26FEI88658_3.12-Anlage 3.12 Vorgaben-zur-Anwendung-der-BIM-Methodik-data (gilt nur für GB Personenbahnhöfe).pdf

Erneuerung und Verlängerung von Bahnsteigen in Wannweil und Kirchentellinsfurt

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 25.09.2026, 13:22 (Europe/Berlin)

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Vorgaben zur Anwendung

der BIM-Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG

Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

Aktuelle Änderungen 6

Geltungsbereich 7

Abbildungsverzeichnis 8

Tabellenverzeichnis 9

Anlagenverzeichnis 10

Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content 11

Definitionsverzeichnis 12

1 Überblick 16 1.1 Einleitung 16 1.2 Vorgehensweise 16 1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik 17 1.3.1 BIM-Ziele 17 1.3.2 BIM-Anwendungsfälle 17 1.3.3 Grundvoraussetzungen für die Projektdurchführung 18 1.4 BIM-Modelle 19 1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek 19 1.6 BIM-Projektablauf 19 1.6.1 EinfachBIM:Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung 21 1.7 Datenaustausch und -lieferung 22 1.7.1 Datenlieferung 22 1.7.2 Datenübergabe und -austausch 22 1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch 22 1.8 Projektkommunikationsplattform 23 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten 24 1.10 Sicherung der Modellqualität 24

2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 25 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers 25 2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung 25 2.1.2 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Beraters 25 2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung 26 2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung 31 2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan 33

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2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 33 2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen 34 2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan 34 2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung 34 2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architekten-/ Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung 34 2.4.6 BIM-KickOff 35 2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams 36 2.4.8 Getaktete BIM-Projektbesprechungen 36 2.4.9 Baubesprechungen am Modell 37 2.5 Vergabe von Planungsleistungen 37 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung 37 2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag 38 2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 38 2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 39 2.5.2 Rahmenvertragsabrufe 40 2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen 40 2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag 40 2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen 40 2.6.3 Vermessungsleistungen 41 2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung 41 2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau 41 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag 42 2.7.3 BIM-Bauvertrag 42 2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BauÜ) 42 2.8 Übergabe in den Betrieb 42

3 BIM-Pflichtenheft 43 3.1 Projektinformationsmodell 43 3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers 44 3.2.1 Verantwortlichkeiten des BIM-Koordinators 44 3.2.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Modellerstellers 45 3.3 Modellierungsrichtlinie 45 3.3.1 Level of Geometry (LoG) 46 3.3.2 Level of Information (LoI) 46 3.3.2.1 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM 46 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) 47 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse 47 3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe 48

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3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB Personenbahnhöfe 49 3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen 49 3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 49 3.6 BIM-Modelle 49 3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell 50 3.6.2 Koordinationsmodell 51 3.6.3 Punktwolken 52 3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken 52 3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh 53 3.6.4 3D-Prototyp 53 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme 54 3.6.5.1 Bestandsunterlagen 55 3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke 55 3.6.5.3 Baugrundinformationen 55 3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung 56 3.6.5.5 Umgebungsmodell 56 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) 59 3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) 60 3.6.7.1 Entwurfsplanung 60 3.6.7.2 Genehmigungsplanung 60 3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) 61 3.6.9 As-Built-Modell 62 3.7 BIM-Anwendungsfälle 62 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 62 3.7.2 Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell 65 3.7.3 Baubesprechung am Modell 66 3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute 66 3.7.5 3D-Kollisionsprüfung 67 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung 67 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke 70 3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage 71 3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) 71 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 72 3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung 72 3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen 72 3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen 73 3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) 73 3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe 74

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3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells 74 3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen 75 3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) 75 3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgabenverwaltung (AN) 75 3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) 76 3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) 76 3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) 76 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) 76 3.7.24 As-Built-Kontrolle 77 3.8 Datenaustausch und Datenlieferung 77 3.8.1 Datenlieferungsplan 77 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform 79 3.8.3 Software und Datenaustauschformate 80 3.9 Sicherung Modellqualität 80 3.10 BIM-Lab auf AN-Seite 82

Abkürzungsverzeichnis 83

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Aktuelle Änderungen

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
203.115.05.2024Versionsupdate des Hauptdokuments im Zuge der Änderungen in „Anlage A – Digitale Bauteilbiblio- thek und Baustandards“. Keine inhaltlichen Ände- rungen.I.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

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Geltungsbereich

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digi-
tales Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die-
se Vorgaben als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele und Anwendungsfälle gemäß
dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Die Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ mit den zugehörigen Anlagen sowie die Anlage A – Digitale
Bauteilbibliothek und Baustandards sind Bestandteil des Architekten-/Ingenieurvertrag sowie
im Bauvertrag.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei-
lige Rolle im Projekt zu beachten.
Das Dokument gliedert sich in die Abschnitte „Überblick“, „BIM-Einführung im Projekt“ und
„BIM-Pflichtenheft“ sowie einer Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards
und Georeferenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM Projekten.
Die vorliegenden Vorgaben für die Anwendung der BIM-Methodik – Digitales Planen
und Bauen sind urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen Vorgaben
das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der
Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge-
schäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug) ............................................................ 18 Abbildung 2 Grundvoraussetzungen für die Projektdurchführung ............................................. 19 Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze) .............................................. 20 Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten ................................ 21 Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell ..................................................... 23 Abbildung 6 BIM-Organigramm ................................................................................................ 24 Abbildung 7 BIM-KickOff Tagesordnung ................................................................................... 36 Abbildung 8 Erstellung Vergabekonzept ................................................................................... 38 Abbildung 9 Projektinformationsmodell ..................................................................................... 43 Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA .............................................. 47 Abbildung 11 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte ... 48 Abbildung 12 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf ...... 48 Abbildung 13 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1 .................................................... 50 Abbildung 14: Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell ........................................ 52 Abbildung 15 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation .......................................................... 53 Abbildung 16 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell .......................................................... 55 Abbildung 17 Genehmigungsplan aus Modell erstellt................................................................ 61 Abbildung 18 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast ............................................ 67 Abbildung 19 Arbeitsschritte Mengenermittlung ........................................................................ 73 Abbildung 20 Arbeitsschritte LV-Erstellung ............................................................................... 73 Abbildung 21 PSP-Elementstruktur ........................................................................................... 74 Abbildung 22 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punktwolke) mit der Planung (BIM-Modell)* ... 77 Abbildung 23 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen ..................................................... 80 Abbildung 24 Qualitätssicherungsprozess Planung .................................................................. 81

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Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung ........................................................................ 31 Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Ausführungsplanung und Bauausführung ..................... 33 Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung ................................................................................ 39 Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM ......................................................................................... 46 Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell ......................................................................... 56 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG ......................................................................................................................... 65 Tabelle 7 Datenübergabeformate ............................................................................................. 79

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Anlagenverzeichnis

Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) 85

Anlage 2 Modellierungsrichtlinie 111

Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund 137

Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht 150

Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 164

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Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content

Im Folgenden findet sich eine Übersicht von Dokumenten, die zur Hilfestellung des Auftrag- nehmers zur Umsetzung des im Pflichtenheft beschriebenen SOLLs dient oder allgemeine Hil- festellungen oder Informationen enthalten.

  1. Autodesk® Navisworks® Freedom
  2. Anforderung und Einrichtung BIM-Lab
  3. Leitfaden Starterpaket
  4. Erläuterung zur Eignungsprüfung und Angebotswertung
  5. Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabellenform

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Definitionsverzeichnis

As-Built-Modell Das As-Built-Modell stellt den gebauten Zustand der Anlage nach der Bauausführung dar. Das As-Built-Modell ist ein vollattribuiertes Gesamtmodell, dass den fertiggebauten Zustand enthält und ist das mit der Bauausführung gleichgestellte Gesamtmodell 2. Es ist Grundlage für die Übergabe an den Betreiber. Attribute Attribute sind nicht-geometrische BIM-Objekteigenschaften. Ein Objekt besitzt mehrere Attribu- te, deren Ausprägungen eindeutig definiert sind. Dies stellt eine durchgängige und einheitliche Arbeit mit dem BIM-Modell über den gesamten Lebenszyklus sicher. BIM-Anwendungsfall Durchführung eines spezifischen Prozesses oder eines Arbeitsschritts unter Anwendung der BIM-Methodik. BIM-Berater Der BIM-Berater unterstützt den Auftraggeber (Bauherr) bei der Implementierung der BIM- Methodik im Projekt und stellt die Anwendung sowie Weiterentwicklung sicher. BIM-Content Als BIM-Content bezeichnet man Objekte und Informationen, die so aufbereitet sind, dass sie im Rahmen der BIM-Methodik anwendbar sind. BIM-Einführungsplan Der BIM-Einführungsplan enthält die Maßnahmen zur Implementierung der BIM-Methodik in einem Projekt. In diesem werden die BIM-Ziele, BIM-Anwendungsfälle und die darauf aufbau- enden Prozesse, Verantwortlichkeiten und Werkzeuge beschrieben. BIM-KickOff Der BIM-KickOff ist zu jedem Projektstart durchzuführen. Im BIM-KickOff erfolgt insbesondere die Abstimmung zu Software und Schnittstellen und zum BIM-Projektabwicklungsplan (BAP). BIM-Koordinator Der BIM-Koordinator koordiniert auf Auftragnehmerseite die Einzelplanungen und führt sie im Koordinationsmodell bzw. Gesamtmodell zusammen. BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zu- sammenarbeit im jeweiligen Projekt beschreibt. Er legt die Ziele, die organisatorischen Struktu- ren und die Verantwortlichkeiten fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und defi- niert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten. Der BIM- Projektabwicklungsplan ist Vertragsbestandteil zwischen dem Bauherrn und den Projektteil- nehmern. BIM-Projektbesprechung Eine BIM-Projektbesprechung ist eine regelmäßig durchgeführte Planungsbesprechung, bei der die Projektbeteiligten den Stand der Planung anhand des Koordinationsmodells durchsprechen. Building Information Modeling (BIM) Building Information Modeling (BIM) bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Infor- mationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.

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Common Data Environment (CDE) Siehe Definition Projektkommunikationsplattform (PKP). Datenlieferungsplan Der Datenlieferungsplan beschreibt, in welcher Form welche Ergebnisse wann und wohin über- geben werden. Der Datenlieferungsplan ist Bestandteil des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP). Digitale Bauteilbibliothek Die digitale Bauteilbibliothek enthält die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderlichen Bauteile der Baustandards sowie weitere nicht standar- disierte Bauteile als BIM-Objekte im .rvt und .ifc-Format. Digitales Bauteil Digitale Bauteile sind Abbildungen von physikalischen Bauteilen, aus denen das Bauwerk zu- sammengesetzt ist. Das Bauteil ist ein BIM-Objekt, welches sich durch seine funktionale Einheit abgrenzt. Das Bauteil besitzt Attribute und Parameter. Synonyme: BIM-Objekt, Objekt, Modellelement. EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen ist ein Prozess für Bauprojekte, deren Komple- xität gering ist. Die Planung wird als Einphasenplanung durchgeführt, die auf der effektiven Nut- zung der BIM-Methodik basiert. Damit wird eine kürzere Projektlaufzeit erreicht. Es ist also ein vereinfachter und optimierter Planungsprozess, insbesondere für Bauprojekte in einfachen Ver- hältnissen. Fachmodell Das Fachmodell stellt ein disziplin- bzw. gewerkspezifisches Modell eines einzelnen, projektbe- teiligten Fachgebietes an einem Bauwerk dar und kann aus Teilmodellen bestehen. Das Fach- modell ist die Gesamtheit aller fachspezifischen Bauteile. Gesamtmodell Das Gesamtmodell ist die Zusammenfassung aller Fachmodelle (Teilmodelle) und stellt das gesamte Bauwerk im finalen Stand der Planung innerhalb der Planungsgrenzen dar. Es ist ein digitales Modell, das mittels bauteilorientierter Informationen in Form von Attributen beschrieben wird. Die Gesamtmodelle werden in mehrere Stufen unterschieden. Grundlagenmodell Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen 2D- und 3D-Informationen über den Bestand innerhalb der festgelegten Planungsgrenze. Es ist das Ergebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme und bildet dieses maß- stabsgetreu und lagerichtig ab. Synonym zum Begriff Bestandsmodell, welches bis Version 2.8 der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik verwendet wird. Industry Foundation Classes (IFC) IFC ist ein herstellerunabhängiges, offenes Datenformat, welches zum Austausch von modell- basierten Daten und Informationen in allen Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungspha- sen genutzt werden kann. buildingSMART International entwickelt und etabliert IFC als offenen, internationalen Standard für das Bauwesen. IFC ist unter ISO 16739 als internationaler Standard registriert. Kollaborationssoftware Kollaborationssoftware ist eine Software, welche verschiedene Fachmodelle mit unterschiedli- chen Datenformaten zu einem Gesamtmodell lagerichtig zusammenführen kann.

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Kollisionsprüfung Die Kollisionsprüfung ist ein Verfahren zur Prüfung von räumlichen Überschneidungen von Mo- dellelementen eines oder mehrerer Fachmodelle zur Plausibilitätsprüfung und Vermeidung von Kollisionen. Dies geschieht üblicherweise in Kollaborationssoftwarelösungen. Koordinationsmodell In einem Koordinationsmodell werden während der Planungsphase Fachmodelle einzelner Ge- werke oder ihre Teile zur fachübergreifenden Abstimmung und Koordination unter den Beteilig- ten temporär zusammengesetzt. Dies geschieht üblicherweise in Kollaborationssoftwarelösun- gen. Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy definiert den Genauigkeitsgrad der Bauteile bzw. des Modells. Es wird dabei in die Mess-/Scangenauigkeit und die Modellgenauigkeit unterteilt. Koordinatensystem Personenbahnhöfe Lokales Koordinatensystem für Personenbahnhöfe ist ein einfach zu verwendendes Koordina- tensystem, dass die Vorteile des deutschlandweiten DB_REF Systems mit den Vorteilen eines lokalen Koordinatensystems vereint. Level of Detail (LoD) Siehe “Level of Geometry (LOG)”-Definition Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG) definiert den geometrischen Detailierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungsstandes des Projekts. Synonym zum Begriff Level of Detail (LoD), welcher ab Version 2.8 der Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik verwendet wird. Level of Information (LoI) Der Level of Information (LoI) ist der Grad des Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Mo- dells in Abhängigkeit des Entwicklungstandes des Projekts. Mesh (Punktwolke) Triangulation aus Punktwolkendateien (Erzeugung eines Polygonnetzes aus vermaschten Drei- ecken). Die Dreiecke beschreiben Flächen, auf denen sonst eine Vielzahl von Einzelpunkten der Punktwolke liegen, die zur Beschreibung derselben Fläche dienen. Durch die Verwendung von nur drei Punkten (Dreieck) reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ur- sprünglichen Datenmenge. Parameter Parameter sind geometrische BIM-Objekteigenschaften. Diese sind numerische Variablen, die die Geometrie des Objektes beschrieben und steuern, z.B. Höhe, Breite, Fläche eines Objek- tes. Punktwolke Eine Punktwolke ist die Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum beschreibt. Dabei können die Punkte neben ihren Koordinaten (X, Y, Z) auch weitere Informationen, wie z.B. Intensitäts- oder Farbwerte enthalten. Die Erfassung erfolgt durch Aufnahmeverfahren wie Laserscanning oder Photogrammetrie. Projektdatenmanager Der Projektdatenmanager unterstützt den AG (Bauherr) während der Projektdurchführung in der Nutzung der Projektkommunikationsplattform.

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Projektinformationsmodell Das Projektinformationsmodell enthält alle im Projekt vorliegenden Informationen und deren Verknüpfungen. Das Projektinformationsmodell wird über die Projektlaufzeit weiterentwickelt. Projektkommunikationsplattform Die Projektkommunikationsplattform ist eine webbasierte Datenumgebung, die eine unterneh- mensübergreifende Zusammenarbeit sowie den digitalen Austausch von Dokumenten, Plänen und BIM-Modellen in Projekten ermöglicht. Sub-Fachmodell Ein Sub-Fachmodell ist Teil eines nach inhaltlichen Gesichtspunkten geteilten Fachmodells. Ein Sub-Fachmodell enthält nur Bauteile oder Objekte einer bestimmten Art oder Kategorie. Ein Fachmodell kann sich aus mehreren Sub-Fachmodellen zusammensetzen. Teilmodell Ein Teilmodell ist ein Teil eines nach projektspezifischen Gesichtspunkten geometrisch bzw. räumlich geteilten Fach- und/oder Gesamtmodells. Gründe für die Teilung können z.B. eine räumliche oder zeitliche Trennung von Projektabschnitten oder die Begrenzung der Dateigröße des Modells sein. Umgebungsmodell Das Umgebungsmodell ist ein Fachmodell und beinhaltet die Umgebungsdaten des Projektge- bietes, z.B. ein digitales Geländemodell, Flurstücksdaten, digitale Orthophotos (DOP), Informa- tionen aus der Bauleitplanung, Daten zum Umweltschutz, usw. Visualisierung Die Visualisierung ist eine bildliche Darstellung eines geplanten Bauwerks oder einer städtebau- lichen Situation. Die Visualisierung vereinfacht die Kommunikation und Entscheidungsfindung in einem Bauprojekt. 3D-Planung Eine 3D-Planung ist die Darstellung physischer Objekte in drei Dimensionen, erstellt in einem CAD- bzw. GIS-System. 3D-Modell Ein 3D-Modell ist aus Bauteilen und weiteren Modellelementen zusammengesetzt. Die Attribu- ierung ist abhängig von den definierten BIM-Anwendungsfällen. Es bildet die Grundlage der BIM-Planung. Bei Attribuierung mit Zeit und Kosten wird von 4D bzw. 5D-Modellen gesprochen. Damit kann neben der Bauablaufsimulation auch der Kostenverlauf simuliert werden (5D = 3D + Zeit + Kosten). 3D-Prototyp Der 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D- Modell visualisiert und nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Bestandsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Der 3D- Prototyp ersetzt das Variantenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Auf- gabenstellung bzw. der Planungsaufgabe. Es handelt sich um ein digitales Modell, das ohne bauteilorientierte Informationen in Form von Attributen als Voraussetzung zur Umsetzung einer Einphasenplanung erstellt wird. 4D-Modell ist eine Bezeichnung für ein BIM-Modell, bei dem Modellelemente den Vorgängen eines Ter- minplanes zugeordnet werden. Hierdurch kann der zeitliche Verlauf der Erstellung eines Bau- werks simuliert werden. Planung und Steuerung von Bauablaufplänen können damit besser kontrolliert/optimiert werden (4D = 3D + Zeit).

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1 Überblick

1.1 Einleitung Mit der Einführung der Methode des Building Information Modeling (BIM) ergeben sich umfang- reiche Verbesserungen in der Qualität und Effizienz im Planungs- und Bauprozess bis zur Übergabe von digitalen Informationen in den Betrieb. Der strategische Ansatz der BIM-Methodik „Erst digital, dann real bauen“ verfolgt das Ziel, dass so gebaut wird, wie geplant und wie ausgeschrieben wurde. Baunachträge aufgrund geänderter Leistungen entfallen. Die Kommunikation der Projektbeteiligten im Hinblick auf das Erreichen des gemeinsamen Projektziels wird durch das gemeinsame Arbeiten am Modell maßgeblich verbessert. Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen gewerkespezifische 3D-Fachmodelle, die aus digitalen Bauteilen bestehen und den jeweiligen Planungsstand abbilden. Die Bauteile sind attribuiert und damit mit weiteren wichtigen Informationen versehen bzw. verknüpft. Die Fachmodelle werden in der Planung regelmäßig (mindestens alle 4 Wochen) in einem Koordinationsmodell zur Abstimmung der Planungen zusammengeführt. Für nahezu alle Elemente der Verkehrsstation liegen Baustandards mit Regeldetails und Stan- dardleistungsverzeichnissen und eine digitale Bauteilbibliothek vor. Die Anwendung der BIM-Methodik ist seit 01.01.2017 für alle neuen Projekte verbindlich vorge- schrieben. Die präqualifizierten Planer wurden hierüber Anfang August 2015 und 2016 durch ein Informationsschreiben des Konzerneinkaufes und Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG informiert.

1.2 Vorgehensweise Um die BIM–Methodik in den Projekten erfolgreich einzusetzen, ist eine bestimmte Herange- hensweise, insbesondere in der Startphase des Projekts, erforderlich. Die nachfolgenden Punkte sind zwingend durch die Projektleitung zu beachten und werden in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, insbesondere im Kapitel 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung weiter detailliert.  Binden eines vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifizier- ten BIM-Beraters  BIM-Einführungsplan schrittweise mit dem BIM-Berater bearbeiten  Vertrags- und Leistungsplanung zur Identifizierung und Zusammenfassung der für das Projekt erforderlichen Planungs- und Bauleistungen  Beauftragung des StarterPakets für Bestandsunterlagen  Berücksichtigung der längeren Zeitdauer für die Grundlagenermittlung  Beauftragung aller für das Projekt erforderlichen Gewerke von Projektstart an; gebündelt an einen Hauptauftragnehmer Planung/Bauausführung mit BIM- Leistungsbeschreibungen bzw. BIM-Standardleistungstexten (Baustandard Bauhilfsleis- tungen)  Beauftragung der Lph 1-4 sowie optional Lph 5-7 der Objektplanung und der für die Pro- jektphasen erforderlichen Lph der Ausrüstungsgewerke gem. Leistungs- und Vertrags- planung  BIM-KickOff nach vertraglicher Bindung des AN zur weiteren Abstimmung des BIM- Projektabwicklungsplans  ausführliche Bestandsaufnahme inkl. Leitungserkundung, planungsbegleitende Vermes- sung und Erstellung Grundlagenmodell

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 1 Überblick 16

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 intensive Abstimmung zwischen Planer und Vermesser in Bezug auf den Detaillierungs- grad des Grundlagenmodells  Durchführung von getakteten BIM-Projektbesprechungen mit allen Projektbeteiligten mindestens alle 4 Wochen über die Projektlaufzeit anhand des hierfür vom AN erstellten Koordinationsmodells bzw. Baubesprechung am Modell  durch getaktete Zusammenführung und somit planungsbegleitende Qualitätsprüfung der Planungsstände in den getakteten BIM-Projektbesprechungen mit allen Projektbeteilig- ten (z.B. TBQ, Fachspezialisten, BVB) entfällt die Planungsverteidigung  Beauftragung des Auftragnehmers Bau (AN-Bau) erfolgt anhand des BIM-Modells

1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik Erster Schritt der Einführung der BIM-Methodik in Projekten ist die projektspezifische Festle- gung der zu erreichenden Ziele und der sich daraus ergebenden Anwendungsfälle. Die Analyse laufender und abgeschlossener konventioneller Projekte zeigt derzeit folgende Verbesserungspotentiale:  Nachtragsquoten im Bau von 15 – 30 %  nicht ausführbare Planung aufgrund unzureichender Erfassung des Bestandes  vergessene oder zu spät beauftragte Planungsleistungen  Kollisionen der Gewerke in der Planung  schleppende Übergabe von Daten und Dokumenten in den Betrieb Daraus wurden nachfolgende BIM-Ziele für die Anwendung der BIM-Methodik abgeleitet und BIM-Anwendungsfälle für Standardprojekte verbindlich festgelegt. Für Projekte höherer Komplexität sind die Ziele und Anwendungsfälle zu überprüfen und nach Erfordernis zu erweitern.

1.3.1 BIM-Ziele Die Ziele für Projekte mit kleiner und mittlerer Komplexität lauten wie folgt:  Erreichen von Kostensicherheit vor Ausschreibung der Bauleistung  Erhöhung der Planungsqualität und Anwendung der Baustandards  Digitale Übergabe definierter Daten in Betrieb und Instandhaltung  Unterstützung der Öffentlichkeitsbeteiligung In EinfachBIM-Projekten wird die Projektlaufzeit verkürzt. Die Ziele sind für Großprojekte zu überprüfen und spezifisch zu erweitern.

1.3.2 BIM-Anwendungsfälle Ein BIM-Anwendungsfall ersetzt konventionelle Prozessschritte, die durch die Anwendung der BIM-Methodik verändert werden. Die für das jeweilige Projekt formulierten BIM-Anwendungsfälle können den erforderlichen In- formationsgehalt und die Informationstiefe des BIM-Modells beeinflussen. Es ist daher wesentlich, die für das Projekt bzw. die Projektart erforderlichen Anwendungsfälle rechtzeitig zu spezifizieren. Nicht in jedem Projekt sind alle möglichen Anwendungsfälle erfor- derlich, um die in den BIM-Zielen formulierten Verbesserungen zu erreichen. Die aus Sicht des Auftraggebers geforderten Anwendungsfälle legt die Projektleitung in Ab- stimmung mit dem BIM-Berater vor der Ausschreibung der Planungs- und Bauleistung fest.

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Die festgelegten BIM-Anwendungsfälle je Projektart können dem „BIM-Pflichtenheft“ gem. 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB Infra- GO AG entnommen werden.

Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug)

1.3.3 Grundvoraussetzungen für die Projektdurchführung Für die Projetdurchführung ist die Nutzung einer für alle Projektbeteiligten zugänglichen ge- meinsamen Datenplattform, zur Bereitstellung des Planungsstandes, der projektbegleitenden Dokumentation und Datenaustausch im Projekt grundsätzliche Voraussetzung. Darüber hinaus sind die nachfolgenden BIM-Anwendungsfälle zwingende Grundvoraussetzung für die Projekt- durchführung.  3D-Bestandserfassung mittels Punktwolke, Leitungserkundung, Bestandsinformationen der Fachgewerke  3D-Modellierung: Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert  Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell: paralleles getaktetes Arbeiten aller Pro- jektbeteiligten am Modell und Abgleich des Planungsstandes im Takt  3D-Kollisionsprüfung: Zusammenführen der Planungsstände der BIM-Fachmodelle im Takt zur systematischen Konfliktbehebung Mit der konsequenten Umsetzung dieser Anwendungsfälle entfallen die wesentlichen Nach- tragsgründe in der Bauphase.

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Abbildung 2 Grundvoraussetzungen für die Projektdurchführung

1.4 BIM-Modelle Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen bauteilorientierte 3D-Modelle, in denen die für die Pro- jektdurchführung erforderlichen Informationen bereitgehalten werden. Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle wird durch den geometrischen Detaillierungsgrad (Le- vel of Geometry) und Informationsgehalt (Level of Information) der Bauteile bzw. BIM-Modelle bestimmt. Dieser ist vom AN immer so zu wählen, dass die Planungs- bzw. Bauaufgabe und die BIM-Anwendungsfälle erfüllt werden können sowie die Mindestanforderungen des AG eingehal- ten werden. Der Detaillierungsgrad hängt demnach von Planungsart, Projektphase und der konkreten Planungs- bzw. Bauaufgabe sowie den beauftragten BIM-Anwendungsfällen ab. Die Mindestanforderungen an BIM-Modelle sind im Kap 3 - BIM-Pflichtenheft (3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse, 3.6 BIM-Modelle) sowie der Anlage 2 Modellierungs- richtlinie festgelegt.

1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und zuge- hörigen Bauelemente mit Anwenderfreigabe Personenbahnhöfe anzuwenden. Für nahezu alle Baustandards, die für DB Personenbahnhöfe zur Anwendung kommen, existieren entsprechen- de Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek, die für die Erstellung von BIM-Modellen verwendet werden sollen. Eine ausführungsreife Planung liegt grundsätzlich vor, wenn standardisierte Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek und die dazugehörigen Regelzeichnungen der Baustandards ver- wendet werden. Sämtliche Unterlagen stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK im Bereich Baustandards bzw. BIM-Content zur Verfügung (im Internet frei zugänglich).

1.6 BIM-Projektablauf Der BIM-Projektablauf beschreibt den Einsatz der BIM-Methodik vom Projektstart bis hin zur Übergabe des As-Built-Modells in den Betrieb.

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Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze)

Mit Start eines Projekts werden sowohl die Vermessungs- als auch die Planungsleistungen der Objektplanung und der erforderlichen Ausrüstungsgewerke als Leistung eines Hauptauftrag- nehmers Planung von Lph 1 bis 4 gem. Leistungs- und Vertragsplanung (und Lph 5-7 optional) eingekauft. Im Ergebnis der planungsbegleitenden Vermessung wird ein Grundlagenmodell erstellt ( ).

Der Planer nutzt das Grundlagenmodell als Planungsaufsatz, als Grundlage für die Berechnung ① von Abbruchmengen und für die Erstellung von Genehmigungsplänen. Die Variantenentscheidung bzgl. Trassierung, Lage von Bahnsteigen, Zuwegungen, Konstrukti- onsart von Ingenieurbauwerken etc. wird auf der Grundlage der Variantenentscheidungsmatrix und eines grob detaillierten BIM-Modells ( ) getroffen. Das in ein Umgebungsmodell eingebet- tete BIM-Modell dient der Abstimmung der Variante mit der Öffentlichkeit und den TÖB. Unter- stützt wird diese Abstimmung erforderliche②nfalls mit einer realitätsnahen Visualisierung. Bei Variantenentscheidungen für Bauwerke außerhalb des Baustandards ist, sofern erforder- lich, ein detailliertes BIM-Modell zu erstellen. Das Gesamtmodell wird durch die Planer erstellt bzw. weitergeführt ( und ) und ist u.a. Grundlage zur modellbasierten Mengenberechnung und LV-Erstellung, z.B. mittels iTWO® 5D. Der Hauptauftragnehmer, i.d.R. der BIM-Koordinator, führt dabei die ein③zelnen ④Fachplanungen zusammen. Die Fachplaner liefern hierfür Fachmodelle und weitere Informationen. Die Projektbeteiligten stimmen den jeweils aktuellen Planungsstand bis zur Fertigstellung der Planung grundsätzlich in den getakteten BIM-Projektbesprechungen (mindestens alle 4 Wo- chen) am Koordinationsmodell ab. Das Koordinationsmodell sowie weitere relevante Arbeits- stände werden auf der gemeinsamen Datenplattform, der Projektkommunikationsplattform, zu- gänglich für alle Projektbeteiligten durch den AN bereitgestellt wird. Ggf. weitere erforderliche Pläne, z.B. für die Genehmigungsplanung, werden aus dem Modell abgeleitet.

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Die BIM-Modelle sowie weitere damit zusammenhängenden Daten, die für Angebotslegung und Leistungserfüllung des AN Bau erforderlich sind, werden dem AN Bau bereits mit der Aus- schreibung in einem offenen Format und zusätzlich im nativen Format übergeben. Das BIM- Modell wird für Abstimmungen innerhalb der Baubesprechung zur Visualisierung und Abstim- mung der Bauaufgabe genutzt. Mit abgeschlossener Bauausführung übergibt der AN Bau dem Auftraggeber ein As-Built-Modell, in dem die baulichen Anpassungen des BIM-Modells einge- pflegt sowie den Bauteilen weitere Informationen gemäß des LoI zugeordnet wurden ( ).

Nach Erhalt des As-Built-Modells wird dieses in den Betrieb übergeben ( ) ⑤ ! Der AG hat die Möglichkeit, sich mit Autodesk® Navisworks® Freedom einen eigenen Über- ⑥ blick über den aktuellen Planungsstand sowie Qualität der Planung des jeweiligen BIM-Modells zu verschaffen.

1.6.1 EinfachBIM:Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ein vereinfachter Planungsablauf (EinfachBIM- Bauen in einfachen Ver- hältnissen) durch Erstellung eines 3D-Prototyps und anschließender Einphasenplanung verfolgt werden. Die Entscheidung hierzu trifft in der Regel der Bauherr.

Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten

Direkt nach Planungsstart wird die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D-Modell (3D-Prototyp) visualisiert, der nur die zwingend erforderlichen Bestandsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Dieser 3D- Prototyp wird in der ersten getakteten BIM-Projektbesprechung mit allen wesentlichen Stake- holdern abgestimmt und iterativ verändert, so dass das zu planende Bausoll bereits kurz nach Planungsstart festgelegt wird. Anhand des bestätigten 3D-Prototyps wird die Grundlagenermitt- lung und die weitere Planung durchgeführt. Sofern sich hieraus keine wesentlichen Änderungen ergeben, kann direkt aus dem 3D-Prototyp in einer Einphasenplanung das Gesamtmodell Stufe

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2, als Grundlage für die Ausschreibung der Bauleistung, erstellt werden. Der weitere Projektab- lauf entspricht dem regulären BIM-Projektablauf gem. 1.6 BIM-Projektablauf. Im 3D-Prototyp werden einfache Punktwolken, Trassendaten (.mdb,.tra/.gra oder .dwg des IVL- Plans) und Flimas-Pläne zur Visualisierung der Umgebung genutzt. Der 3D-Prototyp entspricht den Mindestvorgaben eines Variantenentscheidungsmodells, muss jedoch nicht attribuiert wer- den.

1.7 Datenaustausch und -lieferung

1.7.1 Datenlieferung Die Datenlieferung des AN richtet sich nach den geltenden Dokumentationsvorgaben der Ril 813.0104. Art und Umfang der Datenlieferung ist abhängig von der Projektart, - phase und be- auftragten Leistung und somit projektspezifisch aus den Dokumentationsvorgaben abzuleiten und festzulegen. Der Datenlieferungsplan definiert die BIM-spezifische Datenlieferung sowie in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt diese zu liefern sind. BIM-Modelle sowie weitere Liefergegenstände werden grundsätzlich im offenen als auch im nativen Format an den AG übergeben. Die Übergabe im offenen Format (IFC-Format für BIM- Modelle) stellt sicher, dass die Daten (BIM-Modelle) unabhängig von der jeweiligen Auto- rensoftware visualisiert werden können. Durch die Übergabe der nativen Formate wird die Wei- terverwendung der Daten im gesamten Lebenszyklus sichergestellt, so dass für die Fortschrei- bung auf bestehende Daten aufgebaut werden kann. Die Nutzungsrechte des AG für diese Daten sind im Vertrag geregelt und sichergestellt. Die Vorgaben des Datenlieferungsplans gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan sind in Bezug auf die Datenlieferung durch den AN zu berücksichtigen und projektspezifisch im BIM- Projektabwicklungsplan zu dokumentieren.

1.7.2 Datenübergabe und -austausch Für die Datenübergabe wird die vom Auftraggeber bereitgestellte gemeinsame Datenplattform, die Projektkommunikationsplattform, verwendet. Auf der Plattform werden Arbeitsstände und - Ergebnisse (BIM-Modelle, Pläne, Gutachten etc.) digital unter den Projektbeteiligten ausge- tauscht sowie die Projektdokumentation sukzessive und projektbegleitend an den AG überge- ben. (siehe 1.8 Projektkommunikationsplattform und 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Pro- jektkommunikationsplattform). Die Projektkommunikationsplattform erfüllt die DB IT-Richtlinien inkl. der geltenden IT- Sicherheits- und Datenschutzvorgaben.

1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch Bei der Nutzung einer umfangreichen Softwarelandschaft von unterschiedlichen Beteiligten müssen die Anforderungen an den Datenaustausch fest definiert werden, um einen reibungslo- sen Projektablauf zu gewährleisten. Für die Planungsleistung eines Fachplaners (BIM-Modellersteller) ergeben sich hohe Effizienz- gewinne, wenn dieser die für seine Planungsleistungen erforderlichen Informationen, z.B. Geo- metrien, von einem anderen Fachplaner (BIM-Modellersteller) erhält. Erhält z.B. ein Tragwerks- planer ein Modell von einem Objektplaner, dass bereits den Anforderungen eines FEM- Programms genügt, so erspart er sich den Aufbau eines eigenen kompletten Modells. Für den Datenaustausch der Planungsbeteiligten sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Welche Informationen benötigt der jeweilige Fachplaner zur Umsetzung seiner Pla- nungsaufgabe?
  2. Welche Möglichkeiten eröffnet die eingesetzte Planungssoftware, um diese Informatio- nen auszutauschen?

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Die nachfolgende Abbildung zeigt mögliche Informationsflüsse zwischen den Planungsbeteilig- ten.

Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell Diese Informationsflüsse sind im Rahmen der Erarbeitung des BIM-Projektabwicklungsplans durch die Auftragnehmer im Rahmen seines Auftrags zu ermitteln und abzustimmen.

1.8 Projektkommunikationsplattform Die am 01.07.2017 vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG eingeführte Projektkommunikationsplattform (PKP) ist die Kommunikationsdrehscheibe für alle Projektbetei- ligten. Diese haben web-basierten Zugriff auf alle technischen Dokumente, Daten sowie die BIM-Modelle. Wesentliche Ziele der Projektkommunikationsplattform sind:

  1. Sicherstellung der Projektdokumentation gem. EIU-Ablagestruktur mit digitaler Übergabe in den Betrieb/Archiv
  2. Projektkommunikation unter den Projektbeteiligten (Datenaustausch) Durch die Nutzung der Projektkommunikationsplattform wird eine effiziente und zielgerechte Umsetzung des Projektes erreicht, Projektinformationen werden schneller und ortsunabhän- gig zwischen allen Projektbeteiligten ausgetauscht und die Projektdokumentation wird projekt- begleitend entsprechend den Vorgaben erstellt. Es sind die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform zu be- achten.

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1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten

Abbildung 6 BIM-Organigramm

Die Darstellung zeigt ein Organigramm, das für Projekte kleiner und mittlerer Komplexität zur Anwendung kommt. Die Erstellung des BIM-Modells liegt bei einem Hauptauftragnehmer Pla- nung bzw. Bauausführung, i.d.R. der Objektplaner bzw. Bau AN. Der Hauptauftragnehmer Pla- nung/Bauausführung übernimmt die Rolle des BIM-Koordinators auf Seiten des AN und damit die Zusammenführung der Fachplanungen. Die Rollen und Verantwortlichkeiten werden in den nachfolgenden Kapiteln für den Auftragge- ber (siehe 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers) und Auftragnehmer (sie- he 3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers) beschrieben.

1.10 Sicherung der Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Baustandards Personenbahnhöfe und Digitalen Bauteil- bibliothek. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen:  korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell  Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente)  inhaltliche Richtigkeit der Daten Dies ist vom AN anhand definierter Kriterien durch einen Qualitätssicherungsbericht nachzu- weisen und wird bauherrenseitig stichprobenartig geprüft (siehe 3.9 Sicherung Modellqualität und Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht).

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2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung

Das Kapitel beinhaltet alle notwendigen Informationen zur Durchführung eines Projekts aus Sicht des Auftraggebers (AG). Hier werden Rollen und Verantwortlichkeiten des AG, Vergabe und Leistungsplanung, Verträge, Leistungsbeschreibungen sowie der BIM-Einführungsplan zur Implementierung der BIM-Methodik in Projekten des Planens und Baunes erläutert.

2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers Nachfolgend werden die Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auftraggebers in Bezug auf die BIM-spezifischen Anforderungen dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten.

