeitsblatt Q 151 entsprechen. Bei Rekonstruktionsmaßnahmen im laufenden UKD- Betrieb sollen aus brand- schutztechnischen Gründen keine Arbeiten mit offener Flamme erfolgen. Aus diesem Grund sind im Einzelfall Rohrsysteme mit Pressfittings einzusetzen. Die Verwendung dieser Rohre ist immer mit dem Technikpersonal der UKD abzu- stimmen. Wenn Pressfitting- System, Kontorendichtring verwenden (nicht verpresst, Verbin- dung generell undicht).

Bei offenen Systemen, z. B. offenen Rückkühlkreisläufen, technologischen An- wendungen (Laborkühlwasser) sind Kunststoff bzw. Edelstahlsysteme einzusetzen. Es sind insbesondere die Risiken der Korrosion zu berücksichtigen.

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Bei der Erstbefüllung der Systeme ist der Zusatz von Inhibitoren zu prüfen. Einsatz von Kälterohrschellen ist zu berücksichtigen. Bei einem Einsatz von Glykol zum Frostschutz, ist dessen Verträglichkeit prüfen (z. B. Dichtringe bei Pressfittingsystemen).

Es gilt generell, einen maximalen Druckverlust von 100 Pa/m im Verbundnetz nicht zu überschreiten. In kleineren Leitungsteilen sind 300 Pa/m möglich, je- doch mit den technischen Mitarbeitern der UKD abzuklären.

Pumpen

Der Einsatz von drehzahlgeregelten Pumpen ist vorzugsweise vorzusehen. Auf der Verbraucherseite sind generell drehzahl-geregelte Pumpen einzusetzen (vari- abler Volumenstrom wegen Drosselregelung). Pumpen sind vor den größten An- lagenwiderständen zu platzieren. Die Differenzdruckabhängige Regelung und Ausgabe an den ISP – GA Kälteerzeugung ist zu realisieren. Bei der Pumpenauslegung sind die Viskosität (bei Glykol) und die geringe Medi- entemperatur (Kondensation in der Pumpe) zu beachten. Ein rechnerischer Nachweis in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit ist vorzuweisen. Um eine erhöhte Effizienz im Teillastbetrieb zu erzielen, ist im Einzelfall der Ein- satz von 3 Pumpen zu prüfen (Parallelbetrieb, 2 Pumpen 50 % + 1 Pumpe Re- dundanz).

Vorgeschlagene Fabrikate: Grundfos, Wilo, KSB

Pufferspeicher

Werden als hydraulische Weiche zwischen Primär- und Sekundärkreislauf vorge- sehen. Folgende Auslegungsdaten sind zu berücksichtigen: Anschalthäufigkeit der Kältemaschine max. 4x in der Stunde, Laminare Strömung im Speicher Isolierung bei PKW 6/12°C mind. 30 mm stark

Nenndruckstufe: mind. PN 10

Vorgeschlagene Fabrikate: NAU / VIC

MAG

Die Größe des Membran-Ausdehnungsgefäßes (MAG) hängt ab von: • dem Wasservolumen der Teil-Anlage Vsystem • der durch die Aufheizung/Auskühlung auf die maximalen Überschwingtemperatur verursachten Ausdehnungsvolumen Ve • dem Vordruck (Auslegungs-Anfangsdruck) p0 • dem Auslegungs-Enddruck pe

Aus diesen Größen kann das erforderliche Nennvolumen Vexp,min des Ausdeh- nungsgefäßes berechnet werden. Die Druckhaltung bei größeren Anlagensyste- men hat generell automatisch zu erfolgen. Siehe Punkt: Entlüftung, Druckhaltung und Nachspeisung

Vorgeschlagene Fabrikate: Reflex

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Absperrventile

Wegen des geringeren Druckverlustes sind für Absperrventile vorzugsweise Klap- pen und Kugelhähne zu verwenden. Absperrvorrichtungen sind vor und nach Pumpen, Schmutzfängern, Kaltwassererzeugern, Pufferspeichern und Verbrau- chern vorzusehen. Absperrungen sind dichtschließend auszuführen.

min. PN 10

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Kompensatoren

Zum Einsatz der Körperschallentkopplung bei Kompressionskältemaschinen an Pumpen, sowie an Wärmeübertragern. min. PN 10

Schmutzfänger

Einsatzort vor der Pumpe Schmutzfänger werden durch eine stetige Differenzdruckmessung überwacht. Das Ergebnis wird an die GLT weitergeleitet. Maschenweite max. 1 mm

