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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
Inhaltsverzeichnis
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Ausgangslage
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Lage und Betrachtungsraum
2.1 Sanierungsgebiete
2.2 „Dortmund blickt nordwärts“
- Analyse des Stadtumbaugebietes
3.1 Hansa Revier Huckarde
3.1.1 Kokerei Hansa
3.1.2 Fördergerüst „ehemalige Zeche Hansa“
3.1.3 Gewerbepark Hansa
3.1.4 Bahnbetriebswerk Mooskamp (BwM)
3.1.5 Rund um den Deusenberg
3.1.6 Kletterhalle Bergwerk
3.1.7 Alte Schmiede
3.1.8 Grünanger Kokerei Hansa Nord
3.2 Das Quartier Huckarde-Nord
3.2.1 Bewohner- und Sozialstruktur
3.2.2 Soziale Infrastruktur
3.2.3 Freiraum und Wohnumfeld
3.2.4 Wohnen
3.2.5 Wirtschaft und Einzelhandel/Lokale Ökonomie
3.2.6 Mobilität
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Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken
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Beteiligungs-/Partizipationsprozess
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Zur Städtebauförderung anzumeldende Maßnahmen
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Zeit-, Maßnahmen- und Kostenplanung
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- Ausgangslage
Der Dortmunder Stadtteil Huckarde ist ein von der Montanindustrie geprägter Stadtraum und verfügt über ein einzigartiges Ensemble an Orten montanindustrieller Prägung wie die Kokerei Hansa und die Zeche Hansa. Diese prägten bis in die 90er Jahre gemeinsam mit der angrenzenden Mülldeponie Deusen den Ortsteil. Die Kokerei Hansa bildete zusammen mit der benachbarten Zeche Hansa einen großflächigen industriellen Standort, bei dem es sich um den arbeits- und lebensweltlichen Mittelpunkt des Stadtbezirks Huckarde handelte. Mit der Stilllegung der Zeche Hansa im Jahr 1980 und der Stilllegung der Kokerei Hansa im Jahr 1992 ging dieser Mittelpunkt verloren. Somit wurde das soziale und gesellschaftliche Bild des gesamten Stadtteils Huckarde nachhaltig verändert.
Der Anteil an sozial benachteiligten, bildungsfernen Bürgerinnen und Bürgern, die dem Strukturwandel nicht folgen konnten, ist im Norden von Huckarde sehr hoch. Laut Statistikatlas 2015 der Stadt Dortmund ist nur in der Nordstadt die Entwicklung der Beschäftigtenquote zwischen 2008 und 2013 noch ungünstiger, und in keinem anderen Stadtteil ist die Entwicklung der Arbeitslosenquote schlechter. Der vorhandene Wohnraum entspricht oftmals nicht den heutigen Standards und befördert sozial schwache Mieterstrukturen. Der Mangel an sozialer Mischung führt dazu, dass der Anteil an Kinderarmut steigt. Gerade vor diesem Hintergrund sind Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche sowie angemessene Treffpunkte im öffentlichen Raum wichtig, die im Quartier bisher fehlen.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden bereits umfangreiche Maßnahmen in und im Umfeld von Huckarde durchgeführt, wodurch das städtebauliche Erscheinungsbild deutlich aufgewertet und die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden konnte. Hervorzuheben sind die im Kontext des Sanierungsgebietes „Stadterneuerung Ortskern Huckarde“ durchgeführten Maßnahmen sowie Investitionen im Bereich und im Umfeld der Kokerei Hansa, wie bspw. die 2008 im ehemaligen Kompressorenhaus in Betrieb gegangene Kletterhalle Bergwerk, die Nutzung des Deusenbergs als Mountainbike-Arena und das Bahnbetriebswerk Mooskamp.
Trotz aller Bemühungen haben sich die positiven Entwicklungen am Standort nicht in gewünschter Weise auf das angrenzende (Wohn-)Quartier übertragen. Nach wie vor verfügt der Stadtteil über ein eher negatives Image und wird von außen als unattraktiv wahrgenommen.
Das Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord liegt innerhalb der Gebietskulisse des Dekadenprojektes „Dortmund blickt nordwärts“ (Nordwärts). Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Akteuren aus den Stadtbezirken, der Politik und der Verwaltung wurden in 2015 im Rahmen von „Nordforen“ und seit 2016 in Form von „Bürgercafés“ die Stärken, Schwächen und Handlungsbedarfe der nördlichen Stadtbezirke herausgearbeitet. Für Huckarde wurden so gemeinsam erste Handlungsvorschläge erarbeitet, die es im weiteren Prozess zu qualifizieren und in Projekte zu überführen gilt.
Eine vertiefendende Analyse des nördlichen Wohnbereichs von Huckarde sowie der Kokerei Hansa erfolgte in der Zeit von August 2015 bis März 2016 im Rahmen der vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung durchgeführten Quartiersanalyse „Huckarde Nord – Kokerei Hansa“. Diese umfasst eine Erhebung kleinräumiger Daten, ExpertInneninterviews sowie eine Befragung der Bewohnerschaft, greift die Ergebnisse des „Nordforums“ auf und fasst die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für Huckarde zusammen.
Darüber hinaus wird sowohl der Umbau des Emschersystems, der im Jahr 2020 abgeschlossen werden soll, und die in diesem Kontext angestoßenen unterschiedlichen Entwicklungsstrategien für die Quartiere entlang der Emscher, als auch die Bewerbung der Metropole Ruhr um die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) Strahlkraft auf das Stadtumbaugebiet entfalten. In ihrem Konzept für die IGA 2027 sieht die
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Metropole Ruhr die Schaffung von fünf „Zukunftsgärten“ vor, die als Hauptstandorte fungieren und Kernfragen zu dem Themenfeld „Wie wollen wir morgen leben?“ begreifbar machen sollen. Als einer der Hauptstandorte der IGA 2027 beabsichtigt die Stadt Dortmund unter dem Titel „Zukunftsgarten Emscher Nordwärts“ die Entwicklung eines neuen Grünzugs, der sich von der Rheinischen Straße bis in den Dortmunder Norden erstreckt und auch Bereiche des Stadtumbaugebietes Huckarde-Nord umfasst.
Das Integrierte Handlungskonzept „Huckarde-Nord“ greift all diese Prozesse auf, bündelt diese in Handlungsfeldern und Entwicklungszielen und leitet daraus die Maßnahmen ab, die zu einer nachhaltigen Aufwertung des gesamten Stadtgebietes und einer Erhöhung der Lebensqualität seiner BewohnerInnen führen.
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- Lage und Betrachtungsraum
Die kreisfreie Stadt Dortmund befindet sich im östlichen Ruhrgebiet und umfasst auf einer Fläche von rd. 28.000 ha insgesamt zwölf Stadtbezirke. Der im Nordwesten der Stadt gelegene Stadtbezirk Huckarde ist mit einer Fläche von knapp 1.500 ha der kleinste Außenstadtbezirk in Dortmund. Gleichzeitig gehört er mit einer Bevölkerungszahl von rd. 36.000 Einwohnern (Stichtag: 31.12.2013) zu den am dichtesten besiedelten Bezirken im gesamten Stadtgebiet. Der Stadtbezirk Huckarde umfasst die Stadt- und Ortsteile Huckarde, Deusen, Jungferntal, Kirchlinde, Rahm und Wischlingen.
Landschaftlich ist Huckarde in einen leicht erreichbaren attraktiven Landschaftsraum mit Wald eingebettet. Im Westen das angrenzende Jungferntal, im Norden das Huckarder Hölzchen und Schloss Westhusen sowie im Osten der Deusenberg, bieten mit Rad- und Spazierwegen Raum für Naherholung.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Quartiersanalyse „Huckarde Nord – Kokerei Hansa“ (DS Nr. 03840-16) und unter Einbeziehung bereits erfolgter Maßnahmen, wurde vom Rat der Stadt Dortmund am 07.07.2016 gem. § 171 b BauGB das Stadtumbaugebiet „Huckarde-Nord“ festgelegt (DS Nr.: 04770-16), das neben Teilflächen des Stadtbezirks Huckarde auch im nördlichen Bereich eine Teilfläche des Stadtbezirks Mengede umfasst.
Das Stadtumbaugebiet wird im Wesentlichen folgendermaßen begrenzt:
- im Norden nördlich der Spechtstraße/Güterbahn
- im Osten entlang der Emscher bis zur Lindberghstraße, danach entlang der Bahngleise bis zur Franziusstraße
- im Süden südlich der Gleistrasse bis zur S-Bahn Strecke (S 2)
- im Westen westlich der S-Bahn Strecke (S 2)
Abb.: Lage Huckarde und Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord im Stadtgebiet, Stadt Dortmund
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Auf Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes Huckarde-Nord, das die Gebietskulisse des Stadtumbaugebietes Huckarde-Nord umfasst, sollen zum einen die Verbindungen zwischen der Kokerei Hansa, dem Hansa Revier Huckarde und dem angrenzenden Quartier intensiviert und ausgebaut und somit das Gebiet langfristig stabilisiert werden. Zum anderen sollen Teilräume mit Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere bei der Entwicklung von Wegeverbindungen ist eine großräumige Betrachtung sinnvoll.
2.1 Sanierungsgebiete
Bereits im Jahre 1992 wurde durch die Festlegung des Sanierungsgebietes „Stadterneuerung Ortskern-Huckarde“ die Grundlage geschaffen, den in seiner Entwicklung vom Bergbau einseitig geprägten Ortsteil strukturell in seiner Funktion als Nebenzentrum zu stärken und als Wohnstandort zu festigen. Somit wurden verschiedene städtebauliche Maßnahmen zur Aufwertung erfolgreich und nachhaltig durchgeführt. Die Erneuerung des Marktplatzes und verschiedene Straßenbaumaßnahmen, wie die Einrichtung eines Kreisverkehres an der Varziner Straße und die Schulwegsicherung zur Gilden-Grundschule und zur Gesamtschule, sind hier zu nennen. Beteiligungen von BürgerInnen in Form von Bürgerberatungen sowie von Kindern und Jugendlichen haben in diesem Prozess ebenfalls stattgefunden.
Abb.: Sanierungsgebiete, Stadt Dortmund Stadterneuerung Ortskern Huckarde“ Sanierungsgebiet „Kokerei Hansa“
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Mit Ratsbeschluss vom 18.12.2008 wurde der einstige Industriestandort „Kokerei Hansa“ als Sanierungsgebiet nach § 142 BauGB förmlich festgelegt (DS Nr.: 13107-08). Damit sollen die denkmalgeschützten Gebäude und Anlagen der Kokerei für nachfolgende Generationen erhalten, gleichzeitig jedoch auch Möglichkeiten für attraktive, nachhaltige Nutzungen und soziokulturelle Aktivitäten geschaffen werden. Bereits umgesetzte Maßnahmen sind beispielsweise die Sanierung des Waschkauengebäudes und des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, in dem die Geschäftsstelle der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (IDS) ihren Sitz hat, der Bau des Erlebnispfades „Natur und Technik“ sowie der Umbau des Turbokompressorengebäudes zu der Kletterhalle „Bergwerk“.
2.2 „Dortmund blickt nordwärts“
Am 07.05.2015 wurde das Projekt „Nordwärts“ vom Rat der Stadt Dortmund mit dem Ziel beschlossen, die Stärken der nördlichen Stadtbezirke Dortmunds in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken (DS Nr.: 14748-14).
Das Projektgebiet erstreckt sich über Eving, Huckarde, Innenstadt-Nord, Teile von Innenstadt- West, Lütgendortmund, Mengede und Scharnhorst. In einem breit angelegten Dialog- und Beteiligungsverfahren soll die Lebensqualität in der Gesamtstadt harmonisiert werden. Über verschiedene Veranstaltungen wie Nordforen, Expertenforen oder Bürgercafés können sich BürgerInnen einbringen und zusammen mit der Stadt Dortmund und weiteren Akteuren Projekte entwickeln.
Gemeinsam mit der zuständigen Bezirksvertretung, Akteuren vor Ort und interessierten BürgerInnen wurde am 18.06.2015 das „Nordforum Huckarde“ mit dem Ziel durchgeführt, die Stärken, Schwächen und Handlungsbedarfe innerhalb des Stadtteils zu definieren und den Beteiligten die Möglichkeit zu geben, Projekte zu initiieren und zu qualifizieren. Im Themenfeld „Flächenentwicklung“ wurde u.a. die Weiterentwicklung und die Verknüpfung der Kokerei Hansa und dem Deusenberg mit dem Stadtteil sowie der Wunsch nach Erhaltung der Freiräume benannt. Im Themenfeld „Arbeit, Qualifizierung und Bildung“ wurde deutlich, dass die Verknüpfung und Vernetzung von Bildungspartnerschaften vor Ort, bspw. mit der Kokerei Hansa, eine bedeutende Rolle einnimmt. Im Themenfeld „Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität“ kristallisierte sich der Wunsch nach Vernetzung der vorhandenen und Schaffung neuer Freiflächen. Darüber hinaus soll die Qualität des Spielplatzangebotes den heutigen Standards angepasst und im Hinblick auf die unterschiedlichen Zielgruppen gestaltet werden. Der Wunsch nach einem Mehrgenerationenpark mit Bewegungsgeräten ist ein weiterer Ansatzpunkt, der dem demographischen Wandel gerecht wird.
Alle im Rahmen des Projektes „Dortmund blickt nordwärts“ eingebrachten Projektideen werden ausgewertet und priorisiert. Das IHK Huckarde-Nord greift eine Vielzahl der Projektideen auf und integriert diese in das Gesamtkonzept. Sofern für die einzelnen Projekte Nordwärts-Projektsteckbriefe existieren, wird im Folgenden Bezug auf die Nummer des jeweiligen Projektsteckbriefs genommen. Das IHK Huckarde-Nord wird unter der Projektblatt Nummer 906 geführt.
- Analyse des Stadtumbaugebietes
Die Gebietskulisse des Stadtumbaugebietes „Huckarde-Nord“ weist aufgrund der historischen Entwicklung eine Teilung in zwei Gebiete auf. Diese sind nicht nur räumlich, sondern auch funktional getrennt. Das Wohnquartier Huckarde-Nord auf der einen Seite, bildet den Lebens- und Wohnraum der BewohnerInnen Huckardes ab. Das „Hansa Revier Huckarde“ auf der anderen Seite, bündelt räumlich integrierte Areale mit hohem Freizeitwert und Industriekultur
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wie die Kokerei Hansa, das Bahnbetriebswerk Mooskamp und den Deusenberg. Die Emscherallee, als eine der Hauptverkehrsachsen, führt mitten durch das Stadtumbaugebiet und stellt somit eine Zäsur dar, die durch die hohe Verkehrsbelastung verstärkt wird. Der motorisierte Verkehr hat somit eine zusätzlich trennende Wirkung auf die Gebietskulisse. Die Herausforderung besteht darin, nach einer Analyse der Gesamtsituation, beide Gebiete durch gezielte Maßnahmen zu verbinden und die Trennwirkung einzelner Elemente zu reduzieren.
Abb.: Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord, Stadt Dortmund
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3.1 Hansa Revier Huckarde
Das "Hansa Revier Huckarde" (HRH) ist die Dachmarke für das Areal Huckarde Ost, das seit rund vier Jahren im Mittelpunkt eines großen Projektes des Stadtbezirksmarketings Dortmund- Huckarde steht. Mit dem Projekt sollen die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtteil gesteigert und die vorhandenen Akteure unterstützt und vernetzt werden. Ziel ist eine positive Entwicklung Huckardes und angrenzender Bereiche voran zu treiben. Das Projektgebiet erstreckt sich von der Emscherallee im Westen, dem Mooskamp im Norden, dem Dortmund- Ems-Kanal im Osten bis zum angrenzenden Hafengebiet im Süden.
Das Hansa Revier bündelt an zwölf Ankerpunkten eine Vielzahl an Projekten und bietet ein facettenreiches Angebot.
1 Kokerei Hansa
2 Kletterhalle Bergwerk
3 Deusenberg/
Mountainbike-Anlage
4 Nahverkehrsmuseum
Dortmund
5 Fördergerüst Zeche
Hansa
6 Kulturzentrum „Alte
Schmiede“
7 Gewerbepark Hansa
8 Renaturierte Emscher
9 Begegnungszentrum
Deusen
10 Dortmund-Ems-Kanal
11 Bundesleistungs-
zentrum Rudern/
Bootshäuser
12 Historischer Ortskern
Huckarde
Abb.: Ankerpunkte Hansa Revier Huckarde, Herausgeber: Stadtbezirksmarketing Dortmund-Huckarde
Wesentliche Bausteine des Hansa Revier Huckarde für die Entwicklung des Wohnquartiers Huckarde-Nord sind die angrenzende Kokerei Hansa, das Bahnbetriebswerk Mooskamp, der Deusenberg, die Kletterhalle Bergwerk, der Gewerbepark Hansa sowie die Alte Schmiede. Darüber hinaus hat auch der ökologische Umbau der Emscher einen Nutzen für die anliegenden Gebiete. Mit der Emscherroute bietet sie nicht nur für den Radverkehr eine attraktive Wegeverbindung zwischen der Dortmunder Innenstadt und den nördlichen Stadtteilen, sondern dient auch der allgemeinen Naherholung. Gleichzeitig stellt der Emscherradweg eine Verbindung zwischen der Kokerei Hansa, der Kletterhalle Bergwerk und dem Bahnbetriebswerk Mooskamp dar, die noch ertüchtigt werden muss.
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Die in der Gebietskulisse des Stadtumbaugebietes liegenden Bereiche des Hansa Revier Huckarde werden im Folgenden näher beschrieben.
3.1.1 Kokerei Hansa Bereits seit 1998 hat die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (IDS) als Eigentümerin und Betreiberin des Standortes mit Hilfe öffentlicher Förderungen, insbesondere des Landes NRW, des Regionalverbandes Ruhr und der Emschergenossenschaft, eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, die der Erhaltung und denkmalgerechten Weiterentwicklung der Kokerei Hansa dienen (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 125).
Das besondere Profil der „Kokerei Hansa“, das Miteinander von Architektur/Technik und Industrienatur, konnte somit in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Projekten und Einzelmaßnahmen weiter akzentuiert werden. Der Wandel der Anlage von einer stillgelegten Zentralkokerei des Montanzeitalters zu einer begehbaren Großskulptur, einem Ort für Freizeit und Tourismus, einem Ort des Lernens und Erlebens und einem mit Leben und neuen Nutzungen gefüllten Industriedenkmal im Dortmunder Stadtteil Huckarde wird – als Symbol eines erfolgreichen Strukturwandels – von der IDS kontinuierlich weiterbetrieben.
Bislang wurden Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von rund 26,3 Mio. Euro umgesetzt, die zu einem gravierenden Mehrwert nicht nur für den Stadtteil Huckarde, sondern für die Gesamtstadt und die Region geführt haben. Dennoch ist die Umsetzung weiterer (Teil-)Projekte erforderlich, um die bereits erfolgten Investitionen abzurunden und abzusichern.
Das gesamte Areal der Kokerei Hansa umfasst viele Bausteine, die im Folgenden konkreter beschrieben werden.
Das Bahnbetriebswerk Mooskamp befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Lokwerkstatt der Kokerei Hansa. Die Kletterhalle Bergwerk, als rechtlich eigenständiges Unternehmen, ist in dem ehemaligen Turbokompressorengebäude untergebracht. Beide Bereiche werden aufgrund ihrer Eigenständigkeit separat betrachtet.
Umnutzung des ehemaligen Salzlagers Das Salzlager, die Ammoniakfabrik und die Abtreiberbühne sind als Gesamtensemble ein zentraler Teil der Kokerei Hansa. Der Gebäudekomplex soll saniert und zu einer flexibel bespielbaren Ausstellungs- und Veranstaltungshalle für max. 1.200 Personen umgenutzt werden (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 713). Da für die Nutzung als Veranstaltungshalle ein entsprechender Stellplatzbedarf ausgelöst wird, möchte die Stiftung ein an der Emscherallee gelegenes und bereits jetzt auf der Grundlage eines Gestattungsvertrages als Behelfsparkplatz genutztes städtisches Grundstück entweder erwerben oder im Rahmen eines Erbpachtvertrages anpachten; eine Entscheidung hierüber ist von der IDS und der Stadt Dortmund zu treffen und steht derzeit noch aus. Für die weitere Bedarfsdeckung an Stellplätzen beabsichtigt die Stiftung ein Grundstück an der Lindberghstraße zu erwerben. Ein entsprechendes Verkehrswertgutachten wurde beauftragt.
Waschkaue Die Waschkaue ist laut Baugenehmigung für Vernissagen und Ausstellungen genehmigt und bietet Raum für bis zu 199 Personen.
Kompressorenhalle Die Kompressorenhalle steht momentan für Vernissagen, Ausstellungen, Hochzeiten und kleinere Messen zur Verfügung und bietet Raum für bis zu 199 Personen.
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Hansa-Brückenzug Über das Industriedenkmal und das Kokereigelände hinaus wird das bis zur Franziusstraße erhaltene Teilstück der ehemaligen Ringgasleitung (Gichtgasleitung) inklusive des Brückenbauwerks des Hansa-Brückenzuges als wesentliches Merkmal der für das Ruhrgebiet typischen Verbundwirtschaft erachtet. Diese denkmalgeschützten Bereiche sind von hoher Bedeutung und stehen im Eigentum von Thyssen. Eine nachhaltige Trägerschaft ist noch zu finden (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 521).
Außerschulischer Lernort Seit 2005 gibt es eine erfolgreiche und wachsende Kooperation mit der Gustav-Heinemann- Gesamtschule im Stadtteil Huckarde. Die jährlich rund 200 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 beschäftigen sich künstlerisch mit dem Thema Industriekultur und stellen ihre Projektergebnisse jeweils am Tag des offenen Denkmals auf der Kokerei Hansa aus. Darüber hinaus werden Führungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, individuelle Besuche (auch mit Audioguide) und Projekttage/Projektwochen für Schulklassen angeboten. Dabei erleben sie am authentischen Ort beispielsweise, wie auf der ehemaligen Zentralkokerei von 1928 bis 1992 Koks produziert wurde und welche Rolle Hansa innerhalb der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie hatte. Das große Engagement und die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für die Projekte und eigenen Kunstwerke spiegeln den Erfolg der Kooperation wider. Durch die Auseinandersetzung mit dem Industrieraum können Vorurteile abgebaut und emotionale Bindungen geschaffen werden.
Die Kokerei Hansa bietet Verknüpfungspunkte zu folgenden Themen: • Denkmalpflege • Industriegeschichte hautnah • Strukturwandel im Ruhrgebiet • Industriearchitektur und Technik der 1920er Jahre • Industrienatur • Kunst und künstlerische Projekte
Die Kinder und Jugendlichen profitieren von der Kokerei Hansa als außerschulischer Lernort und finden neue, kreative Formen, sich mit der näheren Umgebung und dem Strukturwandel zu befassen.
Erlebnispfad „Natur und Technik“ Heute vereint die Kokerei als „begehbare Großskulptur“ Architektur, Natur und Technik auf faszinierende Weise. Seit der Stilllegung erobert sich die Natur das Gelände zurück und verwandelt den einstigen Ort der Industrie in einen Landschaftspark. Für Besucher bietet die IDS an den Wochenenden und Feiertagen regelmäßig offene Führungen auf dem „Erlebnispfad Natur und Technik“ an.
„Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ Die IDS hat aktuell die Federführung für das Projekt übernommen, die „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ für ein UNESCO-Welterbe vorzuschlagen. In diesem Kontext wird auch die Kokerei Hansa eine wesentliche Rolle spielen und somit einen kulturellen Beitrag über das Ruhrgebiet hinaus leisten.
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Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die Kokerei verfügt mit ihrem Gebäudebestand über großes Potenzial für vielfältige Nutzungen. Für den weiteren Denkmalerhalt der Kokerei Hansa und die Positionierung des Standortes im Quartier sowie in der gesamten Region sind folgende wesentliche Ziele und weitergehende Planungen zu nennen:
- Stärkung und weitere Etablierung als Bildungsstandort Kokerei
- Weiterentwicklung des Rad- und Fußwegenetzes
- Optimierung der erweiterten Parkplätze und der verkehrlichen Anbindung
- Ausschilderung für den öffentlichen Personennahverkehr
- Etablierung als Stätte für Kultur, Freizeit und Sport
- Welterbe-Projekt „Industrielandschaft Ruhrgebiet“/Bewahrung Teilstück Ringgas- leitung und Brückenbauwerk/Ausbau Hoeschbahntrasse
Darüber hinaus stehen Anlagenteile wie z.B. der Bauhof, das Schalthaus, das Magazin, die ehemalige Lehrwerkstatt und das Laborgebäude nach einer Instandsetzung potenziell für kulturelle oder gewerbliche Nutzungen zur Verfügung. Neben den reinen Veranstaltungsorten soll absehbar zukünftig auch das gastronomische Angebot ausgebaut werden. Gewünscht ist ebenso der weitere Ausbau des Standortes als außerschulischer Lernort und Bildungsstandort. Damit würde ein Mehrwert in vielerlei Hinsicht für das angrenzende Quartier entstehen. Nicht nur für Schulen und Bildungsträger, sondern auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnquartiers würden sich neue Anknüpfungspunkte ergeben.
3.1.2 Fördergerüst „ehemalige Zeche Hansa“
Die RAG Aktiengesellschaft hat der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur die Zustiftung des Fördergerüstes „ehemalige Zeche Hansa“ angeboten. Das Stiftungskuratorium hat die Übernahme des abbruchgefährdeten Denkmals 2015 beschlossen. Die Einbringung wird derzeit abgewickelt. Dieses seit 2006 in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragene Fördergerüst der im Jahre 1980 stillgelegten Zeche Hansa ist das Wahrzeichen des Gewerbeparks Hansa und liegt in unmittelbarer Nähe zur Kokerei (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 715).
Abb.: Zeche Hansa, Fördergerüst, Foto: Stiftung Industriedenkmalpflege/Klaus-Peter Schneider, 2015
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Handlungsfelder und Entwicklungsziele Das Industriedenkmal wäre sinnvoll in die Gesamtentwicklung des Hansa Reviers Huckarde zu integrieren, indem der Bereich durch eine noch auszubauende Fuß- und Radwegeverbindung an die Kokerei angebunden und der Standort in das bestehende Besucherführungskonzept eingebunden wird. Ein weiterer Aspekt dahingehend ist die Errichtung eines Haltepunktes am Gewerbepark Hansa im Zuge der Erweiterung des Bahnbetriebswerkes Mooskamp.
3.1.3 Gewerbepark Hansa
Der Gewerbepark Hansa war ein Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark (1989–1999). Die 1994 begonnene Reaktivierung der ehemaligen Zechenbrache Hansa gelang mit Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms. Hier wurden neue Gewerbeflächen geschaffen. Seit der ersten Ansiedlung eines Produktionsunternehmens im Jahre 1999 hat die NRW.URBAN GmbH Co. KG (vormals LEG NRW) bereits insgesamt rund 63.000 m² unbebauter Grundstücke veräußern können. Zusätzlich verkaufte die Stadt Dortmund rund 5.400 m² für gemeinsame Grundstücksentwicklungen an Unternehmen. Die neu zu errichtenden Gebäude sollen durch rotbraunen Industrieklinker als Gestaltungselement eine neue städtebauliche Qualität sichern. Ein durchgängig angelegter Grüngürtel mit Bäumen sowie zeitgemäße, ökologische Bauweise und Energieverwendung leisten einen Beitrag zu neuer Lebensqualität im Stadtteil. Durch das Engagement privater Investoren, der IDS sowie der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Huckarder Vereine konnten die innerhalb des Gewerbegebietes Hansa liegenden, ehemals vom Bergbau genutzten Gebäude (Schalthaus, Pförtnerhaus, Laborgebäude, Alte Schmiede, Emscherpumpwerk) erhalten werden. Diese Gebäude verteilen sich auf einer Gesamtgrundstücksfläche von 26.000 m². Mit der Übernahme des Förderturms durch die IDS wird eine weitere Brücke zwischen altindustrieller Kultur und technologieorientierter Gewerbenutzung geschaffen. Darüber hinaus wird mit einer neuen Verkehrsführung das Huckarder Zentrum vom Durchgangsverkehr entlastet und in Zusammenhang mit dem Gewerbepark der Wohn- und Einkaufscharakter des Ortsteils gestärkt. Angegliederte Unternehmen bleiben diesem Standort treu.
Im Jahr 2014 erwarb ein Unternehmer das fast 2.000 m² große ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Hansa auf der Fläche des Gewerbeparks Hansa. Als Projekt der Digitales Erlebnis-Center GmbH soll dort bis zum Bauende 2016 das „BINARIUM“, ein Museum für persönliche Computer und Spielkonsolen, eingerichtet werden.
Das neue Museum gibt der Geschichte in der Entwicklung von persönlichen Computern und Spielkonsolen einen Raum. Ziel ist es, das größte Museum für Heimcomputer und Spielkonsolen aller Generationen zu betreiben und die Artefakte einem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Besucher können Zeugnisse der Spielkonsolen- und Heimcomputergeschichte erleben und in deren Geschichten eintauchen. Die stetig wachsende Sammlung gliedert sich in unterschiedliche Bereiche und deckt nahezu vollständig die Entwicklung des PC-Bereichs ab. Auf zwei Etagen wird das Museum eine Vielzahl von Exponaten ausstellen, Medienstationen anbieten und zum Experimentieren einladen. Viele Schautafeln bieten Hintergrundinformationen, erklären die Ausstellungsstücke und stellen Zeitbezüge her. Darüber hinaus soll das Museum Standort für Schulungen und Weiterbildung werden. Das BINARIUM ist als Nordwärts Projekt unter der Steckbriefnummer 019 aufgeführt.
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| Handlungsfelder und Entwicklungsziele | |
|---|---|
| Das Universitätsumland und das Technologiezentrum, das über die Emscherallee (L609) | |
| direkt mit dem Gewerbepark verbunden ist, soll in die weitere Entwicklung integriert werden. | |
| Darüber hinaus sollten technologieorientierte Unternehmen angesiedelt werden. | |
| Kooperationen mit der Technischen Universität Dortmund werden angestrebt. |
3.1.4 Bahnbetriebswerk Mooskamp (BwM)
Bereits seit 2001 bietet das gemeinnützige Bahnbetriebswerk Mooskamp in Dortmund-Nette einen Fahrbetrieb mit historischen Dortmunder Schienenfahrzeugen, Führungen durch Wagenhallen und Fahrzeugpark sowie öffentliche und private Veranstaltungen an. Das BwM versteht sich nicht als „Museum“, sondern als „Verkehrshistorisches und -pädagogisches Zentrum für Familien“ (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 252).
Es verfügt über 25 Dortmunder Schienenfahrzeuge, die großteils betriebsfähig die bewegte Nahverkehrsgeschichte Dortmunds erlebbar machen. Das BwM diente bis Ende 2001 zur Unterbringung und Wartung von Lokomotiven der Ruhrkohle AG. Auf dem Gelände befindet sich eine große Rangiergleisanlage für den Bahnbetrieb mit Gleisverbindungen über das Industriedenkmal Kokerei Hansa und die Zeche Hansa in Richtung Dortmunder Hafen sowie zum Künstler- und Kulturgut Königsmühle in Dortmund-Ellinghausen. Zwei Altbauten dienen als Abstell- und Arbeitshallen. Im Jahre 2012 wurde östlich dieser Bestandsbauten eine neue 4-gleisige Ausstellungshalle von 33 m Länge und 12 m Breite in Leichtbauweise erstellt. Die sich darin befindenden Straßenbahnoldtimer bieten ein lebendiges Zeugnis des Nahverkehrs im Ballungsraum Ruhrgebiet sowie durch 107 Jahre öffentliche Mobilität in Dortmund.
Das BwM befindet sich seit 2007 im Eigentum der Bahnhof Mooskamp gemeinnützige GmbH, die als Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft gegründet wurde. Die gGmbH verpachtet Wagenhallen sowie LKW- und Gleisstellplätze an verschiedene Pächter. Seit 2008 ist sie zudem Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen und verwaltet die Gleisanlagen. Der Betreiberverein Westfälische Almetalbahn e.V. (WAB). ist als gemeinnütziger Verein langfristiger Pächter von Wagenhallen und Gleisinfrastruktur. Die neue Ausstellungshalle für die historischen Dortmunder Straßenbahnen ist langfristig verpachtet an die Dortmunder Stadtwerke (DSW21). Die ausgestellten Exponate für den Fahrbetrieb und die ständige Ausstellung zum schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden in Kooperation mit dem Jobcenter und dem Sozialamt Dortmund aufgearbeitet und gewartet. Bis zu 28 Maßnahmeteilnehmer werden unter fachkundiger Anleitung am BwM gemeinnützig beschäftigt. Die Teilnehmer profitieren vom familiären Vereinsklima und zeigen eine hohe Identifikation mit den restaurierten Fahrzeugen und dem gesamten Projekt. So leistet das Projekt derzeit bereits einen wertvollen arbeits- und sozialpolitischen Beitrag im strukturschwachen Dortmunder Nord-Westen.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die Planungen sehen einen barrierefreien Neubau vor, der die Abstellhallen um ein Ausstellungs- und Seminarzentrum ergänzt, in dem Angebote zur Verkehrsgeschichte und Verkehrserziehung für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen untergebracht werden. Der Neubau soll mit interaktiven Modulen und Exponaten zur ÖPNV-Geschichte sowie einem Archiv ausgestattet werden. In Ergänzung des Themenfelds „Verkehr“ soll die zweite Hälfte des Neubaus ein brandschutzpädagogisches Zentrum für Kinder, Jugendliche, MigrantInnen und SeniorInnen als Kernzielgruppen erhalten.
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Ergänzt wird beim Themenkomplex „Brandschutz“ der Neubau um eine neue Leichtbauhalle, die neben Schulungseinrichtungen auch repräsentative Anschauungsmaterialien enthalten soll. Im Hauptgebäude sollen Führungen und Bildungsangebote wie Seminare und Workshops zum Themenfeld stattfinden; im nördlich vom Mooskamp gelegenen Freigelände soll die ca. 10.000 m² große „Erlebnis-Fläche“ mit einem zu Brandschutzthemen angelegten, kindgerechten Übungsparcours ausgestattet werden. Ergänzt werden soll dieses Konzept für die Kernzielgruppe der 4- bis 14-Jährigen durch Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachleute, wie z.B. ArchitektInnen, Sicherheitsfachkräfte oder Brandschutzbeauftragte in Betrieben aus Dortmund und der Umgebung. Darüber hinaus sind die Ertüchtigung der Werkbahntrasse und die Schaffung neuer Haltepunkte vorgesehen.
3.1.5 Rund um den Deusenberg
Der „Deusenberg“ ist eine ehemalige rekultivierte Mülldeponie der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) in Dortmund-Huckarde, Ortsteil Deusen. Auf einer Fläche von 44 ha wurde Material in einer Größenordnung von ca. 11 Mio. m³ angehäuft. Die Halde ist rund 1000 m lang, 500 m breit, 50 m hoch und erhebt sich 112 m über NN. Nach Einstellung des Deponiebetriebes im Jahr 1992 begann die Rekultivierung, die letztendlich erst im Jahr 2014 abgeschlossen wurde.
Abb.: Luftbild 2014, Stadt Dortmund
Als Projekt der IBA Emscherpark war vorgesehen, eine Landmarke im Kontext zum Haldendreieck Halde Erin (Castrop-Rauxel) und Halde Brockenscheidt (Waltrop) zu realisieren, aber die bis 2014 andauernden Rekultivierungsarbeiten standen dem entgegen.
Im Jahr 2008 konnte ein Mountainbike-Parcour eröffnet werden. Unter dem Namen „EDG Mountain Bike Arena“ sind durch die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) in mehreren Bereichen sogenannte Trails eingerichtet, also schmale Wege für Mountainbike-Fahrten entlang der Böschungen. Im Süden befindet sich auf dem Gipfelplateau ein spezieller
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Hindernis-Parcours mit Steilkurven, Wellenbahn oder Tables. Durch die Aufteilung der Anlage in verschiedene Schwierigkeitsgrade ist diese sowohl für Mountainbike-Anfänger als auch für Profis gleichermaßen geeignet. Die Mountainbike-Arena ist ganzjährig geöffnet und kann auf eigene Gefahr kostenlos genutzt werden. Ein Parkplatz für Wanderer und Radfahrer befindet sich im Bereich Lindberghstraße/Emscherbrücke (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 520).
Zudem sind Aussichtspunkte mit Sitzsteinen auf dem nördlichen und südlichen Plateaubereich ausgeführt, rund 6 km Wegenetz stehen Fußgängern zur Verfügung und ca. 150.000 Bäume und Sträucher sind zur Eingliederung der Halde in das Landschaftsbild gepflanzt worden. Aus der Müllkippe ist ein grünes Naherholungsgebiet geworden, von dem aus man bei guten Sichtverhältnissen einen Ausblick weit hinaus über die Stadtgrenzen Dortmunds hat.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die bisher ausgeführten Maßnahmen auf der Halde bleiben jedoch weit hinter den Möglichkeiten zurück, die die Halde bietet. Neben der schon bestehenden Mountainbike- Arena soll der gesamte Bereich für Freizeit und Naherholung nutzbar gemacht werden. Unter Zuhilfenahme von planerischen Instrumenten (Wettbewerb, Ideenwerkstatt etc.) ist ein Nutzungskonzept zu entwickeln, das die Umgebung (z.B. Brückenschlag zur Kokerei Hansa, Anbindung an Emscher(rad)weg) mit einbezieht und als Impuls für den gesamten Stadtbezirk dient. Darüber hinaus soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Plateaubereich entstehen. Hierzu sind bereits Verträge mit der Stadt Dortmund geschlossen worden. Inzwischen ist das Projekt „Freizeitnutzung Deusenberg“ als „Nordwärts“-Projekt benannt und als Projekt der 2. Generation eingestuft worden. Unter dem Themenschwerpunkt „Steigerung der Umweltqualität und Lebensqualität“ befasst sich „Nordwärts“ mit den Naherholungsmöglichkeiten in den der Gebietskulisse zugeordneten nördlichen Dortmunder Stadtbezirken. Dabei geht es um die Unterstützung bei der Gestaltung wohnungsnaher öffentlicher Freiräume.
3.1.6 Kletterhalle Bergwerk
Im Frühjahr 2008 ist im ehemaligen Turbokompressorengebäude der Kokerei Hansa die Nutzung der 20 Meter hohen Kletterhalle in Betrieb gegangen, die mit einer Kletterfläche von 5.000 m² inzwischen die größte Indoor-Klettersport-Anlage Deutschlands ist. Im Jahr 2014 kam eine neugebaute Boulderhalle1 dazu, die sich schnell als regelmäßiger Treffpunkt für die lokalen BesucherInnen etabliert hat. Ein sogenannter „Beachgarten“ mit Außengastronomie (nur Getränke), Beach-Volleyball-Feldern, Grillplatz und Slackline runden das Angebot ab, welches bei gutem Wetter intensiv genutzt wird. Es besteht ein besonderer Charme durch den Kontrast der kühlen Industriearchitektur und der sich nördlich der Kletterhalle und Kokerei anschließenden grünen Brachen.
Die Kletterhalle Bergwerk ist ein echter Mehrwert und Imagegewinn für den Stadtteil Huckarde. Rund 124.000 BesucherInnen konnte die Kletterhalle im Jahr 2015 verzeichnen und zieht somit nicht nur lokale und regionale, sondern auch überregionale SportlerInnen an. Positive Effekte wie der Zuzug von Studierenden nach Huckarde sind bereits entstanden. Kooperationen mit lokalen Kindergärten und Schulen wurden in der Vergangenheit geschlossen, um Kinder und Jugendliche aus dem Quartier für den Teamsport zu begeistern. Hier gibt es aber noch Barrieren und Vorurteile (seitens der Elternschaft), die es abzubauen
1 Bouldern (engl. boulder „Felsblock“) ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt u. a. an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe. Es sind weiche Matten auf dem Boden verlegt, um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten.
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gilt. Das Angebot der Kletterhalle im Quartier sichtbarer zu machen sowie eine zielgruppenspezifische Ansprache könnten erste Schritte sein.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Der Betreiber steht mit der RAG in Gesprächen, um weitere Flächen nördlich der Kletterhalle zu erwerben. Die Überlegungen gehen in den Bereich der grünflächenorientierten Nutzung, wie beispielsweise einen Hochseilgarten. Ebenso denkbar ist die Einrichtung eines Trimm- Dich-Pfades, der das Bahnbetriebswerk Mooskamp und den Deusenberg mit der Kokerei Hansa und der Kletterhalle verbindet. Nach Aussage des Betreibers wünschen sich die BesucherInnen, insbesondere die Überregionalen, in der näheren Umgebung Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Um diese Bedarfe zu decken, müsste das bestehende Angebot am Standort erweitert werden.
3.1.7 Alte Schmiede
Die „Alte Schmiede“ ist ein erfolgreiches Beispiel für die Umnutzung von denkmalgeschützten Gebäuden. Das markante Bauwerk ist Teil eines ursprünglich dreigliedrigen Werkstattgebäudes. Untergebracht waren hier eine Schreinerei im Nordflügel, eine Schlosserei im Mittelteil und der eigentliche Schmiedetrakt im südlichen Abschnitt. Das in niederdeutscher Barocksteingotik 1903 bis 1905 errichtete Gebäude wurde nach den Entwürfen des Bergwerks-Architekten Paul Knobbe erbaut.
Heute ist die Schmiede und das Werkstattgebäude ein Ort der kulturellen Zusammenkunft für die Huckarder BürgerInnen (Nordwärts-Projektsteckbriefnummer: 009). Verschiedenste Veranstaltungen, Versammlungen und Ausstellungen, auch mit überregionalem Fokus, finden dort regelmäßig statt. Die Interessengemeinschaft Huckarder Vereine (IHV) betreibt das Zentrum der Begegnung, hat das Gebäude von der Stadt Dortmund gemietet und kommt komplett für die laufenden Kosten auf. Die IHV besteht seit mehr als 30 Jahren und ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Huckarder Vereinen, bestehend aus Schützen-, Sport-, Musik- und Bühnenvereinen sowie politischen Parteien. Hier ist ein hohes Potenzial an Engagement vorhanden und Akteure, die sich für die Region stark machen.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die Alte Schmiede hat sich als wichtiger Standort für das Huckarder Vereinsleben etabliert und bringt durch vielfältige Veranstaltungen die Huckarder Bevölkerung zusammen. Das Potenzial der Schmiede als Veranstaltungsort ist jedoch noch nicht vollkommen ausgeschöpft. So können bisher aus baurechtlichen Gründen nur Veranstaltungen mit einer Größe von bis zu 199 Personen stattfinden. Darüber findet aktuell ein Dialog mit der Stadt Dortmund statt. Eine Teilkommerzialisierung für größere Konzerte, mit dem Ziel die Schmiede als Wirkungsstätte für Vereine zu erhalten, könnte dann angedacht werden. Somit würde ein breites Publikum aus der Region angesprochen, das positive Effekte auf das Huckarder Image mit sich zieht.
3.1.8 Grünanger Kokerei Hansa Nord
Im Norden des Kokerei Hansa-Areals befindet sich eine bisher ungenutzte, im Eigentum der Stadt Dortmund liegende Fläche, mit einer Größe von ca. 21 ha. Diese grenzt im Osten an das Sanierungsgebiet Kokerei Hansa und im Westen an die Emscherallee.
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Abb.: Fläche nördlich der Kokerei Hansa, Stadt Dortmund
Diese Fläche wird im westlichen Bereich überwiegend landwirtschaftlich genutzt, einzelne Grabelandflächen befinden sich im südwestlichen Bereich. Im Zuge der Aufbereitung der altindustriellen Kokereifläche wurde östlich ein Umlagerungsbauwerk errichtet. Der gültige Flächennutzungsplan stellt die Fläche im Westen als „Gewerbegebiet“, im Osten als „Industriegebiet“ und im Süden als „Sondergebiet Baumarktfläche“ dar. Der Regionalplan Regierungsbezirk Arnsberg weist die Fläche im Süden als „Allgemeine Freiraum- und Agrarbereiche“, im Norden als „regionalen Grünzug“ und „Gebiet zum Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung“ aus. Es handelt sich um einen sehr gut erschlossenen Standort mit guter Anbindung an den Siedlungsraum Huckarde, an das ÖPNV Netz sowie an das Verkehrsnetz durch die Emscherallee.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Aktuell werden Überlegungen seitens der Stadt Dortmund angestrebt, die Fläche einer Folgenutzung zuzuführen. Mit der Zielsetzung einer urbanen Nutzungsmischung soll einerseits die Möglichkeit einer gewerblichen, technologieorientieren Nutzung eröffnet werden, andererseits ist eine Nutzung als öffentliche Grünfläche angedacht. Zu den Stärken des Standortes zählen die gute Verkehrsanbindung und die vielseitige Freiraumqualität. Fuß- und Radfahrwege mit verbindender Funktion an die Innenstadt sind bereits vorhanden, könnten aber noch erweitert werden. Im Zusammenhang mit der Entwicklung von städtebaulichen Varianten für die Fläche sind vorbereitende Maßnahmen wie Bodenuntersuchungen und die Erstellung eines Verkehrsgutachtens erforderlich.
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3.2 Das Quartier Huckarde-Nord
In der Zeit von August 2015 bis März 2016 wurde vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung die Quartiersanalyse „Huckarde Nord – Kokerei Hansa“ (DS Nr. 03469-16) durchgeführt. Das untersuchte Quartier liegt im Statistischen Unterbezirk „Mailoh“ (UBZ Mailoh) im Stadtbezirk Dortmund-Huckarde. Dieses erstreckt sich nördlich der Oberfeldstraße bis zur Ortsgrenze Huckardes. Dazu gehören ein Wohngebiet mit Einzelhandel, der Gewerbepark Hansa und die Kokerei Hansa. Das Quartier umfasst 482 Wohngebäude mit 1.752 Wohnungen, diese befinden sich weitgehend in Privatbesitz. Zum 31.12.2014 lebten 3.545 Menschen im Untersuchungsgebiet. Die Auswertungen beziehen sich auf den Untersuchungsraum der Quartiersanalyse, der nicht das gesamte Stadtumbaugebiet abbildet. Im Folgenden wird nur auf die für das IHK wesentlichen Punkte Bezug genommen.
Abb.: Quartiersabgrenzung, Quelle Amt für Wohnen und Stadterneuerung
3.2.1 Bewohner und Sozialstruktur
Die Zusammensetzung der Hauptwohnbevölkerung im Untersuchungsgebiet unterscheidet sich wesentlich im Vergleich zum Stadtbezirk Huckarde und auch zur Gesamtstadt. Die Zahl der Ausländer ist deutlich höher und die der Deutschen mit Migrationshintergrund leicht erhöht. Die größte Gruppe der MigrantInnen bilden die türkischen, gefolgt von den polnischen BewohnerInnen. Aus den Ergebnissen der BewohnerInnenbefragung geht hervor, dass die verschiedenen Kulturen gut zusammenleben.
Die Hauptwohnbevölkerung ist in der Zeit von 2009 bis 2014 gesamtstädtisch um 2,2 % gestiegen. Im Untersuchungsgebiet ist jedoch ein geringer Bevölkerungszuwachs von 0,4 % zu verzeichnen. Während in der Gesamtstadt die Zahl der Ausländer zugenommen hat, ist im Quartier vor allem der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund gestiegen. Der geringe Bevölkerungszuwachs ist nachvollziehbar, da die Leerstandsquote sehr gering ist und auch kaum Neubauflächen zur Verfügung stehen.
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Abb.: dortmunderstatistik, Stadt Dortmund
Im Quartier sind die Altersgruppen zwischen 6 bis 17 Jahren und von 31 bis 45 Jahren deutlich stärker vertreten als im städtischen Durchschnitt. Der Anteil älterer und hochbetagter Menschen liegt dagegen deutlich niedriger im Vergleich zur Gesamtstadt und zum Stadtbezirk.
Abb.: dortmunderstatistik, Stadt Dortmund
Bei der Haushaltsstruktur unterscheidet sich vor allem der Anteil der (Ehe-)Paare ohne Kinder von der Gesamtstadt und vom Stadtbezirk. Dieser liegt deutlich niedriger. Im Gegensatz dazu, ist der Anteil der (Ehe-)Paare mit Kindern deutlich höher.
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Abb.: dortmunderstatistik, Stadt Dortmund
Zum 31.12.2014 lag die Arbeitslosenquote im UBZ Mailoh mit 14,6 % über dem Wert der Gesamtstadt von 12,2 %. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag mit 45,8 % unter dem städtischen Durchschnitt von 48,9 %.
Die Zahl der Transferleistungsempfangenden im UBZ ist im Zeitraum von 2009 bis 2014 gestiegen. Im Statistikatlas der dortmunderstatistik von 2015 über die zwölf Stadtbezirke und die 170 Statistischen Unterbezirke wird der UBZ Mailoh, im Vergleich zu den anderen Bezirken im Stadtgebiet, in die zweitschlechteste Gruppe (von fünf möglichen Gruppen) eingestuft. Dies deckt sich mit der Einschätzung der sozialen Lage der im Rahmen der Quartiersanalyse befragten ExpertInnen.
3.2.2 Soziale Infrastruktur
Unter sozialer Infrastruktur werden alle Kindertageseinrichtungen, Schulen, Elterninitiativen, Sporteinrichtungen, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Angebote für Familie und SeniorInnen, Vereine, Initiativen und Kirchengemeinden innerhalb eines Gebietes gefasst. Nachfolgend werden die für das IHK wesentlichen Aspekte näher betrachtet.
Angebote für Kinder und Jugendliche Die statistischen Zahlen weisen einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen aus. Laut Statistikatlas der dortmunderstatistik von 2015 leben 1892 Menschen von 6 bis 27 Jahren im Untersuchungsgebiet. Davon 398 Kinder im Alter von 6 bis unter 12 Jahren und 1494 Jugendliche und junge Heranwachsende im Alter von 12 bis 27 Jahre.
Im Untersuchungsgebiet gibt es zwei städtische und eine konfessionelle Tageseinrichtung für Kinder. Das Angebot für Kinder unter 3 Jahren ist ausreichend. Für Kinder über 3 Jahren besteht sogar ein Überangebot, so dass hier auch die Nachfrage aus den Nachbarbezirken gedeckt werden kann. Der in 2015 eröffnete Kindergarten in der Fuchteystraße wird durch das Frauenzentrum Huckarde getragen. Es gibt ein mehrsprachiges Angebot. Derzeit wird die Zertifizierung zum Bewegungskindergarten angestrebt. Es gibt eine Kooperation mit der Kletterhalle Bergwerk, so dass einmal wöchentlich dort die Boulderhalle besucht werden kann.
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Die Gilden-Grundschule ist Europaschule und zeichnet sich durch Fremdsprachenangebote, Europaprojekte und Schüleraustauschprogramme aus. Die Gleichwertigkeit der Kulturen und das Interesse an der Vielgestaltigkeit Europas sind hier Bildungs- und Erziehungsziele. Interkulturelle Kompetenzen sollen gestärkt werden. Die Plätze der offenen Ganztagsschule sind komplett vergeben. Die Stelle der sehr engagierten Schulsozialarbeiterin ist bis Mitte 2018 sichergestellt. Derzeit gibt es eine Auffangklasse an der Schule. Das Schulgebäude ist nicht barrierefrei und daher nur bedingt für die Inklusion von behinderten Kindern geeignet.
Unmittelbar an das Quartier angrenzend liegt westlich die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Seit über 10 Jahren besteht im künstlerischen Bereich eine Kooperation mit der Kokerei Hansa. Jährlich werden die Exponate am Tag des offenen Denkmals ausgestellt. Die Schule hat ebenso seit mehr als 10 Jahren Bläserklassen und jährlich werden mit dem Polizeiorchester Workshops und ein Konzert veranstaltet. Seit zwei Jahren werden zudem Sportklassen angeboten. Neben diversen Auszeichnungen im Bereich Umwelt wurde auch der Titel „Schule ohne Rassismus“ an die Gesamtschule verliehen. Mehrere Schulsozialarbeiter stehen den SchülerInnen zur Verfügung.
Kindergärten und Schulen haben eine gute Kooperation. Neben der sprachlichen Entwicklung wird auch ein großes Augenmerk auf die soziale Entwicklung der Kinder gelegt. Die ErzieherInnen, PädagogInnen und SchulsozialarbeiterInnen versuchen dem entgegenzuwirken und die familiären Defizite der Kinder aufzufangen. Sie stellen weiterhin fest, dass ein Großteil der Kinder Ansprüche auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket hat.
In Quartiersnähe und in der Dortmunder Innenstadt sind verschiedenste Schulformen weiterführender Schulen zu finden. Auf Grund der umfassenden Verkehrsanbindung sind diese gut erreichbar.
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Abb.: Städt. Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kinderspielplätze, Stadt Dortmund
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Außerschulische Treffpunkte für Kinder und Jugendliche gibt es kaum im Quartier. Einzige Möglichkeit ist der Bolzplatz an der Varziner Straße oder die „Jugendbude“ hinter der Gesamtschule. Außerhalb des Untersuchungsgebietes befindet sich die Jugendfreizeitstätte Rahmer Wald. Diese ist laut der im Rahmen der Quartiersanalyse befragten ExpertInnen jedoch zu weit entfernt und schlecht zu erreichen.
Im gesamten Untersuchungsgebiet gibt es vier öffentliche Spielplätze. Für Jugendliche gibt es einen sogenannten „Affenkäfig“ für Ballsportarten und eine freie Sitzgelegenheit. Im Bestand des Spar- und Bauvereins e. V. gibt es Mieterspielplätze. In der Grünanlage hinter der Gesamtschule befinden sich ein weiterer städtischer Spielplatz und eine „Jugendbude“.
Abb.: Spielplatz „Mailoh“, Stadt Dortmund Abb.: Spielplatz „Varziner Straße“, Stadt Dortmund
Abb.: Spielplatz „In der Mulde“, Stadt Dortmund Abb.: „Jugendbude“ hinter der Gustav-Heinemann- Gesamtschule, Stadt Dortmund
Bei der im Rahmen der Quartiersanalyse durchgeführten BewohnerInnenbefragung wird bei den offenen Antworten an erster Stelle mit Abstand der Verbesserungswunsch „mehr Spielplätze und bessere Qualität der Spielplätze“ geäußert. Auch die befragten ExpertInnen bemängeln das Angebot der derzeitigen Spielmöglichkeiten. Vor allem fehlende Treffpunkte für Jugendliche werden als Schwäche ausgewiesen. Dabei wird der Wunsch geäußert, keine
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Planung ohne Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen zu machen. Die Ermittlung ihrer Bedarfe halten die ExpertInnen für äußerst wichtig.
Laut ExpertInnen fehlen im gesamten Quartier Treffpunkte für Eltern mit Kindern und Treffpunkte für Jugendliche. Im Kontext der Analyse finden sich immer wieder Hinweise, dass das vorhandene Angebot bei Weitem nicht ausreicht. Von den befragten ExpertInnen wird dies als große Schwäche des Quartiers gesehen. Es wird der Wunsch geäußert, die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zu ermitteln um ihnen angemessene Angebote machen zu können.
Angebote für Familien und SeniorInnen Die Arbeit des Frauenzentrums Huckarde 1980 e. V., welches quartiersangrenzend in der Arthur-Beringer-Straße liegt, umfasst ein breites Angebot für alle Altersklassen und Lebenslagen. Das Frauenzentrum bietet Hilfe im Haushalt, einen Familienpflegedienst, einen Seniorenbegleitdienst und ist Träger der Kita Abenteuerland an der Fuchteystraße. Arbeitslose Frauen können sich kostenlos beraten lassen. Es besteht die Möglichkeit, sich vor Ort zur staatlich anerkannten Familienpflegerin ausbilden zu lassen und dann als solche zu arbeiten.
An der Zeppelinstraße ist vor wenigen Jahren ein barrierefreies Mietwohngebäude mit 15 Wohneinheiten und ein Seniorenheim mit rund 60 Plätzen gebaut worden, deren Nachfrage sehr hoch ist. Es wird allerdings bemängelt, dass es im Mietwohngebäude keinen Raum für gemeinsame Treffen gibt. Das Seniorenheim hat keine öffentliche Begegnungsmöglichkeit. Die Kirchengemeinden bieten Seniorennachmittage an, allerdings nicht im Untersuchungsgebiet. Informationen über die verschiedenen Veranstaltungen können dem Gemeindebrief und einem Informationsblatt des Seniorenbüros entnommen werden.
An der Gesamtschule befindet sich neben der Stadtteilbibliothek die Seniorenbegegnungsstätte der Stadt Dortmund. Diese ist täglich geöffnet und bietet ein breit gefächertes Angebot.
Für SeniorInnen werden umfassende Beratungsmöglichkeiten und Hilfestellungen für den Alltag durch das Seniorenbüro in der Bezirksverwaltungsstelle angeboten. Von hier aus wird auch das Netzwerk Seniorenarbeit geleitet. Alle zwei Jahre gibt es zudem die Seniorenmesse im Begegnungszentrum „Alte Schmiede“.
An der Oberfeldstraße wurde vor wenigen Jahren durch die Stiftung Bethel ein Haus mit 32 Pflegeplätzen für chronisch psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen eingerichtet.
Zivilgesellschaft Zahlreiche Sportvereine bieten in den Sportstätten der näheren Umgebung ein breit gefächertes Angebot. Beispielhaft sind zu nennen: Fußball, Turnen, Basketball, Tennis, Sportschießen. Die Quartiersgrenze nach Westen bildet ein Kleingartenverein.
Verschiede Interessensgruppen und Akteure sind in Huckarde aktiv, um das Zusammenleben zu fördern. Beispielhaft zu nennen ist die Interessensgemeinschaft Huckarder Vereine (IHV). Zudem unterstützen einige alteingesessene, ortsansässige Unternehmen und BewohnerInnen das Zusammenleben in Huckarde. Aktuell wurde der Verein Huckarde für Huckarde gegründet. In einer ersten Charity-Veranstaltung wurden mehrere tausend Euro gespendet, mit dem Geld in 2016 verschiedene Projekte unterstützt werden.
Seit dem 15. Jahrhundert findet jährlich im Huckarder Ortskern die sogenannte „Pingsthuekke“ (Kirmes) statt. Im Spätsommer hat sich seit über 10 Jahren der Huckarder Familientag etabliert. Mit Musikfrühschoppen, Oldtimertreffen und vielem mehr wird ein buntes Programm für Jung und Alt geboten.
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Im Kulturzentrum Alte Schmiede finden das ganze Jahr über verschiedene Kultur- und Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Übungsstunden statt.
Die Kirchengemeinden sind gut miteinander vernetzt und es bestehen Pastoralverbunde. In die katholische Kirche wurde vor einigen Monaten die afrikanische Gemeinde aus der Nordstadt aufgenommen, weil dort die Kapazitäten erschöpft waren. Der Verein „Bildung und Kultur in Huckarde e. V.“ betreibt eine Moschee und Koranschule an der Varziner Straße. Kooperationen mit anderen Gemeinden gibt es hier jedoch kaum. Im Huckarder Ortskern befindet sich das städtische Familienbüro.
In der Gustav-Heinemann-Gesamtschule ist die Stadtteilbibliothek angesiedelt. Hier gibt es regelmäßig Veranstaltungen mit Grund- und weiterführenden Schulen, bspw. Lesefeste und Theatervorstellungen.
3.2.3 Freiraum und Wohnumfeld
Naherholung findet auf dem Deusenberg statt. Hier wird Fahrrad gefahren oder man lässt Drachen steigen. Auch das Huckarder Hölzchen, der Rahmer Wald, Schloss Westhusen und der renaturierte Emscherbereich dienen zur Entspannung. Die BewohnerInnen nutzen, so die ExpertInnen, auch die vielfältigen Angebote des Revierparks Wischlingen.
Im Untersuchungsgebiet befinden sich nach Aussage der BürgerInnen keine Plätze im öffentlichen Raum, die zum Verweilen anregen, obwohl einige neue Bänke entlang der Straßen aufgestellt sind.
Westlich grenzt das Untersuchungsgebiet an eine Kleingartenanlage. Diese Anlage ist weitläufig und sehr gepflegt, allerdings plagen den Kleingartenverein derzeit Nachwuchssorgen für den Vorstand.
Die folgende Grafik zeigt, wie die befragten BewohnerInnen ihr Wohnviertel beschreiben. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass eine hohe Wohnzufriedenheit herrscht. Rund 85% der Befragten gaben an, gerne im Quartier zu leben. Im Vergleich zu anderen Untersuchungsgebieten handelt es sich hierbei um einen überdurchschnittlich guten Wert.
Abb.: dortmunderstatistik, Stadt Dortmund,
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3.2.4 Wohnen
Es handelt sich überwiegend um eine 2-geschossige heterogene Bebauung. Diese besteht größtenteils aus Mehrfamilienhäusern mit 2 bis 6 Wohneinheiten, teilweise in Zeilenbauweise mit großzügigem Abstandsgrün. Nur 10 % bzw. 13 % der Gebäude haben ein bzw. drei Geschosse, ein Gebäude ist 4-geschossig. Die Baustile reichen von der Gründerzeit (rund 8 %) bis zur Neuzeit. Von den ehemals 959 geförderten Wohnungen unterliegen derzeit noch 297 Wohnungen öffentlich-rechtlichen Mietpreis- und Belegungsbindungen. Laut Statistik sind 40 % der Gebäude mit Wohnraum in der Zeit zwischen 1949 und 1969 erbaut worden. In der Zeit von 1918 bis 1948 entstanden 30 % der Häuser. 19 % wurden in der Zeit nach 1990 errichtet.
Rund 28 % des Wohnungsbestandes befindet sich im Eigentum von Wohnungsunternehmen. Größte Vermieterin ist mit 331 Wohnungen die Vonovia SE (Vonovia), danach folgen mit 60 Wohnungen der Spar- und Bauverein eG (Spar- und Bauverein) und Vivawest Wohnen GmbH (Vivawest) mit 51 Wohneinheiten. Nach Auskunft der Vonovia wurden deren Bestände teilweise zwischen 2012 und 2015 renoviert. Der UBZ Mailoh ist durch Eigenheime im Bergarbeiterstil geprägt. Zudem grenzt westlich an das untersuchte Quartier ein großer Bestand an Mehrfamilienhäusern in Zeilenbauweise der Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH (DOGEWO21). Nördlich liegen Bestände der gws- WOHNEN Dortmund-Süd eG (gws) und der Vonovia. Weitläufiges Abstandsgrün und große Gärten prägen diesen Bereich.
38 Häuser wurden im Rahmen eines Ortstermins als sanierungsbedürftig eingestuft. Es handelt sich hier vor allem um Bestände an der Basenachstraße, der Straße Mailoh und der Varziner Straße. An 51 Gebäuden befanden sich Graffiti-Schmierereien. Vor allem entlang der Emscherallee und der Varziner Straße sind größere Schmierereien zu sehen. Barrierefrei zugänglich sind nur 29 % der Wohnhäuser. Die Barrierefreiheit endet jedoch fast überall bereits hinter der Haustür durch Stufen zum Hochparterre. Ggf. besteht hier für den überwiegenden Baubestand durch die großen Vorgärten und Grünflächen die Möglichkeit, Barrierefreiheit durch den nachträglichen Anbau von Rampen herzustellen. So könnte es mit einfachen baulichen Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren innerhalb der Wohnungen älteren BewohnerInnen ermöglicht werden, lange in ihrer vertrauten Wohnung und Umgebung verbleiben zu können.
Knapp die Hälfte der Befragten hält ihre Wohnung für senioren- bzw. behindertengerecht. Bemängelt werden vor allem „zu viele Treppen“, da bereits das Erdgeschoss vielfach nicht barrierefrei zugänglich ist. In der Zeppelinstraße wurde vor wenigen Jahren durch einen gewerblichen Investor ein barrierefreies Mietwohngebäude mit 15 Wohnungen für SeniorInnen bzw. Menschen mit Behinderungen gebaut. Alle Wohnungen wurden öffentlich gefördert und unterliegen daher den Mietpreis- und Belegungsbindungen.
Aus den in der EigentümerInnenbefragung gemachten Angaben geht hervor, dass 75 % der Befragten in ihrer Immobilie im Quartier selbst oder in einer anderen Immobilie in Huckarde leben. Dies lässt auf eine starke Identifikation mit dem Quartier und dem Vorort schließen. Nach Meinung der ExpertInnen könnten durch eine gezielte Beratung im Bereich der Sanierung und Modernisierung die EigentümerInnen zu Investitionen in den Wohnungsbestand animiert werden. Durch Zuzüge von NeumieterInnen könnte eine ausgeglichene Sozialstruktur erreicht werden. Darin wird für das Quartier eine gute Zukunftschance gesehen.
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3.2.5 Wirtschaft und Einzelhandel/Lokale Ökonomie
Nach den Ergebnissen der Quartiersanalyse lässt sich feststellen, dass ein ausreichendes Warenangebot mit Gütern des täglichen und periodischen Bedarfs vorhanden ist. So befinden sich im Stadtumbaugebiet beispielsweise zwei große Discounter, eine Volksbank, ein Frisör, zwei Getränkemärkte, ein türkischer Markt, diverse Bäcker und Imbissbuden. Mehrere Trinkhallen ergänzen das Angebot. Angrenzend im Huckarder Ortskern sind neben alteingesessenen Geschäften auch nahezu alle wichtigen Geschäfte des täglichen und periodischen Bedarfs vorhanden. Die Versorgung mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen und medizinischen Dienstleistungen ist ebenso sichergestellt. Diese sind fußläufig zu erreichen. Darüber hinaus findet zweimal wöchentlich auf dem Huckarder Marktplatz ein gut sortierter Wochenmarkt statt, der von den Huckarder Bürgerschaft sehr gut besucht wird. Im Untersuchungsgebiet stehen 13 überwiegend kleinere Ladenlokale seit Jahren leer, für die kaum Reaktivierungsmöglichkeiten gesehen werden. Gründe für fehlende Vermarktungschancen und Neuvermietungen sind sicherlich der zum Teil schlechte bauliche Zustand und die fehlende Barrierefreiheit. Daher ist der Rückbau zu Wohnraum eine mögliche Lösung, die eine aktivierende Beratung von Hauseigentümern voraussetzt.
3.2.6 Mobilität
Unter dem Begriff Mobilität werden nachfolgend die Bereiche fließender Verkehr, ruhender Verkehr, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) sowie Rad- und Fußgängerverkehr gefasst. Das Thema Mobilität im Sinne einer räumlichen Vernetzung hat im Stadtumbaugebiet eine bedeutende Rolle. Ein Entwicklungsziel im Rahmen des IHK ist, das Quartier zu stärken und dieses mit dem Hansa Revier Huckarde zu verbinden. Ebenso sollen die einzelnen touristischen Bausteine des Hansa Reviers durch Wegeverbindungen besser zugänglich gemacht werden. Eine Bestandanalyse soll aufzeigen, welche Verbindungen bereits bestehen und welche Maßnahmen zielführend sind.
Fließender Verkehr Das Stadtumbaugebiet ist in mehreren Richtungen sehr gut an das regionale und überregionale Straßennetz angeschlossen. Die Emscherallee, Teilabschnitt der Landesstraße 609, verbindet Huckarde direkt mit der A 2 und der A 40. Die Lindberghstraße und die östliche Oberfeldstraße auf dem Streckenabschnitt zwischen der Straße Hülshof und der Varziner Straße sind die Gemeindestraßen, die zum Vorbehaltsnetz der Stadt Dortmund, also zur Straßeninfrastruktur mit wichtiger Bedeutung, gehören. Im Rahmen der Quartiersanalyse wurde in einer Befragung von den BewohnerInnen und ExpertInnen die Verkehrsanbindung als eine der größten Stärken des Quartiers bewertet.
Westlich der Emscherallee ist das Quartier Huckarde mit überwiegender Wohnnutzung als Tempo 30-Zone, die Straßen Altenhennenstraße, Am Haspel, Huckarder Hölzchen und Mailoh als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen.
Mitte Februar 2016 ist der an das Quartier angrenzende Containerumschlagplatz (KV-Anlage – Kombinierter Ladungsverkehr) an der Lindberghstraße/Franz-Schlüter-Straße eröffnet worden. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurde eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt und das Verkehrskonzept Hafen entwickelt. Im September 2016 sind Verkehrszählungen durchgeführt worden, um die Auswirkungen auf das umgebende Straßennetz festzustellen.
Die bisherigen touristischen Ziele wie das Bahnbetriebswerk Mooskamp, die Kletterhalle Bergwerk und die Kokerei sollen durch Erweiterungen noch attraktiver werden. Darüber hinaus
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werden Konzepte für die Entwicklung gewerblichen/technologieorientierten Nutzung auf einer Teilfläche nördlich des Kokereigeländes erarbeitet. Damit ist eine Zunahme des Verkehrs, vor allem des Kfz-Verkehrs, verbunden.
Bereits heute treten in den Hauptverkehrszeiten Staus in der Emscherallee sowohl aus Richtung Norden als auch aus Richtung Süden auf. Auf Höhe der Buschstraße wird die südliche Emscherallee von vier Streifen auf zwei Streifen verengt. Weiter südlich in der Straße Hülshof auf Höhe der Oberfeldstraße kreuzt die an der Lichtsignalanlage vorrangig geschaltete Stadtbahn die Straße. Gemäß des Nahverkehrsplans Dortmund 2014 hat die Beseitigung der Kreuzungssituation hohe Priorität. Die Staus werden von den ortskundigen VerkehrsteilnehmerInnen durch das Quartier umfahren und erhöhen somit im Wohngebiet die Verkehrs- und Lärmbelastung.
Aufgrund der bereits bestehenden hohen Verkehrsbelastungen, vor allem auch durch Lkw- Verkehr, werden vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt im Rahmen einer Verkehrsuntersuchung u.a. Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse entlang des Straßenzuges Emscherallee/Straße Hülshof (L 609) untersucht. Dabei werden auch die Anbindung an die geplante Veranstaltungshalle im ehemaligen Salzlager sowie des geplanten Gewerbegebietes mit in die Untersuchung einbezogen.
Im Stadtumbaugebiet wird der Umbau des Knotenpunktes Lindberghstraße/Emscherallee zu einem Kreisverkehr oder die Einrichtung eines freien Rechtsabbiegers diskutiert. Der jetzige Knotenpunkt ist mit Fördermitteln hergestellt worden. Die Zweckbindungsfrist beträgt 25 Jahre und läuft im Januar 2038 aus.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Im Rahmen des Nordforums wurde von der Bürgerschaft angemerkt, dass die heutige Ausfahrt aus der Kokerei ungefährlicher zu gestalten sei.
Ruhender Verkehr Im Quartier mit überwiegender Wohnnutzung ist grundsätzlich ausreichend Parkraum vorhanden. Vereinzelt werden jedoch dort vor allem nachts und am Wochenende Lkw abgestellt.
Als problematisch erweist sich das Parken zwischen den Bäumen auf der westlichen Seite der Emscherallee auf Höhe der Kokerei. Die vorhandene Beschilderung und die auf der Straße eingezeichnete Markierung erlaubt das Parken halb auf der Straße, halb auf dem Gehweg. Die Fahrzeuge werden jedoch oftmals vollständig auf dem Gehweg abgestellt. Somit wird der ohnehin schmale Verkehrsraum für den Fußgänger- und Radverkehr noch mehr eingeschränkt.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die geplanten Erweiterungen der touristischen Attraktionen führen zu einem erhöhten Stellplatzbedarf. So soll z.B. das Salzlager der Kokerei zu einer Veranstaltungshalle für bis zu 1.200 Personen umgenutzt werden. Das Stellplatzangebot soll von heute ca. 100 Stellplätzen auf ca. 600 erweitert werden, um auch das Parken im westlich der Emscherallee liegenden Wohngebiet zu verhindern. Bisher sind das Eckgrundstück Lindberghstraße/Emscherallee und eine Fläche nördlich der Kokerei in der Diskussion. In Abstimmung mit der Stadt Dortmund und den beteiligten AkteurInnen werden unter Berücksichtigung der Aspekte „Erschließung“ und „Kapazität“ aber unter Beachtung des vorhandenen Gebäudebestandes Lösungen im Rahmen einer Gesamtkonzeption für den gesamten Planungsbereich östlich der Emscherallee erarbeitet.
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Öffentlicher Personennahverkehr Das Stadtumbaugebiet wird durch mehrere Buslinien, eine Stadtbahn, eine S-Bahn und eine Regionalbahn angebunden. Auch der Nachtexpress hält im Quartier. Somit ist Huckarde nicht nur innerhalb Dortmunds sehr gut verkehrlich erschlossen, sondern auch regional. Der Radius der Bushaltestelleneinzugsbereiche beträgt 300 Meter, der der Haltestellen des Regionalverkehrs 500 Meter. Die touristischen Ziele Kokerei Hansa und Kletterhalle Bergwerk sind somit fußläufig von den Haltestellen gut zu erreichen. Die Entfernung von der nächstgelegenen U-Bahn-Haltestelle zum Bahnbetriebswerks Mooskamp beträgt rund 600 Meter. Darüber hinaus steht den Besuchern des Bahnbetriebswerks Mooskamp täglich einmal in der Stunde ein Anruf-Sammel-Taxi zur Verfügung, das von bzw. zu den nächstgelegenen Umsteigehaltestellen fährt.
Im Rahmen der Quartiersanalyse bewertet die befragte Bevölkerung das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs positiv. Bemängelt wurde jedoch die Qualität des Busbahnhofes. Die Bussteige sind zu schmal, es fehlen Unterstell- und Sitzmöglichkeiten. Darüber hinaus ist die Beschilderung der Linien und Ziele an den Bussteigen aus ihrer Sicht nicht ausreichend. Hinweistafeln zur Kokerei fehlen gänzlich.
Bei der Begehung der Haltestellen im Untersuchungsbereich der Quartiersanalyse mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Dortmund wurde festgestellt, dass an den Haltestellen Verbesserungsbedarf besteht. So sind drei U-Bahnquerungen nur durch optische und nicht durch akustische Signale gesichert. Darüber hinaus ist ein durchgängiges Fußgängerleitsystem nicht vorhanden.
Der Rat der Stadt Dortmund hat am 28.04.2016 mit dem „Bushaltestellenprogramm 2016–2017“ (DS Nr.: 01871-15) den barrierefreien Ausbau von rd. 200 der insgesamt noch rd. 1.300 umzurüstenden Bushaltestellenpositionen beschlossen, um damit den Forderungen der Behindertenverbände, den gestiegenen Ansprüchen als Folge des demografischen Wandels und der Verpflichtung aus dem novellierten Personenbeförderungsgesetzes, das eine Umsetzung bis zum Jahr 2022 vorsieht, schrittweise nachzukommen. Der Umbau umfasst den Einbau von sogenannten „Buskapsteinen“ (Spezialbordsteine, die den Niveauunterschied zwischen Haltestelle und Buseinstieg verringern) mit einer Auftrittshöhe von 16 cm für mobilitätseingeschränkte Menschen in Verbindung mit Bodenindikatoren für sehbehinderte Personen.
Im Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord sind die Stadtbahnhaltestellen und vier, zumindest in einer Fahrtrichtung, von 23 Bushaltestellen bereits barrierefrei umgebaut worden. Im „Bushaltestellenprogramm 2016–2017“ ist für das Stadtumbaugebiet der barrierefreie Umbau von Haltepositionen an den Haltestellen „Huckarde Bushof U“, „Huckarder Allee“, „Parsevalstraße U“ und „Oberfeldstraße“ vorgesehen.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Kontinuierliche Umrüstung von Haltestellen zu barrierefreien Bushaltestellen. Schaffung eines Fußgängerleitsystems innerhalb des Quartiers, z.B. von den Haltestellen zu den touristischen Zielen, um den Besuchern die Orientierung wesentlich zu erleichtern.
Radverkehr Für die Aufwertung des „Hansa Reviers Huckarde“ mit der Verankerung der touristischen Ziele im Quartier und vor allem für die Vernetzung zwischen der Kokerei Hansa, dem Deusenberg, dem Bahnbetriebswerk Mooskamp und dem Quartier Huckarde westlich der Emscherallee ist eine gute Erreichbarkeit von besonderer Bedeutung. Die geringen Entfernungen der touristischen Ziele untereinander und mit dem Quartier sind vor allem für den Rad- und Fußgängerverkehr attraktiv.
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
Das Netz für den Radverkehr innerhalb des Quartiers ist gut ausgebaut und lückenlos. Die Straßen sind als Tempo 30-Zone bzw. verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen, so dass aus Verkehrssicherheitsgründen keine eigenständigen Radwege ausgewiesen werden müssen.
Ein wesentliches Ziel ist die Reduzierung der Trennwirkung durch die Emscherallee zwischen dem Quartier Huckarde im Westen und den touristischen Zielen im Osten. Zwischen Buschstraße und Lindberghstraße gibt es auf Höhe der Buschstraße zwei Bedarfsampeln für FußgängerInnen und auf der Höhe der Straße Mailoh eine. Dies sind die einzigen Querungsmöglichkeiten, an denen jedoch FahrradfahrerInnen absteigen müssen. Damit sind für FahrradfahrerInnen keine attraktiven Querungsmöglichkeiten gegeben.
Zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Stadtumbaugebietes gehört u.a. die Anbindung aus der Innenstadt. Zwischen dem Stadtbezirk Mengede und der Innenstadt sind zwei Radverkehrsrouten, die über Huckarde geführt werden, unter dem Motto „schön & schnell“ zukünftig vorgesehen. „Schön“ steht für eine Verbindung durch Freiräume und an verkehrsarmen Straßen, die auch umwegiger geführt werden kann, und „schnell“ für eine direkte Verbindung. Diese Verbindungen sind in Teilabschnitten bereits vorhanden und sollen vervollständigt werden.
Zu den begleitenden Maßnahmen im Radverkehr gehört auch die Wegweisung. In Nordrhein- Westfalen ist die Radwegweisung durch Schilder mit roter Schrift auf weißem Grund vereinheitlicht worden. Anfang 2017 soll auf der Route der Industriekultur per Rad, die an der Kokerei Hansa vorbeiführt, ergänzend zur bestehenden Wegweisung eine knotenpunktbezogene Wegweisung wie in den Niederlanden eingeführt werden. Damit wird ortsunkundigen RadfahrerInnen die Orientierung erleichtert. Der Beginn, das Ende und die Kreuzungen der Wege werden mit Nummern versehen und dementsprechend ausgeschildert. Darüber hinaus werden an den Kreuzungen Übersichtskarten mit den ausgewiesenen Nummern aufgestellt.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Für RadfahrerInnen problematisch ist aufgrund der Enge und der Bedeutung der Straßenverbindung die Unterführung der Eisenbahn in der Straße Hülshof. Bisher werden RadfahrerInnen umwegig durch das Ortszentrum Huckarde geführt. Derzeit wird vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt eine Wegeverbindung östlich des Hülshofes über eventuell nicht mehr benötigte Gleise direkt zum Gewerbepark Hansa (Straße Fallgatter) geprüft, um damit eine direkte Verbindung zur Kokerei Hansa, auch von der gerade fertiggestellten Touristenradroute „Emscherradweg“, zu schaffen. Damit würde die Kokerei Hansa auf einem attraktiven Weg am Fördergerüst Zeche Hansa vorbei mit Sichtbeziehung zur Kokerei attraktiv erreicht werden können.
Die touristischen Ziele „Mountainbike-Anlage Deusenberg“, „Bahnbetriebswerk Mooskamp“, „Kletterhalle Bergwerk“ und „Kokerei Hansa“ sind bisher für RadfahrerInnen umwegig und wenig attraktiv über einen eigenständigen Weg entlang der zum Teil vierstreifigen Emscherallee miteinander verbunden. Deswegen würde eine neue Radverkehrsverbindung westlich des Deusenbergs bis zur Stadtbezirkstour Huckarde sowie eine weitere Radverkehrsverbindung entlang der östlichen Grenze der Kokerei Hanse bis hin zur Lindberghstraße eine gravierende Verbesserung der Erreichbarkeit darstellen. Darüber hinaus wird von diesem Weg eine direkte Verbindung zur Kletterhalle Bergwerk vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt geprüft.
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
Abb.: Radverkehrsverbindungen im Stadtumbaugebiet, Stadt Dortmund
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
Fußgängerverkehr Das Fußgängernetz ist im Stadtumbaugebiet im Wohnquartier westlich der Emscherallee wie das Radverkehrsnetz lückenlos vorhanden. Die Emscherallee kann auf Höhe der Buschstraße und der Straße Mailoh mit Hilfe von Bedarfsampeln überquert werden.
Bei der Stadt Dortmund werden Querungsstellen für FußgängerInnen bei Neu- oder Umbauten einer Straße barrierefrei eingerichtet. Diese sind sowohl durch einen Bereich der sogenannten „Nullabsenkung“ für mobilitätseingeschränkte Personen als auch durch den Bereich mit taktilen Elementen (Bodenindikatoren und Pflaster mit Rippenstruktur) für sehbehinderte Personen gekennzeichnet. Dies wird zukünftig auch im Stadtumbaugebiet erfolgen.
Handlungsfelder und Entwicklungsziele Der Bushof wird mit dem Bahnhof Huckarde-Nord und dem Ortskern von Huckarde durch eine Unterführung zwischen der Altfriedstraße und der Oberfeldtstraße verbunden. Im Rahmen der Quartiersanalyse wird diese Verbindung als zu dunkel und muffig bewertet. Die Unterführung wurde in der Vergangenheit bereits optisch aufgewertet. Aufgrund der über der Unterführung verlaufenden Gleistrasse sowie der schwierigen Eigentumsverhältnisse (tlw. im Eigentum der DB Netz AG) sind weitere Maßnahmen jedoch nur schwer zu realisieren.
An einigen Stellen sind die Gehwege durch Baumwurzeln beschädigt und schlecht begehbar. Vereinzelt haben Bäume keine Baumscheiben, sondern nur eine wassergebundene Wegedecke, die sich vom Gehweg kaum abhebt. Dies birgt für FußgängerInnen Gefahren in sich.
Bei der Weiterentwicklung der Bereiche östlich der Emscherallee ist zu prüfen, ob die touristischen Ziele fußläufig auf direkten und attraktiven Wegen mit ausreichender Beleuchtung untereinander und mit den zur Verfügung stehenden Stellflächen verbunden werden.
Darüber hinaus ist im Rahmen zukünftiger Planungen zu prüfen, ob in ausreichender Anzahl und Dimensionierung sichere Querungshilfen an der Emscherallee vorhanden sind. Bei Bedarf sind neue zu errichten.
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- Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken
In nachfolgender Matrix werden die im Rahmen der Quartiersanalyse ermittelten Stärken/Chancen und Schwächen/Risiken zusammengefasst, auf die die künftige Stadtteilentwicklung aufbauen und zielgerichtete Entwicklungen anstoßen kann.
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| - ÖPNV- und Verkehrsanbindung - Kurze Wege ins Huckarder Zentrum - Einkaufsmöglichkeiten - Kultur- und Freizeitangebote - Naherholungsmöglichkeiten - Soziale Infrastruktur - Günstiges Mietniveau - Guter Wohnungsmix - Nachbarschaftliches Zusammenleben - Hohe Wohnzufriedenheit - Gute Vermietbarkeit laut EigentümerInnen - Ruhiges Quartier - Große Gärten und Freiflächen - Hohe Identifikation der privaten ImmobilieneigentümerInnen - Stadtbezirksmarketing Hansa Revier/ Stiftung Kokerei Hansa - Route der Industriekultur | - Hohes Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten (durch Pendler und Lkw) an Emscherallee und Varziner Straße - Hoher Anteil Transferleistungs- empfangender - Punktuell Immobilien mit erheblichem Sanierungsstau - Gestaltungsmängel im öffentlichen Raum - Straßen/Gehwege - Busbahnhof - Graffiti-Schmierereien - Ungestaltete/ungenutzte Grünflächen - Fehlende Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche - Anzahl und Qualität der Spielplätze |
| Chancen | Risiken |
| - Integriertes Handlungskonzept der Stadterneuerung - Entwicklung Kokerei Hansa, Bahnbetriebswerk Mooskamp und Gewerbegebiet Hansa - Anbindung der Radwege an das überregionale Netz ausbauen - Beziehung von Kokerei zum Quartier ausbaubar, Potenzial nutzen - Akteure, die Schlüsselrollen übernehmen können - Große Freiflächen und Vorgärten bieten günstige Voraussetzungen zur Herstellung von barrierefreien Zugängen - Starke Wohnungsunternehmen als AnkereigentümerInnen - Beratungspotential für Einzeleigentümer- Innen - Wohnbebauung der unbebauten Grundstücke Fuchteystraße - Jugendbefragung | - Kaum barrierefreier Wohnraum - Erschwerte Amortisierung von Investitionen der privaten Immobilien- eigentümerInnen wegen niedriger Mieterlöse - Außenimage |
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
- Beteiligungs-/Partizipationsprozess
Durch verschiedene Beteiligungsformate wird das Integrierte Handlungskonzept „Huckarde- Nord“ auf eine solide Basis gestellt. Die frühzeitige Einbindung verschiedener Akteure sichert eine fundierte Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Beteiligungsaspekt wird bei der späteren Umsetzung der Maßnahmen eine wesentliche Rolle spielen.
Die Quartiersanalyse, die vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung durchgeführt wurde, umfasst neben der Erhebung kleinräumiger Daten und Fakten auch die (schrifltiche) Befragung von BewohnerInnen und ImmobilieneigentümerInnen. Darüber hinaus fanden Gespräche mit ExpertInnen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Polizei, Schule und Kirche statt, deren Ergebnisse in die Analyse miteingeflossen sind.
Im Rahmen von „Nordwärts“ wurde in Huckarde ein Forum gemeinsam mit der zuständigen Bezirksvertretung, Akteuren vor Ort und interessierten BürgerInnen durchgeführt. Ziel ist, ein gemeinsames Projektverständnis herzustellen und den Beteiligten die Möglichkeit zu geben, Projekte zu initiieren und zu qualifizieren. Daraus sind in verschiedenen Themenfeldern bereits eine Vielzahl von Ideen und Wünschen benannt worden.
Die „Bürgercafés“ sind 2016 ein zentraler Baustein der „Nordwärts“-Beteiligungsverfahren. Sie lösen die „Nordforen“ von 2015 ab. Gemeinsam mit den BürgerInnen und Akteuren vor Ort soll in jedem „Nordwärts“-Stadtbezirk ein Bürgercafé durchgeführt werden. Im Vordergrund der Veranstaltung steht grundsätzlich der Feedback-Charakter: „Nordwärts“ gibt etwas zurück. Die Entwicklung weiterer innovativer Ideen wird ebenfalls angestrebt. In jedem Stadtbezirk haben sich unterschiedliche Schwerpunktthemen und Projekte herauskristallisiert. Deshalb wird für jedes Bürgercafé ein individuelles Konzept entwickelt. Für Huckarde ist die Aufstellung des Integrierten Handlungskonzepts Huckarde-Nord ein Schwerpunkt. Der Termin für dieses Bürgercafé ist für November 2016 angesetzt. Hier bekommen die teilnehmenden BürgerInnen und örtlichen Akteure die Gelegenheit, ihre Wünsche und Visionen für den Stadtteil zu äußern und direkt auf die Handlungsfelder im Rahmen des IHKs einzugehen.
Darüber hinaus haben Abstimmungsgespräche mit verschiedenen Fachämtern stattgefunden, um z.B. die bisherigen Überlegungen zur Gestaltung und Nutzbarmachung des Deusenbergs untereinander auszutauschen und zusammenzuführen. Hier ist es entscheidend, den Deusenberg nicht solitär, sondern im Gesamtkontext mit dem Hansa Revier Huckarde und dem Stadtteil zu betrachten. Geplant sind ein Ideenwettbewerb zur Gestaltung und Vernetzung der Fläche, die nachfolgende Planung und die spätere Realisierung. Ein Brückenschlag in Form eines Brückenbauwerkes o.ä. wurde ebenso mit in die Überlegung einbezogen.
Des Weiteren hat ein Auftaktgespräch innerhalb der Stadtverwaltung zur Bestandsanalyse und Ideenentwicklung u.a. mit den Fachämtern des Jugendamtes, des Tiefbauamtes, der Wirtschaftsförderung, den Kulturbetrieben und dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt stattgefunden. Geplant ist die Einrichtung eines Arbeitskreises, um sich regelmäßig mit wesentlichen Fachbereichen und weiteren Partnern über den Verlauf einzelner Maßnahmen abzustimmen.
Im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes Huckarde-Nord hat aufgrund der frühen Planungsphase keine umfassende Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TöB) stattgefunden. Die Belange der TöB werden im Zusammenhang mit der Konkretisierung von Einzelmaßnahmen (u.a. Wettbewerbsverfahren Deusenberg) in die Planungen einfließen.
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- Zur Städtebauförderung anzumeldende Maßnahmen
Die Analyse des Stadtumbaugebietes Huckarde-Nord kommt zu dem Ergebnis, dass Huckarde trotz seines schlechten Außenimages, durchaus über eine gute Ausgangslage verfügt und Entwicklungspotenzial in vielen Bereichen aufweist. Die Kombination von Grün- und Freiräumen, eine gute verkehrliche Anbindung an den ÖPNV und an das überörtliche Straßennetz sowie die Nähe zur Dortmunder Innenstadt sind kennzeichnend. Das nachbarschaftliche Zusammenleben, das günstige Mietniveau und die lokale Ökonomie sind positiv hervorzuheben. Herausragend und einzigartig für den Stadtteil ist die Mischung von Kultur, Freizeit und Tourismus, die im Hansa Revier Huckarde gebündelt wird. Diesen Standortvorteil auf das angrenzende Wohnquartier zu übertragen, ist eine der Herausforderungen.
In Huckarde wird ein Teil der im Rahmen der Analyse herausgearbeiteten Handlungsfelder und Entwicklungsziele durch die Stadt Dortmund und aktive Dritte geplant bzw. umgesetzt, für die eine Finanzierung über Städtebaufördermittel nicht erforderlich ist. Für die im Folgenden aufgeführten Teilmaßnahmen sollen Anträge zur Förderung über Bundes- und Landesmittel der Städtebauförderung gestellt werden.
Die Einzelmaßnahmen sind aufeinander abgestimmt und ergeben ein schlüssiges Gesamtkonzept, das zu einem hohen Mehrwert für das gesamte Quartier und dessen BewohnerInnen führt. Übergeordnetes Ziel ist die Steigerung der Wohn- und Lebensqualität, die eine stärkere Identifikation mit dem Stadtteil und dem angrenzenden Hansa Revier Huckarde hervorrufen soll. Dabei werden zielgruppenspezifische Bedarfe von Kindern und Jugendlichen aber auch von Familien und SeniorInnen in den Fokus gestellt und in Einklang mit den Planungen gebracht. So ergeben sich keine solitären Einzelprojekte sondern ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenkonzept.
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| Teilmaßnahmen | Kindertreff und Jugendzentrum |
|---|---|
| Handlungsfeld | Bildung, Kultur und Freizeit |
| Projektbeschreibung | Als große Schwäche des Quartiers wird das fehlende Angebot für Kinder und Jugendliche gesehen. Existierende Jugendfreizeitstätten in angrenzenden Stadtbezirken sind räumlich zu weit entfernt und erreichen die Zielgruppe aus dem Stadtteil Huckarde nicht. Jugendarbeit seitens der Stadtverwaltung findet im Stadtumbaugebiet aktuell nicht statt. Außerschulische Treffpunkte sind die Jugendbude hinter der Gesamtschule, der Bolzplatz an der Varziner Straße oder der Bushof Huckarde als „Ersatzraum“. Infolgedessen ist die Schaffung von barrierefreien Treffs und Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum für Kinder und Jugendliche bei künftigen Planungen zu berücksichtigen. Laut Statistikatlas der dortmunderstatistik von 2015, leben derzeit 398 Kinder im Alter von 6–12 Jahren sowie 1494 Jugendliche und junge Heranwachsende im Alter von 12–27 Jahren im Quartier. Davon haben 528 einen Migrationshintergrund, 315 sind Ausländer. Im Vergleich zur Gesamtstadt sind diese Werte leicht erhöht. Nach Gesprächen mit der zuständigen Fachabteilung des Jugendamtes ist es sinnvoll, die Bedarfe zielgruppenspezifisch zu betrachten. Nach Auffassung der Fachverwaltung sollte zwischen einer Einrichtung für Kinder der Altersgruppe 6–12 Jahre und einer Einrichtung für Jugendliche und junge Heranwachsende der Altersgruppe 12–27 Jahren differenziert werden. Eine Einrichtung für Kinder sollte daher an zentraler Stelle im Quartier verortet werden. Die Nähe und gute Erreichbarkeit der Eltern sind in dieser Altersgruppe von zentraler Bedeutung. In diesem Zusammenhang soll gemeinsam mit den beteiligten Fachämtern die Umnutzung einer geeigneten Immobilie in einen Kindertreff geprüft und ein Betreiberkonzept entwickelt werden. Die Nutzung des Schalthauses (Eigentum IDS) auf der Fläche der Kokerei Hansa als möglicher Standort für eine Einrichtung mit dem Schwerpunkt auf jugendkulturelle Angebote und Veranstaltungen wird geprüft. Durch die Lage an der Emscherallee im Außenbereich der Kokerei Fläche, ohne direktes Wohnumfeld, bietet sich das Schalthaus auch hinsichtlich der Lärmemissionen an. Unter Beteiligung von Jugendlichen ist ein Konzept, bestehend aus Jugendkulturcafe, Events und Sportangeboten, denkbar. Eine Verknüpfung der Angebote im Objekt mit anderen Sportaktivitäten der Umgebung, wie dem Deusenberg oder der Kletterhalle, würden zu einer Vernetzung der Angebote im Hansa Revier Huckarde führen. Auch für diese Einrichtung ist ein Betreiberkonzept zu entwickeln. |
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| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Schaffung von zielgruppenspezifischen Angeboten unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedarfe - Akzeptanz durch Partizipation - Verzahnung der verschiedenen Angebote am Standort (Deusenberg, Kletterhalle, Kokerei Hansa) - Stärkere Identifikation mit dem Stadtteil - Barrierefreiheit |
|---|---|
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 550.000 € (mit Planungskosten) Ein Betreiberkonzept ist noch zu entwickeln, darüber hinaus fallen Personalkosten für den Betrieb der Einrichtungen an. |
| Laufzeit | 2019–2022 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
| Teilmaßnahmen | Vernetzung und Aufwertung von Freiflächen |
|---|---|
| Handlungsfeld | Öffentlicher Raum |
| Projektbeschreibung | Um die Aufenthaltsqualität im Quartier für alle BewohnerInnen zu erhöhten, ist der öffentliche Raum aufzuwerten und vorhandene sowie ggf. neu zu schaffende Frei- und Spielflächen untereinander zu vernetzen. Dazu gehören neben der Schaffung von Wegebeziehungen und Grünachsen auch die Spielleit- und Freizeitflächenplanung. Ziel ist, durch Modernisierungsmaßnahmen den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Vorhandene Freiräume und Grünanlagen sollen durch die Neugestaltung von Wegebeziehungen für die Bürgerschaft attraktiver werden. Dabei soll auf eine zielgruppenspezifische Ausgestaltung ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Maßnahmen, wie die Einrichtung neuer Sitzmöglichkeiten, neue Beleuchtung und Querungshilfen sind vorgesehen. |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Steigerung der Attraktivität des Standortes als Lebens- und Wohnraum - Schaffung von zielgruppenspezifischen Aufenthalts- bereichen - Gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raumes - Stärkung der Identifikation mit dem Stadtteil - Förderung des sozialen Miteinanders - Schaffung einer Verbindung zwischen Wohnquartier und Kokerei Hansa |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 830.000 € (Herstellungskosten und Planungskosten) |
| Laufzeit | 2018–2023 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
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| Teilmaßnahmen | Flächen für Aufenthalt und Spiel |
|---|---|
| Handlungsfeld | Öffentlicher Raum |
| Projektbeschreibung | Nach einer Bedarfsberechnung durch das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt für das Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord, besteht formal ein Defizit an Spielflächen von rund 3.900 m². In diesem Zusammenhang wurde auch nochmal darauf hingewiesen, dass Spiel- und Aufenthaltsbereiche für alle Altersgruppen fehlen. Die Durchführung einer partizipativen Spielleitplanung ist die Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Neugestaltung der vorgesehenen Spielplätze. So ist eine Bedarfs- und Umfeldanalyse geplant, die nicht nur verändertes Nutzungsverhalten für die einzelnen Spielplätze, sondern auch spezifische Aspekte wie Inklusion berücksichtigt. Im Fokus stehen nach einer ersten Einschätzung die Spielplätze „Varziner Straße“, „Mailoh“ und „In der Mulde“, die nicht mehr dem aktuellen Standard entsprechen und einer Umgestaltung bedürfen. Die Festlegung der umzugestaltenden Spielplätze und die Frage, ob ggf. neue oder Erweiterungen bestehender Spielflächen erforderlich sind, soll im Rahmen eines Gesamtkonzeptes festgelegt werden. Die oben genannten drei Spielplätze sind durch eine Wegeverbindung durch die Kleingartenanlage miteinander verbunden und bilden räumlich betrachtet bis zur Kokerei Hansa, über die Straße „Mailoh“, eine sog. „Achse“. Eine attraktive Ausgestaltung dieser Verbindung zahlt auf das Ziel ein, das Wohnquartier mit dem Hansa Revier Huckarde stärker zu verknüpfen. Für die Umsetzung der Maßnahmen werden Bau- und Ausstattungskosten in Höhe von insgesamt 1.150.000 € erwartet. Die erforderlichen Planungskosten wurden unter der Teilmaßnahme „Planungskosten“ subsummiert. |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Steigerung der Attraktivität des Standortes als Lebens- und Wohnraum - Schaffung von zielgruppenspezifischen Spiel- und Aufenthaltsbereichen - Gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raumes - Stärkung der Identifikation mit dem Stadtteil - Förderung des sozialen Miteinanders - Schaffung einer Verbindung zwischen Wohnquartier und Kokerei Hansa |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 1.380.000 € (Herstellungskosten und Planungskosten) |
| Laufzeit | 2018–2022 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
| Teilmaßnahme | Grünanger Kokerei Hansa Nord |
|---|---|
| Handlungsfeld | Öffentlicher Raum |
| Das Plangebiet umfasst eine ca. 21 ha große Fläche nördlich der Kokerei Hansa. Während im westlichen Bereich der Fläche eine gewerbliche Entwicklung geplant ist, soll auf der östlichen Teilfläche eine öffentlich zugängliche Grünfläche entstehen. Diese Fläche befindet sich im Eigentum des RVR und ist im Rahmen der Sanierungsplanung bereits hergestellt. Hier befindet sich ein Landschaftsbauwerk, ebenfalls im Eigentum des RVR, das künftig an die IDS übertragen werden soll. Diese Fläche stellt eine Schnittstelle zwischen der Kokerei Hansa im Süden, dem Bahnbetriebswerk Mooskamp im Norden sowie verschiedenen Radwegeverbindungen, z.B. aus Richtung Rahmer Wald, dar. Um eine bessere Vernetzung für die Huckarder Bevölkerung zu erzielen, soll die öffentlich zugängliche Grünfläche in das Wegenetz eingebunden werden. Hierzu ist es vorgesehen, eine Fuß- und Radanbindung aus Richtung Westen (Stadtteilzentrum Huckarde) zu schaffen. Zudem ist ein Fußweg auf das Landschaftsbauwerk angedacht, der Blickbeziehungen u.a. auf die Industriedenkmäler ermöglicht. Ein weiterer Radweg von Norden nach Süden dient als Ergänzung des Radwegenetzes. Die Wege sollen in 3,5 m Breite mit wassergebundener Decke errichtet werden. | |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Erschließung von ungenutzten Freiflächen - Aufwertung des Hansa Revier Huckardes - Schaffung von attraktiver Erholungsfläche - Vernetzung durch Einbindung der Fläche in das Wegenetz |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 1.250.000 € (Herstellungskosten und Planungskosten) |
| Laufzeit | 2021–2023 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
| Teilmaßnahme | Rund um den Deusenberg |
|---|---|
| Handlungsfeld | Bildung, Kultur und Freizeit |
| Die „Freizeitnutzung Deusenberg“ ist als Projekt der 2. Generation in das „Nordwärts“-Projekt eingebracht worden. Der Deusenberg soll neben der schon bestehenden Mountainbike- Arena, für Freizeit und Naherholung nutzbar gemacht werden. Dabei kommt den Trendsportarten eine besondere Bedeutung zu, da diese durch die olympischen Spiele im Jahr 2020 Aufwind bekommen werden. Entsprechende Ausgestaltungen können auch schon die Kleinsten an trendige Sportarten heranführen, so dass ein Erlebnisraum für die ganze Familie entsteht. Erweiterte Sport- und Freizeitnutzungen können beispielsweise street workout und calisthenics sein, aber auch Angebote zum interaktiven Lernen und Spielen können das Angebot bereichern. Mit entsprechenden Aufenthaltsqualitäten wird hier ein überaus attraktiver Freizeitbereich geschaffen. Workshops mit BürgerInnen sowie ein Ideenwettbewerb sollen dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Im Zusammenhang mit der Durchführung des geplanten Ideenwettbewerbs werden voraussichtlich Kosten in Höhe von 85.000 € (inkl. Preisgelder) entstehen. |
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
| Die notwendigen Aufwendungen, um aufbauend auf den Ergebnissen des Ideenwettbewerbs ein attraktives Angebot für Sport, Spiel und Freizeit realisieren zu können, lassen sich vor Vorliegen der Wettbewerbsergebnisse nicht beziffern. Deshalb soll den WettbewerbsteilnehmerInnen ein Kostenrahmen in Höhe von 2.000.000 € für die bauliche Realisierung ihrer Projektideen vorgegeben werden. Die zur Qualifizierung der Maßnahmen erforderlichen Planungskosten nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in Höhe von rund 400.000 € sind unter der Teilmaßnahme „Planungskosten“ subsummiert. | |
|---|---|
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Touristische Aufwertung des Hansa Revier Huckarde - Schaffung von attraktiver Freizeitfläche und Erholungsinfrastruktur nicht nur, aber auch für die Huckarder BürgerInnen - Erhöhung der „Anziehungskraft“ durch Trendsportarten - Beitrag zur positiven Außendarstellung Huckardes |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 2.400.000 € (Herstellungskosten und Planungskosten) |
| Laufzeit | 2020–2024 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
| Teilmaßnahme | Bahnbetriebswerk Mooskamp |
|---|---|
| Handlungsfeld | Bildung, Kultur und Freizeit |
| Projektbeschreibung | Ein barrierefreier Neubau soll die Abstellhallen um ein Ausstellungs- und Seminarzentrum ergänzen, in dem Angebote zur Verkehrsgeschichte und Verkehrserziehung für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen untergebracht werden. Der Neubau wird mit interaktiven Modulen und Exponaten zur ÖPNV-Geschichte sowie einem Archiv ausgestattet. In Ergänzung des Themenfelds „Verkehr“ soll die zweite Hälfte des Neubaus ein brandschutzpädagogisches Zentrum für Kinder, Jugendliche, MigrantInnen und SeniorInnen als Kernzielgruppen erhalten, so dass dann zwei Arten öffentlicher Daseinsvorsorge parallel am Standort geschichtlich und pädagogisch vermittelt werden. Ergänzt wird beim Themenkomplex „Brandschutz“ der Neubau um eine neue Leichtbauhalle, die neben Schulungseinrichtungen auch repräsentative Anschauungsmaterialien enthalten soll. Hier und in einem attraktiven Außengelände sollen Besuchergruppen, Schulklassen und Einzelpersonen begleitet durch erfahrene Fachleute erlebnisorientiert präventives und effektives Verhalten im Umgang mit Feuer und Gefahrensituationen erlernen. Die Betriebskonzepte sehen beim Thema „Verkehr“ als Ergänzung zum Fahrbetrieb und zur bestehenden Ausstellung eine interaktive Dauerausstellung vor, die durch Wechselausstellungen und pädagogische Angebote ergänzt werden soll. Das Thema „Brandschutz“ setzt den Schwerpunkt auf „erlebnis-orientiertes Erlernen“. Im Hauptgebäude sollen spannende Führungen und Bildungsangebote wie Seminare und Workshops zum Themenfeld stattfinden; im nördlich vom Mooskamp gelegenen Freigelände soll die ca. 10.000 m² große „Erlebnis-Fläche“ mit einem zu Brandschutzthemen angelegten, kindgerechten Übungsparcours ausgestattet werden (Kernzielgruppe: 4- bis 14-jährige). Ergänzt |
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| werden soll dieses Konzept durch Weiterbildungs-möglichkeiten für Fachleute, wie z.B. ArchitektInnen, Sicherheitsfachkräfte oder Brandschutzbeauftragte in Betrieben aus Dortmund und der Umgebung. Bei dieser Erwachsenen(weiter)bildung, gerade auch für MigrantInnen und SeniorInnen, kann die oft ausschließlich theoretische Wissensvermittlung durch praktische Demonstrationen ergänzt werden. Darüber hinaus sind die Ertüchtigung der Werkbahntrasse und die Schaffung neuer Haltepunkte vorgesehen. Durch den Fahrbetrieb über die alte Hoeschbahntrasse HHW 6141 ergibt sich eine touristische Zeitreise durch das Ruhrgebiet vom ländlich- ursprünglichen Ellinghausen über die benachbarten Industrieareale Kokerei und Zeche Hansa bis hin zu modernen Technologie und Logistik-Standorten im Dortmunder Hafen. Gemeinsam schaffen die geplanten Instandsetzungen und Erweiterungen eine zusätzliche Steigerung der touristischen Attraktivität des „Hansa Revier Huckarde“ und leisten so einen wesentlichen Beitrag zum Dortmunder Dekaden-Projekt „Nordwärts“. Die rechtliche Gestaltung sieht zum gegenwärtigen Stand der Planungen vor, die Bahnhof Mooskamp gGmbH als Projektträger dieses Maßnahmenbündels und zukünftige Eigentümerin der auf dem Gelände zu errichtenden Bauwerke einzusetzen. Gebäude und Anlagen sollen von gemeinnützigen Trägervereinen aus den Themenbereichen „Verkehr“ und „Brandschutz“ genutzt werden. Hierzu werden entsprechende Nutzungsverträge geschlossen. | |
|---|---|
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Zielgruppenspezifische Weiterbildung zu den Themen Brandschutz und Verkehr (Verkehrsgeschichte und Verkehrserziehung) - Förderung der touristischen Attraktivität des Hansa Revier Huckarde - Stärkung des Standortes |
| Projektträger | Bahnhof Mooskamp gGmbH |
| Projektkosten | 2.970.000 € |
| Laufzeit | 2017–2021 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
| Teilmaßnahme | Salzfabrik, Abtreiberbühne, Umnutzung Salzlager |
|---|---|
| Handlungsfeld | Bildung, Kultur und Freizeit |
| Dach- und Fachsanierung des Salzlagers, der Abtreiberbühne und der angrenzenden Salzfabrik sowie die Umnutzung des Salzlagers für kulturelle Zwecke. Eine flexible Veranstaltungshalle für max. 1200 Personen soll entstehen und künftig u.a. als Spielort für die Ruhrtriennale im östlichen Ruhrgebiet dienen. | |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Regionale und überregionale Stärkung der Standortes - Imagegewinn des Stadtteils - Touristische Aufwertung - Erhaltung von Kulturgut |
| Projektträger | Stiftung für Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (IDS) |
| Projektkosten | rd. 2.756.000 € (Dach- und Fachsanierung Salzlager) rd. 2.400.000 € (Dach- und Fachsanierung Abtreiberbühne und Salzfabrik) |
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
| Die Beantragung weiterer Fördermittel in Millionenhöhe für die Errichtung einer Versammlungsstätte ist geplant. | |
|---|---|
| Laufzeit | 2012– |
| Förderprogramm | Städtebaulicher Denkmalschutz |
| Teilmaßnahme | Haus- und Hofprogramm |
|---|---|
| Handlungsfeld | Wohnen |
| Die Wohn- und Lebensqualität ist in Teilbereichen durch Modernisierungsstau und Aufwertungsbedarf gekennzeichnet. Dies betrifft zum Teil einzelne Objekte, aber auch Häuserblöcke. An dieser Stelle unterstützt die Stadt Dortmund und tritt in den Dialog mit den jeweiligen Wohnungseigentümern und Wohnungs- baugenossenschaften. Das Hof- und Fassadenprogramm bietet hier einen möglichen Ansatz, um das Straßenbild durch eine Neugestaltung der Fassaden zu verbessern und somit die Attraktivität als Wohnstandort zu steigern. | |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Aufwertung des Siedlungsbildes - Verbesserung der Wohnverhältnisse durch Instandsetzung der Gebäude (Fassaden, Bausubstanz und Fensterläden) |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 180.000 € * |
| Laufzeit | 2018–2023 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
| Teilmaßnahmen | Öffentlichkeitsarbeit |
|---|---|
| Handlungsfeld | Öffentlichkeitsarbeit |
| Durch eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit wird die Transparenz der Projekte sowie des Gesamtprozesses gewährleistet und infolgedessen die Akzeptanz der Bürgerschaft und der beteiligten Akteure sichergestellt. Fortschritte, Aufwertungen und Verbesserungen können aktiv vermarktet werden. | |
| Ziele/Wirkungen/ Nachhaltigkeit | - Transparenz - Erhöhung der Akzeptanz |
| Projektträger | Stadt Dortmund |
| Projektkosten | 70.000 € |
| Laufzeit | 2017–2024 |
| Förderprogramm | Stadtumbau West |
- Nach Ratsbeschluss wurden die Projektkosten aufgrund eines Rechenfehlers angepasst, die Angaben stimmen mit der Vorlage DS-Nr. 05934-16 überein.
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Integriertes Handlungskonzept Huckarde-Nord
- Zeit-, Maßnahmen- und Kostenplanung
| Teilmaßnahme | Handlungsfeld | Träger | Kosten/ | Erwartete Zuwendung | Zeitlicher Rahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| zuwendungsfähige | |||||||||
| Ausgaben | |||||||||
| Kindertreff und | Bildung, Kultur und Freizeit | Stadt Dortmund | 550.000 € | 550.000 € | 385.000 € | 2019–2022 | |||
| Jugendzentrum | |||||||||
| Vernetzung und Aufwertung von Freiflächen | Öffentlicher Raum | Stadt Dortmund | 830.000 € | 581.000 € | 2021–2023 | ||||
| Flächen für | Öffentlicher Raum | Stadt Dortmund | 1.380.000 € | 966.000 € * | 2018–2022 | ||||
| Aufenthalt und | |||||||||
| Spiel | |||||||||
| Grünanger Kokerei Hansa Nord | Öffentlicher Raum | Stadt Dortmund, | 1.250.000 € | 875.000 € * | 2021–2023 | ||||
| Rund um den | Bildung, Kultur und Freizeit | Stadt Dortmund | 2.400.000 € | 1.680.000 € * | 2020–2024 | ||||
| Deusenberg | |||||||||
| Bahnbetriebswerk Mooskamp | Bildung, Kultur und Freizeit | Bahnhof Mooskamp gGmbH | 2.970.000 € | 2.079.000 € * | 2017–2021 | ||||
| Salzfabrik, | Bildung, Kultur und Freizeit | Stiftung für Industriekultur und Denkmalpflege (IDS) | Förderanträge erfolgen direkt durch die IDS | 2012–offen | |||||
| Abtreiberbühne, | |||||||||
| Umnutzung | |||||||||
| Salzlager | |||||||||
| Haus- und Hofprogramm | Wohnen | Stadt Dortmund | 180.000 € | 126.000 € | 2018–2023 | ||||
| Öffentlichkeits- | Öffentlichkeitsarbeit | Stadt Dortmund | 70.000 € | 49.000 € | 2017–2024 | ||||
| arbeit |
- Nach Ratsbeschluss wurde die Höhe der erwarteten Zuwendung aufgrund eines Rechenfehlers angepasst, die Angaben stimmen mit der Vorlage DS-Nr. 05934-16 überein.
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