2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung Die Projektleitung hat gemäß Symbio-Prozess LP05-06-01 sowie Praxishandbuch Bauma- nagement seit dem 01.01.2017 alle Projekte als BIM-Projekte durchzuführen und gemäß Ein- führungsschreiben vom 26.06.2017 die Projektkommunikationsplattform zu nutzen. Weitere Details für die Ausschreibung und Durchführung von Bauleistungen mit BIM-Methodik sind im Informationsschreiben des Baumanagements und Einkaufs vom 11.04.2023 enthalten. Zur Umsetzung dieser Weisungen bindet der Projektleiter vor Ausschreibung von Planungs- und Bauleistungen einen vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifi- zierten BIM-Berater und bearbeitet mit diesem den BIM-Einführungsplan. Die wesentlichen Aufgaben der Projektleitung zur Umsetzung der BIM-Methodik im Projekt sind:  Beauftragung des StarterPakets  Beantragung des Projektraums in der Projektkommunikationsplattform inkl. Anmeldung der Projektbeteiligten und fortlaufender Aktualisierung  Ergänzen der BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle  Erstellung der Leistungs- und Vertragsplanung inkl. Vergabekonzept (siehe 2.5.1.1 Leis- tungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag bzw. 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag)  Erstellung BIM-spezifischer Vertragstermine  Bewertung von Angeboten unter Verwendung der zentral vorgegebe- nen Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien  Getaktete Einladung zu Getaktete BIM-Projektbesprechungen inkl. BIM-KickOff

2.1.2 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Beraters Der zertifizierte BIM-Berater des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG schafft durch die konsequente Umsetzung des BIM-Einführungsplans vor Ausschreibung der Planung oder Bauleistungen gemeinsam mit dem Projektleiter die Grundlagen für das BIM-Projekt. Er führt projektspezifische Weiterbildungen durch und unterstützt den AG bei der Einrichtung von BIM-Anwendungen. In Projekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG werden ausschließ- lich von der DB InfraGO AG - GB Personenbahnhöfe- zertifizierte BIM Berater eingesetzt. Für das Zertifikat ist das Bestehen einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie eine jährliche Rezertifizierung erforderlich. Im Projekt stellt der BIM-Berater sicher, dass die BIM-Standards eingehalten werden. Die Nut- zung der Projektkommunikationsplattform ist für den BIM-Berater verpflichtend. Die wesentli- chen Aufgaben sind:

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Projektvorbereitung Durcharbeiten des BIM-Einführungsplans mit der Projektleitung des AG  Durchführung der BIM-Projektstartbesprechung auf AG-Seite  Ergänzung projektspezifischer BIM-Ziele  Ergänzung projektspezifischer BIM-Anwendungsfälle  Sicherstellung der Erstellung der Leistungs- und Vertragspla- nung des AG  Sicherstellung eines BIM-spezifischen Terminplans und der Ausführungsfristen für den Planungsvertrag  Mitwirkung bei der Erstellung der Leistungsbeschreibung Vermessung inkl. BIM  projektspezifische Anpassung der BIM- Leistungsbeschreibungen, Verträge und Ausschreibungsunter- lagen  Mitwirkung bei der Durchführung des vorgeschalteten Teilnah- mewettbewerbs  Angebotsbewertung unter Verwendung der zentral vorgegebe- nen Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien  Prüfung und Bewertung des BIM-Projektabwicklungsplans
Projektdurchführung proaktives Vorgehen zur Durchführung und Vorbereitung des BIM-KickOffs, der getakteten BIM-Projektbesprechungen und Baubesprechungen am Modell und Teilnahme an diesen  Mitwirkung bei der Abstimmung und Überwachung der Anwen- dung des BIM-Projektabwicklungsplans  Mitwirkung bei der Abnahme der BIM-Leistungen des AN  Modellprüfung gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM- Methodik inkl. Erstellung eines Qualitätssicherungsberichtes

2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung Zur Einführung der BIM-Methodik in das konkrete Projekt ist grundsätzlich nachfolgender BIM- Einführungsplan (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM- Berater zu bearbeiten. Der BIM-Einführungsplanung für die Planung bezieht sich auf die Lph 1- 7. Vor Beauftragung des Hauptauftragnehmers mit der Option Lph 5-7 des Planungsvertrags muss der BIM-Einführungsplan erneut durchgearbeitet sowie die BIM-Ziele und BIM- Anwendungsfälle überprüft und erforderlichenfalls angepasst werden. Für Projekte kleiner und mittlerer Komplexität sind viele Punkte bereits standardisiert in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik vorgegeben bzw. in dem Planungs- und Bauver- trag oder den Leistungsbeschreibungen enthalten. Die übrigen Punkte sind durch die Projektlei- tung zu erarbeiten.

Po s.MaßnahmeVerant- wortlich- keitSpätester TerminProjektspezifikaSta- tusSach-
stand
im
Pro-
jekt
01Bindung BIM- Berater 2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM- Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AGProjektlei- tungzu Projekt- start, spätes- tens vor Leistungs- planungAbstimmung mit I.IPM 4noch zu erle- digen

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02BIM- Projektstartbespre- chung 2.4.4 BIM- Projektstartbespre- chungProjektlei- tungvor Festle- gung des Leistungs- umfanges der Pla- nungsleis- tungenAbstimmung mit Bahnhofsmanage- ment, ggf. Kommu- ne, Finanzierer, Land, Aufgabenträ- ger etc.noch zu erle- digen
03Erstellung der Leis- tungs- und Ver- tragsplanung sowie des Vergabekonzep- tes 2.5.1 Vergabekon- zept Architekten- /Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer PlanungProjektlei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
04Festlegen der BIM- Ziele 1.3.1 BIM-Ziele 2.1 BIM-Ziele (BAP)Projektlei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- haltenver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
05Festlegen der An- wendungsfälle 3.7 BIM- Anwendungsfälle 2.2 BIM- Anwendungsfälle (BAP)Projektlei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- haltenver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
06Erstellung "BIM- Pflichtenheft" (pla- nungsbezogen, baubezogen, betrei- berbezogen), Ko- operation 3 BIM-PflichtenheftProjektlei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den BIM-Vorgaben enthalten (Hinweis: für Hochbau sind noch nicht alle LOIs mit der Instandhal- tung abgestimmt)ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
07Beantragung des Projektraumes und Anmeldung der Pro- jektbeteiligten (Pro- jektkommunikati- onsplattform) Anlage 17 1.8 Projektkommu- nikationsplattform 3.8.2 Datenaus- tausch und - lieferung – Projekt- kommunikations- plattformProjektlei- tungzu Projekt- start, spätes- tens vor Leistungs- planungDie Projektkommu- nikationsplattform ist verbindlich an- zuwenden.noch zu erle- digen

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08Beauftragung StarterPaket (Grundlagenermitt- lung aus Archiven) 2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterla- genProjektlei- tungzu Projekt- startUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu erle- digen
09Durchführung eines Teilnahmewettbe- werbs mit zentral vorgegebener Be- wertungsmatrix bzw. BIM- Zuschlagkriterien 2.5.1.3 Vergabepla- nung Architekten- /IngenieurvertragProjektlei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
10Erstellung ange- passter Leistungs- beschreibungen und Verträge mit Inhal- ten zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. projektspezifi- sche Anpassung sowie BAP 2.6 Leistungsbe- schreibungen und Vertrag für Architek- ten- und Ingenieur- leistungenProjektlei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM-Berater für Projekte der VST, ING-Bauten im e-VergabeTool des Einkaufes ent- halten; für andere Projekte sind die LB oder Rahmen- vertragsabrufe mit dem BIM-Berater/ I.IPM 4 abzustim- menver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
11Erstellung von BIM- spezifischen Ver- tragsterminen (Hinweis: Berück- sichtigung einer um- fassenden Bestand- serfassung bei gleichbleibendem Gesamtplanungs- zeitraum bis zur GP) 2.4.5 BIM- spezifische Ver- tragstermine - Aus- reichende Ausfüh- rungsfristen im Ar- chitekten-/ Ingeni- eurvertrag für die Grundlagenermitt- lung Link zur Anlage auf der Informations- plattform BIM- Musterablaufplan Lph 1 für einfache Verhältnisse und imProjektlei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen

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Sharepoint Bauma- nagement
12Bewertung der An- gebote unter Ver- wendung der zentral vorgegebenen Be- wertungsmatrix bzw. BIM- ZuschlagkriterienProjektlei- tungvor Vergabe Planungs- leistungenAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
13Festlegung zur Nut- zung von MS Teams zur Durchführung von virtuellen Be- sprechungen bzw. eines technisch ausgestatteten BIM- Labs während der Projektlaufzeit 2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS- Teams 2.4.8 Getaktete BIM- Projektbesprechun- genProjektlei- tungunmittelbar nach Auf- tragsvergabe und vor Grundla- genermitt- lungUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu erle- digen
14Durchführung BIM- KickOff 2.4.6 BIM-KickOffProjektlei- tungunmittelbar nach Auf- tragsvergabe und vor Grundla- genermitt- lungUnterstützung durch BIM-Berater und Projektdaten- managernoch zu erle- digen
15Fortschreibung des BIM- Projektabwicklungs- plans (BAP) und Abstimmung mit dem AG Anlage 16ANunmittelbar nach Auf- tragsvergabe und vor Grundla- genermitt- lungUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu erle- digen
16Festlegung einer projektspezifischen IT-Struktur des AG und der projektspe- zifischen Einrich- tung, Zugangs- und Rechtemanagementderzeit Nutzung von iTWO und für den Ge- schäftsbereich Personenbahnhöfe der DB Infra- GO AG Projektkommunikationsplattform (PKP) vorgegebenErle- digt
17Festlegung der AN- seitigen IT-Struktur (Softwareaustausch- formate und Schnitt- stellen) 3.8 Datenaustausch und DatenlieferungAuftrag- nehmerab Pla- nungsbeginnim BIM- Projektabwick- lungsplan (BAP)noch zu erle- digen
18Definition der pro- jektspezifischen Anforderungen an das Grundlagenmo- dellAuftrag- nehmernach Pla- nungsstartHauptauftragneh- mer Planung, i.d.R. Objektplaner in Abstimmung mit Vermesser undnoch zu erle- digen

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(Inhalt, Detaillie- rungsgrad, Attribu- te/Daten, Schnitt- stellen zur Umge- bung)Projektleiter
19Sicherstellen der Rechte an BIM- Modellenin den zentral erstellten Dokumenten berücksichtigt
20getaktete Einladung zu BIM- Projektbesprechun- gen über den Leis- tungszeitraumProjektlei- tungnach Pla- nungsstartTaktung: mindes- tens alle 4 Wochennoch zu erle- digen
21Durchführung der BIM- Projektbesprechun- gen anhand des Koordinationsmo- dells 2.4.8 Getaktete BIM- Projektbesprechun- genAuftrag- nehmernach Pla- nungsstartLieferung des Ko- ordinationsmodells mindestens 2 Ar- beitstage vor BIM- Projektbespre- chung Unterstützung durch BIM-Beraternoch zu erle- digen
22Bindung der Bau- überwacher mit Ver- pflichtung zur An- wendung der BIM- Methodik und Nut- zung der PKP 2.7.4 BIM- Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BauÜ)Projektlei- tungvor Ausfüh- rungspla- nungDer Ingenieurver- trag BÜW ist für die BIM-Methodik an- gepasst, die Vor- gaben zur Anwen- dung der BIM- Methodik und Er- gänzenden Rege- lungen zur Nutzung der PKP sind ver- traglich zu verein- baren. Die Vorge- hensweise zum BAP ist in den Vor- gaben zur Anwen- dung der BIM- Methodik beschrie- ben. Abstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
23Überprüfung des Ing.-Vertrags in Hin- blick auf die BIM- spezifischen Leis- tungenProjektlei- tungvor Ausfüh- rungspla- nunginsbesondere BIM- Leistungsbeschrei- bungen und ergän- zende Regelung der PKP Abstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
24Durcharbeiten des BIM- Einführungsplans Planung für die Op- tionProjektlei- tungVor Ausfüh- rungspla- nungAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen

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25 Ziehen der Opti- Projektlei- vor Ausfüh- noch on(en) des BIM-Ing.- tung rungspla- zu Vertrags für die Aus- nung erle- führungsphase und digen gegebenenfalls Er- gänzungen Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung

2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung Zur Einführung der BIM-Methodik in die Phase der Bauausführung des konkreten Projekts ist grundsätzlich nachfolgender BIM-Einführungsplan für die Bauausführung (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM-Berater zu bearbeiten. Der BIM- Einführungsplanung Bauausführung bezieht sich auf die Lph 8-9. Für die Beauftragung der Leistungen Bauausführung werden BIM-Ziele und Anwendungsfälle für die Bauausführung von der Projektleitung gemeinsam mit dem zertifizierten BIM-Berater festgelegt sowie die weiteren Maßnahmen des BIM-Einführungsplans durchgearbeitet.

Po s.MaßnahmeVerantwort- lichkeitSpätes- ter Ter- minProjektspezifikaSta- tusSach- stand im Pro- jekt
01Bindung BIM- Berater 2.4.1 Bin- dung des zertifizier- ten BIM-Beraters des GB Personenbahn- höfe der DB InfraGO AGProjektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauAbstimmung mit I.IPM 4noch zu erle- digen
02Erstellung der Leis- tungs- und Vertrags- planung sowie des Vergabekonzep- tes2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung BauvertragProjektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
03Überprüfen der BIM- Ziele 1.3.1 BIM-Ziele 2.1 BIM-Ziele (BAP)Projektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauFür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur An- wendung der BIM- Methodik enthalten. Unter Berücksichti- gung der BIM-Ziele und BIM- Anwendungsfälle der Planung.ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
04Festlegen der BIM- Anwendungsfälle 3.7 BIM- Anwendungsfälle 2.2 BIM- Anwendungsfälle (BAP)Projektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauFür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur An- wendung der BIM- Methodik enthalten. Unter Berücksichti- gung der BIM-Ziele und BIM-ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen

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Anwendungsfälle der Planung.
05Erstellung des BIM- Projektabwicklungs- plans, insbesondere festlegen der BIM- Ziele und BIM- Anwendungsfälle für die Bauausführung.Projektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
06Erstellung "BIM- Pflichtenheft" (pla- nungsbezogen, bau- bezogen, betreiber- bezogen), Kooperati- on 3 BIM-PflichtenheftProjektlei- tungvor Aus- schrei- bung Baufür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur An- wendung der BIM- Methodik enthalten (Hinweis: für Hoch- bau sind noch nicht alle LoIs mit der In- standhaltung abge- stimmt)ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
07Durchführung eines Teilnahmewettbe- werbs mit zentral vorgegebener Be- wertungsmatrix bzw. BIM- ZuschlagkriterienProjektlei- tungvor Aus- schrei- bung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu erle- digen
08Anpassung der Be- wertungsmatrix bzw. BIM- Zuschlagkriterien hinsichtlich der BIM- spezifischen Anfor- derungen 2.7.3 BIM-Bauvertrag und 2.5.1.3 Verga- beplanung Architek- ten-/IngenieurvertragProjektlei- tungvor Aus- schrei- bung Baufür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau sind die Eignungskriterien in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- halten und in den Bauvertrag zu über- nehmen Zuschlagskriterien, siehe auch Erläute- rungen zur Eig- nungsprüfung und Angebotswertungnoch zu erle- digen
09Bewertung der An- gebote unter Ver- wendung der zentral vorgegebenen Be- wertungsmatrix bzw. BIM- ZuschlagkriterienProjektlei- tungvor Vergabe BauAbstimmung mit BIM-Beratenoch zu erle- digen
10Durchführung BIM- KickOff (Beteiligte: Baufirma, Bauüber- wacher, ALV, BM) 2.4.6 BIM-KickOffProjektlei- tungunmittel- bar nach Vergabe Bauleis- tungUnterstützung durch BIM-Berater und Projektdatenmana- gernoch zu erle- digen
11Festlegung einer projektspezifischen IT-Struktur des AGderzeit Nutzung von iTWO und für den Ge- schäftsbereich Perso-Erle- digt

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und der projektspezi- fischen Einrichtung, Zugangs- und Rechtemanagementnenbahnhöfe der DB InfraGO AG Projekt- kommunikationsplatt- form (PKP) vorgegeben
12Aktualisierung des Projektraumes (Ak- tualisierung der Rol- len und Projektbetei- ligten in der Projekt- kommunikationsplatt- form)Projektlei- tungspät. nach Vergabe Bauleis- tungFür den Geschäfts- bereich Personen- bahnhöfe der DB InfraGO AG steht eine Projektkommu- nikationsplattform zur Verfügung.er- gän- zen, erle- digen
13Festlegung der AN- seitigen IT-Struktur (Softwareaustausch- formate und Schnitt- stellen) 3.8 Datenaustausch und DatenlieferungAuftrag- nehmerunmittel- bar nach Vergabe der Bau- leistungim BIM- Projektabwicklungs- plan (BAP)noch zu erle- digen
14Sicherstellen der Rechte an BIM- Modellenin den zentral erstellten Dokumenten berücksichtigt
15Fortschreiben des BIM- Projektabwicklungs- plans (BAP) in Ab- stimmung mit dem AG 2.4.3 BIM- Projektabwicklungs- planAN Bauunmittel- bar nach Vergabe der Bau- leistungUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu erle- digen
16Einladung zu Baube- sprechungen am Modell mindestens alle 4 Wochen bis zum Ende der Pro- jektlaufzeit 2.4.9 Baubespre- chungen am ModellProjektlei- tung bzw. Bauüberwa- chungunmittel- bar nach Vergabe Bauleis- tungKürzere Fristen wö- chentlich oder zwei- wöchentlich je nach Komplexität und Terminzwangnoch zu erle- digen
17Durchführung von Baubesprechungen anhand des Koordi- nationsmodells 2.4.9 Baubespre- chungen am ModellAuftrag- nehmermit Bau- beginnLieferung des Koor- dinationsmodells mindestens 2 Ar- beitstage vor Bau- besprechung, sofern dieses Ergänzun- gen/Anpassungen beinhaltetnoch zu erle- digen

Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Ausführungsplanung und Bauausführung

2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan

2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Die BIM-Beratung für Projekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG erfolgt ausschließlich durch zertifizierte BIM-Berater. In Abstimmung mit I.IPM 4 erfolgt die BIM- Beratung durch einen zertifizierten internen BIM-Berater oder zertifizierten externen BIM- Berater. Die notwendigen Informationen zur Beauftragung von externen BIM-Beratern über den LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 33

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Rahmenvertrag „BIM-Berater“ sind im SharePoint Baumanagement oder dem Einkaufswiki zu- sammengefasst. Bei komplexen Vorhaben (z.B. Großprojekte) sind immer vorab die Mitarbeiter von I.IPM 4 für das Betreuungskonzept der BIM-Beratung zu konsultieren.

2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart können vorhandene Bestandsunterlagen durch die Projektleilei- tung (Portfolio bzw. Planung) beschafft werden. Hierfür kann das Starterpaket bei darauf spe- zialisierten Fachleuten für Sachanlagen einzelner Gewerke beauftragt werden. Der Leitfaden StarterPaket sowie die zugehörige Bestelltabelle stehen im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung.

2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zu- sammenarbeit im jeweiligen Projekt beschreibt. Er legt die Ziele, die organisatorischen Struktu- ren und die Verantwortlichkeiten fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und defi- niert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten. Im Architekten-/Ingenieurvertrag unter dem Punkt „Für die Zuschlagskriterien zu liefernden Un- terlagen“ ist mit Angebotsabgabe vom Bieter (Auftragnehmer Planung) der ausgefüllter BIM- Projektabwicklungsplan (siehe Anlage 1 BIM–Projektabwicklungsplan (BAP)) abzufordern. Da- bei werden vorrangig der Workflow hinsichtlich der Zusammenführung mit den Ergebnissen der anderen Fachplanungen als auch Qualitätssicherung sowie die Kenntnisse und Erfahrungen des Bieters mit der BIM-Methodik eruiert. Der BIM-Projektabwicklungsplan muss hierfür von der Projektleitung gemeinsam mit dem BIM-Berater um Projektspezifika ergänzt und der Ausschrei- bung beigelegt werden. Zur Wertung des BIM-Projektabwicklungsplans im Rahmen der Ange- botsabgabe ist die Zuschlagsmatrix zu verwenden. Die Zuschlagsmatrix und Erläuterungen zur Eignungsprüfung und Angebotswertung stehen im Formulartool e-Vergabe zur Verfügung. Für die Bauausführung wird analog vorgegangen. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist gemein- sam mit dem BIM-Berater zu erstellen und als Vertragsanlage im Bauvertrag sowie dem Ingeni- eurvertrag Bauüberwachung zu vereinbaren. Die Zuschlagsmatrix kann für die Wertung der Bieter der Bauausführung an die Projektspezifika entsprechend der Vorgaben der Wertungs- matrix Arbeitshilfe angepasst werden. Der vom Bieter im Entwurf vorliegende BIM-Projektabwicklungsplan ist im Rahmen des BIM- KickOffs zu besprechen und spätestens innerhalb der ersten 4 Projektwochen (nach Auftragser- teilung) zu finalisieren, damit die BIM-Modelle entsprechend aufgebaut werden können. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist im Projektverlauf vom AN fortzuschreiben, sodass die Grundla- gen der BIM-basierten Zusammenarbeit zu jeder Zeit im Projektverlauf dem aktuellen Stand entsprechen.

2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung Nach Bindung des BIM-Beraters ist eine BIM-Projektstartbesprechung mit internen (Projektlei- tung, Portfoliomanagement, Infrastrukturmanagement, Fachspezialisten (soweit erforderlich), Anlagenmanagement, Bahnhofmanagement) und externen (z.B. Kommunen, Aufgabenträgern) Projektbeteiligten sowie dem BIM-Berater durchzuführen. Diese dient der Durchsprache der Aufgabenstellung und der Festlegung des daraus resultierenden Leistungsumfanges. Auf dieser Basis sind dann die Leistungs- und Vertragsplanung zu erstellen und die projektspezifischen BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle festzulegen.

2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architek- ten-/ Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung Für die Anwendung der BIM-Methodik in Projekten muss in der Startphase des Projektes mehr Zeit eingeplant werden. Dies betrifft insbesondere die Grundlagenermittlung mit der BIM- Methodik, die die erforderliche gründliche Bestandsaufnahme inkl. 3D-Bestandserfassung inkl.

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erforderlicher Vermessungsleistungen als wesentliche Planungsgrundlage beinhaltet. Die Zeit, die innerhalb der Startphase eines Projektes mehr aufgewendet wird, wird im Verlauf des Pro- jekts wieder aufgeholt, da durch die Anwendung von Baustandards und somit der Bauteilbiblio- thek schon zur Variantenentscheidung eine Ausführungsreife vorliegt. Darüber hinaus kann die Planungsphase, sofern die Variantenentscheidung lediglich Varianten zur Lage untersuchen soll, auch parallelisiert werden. Hierbei können für die Variantenent- scheidung zur Lage einfache Umgebungsmodelle, wie z.B. von Google Earth, Bauteile der Bau- teilbibliothek oder Bauteilen gem. der Mindestvorgabe zum LoG des Variantenentscheidungs- modells sowie -falls erforderlich Trassierungsdaten (aus z.B. IvL-Pläne, .mdb-Dateien o.Ä.). verwendet werden. Parallel dazu wird die vertiefte Grundlagenermittlung, Vermessung sowie die Erstellung des Grundlagenmodells durchgeführt. Die Vorzugsvariante wird somit im Ergeb- nis basierend auf dem Grundlagenmodell geplant und abgesichert. In §5 des Architekten-/Ingenieurvertrags sind daher die Liefertermine durch die Projektleitung (PL) so zu bestimmen, dass die Zeiten für die Ermittlung der Grundlagen, die planungsbeglei- tende Vermessung, die Erstellung des Grundlagenmodells, des Variantenentscheidungsmodells und des Planungsmodells ausreichend bemessen sind. Im SharePoint Baumanagement steht ein Musterterminplan ("BIM-Musterablaufplan Lph 1.mpp") eines Pilotprojekts als Orientierung zur Verfügung. Bei vergleichbaren einfachen Stan- dardprojekten des Neubaus bzw. der Erneuerung von Verkehrsstationen kann auf dieses Bei- spiel für die Dauer der Vorplanung zurückgegriffen werden.

2.4.6 BIM-KickOff Zu Projektbeginn wird mit allen Fachplanern und weiteren Projektbeteiligten (Projektleitung, BIM-Berater, Vermesser usw.) ein BIM-KickOff durchgeführt. Der BIM-Berater und die Projektleitung sind für die Vorbereitung und Durchführung des BIM- KickOffs verantwortlich. Ziel des KickOffs ist es, die Zusammenarbeit im Projekt festzulegen und hierzu den BIM- Projektabwicklungsplan fortzuschreiben. Hierzu gehört u.a.  Austausch der Planer über die verwendete Planungssoftware und die Austauschformate der Planungsergebnisse  Festlegung des Datenlieferungsplans, wer liefert wem wann welche Daten in welcher Qualität  zusätzliche Festlegungen zu BIM-Zielen und BIM-Anwendungsfällen  die Anwendung der Baustandards bei der Planung  die Verwendung der Standard-Leistungsbeschreibungen  Festlegungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform, insbesondere die Zu- gänge, Einrichtung des Projektraumes und Verantwortlichkeiten etc.  Abstimmung der Vorgehensweise zum modellbasierten Nachweis der Regelkonformität durch den AN, z.B. Nachweis der Abstände in den getakteten BIM- Projektbesprechungen bzw. Baubesprechungen am Modell Eine entsprechende Tagesordnung ist in dem folgenden Bild dargestellt.

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Abbildung 7 BIM-KickOff Tagesordnung

2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams BIM-Projektbesprechungen bzw. Planungs- und Baubesprechungen anhand des BIM-Modells sollen auf Einladung der Projektleitung virtuell mittels BKU-Standard MS-Teams durchgeführt werden. Bei Bedarf erfolgen diese im BIM-Lab. Eine Kurzanleitung zu der Anforderung und Ein- richtung eines BIM-Labs steht zur Verfügung.

2.4.8 Getaktete BIM-Projektbesprechungen Die getaktete BIM-Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung. Die Einladung zu den getakteten BIM-Projektbesprechungen (min. alle 4 Wochen) initiiert die Projektleitung. Die Or- ganisation und Durchführung der BIM-Projektbesprechungen erfolgt durch den Hauptauftrag- nehmer Planung über den Leistungszeitraum im Rahmen seiner Koordinationsleistungen wäh- rend der Planungsphase. Beteiligte der Besprechung sind, neben Objektplaner und Fachpla- nern auch, die Projektleitung sowie, nach Erfordernis, weitere interne Projektbeteiligte, wie der TBQ und Fachspezialisten oder auch BVB*. Durch das getaktete Zusammenführen der Pla- nungsstände wird ein abgestimmter Projektfortschritt, die Koordination der Gewerke sowie eine planungsbegleitende Qualitätssicherung ermöglicht. Die Qualitätskontrolle erfolgt somit im Pla- nungsverlauf, wodurch die Planungsverteidigung am Ende der Leistungsphase entfällt. Die ge- taktete BIM-Projektbesprechung ist bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 die Pla- nungsbesprechung. Grundlage der BIM-Projektbesprechungen ist unter anderem das Koordinationsmodell, in das alle Fachplanungen im aktuellen Bearbeitungsstand integriert sind. In Verkehrsstationsprojekten stellt der Hauptauftragnehmer dieses mindestens 2 Arbeitstage vor der BIM- Projektbesprechung den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform zur Verfü- gung. *Teilnahme mind. an der letzten BIM-Projektbesprechung In der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen wird die Aufgabenstellung an- hand des 3D-Prototypen ebenfalls in der getakteten BIM-Projektbesprechung bis zur Bestäti- gung der Variante durchgesprochen. Hierfür sind alle relevanten internen und externen Projekt- beteiligten, z.B. auch Aufgabenträger zur Besprechung und Abstimmung des 3D-Prototypen einzuladen. Die Entscheidung wird im Protokoll dokumentiert.

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2.4.9 Baubesprechungen am Modell Die Einladung zu den Baubesprechungen (min. alle 4 Wochen) initiiert die Bauüberwachung. Das BIM-Modell wird in der Baubesprechungen zu Zwecken der Visualisierung und Protokollie- rung verwendet und am Anfang der Besprechung geöffnet. Der Hauptauftragnehmer Bauaus- führung führt durch das BIM-Modell. Beteiligte der Besprechung sind u.a. neben dem Hauptauf- tragnehmer Bauausführung, die Bauüberwachung und die Projektleitung. Der Abgleich des ge- planten zum gebauten Bestand erfolgt anhand des As-Built-Modells.

2.5 Vergabe von Planungsleistungen Die in diesen "Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik" beschriebene Planungsmethodik und die hierin enthaltenen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen Planung und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers für die Pla- nung voraus. Sofern, abweichend von der Vorgabe, von diesem Vergabemodell begründet ab- gewichen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsbeschreibungen und Prozes- se) anzupassen.

2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung Zur erfolgreichen Anwendung der BIM-Methodik setzt die Projektleitung das mit dem Einkauf abgestimmte Vergabekonzept projektspezifisch um. Kernpunkt des Vergabekonzeptes ist die Beauftragung der Planungsleistungen der Bestandser- fassung (z.B. Vermessung), Objektplanung inkl. aller Fachplanungen und des Bauvorlagebe- rechtigten (BVB) als Leistung eines Hauptauftragnehmers Planung. Die Vergabe erfolgt zu- sammenhängend bis Lph 4 und optional von Lph 5-7. In größeren Projekten mit mehreren Planungsverträgen bzw. Einzelvergaben muss die BIM- Koordination explizit mit einem Objektplaner vertraglich vereinbart werden. Des Weiteren müs- sen die anderen Planungslose verpflichtet werden, dem BIM-Koordinator die jeweiligen Informa- tionen zu liefern. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Planer den erforderlichen Datenaustausch der Fachmo- delle organisieren können und damit alle Fachmodelle im Gesamtmodell konfliktfrei und mit hoher Qualität zusammengeführt werden. Des Weiteren kann der asynchrone Ablauf der Pla- nungsleistungen der einzelnen Fachdisziplinen gem. Leistungsphasen der HOAI innerhalb die- ses Vergabekonzepts für die Erbringung der gesamten Planungsleistung besser organisiert werden. Die Haftung für die geschuldete Werkleistung, insbesondere der Richtigkeit und Vollständigkeit des BIM-Modells, ist eindeutig zuordenbar. Das Vergabekonzept der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen beinhaltet i.d.R. die gesamthafte Vergabe von Lph 1-7 an einen Hauptauftragnehmer Planung. Hierfür kann der Musterfördermittelvertrag verwendet werden. Für zusätzliche planungsbegleitende Maßnahmen, z.B. die Erstellung von Sondergutachten und Prüfungen, gibt es weitere Vertragsverhältnisse. Die Erstellung des Vergabekonzeptes und die Vorbereitung zur Vergabe von Planungsleistun- gen wird in drei Schritten (Leistungsplanung, Vertragsplanung und Vergabeplanung) durchge- führt (siehe Abbildung). Die Umsetzung erfolgt durch die Projektleitung in Zusammenarbeit mit dem BIM-Berater umgehend mit Projektstart.

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Abbildung 8 Erstellung Vergabekonzept

2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag In der Leistungsplanung werden alle Leistungen aufgeführt, die bis zur Beauftragung des AN- Bau notwendig sind. Die Zusammenhänge zwischen den Leistungsphasen der jeweiligen Ge- werke und die Zuordnung dieser Leistungen zum Grundlagenmodell und dem Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfsplanung) sind dem Dokument Leistungs- und Vertragsplanung für Bauneben- leistungen zu entnehmen. Die dort gezeigte Matrix ist für die Erneuerung von Verkehrsstationen bereits vorausgefüllt und zeigt den Zusammenhang zwischen BIM-Modellen, Leistungen und Verträgen. Sie ist vom Pro- jektleiter projektspezifisch zu ergänzen.

2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag In der Vertragsplanung werden diese Leistungen entsprechenden Verträgen zugeordnet. Die Planungsleistungen werden im Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG an einen Hauptauftragnehmer Planung vergeben. Nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft ein zusammengefasstes Ergebnis der Leistungs- und Vertragsplanung, um die Systematik aufzuzeigen.

Vertrag- Nr.AuftragnehmerLeistung
(vom Projektleiter nach Vertragsab-
schluss zu ergänzen)
1Projektsteuerung
2Von I.IPM 4 zertifizierte BIM-BeraterBIM-Berater
3Hauptauftragnehmer Planung Planungsbegleitende Vermessung Objektplanung Verkehrsanlagen, Ing.-Bauwerke Technische Ausrüstung (50 Hz, OLA, LST, TK) Tragwerksplanung Ing. Bau Baugrundbeurteilung Bauvorlageberechtigter (BVB) etc.
4FS.R-XKampfmittel
5Schadstoffkartierung und BoVEK
6Leitungserkundung
7Brandschutzkonzept

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8Materialuntersuchung
9Leistungen - DB InfraGO AG, GB Per- sonenbahnhöfe
10Leistungen - DB InfraGO AG, GB Fahr- weg
11Leistungen - DB Services GmbH
12Leistungen - DB KT
13Leistungen - DB Energie GmbH
14Bauüberwachung
15Sicherungsleistungen

Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung

2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag Die Vergabeplanung beinhaltet das beschriebene Vergabekonzept und die Erstellung der Aus- schreibungsunterlagen. Da derzeit in Deutschland noch wenige Erfahrungen mit der Ausschreibung von Planungsleis- tungen in BIM-Methodik vorliegen, ist die Vergabe grundsätzlich im Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchzuführen. Dieses bietet sowohl der Auf- traggeber- als auch der Auftragnehmerseite die Möglichkeit, sich über Leistungsinhalte und zu- gehörige Honorare zu verständigen. Alle Leistungen, die für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 1 erforderlich werden, sind zu- sammenhängend zu vergeben (Leistungs- und Vertragsplanung für Baunebenleistungen). Die- se Leistungen werden beim Hauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objektplaner, im Wesentlichen durch die Lph 1 bis 4 abgedeckt. Die weiteren Leistungsphasen werden optional beauftragt. Die zusammenhängende Vergabe der Lph 1 bis 4 und die optionale Vergabe der weiteren Leis- tungsphasen gibt dem Hauptauftragnehmer die Möglichkeit zur Aussteuerung innerhalb seines Grundhonorars. Die Leistungen der Fachplaner sind so zu vergeben, dass die Ziele der Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung erreicht werden. Die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung in einem BIM-Projekt wird durch eine Vergabebegründung unterstützt. Ein Muster für Vergabebegründungen steht im SharePoint Baumanagement zur Verfügung. Diese Vergabebegründungen sind projektspezifisch anzupas- sen. Im vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb oder in der Angebotserklärung sind folgende Eig- nungskriterien vom Auftragnehmer nachzuweisen: Für kleine bis mittlere Projekte kommen nachfolgend aufgeführte BIM-Eignungskriterien zur Anwendung*:  Vorhandensein von mindestens einem Arbeitsplatz mit BIM-fähiger CAD-Software (ob- jektorientiert)  Verfügbarkeit von mindestens einem in der BIM-Methodik und der BIM Software ge- schulten Mitarbeiter  Nachweis von mindestens einem BIM-Referenzprojekt  Verfügbarkeit von mindestens einem als BIM-Koordinator befähigten Mitarbeiter. Befä- higt zum BIM-Koordinator sind zertifizierte/qualifizierte BIM-Koordinatoren oder Mitarbei- ter mit mind. 2 Jahren Berufserfahrung als BIM-Koordinator Für Großprojekte und Projekte hoher Komplexität sind im Dokument „Erläuterung zur Eig- nungsprüfung und Angebotswertung“ alternative Eignungskriterien beschrieben, die in diesen Projekten zur Anwendung kommen. Hierbei ist zu beachten, die vorausgefüllten Eignungskrite- rien im Architekten-/Ingenieurvertrag entsprechend anzupassen. Das Dokument „Erläuterung zur Eignungsprüfung und Angebotswertung“ beschreibt das Vor- gehen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs und der Angebote. Für die Bewertung von

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Angeboten ist durch die Projektleitung im Rahmen der Ausschreibung die Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien zu nutzen. Dokument und Zuschlagsmatrix sind im Formulartool eVergabe als Arbeitshilfen BIM abgelegt. Beide Dokumente stehen dem Projektleiter in der Ausschreibungsphase zur Verfügung. Die Ausschreibungsunterlagen für einen Hauptauftragnehmer Planung setzen sich aus Doku- menten sowie deren Unterdokumenten zusammen und werden Bestandteil des Architekten- /Ingenieurvertrags.

  • Bei losweiser Vergabe erfolgt der Nachweis je Los.

2.5.2 Rahmenvertragsabrufe Wird im Projekt von einer Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung abgewichen bzw. werden, Rahmenvertragsabrufe erforderlich, ist im Rahmen des Abrufs über entsprechende Regelungen folgendes sicherzustellen:  Nutzung der Projektkommunikationsplattform durch den AN vertraglich vereinbaren (Vereinbarung der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikations- plattform)  Vereinbarung der Anwendung der BIM-Methodik inkl. der aktuellen Vorgaben zur An- wendung der BIM-Methodik  Bereitstellung des BIM-Projektabwicklungsplans  Anwendung der BIM-Eignungskriterien Darüber hinaus ist projektspezifisch zu prüfen, inwiefern der jeweilige Rahmenvertrag zur Er- bringung der BIM-Leistungen im Projekt geeignet ist sowie erforderlichenfalls:  die BIM-Koordination zusätzlich zu vereinbaren ist.  die Projekt-bzw. Vergabestruktur den einzelnen Vertragspartnern bereitgestellt werden sollte (Transparenz Projektaufwand) Die Rahmenverträge sind in EinkaufsWiki zu finden.

2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen Die BIM-spezifischen Leistungsbeschreibungen sowie der Architekten-/Ingenieurvertrag mit den entsprechenden Anlagen liegen vor und sind mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst abge- stimmt. Die Unterlagen stehen im Formulartool eVergabe und AI-Tool zur Verfügung. Im Folgenden werden die wesentlichen Elemente der Ausschreibung der Planungsleistungen mit BIM-Methodik beschrieben.

2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag Im Architekten-/Ingenieurvertrag wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (An- lage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Regelun- gen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17), weitere Regelungen zu Ur- heberrechten und dem Eigentum am digitalen Gesamtmodell sowie ein Passus zur Geheimhal- tung und Vertraulichkeit in Abstimmung mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst als zusätzliche Anlagen aufgenommen.

2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen Zur Beauftragung von BIM-Leistungen stehen zusätzlich BIM-spezifische Leistungsbeschrei- bungen zur Verfügung. Folgendes grundsätzliches Vorgehen zur Beauftragung planerischer BIM-Leistungen ist zu be- achten:

  1. Die Grundleistungen wurden in Bezug auf die Anwendung der BIM-Methodik angepasst. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 40

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  1. Für Grundleistungen, die bei der Planung mit BIM-Methodik erhalten bleiben, für die je- doch ergänzende Leistungen erforderlich werden, wurden Zusatzpositionen in den Leis- tungsbeschreibung hinzugefügt. In den Vorbemerkungen wurden Festlegungen zum EDV-System sowie zum Detaillierungsgrad des BIM-Modells aufgenommen. Die Anforderungen an die Modelle in Hinsicht auf Detaillie- rungsgrad der Geometrie (LoG), den Informationsgehalt (LoI) und die Qualitätssicherung der Planer sind im BIM-Pflichtenheft beschrieben.

