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15-02_Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen.pdf

Erneuerung der Bahninfrastruktur im Bahnhof Karsdorf

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 25.09.2026, 23:41 (Europe/Berlin)

Herkunft: bieterportal.noncd.db.de

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[Seite 1]

Vorhaben: Unterlage 15.2

Errichtung eines elektronischen Stellwerks im Bahnhof Karsdorf sowie Änderung der Bahnübergänge "Str. d. Einheit" (Bahn-km 20,5) und "Reinsdorfer Str. / L177" (Bahn-km 21,3) in der Gemeinde Karsdorf Strecke 6726 km 19,251 bis km 22,370

Untersuchung zu

baubedingten Erschütterungen

0Ausgangsverfahren: Antragsfassung05.08.2025
IndexÄnderungen bzw. ErgänzungenPlanungsstand
Vorhabenträgerin: DB InfraGO AG Anlagen- und Instandhaltung- management Netz Erfurt Bahnhofstr. 23 99084 Erfurt Datum Unterschrift: Datum Unterschrift Datum Unterschrift
Vertreter der Vorhabenträgerin: DB InfraGO AG Projekt STE Leipzig/Halle Großer Brockhaus 5 04103 Leipzig Datum: 05.08.2025 Unterschrift: i.V. KuhntVerfasser: Baudynamik Heiland & Mistler GmbH Bergstraße 174 44807 Bochum Datum: 05.08.2025 Unterschrift: i. A. F. Korda
Genehmigungsvermerk Eisenbahn-Bundesamt

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Sachverständige für Baudynamik und Erschütterungen Bekannt gegebene Messstelle nach § 29b BImSchG Prof. Heiland durch die IHK Bochum öffentlich bestellt

Unterlage 15.2

Vorhaben: Errichtung eines elektronischen Stellwerks im

Bahnhof Karsdorf sowie Änderung der Bahn-

übergänge "Str. d. Einheit" (Bahn-km 20,5) und

"Reinsdorfer Str. / L177" (Bahn-km 21,3) in der

Gemeinde Karsdorf

Eisenbahnstrecke: 6726 Naumburg (Saale) – Nebra

Bahn-km: km 19,251 – km 22,370

Karsdorf

Bildquelle: OpenStreetMap [9]

Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen

Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

05.08.2025

Baudynamik Heiland & Mistler GmbH  Bergstraße 174  44807 Bochum  Germany  Tel: +49-234-95020-6  Fax: +49-234-95020-77 www.baudynamik.de  Amtsgericht Bochum  HRB 14773  Geschäftsführer: Prof. Dr.-Ing. Dieter Heiland, Dr.-Ing. Michael Mistler

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ProjektbezeichnungESTW Karsdorf
Projekt-Nr.30-10885-01
Bericht-Nr.30-10885-01-D2-RevA
InhaltUntersuchung zu baubedingten Erschütterungen
Seitenzahl37 Seiten
Berichtsdatum05.08.2025
AuftraggeberDB InfraGO über AFRY Deutschland GmbH, Essen
AuftragnehmerAuftragnehmerBaudynamik Heiland & Mistler GmbH, Bergstraße 174, 44807 Bochum Tel: +49-234-95020-6, Fax: +49-234-95020-77 Amtsgericht Bochum, HRB 14773 Geschäftsführer: Prof. Dr.-Ing. Dieter Heiland, Dr.-Ing. Michael Mistler www.baudynamik.de
VerfasserM.Sc. Felix Korda Sachverständiger für Baudynamik
geprüftDr.-Ing. M. Mistler Sachverständiger für Baudynamik
Datum der Messung-
Messpersonal-
Dateiname30-10885-01-D2-RevA ESTW Karsdorf.docx
BearbeitungsstandBearbeitungsstandin Bearbeitung
vorgelegt
Xfertig gestellt
ÄnderungenRevisionDatumersetzter BerichtGeänderte KapitelBeschreibung
-04.04.2025-alleErsterstellung
RevA05.08.2025D2Titelseite, Kapitel 7,8,9Titeländerung, Ausschluss Nachtarbeit

Fachlich Verantwortlich im Sinne der 41. BImSchV:

Dr.-Ing. Michael Mistler, Stellvertreter: Prof. Dr.-Ing Dieter Heiland, Dipl.-Ing. Philipp Meckbach

x co d Dieser Bericht ist nur für den Gebrauch des Auftraggebers bestimmt. Eine darüber hinausgehende Verwendung, vor allem durch Dritte, .fro d sra unterliegt dem Schutz des Urheberrechts gemäß UrhG. K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 2/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 5

1.1 Aufgabenstellung 5 1.2 Verwendete Unterlagen 6

2 Grundlagenermittlung 7

2.3 Allgemeine Maßnahmen zur Einhaltung der Anhaltswerte 10

3 Grundlagen des Prognoseverfahrens 11

3.1 Erschütterungsemission und deren Übertragung im Baugrund 11 3.2 Emissionen in Abhängigkeit der Entfernung bei speziellen Baugeräten 12 3.3 Übertragung vom Baugrund zum Gebäude (Fundament bzw. Decke) 13 3.4 Prognose der KB-Werte 14

4 Randbedingungen für die vorliegenden Bauvorhaben 15

4.1 Allgemeine Übersicht der eingesetzten Baugeräte 15 4.2 Zugrunde gelegte Anhaltswerte 15 4.3 Prognosesicherheiten 16

5 Pfahlrohr-Rammungen 18

5.1 Orte, wo Rammarbeiten stattfinden 18 5.2 Eingesetzte Geräte 18 5.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum 19

6 Rück- und Neubau des Stellwerkes in Karsdorf 24

6.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme „Rückbau/Neubau ESTW“ 24 6.2 Eingesetzte Geräte 26 6.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum 26 6.4 Belästigungen im Nachtzeitraum 28

7 Erneuerung der Kabelkanäle entlang der Stecke 6726 29

7.1 Eingesetzte Geräte 29 7.2 Einschränkung der zu Verwendenden Geräte im Tagzeitraum 29 x co d 7.3 Belästigungen im Nachtzeitraum 30 .fro d sra

K 8 Neubau Bahnübergänge Bahn-km 20,5 30

W T S E A 8.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme BÜ km 20,5 30 v e R 2- 8.2 Eingesetzte Geräte 31 D 1- 5 0 - 8.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum 31 8 8 0 1 8.4 Belästigungen im Nachtzeitraum 33 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 3/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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9 Neubau Bahnübergänge Bahn-km 21,3 33

9.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme BÜ km 21,3 33 9.2 Eingesetzte Geräte 33 9.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum 34 9.4 Belästigungen im Nachtzeitraum 35

10 Zusammenfassung 36

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 4/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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1 Einleitung

1.1 Aufgabenstellung

Die DB InfraGO plant zwecks Modernisierung mehrere Baumaßnahmen entlang der Strecke 6726 in

Sachsen-Anhalt. Geplant ist die Errichtung eines elektronischen Stellwerkes (ESTW) im Bahnhof Kars-

dorf, Änderung der Bahnübergänge am Km 20,5 und km 21,3 sowie Anpassung des Kabelführungs-

systems. Dazu werden unter anderem Rohrrammungen für Signalmasten entlang der Strecke durch-

geführt. Das bestehende Stellwerk bei Karsdorf soll zurückgebaut und ein neues ESTW in der Nähe

neu errichtet werden. Ferner werden an verschiedenen Orten entlang der Strecke Kabelkanäle er-

neuert bzw. hergestellt. Die genannten Maßnahmen finden entlang der Strecke 6726 zwischen km

19,251 und km 22,370 statt.

x Abbildung 1-1: Gegenständlicher Teil der Strecke 6726 zwischen Karsdorf und Freyburg [9] co d .fro d sra Durch die geplanten Baumaßnahmen können Erschütterungen entstehen, von denen potentiell eine K W T Belästigung der Anwohner oder sogar eine Gefährdung der Gebäudesubstanz der umliegenden Ge- S E A v e bäude ausgehen kann. Die Baudynamik Heiland & Mistler GmbH wurde mit der erschütterungstech- R 2- D 1- nischen Untersuchung der baubedingten Erschütterungen beauftragt, um schädliche Auswirkungen 0 5- 8 8 0 1 bereits im Vorfeld erkennen und besser vermeiden zu können. 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 5/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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1.2 Verwendete Unterlagen

[1] VDI 2038 (06/2012): Gebrauchstauglichkeit von Bauwerken bei dynamischen Einwirkungen.

Blatt 1: Grundlagen – Methoden, Vorgehensweisen und Einwirkungen.