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Strangregulierventil

Installation zur Sicherstellung des hydraulischen Abgleichs. Mit Stellungsanzeige und Messnippeln Einsatzort vor der Pumpe Schnittstelle vor GA: stetige Differenzdruckmessung

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Thermometer und Manometer

Zusätzlich zu den Temperatur- und Drucküberwachungen die auf die GA auf- geschaltet werden, sind vor Ort vor und nach Pumpen, Filtern / Schmutzfängern, Wärmetauschern, Kältemaschine, Rückkühler Pufferspeicher (nur Temp.) entsprechende Armaturen zu setzen.

Regelventile

Werden im Leistungsumfang der GA geplant und ausgeschrieben. In KG 434 erfolgt nur der Einbau und Isolierung. Regelventile mit Absperrfunktion sind dichtschließend auszuführen.

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Entlüftung, Druckhaltung und Nachspeisung

Um die Betriebsbedingungen der Kälteverteilungsanlage zu optimieren ist eine Kombination aus:

  • automatische Nachspeisung mit Mengenerfassung des Füll und Ergänzungswassers

  • automatischer Entgasung mit einer Vakuum-Entgasungsstation

  • einer kompressorgesteuerten Druckhaltestation

und der Einbindung in die Gebäudeautomation vorzusehen.

Beispielhaft seien folgende Punkte zur Betriebsoptimierung und Beseitigung, bzw. Vorbeugung von Hydraulikproblemen genannt.

  • Schutz der Anlagenarmaturen, Pumpen und Maschinen vor Luft und Kavitation Verbesserung des Wärmeüberganges an Wärmeübertragerflächen und relevanten Anlagenteilen

  • Korrosionsminimierung durch nahezu gasfreies Kreislaufwasser und somit auch Verminderung von Erosion und Verschlammung

  • Entfernung von Luft-/Gasansammlungen in allen Anlagenteilen.

4.3.4 Anforderungen an sonstige Anlagenbauteile und –komponenten

Verbrauchszähler:

Für jede Kältetechnikzentrale sind Zähleinrichtungen für folgende Medien zu installieren:

  • Einspeise-Wasser (in der Regel Trinkwasser kalt)
  • Gegebenenfalls:
  • vollenthärtetes Wasser
  • teilenthärtetes Wasser
  • Wärmemenge (z. B. Absorberanlagen)
  • Erzeugte Kältemengen je nach der Verteilung Gegebenenfalls: -Dampf / Kondensat -Druckluft

Zähler müssen auf die übergeordnete GLT im Kommunikationsprotokoll BACnet / M- BUS aufgeschalten werden.

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4.3.5 Anforderungen an Materialien, Dämmung und Erstellung

Dämmungen:

Auslegung entsprechend Medien- und Umgebungstemperaturen. In Bereichen von notwendigen Fluren und Treppenhäusern in der Klasse A1 vor- sehen.

Vorgeschlagene Fabrikate: Armstrong, Kaiflex, Foamglas

Befestigungen:

Die Halterungen und Befestigungen für die Rohrleitungen sind mit den anderen Ge- werken zu koordinieren, d.h. es sollte eine einheitliche Produktpalette zum Einsatz kommen. Für mehrfach genutzte Abhängungen ist der geprüfte statische Nachweis der Befesti- gung zu erbringen Befestigungskonstruktionen sind voll verzinkt auszuführen. Zur Aufnahme von Rohrdehnungen sind entsprechende Festpunkte und Dehungskompensatoren bzw. natürliche Richtungsänderungen vorzusehen.

Arbeitssicherheit und Erstausstattung:

Für schwer zugängliche Stellen sowie für Anlagenkomponenten, die einer Überprü- fung unterzogen werden müssen, sind begehbare Arbeitspodeste mit Aufstiegsmög- lichkeiten zu errichten. Für schwere Anlagenteile (Pumpen etc.) sind entsprechende Hilfskonstruktionen zur Demontage / Montage vorzusehen.

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4.4 Gebäudeautomation

Siehe UKD-Standardkatalog KG 480

Für den Kälteverbund der UKD sind alle relevanten regelungstechnischen Kom- ponenten auf die installierte Master-DDC-KV (Fabr. Sauter) abzustimmen und aufzuschalten.

