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2022_03_11_Orientierende Kampfmittelvorerkundung.pdf

Erneuerung einer Wasserleitung zwischen Brodenbach-Burgen und der Übergabestation Cochem-Zell

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 07.10.2026, 08:42 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.subreport-elvis.de

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Luftbildauswertung

Orientierende Kampfmittelvorerkundung

B 49, D-56332 Alken bis D-56332 Burgen

Bachstraße bis HB Mosel, D-56332 Niederfell

Auftraggeber RheinHunsrück Wasser Gallscheider Straße 1 D-56281 Dörth

Projekt-Nr. 0238 Versions-Nr. 01

Datum 11.03.2022

Seiten 48

Verfasser Dipl.-Geogr. Johannes Bullinger Dipl.-Geogr. Christian Greger

Aufgrund enger Lizenzbestimmungen der Archive ist einer Weitergabe an Dritte und eine Veröffentlichung sowie Vervielfältigung jedweder Art nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung und Einholung weiterer Nutzungsrechte gestattet.

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung ................................................................................................................................................................. 4

1.1 Ergebnis der Auswertung ................................................................................................................................................. 4

1.2 Handlungsbedarf ................................................................................................................................................................. 4

2 Veranlassung und Ziel........................................................................................................................................................... 5

2.1 Abschätzung des allgemeinen Gefährdungspotentials ........................................................................................ 7

3 Rechtsgrundlagen................................................................................................................................................................... 9

3.1 Regelungen der Bundesländer ....................................................................................................................................... 9

3.1.1 Rheinland-Pfalz ................................................................................................................................................................. 9

4 Archivrecherche ..................................................................................................................................................................... 10

4.1 Verfügbare Archivalien und Dokumente.................................................................................................................. 10

4.1.1 Ergebnis der Angriffschronik ..................................................................................................................................... 11

5 Luftbildauswertung .............................................................................................................................................................. 15

5.1 Datenverarbeitung ............................................................................................................................................................ 15

5.1.1 Ergebnis der Luftbildauswertung ............................................................................................................................. 18

5.1.2 Niederfell: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ................................................... 26

5.1.3 Niederfell: Befund auf aktuellem Luftbild ............................................................................................................. 27

5.1.4 Niederfell: Befund auf topographischer Karte .................................................................................................... 28

5.1.5 Abschnitt 01: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 29

5.1.6 Abschnitt 01: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 30

5.1.7 Abschnitt 01: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 31

5.1.8 Abschnitt 02: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 32

5.1.9 Abschnitt 02: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 33

5.1.10 Abschnitt 02: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 34

5.1.11 Abschnitt 03: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 35

5.1.12 Abschnitt 03: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 36

5.1.13 Abschnitt 03: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 37

5.1.14 Abschnitt 04: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 38

5.1.15 Abschnitt 04: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 39

5.1.16 Abschnitt 04: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 40

5.1.17 Abschnitt 05: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 41

5.1.18 Abschnitt 05: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 42

5.1.19 Abschnitt 05: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 43

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.20 Abschnitt 06: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt) ............................................. 44

5.1.21 Abschnitt 06: Befund auf aktuellem Luftbild ....................................................................................................... 45

5.1.22 Abschnitt 06: Befund auf topographischer Karte .............................................................................................. 46

6 Verursachungsszenarien .................................................................................................................................................... 47

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

1 Zusammenfassung

1.1 Ergebnis der Auswertung

Gegenstand der Erkundung ist ein ca. 8,7 km langer Abschnitt der B 49 von D-56332 Alken bis D-56332 Burgen sowie die Bachstraße bis zum HB Mosel in D-56332 Niederfell. In den Abschnitten sind Erdeingriffe geplant. Hierfür wurden historische Luftbilder und Dokumente ausgewertet. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf eine potenzielle Kampfmittelbelastung des Untergrundes.

Die Auswertung kommt zu folgendem Ergebnis:

Für die Bachstraße in D-56332 Niederfell konnten im Zuge der Archivrecherche und der Luftbildauswertung keine Verdachtsmomente für die Verursachungsszenarien „Luftangriffe“, „Bodenkämpfe“, „Munitionsvernichtung“, „Militärischer Regelbetrieb“ oder „Munitionsproduktion und -lagerung“ im Auswertegebiet und im Bereich des 50-m-Puffers ermittelt werden.

Für Alken und Brodenbach ergaben sich Hinweise auf Gegenwehr bzw. Häuserkämpfe im Zuge der Einnahme durch amerikanische Truppen. Es liegen qualitativ gute Luftbilder vom Tag der Einnahme vor, die keinen flächigen Beschuss oder Zerstörungen zeigen. Die dokumentierten Kämpfe, bei denen wahrscheinlich hauptsächlich Infanterie zum Einsatz kam, können daher luftsichtig nicht eingegrenzt werden. Es sollte abgeklärt werden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Für den in Abbildung 4 dargestellten Abschnitt konnten keine Luftbilder im Detailmaßstab ermittelt werden. Weiterhin verhindern die vorhandenen Luftbilder in diesem Bereich aufgrund von Bewölkung und Schattenwurf belastbare Rückschlüsse. Eine Auswertung dieses Abschnitts ist nicht möglich.

1.2 Handlungsbedarf

Nach Auswertung der vorliegenden Luftbilder können für die Bachstraße in Niederfell keine konkreten Hinweise auf Kampfhandlungen festgestellt werden. Der Standort fällt in Anlehnung an die Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (2018) in die Kategorie 1: Ein konkreter Kampfmittelverdacht hat sich nicht bestätigt. Daraus lässt sich nach den BfR KMR kein unmittelbarer Handlungsbedarf ableiten. Hiervon unberührt bleibt das nicht ausschließbare Restrisiko von Zufallsfunden.

Die in Tabelle 8 erwähnten Bereiche fallen in Anlehnung an die Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (2018) in die Kategorie 2: Auf der Fläche werden Kampfmittelbelastungen vermutet oder wurden festgestellt. Für die Gefährdungsabschätzung sind weitere Daten erforderlich. Es besteht weiterer Erkundungsbedarf.

Es wird empfohlen, bei bodeneingreifenden Baumaßnahmen – insbesondere Tiefbaumaßnahmen – eine Fachfirma für Kampfmittelsondierung hinzuzuziehen, die Sie bezüglich des weiteren Vorgehens berät und ggf. Maßnahmen, abgestimmt auf Ihr Bauvorhaben und angepasst an die Gegebenheiten vor Ort, durchführt. Wir weisen darauf hin, dass das beauftragte Unternehmen die Zulassung nach § 7 SprengG vorweisen muss und die beauftragten Personen über den Befähigungsschein nach § 20 SprengG verfügen müssen.

