Anlage zum LV_Bauablaufplanung.pdf

Erneuerung der Belüftung in der Belebungsgruppe 1 des Klärwerks Ohligs

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 03.11.2026, 09:25 (Europe/Berlin)

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Klärwerk Ohligs

Erneuerung der Belüftung der Belebungsgruppe 1

Bauablaufbeschreibung

Ausführungsplanung ▪ Oktober 2026

Revisionsnr. 0.2

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KW Ohligs Erneuerung Belüftung Belebungsgruppe 1 ▪ Lastenheft

Inhalt

1 Bauablaufplanung ........................................................................................................... 2

1.1 Umbau der Schaltanlage im Maschinenhaus ............................................................. 2

1.2 Austausch Gebläse und Belüfterelemente ................................................................. 4

I

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1 Bauablaufplanung

1.1 Umbau der Schaltanlage im Maschinenhaus

Der Austausch der elektrotechnischen Ausrüstung im Schaltanlagenraum erfolgt unter der Be- rücksichtigung, dass der Teil Mechanik weiter in Betrieb bleiben kann. Der Bereich SPS bleibt für die Steuerung der Mechanik ebenfalls in Betrieb. Für angrenzende Schaltschrankfelder sind teilweise Trennstellen im Sammelschienensystem vorhanden. Dort, wo keine Trennstel- len vorhanden sind, müssen die Sammelschienen entsprechend aufgetrennt werden. Die Sammelschienen müssen für den Zeitraum der Demontage freigeschaltet werden. Die Strom- versorgung der mechanischen Reinigung und der Belebung 1 kann bei Trockenwetter in Zeit- phasen von maximal bis zu drei Stunden für Arbeiten an der Einspeisung und der Sammel- schiene unterbrochen werden. Bei längerer Unterbrechung der Sauerstoffversorgung in der Belebung wird ansonsten die P-Rücklosung problematisch und der Belebtschlamm fängt an Schaden zu nehmen.

Die Bestandsanlage Mechanik wird dann aus dem neu errichteten Einspeiseteil separat neu versorgt.

Folgende Abbildung verdeutlicht den Umbau des Schaltanlagenraums:

Abbildung 1: Umbau Schaltanlagenraum

Bauablaufplanung 2

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Die neue Schaltanlage Biologie wird so geplant, dass sie stückweise und entsprechend der Bauphasen ausgetauscht werden kann. Da einige Aggregate in der Neuplanung komplett ent- fallen, verringert sich der Platzbedarf der Schaltanlage auf 11 Schaltschrankfelder.

Bauablaufplanung 3

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1.2 Austausch Gebläse und Belüfterelemente

Für den Umbau im laufenden Betrieb wurden die klärtechnischen Nachweise erbracht, dass eine gleichzeitige Außerbetriebnahme von 2 Straßen der Belebungsgruppe 1 möglich ist, ohne dass es zu einer Gefährdung der einzuhaltenden Ablaufwerte kommt. Wahlweise kann ober- halb einer Abwassertemperatur von 14,5 °C und einem Anteil von 50% des Gesamtzulaufs (LF6) oder bei einer Aufteilung von 40% des Gesamtzulaufs auf BB 1 (LF 6a) bereits bei einer Abwassertemperatur von >12°C mit der Außerbetriebnahme von Belebungsbecken begonnen werden. Für beide Lastfälle gilt, dass der Kläranlage während dieser Zeit nur ein Teil der Ha- ribo-Fracht zugeleitet wird.

Der Bauablauf kann in 4 Bauphasen unterteilt werden:

 Bauphase I: ▪ Becken 1.3 & 1.4: bauzeitlicher Verschluss der Druckluftleitungen in Richtung Becken 1.3 & 1.4 (siehe Abbildung 1), Beckenleerung, Reinigung und Demontage Belüftungs- leitungen

▪ Demontage der zugehörigen Rohrleitungen innerhalb Maschinenhaus 1 und Montage der bauzeitlichen Verschlüsse (siehe Abbildung 1)

Abbildung 1: Bauzeitliche Verschlüsse und Rückbau in Bauphase 1

Bauablaufplanung 4

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Unmittelbar im Anschluss an den Abschluss von Bauphase I erfolgt die bauseitige Betonin- standsetzung der Wandkronen der Becken 1.3 & 1.4. Während der Betoninstandsetzung findet keine Bauausführung durch den AN Maschinentechnik statt.

Für Umbau- und Demontagearbeiten kann die NSV im Maschinenhaus 1 max. für 3 Stunden an Trockenwettertagen außer Betrieb genommen und stromlos geschaltet werden. Die Zeiten sind vorab mit dem AG abzustimmen.

 Bauphase II: ▪ Montage des Belüftungssystems in den Becken 1.3 & 1.4 + Anschluss des Belüftungs- system der Becken 1.3 & 1.4 an die beiden Leih-Gebläse

▪ Montage zweier Leih-Gebläse (1+1) westlich der Belebungsgruppe 1

▪ Inbetriebnahme Straßen 1.3 & 1.4 mit den Leihgebläsen (Betrieb der Leih-Gebläse ohne übergeordnete Steuerung; kein Parallelbetrieb der beiden Leihgebläse)

▪ Überschneidender Betrieb von Becken 1.1 & 1.2 mit bestehenden Gebläsen und Be- cken 1.3 & 1.4 mit Leihgebläsen bis ein stabiler Betrieb der Becken 1.3 & 1.4 gewähr- leistet ist; während des gemeinsamen Betriebs kann bereits ein bestehendes Turbo- gebläse abgeschaltet werden, so dass ausreichend Anschlussleistung für die Leihge- bläse vorhanden ist.

EMSR:

▪ Abklemmen Turbogebläse 1 in Feld 2, Anschluss Leihgebläse an NH – Sicherungs- trennschalter -205F1 (400 A), Überbrücken auftretender Störmeldungen (hervorgeru- fen aus Bestand Turbogebläse 1) in Feld 2

▪ Elektrotechnische Ausrüstung Becken 1.3 & 1.4

 Bauphase III (Nach Einstellung eines stabilen Betriebs der Becken 1.3 & 1.4 mittels Leih- Gebläsen): ▪ Vollständige Demontage der Druckluftleitungen inkl. Armaturen sowie der 3 Gebläse im Maschinenhaus 1

▪ Erneuerung des Bodenbelags im Maschinenhaus 1 durch den Betonsanierer – Zeit- raum ca. 3 Wochen

▪ Becken 1.1 & 1.2: Beckenleerung, Reinigung und Demontage der Belüftungsleitungen

▪ Betrieb während der Zeit nur über Becken 1.3 & 1.4 über Leihgebläse

EMSR:

▪ Vollständige Außerbetriebnahme des Schaltanlagenraums (Gebläsestation, Bele- bungsbecken, Mechanik/Vorklärung, Leihgebläse) – Zeitbedarf maximal ca. 4h

Bauablaufplanung 5

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▪ Umschwenken der Hauptzuleitung der NSV an den bauzeitlichen Gruppenverteiler

▪ Anschluss Leihgebläse an den Gruppenverteiler

▪ Anschluss Feld 7 (Mechanik) an den Gruppenverteiler

▪ Demontage NSV Feld 1 bis 4

Unmittelbar im Anschluss an den Abschluss von Bauphase I erfolgt die bauseitige Betonin- standsetzung der Wandkronen der Becken 1.1 & 1.2.

 Bauphase IV: ▪ Montage der drei neuen Gebläse inkl. Zuluft- und Druckluftleitungen sowie zugehöriger Armaturen

▪ Anschluss der Belüftungsleitungen an Becken 1.1 & 1.2 sowie 1.3 & 1.4 (Absperrklap- pen in Richtung Becken 1.3 & 1.4 (AKZ = 20.03AK-01 & = 20.04AK-01) noch geschlos- sen halten, so dass diese Becken zunächst noch über die Leihgebläse betrieben wer- den können)

▪ Inbetriebnahme der Becken 1.1 & 1.2

▪ Außerbetriebnahme der Leihgebläse sobald ein stabiler Betrieb der Becken 1.1 & 1.2 mit neuen Gebläsen gewährleistet ist

▪ Rückbau der Leihgebläse, Verschluss der zugehörigen Anschlüsse und Öffnen der Ab- sperrklappen (AKZ = 20.03AK-01 & = 20.04AK-01) in Richtung 1.3 & 1.4 für Betrieb über neue Gebläse

EMSR:

▪ Elektrotechnische Ausrüstung Becken 1.1 & 1.2

▪ Aufstellung Niederspannungsverteilung

▪ Ausrüstung der Maschinenhalle

Die bauzeitlichen Leih-Gebläse werden auf folgende Spezifikationen ausgelegt:

 Anzahl: 2

 Typ: Drehkolbengebläse

 Fördermenge: ca. 1.400 bis 5.000 Nm³/h

 Druckdifferenz: 700 mbar

 Nenn-Motorleistung: 144 kW

 Anlaufart: Frequenzumrichter

Bauablaufplanung 6

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Die Aufstellung erfolgt außen auf dem Vorplatz des Maschinenhauses 1. Die bauzeitlichen Gebläse werden mit einer Wetterschutzhaube, einer Schallschutzhaube und einer Heizung ausgestattet. Die Verrohrung zwischen dem bauzeitlichen Gebläse und der neuen Sammellei- tung erfolgt über Schläuche.

Bauablaufplanung 7

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