[2] VDI 2038 (01/2013): Gebrauchstauglichkeit von Bauwerken bei dynamischen Einwirkungen.

Blatt 2: Schwingungen und Erschütterungen – Prognose, Messungen, Beurteilung und Minde-

rung.

[3] DIN 4150 Teil 1 (06/2001): Erschütterungen im Bauwesen-Vorermittlung von Schwingungsgrö-

ßen.

[4] DIN 4150 Teil 2 (06/1999): Erschütterungen im Bauwesen-Einwirkungen auf Menschen in Ge-

bäuden.

[5] DIN 4150 Teil 3 (12/2016): Erschütterungen im Bauwesen-Einwirkungen auf bauliche Anlagen.

[6] M. Achmus, J. Kaiser, F. tom Wörden: Bauwerkserschütterungen durch Tiefbauarbeiten,

Grundlagen – Messergebnisse – Prognosen, Institut für Bauforschung e.V., Hannover, 2006.

[7] P. Steinhauser: Bahn/Straße Spange Götzendorf, Einreichprojekt zum UVP-Verfahren, Fachbei-

trag „ERSCHÜTTERUNGEN UND SEKUNDÄRSCHALL“, Mai 2009

[8] Baudynamik Heiland & Mistler GmbH: Messdokumentation der Messung einer Stopfmaschine

in Herne, Juni 2014

[9] ©OpenStreetMap / openrailwaymap and contributors, Creative Commons Share Alike License

(CC-BY-SA)

[10] AFRY Deutschland GmbH: Planungsunterlagen zu den Bauarbeiten, Stand 03/2025

[11] Mail (-Verlauf):“ WG: AFRY: Errichtung eines elektronischen Stellwerks im Bahnhof Karsdorf

(km 19,251- 22,370) - Dauer der einzelnen Bautätigkeiten“ von Herrn Thiel AFRY Deutschland

GmbH, 14.03.2025

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 6/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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2 Grundlagenermittlung

Als Erschütterungen werden Schwingungen mit potentiell belästigender Wirkung bezeichnet. Art und

Grad der Beeinträchtigung sind individuell und hängen von verschiedensten situativen Faktoren ab

wie z.B. Stärke der Schwingungen, Einwirkungsdauer, Häufigkeit des Auftretens, Art der Erschütte-

rungsquelle (Baustelle, Straßenverkehr, Sprengung) etc.

Neben dem Aspekt der Belästigung können Erschütterungen potentiell auch schädigend auf Gebäude

wirken. Hierzu müssen unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden wie z.B. Art und Alter des

Bauwerks sowie Dauer und Frequenzbereich der Einwirkungen.

Die DIN 4150 enthält in ihrem Teil 2 [4] Angaben zur Bewertung von Erschütterungseinwirkungen auf

Menschen und in ihrem Teil 3 [5] Angaben zur Bewertung von Erschütterungseinwirkungen auf bauli-

che Anlagen.

2.1 Einwirkung auf Menschen in Gebäuden (DIN 4150 Teil 2)

Die Einwirkungen von Schwingungen auf Menschen in Gebäuden werden im Teil 2 der DIN 4150,

Juni 1999 bewertet. Dort werden Anforderungen und Anhaltswerte genannt, bei deren Einhaltung

erwartet werden kann, dass in der Regel erhebliche Belästigungen von Menschen in Wohnungen und

vergleichbaren Räumen vermieden werden. Tabelle 2-1 enthält Anhaltswerte der DIN 4150 Teil 2 zur

allgemeinen Beurteilung von Erschütterungen.

hr) Zeile A r

1 0,15

2 0,1

3 0,07

x co d .fro d sra 4 0,05 K W T S E A v e R 2- 5 0,05 D 1- 0 5-

EinwirkungsortTags (6-22 Uhr)
A uA oA rA uA o
Einwirkungsorte, in deren Umgebung nur Gewerbliche Anlagen und ggf. ausnahmsweise Wohnungen für Inha- ber und Leiter der Betriebe sowie für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen untergebracht sind (vgl. Indust- riegebiete BauNVO, § 9).0,460,20,30,6
Einwirkungsorte, in deren Umgebung vorwiegend ge- werbliche Anlagen untergebracht sind (vgl. Gewerbege- biete BauNVO, § 8).0,360,150,20,4
Einwirkungsorte, in deren Umgebung weder vorwiegend gewerbliche Anlagen noch vorwiegend Wohnungen untergebracht sind (vgl. Kerngebiete BauNVO, § 7, Mischgebiete BauNVO, § 6, Dorfgebiete BauNVO § 5).0,250,10,150,3
Einwirkungsorte, in deren Umgebung vorwiegend oder ausschließlich Wohnungen untergebracht sind (vgl. reines Wohngebiet BauNVO, § 3, allgemeine Wohnge- biete BauNVO, § 4, Kleinsiedlungsgebiete BauNVO, § 2).0,1530,070,10,2
Besonders schutzbedürftige Einwirkungsorte, z.B. in Krankenhäusern, Kurkliniken, soweit sie in dafür ausge- wiesenen Sondergebieten liegen.0,130,050,10,15

58 8 0 Tabelle 2-1: Anhaltswerte nach DIN 4150 Teil 2 zur allgemeinen Beurteilung von Erschütterungen 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 7/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Die DIN 4150 Teil 2 verwendet für die Beurteilung der Erschütterungen die zwei Beurteilungsgrößen

 Maximale bewertete Schwingstärke KB und Fmax

 Beurteilungs-Schwingstärke den KB . FTr

Die Beurteilungsgrößen erhält man dadurch, dass die gemessenen Schwinggeschwindigkeitssignale

gefiltert, frequenzbewertet und mit gleitenden Effektivfiltern ausgewertet werden. All diese Verfah-

ren werden in den o.g. Normen genau definiert und beschrieben.

Diese Beurteilungsgrößen sind nach folgendem Schema den in der Norm genannten Anhaltswerten

gegenüber zu stellen.

 Ist der KB kleiner oder gleich dem unteren Anhaltswert A , dann sind die Anforderungen Fmax u der Norm eingehalten.

 Ist der KB größer als der obere Anhaltswert A , dann sind die Anforderungen dieser Norm Fmax o nicht eingehalten.

 Für häufigere Einwirkungen, bei denen KB größer als A und kleiner als A ist, muss die Fmax u o Beurteilungs-Schwingstärke KB nach Abschnitt 5.4 der DIN 4150 Teil 2 berechnet werden. FTr Ist KB nicht größer als der Anhaltswert A, dann sind die Anforderungen der Norm ebenfalls FTr r eingehalten.

In Abhängigkeit der Ursache der Erschütterungen sind teilweise von Tabelle 2-1 abweichende An- haltswerte anzuwenden. Bei der Beurteilung von zeitlich begrenzten Erschütterungseinwirkungen aus Baubetrieb (ohne Sprengungen) unterteilt man drei Stufen der Belästigung:

 Stufe I (ohne Vorabinformation der Betroffenen):

Bei Unterschreitung der Anhaltswerte der Stufe I ist nicht mit einer erheblichen Belästigung der Anwohner zu rechnen, selbst wenn die Erschütterungen ohne Vorinformationen der Be- troffenen eingetreten sind.

 Stufe II (mit Vorabinformation der Betroffenen): Bei Unterschreitung der Immissionswerte der Stufe II ist nicht mit einer erheblichen Belästi- gung der Anwohner zu rechnen, wenn im Vorlauf der Baumaßnahme

o eine ausreichende Information der Betroffenen stattgefunden hat.

x o eine Aufklärung über die Unvermeidbarkeit von Erschütterungen stattgefunden hat. co d .fro o zusätzliche Maßnahmen zur Minderung der Belästigung eingeplant wurden (Pausen, d sra K W Ruhezeiten, Betriebsweise der Erschütterungsquelle, usw.) T S E A o eine Ansprechstelle für Betroffene eingerichtet wurde. v e R 2 D - o eine Information der Betroffenen über die Erschütterungswirkung auf das Gebäude 1- 0 5 8 - durchgeführt wurde. 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 8/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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o ggf. eine Dauermessstation zur Beweissicherung im Gebäude installiert wurde.

Bei zunehmender Überschreitung der Anhaltswerte der Stufe II wächst die Wahrscheinlich- keit, dass mit erheblicher Belästigung der betroffenen Anwohner zu rechnen ist. Insbesonde- re ist zu prüfen, ob nicht erschütterungsärmere Bauverfahren angewendet werden können.

 Stufe III (Grenze der Zumutbarkeit): Bei einer Überschreitung der Anhaltswerte der Stufe III sind die Einwirkungen unzumutbar. In diesem Fall wird die Vereinbarung besonderer Schutzmaßnahmen bzw. Änderungen im Bau- ablauf notwendig.