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4.5 Abnahmen und Inbetriebnahmen

Beschriftung und Beschilderung

Für die weitere Bearbeitung / Verwaltung der Anlagen ist die SAP- Kennzeich- nung mit den Gewerke-verantwortlichen abzustimmen. Die Kennzeichnungsmo- dalitäten sind in der CAFM- Richtlinie festgehalten bzw. mit dem Gewerkeverantwortlichen des UKD abzustimmen.

Bestandsunterlagen:

Bestandsunterlagen (Revisionsunterlagen) enthalten alle Unterlagen und Anga- ben, die zum Betreiben (Bedienen, Inspizieren, Warten, Instandsetzen, Verbes- sern) notwendig sind. Jeder beteiligte Auftragnehmer hat für seine erbrachten Leistungen die entsprechenden Unterlagen zu liefern. Hierzu gehören ggf. auch die zugehörigen Genehmigungsunterlagen.

Die Bestandsunterlagen sind - nach Gewerken getrennt – in 3-facher Ausferti- gung in Papierform, wobei eine Ausfertigung vor Ort bei der Anlage zu hinterle- gen ist, und zusätzlich 1-fach auf Datenträger (CD) im Format dwg und plt zu übergeben.

Als Ausführungsstandard für die CAD-Pläne gilt die CAFM-Richtlinie des UKD. In der CAFM- Richtlinie sind für die einzelnen Gewerke die Mindestanforderun- gen der zu übergebenen Unterlagen aufgeführt. Zusätzliche Unterlagen nach VDI 6026 können gefordert werden. Insbesondere sind Anlagen- und Funktions- beschreibungen zu übergeben, die erforderlich sind, um Anlagen außer und wieder in Betrieb zu nehmen. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten sind für die Anlagen aktuelle Herstellerlisten mit aktuellen Adressen, Tel.- und Fax- Nummer, Gerätelisten, Ersatzteillisten und Herstellerunterlagen für jedes Bauteil zu übergeben.

Für die Erstellung der Revisionsunterlagen Kältetechnik ist die Checkliste-Revisionsunterlagen (siehe Anhang) zu verwenden.

Abnahme und Übergabe:

SIB als Auftraggeber: Probebetrieb erfolgreich durchgeführt. Abnahme dem SIB, UKD, Fachplaner anzeigen. Abnahme durch SIB im Beisein des UKD. Zur Abnahme müssen die Revisionsunterlagen entsprechend CAFM- Richtline vorliegen. Nach der Abnahme gibt es eine 2- wöchige Frist für die Mängelbeseitigung. Abnahme der Mängel- und Restleistungsbeseitigung. Übergabe der Baumaßnahme vom SIB an das UKD.

UKD als Auftraggeber: Probebetrieb erfolgreich durchgeführt. Abnahme UKD, Fachplaner anzeigen. Abnahme durch das UKD. Zur Abnahme müssen die Revisionsunterlagen entsprechend CAFM- Richtline vorliegen. Nach der Abnahme gibt es eine 2- wöchige Frist für die Mängelbeseitigung.

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Abnahme der beseitigten Mängel und erbrachte Restleistungen.

Teilabnahmen Für alle Leitungssysteme, die zur Abnahme nicht mehr sichtbar bzw. zugängig sind (in Kanälen, Schächten, Wandschlitzen, Unterhangdecken, Trockenbau- wänden) hat die Abnahme dieser Systeme vor dem verschließen zu erfolgen.

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4.6 Sonstiges

Zu Schalthandlungen oder Eingriffen an der zentralen Kältestation ist nur das UKD berechtigt. Zur Abwendung von Gefahren dürfen die Armaturen auch von Dritten betätigt werden. Bei der vollständigen Absperrung von Anlagenteilen im kalten Zustand ist zu berücksichtigen, dass sich das Wasser in den vom Netz getrennten Anla- genteilen erwärmt und ausdehnt.

Eine leichte Zugänglichkeit von zu wartenden Anlagenkomponenten ist zu ge- währleisten.

Für schwer zugängliche Stellen bei Wartungsarbeiten sind Arbeitspodeste mit Aufstiegsmöglichkeiten zu errichten.

Abschaltungen

Abschaltungen, um Medienanbindungen und /oder Anlagenerweiterungen zu realisieren, sind beim Anlagenverantwortlichen 2 Wochen vorher schriftlich ein- zureichen. Bereits in der Planungsphase ist es unerlässlich, dass bei Anbindun- gen jeder Art an die bestehende Gebäudetechnik, die exakten Ressour- cen/Reserven mit dem Anlagen-Betreiber zu klären sind. Die Information von Abschaltungen erfolgt von dem Anlagenverantwortlichen in Abstimmung mit dem Planer an die Nutzer/Gebäudemanager.