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

2 Veranlassung und Ziel

In Böden und Gewässern verborgene Kampfmittel können auch heute noch Leben gefährden. Grundsätzlich ist der Grundstückseigentümer oder der Bauherr für die Gefahrenfreiheit seines Grundstücks verantwortlich. Sind Erdeingriffe geplant und lässt sich eine Kampfmittelbelastung nicht konkret ausschließen, ist dem Verdacht z.B. im Rahmen einer historisch-genetischen Rekonstruktion der Kampfmittelbelastung (Phase A) nachzugehen. Das Ziel ist die Abschätzung einer potenziellen Kampfmittelbelastung. Die Auswertung historischer Dokumente und Luftbilder bietet dafür die Möglichkeit der Verdachtserkundung.

RheinHunsrück Wasser beauftragte am 10.12.2021 die GUBD Bauconsult GmbH mit der Durchführung einer orientierenden Kampfmittelvorerkundung. Die Untersuchungen beziehen sich auf die Abschnitte:

ca. 8,7 km langer Abschnitt der B 49 von D-56332 Alken bis D-56332 Burgen

Bachstraße bis zum HB Mosel in D-56332 Niederfell

In den betreffenden Abschnitten sind Erdeingriffe geplant.

Abbildung 1: Auswertegebiet Alken bis Burgen, blau umrandet, mit 50-m-Sicherheitspuffer (Quelle der Kartengrundlage: OpenStreetMap)

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Abbildung 2: Auswertegebiet Niederfell, blau umrandet, mit 50-m-Sicherheitspuffer (Quelle der Kartengrundlage: OpenStreetMap)

Das Vorgehen der Luftbildauswertung orientiert sich an den Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung 2018 (BfR KMR). Die BfR KMR gelten für Bundesliegenschaften. Für alle anderen Bereiche sind sie nicht verpflichtend, sind aber grundsätzlich geeignet. Sie erheben den Anspruch, den Stand der Technik wiederzugeben.

Die Kampfmittelbeseitigung beginnt allgemein mit der historischen Erkundung, die mit einer Bewertung abschließt. Anschließend folgt in der Regel die technische Erkundung, die mit der Gefährdungsabschätzung als abschließende Bewertung endet. Bestätigt sich der Verdacht der Gefahr, wird die Räumung geplant und auf Grundlage eines Räumkonzeptes eingeleitet.

Der vorliegende Bericht fällt in den Bereich der Phase A – Historische Erkundung und Bewertung.

Tabelle 1: Das Phasenschema der Kampfmittelräumung

Phase AHistorische Erkundung der möglichen Kampfmittelbelastung und Bewertung
Phase BTechnische Erkundung der möglichen bzw. festgestellten Kampfmittelbelastung und Gefährdungsabschätzung
Phase C1Räumkonzept, Ausschreibung und Vergabe der Leistungen
Phase C2Räumung, Abnahme und Dokumentation

Eine vollständige Phase A enthält wiederum die folgenden Bausteine:

▪ Standortbeschreibung und Ermittlung der Kostenwirkungsfaktoren

▪ Archivrecherche

▪ Luftbildauswertung

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

▪ Geländebegehung

▪ Zeitzeugenbefragung

▪ Darstellung der Verursachungsszenarien

▪ Ermittlung und Darstellung durchgeführter Kampfmittelräumungen

Dieser Bericht liefert einen ersten, orientierenden Überblick und beschränkt sich auf den Bereich der Luftbildauswertung und Archivrecherche für den Zeitraum des Zweiten Weltkrieges.

Tabelle 2: Kategorien nach BfR KMR (2018)

KategorieErläuterung
1Der Kampfmittelverdacht hat sich nicht bestätigt. Außer einer Dokumentation besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
2Auf der Fläche werden Kampfmittelbelastungen vermutet oder wurden festgestellt. Für die Gefährdungsabschätzung sind weitere Daten erforderlich. Es besteht weiterer Erkundungsbedarf.
3Die festgestellte Kampfmittelbelastung stellt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gefährdung dar. Sie ist zu dokumentieren. Bei Nutzungsänderungen und Infrastrukturmaßnahmen ist eine Neubewertung durchzuführen. Daraus kann sich ein neuer Handlungsbedarf ergeben.
4Die festgestellte Kampfmittelbelastung stellt eine Gefährdung dar, die eine Beseitigung erfordert.
5Die Kampfmittelbelastung wurde vollständig geräumt.

2.1 Abschätzung des allgemeinen Gefährdungspotentials

In allen Bombardierungsgebieten besteht, soweit zwischenzeitlich keine abschließende flächendeckende Kampfmittelräumung durchgeführt wurde, der Verdacht auf blindgegangene Abwurfmunition. Mit der punktuellen Räumung luftbildsichtig erkannter Bombenblindgängerverdachtspunkte wird keine flächenhafte Kampfmittelfreiheit erreicht. Dies gilt insbesondere für bebaute Gebiete und Gebiete, die mit 100 lb- Sprengbomben belegt wurden, deren Bombenblindgängerverdachtspunkte in vielen Fällen luftbildsichtig nicht erkannt werden können. Bei älteren Kampfmittelräumungen ist zu berücksichtigen, dass ortungstechnische Einschränkungen kombiniert mit einer fehlenden Angriffsrekonstruktion dazu geführt haben können, dass Bombenblindgänger „übersehen“ wurden.

Quantitative Angaben zur Menge der eingesetzten Abwurfmunition liegen nicht vor. Statistische Berechnungen kommen auf eine Gesamttonnage der über dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches abgeworfenen Munition von ca. 1,35 Mio. Tonnen (USSBS: Overall Report) bzw. von bis zu 2 Mio. Tonnen (z.B. Webster und Frankland (1975) und Davis, R.G. (1993)). Hieraus ergeben sich zwischen 3,5 und 4 Mio. Stück Sprengbomben für das Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches. Über die Blindgängerrate bei abgeworfenen Sprengbomben liegen in Deutschland lediglich Erfahrungswerte vor und wird auf 10 – 15 % geschätzt. Verschiedene Untersuchungen, die britische und amerikanische Einrichtungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg

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unternahmen, bestätigen diese Größenordnung. Statistische Angaben über die eingesetzte Anzahl von Bordwaffenmunition sind nicht bekannt.

Abwurfmunition wurde mit Zündern versehen, die auf Grund von Beschädigungen beim Abwurf, ihrer Bauart und der Alterung bei Zufuhr geringster Mengen von Energie (z.B. bei Lageveränderungen, Sonneneinstrahlung oder Erschütterungen) detonieren können. Speziell die Zufuhr mechanischer Energie ist bei Tiefbaumaßnahmen durch den mittelbaren oder unmittelbaren Kontakt z.B. von Baugeräten mit dem Kampfmittel möglich.

Kampfmittelbelastungen aus Abwurfmunition und untergeordnet auch Bordwaffenmunition sind hinsichtlich des Gefährdungspotentials als hoch einzuschätzen. Die großflächigen Trefferbereiche liegen fast immer in bebauten und intensiv genutzten Gebieten. Selbstdetonationsgefährdete Zünder oder die Möglichkeit der Detonation bei mechanischer Energiezufuhr (z.B. Tiefbauarbeiten) sind zu berücksichtigen. Bei der Detonation derartiger Bomben ist die große Explosivstoffmenge geeignet, größere Zerstörungen anzurichten.

