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IntegriertesHandlungskonzeptWesterfildeBodelschwingh2018 (1).pdf

Energetische Quartierskonzepte und Sanierungsmanagement für zwei Dortmunder Klimaquartiere

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 26.09.2026, 10:13 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergabe.metropoleruhr.de

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Impressum

Impressum

Stadt Dortmund Amt für Wohnen und Stadterneuerung http://westerfilde-bodelschwingh.dortmund.de Verantwortlich: Susanne Linnebach

Layout

PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO Huckarder Straße 8-12 44147 Dortmund Telefon: 0231 / 973 20 73 www.stadtbuero.com Verantwortlich: Juliane Hagen

Fotos, Karten und Abbildungen

Fotos und Abbildungen Stadt Dortmund und PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO (soweit nicht anders gekennzeichnet)

Dortmund, Stand September 2018

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Inhalt

  1. Einleitung ............................................................................................................................4

  2. Das Gemeinweisen stärken, Inklusion fördern, Wir-Gefühl aufbauen ..........................14

  3. Den Wohnungsbestand sichern, entwickeln und zukunftsfähig machen .....................42

  4. Den öffentlichen Raum aufwerten und in seiner Nutzbarkeit verbessern ...................50

  5. Die lokale Ökonomie stärken und zukunftsfähig machen .............................................60

  6. Das Image des Quartiers nach innen und außen verbessern .........................................66

Anhang ..................................................................................................................................72

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1. Einleitung

Westerfilde & Bodelschwingh: Der Prozess wird seitens des Bundes und des Nur 20 U-Bahn-Minuten von der City entfernt Landes durch Fördermittel unterstützt, seit finden sich auf 220 Hektar Großwohnanlagen 2015 werden erste Maßnahmen umgesetzt. im Zentrum, umgeben von Einfamilienhäusern Der Programmfortschritt wird begleitend und eingebettet in viel Grün – grundsätzlich evaluiert. Der vorliegende Bericht dient dazu, gute Voraussetzungen für einen attraktiven einen Überblick über das bisher Erreichte Wohnstandort. Ungefähr seit dem Jahr 2000 sowie den weiteren Handlungsbedarf und die ist jedoch die Wohn- und Lebensqualität durch nächsten Schritte zu geben. Der Stadterneue- ständige Eigentümerwechsel, mangelhafte rungsprozess läuft noch bis einschließlich Bewirtschaftung der Wohnungsbestände und 2024, die Darstellung ist somit als Zwischenbe- Veränderungen in der Bewohnerschaft erheb- richt zu sehen. lich gesunken. Der Stadtteil rückte so immer stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Die Stadterneuerungsstrategie bündelt städte- Stadtverwaltung. bauliche, soziale und imagefördernde Projek- te, um den Stadtteil zu stabilisieren und auf- Erstellung Integriertes Handlungskonzept zuwerten. Klimaschutz, moderne Technologie sowie Inklusion sind dabei ebenfalls wichtige Um das Gebiet zu stabilisieren wurde 2013/2014 Bausteine. Als eines von 20 Quartieren in der durch die Stadterneuerung ein Integriertes Metropole Ruhr beteiligt sich Westerfilde & Handlungskonzept entwickelt. Auf dieser Bodelschwingh am Prozess Innovation City roll Grundlage soll gemeinsam mit den Menschen out. Ziele sind die Entwicklung von klimage- und Unternehmen vor Ort in den nächsten Jah- rechten Stadtquartieren, die CO2-Reduktion ren eine Trendwende erreicht werden: Verläss- und die Unterstützung der Energiewende von liche Ansprechpartner/innen, ein zeitgemäßer unten. Das Gesamtprojekt besteht aus Analy- Wohnungsbestand, schöne und nutzbare Stra- se, Konzeptentwicklung und einer möglichen ßen und Plätze, attraktive Aufenthaltsbereiche darauf folgenden Umsetzung. In Westerfilde sowie ein starkes Gemeinwesen und buntes & Bodelschwingh wurde die Konzeptphase Zusammenleben sind die angestrebten Ziele. mittlerweile abgeschlossen.

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Am Feldbrand - Frühling 2018

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Das Integrierte Handlungskonzept (InHK) Bisherige Meilensteine wurde am 11.12.2014 durch den Rat der Stadt Dortmund beschlossen (siehe DS Nr. Die örtliche Situation hat sich in den letzten 14251-14). Mittlerweile liegen drei Zuwen- Jahren bereits positiv verändert. Als Meilen- dungsbescheide vor, sodass die städtebau- stein unter der Leitlinie „Das Gemeinwesen lichen und freiraumbezogenen Defizite stärken, Inklusion fördern, Wir-Gefühl auf- nach und nach beseitigt werden können. Im bauen“ ist die Etablierung des Quartiers- bisherigen Prozess ist deutlich geworden, managements in der Westerfilder Straße 23 dass es zusätzlicher Finanzmittel bedarf, zu nennen. Das Ladenlokal hat sich durch um die soziale Lage vor Ort zu verbessern. den Einzug von Quartiersmanagement und Erforderliche Projekte sowie entsprechende einem Aktionsbüro des JobCenters zu einem Förderanträge sollen durch die zuständigen wichtigen Knoten- und Anlaufpunkt für die Fachbereiche sukzessive entwickelt bzw. ge- Bewohnerschaft und die zahlreichen Ak- stellt werden. tiven entwickelt. Das Angebot wird durch weitere Projekte und Partner ergänzt wie Folgende Beschlüsse wurden bislang gefasst: bspw. DoNaPart oder die Energiesparbera- tung durch die Caritas. Darüber hinaus ist das städtische Netzwerk INFamilie mittler- 2015 • Gebietsfestlegung und Fortsetzung weile im Stadtteil angekommen und widmet Quartiersmanagement (DS Nr. 00890-15) sich der schwierigen Situation von Kindern, • Freiflächen- und Fassadenprogramm Großwohnanlagen (DS Nr. 00844-15) Jugendlichen und ihren Eltern. → Details zu • Planungskosten (DS Nr. 02438-15) dieser Leitlinie ab Seite 14. • Stadtteilfonds (DS Nr. 01256-15) • Quartiersmanagement (DS Nr. 01823-15) Der Wohnungsbestand ist Dreh- und Angel- • Freiflächen der Vonovia SE (DS Nr. 02625-15) punkt für die Stadtteilentwicklung in West- erfilde & Bodelschwingh. Die desolate Situa- 2016 tion in diesem Bereich war ursächlich für die • Monitoring und Evaluation (DS Nr. 03513-16) oben beschriebene Abwärtsspirale. Er bildet • Stadtteilmarketing (DS Nr. 04801-16) • Hof- und Fassadenprogramm somit folgerichtig die Basis für den Stabili- Einzeleigentümer/innen (DS Nr. 04810-16) sierungs- und Aufwertungsprozess. Die Im- • Neugestaltung Marktplatz Westerfilde – mobilienbesitzer, insbesondere die großen Wettbewerbsergebnis, Planungsauftrag Wohnungsunternehmen, sind hierbei ent- und Bürgerbeteiligung (DS Nr. 06270-16) scheidende Partner. Der Einsatz von öffentli- chen Mitteln, wie durch die Wohnraum- und 2017 • Gestaltung wohnungsnaher öffentlicher Städtebauförderung, ist nur dann sinnvoll Freiräume, Schwerpunkt „Spielen und und begründbar, wenn die Privatwirtschaft Freizeit“ (DS Nr. 08169-17) ihren Pflichten ebenfalls nachkommt. Unter • Sachstandsbericht Freiraumkonzept für die der Leitlinie „Den Wohnungsbestand si- privaten Grundstücksfreiflächen im Bereich der Großwohnanlagen (DS Nr. 07872-17) chern, entwickeln und zukunftsfähig ma- chen“ hat die Stadt Dortmund gleich zu Beginn des Prozesses den Schulterschluss mit 2018 • Bürgerzentrum – NebenAn (DS Nr. 11489-18) den großen Bestandshaltern gesucht.

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Räumliche Zuordnung umgesetzter und geplanter Maßnahmen

5 5

8 4

9 2

4

3 4 6

5

5 1 4

7

1 Quartiersbüro / Quartiersmanagement 2 Umbau KESS 3 Bürgerzentrum: 1. Teilprojekt „NebenAn“ 4 Freiflächen- und Fassadenprogramm Großwohnanlagen 5 Hof- und Fassadenprogramm Altbaubestände 6 Neugestaltung Marktplatz 7 Freizeitangebote Rahmer Wald 8 Öffentlicher Straßenraum 9 Schulhofgestaltung Stadtteilfondsprojekte

Soziale Stadt Gebiet Westerfilde & Bodelschwingh

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Festlegung „Soziale Stadt Gebiet“

Als Rahmen für den Stadterneuerungsprozess hat sich die Stadt Dortmund für die Festlegung nach § 171e BauGB „Soziale Stadt Gebiet“ ent- schieden (siehe DS Nr. 00890-15). Für die Erar- beitung des Integrierten Handlungskonzeptes 2014 wurde zunächst ein Untersuchungsge- biet, bestehend aus den statistischen Bezirken Westerfilde und Bodelschwingh, festgelegt. Dies ermöglichte einen offenen, breiten Blick auf vorhandene Stärken und Schwächen sowie infrastrukturelle und funktionale Beziehun- gen. Zur Durchführung von Maßnahmen der Sozialen Stadt ist ein Gebiet in seinem räum- lichen Umfang so festzulegen, dass sich die Maßnahmen zweckmäßig durchführen lassen. Das „Soziale Stadt Gebiet Westerfilde & Bodel- schwingh“ ist kleiner als das Untersuchungs- gebiet. Es deckt den Bereich ab, in dem der größte Interventionsbedarf besteht und in dem die öffentlichen Gelder konzentriert ein- gesetzt werden sollen. Die großen Freiflächen im Süden sind einbezogen worden, um dem geäußerten Bedarf, die Verbindungen in den Eigentümerstruktur: Stand 2011 Freiraum und die Nutzungsmöglichkeiten zu verbessern, zu entsprechen.

Kooperatives Handeln mit der Wohnungswirtschaft

Die Stadt Dortmund strebt einen koopera- tionsorientierten Weg mit den Wohnungsun- ternehmen an. Wo erforderlich, kommen als Ergänzung Instrumente wie Wohnungsaufsicht oder Zwangsräumung zum Einsatz. Diese Form der Zusammenarbeit hat in Dortmund bereits in vielen Quartieren zu Erfolgen geführt und scheint nach heutigem Stand auch für Wester- filde & Bodelschwingh zielführend zu sein.

2014 wurde das Fachgespräch Wohnungswirt- schaft eingeführt und eine erste Kooperations- vereinbarung unterzeichnet. Im Nachgang gab es weitere Eigentümerwechsel, was aufgrund der Erfahrungen zu großer Unruhe im Quar- tier und Befürchtungen geführt hat. Eigentümerstruktur: Stand 2018

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Erfreulicherweise lässt sich heute feststellen, möglicht. Die Aufzüge werden erneuert und dass die Situation sich positiv entwickelt hat. die Tiefgarage saniert. Zur Verbesserung der Die Zahl der zu beteiligenden Kooperations- Sicherheit im und am Gebäude ist der Einbau partner hat sich verringert, alle problema- von Türspionen und eine verbesserte Beleuch- tischen Bestände im Zentrum des Gebietes tung geplant. Gleichzeitig werden die Haus- befinden sich mittlerweile in einer Hand eingänge der Gebäude Gerlachweg 7 und 9 (Vonovia SE). In den letzten beiden Jahren sind über einen barrierefrei erreichbaren gläsernen insbesondere hier erhebliche und dringend Vorbau miteinander verbunden. In diesem erforderliche Modernisierungsmaßnahmen werden mit Hilfe eines Concierge Serviceleis- durchgeführt worden – das Gesicht des Stadt- tungen angeboten und gleichzeitig der Zu- teils hat sich hier bereits deutlich verändert. gang zu den Gebäuden kontrolliert.

Um den stark sanierungsbedürftigen Woh- Investitionen dieser Art gehen mit Miet- nungsbestand zu sichern, zu entwickeln und preissteigerungen einher. Dabei hat die zukunftsfähig zu machen, führt die Vonovia SE Vonovia SE, als größter Vermieter vor Ort, umfassende Maßnahmen in ihrem Wohnungs- den gesetzlich möglichen Rahmen, Moder- bestand durch, die mit öffentlichen Wohn- nisierungskosten auf die Miete umzulegen, raumfördermitteln in Höhe von rund nicht vollumfänglich ausgeschöpft. Sie ist mit 3,4 Mio. Euro im Rahmen des Programms „Bes- ihrer Mieterschaft sowie dem städtischerseits ser Wohnen - Energetische Sanierung Plus“ eingesetzten Quartiersmanagement in gu- gefördert werden. Zu den energiesparenden tem Austausch und bietet zudem bei Bedarf Maßnahmen in den Gebäuden Gerlachweg 3 Härtefallregelungen sowie eine unabhängi- bis 9 und 4 bis 16 sowie Speckestraße 12 bis ge Sozialberatung an. Im gesamtstädtischen 24 zählen der Austausch der Einrohr- gegen Gefüge handelt es sich noch immer um einen eine Zweirohrheizung, die Erneuerung aller Standort mit bezahlbarem Wohnraumange- Heizkörper, die Flachdacherneuerung inkl. bot. Im Rahmen des Stadterneuerungsprozes- Dämmung sowie die Kellerdeckendämmung. ses sollen Verdrängungen vermieden werden. Bei den Maßnahmen zum Abbau von Barrie- Es ist Ziel, durch die Kommunikation mit den ren sind Grundrissänderungen zur Schaffung Wohnungsunternehmen, die Vereinbarung barrierefreier Küchen und Bäder sowie teil- geeigneter Maßnahmen sowie die Kombina- weise bodengleiche Duschen und unterfahr- tion von Städtebau- und Wohnraumförderung bare Waschtische vorgesehen. Ebenso werden sowohl kurzfristig Härtefälle zu vermeiden als die Balkone saniert, die Türen verbreitert und auch langfristig Wohnraum im bezahlbaren gleichzeitig der schwellenfreie Zugang er- Segment anzubieten. Nach Abschluss der o. g.

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Kiepeweg 22 vor der Sanierung Kiepeweg 22 nach der Sanierung

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Maßnahmen bestehen durch die Förderung den Weg zu bringen. Seit etwa 2013 gibt es mit öffentlichen Wohnraumfördermitteln bei auf gesamtstädtischer Ebene zunehmende 30 % der Wohnungen langjährige Mietpreis- Marktanspannung, sodass Überlegungen zum bindungen. Teilrückbau der Siedlung mittlerweile verwor- fen wurden und insgesamt mit höherer Inves- Das Fachgespräch Wohnen bietet für Stadt- titionsbereitschaft der Eigentümer zu rechnen erneuerung wie Wohnungsunternehmen ist. derzeit den Rahmen, um sich auf gemeinsa- me Aktivitäten im Quartier zu verständigen, Investitionsbedarf besteht auch im Hinblick Projekte zu entwickeln und umzusetzen, sich auf das Wohnumfeld. 2015 wurde für die Ge- über Planungen zu informieren und zu ver- staltung der privaten und öffentlichen Freiräu- ständigen. Ein soziales Projekt, das sich aus me das Motto: „Westerfilde & Bodelschwingh dem Fachgespräch entwickelt hat, ist das spiel- – Stadtteil der 1000 Gärten“ entwickelt. Erste und sportMOBIL, das im Kapitel Gemeinwe- Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. sen vorgestellt wird. Mit der Vonovia SE und → Details zur Leitlinie „Den Wohnungsbe- dem Spar- und Bauverein eG Dortmund sind stand sichern, entwickeln, zukunftsfähig ma- die beiden größten Bestandshalter im Quar- chen“ ab Seite 42. tier mit jeweils über 600 Wohneinheiten am Austausch beteiligt. Aber auch weitere Woh- Mehr Gestaltqualität und die Verbesserung nungsunternehmen, insbesondere jene mit Be- der Nutzbarkeit sind Themen für den öffent- ständen im Zentrum, nutzen das Fachgespräch lichen Raum und wichtige Elemente im Stadt- zum Informationsaustausch. Aus dem Kreise erneuerungsprozess. Schlüsselprojekt ist dabei des Fachgesprächs werden zudem die Jurymit- die Umgestaltung des Marktplatzes, der vom glieder Wohnungswirtschaft für die Stadtteil- Parkplatz zum Stadtplatz umgebaut werden fondsjury akquiriert. soll. 2016 wurde hierzu ein freiraumplaneri- scher Wettbewerb durchgeführt, dessen Sieger Die bislang aufgebaute Kooperationsstruktur den Entwurf „gute Stube“ entwickelt hat. Der ist eine gute Basis, die begonnene Entwick- Umbau ist ab Ende 2019 vorgesehen. lung zu einem zukunftsfähigen Wohnstandort → Details zur Leitlinie „Den öffentlichen Raum weiter zu gehen. Ziel ist es, die bislang noch aufwerten und in seiner Nutzbarkeit verbes- nicht beteiligten Bestandshalter ebenfalls zur sern“ ab Seite 50. Zusammenarbeit zu bewegen und dringend erforderliche Investitionen, bspw. in den Be- Die geringe Kaufkraft im Quartier sowie das reichen Ringstraße und Grollmannsweg auf sich gemeinhin wandelnde Einkaufsverhal-

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Gerlachweg 5-7 vor der Sanierung Gerlachweg 5-7 während der Sanierung

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ten haben im Quartier bislang noch nicht zu Mittelbündelung größeren Problemen in der Nahversorgung geführt. Allerdings hat sich der Unterneh- Die Förderkulisse der Sozialen Stadt bildet mensbesatz deutlich verändert, was einer den Rahmen für die Stadtteilentwicklung der Schwächung des Ortskerns, insbesondere be- nächsten Jahre. Jedoch sind weitere Förder- zogen auf dessen soziale Funktion als Raum mittel sowie Mittelbündelung erforderlich: für Begegnung nach sich gezogen hat. Der Große und kleinere private Investitionen Erhalt der Nahversorgungsfunktion der beiden und weitere öffentliche Mittel setzen wich- Hauptachsen bleibt eine zentrale Herausfor- tige bauliche Signale, wie bspw. die bereits derung im Arbeitsfeld „Die lokale Ökonomie erfolgte Realisierung des Kunstrasenplatzes stärken und zukunftsfähig machen“. Rot-Weiß Germania 11/67 oder der derzeitige → Details zu dieser Leitlinie ab Seite 60. Neubau der Reinoldi-Sekundarschule.

Hört oder liest man „Westerfilde“ denken vie- Der Wandel der Schulpädagogik und die Neu- le sicherlich an den Artikel „In der Westerfilder interpretation der Unterrichtsformen veran- Spirale“ von 2014. Hier wurde, faktenbasiert, lassten die Stadt Dortmund, den Standort und ein düsteres Bild der Situation gezeichnet. das in die Jahre gekommene Hauptgebäude der Reinoldi Sekundarschule auf dessen Zu- Bei allem unbestrittenen Handlungsbedarf kunftsfähigkeit zu prüfen. Im Ergebnis dieser kamen dabei die vielen positiven Seiten des Analyse wurde ein Neubau als wirtschaftlichste Quartiers, die engagierten Bewohner/innen Variante empfohlen, welcher seit Februar 2018 und Aktiven nur am Rande vor. Diese negative bereits in der Umsetzung ist. Mit der Planung Außenwahrnehmung ist für die Menschen vor und Ausführung der Maßnahme sind die Ge- Ort zusätzlich belastend. Um alle Facetten des neralplaner der SSP.AG aus Bochum beauftragt Stadtteils zu zeigen traten sie daher mit viel worden. Sie entwickelten ein Low-Tech-Ge- Herzblut und Zeitaufwand in den Prozess ein, bäude, welches den Herausforderungen der sich selbst einen „Stempel“ zu geben: „außen modernen Unterrichtsformen entspricht und grün - innen bunt“, mit diesem griffigen sich auf dem zurückliegenden Teil des Schul- Slogan tritt Westerfilde & Bodelschwingh nun campus positioniert. Mit den vorhandenen offiziell und selbstbewusst auf. Sporthallen und dem naturwissenschaftlichen → Details zur Leitlinie „Das Image des Quar- Erweiterungsbau bildet das Hauptgebäude zu- tiers nach innen und außen verbessern“ ab künftig eine städtebauliche Einheit. Die Fertig- Seite 66. stellung des Neubaus inklusive der Außenanla- gen ist für Mitte 2020 geplant.

10

Freifläche Kiepeweg 6-10b vor der Sanierung Freifläche Kiepeweg 6-10b nach der Sanierung

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Visualisierung des Schulneubaus (SSP.AG)

Im bisherigen Prozess ist insbesondere deut- die Lücken vor Ort und schaffen bzw. stärken lich geworden, dass es zusätzlicher Finanz- Angebote und Maßnahmen in den Bereichen mittel bedarf, um die soziale Lage vor Ort Familie, Bildung und Gesundheit. Ein Be- zu verbessern. Unter den Menschen, die auf schluss zur Fortschreibung des Integrierten Transferleistungen angewiesen sind, sind auch Handlungskonzepts Dortmund Westerfilde viele Kinder und Jugendliche. Sie haben in & Bodelschwingh ist formelle Voraussetzung vielerlei Hinsicht Unterstützungsbedarf. Durch für die Beantragung dieser Fördermittel. Die den Aktionsraumbeauftragten sind bereits Übersicht auf den Seiten 12 und 13 bildet die gute Netzwerke im Stadtteil vorhanden. Die laufenden bzw. geplanten Projekte ab, die aus Stadtverwaltung hat durch die Ausweitung Städtebaufördermitteln finanziert werden. des Netzwerks INFamilie auf Westerfilde & Bodelschwingh in enger Kooperation mit dem Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ers- „Aktionsplan Soziale Stadt“ bereits auf den te richtige Schritte auf dem langen Weg hin aktuellen Handlungsbedarf reagiert und die zu einem stabilen und voll funktionsfähigen örtliche Unterstützungsstruktur weiter aus- Quartier gegangen worden sind. Gleichzeitig gebaut, die die Angebote der sozialen Träger ist festzustellen, dass vor Ort noch viel zu tun ergänzt. Darauf aufbauend sollen sukzessive ist. Dabei haben die Leitlinien und grundsätz- Förderanträge gestellt werden. So schließen lichen Ziele aus dem InHK von 2014 weiter- die Programme der Ministerien für Arbeit, hin Bestand. In den nachfolgenden Kapiteln Gesundheit und Soziales sowie für Kinder, werden die einzelnen Themen näher beleuch- Familie, Flüchtlinge und Integration des Lan- tet. Dies erfolgt strukturiert nach Ausgangs- des Nordrhein-Westfalen (bspw. ESF „Starke situation (Stärken/Schwächen), bisherigen Quartiere – starke Menschen“, „Zusammen im Maßnahmen oder Projekten sowie weiterem Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“) Handlungsbedarf und nächsten Schritten.

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Projektübersicht (Stand 09/2018)

Das Gemeinwesen stärken und Inklusion fördern - Wir-Gefühl aufbauen

Quartiersmanagement

Stadtteilfonds

Quartierskümmerer

Umbau KESS

Bürgerzentrum (1. Teilprojekt „NebenAn“)

Den Wohnungsbestand sichern, entwickeln und zukunftsfähig machen

Planungskosten

Freiflächen- und Fassadenprogramm Großwohnanlagen

Hof- und Fassadenprogramm Altbaubestände

Den öffentlichen Raum aufwerten und in seiner Nutzbarkeit verbessern

Neugestaltung Marktplatz

Spielraumplanung/Freizeitflächenplanung

Öffentlicher Straßenraum

Spielachse

Grünvernetzung

Freizeitangebote Rahmer Wald

Schulhofgestaltung

Wegeverbindungen

Bauabschnitte/Achsen

Grunderwerb

Regenwasserbewirtschaftung

Das Image des Quartiers nach innen und außen verbessern

Öffentlichkeitsarbeit

Monitoring/Evaluation

Stadtteilmarketing

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2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024

1.426.000 €
200.000 €
12.000 €
750.000 €
750.000 €
60.000 €
60.000 €
1.267.000 €
255.000 €
05.000 €90.000 €25.000 €
805.000
.000 €
70.000
790.000
229.000 €
425.000
200.000 €
00.000 €00.000 €
600.000
300.000
935.000 €
350.000 €
190.000 €
70.000 €
208.800 €
290.000

Gesamtsumme: 10.182.800 € Vorbereitung

Durchführung 13

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2. Das Gemeinweisen stärken,

Inklusion fördern, Wir-Gefühl aufbauen

Bewohner- und Sozialstruktur

bis heute die bereits im Integrierten Hand- lungskonzept von 2014 beobachtete Tendenz Um die Ausgangssituation vor Ort zu erfassen einer seit dem Jahr 2010 wachsenden Wohn- und daraus resultierende Handlungsbedarfe bevölkerung fort. Der Anstieg der Bevölke- ableiten zu können, ist es unerlässlich, die Be- rungszahl im gesamten Untersuchungsgebiet wohner- und Sozialstruktur sowie die vorhan- findet dabei seine Ursache vor allem in der denen Angebote und die soziale Infrastruktur stark positiven Veränderung im Teilgebiet zu betrachten. Westerfilde. Die Bevölkerungszahl in Bodel- schwingh war hingegen zuletzt leicht rück- Bevölkerungsentwicklung und gängig, während sowohl der Stadtbezirk als Altersstruktur auch die Gesamtstadt Zuwächse zu verzeich- nen haben, die allerdings geringer ausfallen Im Untersuchungsgebiet1 waren zum Stichtag als in Westerfilde. 31. Dezember 2017 insgesamt 13.809 Einwoh- ner(Hauptwohnbevölkerung) gemeldet. Westerfilde ist – anders als Bodelschwingh – Nachdem das Untersuchungsgebiet seit Be- deutlich jünger als die Vergleichsräume: ginn des neuen Jahrtausends einen kontinu- 20,6 Prozent der BewohnerInnen sind jünger ierlichen und teilweise drastischen Bevölke- als 18, stadtweit sind dies nur 16,1, in Bodel- rungsverlust zu verzeichnen hatte, setzt sich schwingh sogar nur 15,1 Prozent.

110%

108%

106%

104%

102%

100%

98%

96%

94% 2007 2009 2011 2013 2015 2017

Abbildung 1: Entwicklung der Bodelschwingh Westerfilde Untersuchungsgebiet Einwohnerzahlen Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt seit dem Jahr 20072

1 In Abweichung zum Programmgebiet bezeichnet das Untersuchungsgebiet die statistischen Unterbezirke Westerfilde und Bodelschwingh. Diese werden in diesem Kapitel in Bezug gesetzt zum Stadtbezirk Mengede und zur Gesamtstadt.

2 Die Grafik zeigt die Entwicklung in den Vergleichsräumen ausgehend von einer Basisgröße von jeweils 100% im Jahr 2007 14

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Untersuchungsgebiet 17,92% 62,50% 19,58%

Westerfilde 20,64% 60,65% 18,71%

Bodelschwingh 15,12% 64,40% 20,48%

Stadtbezirk Mengede 18,22% 62,51% 19,27%

Dortmund insgesamt 16,11% 63,83% 20,06%

Abbildung 2: Altersstruktur der 0 bis < 18 Jahre 18 bis < 65 Jahre 65 Jahre und älter Einwohner im Jahr 2017

Ausländeranteil Während die Entwicklung des Ausländeran- teils auf allen anderen räumlichen Bezugsebe- Weitere signifikante Abweichungen der Be- nen zwischen den Jahren 2007 und 2015 nur völkerungsentwicklung von der Ebene des von moderaten Schwankungen geprägt war, Stadtbezirks und der Gesamtstadt zeigen sich zeigt sich in Westerfilde ein fast durchgängig – insbesondere für das Teilgebiet Westerfilde – starker Anstieg des Ausländeranteils, der seit bei der Entwicklung des Ausländeranteils3, wie dem Jahr 2010 noch einmal deutlich an Inten- die folgende Abbildung verdeutlicht. sität zugenommen hat und im Jahr 2015 einen

28%

26%

24%

22%

20%

18%

16%

14%

12%

10%

8%

6% 2007 2009 2011 2013 2015 2017

Abbildung 3: Bodelschwingh Westerfilde Untersuchungsgebiet Entwicklung des Ausländeranteils Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt seit 2007

3 Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 15

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Wert von 22,6 Prozent der Bevölkerung er- 300 in Westerfilde und 184 in Bodelschwingh reichte. Durch den Beginn der Flüchtlingskrise in 2007 in beiden Stadtteilen noch die größte ist seit 2015 auch auf den anderen räumlichen ausländische Bewohnergruppe darstellten Bezugsebenen ein Anstieg des Ausländeran- (jeweils knapp unter 35 Prozent der teils festzustellen. Am stärksten ausgeprägt nicht-deutschen Bevölkerung), hat sich ihr bleibt jedoch die Entwicklung in Westerfilde. Anteil an der ausländischen Bewohnerschaft Zwischen den Jahren 2015 und 2017 stieg der in den letzten 10 Jahren deutlich reduziert Ausländeranteil um fast vier Prozentpunkte und lag 2017 nur noch bei unter 22 Prozent auf 26,5 Prozent. Damit hat sich der Auslän- (154 Personen) in Bodelschwingh und weniger deranteil in Westerfilde gegenüber 2007 nahe- als 14 Prozent (255 Personen) in Westerfilde. zu verdoppelt. Der Anstieg des Ausländeran- Dort stellen heute die Polinnen und Polen teils bezogen auf die Ebene Bodelschwingh mit knapp unter 20 Prozent (352 Personen, fällt mit unter 2 Prozentpunkten auf 10,5 das ist mehr als das Vierfache des Wertes von Prozent im gleichen Zeitraum im Vergleich zu 2007) gefolgt von Syrerinnen und Syrern mit Westerfilde recht moderat aus. annähernd 15 Prozent (269 Personen) die größten ausländischen Bewohnergruppen dar. Bemerkenswert ist allerdings nicht nur die Zu- Verglichen mit dem Jahr 2007 und auch mit nahme des Ausländeranteils, sondern auch die dem Jahr 2013 ist die Zusammensetzung der starke Veränderung in Bezug auf die Staatsan- ausländischen Bewohnerschaft in Westerfilde gehörigkeit. Während beispielsweise Türkin- wie auch in Bodelschwingh wesentlich hetero- nen und Türken mit einer Gruppengröße von gener geworden.

624 Rumänien 2.470 4.797 3.211 Ukraine 2.714 2.379 2.957 Italien 3.003 3.662

26.035

26.035 Türkei 377

Syrien

Polen Abbildung 4:

23
21.852
207 6828.9 5.51443 7.834 9.922

Anteil der jeweiligen Staatsangehörigkeit an 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% der Gesamtzahl der Aus- länder in der Gesamtstadt 2007 2013 2017 Dortmund

16

[Seite 17]

8 Rumänien 64 149 339 Ukraine 263 210 144 Italien 153 248

2.076

2.076 Türkei

Syrien

Polen

1.936
1.856
2 50876 9 519 711
30

Abbildung 5: 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Anteil der jeweiligen Staatsangehörigkeit an der Gesamtzahl der Ausländer 2007 2013 2017 im Stadtbezirk Mengede

1 Rumänien 1 61

Ukraine

Italien

184 Türkei 154

Syrien

Polen

94
79
14 10 15
154
0 171 58 70 82

Abbildung 6: 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% Anteil der jeweiligen Staatsangehörigkeit an der Gesamtzahl der Ausländer 2007 2013 2017 in Bodelschwingh

0 Rumänien 7 34

113

Ukraine

Italien

300 Türkei

Syrien

Polen

Abbildung 7:

83 9
59 8 17 6
269 52
25 85 269 206 3
1 14
7

Abbildung 7: 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% Anteil der jeweiligen Staatsangehörigkeit an der Gesamtzahl der Ausländer 2007 2013 2017 in Westerfilde

17

[Seite 18]

Während also der Anteil ausländischer Mit- dort im Zeitraum von 2008 bis 2010 relativ bürgerinnen und Mitbürger an der Wohn- konstant knapp unter 40 Prozent geblieben, bevölkerung in Westerfilde in den letzten im Laufe des betrachteten Zeitraums ist er von Jahren deutlich – und auch überproportional 39,4 Prozent (2011) über 40,7 Prozent (2012) zur Ebene des Stadtbezirks und der Gesamt- auf 41,8 Prozent (2013) gestiegen. Erst in den stadt – gestiegen ist, zeigt sich im Hinblick letzten Jahren hat der Anteil auf allen Bezugs- auf die Entwicklung des Migrantenanteils an ebenen – aber besonders in Westerfilde (45,9 der Wohnbevölkerung ein moderateres Bild. Prozent) – einen hohen Anstieg zu verbuchen. Dieser Anteil liegt zwar in Westerfilde deut- Demgegenüber sind in Bodelschwingh über lich höher als auf allen anderen räumlichen die Jahre gesehen nur leichte Veränderungen Betrachtungsebenen (Bodelschwingh, Stadt- zu beobachten. bezirk Mengede, Gesamtstadt), er ist aber

50%

45%

40%

35%

30%

25%

20% Abbildung 8: 2008 2009 2010 2011 2013 2015 Entwicklung des Migran- tenanteils (Ausländer und Deutsche mit Migrations- Bodelschwingh Westerfilde hintergrund) an der Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt Wohnbevölkerung seit 2008

Wanderung und Fluktuation

Vermutlich mit verursacht durch die mangel- deutlich verbessert, ein positiver Einfluss auf hafte Bewirtschaftung der Großwohnbestände Wanderung und Fluktuation im Quartier ist kam es bereits in der Vergangenheit zu einer aber nicht unbedingt feststellbar, wie die erhöhten Mieterfluktuation in Westerfilde. Karte, die im Rahmen des Innovation City In Teilbeständen betrug die durchschnittliche roll outs entstanden ist, verdeutlicht (Quelle: Wohndauer nur ein bis zwei Jahre. Der schnel- Innovation City Ruhr roll out - Integriertes le Bevölkerungsaustausch wirkt sich destabili- Energetisches Quartierskonzept). Demnach ist sierend auf die Hausgemeinschaften und den die Fluktuation im Quartier insbesondere in Stadtteil in Gänze aus. Mittlerweile haben sich den im Zentrum gelegenen Großwohnanlagen zwar die Belegungspolitik und Bewirtschaf- sowie in den Bereichen „Grollmannsweg“ und tungsstrategien der Wohnungsunternehmen „Zum Luftschacht“ immer noch sehr hoch.

18

[Seite 19]

Abbildung 9: Fluktuation auf Baublock- ebene in absoluten Größen in 2017 (InnovationCity Ruhr: Integriertes Energeti- sches Quartierskonzept)

Arbeitslosigkeit

Auch in Bezug auf die Entwicklung der Ar- Zwischen 2009 und 2013 hat auf allen Bezugs- beitslosigkeit ist es sinnvoll, Westerfilde und ebenen der Anteil der Langzeitarbeitslosen Bodelschwingh getrennt zu betrachten. Beide (länger als ein Jahr) an allen arbeitslos gemel- Stadtteile folgen zwar im Wesentlichen dem deten Personen stark zugenommen. Die Ent- städtischen Trend, wonach die Arbeitslosigkeit wicklung in Westerfilde und Bodelschwingh leicht rückläufig ist, tun dies jedoch auf sehr bewegte sich jedoch im Vergleich zum Bezirk unterschiedlichem Niveau. So liegt die Arbeits- Mengede und der Gesamtstadt auf einem losigkeit in Westerfilde im Schnitt ca. drei deutlich höheren Niveau. Im Jahr 2013 waren Prozentpunkte höher als im städtischen Durch- in Westerfilde 52,2 Prozent und in Bodel- schnitt, in Bodelschwingh leicht darunter. schwingh über 51 Prozent der Arbeitslosen als Langzeitarbeitslose geführt. Seitdem ist in Im Langzeittrend sind leichte Schwankungen allen Vergleichsräumen der Anteil der Lang- bezüglich der Arbeitslosenrate zu beobachten. zeitarbeitslosen an den Arbeitslosen deutlich Zwischen den Jahren 2007 und 2011 ging der gesunken, in Westerfilde und Bodelschwingh Wert von 9,5 Prozent auf knapp 9 Prozent in noch deutlich stärker als im Stadtbezirk Men- Westerfilde zurück, ehe er in den folgenden gede oder der Gesamtstadt. Die Schwankun- zwei Jahren wieder auf den Ausgangswert gen stehen wahrscheinlich im Zusammenhang stieg. Seit diesem Zeitpunkt ist ein positiver mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instru- Trend festzustellen. Auffällig ist der deutliche mente für Langzeitarbeitslose. Rückgang von 9,3 Prozent im Jahr 2015 auf unter 8 Prozent im Jahr 2017.4

4 Da im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit keine Daten zur Arbeitslosenquote 19 vorliegen, wurde als Vergleichswert der relative Anteil der arbeitslos gemeldeten Personen an der Gesamtbevölkerung der jeweiligen Bezugsebene errechnet.

[Seite 20]

10%

9%

8%

7%

6%

5%

4% Abbildung 10: 2007 2009 2011 2013 2015 2017 Entwicklung der arbeitslos gemeldeten Personen an der Gesamtbevölkerung Bodelschwingh Westerfilde der jeweiligen Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt Bezugsebene seit 2007

54%

52%

50%

48%

46%

44%

42%

40%

38% 2007 2009 2011 2013 2015 2017

Abbildung 11: Entwicklung der Bodelschwingh Westerfilde Langzeitarbeitslosigkeit Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt seit 2007

35%

30%

25%

20%

15%

10%

5% 2007 2009 2011 2013 2015 2016

Abbildung 12: Entwicklung der SGB Bodelschwingh Westerfilde II-Leistungsempfänger- Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt quote seit 20075

5 Daten für das Jahr 2017 liegen noch nicht vor. 20

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Leistungsempfängerquote nach SGB II schen 30 Prozent und 35 Prozent aufweisen. und Kinderarmut Absolute Zahlen verdeutlichen, in welchem Maße die Kinderarmut im Quartier zuge- Negativ stellt sich die Entwicklung des SGB nommen hat: Waren 2009 noch 444 Kinder in II-Bezugs dar. Erneut liegt Westerfilde deutlich Westerfilde im SGB II-Bezug, lag die Zahl im über allen anderen räumlichen Betrachtungs- Jahr 2016 bereits bei 734 Kindern. ebenen – der entsprechende Wert zeigt hier seit dem Jahr 2007 einen nahezu ununter- Die Armut der Kinder kann auch ihre Bildungs- brochenen und verglichen mit den anderen laufbahn beeinflussen, ein Indikator ist die Ebenen überproportionalen Anstieg. Im Jahr Schulempfehlung. Im Jahr 2016 überstieg im 2016 lag der Anteil der Leistungsempfänger Untersuchungsgebiet Westerfilde & Bodel- an der Gesamtbevölkerung in Westerfilde bei schwingh der Anteil der Kinder, die nach der über 30 Prozent, während im Bezirk Mengede Grundschule für die Hauptschule empfohlen (17,9 Prozent), in der Gesamtstadt (14,4 Pro- wurden, den gesamtstädtischen Durchschnitt zent) sowie in Bodelschwingh (11,7 Prozent) von 23 Prozent um zehn Prozentpunkte (33 deutlich niedrigere Werte festzustellen waren. Prozent). Kognitive Probleme korrelieren oftmals auch mit körperlichen Einschränkun- Neben dem großen Anteil an SGB II-Leis- gen, so dass im Untersuchungsgebiet auch tungsempfängern fällt auch die Kinderarmut mit körperlichen Auffälligkeiten (Adipositas, (Kinder unter 15 Jahren, die in SGB II-Bedarfs- visuomotorische und Körperkoordinationsauf- gemeinschaften leben) in Westerfilde negativ fälligkeiten) umgegangen werden muss. Wie auf. Diese wirtschaftliche und soziale Notlage stark die sozialen Verhältnisse die gesundheit- bedeutet für die Kinder Benachteiligungen in liche Chancengleichheit beeinflussen, verdeut- vielen Lebenslagen (Wohnen, Bildung, Sozial- licht auch der Kurzbericht zur Auswertung kontakte, Freizeit, Gesundheit etc.). von Daten der Schuleingangsuntersuchung 2012 - 20176, der eine starke Abhängigkeit der In Westerfilde bewegt sich die Kinderarmut gesundheitlichen Auffälligkeiten zu sozialen aktuell auf einem sehr hohen Niveau von über Kontextfaktoren aufzeigt. Demnach gibt es 60 Prozent. In Bodelschwingh dagegen be- eine starke Abhängigkeit des Anteils über- trägt die Kinderarmut mit 21,7 Prozent nur gewichtiger/adipöser Kinder von der Sozial- knapp ein Drittel des Wertes von Westerfilde, raumzugehörigkeit. Zudem weisen Kinder mit während der Stadtbezirk Mengede und die zunehmenden Belastungsfaktoren schlechtere Gesamtstadt Dortmund Werte im Bereich zwi- Werte in der Körperkoordination auf.

70%

60%

50%

40%

30%

20%

10%

0% 2013 2014 2015 2016 Abbildung 13: Anteil der Kinder unter Bodelschwingh Westerfilde 15 Jahren, die in SGB II-Be- darfsgemeinschaften leben Stadtbezirk Mengede Dortmund insgesamt 2013 - 2016

6 Stadt Dortmund, Gesundheitsamt 2018 21

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Haushaltsstruktur Es lässt sich zudem feststellen, dass der Anteil der Kinder, die im Untersuchungsgebiet in In Westerfilde wie auch in Bodelschwingh Haushalten von Alleinerziehenden leben, mit lebten im Jahr 2017 mehr Alleinerziehen- knapp 24 Prozent (590 Kinder) höher ausfällt de und auch mehr Familien mit Kindern als als der entsprechende Wert auf Ebene des im städtischen Durchschnitt, die Anzahl der Stadtbezirks Mengede (22,4 Prozent) und der Singlehaushalte ist dafür deutlich geringer. Gesamtstadt (21,8 Prozent). Vor allem im Teilgebiet Westerfilde sind im Vergleich zur Gesamtstadt, zum Stadt- Fazit: Bewohner- und Sozialstruktur bezirk Mengede und zur Bezugsebene Bo- delschwingh deutliche höhere Anteile an Der Blick auf die Statistik zeigt, dass sich die Haushalten mit Kindern (23,8 Prozent) und soziale Lage im Quartier gegenüber 2014 – dem Alleinerziehenden (7,4 Prozent) festzustellen. Zeitpunkt der Erstellung des ersten InHKs –

Untersuchungs- 2.640 1.440

Untersuchguenbgiest- 410

Westerfilde 240

Bodelschwingh 170

Stadtbezirk Mengede 1.100

Dortmund insgesamt 14.100

1.320770
1.320670
7.4004.200
151.30057.100

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%

Abbildung 14: Alleinerziehende Haushalte mit Kindern Singlehaushalte Haushaltsstruktur (2017)

Untersuchungs- 590

Untersuchguenbgiest- 590

Stadtbezirk Mengede

Dortmund insgesamt Abbildung 15:

1.6 000
21.10

Abbildung 15: Anteil der Kinder, die in 20,5% 21,0% 21,5% 22,0% 22,5% 23,0% 23,5% 24,0% alleinerziehenden Haushalten leben (2017)

22

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noch einmal verschlechtert hat: Trotz sinkender Westerfilde & Bodelschwingh ist es neben der Arbeitslosigkeit haben der SGB II-Bezug und statistischen Analyse erforderlich, sich weiterer die Kinderarmut zugenommen, die Fluktuation Informationsquellen zu bedienen. Dafür wurden konnte nicht substanziell reduziert werden. Eine statistische Daten, die Ergebnisse der ersten Zwi- weitere Herausforderung ist, dass der Ausländer- schenevaluation, ergänzende Aussagen aus der anteil weiter zugenommen hat und die Zusam- kleinräumigen Quartiersanalyse des Netzwerks mensetzung der ausländischen Bevölkerung INFamilie, Bewohnerbefragung und Akteurs- deutlich heterogener geworden ist. gespräche (Stadtteilmonitoring) herangezogen und in der unten stehende Übersicht zusammen- Für ein vollständiges Bild der Lebenssituation in gefasst:

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• Bevölkerungszunahme insbesondere im • hoher Anteil an Transferleistungsempfängern Unterbezirk Westerfilde • hohe Arbeitslosigkeit • große Kooperationsbereitschaft der lokalen • hoher Anteil Alleinerziehender mit niedrigem Akteure Einkommen • junge Bewohnerstruktur, Anstieg der • Zunahme der Kinder- und Altersarmut unter-6-Jährigen • kleinräumige Konzentration sozial und finan- • ein noch nennenswerter Anteil ziell benachteiligter Bevölkerungsgruppen „alteingesessener“ Bewohner/innen an den • sehr hohe Fluktuation insbesondere im Rändern des Quartiers Großsiedlungsbestand im Zentrum • vielfältige soziale Infrastruktur7 • zunehmende Heterogenität • vielfältige Akteurslandschaft • Abnahme des nachbarschaftlichen, generati- • hoher Vernetzungsgrad onsübergreifenden Miteinanders, zunehmende • seit 2007 ausgewiesen als Aktionsraum Spannungen im Rahmen des „Aktionsplan Soziale Stadt“ • wenige niederschwellige Begegnungs- und Treffmöglichkeiten • ausbaufähiges Freizeitangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene • ehrenamtliche Strukturen stark belastet • mentale Zugangshürden zu bestehenden An- geboten • fehlende Größendifferenzierung bei Veranstal- tungsräumen • kulturelle und sprachliche Barrieren • erhöhter Bedarf an sozialen Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Familien (insb. bei Eltern ohne institutionelle Anbindung) • erhöhter Anteil an bildungs- und sprachbe- nachteiligten Kindern • sozial auffällige und traumatisierte Kinder und Jugendliche fordern die Bildungseinrichtungen stark • Familien, die durch Versorgung kranker Kinder oder Kinder mit Handicap besonders belastet sind • Niedrige OGS-Quote und Kita-Abdeckung für die 0-bis 3-Jährigen • viele institutionell schwer erreichbare Eltern mit geringer Erziehungskompetenz und unüblichem Erziehungsverständnis

7 Im Bereich der Versorgung mit Einrichtungen und Angeboten der sozialen Infrastruktur findet 23 sich im Quartier Westerfilde & Bodelschwingh ein breites Angebot für unterschiedliche Zielgruppen. Eine entsprechende Übersicht befindet sich im Anhang.

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Quartiersmanagement

im Quartier und umfasst unterschiedliche An- gebote und Themen. So teilt sich das QM die Für die erfolgreiche Umsetzung eines Stadt- Räumlichkeiten mit einem weiteren Ankernut- erneuerungsprogramms ist eine zentrale und zer. Darüber hinaus werden die Räumlichkei- niederschwellige Anlaufstelle vor Ort wesent- ten Initiativen mit Quartiersbezug zur Verfü- liche Voraussetzung. Als eines der Starterpro- gung gestellt. Als zweiter Ankernutzer bietet jekte wurde daher das „Quartiersmanagement das Aktionsbüro des Jobcenters im Rahmen (QM)“ (DS Nr. 01823-15) eingerichtet. Mit des „Aktionsplan Soziale Stadt“ seinen Kun- einem kleinen Stundenumfang finanziert aus den neben der kompetenten Beratung zum Haushaltsmitteln der Stadt Dortmund hatte Arbeitslosengeld II gleichzeitig alle Unterlagen es bereits von Mitte 2014 bis Ende 2015 diese für die Leistungsberechnung oder Arbeitsver- örtliche Struktur gegeben. Seit dem 01. März mittlung, sowie zahlreiche weitere Leistungen. 2016 ist nun ein QM mit rund 60 Wochenstun- den vor Ort tätig. Neben den Angeboten der zwei Ankernutzer findet die Erstberatung zum Stromspar-Check Mit einem umfassenden quartiersbezogenen des Deutschen Caritasverbandes e. V. im Quar- Ansatz koordiniert das QM die festgelegten tiersbüro statt. Darüber hinaus erfolgt eine Ziele und Strategien des Integrierten Hand- kostenlose Beratung der FreiwilligenAgen- lungskonzepts im Quartier. Das QM fungiert tur Dortmund. In der Sprechstunde erhalten dabei als Ansprechpartner vor Ort, begleitet Interessierte sowie Organisationen Antworten und unterstützt den Stadterneuerungsprozess. rund um die Themen Ehrenamt und freiwil- In diesem Zusammenhang macht es Akteurs- liges Engagement. Seit Juli 2018 findet zu- und Bewohnerarbeit, baut Netzwerkstruktu- dem eine durch die Vonovia SE finanzierte ren auf, aktiviert und berät Eigentümer/innen kostenlose allgemeine Sozialberatung durch im Rahmen des Hof- und Fassadenprogramms, eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werks in übernimmt die Geschäftsführung des Stadtteil- den Räumlichkeiten des Quartiersbüros statt. fonds, unterstützt bei der Image- und Öffent- Mieter/innen der Vonovia SE, die von den um- lichkeitsarbeit und wirkt mit bei der Fort- fangreichen Modernisierungsmaßnahmen und schreibung des InHKs sowie bei der Evaluation deren Folgen betroffen sind, bekommen hier und dem Monitoring. Unterstützung.

Seit Frühjahr 2017 hat das QM ein großes La- Neben dem dargestellten Angebot bietet das denlokal in zentraler Lage (Westerfilder Straße Quartiersbüro Raum für Ausstellungen und 23) bezogen. Das neu errichtete „Quartiers- kleinteilige Veranstaltungen von Aktiven und büro“ dient als Informations- und Anlaufstelle Bewohner/innen der beiden Stadtteile West- erfilde & Bodelschwingh. So fand hier bei- spielsweise die Vernissage zum Projekt „Wir verändern die Welt – Eine Dokumentarische Fotoausstellung zur Entstehung von Mosai- ken im Stadtteil“, gestaltet von Kindern und Jugendlichen der Jugendfreizeitstätte KESS, der Reinoldi-Sekundarschule und der Westhau- sen-Grundschule, statt. Darüber hinaus war das Quartiersbüro Teil des „Gelebten Advents- kalenders Westerfilde - Bodelschwingh 2017“, eines Projektes der Gruppe Bodelschwingh und Westerfilde im Heimatverein Mengede e. V., und bot zudem Raum für Präsentationen von Ergebnissen aus Beteiligungsveranstaltungen der Wohnungswirtschaft. Eröffnung Quartiersbüro 2017

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Starterprojekte Gemeinsam mit dem jeweiligen Wohnungs- des Quartiersmanagements unternehmen wurden Mieter/innen zu einem offenen Gesprächsangebot direkt vor der Bei der Arbeit des QMs steht die zielorientier- eigenen Haustür eingeladen. Hier konnten te Einbeziehung unterschiedlicher Personen- Wünsche, Bedarfe und Ideen geäußert wer- kreise im Vordergrund. Die verschiedenen den. Diese wurden protokolliert und konkrete Einrichtungen in den Stadtteilen, die Eigentü- Maßnahmen und Handlungsbedarfe daraus mer/innen und Gewerbetreibenden, Vereine, abgeleitet. Gleichzeitig kam die Nachbarschaft örtliche Initiativen und Organisationen, und miteinander ins Gespräch und es wurden nicht zuletzt die Bewohner/innen selbst sind interessierte, aktive Mieter/innen erfasst und die wesentlichen Akteure die zusammen mit vernetzt. der Fachverwaltung und Politik diesen Prozess tragen. Ihr Handeln und Zusammenwirken soll unter Beachtung der gesetzten Zielvorgaben die Entwicklung des Quartiers voranbringen.

Zum Zweck der Aktivierung und zielgrup- penspezifischen Beteiligung hat das QM mit Beginn seiner Arbeit ab Frühjahr 2016 begon- nen erste Starterprojekte zu entwickeln und umzusetzen.

Nachbarschaftsgespräche – Aufsuchende Aktivierung von Mieter/innen der Großwohnbestände

Mit dem Ziel der Bewohneraktivierung und kleinräumigen Stabilisierung hat das QM ab Nachbarschaftsgespräche 2016 Herbst 2016 begonnen, Nachbarschaftsgesprä- che in den Beständen der Vonovia SE und der LEG Wohnen NRW GmbH durchzuführen. Bereits in 2014 konnte das QM gute Erfahrun- gen mit dieser sehr niederschwelligen, aufsu- GUTE NACHBARSCHAFT ZAHLT SICH AUS! chenden Methode der Nachbarschaftsgesprä- che machen. Die Gespräche zwischen Mieter/ Das niederschwellige, aufsuchende Format innen, QM und Wohnungsunternehmen bietet den Wohnungsunternehmen und dem wurden als sehr wertvoll bewertet. Insgesamt QM folgende Vorteile: haben seit 2016 zwölf Nachbarschaftsgesprä- che stattgefunden und das Angebot hat eine • Kontaktaufbau zur Mieterschaft / Teilnahmequote bis zu 50 % erreicht. Kennenlernen von Nachbarschaften Konkrete Maßnahmen, die sich aus den Nach- • Aktivierung von Mieter/innen zur barschaftsgesprächen ergeben haben: Teilhabe und zum gemeinsamen Handeln • Förderung der Kommunikation • Kleinteilige Reparaturen im Bestand untereinander • Angebote für nachbarschaftliche • Stärkung von Nachbarschaften Aktivitäten in Kooperation von Wohnungs- • Vertrauen schaffen und vertiefen unternehmen und Sportvereinen (Turnfest, • Steigerung der Wohnzufriedenheit Anlegen einer Boulebahn) • Verbesserung der Wohn- und • Entwicklung eines Spiel- und SportMOBILS Lebensqualität. für das Quartier

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• Einbindung und Beteiligung der Mieter- Projekte und die Ansprechpartner/innen bei schaft bei der Gestaltung der Freiflächen den institutionalisierten Akteuren bekannt (z. B. beim ‚PikoPark‘ im Bestand der Vono- sind. Die Akteure begrüßen das – zusätzlich zu via SE) den Aktivitäten im Rahmen des Aktionsplans • Befriedung von Nachbarschaftskonflikten Soziale Stadt Dortmund - intensivierte Enga- mit Unterstützung des Vermieters gement der Stadt und sind bereit, mit dem QM zusammenzuarbeiten. In diesem Kontext Die Nachbarschaftsgespräche sollen nach Mög- sind bereits neue Netzwerke entstanden, lichkeit in den folgenden Jahren in weiteren Projekte angestoßen und gemeinsame Aktivi- Beständen der Wohnungsunternehmen fort- täten umgesetzt worden. Dazu zählen bspw. geführt werden. das Zusammenführen von Projektpartnern bei der Entwicklung von Stadtteilfonds-Projekten Netzwerkarbeit und Ansprache wie das Frühlingsfest im Bürgergarten und die lokaler Akteure Wandgestaltung an der Westhausen Grund- schule, die Vernetzung der Ev. Noah Gemeinde In der Anfangsphase des QMs wurde zunächst mit dem Seniorenbüro zwecks Angebot einer intensive Netzwerkarbeit geleistet, um die Vor-Ort-Sprechstunde sowie die Kooperation bereits engagierten und organisierten Akteure des Fußballvereins mit dem Mengeder Ferien- im Stadtteil mit dem Stadterneuerungsprozess und Freizeitspaß e. V. und mit der städtischen bekannt zu machen und sie in die Programm- KiTa Speckestraße 17. Die OGS der Westhausen umsetzung zu integrieren. Zu diesem Zweck Grundschule kooperiert mit dem Reitverein wurden einzelne Einrichtungen, Arbeitskreise Kirchlinde für ein gemeinsames Ferienange- und Netzwerke besucht, das QM und seine bot, „lokal willkommen“, das Dortmunder Arbeit vorgestellt und erste Themen für die Integrationsnetzwerk, initiiert in Kooperation Entwicklung des Quartiers gesammelt. Gleich- mit DoNaPart eine Fahrradwerkstatt in der zeitig wurde die Möglichkeit genutzt, erste Jugendfreizeitstätte, für die Olympik Kampf- Projektideen für den Stadtteilfonds Westerfil- sport Schule Dortmund konnte in der JFS KESS de & Bodelschwingh zu generieren und Be- ein neuer Trainingsort und Kooperationspart- darfe für ein mögliches Bürgerzentrum abzu- ner gefunden werden und das Familienzent- fragen. rum Speckestraße kann sich über einen neuen und guten Kontakt zum Wohnungsunterneh- Wie die Akteursgespräche, die Rahmen des men Vonovia SE freuen. Stadtteilmonitorings stattgefunden haben, zeigen, ist die aufsuchende Netzwerkarbeit Das Sommerfest wurde ursprünglich von einer insofern gelungen, als dass das Programm, die Einzelhändlerin zur Stärkung der Lokalen Öko- nomie initiiert. Von 2015 bis 2016 organisierte sie federführend in Zusammenarbeit mit dem Aktionsraumbeauftragten die Veranstaltung im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags entlang der Westerfilder Straße. Gleichzeitig hatten Einrichtungen, Vereine und Unterneh- men aus dem Quartier und der Umgebung die Möglichkeit, sich mit Ständen und auf einer Bühne zu präsentieren. Das QM unter- stützte die Organisation der Veranstaltung von Beginn an. Nach der Geschäftsaufgabe der Einzelhändlerin ist die Verantwortung für das Fest zunächst auf das QM übergegangen, welches seit 2017 die Organisation in Gänze Sommerfest Westerfilde & Bodelschwingh 2018 (Iris Wolf) übernommen hat.

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Mittlerweile beteiligt sich eine Vielzahl an Zielgruppenbereiche umfassen die Themen Vereinen, Schulen, Kindergärten, Initiativen, Kinder/Familie, Jugend, Senioren, Sport, Schu- Unternehmen, Parteien und weiteren Gruppen len, Kirchen/Gemeinde, Wohnungswirtschaft, am Sommerfest mit Aktionen und Angeboten. lokale Ökonomie, Mieterschaft. Der Vorsitz Von rund 25 Ständen und 300 Besuchern im liegt bei dem Bezirksbürgermeister/der Be- Jahr 2015 bis hin zu rund 50 Ständen, mehre- zirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Menge- ren Tausend Besuchern und einer Warteliste de. Das QM organisiert die Jurysitzungen und für das Bühnenprogramm im Jahr 2018 ist das führt die Geschäfte des Stadtteilfonds. Zudem Fest kontinuierlich gewachsen. Das Fest ist für akquiriert es Projekte und leistet Hilfestel- die Menschen im Quartier zu einem wichtigen lung bei der Umsetzung und Abwicklung von Ereignis geworden, das zur Identifikation mit Projekten. Mit den vorbereitenden Maßnah- dem Stadtteil beiträgt und die Menschen zu- men, wie der Erstellung einer Geschäftsord- sammenbringt. Gestiegen ist damit auch der nung, der Zusammenstellung der Jury und der Organisations- und Planungsaufwand. Derzeit Akquise erster Projekte ist im Frühjahr 2016 obliegen die Federführung und der Großteil durch das QM begonnen wurden. der Aufgaben dem QM, die technische Aus- stattung sowie die finanzielle Abwicklung Weil sowohl in der Bewohnerschaft wie auch übernimmt der Mengeder Ferien- und Frei- bei den Akteuren das Interesse groß war, zeitspaß e. V.. Die Finanzierung speist sich aus konnte die erste konstituierende Jurysitzung zahlreichen öffentlichen wie privaten Quellen. bereits im November 2016 stattfinden.

Im Sinne einer Verstetigung wird in den nächs- ten Jahren versucht, eine stabile Träger- und Finanzierungsstruktur für das Fest zu finden. Dabei gilt es, das entstandene Netzwerk zu festigen, auszubauen und zu qualifizieren.

Für Westerfilde & Bodelschwingh ist ein „Stadtteilfonds“ (DS Nr. 01256-15) nach Nr. 17 der Stadterneuerungsrichtlinie eingerichtet worden. Privates Engagement in Bezug auf eigene Projektideen, kleinere Investitionen, Mitmachaktionen, Imagekampagnen oder Veranstaltungen u. ä. werden finanziell unter- stützt. Von 2017 bis 2023 stehen jährlich bis zu Vierte Jurysitzung zum Stadtteilfonds Westerfilde & Bodelschwingh 35.000 Euro zur Verfügung. Bewohner/innen, Vereine, Initiativen oder die Lokale Ökonomie können Anträge stellen. Der Rahmen für Ideen ist dabei weit gefasst und reicht von der Stär- kung des interkulturellen Zusammenlebens und der nachbarschaftlichen Kontakte über die Belebung der Stadtteilkultur bis hin zur Aufwertung des Wohnumfeldes und Image- verbesserung des Stadtteils.

Über die Verteilung der Gelder entscheidet eine Jury aus 19 ehrenamtlichen Mitglie- dern, davon sind zehn zufällig ausgewählte Anwohner/innen und neun Vertreter/innen gesellschaftlicher Gruppen. Die verschiedenen „Straße der Kinderrechte“ - Stromkasten gestaltet durch Kita Speckestr. 17

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Die Jury hat bislang sechsmal getagt (ca. drei- mal im Jahr). Eine Auflistung der Projekte findet sich im Anhang. Zwischenzeitlich orga- nisieren Mitglieder der Jury auch eigene Pro- jekte, wie z. B. die Abfallsammelaktion „Für ein sauberes Westerfilde & Bodelschwingh“.

In den Nachbarschaftsgesprächen haben die Bewohnerinnen und Bewohner vielfach den Wunsch nach mehr Spielmöglichkeiten im Quartier geäußert, die wohnungsnahen Spielplätze sind häufig überfüllt. Die Kinder Gruselhaus im KESS (Stadtteilfonds-Projekt) im Quartier sind kaum mobil und besitzen selbst wenige Spielgeräte. Gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen ist daher die Idee eines mobilen Spielangebotes entwickelt worden, das vorrangig in den Beständen der Wohnungsunternehmen, also sehr wohnungs- nah eingesetzt werden soll. Mit dem Netz- werk INFamilie und dem Stadtsportbund als Partner wurde aus der Idee ein neues Angebot für Westerfilde & Bodelschwingh. Seit dem 10.07.2018 ist nun ein elektrisches Lasten- fahrrad im Quartier unterwegs, das mit aus- gebildeten Übungsleitern und (später) unter Führung eines Sportvereins Spielflächen (Häu- serwiesen, Freiflächen, Plätze) aufsucht und dort für Kinder Spiel- und Sportangebote an- bietet. Hierdurch können die o. g. Belastungen Spiel- und SportMOBIL verringert, Prävention betrieben werden und ein Kontaktaufbau zu Eltern und damit ggf. Vermittlung in andere Angebote, bspw. des Netzwerks INFamilie oder dem „Aktionsplan Soziale Stadt“, vorangetrieben werden. Das Spiel- und SportMOBIL wird hierfür als Lotse genutzt. Das Projekt befindet sich mit einem Sportwissenschaftler des Stadtsportbundes in der Erprobungsphase. Das Mobil und seine Ausstattung wurden finanziert von der Vo- novia Mieterstiftung und der Stiftung Soziale Stadt Dortmund e. V.. Die Personalkosten wer- den bis 31.12.2018 durch das NRW-Landesmi- nisterium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration gefördert. Aktuell ist das Mobil bei der Vonovia SE, dem Spar- und Bauverein eG Dortmund sowie auf dem Westerfilder Markt- platz im Einsatz.

Osterhasen-Aktion (Stadtteilfonds-Projekt)

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Durch die zahlreichen Aktivitäten ist das Team Anfang Februar 2018 ist zudem das Dortmun- des QM mittlerweile im Stadtteil weit bekannt der Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ und als Netzwerkknoten etabliert. Der insge- ausgeweitet worden. Ein in der Westerfilder samt große und vielfältige Handlungsbedarf Straße beheimatetes Willkommen-Team, für im Bereich „Gemeinwesen“ macht jedoch ein die Zielregion Mengede/Huckarde, unterstützt entsprechend umfassendes Agieren erforder- nun Flüchtlinge dabei, sich nach dem Auszug lich, um notwendige Kompetenzen zu bün- aus Übergangseinrichtungen in eine Woh- deln und zielgruppenspezifisch unterstützen nung im Stadtteil zu integrieren. Ziel ist die zu können. Förderung der Integration von Flüchtlingen direkt an ihrem Wohnort, dezentral und un- kompliziert. Die Mitarbeiter/innen von Stadt Dortmund und Diakonischem Werk stehen

Unterstützungs- und

Flüchtlingen, die in den Stadtbezirken eine Beratungsangebote eigene Wohnung bezogen haben, bei Proble- men und Fragen im Alltag mit Rat und Tat zur

im Quartier

Seite. Daneben knüpfen sie ein Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen, wobei sie Die Fokussierung auf Westerfilde & Bodel- die bereits vorhandenen Unterstützungsstruk- schwingh, die durch den Aktionsplan Sozia- turen nutzen, aber auch Integrationshemmnis- le Stadt und den Stadterneuerungsprozess se identifizieren und auszuräumen versuchen. erfolgt ist, hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass sich ergänzende Unterstüt- Im Rahmen des Projektes „Schulen im Team“ zungsangebote im Quartier angesiedelt haben ist das Bildungsnetzwerk Mengede mit allen bzw. andere verstetigt worden sind. So sind Schulen des Stadtbezirks entstanden. Das im Quartier sogenannte Stadtteilmütter als Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kultur- und Sprachmittler/innen unterwegs, die Schüler/innen gemeinsam auf den Über- Quartierskümmerer erledigen kleinere Repara- gang von Klasse 4 nach Klasse 5 vorzubereiten, turen und kümmern sich um die Sauberkeit im um allen Kindern ein Weiterlernen nach dem öffentlichen Raum. vierten Schuljahr weitgehend ohne Stolper- kanten zu ermöglichen. Dazu wurde zum Seit 2016 gibt es den Ausbildungspakt Wester- Schuljahr 2015/16 der Bildungspass im Stadt- filde, ein Kooperationsprojekt zwischen schul. bezirk Mengede an allen Grundschulen im inn.do e. V., Reinoldi Sekundarschule, Fach- dritten Jahrgang eingeführt. Im Bildungspass bereich Schule und ortsansässigen Betrieben. dokumentieren die Schüler/innen von Klasse 3 Der Ausbildungspakt bereitet Schüler/innen bis Klasse 6 ihre fachbezogenen Lernwege und der Reinoldi-Sekundarschule gezielt auf den Lernerfolge und ihre Methodenerfahrung. Der Übergang in eine Ausbildung vor. Erfüllen die Bildungspass bildet wie ein Portfolio Doku- Jugendlichen die im Pakt festgelegten Bedin- mente ab, die verdeutlichen, was und wie gungen, bietet ihnen ein Netzwerk aus Schule, gelernt und gearbeitet wurde. Dieses Wissen Betrieben und lokalen Akteuren eine sichere können die weiterführenden Schulen nutzen. Anschlussperspektive in eine betriebliche Damit ist der Bildungspass ein wichtiger Schritt Ausbildung. Zu den Bedingungen gehört, zur Anschlussfähigkeit. dass sich die Jugendlichen in einem Umfang von 150 Stunden sozial im Stadtteil engagie- Als Reallabor nutzt das Projekt DoNaPart (Psy- ren. Das QM unterstützt den Pakt, insbesonde- chologisches und kommunales Empowerment re in Bezug auf Einsatzmöglichkeiten im durch Partizipation im nachhaltigen Stadtum- sozialen Bereich für die Jugendlichen im Stadt- bau) das Quartier und initiiert und evaluiert teil. noch bis Mitte 2019 erweiterte Partizipations-

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und Empowermentansätze in den Handlungs- INFamilie“ und dem „StadtSportBund“ strebt feldern klimagerechte Energienutzung, multi- eine enge Vernetzung der einzelnen Akteure modale Mobilität und kollaborativer Konsum. im Bereich Sport, Bildung und Gesundheit an, um eine langfristige Etablierung von nieder- Aktionsplan Soziale Stadt schwelligen Angeboten für Kinder und Ju- gendliche vor Ort zu ermöglichen. Im Idealfall Bereits vor dem Stadterneuerungsprozess soll eine Anbindung an die Sportvereine vor waren Westerfilde & Bodelschwingh Teil der Ort erzielt werden. Die Projektkoordination Kulisse des Aktionsplans Soziale Stadt und liegt beim StadtSportBund Dortmund. Das sind es bis heute. Ziel des Aktionsplans ist es, Projekt ist pilotmäßig am 01.09.2017 in West- die Lebensbedingungen der Menschen in den erfilde & Bodelschwingh gestartet, steht aber benachteiligten Quartieren zu verbessern. Im grundsätzlich allen Aktionsräumen in Dort- Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens mund offen. Das Projekt wird aus Mitteln des wurden dafür die folgenden Ziele formuliert: „Aktionsplans Soziale Stadt“ finanziert und vom Netzwerk INFamilie eng begleitet und in

  1. Arbeit schaffen: Lokale Ökonomie und der aktuellen Phase mitfinanziert. Seit De- Beschäftigung im Quartier zember 2017 findet jeden Samstag von 15.00 – 19.30 Uhr in der Turnhalle der Reinoldi-Se-
  2. Kinder stärken: Gemeinsam mit den Eltern – kundarschule das von der Jugendfreizeitstätte Ernährung, Bildung, Sprache, Integration und KESS und „Sport vor Ort“ des Stadtsport- bundes organisierte kostenlose Sportangebot
  3. Gemeinsam handeln: sozialen „Kidz Sport“ für Kinder und Jugendliche von Zusammenhalt stärken. 6 – 18 Jahren statt. Hier haben die Teilnehmer/ innen die Möglichkeit sich sportlich zu betä- Im Rahmen dieser Ziele sind Aktionsraumbe- tigen und diverse Sportarten auszuprobieren auftragte vor Ort aktiv, initiieren ehrenamt- ohne an einen Verein gebunden zu sein. liches Engagement, vernetzen die Akteure und unterstützen sie bei der Entwicklung und Bewegung, Spiel und Sport sind unverzichtba- Umsetzung passgenauer Projekte, wie z.B. re Bestandteile einer ganzheitlichen Entwick- dem Bürgergarten Westerfilde. Die Aktions- lung von Kindern und Jugendlichen. Dies gilt raumbeauftragte in Westerfilde ist damit im besonderen Maße für Kinder und Jugend- wichtige Partnerin des QMs und der Netz- liche in benachteiligten Lebenssituationen. werke im Quartier. Das ebenfalls im Rahmen Sowohl die positiven gesundheitlichen Auswir- des Aktionsplans Soziale Stadt Dortmund kungen als auch die Förderung der kognitiven eingerichtete Aktionsbüro hat sich seit dem und sozialen Fähigkeiten durch Bewegung Einzug ins Quartiersbüro am 13.05.2017 gut sollen genutzt werden, um die Lebenssituation etabliert, was sich an einer guten Frequentie- von Kindern und Jugendlichen, speziell im rung ablesen lässt. Die „Vorsprachezahlen je Alter von 0 bis 10 Jahren zu verbessern. Sport- Öffnungstag“ sind von anfänglich 9 auf aktu- vereine bieten mit ihren Angeboten vielfältige ell im Schnitt 23 (Maximum war 37) gestiegen. Möglichkeiten dazu. Kitas, Schulen, Jugend- Die Öffnungszeiten wurden entsprechend ver- freizeitstätten und andere Einrichtungen längert von zunächst vier auf zwischenzeitlich bieten hier wichtige Partnerschaften für die sechs Stunden pro Woche. Die Schnittstellen Vereine. Ein starkes Augenmerk wird auch auf zu „lokal willkommen“ funktionieren gut. die Kinder gelegt, die nicht in Institutionen betreut werden. Es wird der Frage nachgegan- Das Kooperationsprojekt Sport vor Ort mit gen, wie Angebote organsiert und bekannt dem „Aktionsplan Soziale Stadt“, „Netzwerk gemacht werden müssen, um besonders die

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Kinder zu erreichen, denen der Zugang bisher Fachkräfte als Ansprechpartner/innen den erschwert wird. Familien und ihren Kindern zur Verfügung. Es werden gemeinsame Lösungen und Perspek- Ziel ist es, die Potenziale der Kinder mit Hilfe tiven individuell auf die Familien und deren aller Partner zu entfalten und mit dem „Sport Lebenssituation erarbeitet und abgestimmt. vor Ort“-Projekt eine Plattform zu bieten, in der Bekanntes und Neues vernetzt wird. Die Der Jugendhilfedienst Mengede ist, wie auch Angebote, die schon jetzt stattfinden, werden die Erziehungsberatungsstelle, im engen Aus- analysiert und unterstützt, um eine langfristi- tausch mit den unterschiedlichen Akteuren ge Durchführung zu gewährleisten. Im Be- und durch die AG § 78 SGB VIII in Mengede darfsfall werden neue Angebote initiiert, die und Westerfilde vernetzt. Die psychologische sich an den Interessen der Menschen vor Ort Beratungsstelle (Erziehungsberatungsstel- orientieren. Es ist beabsichtigt, eine/n „Sport- le) stellt zusammen mit dem Jugendhilfe- koordinatorin/Sportkoordinator“ im Quartier dienst Mengede eine der wichtigen zentralen einzusetzen. Schnittstellen in der Präventionskette dar. In den bestehenden Kooperationen der Erzie- Angebote für Familien hungsberatungsstellen mit den Familienzen- tren werden Angebote wie Einzelberatung, Die Dortmunder Familien sind das wichtigste Fachberatung, Elternweiterbildung sowie soziale Netzwerk der Stadt. Das Vorhalten ei- Krisenintervention realisiert. Darüber hinaus ner breiten Struktur zur Unterstützung nimmt bietet die Psychologische Beratungsstelle eine daher einen hohen Stellenwert in Stadtverwal- lebensweltorientierte Beratung an, die Freiwil- tung und Lokalpolitik ein. Das Dezernat für ligkeit und Verschwiegenheit gewährleistet. Schule, Jugend und Familie hat entsprechende Strukturen aufgebaut, um die Themen Hilfe Außerdem bestehen qualifizierte integrative und Beratung, Betreuung, Bildung und Förde- Beratungsangebote insbesondere über eine rung sowie Freizeit für alle Familien anzubie- türkisch sprechende pädagogische Fachkraft, ten. Als Beispiele sind zu nennen: wobei eine Ausweitung der muttersprach- • die Beratungsstellen, lichen Beratungsangebote für die Intensivie- • das Familien-Projekt, rung der integrativen Beratungen angestrebt • die Familienbüros, wird. • die Familienzentren, • die Kinder- und Jugendförderung, Der Fachreferent der städtischen Kinder- und • der Jugendhilfedienst, Jugendförderung ist Geschäftsführer der • die Frühen Hilfen oder Arbeitsgemeinschaft § 78 SGB VIII und in den • das Büro für Kinderinteressen. Netzwerken, Aktionsgruppen, Lenkungsgrup- pen und Planungsgruppen im Stadtbezirk und Der Jugendhilfedienst Mengede ist einer von seinen Sozialräumen in führender oder be- 13 Jugendhilfediensten in Dortmund, die vor gleitender Funktion vertreten. So begleitet der Ort für die Familien, Kinder und Jugendlichen Fachreferent die Bürgerdialoge, runden Tische für Beratung und Unterstützung zur Ver- und Arbeitskreise und wirkt an der Umsetzung fügung stehen. Ziel des Handelns aller Mit- der Anregungen und Vorschläge mit. arbeiter/innen ist es, den Zusammenhalt und die Stabilisierung der Familie unter Beachtung Fest etabliert im Bereich Bildung ist das Pro- des Kinderschutzes zu unterstützen. In unter- jekt Hilfe, bevor es brennt (Kooperation zwi- schiedlichen erzieherischen Fragen sowie in schen der Psychologischen Beratungsstelle und familiengerichtlichen Verfahren stehen die dem Verein „Hilfe, bevor es brennt“ e. V.), das

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jährlich in mindestens 2 Klassen alle Grund- tere Aktivitäten, die zum festen Jahrespro- und weiterführenden Schulen in den Stadt- gramm gehören, sind: teilen versorgt. Eine Ausweitung auf weitere Schulen und Schulformen wäre erforderlich, • Weiterentwicklung der Jugendforen kann aber mit den zur Verfügung stehenden • Formel Respekt – Seifenkistenrennen für Ressourcen nicht realisiert werden. Vielfalt, Respekt und Toleranz • Wemmer-Cup – Fußballturnier der Jugend- Über das vom Jugendhilfedienst moderier- freizeitstätten te Stadtbezirksteam sowie die AG § 78 SGB • Kunst öffnet Welten VIII sind Strukturen installiert, die eine gute Informationsgewinnung/-generierung sowie Netzwerk INFamilie Möglichkeiten komplexer Projekt- oder Hand- lungsplanung bereitstellen. Über die nieder- Die Analyse der Ausgangssituation zu Beginn schwelligen Strukturen ergeben sich für die dieses Kapitels macht deutlich, dass es in West- Fachkräfte Möglichkeiten auf entsprechende erfilde & Bodelschwingh neben den Regel- Angebote und Institutionen hinzuweisen und strukturen zusätzlicher Ressourcen bedarf, um somit auch eine beratende Lotsenfunktion ein- die Chancen für ein gesundes Aufwachsen der zunehmen. Kinder zu verbessern. Die Stadtverwaltung hat durch die Ausweitung des Netzwerks INFamilie Die Erziehungsberatungsstellen und der Ju- in enger Kooperation mit dem „Aktionsplan gendhilfedienst greifen in diesem Zusammen- Soziale Stadt“ auf Westerfilde & hang gezielt und professionell die genannten Bodelschwingh bereits auf den aktuellen Bedarfe auf und bieten in den je verschiede- Handlungsbedarf reagiert und eine örtliche nen Kontexten Angebote zur Verbesserung Unterstützungsstruktur etabliert. von elterlichen Be- und Erziehungskompeten- zen an sowie insbesondere die Verbesserung Im Netzwerk INFamilie haben sich verschie- der Teilhabechancen von Kindern und Jugend- dene soziale Akteure unabhängig von ihrem lichen über den § 35a SGB VIII. Status, Herkunft oder Trägerschaft aus einem Quartier zusammengeschlossen um die sozia- Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist fest in len Teilhabechancen von Kindern und ihren El- die Angebotsstrukturen der Sozialräume und tern in den jeweiligen Quartieren zu fördern. des Stadtbezirks eingebunden und kommuni- ziert die Planungen und Veranstaltungen den Das Netzwerk INFamilie ist im Kontext des verschiedenen Trägern im Rahmen der Landesprogramm „Kein Kind zurücklassen AG § 78 SGB VIII. Im Rahmen des Bundes- – Kommunen in NRW beugen vor“ (heute projekts „Demokratie leben“ nutzten die „Kommunale Präventionsketten“) der Landes- Jugendlichen die Möglichkeit, Kultur- und regierung Nordrhein-Westfalen im November Informationsveranstaltungen mit einem eige- 2011 im Brunnenstraßen- und Hannibalviertel nen Budget zu organisieren. Unter dem Motto entstanden. Der Rat der Stadt Dortmund hat in „Von Jugendlichen für Jugendliche“ planten seiner Sitzung am 18.02.2016 die Übertragung sie Inhalte des Jugendforums Mengede. des Konzeptes „Netzwerk INFamilie“ auf die Aktionsräume der Sozialen Stadt beschlossen. Neben den Veranstaltungen in der Jugend- freizeitstätte ist die Kinder- und Jugendarbeit Das Ziel des Netzwerkes INFamilie ist es, Kin- an Veranstaltungen (Sommerfest Westerfilde dern angemessene Startchancen in Schule und & Bodelschwingh) und an Projekten (Fahrrad- somit perspektivisch Beruf zu ermöglichen und werkstatt DoNaPart) beteiligt und setzt mit früh passgenaue, unterstützende Angebote Kooperationspartnern gemeinsam Projekte bis hin zu Präventionsketten anzubieten. Es um (Kidz-Sport mit SSB und INFamilie). Wei- geht aber auch um gemeinsam initiierte Aktio-

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nen im Quartier, um das Wohnumfeld attrak- Betreuung besuchen, wird eine Kinderbe- tiver zu gestalten, die Menschen zu aktivieren treuung in der Schule angeboten. und zu fördern. Neben quartiersbezogenen • Aufbau eines „FamilienInfoPoints“ für Aktionen gibt es auch quartiersübergreifen- junge Familien mit Kleinkindern. Es ist ein de Projekte, die aus dem Netzwerk INFamilie niedrigschwelliger Zugang zu Familien, der entstanden sind, wie z.B. „Sprachbrücken einmal wöchentlich im Familienzentrum – Durchgängige Sprachbildung“, das Sprach- von FABIDO im Biehleweg 29 stattfindet. bilderbuch „Plappermaul“ oder die jährlichen Ziel ist die Förderung und Stärkung von Kalenderprojekte. Eltern durch Hilfe zur Selbsthilfe. Durch regelmäßige Besuche des Familienbüros, Seit einigen Monaten fokussiert das Netzwerk der Stadtteilmütter und einer Hebamme in im Quartier insbesondere die Altersgruppe der der Gruppe können die Eltern ihre Fragen 3- bis 10-Jährigen. Dem Netzwerk geht es auch an kompetente Ansprechpartner/innen um gemeinsam initiierte Aktionen im Quartier, stellen. Dadurch wird mit diesem niedrig- um das Wohnumfeld attraktiver zu gestalten, schwelligen Angebot die Erziehungskom- die Menschen zu aktivieren und zu fördern. petenz und das Wissen über Gesundheits- Die vielen Kinder und Jugendlichen im Quar- vorsorge gestärkt und gebildet. tier sind überproportional von Armut betrof- fen und haben in vielerlei Hinsicht besonderen Unterstützungsbedarf.

Geeignete Maßnahmen zu entwickeln ist häufig ein langwieriger Prozess um Inhalte, Finanzierung, Verortung und Trägerschaft. Die Maßnahmen sollten sich an den Bedarfen des Quartiers und der o. g. Fachexpertise orientie- ren. Erste Maßnahmen des Netzwerks INFami- lie mit dem Schwerpunkt „Gesundheitspräven- tion, Sport, Bewegung und Integration“ sind initiiert worden, weitere sind in Planung:

WESTERFILDE/BODELSCHWINGH

• In der 2. Jahreshälfte 2018 soll das Angebot Angebote für Kinder, Jugendliche & Familien „Bewegungszwerge“ in der Turnhalle Am Odemsloh eingerichtet werden. Es han- delt sich dabei um ein Bewegungsangebot für Kinder von 1 - 4 Jahren, das einmal wöchentlich von den Familien kostenlos besucht werden kann. Ziel ist es, den Be- wegungsdrang der Kinder für eine gesund- heitliche Entwicklung zu fördern. • In Planung ist ein zertifizierter Sprachkurs mit Kinderbetreuung in Kooperation mit der VHS Dortmund, der schon nach den 2018/2019 Sommerferien 2018 stattfinden kann. Er ist bestimmt für Eltern der Westhausen- grundschule. Da die Eltern oft nicht mobil sind, besteht die Möglichkeit quasi vor der Haustür den Sprachkurs zu besuchen. Für kleine Kinder, die noch keine institutionelle Broschüre Netzwerk INFamilie Westerfilde & Bodelschwingh

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Angebote für Seniorinnen und Senioren

Weitere wichtige Zielgruppe im Quartier Westerfilde & Bodelschwingh sind Seniorin- nen und Senioren. Für sie gibt es bereits eine Vielzahl von Angeboten. Nachfolgend werden insbesondere neue Formate mit Senioren- bezug abgebildet. Diese wurden neben den Standardangeboten im Quartier wesentlich in Westerfilde durchgeführt.

Herzstück der Seniorenarbeit in Dortmund sind u. a. die zwölf im Tandem mit den Wohl- fahrtsverbänden arbeitenden Seniorenbüros. Diese sind seit über zehn Jahren spezifische Anlaufstellen in Wohnortnähe für alle Belange Rollator-Schulung am 04.04.2018 älterer Menschen und ihrer Angehörigen, für Fachkräfte und Interessierte. In Westerfilde bietet das Seniorenbüro Mengede einmal mo- natlich am ersten Mittwoch im Gemeindehaus der evangelischen Noah-Kirchengemeinde von 14:00 bis 16:00 Uhr eine Sprechstunde vor Ort an. Diese wird von den Senior/innen sehr gut angenommen. Die Sprechstunde wird durch das nachfolgend abgebildete Plakat im Stadt- teil bekannt gemacht. Im Sommer 2018 nahm das Seniorenbüro Mengede in Westerfilde mit einem Informationsstand am Sommerfest teil.

Seit 2006 besteht das Netzwerk als Zusammen- schluss professioneller und ehrenamtlicher Anbieter, die für und mit Senioren und Senio- rinnen arbeiten. Gemeinsam setzen sich die Netzwerkpartner für ein selbstbestimmtes Le- ben im Alter ein und unterstützen durch viel- fältige Angebote in den Bereichen Beratung, Betreuung, Pflege, Wohnen und Begegnung im Stadtbezirk. In 2018 wurde ein Flyer her- ausgegeben, in dem sich das NetzWerkSenio- ren im Stadtbezirk Mengede vorstellt. Dieser Flyer ermöglicht Senior/innen sowie deren An- gehörigen einen schnellen Überblick über die Angebote der aufgelisteten Netzwerkpartner. Weitere kostenlose und trägerunabhängige Informationen sowie Unterstützung und Bera- tung zu allen Fragen des Älterwerdens bietet Plakat Westerfilder Wohlfühltag das Seniorenbüro Mengede.

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In Westerfilde gibt es eine von der AWO wegung, Kreativität, Information, Massagen, betriebene Begegnungsstätte in der Specke- Singen, Spielen, Kommunikation und Verpfle- straße 19. Daneben steht das im Zentrum von gung. Mengede angesiedelte städtische Senioren- begegnungszentrum den Bürger/innen aus Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mobil Westerfilde & Bodelschwingh mit seinen viel- und Sicher im Straßenverkehr“ fand auf dem fältigen Angeboten zur Verfügung. Auch die Marktplatz in Westerfilde am 04.04.2018 eine Kirchengemeinden haben Begegnungsange- Rollator-Schulung statt. Insgesamt 22 Personen bote. Die evangelische Noah-Kirchengemeinde nahmen an der Schulung von DSW21 teil, die sowie die katholische Kirchengemeinde Mariä vom Seniorenbüro Mengede in Kooperation Heimsuchung bieten vielfältige Begegnungs- mit dem Städtischen Begegnungszentrum angebote an. Frauen- und Männerkreise, Mengede und dem QM Westerfilde & Bodel- Frühstücke und Kaffeerunden, Bibel- und schwingh geplant und durchgeführt wurde. Bastelkreise werden von Seniorinnen und Senioren gut angenommen, für die bspw. mit Seniorennachmittagen auch noch eigene For- Weiterer Handlungsbedarf mate angeboten werden, sodass es fast täglich

und nächste Schritte

Angebote am Wohnort gibt. Die Termine sind bei den Gemeinden nachzufragen oder deren Homepages zu entnehmen. Die Mitarbeiter/in- Orte für Begegnung schaffen nen der Caritas-Konferenz besuchen Gemein- demitglieder anlässlich ihrer höheren Geburts- Im Rahmen der Erarbeitung des InHKs 2014 tage mit einem Glückwunschbrief und einer wurde unter anderem die Projektidee eines kleinen Aufmerksamkeit. Kranke und ältere multikulturellen Bürgerzentrums entwickelt. Gemeindemitglieder werden in Krankenhäu- Durch Anmietung von geeignetem Wohnraum sern, Altenheimen und in ihren Wohnungen bzw. Ladenlokalen sollte die Möglichkeit er- besucht. öffnet werden, verschiedenste Angebote im kulturellen Bereich vorzuhalten und Informa- 2017 haben das Seniorenbüro Mengede, das tions-, Beratungs- und Begegnungsmöglichkei- Seniorenbegegnungszentrum sowie das Men- ten zu schaffen. geder Netzwerk Seniorenarbeit den Westerfil- der Wohlfühltag organisiert, der im November Auf der Suche nach verfügbaren Räumlich- 2018 erneut stattfinden soll. Der Wohlfühltag keiten wurde durch die Stadterneuerung auch ist ein Versuch, Angebote für Senior/innen im die Möglichkeit eines Neubaus für ein Bürger- Quartier/Stadtteil zu entwickeln – und zwar zentrum geprüft. Deutlich wurde, dass für von verschiedenen Partnern gemeinsam: ohne einen Neubau sowohl die Standort- als auch Konkurrenz, sondern mit dem gleichen Ziel. die Betreiberfrage nicht zu beantworten sind. Der Aktionstag im Quartier soll gezielt Senior/ Für den Betrieb einer großen zentralen Ein- innen aus der Nachbarschaft ansprechen: richtung lassen sich weder aus dem Kreis der gegen Vereinsamung und zur Aufrechterhal- Akteure vor Ort noch aus der Trägerlandschaft tung gewachsener nachbarschaftlicher Struk- Betreiber finden, sodass eine langfristige turen. Die Netzwerkpartner haben ein kleines Betriebsperspektive vor diesem Hintergrund Aktions- und Angebotsprogramm entwickelt, nicht zu entwickeln war. Zudem gibt es bereits das sich ausdrücklich nicht nur an bereits heute unterschiedliche dezentrale Angebote, aktive, sondern an alle interessierten Senior/ für die ein zentrales Bürgerzentrum eine Kon- innen wendet. Von 10:00 bis 15:00 Uhr gibt es kurrenz/Schwächung darstellen könnte. verschiedene Angebote zu den Bereichen Be-

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Der Bedarf an Treff- und Beratungsmöglichkei- Ertüchtigung und Betrieb sich verteilen ten besteht auch 2018 fort und soll nun über und dadurch überschaubarer werden, eine dezentrale Struktur gedeckt werden. • es kann flexibler auf sich ändernde Raum- Gegenüber einer zentralen Einrichtung sind und Nutzungsbedarfe reagiert werden. folgende Vorteile zu nennen: Als ein wesentlicher bestehender Baustein • bereits bestehende Einrichtungen einer dezentralen Struktur, gibt es für die (AWO-Seniorentreff, KESS etc.) können Jugendfreizeitstätte KESS bereits konkre- erhalten und aufgewertet werden, te nächste Schritte. Die Angebote des KESS • Nutzungskonflikte werden weitgehend werden von den Kindern und Jugendlichen im vermieden, Stadtteil gut angenommen. Es besteht jedoch • das Quartier profitiert flächendeckend, der Bedarf, das Gebäude den aktuellen Nut- • Planungs- und Realisierungszeiträume zerinteressen sowie heutigen Standards anzu- verkürzen sich, da die Aufwände für passen. Geplant sind vor allem Maßnahmen zur Barrierefreiheit, energetischen Sanierung und zum vorbeugenden Brandschutz. Ende 2018 wird eine Machbarkeitsstudie vergeben. In dieser wird die Baumaßnahme hinsichtlich Umfang der notwendigen Arbeiten, anfallen- der Kosten und benötigtem Zeitablauf kon- kretisiert. Die Aufgabe wird an ein Planungs- büro vergeben, das die vorbereitende Planung in Abstimmung mit der Einrichtung und der Stadtverwaltung ausführen wird.

Darüber hinaus wird kurzfristig ein neues An- gebot entstehen. Gemeinsam mit dem Netz- werk INFamilie und dem Aktionsplan Soziale Stadt wurde für ein leer stehendes und kurz- fristig anmietbares Objekt am Westerfilder Jugendfreizeitstätte KESS Marktplatz die Projektidee „NebenAn – Nach- barschaft und mehr“ (DS Nr. 11489-18) entwi- ckelt:

In Westerfilde & Bodelschwingh leben viele Kinder und Jugendliche, Familien und Allein- erziehende. Eine große Abhängigkeit von Transferleistungen, geringe Erziehungskom- petenz und eine begrenzte Wissensbasis in Bezug auf Gesundheits- und Lebensthemen (Bildung, Pflege, Versorgung, Ernährung, Er- ziehung) zeigen einen deutlichen Handlungs- bedarf auf.

„NebenAn“ soll ein niederschwelliger Be- gegnungs- und Beratungsort für Kinder und AWO Begegnungsstätte Familien in Westerfilde & Bodelschwingh

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werden. Die Idee ist, dass Gruppen die Räume • Kindersicherheit im Straßenverkehr des Objektes am Marktplatz eigenständig und • Spiel- und Spaßaktionen auf dem eigenverantwortlich nutzen. Dabei sind haupt- Marktplatz (Stadterneuerung). amtliche und ehrenamtliche Angebote gleich- wertig. Die Begegnungen sollen dabei sowohl Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre mit Ver- anlassfrei erfolgen als auch die Möglichkeit längerungsmöglichkeit um weitere fünf Jahre bieten sich auf unkomplizierte Art zu gemein- angelegt. Es ist geplant, dass ein externer Pro- samen Inhalten zu treffen und sich selbst zu jektträger den Betrieb übernimmt. Die Weiter- ermächtigen. Es gibt eine Vielzahl von Forma- entwicklung erfolgt in enger Abstimmung mit ten und Themen, die bereits in anderen Sozial- dem Netzwerk INFamilie und dem Aktionsplan räumen erfolgreich angeboten und hierher Soziale Stadt. Zwischenzeitlich hat die Be- übertragen werden sollen, z. B.: zirksvertretung Mengede die Umsetzung des Projektes beschlossen und die Ausschreibung • Sport- und Bewegungsangebote in Koope- läuft. Das Projekt soll noch in 2018 starten. ration mit Sportvereinen oder dem Stadt- sportbund (z. B. Programm Bewegungs- Soziale und kulturelle Integration fördern zwerge, Mini-Sportabzeichen, Projekt „Sport vor Ort“, Schnupperangebote Judo, Die große Herausforderung für das soziale Tanz und Musik usw.) Miteinander innerhalb des Quartiers sind die • Treffpunkt für feste Gruppen soziale und die kulturelle Integration der Be- (beispielsweise die syrische Frauengruppe) wohnerinnen und Bewohner. Die junge Be- • Niederschwellige Beratungsangebote völkerung im Quartier bietet viel Potenzial (Fragen der Erziehung, Gesundheits- und für zukünftige Entwicklung. Positiv ist zudem, Ernährungsberatung durch das Jugendamt/ dass viele der Flüchtlinge, die sich im Quartier Netzwerk INFamilie) angesiedelt haben, integrationswillig und mo- • Eltern stärken international (Diakonisches tiviert sind. Wichtig ist, dass auch für sie dieses Werk) Quartier so attraktiv ist, dass es mehr als nur • FIP - Familien Infopoint (Jugendamt) – eine Durchgangsstation ist. Ziel muss sein, dass niedrigschwellige Gesundheitsberatung in sich die Menschen im Quartier wohlfühlen, Kombination mit einem Elterncafé, dass sie bleiben wollen und Westerfilde & Familienhebammen und Gesundheitsfach- Bodelschwingh als ihr Zuhause empfinden. kräften Die bereits verbesserte Belegungspolitik der • Kochkursangebote (Eltern-Kind-Kochen mit Wohnungsunternehmen ist dafür eine zentra- der Geschmacksschule e. V.) in Kooperation le Voraussetzung. mit der Schulsozialarbeit der Grundschule • Niedrigschwellige Sprachkurse (Basisver- In Westerfilde & Bodelschwingh ist bereits mittlung in Kooperation mit der VHS/DW) eine gute Kooperationskultur entstanden. Die • „Sprechstunde“ Familien-Projekt, enge Zusammenarbeit zwischen Stadterneue- Integrationsberatung etc. rung, dem Aktionsplan Soziale Stadt sowie • Ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung dem Kinder- und Jugendbereich ist für eine und Spiele-Nachmittage nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation • Angebote für bestimmte Zielgruppen, unverzichtbar. Der Kinder- und Jugendbereich z. B. Alleinerziehende identifiziert fortlaufend Handlungsbedarfe vor • „Erste-Hilfe-Kurse am Kind“ durch die Ort und stimmt diese u. a. im Netzwerk Frühe Johanniter-Unfallhilfe Hilfe ab, so dass bestehende Lücken in den • Veranstaltungen zur Kindergesundheit und Präventionsketten sinnvoll geschlossen wer- zur Prävention von Kinderunfällen den können. Neben den bereits beschriebenen

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Maßnahmen und Regelangeboten, ist aktuell So haben bei den Nachbarschaftsgesprächen die Übertragung folgender Projekte für West- z. B. viele Senior/innen den Wunsch nach erfilde & Bodelschwingh vorgesehen (siehe mehr Austausch untereinander formuliert. Die Projektbögen im Anhang), weitere Projekte Wohnungsunternehmen überlegen vor die- sind denkbar: sem Hintergrund, ob sie insbesondere für ihre ältere Mieterschaft Nachmittagsaktivitäten in • Eltern werden – und die Welt steht Kopf: der örtlichen AWO-Seniorenbegegnungsstät- soll den dringend notwendigen Informa- te anbieten sollen (Kaffee und Kuchen, Bingo tions- und Beratungsbedarf vor und nach etc.). Ebenso denkbar ist aber auch, dass die der Geburt aktiv bedienen. Einrichtungen selbst nach draußen gehen und • Jugendhilfe vor Ort in pädiatrischen Pra- sich potenziell Interessierten präsentieren, ähn- xen: Kinder- und Jugendärzte sollen neben lich wie es der Turnverein Eintracht 1885 e. V. der akuten Behandlung weiteren Bedarf Bodelschwingh als örtlicher Sportverein getan erkennen und Hilfestellung anbieten. hat, als er sein Sportfest mitten im Bestand der • Familien-Info-Points für Familien im Vonovia SE durchgeführt hat. Sozialraum: ist ein niederschwelliges wohn- ortnahes Angebot, das insbesondere Fami- Eine gezielte Ansprache und Begleitung der lien erreichen soll, deren Kinder noch keine Einrichtungen wird im Regelfall nötig sein, Tageseinrichtung besuchen. will man deren Öffnung für eine neue Klien- tel forcieren. Eine enge Zusammenarbeit mit Bestehende Einrichtungen stärken den Netzwerken, die seitens der Stadt Dort- mund im Quartier implementiert worden sind, Die zahlreichen Befragungen und die Nach- wird vor diesem Hintergrund angestrebt. Die barschaftsgespräche haben deutlich gemacht, Öffnung der Einrichtungen bspw. für ältere dass die vorhandenen Angebote in ihrer Migrant/innen stellt dabei die vielfach stark derzeitigen Struktur nicht für alle Bevölke- ehrenamtlich geprägten Strukturen vor eine rungsgruppen als Begegnungsräume dienen, besondere Herausforderung und bedarf ggf. sondern in vielen Fällen mit mentalen Zu- externer Beratung/Begleitung. gangsbarrieren versehen sind. Aktivitäten von Institutionen, Einrichtungen und Vereine wer- Teilhabechancen für Jugendliche schaffen den häufig als geschlossene Angebote wahr- genommen, die Hemmschwelle teilzunehmen Auch wenn das Quartier statistisch bislang ist für viele Bewohner/innen zu groß. eher unauffällig ist, hat das Gefühl der Un- sicherheit in der Vergangenheit zugenommen Mit dem Projekt „NebenAn“ soll ein erster und die Präsenz von Polizei und Ordnungsamt Schritt zur Verringerung der Zugangsbarrie- wird als zu gering kritisiert. In den letzten Wo- ren gemacht werden, in diesem Fall durch die chen und Monaten ist hinzugekommen, dass Schaffung einer neuen, nicht konfessionellen Bewohner/innen melden, dass eine „Jugend- und sehr leicht zugänglichen, eher nachbar- gang“ im Quartier massive Schäden anrichtet schaftlich orientierten Einrichtung. In einem (eingetretene Mauern, zerkratzte Autos, bren- nächsten Schritt gilt es, mit den bestehenden nende Mülltonnen, Vandalismus auf Baustel- Einrichtungen an ihrer Öffnung für neue Be- len). Die Überforderung und mangelnde Er- völkerungsgruppen zu arbeiten. Erste Ideen, ziehungskompetenz vieler Eltern und Familien wie eine Öffnung der Einrichtungen angegan- sowie die schlechten Bildungsperspektiven der gen werden kann, liefern auch hier die Nach- Kinder und Jugendlichen im Quartier könnten barschaftsgespräche. hierfür mitverantwortlich sein.

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Im Rahmen des Tätigkeitsfeldes der Erzie- Allerdings haben die Vereine im Quartier dop- hungsberatungsstelle erfolgt eine fachlich pelt zu kämpfen. Zum einen kämpfen sie mit fundierte Erfassung von Unterstützungs- und den Problemen, die alle Vereine betreffen, wie Förderbedarfen auch für Jugendliche so- sinkende Mitgliederzahlen, weniger Verbind- wie die Realisierung oder Vermittlung ent- lichkeit, Nachwuchsprobleme beim Personal sprechender Angebote. Dies bezieht auch (Trainer, Übungsleiter, Vorstände) und Über- Coachings für Jugendliche sowie kurzfristige alterung. Zum anderen stellt die Situation im Kriseninterventionsangebote mit ein. Die Er- Quartier sie vor weitere Herausforderungen. ziehungsberatungsstelle wird aktuell jedoch Menschen, die aus anderen Kulturkreisen noch nicht hinreichend von den Jugendlichen kommen, Sprachschwierigkeiten haben und angenommen. nur eine kurze Zeit im Quartier verbleiben, sind schwer zu erreichen. Arme Menschen Es muss daher über die breitere Bewerbung können sich häufig keine Vereinsmitglied- bestehender Angebote und die Schaffung schaft leisten, bei Kindern aus armen Eltern- von neuen Begegnungsmöglichkeiten hin- häusern ist der Unterstützungsaufwand für die aus gedacht und gearbeitet werden. Förder- Vereine sehr hoch (Beantragung Bildungs- und zugänge jenseits der Städtebauförderung Teilhabepaket, Finanzierung von Material, müssen erschlossen werden. Nachdem mit Vereinsfahrten etc.). dem Netzwerk INFamilie ein guter Grund- stein für die Begleitung der 0- bis 10-Jährigen Ähnlich sieht es bei den vielfach ehrenamt- und ihrer Familien gelegt worden ist, sich für lich organisierten Begegnungsangeboten im diese Altersgruppe Akteure vernetzen und Quartier aus. So müssen bspw. die Kirchen- Projekte entwickelt werden, müssen nun die gemeinden mangels Finanzierung ihre haupt- Jugendlichen ebenso in den Fokus gerückt amtlichen Angebote reduzieren, ihre Ehren- werden. Ziel muss es sein, die Jugendlichen amtsstruktur dünnt altersbedingt aus, und direkt anzusprechen, ihnen Teilhabemöglich- auch den Betreibern der AWO-Seniorenbegeg- keiten und Chancen aufzuzeigen und sie in die nungsstätte ist eine Verjüngung bislang nicht Gesellschaft zu begleiten. Eine stärkere Ver- gelungen. netzung in diesem Bereich wird derzeit durch die städtische Aktionsraumbeauftragte voran- Die Stärkung von Vereinen und Ehrenamt- getrieben. Der Aufruf „Zusammen im Quartier lichen, auch durch die öffentliche Hand, ist in

  • Kinder stärken - Zukunft sichern“ stellt für den nächsten Jahren erforderlich. Zur Unter- diese Aufgabe eine wichtige Förderperspekti- stützung der Vereinsarbeit sind folgende ve dar. Ideen entwickelt worden:

Stärkung von Ehrenamt und Vereinsarbeit • Situationsanalyse und Werkstattgespräch „Vereinsarbeit in Westerfilde & Bodel- Die Vereine und ihre Ehrenamtlichen im Quar- schwingh“: Zunächst soll das punktuelle tier Westerfilde & Bodelschwingh wirken im Wissen über die Vereinsarbeit vertieft und Stadtteil als wichtige Brückenbauer zwischen systematisiert werden. Eine entsprechende den sozialen Gruppen und sind maßgeblich an Situationsanalyse soll insbesondere auf der der Organisation des Stadtteillebens beteiligt. Basis intensiver Gespräche mit den Ver- Sie zeigen sich für den Stadtteil verantwortlich einen erfolgen und zielführende Fragen- und sind bei Veranstaltungen wie dem Som- stellungen beantworten. merfest wichtige Partner des QMs. • Vereine professionalisieren: Organisations- aufwand der Vereine kooperativ min-

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dern: Den Vereinen gemein ist der hohe net werden. Unklar ist derzeit, welche Auf- Organisationsaufwand, der z. B. in der gaben in diesem Rahmen geleistet werden Mitgliederverwaltung aufkommt. Eine können. In Absprache mit dem Träger gilt Verwaltungseinheit, die zentral die Mitglie- es Möglichkeiten der Einbindung zu über- derverwaltung und vergleichbare Aufga- prüfen. ben abwickelt, kann Abhilfe schaffen. • Schulungs- und Fortbildungsangebote Einbezug und Aktivierung schaffen: Um aktuellen Themen und Ent- von Migrant/innen wicklungen des gesellschaftlichen Mit- einanders gerecht zu werden, besteht in Das Quartier Westerfilde & Bodelschwingh vielen Vereinen Schulungsbedarf. Z. B. verfügt über einen hohen Anteil migrantischer beim Umgang mit Menschen anderer kul- Bevölkerung, in Westerfilde liegt dieser bei tureller Hintergründe kommt es häufig zu annähernd 50 Prozent. Vor diesem Hinter- Missverständnissen. Schulungen zu inter- grund ist die Aktivierung von Migrant/innen kulturellen Kompetenzen bspw. schaffen von besonderer Bedeutung für das nachbar- Übungsleitern zukünftig Sicherheit im schaftliche Miteinander. Im Rahmen der bisher Umgang mit neuen Vereinsmitgliedern. durchgeführten Projekte der Stadterneuerung Ähnliches gilt für die Öffentlichkeitsarbeit, wurden zwar viele Bewohner/innen des Quar- die in vielen Vereinen nicht professionell tiers erreicht, die Einbeziehung migrantischer geleistet werden kann. Häufig mangelt es Haushalte stellt jedoch eine Herausforderung an Kompetenzen im Umgang mit Medien dar, die bislang noch nicht zufriedenstellend und Pressearbeit. Schulungen, die Beauf- gemeistert werden konnte. So haben beispiels- tragte der Vereine für diese Themen be- weise Migrant/innen aus den verschiedensten legen, können nachhaltig die Vereinsarbeit Kulturkreisen Interesse an einer Mitarbeit in stärken. Gleichzeitig entstehen durch das der Stadtteilfondsjury bekundet, ihre Teilnah- Zusammentreffen von Vereinsmitgliedern mequote ist aber sehr gering. Auch bei der verschiedener Vereine in den Schulungen Entwicklung der Stadtteilmarke ist es, trotz evtl. neue Kooperationsmöglichkeiten. Die intensiver Ansprache, nicht gelungen, jen- Zusammenarbeit mit zahlreichen Vereinen seits von vereinzelten Teilnahmen Menschen im Rahmen des Stadtteilmarketings bietet mit Migrationshintergrund in den Prozess zu möglicherweise den richtigen Rahmen, um integrieren. solche Angebote zu verorten. • Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen: Im Rahmen des Projektes „NebenAn“ wird In der Vergangenheit haben Vereine vor daher ein besonderer Fokus auf die Ansprache allem Kürzungen finanzieller Zuschüsse von Migrant/innen gelegt werden müssen. erlebt. Um Finanzierungsmöglichkeiten Darüber hinaus wird das QM seine Aktivitäten für Projekte aufzuzeigen, wird es auch bei dieser Aufgabe verstärken und neu aus- weiterhin nötig sein, den Stadtteilfonds zu richten. Geplant ist: bewerben und die Antragsteller zu unter- stützten. • die Identifizierung von Kontaktpersonen: • Zusammenarbeit mit Quartierskümmerern Ärzte, Lehrer, Personal der Kindergärten, ausbauen: Knappe personelle und zeitliche Mitarbeiter/innen des Jugendamtes, aber Ressourcen werden oftmals beklagt. Die- auch Kioskbetreiber u. ä. kommen im Rah- sem Mangel kann bei vereinzelten kleinen men ihrer täglichen Arbeit mit allen Be- Tätigkeiten auch durch die Zusammen- völkerungsgruppen in Kontakt. Sie sollen arbeit mit den Quartierskümmerern begeg- als Mittlerpersonen gewonnen werden und

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interessierte Personen an das Quartiersma- Weiterhin plant das Integrationsnetzwerk nagement weiterleiten bzw. für die Arbeit „lokal willkommen“ in Zusammenarbeit mit des QMs sensibilisieren mehreren Kooperationspartnern, u.a. dem • bestehende Strukturen zielgerichtet zu Netzwerk InFamilie, die Eröffnung eines neu- nutzen: Ansprache und Austausch mit en Sprachcafés mit Kinderbetreuung in West- Einrichtungen im Quartier, wie dem Ak- erfilde. Vorgespräche zu Rahmen und Stand- tionsbüro des Jobcenters, dem Integra- ort laufen bereits. Für die Organisation und tionsnetzwerk „lokal willkommen“, den Begleitung dieses Projekts sollen möglichst Stadtteilmüttern, dem Jugendamt und mehrere Ehrenamtliche gewonnen werden. anderen Experten, wie z. B. des kommuna- Das Sprachcafé soll regelmäßig einmal in len Integrationszentrums MIA-DO-KI der Woche vormittags stattfinden und noch • eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem in 2018 starten. Es wird allen interessierten Projekt „Eltern stärken international“: Das Migrant/innen offenstehen und nicht nur ein Projekt des Diakonischen Werks, das das bestimmtes Sprachniveau adressieren. Ziel hat, die Eltern in geflüchteten Familien zu stärken, bietet neben Hausbesuchen Es steht außer Frage, dass die Themen Sprache auch ein wöchentlich stattfindendes Grup- und Spracherwerb für den ganzen Stadtbezirk penangebot an. Dieses Gruppenangebot und insbesondere für die Stadtteile Westerfil- sollte genutzt werden, um mit den Teil- de & Bodelschwingh eine hohe Dringlichkeit nehmenden in Kontakt zu kommen, sie besitzen. Um Hemmnisse zu beseitigen, unter- für Belange des Quartiers zu interessieren stützt „lokal willkommen“ seine Klient/innen und mit ihnen Wege zur Teilhabe zu ent- dabei, passende Sprach- und Integrationskurse wickeln. Eine Verstetigung dieses Projektes, oder auch Kindergartenplätze bzw. Tagesmut- das zunächst bis Ende 2018 befristet ist, terplätze für ihre Kinder zu finden. ist für die Erschließung dieser im Quartier stark vertretenen Gruppe eine zentrale Das Seniorenheim Mengede am Burgring und Voraussetzung. „lokal willkommen“ veranstalten außerdem in Kooperation an jedem 2. Mittwoch im Das städtische Seniorenbegegnungszentrum Monat ein Begegnungscafé, in dem die Heim- und das Seniorenbüro für den Bezirk Mengede bewohner/innen zum gemütlichen Plausch mit planen ab Januar 2019 gemeinsam mit dem in Migrant/innen zusammentreffen. Auch dieses Westerfilde ansässigen Büro des Integrations- Angebot wird von Menschen aus Westerfilde netzwerks „lokal willkommen“ eine Veranstal- genutzt. tungsreihe, die verstärkt auch Senior/innen mit migrantischem Hintergrund ansprechen soll. Im Blick behalten werden muss bei dieser Der konkrete Titel der Veranstaltungsreihe ist Integrationsaufgabe die große Heterogenität noch offen, das Thema lässt sich aber schon der migrantischen Bevölkerung im Quartier. gut beschreiben: „Integration - Wunsch und Ziel muss es sein, zu den vielen unterschied- Wirklichkeit; wie kann ein gutes Miteinander lichen Ethnien Kontakte aufzubauen und mit und Zusammenleben in der Nachbarschaft und ihnen gemeinsam daran zu arbeiten, dass das im Alltag mit Menschen anderer Nationali- Quartier ihr Zuhause wird und Menschen aller täten gelingen? Tausend und eine Nachbar- Ethnien zu Aktiven in der Quartiersentwick- schaft.“ Die Veranstaltungsreihe soll im Be- lung werden. gegnungszentrum Mengede stattfinden und soll alle Unterbezirke bereichern somit auch Westerfilde & Bodelschwingh.

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3. Den Wohnungsbestand sichern, entwickeln

und zukunftsfähig machen

Wohnumfeld und Fassaden zeigten sich bislang allerdings zahlreiche Män- gel (siehe Grafik unten).

Großwohnanlagen

Diese Situation führte nicht nur zu einer gra- Der Sachstand zu den Themen Ausgangslage, vierenden Abwertung der Wohn- und Lebens- Eigentümerstruktur und Investitionen in die qualität für die Bewohner/innen, sondern auch Gebäude ist bereits in der Einleitung darge- zu einem negativen Außenimage des Stadt- stellt (siehe Kapitel 1). Nachfolgende Darstel- teils. lung bezieht sich nun auf die Themen Wohn- umfeld und Fassadengestaltung. Da erkennbar war, dass eine umfassende Stabi- lisierung und Aufwertung des Stadtteils ohne Seit 2015 befindet sich das Projekt „Freiflä- Investitionen in die Großsiedlungsbestände chen- und Fassadenprogramm Großwohn- und damit auch in die Erneuerung der Frei- anlagen“ (DS Nr. 00844-15) in der Umsetzung. flächen nicht gelingen würde, beauftragte die Eingebettet in umgebende attraktive Land- Stadt Dortmund im Jahr 2015 ein Freiraum- schaftsräume verfügt der Stadtteil Westerfilde konzept in Höhe von 40.000,- € als Handlungs- & Bodelschwingh über großzügig dimensio- grundlage und -leitlinie für die Wohnungsun- nierte Freiflächen im Bereich der Großwohn- ternehmen. Dieses Konzept, das im folgenden anlagen. Zwar handelt es sich hierbei um ein Jahr unter dem Motto „Westerfilde & Bodel- quantitativ gutes Angebot an wohnungsbe- schwingh – Stadtteil der 1000 Gärten“ vom zogenen Freiflächen, in qualitativer Hinsicht Landschaftsarchitekturbüro „Landschaft

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• attraktiver, durchgrünter Landschaftsraum und • erhebliche qualitative Mängel und Defizite naturnahe Erholungsflächen in unmittelbarer aufgrund eines gravierenden Pflege- und Nähe zum Siedlungsbereich Investitionsrückstands • quantitativ gutes Angebot an Freiflächen, • schlechte Auffindbarkeit der Hauseingänge in Spielplätzen und Grünflächen innerhalb der manchen Gebäudezügen, dadurch Großsiedlungsbereiche • wenig Identifikationsmöglichkeiten und Individualität • vernachlässigte und veraltete Hauseingangs- zonen und Spielbereiche • fehlende Aufenthaltsangebote für unterschiedliche Altersgruppen • unzureichend gestaltete Müllplätze • sanierungsbedürftige und z.T. unzureichende Wegeverbindungen • unzureichende Beleuchtung • fehlende Mietergärten • „Angsträume“ aufgrund zahlreicher schlecht einsehbarer, dunkler oder zugewachsener Bereiche sowie veraltete, gestaltungsbedürfti- ge Gehölz- und Grünstrukturen

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planen + bauen“ erstellt wurde, schlägt als Zusätzlich sieht das Freiraumkonzept vor, eine grünplanerische Leitidee die Schaffung quartiersübergreifende Grünverbindungen in von Mietergärten sowohl als klassische Ein- einer deutlich ablesbaren Materialität („Salz zel- als auch Gemeinschaftsgärten vor. Vorteile und Pfeffer-Pflasterung“) herzustellen, die dieser Lösung sind neben der Aktivierung der sowohl die einzelnen Bestände der Wohnungs- bislang weitgehend ungestalteten Siedlungs- unternehmen miteinander verbinden als auch freiräume die Verbesserung des Erscheinungs- den Stadtteil mit umgebenden grünen Land- bildes und vor allem die Stärkung nachbar- schaftsräumen vernetzen. Diese Pflasterung schaftlicher Kontakte „über den Gartenzaun soll sowohl auf den privaten als auch den hinweg“. öffentlichen Flächen verwendet werden.

Bodelschwingher Straße

Bodelschwingher Straße

Rohdesdiek Westerfilder Straße

Speckestraße

Im Odemsloh

Zum Luftschacht

Westerfilder Straße

Mosselde

Biehleweg

Mosselde

Dortmund Westerfilde Freiraumkonzept. Übersichtsplan M 1:2000 16.12.2016 Freiraumkonzept Landschaft planen + bauen

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Desolate Freiflächensituation Gerlachweg 2014 Neugestalteter, barrierefreier Hauseingang im Kiepeweg

Freiraumsituation Am Kirchenfeld 3-5, vorher Mietergärten Am Kirchenfeld 3-5 einschl. Treppenanlage von den Balkonen im Erdgeschoss

Spielplatzeinweihung Gerlachweg Dezember 2015 Spielplatzeinweihung Kiepeweg Mai 2016

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Neuer Spielplatz im Kiepeweg Fußfühlpfad im PikoPark

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Zwischenzeitlich ist es sowohl durch das Fach- Über die erfolgten Pilotmaßnahmen hinaus gespräch Wohnungswirtschaft als auch durch plant die Vonovia SE eine umfassende Neuge- bilaterale Gespräche gelungen, mit der LEG staltung der Freiflächen im Bereich Mosselde/ Wohnen NRW GmbH, der Vonovia SE und dem Kiepeweg/Zum Luftschacht und im Gerlach- Spar- und Bauverein eG Dortmund als wichtige weg/Speckestr. Ein erstes vorliegendes Kon- bestandshaltende Wohnungsunternehmen im zept, das auf der Grundlage von zwei Beteili- Stadtteil in die Thematik der Freiflächengestal- gungsaktionen mit den jeweiligen Bewohnern/ tung und -entwicklung auf der Grundlage des innen entstanden ist, sieht die Schaffung von Freiraumkonzeptes einzusteigen. drei Quartiersplätzen, die Neuanlage weiterer Spielplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten, Die LEG Wohnen NRW GmbH hat die Mieter- Fahrradabstellanlagen, Müllstandorte sowie gartenidee inzwischen in einer kleinteiligen Pi- die barrierefreie Erreichbarkeit der meisten lotmaßnahme, die städtischerseits mit 15.000,- Hauseingänge vor. Die Ausstattung der Frei- € gefördert wurde, in 2017 im Bereich „Am flächen mit Sitzbänken und Beleuchtung, die Kirchenfeld 3-5“ realisiert und hier insgesamt Umsetzung der „Salz und Pfeffer“-Wegever- acht Mietergärten geschaffen. bindung sowie die Revitalisierung und Weiter- entwicklung des Gehölzbestandes runden das Die Vonovia SE ist Bestandshalterin des zen- Konzept ab. tralen Großsiedlungsbestandes im Stadtteil, sowohl südlich als auch nördlich der Wester- Zwischenzeitlich hat die Vonovia SE bereits filder Straße. Dieser Siedlungsbereich war in zwischen dem Kiepeweg und Zum Luftschacht der Vergangenheit eigentumsrechtlich durch eine Freifläche zur Verfügung gestellt, auf der mehrere Hände gegangen und wies aufgrund auf Initiative des Wissenschaftsladens Bonn von langjähriger Desinvestitionen gravierende und unter Beteiligung von Anwohner/innen Mängel und Defizite, sowohl im Hinblick auf eine kleine naturnah gestaltete Parkanlage, die Gebäude selbst als auch auf die Freiflächen ein sog. „PikoPark“ entstanden ist. Hierzu auf. wurde auf der Grundlage zahlreicher Ideen der Anwohnerschaft von einer Landschafts- Um unmittelbar nach Übernahme des Bestan- architektin ein Gestaltungsplan entwickelt. Bei des ein positives Zeichen zu setzen und Auf- der Präsentation dieses Plans im Januar 2018 bruchsstimmung zu vermitteln, realisierte die erfuhren die Anwohner/innen dann, dass viele Vonovia SE schon Ende 2015/Frühjahr 2016 in Elemente aus ihren zuvor erarbeiteten Minia- einer durch die Stadt Dortmund mit insgesamt turentwürfen sich im Plan wiederfanden: So z. 73.200 € geförderten Gestaltungsmaßnahme B. eine Trockenmauer, die als Treffpunkt zum zwei Spielplätze im Gerlach- bzw. Kiepeweg. Verweilen und Entspannen sowie als Wohn- stätte für heimische Pflanzen und Insekten Im Kiepeweg wurden zusätzlich zum neuen dient. Diese Trockenmauer aus regionalem Spielplatz auch die anliegenden Hauseingänge Sandstein wurde inzwischen in gemeinsamer barrierefrei neu gestaltet. Arbeit und unter professioneller Anleitung mit Mietern/innen und Quartierskümmerern gebaut.

Weiterer Handlungsbedarf

Zusätzlich entstanden eine Schneckenskulptur

und nächste Schritte

und ein Fußfühlpfad, der zum Barfußlaufen einlädt. Obstbäume, Beerensträucher, Wildro- Ziel für die Stadterneuerung muss es sein, sen und Stauden sorgen für eine ökologische mit der LEG Wohnen NRW GmbH die weitere und visuelle Aufwertung. Auf diesem Wege Umsetzung des Freiraumkonzepts im Bereich wurde nicht nur die Artenvielfalt im Quartier Völkmannsweg, Am Feldbrand und Rohdes- unterstützt, sondern die bislang monotone diek zu vereinbaren. und wenig einladende Fläche gestalterisch

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aufgewertet. Unterstützer des Projektes, das Ziel der Vonovia SE ist es, in 2018 die Planung vom Bundesamt für Naturschutz gefördert abzuschließen und einen Förderantrag für die wurde, waren neben der Vonovia SE das QM Freiflächenmaßnahme bei der Stadt Dortmund Westerfilde & Bodelschwingh, das transdiszi- zu stellen. Nach Beschlussfassung durch den plinäre Forschungsprojekt DoNaPart, die Kitas Rat und Bewilligung der Fördermittel soll die Speckestr. 15 und 17 sowie die OGS der West- Maßnahme dann ab 2019 realisiert werden. hausen Grundschule. Mieter- und Gemeinschaftsgärten sollen laut den Überlegungen der Vonovia SE zwar nicht auf den Freiflächen, jedoch im Rahmen eines künstlerischen Fassadenkonzepts unter der Bezeichnung „Künstlergärten“ realisiert wer- den. Hierbei werden klassische Gartenmotive renommierter Künstler wie z. B. Claude Monet auf die Fassade aufgebracht und anschließend Schattenrisse von Bewohnern/innen, die im Zu- sammenhang mit zwei Beteiligungsaktionen gewonnen wurden, in die Komposition hinein collagiert.

Der Bestand des Spar- und Bauvereins eG Dortmund befindet sich im Stadtteil Bodel- schwingh und stadträumlich gesehen in einer Randlage des Soziale Stadt Gebietes. Die Ge- Künstlergarten Westerfilder Straße 33 bäude sind seit ihrem Bau Anfang der 1970-er Jahre von der tradierten Genossenschaft stets gut unterhalten und fortlaufend modernisiert worden, sodass hier keine Defizite zu verzeich- nen sind. Auch die umfangreichen Siedlungs- freiflächen in einer Größe von ca. 7,8 ha sind zwar gepflegt, weisen inzwischen aber in viel- fältiger Hinsicht einen umfangreichen Gestal- tungs- und Erneuerungsbedarf auf. Insofern ist inzwischen auch der Spar- und Bauverein eG Dortmund, der zunächst keinen entsprechen- den Handlungsbedarf erkennen konnte, bereit umfänglich in die Neugestaltung der Außen- anlagen zu investieren.

Vor diesem Hintergrund hat ein vom Spar- und Bauverein eG Dortmund mit der Planung be- Künstlergarten Gerlachweg 9 auftragte Landschaftsarchitekturbüro inzwi-

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schen einen ersten Entwurf erstellt, der u. a. die Wohnanlagen im Bereich Grollmannsweg, Mietergärten, einen Quartiersplatz, die Gerlachweg 1/Speckestr. 4-10 und Ringstr. ge- Erneuerung der Wegeverbindungen, die geben. Regenwasserabkopplung befestigter Flächen sowie die Revitalisierung des Gehölzbestandes Zusammenfassend ist festzustellen, dass das umfasst. Themenfeld „Freiflächengestaltung Groß- wohnanlagen“ insofern eine gute Perspektive Bei diesem Entwurf handelt es sich um eine aufweist, als die beiden zentralen Bestands- Diskussionsgrundlage für die noch anstehende halter, die Vonovia SE und der Spar- und Bau- Bewohnerbeteiligung. Besonderes Augen- verein eG Dortmund, umfangreich und quali- merk ist in diesem Zusammenhang auf die tätvoll in die Entwicklung der Außenanlagen Neugestaltung der hausnahen Freiflächen und investieren. Hauseingangsbereiche zu richten, zu denen das Konzept derzeit noch keine Angaben Zwar sind Risiken wie z. B. spätere Nutzungs- macht. Im Hinblick auf den zeitlichen Ablauf konflikte durch unterschiedliche Alters- und ist derzeit davon auszugehen, dass die weitere Nutzergruppen oder Vandalismus auf Frei- Planung einschließlich Bewohnerbeteiligung flächen nicht grundsätzlich auszuschließen, noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. doch überwiegt eindeutig die Chance, nach- Die Realisierung kann dann nach politischem barschaftliche Kontakte durch Schaffung von Beschluss und Bewilligung der Fördermittel Treffpunkten und Begegnungsorten im Frei- erfolgen. raum gravierend zu stärken.

Im Hinblick auf die möglichst umfassende Neugestaltung der Freiflächen innerhalb der Freiflächen und Fassaden Großsiedlungsbestände beabsichtigt die Stadt-

Altbaubestände

erneuerung sowohl im Rahmen des strategi- schen Fachgesprächs „Wohnungswirtschaft“ als auch bilateral, weitere bestandshaltende Neben den Großwohnanlagen ist im „Soziale Wohnungsunternehmen mit dem Ziel zu Stadt Gebiet Westerfilde & Bodelschwingh“ motivieren, auch für diese Bestände Freiflä- ein umfangreicher Altbaubestand mit entspre- chenkonzepte zu entwickeln und umzusetzen. chendem Gestaltungs- und Erneuerungsbedarf Ein entsprechender Bedarf ist vor allem für vorhanden:

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• umfangreiche private Freiflächen im • qualitative Mängel und Mindernutzungen Soziale Stadt-Gebiet im Bereich privater Freiflächen • tlw. städtebaulich wertvolle Fassaden • Fassaden tlw. ungestaltet und im Bereich der Westerfilder und desolat Bodelschwingh Straße • ungepflegtes Erscheinungsbild

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Um diesen Defiziten zu begegnen, ist 2016 das Projekt „Hof- und Fassadenprogramm Einzeleigentümer/innen“ (DS Nr. 04810-16) gestartet. Mithilfe dieses Förderprogramms sollen private Eigentümer/innen dabei unter- stützt werden, unattraktive und gestalterisch beeinträchtigende Fassaden aufzuwerten sowie desolate Grundstücksfreiflächen für die Bedürfnisse der Bewohner/innen herzurich- ten und ökologisch zu verbessern. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Auslösung privater Investitionen und zur Aktivierung der Bürgerschaft.

nd.de Um das Programm im Stadtteil bekannt zu ma- HOF- UND FASSADENPROGRAMM chen und zu bewerben, war zunächst Öffent- WESTERFILDE · BODELSCHWINGH lichkeitsarbeit erforderlich. Hierzu entwickelte das QM ein Info-Plakat mit grundsätzlichen Aussagen zu Zielen des Programms, zu den einzelnen Fördertatbeständen und Höhe der Broschüre Hof- und Fassadenprogramm Förderung sowie zum Förderverfahren. Zusätz- lich wurde eine Infobroschüre erstellt, die zur Mitnahme im Quartiersbüro ausliegt bzw. im Zusammenhang mit konkreten Beratungsge- sprächen ausgehändigt werden kann.

Am 29.06.2017 fand eine Info-Veranstaltung statt. Hierzu waren zunächst die Eigentümer/ innen aus den in stadtgestalterischer Hin- sicht vordringlichen Westerfilder und Bodel- schwingher Straße sowie Zum Luftschacht eingeladen. Die Informationen zum Hof- und Fassadenprogramm wurden ergänzt durch

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Ist-Zustand Bodelschwingher Str. 204 Ist-Zustand Bodelschwingher Str. 206

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einen Vortrag des Dienstleistungszentrums Vor diesem Hintergrund ist für das zweite Energie des Umweltamtes zu Fördermöglich- Halbjahr 2018 eine weitere Info-Veranstaltung keiten energetischer Maßnahmen im privaten geplant, zu der nun ohne eine räumliche Ein- Gebäudebestand. schränkung sämtliche Eigentümer/innen aus dem Soziale Stadt-Gebiet Westerfilde & Bodel- Aus diesem Info-Abend resultierten einige schwingh eingeladen werden. Beratungsgespräche mit interessierten Eigen- tümern/innen und eine erste konkrete Förder- Da der Stadtteil auch Programmgebiet für den maßnahme Fassadengestaltung Bodelschwing- Innovation City roll out ist, mit dessen konzep- her Straße 204/206. tioneller Hilfe die Energiebilanz des Quartiers verbessert werden soll, wird eine Ergänzung Eine weitere Fassadengestaltung am Hause der Info-Veranstaltung um einen vertiefenden Westerfilder Straße 39 findet aufgrund der Beitrag zu Fördermöglichkeiten energetischer zentralen Lage des Gebäudes erhebliche Be- Sanierungen angestrebt. achtung und hoffentlich Nachahmer.

Weiterer Handlungsbedarf

und nächste Schritte

Die Aufwertung des Erscheinungsbildes oder von Freiflächen stellt insbesondere für private Einzeleigentümer/innen eine erhebliche In- vestition dar. Die Entscheidung für eine solche Investition bedarf Beratung und Bedenkzeit. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass die Resonanz der Privaten zu Beginn eines Stadt- erneuerungsprozesses zunächst verhalten ausfällt. Hier sind zum einen sichtbare positive Beispiele sowie weitere Gespräche notwendig,

um etwaige Hemmnisse, wie bspw. mangelnde

HOF- UND FASSADENPROGRAMM WESTERFILDE · BODELSCHWINGH
ZIELE DES PROGRAMMS Bereits seit Mitte der 1980er Jahre wird das Hof- Als Baustein des Integrierten Handlungskonzep- Gefördert werden im Rahmen der städtischen und Fassadenprogramm in der Stadt Dortmund tes steht dieses Förderprogramm auch für Eigen- Förderrichtlinien die Neugestaltung von Fassaden mit großem Erfolg in verschiedenen Stadterneue- tümerinnen und Eigentümer im Programmgebiet mit Farbe oder Licht, die Entfernung von Graffiti, rungsgebieten umgesetzt. Mithilfe des Programms der Sozialen Stadt Westerfilde • Bodelschwingh zur die Wiederherstellung historischer Fassaden sowie konnte eine Vielzahl stadtbildprägender Fassaden Verfügung. Das Hof- und Fassadenprogramm stellt die Gestaltung und Begrünung von Freiflächen. gestalterisch aufgewertet und Grundstücksflächen dabei einen Anreiz für Immobilienbesitzerinnen und den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewoh- Immobilienbesitzer zur Investition in ihren Bestand ner angepasst und ökologisch aufgewertet werden. dar.
WAS WIRD GEFÖRDERT? FÖRDERVERFAHREN Die Förderung im Rahmen des Hof- und Fassadenprogramms wird in Form eines Im Förderverfahren stellt das Quartiersmanagement Ihre erste Anlaufstelle dar. Zuschusses gewährt. Dabei muss es sich um eine neue, noch nicht begonnene Bei der Erstberatung erhalten Sie die Antragsunterlagen und werden durch das Maßnahme handeln, die durch einen Fachbetrieb ausgeführt wird. Quartiersmanagement im Förderverfahren unterstützt. Zusätzlich steht Ihnen die Stadtverwaltung beim Verfahren beratend zur Verfügung und ist Ihnen bei Förderfähig sind unter anderem: der Antragstellung behilflich. • die farbliche Neugestaltung der Außenfassaden von Gebäuden (7,50 €/ Nach der Prüfung des Antrags wird der Zuschuss durch einen schriftlichen m² Fassadenfläche, max. 50 % der förderungsfähigen Gesamtkosten) Vertrag bewilligt. Der Zuschuss wird nach Fertigstellung der Maßnahme • die farbliche Neugestaltung der Außenfassaden von Gebäuden mit ausgezahlt. besonderem städtebaulichen Wert (12,- €/m² Fassadenfläche, max. 50 % der förderungsfähigen Gesamtkosten) ABLAUF: Der Höchstförderbetrag von je 30,- €/m², max. 50 % der förderungsfähigen

um etwaige Hemmnisse, wie bspw. mangelnde Gesamtkosten wird als Zuschuss gewährt für: 1. Kontaktaufnahme im Quartiersbüro Kapitalkraft, auszuloten. • d he ie r a N u e s u ra g g e e s n ta d l e tu r n s g tä d d e te r b A a u u ß li e c n h f e a r s B sa e d d e e n u v tu o n n g Gebäuden vo A n usschnitt Pla2.k a tE rHstboeraft-u nug dnudrch Fdasa Qsuasrtaiedrsmeannagpermoengtramm • die einmalige Beseitigung von Graffitischäden an Gebäuden einschließ- lich farblicher Neugestaltung und dauerhafter Schutzbeschichtung 3. Einholung der erforderlichen Unterlagen • die Lichtgestaltung der Fassaden geeigneter Gebäude • künstlerische Fassadengestaltungen 4. Beratung durch die Stadtverwaltung • die Gestaltung und Begrünung von gemeinschaftlich genutzten Grund- 5. Einreichen des Antrags stücksfrei-, Spiel- und Wegeflächen sowie von Dächern und Fassaden

  1. Vertragsabschluss mit der Stadt Dortmund

  2. Durchführung der Maßnahme

  3. Abrechnung der Kosten

  4. Auszahlung des Zuschusses

N S O S P C IE R H E U FR C N A H S GE E A N N N ? ! S A t b a te d il t u n D g o fü rt r m St u ad n t d er , n A eu m er t u f n ü g r u W nd o Q h u n a e rt n ie u rs n e d nt w St ic a k d lu t n e g rneuer E u b n er g hard Weisse D Im i r Q k u R ar u ti ß er s · b J ü u r l o ia ne Hagen S p · r S e i c l h k z e e i F te r n e : udenau · Christoph Sche 0 d 23 le 1 r / 931 440 18 Südwall 2-4 0231 / 50-25499 Westerfilder Straße 23 dienstags 10.00 - 14.00 Uhr qm@westerfilde-bodelschwingh.de 44122 Dortmund FAX e 0 w 23 ei 1 s / s e 5 @ 0- s 2 t 3 ad 9 t 8 d 7 o.de 44357 Dortmund mittwochs 14.00 - 18.00 Uhr WEBwww.westerfilde-bodelschwingh.dortmund.de

QUARTIERS BÜRO

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Westerfilder Straße 39 vor der Sanierung Westerfilder Straße 39 nach der Sanierung

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4. Den öffentlichen Raum aufwerten

und in seiner Nutzbarkeit verbessern

Der öffentliche Raum mit seinen Straßen, Plät- im Stadterneuerungsprozess. Die Stärken des zen und Grünflächen fördert Kommunikation, Gebietes Westerfilde & Bodelschwingh liegen soziales Leben und Begegnung. Die Aufwer- vor allem in der attraktiven Lage und dem tung der Gestaltqualität und Verbesserung sei- großzügigen Flächenangebot. Demgegenüber ner Nutzbarkeit sind daher wichtige Elemente stehen jedoch auch Defizite.

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• umgeben von leicht erreichbarem, • qualitative Mängel in weiten Teilen des attraktivem Landschaftsraum mit Wald öffentlichen Raumes, also auf Grünanlagen, und naturnahen Erholungsflächen Straßen, Plätzen sowie Fuß- und Radwegen • quantitativ gutes Angebot an Freiflächen, • fehlende Aufenthalts- und Gestaltqualität Spielplätzen und Grünflächen • mangelnde Barrierefreiheit • gute ÖPNV-Anbindung • teils qualitativ schlechter Zustand von • gute Anbindung an lokales, regionales Haltestellen des ÖPNV und deren Zuwegungen und überregionales Straßennetz • Defizite in den Wegeverbindungen für • in Teilbereichen breite Straßenprofile mit Fußgänger und Radfahrer Ausbaumöglichkeiten für Radwege, • partiell vorherrschender Investitionsrückstau Stellplätze, Grünstreifen, im Straßennetz und dadurch bedingt Aufenthaltsbereiche und Spielpunkte schlechter Zustand einiger Straßen (insbeson- • geringer Parkdruck dere Rohdesdiek und Wenemarstraße) • hoher Anteil Tempo-30-Zone • schlechter Pflegezustand mit Müll und Unrat, Vandalismus • Spiel- und Freizeitmöglichkeiten in nicht zufriedenstellender Anzahl und Qualität • mangelndes Sicherheitsempfinden und Bildung von Angsträumen im Bewusstsein der Menschen

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Stärken: Flächenpotenziale im Straßenraum Stärken: Flächenpotenziale bei Freiflächen

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Die Modernisierung des öffentlichen Raums galten. Die o. a. Problemlagen waren zum da- wird als unerlässlich für eine nachhaltige maligen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Erneuerung und Entwicklung des Gebietes gesehen. Ziel ist eine Steigerung der Attrak- Bereits umgesetzt sind der Einbau von bar- tivität und gleichzeitig auch der Nutzbarkeit. rierefrei-light-Querungen an verschiedenen Der bestehende Modernisierungsbedarf bei Kreuzungsbereichen sowie die Sanierung der Straßen, Plätzen und Grünflächen ist zu be- Straße Im Rohdesdiek durch das Tiefbauamt. heben, Barrieren sind abzubauen, Spiel- und Die Fahrbahn wurde in der Zeit von Februar Freizeitflächen sind aufzuwerten und eine 2017 bis Juli 2017 auf dem Abschnitt Völk- grundlegende Gestalt-, Nutzungs- und Aufent- mannsweg bis Bodelschwingher Straße er- haltsqualität im Gebiet herzustellen. neuert. Hierbei wurden insgesamt rd. 3.500 m² Fahrbahn im Vollausbau saniert, vier Bushalte- Um die angestrebten Ziele zu erreichen, sind stellen barrierefrei umgebaut und rd. 700 m bisher einige Projekte gestartet worden bzw. Bordsteine neu gesetzt. befinden sich in der Planungsphase. Aktuell zeichnet sich jedoch ab, dass der ursprünglich in 2014 vorgesehene Zeitplan zur Umsetzung der baulichen Projekte im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann. Ursächlich hierfür sind die zeitintensiven Abläufe in der Umsetzung von Baumaßnahmen in Verbin- dung mit der allgemein positiven Auftragslage im Bausektor, die zu Kapazitätsengpässen in den Fachämtern der Stadtverwaltung sowie der ausführenden Planer und Fachfirmen führt. Rückblickend lässt sich sagen, dass die 2014 aufgestellte Zeitplanung insgesamt sehr knapp und zu optimistisch kalkuliert wurde. Die Planung beruhte auf Vergleichsprojekten, bei denen jedoch andere Voraussetzungen Barrierefrei-light-Querung

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Schwächen: Defizite im Straßenraum Schwächen: Defizite auf Grünflächen

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Während der Erstellung des InHK 2014 war der Zustand des Ascheplatzes im Odemsloh ein großes Thema im Stadtteil. Dieser Handlungs- bedarf konnte bereits erfolgreich beseitigt werden: in 2015 erfolgte die Modernisierung der „Sportanlage Im Odemsloh“ in Kunstra- senausführung. Die Modernisierung wurde im Rahmen der Fortschreibung des „Kunstrasen- programms“ (DS-Nr. 14517-14) vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen. Zur Umsetzung des Projektes wurde die Sportanlage auf den Verein Rot-Weiß Germania 11/67 e. V. über- tragen, welcher in Eigenregie die Modernisie- rung durchführte. Gemäß den Richtlinien für Sportplatz vor dem Umbau die Sportförderung der Stadt Dortmund und dem o. a. Beschluss erhält der Verein als Unter- stützung für die Modernisierung einen jähr- lichen Zuschuss in Höhe von bis zu 20.000 € für die Dauer von bis zu 20 Jahren. Zur Bewirt- schaftung der Anlage erhält der Verein einen Betriebskostenzuschuss, es wurde ein Pacht- vertrag mit Beginn in 2015 abgeschlossen. Die Baumaßnahme erstreckte sich von August bis November 2015. Im Mai 2016 wurde der neue Kunstrasenplatz dann offiziell eröffnet.

Wesentliches städtebauliches Projekt im Rah- men des Stadterneuerungsprogramms ist die „Neugestaltung des Marktplatzes“ (DS-Nr. 07260-16) an der Westerfilder Straße/Ecke Speckestraße. Aufgrund der zentralen Lage ist von der Aufwertung eine erhebliche positive Sportplatz nach dem Umbau Signalwirkung für den Stadtteil zu erwarten.

Ist-Zustand des Marktplatzes

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Ziel ist die Schaffung eines attraktiven Stadt- platzes von hoher Nutzungs- und Gestaltquali- tät. Als neuer Treffpunkt für Quartiersaktivi- täten soll der Platz zur Belebung der Ortsmitte und somit Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Um ein möglichst optimales Pla- nungsergebnis zu erzielen, ist in 2016 ein freiraumplanerischer Wettbewerb inklusive umfangreicher Bürgerbeteiligung durchge- führt worden. Zentrale Planungsaufgabe war die Entwicklung eines gestalterischen Gesamt- konzeptes zur Verbesserung der Aufenthalts- qualität und des optischen Erscheinungsbildes sowie die Neustrukturierung der Nutzungsbe- reiche des Platzes. Folgende Ziele sollen ver- wirklicht werden:

• Verbesserung der Aufenthaltsqualität • Stärkung der Ortsmitte • Belebung des Platzes und der Gebäude, Steigerung der Attraktivität • Beseitigung städtebaulicher Mängel G arAtistBic aAdvKice • Neustrukturierung des Platzes im Hinblick auf seine Nutzung • Anpassung an die Barrierefreiheit Stadt SDStS A o A attar m da m tddtm tt t t D f f u D ü D ü on r o r o r d W tr W rmtt o m o mu hh uun nn n e nd e d n d n uunndd SSttaaddtteerrnneeuueerruunngg • Behebung technischer und funktionaler Mängel. Kartoffel-Plakat_A2.indd 1 Plakat Beteiligung Marktp1l2.0a4.16 1t2:0z2

Mit der Betreuung des Wettbewerbsverfah- rens inklusive Bürgerbeteiligung wurde 2015 das Büro Gasse/Schumacher/Schramm (GSS) Landschaftsarchitekten aus Paderborn be- auftragt. Im Frühjahr 2016 haben zwei Betei- ligungsaktionen vor Ort stattgefunden. Am 22.04.2016 startete unter dem Titel „Markt- platz für einen Tag“ die erste breit angeleg- te Ideensammlung mit dem Ziel, ein erstes Stimmungsbild für die Gestaltung zu gewin- nen. Der Platz wurde dazu für einen Tag von Kraftfahrzeugen befreit und als Treffpunkt im Quartier erlebbar gemacht. Die zweite Veranstaltung fand am 14.05.2016 als „Ideen- Markt“ statt. Anhand von vier Marktständen zu unterschiedlichen Themenbereichen und einer Fotodokumentation sind die im April gewonnenen Erkenntnisse vertieft und weiter detailliert worden.

Beteiligung Marktplatz

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Platz Baumkulisse Teppich Chaisselounge Parken Gastronomie freie

Die Vorschläge und Wünsche der Teilnehme- kürte die Preisträger. Das Büro „Lohrer.Hoch- rinnen und Teilnehmer umfassten ein breites rein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Spektrum und reichten von einfachen Gestal- GmbH“ aus München wurde mit dem ersten tungsideen über praktische Hinweise bis hin Preis ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an zu konkreten Veranstaltungsformaten (z. B. die wbp Landschaftsarchitekten GmbH aus weniger Parkflächen, eine öffentliche Toilette, Bochum, den dritten Preis erhielt das Büro mehr Grün, Spielgeräte, Sitzmöglichkeiten, B.S.L. Landschaftsarchitekten Klaus Schulze aus ein Platz zum Verweilen, eine größere Vielfalt Soest. Alle Wettbewerbsarbeiten wurden im an Einkaufsmöglichkeiten, ein Wochenmarkt). Rahmen einer Ausstellung vom 18.-28. Novem- Bei den Veranstaltungen wurde noch einmal ber 2016 im Stadtteil Westerfilde der Öffent- deutlich, dass ein öffentlicher Treffpunkt mit lichkeit präsentiert. attraktiven Aufenthaltsbereichen im Zentrum des Gebietes dringend benötigt wird, und es Der Siegerentwurf sieht als gestalterisches insgesamt an Begegnungsorten im Gebiet Leitmotiv vor, den Marktplatz als „gute Stu- mangelt. be“ von Westerfilde zu entwickeln und ihm so eine neue, eigene Identität zu geben. Ein Im Anschluss an den Beteiligungsprozess be- steinerner Teppich markiert den Mittelpunkt gann das eigentliche Wettbewerbsverfahren des Platzes, ergänzt durch ein multifunktio- mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt nales Sitz- und Spielelement als „Sofa“, eine 12.000 €. Ein Preisgericht aus unabhängigen Beleuchtung in Gestalt überdimensionierter Fachleuten sowie Vertreter/innen aus Politik „Wohnzimmerlampen“ und einem zentralen und Verwaltung begutachtete im August 2016 Wasserspiel mit Sprühnebelanlage. die eingereichten Wettbewerbsarbeiten und

B e l a g s d e t a i l 1 / 5 0

Siegerentwurf aus Planungswettbewerb: Perspektive (lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh in Zusammenarbeit mit DAY AND LIGHT LICHTPLANUNG)

54 I m p r e s s i o n L a g e p

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Die vorhandene einseitige lineare Feuerwehr kann über den Platz erfolgen. flankierenden Sitz- und Liegelandschaften und Vegetationsstruktur wird leicht gebrochen, und die adressbildenden „Stehleuchten“. Blickfang Lichtkonzeption | Die Beleuchtung mit flankierenden Hainen um eine zentrale, und attraktives informeller Spielpunkt ist der entstehenden Marktplatzes bildet bewus freie Bespielung offene Lichtung verdichtet. Randseitig Materialität | Der Platz wird mit einem „ Wassertropfen“ auf dem „Teppich“ ein Kontrast zur umgebenden Straßenbele

17 St

1 / 5 0

P

S peckestrasse arken 17 S t

46°

R ad

Westerfilder Strasse

Siegerentwurf aus Planungswettbewerb: Lageplan (lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh in Zusammenarbeit mit DAY AND LIGHT LICHTPLANUNG)

Westerfilder Strasse 55

s s i o n L a g e p l a n 1 / 2 0 0

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Bereits im Vorfeld des Wettbewerbes wurde Mitte 2017 wurde das Projekt „Gestaltung die Parkraumsituation im Umfeld des Markt- wohnungsnaher öffentlicher Freiräume, platzes seitens der Stadt Dortmund hinsichtlich Schwerpunkt Spielen und Freizeit“ (DS-Nr. Stellplatzkapazitäten und - bedarfen, Anteil 08169-17) begonnen. der Langzeitparkenden sowie Akzeptanz von Parkregeln untersucht. Im Ergebnis wurde Im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung des deutlich, dass insbesondere im zentralen Ab- Stadterneuerungsgebietes ist eine Aufwertung schnitt Speckestraße/Marktplatz nur eine mitt- der Grün- und Freiflächen unbedingt erfor- lere Auslastung der öffentlichen Stellplatzflä- derlich. Diese soll parallel zur Steigerung der chen vorliegt und kein Parkdruck herrscht. Gestalt- und Aufenthaltsqualität des Straßen- raumes erfolgen und insbesondere fußläufig Deshalb sollen die vorhandenen Stellplatz- erreichbare Angebote schaffen. Das Angebot flächen für PKWs im Zuge der Neugestaltung an Spiel- und Freizeitmöglichkeiten im öffent- des Marktplatzes deutlich reduziert werden, lichen Raum ist sehr begrenzt. Zu den öffentli- um attraktivere Aufenthaltsbereiche für die chen Freiflächen zählen derzeit: Menschen des Stadtteils zu schaffen. • der Bürgergarten an der Straße Zum Luftschacht • der Spielplatz an der Westerfilder Straße • der Spielplatz Im Odemsloh • der Schulhof der Westhausen Grundschule • der Marktplatz an der Westerfilder Straße (Neugestaltung ab 2019) • der Schulhof der Reinoldi-Sekundarschule (Neugestaltung im Rahmen des Schulneubaus)

Positiv hervorzuheben ist hierbei der für Klein- kinder gedachte Spielplatz an der Westerfil- der Straße, der allgemein gut angenommen wird. Bei dem Spielplatz Im Odemsloh mit Positivbeispiel Westerfilder Straße der angeschlossenen Multifunktionsfläche für Fußball- und Basketballspiele zeigt sich in Teilbereichen dringender Aufwertungsbedarf, ebenso auf den beiden Schulhöfen im Gebiet. Besonders für Jugendliche mangelt es an nutz- baren Flächen und Möglichkeiten der Freizeit- gestaltung. Flächenpotenziale (öffentliche und private) sind im Gebiet vorhanden, bedürfen aber eines ganzheitlichen und nachhaltigen Konzeptes zur Planung.

Ziel des Projektes ist daher eine Aufwertung der vorhandenen öffentlichen Freiflächen im Gebiet und die Neugestaltung zusätzlicher Flä- chen im Sinne einer Erweiterung und Verbes-

Negativbeispiel Im Odemsloh Multifunktionsplatz

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serung des Freizeitangebotes für unterschied- Weiterer Handlungsbedarf liche Zielgruppen, insbesondere Kinder und

und nächste Schritte

Jugendliche sowie Senioren. Potenziale sollen aktiviert, Nutzungsmöglichkeiten verbessert und mehr Freizeitqualitäten geschaffen wer- Als nächste Teilmaßnahme steht ab 2019 die den. Betrachtet werden neben den bereits Umgestaltung der Wenemarstraße an - eine genannten Orten auch sämtliche anderen Frei- wichtige Verbindungsachse der Stadtteile räume im Stadtteil wie Straßen, Wege, Plätze, Westerfilde & Bodelschwingh mit erheblichem Spielplätze, Schulhöfe, Grünflächen und die Optimierungsbedarf. Vorgesehen ist ein Inves- siedlungsumgebenden Landschaftsräume. titionsvolumen von 1,3 Mio. Euro. Die Straße verbindet das Wohnquartier des Spar- und In Ergänzung zu den Projekten der Woh- Bauvereins eG Dortmund mit dem Stadtteil- nungsgesellschaften aus dem Freiraumkonzept zentrum Westerfilde. Das Wohnungsunter- „Stadtteil der 1000 Gärten“ soll ein nutzer- nehmen plant, ebenfalls ab 2019, umfäng- orientiertes Angebot geschaffen werden, wel- lich in die Außenanlagen zu investieren und ches die privaten und öffentlichen Freiflächen dabei Grundelemente des Freiraumkonzeptes miteinander verknüpft und eine umfassende „Stadtteil der 1.000 Gärten“ umzusetzen, u. Quartiersentwicklung ermöglicht. a. Mietergärten sowie quartiersübergreifende Verbindungen in einer deutlich ablesbaren Grundlage für die Umsetzung von Maßnah- Materialität („Salz und Pfeffer-Pflasterung“). men ist die Erstellung eines Spielraum- und Die Maßnahme Wenemarstraße wird somit Freizeitflächenkonzeptes, welches in einem exemplarisch sein für den Ansatz, dort in den partizipativen Prozess mit den Akteuren öffentlichen Raum zu investieren, wo auch die sowie den Nutzer/innen des Quartiers entwi- privaten Wohnungseigentümer/innen tätig ckelt werden soll. Hierfür ist ein Zeitraum von sind. ca. 9-12 Monaten vorgesehen. Ein erstes Verfahren zur Vergabe des Planungs- und Die Umsetzung der Baumaßnahme zur Neuge- Beteiligungsauftrags erfolgte im Herbst 2017, staltung des Marktplatzes Westerfilde konnte musste jedoch ergebnislos aufgehoben wer- nicht, wie ursprünglich geplant, im Herbst den. Ein neues Verfahren mit überarbeite- 2018 starten. Der Vertragsabschluss mit dem tem Konzept und Leistungsverzeichnis ist für Siegerbüro des Wettbewerbs gestaltet sich Herbst 2018 vorgesehen. Im Ergebnis wird langwieriger als gedacht und führt zusammen ein Maßnahmenplan für die öffentlichen mit den bereits zu Anfang des Kapitels geschil- Freiräume entstehen, der als Grundlage für derten Kapazitätsengpässen zu erheblichen Investitionsentscheidungen dient. Die Um- Verzögerungen. Mit einem Baubeginn ist nicht setzung ausgewählter Maßnahmen erfolgt ab vor Ende 2019/Anfang 2020 zu rechnen. 2019. Um die negativen Auswirkungen dieser Ver- Das Projekt „Gestaltung wohnungsnaher zögerung aufzufangen, wird aktuell (Laufzeit öffentlicher Freiräume, Schwerpunkt Spielen bis Ende 2019) das imagebildende Projekt und Freizeit“ setzt sich zusammen aus den „temporäre Bespielung des Marktplatzes“ drei im InHK 2014 benannten Teilmaßnahmen umgesetzt. Hierzu wird ein Teil der Platzfläche „Spielleitplanung/Freizeitflächenplanung“, mit einer temporären Nutzung versehen, als „Spiel- und Freizeitflächen im öffentlichen sichtbares Zeichen der Entwicklung und zur Raum“ sowie „Gestaltung wohnungsnaher Stärkung der Ortsmitte. Anhand kleiner, tem- öffentlicher Freiräume“. porärer, baulicher Projekte auf der Platzfläche

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sowie regelmäßig stattfindender Aktionen ge Vorbehalte werden abgebaut. Durch eine und Veranstaltungen soll ein attraktiver Auf- Steigerung der Attraktivität des öffentlichen enthaltsort entstehen. Raums besteht darüber hinaus die Chance, eine intensivere Nutzung der Flächen hervor- Zunächst soll ein Container oder Bauwagen zubringen, was zu einer stärkeren sozialen als Anlaufstelle und Infrastrukturelement auf Kontrolle beitragen und helfen soll, das man- dem Platz aufgestellt und mit Mobiliar und gelnde Sicherheitsempfinden im Gebiet ab- einer Grundausstattung an Materialien für zubauen. Die Beseitigung von Barrieren und Veranstaltungen versehen werden. Anschlie- Angsträumen ist wichtig, um einer Destabili- ßend werden in Zusammenarbeit mit den sierung des lokalen Gemeinwesens entgegen- örtlichen Akteuren und der Bewohnerschaft zuwirken und das Ziel eines „inklusiven Stadt- die verschiedenen Aktionen und Veranstaltun- teils“ weiterhin im Blick zu halten. gen geplant und durchgeführt. Die Formate werden an die Bedarfe des Quartiers ange- Zielrichtung für die nächsten Jahre ist die passt und sollen möglichst allen Zielgruppen Aufwertung der Nutzungs- und Gestaltquali- offen stehen. Denkbar sind hierbei z. B. ein tät des öffentlichen Straßenraumes. Die be- Graffiti-Workshop zur Gestaltung des Con- stehenden qualitativen Mängel und Defizite tainers, der Bau von temporären Sitzmöbeln, sollen anhand von punktuellen baulichen ein Trödelmarkt, Bastelaktionen, musikalische Maßnahmen verringert werden. Zudem bieten Darbietungen, Kaffeenachmittage, Sportfeste, einige der Straßen im Gebiet ein großzügig ein Laternenumzug oder das Aufstellen von angelegtes Straßenprofil mit Ausbau- und Weihnachtsbäumen. Ziele des Projektes sind Erweiterungsmöglichkeiten für Fahrradwege, eine vorzeitige Aneignung des Ortes durch die Parkflächen, Straßenbegleitgrün, Sitzgelegen- Bewohner/innen, die Belebung der Ortsmitte heiten oder Spielpunkte. und eine Imageverbesserung des Gebietes in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Anknüpfend an das Freiraumkonzept „Stadt- teil der 1000 Gärten“ sollen folgenden The- Insgesamt gibt es für den „Öffentlichen menfelder konzeptionell angegangen werden: Raum“ in den nächsten Jahren noch deutli- chen Handlungsbedarf. Im Rahmen der ersten • Erneuerung von Stadtmobiliar Evaluationsrunde Ende 2017 wurden u. a. (Bänke, Mülleimer, Fahrradbügel etc.) mangelnde Sauberkeit, fehlendes Sicherheits- • Schaffung von Spielpunkten empfinden und zu wenig Treffpunkte benannt • Verbesserung der Beleuchtung sowie deutlich sichtbare (bauliche) Zeichen der • Errichtung von Querungshilfen, Verbesserung gefordert. Ampelanlagen, Verkehrsinseln • Abbau von Barrieren und Angsträumen Eine Verbesserung des Spiel- und Freizeitan- • Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes gebotes kann an diesem Punkt ansetzen und neue Treffpunkte und Begegnungsmöglich- Hierbei sind weitere Beteiligungsaktionen keiten im Gebiet schaffen. Hierdurch wird der vorgesehen, um die Öffentlichkeit aktiv an der Austausch zwischen den verschiedenen Be- Entwicklung des Gebietes teilhaben zu lassen völkerungsgruppen gefördert und gegenseiti- und Anregungen und Ideen zur Gestaltung

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des öffentlichen Straßenraums zu sammeln. Radwege (inkl. Wegeverbindung östlich der Es geht vor allem um Fragen wie: Bahnlinie), Anbindung der Grünbereiche. Der Rahmer Wald kann einen großen Erholungs- • Wo fehlen Querungshilfen? und Freizeitwert für die Bewohner/innen des • Welche Radwege sollten ergänzt werden? Gebietes bieten. Geplant ist die punktuelle • Welcher Banktypus wird benötigt Schaffung von attraktiven Aufenthalts- und (Seniorenbänke, Jugendbänke etc.)? Freizeitmöglichkeiten. Entsprechend dem Frei- • Wo sollen diese Bänke stehen? raumkonzept der Großsiedlungsbestände, und • Wo werden Abstellplätze für Fahrräder dem darin enthaltenen Konzept einer überge- benötigt? ordneten Grünvernetzung und Verbesserung • An welchen Orten fehlt es an Beleuchtung? der Wegebeziehungen innerhalb der Siedlun- gen, sollen die Fuß- und Radwege im Gebiet Die Vorgehensweise soll in Anlehnung an aufgewertet und ergänzt werden. das Projekt „Unionviertel.attraktiv“ mit der Teilmaßnahme „Gestalte dein Unionviertel“ Das InHK aus dem Jahre 2014 formuliert die aus dem Programm „Stadtumbau Rheinische Aufwertung und Gestaltung der Eingangs- Straße“ erfolgen. Dieses ist im Jahr 2015 auf bereiche in das Quartier als wichtige Maß- eine große Resonanz bei der Bewohner- nahme. Als negativ wurde damals und wird schaft gestoßen und hat kreative, wertvolle auch heute vor allem die Situation am östli- und förderliche Maßnahmen für das Quartier chen Ortseingang im Bereich der Westerfilder hervorgebracht, welche passgenau die lokalen Straße empfunden. Die verlassene Tankstelle Bedarfe abdecken. und die daran angrenzende Wohnbebauung vermitteln einen heruntergekommenen Ein- Bewohner/innen, örtliche Akteure, Vereine druck. Beide Immobilien befinden sich in und Arbeitsgruppen in Westerfilde & Bodel- privater Hand und sind langjährig verpachtet. schwingh werden angesprochen und dazu Aufgrund der desolaten Situation ist die Stadt animiert, ihren Stadtteil mit eigenen Ideen kurzfristig im Rahmen einer Zwangsräumung und Wünschen aktiv mit zu gestalten. Die tätig geworden. Eine positive Entwicklung in Vorschläge werden gesammelt und von der diesem Bereich wird angestrebt. Verwaltung auf Machbarkeit geprüft, mit Kostenkalkulationen hinterlegt und eine erste Vorauswahl getroffen. Anschließend wählt eine Stadtteiljury diejenigen Maßnahmen aus, die sukzessive umgesetzt werden sollen und schlägt diese der Bezirksvertretung Mengede zur Beschlussfassung über die endgültige Rea- lisierung vor.

In Verbindung mit der Verbesserung des Spiel- und Freizeitangebotes sind weitere Projekte in den Jahren 2020-2024 vorgesehen: Freizeitan- gebote im Rahmer Wald, Ausbau der Fuß- und

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5. Die lokale Ökonomie stärken

und zukunftsfähig machen

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• erschwingliche Mieten erhöhen • Umstrukturierungsprozesse entlang Standortattraktivität der Hauptgeschäftsstraßen • geringer Leerstand vermittelt • Wegfall von Treffpunkten für Alteingesessene soliden Gesamteindruck • fehlender Vollsortimenter in Westerfilde • Traditionsbetriebe mit langjähriger • abnehmende Qualität der Angebote Standortgeschichte • geringe Kaufkraft im Quartier • vielfältige Betriebe • keine organisierte Händlerschaft mehr • ausgefallene Angebotskombinationen

Die Einrichtungen und Geschäfte im Bereich Der grundsätzliche Charakter der beiden der lokalen Ökonomie konzentrieren sich im Hauptgeschäftsstraßen ist vielfältig. Viele Wesentlichen an den Hauptachsen, Westerfil- Menschen aus verschiedenen Kulturen kom- der und Bodelschwingher Straße. Im Untersu- men zusammen, was sich sowohl in der Zusam- chungsgebiet ist derzeit noch ein ausreichen- mensetzung der Geschäftstreibenden zeigt als des Angebot in Hinblick auf die Beschaffung auch im Angebot, abzulesen an der Entwick- von Gütern und Dienstleistungen für den lung hin zu mehr ethnisch orientierten Ange- täglichen Bedarf (auch medizinische Thera- boten und Imbiss-Gastronomien. Die Vielfalt pieangebote, Geldinstitute) vorhanden. Im ist aber auch Abbild des Geschäftssinns und Gewerbegebiet Freigrafenweg, das direkt an der schwindenden Kaufkraft im Quartier. Viele das Soziale Stadt-Quartier grenzt, findet sich Geschäftstreibende bauen sich eine weitere zudem ein klassischer lokaler Gewerbemix mit Stütze neben ihrem Regelangebot auf. So gibt Autowerkstatt, Tischlerei, Klempner, kleinem es beim Backwarenladen polnische Speziali- Bauunternehmen, Fleischerei etc.. An der Bo- täten und ein Tabak- und Lotto-Laden dient delschwingher Straße befinden sich zudem ein zusätzlich als Post-Station. Autohaus und ein Bestatter.

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Angebotsveränderung: vom Frischemarkt zum Non-Food-Händler

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Umstrukturierungsprozesse Café musste allerdings weichen. Die wiederum im lokalen Geschäftsbesatz frei werdenden Räumlichkeiten werden nun durch Discounter PENNY, der über ein ähnli- Zahlreiche inhabergeführte Geschäfte haben ches Sortiment wie NETTO verfügt, genutzt. in den letzten Jahren ihren Betrieb eingestellt. So gab es an der Westerfilder Straße im Jahr Im gemeinsamer Betrachtung mit dem KIK- 2008 noch zwei Optiker, einen Innenausstat- Markt, der sich in direkter räumlicher Nähe ter/Gardinenstudio, ein Schuhgeschäft sowie befindet, ist im Bereich der Westerfilder mehrere Blumenläden. Dieser ehemals für Straße 29 bis 40 heute eine Häufung von Dis- Vororte typische Besatz findet sich heute nur count-Anbietern im Lebensmittel- wie auch im noch in Stadtquartieren mit mehr Kaufkraft Non-Food-Bereich festzustellen. Die Konkur- oder größerem Einzugsgebiet. Aktuell sind renzsituation lässt vermuten, dass es hier zu immer noch Umstrukturierungsprozesse er- weiteren Veränderungen kommen wird. kennbar, wie es sich bspw. an der Westerfilder Straße zeigt. Dem türkischen Lebensmittel- Diese Orientierung hin zu Discount- und Im- und Gemüseladen folgte nach kurzzeitigem bissangeboten kann einerseits ursächlich im Leerstand die Handelskette TEDI, die dem Wandel der Bevölkerungs- und Kundenstruk- Bereich der Non-Food-Discounter zuzuordnen tur gesehen und insbesondere als Ausdruck ist und hauptsächlich Haushaltswaren, Deko- schwindender Kaufkraft betrachtet werden, rations- und Freizeitartikel anbietet und damit andererseits auch auf die allgemeinen Ten- auch in Konkurrenz zu bestehenden Anbietern denzen des Strukturwandels im Einzelhandel von Haushaltswaren entlang der Westerfilder zurückgeführt werden. Straße tritt. Als Nachfolge für wegfallende Einzelhandels- Nach der Eröffnung des REWE-Marktes an der angebote rücken in verschiedenen Fällen auch Bodelschwingher Straße im Jahr 2013 und der Dienstleistungsangebote nach. Diese Entwick- Schließung des Marktes an der Westerfilder lung, die insbesondere entlang der Wester- Straße im Frühjahr 2014 hat der NETTO-Dis- filder Straße zu beobachten ist, bezieht sich counter das Ladenlokal bezogen und sich zu- vorrangig auf persönliche Dienstleistungen, dem ein Imbiss angesiedelt. Der Bäcker nebst wie Friseure, Kosmetik und Nagelstudios.

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Umzug und Neuansiedlung von Discountern

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Trotz des Umstrukturierungsprozesses gibt es zahlreiche Geschäfte, die auf eine langjährige Tradition zurückblicken mit 40 oder gar 60 Geschäftsjahren im Familienbetrieb. Über die Jahre konnten sich viele Geschäfte durch enge Kundenbindung eine treue Stammkundschaft aufbauen, die heute von zentraler Bedeutung für Geschäftstreibende ist. So bleiben die Kund/innen den Betrieben verbunden, auch wenn sie den Stadtteil verlassen haben und fortgezogen sind. Der Service der Geschäfts- treibenden wird geschätzt, die Kaufkraft kommt so mitunter von außerhalb der Stadt- teilgrenzen. Nutzungsänderung am Marktplatz in Folge von Geschäftsaufgaben

Nichtsdestotrotz gab und gibt es zahlreiche Veränderungen beim Geschäftsbesatz entlang der Hauptachsen. Bewohner/innen berichten von wichtigen Funktionen, die mit dem Weg- brechen des Einzelhandels ebenfalls aus den Stadtteil verschwanden, so dienten die Ein- zelhandelsstandorte auch als wichtige Treff- punkte für die Bewohnerschaft. Die aktuellste Schließung bestätigt diesen Trend. Die Apo- theke an der Westerfilder Straße 20 hat Ende Juni 2018 ihren Standort aufgegeben. Damit verliert Westerfilde nicht nur eine Apotheke, sondern auch einen für die Bewohnerschaft wichtigen Kopierservice.

Nutzungsänderung am Marktplatz in Folge von Geschäftsaufgaben Entwicklung der Leerstände entlang der Hauptachsen

Insgesamt gab es bislang immer nur einzelne, temporäre Leerstände. Diese haben sich aller- dings nicht verfestigt, sondern neue Nutzun- gen gefunden. In seltenen Fällen kommt es aber auch zu längeren Leerständen. Gespräche mit Immobilienbesitzer/innen zeigen, dass die Gründe für längere Leerstände nicht not- wendigerweise ein Zeichen für eine schlechte Vermietbarkeit sind. Oftmals sind es auch die Verwertungsinteressen der Eigentümer/innen, die einer kurzfristigen Vermietung entgegen- stehen. Leerstand

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Gastronomische Angebote im Quartier zu kommen und Handlungserfordernisse und Ansatzpunkte für Verbesserungen zu erarbei- Im Sektor der gastronomischen Angebote ten. Es wurden bereits Gespräche geführt, um zeigt sich (wie in zahlreichen vergleichba- die unternehmensbezogene Sichtweise so- ren Stadtteilen), dass die Mehrzahl der alt wohl auf das Geschäft als auch den Geschäfts- eingesessenen Gastronomiebetriebe in der standort, Beratungsbedarfe baulicher und Zwischenzeit aufgegeben hat. Nachgerückt energetischer Natur sowie die Bereitschaft sind in der Regel Angebote aus dem niedrig- zur gemeinsamen Weiterentwicklung des preisigen Segment, die eher dem Bereich der Geschäftsstandortes in Erfahrung zu bringen. Fast-Food-Gastronomie zuzurechnen sind. Nachfolgend sind einzelne Sichtweisen der Außerdem mangelt es im Stadtteil an einem Einzelhändler/innen auf den Geschäftsstand- Café oder einer vergleichbaren Einrichtung ort entlang der Westerfilder Straße darge- abseits der Eisdiele und den Sitzgelegenheiten stellt: des SB-Bäckers. Auch hier bedeutet dies für die alteingesessene Bewohnerschaft, dass Treff- • „Mit dem Fortzug des Rewe-Marktes aus punkte als wichtige Orte für soziales Leben Westerfilde sind ganze Kundenschichten nicht mehr zur Verfügung stehen, sodass hier verschwunden.“ negative Effekte nicht nur auf Immobilien- • „Es gibt zu viele Nagelstudios im wirtschaft und Image der Siedlung, sondern Geschäftsbereich und nur Läden, die auf auch auf Lebensqualität und Gemeinwesen zu das niedrige Preissegment ausgerichtet beobachten sind. sind. Firmen mit wenig Standortbezug, wie Logistik, sind ebenfalls negativ.“ Gemeinschaftliche Aktivitäten • „…verkaufsoffene Sonntage in der der Händler Vergangenheit waren auch nicht sonder- lich erfolgreich.“ Der Gewerbeverein Westerfilde-Bodel- • „Insbesondere auf der Westerfilder Straße schwingh, der seit dem Jahr 2009 aktiv war, herrscht viel Konkurrenz (Anm.: Gastro- hat seine Aktivitäten im Stadtteil eingestellt. nomie im Niedrig-Preis-Segment), da es Wurde in der Vergangenheit bspw. das Som- viele Läden mit ähnlichem Angebot gibt. merfest durch ihn initiiert und wesentlich Laufkundschaft gibt es in Westerfilde nur organisiert, sucht das Sommerfest nun neue wenig. Es wird daher versucht sich auf das Organisatoren. In Folge der Geschäftsschlie- Liefergeschäft zu konzentrieren.“ ßungen von Einzelhändlern, die das Engage- • „Nein, leider haben sich die Erwartungen ment der ISG wesentlich getragen hatten, sind in den vergangenen Jahren nicht erfüllt. auch die gemeinsamen Aktivitäten eingestellt ‚Die guten Jahre sind vorbei‘, die Konkur- worden. Unter den einzelnen Geschäftstrei- renz aus dem Internet ist groß. Verbessern benden gibt es zwar Kontakte, aber keine ge- muss sich für die Geschäfte die Zahlungs- meinsamen Aktionen mehr für den Stadtteil. fähigkeit und -bereitschaft. Zudem muss es Erste Gespräche mit den Geschäftstreibenden sicherer in Westerfilde werden.“ verdeutlichen, dass der Nutzen von gemeinsa- • „Die große Stärke sind die geringen men Aktionen wie verkaufsoffenen Sonntagen Mieten bei eigentlich guter und zentraler stark angezweifelt wird. Lage im Vorort. (…) grundsätzlich zunächst zufrieden, teilweise könnte das Ergebnis Seit 2016 ist ein Aufgabenfeld des QM vor besser sein. Die Zahlungsbereitschaft der Ort, mit den Gewerbetreibenden in Kontakt Kunden ist nicht hoch.

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Die Kunden kommen aus Westerfilde und Bodelschwingh, aber auch Mengede und Nette. Das ist der größte Teil. Nur Kunden aus Westerfilde würden nicht reichen, um den Betrieb zu führen. Die Kunden von außerhalb kommen insbesondere auf Emp- fehlung.“

Weiterer Handlungsbedarf

und nächste Schritte

Der Erhalt der Nahversorgungsfunktion der beiden Hauptachsen bleibt eine zentrale Her- ausforderung im Arbeitsfeld lokale Ökonomie. Geringe und weiter rückläufige Kaufkraft, insbesondere im Zentrum von Westerfilde mit den absehbaren Folgen für die lokale Öko- nomie und Gebietsentwicklung, machen dies zu einer Herausforderung. Die Entwicklung sowohl im Bereich der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs wie auch bei Finanz- dienstleistungen und medizinischen Angebo- ten wird vom QM weiterhin genau verfolgt.

Um die Händlerschaft als Akteur der Stadt- entwicklung im Ortsteil zu stärken, werden in einem ersten Schritt die bereits begonnen Ex- pertengespräche mit den Geschäftstreibenden weiter intensiviert. In einem nächsten Schritt sollen, die Akteure miteinander in Austausch gebracht werden, bspw. über einen „Runden Tisch Gewerbe“. Dabei ist es Ziel, gemeinsame Aktionen zu initiieren, um die Kooperation zwischen den Gewerbetreibenden zu stärken.

Auszug aus den Ruhrnachrichten vom 23. August 2018 Eine gute Möglichkeit, dies auch finanziell zu unterstützen, bietet der Stadtteilfonds. Dieser ist im Quartier bereits sehr gut angelaufen (siehe Kapitel 2), hat jedoch noch ausreichend finanziellen Spielraum, um weitere Aktionen zu ermöglichen. Dies soll nun verstärkt im Be- reich der lokalen Ökonomie angegangen wer- den. Der zunächst im InHK 2014 vorgesehene

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zweite Fonds (Verfügungsfonds) wird daher die Gewerbetreibenden kaum mit Aktio- als nicht mehr erforderlich angesehen. nen lockten. Daher sind hier zusätzliche Beratungen notwendig. Anlassbezogen können Kooperationsmög- • Denkbar ist außerdem die Förderung be- lichkeiten auch durch die engere Einbindung sonderer Aktionen durch den Stadtteil- in die Aktivitäten rund um das Sommerfest fonds. Bislang konnte das QM zwei Anrai- geschaffen werden. Hier ist es denkbar, einen ner des Marktplatzes für eine gemeinsame separaten Runden Tisch Gewerbetreibende Aktion zu Weihnachten am Marktplatz einzurichten, der durch persönliche Kontakte gewinnen (z. B. Beleuchtung, Weihnachts- die Abstimmung der Aktivitäten fördert. In bäume). In den kommenden Gesprächen enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförde- mit den Gewerbetreibenden soll überprüft rung Dortmund sollen zudem die Handlungs- werden, ob weitere Teilnehmer für eine felder Stadtteilmarketing und lokale Ökono- solche Aktion gefunden werden können. mie besser verknüpft werden. Begleitend zum Aufbau von Kooperationsstrukturen ist es Ziel Eine Chance, nicht nur für die lokale Ökono- die Werbemaßnahmen auszubauen bzw. zu mie sondern auch für die Verbesserung der verbessern. Erste Ideen hierzu wurden bereits Wegebeziehungen und das Zusammenwach- formuliert: sen von Westerfilde & Bodelschwingh bietet das Gelände der ehemaligen Zeche Westhau- • Im Rahmen des Stadtteilmarketings kön- sen. Für diese 1,8 ha große Industriebrache nen Portraits der einzelnen Gewerbetreiber mit altem Gebäudebesatz (Produktions- und erstellt und veröffentlicht werden. Durch Lagerhallen), die prominent zwischen Spe- das Erzählen von Geschichten und lokalen ckestraße und Bodelschwingher Straße liegt, Eigenheiten, wie etwa den ungewöhn- erarbeitet die Wirtschaftsförderung derzeit lichen Sortimenten, wird ein Bewusstsein gemeinsam mit den Eigentümern neue Nut- für das lokale Angebot geschaffen und den zungsperspektiven. Geschäften ein Gesicht gegeben. Möglich- keiten der Präsentation der Portraits müs- sen erarbeitet werden. Denkbar sind unter anderem der Newsletter, ggf. die Quartiers- homepage, Schaufenster oder Gratis-Me- dien. Die Quartierszeitung der Rheinischen Straße kann bei der Akquise als Referenz verwendet werden. • Als Maßnahme kann perspektivisch ebenso ein verkaufsoffener Sonntag dienen (frü- hestens 2020, da für 2019 keiner vorgese- hen). Grundlegend benötigen die Gewer- betreibenden hier Unterstützung bei der gemeinschaftlichen Organisation. Bei den Veranstaltungen in den Jahren 2015 und 2016 beklagten die Gewerbetreibenden jedoch die geringe Resonanz und Besucher- zahlen. Ein Grund hierfür könnte sein, dass

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6. Das Image des Quartiers nach innen

und außen verbessern

STÄRKEN SCHWÄCHEN

• Positionierung des Quartiers erfolgt: • sehr schlechtes Außenimage Westerfildes naturnah, vielfältig dynamisch • zwei Stadtteile mit sehr unterschiedlichem • Werteversprechen formuliert: Außen Image grün – innen bunt • sehr viel negative Berichterstattung/Fotos • Akteure engagieren sich für auf Suchmaschinen Imageverbesserung • Akteure stehen hinter neuem Logo/Claim • Wohnungsunternehmen setzen öffentlichkeits- wirksame Zeichen (z. B. Künstlergärten)

Ein gutes Quartiersimage hat einen hohen forderung. Der Stadtteil Westerfilde wurde Stellenwert für das Gelingen des Stadt- zu Beginn des Stadterneuerungsprozesses erneuerungsprozesses in Westerfilde & Bodel- nicht nur lokal, sondern sogar überregional als schwingh. Das gilt sowohl für die Innensicht Prototyp eines Quartiers dargestellt, in dem der Bewohner/innen und Akteure als auch die Finanzinvestoren das Geschehen bestimmten Außensicht auf das Quartier. und durch verfehlte Belegungspolitik und geringes Standortinteresse eine Abwärtsspira- Imageverbesserung ist auf der einen Seite le des Stadtteils verursachten. Die Ruhr Nach- zentral für eine positive Stadtteilentwicklung, richten titelten im September 2014 in einer auf der anderen Seite eine sehr große Heraus- großen, preisgekrönten Multimedia-Reporta- ge „Westerfilde – ein Stadtteil am Abgrund“. Die Süddeutsche Zeitung nannte Westerfilde nach der Kommunalwahl Dortmunds „Neue Nazi-Hochburg“. Hinzu kommen Berichte von Quartiersbewohner/innen, die berichteten, dass Jugendliche, die sich mit Westerfilder Adresse auf einen Ausbildungsplatz beworben hätten, aufgrund ihres Wohnstandortes nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden wären. Die Außenwahrnehmung Westerfildes wurde in dieser Zeit nachhaltig geschädigt.

Dies hatte auch Einfluss auf die Eigenwahr- nehmung der Bewohner/innen. So zeigte sich in den Nachbarschaftsgesprächen, die das QM gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen führte, dass sich die negative Außenwahrneh- mung auch auf die Selbstwahrnehmung der Bewohner/innen übertrug und die Innensicht Auszug aus der Waltroper Zeitung

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dementsprechend negativ prägte. Eine nach- lichkeitsarbeit kommen aus dem Quartier. haltige Imageverbesserung kann deswegen • Zentrales Kennzeichen der Öffentlichkeits- nur funktionieren, wenn es gelingt, zunächst arbeit ist ihre Glaubwürdigkeit. Statt ein die negative Innensicht der Menschen im glorifizierendes Bild zu zeichnen, werden Quartier umzukehren. Insofern haben sich die Stärken, Fortschritte, Verbesserungen und Prioritäten in Bezug auf notwendige Maßnah- Aufwertungen aktiv vermarktet. men der Kommunikation und Öffentlichkeits- • Die Menschen im Quartier sollen befähigt arbeit verschoben. werden, ihre Aktivitäten und ihren Stadtteil selbst zu präsentieren, entspre- Beschrieb das InHK 2014 noch die möglichst chende Kommunikationsinstrumente, frühzeitige Erstellung eines hochwertigen -wege und -formate müssen entwickelt Marketing- und Kommunikationskonzeptes werden. durch eine entsprechend erfahrene Agentur • Das Stadtteilmarketing soll gemeinsam mit als erste Priorität, so stehen heute die Anspra- dem Stadtteil, den Akteuren, Gewerbetrei- che der Bewohnerschaft und die Einbindung benden, Schulen etc. entwickelt werden. der Akteure in die Öffentlichkeitsarbeit an erster Stelle. Die im Kapitel Gemeinwesen be- Die Kommunikation der Aktivitäten der Stadt- schriebenen Nachbarschaftsgespräche und die erneuerung nach außen und die kommunikati- Aktivitäten, die aus diesen generiert werden, ve Einbindung in einen Gesamtzusammenhang stellen also bereits einen wichtigen Baustein in Richtung örtliche Presse erfolgt über ca. an der Arbeit am Innenimage des Quartiers vierteljährliche Pressegespräche im Quartiers- dar, selbiges gilt für den Stadtteilfonds und büro. Zudem wird für zentrale Aktivitäten im insbesondere für das Sommerfest, das mittler- Quartier themenbezogen eigene Pressearbeit weile mehr als 5000 Besucher/innen pro Jahr betrieben (Marktplatz, Sommerfest, Freiraum- zu verzeichnen hat. konzept, Fachgespräch Wohnen, Stadtteil- marke etc.), und auch die Öffentlichkeitsarbeit Die Öffentlichkeitsarbeit bestärkt die positiven im Quartier verorteter Projekte (DoNaPart, Seiten der Stadtteilentwicklung und wirkt sich Netzwerk INFamilie, Aktionsplan Soziale Stadt neben der Innensicht auch auf die Außen- Dortmund, Integrationsnetzwerk „lokal will- wahrnehmung positiv aus. kommen“, Freiwilligenagentur, InnovationCity roll out) bietet viele Anlässe für eine positive Der Beschluss zum „Stadtteilmarketing“ (DS Berichterstattung über das Quartier. Nr. 04801-16) der Bezirksvertretung Mengede vom 22.06.2016 beschreibt die wesentlichen Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Presse- Eckpunkte, Herausforderungen und Aufga- berichterstattung über das Quartier deutlich ben des Stadtteilmarketings für Westerfilde & gewandelt hat. So titeln die Ruhr Nachrichten Bodelschwingh: am 17. Januar 2016 „Westerfilde – Ein Stadt- teil auf dem Weg der Genesung“, im Anschluss • Gegenstand der Öffentlichkeitsarbeit an einen Pressetermin mit den Wohnungs- sind die Stadtteile Westerfilde und Bodel- unternehmen im Sommer 2017 berichtete die schwingh, nicht nur das InHK und seine Lokalzeit Dortmund des Westdeutschen Rund- Umsetzung. funks in einem ausführlichen Bericht sehr posi- • Die Inputs zu den Aktivitäten der Öffent- tiv über die Modernisierungsaktivitäten der

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Unternehmen und ihre gute Zusammenarbeit tikeln wird über wichtige Ereignisse, Aktionen mit der Stadt, das Lokalmagazin dortmund24. und Angebote berichtet, bspw. zu Vereinsak- de titelte „Wohnungsbauer und Stadt arbeiten tivitäten, Stadtteilfonds-Projekten oder auch zusammen“. Fördermöglichkeiten für Eigentümer/innen.

Neben der durch die Stadterneuerung koordi- Die Akteure aus dem Quartier werden mit nierten Pressearbeit wird vom QM ein News- eingebunden und steuern auch selbst Berichte letter herausgegeben. Dieser erscheint etwa bei. Besonders gilt dies für Termine, die einen fünfmal im Jahr und informiert in elektroni- wichtigen Teil des Newsletters ausmachen. scher Form über die wichtigsten Neuigkeiten Der Newsletter fungiert so als „schwarzes aus dem Quartier sowie die Aktivitäten der Brett“ in elektronischer Form und nimmt die Stadterneuerung. Durch den Newsletter wird wichtigsten Termine aus dem Quartier mit sichergestellt, dass auch kleinere Aktionen, die auf. in der Presse nicht unbedingt Erwähnung fin- den, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich Der Newsletter wird dem Adressverteiler des gemacht werden. Damit sollen die Stärken des QMs per Email zugesendet, kann aber eben- Quartiers deutlich gemacht und Aktivitäten falls per Link abgerufen werden und ist in die beworben werden. In acht bis zehn kurzen Ar- Seiten zur Stadterneuerung eingebunden. Über den Link wird der Newsletter auch in Sollte diese Nachricht nicht richtig angezeigt werden, lesen Sie die Web-Kopie den sozialen Medien verbreitet.

den sozialen Medien verbreitet.

Soziale Medien haben sich in den vergange- nen Jahren in der Lebenswelt vieler Menschen etabliert. Viele Diskussionen über Quartiere, Kommentare sowie Einladungen zu Veranstal- tungen laufen über Online-Plattformen und sind aus dem Alltag vieler, insbesondere jün- gerer Menschen, nicht mehr wegzudenken. Insbesondere in Westerfilde ist die Nutzung von Social Media mit Quartiersbezug sehr aus- geprägt, so diskutiert das Quartier rege vor al- lem über zwei Facebook-Gruppen, die Gruppe Do-Westerfilde mit fast 1200 Mitgliedern und die Gruppe Dortmund Westerfilde – My Home mit 550 Mitgliedern.

Um neben der Pressearbeit und dem Newslet- ter noch weitere Bevölkerungsschichten zu er- reichen, wurde eine Facebook-Seite zum „QM Westerfilde & Bodelschwingh“ eingerichtet. Im Gegensatz zu Newsletter oder Pressebe- richten kann über die Plattform zeitlich direkt am Geschehen agiert werden, Informationen werden in kleinen Einheiten übermittelt. Durch die Möglichkeit zum Kommentieren

NEWSLETTER WESTERFILDE • BODELSCHWINGH
ZU BEGINN Liebe Leserinnen und Leser, seit etwas mehr als einem Jahr sind wir nun als Quartiersmanagement Westerfilde • Bodelschwingh im Stadtteil tätig und seit der offiziellen Eröffnung am 13. Mai auch deutlich sichtbar im Quartiersbüro an der Westerfilder Straße 23. Das Quartiersmanagement soll Ihnen als Anlaufstelle rund um die Umsetzung des Programms 'Soziale Stadt Westerfilde • Bodelschwingh' dienen. Wir verstehen uns als Netzwerker zwischen Bürgerschaft, Immobilieneigentümer/innen, Institutionen, Einrichtungen und Vereinen, Verwaltung und Politik. Wir beantworten Fragen, vermitteln Kontakte, greifen Anregungen und Ideen für den Stadtteil auf. Als Impulsgeber aktivieren und bündeln wir das Engagement und unterstützen Sie dabei, Projekte zu entwickeln, Initiativen aufzubauen, Gleichgesinnte für Aktionen zu finden, hierfür Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Besuchen Sie uns gerne im Quartiersbüro zu unseren Sprechzeiten dienstags von 10 bis 14 Uhr und mittwochs von 14 bis 18 Uhr und kommen Sie bei einer Tasse Kaffee mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns Ihnen die erste Ausgabe des Newsletters Westerfilde • Bodelschwingh zu präsentieren. Mit unserem Newsletter möchten wir Sie über Neuigkeiten und Aktionen im Quartier, aber auch über unsere Arbeit als Quartiersmanagement informieren und eine Übersicht über aktuelle Termine im Quartier bereitstellen. Der Newsletter des Quartiersmanagements wird zukünftig etwa vierteljährlich erscheinen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Team des Quartiersmanagements Westerfilde • Bodelschwingh, Dirk Ruß • Juliane Hagen • Silke Freundenau • Christoph Schedler
NEUIGKEITEN RUND UM DAS QUARTIER
FEIERLICHE ERÖFFNUNG DES WESTERFILDE UND BODELSCHWINGH QUARTIERSBÜROS FEIERN IHR SOMMERFEST

Durch die Möglichkeit zum Kommentieren Digitales „schwarzes Brett“ für den Stadtteil: der Newsletter wird ein virtueller Raum zum Austausch und

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zur Diskussion über das Quartier gegeben. Zu- dem können Videos und Bilder geteilt werden sowie Berichte oder andere interessante Infor- mationen verlinkt werden.

Seit Juni 2017 ist das QM auf Facebook aktiv und schickt wöchentlich zwischen zwei und fünf Posts ab. Diese sind kurz und prägnant verfasst und richten sich in direkter, persön- licher Ansprache an die Nutzer/innen. Zudem wird mit anderen Auftritten von Akteuren aus dem Quartier interagiert, Bilder und Veranstal- tungen werden geteilt und über die Stärken des Quartiers kommuniziert. Damit trägt der Facebook-Auftritt nicht nur zur Imagever- besserung, sondern auch zur Vernetzung der Akteuren und Bewohner/innen bei.

Mit dem Slogan „Außen grün – innen bunt“ präsentieren sich Westerfilde & Bodelschwingh seit dem Sommer 2018. Entwickelt haben den Slogan zahlreiche Aktive aus dem Quartier gemeinsam mit dem QM und der Stadterneue- rung. Beteiligt waren: die FABIDO Kita Specke- straße, der Heimatverein, die Kirchengemein- Das QM auf Facebook: de Mariä Heimsuchung, die Maschinenfabrik direkte Ansprache und unmittelbare Teilhabe am Stadtteilleben Völkmann, der Mengeder Ferien- und Freizeit- spaß, der Mieterbeirat, die Noah Kirchenge- meinde, die OGS der Westhausen Grundschule, die Reinoldi Sekundarschule, der Fußballver- ein Rot-Weiß Germania, SJD-Die Falken, das Sprachzentrum Westerfilde, die Stadtteilmüt- ter, der TV Eintracht und die Vonovia SE.

In drei Workshops und vielen Stunden ge- meinsamer Analyse- und Kreativarbeit wurden neben dem Slogan die Grundlagen für ein Logo entwickelt, das die Vielfalt des Quartiers abbildet. Neben einem schlichten, klassischen Logo gibt es nun das Quartier in vielen klei- nen Einzelbildern, die sich zu immer wieder anderen Landschaften zusammensetzen lassen – wie in einem Wimmelbild. Auf diese Weise kann die Vielfalt in Westerfilde und Bodel- schwingh dargestellt werden. Das neue Logo für Westerfilde & Bodelschwingh

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In der Summe bilden sie Westerfilde & Bodel- schwingh so ab, wie die Arbeitsgruppe das Quartier empfindet: als ehrlich, heiter und selbstbewusst, als lokalpatriotisch und gelas- sen, als gemeinschaftlich und multikulturell, als offen und integrierend, als lebendig und als 100 Prozent Ruhrpott.

Die Zusammenarbeit mit der breit gefächerten Gruppe zentraler Quartiersakteure hat nicht nur den Grundstein für eine Markenbildung gelegt, sondern vielmehr auch einen neuen Zusammenhalt unter den Beteiligten, über Das neue Quartierslogo – eine selbstbewusste Marke die Stadtteilgrenzen von Westerfilde & Bodel- schwingh hinaus, begründet. Das Logo ist in Kürze frei verfügbar und soll sich dann schnell verbreiten. Dafür haben die Akteure bereits viele Ideen für die Anwen- Weiterer Handlungsbedarf dung des Logos entwickelt.

und nächste Schritte

So ist es bereits probeweise zum Einsatz ge- kommen: in Form von Buttons auf dem Volle Unterstützung bekommt die neue Mar- Sommerfest des Quartiers sowie als Wimpel- ke auch von der Lokalpolitik. Eine Delegation ketten und Aufkleber bei der Kirmes in Bodel- der Aktiven hat der Bezirksvertretung die schwingh. Diese erhielt mit dem Riesenrad Entwürfe vorgestellt. Die Zielsetzung für die gleich ihr eigenes Motiv. weitere Arbeit an der Stadtteilmarke geht über das Produkt „Marke“ hinaus: Im Idealfall Die Agentur LaborB, die die Marke ent- wird in diesem Arbeitszusammenhang über wickelt hat, hat viele dieser kleinen Motive die Entwicklung der Stadtteilmarke hinaus ein entworfen, die alle zusammen das Quartier Arbeitskreis aus Quartiersakteuren gebildet, ausmachen: vom Schloss Bodelschwingh über der an der Etablierung der Marke im Quartier den Malakowturm bis zum Hochhaus, vom arbeitet, ggf. mit einem eigenen Budget für Skateboardfahren bis zum Grillen und Chillen. Marketingmaßnahmen.

Bei der aktuellen Zusammensetzung der Grup- pe (Vertreter/innen aus den Bereichen Kinder/ Jugend, Bildung, Vereine, Sport, Senioren, lokale Ökonomie, Kirche, Heimat, Wohnungs- unternehmen etc.) bietet sich dieser Kreis auch für Maßnahmen an, die eine langfristige Absicherung einer guten Imagearbeit für das Quartier garantieren. Dies kann durch Kom- munikations- und Social-Media-Schulungen, SEO-Seminare (Suchmaschinenoptimierung) sowie fortlaufende Entwicklung imagebilden- der Projekte etc. geschehen.

Unter professioneller Anleitung erarbeiten Quartiersakteure gemeinsam eine Marke

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Anhang

Übersicht Soziale Infrastruktur (Stand: Oktober 2018 )

I Kinderbetreuung • FABIDO Familienzentrum Biehleweg • FABIDO-Familienzentrum Speckestraße 15 • FABIDO-Familienzentrum Speckestraße 17 • FABIDO-Kindergarten Wattenscheidskamp • Kath. Kindergarten Mariä Heimsuchung

II Schulische Versorgung • Westhausen-Grundschule • Reinoldi Sekundarschule

III Kinder und Jugendliche • AG Mengeder Ferienspaß e. V. • Bund der Pfadfinder Stamm Vagabunden • Ev. Noah-Gemeinde • Falkentreff Westerfilde • Förderverein der Westhausen-Grundschule • Jugendfreizeitstätte KESS • Katholische junge Gemeinde Dortmund im Gemeindezentrum Mariä Heimsuchung • Netzwerke: • AG § 78 SGB VIII – Ortsgruppe Westerfilde • Netzwerk INFamilie

IV Sport • AC Hörde 04 e. V. • BSG Mengede ‚90 • Dortmunder Budo SV e. V. • 1. Judogemeinschaft Dortmund e. V. • Olympic Kampfsportschule Dortmund (OKSS) • Rot-Weiß Germania 11/67 e. V. • SC-Bodelschwingh 1962 e. V. • TanzSportGemeinschaft Bodelschwingh e. V. • TV 1890 Mengede e. V. • TV Eintracht 1885 e. V. Dortmund-Bodelschwingh • Westdeutscher Tischtennis-Verband e. V. - TTC Dortmund-Westerfilde

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V Seniorenarbeit • Alloheim Senioren-Residenz Schloss Westhusen (Stationäre und Kurzzeitpflege) • AWO Begegnungsstätte Westerfilde • Evangelische Noah-Kirchengemeinde Dortmund • Gruppe Bodelschwingh und Westerfilde im Heimatverein Mengede e. V. • Kath. Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung, Dortmund-Bodelschwingh • Kleingärtnerverein Am Schloßweg e. V. • Lebenshilfe Demenz WG • Pflegedienste Evitas und Hemker • Quartettverein Sangesfreunde • Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung e. V. (REVAG) • Seniorenbüro Mengede – Vor-Ort-Sprechstunde • Tagespflege Lebenswert • Wohngemeinschaften für Menschen mit pflegerischem Bedarf: 4 Wohngemeinschaften in der Speckestraße und der Westerfilder Straße mit insgesamt 25 Plätzen • Netzwerke • Runder Tisch Seniorenarbeit

VI Migrant/innenarbeit • Bastelgruppe der Jugendfreizeitstätte KESS • Bürgerwohnung - Bildung für Westerfilde e. V. • Elterncafé mit Stadtteilmutter • Frauengruppe der AWO Begegnungsstätte Westerfilde • Integratives Beratungsangebot durch die Psychologische Beratungsstelle • lokal willkommen – Stadt Dortmund und Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH • Mengede hilft e. V. • Mevlana-Moscheeverein Mengede • OKU Bildungs- und Begegnungsstätte e. V. • Russische Gruppe in der Evangelischen Noah-Kirchengemeinde Dortmund

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VII Soziale Beratungs- und • Aktionsbüro des Jobcenters Unterstützungsangebote • Aktionsraumbeauftragte - Stadt Dortmund • Allgemeine Sozialberatung für die Mieter/innen der Vonovia • Ausbildungspakt der Reinoldi-Sekundarschule • Bürgerwohnung - Bildung für Westerfilde e. V. • Energiesparservice des Caritasverbands Dortmund e. V. • Evangelische Noah-Kirchengemeinde Dortmund • Familienbüro - Stadt Dortmund • Familienzentren Speckestraße und Biehleweg • FreiwilligenAgentur Dortmund - Verein zur Förderung der freiwilligen Tätigkeit in Dortmund e. V. • Jugendhilfedienst - Stadt Dortmund • Kath. Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung, Dortmund-Bodelschwingh • lokal willkommen – Stadt Dortmund und Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGbmH • Mengede hilft e. V. • Mieterbeirat • Psychologische Beratungsstelle Mengede - Stadt Dortmund • Quartierskümmerer – Stadt Dortmund • Quartiersmanagement Westerfilde-Bodelschwingh • Schulsozialarbeit der Westhausen-Grundschule und der Reinoldi-Sekundarschule • Stadtteileltern des Diakonischen Werks Dortmund und Lünen gGmbH • Vor-Ort-Sprechstunde Seniorenbüro

Übersicht Projekte Stadtteilfonds (Stand: Oktober 2018 )

ProjekttitelAntragsteller
Wandgestaltung mit SchullogoWesthausen-Grundschule
Frühlingsfest Bürgergarten 2017Falkentreff Westerfilde
Bühne, Bühnentechnik/-programm und Öffentlichkeitsarbeit – Sommerfest 2017AG Mengeder Ferien- und Freizeitspaß e. V.
GartenprojektJFS Westerfilde / Jugendamt Dortmund
Gruselhaus in den HerbstferienJFS Westerfilde / Jugendamt Dortmund

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ProjekttitelAntragsteller
DJ-WorkshopEvangelische Noah-Kirchengemeinde Dortmund
Insel des guten Lebens auf dem Westerfilder MarktplatzProjekt DoNaPart
Straße der KinderrechteFalkentreff Westerfilde / AG Energieverteiler
Fahrradnachmittag in Westerfilde-BodelschwinghProjekt DoNaPart
Bodelschwingh-TurntagTV Eintracht Bodelschwingh
Osterhasen in WesterfildeFörderverein Reinoldi-Sekundarschule
Weihnachtsflair und Weihnachtsaktion auf dem Westerfilder MarktplatzTagespflege Lebenswert
Gelebter Adventskalender in Westerfilde-BodelschwinghGruppe Bodelschwingh und Westerfilde im Heimatverein Mengede e. V.
Freifunk-Netz für WesterfildeDieter McDevitt
Begleitprogramm zum „Fußballfest – der Sportpark im Odemsloh lädt ein“Rot-Weiß Germania 11/67 e. V.
Infrastruktur, Bühne, Bühnentechnik und -programm und Öffentlichkeitsarbeit – Sommerfest 2018AG Mengeder Ferien- und Freizeitspaß e. V.
Frühlingsfest Bürgergarten 2018Falkentreff Westerfilde in Kooperation mit DoNaPart und „lokal willkommen“
Kubanischer Tanzkurs mit Abschlussfest KubanachmittagFalkentreff Westerfilde
Verschönerung einer Zaunanlage am SchulhofVerein der Freunde der Westhausen-Grundschule e. V.
Umgang mit dem Pferd – Selbsterfahrung für Kinder der OGS WesthausenReitverein Kirchlinde e. V.
Sandkasten für den BürgergartenAnwohnerin gemeinsam mit dem Falkentreff Westerfilde
Ausstattung für die RadwerkstattDiakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH
TauschschrankAnwohnerin gemeinsam mit DoNaPart

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Projektbögen: Kinder- und Jugendbereich

ProjektnameEltern werden – und die Welt steht Kopf
Projekt- beschreibungDer ausgewählte Stadtteil hat, wie im integrierten Handlungskonzept dargestellt, überdurchschnittliche Arbeitslosen- und Leistungsempfängerquoten, insbeson- dere liegt die Zahl von Familien mit Kindern im SGB II-Bezug deutlich höher als gesamtstädtisch. Angebote für Familien mit Kleinkindern fehlen im Stadtteil, es finden nur vereinzelt Maßnahmen in den konfessionellen Einrichtungen statt. Um auf die aktuellen Bedarfe eingehen und junge Familien adäquat begleiten zu können, bedarf es innovativer Zugänge und individueller Angebote, insbesondere da es immer weniger freiberufliche Hebammen gibt, die Familien in der frühen Elternschaft begleiten und beraten. Erfahrungswerte und Analysen zeigen, dass werdende Eltern vor allem in ungünstigen sozialen Milieus und Familien mit Mig- rationshintergrund Informationen und Unterstützung benötigen. Problemlagen sind vor allem: • lückenhafte Teilnahme an Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen • geringe Inanspruchnahme von Wochenbettbetreuungen durch Hebammen • unzureichende Kenntnisse über kostenfreie bzw. kostengünstige Informations- und Beratungsangebote vor und nach der Geburt • Nach einer Abfrage junger Eltern in allen Dortmunder Stadtteilen ist festzu- stellen, dass ein Drittel aller Frauen keine oder nur vereinzelt Regelangebote annimmt und nutzt, dies sind insbesondere: • Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen durch Hebammen und Gynäkolo- gen • Hebammen-Nachsorge • Weitere Angebote und Maßnahmen rund um die Schwangerschaft und Geburt (z.B. Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungsgymnastik etc.) Daraus wird ersichtlich, dass in den ausgewählten Bezirken nachweislich ein drin- gend notwendiger Informations- und Beratungsbedarf vor und nach der Geburt besteht.
ProjektzieleFrühe Bindungs- und Entwicklungsstörungen von Kindern erkennen und die phy- siologische und psychologische Entwicklung fördern • Belastende Entwicklungsbedingungen und Vernachlässigung frühzeitig erken- nen und dem entgegenwirken • Unterstützung und Stärkung der Elternschaft • Motivation im Erziehungsprozess fördern • Orientierungshilfen geben und die Integration im Sozialraum fördern • Angebote für Eltern verstetigen, Zugänge schaffen und Transparenz herstellen • Frühzeitige Einbindung in andere Institutionen aus den präventiven Bereichen ermöglichen • Synergien und Entlastungen schaffen • Sukzessive Steigerung der wahrgenommenen • Schwangerenberatungen

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Projektziele• Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft durch Hebammen und Gynäkologen • aufsuchenden Hebammen-Nachsorge • Frauenärztlichen Nachsorgeuntersuchungen • aufsuchenden Elternberatung des Gesundheitsamtes • Willkommensbesuche des Familien-Projektes • Verstärkung der Zusammenarbeit von Gynäkologen/innen, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Geburtskliniken, Kinderklinik, Kinderärz- ten/innen, Jugendamt, Familienbüros, Krankenkassen und Gesundheitsamt, Mütterzentrum, Familienzentren, Tageseinrichtungen, Hebammenpraxen, Musikschule (im Mütterzentrum), Therapeuten, ehrenamtlich tätigen Vätern und Müttern in den jeweiligen Stadtteilen.
Projektwirkung/ NachhaltigkeitDie Maßnahmen werden in Kooperation mit den beteiligten Familien und den Akteuren im Sozialraum entwickelt. Hierbei nimmt das Mütterzentrum als aner- kannte Anlaufstelle eine besondere Rolle als Lotsin und Angebotsgestalterin ein. Die Angebote werden den aktuellen Bedarfen angepasst und vor Ort passgenau entwickelt und umgesetzt, so dass in den unterschiedlichen Sozialräumen viel- fältige und unterschiedliche Maßnahmen angeboten werden, so dass „Ungleiches ungleich behandelt“ wird. Die Maßnahmen haben zum Ziel, die Familien an die Strukturen des Mütterzen- trums anzubinden, um so eine nachhaltige Begleitung und Beratung zu gewähr- leisten. • Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 2,5 Jahren. • Zur Entwicklung, Planung und Implementierung des Projektes wird eine Fach- kraft der sozialen Arbeit (oder vergleichbare Qualifikation) benötigt, die auch als Ansprechpartner/in für die beteiligten Akteure und Kooperationspartner/ innen bekannt ist. • Zwei Personen mit einer Qualifizierung als Hebammen, Kursleiter/innen oder Kinderkrankenpfleger/innen setzen die Maßnahmen vor Ort in den Sozial- räumen um, beraten und begleiten Familien in der Schwangerschaft und der frühen Elternzeit.
Beteiligte KooperationenGynäkologen/innen, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Geburtskli- niken, Kinderklinik, Kinderärzten/innen, Jugendamt, Familienbüros, Krankenkas- sen und Gesundheitsamt, Mütterzentrum, Familienzentren, Tageseinrichtungen, Hebammenpraxen, Musikschule (im Mütterzentrum), Therapeuten, ehrenamtlich tätige Väter und Mütter, muttersprachliche Elternbegleiterinnen.
Projektlaufzeit2018 bis 2020
Projekt- verantwortlichStadt Dortmund
ProjektträgerMütterzentrum
Projektkosten333.000,00 €
FörderungZusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern ESF-kofinanzierte Einzelprojekte

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ProjektnameJugendhilfe vor Ort in pädiatrischen Praxen
Projekt- beschreibungFachkräfte des Kinderschutzzentrums bieten regelmäßige Sprechzeiten in den Praxisräumen von Kinder- und Jugendärzten an und beraten (Risiko-) Familien, bei denen die Kinder in ihrer psychosozialen Entwicklung bedroht bzw. beein- trächtigt sind. Sie koordinieren für unterstützungsbedürftige Familien Betreu- ungsabläufe und die Kooperation der weiteren Netzwerkakteure.
Projektziele• intensive, kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und nieder- gelassenen Kinder- und Jugendärzten • Entwicklung einer Verantwortungsgemeinschaft • Niederschwellige Vermittlung von Familien in bedarfsgerechte präventive An- gebote • Früherkennung von psychosozial bedingten Störungen mit einem möglichst frühen Ausgleich durch Vermittlung an bedarfsgerechte Hilfen und Unterstüt- zungsangebote • Kooperationsvereinbarungen zwischen den Kinder- und Jugendärzten, dem Jugendamt und den Akteuren der Frühen Hilfen • Vermeidung von sozial bedingten Gesundheits-, Entwicklungs- und Wachs- tumsproblemen im Kindes- und Jugendalter • Minimierung der Schwelle für die Inanspruchnahme von Beratungs- und/oder anderen Unterstützungsleistungen
Projektwirkung/ NachhaltigkeitEin gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern, durch Stärkung der Elternkompetenz zu er- möglichen.
Beteiligte KooperationenJugendamt der Stadt Dortmund, Kinderschutzzentrum, niedergelassene Kinder- und Jugendarztpraxen, Fachhochschule Dortmund
Projektlaufzeit2016 bis Ende 2018
Projekt- verantwortlichStadt Dortmund
ProjektträgerKinderschutzzentrum
Projektkosten220.000,00 €
FörderungStarke Quartiere – starke Menschen ESF-kofinanzierte Einzelprojekte

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ProjektnameFamilien-Info-Points für Familien im Sozialraum
Projekt- beschreibungSozialräumliche Familiencafés mit einheitlichen qualitativen Standards in Koope- ration mit allen Akteuren rund um Schwangerschaft, Geburt und Kleinkinder. Der Familien-Info-Point ist als niederschwelliges Angebot im Sozialraum verankert und erreicht insbesondere Familien, deren Kinder noch keine Tageseinrichtungen besuchen. Niedrigschwellige thematische Angebote rund um Familie und Bildung schaffen Zugänge in das Unterstützungssystem und stärken die Erziehungskompetenz junger Eltern. Die Familien-Info-Points sind ein Baustein der Förder- und Bildungs- ketten in Dortmund. Sie werden nach einheitlichen Qualitätsstandards installiert.
Projektziele• Förderung und Stärkung der Selbstwirksamkeit von Familien durch Informa- tionsaustausch • Schaffung von niedrigschwelligen Zugängen zu Informationen, Bildung und Angeboten im Unterstützungssystem • Stärkung der gesundheitlichen Vorsorge
Projektwirkung/ NachhaltigkeitIntegration durch Information und Bildungsbeteiligung
Projektlaufzeit2016 bis Mitte 2019
Projekt- verantwortlichStadt Dortmund
ProjektträgerKatholische Erwachsenen- und Familienbildung
Projektkosten268.000,00 €
FörderungStarke Quartiere – starke Menschen ESF-kofinanzierte Einzelprojekte

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