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5.Netzentnahme

5.1 Leistungsgrenzen

Der Wärmeübertrager ist das Bindeglied zwischen der Hausanschlussleitung des hydraulischen Kälteverbundes und der Hausanlage. Dieser dient dazu, die Kälteleistung an die Hausanlage zu übergeben.

Die Haupt-Messeinrichtungen zur Verbrauchserfassung ist Bestandteil der zentra- len Kälteversorgung. Die gesamte Kälteversorgung erhält eine separate Gebäu- deautomation.

Der Wärmeübertrager wird im Rahmen der Infrastruktur Kälteversorgung ausge- legt und gestellt. Die Leistungsgrenze sind die Flansch- oder Übergangsverschraubungen auf der Sekundärseite. Für die Ausführung gilt das Schaltschema (siehe Anhang). Die Auswahl der Übergabe-Komponenten wird von der UKD in Abhängigkeit von der angemeldeten Kälteleistung vorgenommen.

Die Hausanlage ist so auszulegen und zu gestalten, dass die vorgeschriebene minimale Rücklauftemperatur nicht unterschritten wird. Weiterhin sind die Abnehmeranlagen so zu bemessen, dass bei sinkenden Au- ßentemperaturen höhere Vorlauftemperaturen ausreichen, um die Kühllast zu decken.

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5.2 räumliche Bedingungen

5.2.1 Raumgrößen, -lage und –anforderungen

Die Raumgröße ist entsprechend der Größe der Kältestation und unter Beach- tung eines Bedienganges von 0,8 m Breite zu wählen. Die Raumhöhe sollte mindestens 2,0 m betragen. Türen, die auf dem Weg in den Hausanschlussraum zu passieren sind, sollten ein Mindestmaß von 0,8 x 1,95 m haben.

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5.2.2 Raumausstattungen

Räume für zentrale Anlagen / Komponenten der KG 430

Die Technikzentralen sind nach den Vorgaben der DIN 18012 und VDI 3803 zu planen und auszuführen, sowie nach der Sächsischen Landesbauordnung auszulegen und herzustellen.

Dabei ist zu beachten: mechanische Raumbe- und entlüftung notwendig Luftwechselrate in Abhängigkeit der Anlagenkomponenten, Raumgröße etc. min. / max. Raumlufttemperatur + 5°C / 30 … 35°C brandschutztechnische Abschottungen bei sämtlichen, herauszuführenden Versorgungsleitungen herstellen generell bei Lüftungskanälen bzw. – rohrleitungen Brandschutzklappe mit Federrücklaufmotor installieren (Bedienseite in Technikzentrale) Anordnung eines Ausgussbeckens mit Zapfventil einschl. eines Rohrtrenners in unmittelbarer Nähe der Anlagentechnik Fußbodeneinläufe aus Edelstahl vorsehen Telekommunikationsanlagen, Netzsteckdosen 230 V / 400 V Netzwerkanschlüsse für Informationsschwerpunkte vorsehen (mit GA- / ELT- Planer abstimmen) wischfester Fußbodenbelag mit Epoxidharzbeschichtung und / oder staubbindendem Anstrich abwaschbare Wände und Decken Öffnungen in Technikzentralen für Ein- und Ausbringung von Lüftungszentralgeräten, Kältemaschinen, Pumpen, Schaltschränken, Pufferspei- chern usw. sind in Abstimmung mit dem Architekten so zu gestalten, dass auch eine spätere (nach Jahren) De- und Montage von Großgeräten wirtschaftlich möglich ist. keine energetischen Übertragungen in anderweitig genutzte Räume zulassen (z.B. Wärmedämmarbeiten an Decke i.d.R. notwendig) schallschutztechnische Anforderungen sowie Körperschall beachten Für schwere Anlagenteile sind entsprechende Hilfskonstruktionen zur Demontage / Montage vorzusehen. Es ist zu berücksichtigen, dass für den notwendigen Ersatz von Anlagenteilen der Transportweg von der Gebäudekante zu den Technikzentralen die statischen Belastungen aushalten muss und freizuhalten ist. Die Allgemeinbeleuchtung muss eine Beleuchtungsstärke von ≥100 Lx gewährleisten. Für Wartungsarbeiten ist eine Schutzkontaktsteckdose (230 V, mindestens 10 A) erforderlich, die in eine FI-Schutzschaltung einbezogen ist. Die elektrische Installation ist nach VDE 0100 für Nassräume auszuführen. Für die Einbeziehung der Übergabestation in den Potentialausgleich sind die Vo- raussetzungen zu schaffen. Der Raum ist frostfrei zu halten. Andererseits sollte eine Raumtemperatur von 30 °C nicht überschritten werden. Anbringung eines Inspektions- und Wartungsplans an jeder Anlage Anbringung von Strang- und Schaltschemata mit Anlagen- und Gerätebezeich- nung, Ventilen mit gleicher Bezeichnung wie vor Ort, Dimensionierung, Rohrma- terial, Raumnummern, Strangbezeichnung spezielle, zur Wartung benötigte Werkzeuge, Mess- und Einstellgeräte sind in der Zentrale vorzuhalten und zur Einweisung vorzuführen