2.6.3 Vermessungsleistungen Als Grundlage der Ausschreibung von Vermessungsleistungen wird die vermessungstechni- sche Aufgabenstellung in das Dokument Projektbeschreibung und Vorbemerkungen zur Leis- tungsbeschreibung Vermessung BIM integriert. Die vermessungstechnische Aufgabenstellung besteht aus der Vermessungstechnischen Aufgabestellung für die Verkehrsanlage des Ge- schäftsbereichs Personenbahnhöfe der InfraGO AG und der Vermessungstechnischen Aufga- bestellung für die Anlagen des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG. Die Vermes- sungstechnische Aufgabestellung für Anlagen des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG wird von der Projektleitung, z.B. über den vermessungstechnischen Ansprechpartner bei der regionalen Ingenieurvermessung des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG an- gefragt und entsprechend in die Leistungsbeschreibung Vermessung integriert. Anfragen zu vermessungstechnischen Fragestellungen für Anlagen des Geschäftsbereichs Personenbahn- höfe der DB InfraGO AG können an I.IPM 11 gerichtet werden (dokumentation@deutschebahn.com). Ein Beispiel für die Vermessungstechnische Aufgaben- stellung der Verkehrsanlage ist im SharePoint Baumanagement hinterlegt. Aufgrund der hohen Datenmengen der Punktwolkendaten werden Punktwolken gem. der Vor- gaben im 3.8.1 Datenlieferungsplan und 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke vom AN auf einem Datenträger an den AG übergeben. Die Anzahl der zu liefernden Datenträger kann projektspezifisch reduziert werden, jedoch muss mind. 1 Datenträger für die Langzeitarchivie- rung durch die Projektleitung an I.IPM 1 übergeben werden. Der AN liefert das Dokument „Bestätigung Lieferung Punktwolke“ in der Projektkommunikationsplattform (z.B. unter P113.018 Punktwolke). Die Bestätigung dieses Dokuments erfolgt durch die Projektleitung mit Abnahme der Leistungen im vorbenannten Dokument und kann elektronisch in der PKP mittels Desktop-Connect durchgeführt werden. Anschließend sendet die Projektleitung das Übergabeblatt per PKP als Nachricht an dokumen- tation@deutschebahn.com. Lieferanschrift für den Datenträger zur Langzeitarchivierung an I.IPM 1: DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Personenbahnhöfe I.IPM 1, Vermessung und Baudokumen- tation, Weilburger Straße 22, 60326 Frankfurt

2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung Die in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik beschriebene Methodik und die da- zugehörigen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen bzw. Leistungsverzeichnisse und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers Bau voraus. Sofern, abweichend von der Vorgabe, von diesem Vergabemodell begründet abgewi- chen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsverzeichnisse und Prozesse) an- zupassen.

2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau Die von den Planern erstellten BIM-Modelle werden Bestandteil der Ausschreibung der Bauleis- tung. Der AN-Bau erhält neben dem BIM-Modell alle weiteren in der Planung erzeugten Ergeb- nisse. Zudem ist vertraglich festzuhalten, dass der AN-Bau die Fortführung des Modells vorzu- nehmen und ein As-Built-Modell an den AG zu übergeben hat. Die Beauftragung der Bauleistung hat, soweit möglich, an einen Hauptauftragnehmer Bau zu erfolgen. Bei der Vergabe an mehrere Unternehmer ist es für einen reibungslosen Kommunika-

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tionsablauf erforderlich, einen zentralen Ansprechpartner seitens der Unternehmen festzulegen und im Leistungsverzeichnis sind die BIM-Koordinationsleistungen zu beauftragen.

2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag In der Leistungsplanung werden alle Leistungen aufgeführt, die für die Realisierung des Pro- jekts erforderlich sind. Die „Leistungs- und Vertragsplanung von Bauleistungen“ steht als Down- load auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung. Die Matrix bildet die Grundlage für ein Vergabekonzept Bauausführung, in dem die Leistungen zu Vergabepaketen gebündelt werden. In Projekten einfacher und mittlerer Komplexität soll durch Bündelung von Leistungen, soweit möglich, die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Bau erfolgen. Die grundsätzliche Vorgehensweise entspricht der Erstellung eines Vergabekonzeptes für den Architekten-/Ingenieurvertrag. (s. 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Haupt- auftragnehmer Planung)

2.7.3 BIM-Bauvertrag Die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 3.12), sowie die Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 3.14) und der 1 Allgemeine Projektinformationen BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 3.12.1) werden als Anlage Bestandteil zum Vertrag AN-Bau. Der Baustandard Bauhilfsleistungen und die darin enthaltenen Standardleistungstexte, sind für Erstellung des Leistungsverzeichnisses zu verwenden; diese werden durch den Planer projekt- spezifisch angepasst. Des Weiteren sind die Zuschlagsmatrix bzw. die darin enthaltenen Zuschlagskriterien hinsicht- lich der BIM-spezifischen Anforderungen an die Bauausführung anzupassen sowie die definier- ten Eignungskriterien anzuwenden (2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan). Die Qualitätssicherung des As-Built-Modell obliegt dem Bauauftragnehmer. Das As-Built-Modell ist Eigentum des AG.

2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BauÜ) Im Ingenieurvertrag Bauüberwachung wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17) aufgenommen. Die Bau- überwachung ist damit ebenfalls zur Anwendung der BIM-Methodik verpflichtet. Der BIM- Projektabwicklungsplan dient hierbei weitestgehend der Information über die BIM- Projektabwicklung und ist der BAP, der vertraglich mit dem Hauptauftragnehmer der Bauaus- führung vereinbart wird. BIM-Anwendungsfälle, die von der Bauüberwachung umzusetzen sind, sind hierbei entweder so kenntlich zu machen, dass der Bieter bzw. AN Bauüberwachung sich darauf einrichten kann oder in einem zusätzlichen BIM-Projektabwicklungsplan speziell für die Bauüberwachung zu dokumentieren und dem Vertrag beizufügen.

2.8 Übergabe in den Betrieb Die Übergabe der Projektdokumentation (Bauakte Teil 2) an das Bahnhofsmanagement des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG erfolgt als digitale Kopie über die Projektkommunikationsplattform. Hierfür wird mit dem Bahnhofsmanagement ein Ablageort in einem SharePoint des Bahnhofsmanagements vereinbart. Die Bauakte Teil 2 wird anschließend aus der PKP auf diesen SharePoint exportiert und somit übergeben. Das Bahnhofsmanage- ment prüft die übergebenen Dokumente und kann diese mit oder ohne Auflagen übernehmen oder eine Überarbeitung erwirken. Siehe auch Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform.

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3 BIM-Pflichtenheft

Das BIM-Pflichtenheft beinhaltet die fachlichen Vorgaben für die Projektbeteiligten. Es definiert die vom AN zu erbringenden Leistungen in Bezug auf Inhalt, Struktur, Detaillierungsgrad und Qualität. Hierzu gehören Rollen- und Verantwortlichkeiten des AN, alle Modellierungsvorgaben inkl. Level of Geometry (LoG), Level of Information (LoI) und Level of Accuracy (LoA), BIM- Anwendungsfälle, Sicherung der Modellqualität sowie Vorgaben zur Georeferenzierung.

3.1 Projektinformationsmodell Das Wissen der Projektbeteiligten im Projektfortschritt wird über die im Projekt vorliegenden Informationen bestimmt. Die Verknüpfung von Informationen, deren Visualisierung und die ein- fache Verfügbarkeit erleichtern den Aufbau des Wissens der Projektbeteiligten und unterstützen sowohl die Entscheidungsprozesse als auch die Effizienz und Qualität der Planung. Die Informationen setzen sich aus der Auflösung des Bauwerks in geometrische Objekte, der Genauigkeit der Darstellung dieser Objekte, der Konkretisierung dieser Objekte mit Daten durch Attribuierung und weiteren Planungsergebnissen in Form von Dokumenten und Daten zusam- men.

Abbildung 9 Projektinformationsmodell

Das Projektinformationsmodell besteht aus dem BIM-Modell, sowohl inneren und äußeren Attri- buten als auch aus Dokumenten und der Verknüpfung der Informationsarten:  Das BIM-Modell beinhaltet Geometrie, z.B. Bauteile aus der Bauteilbibliothek der DB In- fraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe, und wird in CAD-Systemen geführt. Im Level of Geometry (LoG) wird die Genauigkeit der Geometrie des Modells beschrieben.

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 Innere Attribute werden im BIM-Modell als Information am Bauteil geführt. Hierunter fal- len planungs- oder projektrelevante Daten, die die geometrischen Objekte genauer be- schreiben, z.B. ein Wärmedurchgangskoeffizient einer Wand. Diese sind projektspezi- fisch festzulegen bzw. in Abhängigkeit von der jeweiligen Planungsaufgabe vom AN am Bauteil zu führen. Die Mindestvorgaben hierzu sind der Anlage A – Digitale Bauteilbiblio- thek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zu entnehmen.  Äußere Attribute werden nicht im BIM-Modell am Bauteil, sondern in einem separaten System, z.B. einer Datenbank, geführt. Hierunter fallen die für den Betrieb erforderlichen Daten, die die geometrischen Objekte genauer beschreiben, z.B. Informationen zum Hersteller, Gewährleistungsdauern etc. Bei der DB InfraGO AG Geschäftsbereich Per- sonenbahnhöfe werden diese durch den Level of Information (LoI) definiert. Die Vorga- ben hierzu sind der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorga- ben zur Anwendung der BIM-Methodik zu entnehmen.  Dokumente werden in der Projektkommunikationsplattform geführt. Dokumente können projekt-, genehmigungs- oder betriebsrelevant sein. Die SOLL-Dokumente eines Pro- jekts ergeben sich insbesondere aus gesetzlichen Anforderungen und Anforderungen des Betriebs und können durch die Abgabeplanung erzeugt werden. Zum Umsetzen der Verknüpfungen dieser unterschiedlichen Informationsarten in verschiede- nen Systemen ist ein eindeutiger Identifier erforderlich. In Projekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG ist dies bspw. die im Betrieb genutzte Equipment- nummer der Anlage. Die Equipmentnummer identifiziert die Anlage eindeutig im SAP-PM Sys- tem. Im Projektinformationsmodell werden diese in der Art sehr unterschiedlichen Informations- ausprägungen miteinander verknüpft. Durch diese Verknüpfungen können die Informations- ausprägungen sehr transparent und leicht auf Konsistenz geprüft werden. Die Notwendigkeit dieser Verknüpfungen steigt mit der Komplexität des Projekts.

3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers Nachfolgend werden die BIM-spezifischen Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkei- ten.

3.2.1 Verantwortlichkeiten des BIM-Koordinators Der BIM-Koordinator des AN (Rolle wird bei Projekten mit kleiner und mittlerer Komplexität durch Hauptauftragnehmer Planung wahrgenommen) ist verantwortlich für die Koordinierung aller Fachplanungen und die Integration dieser in die Koordinationsmodelle und das Gesamt- modell. Der BIM-Koordinator des AN dokumentiert die Qualität des Gesamtmodells.  Koordination, Zusammenführung der Einzelplanungen zu einem Koordinations- /Gesamtmodell  Verantwortlich für die Qualitätssicherung des Koordinations-/ Gesamtmodells (z.B. Modelldetaillierung, Informationsqualität (Attribute und kollisionsfreie Modellierung) gem. Vorgaben des AG aus Planung und Bauausführung und Ermöglichung einer konti- nuierlichen Qualitätsprüfung  Erstellung und Pflege der BIM-relevanten Dokumente, insbesondere des Qualitätssiche- rungsberichtes  Verantwortlich für die Projektvorlage und deren Fortschreibung  Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwendeten Software  Verpflichtung zur Durchführung und Dokumentation von getakteten BIM- Projektbesprechungen und Baubesprechungen am Modell mit den wesentlichen Pro- jektbeteiligten

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 Aufbereitung von Kollisionen und Konflikten vorbereitend auf die BIM- Projektbesprechungen  Verteilung und Nachverfolgung von Protokollen der BIM-Projektbesprechungen  Teilnahme an weiteren Besprechungsterminen mit den wesentlichen Projektbeteiligten  Fortschreibung und Abstimmung des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP) mit dem AG und allen relevanten Projektbeteiligten  genaue Kenntnis der AG-Anforderungen und Koordination des BIM-Prozesses  kompetente Nutzung der Projekt-Technologie (Soft- und Hardware) / Fachkompetenz  Überwachung einer termingerechten Informations- und Datenübergabe gem. Datenliefe- rungsplan, der Datensicherung und der Bestandsdokumentation  Koordinieren eines zu vereinbarenden Testlaufs zum Datenaustausch  Erstellung des As-Built-Modells (wenn nicht durch Baufirma erstellt)  Sicherstellung der Umsetzung des Anforderungsmanagements

3.2.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Modellerstellers Die Inhaber dieser Rollen arbeiten dem BIM-Koordinator des AN zu und betreuen jeweils eine Fachdisziplin. Sie erstellen neben den BIM-Fachmodellen weitere Daten in Form von Zeichnun- gen, Dokumenten sowie sonstigen Tabellen bzw. Kalkulationstabellen. Die wesentlichen Aufgaben des BIM-Modellerstellers sind:  Erstellung von BIM-Modellen oder Teilmodellen sowie Fachplanungen  Koordinierung der BIM-Aufgaben in der jeweiligen Planungsdisziplin  Mitwirkung bei der Koordination und Abstimmung zur Integration des BIM-Modells (Fach-bzw. Teilmodells) in das Koordinations-/Gesamtmodell  verantwortlich für das jeweilige Fachmodell hinsichtlich der Einhaltung der BIM- Standards, Richtlinien und Projektregeln, Archivierung und Bereitstellung zu Meilenstei- nen  Mitwirkung bei der Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwen- deten Software  Qualitätssicherung der Planungsdisziplin, der BIM-Berichterstattung, der planungsspezi- fischen BIM-Projektdokumentation und des Datenmanagements  Sicherstellung der Integrität und Richtigkeit des Modells, Prüfung der Modelle auf Un- vereinbarkeiten und Konflikte, bevor die Unterlagen dem BIM-Koordinator übergeben werden  verpflichtende Teilnahme an BIM-Projektbesprechungen  Sicherstellung der Kompatibilität des 3D-Modells zur modellbasierten Mengenermittlung und LV-Erstellung  Umsetzen der Vorgabe für Detaillierungsgrad und Attribuierung (siehe LoI und LoG)  Lieferung von Fachmodellen an den BIM-Koordinator, Mitwirkung bei der Zusammenfüh- rung und Sicherstellung der Gesamtmodellkonsistenz

3.3 Modellierungsrichtlinie Für die Erstellung von BIM-Modellen ist die Modellierungsrichtlinie zu beachten. Die Modellie- rungsrichtlinie (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) beschreibt softwareunabhängig die Erstel- lung von Bauteilen und Modellen.

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3.3.1 Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG), definiert den geometrischen Detaillierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungstandes des Projekts. Grundsätzlich gliedert sich der Detaillierungsgrad in 4 Stufen (LoG 100-400) und ist abhängig von der jeweili- gen Planungsart, -phase und der konkreten Planungsaufgabe. Siehe 4.3 Level of Geometry (LoG).

3.3.2 Level of Information (LoI) Der Level of Information (LoI), ist der Grad des Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Mo- dells in Abhängigkeit des Entwicklungstandes des Projekts. Der Informationsgehalt gliedert sich in 4 Stufen (LoI 100-400) und ist abhängig von der jeweiligen Planungsart, Projektphase und konkreten Planungsaufgabe. Siehe Konkretisierung 4.4 Level of Information.

3.3.2.1 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM

Anlagenspezifische Attribute (äußere Attribute) müssen mindestens 2 Wochen vor Ab- nahme der Bauleistungen durch den AN-Bau in einer Übergabetabelle an den AG übergeben werden, damit diese in das SAP-PM-System des AG übernommen werden können. Als Über- gabetabelle kann eine durch den AN entwickelte Tabelle gem. Darstellung in der Tabelle 3.3.2.1 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM oder das auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK bereitgestellte Muster (Arbeitshilfe Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabellenform) verwendet werden. Hierzu erfolgt die Attribuierung der äußeren Attribute der Anlagen und deren geforderte Aus- prägungen planungs- und baubegleitend in einer separaten Liste bzw. Datenbank. Die Verknüp- fung mit den Bauteilen des Modells erfolgt über eine Identifikationsnummer (sog. Matchkeys), die eine eindeutige Zuordnung der Informationen in der Datenbank zu den Bauteilen im Modell ermöglicht. Die zu übergebende Liste ist strukturiert nach den einzelnen Anlagentypen aufzubauen, die DB_Anlagentypen werden in der ersten Spalte für jedes einzelne Equipment aufgeführt. Die folgenden Spalten enthalten die Attribute gemäß LoI. Die Ausprägung aller Attribute hat nach Vorgaben des AG gem. der Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorga- ben zur Anwendung der BIM-Methodik zu erfolgen. Eine Kennzeichnung zu inneren und äuße- ren Attributen ist in dieser Anlage enthalten. Die Identifikation der Anlage erfolgt mit der Equipmentnummer. Im Projekt kann die Identifikati- on für den Bestand weiterhin über die Equipmentnummer erfolgen. Bei neuen oder zu erset- zenden Anlagen werden im Planungsverlauf andere Identifikatoren, wie die Planungsobjekt- nummer (PO), Nutzungsobjektnummer (NO) oder Schlafende Nutzungsobjektnummer (SNO) vergeben, die im BIM-Modell am Bauteil bzw. der Anlage zu führen ist. Über einen dieser Iden- tifikatoren erfolgt dann die Identifikation während der Projektphase. Im Anschluss wird eine neue Equipmentnummer vergeben, welche schließlich im As-Built-Modell als Identifikator zu verwenden ist. Ein Workflow inkl. Tabelle zur Verknüpfung der äußeren Attribute mit dem BIM-Modell steht auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung und kann im Pro- jekt verwendet werden.

DB_AnlagentypEquipmentnr.EquipmentnameKlasse…
Sitzmobiliar
Wetterschutzsysteme
Fahrradparken
Bahnsteigdach
Bahnsteigkorpus inkl. Entwässerung

Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM

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3.3.3 Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy (LoA) definiert den Genauigkeitsgrad in Bezug auf die Mess- /Scangenauigkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile des Bestands im Grundla- genmodell. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsauf- gabe, der Bauausführung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist. Der Vermesser gibt den Genauigkeitsgrad für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand im BIM-Projektabwicklungsplan an. Für im Projekt- verlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls anzugeben und zu dokumen- tieren. Für die modellierten Bauteile des Bestands, insbesondere im Grundlagenmodell, muss der LoA ebenfalls im BIM-Projektabwicklungsplan angegeben werden. Siehe Konkretisierung 4.5 Level of Accuracy.

3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle ist Planer immer so zu wählen, dass sowohl die werk- vertragliche Planungsaufgabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvorga- ben des AG für den Detaillierungsgrad erfüllt werden. Der vom AG vorgegebene LoG gem. nachfolgenden Darstellungen ist somit als Mindestmaß zu verstehen. Sofern damit keine Planungsentscheidung herbeigeführt werden kann, ist vom AN das nächsthöhere LoG zu wählen. Im Folgenden wird die Detaillierung im Planungsverlauf sowie deren Zuordnung zu den Model- len und Leistungsbeschreibungen dargestellt. Grundsätzlich gliedert sich die Detaillierung in 4 Stufen (100 – 400, siehe Anlage 2 Modellierungsrichtlinie). Die zum Ende jeder Planungsphase vorgeschriebenen Datenlieferungen richten sich nach den Vorgaben des LoG, LoI und LoA sowie der Modellierungsrichtlinie.

Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA

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Detaillierung der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen

Abbildung 11 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte

Abbildung 12 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf

3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und Bau- elemente mit Anwenderfreigabe für Personenbahnhöfe anzuwenden. Der Baustandard ist in allen Leistungsphasen innerhalb seiner Anwendungsgrenzen, gemäß Anwenderleitfaden, ver- bindlich zu nutzen. Nicht zu jeder Planungsaufgabe existiert ein Baustandard; der vorhandene Baustandard ist allerdings, soweit möglich bzw. mindestens sinngemäß, anzuwenden. Sämtliche Unterlagen stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK unter dem Bereich Baustandards zur Verfügung. Für viele Baustandards, die bei im Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zur Anwendung kommen, existieren entsprechende Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek für Personenbahnhöfe.

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3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB Personenbahnhöfe Die Digitale Bauteilbibliothek enthält, die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderliche Bauteile mit dem geforderten geometrischen Detaillie- rungsgrad eines Gesamtmodells Stufe 2. Projektspezifische Ergänzungen bzw. Anpassungen sind dennoch in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe und der Örtlichkeit im Rahmen der Planung zu berücksichtigen. Die Digitale Bauteilbibliothek ist Bestandteil dieser Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, wird laufend fortgeführt und ist im Rahmen der Planung und des Baus anzuwenden. Eine Über- sicht über die Bauteile der Digitalen Bauteilbibliothek wird vom AG in der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zur Verfü- gung gestellt. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß den konkreten Vorgaben im Projekt zu wählen (s. 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse bzw. Anlage 2 Modellierungs- richtlinie). Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG stellt für Autodesk® Revit® sowie im ifc-Format eine Digitale Bauteilbibliothek zur Verfügung.

3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen Eine verzerrungsfreie Darstellung beschreibt den Umstand, dass Längen und Abstän- de einer Zeichnung oder eines Modells gegenüber der Realität ohne maßstäbliche Verzer- rung definiert sind. Die Abbildung der Realität in das Modell erfolgt somit verzerrungsfrei.

3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Um die Abweichungen zu minimieren, wurde für jeden Personenbahnhof ein lokales Koordina- tensystem (inkl. Transformationsparameter), das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (kurz: VA-System), erstellt. Eine ausführliche Beschreibung kann in der Dokumentation Koordinaten- system VA nachgelesen werden. Eine Datenbank mit den Transformationsparametern für jeden Bahnhof wird auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK bereitgestellt. Durch eine örtliche Vermessung wird für das jeweilige Projekt das definierte lokale Koordina- tensystem Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlichkeit realisiert. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maß- stabfrei (Maßstab Lagekoordinaten = 1) und dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Mo- dellierung in der Autorensoftware und standardisiert die Koordination von Fachmodellen. Die Parameter in der für das Koordinatensystem Personenbahnhöfe erstellten Datenbank (VA- Datenbank) ermöglichen eine automatisierte Transformation zwischen den DB_REF Koordina- ten und dem lokalen Koordinatensystem Personenbahnhöfe. Die Transformation der Koordina- ten kann mit einer geeigneten Software wie (z.B. QGIS, Civil 3D, ArcInfo, etc.) durchgeführt werden.

3.6 BIM-Modelle Im Rahmen der Planung sind die in den nachfolgenden Abschnitten beschriebenen BIM- Modelle zu erstellen. Die BIM-Modelle sind gemäß den Leistungsbeschreibungen für den Archi- tekten-/Ingenieurvertrag bzw. Bauvertrag durch den Auftragnehmer zu liefern. Der Detaillierungsgrad der Modelle ist Planer immer so zu wählen, dass sowohl die Planungs- aufgabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvorgaben des AG für den De- taillierungsgrad erfüllt werden. In der Planung sind die Baustandards Personenbahnhöfe und die Digitale Bauteilbibliothek des Auftraggebers zu nutzen.

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3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell Fachmodelle sind gewerkespezifische BIM-Modelle, die sich aus einzelnen Objekten zusam- mensetzen und somit die Gesamtheit aller fachspezifischen Bauteile und Bauteilinformationen enthalten. Fachmodelle können außerdem nach inhaltlichen Gesichtspunkten in Sub-Fachmodelle (z.B. Baugrundschichtenmodell des Fachmodells Baugrund) aufgeteilt werden. Ein Sub-Fachmodell enthält nur Bauteile oder Objekte einer bestimmten Art oder Kategorie. Die einzelnen Fachmodelle können in unterschiedlichen Programmen und Formaten erstellt werden. Der Abgleich der einzelnen Fachmodelle der Planung untereinander erfolgt während der Planungsphase in einem Koordinationsmodell durch eine Kollaborationssoftware. Die ab- schließend bearbeiteten Fachmodelle werden zu einem Gesamtmodell zusammengeführt. Das Gesamtmodell bildet den finalen Planungsstand aller Gewerke innerhalb der definierten Planungsgrenzen gesamthaft ab. Hierfür sind die Informationen aller Fachgewerke (Fachmo- delle, Umgebungsmodell, TGA-Modell, IVL-Plan…) konsistent zusammenzuführen. Das Ge- samtmodell entspricht somit einem analogen Plansatz. Die Gesamtmodelle werden in folgende Stufen unterschieden:  Gesamtmodell Stufe 1 – Entwurfsplanungs- und Genehmigungsplanung  Gesamtmodell Stufe 2 – Ausführungsplanung  As-Built Modell Sowohl das Grundlagenmodell als auch das Variantenentscheidungsmodell sind Grundlagen für die Erstellung der Planung und werden daher nicht als Gesamtmodell bezeichnet. Gesamt- und Fachmodelle können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeitlich in Teilmodelle aufgegliedert werden.

Abbildung 13 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1

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Modelle anhand von BeispielenLeistungsbeschreibung
Gesamtmodell Verkehrsstation inkl. UmgebungsmodellLB Objektplanung Verkehrsanla- gen einschl. Technische Ausstat- tung
Fachmodell Bahnsteigausstattung und technische AusrüstungLB Objektplanung Verkehrsanla- gen einschl. Technische Ausstat- tung
Grundlagenmodell als ein Ergebnis der 3D- Bestandserfassung (Inkl. Punktwolke, Bebauung und IVL- Pläne)LB Vermessung inkl. BIM

3.6.2 Koordinationsmodell Im Koordinationsmodell werden alle Fachplanungs- und Bestandsinformationen (inkl. Punktwol- ke) zusammengeführt. Hierzu wird eine Kollaborationssoftwareverwendet, die es ermöglicht, eine Vielzahl von Formaten der Fachplanungssoftware lagerichtig einzulesen und anschließend integriert darzustellen. Das Koordinationsmodell bildet den aktuellen Arbeitsstand der Planung ab und dient der Koor- dination der einzelnen Fachplanungen. Es wird u.a. dafür verwendet, die Vollständigkeit und Richtigkeit der Fachplanungen zu plausibilisieren, die lagerichtige Konsistenz (geometrische Widerspruchsfreiheit) der Fachplanungen untereinander durch eine Kollisionsprüfung zu über- prüfen. Diese Kollisionsprüfung kann je nach eingesetzter Software auch automatisiert erfolgen. Die Federführung und die Verantwortung für das Koordinationsmodell liegen beim BIM- Koordinator. Das Koordinationsmodell ist zentraler Bestandteil der getakteten BIM- Projektbesprechung und wird entsprechend vereinbartem Takt im Projektverlauf vor jeder BIM- Projektbesprechung aktualisiert und entsprechend aktuellem Planungsstand bereitgestellt.

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Abbildung 14: Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell

3.6.3 Punktwolken Eine Punktwolke ist eine Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum beschreibt. Die Erfassung erfolgt durch Aufnahmeverfahren wie Laserscanning oder Photogrammetrie. In Rahmen der Gurndlagenermittlung ist immer eine Bestandserfassung mittels Punktwolke als Planaufsatz für alle Fachplaner zu erstellen. Punktwolken können darüber hinaus innerhalb der Planung und Bauausführung für die Umsetzung verschiedener BIM-Anwendungsfälle ange- wendet werden. Sie sind damit Grundlage für:  Erstellung von 3D-Prototypen, Grundlagenmodelle und As-Built-Modelle  als Planaufsatz für alle Fachplaner  die Visualisierung des IST-Zustands im Koordinationsmodell  Beweissicherung  Baufortschrittskontrolle  Ausführungs- und Kontrollvermessung (z.B. Abgleich As-Built-Modell mit Bauausfüh- rung)  Dokumentation des gebauten Bauwerkes als Bestandsdokumentation etc.

3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken Die Übergabe von Dateien, deren Einzelgröße 10GB überschreiten, in die Projektkommunikati- onsplattform ist nicht möglich, weswegen für diesen Fall die Punktwolke im Koordinationsmodell referenziert werden muss. Bei der Erstellung des Koordinationsmodells ist darauf zu achten, dass die Punktwolke über den externen Datenträgerpfad referenziert wird. Damit die Nutzung des Koordinationsmodelles (*.nwd) ohne zusätzliches bzw. erneutes Referenzieren der Punkt- wolkendateien beim Öffnen erfolgen kann, ist die folgende Pfadstruktur auf dem externen Da- tenträger abzubilden. Die Punktwolke ist gem. nachfolgendem Format auf dem Speichermedi- um abzulegen. E: [Bahnhofsnummer]/Vermessung/Punktwolke/ReCap/[Aufnahmedatum]/[Dateiename] Die Informationen in den rechteckigen Klammern sollen projektspezifisch definiert werden. Der definierte Pfad ist mit der Projektleitung des AG festzulegen und im BAP zu dokumentieren. Erläuterung zum Pfad:

ELaufwerk der zugeordneten Festplatte oder sonstiger Datenträger
Bahnhofsnummeroffizielle Bahnhofsnummer der Station
VermessungGewerk
PunktwolkeAufnahmeformat
ReCapFormatbezeichnung
AufnahmedatumAufnahme- bzw. Erstelldatum der Punktwolkendateien

Beispiel: E: 2514/Vermessung/Punktwolke/ReCap/20191021/…

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3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh Zusätzlich kann für die Visualisierung der Punktwolken die Erstellung einer Triangulation aus den Punktwolkendateien, auch Mesh genannt, genutzt werden. Mesh kommt aus dem Engli- schen und steht für die Erzeugung eines Polygonnetzes, in diesem Fall auf Basis von ver- maschten Dreiecken. Diese Dreiecke beschreiben Flächen, auf denen sonst eine Vielzahl von Einzelpunkten der Punktwolke liegen, die zur Beschreibung derselben Fläche dienen. Durch die Verwendung von nur drei Punkten (Dreieck) reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ursprünglichen Datenmenge. Solche Meshes können aufgrund der geringeren Datenmenge in das Koordinationsmodell (z.B.) *.nwd-Datei) hineingeschrieben werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass durch die Redu- zierung der Daten als Mesh die Darstellung nicht in jedem Punkt der tatsächlichen örtlichen Gegebenheit entspricht. Zu diesem Abgleich kann immer nur die originale Punktwolke herange- zogen werden. Für die meisten Anwendungsfälle der Visualisierung ist die Darstellung jedoch genau genug.

Abbildung 15 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation

3.6.4 3D-Prototyp Der 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe anhand eines einfachen digitalen 3D-Modells skizziert und visualisiert. Es enthält nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Be- standsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell (aus Orthofotos, einfache Punkt- wolke, IVL- und Flimas-Plan als 2D oder 3D-Informationen. Der 3D-Prototyp ersetzt das Varian- tenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. der Pla- nungsaufgabe. Es handelt sich um ein 3D-Modell, das ohne bauteilorientierte Informationen in Form von Attributen und mithilfe von einfachsten Grundlagen erstellt wird. Der bestätigte 3D- Prototyp definiert das zu planende Bausoll zu Projektbeginn und dient mit der Grundlagener- mittlung als Grundlage für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 2 in einer Einphasenpla- nung. Der 3D-Prototyp erfordert einen min LoG von 100 und LoI von 0. Für die Visualisierung der Umgebung können neben einfachen Punktwolken auch Umgebungs- daten von z.B. GoogleEarth o.Ä. verwendet werden. Die Trassierung kann erforderlichenfalls auch dem IVL-Plan (*.dwg) entnommen werden.

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Beispiel 3D-PrototypLeistungsbeschreibung
3D-Prototyp mit Punktwolke aus 360-Grad-Kamera und IVL-PlanBIM-LB Objektplanung Verkehrsanlagen inkl. Technische Ausstattung
3D-Prototyp als GoogleEarth Export mithilfe einer KML-DateiBIM-LB Objektplanung Verkehrsanlagen inkl. Technische Ausstattung
Der 3D-Prototyp dient der Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. Planungs- aufgabe und Variantenbestätigung.

3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen Informationen über den Bestand, innerhalb der festgelegten Planungsgrenze und ist somit das Ergebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme bzw. der Grundlagenermittlung. Das Grundlagenmodell ist das erste Koordinationsmodell und besteht aus Bestandsinformatio- nen, wie Punktwolken und 2D-Bestandsunterlagen, Umgebungsmodellen sowie dem modellier- ten Bestand, die maßstabsgetreu und lagerichtig in einer Kollaborationssoftware zusammenge- führt werden. Der Detaillierungsgrad im Grundlagenmodell ist abhängig von der Planungsauf- gabe und wird zwischen Planer und Vermesser festgelegt. Die Mindestanforderung an LoG und LoI ist in der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie festgelegt (siehe auch 3.4 Detaillierung im Pla- nungsverlauf und Planungsergebnisse). Die Nutzbarkeit vorhandener Bestandspläne ist mit dem Grundlagenmodell zu verifizieren. Das Grundlagenmodell bildet die zentrale Grundlage der darauffolgenden Planung. (Hinweis: in den Leistungsbeschreibungen wird teilweise noch der Begriff Bestandsmodell ver- wendet) Eine explizite 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in dem Umfang und Detaillierungsgrad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Eine Genauigkeitsanga- be (4.5 Level of Accuracy) ist für den modellierten Bestand vom AN zu liefern und zu dokumen- tieren. Bei einem vollständigen Rückbau und Neubau einer Anlage ist eine 3D-Modellierung entweder nicht erforderlich oder die Modellierung ist auf die Bestimmung von Rückbaumengen und Schnittstellen zum Bestand zu beschränken. Für weiter betriebene Bereiche und Bereiche, die nicht von der Maßnahme betroffen sind, ist die Visualisierung als Punktwolke bzw. Mesh im Grundlagenmodell ausreichend.

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Basis des Grundlagenmodells ist die Aufnahme der Bestandsinformationen. Die Bestandsauf- nahme umfasst eine vermessungstechnische Bestandserfassung und die Beschaffung von In- formationen der Fachgewerke und der Umgebung. Zu möglichen Quellen für Bestandsinforma- tionen gehören auch vorhandene Unterlagen, die vor Planungsstart zu beschaffen sind. Für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderliche Eingangsdaten können neben Fach- und Teilmodellen des Bestands somit auch die Punktwolken, Vermessungen, Bodenuntersuchun- gen, Baugrundmodelle, Umgebungsdaten, Kernbohrungen, Suchschachtungen, Trassierungen, Aufnahmen von Leistungswerten von TGA-Anlagen etc. sein. Die Bestandsunterlagen und -informationen werden durch den Abgleich mit den Punktwolken und weiteren Eingangsdaten im Koordinationsmodell auf ihre weitere Verwendbarkeit in der Planung untereinander verifiziert. Umgebungsmodelle, Punktwolken oder Fachmodelle innerhalb des Grundlagenmodells können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeitlich in Teilmodelle aufgegliedert werden.

Abbildung 16 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell

3.6.5.1 Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart sind die vorhandenen Bestandsunterlagen (Vermessungspläne, Spartenpläne, Bauakten, 2D und 3D georeferenzierte Daten) zu beschaffen und in das Grund- lagenmodell zu integrieren und validieren.

3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke In der Bestandsaufnahme der Fachgewerke, wie z.B. Fördertechnik, TK, OLA und Elektro, sind vom AN die über die vermessungstechnische Bestandserfassung hinausgehenden Informatio- nen zu ermitteln, die als Grundlage für die weitere Planung benötigt werden.

3.6.5.3 Baugrundinformationen Die Aufnahme von Baugrundinformationen beinhaltet die Aufnahme aller nicht sichtbaren In- formationen unterhalb der Oberfläche. Diese können anhand von Bohrungen oder anderen

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Techniken, wie z.B. Georadar, erfolgen und werden im Fachmodell Baugrund abgebildet (Vor- gaben zum Fachmodell Baugrund in Anlage 2 Modellierungsrichtlinie).

3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung Die erforderlichen Informationen sowie der notwendige Genauigkeitsgrad (LoA) der Bestandser- fassung (siehe 3.3.3 Level of Accuracy (LoA)) werden zu Projektbeginn zwischen Planer und Vermesser unter Einbindung der Projektleitung des AG sowie des BIM-Beraters abgestimmt.