Durch fortlaufende Bestandserweiterungen und -pflege der Archive verbessert sich die Luftbild- und Archivalienverfügbarkeit kontinuierlich. So hält zum Beispiel das NCAP-Archiv in Edinburgh derzeit 26 Mio. Luftbilder, wovon 7 Mio. katalogisiert, 4,8 Mio. über Findmittel verknüpft und somit auffindbar und ca. 340.000 digitalisiert sind (Stand August 2017). Dadurch könnte es bei einer in der Zukunft liegenden, wiederholten Auswertung desselben Standortes zu Rückschlüssen kommen, die bei der gegenwärtigen Erstellung noch nicht möglich waren. Die Ergebnisse sind daher ausschließlich gültig für den dargestellten Standort und den Zeitraum des Bauvorhabens. Es besteht generell ein nicht ausschließbares Restrisiko für das Vorhandensein von Kampfmitteln und Zufallsfunden im Auswertegebiet, welches durch nicht oder schlecht dokumentierte Vorgänge verursacht wird und somit nicht nachvollzogen werden kann. Für dieses wird grundsätzlich keine Haftung übernommen. Auf Grundlage einer Luftbildauswertung können wir keine sog. absolute „Kampfmittelfreiheit“ bescheinigen. Dies kann durch zugelassene Fachfirmen nach §7 SprengG mit entsprechend qualifiziertem Personal mit Befähigungsschein nach §20 SprengG ggf. nach Durchführung entsprechender technischer Maßnahmen vor Ort erfolgen. Falls jedoch keine Verdachtsmomente ermittelt werden können, lässt sich daraus gem. BfR KMR 2018 kein unmittelbarer Handlungsbedarf ableiten (Kategorie. 1). Sollten Sie für eine Fläche den Zustand der Kampfmittelfreiheit anstreben, so ist die Luftbildauswertung ein wichtiger Baustein der Gefährdungsabschätzung und Grundlage einer effizienten Maßnahmenplanung.

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

3 Rechtsgrundlagen

Grundsätzlich ist der Grundstückseigentümer oder der Bauherr für die Gefahrenfreiheit seines Grundstücks verantwortlich. Lässt sich eine Kampfmittelbelastung nicht konkret ausschließen, ist diesem Verdacht nachzugehen.

Eine bundesweite gesetzliche Regelung zur Kampfmittelbeseitigung, in der die Zuständigkeiten, die Finanzierung, die Haftung oder die materiellen Anforderungen an die Kampfmittelräumung geregelt werden, gibt es nicht. Stattdessen sind die Rechtsquellen auf verschiedene Bundes- und Landesgesetze verstreut. Die grundsätzliche Verteilung der Aufgaben und der Kosten lässt sich aus dem Grundgesetz (GG) ableiten. Die Aufgaben, Zuständigkeiten und die Organisation der Kampfmittelbeseitigungsdienste der Länder sowie andere Detailfragen sind in den jeweiligen Landesgesetzen geregelt.

3.1 Regelungen der Bundesländer

Die Aufgaben und die Organisationsformen der Kampfmittelbeseitigungsdienste der Länder sind sehr unterschiedlich geregelt. In den meisten Bundesländern wurde ein staatlicher Kampfmittelbeseitigungsdienst eingerichtet, der die gefahrgeneigten Aufgaben der Beseitigung der Kampfmittel (z.B. durch Sprengung) durch eigene Kräfte erledigt und im Übrigen private Fachfirmen mit der Erkundung, Sondierung, Freilegung und dem Transport beauftragt. Eine fast vollständige Privatisierung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gibt es in Bayern und in Thüringen. Auf das Merkblatt „Kampfmittelfrei Bauen“ vom Verein zur Förderung fairer Bedingungen am Bau e.V. (2014) wird verwiesen.

3.1.1 Rheinland-Pfalz Die Beseitigung der Kampfmittel / Fundmunition beider Weltkriege ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr im Rahmen des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes Rheinland-Pfalz (POG). Hiernach sind grundsätzlich die örtlichen Ordnungsbehörden, d.h. die Gemeindeverwaltungen der verbandsfreien Gemeinden, die Verbandsgemeindeverwaltungen sowie die Stadtverwaltungen der kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte, zuständig. Bei Gefahr im Verzug liegt die Zuständigkeit bei der Polizei.

Die Zuständigkeit des Kampfmittelräumdienstes ist auf die zur Abwehr konkreter Gefahren unmittelbar erforderlichen Maßnahmen beschränkt. Aufgefundene Kampfmittel werden vom Kampfmittelräumdienst identifiziert, ggf. entschärft, abtransportiert und vernichtet.

Mangels konkretem Gefahrenverdacht gehört es auch nicht zu den Aufgaben des Kampfmittelräumdienstes, die Kampfmittelbelastung bzw. -freiheit von Grundstücken im Vorfeld von Baumaßnahmen zu beurteilen oder zu bescheinigen. Für grundstücksbezogene historische Recherchen und Bewertungen wird auf die Möglichkeit der Beauftragung eines privaten Fachunternehmens mit der Luftbildauswertung (kostenpflichtig) verwiesen (BfR KMR, 2018).

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4 Archivrecherche

Bei der Archivrecherche werden Informationen zusammengetragen und hinsichtlich ihrer Aussagekraft in Bezug auf eine Kampfmittelbelastung ausgewertet und bewertet. Hierzu zählen:

• Historische Luftbilder aus den Kriegsjahren aus nationalen und internationalen Archiven.

• Primäre und sekundäre Quellen, wie Angriffschroniken, Kriegstagebücher, nicht veröffentlichte Literatur aus nationalen und internationalen Archiven, veröffentlichte Literatur und Internetrecherche.

Die Archivrecherche endet vorzeitig, wenn die ausgewerteten Archivalien konkrete Verdachtsmomente ergeben, die weiteren Handlungsbedarf auslösen.

4.1 Verfügbare Archivalien und Dokumente

Zur Ermittlung von Kampfhandlungen am Boden und aus der Luft wurde eine Vorauswahl an einschlägiger allgemeiner und regionaler Literatur vorgenommen und anschließend auf Ereignisse untersucht, die das Auswertegebiet direkt betroffen oder in der näheren Umgebung stattgefunden haben könnten.

Folgende Dokumente und Literatur standen zur Auswertung zur Verfügung:

/1/ Carter, Mueller (1991): Combat Chronology 1941 - 1945. U.S. Army Air Force in World War II. /2/ Christoffel (2011): Krieg am Westwall 44 / 45. /3/ Craven, Cate (1983): The Army Air Forces in World War II. Vol. 1 – 5. /4/ Davis (2006): Bombing the European Axis Powers. /5/ Freeman (1990): The Mighty Eighth War Diary. /6/ Haupt (1972): Das Ende im Westen. /7/ Henke (1995): Die amerikanische Besetzung Deutschlands. /8/ Leiwig (2002): Flieger über Rheinhessen. Der Luftkrieg 1939 bis 1945. /9/ Mac Donald (1993): The last Offensive. The European Theater of Operation. /10/ Mehner (1995): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 1.1. 01.09.1939 bis 30.04.1940. /11/ Mehner (1993): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 2. 01.05.1940 bis 28.02.1941. /12/ Mehner (1992): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 3. 01.03.1941 bis 31.10.1941. /13/ Mehner (1992): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 4. 01.11.1941 bis 31.05.1942. /14/ Mehner (1991): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 5. 01.06.1942 bis 30.11.1942. /15/ Mehner (1989): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 6. 01.12.1942 bis 31.05.1942. /16/ Mehner (1988): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 7. 01.06.1943 bis 31.08.1943. /17/ Mehner (1988): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 8. 01.09.1943 bis 30.11.1943. /18/ Mehner (1987): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 9. 01.12.1943 bis 29.02.1944. /19/ Mehner (1985): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 10. 01.03.1944 bis 31.08.1944. /20/ Mehner (1984): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 11. 01.09.1944 bis 31.12.1944. /21/ Mehner (1984): Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945. Band 12. 01.01.1945 bis 09.05.1945. /22/ Michels (2013): Sturm am Mittelrhein.

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/23/ Middlebrook (1973): Die Nacht in der die Bomber starben. /24/ Middlebrook & Everitt (1985): The Bomber Command War Diaries. An Operational Reference Book 1939 – 1945. /25/ Schäfer (2015): …bevor es vergessen wird. Zeitzeugen erinnern sich an das Kriegsende 1945 an der Untermosel. /26/ Schnatz (1981): Der Luftkrieg im Raum Koblenz 1944 / 45. /27/ Spiwoks, Stöber (1976): Endkampf zwischen Mosel und Inn. /28/ Welter (1996): Die Luftangriffe auf Trier 1939 – 1945. /29/ Williams (1989): United States Army in World War II. Chronology 1941 – 1945. Special Studies.

Weiterhin wurden militärhistorische Online-Datenbanken, Archive und Dokumentationsseiten abgefragt und eine allgemeine Online-Recherche durchgeführt.

4.1.1 Ergebnis der Angriffschronik Eine Angriffschronik listet alle im Zuge der Kriegsliteraturrecherche ermittelten Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in unmittelbarer Umgebung des Auswertegebietes auf. Somit können Rückschlüsse auf den Beginn und das Ende der Kampfhandlungen gezogen werden, so dass im Anschluss Luftbilder recherchiert werden, die möglichst den „Endzustand“ nach Beendigung der recherchierten Vorgänge zeigen. Dies erhöht die Belastbarkeit der Auswertung.

Auf Grundlage der Archivalien, Dokumente und Literatur lässt sich die nachstehende Angriffschronik rekonstruieren. Diese listet jene recherchierten Ereignisse auf, die für das Auswertegebiet relevant sein können. Hierzu zählen auch Ereignisse für nahe gelegene Gebiete und für Gebiete, die nachts angegriffen wurden. Hier kam es häufig zu Streuungen und Fehlabwürfen.

Tabelle 3: Rekonstruierte Angriffschronik auf Grundlage der Archivrecherche

Nr.DatumZiel und ggf. EreignisAirAnz. FlugzeugeEingesetzte KampfmittelQuelle
Force
1.03 .10.1944Aus der Luftlagemeldung der Elubezirksstelle Essen gehen Angriffe durch Maschinen der 379. (US) Fighter Squadron, die mit 16 Thunderbolts u.a. Ziele an der ganzen Mosel, beginnend in Moselkern, Ürzig, Wengerohr und Salmrohr angriffen. Während dieser Operationen werden 24 Bomben je 225 kg abgeworfen und insgesamt 18.890 Schuss aus den Bordkanonen abgefeuert.16 Thunderbolt24 Sprengbomben zu je 225 kg, Bordwaffen/28/
2.02 .03.1945Der Stab der Kampfgruppe von Hobe verlegt nach Oberfell./2/
3.08 .03.1945Die 159. Infanteriedivision wird dem L.XXXIX. Armeekorps unterstellt und im Abschnitt Brodenbach – Treis – Cochem - Briedern eingesetzt mit dem Auftrag: Aufnahme der jenseits der Mosel geschlagenen eigenen Kräfte, Halten des zugewiesenen Moselabschnittes gegen nachdrängenden Feind./22/
4.10 .03.1945Der Gefechtsstand der 159. Infanteriedivision befindet sich in Uhler./22/

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Nr.DatumZiel und ggf. EreignisAirAnz. FlugzeugeEingesetzte KampfmittelQuelle
Force
Im Abschnitt Brodenbach – Moselkern wird das Grenadierregiment 1211 mit Gefechtsstand in Beulich eingesetzt. Die 3. Kompanie der 6. SS- Gebirgsdivision besetzt mit schwachen Kräften die Ortschaften Oberfell, Dieblich, Alken und Brodenbach und geht an der Mosel in Stellung.
5.13 .03.1945In Niederfell ist der Gefechtsstand der 4. Kompanie der 6. SS-Gebirgsdivision untergebracht. Auf den rechtsseitigen Moselhöhen befindet sich noch die Waffen-SS. Vor dem Moselübergang führen die amerikanischen Truppen zahlreiche Spähtrupp-Unternehmen auf der rechten Uferseite durch, um sich im Vorfeld über die deutschen Verteidigungsstellungen zu informieren. Dabei kommt es zu Gefechten mit der Aufklärungsabteilung 6 im Raum Kobern-Gondorf sowie bei Ober- und Niederfell. Die letzten deutschen Soldaten, 12 Stück eines verbliebenen Zuges, verlassen Kobern, die Brückenköpfe werden geräumt. Im Schutz der Nacht bereiten sich die Soldaten der 87. und 90. US- Infanteriedivision auf den Moselübergang vor. Angriffe der Deutschen erfolgen aufgrund von Knappheit an Artilleriemunition nicht. Um Munition zu sparen, soll nur im Angriffsfall das Feuer erwidert werden. Die Deutschen ziehen sich in die Weinberge zurück und werden die ganze Nacht durch amerikanisches Artilleriefeuer beharkt.allg. Bodenkämpfe/22/, /25/
6.1 4.03.1945In der Nacht zum 14. März startet General Patton mit seiner 3. US-Armee das Unternehmen „Undertone“. Ziel ist die Zerschlagung des deutschen Widerstandes westlich des Rheins. Der unmittelbare Frontbereich erstreckt sich dadurch bis Rheinhessen. Das den Luftraum sichernde XIX. TAC der 9. US Air Force setzt alle verfügbaren Jäger und die 9. Bomb Division alle Bomber zur Unterstützung der Offensive ein. Die „fliegende Artillerie“ verstärkt nochmals/8/, /25/, /29/

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Nr.DatumZiel und ggf. EreignisAirAnz. FlugzeugeEingesetzte KampfmittelQuelle
Force
den Druck auf die schwachen deutschen Verteidigungslinien der 7. Deutschen Armee und deren Nachschublinien. Die Amerikaner errichten bei Kobern / Niederfell einen Brückenkopf an der Mosel. Die ersten Einheiten setzen noch in der Nacht bzw. am frühen Morgen des 14. ab 02:00 Uhr über. Gegenstöße örtlicher, unzureichender Reserven schlagen aufgrund des Mangels an Artilleriemunition fehl und haben keinen Erfolg. Gleichzeitig setzt die 90. US- Infanteriedivision mit Sturmbooten bei Löf – Kattenes – Hatzenport über die Mosel und erkämpft sich innerhalb von einer Stunde einen Brückenkopf auf dem rechten Moselufer. Auch dort bleibt die Gegenwehr, bis auf Handfeuerwaffen und vereinzeltes MG- Feuer, aus. Beim Durchstoßen nach Süden mit dem Ziel, Brodenbach an der feindwärtigen Seite zu nehmen, trifft die 90. auf erbitterte Abwehr. Ein heftiger Häuserkampf dauert bis in die Mittagszeit an, ehe Brodenbach endlich gesäubert ist. Fanatische Truppen der 6. SS-Gebirgsdivision widersetzen sich dem Übergang und kämpfen mit selbstmörderischer Verzweiflung, die Festigung des Mosel-Brückenkopfes zu verhindern. Widerstand gibt es auch schwerpunktmäßig bei Pfaffenheck und Buchholz durch Teile der 6. SS- Gebirgsdivision „Nord“, die tags zuvor aus dem Osburger Hochwald herangekommen war, um an der Mosel eine neue Front aufzubauen. Die Kämpfe mit der SS-Gebirgsdivision sind für beide Seiten sehr verlustreich und dauern bis zum Abend, als sich die Gebirgsdivision bei Boppard über den Rhein zurückzieht, bei Rhens aber noch bis 18.03.1945 einen Brückenkopf hält. Trotz starker Gegenwehr nimmt das 357. US-Regiment Herschwiesen, Oppenhausen und Alken ein. Im Laufe des Tages hat das 359. US- Regiment am rechten Divisionsflügel seine Übergänge bei Hatzenport und Moselkern durchgeführt, wobei es bis

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Nr.DatumZiel und ggf. EreignisAirAnz. FlugzeugeEingesetzte KampfmittelQuelle
Force
zum Erreichen von Morshausen keine Schwierigkeiten zu überwinden gibt.
7.1 5.03.1945Die amerikanischen Brückenköpfe werden gesichert und bis Waldesch erweitert. Die Front verschiebt sich weiter Richtung Hunsrück./22/, /25/

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5 Luftbildauswertung

Die Luftbildauswertung ist ein zentraler Aspekt der historisch-genetischen Rekonstruktion der Kampfmittelbelastung. Ohne eine Luftbildauswertung kann die Kampfmittelbelastung eines bestimmten Gebietes nicht oder nur ausnahmsweise beurteilt werden.

Luftbilder sind objektive „Zeitzeugen“ einer Region zum Zeitpunkt der Aufnahme. Ihre realitätstreue Darstellung lässt Rückschlüsse auf die Nutzung einer Liegenschaft zu. So können z.B. Munitionslager und - anwendungsbereiche wie z.B. Flakstellungen, Schießbahnen, Spreng- und Brandplätze, aber auch Kampfgebiete erkannt werden.

Besondere Bedeutung haben Luftbilder bei der Auswertung alliierter Bombardierungen. Gebäudeschäden und Bombentrichter zeigen getroffene Bereiche an. Unter bestimmten Bedingungen können Blindgängerverdachtspunkte luftbildsichtig erkannt werden.

Vor der Auswertung werden die Luftbilder ggf. hochauflösend gescannt und anhand eindeutiger Passpunkte georeferenziert, d.h. mittels spezieller Software mit Koordinaten versehen und „verortet“. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Zeitschnitte übereinanderlegen und direkt miteinander und mit der aktuellen Situation vergleichen. Es wird eine Lagegenauigkeit von 3 m angestrebt.

5.1 Datenverarbeitung

Zur Ermittlung von Luftbildern, die das Gebiet abdecken, wurde in den einschlägigen nationalen und internationalen Archiven (Nationalarchiv Washington, NCAP-Archiv Edinburgh) möglichst erschöpfend recherchiert, das heißt es werden alle relevanten Flugstreifen überprüft, ob diese das Auswertegebiet abdecken. Daraufhin erfolgte eine Vorauswahl und ein Qualitätscheck, um die Auswertbarkeit einzuschätzen. Aus den verbliebenen, potenziell verfügbaren Luftbildern wurde eine repräsentative Auswahl getroffen und zur weiteren Verarbeitung bestellt. Es werden grundsätzlich alle Luftbilder beschafft, die einen Informationszugewinn erwarten lassen.

Folgende Luftbilder wurden beschafft und standen für Auswertezwecke zur Verfügung:

Tabelle 4: Niederfell, Liste ausgewerteter Luftbilder (die Qualitätsabstufung erfolgt nach Schulnoten 1 – 6)

Nr.DatumMaßstabFlugnr.Bildnr.Qualität
1.07 .04.19401:48.000HAA/013130364
2.07 .04.19401:48.000HAA/013S374
3.04 .09.19441:8.100US30/473530312
4.09 .09.19441:54.000106G/272660035
5.28 .10.19441:8.700106G/342541452
6.28 .10.19441:8.700106G/342540222
7.03 .12.19441:52.000US7/9A80074
8.03 .12.19441:52.000US7/9A80064
9.10 .12.19441:47.500US30/513870444
10.17 .02.19451:12.300US7/396031292
11.17 .02.19451:12.300US7/396031302
12.21 .02.19451:5.000106G/441940641

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

13.14 .03.19451:10.000US31/438020142
14.14 .03.19451:10.000US31/438020152
15.14 .03.19451:52.000US7/165A80513
16.14 .03.19451:13.000US7/165A41982

Tabelle 5: Alken bis Burgen, Liste ausgewerteter Luftbilder (die Qualitätsabstufung erfolgt nach Schulnoten 1 – 6)

Nr.DatumMaßstabFlugnr.Bildnr.Qualität
1.25 .02.19441:24.500J/44340263
2.03 .03.19441:47.000J/49570354
3.26 .08.19441:15.000US7/310330022
4.26 .08.19441:15.000US7/310330032
5.26 .08.19441:60.000US7/310380014
6.03 .09.19441:59.000106G/262270184
7.04 .09.19441:8.100US30/473560282
8.09 .09.19441:54.000106G/272660035
9.10 .09.19441:8.500106G/275730262
10.10 .09.19441:51.000106G/275770194
11.10 .09.19441:8.500106G/275730371
12.11 .09.19441:10.000US30/478610872
13.19 .09.19441:8.000US30/473560261
14.19 .09.19441:8.000US30/473560271
15.28 .09.19441:11.000US34/299211663
16.28 .10.19441:8.500106G/342541401
17.03 .12.19441:52.000US7/9A80074
18.10 .12.19441:47.500US30/513870444
19.09 .02.19451:47.000US7/68A80015
20.09 .02.19451:47.000US7/65A80025
21.09 .02.19451:12.000US7/65A40032
22.09 .02.19451:12.000US7/65A40042
23.09 .02.19451:10.000US7/68A30092
24.16 .02.19451:8.300106G/434842661
25.16 .02.19451:50.000106G/434870513
26.14 .03.19451:13.000US7/165A42032
27.14 .03.19451:52.000US7/165A80533

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28.14 .03.19451:52.000US7/165A80513
29.14 .03.19451:52.000US7/165A80524
30.14 .03.19451:10.000US31/438020182
31.14 .03.19451:13.000US7/165A42022
32.14 .03.19451:10.000US31/438010182
33.14 .03.19451:10.000US31/438010192
34.14 .03.19451:13.000US7/165A32022
35.14 .03.19451:13.000US7/165A32032
36.09 .07.19451:40.000364BS/109823

Sofern sich luftsichtig identifizierbare Ursachen im Auswertegebiet oder im 50-m-Sicherheitspuffer befinden, werden diese in den Blattübersichten als Befunde kartiert, für die weitere Maßnahmen zur Gefahrenerkundung empfohlen werden.

Tabelle 6: Ursachen für eine Befundkartierung im Auswertegebiet

BefundBemerkung
Bombardierung (Sprengbomben)In bombardierten Bereichen verbleibt ein Restrisiko aufgrund der statistischen Blindgängerrate von ca. 10 bis 15 % bei alliierter Abwurfmunition. Innerhalb dieser Flächen können die häufig schwach ausgeprägten Blindgängerverdachtspunkte nur unter optimalen Bedingungen erkannt und kartiert werden (z.B. optimale Bodensicht, keine Gebäude / Trümmerflächen / Vegetation, kein Schattenwurf, sehr gute Luftbildqualität). Aufgrund der relativen Zielungenauigkeit resultierend aus zum Teil großen Abwurfhöhen sowie der meist in Kombination abgeworfenen und dicht nebeneinander eingeschlagenen Bomben wird um bombardierte Bereiche ein 50-m-Sicherheitspuffer gelegt. In begründeten Fällen kann der Puffer erweitert werden.
ArtilleriebeschussBereiche, die Artilleriebeschuss unterlagen, bergen ein Restrisiko von blindgegangener Munition. Aufgrund der relativen Ungenauigkeit resultierend aus Streuungen, werden betroffene Bereiche ebenfalls mit einem 50-m-Sicherheitspuffer versehen, der in begründeten Fällen erweitert werden kann.
TrümmerflächeTrümmerflächen sind ein Hinweis auf erfolgte Bombardierungen oder Artilleriebeschuss.
Deckungsloch, Grabensystem, Militärische StellungIn Verteidigungsanlagen besteht das Risiko oberflächennaher, zurückgelassener oder verschütteter Munition.
Militärische NutzungFür Bereiche, die einer militärischen Nutzung unterlagen, wird grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für verbliebene Kampfmittel im Boden angenommen. Sofern möglich, werden die Befunde auf Grundlage der Luftbilder und Archivalien weiter eingegrenzt.

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Andere, nicht in Tabelle 6 aufgeführte Ursachen und Befunde und jene außerhalb der Pufferzone des Auswertegebietes fließen nicht in die Bewertung ein und werden nur kartiert, wenn es für die Darstellung des Gesamtzusammenhanges förderlich ist. Ebenfalls erfolgt keine Bewertung für luftsichtig nicht erkennbare oder nicht nachvollziehbare Ursachen (z.B. nachträgliche Verschleppung von Munition durch Pflügen, sehr vereinzelter Artilleriebeschuss und Brandbombenabwurf, Bordwaffenbeschuss, Umlagerung oder Einbringung durch bereits erfolgte Erdarbeiten, verloren gegangene, unsachgemäß entsorgte, angespülte Munition, etc.).

5.1.1 Ergebnis der Luftbildauswertung

Tabelle 7: Niederfell

Auswertebedingungen
LuftbildverfügbarkeitLuftbildverfügbarkeit gut  eingeschränkt  nicht gegebenAnmerkungen: -/-
Luftbildqualität überwiegend gut  überwiegend schlechtAnmerkungen: -/-
Bodensicht gut  eingeschränkt  nicht gegebenAnmerkungen: Die Bodensicht ist teilweise durch Schattenwurf der angrenzenden Hänge eingeschränkt.
Informationslücken ja  nicht ableitbarAnmerkungen: Die Vorgänge vor allem kurz vor und während des Moselübergangs durch amerikanische Einheiten sind gut dokumentiert.
Standort und Umgebung 1945
Nutzung des StandortesNutzung des StandortesStraße; die Bachstraße existierte in ihrem Verlauf bereits und wurde seit dem
Zweiten Weltkrieg nicht wesentlich verändert;
Nutzung der Umgebungvereinzelte Bebauung in Richtung Niederfell, sonst zumeist bewaldete Hänge;
Potenzielle taktische ZielePotenzielle taktische ZieleBahnhof Kobern sowie untergeordnet die freie Strecke der Bahnlinie Kobern –
Lehmen links der Mosel;
Militärische Nutzung TruppenübungsplatzAnmerkungen: -/-Anmerkungen:
 Standortübungsplatz-/-
 Fliegerhorst
 nicht ableitbar

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Luftangriffe
BombardierungBombardierung Bombentrichter  Brandbomben  Trümmerflächen  vermutet (weitere Oberflächenstörungen oder Bodenverfärbungen)  Angriffschronik  keine HinweiseAnmerkungen: Die ausgewerteten Luftbilder liefern keine Hinweise auf Bombenabwürfe im Auswertegebiet oder im Bereich des 50-m- Puffers. Vereinzelte Abwürfe befanden sich beispielsweise in der Umgebung des Koberner Bahnhofs in ausreichender Entfernung.
Bordwaffenbeschuss Hinweise aus Literatur  keine HinweiseAnmerkungen: -/-
Bodenkämpfe
Flächiger ArtilleriebeschussFlächiger Artilleriebeschuss sichtbar  neinAnmerkungen: -/-
beschädigte Bausubstanz sichtbar  neinAnmerkungen: Größere Zerstörungen oder Beschädigungen an angrenzenden Gebäuden sind nicht erkennbar.
weitere Hinweise Angriffschronik  keine weiteren HinweiseAnmerkungen: In der Umgebung kam es zu Bodenkämpfen im Zuge der Vorbereitung des Moselübergangs. Die deutsche Gegenwehr war in diesem Abschnitt allerdings aufgrund fehlender Kräfte und mangels Munition schwach. Im Auswertegebiet können keine Hinweise auf Artilleriebeschuss identifiziert werden.
Stellungen und Anlagen
FlakstellungFlakstellung ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Grabensystem ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Deckungslöcher, -gräben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Panzergraben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
weitere Anlagen ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Weitere, allgemein kampfmittelverdächtige Oberflächenstrukturen
EntwässerungsgrabenEntwässerungsgraben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-

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Löschteich ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Rückhaltebecken ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Gewässer ja  nicht vorhandenAnmerkungen: Aspeler Bach, der im Norden von Niederfell in die Mosel mündete sowie westlich angrenzend die Mosel. Gewässer sind grundsätzlich nicht abschließend auswertbar, woraus ein unbestimmter Verdacht, kartiert als „Sonstiger Verdacht“, resultiert. Sollten Baumaßnahmen ausgedehnt und abseits der Trasse im Ufer- oder Gewässerbereich durchgeführt werden, werden weitere Maßnahmen zur Gefahrenerkundung vor Ort empfohlen. Die Mosel schnitt das Auswertegebiet nicht; die Wasserflächen der Mosel sind jedoch der Vollständigkeit halber ebenfalls als sonstiger Verdacht kartiert.
weitere Hohlformen ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Ergebnis
HinweiseHinweise ermittelt  nicht ermitteltAnmerkungen: Nach Auswertung der vorliegenden Luftbilder ergeben sich für die Bachstraße keine konkreten Hinweise auf Kampfhandlungen.
Handlungsbedarf gegeben  nicht ableitbarAnmerkungen: Die Bachstraße fällt in Anlehnung an die Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (2018) in die Kategorie 1: Ein konkreter Kampfmittelverdacht hat sich nicht bestätigt. Daraus lässt sich nach den BfR KMR kein unmittelbarer Handlungsbedarf ableiten. Hiervon unberührt bleibt das nicht ausschließbare Restrisiko von Zufallsfunden. Weitere Maßnahmen werden bei Ausdehnung der Baumaßnahmen auf die Gewässerkörper empfohlen.

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Tabelle 8: Alken bis Burgen

Auswertebedingungen
LuftbildverfügbarkeitLuftbildverfügbarkeit gut  eingeschränkt  nicht gegebenAnmerkungen: Die Luftbildverfügbarkeit ist zwar insgesamt gut. Für den in Abbildung 4 dargestellten Abschnitt konnten jedoch keine Luftbilder im Detailmaßstab ermittelt werden. Weiterhin verhindern die vorhandenen Luftbilder in diesem Bereich aufgrund von Bewölkung und Schattenwurf belastbare Rückschlüsse. Eine Auswertung ist nicht möglich.
Luftbildqualität überwiegend gut  überwiegend schlechtAnmerkungen: -/-
Bodensicht gut  eingeschränkt  nicht gegebenAnmerkungen: Die Bodensicht ist im oben erwähnten Abschnitt gegenüber von Hatzenport durch Schattenwurf und Bewölkung eingeschränkt.
Informationslücken ja  nicht ableitbarAnmerkungen: Die Vorgänge vor allem kurz vor und während des Moselübergangs durch amerikanische Einheiten sind gut dokumentiert.
Standort und Umgebung 1945
Nutzung des StandortesNutzung des StandortesStraße; die B 49 existierte in ihrem Verlauf bereits und wurde seit dem Zweiten
Weltkrieg nicht wesentlich verändert;
Nutzung der Umgebungortsübliche Bebauung, zumeist mit Wohnhäusern in Alken, Brodenbach und
Burgen; außerhalb der Ortschaften unbebaute Uferbereiche und (teils bewaldete)
Moselhänge
Potenzielle taktische ZieleBahnhöfe Kattenes, Löf und Hatzenport; untergeordnet die freie Strecke der
linksseitigen Bahnlinie;
Militärische Nutzung TruppenübungsplatzAnmerkungen: -/-Anmerkungen:
 Standortübungsplatz-/-
 Fliegerhorst
 nicht ableitbar
Luftangriffe
BombardierungBombardierung Bombentrichter  Brandbomben  Trümmerflächen  vermutet (weitere Oberflächenstörungen oder Bodenverfärbungen)  Angriffschronik  keine HinweiseAnmerkungen: Die ausgewerteten Luftbilder liefern keine Hinweise auf Bombenabwürfe entlang der Strecke.

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Bordwaffenbeschuss Hinweise aus Literatur  keine HinweiseAnmerkungen: -/-
Bodenkämpfe
Flächiger ArtilleriebeschussFlächiger Artilleriebeschuss sichtbar  neinAnmerkungen: -/-
beschädigte Bausubstanz sichtbar  neinAnmerkungen: Zerstörungen der angrenzenden Gebäude sind nicht sichtbar.
weitere Hinweise Angriffschronik  keine weiteren HinweiseAnmerkungen: Im Zuge der Moselüberquerung der Amerikaner und der Einnahme der rechtsseitigen Ortschaften kam es in Alken und Brodenbach zu heftiger Gegenwehr in Form von Häuserkämpfen mit Resten der 6. SS- Gebirgsdivision. Schwerer Artillerie- oder Panzerbeschuss ist luftsichtig nicht erkennbar und nicht dokumentiert (vgl. Angriffschronik). Für die Ortschaften Brodenbach und Alken wird dennoch empfohlen, abklären zu lassen, ob sich aus den oben beschriebenen Kampfhandlungen weitere Maßnahmen ergeben. Eine zuverlässige Abgrenzung der potenziell betroffenen Bereiche im Luftbild ist nicht möglich und kann daher nicht kartiert werden. Im Bereich der Moselübergänge in Kattenes, Löf und Hatzenport gab es Gegenwehr mit Handfeuerwaffen und MG. Die übrigen Trassenabschnitten lagen nicht im Kampfgebiet bzw. lagen abseits der Moselübergänge, so dass die Wahrscheinlichkeit für Bodenkämpfe dort sehr gering ist.
Stellungen und Anlagen
FlakstellungFlakstellung ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Grabensystem ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-

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Deckungslöcher, -gräben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: Südlich von Alken und westlich von Brodenbach befanden sich mehrere Deckungsgräben, die als Schutz dienten. Alle Deckungsgräben wurden jeweils rechtwinklig mit mehreren Metern Abstand zur Straße angelegt. In der Nähe bewohnter Gebiete besteht für diese Strukturen ein Restrisiko für weggeworfene oder vergrabene Munition. Die Baumaßnahme betrifft jedoch die moselseitige Fahrbahn und schneidet die Deckungsgräben nicht. Sollten Baumaßnahmen ausgedehnt und abseits der Trasse im Bereich der Deckungsgräben durchgeführt werden, werden weitere Maßnahmen zur Gefahrenerkundung vor Ort empfohlen.
Panzergraben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
weitere Anlagen ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Weitere, allgemein kampfmittelverdächtige Oberflächenstrukturen
EntwässerungsgrabenEntwässerungsgraben ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Löschteich ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Rückhaltebecken ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Gewässer ja  nicht vorhandenAnmerkungen: Entlang der Strecke mündeten mehrere kleinere Bäche in die Mosel. Gewässer sind grundsätzlich nicht abschließend auswertbar, woraus ein unbestimmter Verdacht, kartiert als „Sonstiger Verdacht“, resultiert. Sollten Baumaßnahmen ausgedehnt und abseits der Trasse im Ufer- oder Gewässerbereich durchgeführt werden, werden weitere Maßnahmen zur Gefahrenerkundung vor Ort empfohlen. Die Mosel schnitt das Auswertegebiet nicht; die Wasserflächen der Mosel sind jedoch der Vollständigkeit halber ebenfalls als sonstiger Verdacht kartiert.

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weitere Hohlformen ja  nicht vorhandenAnmerkungen: -/-
Ergebnis
HinweiseHinweise ermittelt  nicht ermitteltAnmerkungen: Nach Auswertung der vorliegenden Luftbilder fallen in den auswertbaren Bereichen die Abschnitte in Brodenbach und Alken in Anlehnung an die Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (2018) in die Kategorie 2: Auf der Fläche werden Kampfmittelbelastungen vermutet oder wurden festgestellt. Für die Gefährdungsabschätzung sind weitere Daten erforderlich. Es besteht weiterer Erkundungsbedarf.
Handlungsbedarf gegeben  nicht ableitbarAnmerkungen: Es wird empfohlen, bei bodeneingreifenden Baumaßnahmen – insbesondere Tiefbaumaßnahmen – eine Fachfirma für Kampfmittelsondierung hinzuzuziehen, die Sie bezüglich des weiteren Vorgehens berät und ggf. Maßnahmen, abgestimmt auf Ihr Bauvorhaben und angepasst an die Gegebenheiten vor Ort, durchführt. Wir weisen darauf hin, dass das beauftragte Unternehmen die Zulassung nach § 7 SprengG vorweisen muss und die beauftragten Personen über den Befähigungsschein nach § 20 SprengG verfügen müssen.

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Abbildung 3: Deckungsgräben südlich von Alken (Luftbild vom 14.03.1945 (Flug US7/165A, Bild 4203).

Abbildung 4: Nicht auswertbarer Abschnitt gegenüber von Hatzenport (Luftbild vom 14.03.1945, Flug US7/165A, Bild 8052).

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5.1.2 Niederfell: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 5.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbild vom 14.03.1945 (Flug US31/4380, Bild 2015)

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5.1.3 Niederfell: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 5.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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5.1.4 Niederfell: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 5.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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5.1.5 Abschnitt 01: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbild vom 14.03.1945 (Flug US7/165A, Bild 4203)

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[Seite 30]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.6 Abschnitt 01: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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[Seite 31]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.7 Abschnitt 01: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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[Seite 32]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.8 Abschnitt 02: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbilder vom 14.03.1945 (Flug US7/165A, Bild 3202 und 3203)

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.9 Abschnitt 02: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.10 Abschnitt 02: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.11 Abschnitt 03: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
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Hintergrund: Luftbild vom 14.03.1945 (Flug US31/4380, Bild 1019)

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.12 Abschnitt 03: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
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Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.13 Abschnitt 03: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
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Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.14 Abschnitt 04: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbild vom 14.03.1945 (Flug US7/165A, Bild 8052)

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[Seite 39]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.15 Abschnitt 04: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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[Seite 40]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.16 Abschnitt 04: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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[Seite 41]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.17 Abschnitt 05: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbild vom 16.02.1945 (Flug 106G/4348, Bild 7051)

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[Seite 42]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.18 Abschnitt 05: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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[Seite 43]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.19 Abschnitt 05: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

GUBD Bauconsult GmbH • Regensburger Str. 334a • D-90480 Nürnberg Tel.: +49-911-14886949 • info@gubd.de • GUBD.de Seite 43 von 48

[Seite 44]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.20 Abschnitt 06: Befund auf historischem Luftbild (beispielhaft ausgewählt)

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Luftbild vom 26.08.1944 (Flug US7/3103, Bild 3002)

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[Seite 45]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.21 Abschnitt 06: Befund auf aktuellem Luftbild

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: Grafiken © 2022, Digital Globe, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent

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[Seite 46]

Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

5.1.22 Abschnitt 06: Befund auf topographischer Karte

Orientierende Befundkartierung
Datum:01.03.2022
Maßstab ca. (DIN A 4):1 : 10.000
Referenzsystem:WGS 84 (EPSG: 32632)
Gezeichnet:Bullinger
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen im Auswertegebiet: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der Pufferzone: Ja Nein
Hinweise auf kampfmittelrelevante Strukturen in der näheren Umgebung: Ja Nein
Diese Karte darf nur mit der zugehörigen textlichen Stellungnahme verwendet werden.
Hintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende, CC BY-SA.Lizenz

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

6 Verursachungsszenarien

Die Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (2018) unterscheiden zwischen fünf verschiedenen sog. „Verursachungsszenarien“, die eine potenzielle Kampfmittelbelastung auslösen können. In Tabelle 9 erfolgt eine erste orientierende Einschätzung auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Dokumente und Archivalien für die auswertbaren Bereiche im Auswertegebiet und in der Pufferzone.

Tabelle 9: Einschätzung einer potenziellen Kampfmittelbelastung nach Verursachungsszenarien

MöglichKeine Hinweise
Verursachungsszenarium „Luftangriff“
Bombardierung (Sprengbomben)
Bordwaffenbeschuss
Verursachungsszenarium „Bodenkämpfe“
Blindgegangene Munition
In Stellungen zurückgelassene oder verschüttete Munition
Minenfelder
Sprengfallen, verminte Infrastruktur
Verursachungsszenarium „Munitionsvernichtung“
Munitionsvernichtung durch Sprengungen
Munitionsbeseitigung durch Ablagerung
Munitionsbeseitigung durch Versenkung
Militärischer Regelbetrieb
Truppenübungsplatz
Standortübungsplatz
Fliegerhorst
Verursachungsszenarium „Munitionsproduktion, -lagerung“
Industrielle Standorte der Munitionsproduktion
Munitionsanstalten

Erläuterung

Möglich: Im Auswertegebiet luftsichtig erkennbar, in Archivalien dokumentiert oder aufgrund von Einwirkungen in der Pufferzone oder unklarer Dokumentenlage potenziell möglich.

Keine Hinweise: Weder die Luftbilder noch die Archivalien begründen einen konkreten Verdacht.

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Luftbildauswertung Brodenbach, Niederfell Projekt-Nr.: 0238

Die Ergebnisse stützen sich ausschließlich auf die im Bericht benannten Dokumente und sind ausschließlich für die Fläche des Auswertegebietes gültig. Luftbilder geben dabei eine Momentaufnahme (Zeitpunkt) wieder und können Hinweise auf eine potenzielle Kampfmittelbelastung liefern. Allein auf der Grundlage einer Luftbildauswertung kann jedoch keine absolute Kampfmittelfreiheit bescheinigt werden. Die Bewertung berücksichtigt nicht eventuell in der Vergangenheit schon durchgeführte Räumungen sowie nachkriegszeitliche Veränderungen der Fläche, wie z.B. Erdeingriffe oder Baumaßnahmen, die zu einer Veränderung der Belastungssituation geführt haben könnten. Diese sind ggf. separat zu ermitteln.

Nürnberg, den 11.03.2022

Dipl.-Geogr. Johannes Bullinger Dipl.-Geogr. Christian Greger

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