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5.3 technische Bedingungen für Anlagenkomponenten

Eine Netzentnahme ist generell indirekt vorzunehmen, so dass eine Systemtren- nung benötigt wird. Die Positionierung der Netzentnahmegruppe ist unter Be- rücksichtigung des Anlagenfülldruckes, nie höher als Niveau Erdgeschoss zuge- lassen.

5.3.1 Wärmeübertrager als Übergabepunkt

Der Wärmeübertrager wird für eine minimale Spreizung von 1 K ausgelegt, wo- bei die Leistungsgrenze (Übergabepunkte) die Flansche an der Sekundärseite sind. Vorzugsweise Platten-Wärmeübertrager geschraubt.

5.3.2 Hydraulik und Verteilung

Versorgungssicherheit:

Um eine möglicherweise erforderliche Redundanz sicherzustellen ist mit dem Gewerkeverantwortlichen der UKD abzustimmen, in welchen Kreisläufen 2 Pum- pen (Parallelbetrieb, 1 Pumpe 100 % + 1 Pumpe Redundanz) vorzusehen sind. Um eine erhöhte Effizienz im Teillastbetrieb zu erzielen, ist im Einzelfall der Ein- satz von 3 Pumpen zu prüfen (Parallelbetrieb, 2 Pumpen 50 % + 1 Pumpe Re- dundanz).

Rohrnetz:

Bei geschlossenen Kreisläufen ist schwarzes nahtloses Rohr generell zu verwen- den. Alle Rohrleitungen sind mit einer äußeren Rostschutzbeschichtung geliefert und montiert werden. Die Anforderung an diese muss mindestens einer Be- schichtung für Kälteleitungen nach AGI-Arbeitsblatt Q 151 entsprechen. Bei Rekonstruktionsmaßnahmen im laufenden UKD- Betrieb sollen aus brand- schutztechnischen Gründen keine Arbeiten mit offener Flamme erfolgen. Aus diesem Grund sind im Einzelfall Rohrsysteme mit Pressfittings einzusetzen. Die Verwendung dieser Rohre ist immer mit dem Technikpersonal der UKD abzu- stimmen. Wenn Pressfitting- System, Kontorendichtring verwenden (nicht verpresst, Verbin- dung generell undicht).

Bei der Erstbefüllung der Systeme ist der Zusatz von Inhibitoren zu prüfen. Einsatz von Kälterohrschellen ist zu berücksichtigen. Bei einem Einsatz von Glykol zum Frostschutz, ist dessen Verträglichkeit prüfen (z. B. Dichtringe bei Pressfittingsystemen).

Es gilt generell, einen maximalen Druckverlust von 100 Pa/m in größeren Verteilnetzen nicht zu überschreiten. In kleineren Leitungsteilen sind 300 Pa/m möglich, jedoch mit den technischen Mitarbeitern der UKD abzuklären.

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Pumpen

Der Einsatz von drehzahlgeregelten Pumpen ist vorzugsweise vorzusehen. Auf der Verbraucherseite sind generell drehzahl-geregelte Pumpen einzusetzen (vari- abler Volumenstrom wegen Drosselregelung).