3.6.5.5 Umgebungsmodell Im Rahmen der Erstellung des Grundlagenmodells ist ebenfalls ein Umgebungsmodell zu er- stellen und zu liefern. Das Umgebungsmodell führt Informationen über Flurstücksgrenzen, Be- wuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur, Gelände, Schutzgebiete, Bauleitplanung etc. zusam- men. Im Umgebungsmodell werden die zur Bewertung der Umgebung notwendigen Informationen im Planungsbereich, die zur Umsetzung der Planungsaufgaben erforderlich werden, zusammenge- führt. Das Umgebungsmodell enthält dafür insbesondere folgende Informationen:

InformationenQuelle
FlurstücksgrenzenALKIS-Daten, Flimas-Pläne, Ivl-Pläne
BewuchsSatellitenbilder, Luftbilder, Baumkataster und Orthophotos
BebauungOpen Streetmap, Satellitenbilder, 3D-Städtemodell
VerkehrsinfrastrukturOpen Streetmap
GeländeDigitales Geländemodelle (DGM) ggf. digitales Landschaftsmodell (DLM)
Schutzgebiete, Bauleitplanung etc.Naturschutzbehörden, kommunale Planung

Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell Ein Großteil der Informationen ist unter http://www.adv-online.de/Startseite/ erhältlich. 3D- Städtemodelle können bei den zuständigen Vermessungsämtern angefragt werden. Für die Variantenentscheidung zur Lage soll, sofern im Bundesland verfügbar, das DGM 1 verwendet werden. Ansonsten ist auf DGM 2 oder DGM 5 zurückzugreifen. Für den 3D-Prototypen ist die zunächst die Darstellung der Umgebung, der Flurstücksgrenzen sowie Bewuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur und Gelände mittels einfacher Punktwolken ausreichend. Im Rahmen der Grundlagenermittlung werden die für die Planung erforderlichen Grundlagen der Umgebung weiter ergänzt. Die Informationen dienen insbesondere als:  Grundlage für die weitere Planung  Variantenentscheidung zur Lage  Information für den AN-Bau im Rahmen der Ausschreibung  Präsentation in der Öffentlichkeit

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Umgebungsmodelle anhand von BeispielenLeistungsbeschreibung
Gesamtmodell eingebettet in der Umgebung (Landschaft)LB Objektplanung Verkehrsan- lagen (inkl. Technische Aus- stattung)
Digitales Geländemodell (DGM) Das DGM dient der Überprüfung des Ergebnisses der Be- standserfassung und als Ausgangspunkt für die Neuplanung. Insbesondere in Bereichen von Böschungen, Dämmen oder Einschnitten.LB Vermessung inkl. BIM
Grundlagenmodell inkl. DGM und BebauungLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektplanung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstat- tung)
KatasterplanLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektplanung Verkehrslagen (inkl. Technische Ausstattung)

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Grundlagenmodelle und ihre Bestandteile anhand vonLeistungsbeschreibung
Beispielen
3D-Abbildung der Geländeoberfläche sowie aller topografi- schen, baulichen und technischen Anlagen (virtuell begehba- rer Bestand), bspw. durch Laserscan (Punktwolke)LB Vermessung inkl. BIM
Grundlagenmodell inkl. Umgebungsmodell (DGM und Bebauung)LB Vermessung inkl. BIM und Anlage V/E, LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstattung)
Grundlagenmodell inkl. Mesh 3D-Visualisierung von Geländeoberflächen sowie topogra- phischen, baulichen und technischen Anlagen des Bestandes und der Umgebung durch Erzeugung eines Mesh mittels La- serscan oder Photogrammetrie.LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektplanung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstat- tung)
Grundlagenmodell inkl. PunktwolkeLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektplanung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstat- tung)
Grundlagenmodell inkl. 2D-Bestandsinformationen und UmgebungsmodellLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektplanung Verkehrsanla-

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gen (inkl. Technische Ausstat- tung)

3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) Das Variantenentscheidungsmodell entsteht im Rahmen der Vorplanung (Lph 2), die die Ab- stimmung der Aufgabenstellung beinhaltet und somit das Planungskonzept für die Neuplanung innerhalb der definierten Planungsgrenzen liefert. Die Abstimmung der Aufgabenstellung beinhaltet unter anderem die Erarbeitung und Untersu- chung verschiedener Varianten durch den Hauptauftragnehmer Planung, welche schließlich die Grundlage für Abstimmungen mit den TÖB und der Öffentlichkeit sowie für die Variantenent- scheidung durch den Auftraggeber darstellen. Eine Variantenentscheidung kann hinsichtlich der Lage, z.B. von Bauwerken, Zuwegungen, Bauteilen etc., oder des Bauwerks, z.B. Bahnsteigdächer, erforderlich werden. Für die Erstellung des Variantenentscheidungsmodells sind die Vorgaben des LoG und LoI zur Variantenentscheidung zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zur Lage erfordern einen Detaillierungsgrad von min. LoG 100. Für Variantenentscheidungen zum Bauwerk gilt min. LoG 200. Für die übersichtliche Zusammenstellung der Daten für eine Variantenentscheidung ist die Mat- rix Variantenentscheidung zu verwenden. Die Variantenentscheidung erfolgt auf Basis dieser Variantenentscheidungsmatrix und der Visualisierung von vereinfachten Modellen mit allen Pro- jektbeteiligten in einer BIM-Projektbesprechung an einem Koordinationsmodell. Bei Verwen- dung der Baustandards und ohne Variantenentscheidung der Lage, kann, soweit die Aufgaben- träger zustimmen, auf Vorplanungshefte verzichtet werden. Das Variantenentscheidungsmodell bildet somit die Grundlage für die Kostenschätzung und alle notwendigen Abstimmungen und Entscheidungen.

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Variantenentscheidungsmodell anhand von Bei-Leistungsbeschreibung
spielen
LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Technische Ausstatttung)
Das Variantenentscheidungsmodell dient der Variantenentscheidung hinsichtlich Lage und Zu- wegung des Bahnsteigs sowie der Ausstattungselemente für die Neuplanung (ggf. unter Be- rücksichtigung des DGM und des Bestandes).

3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung)

3.6.7.1 Entwurfsplanung Zur Entwurfsplanung ist ein BIM-Modell mit allen funktionalen Anforderungen zu erstellen sowie die Baubarkeit nach Regelwerk nachzuweisen. Das Gesamtmodell Stufe 1 stellt somit ein reali- sierbares Planungskonzept, das die projektspezifischen Belange berücksichtigt, dar. Das Ge- samtmodell enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe. Hierbei sind die Vorgaben des LoI 200 und min. LoG 200 zu berücksichtigen. Aus dem Modell können Men- gen bzw. Volumen ermittelt sowie entsprechende Bauteilstücklisten erstellt werden. Auf dieser Basis kann der Kostenplan erstellt werden.

Beispiel Gesamtmodell Stufe 1Leistungsbeschreibung
LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung)

Das Gesamtmodell Stufe 1 dient der Prüfung der zusammengeführten Fachmodelle und stellt die gesamte Neuplanung innerhalb der Planungsgrenzen dar.

3.6.7.2 Genehmigungsplanung Die Anforderungen an die Genehmigungsplanung sind zum Projektstart abzustimmen. Die Ge- nehmigungsplanung enthält alle Leistungen, die zur Zusammenstellung eines Bauantrages er- forderlich werden und wird auf der Grundlage der Entwurfsplanung erstellt. Die für die Genehmigungsplanung notwendigen Plandokumente sind aus dem BIM-Modell ab- zuleiten und entsprechend des „Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung von Antragsunterlagen

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für Infrastrukturvorhaben der Eisenbahn des Bundes“ des Eisenbahnbundesamtes (EBA) auf- zubereiten. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Projektvorlage genutzt werden. Das Plandokument muss in Bezug auf den im Leitfaden genannten Detaillierungsgrad weiter reduziert werden. Parameter, welche im Erläuterungsbericht (Genehmigungsplanung) bzw. dessen Anlagen ver- wendet werden (z.B. Formular zur Umwelterklärung), müssen mit dem BIM-Modell überein- stimmen. Ein Planungsheft sowie ein gerendertes BIM-Modell für die TÖB sind vorzulegen.

Abbildung 17 Genehmigungsplan aus Modell erstellt

3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) Das BIM-Modell wird auf Basis der Ergebnisse des genehmigten Entwurfs entsprechend LoI und min. LoG 300 fortgeschrieben und stellt eine ausführungsreife Lösung dar. Das Gesamt- modell Stufe 2 enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe sowie die für die Bauausführung notwendigen Informationen. Weiterhin ist zur Ausführungsplanung ein ent- sprechendes Planungsheft vorzulegen. Aus dem Modell können die Mengen bzw. Volumen sowie entsprechende Bauteilstücklisten ermittelt werden. Dies ist Voraussetzung für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse sowie den daraus abgeleiteten Kostenanschlag. Die ermittelten Mengen dienen ebenfalls als Abrech- nungsgrundlage der Bauleistungen. Das Gesamtmodell Stufe 2 dient der Prüfung der zusammengeführten Fachmodelle und stellt die gesamte Neuplanung innerhalb der Planungsgrenzen dar. Zusätzliche/abweichende Anforderungen zum LoG 200:  Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkompo- nenten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst).  Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built- Modell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt.

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Beispiel Gesamtmodell Stufe 2Leistungsbeschreibung
LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung)

3.6.9 As-Built-Modell Das As-Built-Modell soll den tatsächlich gebauten Bestand abbilden und alle Informationen ent- sprechend des LoI 400 und min. LoG 300 bzw. mindestens dem LoG des Gesamtmodells Stufe 2 entsprechen. Im As-Built-Modell werden schematische Darstellungen der Einbauteile durch konkrete Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewichte) ersetzt. Das As-Built-Modell stellt eine Revision des Gesamtmodells Stufe 2 dar und wird darüber hinaus um betriebsrelevante Daten ergänzt. Projektrelevante Attribute, die z.B. zur Zuordnung einzelner Bauteile zu Bau- phasen im Projekt dienten, also der Projektabwicklung dienten, müssen aus dem As-Built- Modell entfernt werden. Als Grundlage der Erstellung und Fortschreibung des As-Built-Modells können Punktwolken genutzt werden (s. 3.6.3 Punktwolken). Das As-Built-Modell wird u.a. dazu genutzt, die für den Betrieb relevanten Daten zu übergeben. Das As-Built-Modell wird i.d.R. vom Hauptauftragnehmer Bau erstellt. In der Leistungsphase 8 der Leistungsbeschreibung Objektplanung kann die Erstellung des As-Built-Modells optional auch dem Objektplaner zugeordnet werden.

3.7 BIM-Anwendungsfälle Nachfolgend werden Anwendungsfälle der BIM-Methodik näher beschrieben. Die Festlegung der vom AG geforderten BIM-Anwendungsfälle erfolgt vor Ausschreibung der Leistung im BIM- Projektabwicklungsplan (BAP).

3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG In der folgenden Tabelle sind die BIM-Anwendungsfälle für ausgewählte Standardprojekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bewertet und festgelegt. Weitere Anwendungsfälle, die aus Sicht des Auftragnehmers Planung erforderlich sind, um die qualitätsgerechte und genehmigungsfähige Planung gemäß Werkvertrag zu erreichen, sind vom Auftragnehmer Planung zu ergänzen. Hierzu gehören auch Anwendungsfälle, die mit dem Zusatz „AN“ gekennzeichnet sind, wenn diese nicht vom AG gefordert werden. Die Standardprojekte sind als Portfolio zu betrachten, beispielsweise beinhaltet die Erneuerung oder der Neubau einer Verkehrsstation durchaus auch den Neubau/die Erneuerung eines Auf- zuges oder einer Fahrtreppe, Unterführung oder ähnliches. Dagegen ist ein Austauschpro- gramm der Fördertechnik zum Portfolio Aufzüge und Fahrtreppen zugehörig. Die Zugehörigkeit zu einem Portfolio und die damit einhergehende Festlegung der Anwendungsfälle wird nach dem Überwiegend-Prinzip entschieden. Neubau (N): Neubau einer Verkehrsstation, eines Empfangsgebäudes oder einer sonstigen nicht vorhandenen Anlage. Erneuerung (E): Ersatz einer vorhandenen Anlage oder von vorhandenen Anlagenteilen, ge- kennzeichnet durch vorherigen Rückbau der Alt-Anlage(-teile) und darauf im zeitlichen Zusam- LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 62

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menhang folgenden baulich technischen Anlagenersatz (Synonyme: Sanierung, Instandset- zung, Ersatzneubau, Modernisierung, Austausch, grundlegende Erneuerung).

VertraglichVer- kehrs- stationPersonenun- terführung/- überführungEmp- fangsge- bäudeAuf- züge, Fahrtr eppenDSEin- fach- BIM
vereinbarteA,
Anwen-ZI
dungsfälleM,
der BIM-Vi-
Methodik (N-de
Neubau, E-o,
Erneuerung,WL
AN)AN
Projekt- durchfüh- rungGetaktete BIM- Projektbe- sprechung am ModellN,EN,EN,EN,EN, EN,E
Baubespre- chung am ModellN,EN,EN,EN,EN, EN,E
3D- Modellie- rung - Geo- metrie und AttributeN,EN,EN,EN,EANN,E
Öffentlich- keitsarbeit mit 3D- Visualisie- rungN,EN,EN,EANANN,E
Projektkom- munikation- Modellbasier- te digitale Protokollie- rung und Aufgaben- verwaltungANANANANANAN
Grundla- genermitt- lung, Pla- nung, Bau- rechtBestandser- fassung mit- tels Punkt- wolkeN,EN,EN,EN,EANN,E
Grundla- genmodell als Pla- nungsgrund- lageN,EN,EN,EN,EANN,E
3D- Kollisions- prüfungN,EN,EN,EN,EANN,E
3D- Varian- tenentschei- dung (Lage und Bau- werk)N,EN,EN,EN,EANN,E

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2D- Planablei- tungen aus den 3D- ModellenN,EN,EN,EN,EANN,E
Abstimmung der Geneh- migungs- planung mit 3D- Visualisie- rungN,EN,EN,EN,EANN,E bei Bedarf
Arbeits- und Gesundheits- schutz: Pla- nung und PrüfungANANANANANAN
Teilautoma- tisierte Men- genermitt- lung mit BIM- ModellenN,EN,EN,EN,EANN,E
Teilautoma- tisierte LV- Erstellung mit BIM- ModellenN,EN,EN,EN,EANN,E
Modellbasier- te Abstim- mung der Kosten- und Finanzie- rungsstrukturANANANANANAN
Modellba- sierte Aus- schreibung und VergabeN,EN,EN,EN,EANN,E
Bemessung und Nach- weisführungANANANANANAN
Teilautomati- sierte Prü- fung auf Re- gelkonformi- tätANANANANANAN
Modellbasier- te Bauablauf- planungANANANANANAN
BauErstellen eines As- Built- ModellsN,EN,EN,EN,EANN,E

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Digitale Übergabe von Bautei- linformatio- nenN,EN,EN,EN,EN, EN,E
As-Built- Erfassung mittels PunktwolkeANANANANANAN
As-Built- KontrolleANANANANANAN

Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG

3.7.2 Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Das parallele, getaktete Arbeiten aller Projektbeteiligten am Modell erhöht die Planungsqualität und beschleunigt die Planungsprozesse, indem bspw. Synergien der einzelnen Fachplanungen genutzt werden können bzw. Abstimmungsprozesse zwischen den Projektbeteiligten unmittel- bar im Planungsverlauf geführt werden können. Ziel der getakteten BIM-Projektbesprechungen ist der Abgleich des Planungsstandes der Fachmodelle mit allen Projektbeteiligten. Die Getaktete BIM-Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung, die bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 durchgeführt wird. Hierfür lädt die Projektleitung des AG mit Pla- nungsstart zu getakteten BIM-Projektbesprechungen ein. Die Taktung ist mindestens 4 Wo- chen. Je nach Komplexität oder Termindruck wird auf einen zweiwöchentlichen oder wöchentli- chen Takt erhöht. Die Besprechungen erfolgen grundsätzlich online unter Nutzung des BKU-Standards MS- Teams. Zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechung ist das Koordinationsmodell, welches alle Planungsstände der Fachmodelle und Bestandsinformationen beinhaltet. Das Koordinations- modell dient u.a. der Feststellung des Planungsfortschritts, der Kollisionsprüfung und der Um- setzung der Aufgabenstellung. Der AN lädt hierfür vor jeder BIM-Projektbesprechung das Koordinationsmodell und die Fach- modelle (für den Datenaustausch) sowie alle für die jeweilige BIM-Projektbesprechung benötig- ten Arbeitsstände (z.B. Erläuterungsbericht) auf die Projektkommunikationsplattform hoch. Zur getakteten BIM-Projektbesprechung am Modell hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Bereitstellung des Koordinationsmodells min. 2 Arbeitstage vor jeder BIM- Projektbesprechung in der Projektkommunikationsplattform gem. Vorgaben der Ergän- zenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform  Vorbereitung der BIM-Projektbesprechung (z.B. Aufbereitung des Koordinationsmodells durch voreingestellte Ansichtspunkte, Aufbereitung der Kollisionen, Verknüpfung von Kollisionen und Konflikten im Koordinationsmodell)  Organisation und modellgestützte Durchführung der BIM-Projektbesprechungen  Protokollierung und Verteilung der Ergebnisse der BIM-Projektbesprechung (z.B. BIM- Koordinator)  Nachweis der Regelkonformität nach Ril 813 am Modell (z.B. Durchgangsbreiten, Ab- stände, Neigungen, Freiflächen, …)

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Es wird vom AN nicht erwartet, dass zum Termin eine konfliktfreie Planung vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Planungsstand aus und legen das wei- tere Vorgehen fest.

3.7.3 Baubesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (140 Baufortschrittskontrolle) Die Baubesprechung am Modell ist die reguläre Baubesprechung. Hierzu lädt die Bauüberwa- chung mit Start der Bauausführung ein. Das BIM-Modell ist somit Bestandteil der Baubesprechung. Das Gesamtmodell Stufe 2 visuali- siert dabei die zu realisierende Planung bzw. Bauausführung. Darüber hinaus kann eine regel- mäßige modellbasierte Abstimmung des Bauablaufs, Nachverfolgung des Baufortschritts sowie Abgleichs des jeweiligen Bauzustands mit allen Projektbeteiligten am Modell durchgeführt wer- den. Anhand des As-Built-Modells wird die Planung mit dem gebauten Bestand abgeglichen. Zur Baubesprechung mit BIM hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Durchführung durch das Modell inkl. Vorbereitung durch z.B. Aufbereitung voreingestell- ter Ansichtspunkte, Kollisionen etc.  Bereitstellung des As-Built-Modells mit Fertigstellung der Bauleistung in der Projekt- kommunikationsplattform gem. Vorgaben der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform Es wird vom AN nicht erwartet, dass im Verlauf der Bauphase ein fertiggestelltes As-Built- Modell vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Bauzustand am BIM-Modell aus und legen das weitere Vorgehen fest. Nach Fertigstellung der Bauleistung wird das As-Built-Modell vom AN übergeben und spätestens in der letzten Baubesprechung final besprochen.

3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute (000 Grundsätzliches) Die Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert. Der geo- metrische Detaillierungsgrad (LoG) und die Attribuierung (LoI) hängen von der Projektart, der Projektphase und den Anwendungsfällen ab. Hierfür sind die Modellierungsrichtlinie (s. Anla- ge 2 Modellierungsrichtlinie), die Vorgaben zum LoG und LoI sowie die Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als auch die Vorgaben zur Modellstruktur (s. 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte) zu beachten. Detaillierungsgrad und Informationsgehalt des Modells müssen so gewählt werden, dass die im BIM-Projektabwicklungsplan festgelegten BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle umgesetzt wer- den können. Für 3D-Prototypen der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen entfallen die Vorgaben zum LoI. Zur Umsetzung des Anwendungsfalls hat der AN insbesondere folgende Punkte zu beachten:  Festlegung der Modellstruktur  Abstimmung/Festlegung des geodätischen Datums sowie der Projektkoordinaten  3D-Modellierung gem. festgelegter Mindestvorgaben des AG  vollständige Attribuierung gem. den Vorgaben zum LoI gem. Anlage A – Digitale Bau- teilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik  Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx-Format in die Projektkommunikati- onsplattform je BIM-Modellstufe im Planungsverlauf (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM) LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 66

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3.7.5 3D-Kollisionsprüfung (050 Koordination der Fachgewerke) Durch das getaktete Zusammenführen von Planungsständen der Fachmodelle in ein Koordina- tionsmodell zur Kollisionsprüfung und systematischen Konfliktbehebung wird die Planungsquali- tät systematisch erhöht. Die Kollisionsprüfung erfolgt planungsbegleitend durch ein regelmäßi- ges Zusammenführen aller Fachmodelle sowie Bestandsinformationen (z.B. Punktwolken, 2D- Bestandspläne, Vermessungsdaten etc.) in ein Koordinationsmodell und ist mit geeigneter Software durchzuführen. In dem Koordinationsmodell können Kollisionen der Gewerke untereinander bzw. die Einhaltung von räumlichen Normen, wie z. B. Durchgangsbreiten oder freizuhaltende Flächen, visuell oder auch automatisiert erkannt werden. Koordinationsmodelle werden vom Hauptauftragnehmer Planung, in der Regel vom BIM-Koordinator, erstellt. Die BIM-Projektbesprechungen dienen zur Besprechung der Koordinationsmodelle sowie der Abstimmung zu Konflikten und Kollisionen. Festlegungen zur Konfliktbehebung werden ebenfalls dort getroffen. Die Federführung und die Verantwortung für das BIM-Koordinationsmodell liegen beim Haupt- auftragnehmer Planung (z.B. BIM-Koordinator).

Abbildung 18 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast

Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle und der Bestandsinformationen zu ei- nem Koordinationsmodell, mindestens in Vorbereitung auf die BIM- Projektbesprechungen  Bereitstellung des Koordinationsmodells mindestens zwei Arbeitstage vor jeder BIM- Projektbesprechung in der Projektkommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten  Durchsprache des Modells und Kollisionen in der BIM-Projektbesprechung  Festhalten von Lösungsansätzen und Zuordnung von Terminen und Verantwortlichkei- ten  Lieferung des Qualitätssicherungsbericht inkl. Nachweis der Kollisionsprüfung

3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung) Aus BIM-Modellen können Visualisierungen für die Öffentlichkeitsarbeit abgeleitet werden. Vi- sualisierungsvarianten können 3D-Renderings, Videos, VR/AR-Anwendungen, 3D-Drucke oder einfache Screenshots sein. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 67

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Als einfachste Variante der Visualisierung können BIM-Modelle oder Screenshots des BIM- Modells zur 3D-Visualisierung verwendet werden. 3D-Renderings können aus BIM-Modellen abgeleitet werden und werden in einfache (nicht nachbearbeite) und hochauflösende (nachbearbeitete) 3D-Renderings unterschieden. Alternativ können auch Videos des BIM-Modells oder VR/AR-Anwendungen aus dem BIM- Modell erstellt werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG in Anhängigkeit des jeweiligen Verwendungszwecks festgelegt. Für Projekt der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind BIM-Modelle und Screenshots vom BIM-Modell ausreichend für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Folgenden werden verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten dargestellt.

Visualisierung anhand von BeispielenLeistungsbeschreibung
Einfache Visualisierung in einer Kollaborationssoftware oder in einem Modellviewer Modelldarstellung in NavisworksLB Objektplanung Ver- kehrsanlagen (inkl. Tech- nische Ausstattung)
Rendering: Die Visualisierung der Planung anhand von realitäts- nahen Bildern zur Präsentation bei Dritten. Die Standpunkte wer- den vorab mit der Projektleitung des AG abgestimmt.LB Objektplanung Ver- kehrsanlagen (inkl. Tech- nische Ausstattung)
Virtual-Reality (VR) ist die Visualisierung der Planung in einer interaktiven virtuellen Umgebung von einem oder mehreren Standpunkten aus (Standpunkte werden vorab mit der Projektlei- tung des AG abgestimmt). Das Modell kann auch ohne Stand- punkte als Virtual-Reality-Anwendung komplett begehbar gemacht werden. Dient zur Präsentation bei Dritten und kann direkt aus der CAD- Software erstellt werden.LB Objektplanung Ver- kehrsanlagen (inkl. Tech- nische Ausstattung)

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Rendering für die VR, z.B. in Revit® mit der Funktion „In Cloud rendern“, Festlegen einer Kameraposition und Start des Prozesses (http://www.Autodesk.de/products/rendering/overview)
3D-Druck ist die Visualisierung der Planung in Form einer Minia- turausgabe zur Präsentation bei Dritten. Maßstab und Qualität sind in einer gesonderten Leistungsbeschreibung festzulegen.LB Objektplanung Ver- kehrsanlagen (inkl. Tech- nische Ausstattung)

Hinweise zum Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:  Oberflächen mit realitätsnahen Materialeinstellungen (Textur, Shader, Spiegelung)  Renderings mit realistischer Berechnung von Licht (volumetrisch), Schatten, Global Illu- mination, Ambient Occlussion  Lichtberechnung mit realer Himmelsausrichtung (realitätsnahe Sonnenstandssimulation)  Ergänzung des Renderings um Austattungsgegenstände und Personen  Darstellung der Umgebung:  Variante 1: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. Kap. 3.6.5.5 in

den räumlichen Grenzen, die sich aus den Vogelperspektiven ergeben)

 Variante 2: Luftbildaufnahme als Grundlage mit drübergelegtem Rendering

Umfang:  Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder)  Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind)  Bilder je Bahnsteig vom Bahnsteiganfang und vom Bahnsteigende  Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus, EG, Aufzüge…)

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Zusätzliche Leistungen:  realitätsnahe Berücksichtigung von Beleuchtungskörpern unter Verwendung von IES- Lichtdaten  weitere Sonnenstandsimulationen (Winter/Sommer) an ausgewählten Kamerapositionen (zur Prüfung von Verschattungen und Blendwirkung)  Animationsfilme (Rundflug, Bahnsteigbegehung) Zu verwendende Formate:  JPG, PNG (nach Bedarf auch AVI, MPEG)  Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi

Hinweise zum vereinfachen Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:  Darstellung der Umgebung: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. Kap. 3.6.5.5 in den räumlichen Grenzen z.B. aus GoogleEarth,)  Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder)  Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind)  Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus …) Zu verwendende Formate:  JPG, PNG  Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi - Abhängig von der er- forderlichen Druckgröße

3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die Bestandserfassung ist die Erfassung des IST-Zustands eines bestehenden Bauwerks und der Umgebung mittels georeferenzierten Punktwolken. Für die Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind einfache Punktwolken mit einer Genauigkeit von ±50-100mm zur Visualisierung des Bahnsteigs und der Umgebung aus- reichend. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben in Datenlieferungsplan und berücksichtigt insbesondere:  die zu übergebenden Formatvorgaben gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan  Lieferung des Übergabeblatts "Bestätigung Lieferung Punktwolke" in die Projektkommu- nikationsplattform  Angabe des Level of Accuracy gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) / 4.5 Level of Accu- racy  Übergabe der Punktwolken an den AG auf einem Datenträger für die Langzeitarchivie- rung  Übergabe der Punktwolken an den AG auf zwei weiteren Datenträgern für die Verwen- dung im Projekt (Notwendigkeit projektspezifisch im BAP zu vereinbaren)  Einhaltung der Vorgaben zur Pfadbezeichnung auf dem Datenträger gem. 3.6.3.1 Refe- renzieren von Punktwolken

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 Bezeichnung der Laserscans gem. TM 2017-03 I.SBB, Anlage 813.0104A05 Dokumen- tationsvorgaben Die Übergabe zur Langzeitarchivierung an I.IPM 1 erfolgt nach Abnahme der Vermessungsleis- tungen (Punktwolkendateien) durch die Projektleitung.

3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die BIM-Methodik bedarf einer für die Planungsaufgabe erforderlichen Bestandsaufnahme der Fachgewerke, der Umgebung und des Baugrunds, die in einem Grundlagenmodell zusammen- gefasst werden. Damit wird eine eindeutige Planungsgrundlage für den Aufsatz der Neuplanung erreicht (siehe 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme). Hinweis: Eine 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in diesem Umfang und Detaillierungs- grad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Bedarfsgerechte Modellierung aus der Punktwolke  Angabe des LoA für den modellierten Bestand gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) /4.5 Level of Accuracy  Beschaffung weiterer/fehlender Bestandsunterlagen/-informationen  Erfassung von projektrelevanten Bestandsinformationen, z.B. Baugrund  lagerichtige Zusammenführung aller Eingangsdaten in einem Koordinationsmodell  Abgleich der Bestandsinformationen mit dem IST-Bestand  Übergabe des Grundlagenmodells in der PKP gem. den Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform

3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) (030 Planungsvarianten bzw. Erstellung haushaltsbegründender Unterlagen) Die Variantenentscheidung erfolgt im Rahmen der Vorplanung. Die Visualisierung als 3D- Modell erleichtert die Entscheidung für die Lage (z.B. der Bahnsteige) und das Bauwerk (z.B. Ausführungsvariante des Bahnsteigdach). Die Variantenentscheidung für die Lage kann auf Basis vereinfachter BIM-Modelle (Varian- tenentscheidungsmodell) erfolgen. Für dieses Modell können Bauteile aus der Bauteilbibliothek verwendet werden, die ggf. mit geringerem Detaillierungsgrad dargestellt werden oder es wer- den durch den Auftragnehmer selbst erstellte Volumenkörper abgebildet. Kundenwirksame Bauteile, z.B. Ausstattungselemente, werden so dargestellt, dass eine realistische Visualisie- rung möglich ist. Für die selbst erstellten Bauteile bzw. Volumenkörper sind die Vorgaben des LoI und min. LoG 100 zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zum Bauwerk (z.B. für Bahnsteigdächer) erfolgen auf der Grundla- ge detaillierterer Modelle. Für die erforderlichen Variantenstudien ist min. LoG200 einzuhalten. (s. 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung)) Der Detaillierungsgrad ist so zu wählen, dass sowohl die entscheidungsrelevanten Projektpa- rameter (Kosten, Termine, Qualität) bestimmt werden können, als auch die Nutzer der Anlagen die Betriebs-, Instandhaltungstauglichkeit und Kundenfreundlichkeit bewerten können. Das Variantenentscheidungsmodell ist ergänzend zum Bestand in ein Umgebungsmodell so eingebettet, dass die Abhängigkeiten des geplanten Bauwerks zum Umfeld beurteilt werden können. (s. 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung)) Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ausgehend von einer groben Bestandsaufnahme eine Variantenentschei- dung mithilfe eines 3D-Prototyps mit allen Stakeholdern abgestimmt werden (siehe auch 1.6.1

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EinfachBIM:Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einpha- senplanung).

3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen (080 Ableitung von Planunterlagen) In der BIM-Methodik erhalten die 3D-Fachmodelle die aktuellen Informationen über das Bau- werk. Die erforderlichen 2D-Pläne (z.B. Genehmigungspläne, Ausführungspläne) sind aus den 3D-Modellen abzuleiten. (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) Grundriss-, Draufsicht-, Schnitt- und Ansichtspläne sowie Genehmigungspläne werden somit ausschließlich aus dem BIM-Modell abgeleitet. Alle aus dem Modell auszugebenden Plandarstellungen müssen einem einheitlichen Format folgen. Für alle Pläne ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Hierbei ist die Ril 813.0104 für Projekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zu beach- ten. Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Die Übergabe einer dwg-Datei für 2D-Planableitung ist innerhalb der Planungsphase nicht erforder- lich. Ausnahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, freigegebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sichergestellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell den Zeichnungsstandards entspricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauaus- führung oder Bestandsunterlagen generieren kann. Hinweis: Das EBA fordert für die Planfeststellung bisher noch konventionelle Unterlagen; diese Pläne müssen aus dem 3D-Modell abgeleitet und entsprechend des „Leitfadens zur einheitli- chen Gestaltung von Antragsunterlagen für Infrastrukturvorhaben des Eisenbahn des Bundes“ des Eisenbahnbundesamtes (EBA) aufbereitet werden. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Projektvorlage genutzt werden.

3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung & 090 Genehmigungsprozess) Die 3D-Visualisierung führt zu einer erheblichen Erleichterung der Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange, wie Denkmalschutz, Kommune, Aufgabenträger, Behindertenverbände, Anlieger und dem Eisenbahnbundesamt. Für die Genehmigungsplanung sind in der Regel ein- fache Renderings und/oder die Möglichkeit der Betrachtung mit einer Virtual Reality- Anwendung, z.B. Google-Cardboard, ausreichend. Eine Beschreibung dieser Visualisierungs- varianten kann 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung entnommen werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG im BIM- Projektabwicklungsplan festgelegt.

3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen (100 Mengen- und Kostenermittlung) Die modellbasierte Mengenermittlung basiert auf der Ableitung von Mengen aus den Fachmo- dellen, indem die in den Fachmodellen enthaltenen Bauteile und deren Informationen ausge- wertet werden. Die Mengenermittlung stellt die Grundlage der Kostenermittlung je Leistungs- phase sowie der LV-Erstellung dar. Es wird daher empfohlen, das Modell entsprechend der erforderlichen Kostenstruktur zu attribuieren, sodass eine strukturierte Mengenermittlung er- möglicht wird. Der Nachweis der Richtigkeit der Mengenermittlung und die Sicherstellung der Verwendung der Bauteile und Standardleistungstexte aus der Bauteilbibliothek der DB InfraGO AG muss durch den Auftragnehmer erfolgen. AN liefert in Rahmen des Anwendungsfalls ein Bericht /Nachweis/Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden.

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Sofern eine Anwendung der Baustandards nicht möglich ist, sind durch den Planer auf Basis der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie Ergänzungen vorzunehmen. Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der Mengenermittlung in Form einer Excel-Liste oder GAEB-Datei an den AG erfolgt. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Abstimmung der Kostenstruktur als Basis für die modellbasierte Mengenermittlung  Dokumentation der Mengenermittlung, insbesondere in Bezug auf die aus dem Modell abgeleiteten Mengen  VOB-konforme Ableitung der Mengen für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse  Nachweisführung in Form eines Berichtes oder einer Übersicht, welche Mengen modell- basiert ermittelt wurden

Abbildung 19 Arbeitsschritte Mengenermittlung

3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung von Bauleistungen sind aus Fachmodellen abzu- leiten. Hierzu sind die Bauteile der Fachmodelle mit dem zugehörigen LV zu verknüpfen. Die Anwendung der Leistungsverzeichnisse der Baustandards ist vom AN sicherzustellen.

Abbildung 20 Arbeitsschritte LV-Erstellung

Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der GAEB-Dateien an den AG erfolgt. Der AN liefert in Rahmen des Anwendungsfalls eine Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden.

3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) (100 Mengen- und Kostenermittlung) Im Rahmen der Kostenermittlung obliegt dem AN die Abstimmung und Zuordnung zu Kontie- rungszielen (PSP-Elemente, AiB, Kostenstelle, Aufwand) und Finanzierungskennzeichen für das jeweilige Projekt. Durch Visualisierung von Kontierungszielen und Finanzierungskennzei- chen (sofern mehr als eine Finanzierungsart vorliegt) kann die Abstimmung wesentlich verbes- sert werden. Hierfür werden die Kontierungsziele und Finanzierungskennzeichen durch den AN als Attribut im BIM-Modell hinterlegt und mit den zuständigen Stellen modellbasiert abgestimmt.

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Abbildung 21 PSP-Elementstruktur

3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Das BIM-Modell bildet die Planungswahrheit ab und stellt somit die Grundlage für die Erstellung aller Vergabeunterlagen dar. Das Modell wird im Vergabeverfahren zusätzlich über das DB Vergabeportal zur Verfügung gestellt. Das BIM-Modell wird hierdurch zum Vertragsbestand- teil. Der AN stellt dabei sicher, dass Ausschreibungsunterlagen, wie 2D-Planunterlagen, Men- gen, Leistungsverzeichnisse aus dem BIM-Modell abgeleitet sind und nicht von diesem abwei- chen. Für die Bereitstellung des BIM-Modells im Vergabeverfahren hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Erstellung sämtlicher erforderlichen Unterlagen inkl. 2D-Planunterlagen für die Vergabe auf Grundlage des BIM-Modells (s. 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen)  Übergabe der Fachmodelle und des Gesamtmodells entsprechend der Vorgaben des Datenlieferungsplan Die Projektleitung des AG übergibt die BIM-Modelle (Gesamtmodell und Fachmodelle) sowie weitere Vergabeunterlagen in digitaler Form an den Einkauf. Hierbei werden BIM-Modelle im nativen sowie IFC-Format und Planunterlagen oder Terminplä- ne in PDF und einem bearbeitbaren Format (z.B. DXF, DWG, MPP) übergeben.

3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt ein As-Built-Modell, das den IST-Zustand des errichteten Bauwerks abbildet. Das As-Built-Modell stellt in der Regel eine Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung des Ge- samtmodells Stufe 2 dar. Als ergänzende Grundlage zur Erstellung des As-Built-Modells kön- nen auch Punktwolken verwendet werden. (s. 3.6.9 As-Built-Modell) Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Revision des Gesamtmodells Stufe 2 durch Abgleich mit dem gebauten IST-Zustand  Modellierung des As-Built-Modells entsprechend den Vorgaben des AG  lagerichtige Zusammenführung aller revidierten Fachmodelle im As-Built-Modell  Übergabe des As-Built-Modells in der PKP gem. der Ergänzenden Regelungen zur Nut- zung der Projektkommunikationsplattform und des Datenlieferungsplans

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3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt das As-Built-Modell und vervollständigt die Attribuierung der Bauteile entspre- chend den Vorgaben zum LoI und übergibt diese in Form einer Übergabetabelle zwei Wochen vor Abnahme der Bauleistung an den AG. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  vollständige Attribuierung gem. den Vorgaben zum LoI inkl. der Anlage A – Digitale Bau- teilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik  Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx- Format in die PKP zum As-Built- Modell (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM)

3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Der AN kann die Regelkonformität des BIM-Modells mit Hilfe einer entsprechenden Software und den dort hinterlegten Regeln der Ril 813 überprüfen. Die Ril 813 ist vom AG so aufbereitet, dass die entsprechenden Anforderungen (z.B. einzuhaltende Abstände) in einer Prüfungssoft- ware umgesetzt werden können.

3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgaben- verwaltung (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) In Projekten ist die modellbasierte digitale Protokollierung von Kollisionen, Aufgaben und Ände- rungen zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechungen. Der Austausch des Protokolls un- ter den Projektbeteiligten erfolgt im standardisierten Austauschformat BCF durch den AN. Zu- sätzlich ist das Protokoll im Anschluss an jede BIM-Projektbesprechung als .pdf-Dokument in die Projektkommunikationsplattform zu laden. Folgende Anforderungen an die Erfassung und Verwaltung von Aufgaben, Änderungen und Kollisionen sind zu erfüllen:  Georeferenzierung (z.B. durch Viewpoints am Modell)  Bilddatei  Beschreibung der Aufgabe, Änderung, Kollision  Zuweisung Verantwortlichkeit  Zuweisung Datum (Erfassung, Frist)  Status  sonstige strukturierende Metadaten, wie z.B. Gewerk, Planungsabschnitt, Bauabschnitt  Export im BCF-Format bzw. einem für alle Projektbeteiligten zugänglichem und nutzba- ren Format Die Verwaltung der Kollisionen, Aufgaben und Änderungen erfolgt in einer für alle Projektbetei- ligten zugänglichen Verwaltungssoftware. Dem Auftraggeber werden hierfür vom Hauptauftrag- nehmer Planung Zugänge für die gesamte Projektlaufzeit zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Zugänge wird vom AG vor Ausschreibung im BAP festgelegt. Dabei sind die Datenschutzbe- stimmungen der DB InfraGO AG einzuhalten. Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Abstimmung der zu verwendenden Verwaltungssoftware  Bereitstellung von x-Zugängen zur Verwaltungssoftware für den AG

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 Protokollierung aller Kollisionen, Aufgaben und Änderungen im Koordinationsmodell im BCF-Format durch den Hauptauftragnehmer Planung (i.d.R. BIM-Koordinator)  Zuordnung von Viewpoints, Bilddateien, Zuständigkeiten, Beschreibung, Datum und sonstige strukturierende Metadaten  Hochladen des Protokolls als PDF und BCF-Dateien in die Projektkommunikationsplatt- form sowie Verteilung an die Projektbeteiligten

3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) (120 Terminplanung der Ausführung & 130 Logistikplanung) Der AN kann die Baubarkeit seiner Planung unter der gegebenen Randbedingungen durch eine modellbasierte Bauablaufplanung überprüfen. Durch die Verknüpfung von Bauteilen eines oder mehrerer 3D-Modelle mit einem oder mehreren Terminplänen kann der Bauablauf am Modell visuell dargestellt werden (4D-Modell). Inwiefern provisorische Bauteile, Baubehelfe etc. im Bauablauf zu berücksichtigen sind, ist projektspezifisch abzustimmen. Der visualisierte Bauablauf kann für Sperrpausen-, Bauablauf-, und Logistikplanung sowie die Wegeleitplanung herangezogen werden. Der Verwendungszweck wird im BIM- Projektabwicklungsplan festgehalten. Als Hilfestellung dazu dient die Arbeitshilfe Musterbauphasenplan V2.0. Sofern darüber hinaus eine Bauablaufsimulation erforderlich wird, ist diese dem AG als Video oder im .nwd-Format zu übergeben.