Die Immissionswerte werden darüber hinaus in Abhängigkeit der Dauer der Baustelle angegeben, wobei die Tage zusammengezählt werden, an denen tatsächlich Erschütterungen auftreten. Bei einer Einwirkdauer > 78 Tage ist eine individuelle Betrachtung zur Ermittlung geeigneter Anhaltswerte erforderlich.

Die Auswertung erfolgt gesondert nach den verschiedenen Tageszeiträumen:

 Für den Tagzeitraum (06:00-22:00 Uhr) gelten bei Baustellenerschütterungen die Anhalts- werte gemäß Tabelle 2-2.  In der Nacht (22:00-06:00 Uhr) gelten die strengeren Anhaltswerte gemäß Tabelle 2-1.

Dauer Tage

Immissionswert A r

Stufe I 0,2

Stufe II 0,4

Stufe III 0,6

D ≤ 1 Tag6 Tage < D ≤ 26 Tage
A uA oA rA uA oA rA uA o
0,850,40,450,30,35
1,250,80,850,60,65
1,651,21,251,00,85

Tabelle 2-2: Anhaltswerte nach DIN 4150 Teil 2 (Tabelle 2) für Erschütterungen aus Baustellenbetrieb

2.2 Einwirkung auf bauliche Anlagen (DIN 4150 Teil 3)

Die Einwirkung von Schwingungen auf bauliche Anlagen werden im Teil 3 der DIN 4150, Dezember

2016 bewertet. Die Norm nennt Anhaltswerte, bei deren Einhaltung Schäden im Sinne einer Vermin-

derung des Gebrauchswertes von Bauwerken nicht eintreten. Diese Werte werden in Abhängigkeit x co d .fro von der Gebäudeart, der Einwirkungsdauer und dem maßgeblichen Frequenzbereich angegeben. d sra K W Den Anhaltswerten ist der Maximalwert der gemessenen Schwinggeschwindigkeit v max (getrennt für

T S E alle drei Raumrichtungen in den Achsen x, y und z) gegenüberzustellen. Für verschiedene Arten von A v e R 2- Bauwerken sind unterschiedliche Anhaltswerte anzusetzen. D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 9/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Bei kurzzeitigen Erschütterungen gilt Tabelle 2-3. Bei Erschütterungen, die Resonanz erzeugen kön-

nen oder die über einen längeren Zeitraum einwirken, gilt Tabelle 2-4. Bei kurzzeitigen Erschütterun-

gen müssen die am Fundament und in der obersten Deckenebene gemessenen Schwinggeschwindig-

keiten, bei Dauererschütterungen dagegen primär die auf der Decke (normalerweise Fußboden in

Raummitte) gemessenen Schwinggeschwindigkeiten beurteilt werden.

[mm/s]

en Decken- Frequenzen

Zeile vertikal

1 20

2 20

3

≤20

am Fundament bei folgenden Hauptfrequenzen
Art des Bauwerks1-10 Hz10-50 Hz50-100 Hzhorizontal
Gewerblich genutzte Bauten, Industrie- bauten und ähnlich strukturierte Bauten2020-4040-5040
Wohngebäude und in Ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige Bauten55-1515-2015
Bauten, die wegen ihrer besonderen Erschütterungsempfindlichkeit nicht de- nen nach Zeile 1 und Zeile 2 entsprechen und besonders erhaltenswert sind (z.B. unter Denkmalschutz stehend)33-88-108

Tabelle 2-3: Anhaltswerte nach DIN 4150 Teil 3 zur Beurteilung von kurzzeitigen Erschütterungseinwirkungen

winggeschwindigkeit ke [mm/s]

Vertikal, Zeile alle Frequenzen

1 10

2 10

3 ≤10

Art des BauwerksHorizontal, alle Frequenzen
Gewerblich genutzte Bauten, Industriebauten und ähnlich strukturierte Bauten10
Wohngebäude und in Ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige Bauten5
Bauten, die wegen ihrer besonderen Erschütterungsemp- findlichkeit nicht denen nach Zeile 1 und Zeile 2 entspre- chen und besonders erhaltenswert sind (z.B. unter Denk- malschutz stehend)2,5

Tabelle 2-4: Anhaltswerte nach DIN 4150 Teil 3 zur Beurteilung von Dauererschütterungen

2.3 Allgemeine Maßnahmen zur Einhaltung der Anhaltswerte

Das primäre Ziel ist, dass die Anhaltswerte der DIN 4150 Teil 3 nicht überschritten werden. Eine x co Überschreitung führt zwar nicht zwangsläufig zu Bauwerksschäden, dennoch können in diesem Fall d .fro d Schäden infolge Erschütterungseinwirkungen nicht mehr ausgeschlossen werden. Bei „kritisch“ ein- sra K W zustufenden (Wohn-) Gebäuden sollte daher parallel zu einer messtechnischen Überwachung der T S E A Schwingungsimmissionen auch eine visuelle Beweissicherung (Dokumentation der vorhandenen Ris- v e R 2- se und Vorschäden) erfolgen. D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 10/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Überschreitung der Anhaltswerte der DIN 4150 Teil 3 müssen durch geeignete Maßnahmen vermie- den werden wie z.B.:

 Geeignete Auswahl der Baugeräte  Ausreichender Abstand des eingesetzten Gerätes zum Gebäude  Vermeidung von Resonanzerscheinungen (z.B. beim Durchfahren der Gebäudeeigenfrequen- zen während des Starts bestimmter Geräte wie Vibrationsrammen, etc.)  Überwachung der Schwingungen im Gebäude (Monitoring)

Das zweite Auslegungsziel ist, erhebliche Belästigungen der Anwohner zu vermeiden. Bei dieser Beur- teilung der Erschütterungseinwirkungen auf Menschen in einem Gebäude nach DIN 4150 Teil 2 ist, wie bereits beschrieben, besonders auf die Unterscheidung von Arbeiten im Tagzeitraum (06:00- 22:00 Uhr) und im Nachtzeitraum (22:00-06:00 Uhr) zu achten, da die Anhaltswerte für den Nacht- zeitraum wesentlich strenger sind. Erschütterungsintensive Arbeiten im Nachtzeitraum müssen da- her so weit wie möglich vermieden werden.

Es ist von besonderer Bedeutung, die Anwohner über die Baumaßnahme umfangreich zu informie- ren, da dann höhere Immissionen von den Anwohnern eher toleriert und auch normativ zugelassen werden, wenn die Anwohner von den Erschütterungen nicht überrascht werden.

3 Grundlagen des Prognoseverfahrens

Bei Arbeitsvorgängen auf Baustellen entstehen dynamische Kräfte, die auf den Untergrund einwir-

ken. Die Erschütterungen breiten sich über den Baugrund aus, nehmen aber mit zunehmendem Ab-

stand ab. Benachbarte Bauwerke werden von den Erschütterungen am Fundament angeregt. Auf-

grund der Gebäudeeigendynamik können sich die Schwingungen innerhalb der Gebäudestruktur

frequenzabhängig verstärken oder abschwächen. Diese Erschütterungen werden von Menschen

wahrgenommen, wenn sie eine bestimmte „Fühlbarkeitsschwelle“ überschreiten. Man unterscheidet

die drei Teilbereiche Emission (Erschütterungsquelle), Transmission (Übertragung) und Immission

(Einwirkungsort).

3.1 Erschütterungsemission und deren Übertragung im Baugrund

Für die Prognose der Erschütterungsemissionen werden i. d. R. gemessene Schwingpegel in einem x co bestimmten Referenzabstand von anderen Baustellenmessungen als Basis verwendet. Als Beispiel sei d .fro d an dieser Stelle der allgemeine Baubetrieb genannt, bei dem der Referenzwert von 1,0 [mm/s] auf sra K W dem Baugrund mit einem Referenzabstand von 5 m zugrunde gelegt wird. T S E A v Die Erschütterungen nehmen im Baugrund mit größerer Entfernung ab. Dabei spielen sowohl die Art e R 2- D 1- und Frequenz der Anregung als auch eventuelle Eigenfrequenzen des Boden oder der Bauwerke so- 0 5- 8 8 0 wie weitere Faktoren eine Rolle. Eine allgemeine Formel zur Berechnung der Erschütterungsausbrei- 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 11/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

[Seite 13]

tung im Baugrund ist sowohl in der DIN 4150 Teil 1 [3] als Formel 2 als auch in der Richtlinie VDI 2038

Blatt 1 und 2 [1], [2] enthalten und lautet:  r  n 2D rr 0

v(r)v(r

0

)

r 

 e 

 

0

mit v = Maximalwert der Schwinggeschwindigkeit

r = Entfernung zur Erschütterungsquelle

r = Referenzabstand 0

D = Dämpfung des Baugrunds

 = Wellenlänge

n = Exponent

Der Exponent ist abhängig von Wellenart, Quellengeometrie und Schwingungsart. Für harmonische

Punktquellen kann i. A. von n = 0,5 ausgegangen werden, bei impulsförmigen Punktquellen i. A. von n

= 1,0. Baugeräte können i. A. als Punktquelle angesehen werden. Die Unterscheidung zwischen im-

pulsförmig und harmonisch hängt vom Gerätetyp ab.

Obige Beziehung stellt nur eine theoretische Beziehung dar. Vor-Ort-Messungen können die Progno-

se erheblich zuschärfen.

3.2 Emissionen in Abhängigkeit der Entfernung bei speziellen Baugeräten

Emissionswerte bei Rammarbeiten und Verdichtungsarbeiten findet man bei Achmus et al. [6]. Es

werden empirisch ermittelte Schwinggeschwindigkeiten am Fundament in Abhängigkeit der Entfer-

nung und der Überschreitungswahrscheinlichkeit angegeben, vgl. nachfolgende Tabelle.

x co d .fro d sra K W Tabelle 3-1: Prognosegleichungen für die maximale Komponente der Fundamentschwinggeschwindigkeit nach Achmus, T S E A Kaiser und tom Wörden [6] v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 12/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

[Seite 14]

3.3 Übertragung vom Baugrund zum Gebäude (Fundament bzw. Decke)

Bei der Übertragung der Schwingungen vom Baugrund auf massige Bauteile wie Gebäudefundamen-

te werden die Schwingungsamplituden im Regelfall reduziert. Bei der Übertragung von den Funda-

menten auf Bauteile, insbesondere auf die Stockwerksdecken, kann es dagegen im Resonanzfall zu

deutlichen Amplitudenerhöhungen kommen.

Die Amplitudenänderungen werden allgemein durch Übertragungsfaktoren (auch Verstärkungsfakto-

ren genannt) beschrieben:

 V : Übertragung im Baugrund (bereits in Kapitel 3.1 ausführlich beschrieben) S

 V : Übertragungsfaktor vom Baugrund auf das Fundament F

 V : Übertragungsfaktor vom Fundament auf die Decke (EG oder OG) D

Immission

Emission

Transmission Erschütterungs- quelle

VD

VF VS

Abbildung 3-1: Übertragungsfaktoren V, V und V S F D Bei einer Anregung mit Frequenzen oberhalb der Boden-Bauwerks-Eigenfrequenz, darf nach DIN

4150 Teil 1 ein mittlerer Übertragungswert V = 0,5 für die Übertragung der Erschütterungen vom F

Baugrund auf das Fundament angesetzt werden.

Bei der Schwingungsübertragung im Gebäude sind insbesondere die Vertikalschwingungen in Stock-

werksdeckenmitte von Bedeutung, weil sich hier erhebliche Vergrößerungen der Schwinggeschwin-

digkeitsamplituden aufgrund der Deckeneigenfrequenzen ergeben können. Der Übertragungsfaktor

hängt von der Schwingungsart (impulsförmig / harmonisch) und der Anregungsfrequenz bei harmo-

nischer Anregung ab.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5-

VerstärkungsfaktorenV D
volle Deckenresonanz bei harmonischer Anregung (Anregungsfrequenz im Bereich möglicher Deckeneigenfrequenzen)10
harmonische Anregung, aber „reduzierte“ Deckenresonanz (Anregungsfrequenz deutlich größer als übliche Deckeneigenfrequenzen)5
Impulsförmige Anregung3

58 8 0 1 Tabelle 3-2: Übertragungsfaktoren V S , V F und V D 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 13/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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3.4 Prognose der KB-Werte

Die maximale bewertete Schwingstärke KB wird auf Basis des in Abschnitt 7 der DIN 4150-2 [4] Fmax

beschrieben Verfahrens ermittelt. Danach wird der KB -Wert aus dem Maximalwert der Schwing- Fmax

geschwindigkeit v wie folgt errechnet: max

1 v

KB*   max c

Fmax F

2 1(f f )

0

mit v = Maximalwert der Schwinggeschwindigkeit [mm/s] max

f = Frequenz [Hz]

f = Grenzfrequenz des Hochpasses (5,6 Hz) 0

c = Konstante nach DIN4150-2, Tabelle 3 F

Der Maximalwert der Schwinggeschwindigkeit wird gemäß Abschnitt 3.1 bis 3.3 errechnet. Für die

Konstante c werden in Tabelle 3 der DIN4150-2 [4] mittlere Erfahrungswerte für verschiedene Arten F

von Erschütterungseinwirkungen angegeben, wobei Abweichungen von etwa + 15% auftreten kön-

nen.

In der nachfolgenden Abbildung 3-2 ist das Verhältnis von KB zu v in Abhängigkeit der Anre- Fmax max

gungsfrequenz für unterschiedliche c -Werte dargestellt. F

Verhältnis von KB zu v

Fmax max

0,7

0,7

0,6

0,5

]

[ s0,4 in t lä h0,3 r e V 0,2

0,1

0,0

cF = 0,7 (stochastische Schwingungen und periodische Vorgänge ohne Resonanzbeteiligung) cF = 0,8 (stochastische Schwingungen und periodische Vorgänge mit Resonanzbeteiligung)
cF = 0,9 (harmonische Schwingung mit geringer Verzerrung)
Angesetzt für PrognoseAngesetzt für Prognose

0,0 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Frequenz [Hz]

x co d .fro Abbildung 3-2: Verhältnis von KB Fmax zu v max für unterschiedliche Frequenzen d sra Im Rahmen der vorliegenden Prognose wird auf der sicheren Seite von einem Verhältnis KB Fmax zu K W T S v max von 0,6 (konstant bei allen Frequenzen) ausgegangen. Damit ist auch eine Abweichung des Wer- E A v e tes c von bis zu 15% berücksichtigt. R F 2- D 1- Die Ermittlung der KB -Werte erfolgt auf Basis der KB -Werte gemäß Abschnitt 6.4 der DIN 4150- 5 0 - FTr Fmax 8 8 0 2 [4] unter Berücksichtigung der Einwirkungszeit. 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 14/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

[Seite 16]

4 Randbedingungen für die vorliegenden Bauvorhaben

4.1 Allgemeine Übersicht der eingesetzten Baugeräte

Die zu erwartenden Schwingungsimmissionen hängen von den eingesetzten Baugeräten ab. Nachfol-

gend werden die Baugeräte, die für die Maßnahmen eingesetzt werden, hinsichtlich ihrer erschütte-

rungstechnischen Relevanz klassifiziert.

Erschütterungs- Bauzeit Eingesetzte Baugeräte einwirkung
tags Allgemeine Bauaktivitäten: (Zwei-Wege-) Bagger mit Greifer/Schaufel LKW/Radlader Mobilkran Trennschleifer Betonpumpe tags Bagger mit Abbruchzange tags Abbruchhammer Hochfrequenzvibrationsramme tags (Anbaugerät) tags Rüttelplatte /Verdichterschwach schwach schwach schwach schwach
mittel
stark stark stark

Tabelle 4-1: Eingesetzte Baugeräte

Dabei sind Rammarbeiten, Nutzung eines Abbruchhammers und Arbeiten mit einer Rüttelplatte hin-

sichtlich von Erschütterungseinwirkungen die maßgebenden.

Folgend werden die verschiedenen Baumaßnahmen differenziert betrachtet.

  1. Ramm-/Gründungsarbeiten für (Signal-)Masten entlang der Strecke 6726

  2. Rückbau des bestehenden Stellwerks und Neubau des ESTW

  3. Erneuerung der Kabelkanäle

  4. Umbau BÜ

4.2 Zugrunde gelegte Anhaltswerte

Im Rahmen dieses Gutachtens werden zur Beurteilung der Gebäudeschäden die Anhaltswerte der

Tabelle 2-3 und Tabelle 2-4, jeweils Zeile 2 herangezogen. Es wird also davon ausgegangen, dass es

sich bei den beurteilungsrelevanten Gebäuden um „Wohngebäude und in ihrer Konstruktion

und/oder Nutzung gleichartige Bauten“ handelt. Daraus lassen sich folgende maximal zulässigen x co d .fro Schwinggeschwindigkeiten ableiten: d sra K W v max, Fundament < 5 mm/s T S E v < 10 mm/s A max, Deckenmitte v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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Um Gebäudeschäden durch Setzungen, welche z.B. aus Verdichtungs- und Rammarbeiten resultieren

können, muss der Grenzwert der Schubverzerrung kleiner bleiben als 1,5 x 10E-5. Daraus folgt, dass

die Schwinggeschwindigkeiten auf dem Baugrund bei Ramm- und Verdichtungsarbeiten auf

v < 4,5 mm/s max, Baugrund

zu begrenzen sind.

Für die Beurteilung der Erschütterungsimmissionen auf Menschen im Tageszeitraum muss die Dauer

der Baumaßnahme abgeschätzt bzw. begrenzt werden, wobei gemäß DIN 4150-2 nur die Tage zu

berücksichtigen sind, an denen tatsächlich Erschütterungseinwirkungen auftreten (nicht die Dauer

der Baumaßnahme an sich). Für die Orte der Pfahlrohr-Rammungen können gemäß Tabelle 2-2 und

der Annahme, dass Stufe II und D < 1 Tag angesetzt werden, folgende Werte zu Grunde gelegt wer-

den:

A = 5 [-] o,tags

A = 0,8 [-] r,tags

Für den Rückbau des alten Stellwerks und dem Neubau des ESTW in Karsdorf wird gemäß Tabelle 2-2

und der Annahme, dass Stufe II und 26 Tage < D < 78 Tage angesetzt werden kann, folgende Werte

zu Grunde gelegt:

A = 5 [-] o,tags

A = 0,4 [-] r,tags

Für den Umbau der BÜs wird gemäß Tabelle 2-2 und der Annahme, dass Stufe II und 6 Tage < D < 26

Tage angesetzt werden kann, folgende Werte zu Grunde gelegt:

A = 5 [-] o,tags

A = 0,6 [-] r,tags

Eine Beurteilung für den Nachtzeitraum wird nicht durchgeführt, da gemäß [11] ausschließlich tags-

über zwischen 7 und 20 Uhr gearbeitet wird.

4.3 Prognosesicherheiten

Im Rahmen der Erschütterungsprognose werden nun die eingesetzten Baugeräte gemäß Tabelle 4-1

untersucht, indem die emittierten Erschütterungen mit der entfernungsabhängigen Abklingkurve und x co d .fro den Gebäudeübertragungsfaktoren multipliziert werden. Die tatsächlich vor Ort auftretenden Er- d sra K schütterungen hängen sehr stark von den individuellen Gebäude- und Bodeneigenschaften ab und W T S E A können demzufolge deutlich von den rechnerischen Ergebnissen abweichen. v e R 2- Um der unterschiedlich erforderlichen Prognosesicherheit von belästigenden (DIN 4150-2) und von D 1- 0 5 8 - gebäudeschädigenden (DIN 4150-3) Erschütterungen Rechnung zu tragen, wird 8 0 1 0- 3

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 für die Beurteilung der Belästigung ein Sicherheitsfaktor von 1,0 angesetzt bzw. der mittlere

Erwartungswert (Überschreitungswahrscheinlichkeit = 50%) für die Geräte gemäß Tabelle 3-1

zugrunde gelegt.

 für die Beurteilung nach DIN 4150-3 ein Sicherheitsfaktor von 1,5 angesetzt. Für die Geräte

gemäß Tabelle 3-1 wird statt eines Sicherheitsfaktors direkt der zu erwartende Maximalwert

(Überschreitungswahrscheinlichkeit = 2,25 %) angesetzt.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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5 Pfahlrohr-Rammungen

5.1 Orte, wo Rammarbeiten stattfinden

Das Einbringen eines einzelnen Rammrohres für die Signal- und Beleuchtungsmasten benötigt in der

Regel 3 - 4 Stunden, so dass davon ausgegangen wird, dass die Rammarbeiten an täglich wechseln-

den Standorten stattfinden werden. Auf der sicheren Seite liegend, wird bei der Prognose eine Ein-

satzzeit des Rammgerätes von 4 Stunden angesetzt. Aufgrund der räumlichen Verteilung der Ramm-

arbeiten werden alle relevanten Bereiche untersucht. Die übrigen Standorte sind entweder deutlich

von schutzwürdiger Bebauung entfernt oder erfordern keine Rammarbeiten. Abbildung 5-1 zeigt eine

Gesamtübersicht der Rohrrammungsorte. Die markierten Bereiche werden in Abschnitt 5.3 einzeln

untersucht (vgl. Abbildung 5-2 bis Abbildung 5-7).

Bereich 1

Bereich 2

Bereich 3

Bereich 4

Bereich 5

Bereich 6

Abbildung 5-1: Übersicht der untersuchten Bereiche, bei denen Rohrrammungen durchgeführt werden x co d .fro d sra K 5.2 Eingesetzte Geräte W T S E A Für die Gründung und Aufstellung von Signalen und Beleuchtungsmasten sollen tagsüber im Regelbe- v e R 2- trieb Rammrohrgründungen mittels Hochfrequenzvibrationsrammen durchgeführt werden. Die an- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 18/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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schließende Aufstellung der Masten erfolgt mit einem Zweiwegebagger (ZWB). Es werden deshalb

die Erschütterungen

 für allgemeinen Baustellenbetrieb

 für Vibrationsrammen und

 für Verdichtungsarbeiten

rechnerisch prognostiziert.

5.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum

In Tabelle 5-1 sind die notwendigen Mindestabstände bzw. Schutzradien (farbig markierte Spalte)

und die zugehörigen prognostizierten Erschütterungspegel für die einzelnen Geräte bzw. Arbeitsvor-

gänge angegeben, um die Werte der DIN4150-3 einzuhalten. Diese Anhaltswerte zur Vermeidung von

Gebäudeschäden gelten für Wohngebäude und in ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige

Bauten.

Einwirkung auf Gebäude - gemäß DIN 4150-3

R a m m e n

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations- ergebnis)BaugrundFunda- mentDecken- mitte OG
rv maxv maxv max
[m][mms][mms][mms]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)1nicht maßgebend3,310,0
Vibrationsramme (E < 2 kNm, f < 35 Hz)262,01,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 1 kNm, f > 35 Hz)123,01,57,5
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 4,6 kNm, f > 35 Hz)263,01,57,5
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 6,5 kNm, f > 35 Hz)313,01,57,5
Hochfrequenz-Vibrationsramme mit variabler Momententechnologie (E < 5,0 kNm, f > 35 Hz)214,02,010,0
3,010,010,0

Tabelle 5-1: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-3 (Gebäudeschäden)

Die Prognose zeigt, dass eine sehr kleine Hochfrequenzramme (Rammenergie E < 1 kNm mit E = W/f;

d.h. Rammenergie = max. Frequenz [Hz] / hydraulische Leistung [kW]) bis zu einem Abstand von 12m

x co zu der nächststehenden Bebauung zu Überschreitungen der Anhaltswerte der DIN4150 Teil 3 führen d .fro d sra kann. Bei größeren Abständen werden die Anhaltswerte aller Voraussicht nach eingehalten. Der K W T Schutzradius einer größeren Hochfrequenzramme (mit E < 6,5 kNm) ist direkt auch viel größer. Erst S E A v e R ab einem Abstand von 31m zu nächststehenden Bebauung kann diese genutzt werden. 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 19/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Bei sehr kleinen Abständen zur nächstgelegenen Bebauung unterhalb von 12m wird empfohlen, das

Bauverfahren zu ändern und eine gebohrte Gründung zu planen bzw. einen Beton-Monolithen

(Blockfundament mit Köcher) einzustellen.

Hinsichtlich der Belästigung der Anwohner (DIN4150-2) gelten im Tageszeitraum (6-22 Uhr) gebiets-

unabhängige Anhaltswerte. In Tabelle 5-2 sind die hierfür notwendigen Mindestabstände angegeben.

Einwirkung auf Personen tags - gemäß DIN 4150-2

R a m m e n

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations-ergebnis)KB FmaxAnzahl Takte=Std.KB FTr
r[-][-][h][-]
[m]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)41,139608,00,80
Vibrationsramme (E < 2 kNm, f < 35 Hz)421,604804,00,80
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 1 kNm, f > 35 Hz)151,604804,00,80
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 4,6 kNm, f > 35 Hz)321,604804,00,80
Hochfrequenz-Vibrationsramme (E < 6,5 kNm, f > 35 Hz)381,604804,00,80
Hochfrequenz-Vibrationsramme mit variabler Momententechnologie (E < 5,0 kNm, f > 35 Hz)331,604804,00,80
5,00,80

Tabelle 5-2: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-2 (Belästigung tagsüber)

Die Auswertung nach DIN4150 Teil 2 ergibt bei einer Einsatzdauer des Rammgerätes von max. 4

Stunden einen einzuhaltenden Mindestabstand von 15m (kleine Hochfrequenz-Vibrationsramme)

bzw. 33m (große Hochfrequenz-Vibrationsramme mit variabler Momententechnologie).

Im Folgenden werden alle Bereiche, die in Abbildung 5-1 markiert sind, einzeln untersucht. Außer-

dem ist in rot ein Kreis mit 15m Radius und ein gelber Kreis um den Emissionspunkt mit 33m Radius

eingezeichnet. Sobald ein Gebäude den roten Kreis tangiert, werden die Anhaltswerte der DIN 4150-

2 gemäß der oben stehenden Tabellen für eine kleine Hochfrequenz-Vibrationsramme überschritten. x co d Analog gilt: wenn ein Gebäude den gelben Kreis tangiert, so sind für große Hochfrequenz- .fro d sra Vibrationsrammen (Spezifikationen gemäß Tabelle 5-1 bzw. Tabelle 5-2) die Anhaltswerte überschrit- K W T S ten. E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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Bereich 1:

Abbildung 5-2: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 1)

Im Bereich 1 liegt kein Gebäude innerhalb der markierten Kreise.

Bereich 2:

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- Abbildung 5-3: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 2) 8 8 0 1 0- 3

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Im Bereich 2 tangiert lediglich das alte Stellwerk einen gelben Kreis. Allerdings soll dies im Rahmen

der Baumaßnahmen zurückgebaut werden, sodass dies keine weitere Relevanz hat.

Bereich 3:

Abbildung 5-4: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 3) Im Bereich 3 tangieren mehrere Gebäude die gelbe Markierung. Hier darf nur mit einer kleinen Hoch-

frequenz-Vibrationsramme gearbeitet werden.

Bereich 4:

Im Bereich 4 (Abbildung 5-5) tangieren mehrere Gebäude die die gelbe Markierung. Betreffende

Wohngebäude sind:

 Bahnhofstraße 5A, sowie

 Straße der Einheit Nr. 21 und 22.

Außerdem tangiert das Stellwerk die rote Markierung. Es wird empfohlen, für die 3 südlichen vorge- x co d .fro sehenen Rammungen das Bauverfahren zu ändern und eine gebohrte Gründung zu planen bzw. ei- d sra nen Beton-Monolithen (Blockfundament mit Köcher) einzustellen. Für die entsprechend der Abbil- K W T S E dung nahe liegenden Pfahlrohrrammungen zur Bahnhofstraße 5A sind die Arbeiten mit kleiner Hoch- A v e R 2- frequenz-Vibrationsramme erforderlich. D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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Abbildung 5-5: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 4)

Bereich 5:

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2 D - Abbildung 5-6: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 5) 1- 0 5- Im Bereich 5 stehen keine Gebäude im beurteilungsrelevanten Abstand zu der Baumaßnahme. 8 8 0 1 0- 3

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Bereich 6:

Abbildung 5-7: Lage Pfahlrohr-Rammung, einzuhaltende Mindestabstände und umliegende Gebäude (Bereich 6)

Im Bereich 6 liegen keine Wohngebäude innerhalb der gelben Markierung. Allerdings ist ein Gebäude

des thomas zement GmbH Werk Karsdorf durch gelbe Markierung betroffen. Sofern es sich bei die-

sem Gebäude mit schutzbedürftigen Räumen, sondern um ein Nebengebäude bzw. Halle ohne

schutzbedürftige Räume handelt, können Geräte entsprechend de Restriktionen gemäß Tabelle 5-1

genutzt werden.

6 Rück- und Neubau des Stellwerkes in Karsdorf

6.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme „Rückbau/Neubau ESTW“

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Abstände der Baumaßnahmen zu dem nächstgelegenen Ge-

bäude. Entsprechend den vorliegenden Unterlagen [10] liegen die abgebildeten Gebäude in einem

Mischgebiet.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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65m

Reinsdorfer Str. 71 Karsdorf

Rückbau Stellwerk

Abbildung 6-1: Entfernung zwischen den umliegenden Gebäuden und der Baumaßnahme „Rückbau/Neubau ESTW“

Das nächstgelegene Gebäude zum Neubau und dem Bereich, an dem das alte Stellwerk abgerissen

wird, ist stets dasselbe Wohngebäude.

Übersichtshalber wird die Lage bzw. Entfernung des Neubaus des ESTW zur nächstgelegenen Bebau-

ung separat in der folgenden Abbildung dargestellt.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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Neubau ESTW

Nebengebäude

Gebäude

Abbildung 6-2: Entfernung zwischen den umliegenden Gebäuden und der Baumaßnahme „Neubau ESTW“

Der Abstand zwischen Baufeld und den Nebengebäuden beträgt mindestens 65m und zum Wohnge-

bäude 83m. Für das Nebengebäude werden die baubedingten Erschütterungen hinsichtlich von Ge-

bäudeschäden (DIN4150-3) beurteilt. Für das (Wohn-) Gebäude werden die baubedingten Erschütte-

rungen hinsichtlich von Gebäudeschäden (DIN4150-3) und hinsichtlich Einwirkung auf Menschen in

Gebäuden (DIN4150-2) beurteilt. Die tatsächliche Nutzung der Gebäude ist vor Beginn der Baumaß-

nahme noch einmal zu prüfen.

6.2 Eingesetzte Geräte

Für den Rückbau des Stellwerkes in Karsdorf wird ein Abbruchbagger mit Zange (eventuell auch ein

Abbruchhammer) eingesetzt. Für den Neubau des Modulgebäudes des ESTW wird zunächst eine

x Gründung mit Verdichtungsgeräten sowie ein Mobilkran zum Aufbau des Gebäudes eingesetzt. co d .fro d sra 6.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum K W T S E In Tabelle 6-1 sind die notwendigen Mindestabstände (farbig markierte Spalte) und die zugehörigen A v e 2 R - prognostizierten Erschütterungspegel für die einzelnen Geräte bzw. Arbeitsvorgänge angegeben, um D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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die Werte der DIN4150-3 einzuhalten. Diese Anhaltswerte zur Vermeidung von Gebäudeschäden

gelten für Wohngebäude und in ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige Bauten.

Einwirkung auf Gebäude - gemäß DIN 4150-3

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations- ergebnis)BaugrundFunda- mentDecken- mitte OG
rv maxv maxv max
[m][mms][mms][mms]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)1nicht maßgebend3,310,0
A b b ru c hMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)4nicht maßgebend2,010,0
Abbruch allg., fallende Abbruch-Teile max. 0,3 t (6x/Std.)6nicht maßgebend3,310,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)24,02,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,5 to; f > 65 Hz)44,02,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)82,01,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,8 to)102,01,010,0
Vibrationswalze (G < 1,3 to)122,01,010,0
Vibrationswalze (G < 4,5 to)232,01,010,0
Vibrationswalze (G < 13 to)392,01,010,0
3,05,010,0

Tabelle 6-1: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-3 (Gebäudeschäden)

Hinsichtlich der Belästigung der Anwohner (DIN4150-2) gelten im Tageszeitraum (6-22 Uhr) gebiets-

unabhängige Anhaltswerte. In Tabelle 6-2 sind die hierfür notwendigen Mindestabstände angegeben.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 27/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Einwirkung auf Personen tags - gemäß DIN 4150-2

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations-ergebnis)KB FmaxAnzahl Takte=Std.KB FTr
r[-][-][h][-]
[m]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)80,569608,00,40
A b b ru c hMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)180,716005,00,40
Abbruch allg., fallende Abbruch-Teile max. 0,3 t (6x/Std.)121,79960,80,40
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)100,569608,00,40
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,5 to; f > 65 Hz)160,569608,00,40
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)320,569608,00,40
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,8 to)410,569608,00,40
Vibrationswalze (G < 1,3 to)520,569608,00,40
Vibrationswalze (G < 4,5 to)970,569608,00,40
Vibrationswalze (G < 13 to)1650,569608,00,40
5,00,40

Tabelle 6-2: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-2 (Belästigung tagsüber)

Die Erschütterungsprognose und die daraus resultierenden Mindestabstände gemäß Tabelle 6-2 und

Tabelle 6-1 zeigen, dass das die Verdichtungsarbeiten maßgebend sind. Nicht jedes Baugerät darf

hier eingesetzt werden, sondern es dürfen Vibrationsplatten mit einem Eigengewicht G bis max.

500kg am Standort des alten Stellwerks verwendet werden. Aufgrund der größeren Entfernung (65m

bis zu nächsten Bebauung) im Bereich des Neubaus des ESTW liegt hier erst die Beschränkung bei

Vibrationswalzen mit G < 4,5 to vor.

6.4 Belästigungen im Nachtzeitraum

Arbeiten im Nachtzeitraum (22-6 Uhr) sind nicht vorgesehen und werden deshalb nicht beurteilt.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

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7 Erneuerung der Kabelkanäle entlang der Stecke 6726

7.1 Eingesetzte Geräte

Für den Neubau der Kabelkanäle wird der Untergrund eventuell mit kleineren Verdichtungsgeräten

bearbeitet sowie ein Mobilkran bzw. Zweiwegebagger zum einheben der Kanäle eingesetzt. Es gibt

aber auch Bereiche, wo für einen Rückbau ein Abbruchbagger mit Zange (eventuell auch ein Ab-

bruchhammer) eingesetzt werden muss.

7.2 Einschränkung der zu Verwendenden Geräte im Tagzeitraum

In Tabelle 6-1 sind die notwendigen Mindestabstände zur Einhaltung der DIN4150-3 angegeben (An-

haltswerte zur Vermeidung von Schäden an Wohngebäuden und in ihrer Konstruktion und/oder Nut-

zung gleichartige Bauten).

Einwirkung auf Gebäude - gemäß DIN 4150-3

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations- ergebnis)BaugrundFunda- mentDecken- mitte OG
rv maxv maxv max
[m][mms][mms][mms]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)1nicht maßgebend3,310,0
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)4nicht maßgebend2,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)24,02,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,5 to; f > 65 Hz)44,02,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)82,01,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,8 to)102,01,010,0
Vibrationswalze (G < 1,3 to)122,01,010,0
3,05,010,0

Tabelle 7-1: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-3 (Gebäudeschäden)

Hinsichtlich der Belästigung der Anwohner (DIN4150-2) gelten im Tageszeitraum (6-22 Uhr) gebiets-

unabhängige Anhaltswerte. In Tabelle 5-2 sind die hierfür notwendigen Mindestabstände angegeben.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 29/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Einwirkung auf Personen tags - gemäß DIN 4150-2

Geräte / ArbeitsvorgängeMindesabstände (Iterations-ergebnis)KB FmaxAnzahl Takte=Std.KB FTr
r[-][-][h][-]
[m]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)50,859608,00,60
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)131,076005,00,60
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)70,859608,00,60
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,5 to; f > 65 Hz)110,859608,00,60
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)220,859608,00,60
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,8 to)270,859608,00,60
Vibrationswalze (G < 1,3 to)350,859608,00,60
5,00,60

Tabelle 7-2: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-2 (Belästigung tagsüber)

Die Mindestabstände gemäß Tabelle 7-1 und Tabelle 7-2 zeigen, dass das Arbeiten mit kleinen Vibra-

tionsplatten (G < 200 kg) generell kein Problem darstellt. Bei sehr kleinen Abständen <8m zu Gebäu-

den muss vorsichtig gearbeitet werden.

7.3 Belästigungen im Nachtzeitraum

Arbeiten im Nachtzeitraum (22-6 Uhr) sind nicht vorgesehen und werden deshalb nicht beurteilt.

8 Neubau Bahnübergänge Bahn-km 20,5

8.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme BÜ km 20,5

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Abstände der Baumaßnahmen zu dem nächstgelegenen Ge-

bäude.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 30/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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5m

Erneuerung Bahnübergang

Abbildung 8-1: Entfernung zwischen den umliegenden Gebäuden und der Erneuerung des BÜ am km 20,5

Das nächstgelegene Gebäude zu den Verdichtungsarbeiten stellt das bahneigene Stellwerk in etwa

5m Entfernung da. Das nächstgelegene Wohnhaus ist ca. 6m von der betreffenden Baumaßnahme

entfernt.

8.2 Eingesetzte Geräte

Für die Erneuerung der Bahnübergänge werden neben allgemeinen Baustellentätigkeiten erschütte-

rungstechnisch maßgeblich Verdichtungsarbeiten für den Unterbau der Straße durchgeführt.

8.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum

In Tabelle 6-1 sind die notwendigen Mindestabstände (farbig markierte Spalte) und die zugehörigen

prognostizierten Erschütterungspegel für die einzelnen Geräte bzw. Arbeitsvorgänge angegeben, um

x die Werte der DIN4150-3 einzuhalten. Diese Anhaltswerte zur Vermeidung von Gebäudeschäden co d .fro gelten für Wohngebäude und in ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige Bauten. d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 31/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Einwirkung auf Gebäude - gemäß DIN 4150-3

Geräte / ArbeitsvorgängeAbstände zum nächsten Gebäude (Ist)Mindesabstände (Iterations- ergebnis)BaugrundFunda- mentDecken- mitte OG
rrv maxv maxv max
[m][m][mms][mms][mms]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)51nicht maßgebend3,310,0
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)54nicht maßgebend2,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)524,02,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)582,01,010,0
Vibrationswalze (G < 1,3 to)5122,01,010,0
3,05,010,0

Tabelle 8-1: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-3 (Gebäudeschäden)

Hinsichtlich der Belästigung der Anwohner (DIN4150-2) gelten im Tageszeitraum (6-22 Uhr) gebiets-

unabhängige Anhaltswerte. In Tabelle 6-2 sind die hierfür notwendigen Mindestabstände angegeben.

Einwirkung auf Personen tags - gemäß DIN 4150-2

Geräte / ArbeitsvorgängeAbstände zum nächsten Gebäude (Ist)Mindesabstände (Iterations-ergebnis)KB FmaxAnzahl Takte=Std.KB FTr
rr[-][-][h][-]
[m][m]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)650,859608,00,60
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)6131,076005,00,60
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)670,859608,00,60
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)6220,859608,00,60
Vibrationswalze (G < 1,3 to)6350,859608,00,60
5,00,60

Tabelle 8-2: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-2 (Belästigung tagsüber)

Die Erschütterungsprognose und die daraus resultierenden Mindestabstände gemäß Tabelle 6-2 und

Tabelle 6-1 zeigen, dass das die Verdichtungsarbeiten maßgebend sind. Durch die besondere Nähe

der Gebäude am Bahnübergang darf im Nahbereich (<7m) der Gebäude nur kurzzeitig (1 Std Pro Tag)

mit einer kleinen Hochfrequenz-Vibrationsplatte mit G < 200 kg verdichtet werden. Ab 8m Entfer-

x co nung kann kurzeitig (1Std pro Tag) mit einer Vibrationsplatte mit G <500kg verdichtet werden. Je- d .fro d sra weils alternativ kann mit statischer Verdichtung gearbeitet werden. Ab 7m (8m) Entfernung kann K W T auch dauerhaft (8Std pro Tag) mit der leichten hochfrequenz-Vibrationsplatte mit G < 200kg (bei 8m S E A v e Entfernung G <500kg) verdichtet werden. R 2- D 1-

5 0

8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 32/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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8.4 Belästigungen im Nachtzeitraum

Arbeiten im Nachtzeitraum (22-6 Uhr) sind nicht vorgesehen und werden deshalb nicht beurteilt.

9 Neubau Bahnübergänge Bahn-km 21,3

9.1 Gebäudeentfernungen zur Baumaßnahme BÜ km 21,3

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Abstände der Baumaßnahmen zu dem nächstgelegenen Ge-

bäude.

43m Reinsdorfer Str. 71 Karsdorf

zurückzubauender ESTW

Erneuerung Bahnübergang

Abbildung 9-1: Entfernung zwischen den umliegenden Gebäuden und der Erneuerung des BÜ 21,3

Abstand zwischen den Bereich an denen Verdichtungsarbeiten stattfinden und dem nächstgelegenen

Gebäude beträgt ca. 43m. Das zurückzubauende ESTW wird nicht berücksichtigt. Für das Wohnge-

bäude an der Reinsdorfer Str. 71 werden die baubedingten Erschütterungen hinsichtlich von Gebäu-

x deschäden (DIN4150-3) und hinsichtlich Einwirkung auf Menschen in Gebäuden (DIN4150-2) beur- co d .fro teilt. Die tatsächliche Nutzung der Gebäude ist vor Beginn der Baumaßnahme noch einmal zu prüfen. d sra K W T S 9.2 Eingesetzte Geräte E A v e R Für die Erneuerung der Bahnübergänge werden neben allgemeinen Baustellentätigkeiten erschütte- 2- D 1- 0 rungstechnisch maßgeblich Verdichtungsarbeiten für den Unterbau der Straße durchgeführt. 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 33/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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9.3 Einschränkung der zu verwendenden Geräte im Tagzeitraum

In Tabelle 6-1 sind die notwendigen Mindestabstände (farbig markierte Spalte) und die zugehörigen

prognostizierten Erschütterungspegel für die einzelnen Geräte bzw. Arbeitsvorgänge angegeben, um

die Werte der DIN4150-3 einzuhalten. Diese Anhaltswerte zur Vermeidung von Gebäudeschäden

gelten für Wohngebäude und in ihrer Konstruktion und/oder Nutzung gleichartige Bauten.

Einwirkung auf Gebäude - gemäß DIN 4150-3

Geräte / ArbeitsvorgängeAbstände zum nächsten Gebäude (Ist)Mindesabstände (Iterations- ergebnis)BaugrundFunda- mentDecken- mitte OG
rrv maxv maxv max
[m][m][mms][mms][mms]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)431nicht maßgebend3,310,0
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)434nicht maßgebend2,010,0
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)4324,02,010,0
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)4382,01,010,0
Vibrationswalze (G < 1,3 to)43122,01,010,0
Vibrationswalze (G < 3,5 to)43202,01,010,0
Vibrationswalze (G < 4,5 to)43232,01,010,0
3,05,010,0

Tabelle 9-1: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-3 (Gebäudeschäden)

Hinsichtlich der Belästigung der Anwohner (DIN4150-2) gelten im Tageszeitraum (6-22 Uhr) gebiets-

unabhängige Anhaltswerte. In Tabelle 6-2 sind die hierfür notwendigen Mindestabstände angegeben.

Einwirkung auf Personen tags - gemäß DIN 4150-2

x co d .fro d sra K W T S E A v e

2 R

Geräte / ArbeitsvorgängeAbstände zum nächsten Gebäude (Ist)Mindesabstände (Iterations-ergebnis)KB FmaxAnzahl Takte=Std.KB FTr
rr[-][-][h][-]
[m][m]
Allgemeine Baustellengeräte (z.B. Baggerbewegung, LKW, etc.)4350,859608,00,60
A b b ruMeißeln (< 1t-Hydraulikhammer)43131,076005,00,60
Hochfrequenz-Vibrationsplatte (G < 0,2 to; f > 65 Hz)4370,859608,00,60
Vibrationsplatte / -walze (G < 0,5 to)43220,859608,00,60
Vibrationswalze (G < 1,3 to)43350,859608,00,60
Vibrationswalze (G < 3,5 to)43570,859608,00,60
Vibrationswalze (G < 4,5 to)43650,859608,00,60
5,00,60

2D 1 0 - Tabelle 9-2: Mindestabstände zur Einhaltung der Anhaltswerte der DIN4150-2 (Belästigung tagsüber) 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 34/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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Die Erschütterungsprognose und die daraus resultierenden Mindestabstände gemäß Tabelle 6-2 und

Tabelle 6-1 zeigen, dass das die Verdichtungsarbeiten maßgebend sind. Nicht jedes Baugerät darf

hier eingesetzt werden, sondern es dürfen Vibrationswalzen mit einem Eigengewicht G bis max.

1,3 to am Standort des Bahnüberganges verwendet werden.

9.4 Belästigungen im Nachtzeitraum

Arbeiten im Nachtzeitraum (22-6 Uhr) sind nicht vorgesehen und werden deshalb nicht beurteilt.

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 35/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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10 Zusammenfassung

Die Untersuchungsergebnisse der baubedingten Erschütterungen können wie folgt zusammengefasst

werden:

 Rammarbeiten für das Aufstellen von Signal- und Beleuchtungsmasten

Rammarbeiten (und Verdichtungsarbeiten) sind grundsätzlich als kritisch zu betrachten, da diese

Arbeitsvorgänge sehr erschütterungsintensiv sind. Je nach Abstand zum nächstgelegenen Gebäude

müssen die verwendeten Geräte gemäß nachfolgender Tabelle angepasst werden. Wenn der Ab-

stand zu umliegenden Gebäuden weniger als 12m beträgt, muss das Bauverfahren geändert werden.

Der Einsatz größerer Geräte ist messtechnisch vor Ort anhand von Proberammungen zu prüfen.

Es wird empfohlen, Gebäude mit Abständen bis 20 m visuell beweiszusichern.

GebäudeabstandGründung der SignaleVerdichten
< 12mEinstellen eines Beton-Monolithen (Blockfun- dament mit Köche) oder gebohrte Gründung (soweit statisch möglich)Verdichtungsarbeiten nur mit kleinen Handgeräten G < 0,2 to, f > 65 Hz
12m bis 33mHochfrequenz-Vibrationsramme mit E<1kNm und f>45Hz (Rammenergie E= max. Frequenz [Hz] / hyd- raulische Leistung [kW])Vibrationsplatte G < 0,5 to, f > 65 Hz
ab 32mHochfrequenz-Vibrationsramme mit E<5,0kNm und f>40Hz
Der Einsatz größerer Geräte ist messtechnisch vor Ort zu prüfen

Tabelle 10-1: Einschränkung bei den zu verwenden Geräten für die Pfahlrohrrammungen

 Rück- und Neubau des Stellwerkes in Karsdorf

Aufgrund der Nähe zum Gebäude Reinsdorfer Straße 71 in Karsdorf dürfen für den Rückbau des

Stellwerks in Karsdorf nur Vibrationsplatten mit einem Eigengewicht von max. 500 kg verwendet

werden. Für den Neubau des ESTW können auch größere Geräte verwendet werden.

Das Gebäude Reinsdorfer Straße 71 in Karsdorf ist vor Beginn der Bauarbeiten visuell beweiszusi-

x co d chern. .fro d sra  Erneuerung Kabelkanäle K W T S Es wird davon ausgegangen, dass hierfür nur kleine Vibrationsplatten (G < 200 kg) benötigt werden, E A v e R was erschütterungstechnisch kein Problem darstellt. Lediglich bei Arbeiten in der Nähe von Gebäu- 2- D 1 0 - den, insbesondere bei Abbrucharbeiten mit Abständen < 8m, muss vorsichtig gearbeitet werden. Im 5- 8 8 0 1 Nachtzeitraum ist darauf zu achten, dass keine erschütterungsintensiven Arbeiten durchgeführt wer- 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 36/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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den. Sollte dies nicht möglich sein, kann es vereinzelt zur Überschreitungen der zulässigen Anhalts-

werte kommen.

 Erneuerung der Bahnübergänge

Maßgeblich werden bei der Erneuerung der Bahnübergänge Verdichtungsarbeiten für den Unterbau

der Straße. Insbesondere für den Bahnübergang am km 20,5 gibt es strenge Begrenzungen für den

Nahbereich der Gebäude. Dort darf in unmittelbarer Nähe (Abstand kleiner 7m) nur kurzzeitig (1Std

pro Tag) mit einer kleinen Hochfrequenz-Vibrationsplatten mit G < 200kg verdichtet werden. Ab 8m

Entfernung ist kurzzeitig auch eine Vibrationsplatte mit G < 500kg einsetzbar. Alternativ kann statisch

verdichtet werden. Ab 7m Entfernung darf mit kleinen Hochfrequenz-Vibrationsplatten mit G < 200kg

auch dauerhaft (8Std pro Tag) gearbeitet werden.

Für den Bahnübergang am km 21,3 gibt es weniger strenge Beschränkungen. Dort kann mit Vibrati-

onswalzen mit einem Eigengewicht von 1,3 to gearbeitet werden.

 Allgemeines

Unabhängig von den gemachten Aussagen sollten die direkten Anwohner rechtzeitig und umfang-

reich über die geplanten Bauaktivitäten und den zu erwartenden Erschütterungseinwirkungen zu

informieren. Bei Beschwerden der Anwohner über Erschütterungsbelästigungen ist den Hinweisen

direkt nachzugehen und ggf. eine messtechnische Überprüfung durch einen Sachverständigen durch-

führen zu lassen. Der Bauunternehmer ist darauf hinzuweisen, dass er die Verantwortung über Schä-

den an den umliegenden Gebäuden trägt und dementsprechend das Bauverfahren bzw. die Auswahl

der Baugeräte an die Gegebenheiten anpassen muss.

--- Ende des Berichts ---

x co d .fro d sra K W T S E A v e R 2- D 1- 0 5- 8 8 0 1 0- 3

Projekt: ESTW Karsdorf Untersuchung zu baubedingten Erschütterungen Seite - 37/37 - Bericht-Nr.: 30-10885-01-D2-RevA

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