Absperrventile

Wegen des geringeren Druckverlustes sind für Absperrventile vorzugsweise Klap- pen und Kugelhähne zu verwenden. Absperrvorrichtungen sind vor und nach Pumpen, Schmutzfängern, Kaltwassererzeugern, Pufferspeichern und Verbrau- chern vorzusehen. Absperrungen sind dichtschließend auszuführen.

min. PN 10

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Kompensatoren

Zum Einsatz der Körperschallentkopplung bei Kompressionskältemaschinen und Pumpen. min. PN 10

Schmutzfänger

Einsatzort vor der Pumpe Schmutzfänger werden durch eine stetige Differenzdruckmessung überwacht. Das Ergebnis wird an die GLT weitergeleitet. Maschenweite max. 1 mm

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Strangregulierventil

Installation zur Sicherstellung des hydraulischen Abgleichs. Mit Stellungsanzeige und Messnippeln Einsatzort vor der Pumpe Schnittstelle vor GA: stetige Differenzdruckmessung

Vorgeschlagene Fabrikate: KSB, ARI, Danfoss

Thermometer und Manometer

Zusätzlich zu den Temperatur- und Drucküberwachungen die auf die GA auf- geschaltet werden, sind vor Ort vor und nach Pumpen, Filtern / Schmutzfängern, Wärmetauschern, Kältemaschine, Rückkühler Pufferspeicher (nur Temp.) entsprechende Armaturen zu setzen.

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Energie- und Verbrauchsmessung

Wärmemengenzähler sind in Abstimmung mit der Gebäudetechnik der UKD vor- zusehen.

Regelventile

Werden im Leistungsumfang der GA geplant und ausgeschrieben. In KG 434 erfolgt nur der Einbau und Isolierung.

5.3.3 Anforderungen an sonstige Anlagenbauteile und –komponenten

Verbrauchszähler:

Für jede Kältetechnikzentrale sind Zähleinrichtungen für folgende Medien zu installieren:

  • Einspeise-Wasser (in der Regel Trinkwasser kalt) Gegebenenfalls:
  • vollenthärtetes Wasser
  • teilenthärtetes Wasser
  • Wärmemenge (z. Bsp. Absorberanlagen)
  • Erzeugte Kältemengen je nach der Verteilung Gegebenenfalls: -Dampf / Kondensat -Druckluft

Zähler müssen auf die übergeordnete GLT im Kommunikationsprotokoll BACnet / M- BUS aufgeschalten werden.

Die Messung des Kälteverbrauchs erfolgt durch einen Zähler des UKD an der Übergabestation

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5.3.4 Anforderungen an Materialien, Dämmung und Erstellung

Die Materialien aller vom Netzinhaltswasser berührten Anlagenteile müssen für die Qualität des Wärmeträgers und für die maximalen Betriebsbedingungen geeignet sein. Lösbare Verbindungen sind flachdichtend auszuführen. Nicht zugelassen sind: Aluminium asbesthaltige Dichtungen konische Verschraubungen Hanfdichtungen

Befestigungen

Die Halterungen und Befestigungen für die Rohrleitungen sind mit den anderen Gewerken zu koordinieren, d.h. es sollte eine einheitliche Produktpalette zum Einsatz kommen. Für mehrfach genutzte Abhängungen ist der geprüfte statische Nachweis der Be- festigung zu erbringen Befestigungskonstruktionen sind voll verzinkt auszuführen. Zur Aufnahme von Rohrdehnungen sind entsprechende Festpunkte und Dehungskompensatoren bzw. natürliche Richtungsänderungen vorzusehen.

Arbeitssicherheit und Erstausstattung

Für schwer zugängliche Stellen sowie für Anlagenkomponenten, die einer Über- prüfung unterzogen werden müssen, sind begehbare Arbeitspodeste mit Auf- stiegsmöglichkeiten zu errichten. Für schwere Anlagenteile ( Pumpen etc. ) sind entsprechende Hilfskonstruktionen zur Demontage/ Montage vorzusehen.

5.4 Gebäudeautomation

Siehe UKD-Standardkatalog KG 480

Für den Kälteverbund der UKD sind alle relevanten regelungstechnischen Kom- ponenten auf die installierte Master-DDC-KV (Fabr. Sauter) abzustimmen und aufzuschalten.

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Universitätsklinikum Dresden Stand: 03. März 2010 Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

5.5 Abnahmen und Inbetriebnahmen

Beschriftung und Beschilderung

Für die weitere Bearbeitung / Verwaltung der Anlagen ist die SAP- Kennzeich- nung mit den Gewerkeverantwortlichen abzustimmen. Die Kennzeichnungsmo- dalitäten sind in der CAFM- Richtlinie festgehalten bzw. mit dem Gewerkeverantwortlichen des UKD abzustimmen..