3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) (070 Bemessung und Nachweisführung) Der AN kann durch die Nutzung eines BIM-Modells für Bemessung und Nachweisführung die Baustatik nachvollziehbar erstellen. Des Weiteren können modellbasiert durch den AN Simulationen, wie Überflutung, Lärm- und Schadstoffausbreitung, Fahrgastlenkung, Personenstromsimulation, Flucht- und Rettungsweg, Energienachweis etc. als Grundlage zur Nachweisführung erstellt werden. Die genauen An- wendungen bzw. Simulationen ist im BAP zu beschreiben.

3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) Dem AN wird empfohlen, dass die Darstellung der Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (wie z.B. Sperrzonen, Zugangsbeschränkungen, Fluchtwege, Lot- senpunkte, Brandbekämpfung, Betriebsabläufe, Fußgängerzonen etc.) im Modell erfolgt. Diese Maßnahmen sind ggf. in Zusammenhang mit temporären Bauzuständen oder Einrichtungen darzustellen. Darüber hinaus kann die Modellierung zusätzlicher Objekte, wie z.B. Gefahrenbereiche (Gleis- bereich, Oberleitungsbereich, Flucht- und Rettungswege im Bestand etc.) projektspezifisch er- forderlich werden. Die Objekte können als einfache Volumenkörper im Modell dargestellt wer- den. (z.B. 3D-Objekt für Abbildung des Lichtraumprofils, der entlang der Gleisachse abgeleitet wurde).

3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) (140 Baufortschrittskontrolle) (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Erfassen des gebauten IST-Zustands eines Bauwerks und der Umgebung mittels georeferen- zierter Punktwolken (siehe auch 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke) Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:

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 Regelmäßige Erfassung des Bauzustandes inkl. Erfassung überbauter bzw. unterirdi- scher Bereiche mittels Punktwolke  Lagerichtige Zusammenführung der Punktwolken im Koordinationsmodell Die Genauigkeit der Punktwolken, die im Laufe der Bauausführung punktuell erstellt werden (z.B. Bauzustände, überbaute Bereiche), können in Abstimmung mit dem AG in einer geringe- ren Genauigkeit erfasst werden. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben in 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwol- ke.

3.7.24 As-Built-Kontrolle (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Die As-Built-Kontrolle ist ein Bearbeitungsschritt, bei dem das geplante 3D-Modell der gefertig- ten IST-Geometrie sowie allen geometrischen und nicht-geometrischen Attributen eines Bau- teils oder Bauwerks gegenübergestellt wird. Dabei wird der IST-Zustand mittels Punktwolke erfasst (siehe 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN)) und innerhalb eines Validie- rungssystems mit dem As-Built-Modell überlagert und abgeglichen. Hierdurch wird ein einfacher visueller Abgleich geschaffen, der es ermöglicht die IST-Geometrie einzelner Bauzustände bzw. dem Endzustand zum As-Built-Modell zu validieren. Darüber hinaus erfolgt ein Abgleich der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Modells (Level of Information). Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Lagerichtige Integration der Punktwolken des IST-Zustands in das Koordinationsmodell  Abgleich und Validierung des As-Built-Modells anhand definierter Bautoleranzen  Abgleich und Validierung der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Modells (LoI) zum gebauten Endzustand  Einarbeitung und Dokumentation von Abweichungen zwischen IST-Zustand und As- Built-Modell

Abbildung 22 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punkt- wolke) mit der Planung (BIM-Modell)*

*Grün -Abweichung mit zulässiger Toleranz, rot – Ab- weichung außerhalb der Toleranzgrenzen

3.8 Datenaustausch und Datenlieferung

3.8.1 Datenlieferungsplan Die Datenübergabe der Punktwolken erfolgt in den gem. nachfolgendem Datenlieferungsplan geforderten Formaten: Die Übergabe von Punktwolken an den AG erfolgt aktuell auf Datenträgern (z.B. Festplatte). Vom AN sind die Punktwolkendaten grundsätzlich in 3-facher Ausführung auf jeweils einem Datenträger an den AG zu übergeben, wobei die Anzahl projektspezifisch in Abstimmung mit dem AG angepasst werden kann. Dabei ist zu beachten, dass mind. eine Ausführung auf einem Datenträger für die Langzeitarchivierung an den AG zu übergeben ist. Die Dateibezeichnung der einzelnen Punktwolken ist gem. Dokumentationsrichtlinie 813.0104 (Anlage A05) vorzunehmen. Anstelle LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 77

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der Punktwolkendateien wird in der Projektkommunikationsplattform ein Dokument gem. Vor- gaben des AG vom AN hochgeladen. Der AN liefert das Dokument „Bestätigung Lieferung Punktwolke“ in der Projektdokumentation (z.B. unter P113.018 Punktwolke), welches der AG mit der Abgabeplanung angelegt hat. Der Erhalt der Punktwolkendaten wird im Übergabeblatt "Bestätigung Lieferung Punktwolke" vom AG dokumentiert (z.B. mittels elektronischer Signatur in der PKP per Desktop Connect). Details zur Vorgehensweise können dem Anwendungsfall 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke entnommen werden. Die Datenübergabe des BIM-Modells, Punktwolken und der Planunterlagen haben in den folgenden Formaten zu erfolgen:  natives Format (BIM-Modell)  ifc-Format (BIM-Modell)  nwd-Format (BIM-Modell)  cpixml-Format (BIM-Modell)  e57-Format (Punktwolke)  rcp/rcs-Format (Punktwolke)  dwg-Format (Planunterlagen), ggf. auch im dgn-Format  pdf-Format (BIM-Modell und Planunterlagen)  GAEB (Kostenpläne und LV) Die Datenübergabe erfolgt in der Projektkommunikationsplattform (s. 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform). Es ist vom AN ein Datenlieferungsplan zu erstellen, der zur Abstimmung zwischen AN und AG gem. Vorgabe im BIM-Projektabwicklungsplan zu liefern ist. In diesem muss auch die techni- sche Art der Übergabe des BIM-Modells klar definiert werden. Zur Dokumentation des Informations- und Datenaustausches im Projekt dient folgendes Muster.

KATEGORIELPHFREQUENZ/MEILENSTEINLIEFERFORMATE
Punktwolken1-8nach Erstellung Punktwolkee57 und rcp/rcs
Mesh (optional)1-8nach Erstellung Punktwolkefbx, obj
Bestätigung Lieferung Punktwolke1-8nach Erstellung Punktwolke.pdf
Fachmodelle1-8mit Übergabe Gesamtmodell je Modellstufe Die Frequenz für die Übergabe der nativen Formate können in Ab- hängigkeit der Anwendungsfälle und Erfordernis im Projekt mit der Projektleitung und BIM-Beratung festgelegt werden.ifc, natives Format3
BIM-Modell (Gesamtmodell)1-8mit Abschluss der jeweiligen Leis- tungsphase.ifc, natives Format1, .nwd (inkl. Bestand- teile, wie z.B. .nwc., .nwf).
Koordinationsmodell (BIM- Projektbesprechungen)1-8min. im 4-Wochen-Takt.nwd
Qualitätssicherungsbericht inkl. bestätigtem Nachweis Kollisionsprüfung1- 5,8mit Übergabe BIM-Modell je Mo- dellstufe und ggf. definierten Zwi- schenabgaben.pdf
BIM-Projektabwicklungsplan1-8Angebotsabgabe, 4 Wochen nach Auftragserteilung, fortlaufend im Projekt.docx, .pdf

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Projektdokumentation1-9projektbegleitend, spätestens mit Abschluss der Lph.pdf2
2D-Planableitungen/- unterlagen (Bestandteil der Projektdokumentation)1-8projektbegleitend, spätestens mit Abschluss der Lph.pdf, .dwg/.dng
Kostenermittlung2-5mit Abschluss der Leistungsphase.xlsx, .pdf, GAEB
Mengenermittlung2-8mit Abschluss der Leistungsphase.xlsx, .pdf, GAEB
Ausschreibung/Vergabe6-7mit Abschluss der Leistungsphase.ifc, natives Format3, .pdf, .cpixml, GAEB
Bauablaufsimulation2-5projektspezifisch.mpeg/.avi, natives Format (z.B. für Na- visworks .nwd)
3D-Visualisierung1- 5,8projektspezifischnatives Format, VR- Anwendung, .jpg/.png,
Dokumentation des Koordi- natensystems (CAD-Datei)2-54 Wochen nach Auftragserteilung.dwg/.dng
1trifft zu, wenn die Fachmodelle in einem einheitlichen Format erstellt wurden und die Dateigrö- ße verarbeitbar ist 2 siehe 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 3 z.B. Revit (.rvt), ALLPLAN (.NDW), ProVI, CARD1, usw.

Tabelle 7 Datenübergabeformate

3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform Die Datenübergabe erfolgt projektbegleitend auf der bereitgestellten gemeinsamen Datenplatt- form, der Projektkommunikationsplattform. Die Nutzung der Projektkommunikationsplattform ist für alle Projektbeteiligten verpflichtend, siehe auch Ergänzende Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform. Voraussetzung für die Nutzung sind die Beschaffung von Li- zenzen, Teilnahme an der verpflichtenden Schulung und Einrichtung von Zugängen. Jeder Projektbeteiligte lädt die jeweils erzeugten und aktuellen Planungsergebnisse und – stän- de (Modelle, Pläne, Dokumente, Berechnungen etc) sowie weiteren Liefergegenstände gem. Dokumentationsvorgaben (Ril 813.0104) im entsprechenden Projektraum hoch. Die Projekt- kommunikationsplattform schafft somit für alle Projektbeteiligten einen transparenten Zugang zu den für die jeweilige Rolle vorhandenen Projektinformationen. Die finalen Lieferobjekte der Projektdokumentation (Dokumente, Pläne und Modelle etc.) wer- den sukzessive mit Fertigstellung, jedoch spätestens mit Ende der jeweiligen Planungsphase (Lph) bzw. Bauphase, vom Ersteller in die Projektdokumentation hochgeladen. Im Modul Pro- jektdokumentation der Projektkommunikationsplattform ist die EIU-Ablagestruktur hinter- legt. Durch das kontinuierliche Füllen der Struktur mit Dokumenten entsteht im Projekt sukzes- sive die Projektdokumentation. Die Dateinamen werden durch die hinterlegte Struktur und Me- tadaten in der Projektdokumentation automatisch vergeben, wodurch die Benennung der Datei- en gem. Ril 813.0104 entfällt. Die Planungshefte der Planungsakte (Vorplanungsheft, Entwurfsplanungsheft) können gebün- delt auf zweiter Ebene der Ablagestruktur der Planungsakte, z.B. P1.1 Vorplanung mit Varian- ten oder P1.5 Entwurfsplanung in die Projektkommunikationsplattform hochgeladen werden. Die Zuordnung zu einzelnen Dokumentenarten kann für diese Planungshefte entfallen. Dokumente der Bauakte Teil 1 und Teil 2 (insbesondere Ausführungs-, Bestands- und Inbe- triebnahmedokumentation) sind hingegen nach Dokumentenart, also Einzeldokumenten/-plänen in der Projektkommunikationsplattform zu führen und hochzuladen. Die Dokumentenbezeich- nung erfolgt auch hier gem. Ril 813.0104, wird jedoch mithilfe der beim Hochladen anzuwen- denden Metadaten automatisiert vergeben. Darüber hinaus sind die Vorgaben der TM 2019-02 zur Archivierung von Papieroriginalen zu beachten. Dokumente (Pläne, Erläuterungsbericht etc.) und Modelle, welche Gegenstand der BIM-Projektbesprechung sind, müssen mind. 2 Ar- beitstage vorab im Modellmanagement hochgeladen werden und werden somit allen Projektbe-

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teiligten bereitgestellt. Diese Dokumente und Modelle stellen den Arbeitsstand dar, an dem der Planungsfortschritt besprochen werden soll. Für Pläne und Modelle ist im Modul Plan-/Modellmanagement eine eindeutige Dateikennzeich- nung anzuwenden. Hierfür ist die Ril 813.0104 zu beachten. Ausnahme davon bildet die Abga- be von Koordinationsmodellen. Die notwendigen Dokumente zur Nutzung, Anmeldung und Schulung finden Sie unter: www.deutschebahn.com/PKP Handbücher, ein Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform und Videotutorials stehen den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform zur Verfü- gung.

Abbildung 23 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen Login zur Projektkommunikationsplattform hier.

3.8.3 Software und Datenaustauschformate Die einzelnen Planungs- bzw. Fachdisziplinen stimmen im Rahmen der Erstellung des BIM- Projektabwicklungsplans die für den jeweiligen Verwendungszweck erforderlichen Informatio- nen, Datenaustauschformate und Zeitpunkte des Datenaustauschs für die gesamte Projektlauf- zeit ab. Der Informations- und Datenaustausch wird im BIM-Projektabwicklungsplan vom AN dokumentiert. Der Datenaustauschprozess ist vom AN zu Projektbeginn zu testen und im BIM-Kick-Off zu demonstrieren und zu dokumentieren. Wenn der AN beabsichtigt, während des Verlaufes des gesamten Projekts seine Softwareversion oder die Software zu wechseln, ist dies von Seiten des AG zustimmungspflichtig. Die entsprechenden Angaben sind durch den AN im BIM- Projektabwicklungsplan (BAP) zu pflegen.

3.9 Sicherung Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Digitalen Bauteilbibliotheken der DB InfraGO AG. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen:  korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell  Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente)  inhaltliche Richtigkeit der Daten Dies ist vom AN durch einen Qualitätssicherungsbericht nachzuweisen und wird bauherrensei- tig stichprobenartig geprüft.

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Abbildung 24 Qualitätssicherungsprozess Planung Vom Hautauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) ist ein ausführliches Qualitätssiche- rungskonzept gem. Anforderungen des BIM-Projektabwicklungsplans vorzulegen, das Bezug auf die Einhaltung der festgelegten Qualitätskriterien nimmt. Die Verantwortung für die fachdisziplinübergreifende Sicherung der Modellqualität obliegt dem Hauptauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) und ist von einer internen, unabhängigen Stelle des AN durchzuführen. Die Sicherung der Modellqualität der einzelnen Fachmodelle/-beiträge obliegt dem zuständigen Fachplaner gleichermaßen. Es wird darauf hingewiesen, dass:  die Eingangsprüfung des Objektplaners niemals die Ausgangsprüfung des Fachplaners ersetzen kann  die Daten jederzeit vom Auftraggeber verlangt und überprüft werden können Die Qualitätskriterien richten sich nach folgenden Kriterien:  Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen  Überprüfung der Projektanforderungen  Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell  Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen  Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz Die Sicherung der Modellqualität ist durch den Hauptauftragnehmer sowohl für die Objektpla- nung als auch die Fachplanung im Qualitätssicherungsbericht gem. Anlage 3 Qualitätssiche- rungsbericht gegenüber dem AG nachzuweisen. Der Bericht steht ebenfalls als bearbeitbares PDF-Formular auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfü- gung. Die Erfüllung der einzelnen Kriterien werden projektbegleitend stichprobenartig durch den AG überprüft und sind vom Auftragnehmer gleichermaßen projektbegleitend nachzuweisen. Die Endfassung des Qualitätssicherungsberichts ist zu festgelegten Zwischenabgaben sowie mit Übergabe des fertiggestellten BIM-Modells durch den AN zu liefern und wird zusammen mit dem BIM-Modell auf der Projektkommunikationsplattform bereitgestellt.

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 81

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3.10 BIM-Lab auf AN-Seite Der Hauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objektplaner, richtet einen Raum ein, in dem Pla- nungs- und Baubesprechungen anhand des BIM-Modells durchgeführt werden können. Einen Vorschlag für die Einrichtung eines BIM-Labs kann der Kurzanleitung Anforderung und Einrich- tung BIM-Lab entnommen werden.

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 3 BIM-Pflichtenheft 82

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Abkürzungsverzeichnis

A
AGAuftraggeber
ANAuftragnehmer
AN-BauAuftragnehmer Bau
AVAAusschreibung, Vergabe und Abrechnung
B
BAPBIM-Projektabwicklungsplan
BCFBIM Collaboration Format
BIMBuilding Information Modeling
BoVEKBodenverwertungskonzept
BQSBIM-Qualitätssicherung
BÜBauüberwachung
BÜBBauüberwachung Bahn
BVBBauvorlageberechtigter
BVBbesondere Vertragsbedingungen
C
CADComputer-Aided-Design (computergestütztes Entwerfen)
CAFMComputer Aided Facility Management
CARD/1Planungssoftware
CDECommon Data Environment
cpixmlCPIXML-Austauschformat (iTWO® 5D)
D
DB AGDeutsche Bahn AG
DB E&CDB Engineering & Consulting
DWGDateiformat von AutoCAD-Dateien
DXFDateiaustauschformat von Autodesk®
E
EBAEisenbahnbundesamt
EGEmpfangsgebäude
EIUEisenbahninfrastrukturunternehmen
F
FBXAustauschformat aus Revit®
FEMFinite Elemente Methode
F&EForschung & Entwicklung
G
GAEBAustauschformat (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen)
GBGeschäftsbereich
GEGrundlagenermittlung
GISGeoinformationssystem
GRADateiformat mit Informationen zur Gradiente
H
HANHauptauftragnehmer
HOAIHonorarordnung für Architekten und Ingenieure
HpHaltepunkt
I
IBVInbetriebnahmeverantwortlicher
IFCAustauschformat (Industry Foundation Classes)
INGIngenieur
ISDInfraStrukturDaten
ITInformationstechnik
ITKInformationstechnologie und Kommunikationstechnik
iTWO®von der DB AG eingesetzte BIM-fähige AVA-Software

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 Abkürzungsverzeichnis 83

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K
L
LBLeistungsbeschreibung
LCCLebenszykluskosten (Life Cycle Cost)
LeiVLeistungsvereinbarung
LoALevel of Accuracy (Genauigkeitsgrad)
LoDLevel of Detail (Grad der Detaillierung)
LoGLevel of Geometry (Grad der geometrischen Detailierung)
LoILevel of Information (Grad der Information)
LphLeistungsphase entsprechend HOAI
LuFVLeistungs- und Finanzierungsvereinbarung
LSTLeit- und Sicherungstechnik
LVLeistungsverzeichnis
M
MdbDatenbankformat (MS Access)
N
NwcDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
NwdDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
NwfDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
O
OLAOberleitungsanlagen
P
PIMProjektinformationsmodell
POVPlanungsobjektverwaltung
ProVIPlanungssoftware für Infrastruktur- und Verkehrsplanung
PLProjektleiter
PstProjektsteuerung
Q
QTOQuantity Takeoff (Software von Autodesk® mit Formeln zur Mengenermittlung)
R
RBRegionalbereich
RIB„Recheninstitut im Bauwesen“ – Softwarehersteller
RVRahmenvertrag
RvtFormat des Autodesk®-Produkts Revit®
S
SAPSoftware-Hersteller (Software zur Abwicklung von Geschäftsprozessen)
SAP PMSAP Plant Maintenance (Modul für das Anlagenmanagement)
T
TBQTechnischer Beauftragter Qualität
TEIVTranseuropäische-Eisenbahn-Interoperabilitätsverordnung
TGATechnische Gebäudeausrüstung
TLKTeilleistungskatalog
TKTelekommunikation
TÖBTräger öffentliche Belange
TRADateiformat mit Informationen zur Trasse
TSITechnische Spezifikationen für die Interoperabilität
U
uPvaunterirdische Personenverkehrsanlage
V
VSTVerkehrsstation
VAVerkehrsanlage
W
Z

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 15.05.24 Abkürzungsverzeichnis 84

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Anlage 1

BIM-Projektabwicklungsplan (BAP)

Vorlage

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 86

BIM-Projektabwicklungsplan 87

Index 88

Freigabe 89

Geltungsbereich 90

1 Allgemeine Projektinformationen 91 1.1 Allgemeine Projektinformationen 91 1.2 Mitgeltende Dokumente 91

2 Projektspezifische BIM-Ziele und Anwendungsfälle 92 2.1 BIM-Ziele 92 2.2 BIM-Anwendungsfälle 93

3 Organisation im Projekt 100 3.1 BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten 100 3.2 Projektorganisation 100 3.3 Projektbeteiligtenliste 100

4 Qualitätssicherung 102 4.1 Strategie der Qualitätssicherung 102

5 Strategie der Zusammenarbeit 103 5.1 Organisation der Zusammenarbeit – Besprechungsmanagement 103

6 Datenaustausch und -lieferung 104 6.1 Gemeinsame Datenumgebung 104 6.2 Softwareumgebung und -schnittstellen 104 6.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch 104 6.4 Datenlieferungsplan 105

7 BIM-Prozesse 107 7.1 Gesamtübersicht der BIM-Ausführung 107 7.2 Anwendungsfallbezogene Prozesse 107

8 Modellstruktur und -inhalte 108 8.1 Modellstruktur und -inhalte 108 8.2 Koordinatensystem 108 8.3 Informationsgehalt der Modelle (LoI) 108 8.4 Genauigkeitsgrad der Modelle (LoA) 109

9 Anlagen 110

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 Inhaltsverzeichnis 86

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BIM-Projektabwicklungsplan

Musterdokument Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, welches die Grundlage einer BIM-basierten Zusammenarbeit im Projekt strategisch beschreibt.

Er legt die Ziele, die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten auf Seiten des Auftragnehmers (AN) fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und definiert die Pro- zesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten auf Auftragnehmerseite. Der BAP beinhaltet ebenso die Schnittstellen zum Auftraggeber (AG) und zu Dritten.

Die vom AG bereits vor der der Ausschreibung befüllten Abschnitte – insbesondere Ab- schnitt 1 und 2 – dürfen vom Bieter nicht verändert werden. Ergänzungen dieser Ab- schnitte müssen farblich kenntlich gemacht werden.

Dieses Dokument ist vom Bieter im Rahmen der Angebotslegung entsprechend den Vor- gaben zu befüllen und dem Angebot beizufügen. Dieser wird im Rahmen der Angebots- prüfung durch den zuständigen BIM-Berater des AG geprüft und für die Verwendung im Projekt bestätigt/freigegeben. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist somit Vertragsbe- standteil. Anschließend wird dieser vom BIM-Berater auf der Projektkommunikations- plattform im zugehörigen Projektraum abgelegt.

Das Dokument ist im Projektverlauf vom AN in Abstimmung mit dem Auftraggeber (AG) fortzuschreiben.

Die blauen Hinweistexte sind bei der Bearbeitung zu beachten und anschließend zu löschen.

Vorgaben zur Befüllung:

vor Ausschreibung – durch AG Abschnitte: 1.1, 1.2, 2.1, 2.2, 7.2 (Eingrenzung auf bestimmte BIM-AWF möglich), 8.2. (wenn schon im Projekt vorhanden), 8.3 (falls erforderlich) mit Angebotsabgabe (Teilnahmewettbewerb) – durch Bieter

Abschnitte: 3.1, 3.2, 4.1 (gem. Eingrenzung unter 4.1), 6.3, 6.4, 4 Wochen nach Auftragserteilung – durch AN

Abschnitte: 3.3, 4.1 (vervollständigen), 5.1, 6.1, 6.2, 7.1, 7.2, 8.1, 8.2, 8.3, 8.4

Ersteller: Status: Teilnahmewettbewerb/Angebotsphase Datum:

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 BIM-Projektabwicklungsplan 87

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Index

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.026.04.2016ErstausgabeI.SBB (3)
021.101.10.2016Ergänzung Abschnitt 4.1I.SBB (3)
031.210.05.2017ÜberarbeitungI.SBB (3) I.NP
041.301.11.2019Änderung des Geltungsbereiches ausschließliche Anwendung der Vorgaben für DB Station&Service AG Projekte Löschung der DB Netz AG bezogenen fachlichen Inhalte Anpassung AnwendungsfälleI.SPM (S)
061.429.01.2021Aktualisierung BIM-Anwendungsfälle Ergänzung Kapitel 8 Inhaltliche Zusammenfassung einzelner Abschnitte Redaktionelle Überarbeitung des gesamten BAPI.SPM(S)
071.501.11.2021Aktualisierung Vorgaben zur Befüllung; Entfall Ab- schnitt 5.2 Ergänzende Hinweise Abschnitt 4, 6.2, 8.2I.SPM (S)
081.617.05.2022Ergänzender Hinweis 3.1 zu Verantwortlichkeiten und Abschnitt 2 "Bestandserfassung mittels Punktwolke"I.SPM 4
091.724.11.2022Abschnitt 2.2, Ergänzung BIM-Anwendungsfall "Baubesprechung mit BIM" Abschnitt 8.2, Aktualisierung des Kapitels (Koordi- natensystem VA)I.SPM 4
101.809.05.2023Änderung: Nummerierung Anlage Abschnitt 2.1, Ergänzung BIM-Ziel für Projektart EinfachBIM Abschnitt 2.2, Ergänzung BIM-Anwendungsfall "As-Built-Kontrolle" Abschnitt 3.3, Anpassung der Tabelle für Projekt- beteiligtenlisteI.SPM 4
111.915.11.2023Entfall Kap. 8.3 (Abbildung Bauphasen) und Anga- be Koordinationskörper in Kap. 8.2, Ergänzung Abschnitt 8.4 (Level of Accuracy)I.SPM 4
122.031.01.2024Umfirmierung zu DB InfraGO AG, GB Personen- bahnhöfeI.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 Index 88

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Freigabe

Der vorliegende BIM-Projektabwicklungsplan wurde durch den BIM-Koordinator des AN und den zuständigen BIM-Berater des AG geprüft und wird hiermit für die Verwendung im Projekt bestätigt und auf der Projektkommunikationsplattform abgelegt.

IndexVersionDatumBestätigung BIM-KoordinatorBestätigung BIM-Berater
(AN)(AG)
001.9
01
02
03
04

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 Freigabe 89

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Geltungsbereich

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digitales
Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die
Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele
und Anwendungsfälle gemäß dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jeweili-
ge Rolle im Projekt zu beachten.
Das vorliegende Muster eines BIM-Projektabwicklungsplans (BAP) ist urheberrechtlich ge-
schützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen Vorgaben das ausschließliche und uneinge-
schränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der Zu-
stimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die geschäfts-
verantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 Geltungsbereich 90

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1 Allgemeine Projektinformationen

Nachfolgend sind die Basisdaten zum Projekt als allgemeine Projektinformationen aufgeführt. [Die Informationen sind vom Auftraggeber zu befüllen. Hier kann zudem für ergänzende Projek- tinformationen eine Kurzbeschreibung eingefügt oder auf den Projektauftrag verwiesen werden. Dazu muss dieser als Anlage angehängt werden.]

1.1 Allgemeine Projektinformationen

BauherrKonzern-Gesellschaft(en) und zust. Bahnhofsmanagement
ProjektnameSAP-Projektname einfügen
ProjektortOrt der Ausführung
Projektnummer des AGG.011xxxxxxxxx

1.2 Mitgeltende Dokumente Hinweis: siehe insbesondere Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik des Auftraggebers (Anlage 15 zum Architekten-/ Ingenieurvertrag).

Dokument/TitelDokumentennummer/Version
Vorgaben zur Anwendung der BIM-MethodikVersion 2.x
Projektauftrag[TBD Nr.]
Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und BaustandardsVersion 2.x
[TBD][TBD]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 1 Allgemeine Projektinformationen 91

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2 Projektspezifische BIM-Ziele und Anwendungsfälle

Nachfolgend werden die BIM-Ziele und -Anwendungsfälle für das Projekt vom Auftraggeber festgelegt. Kommt es im Projektverlauf zu projektspezifischen Anpassungen oder Ergänzungen, ist das in diesem Kapitel vom Auftragnehmer nach Abstimmung mit dem Auftraggeber zu do- kumentieren. Die BIM-Ziele und die BIM-Anwendungsfälle sind für Standardprojekte des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bereits vom Auftraggeber vorgegeben, siehe hierzu 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. [Die BIM-Ziele sowie die mindestens vom AG geforderten BIM-Anwendungsfälle werden vor Ausschreibung vom Auftraggeber in Abstimmung mit dem BIM-Berater ggf. projektspezifisch angepasst.]

2.1 BIM-Ziele Die Ziele für Verkehrsstationsprojekte gemäß 1.3.1 BIM-Ziele der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik lauten wie folgt:  Erreichen von Kostensicherheit vor Ausschreibung der Bauleistung  Erhöhung der Planungsqualität und Anwendung der Baustandards  Digitale Übergabe definierter Daten in Betrieb und Instandhaltung  Unterstützung der Öffentlichkeitsbeteiligung In EinfachBIM-Projekten wird die Projektlaufzeit verkürzt. [Diese BIM-Ziele sind vor Ausschreibung projektspezifisch in Abstimmung mit dem BIM- Berater zu prüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Wenn notwendig, sind die BIM-Ziele im Projektverlauf anzupassen.]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 15.05.24 2 Projektspezifische BIM-Ziele und Anwendungsfälle 92

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2.2 BIM-Anwendungsfälle Die Vorgehensweise und Anwendungsfälle sind in 3.7 BIM-Anwendungsfälle der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik näher beschrieben. In nachfolgender Tabelle sind die aus Sicht des AG mindestens anzuwendenden BIM-Anwendungsfälle für Verkehrsstationsprojekte vorausgewählt. Projektspezifische Anpassungen der Anwendungsfälle sind in der nachfolgenden Tabelle zu dokumentieren. Weitere Anwendungsfälle, die aus Sicht des Auftragnehmers erforderlich sind, um die qualitätsgerechte und genehmigungsfähige Planung gemäß Werkvertrag zu erreichen, sind vom Auftragnehmer Planung zu ergänzen. Hierzu gehören auch Anwendungsfälle, die mit dem Zusatz „AN“ gekenn- zeichnet sind, wenn diese nicht vom AG gefordert werden. [Die vom AG geforderten Anwendungsfälle sind projektspezifisch mit dem BIM Berater abzustimmen und den Vergabeunterlagen zur Ausschreibung beizufügen. Projektspezifische Anpassungen der Anwendungsfälle und die Anwendungsfälle des AN sind in der nachfolgenden Tabelle zu dokumen- tieren.]

ProjektphaseAnwendungsfälle der BIM-MethodikAnwendungProjektspezifische Ergänzung der
Anwendungsfälle
(Beispiele)
ProjektdurchführungGetaktete BIM-Projektbesprechungen Die Getaktete BIM-Projektbesprechung ist die Planungsbespre- chung, die bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 durch- geführt wird. Hierfür lädt die Projektleitung des AG mit Planungs- start zu getakteten BIM-Projektbesprechungen ein. Die Taktung ist mindestens 4 Wochen. Je nach Komplexität oder Termindruck wird auf einen zweiwöchentlichen oder wöchentlichen Takt erhöht […] Zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechung ist das Koordi- nationsmodell, welches alle Planungsstände der Fachmodelle und Bestandsinformationen beinhaltet. Das Koordinationsmodell dient u.a. der Feststellung des Planungsfortschritts, der Kollision- sprüfung und der Umsetzung der Aufgabenstellung. […]Ja- 2-wöchiger Besprechungsrhythmus
Baubesprechung am Modell Die Baubesprechung am Modell ist die reguläre Baubesprechung. Hierzu lädt die Bauüberwachung mit Start der Bauausführung ein. Das BIM-Modell ist somit Bestandteil der Baubesprechung. Das Gesamtmodell Stufe 2 visualisiert dabei die zu realisierende Pla- nung bzw. Bauausführung. Darüber hinaus kann eine regelmäßi-Ja

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ge modellbasierte Abstimmung des Bauablaufs, Nachverfolgung des Baufortschritts sowie Abgleichs des jeweiligen Bauzustands mit allen Projektbeteiligten am Modell durchgeführt werden. […]
3D-Modellierung - Geometrie und Attribute Die Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem (Koordinatensystem Personen- bahnhöfe) mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert. Der geo- metrische Detaillierungsgrad (LoG) und die Attribuierung (LoI) hängen von der Projektart, der Projektphase und den Anwen- dungsfällen ab. […] Detaillierungsgrad und Informationsgehalt des Modells müssen so gewählt werden, dass die im BIM-Projektabwicklungsplan festgelegten BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle umgesetzt werden können. […]Ja
Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung Aus BIM-Modellen können Visualisierungen für die Öffentlich- keitsarbeit abgeleitet werden. Visualisierungsvarianten können 3D-Renderings, Videos, VR/AR-Anwendungen, 3D-Drucke oder einfache Screenshots sein. […] Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstim- mung mit dem AG in Anhängigkeit des jeweiligen Verwendungs- zwecks festgelegt. […]Ja- Hochauflösendes Foto Rendering für Denkmalschutz -Einfache VR Anwendung (Standpunkt- bezogen) für Bestand
Projektkommunikation – Modellbasierte Digitale Protokollierung und Aufgabenverwaltung (AN) In Projekten ist die modellbasierte digitale Protokollierung von Kollisionen, Aufgaben und Änderungen zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechungen. Der Austausch des Protokolls unter den Projektbeteiligten erfolgt im standardisierten Austauschformat BCF durch den AN. Zusätzlich ist das Protokoll im Anschluss an jede BIM-Projektbesprechung als .pdf-Dokument in die Projekt- kommunikationsplattform zu laden. […] Die Verwaltung der Kollisionen, Aufgaben und Änderungen erfolgt in einer für alle Projektbeteiligten zugänglichen Verwaltungssoft- ware. Dem Auftraggeber werden hierfür vom Hauptauftragnehmer Planung Zugänge für die gesamte Projektlaufzeit zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Zugänge wird vom AG vor Ausschreibung-Bereitstellung von 5 Zugängen zur Verwaltungssoftware für den AG

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im BAP festgelegt. […]
Bestand/ Grundla- genermittlungBestandserfassung mittels Punktwolke Die Bestandserfassung ist die Erfassung des IST-Zustands eines bestehenden Bauwerks und der Umgebung mittels georeferen- zierten Punktwolken. […] Die Übergabe zur Langzeitarchivierung an I.IPM 1 erfolgt nach Abnahme der Vermessungsleistungen (Punktwolkendateien) durch die Projektleitung.Ja- projektspezifische Reduzierung der Anzahl der zu übergebenden Datenträ- gern für Punktwolkendaten von 3 auf 2 St
Grundlagenmodell als Planungsgrundlage Die BIM-Methodik bedarf einer für die Planungsaufgabe erforder- lichen detaillierten Bestandsaufnahme der Fachgewerke, der Umgebung und des Baugrunds, die in einem Grundlagenmo- dell zusammengefasst werden. Damit wird eine eindeutige Pla- nungsgrundlage für den Aufsatz der Neuplanung erreicht. […]Ja-
Planung/Baurecht3D-Kollisionsprüfung […] Die Kollisionsprüfung erfolgt planungsbegleitend durch ein regelmäßiges Zusammenführen aller Fachmodelle sowie Be- standsinformationen (z.B. Punktwolken, 2D-Bestandspläne, Ver- messungsdaten etc.) in ein Koordinationsmodell und ist mit ge- eigneter Software durchzuführen. […] Die BIM- Projektbesprechungen dienen zur Besprechung der Koordinati- onsmodelle sowie der Abstimmung zu Konflikten und Kollisionen. Festlegungen zur Konfliktbehebung werden ebenfalls dort getrof- fen. […]Ja
3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) Die Variantenentscheidung erfolgt im Rahmen der Vorplanung. Die Visualisierung als 3D-Modell erleichtert die Entscheidung für die Lage (z.B. der Bahnsteige) und das Bauwerk (z.B. Ausfüh- rungsvariante des Bahnsteigdach). […] Der Detaillierungsgrad ist so zu wählen, dass sowohl die ent- scheidungsrelevanten Projektparameter (Kosten, Termine, Quali- tät) bestimmt werden können, als auch die Nutzer der Anlagen die Betriebs-, Instandhaltungstauglichkeit und Kundenfreundlich- keit bewerten können. […]Ja
2D-Planableitung aus 3D-Modellen […] Die erforderlichen 2D-Pläne (z.B. Genehmigungspläne, Aus-Ja-

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führungspläne) sind aus den 3D-Modellen abzuleiten. […] Alle aus dem Modell auszugebenden Plandarstellungen müssen ei- nem einheitlichen Format folgen. Für alle Pläne ist eine eindeuti- ge Dateikennzeichnung anzuwenden. Hierbei ist die Ril 813.0104 für Projekte des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zu beachten. […]
Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D- Visualisierung Die 3D-Visualisierung führt zu einer erheblichen Erleichterung der Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange, wie Denkmal- schutz, Kommune, Aufgabenträger, Behindertenverbände, Anlie- ger und dem Eisenbahnbundesamt. Für die Genehmigungspla- nung sind in der Regel einfache Renderings und/oder die Mög- lichkeit der Betrachtung mit einer Virtual Reality-Anwendung, z.B. Google-Cardboard, ausreichend. […]Ja
Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) Dem AN wird empfohlen, dass die Darstellung der Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (wie z.B. Sperrzonen, Zugangsbeschränkungen, Fluchtwege, Lotsen- punkte, Brandbekämpfung, Betriebsabläufe, Fußgängerzonen etc.) im Modell erfolgt. Diese Maßnahmen sind ggf. in Zusammenhang mit temporären Bauzu- ständen oder Einrichtungen darzustellen. Darüber hinaus kann die Modellierung zusätzlicher Objekte, wie z.B. Gefahrenbereiche (Gleisbereich, Oberleitungsbereich, Flucht- und Rettungswege im Bestand etc. projektspezifisch er- forderlich werden. […]
Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen Die modellbasierte Mengenermittlung basiert auf der Ableitung von Mengen aus den Fachmodellen, indem die in den Fachmo- dellen enthaltenen Bauteile und deren Informationen ausgewertet werden. Die Mengenermittlung stellt die Grundlage der Kosten- ermittlung je Leistungsphase sowie der LV-Erstellung dar. Es wird daher empfohlen, das Modell entsprechend der erforderlichen Kostenstruktur zu attribuieren, sodass eine strukturierte Men- genermittlung ermöglicht wird.Ja

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Der Nachweis der Richtigkeit der Mengenermittlung und die Si- cherstellung der Verwendung der Bauteile und Standardleistungs- texte aus der Bauteilbibliothek der DB InfraGO AG muss durch den Auftragnehmer erfolgen. AN liefert in Rahmen des Anwen- dungsfalls ein Bericht /Nachweis/Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden. […]
Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung von Bauleistungen sind aus Fachmodellen abzuleiten. Hierzu sind die Bauteile der Fachmodelle mit dem zugehörigen LV zu verknüpfen. Für die Baustandards Personenbahnhöfe liegt diese Verknüpfung in ei- nem Stammprojekt für iTWO® 5D vor. […]Ja-
Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruk- tur (AN) Im Rahmen der Kostenermittlung obliegt dem AN die Abstim- mung und Zuordnung zu Kontierungszielen (PSP-Elemente, AiB, Kostenstelle, Aufwand) und Finanzierungskennzeichen für das jeweilige Projekt. Hierfür werden die Kontierungsziele und Finan- zierungskennzeichen durch den AN als Attribut im BIM-Modell hinterlegt und mit den zuständigen Stellen modellbasiert abge- stimmt. […]
Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe Das BIM-Modell bildet die Planungswahrheit ab und stellt somit die Grundlage für die Erstellung aller Vergabeunterlagen dar. Das Modell wird im Vergabeverfahren zusätzlich über das DB Verga- beportal zur Verfügung gestellt. Das BIM-Modell wird hierdurch zum Vertragsbestandteil. […]Ja-
Bemessung und Nachweisführung (AN) Der AN kann durch die Nutzung eines BIM-Modells für Bemes- sung und Nachweisführung die Baustatik nachvollziehbar erstel- len. Des Weiteren können modellbasiert durch den AN Simulationen, wie Überflutung, Lärm- und Schadstoffausbreitung, Fahrgastlen- kung, Personenstromsimulation, Flucht- und Rettungsweg, Ener- gienachweis etc. als Grundlage zur Nachweisführung erstellt werden. […]-

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Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) Der AN kann die Regelkonformität des BIM-Modells mit Hilfe ei- ner entsprechenden Software und den dort hinterlegten Regeln der Ril 813 überprüfen. Die Ril 813 ist vom AG so aufbereitet, dass die entsprechenden Anforderungen (z.B. einzuhaltende Ab- stände) in einer Prüfungssoftware umgesetzt werden können.-
Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) Der AN kann die Baubarkeit seiner Planung unter der gegebenen Randbedingungen durch eine modellbasierte Bauablaufplanung überprüfen. Durch die Verknüpfung von Bauteilen eines oder mehrerer 3D-Modelle mit einem oder mehreren Terminplänen kann der Bauablauf am Modell visuell dargestellt werden (4D- Modell). Inwiefern provisorische Bauteile, Baubehelfe etc. im Bauablauf zu berücksichtigen sind, ist projektspezifisch abzu- stimmen. […].-
Bau- und Ausfüh- rungsphaseErstellung eines As-Built-Modells Der AN erstellt ein As-Built-Modell, das den IST-Zustand des er- richteten Bauwerks abbildet. Das As-Built-Modell stellt in der Regel eine Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung des Gesamtmodells Stufe 2 dar. Als ergän- zende Grundlage zur Erstellung des As-Built-Modells können auch Punktwolken verwendet werden. […]Ja-
Digitale Übergabe von Bauteilinformationen Der AN erstellt das As-Built-Modell und vervollständigt die Attribu- ierung der Bauteile entsprechend den Vorgaben zum LoI und übergibt diese in Form einer Übergabetabelle zwei Wochen vor Abnahme der Bauleistung an den AG. […]Ja
As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) Erfassen des gebauten IST-Zustands eines Bauwerks und der Umgebung mittels georeferenzierter Punktwolken. […] Die Genauigkeit der Punktwolken, die im Laufe der Bauausfüh- rung punktuell erstellt werden (z.B. Bauzustände, überbaute Be- reiche), können in Abstimmung mit dem AG in einer geringeren Genauigkeit erfasst werden. […]- vor Überbauung unterirdi- scher/überbauter Bereiche ist eine As- Built-Erfassung durchzuführen. Zum Abgleich des Bauzustands wird eine As- Built-Erfassung alle zwei Wochen erfor- derlich.
As-Built-Kontrolle (AN) Die As-Built-Kontrolle ist ein Bearbeitungsschritt, bei dem das

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geplante 3D-Modell der gefertigten IST-Geometrie sowie allen geometrischen und nicht-geometrischen Attributen eines Bauteils oder Bauwerks gegenübergestellt wird. Dabei wird der IST- Zustand mittels Punktwolke erfasst und innerhalb eines Validie- rungssystems mit dem As-Built-Modell überlagert und abgegli- chen. […]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 2 Projektspezifische BIM-Ziele und Anwendungsfälle 99

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3 Organisation im Projekt

3.1 BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten Die projektspezifischen BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten gem. 3.2 Rollen und Verantwort- lichkeiten des Auftragnehmers der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik des Bieters (bzw. des Auftragnehmers) inkl. namentlicher Benennung sind hier darzustellen und erforderli- chenfalls vom AN im Projektverlauf hier fortzuschreiben. [Mit Angebotsabgabe sind vom Bieter die im Projekt eingesetzten BIM-Rollen und die jeweiligen Verantwortlichkeiten inkl. namentlicher Benennung entsprechend den Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik (falls erforderlich, mit ergänzender Beschreibung) zu bestimmen und hier darzustellen. Sofern die Projektorganisation nicht von den Vorgaben abweicht, ist eine er- neute Auflistung der einzelnen Verantwortlichkeiten nicht notwendig. Erfolgt die Umsetzung einer einzelnen Rollenbeschreibungen von mehreren Mitarbeitern oder vice versa, muss dies - inkl. Zuordnung der jeweiligen Verantwortlichkeiten- entsprechend dargestellt werden. Sofern BIM-Rollen in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik nicht beschrieben sind, kann ein ergänzender Vorschlag zur Umsetzung im BAP unterbreitet werden (z.B. in Großprojekten die Unterteilung in BIM-Fachkoordinator und BIM-Gesamtkoordinator].

3.2 Projektorganisation Mit Angebotsabgabe ist die gesamte Projektorganisation des Bieters (bzw. Auftragnehmers) einschließlich der Nachunternehmer hier als Projektorganigramm einzufügen und im Projektver- lauf vom AN fortzuschreiben. [Das Projektorganigramm sollte mindestens folgende Kriterien berücksichtigen:  eine nachvollziehbare grobe Struktur der gesamten Projektorganisation ist erkennbar  Berücksichtigung der Rollen gemäß Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik  Berücksichtigung der im Projektauftrag aufgeführten Gewerke]

3.3 Projektbeteiligtenliste [Die tabellarische Übersicht aller Projektbeteiligten und Schnittstellen des Auftragnehmers ist 4 Wochen nach Auftragserteilung zu befüllen sowie um weitere Beteiligte zu ergänzen. Die tabel- larische Übersicht ist vom AN im Projektverlauf fortzuschreiben. Alternativ kann hier auch auf eine im Projekt vorhandene Projektbeteiligtenliste verwiesen werden. Hierbei ist zu berücksich- tigen, dass alle Projektbeteiligten Zugriff auf die Liste haben.]

Funktion / SchnittstelleNach- undFirma(AN)/ (NU)/E-Tel.
Vorname(HAN P/B)*MailNr
BIM-Koordinator des AN Objektplaner
BIM-Modellersteller Objektplanung
BIM-Modellersteller Technische Ausrüs- tung
BIM-Modellersteller Tragwerksplanung
Vermesser Grundlagenmodell
BIM-Modellersteller technische Stre- ckenausrüstung OLA
BIM-Modellersteller technische Stre- ckenausrüstung 50Hz
BIM-Modellersteller technische Stre- ckenausrüstung TGA
BIM-Modellersteller technische Stre-

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 3 Organisation im Projekt 100

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ckenausrüstung LST
BIM-Modellersteller technische Stre- ckenausrüstung Be-/Entwässerung
BIM-Modellersteller technische Stre- ckenausrüstung Oberbau
Schnittstelle zum GB Fahrweg der DB InfraGO AG
Schnittstelle zu DB Energie GmbH
Schnittstellen zu weiteren TÖBs
…
…
  • AN – Auftragnehmer NU- Nachunternehmer HAN P/B-Hauptauftragnehmer Pla- nung/Bauausführung

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 3 Organisation im Projekt 101

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4 Qualitätssicherung

Die Sicherstellung der Planungsqualität verantwortet der Auftragnehmer. Die Anforderungen des Auftraggebers an die Qualitätssicherung und deren Dokumentation sind insbesondere in Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht sowie 3.9 Sicherung Modellqualität der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, Anlage 15 des Architekten-/ Ingenieurvertrages, beschrieben. [Der Bieter erläutert nachfolgend seine Strategie zur internen Qualitätssicherung (Punkt 1). Die Strategie ist durch den Auftragnehmer 4 Wochen nach Auftragserteilung um Punkt 2 und 3 in Bezug auf das Gesamtprojekt zu vervollständigen sowie im Projektverlauf innerhalb dieses Do- kumentes zu detaillieren und fortzuschreiben. Zur Angebotsabgabe muss die Erläuterung zur Qualitätssicherung mind. die gem. Punkt 1 benannten Punkte beinhalten:

  1. Interne Qualitätssicherung der Fach- und Objektplanung. Die Prozessbeschreibung be- inhaltet nachfolgend aufgeführte Teilaufgaben, denen jeweils Zuständigkeiten sowie Zeitpunkte bzw. Frequenzen zugeordnet sind:

 Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen (gem. 2.1

Qualitätssicherungsbericht)

 Überprüfung der Projektanforderungen (gem. 2.2 Qualitätssicherungsbericht)

 Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell (gem. 2.3

Qualitätssicherungsbericht)

 Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen (gem. 2.4

Qualitätssicherungsbericht)

 Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz (gem. 2.5 Qualitätssicherungsbericht)

  1. Gesamtprozess der Qualitätssicherung (inkl. Frequenzen, Zuständigkeiten)
  2. Werkzeuge/Anwendungen für die Qualitätssicherung]

4.1 Strategie der Qualitätssicherung ……………………………..

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 4 Qualitätssicherung 102

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5 Strategie der Zusammenarbeit

Nachfolgend ist die Zusammenarbeit in Bezug auf die Organisation und technologische Unter- stützung im BIM-Projekt darzustellen.

5.1 Organisation der Zusammenarbeit – Besprechungsmanagement Alle notwendigen Projektbesprechungen zwischen AN und AG sind hier aufzulisten. Zudem sind interne Besprechungen des AN in der Tabelle zu ergänzen. Siehe auch 2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. [Die Tabelle ist vom AN in Abstimmung mit dem AG 4 Wochen nach Auftragserteilung zu er- gänzen und im Projektverlauf fortzuschreiben.]

BezeichnungProjektphaseFrequenz
BIM-KickOffPlanung
BIM-ProjektbesprechungPlanung4-Wochen, abgleichen mit dem Anwen- dungsfall „getaktete BIM- Projektbesprechung“
………
………
Ergänzendes Besprechungs- konzept des AN:
BIM-Projektbesprechungen des AN PlanungPlanung…
BIM-Projektbesprechungen des AN BauausführungBauausführung…
………

[Weitere projektspezifische Erläuterungen sind durch den AN zu ergänzen.] ……………………………………………………………………… ……………………………………………………………………… ………………………………………………………………………

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 5 Strategie der Zusammenarbeit 103

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6 Datenaustausch und -lieferung

6.1 Gemeinsame Datenumgebung Die Projektkommunikationsplattform ist gem. 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projekt- kommunikationsplattform der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als gemeinsame Datenumgebung im Projekt vertraglich vereinbart und zu verwenden. [Projektspezifische Festlegungen, wie z.B. Teilnehmer des AN oder Ansprechpartner des AG etc. können hier dokumentiert werden.]

6.2 Softwareumgebung und -schnittstellen Nachfolgende Darstellung (z.B. als grafische Darstellung der im Projekt verwendeten Software- landschaft) zeigt die Software und deren Schnittstellen, die vom Bieter (bzw. Auftragnehmer), zur Erfüllung der werkvertraglich vereinbarten Planungsaufgabe, eingesetzt wird. [Eine Planung in der BIM-Methodik erfolgt kollaborativ zwischen den Beteiligten auf digitaler Grundlage. Hierfür ist vor Beginn der Planung zu eruieren, welche Software die jeweiligen an der Planung Beteiligten nutzen. Angaben zu Software und Schnittstellen erfolgen 4 Wochen nach Angebotserteilung vom AN und werden im Projektverlauf fortgeschrieben.]

6.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch Nachfolgend sind die eingesetzte Software je Anwendungsfall/-bereich und die Datenformate der Eingangs- und Ausgangsdaten als Grundlage des Datenaustauschs gem. Abschnitt 1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch und 3.8.3 Software und Datenaustausch- formate der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik vom Bieter zu beschreiben. Nach Auf- tragsvergabe ist die Tabelle vom AN fortzuschreiben. [Die folgende Tabelle kann dabei als Muster dienen und ist projektspezifisch auszufüllen. Exemplarisch wurden einige mögliche Schnittstellen dargestellt.]

Input
SoftwareVersionOutputInhaltAnwendungsbereich
Autodesk Revit20xx.dwg / .rvtBestand als Lageplan im dwg-Format inkl. Höhenpunkte und DGM3D-Fachmodelle (alle in 3D geplanten Gewerke)
.rvt / .ifc
Caneco BIM.rvtRevit-AddOn für Elektrotechnik
.rvt
Caneco BTproprietärPlanung Elektrotechnik
proprietär
liNear.rvtRevit-AddOn für Gebäudetech- nik
.rvt
digipara lift- designer.ifcPlanung Aufzugstechnik
.ifc

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 6 Datenaustausch und -lieferung 104

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RELUX.rvtRevit-AddOn für Lichtplanung
.rvt
InfoCAD.ifcTragwerksplanung
.ifc
Autodesk Navisworks20xx.rvt / .dwg / .ifc3D-Koordinationsmodell
.nwc / .nwd
MS Project20xxTerminplanung
.mpp
iTWO 5D.cpixmlKostenermittlung / LV- Erstellung
.GAEB
Autodesk Vault20xxTeil der CDE / Planlauf / Abla- ge und Freigabe der Eingangs- daten / Archivierung
Thinkproject!CDE des AG/ Planmanage- ment / Ablage und Freigabe / Archivierung

6.4 Datenlieferungsplan Als Grundlage für den modellbasierten Informations- und Datenaustausch zwischen AN und AG sowie weiteren Projektbeteiligten sind Übergabefrequenzen/Abgabetermine der BIM-Modelle einschließlich Fachmodelle zu planen. Grundlage des Datenlieferungsplans stellen die Vorga- ben gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik dar. [Der Bieter übergibt zu Angebotsabgabe einen Datenlieferungsplan, der basierend auf der je- weiligen Planungsaufgabe und verwendeten Software, zu befüllen ist.]

KATEGORIE Projektphase FREQUENZ/MEILENSTEINE Format DB InfraGO AG

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 6 Datenaustausch und -lieferung 105

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[4 Wochen nach Auftragserteilung ist in Zusammenarbeit zwischen PL und AN (Verantwortlich BIM-Koordinator) die Abgabeplanung (Datenlieferungsplan) der Modelle und Fachmodelle für die Projektkommunikationsplattform zu erstellen und an diese zu übergeben. Die Vorgehens- weise zur Datenlieferung ist je nach Konfiguration des Projektraums im Rahmen der Fortschrei- bung des BAPs zwischen AN und AG abzustimmen. Hinweis zur Ablage auf der Projektkommunikationsplattform:  Endstand: Lieferung erfolgt in der Projektdokumentation  Bearbeitungsstände: Lieferung erfolgt im Modellmanagement

Im Modellmanagement werden Fachmodelle dem zugehörigen Fachgewerk und Koordinati- onsmodelle dem Fachgebiet „Übergreifend“ zugeordnet. Im Titel des jeweiligen Modells ist die zugehörige Leistungsphase zu vermerken.

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 6 Datenaustausch und -lieferung 106

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7 BIM-Prozesse

[Nachfolgend sind vom Auftragnehmer die BIM-spezifischen Prozesse darzustellen. Die Pro- zesse müssen mindestens folgende Inhalte aufzeigen:  Prozessteilnehmer  Ablauf  Eingangsgröße (Daten/Dokumente)  Ausgangsgröße (Daten/ Dokumente)  Prüfungen…]

7.1 Gesamtübersicht der BIM-Ausführung [Der übergreifende BIM-Prozess des Projekts ist gemäß vorbenannten Kriterien darzustellen (detaillierte Teilprozesse siehe 7.2).]

7.2 Anwendungsfallbezogene Prozesse [Die projektspezifischen BIM-Prozesse sind je Anwendungsfall darzustellen. Der BIM- Berater kann Anwendungsfälle bestimmen, zu denen eine Darstellung nötig ist. Ist diesbezüg- lich nichts angegeben, sind die Prozesse aller vertraglich vereinbarten Anwendungsfälle darzu- stellen.]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 7 BIM-Prozesse 107

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8 Modellstruktur und -inhalte

Hinsichtlich Modellstruktur und -inhalte der BIM-Modelle sind grundsätzlich die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, insbesondere 3 BIM-Pflichtenheft sowie Anlage 2 Modellie- rungsrichtlinie, zu beachten. Darüberhinausgehende Anforderungen, Abstimmungen sowie Um- setzungen werden in nachfolgenden Abschnitten dokumentiert.

8.1 Modellstruktur und -inhalte [Der AN dokumentiert hier Struktur und Inhalte der BIM-Modelle des Projekts vier Wochen nach Auftragserteilung und schreibt diese erforderlichenfalls im Projektverlauf fort.]

8.2 Koordinatensystem Das Koordinatensystem Verkehrsanlagen ist gemäß BIM-Pflichtenheft anzuwenden und vom AN in einer CAD-Datei (z.B. .dwg) für das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe und DB_REF2016 zu dokumentieren. Darüber hinaus ist der verwendete Transformationsparame- tersatz vom AN zu übergeben, sowie Angaben zum Koordinationskörper allen Projektbeteiligten zur Verfügung zu stellen. [Die Dokumentation erfolgt gem. nachstehender Auflistung 4 Wochen nach Auftragserteilung vom AN in der Projektkommunikationsplattform. Die Verlinkung zum Projektraum ist hier einzu- fügen.] [Das geodätische Bezugssystem wird vom AG (Abstimmung zwischen PL, BIM-Berater und vermessungstechnischer Berater) vorgegeben und nachfolgend, sofern bekannt vor Ausschrei- bung, dokumentiert.]

Koordinatensystem: Anwendung des Koordinatensystems Personenbahnhöfe (VA-System) des jeweiligen Bahn- hofs. [Der verwendete Transformationsparametersatz müssen in der Projektkommunikationsplattform vom AN für die unterschiedlichen verwendeten Softwaren abgelegt werden (P113.012 Fest- punktfeld). Der Gesamtparametersatz steht auf der Informationsplattform zur Verfügung. Der Link zur abgelegten Datei in der PKP ist hier einzufügen.]

Koordinatensystem (CAD-Datei) des lokalen Koordinatensystem Verkehrsanlage und des DB REF:

[Die Dateien werden ebenfalls unter (P113.012 Festpunktfeld) in Projektkommunikationsplatt- form abgelegt und hier im BAP verlinkt.]

8.3 Informationsgehalt der Modelle (LoI) Die Attribuierung erfolgt gemäß 3.3 Modellierungsrichtlinie der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Weitere zur Umsetzung von Anwendungsfällen erforderliche Attribute sollen hier vom AN im Projektverlauf dokumentiert werden. [Die Attribute der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik decken Anlagen der Standard- verkehrsstationen ab. Sofern zusätzliche Attribute z. Bsp. für technische Anlagen im Empfangs- gebäude oder in UPVA vom AG gefordert werden, sind diese entweder vor Ausschreibung oder im Projektverlauf hier zu dokumentieren. Auflistung von zusätzlichen Attributen hier, vorgege- ben durch AG]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 8 Modellstruktur und -inhalte 108

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8.4 Genauigkeitsgrad der Modelle (LoA) Der Genauigkeitsgrad der Modelle ist als Level of Accuracy (LoA) gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) und 4.5 Level of Accuracy (Anlage 2 Modellierungsvorschrift) beschrieben. [Der AN dokumentiert hier den Genauigkeitsgrad für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand, sowie die Modellierungsgenauigkeit bezo- gen auf den modellierten Bestand der BIM-Modelle des Projekts 4 Wochen nach Auftragsertei- lung oder spätestens zu Beginn der Erstellung des Grundlagenmodells]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 8 Modellstruktur und -inhalte 109

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9 Anlagen

[hier bitte alle erforderlichen Anlagen auflisten]

LP05-06-V01 Anlage 1 BIM-Projektabwicklungsplan (BAP), I.IPM 4, 31.01.24 9 Anlagen 110

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Anlage 2

Modellierungsrichtlinie

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 112

Index 114

Geltungsbereich 115

Abbildungsverzeichnis 116

Tabellenverzeichnis 117

1 Anwendungsbereich 118

2 Anforderungsmanagement 119

3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 120 3.1 Modellierungssoftware 120 3.1.1 Revit 120 3.1.2 Allplan 120 3.1.3 card_1 120 3.1.4 ProVI 120 3.2 Revit-Vorlagedateien 120 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek 120 3.2.2 Revit-Projektvorlage 120 3.2.3 Beispielprojekt 121 3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei 121

4 Anforderungen an BIM-Modelle 122 4.1 Modellierungsgrundsätze 122 4.2 Modell- und Bauteileinheiten 122 4.3 Level of Geometry (LoG) 122 4.4 Level of Information (LoI) 124 4.5 Level of Accuracy (LoA) 124 4.6 IFC und Property Sets 125 4.7 Projektnullpunkt 126 4.8 Phasendarstellung 126 4.9 Koordinationskörper 126 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte 127 4.11 Kollisionsfreiheit 128 4.12 Dateikennzeichnung 129 4.12 Dateigrößen 129

5 Anforderungen an Bauteile 130

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Inhaltsverzeichnis 112

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5.1 Bauteilbezeichnung 130 5.2 Material, Texturen und Schraffuren 130 5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen 130

6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 131 6.1 Verkehrsanlage 131 6.1.1 Oberbau 131 6.1.2 Gleisachse 131 6.1.3 Lichtraumprofil 131 6.1.4 Oberleitungsbereich 132 6.2 Hochbau 133 6.2.1 Ebenen 133 6.2.2 Achsraster 134 6.2.3 Tür- und Raumbezeichnung 134 6.3 Baugrund 134

7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz 135 7.1 Schematische Darstellungen 135 7.2 Darstellung der Ausführungsdetails 135 7.3 Symbolische Repräsentationen 135 7.4 Plankopf 135 7.5 Beschriftungen und Bemaßungen 136 7.6 Layerkennzeichnung 136 Anhang Anhang 1 Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund 137

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Inhaltsverzeichnis 113

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Index

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.015.10.2015ErstausgabeI.SBB (3)
021.127.11.2015I.SBB (3)
031.215.12.2015I.SBB (3)
041.326.04.2016Ergänzung UrheberrechtspassusI.SBB (3)
051.401.10.2016I.SBB (3)
061.522.12.2016Ergänzung Umgebungsmodell (Abschnitt 3.1) Ergänzung Anforderungen an die Modellierungs- genauigkeit (Abschnitt 3.7) Zusammenfassung der Abschnitte 3 und 4I.SBB (3)
071.610.05.2017Ergänzung LoD/LoI 500 im Abschnitt „Zusammen- spiel der einzelnen Dokumente“I.SBB (3) I.NP
081.701.11.2019Änderung des Geltungsbereiches ausschließliche Anwendung der Vorgaben für DB Station&Service AG Projekte Löschung der DB Netz AG bezogenen fachlichen InhalteI.SPM (S)
091.829.01.2021Abschnitt 3.1 verschoben in BIM-Pflichtenheft (BIM- Modelle) Abschnitt 3.5 integriert im BIM-Pflichtenheft (Model- lierungsvorschrift) Abschnitt 3.6 integriert in Anlage 10 LoII.SPM(S)
102.015.11.2023Vollständige Überarbeitung: Anpassung Gliederung, Präzisierung der Anforde- rungen an Modelle und Bauteile (IFC und Property Sets, Projektnullpunkt, Phasendarstellung, Koordi- nationskörper), ergänzende Anforderungen Fach- modelle Verkehrsanlage (Darstellung Oberbau, Gleisachse, Lichtraumprofil, Oberleitungsbereich) und Hochbau (Ebenendefinition), Ergänzung Level of Accuracy (LoA), Einführung Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell BaugrundI.SPM 4
112.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM-Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Model- lierungsrichtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM- Fachmodell Baugrund (Abschnitt 1)I.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Index 114

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Geltungsbereich

Dieses Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte
des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG und ist verbindlich anzuwenden.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei komplexen Projekten sind die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und pro-
jektspezifisch zu ergänzen.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jeweili-
ge Rolle im Projekt zu beachten.
Die Modellierungsrichtlinie ersetzt nicht die allgemein anerkannten Regeln der Technik, son-
dern ist als ergänzendes Dokument für die Modellerstellung zu betrachten.
Die vorliegende Modellierungsrichtlinie ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG
steht an diesem Dokument das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der Zu-
stimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die geschäfts-
verantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Geltungsbereich 115

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 25 Schematische Darstellung LoG-Stufen.............................................................. 123 Abbildung 26 Messgenauigkeit Punktwolke ............................................................................ 125 Abbildung 27 Modellierungsgenauigkeit Bauteil ...................................................................... 125 Abbildung 28 Pset "DB" .......................................................................................................... 126 Abbildung 29 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau ........................................................... 126 Abbildung 30 Koordinationskörper .......................................................................................... 127 Abbildung 31 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten ..................................................... 128 Abbildung 32 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen ............ 130 Abbildung 33 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig ................................................................... 132 Abbildung 34 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich ............................................. 132 Abbildung 35 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01 ..................................................... 133 Abbildung 36 Bezeichnungen der Hauptebenen [Geschossbezeichnung = Ebenenbezeichnung], links: Neubau, rechts: Bestand ............................................................................................... 133 Abbildung 37 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt ......................................................... 135 Abbildung 38 Darstellung Detail 1 ........................................................................................... 135

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Abbildungsverzeichnis 116

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Tabellenverzeichnis

Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten ................................................................................... 122 Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit ..................................................... 124 Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle . 128

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 Tabellenverzeichnis 117

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1 Anwendungsbereich

Die Modellierungsrichtlinie enthält die allgemeine Methode zur Ermittlung der Anforderungen an ein Projektinformationsmodell, das aus den Modellen und den mit diesen Modellen verknüpften Daten und Dokumente besteht. Vom AN sind die zur Erfüllung des Planungsauftrags erforderlichen, zusätzlichen Anforderun- gen nach der dargestellten Methode selbstständig zu entwickeln und anzuwenden. Abweichungen von den Anforderungen des AG durch z. Bsp. geänderte Planungsmethoden, zusätzliche projektspezifische Anforderungen oder neue Erkenntnisse sind abzustimmen und bedürfen der Zustimmung des AG. Die Abweichungen sind vollumfänglich im BIM- Projektabwicklungsplan zu dokumentieren. Die Modellierungsrichtlinie richtet sich an alle Auftragnehmer, die vorgefertigte bzw. bereitge- stellte Bauteile einsetzen oder neue Bauteile für den reibungslosen Planungsablauf projektspe- zifisch erstellen. Die Modellierungsrichtlinie ist als Leitfaden und zugleich als Arbeitsanweisung zu verstehen. Abweichungen durch z.B. geänderte Planungsmethoden oder neue Erkenntnisse sind idealer- weise vor Projektbeginn mit allen Projektbeteiligten abzustimmen. Während eines laufenden Planungsprozesses sind Abweichungen oder Änderungen von der Modellierungsrichtlinie nur dann zulässig, wenn alle Projektbeteiligten dem zustimmen. Diese Änderungen sind vollum- fänglich zu dokumentieren, damit überprüft werden kann, ob es sinnvoll ist die Modellierungs- richtlinie für zukünftige Projekte entsprechend anzugleichen.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 1 Anwendungsbereich 118

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2 Anforderungsmanagement

Die Anforderungen des AG an BIM-Modelle und Bauteile ergeben sich aus den Zielen und An- wendungsfällen der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Projektspezifisch können Zie- le und Anwendungsfälle ergänzt werden. Sollte dies der Fall sein, so sind auch die Anforderun- gen an Modelle und Bauteile neu zu bewerten und nach Bedarf ebenfalls zu ergänzen. Pro- jektspezifika sind nach gemeinsamer Abstimmung zwischen dem AN und dem AG im BIM- Projektabwicklungsplan zu dokumentieren. Der AN ist verpflichtet die Modellierungsgenauigkeit auf die Erfüllung der Planungsaufgabe auszurichten. Die Modellierungsgenauigkeit ist mindestens so wählen, dass die Ziele und An- wendungsfälle des AG erfüllt werden. Sollten durch andere Fachplanungen im Sinne der rei- bungslosen kollaborativen Zusammenarbeit erhöhte Anforderungen erforderlich werden, so ist dies gemeinsam möglichst frühzeitig abzustimmen und eben falls im BIM- Projektabwicklungsplan zu dokumentieren. Projektbeispiel: Im Rahmen des Projekts wird eine Bahnsteigverlängerung geplant. Ein Oberleitungsabspanner ist in der Nähe des Baufelds und es ist unklar, ob dieser von der Maßnahme betroffen ist. Kon- krete Anforderungen des AG zur geometrischen Modellierung liegen nicht vor. Es wird lediglich eine „exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen Bestand und Planung zur Beurtei- lung der Abhängigkeiten“ gefordert. Unabhängig von den Anforderungen des AG ist der AN im Rahmen der Erfüllung der Planungs- aufgabe verpflichtet den Oberleitungsabspanner vereinfacht zu modellieren, da das Risiko be- steht, dass dieser im Baufeld liegt bzw. eine Rolle im Rahmen des Bauablaufs spielen kann. Der AN Bau kann ebenfalls eigene Ziele zur Anwendung der BIM-Methodik verfolgen, etwa um den Bauablauf zu simulieren und die Logistik darauf auszurichten oder um Abrechnungen er- leichtert durchzuführen. Diese Anwendungsfälle können zu spezifischen Anforderungen an die Modelle und Bauteile führen. Das Anforderungsmanagements ermittelt die funktionalen Voraussetzungen, Verantwortlichkei- ten, Zeiträume und Lieferungsformate (Geometrie, Attribute oder Dokumente). Das Ergebnis ist eine Liste der prüfbaren Anforderungen an die Modelle und Bauteile, durch die Beantwortung der folgenden Fragen:  Wer hat eine Anforderung?  Was wird gefordert?  Warum wird es gefordert? Welcher Nutzen ergibt sich?  Wie wird die Erfüllung der Anforderung nachgewiesen? (mit Geometrien, Attributen oder Dokumenten?)

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 2 Anforderungsmanagement 119

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3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien

3.1 Modellierungssoftware 3.1.1 Revit Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG stellt für Autodesk® Revit® eine Digitale Bauteilbibliothek, eine Projektvorlage, eine Gemeinsam-Genutzte-Parameter-Datei so- wie ein Beispielprojekt zur Verfügung (s. 3.2 Revit-Vorlagedateien). 3.1.2 Allplan Die ALLPLAN Deutschland GmbH stellt eine Projektvorlage für Verkehrsstationen des Ge- schäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bereit. Die Vorlage beinhaltet Bauteile und Ausstattung in Form intelligenter Objekte, die bereits über alle benötigten Parameter und Informationen verfügen. 3.1.3 card_1 Die IB&T Software GmbH bietet dem Anwender der Software card_1 die Möglichkeit zur Be- rechnung von Bahnsteigkanten und der Erzeugung von 3D-Objekten für den Bahnsteig. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Autodesk® Revit®. 3.1.4 ProVI Die Software ProVI deckt alle Aufgaben der Bahnplanung von der Übernahme von Bestandsda- ten über die Trassierung bis zur Abrechnung ab. Aus der Software können Lage- und Höhen- pläne, Querschnitte sowie zahlreiche andere Auswertungen wie Absteckung oder Massenbe- rechnung erzeugt werden. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Autodesk® Revit®. 1Hinweis: Der Softwarehersteller ist selbst dafür verantwortlich, dass die in der Software ver- wendeten Bauteile dem geltenden Stand des BIM-Contents der DB InfraGO AG entsprechen. Es erfolgt keine Überprüfung seitens der DB InfraGO AG. Da der Auftragnehmer für die Richtig- keit der vertraglich geschuldeten Leistung verantwortlich ist, sollte dieser sich vor Verwendung von der Übereinstimmung der Inhalte überzeugen.

3.2 Revit-Vorlagedateien Alle nachfolgend genannten Vorlagedateien sind auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK veröffentlicht. 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek Die Digitale Bauteilbibliothek des Geschäftsbereichs der DB InfraGO AG beinhaltet die digital vorliegenden Baustandards in Form von Bauteilen für das CAD-Programm Revit®. Durch die Verwendung der Bauteilbibliothek können die benötigten Bauteile individuell in das jeweilige Projekt geladen werden. Sofern die standardisierten Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek, ergänzt um die dazuge- hörigen Regelzeichnungen der Baustandards Personenbahnhöfe, verwendet werden, liegt eine ausführungsreife Planung. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß 4.3 Level of Geometry zu wählen. 3.2.2 Revit-Projektvorlage Zur Erstellung des BIM-Modells und zur 2D-Planungsableitung wird eine Projektvorlage vom Auftraggeber für das Programm Revit® bereitgestellt. Falls Revit® zur Bearbeitung verwendet wird, sollte diese Vorlage verwendet werden.

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Die Projektvorlage beinhaltet voreingestellte Filter, Bauteillisten, Legenden sowie Planvorlagen und Planköpfe. Die Projektvorlage ist zu Beginn eines Projektes in Revit® zu importieren.

3.2.3 Beispielprojekt Das Beispielprojekt zeigt die Umsetzung der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik in Bezug auf die Modellierung in Revit® inklusive musterhafter Pläne. Das Beispiel beinhaltet ei- nen Außenbahnsteig mit zahlreichen Bauteilen aus der Bauteilbibliothek.

3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei Es wird eine Textdatei zu den in Anlage A definierten Attributen in korrekter Schreibweise und Benennung der korrekten Attributtypen als Datei zu gemeinsam genutzten Parametern (Auto- desk Revit®) bereitgestellt.

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4 Anforderungen an BIM-Modelle

4.1 Modellierungsgrundsätze Folgende allgemeine Modellierungsanforderungen gelten:  die Geometrie aller Bauteile muss in Bezug auf Form, Größe (Länge, Breite, Höhe, Flä- che, Volumen), Verortung und Ausrichtung exakt sein  Bauteile sind als geschlossene Volumenkörper zu erstellen  jedes Bauteil besitzt eine eindeutige GUID (Global Unique Identifier), die nicht verändert werden darf  exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen dem Bestand, der nicht von der Planung betroffen ist und dem Planungsbereich, damit alle wechselseitigen Abhängig- keiten beurteilt werden können.  ebenenbasierte Modellierung und Vermeidung von Bauteilversätzen  Vermeidung nicht relevanter Daten im BIM Modell (Duplikate, Referenzen, nicht genutz- te Bauteilfamilien, …)  verzerrungsfreie Modellierung durch Nutzung eines lokalen maßstabsfreien Koordina- tensystems (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) Prinzipiell können die von der BIM-Erstellungssoftware gestellten nativen Bauteile verwendet werden. Bauteile, welche sich nicht klar klassifizieren lassen, werden den am nächsten, kom- menden Kategorien zugeordnet. Falls dies nicht möglich ist, sind sie als generische Objekte zu modellieren. Alle Bauteile sollten somit mit den vorgesehenen Komponenten und Werkzeugen modelliert werden, d.h. Wände mit Wand-Werkzeugen, etc. Wenn das spezifische Werkzeug nicht verfüg- bar oder es nicht geeignet ist, wird die Komponente mit einer geeigneten Methode modelliert.

4.2 Modell- und Bauteileinheiten Alle Modelle und Bauteile müssen metrisch erstellt und abhängig von ihrem Gewerk in den fol- genden Einheiten modelliert werden.

AnforderungenEinheit
Längenmetrischmm, cm, m
Flächenmetrischm²
Volumenmetrischm³

Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten

4.3 Level of Geometry (LoG) Der Detailierungsgrad (Level of Geometry, LoG) liefert genaue Informationen über die geforder- te geometrische Modellierungsgenauigkeit von Bauteilen der jeweiligen Detaillierungsstufe. Vereinfachte und gröbere Darstellungen, die jedoch in ihrer äußeren Abmessung hinreichend genau sind, werden hauptsächlich im Rahmen eines Variantenentscheidungsmodells und des Gesamtmodells Stufe 1 (Genehmigungsplanung) verwendet. Für die Erstellung eines Gesamt- modells Stufe 1 (Entwurfsplanung) und Gesamtmodells Stufe 2 (Ausführungsplanung) wird die Modellierungsgenauigkeit weiter verfeinert.

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Abbildung 25 Schematische Darstellung LoG-Stufen

LoG 100 Anforderungen an Bauteile:  Bauteile müssen in ihrer exakten Lage abgebildet sein  Bauteile müssen optisch als solche identifizierbar sein  Bauteile müssen in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein LoG 200 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 100:  Liegen Bauteile in unterschiedlichen Ausprägungen vor, muss der gewählte Ausprä- gungstyp (z.B. Aufzug) eindeutig identifizierbar sein  Bauteile müssen in ihrer exakten Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein. Ausge- nommen hiervon sind technische Anlagen (TGA). Diese können im Normalfall in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein (projektspezifisch kann eine höhere Detaillierung erforderlich sein).  Bauteile müssen in ihrer exakten Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein  Bauteile müssen in ihrer Oberflächenstruktur (Farbe und Material) realistisch abgebildet sein  Geplante Bauteile müssen herstellerneutral abgebildet werden  Bauteile müssen hinsichtlich der Ausschreibungseinheit mengengenau sein  Bauteile müssen untereinander kollisionsfrei sein LoG 300 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 200:  Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkompo- nenten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst)  Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built- Modell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt LoG 400 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 300:

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 Darstellung von Verbindungselementen (z.B. Schraubenverbindungen und Schweißnäh- te)

4.4 Level of Information (LoI) Jeder Planungsphase sind sogenannte Level of Information (LoI) zugeordnet:  100 (Grundlagenmodell, Variantenentscheidungsmodell)  200 (Gesamtmodell Stufe 1)  300 (Gesamtmodell Stufe 2)  400 (As-Built-Modell) Die Attribuierung erfolgt entsprechend Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik.

4.5 Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy (LoA) definiert den Genauigkeitsgrad in Bezug auf die Mess- /Scangenauigkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile eines Grundlagenmodells. Die Relevanz für die Angabe des Genauigkeitsgrads resultiert aus:  begrenzter Messgenauigkeit des jeweiligen Mess-/Scanverfahrens  Generalisierung bei der Modellierung zum Ausgleich von Abweichungen der realen zur idealen Geometrie (z.B. Ebene, rechtwinklige Oberfläche) Der LoA basiert auf der Standardabweichung, die mit der Klassifizierung der Messgenauigkeit der DIN18710-Ingenieurvermesssung übereinstimmen. Man unterscheidet in fünf Genauig- keitsgrade, wobei die Stufe LoA 50 den höchsten Genauigkeitsgrad beschreibt.

LevelUnterer Bereich (2σ1)Oberer Bereich (2σ1)
LoA1050mmbenutzerdefiniert
LoA2015mm50mm
LoA305mm15mm
LoA401mm5mm
LoA5001mm

Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit 1 eine statistische Regel, die besagt, dass etwa 95 % aller Messwerte innerhalb einer Stan- dardabweichung um den Mittelwert liegen Dabei ist zwischen der Genauigkeit des Aufmaßes (Messgenauigkeit) und der Modellierung (Modellierungsgenauigkeit) zu unterscheiden. Somit wird der LoA sowohl auf die gemessene Genauigkeit als auch die modellierte Genauigkeit angewendet. Innerhalb eines Projekts können unterschiedliche LoA-Stufen für unterschiedliche Bereiche des Aufmaßes bzw. der Bauteile eines BIM-Modells angewendet werden. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsaufgabe, der Bauausführung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist. Der Vermesser gibt die Genauigkeit und Genauigkeitsgrad für die Vermessung inkl. Bestandserfas- sung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand an. Die Messgenauigkeit für die Be- standserfassung mittels Punktwolke ist mit dem Mindestgenauigkeitsgrad für Projekte festgelegt (LoA 40, EinfachBIM= LoA 10). Für im Projektverlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls anzugeben und zu dokumentieren.

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Abbildung 26 Messgenauigkeit Punktwolke

Jedes Bauteil eines Grundlagenmodells, das aus einem Bestandsaufmaß (z.B. Punktwolke) entwickelt wurde, sollte Angaben zur Genauigkeit besitzen, um belastbare Aussagen zur Über- einstimmung der Modellierung des Bestands mit der Realität treffen zu können. Die Modellierungsgenauigkeit wird vom AN bezogen auf den modellierten Bestand im BIM- Projektabwicklungsplan dokumentiert.

Abbildung 27 Modellierungsgenauigkeit Bauteil

4.6 IFC und Property Sets Grundsätzlich muss im Projekt mindestens mit der Version IFC 4 gearbeitet werden. Es ist dabei sicherzustellen, dass der Datenaustausch mit allen Projektbeteiligten und Softwarean- wendungen jederzeit gewährleistet ist. Sollte dies nicht möglich sein, so ist auch die Verwen- dung der Version IFC 2X3 zulässig. Die Festlegung hierüber erfolgt im BIM- Projektabwicklungsplan. Die gem. 4.4 Level of Information geforderten Attribute sind im PropertySet (PSet) „DB“ zu hin- terlegen.

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Abbildung 28 Pset "DB"

4.7 Projektnullpunkt Ein einheitlicher Projektnullpunkt kann grundsätzlich auf den Koordinaten x,y,z = 0,0,0 definiert werden. Der Projektnullpunkt darf während der Planungsphase, der Realisierungsphase und der Bewirtschaftung nicht verändert werden.

4.8 Phasendarstellung Zur Abbildung der Bauphasen im BIM-Modell müssen alle Bauteile durch Attribute und eine farbliche Darstellung in den Ansichtspunkten gekennzeichnet werden. Die Zuordnung der Bauphasen erfolgt über das Attribut „Zustand“ (xs:TEXT):  Wertebereich: Neubau, Bauzeitlich, Bestand, Rueckbau In den 3D-Ansichtspunkten gem. 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte müssen folgende Farbcodierungen für die verschiedenen Bauzustände der Bauteile genutzt werden:  Neubau: Rot (RGB-Code: 255-000-000)  Abbruch: Gelb (RGB-Code: 255-191-000)  Bauzeitlich: Blau (RGB-Code: 020-050-220)  Bestand: Modellfarbe Zur besseren Darstellung können die Bauteile zusätzlich transparent eingefärbt werden.

Abbildung 29 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau

4.9 Koordinationskörper Zur Modellkoordination und Prüfung der Lagerichtigkeit der BIM-Modelle ist der in der Digitalen Bauteilbibliothek (ifc, rvt) bereitgestellte Koordinationskörper zu nutzen. Dieser ist an der Stelle des Projektnullpunktes in allen Fach- und Teilmodellen zu integrieren.

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Abbildung 30 Koordinationskörper

4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte Das BIM-Modell wird gem. geforderter Modellstufe übergeben und besteht aus 2D- und 3D- Informationen. Projektspezifisch kann es erforderlich sein, dass Fachmodelle in Teilmodelle aufgeteilt werden. Dies ist zwischen dem AN und dem AG zum Projektstart abzustimmen und als Modellstruktur im BAP festzulegen. Durch den AN sind voreingestellte Ansichtspunkte gem. nachfolgender Mindestvorgabe je Modellstufe anzulegen. Für das Grundlagenmodell:  Bestandsdaten mit Punktwolken  Bestandsdaten ohne Punktwolken Für das Variantenentscheidungsmodell sowie die Gesamtmodelle Stufe 1 und 2:  Endzustand  Bestand, Rück- und Neubau  Bestand und Neubau  Bestand und Rückbau  Neubau Gewerk/Fachdisziplin 1-n entsprechend der in der Planungsaufgabe enthalte- nen Gewerke  Zusammenhangsmaßnahmen, wie z.B. Behelfsbahnsteig entsprechend Planungsaufga- be und Abstimmung mit dem AG  Draufsichten  Endzustand  weitere Übersichtspläne in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe (z.B. Kabeltrasse, Leitungen) und Abstimmung mit dem AG  Schnitte  Schnitte, z.B. zum Nachweis freizuhaltender Bereiche (z.B. Lichtraumprofil, Oberlei- tungsbereich)  weitere Schnitte in Abhängigkeit von der Planungssaufgabe und Abstimmung mit dem AG  2D-Planableitungen lagerichtig im Modell referenziert

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Für die Varianten 1 bis n sowie für Bauphasen bzw. Bauzustände sind die Ansichtspunkte ent- sprechend vorbenannten Vorgaben analog anzulegen. Weitere gesondert anzulegende Ansichtspunkte sind in Abstimmung mit der Projektleitung in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe anzulegen. Für das As-Built Modell:  Endzustand

Abbildung 31 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten

4.11 Kollisionsfreiheit Für die Kollisionsprüfung in einem Projekt ist es notwendig, dass alle real existierenden Bauteile mit ihren Abmessungen hinreichend genau dreidimensional abgebildet werden. Der Nachweis der Einhaltung der festgelegten Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkei- ten muss z.B. mittels Kollisionsprüfbericht erbracht werden. Projektspezifisch kann eine höhere Genauigkeit erforderlich sein.

ModellstufeFestgelegte Kollisions-LoA-Ansatz (Modellierungs- genauigkeit)
toleranz zwischen Bau-
teilen
Grundlagenmodell-wird vom AN angegeben (gem. 4.5 Level of Accuracy)
Variantenentscheidungsmodell5 cm-
Gesamtmodell Stufe 11 cm-
Gesamtmodell Stufe 21 cm-
As-Built Modell1 cm-

Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle

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4.12 Dateikennzeichnung Für das BIM-Modell ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Fachmodell, Gewerk, …) des BIM-Modells möglich sein.

4.12 Dateigrößen Die Dateigröße für Bauteildateien ist bei voller Funktionalität und sonstiger Anforderung so klein wie möglich zu halten. Die Dateien müssen bereinigt abgespeichert werden. Dies gilt sowohl für native Dateiformate, als auch für IFC-Dateien. Ggf. sind Gesamtmodelle bzw. Fachmodelle in Teilmodelle aufzuteilen, um eine ausreichende Performance in den Softwareapplikationen si- cherzustellen.

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5 Anforderungen an Bauteile

5.1 Bauteilbezeichnung Für das Bauteil ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Kategorisierung, Typ, Material, …) des Bauteils möglich sein. Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sollen grundsätzlich nicht umbenannt werden. Sollte dies dennoch erforderlich werden, so können Präfixe oder Suffixe ergänzt werden.

5.2 Material, Texturen und Schraffuren Alle Bauteile sind mit entsprechenden Materialzuweisungen zu definieren. Die Farbgebung muss realitätsnah und eindeutig sein. Texturen und Schraffuren müssen in ihrer Art und Größe den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sind mit vordefinierten Materialien, Texturen und Schraffuren versehen.

5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen Bevor die Modelle an die Projektbeteiligten und andere Disziplinen zum vereinbarten Zeitpunkt ausgeliefert werden, müssen alle nicht-relevanten Teile und Komponenten aus dem Modell ent- fernt werden. Dies gilt auch für alle Referenzmodelle aus anderen Disziplinen. Die an den Ob- jektplaner zu übergebenden Fachmodelle dürfen nur die Modellelemente beinhalten, die von der jeweiligen Disziplin erstellt oder hinzugefügt wurden.

Abbildung 32 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen

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6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle

6.1 Verkehrsanlage 6.1.1 Oberbau Die Modellierung des Oberbaus erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Trasse. Der Oberbau kann als Regelfahrbahnquerschnitt gem. RIL 800.0130 dargestellt werden. Die Länge des Oberbaus orientiert sich an der Vermessungsgrenze des Projekts. Die Modellierung des Oberbaus wird erforderlich ab der Modellstufe:  Grundlagenmodell 6.1.2 Gleisachse

Die Modellierung der Bahngleisachse erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Trasse. Die Ach- sen dienen als Basis für diverse Planungsaufgaben, sowie der Überprüfung von Abständen fester Einbauten zum Gleis. Zur Modellierung der Bahngleisachsen werden 3D-Polylinien verwendet (d.h. eine durchgehen- de Kette von 3D-Linien). Damit werden nicht nur die Lage der Gleisachse in den X- und Y- Achsen, sondern auch die Höhe durch die Z-Achse berücksichtigt. Die SOLL-Trasse ist in Rot und die IST-Trasse in Gelb darzustellen. Die Länge der Gleisachsen orientiert sich an der Ver- messungsgrenze des Projekts. Die Modellierung der Gleichsachse wird erforderlich ab der Modellstufe:  Grundlagenmodell

6.1.3 Lichtraumprofil Das Lichtraumprofil ist ein standardisierter Querschnitt der Bahninfrastruktur und bildet den Raum ab, welcher für die uneingeschränkte Durchfahrt von Fahrzeugen freizuhalten ist. Die Modellierung dieses freizuhaltenden Raums wird durch eine Verdrängung des anzuwen- denden Lichtraumprofils gem. RIL 800.0130 erreicht. Dabei wird die Unterkante des Profils vom Lichtraumprofil auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt. Die Mittellinie des Profils wird an- hand der Gleisachse ausgerichtet. Das Lichtraumprofil ist entlang der SOLL-Gleisachse als Vo- lumenkörper zu modellieren. Die Länge des Lichtraumprofils orientiert sich an der Vermes- sungsgrenze im Projekt. Die Modellierung des Lichtraumprofils wird erforderlich ab der Modellstufe:

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 Variantenentscheidungsmodell

Abbildung 33 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig

Abbildung 34 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich

6.1.4 Oberleitungsbereich Die Modellierung des Rissbereichs der Oberleitung (Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01) ist durch die Verdrängung eines vordefinierten Profils zu erreichen. Bei der Ver- drängung des Profils muss die Basis des dreieckigen Profils auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt werden. Die Mittellinie des Profils wird anhand der SOLL-Gleisachse ausgerichtet und der Volumenkörper in das BIM-Modell eingefügt. Die Modellierung des Oberleitungsbereichs wird erforderlich ab der Modellstufe:  Gesamtmodellstufe 1

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Abbildung 35 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01

6.2 Hochbau

6.2.1 Ebenen Im Modell müssen eindeutige Ebenen definiert werden. Die Hauptebenen definieren die Oberkante Rohfußboden (OKRFB) der jeweiligen Geschosse, sofern diese bekannt sind. Im Bestand kann aufgrund der örtlichen Gegebenheiten hiervon ab- gewichen werden, da der Fußbodenaufbau oftmals unbekannt ist. Beim Bauen im Bestand kann deshalb auch die Oberkante des Fertigfußbodens als Hauptebene festgelegt werden. Hieraus ergeben sich exemplarisch bezogen auf die Gebäudegeschosse gem. TM2017-03 813.0104A06 Codierungsliste nachfolgende Ebenenbezeichnungen:

Abbildung 36 Bezeichnungen der Hauptebenen [Geschossbezeichnung = Ebenenbezeichnung], links: Neubau, rechts: Bestand

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Hinsichtlich des IFC-Exportes ist zu gewährleisten, dass die Geschosse bzw. Ebenen wie oben beschrieben, dargestellt sind.

6.2.2 Achsraster Die Verwendung eines zu vereinbarenden Achsrasters ist von der Objektplanung in Überein- stimmung mit der Vermessung festzulegen und im BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) zu do- kumentieren. Das Achsraster kann in einer separaten Datei oder in den jeweiligen Grundrissen gezeichnet werden. Die Z-Höhe der Raster ist auf das Niveau des Grundrisses (OKRFB) einzustellen. 6.2.3 Tür- und Raumbezeichnung Für die Bezeichnung der Türen und Räume gelten die nachfolgenden Nomenklaturen. Diese kommt nur dann zur Anwendung, wenn es nicht bereits ein funktionierendes (eindeutiges) Sys- tem vor Ort gibt. Somit wäre in diesen Fällen die Kongruenz zwischen Bestandsplan, EDV- Systemen und dem Türschild vor Ort gewährleistet.

6.3 Baugrund Die Anforderungen an das BIM-Fachmodell Baugrund befinden sich Anhang 1: Steckbrief BIM- Fachmodell Baugrund.

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7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz

7.1 Schematische Darstellungen Alle schematischen 2D-Darstellungen und Beschreibungen, welche nicht direkt aus dem Modell abgeleitet werden können, können mit einer beliebigen Software erstellt werden (z.B. Schacht- protokolle, Anlagenschemata, Funktionsschemata, Stromlaufpläne etc.). Die Dokumente sind mit dem BIM-Modell zu verknüpfen.

7.2 Darstellung der Ausführungsdetails Bei der Darstellung im BIM-Modell ist immer die lagegenaue Abbildung von Bauteilen sicherzu- stellen. Spezifische Details, wie z.B. Schraubverbindungen, produkt- und herstellerspezifische Formgebung etc., können als Ausführungsdetails an die entsprechenden Bauteile im BIM- Modell angefügt werden. Sollten allerdings diese Ausführungsdetails erforderlich sein, um die weiteren Planungsaufga- ben zu erfüllen, z.B. als Eingangsgröße für ein Tragwerksmodell oder aufgrund von beengten Platzverhältnissen, ist eine Abbildung im BIM-Modell erforderlich. Hinweis: Ausführungsdetails sind auf den Planunterlagen darzustellen.

Abbildung 37 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt Abbildung 38 Darstellung Detail 1

7.3 Symbolische Repräsentationen Generell gilt, dass für alle behördlichen Genehmigungsverfahren aller am Projekt beteiligten Fachdisziplinen, 2D-Symboliken darzustellen sind, sofern dies durch Regelwerke/Normen defi- niert ist. Alle Bauteile sind mit entsprechenden Symbolzuweisungen zu definieren. Weiterhin gilt, dass symbolische Repräsentationen dort weiterhin zu verwenden sind, in denen es für die Lesbarkeit von Plänen üblich und unabdingbar ist. Die Plandarstellung muss immer aus dem Modell abgeleitet werden. Symbole müssen in ihrer Art und Größe den Regelwerken/Normen entsprechen.

7.4 Plankopf Die Vorgaben zur Gestaltung des Planschriftkopfes werden dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt.

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7.5 Beschriftungen und Bemaßungen Die Inhalte der Bauteilbeschriftungen und der -bemaßungen auf der Plandarstellung müssen mit den Parametern, den Attributen und der Geometrie der jeweiligen Bauteile übereinstimmen.

7.6 Layerkennzeichnung Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Ausnahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, freige- gebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sichergestellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell weitestgehend den Zeichnungs- standards entspricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauausführung oder Bestandsunterlagen generieren kann.

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Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell

Baugrund

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 138

Index 139

Geltungsbereich 140

Abbildungsverzeichnis 141

1 BIM-Fachmodell Baugrund 142 1.1 Ziele 142 1.2 Modellstruktur 142

2 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse 144 2.1 Anwendungsgrenzen 144 2.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 144 2.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 145

3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 146 3.1 Anwendungsgrenzen 146 3.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 146 3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 147

4 Sub-Fachmodell Grundwasser 149 4.1 Anwendungsgrenzen 149 4.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 149 4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 149

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 Inhaltsverzeichnis 138

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Index

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.013.11.2023ErstausgabeI.SPM 4
021.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM-Fachmodell Baugrund im Abschnitt 1I.IPM 4

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 Index 139

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Geltungsbereich

Dieses Dokument ergänzt die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte
des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden, in denen die Erstel-
lung des BIM-Fachmodell Baugrunds vertraglich vereinbart ist.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die
Vorgaben des Steckbriefs BIM-Fachmodell Baugrund als Basis anzuwenden und hinsichtlich
der Ziele und Anwendungsfälle gemäß dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jeweili-
ge Rolle im Projekt zu beachten.
Der vorliegende Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund ist urheberrechtlich geschützt. Der
DB InfraGO AG steht an diesen Vorgaben das ausschließliche und uneingeschränkte Nut-
zungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der Zu-
stimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die geschäfts-
verantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 Geltungsbereich 140

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 39 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund ........................................................ 142 Abbildung 40 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse .............................. 144 Abbildung 41 Zulässige Interpolation ...................................................................................... 146 Abbildung 42 Unzulässige Extrapolation ................................................................................. 147 Abbildung 43 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten .................................. 147 Abbildung 44 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser ........................................... 149

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 Abbildungsverzeichnis 141

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1 BIM-Fachmodell Baugrund

Dieser Steckbrief beschreibt das BIM-Fachmodell Baugrund für Bauprojekte des Geschäfts- bereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG und beschreibt die Mindestanforderungen an die zu erbringende Leistung in Bezug auf Inhalt, Struktur, Detaillierungsgrad und Qualität. Die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik werden durch dieses Dokument in Bezug auf die Modellierung des Fachmodells Baugrund ergänzt. Die grundlegenden Anforderungen an die Umsetzung der BIM-Methodik, wie die Nutzung der Projektkommunikationsplattform, Anwen- dung des verzerrungsfreien Koordinatensystems Verkehrsanlage, Qualitätssicherung etc. gel- ten auch für das BIM-Fachmodell Baugrund. ! Das BIM-Fachmodell Baugrund ist eine Ergänzung zum Baugrundgutachten und den dort ent- haltenen Anlagen. Das Fachmodell ersetzt weder das Baugrundgutachten noch zugehöri- ge Anlagen. Das BIM-Fachmodell Baugrund ist folglich ausschließlich im Zusammenhang mit dem zugehörigen Baugrundgutachten zu betrachten. Das Beispielmodell BIM-Fachmodell Baugrund zeigt die Umsetzung dieses Anhangs 1 zur Mo- dellierungsrichtlinie der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik anhand von IFC- Beispieldateien.

1.1 Ziele Das BIM-Fachmodell Baugrund wird im Rahmen der Grundlagenermittlung erstellt. Es ist Be- standteil des Grundlagenmodells und verfolgt die folgenden Ziele in den Verkehrsstationspro- jekten:  Übergreifende Darstellung der Baugrundsituation über den gesamten Projektbereich (Visualisierung)  Erhöhung der Planungsqualität durch bessere Bewertung der Baugrundsituation  Hilfsmittel zur Ermittlung von Gründungsarten und -tiefen  Vereinfachte Ermittlung des Erdaushubs je Baugrundschicht bzw. Homogenbereich durch (teilautomatisierte) Verschneidung mit 3D-Fachmodellen der Planung (z.B. Perso- nenunterführung)

1.2 Modellstruktur Das BIM-Fachmodell Baugrund besteht aus bis zu drei Sub-Fachmodellen:  Baugrundaufschlüsse  Baugrundschichten  Grundwasser

Abbildung 39 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 1 BIM-Fachmodell Baugrund 142

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Je nach Projektgröße und -umfang können innerhalb der Sub-Fachmodelle weitere Teilmodelle erforderlich sein. Alle Sub-Fachmodelle bzw. Teilmodelle müssen physisch voneinander ge- trennt sein, d.h. es handelt sich um jeweils einzeln ladbare Dateien. ! Auf die Definition eines separaten Homogenbereichsschichtenmodells wird verzichtet, da die- ses bereits über eine entsprechende Attribuierung des Baugrundschichtenmodells abgeleitet werden kann.

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 1 BIM-Fachmodell Baugrund 143

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2 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse

2.1 Anwendungsgrenzen Das Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse stellt die Mindestanforderung an das BIM- Fachmodell Baugrund dar und ist standardmäßig zu erstellen. Für Maßnahmen mit geringer Komplexität und/oder Bauvorhaben mit sehr eng begrenzten Bau- feldern ist die Modellierung der Baugrundaufschlüsse ausreichend:  Ersatzneubau / Neubau Außenbahnsteig als Einzelbaumaßnahmen  Neubau Aufzüge als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Bahnsteigdächer als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Unterführung als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Überführung als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude bis Bahnhofskategorie 3 als Einzelbaumaß- nahmen Für Maßnahmen, die über diesen Umfang hinaus gehen, sind weitere Sub-Fachmodelle erfor- derlich (s. 3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten und 4 Sub-Fachmodell Grundwasser ).

2.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Das Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse besteht aus mind. einem Baugrundauf- schluss  Das Aufschlussintervall ist ein modellierter Volumenkörper (Zylinder) innerhalb eines Baugrundaufschlusses  Abbildung der Aufschlussintervalle in exakter Lage und Tiefe  Die Farbdarstellung des Aufschlussintervalls soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen

Abbildung 40 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 2 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse 144

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2.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Objekt: Aufschlussintervall

AttributBeschreibungEinheitWerte
/Format
Name AufschlussBezeichnung des Aufschlusses gem. BaugrundgutachtenTextfrei wählbar, z.B. KRB 17
AufschlussartEingesetztes Aufschlussverfah- ren gem. DIN EN ISO 22475-1Textz.B. Schurf, Kleinboh- rung, Schürferkun- dung: TP gestörte Schüttgut- proben: B handgeschnittene Blockprobe: BS Drucksondierung: CPT
SchichtnummerSchichtnummer gem. Bau- grundgutachtenTextfrei wählbar, z.B. 1.2.1
BodengruppenBodengruppensymbol nach DIN 18196Textz.B. eng gestufte Sande: SE nicht bis mäßig zer- setzte Torfe: HN
BodenartenBodenarten mit Haupt-, Neben- und Drittanteilen gem. DIN EN ISO 14688-1 und DIN 4023Textz.B. Mittelsand, schluffig, hu- mos
Homogenbereich Erdar- beitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. EA1, EA2
Homogenbereich Bohrar- beitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. BA1, BA2
Homogenbereich Ramm-, Ruettel-, PressarbeitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. RA1, RA2
Homogenbereich Rohr- vortriebsarbeitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. RVA1, RVA2

Tabelle 11 LoI - Objekt Aufschlussintervall

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 2 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse 145

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3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten

3.1 Anwendungsgrenzen Für Maßnahmen, die über die Anforderungen der geringen Komplexität (s. 2.1 Anwendungs- grenzen) hinausgehen und/oder Bauvorhaben mit erweiterten Baufeldern ab einer Breite von 7,0 m (z.B. Bahnsteig, Empfangsgebäude) ist zusätzlich das Sub-Fachmodell Baugrundschich- ten erforderlich. Anwendungsbeispiele:  Ersatzneubau / Neubau von breiten Mittelbahnsteigen als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau mehrerer Bahnsteige und/oder Sachanlagen in einem Bahnhof mit erweitertem Baufeld  Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude Bahnhofskategorie 1 und 2 als Einzelbau- maßnahmen

3.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Das Sub-Fachmodell Baugrundschichten besteht aus mind. einer Baugrundschicht  Die Baugrundschicht ist ein modellierter Volumenkörper innerhalb des Baugrundschich- tenmodells  Abbildung der Baugrundschichten in erkundeter Tiefe gem. der Baugrundaufschlüsse  Die Farbdarstellung der Baugrundschichten soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen  Modellierter Bestand (z.B. Fundamente, Personenunterführung, Bahnsteige) muss aus dem Sub-Fachmodell Baugrundschichten ausgeschnitten werden  Nicht vom Baugrund umschlossene Bereiche (Luftbereiche) sind aus dem Baugrund- schichtenmodell auszusparen (z.B. Gleisbereich zwischen zwei Mittelbahnsteigen)  Modellgrenzen:  obere Begrenzung durch Digitales Geländemodell bzw. Digitales Oberflächenmodell

 untere Begrenzung durch maximal erreichte Aufschlusstiefen

 zulässige Interpolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen

innerhalb der äußersten Aufschlusspunkte. Das Sub-Fachmodell

Baugrundschichten ist räumlich zu interpolieren (blaue Fläche)

Abbildung 41 Zulässige Interpolation

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 146

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 unzulässige Extrapolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen

außerhalb der äußersten Aufschlusspunkte (gestrichelter Rahmen). Extrapolationen

des Sub-Fachmodells Baugrundschichten sind nicht zugelassen

Abbildung 42 Unzulässige Extrapolation

Abbildung 43 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten

3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Objekt: Baugrundschicht

AttributBeschreibungEinheitWerte bzw.
/FormatBeispiele
SchichtnummerSchichtnummer nach Baugrund- modellTextFrei wählbar, z.B. KRB 17
BodengruppenBodengruppensymbol nach DIN 18196Textz.B. eng gestuf- te Sande: SE nicht bis mäßig zersetzte Torfe: HN
BodenartenBodenarten mit Haupt-, Neben- und Drittanteilen gem. DIN EN ISO 14688-1 und DIN 4023Textz.B. Mittelsand, schluffig, hu- mos
Homogenbereich Erdarbei- tenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. EA1, EA2
Homogenbereich Bohrar- beitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. BA1, BA2
Homogenbereich Ramm-, Ruettel-, PressarbeitenKurzform zugewiesener Homo- genbereichTextz.B. RA1, RA2

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 147

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Homogenbereich Rohrvor- Kurzform zugewiesener Homo- Text z.B. RVA1, triebsarbeiten genbereich RVA2 Tabelle 12 LoI - Objekt Baugrundschicht

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 3 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 148

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4 Sub-Fachmodell Grundwasser

4.1 Anwendungsgrenzen Sofern Informationen zum Bemessungswasserstand vorliegen, so ist auch die Modellierung des Sub-Fachmodells Grundwasser erforderlich.

4.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Darstellung des Bemessungswasserstandes gem. Aufgabenstellung (z.B. HGW 100)  Sub-Fachmodell Grundwasser besteht aus mind. einem Bemessungswasserstand  Abbildung des Bemessungswasserstandes in Lage und Tiefe (Modellierung als 2D- Fläche ausreichend)  Die Farbdarstellung des Bemessungswasserstandes erfolgt in Blau (RGB 0, 0, 255)

Abbildung 44 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser

4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Objekt: Bemessungswasserstand

AttributBeschreibungEinheit /FormatWerte bzw. Beispiele
Name Bemessungswasserstand-Textz.B. HGW 100

Tabelle 13 LoI - Objekt Bemessungswasserstand

LP05-06-V01 Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund I.IPM 4, 31.01.24 4 Sub-Fachmodell Grundwasser 149

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Anlage 3

Qualitätssicherungsbericht

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

Bericht Nr.
Berichtsgrund
Berichterstattung an
Berichterstattung von
Berichtsdatum:

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht I.IPM 4, 31.01.24 150

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 151

Index 152

Geltungsbereich 153

Anwendungshinweise 154

1 Allgemeine Projektinformationen 155 1.1 Projektinformationen 155 1.2 Datenübergabe der Fachmodelle 155 1.3 Vereinbarte Anwendungsfälle 155

2 Qualitätssicherung 156 2.1 Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen 156 2.2 Überprüfung der Projektanforderungen 157 2.3 Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell 157 2.4 Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen 158 2.5 Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz 161

3 Zusammenfassung 162

4 Erklärung des Auftragnehmers 163

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 Inhaltsverzeichnis 151

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Index

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.015.10.2015ErstausgabeI.SBB (3)
021.127.11.2015I.SBB (3)
031.215.12.2015I.SBB (3)
041.326.04.2016Ergänzung UrheberrechtspassusI.SBB (3)
051.401.10.2016I.SBB (3)
061.510.05.2017Aktualisierung Abbildung 1I.SBB (3) I.NP
071.601.11.2019Änderung des Geltungsbereiches ausschließliche Anwendung der Vorgaben für DB Station&Service AG Projekte Löschung der DB Netz AG bezogenen fachlichen InhalteI.SPM (S)
081.709.05.2023Änderung: Nummerierung Anlagen Abschnitt 4.2: Ergänzung planungsbegleitende Qualitätssicherung; Änderung Abbildung "Qualitätssicherungsprozess"I.SPM 4
092.015.11.2023Entfall der Anlage 4 „Vorgaben für die Qualitätssi- cherung“ und Integration in Kapitel 3 "BIM- Pflichtenheft -3.9 „Sicherung Modellqualität“ Vollständige Überarbeitung des Qualitätssiche- rungsberichts (Zusammenfassung der Berichte Qualitätssicherungsbericht Fachplanung und Quali- tätssicherungsbericht Objektplanung, Ergänzung von spezifischen Qualitätssicherungskriterien)I.SPM 4
102.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AGI.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 Index 152

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Geltungsbereich

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digitales
Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die
Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele
und Anwendungsfälle gemäß dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jeweili-
ge Rolle im Projekt zu beachten.
Der vorliegende Qualitätssicherungsbericht ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO
AG steht an diesen Vorgaben das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der Zu-
stimmung der DB InfraGO AG durch die geschäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 Geltungsbereich 153

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Anwendungshinweise

Im Qualitätssicherungsbericht werden die gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. Anlage A Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards sowie der Modellierungsvorschrift definierten Anforderungen an die Qualität und Lieferung der geforderten auftragsgegenständli- chen Leistungen durch den Auftragnehmer nachgewiesen. Als BIM-Modell werden im Qualitätssicherungsbericht die gem. Beauftragung und Projektstatus zu liefernden BIM-Modelle gem. definierter Modellstufen der Vorgaben zur Anwendung der BIM- Methodik betitelt. Im Qualitätssicherungsbericht ist auf die aktuelle Modellstufe des Berichts- grunds Bezug zu nehmen. Der Qualitätssicherungsbericht ist planungsbegleitend durch den Auftragnehmer zu befüllen und wird während der getakteten BIM-Projektbesprechungen als Hilfsmittel zur Qualitätssiche- rung genutzt. Der BIM-Berater kann anhand dieses Qualitätssicherungsberichts parallel und planungsbeglei- tend den Fortschritt und die Qualität des jeweiligen aktuellen BIM-Modells prüfen. Die Endfassung des Qualitätssicherungsberichts ist zur Zwischenabgabe bzw. Endabgabe des jeweiligen BIM-Modells durch den Auftragnehmer zu liefern und wird zusammen mit dem BIM-Modell auf der Projektkommunikationsplattform bereitgestellt. Der Bericht steht ebenfalls als bearbeitbares PDF-Formular auf der Informationsplattform Anla- gentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 Anwendungshinweise 154

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1 Allgemeine Projektinformationen

1.1 Projektinformationen

Bauherr
Projektbezeichnung
Projektnummer
Projektort
Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik[Version]

1.2 Datenübergabe der Fachmodelle In nachfolgender Tabelle werden die einzelnen Fachmodelle aufgelistet und die Vollständigkeit der übergebenen Fachmodelle bzw. Integration in das BIM-Modell dokumentiert.

Fachmodell Fachmodell in das BIM Modell integriert Anmerkung

1.3 Vereinbarte Anwendungsfälle Die vereinbarten BIM-Anwendungsfälle können dem BIM-Projektabwicklungsplan entnommen werden.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 1 Allgemeine Projektinformationen 155

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2 Qualitätssicherung

2.1 Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen Anforderungen an die Qualitätssicherung zur Modellübergabe gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik und BIM-Projektabwicklungsplan.

Nr.Kriteriumjaneinn.e.Begründung /Anmer- kung
Maßnahmenvor-
schlag bei
„nein“ mit Ter-
minangabe
2.1. 1Die Projektbeteiligten verfügen über einen Zugang und Lizenz zur Projektkommunikations- plattform.
2.1. 2Alle Lieferobjekte haben eine eindeutige Datei- kennzeichnung.
2.1. 3Alle Lieferobjekte des geforderten Leistungs- umfangs gemäß Daten- lieferungsplan wurden über die PKP terminge- recht übergeben.
2.1. 4Alle Lieferobjekte des geforderten Leistungs- umfang gem. Datenliefe- rungsplan wurden in den geforderten Formaten übergeben. (offene und native For- mate)
2.1. 5Die ausgefüllte Überga- betabelle der anlagen- spezifischen Attribute im .xlsx-Format wurde übergeben.
2.1. 6Die Punktwolkendaten wurden in den gem. Da- tenlieferungsplan vorge- gebenen Datenformaten übergeben.
2.1. 7Die Übergabe in der Projektkommunikations- plattform entspricht den ergänzenden Regelun- gen zur Nutzung der Projektkommunikations- plattform. (keine zip-Archive, rich- tige Zuordnung)
2.1.Die Lieferobjekte (Pro-

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 156

[Seite 157]

8 jektdokumentation, BIM- Modelle etc.) werden planungs-/baubegleitend in der Projektkommuni- kationsplattform vom jeweiligen Ersteller hochgeladen und sind vollständig.

2.2 Überprüfung der Projektanforderungen Anforderungen an die Qualitätssicherung zu Projektanforderungen gem. Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik und BIM-Projektabwicklungsplan.

Nr.Kriteriumjaneinn.e.Begründung /Anmer- kung
Maßnahmenvor-
schlag bei „nein“
mit Terminanga-
be
2.2. 1Die gem. BIM- Projektabwicklungs- plan definierte Soft- ware und zugehöri- gen Versionen wur- den eingehalten.
2.2. 2Die Modellstruktur wurde im BIM- Projektabwicklungs- plan festgelegt und angewendet.
2.2. 3Das vorgegebene Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) wird verwendet.
2.2. 4Die Transformati- onsparameter liegen vor und wurden an- gewendet.
2.2. 5Der Datenaus- tauschprozess wurde getestet, dokumen- tiert und demons- triert.

2.3 Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell Anforderungen an die Qualitätssicherung zum übergebenen BIM-Modell gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, Modellierungsvorschrift und BIM-Projektabwicklungsplan.

Nr.Kriteriumjaneinn.e.Begründung /Anmer- kung
Maßnahmenvor-
schlag bei „nein“
mit Terminangabe
2.3. 1Das BIM-Modell ist gem. den Vorgaben zur Anwendung der

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 157

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BIM-Methodik aufbereitet. (z.B. voreinge- stellte Ansichts- punkte, Einfär- bung von Bau- teilen, Kollision- sprüfung durch- geführt)
2.3. 2Das BIM-Modell beinhaltet den jeweils aktuellen Planungsstand.
2.3. 3Das BIM-Modell enthält alle für die vereinbarte Modellstufe er- forderlichen 2D- und 3D-Inhalte.
2.3. 4Die im BIM- Modell enthal- tenen 2D- und 3D-Inhalte ha- ben eine ein- deutige Be- zeichnung.
2.3. 52D- Planableitungen sind lagerichtig im BIM-Modell referenziert.
2.3. 6Alle Bestandtei- le des BIM- Modells liegen lagerichtig zuei- nander.
2.3. 7Das BIM-Modell enthält die Punktwolkenda- ten. (integriert, refe- renziert oder als Mesh)

2.4 Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen Anforderungen an die Qualitätssicherung zu den Modell- und Bauteilanforderungen gem. Vor- gaben zur Anwendung der BIM-Methodik, Modellierungsvorschrift und BIM- Projektabwicklungsplan.

Nr.Kriteriumjaneinn.e.Begründung /Anmer- kung
Maßnahmenvor-
schlag bei „nein“
mit Terminangabe
2.4.1Die geometrische Genauigkeit des Modells und der

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 158

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Bauteile (LoG) entspricht den Mindestvorgaben.
2.4.2Der Informations- gehalt des BIM- Modells entspricht dem vorgegebe- nen Level of In- formation (LoI) sowie den Vorga- ben aus Anlage A und ist im Proper- tySet „DB“ hinter- legt.
2.4.3Der LoA (Level of Accuracy) ist an- gegeben und do- kumentiert (gilt nur für Grundlagen- modell)
2.4.4Nicht relevante Daten sind aus dem BIM-Modell bereinigt. (Duplikate. Refe- renzmodelle, ver- knüpfte Pläne, sonstige Objekte etc.)
2.4.5Die geforderten Modell- und Bau- teileinheiten wer- den eingehalten und sind metrisch.
2.4.6Bauteile sind als geschlossene Vo- lumenkörper mo- delliert.
2.4.7Alle Bauteile sind durch deren Be- nennung eindeutig identifizierbar.
2.4.8Die Bauphasen sind über Attribute und eine Farbco- dierung im BIM- Modell dargestellt.
2.4.9Ein einheitlicher Koordinationskör- per ist definiert und wird verwendet.
2.4.1 0Gefahrenbereiche (Lichtraumprofil und Oberleitungs- bereich) sind als 3D-Volumenkörper modelliert.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 159

[Seite 160]

2.4.1 1Der Oberbau ist modelliert und ent- halten.
2.4.1 2Die Gleisachse ist als 3D-Polylinie enthalten.
2.4.1 3Das BIM-Modell ist kollisionsfrei mo- delliert. (Nachweis der Kollisionsprü- fung ist dokumen- tiert, verbleibende Konflikte sind mit dem Auftraggeber abgestimmt)
2.4.1 4Die aktuelle digita- le Bauteilbibliothek des Auftraggebers wurde verwendet. (bei Verwendung eigener Bauteile oder anderer Soft- warehersteller ist die Überprüfung der Übereinstim- mung mit den Vor- gaben des AGs zu gewährleisten)
2.4.1 5Ein einheitliches Achsraster ist fest- gelegt, im BIM- Projektabwick- lungsplan doku- mentiert und wird angewendet (gilt nur für Fachmodell Hochbau)
2.4.1 6Bauteile im BIM- Modell sind ebe- nenbasiert model- liert. (gilt nur für Fachmodell Hoch- bau)
2.4.1 7Tür- und Raumbe- zeichnungen sind gem. den Vorga- ben umgesetzt. (gilt nur für Fach- modell Hochbau)
2.4.1 8Die Anforderungen an das BIM- Fachmodell Bau- grund sind einge- halten. (gilt nur für Fachmodell Bau- grund)

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 160

[Seite 161]

2.5 Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz Anforderungen an die Qualitätssicherung zu der Modell- und Plankonsistenz gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik und BIM-Projektabwicklungsplan.

Nr.Kriteriumjaneinn.e.Begründung /Anmer- kung
Maßnahmenvor-
schlag bei „nein“
mit Terminangabe
2.5. 1Materialien, Schraffuren und Texturen der Bauteile sind definiert und zugeordnet.
2.5. 22D- Plandarstellun- gen sind aus dem BIM-Modell abgeleitet und stimmen mit die- sem .
2.5. 3Den Bauteilen wurden für die 2D- Plandarstellun- gen Symbole zugewiesen und entsprechen in Art und Größe der entspre- chenden DIN- Norm.
2.5. 4Schematische Darstellungen, die nicht aus dem BIM-Modell abgeleitet wer- den können (z.B. Anlagen-, Funk- tionsschemata, Stromlaufpläne), sind im BIM- Modell verlinkt.

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 2 Qualitätssicherung 161

[Seite 162]

3 Zusammenfassung

Nr.Offene und kritische Punkte
1
2
3
Nr.Risiken
1
2
3
Nr.Handlungsempfehlung bzw. Lösungsansatz
1
2
3
Nr.Verantwortlichkeit
1
2
3
Nr.Entscheidungen
1
2
3

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 3 Zusammenfassung 162

[Seite 163]

4 Erklärung des Auftragnehmers

Bemerkungen:

_ Ort, Datum Unterschrift/ Stempel Auftragnehmer

LP05-06-V01 Anlage 3 Qualitätssicherungsbericht, I.IPM 4, 31.01.24 4 Erklärung des Auftragnehmers 163

[Seite 164]

Anlage 4

Vermessung und Georeferenzierung im

Koordinatensystem Personenbahnhöfe

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

LP05-06-V01 Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 31.01.24 4 Erklärung des Auftragnehmers 164

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 165

Index 166

Geltungsbereich 167

Abbildungsverzeichnis 168

1 Einleitung 169

2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 170 2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 170

3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 172 3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) (Normalfall) 172 3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) (Sonderfall) 172 3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe 174

4 Umgang mit Trassendaten 175 4.1 Transformation der Trasse als Polylinie 175 4.2 Transformation der Trassenelemente 176

5 Vorgehen in Projekten 177 5.1 Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF 177

165 LP05-06-V01 Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 31.01.24 Inhaltsverzeichnis

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Index

Nr.VersionDatumÄnderungVerfasser
011.015.11.2023ErstausgabeI.SPM4
021.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AGI.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 31.01.24 Index 166

[Seite 167]

Geltungsbereich

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digitales
Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die
Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele
und Anwendungsfälle gemäß dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jeweili-
ge Rolle im Projekt zu beachten.
Die vorliegende Anlage Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Per-
sonenbahnhöfe ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen Vorgaben
das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der Zu-
stimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die geschäfts-
verantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 45 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System ................................... 171 Abbildung 46 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall ....................................................... 172 Abbildung 47 DB_REF Netzverdichtung Sonderfall ................................................................ 173 Abbildung 48 Transformation Trassendaten in Polylinie ......................................................... 175

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1 Einleitung

In den vergangenen Jahren hat die barrierefreie Erneuerung der 5400 Personenbahnhöfe er- heblich an Fahrt aufgenommen und wird auf hohem Niveau fortgesetzt. Für die effiziente Um- setzung der Maßnahmen ist die Anwendung der Methode des Building Information Modelling (BIM) in Projekten der Personenbahnhöfe ist seit 01.01.2017 verpflichtend. Die dreidimensionale Planung und Modellkoordination von Teil- und Fachmodellen ist neben dem Informationsmanagement das wesentliche Moment des BIM. Die dreidimensionale Vermessung des vorhandenen Baubestandes bildet die Grundlage der dreidimensionalen Mo- dellierung. Allerdings arbeitet die in der BIM Methode eingesetzten 3D Autoren- und Koordinati- onssoftware nicht mit geodätischen Koordinaten, die für die Trassierung und in Geoinformati- onssystemen (GIS) zu verwenden sind, sondern mit „normalen“ kartesischen Koordinatensys- temen oder - überspitzt formuliert: „BIM denkt, die Erde sei eine Scheibe“. Die systematischen Abweichungen zum DB_REF von bis zu 15 cm pro 1 km entstehen derzeit, weil 3D- Planungssoftware die Erdkrümmung nicht berücksichtigt. Im lokalen Bereich, zum Beispiel bei der Planung von Baumaßnahmen an Personenbahnhöfen oder einer Brücke ist es allerdings unabdingbar, dass kartesische Koordinatensysteme verwen- det werden, weil diese die Grundlage der Planungssoftware von Architekten sowie Bau-, Elekt- ro-, und Maschinenbauingenieuren ist. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Volumenkörper der CAD/BIM-Software zukünftig mathematisch korrekt mit den gekrümmten Gauß-Krüger Koordinaten modelliert werden können. Die Aufgabe besteht also darin, die notwendige geodätische Sichtweise für qualifizierte Trassie- rung zur Durchführung von schnellen Zugfahren (DB_REF; GIS-Systeme), mit der ebenso not- wendigen kartesischen Sichtweise der Planung (3D; CAD-Systeme) lokal begrenzter Bauwerke ineinander zu übersetzen. Die Lösung liegt darin, dass die geodätischen Koordinaten so umgeformt werden, dass die sys- tematische Abweichung zwischen 3D-Planung und Vermessung durch die optimale Definition eines Koordinatenbezugssystems minimiert wird. Für diese Umrechnung wurde ein systemati- sches, standardisiertes Verfahren entwickelt und getestet, welches prinzipiell für alle Verkehrs- anlagen (VA) sinnvoll ist. Mit dem neuen Verfahren wurde für jeden Personenbahnhof ein lokales Koordinatenreferenz- system erstellt. Dieser Typ von Koordinatenreferenzsystem wird lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (kurz VA-System) genannt. In dem Dokument "Dokumentation zur Georefe- renzierung von DB Personenbahnhöfen" wird detailliert auf die Herleitung und Umsetzung der Koordinatensysteme Personenbahnhöfe eingegangen. Die Umformung der lokalen Koordinatensysteme Personenbahnhöfe (VA-Systeme) zum DB_REF ist einfach anzuwenden und standardisiert. Das geodätische Datum und die hohe Netzqualität des DB_REF bleiben erhalten. Statt einer globalen Gauß-Krüger Abbildung mit 3°- Meridianstreifen findet beim Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) pro Perso- nenbahnhof eine lokal optimierte kartographische Projektion statt. Das lokale Koordinatensys- tem Personenbahnhöfe nutzt als Grundlage das DB einheitliche Referenzsystem DB_REF. Dadurch ist insbesondere der Trassenbezug garantiert. Hauptgegenstand ist die einheitliche Definition eines lokalen Koordinatenreferenzsystem für einen Maßnahmenbereich. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe dient:  der Vermeidung von systematischen Abweichungen  einer maßstabsfreien und verzerrungsfreien BIM-Modellierung  einem standardisierten Vorgehen zur Georeferenzierung in BIM-Projekten  dem Verzicht im Umgang mit großen Koordinatenwerten  das lagerichtige direkte Abstecken des Bauvorhabens aus dem Modell

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2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System)

Für die vermessungstechnische Bestandserfassung für Maßnahmen an DB Personenbahnhö- fen wird eine örtliche Vermessung durchgeführt. Diese umfasst sowohl die tachymetrische Vermessung als auch eine Bestandserfassung mittels Punktwolken des Vermessungsbereichs. Durch diese örtliche Vermessung wird für das jeweilige Projekt das definierte lokale Koordina- tensystem Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlichkeit realisiert. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maß- stabfrei (Maßstab Lagekoordinaten = 1) und dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Mo- dellierung in der Autorensoftware und standardisiert die Koordination von Fachmodellen. Das Koordinatensystem Personenhahnhöfe (VA-System) wird in der Örtlichkeit durch ein VA- Sondernetz[1] realisiert. Mithilfe von den einheitlichen Parametern, die als Datenbank bereitge- stellt werden der Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Datenbank, können die Koordinaten zwischen DB_REF und dem Koordinatensystem (VA-System) umgewandelt wer- den. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) sollte über den gesamten Bahn- hofsbereich und angrenzende Gleisanlagen das führende System für Vermessung, BIM- Modellierung, Geodatenintegration und Absteckung sein, weil...  Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabsfrei (Maßstab La- gekoordinaten = 1). Alle topographischen Elemente und Bauteile können in ihrer tat- sächlichen Größe vermessen, modelliert, koordiniert und abgesteckt werden. Hierfür sind keine besonderen und ggf. fehleranfälligen Softwareprogramme nötig.  Das neu vermessene und ausgeglichene VA-Sondernetz enthält keine Spannungen. Diese Netzspannungen ergeben sich bei großflächigen geodätischen Gebrauchssyste- men aufgrund historischer Messfehler und -ungenauigkeiten.  Ein geodätisches VA-Sondernetz kann in der Örtlichkeit einfach und zeitlich getrennt vom DB_REF ergänzt werden.  Das VA-Sondernetz ist durch eindeutige Transformationsparameter zum DB_REF be- schrieben. Diese Transformationsparameter können von jeder Vermessungs- und GIS Software interpretiert werden.  Bauwerkskoordinatensysteme (z.B. in Modellierungssoftware Revit) können einfach so- wie spannungsfrei und ohne Maßstab in ein Sondernetz transformiert werden. Für diese 3+1-Transformation (X0, Y0, Nordrichtung + Höhenniveau) ist keine Spezialsoftware nö- tig.  Der Höhenanschluss soll über DB_REF2016 erfolgen[2]. Für die 3D-Modellierung kann die vertikale Normalhöhe H (Vermessung) mit der kartesischen Höhe Z (3D-Software/BIM-Modellierung) gleichgesetzt werden. Das kartesische Z in der dreidi- mensionalen CAD/BIM-Software wird als H interpretiert. [1] Das VA-Sondernetz darf nicht mit dem Bauwerkskoordinatensystem verwechselt werden. Jedes Bauwerk kann ein eigenes Bauwerkskoordinatensystem enthalten, das im Projektur- sprung (Gebäudeecke, Schnitt Achsen A-1, ...) die Verortung (e0, n0, Nordrichtung, Höhenni- veau) des Gebäudesystem im VA-Sondernetz angibt. [2] Diese Forderung ist nicht mathematisch begründet. Allerdings wurde festgestellt, dass einige CAD Programme die Z-Verschiebung, die in den WKT-Strings standardkonform angegeben ist, nicht richtig ausführen.

2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Es wird eine Datenbank (Koordinatensystem VA-Datenbank) für über 5400 Personenbahnhöfe bereitgestellt, die die Transformationsparameter vom DB_REF zum Koordinatensystem Perso- nenbahnhöfe (VA-System) und zurück enthält. Die Umformung der Koordinaten kann mithilfe von Standardsoftware durchgeführt werden. In der Datenbank sind bahnhofsweise Transforma- tionsparameter in unterschiedlichen Formaten für unterschiedliche Softwareanwendungen hin- terlegt. LP05-06-V01 Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 31.01.24 2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 170

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Abbildung 45 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System

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3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe

3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) (Normalfall) Um systematische Abweichungen zwischen Vermessung und 3D-Modellierung zu minimieren, wird eine Umformung der Koordinaten DB_REF → VA-System zwischen Netzverdichtung und anlassbezogener Vermessung im Maßnahmenbereich empfohlen.

  1. Verdichtung des DB_REF Festpunktfeldes (wenn notwendig). Die Netzverdichtung erfolgt nach allen Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften der Ril 883; die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Dies erfolgt nur, wenn ein gleisge- ometrischen Projekt Bestandteil der Aufgabenstellung ist, welches mit der Vermessung für den Geschäftsbereich Fahrweg (Ingenieurvermessung) im Vorhinein abzustimmen ist.
  2. Umformung DB_REF → Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Die Festpunkte werden mit dem jeweiligen Transformationsparametersatz in das VA-System der Verkehrsstation überführt. Hierfür stellt die VA-System-Datenbank Parameter für alle Verkehrsstationen der DB InfraGO AG bereit.
  3. Projektbezogene Verdichtung des Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt nach ingenieurgeodätischen Erfordernissen im maßstabsfreien VA-System, die Punkte wer- den in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert.
  4. Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA-System gemessen. Dies erfolgt bei Projekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG in der Regel mittels Laserscanning mit dem Ergebnis einer Punktwolke. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Modellierung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwischen Vermessung und Modellierung in 3D-Software.

Abbildung 46 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall

Die übergeordnete Netzverdichtung und Trassierung finden im DB_REF statt. Die Festpunkte werden dann in das VA-System umgeformt. Für die lokale Verdichtung, Objektvermessung und Modellierung sind keine geodätischen Korrekturen aufgrund des Maßstabes notwendig: Das VA-System hat den Maßstab = 1.

3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) (Sonderfall) Aus organisatorischen Projektzwängen kann die Situation entstehen, dass die Objektvermes- sung und Modellierung zeitlich vor einer DB_REF2016-Ertüchtigung erfolgen muss. Dies ist vor LP05-06-V01 Anlage 4 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 31.01.24 3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 172

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allem der Fall, wenn kein DB_REF Festpunktfeld vorhanden ist. Dieser Sonderfall erfordert ei- nen zusätzlichen Transformationsschritt wenn DB_REF einmal ertüchtigt wird. Um den Normal- fall VA-System von diesem Sonderfall zu unterscheiden wird dieser Typ von Koordinatenrefe- renzsystemen mit „VA+“ bezeichnet.

  1. Erstellung oder projektbezogene Verdichtung eines Festpunktfeldes . Eine[1] Netz- verdichtung bzw. Erstellung erfolgt nach ingenieurgeodätischen Erfordernissen maß- stabsfrei . Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Einige weni- ge Punkte werden mittels GNSS-Messungen in DB_REF2016 ermittelt. Diese Messun- gen sollten mit mit mindestens 10 Minuten Messlänge und zwei unterschiedlichen Hö- hen erfolgen. Diese DB_REF2016 Punkte werden dann mittels der VA- Transformationsparameter in das VA-System überführt. Der exakte Höhenanschluss er- folgt im DB_REF2016 über Nivellement oder in Ausnahmefällen über GNSS-Messungen weniger Punkte. Die Grundlagen für das VA-System sind somit hergestellt. Alle Mes- sungen werden im VA-System ausgeglichen. Als Abschluss werden die ausgeglichenen Passpunkte in das DB_REF2016 Koordinatensystem transformiert und dokumentiert.
  2. Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA System gemessen. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Mo- dellierung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwi- schen Vermessung und Modellierung in 3D-Software.
  3. Verdichtung des DB_REF Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt zeitlich nach der Objektvermessung nach allen Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften der DB Fahrwege. Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Es muss si- chergestellt sein, dass ausreichend[2]und gut verteilte Passpunkte[3] von den projektbe- zogenen benutzen Passpunkten im DB_REF2016 Festpunktfeld mit enthalten sind.
  4. Ermittlung der Unterschiede und Anpassung des Transformationsparameter Sat- zes. Die neu gemessenen DB_REF2016 Passpunkte werden in das VA-System über- führt. Im VA-System werden die Parameter für die Translation und Rotation gleichen Punkte ermittelt und der Transformationsparametersatz wird angepasst, durch eine zu- sätzliche Affintransformation.
  5. Datenbank Aktualisierung zu VA+System. Der neu erstellte Transformationsparame- tersatz wird an BIM_Personenbahnhoefe@deutschebahn.com gesendet.

Abbildung 47 DB_REF Netzverdichtung Sonderfall

Beim VA+ Sonderfall wird die Objektvermessung und Modellierung zeitlich vor der DB_REF Netzverdichtung durchgeführt. Dies erfordert Passpunkte (rot) und eine zweistufige Koordina- tentransformation aus VA-Umformung und zusätzlicher Affin-Transformation.

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[1] Hier müssen die anerkannten Regeln der Vermessungstechnik eingehalten werden. Es ist eine freie und dynamische Netzausgleichung durchzuführen. Die Lagerungspunkte der dynami- schen Netzausgleichung werden über GNSS-Messungen im DB_REF2016 ermittelt und an- schließende transformiert ins VA-System. [2] Es sollten mindestens sechs identische Punkte (Passpunkte, Kontrollpunkte) vorliegen. [3] Passpunkte sind in der Örtlichkeit identische Punkte, die sowohl im lokalen ingenieurgeodä- tischen VA System als auch im übergeordneten DB_REF vermessen und ausgeglichen wurden. Die Passpunkte sind gut verteilt, wenn Sie das Projektgebiet gleichmäßig am Rand umschlie- ßen, also wenn die Restklaffen in den Objektpunkten nur interpoliert, nicht extrapoliert werden.

3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe Das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) wird in der jeweiligen Anwen- dungssoftware angelegt, indem die bereitgestellten Transformationsparameter für den jeweili- gen Personenbahnhof eingelesen werden. Geodaten aus dem DB_REF können mit nativen Funktionen in der jeweiligen Software transformiert und rücktransformiert werden. Es muss beachtet werden, dass sich die Koordinatenumrechnung nur auf die Lage bezieht. Wenn die Eingangspunkte eine Z-Koordinate, bzw. eine Höhe H führen, wird diese unverändert in den transformierten Datensatz übernommen.[1] Das genaue Vorgehen hierfür ist für einige Softwareanwendungen detailliert im Dokument "Dokumentation zur Georeferenzierung von DB Personenbahnhöfen" beschrieben.

SoftwareAnlegenWie?UmrechnungExportRücktransformation
CRS
QGIS✓CRS/WKT- oder Proj-String✓✓✓
ESRI Ar- cGIS Pro✓*.prj-Datei mit WKT String (Esri Dialekt)✓✓✓
Autodesk Civil3D/ Map3D✓XML Import✓✓✓
Korfinüber Eingabemaske
Card_1✓ ✓Erfolgt softwaresei- tig über Ablage der CSV Liste im richti- gen Ordner✓ ✓✓ ✓✓ ✓
ProVI✓Erfolgt softwaresei- tig auf Basis der Bahnhofsliste✓✓✓
Autodesk Revit#Koordinaten und Nordrichtung an PBP angeben✘✘✘
Autodesk Navisworks#Alle Daten müssen bereits im gleichen CRS vorliegen✘✘✘
Desite md pro#Alle Daten müssen bereits im gleichen CRS vorliegen✘✘✘

Tabelle 14 Anwendungssoftware für VA-System Geosoftware kommt mit dem VA-System problemlos zurecht. Bei der BIM- Modellierungssoftware und BIM-Kollaborationssoftware kann eine Georeferenzierung nur als Workaround konzeptualisiert werden. [1] Einige Software führt die die Umformung der Höhe nicht durch, auch wenn eine Höhentrans- formation im CRS/WKT-String definiert wurde.

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4 Umgang mit Trassendaten

Die Trassierung inkl. Änderung an der Trassierung sind im projizierten DB_REF System durch- zuführen. Nachfolgend werden zwei Möglichkeiten beschrieben, wie Trassendaten vom DB_REF in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe transformiert werden können. Die maß- geblichen Parameter der Ril883 in Bezug auf die Trassierung bleiben von der Transformation unberührt. Im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt keine Trassierung und somit auch keine gleisgeometrische oder fahrdynamische Prüfung.

4.1 Transformation der Trasse als Polylinie Dieses Vorgehen beschreibt die Transformation der Trasse mit dem Ergebnis einer Polylinie im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Grundlagen sind die bereitgestellten Trassendaten, welche i.d.R. als Elemente im .mdb Format bereitgestellt werden.  Erstellung einer Polylinie (Segmentierung) aus der Trasse, so dass der Abstand zwi- schen Polylinie und beigestellten Trassendaten kleiner 1mm beträgt  Überführung der Polylinienpunkte in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA- System) durch Umformung der Einzelpunkte mittels Transformationsparameter in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe

Abbildung 48 Transformation Trassendaten in Polylinie

Zur Überprüfung der Ergebnisse sollte anschließend ein Abgleich des Abstands zwischen Poly- linie und beigestellter Trassendaten durchgeführt werden. Um Trassenelementinformationen auch in der Polylinie bereitzustellen, können diese als Attribute an die Einzelpunkte der Polylinie angehangen werden:  Trassennummer  Kilometrierung  Überhöhung  Trassenelement (Gerade, Kreisbogen …)  Informationen zum Trassenelement (Radius im DB_REF)

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4.2 Transformation der Trassenelemente Das Vorgehen beschreibt die Transformation einzelner Trassenelemente von DB_REF in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Hierbei müssen sowohl Winkeländerung als auch der Skalierungsfaktor berücksichtigt werden, d.h. aus einem Radius von „7.000,0 m“ wird, je nach Höhe und Abstand des Bezugsmeridians vom Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) zum DB_REF, ein Radius von z.B. „7000,0658 m“. Die Änderungen betreffen:  Radien in Kreisbögen  Start- und Endkrümmungen bei Übergangsbögen  Halbmesser der Gradienten  stationsabhängigen Daten, wie die Station zum Überhöhungsanfang, Überhöhungsen- de. Die Transformation in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt ele- mentweise, d.h. jedes Trassenelement wird für sich genommen transformiert. Somit bleibt die Elementabfolge erhalten. Hierbei sollen die Hauptpunkte der Achse (die Elementübergänge) ohne Transformationsfehler abgebildet werden. Die Transformation erfolgt über ein Trassierungspaket aus  Gleisachse und Gleisgradiente mit interner Stationierung (die Gleisgradiente bezieht ihre Stationen aus der Gleisachse) oder  Streckenachse, Gleisachse und Gleisgradiente mit Fremdstationierung (die Gleisgradi- ente bezieht sich über ihre Stationen über die Streckenachse inklusive Stationssprün- gen). Eine Überprüfung mit der Polylinien-Transformation sollte als Qualitätssicherung erfolgen und dokumentiert werden. Außerdem sollten die transformierten Trassenelemente auch wieder in das DB_REF mit demselben Workflow transformiert werden, um die Richtigkeit des Workflows in beide Richtungen sicherzustellen.

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5 Vorgehen in Projekten

In diesem Abschnitt wird auf den Umgang der im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA- System) erstellten BIM-Modelle und deren Koordination, anhand von Beispielen, eingegangen.

5.1 Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF Für die Planung der Verkehrsstation wird eine Soll-Trasse verwendet, die im DB_REF vorliegt. Die Trasse sowie alle weiteren Grundlagen, wie z.B. IVL-Plan, DGM werden in das Koordina- tensystem Personenbahnhöfe (VA-System) überführt. Die Planung (3D-Modellierung) erfolgt im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) der jeweiligen Verkehrsstation. Für den Datenaustausch vom VA-System zum DB_REF kann nachfolgendes Vorgehen angewendet werden:

  1. Erstellung von 2D-Planunterlagen im Koordinatensystem Personenbahnhöfe
  2. Transformation der Planunterlagen mittels Transformationsparameter zum DB_REF (z.B. mit Autodesk Civil 3D). Hiermit wird sichergestellt, dass Pläne die aus Punkten, Li- nien und Symbolen bestehen, lagerichtig transformiert werden.
  3. Der Austausch von BIM-Modellen, die im VA-System geplant wurden mit BIM-Modellen, die in einem vermeintlichen DB_REF geplant wurden, muss mittels Translation und Ro- tation zum vermeintlichen DB_REF transformiert werden. D.h. im Beispiel der Integration eines BIM-Modells aus dem VA-System in ein vermeintliches DB_REF-System würde das BIM-Modell verschoben und rotiert werden. Eine Planung im ver- meintlichen DB_REF hat einen Projektbasispunkt (Projektnullpunkt) nahe der zu planenden Anlage. Es werden gleiche Punkte (nach Möglichkeit mindestens 5 gut verteilte Punkte) in der vermeintlichen DB_REF Planung sowie in der Verkehrsanlagenplanung im VA-System ausge- wählt. Anhand dieser Punkte werden die Transformationsparameter (Translation und Rotation) berechnet (der Maßstab ist 1, da jede 3D Modellierungssoftware in diesem Maßstab arbeitet). Diese können anhand der Koordinaten bezüglich des Projektbasispunktes gewählt werden. Zu beachten sind Unterschiede zwischen dem vermeintlichen DB_REF und dem wahren DB_REF aufgrund der Abbildungsvorschriften und deren Skalierungsfaktors. Eine Beschreibung des Workflows in Autodesk Civil 3D sowie weiteren Programmen können im Dokument "Dokumentation zur Georeferenzierung von DB Personenbahnhöfen" nachgelesen werden.

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Änderungshistorie

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.015.10.2015ErstausgabeI.SBB (3)
021.127.11.2015I.SBB (3)
031.215.12.2015I.SBB (3)
041.327.04.2016Ergänzung der Vorlage eines BIM- Projektabwicklungsplans Ergänzung der Abbildung „Übersicht Informations- inhalte“ Ergänzung der Abschnitte Ableitung von Plandar- stellung aus dem BIM-Modell, Darstellung von Ausführungsdetails im BIM-Modell und 3D- Visualisierungsvarianten für die Anwendungsfälle der BIM-Methodik Ergänzung einer SoftwareübersichtI.SBB (3)
051.401.10.2016Ergänzung der BIM - Leistungsbeschreibungen Ergänzung der Tabelle zur Leistungs- Vertragspla- nung Ergänzung von Revit® -Beispielprojekten Ergänzung der modellbasierten LV-Erstellung in iTWO® 5DI.SBB (3)
061.522.12.2016Ergänzungen zum Abschnitt „Umgebungsmodell“ Ergänzung „Kurzanleitungen für Softwareprodukte auf Bauherrenseite“ Ergänzung des Abschnitts „BIM-Projektraum auf Bauherrenseite“I.SBB (3)
072.010.05.2017Erweiterung der BIM-Vorgaben um die Anforde- rungen an Brückenbauwerke Ergänzung der „Anleitung zum digitalen Informati- onsaustausch zwischen Revit und relux Ergänzung Abschnitt „Terminplanung Grundla- genermittlung“ Ergänzung Abschnitt „Vereinfachte Planung durch Anwendung von Baustandards“ Ergänzung Abschnitt „Grundlagenermittlung aus Archiven“ Ergänzung Abschnitt „Verzerrungsfreie Abbildung des Bestandsmodells“ Ergänzung Abschnitt „Gesamtmodell und Fachmo- delle“ Ergänzung Abschnitt „Werk- und Montageplanung (Gesamtmodell Stufe 3)“ Ergänzung Abschnitt „Datenaustausch und BIM- Koordinationsmodell der Planer“ Ergänzung Abschnitt „Anforderungen an Ingeni- eurbauwerke und Projekte der DB Netz AG“I.SBB (3) I.NPM(G)
082.103.07.2017Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung Abschnitte „Bestandserfassung und - darstellung“, „Baugrundinformationen“I.SBB (3) I.NPM(G)
092.216.10.2017Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung des Pflichtenheft-LoI /LoG DB Netz AGI.SBB (3) I.NPM(G)
102.307.08.2018Ergänzung Variantenentscheidungsmatrix Ergänzungen hinsichtlich StarterPaket Abschnitt „Projektinformationsmodell“ eingefügt Änderungen im Abschnitt „BIM-Modelle“I.SBB (3)

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112.401.11.2019Änderung des Geltungsbereiches Löschung der DB Netz AG bezogenen auf die fachlichen Inhalte Überarbeitung der LOD (LOD 500 entfällt) Überarbeitung der AnwendungsfälleI.SPM(S)
122.4105.06.2020Aktualisierung der BIM-Leistungsbilder Berichtigung der Tabelle 3I.SPM(S)
132.529.01.2021Übergreifende redaktionelle Überarbeitung der Kapitel 1-3 in Bezug auf: Dokumentenstruktur, in- haltlicher Zuordnung, Zusammenfassung von re- dundanten Inhalten sowie Ergänzungen in einzel- nen Abschnitten; Wesentliche Ergänzungen: detaillierte Beschrei- bung der BIM-Anwendungsfälle, zusätzliche BIM- Anwendungsfälle, zusätzliche Abschnitte „Umgang mit Trassierungsdaten“, „Umgang mit großen Ko- ordinatenwerten“, „Verzerrungsfreie Darstellung von BIM-Modellen“, „Datenübergabe von Punkt- wolken“ Anpassung Anlage 1, 2, 9 und 10I.SPM(S)
142.601.11.2021Auflösung der Anlagen 9 bis 11 und Integration in Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ sowie einer neu- en Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik Neu: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken, Leitfaden Starterpaket; 2.1.2 StarterPaket, 2.2.2 Rahmenvertragsabrufe Ergänzende Hinweise: Abschnitt 1.5; Abschnitte 3.3.1 und 3.3.2; Abschnitte 3.9.2 und 3.9.7; Ab- schnitte 3.10.2,3.10.3, 3.10.4 3.10.9, 3.13 Ergänzung: Abschnitt 1.2.2 – verpflichtende An- wendungsfälle „Projektkommunikation - Gemeinsame Datenplattform“, „Getaktete BIM- Projektbesprechungen“; Abschnitt 1.4 zu Anwen- dung Baustandards und Ausführungsfristen, Ab- schnitt 1.7 Ergänzung/Zusammenfassung Verant- wortlichkeiten BIM-Koordinator (Quelle: Kapitel 3 – BIM-Pflichtenheft inkl. Anlagen) Überarbeitung: Abschnitt 1.6, Abschnitt 2.2.1.3 BIM-Eignungskriterien, Abschnitt 3.4 Modellstruk- tur Änderung: BIM-Einführungsplan Planung – Ände- rung von „nach Projektauftrag“ zu „zu Projektstart“ Korrektur: Abschnitt 3.6 Umgang mit Trassie- rungsdaten Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM- Projektabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und VertragsplanungI.SPM (S)
152.717.05.2022Änderung: Integration des Leitfadens zum Um- gang mit Punktwolken, Abschnitt 1.5.1 Abgabepla- nung: Zeitpunkte und Lieferant optional, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung: Übergabe von Punktwolken (projektspezifische Reduzierung der Anzahl an Datenträgern) Ergänzung: Verzeichnis der Kurzanleitungen: Er- läuterungen zur Eignungsprüfung und Angebots-I.SPM 4

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wertung, Abschnitt 1.1 um Hauptauftragnehmer Bauausführung, um Entfall Planungsverteidigung, Abschnitt 1.7.1 Hauptauftragnehmer Bauausfüh- rung, Abschnitt 2.1.3 BIM-Projektabwicklungsplan, Abschnitt 2.1.7 Getaktete BIM- Projektbesprechung, Abschnitt 2.4.1 BIM- Einführungsplan Ausführung, Position 1 "BIM- Berater" inkl. Anlage 1 Abschnitt 3.9.2.1 Referen- zieren von Punktwolken, Abschnitt 3.10.5 3D- Kollisionsprüfung-Nachweis der Kollisionsprüfung, Abschnitt 3.10.7 Bestandserfassung mittels Punktwolken (Integration der Vorgaben des Leitfa- dens zum Umgang mit Punktwolken), Abschnitt 3.10.26 (Bau-)Zustandsüberprüfung mit- tels Punktwolke um Ausführungs- und Kontroll- vermessung, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung Punktwolken, Datenlieferungsplan ergänzt um Projektdokumentation inkl. 2D- Planunterlagen/-ableitungen Korrektur: Abschnitt 2.4.1 BIM-Einführungsplan Ausführung, Position 6 "Fortschreiben" zu "Erstel- len" inkl. Anlage 1 Neu: Abschnitt 3.9.2.2 Visualisierung der Punkt- wolken als Mesh, Abschnitt 2.3.2.1 Vermessungs- leistungen, Abschnitt 3.8.2 Grundlagen der verzer- rungsfreien Planung im Projekt Anlagen: 1 – BIM- Einführungsplan, 2 –BIM-Projektabwicklungsplan Entfällt: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken (in Abschnitt 3.10.8 bereits integriert)
162.824.11.2022Änderung: Begriffsänderungen: LoD → LoG, Be- standsmodell→ Grundlagenmodell; Anordnung der Abschnitte 1.3.1.5-1.3.1.6, 2.1 - 2.6, 3.9.3-3.9.4, 1.3.1.5-1.3.1.6; 1.4.1. Vereinfachter BIM- Projektablauf durch Einphasenplanung; Abbildung 2; Abschnitt 2.6.1 teilweise in 2.6.3 integriert; Ab- schnitt 3.6: Übernahme Vorgaben der Ril 883; Ab- schnitt 3.7: Kürzung; Abschnitt 3.8: Verzerrungs- freie Darstellung von BIM-Modellen umfasst nun Koordinatensystem Verkehrsanlage; Anlage 1: BIM-Einführungsplan Bauausführung; Anlage 2: BIM-Projektabwicklungsplan: 8.2 Koordinatensys- tem; Anlage 6: 2.2. Integration des Koordinaten- systems Verkehrsanlage; Aktualisierung der Ver- linkungen zur Informationsplattform und SharePoint Baumanagement DB S&S Ergänzung: AWF Bezeichnung: "Projektkommuni- kation - Modellbasier- te Digitale digitale Protokollierung und Aufgaben- verwaltung"; Abschnitt 1.4.1; Abschnitt 1.6: Ergän- zung der BIM-relevanten Dokumente; Abschnitt 3.9.1: Spezifikation Gesamtmodell; Abschnitt 3.9.3.1: Ergänzung zur Dokumentation der des Dateipfads Punktwolke im BAP; Abschnitt 3.9.4: Spezifikation Grundlagenmodell; Abschnitt 3.10.7: um einfache Visualisierung in der Kollaborations- plattsoftware oder Model Viewer; Abschnitt 3.10.12: Ergänzung Variantenentscheidung am Prototyp; Abschnitt 3.11.1: Dokumentation desI.SPM 4

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Koordinatensystems (CAD-Datei); Definition "As- Built Modell" Neu: Definition "Koordinatensystem Verkehrsanla- ge"; Definition: "Parameter"; "Kurzanleitung zur Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabellenform"; Abschnitt 2.6.3 BIM Bauvertrag; Abschnitt 2.6.4 BIM Ingenieurvertrag Bauüberwachung; Abschnitt 3.8: Koordinationssys- tem Verkehrsanlage, Abschnitt 2.3.8 & 3.10.3: AWF Baubesprechung mit BIM, , Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM- Projektabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und Vertragsplanung; 6 - Modellierungsvorschrift
172.909.05.2023Änderung: Nummerierung Anlagen Ergänzung: Abschnitt 1.2.2: „Baubesprechung mit BIM“ und „Anwendung der Baustandards und An- wendung digitale Bauteilbibliothek“ als zwingend erforderlicher Anwendungsfall; Abschnitt 1.6: Er- gänzung Rahmenverträge; Abschnitt 2.2: Ergän- zung BIM-Einführungsplan "Fortschreibung BAP für Bauphase"; Abschnitt 3.4: Modellstruktur; Ab- schnitt 3.8.1: Ergänzung Information zum Koordi- natensystem VA+; Abschnitt 3.10.5: Entfall Attribu- ierung für 3D-Prototyp; Abschnitt 3.10.7: Hinweise einfaches Rendering; Neu: Spezifika für die Projektart EinfachBIM (Ab- schnitte 1.2.1, 1.3, 1.4.1, 2.4.1, 2.3.7, 3.3., 3.9.4.1, 3.10.5., 3.10.7, 3.10.8); Definitionen "EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen“; „3D- Prototyp“; Abschnitt 3.9.4: 3D-Prototyp; BIM- Anwendungsfall „As-Built Kontrolle“ Entfällt: Anlage 1 – BIM-Einführungsplan (in Kap. 2 enthalten und Veröffentlichung auf Informations- plattform und im SharePoint Baumanagement); Anlage 3 – Mustertagesordnung BIM-KickOff (in Abschnitt 2.3.5 integriert); Anlagen 4 und 5 (Veröf- fentlichung auf Informationsplattform und im SharePoint Baumanagement) Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Abschnitt 2.1, Ergänzung BIM-Ziel für Projektart EinfachBIM; Abschnitt 2.2, Ergänzung BIM- Anwendungsfall "As-Built-Kontrolle"; Abschnitt 3.3, Anpassung der Tabelle für Projektbeteiligtenliste Anlage 2 - Modellierungsvorschrift: Abschnitt 1.4: Änderungen "Grobkostenschätzung" zu "Kosten- ermittlung" Anlage 4 - Vorgaben für die Qualitätssicherung: Abschnitt 4.2: Ergänzung planungsbegleitende Qualitätssicherung; Änderung Abbildung "Quali- tätssicherungsprozess"I.SPM 4
183.005.11.2023Änderung: Kapitel 1 ist Überblick (vormals Grundsätze); inhaltliche Zuordnung einzelner Ab- schnitte aus Kapitel 1-"Grundsätze" zu Kapitel 2 und Kapitel 3; Geltungsbereich für Ingenieur- und Bauvertrag: Kapitel 1 entfällt; Kap. 2: BIM-Einführungsplan Planung und Bauaus-

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führung; 2.3.6 BIM-KickOff: Ergänzung Tagesord- nungspunkt; 2.7 Übergabe in den Betrieb Kap 3: Integration LoG, LoI, Ableitung von Plä- nen, Darstellung Ausführungsde- tails, Modellstruktur und Ansichtspunk- te, Projektvorlage und Umgang mit Großen Koor- dinatenwerten, Beispielprojekt in Anlage 2 - Model- lierungsvorschrift; BIM-Anwendungsfälle "Alle ar- beiten am Modell" und "Getaktete BIM- Projektbesprechung" zu BIM-Anwendungsfall "Ge- taktete BIM-Projektbesprechung" verschmolzen; BIM-Anwendungsfälle "3D-Variantenentscheidung zur Lage" und "3D-Variantenentscheidung zum Bauwerk" zu BIM-Anwendungsfall "3D- Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage)" ver- schmolzen; 3.7.24: BIM-Anwendungsfall (Bau- )Zustandsüberprüfung umbenannt zu As-Built- Erfassung; Integration Anlage 4 - Vorgaben der Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung Modellquali- tät; Integration 3.13 Projektdokumentation in 3.8.2 Ergänzung: 3.9.3 Punktwolken: Ergänzung Be- schreibung und Nutzen von Punktwolken; 3.8 Da- tenaustausch und Datenlieferung: Ergänzung 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung - Projektkommuni- kationsplattform; BIM-Anwendungsfälle: Zuord- nung zu standardisierten Bezeichnungen BIM- Deutschland Neu: Kap 3: Level of Accuracy(LoA); BIM- Anwendungsfall "Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur(AN)"; Anlage 2 - Modellierungsrichtlinie: Steckbrief Fachmodell Baugrund Entfällt: 1.6: BIM-relevante Dokumente, 2.8 Hard- und Software; 3.6 Umgang mit Trassierungsdaten, 3.9.5.1 Bestandsunterlagen und deren Quellen; 3.10.4: "Projektkommunikation - Gemeinsame Da- tenplattform", 3.10.10: "Optimierter Datenaus- tausch der Fachgewerke" und 3.10.21: Digitale Übergabe der Projektdokumentation in den Betrieb als BIM-Anwendungsfall; Anlage 3- Bestandsunter- lagen und deren Quellen Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Entfall Kap. 8.3 (Abbildung Bauphasen) und Angabe Koordinationskörper in Kap. 8.2, Ergän- zung Abschnitt 8.4 (Level of Accuracy) Anlage 2 - Modellierungsrichtlinie: vollständige Überarbeitung, Ergänzung Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund Anlage 3 - Qualitätssicherungsbericht: Vorgaben zur Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung der Mo- dellqualität integriert, vollständige Überarbeitung des Qualitätssicherungsberichts Anlage 4 - Erstausgabe "Vermessung und Geore- ferenzierung im Koordinatensystem Personen- bahnhöfe"
193.0131.01.2024Änderung: Umfirmierung zu DB InfraGO AG, GB PersonenbahnhöfeI.IPM 4

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Korrektur: Abschnitt 3.7.1 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Entfällt: nicht relevante Kurzanleitungen Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM-Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Model- lierungsrichtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM- Fachmodell Baugrund (Abschnitt 1)
203.115.05.2024Versionsupdate des Hauptdokuments im Zuge der Änderungen in „Anlage A – Digitale Bauteilbiblio- thek und Baustandards“. Keine inhaltlichen Ände- rungen.I.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

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