Bestandsunterlagen:

Bestandsunterlagen (Revisionsunterlagen) enthalten alle Unterlagen und Anga- ben, die zum Betreiben (Bedienen, Inspizieren, Warten, Instandsetzen, Verbes- sern) notwendig sind. Jeder beteiligte Auftragnehmer hat für seine erbrachten Leistungen die entsprechenden Unterlagen zu liefern. Hierzu gehören ggf. auch die zugehörigen Genehmigungsunterlagen.

Die Bestandsunterlagen sind - nach Gewerken getrennt – in 3-facher Ausferti- gung in Papierform, wobei eine Ausfertigung vor Ort bei der Anlage zu hinterle- gen ist, und zusätzlich 1-fach auf Datenträger (CD) im Format dwg und plt zu übergeben.

Als Ausführungsstandard für die CAD-Pläne gilt die CAFM-Richtlinie des UKD. In der CAFM- Richtlinie sind für die einzelnen Gewerke die Mindestanforderun- gen der zu übergebenen Unterlagen aufgeführt. Zusätzliche Unterlagen nach VDI 6026 können gefordert werden. Insbesondere sind Anlagen- und Funktions- beschreibungen zu übergeben, die erforderlich sind, um Anlagen außer und wieder in Betrieb zu nehmen. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten sind für die Anlagen aktuelle Herstellerlisten mit aktuellen Adressen, Tel.- und Fax- Nummer, Gerätelisten, Ersatzteillisten und Herstellerunterlagen für jedes Bauteil zu übergeben.

Für die Erstellung der Revisionsunterlagen Kältetechnik ist die Checkliste-Revisionsunterlagen (siehe Anhang) zu verwenden.

Abnahme und Übergabe:

SIB als Auftraggeber: Probebetrieb erfolgreich durchgeführt. Abnahme dem SIB, UKD, Fachplaner anzeigen. Abnahme durch SIB im Beisein des UKD. Zur Abnahme müssen die Revisionsunterlagen entsprechend CAFM- Richtline vorliegen. Nach der Abnahme gibt es eine 2- wöchige Frist für die Mängelbeseitigung. Abnahme der Mängel- und Restleistungsbeseitigung. Übergabe der Baumaßnahme vom SIB an das UKD.

UKD als Auftraggeber: Probebetrieb erfolgreich durchgeführt. Abnahme UKD, Fachplaner anzeigen. Abnahme durch das UKD. Zur Abnahme müssen die Revisionsunterlagen entsprechend CAFM- Richtline vorliegen. Nach der Abnahme gibt es eine 2- wöchige Frist für die Mängelbeseitigung. Abnahme der Mängel- und Restleistungsbeseitigung.

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Universitätsklinikum Dresden Stand: 03. März 2010 Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

Teilabnahmen Für alle Leitungssysteme, die zur Abnahme nicht mehr sichtbar bzw. zugängig sind (in Kanälen Schächten, Wandschlitzen, Unterhangdecken, Trockenbauwän- den) hat die Abnahme dieser Systeme vor dem verschließen zu erfolgen.

5.6 Sonstiges

Zu Schalthandlungen oder Eingriffen an der zentralen Kältestation ist nur das UKD berechtigt. Zur Abwendung von Gefahren dürfen die Armaturen auch von Dritten betätigt werden. Bei der vollständigen Absperrung von Anlagenteilen im kalten Zustand ist zu berücksichtigen, dass sich das Wasser in den vom Netz getrennten Anla- genteilen erwärmt und ausdehnt.

Eine leichte Zugänglichkeit von zu wartenden Anlagenkomponenten ist zu ge- währleisten.

Für schwer zugängliche Stellen bei Wartungsarbeiten sind Arbeitspodeste mit Aufstiegsmöglichkeiten zu errichten.

Abschaltungen

Abschaltungen beispielsweise, um Medienanbindungen und /oder Anlagener- weiterungen zu realisieren, sind beim Anlagenverantwortlichen 2 Wochen vorher schriftlich einzureichen. Bereits in der Planungsphase ist es unerlässlich, dass bei Anbindungen jeder Art an die bestehende Gebäudetechnik, die exakten Ressour- cen/Reserven mit dem Anlagen-Betreiber zu klären sind. Die Information von Abschaltungen erfolgt von dem Anlagenverantwortlichen in Abstimmung mit dem Planer an die Nutzer/Gebäudemanager.

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Universitätsklinikum Dresden Stand: 03. März 2010 Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

  1. Netzverteilung

Für Pumpenkaltwassersysteme:

Bei geschlossenen Kreisläufen ist schwarzes nahtloses Rohr generell zu verwen- den. Alle Rohrleitungen sind mit einer äußeren Rostschutzbeschichtung geliefert und montiert werden. Die Anforderung an diese muss mindestens einer Be- schichtung für Kälteleitungen nach AGI-Arbeitsblatt Q 151 entsprechen. Bei Rekonstruktionsmaßnahmen im laufenden UKD- Betrieb sollen aus brand- schutztechnischen Gründen keine Arbeiten mit offener Flamme erfolgen. Aus diesem Grund sind im Einzelfall Rohrsysteme mit Pressfittings einzusetzen. Die Verwendung dieser Rohre ist immer mit dem Technikpersonal der UKD abzu- stimmen. Wenn Pressfitting- System, Kontorendichtring verwenden (nicht verpresst, Verbin- dung generell undicht).

Bei der Erstbefüllung der Systeme ist der Zusatz von Inhibitoren zu prüfen. Einsatz von Kälterohrschellen ist zu berücksichtigen. Bei einem Einsatz von Glykol zum Frostschutz, ist dessen Verträglichkeit prüfen (z. B. Dichtringe bei Pressfittingsystemen).

Es gilt generell, einen maximalen Druckverlust von 100 Pa/m in dem Verteilnetz nicht zu überschreiten.

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Universitätsklinikum Dresden Stand: 03. März 2010 Technische Rahmenbedingungen „Infrastruktur Kälteversorgung“

Fernkälteleitungen:

Die technische Auslegung und die Ausführung wird bestimmt in Abhängigkeit des zu erwartenden Netz-Endausbaus.

Die Trassenführungen außerhalb und innerhalb von Gebäuden einschließlich der Mauerdurchbrüche sind mit allen relevanten und vorhandenen Medien abzu- stimmen.

Die Rohrleitungen mit dem Kälteträgermedium dürfen innerhalb von Gebäuden weder unter Putz verlegt noch einbetoniert bzw. eingemauert werden.

Fernkälteleitungen und Hausanschlussleitungen außerhalb von Gebäuden dür- fen innerhalb eines Schutzstreifens von einem Meter beidseits der Fernkältelei- tung nicht überbaut oder mit tiefwurzelnden Gewächsen überpflanzt werden.

Leitungen im Außenbereich Für alle im Außenbereich des UKD verlegten Leitungen sind eingemessene Lei- tungspläne zu übergeben und in die Bestandsunterlagen zu übernehmen. Sollten bei den erforderlichen Erdarbeiten Leitungen gefunden werden, die nicht bzw. in falscher Lage eingezeichnet sind, müssen diese ebenfalls in den Plan eingetra- gen werden.

Nur zugelassene Verbundrohrsystem sind in frostfreier Verlegetiefe zu installie- ren. Die Berechnung zum Nachweis der Frostfreiheit ist zu Dokumentieren

Leitungsabschnitte mit Glykol oder anderen Grundwassergefährdenden Medien müssen in einem Sicherheitsrohrsystem mit Leckageüberwachung ausgeführt werden. Systemausführung: Sicherheitsrohr als doppelwandige Stahl-Rohrleitungskonstruktion mit Überwa- chungsraum als Teil eines Leckanzeigegerätes.

Hersteller BRUGG Rohrsysteme GmbH Typ: BRUGG-STAMANT®-Sicherheitsrohr

Lecküberwachung (gem. TRbF 502) Überdruck-Leckanzeiger Unterdruck-Leckanzeiger

Montage/Verlegung erfolgt nur durch autorisierte Fachbetriebe nach § 19 l WHG und TRbF 50

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  1. Anlagen:

Lageplan der Liegenschaft (Bestand+Ausblick) Prinzip-Schema Kälteversorgung Muster-Layout Kältezentrale Leistungsübersicht-Lageplan Formular1 [Antrag zur Herstellung/Erweiterung eines Anschlusses an den KV-UKD] Formular2 [Auslegungsdaten für Netzspeisung] Formular3 [Auslegungsdaten für Netzentnahme] Formular4 [Abnahme- und Inbetriebnahme-Protokoll] Informations-Datenblätter-Netz Checkliste Revisionsunterlagen

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung