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A01_Steckbriefe AWF_Hardtwaldschule Linkenheim-Hochstetten.pdf

Elektroplanung für den Neubau der Hardtwaldschule

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 07.10.2026, 04:36 (Europe/Berlin)

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Neubau

Hardtwaldschule Linkenheim-Hochstetten

Anlage 01

Steckbriefe der BIM-Anwendungsfälle

Version 1.0

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Version1.0
Datum16.06.2026
Erstellt vonKreisverwaltung Landratsamt Karlsruhe Kriegsstraße 100 76133 Karlsruhe

In den folgenden Texten wird ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit auf eine geschlechterspezifische Schreibweise sowie auf eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle Personenbezeichnungen sollen dennoch als geschlechtsneutral angesehen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Steckbriefe der BIM-Anwendungsfälle ................................................................. 4

1.1 AWF 010 – Objekt- und Fachplanung ........................................................................ 4

1.2 AWF 020 – Visualisierung.......................................................................................... 6

1.3 AWF 030 – Koordination der Fachgewerke ................................................................. 9

1.4 AWF 040 – Planungsfortschrittskontrolle, Qualitätsprüfung und Planfreigabe .......... 12

1.5 AWF 050 – Ableiten von Planunterlagen .................................................................. 14

1.6 AWF 060 – Mengen- und Kostenermittlung .............................................................. 16

1.6.1 AWF 061 – Mengenermittlung und Plausibilitätsprüfung in der Planung ................ 16

1.6.2 AWF 062 – Kostenschätzung (nach DIN 276)........................................................ 18

1.6.3 AWF 063 – Kostenberechnung (nach DIN 276) ..................................................... 20

1.7 AWF 070 – Änderungsnachverfolgung ..................................................................... 22

1.8 AWF 080 – Projekt- und Bauwerksdokumentation (As-Built-Modell) ......................... 24

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1 Steckbriefe der BIM-Anwendungsfälle

Im Folgenden werden die BIM-Anwendungsfälle, die vom AG für das Projekt ausgewählt wurden, detailliert beschrieben. Die aktuell als optional festgelegten Anwendungsfälle werden hier nachrichtlich aufgeführt. Sie sind aktuell nicht Gegenstand der hier ausgeschriebenen Leistungen, jedoch sind diese bei der Planung und Durchführung der perspektivisch zu berücksichtigen.

1.1 AWF 010 – Objekt- und Fachplanung

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Für die Objekt- und Fachplanung werden Bauwerksinformationsmodelle (Fachmodelle) gem. Detaillierungsgrad der für eine Objekt- und Fachplanung benötigten Informationen nach einer abgestimmten Modellierungsrichtlinie erstellt.

Jede Fachdisziplin erstellt dabei ihr eigenes Bauwerksinformationsmodell. Dieses soll vorab abgestimmte alphanumerische Informationen mit den geometrischen Informationen verknüpfen. Das Modell soll nach Abschluss einer Leistungsphase in der nächsten fortgeführt und mit weiteren Informationen angereichert werden. Ziel ist die e(cid:431)iziente und fehlerfreie Planung, Koordination und Kommunikation über den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojektes. Außerdem sollen alle notwendigen Informationen für die Ausschreibung, Vergabe und Realisierung des Projektes gesammelt und bereitgestellt werden.

Nutzen

 Die modellbasierte Objekt- und Fachplanung dient als Grundlage für alle weiteren Anwendungsfälle um die in den AIA aufgeführten BIM-Ziele zu erreichen.  Durch die disziplininterne Modellprüfung, Festlegung von Standards und Qualitäten wird die angestrebte Planungsqualität sichergestellt.  Alle relevanten Informationen werden im Bauwerksinformationsmodell an zentraler Stelle gesammelt.  Visuelle Prüfung und Verständlichkeit: Das Bauwerksinformationsmodell macht die Planung für alle am Projekt Beteiligten wesentlich anschaulicher und

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verständlicher. Komplexe Sachverhalte können leichter erfasst und diskutiert werden.  Optimierte Zusammenarbeit (Kollaboration) ermöglicht paralleles Arbeiten und besseren Informationsaustausch zwischen den Fachdisziplinen
Voraussetzungen
 Für die Fachplanung: Bereitstellung des Leitmodells der Objektplanung an die Fachdisziplinen als Grundlage für die Fachplanung  Relevanten Dokumenten: Umfassende Begehung des Baufeldes und die Einsicht in vorhandene Unterlagen.  Erfahrung und Kompetenz in modellbasierter Planung, Attribuierung, modellbasierter Kommunikation und BIM-Prozessen.
Umsetzung / Leistungsumfang Planer
 Erstellung eines Bauwerksinformationsmodells wird in der Autorensoftware der jeweiligen Fachdisziplin nach Anforderungen der Modellierungsrichtlinie modelliert (Geometrie und Attribuierung) und über die geforderten Leistungsphasen gepflegt und aktualisiert. Es dient als Grundlage für weitere Anwendungsfälle.
InputOutput
 Auftraggeber- Informationsanforderungen: Detaillierte Anforderungen an das Bauwerksinformationsmodell und die Nutzung der Daten.  BIM-Abwicklungsplan: Angaben zur Lagerichtigkeit und Modellierungs- anforderungen  Konventionelle Planungsdaten: Bestandspläne, Gutachten (Baugrund, Schallschutz, etc.), Bebauungspläne.  Funktionale Anforderungen an das Bauwerk und seine Komponenten.  Für die Fachplanung: Bereitstellung des Leitmodells der Objektplanung. Ein umfassendes Bauwerks- informationsmodell mit allen relevanten Informationen der Fachdisziplin (im nativen Format der Autorensoftware und im o(cid:431)enen Format IFC).

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1.2 AWF 020 – Visualisierung

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Bedarfsgerechte Visualisierung unter Zuhilfenahme der Bauwerksinformationsmodelle, ergänzt um weitere Objekte und Informationen und/oder grafisch aufbereitet als Basis für die Projektkommunikation (z.B. visuelle Aufbereitung von Bauteilen) oder Ö(cid:431)entlichkeitsarbeit (fotorealistische Abbildungen, Animationen u. a.).

Nutzen

 Verständliche Darstellung komplexer Zusammenhänge in geometrischer und visueller Form.  Verbesserte Unterstützung der Entscheidungsfindung und Verifizierung der Umsetzbarkeit der Planung.  Erhöhung der ö(cid:431)entlichen Akzeptanz durch verständliche Kommunikation des Bauvorhabens.  Fotorealistische Renderings unter Berücksichtigung von Lichteinfall und unterschiedlichen Jahreszeiten vermitteln einen realistischen Gesamteindruck  Die Visualisierungen eignen sich für die interne Kommunikation sowie für die Ergänzung im Bauantrag  Frühzeitige Prüfung und Abstimmung funktionaler sowie gestalterischer Anforderungen  Für die einfache Kommunikation mit nichttechnischen Stakeholdern wie Investoren, Genehmigungsbehörden oder der Ö(cid:431)entlichkeit

Voraussetzungen

 Definierte Visualisierungsziele des AG: Klare Vorstellung darüber, welche Art von Visualisierung benötigt wird (fotorealistisch, schematisch, Animation, VR) und für welchen Zweck.  Bauwerksinformationsmodell mit relevanten Bauteilen und Informationen zu Oberflächen, Strukturen, Inhalten u.ä.

Umsetzung / Leistungsumfang Planer

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 Erstellung aller erforderlichen Teil- und Fachmodelle in der anwendungsspezifisch geforderten Informationstiefe bzw. Ergänzung bestehender Modelle um die für die Visualisierung erforderlichen Elemente und Attribute (z.B. Personen, Materialien, Farben).  Ggf. Zusammenführung der für die Visualisierung erforderlichen, qualitätsgeprüften Fach- und Teilmodelle.  Berechnen/Rendern der Visualisierung.  Erstellen von Visualisierungen auf Grundlage der Konstruktionsmodelle, ggf. mit geeigneter Software  Ggf. Weiterbearbeitung des Ergebnisses der Visualisierung in einem Bild- bzw. Videobearbeitungsprogramm.  Ableiten von darstellenden Elementen aus einem oder mehreren Fachmodellen der Planung für statische Visualisierungen und ggf. gerenderte Visualisierungen auf Basis des aktuellen Planungs- bzw. Konstruktionsmodells  Einsatz der Visualisierungen im Rahmen von Projektbesprechungen und sonstiger Kommunikation
Nächste Schritte
 Aktualisierung des Koordinationsmodells auf Basis der Planungsstände
InputOutput
 Fachmodelle und -daten (IFC/nativ)  Ggf. Ergebnisse weiterer AWF  AG - Festlegung der Detailtiefe, Grafikstil und Setting - Festlegung der Software und Visualisierungsform Visualisierungen in Form von Bildern, Videos, Simulationen, Renderings im Format JPEG, PDF, TIFF, 300 dpi.
VisualisierungHard- & SoftwareEinsatz u.a. im Rahmen von
Geführte Modellpräsentation auf Basis des aktuellen PlanungsmodellsBildschirm + BIM- Viewer (IFC)Alltägl. Planungs- und Projektbesprechungen, Änderungs- und Entscheidungsmanagement, QS, Bemusterung
Statische Visualisierungen auf Basis des aktuellen PlanungsmodellsBildschirm + Bildbetrachter (JPEG)Wie zuvor, jedoch i.d.R. zu Dokumentationszwecken

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Gerenderte Visualisierungen zu PräsentationszweckenBildschirm + Bildbetrachter (JPEG)Internes / externes Marketing (z.B. Gremienentscheidungen), Ö(cid:431)entlichkeitsarbeit
Optional: Walk-through- VideoBildschirm + Video- /Mediaplayer (MP4)Internes / externes Marketing, Kommunikation Bau-Soll, Erstellung zum Abschluss einer LPH

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1.3 AWF 030 – Koordination der Fachgewerke

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle (Objekt- und/oder Fachplanungsmodelle) in einem Koordinationsmodell mit anschließender automatisierter Kollisionsprüfung, modellbasierter Kommunikation zur systematischen Konfliktbehebung und Prüfung weiterer Kriterien (z.B. bezogen auf den Projektmeilenstein oder Anwendungsfall) und Dokumentation.

Die modellbasierte Koordination der Fachgewerke ist ein zentraler Anwendungsfall innerhalb des BIM-Prozesses. Sie umfasst das systematische Zusammenführen, Abgleichen und Analysieren der digitalen Fachmodelle in einem Koordinationsmodell. Das Hauptziel ist die frühzeitige Erkennung und Behebung von geometrischen Kollisionen (Hard Clashes) und funktionalen Konflikten (Soft Clashes). Dieser Prozess fördert eine e(cid:431)iziente, interdisziplinäre Zusammenarbeit und stellt die Planungskonsistenz sicher.

Nutzen

 Strukturierte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten auf Basis einer gemeinsamen qualitätsgeprüften Datengrundlage. Diese wird durch die regelmäßige Zusammenführung der durch die BIM-Fachkoordination qualitätsgesicherten Fach- und Teilmodelle zu einem Koordinationsmodell sowie die anschließende frühzeitige regelbasierte Kollisionsprüfung, systematische Konfliktbehebung und Prüfung weiterer Kriterien erreicht.  Verbesserung der Planungsqualität und Arbeitsvorbereitung.  Erhöhte Planungssicherheit durch konsistente und widerspruchsfreie Planung als Grundlage für Ausschreibung, Vergabe und Bauausführung.  Verringerung von Kosten- und Terminrisiken durch modellbasierte Koordination und Konfliktbehebung im Planungsprozess.  E(cid:431)izienzsteigerung durch Beschleunigung des Planungsprozesses durch reduzierte Iterationsschleifen und schnellere Problembehebung.  Unterstützung der fachtechnischen Prüfung.  Erleichterung der Nachverfolgung und Dokumentation.

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Voraussetzungen

 Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit auf Basis einer gemeinsamen Datengrundlage ist die Nutzung einer gemeinsamen Datenumgebung (Common Data Environment, CDE). Sie wird für den Datenaustausch sowie für die organisationsinterne und -übergreifende Kommunikation verwendet. Innerhalb der CDE wird daher ein Issue- und Task-Management eingesetzt. Ein Austausch zu modellbezogenen Issues und Tasks wird dabei in der Regel auf Basis des BIM Collaboration Formats (BCF) vorgenommen. Die CDE wird im Projekt festgelegt.

Die Vorgaben aus den AIA sind im BAP zu konkretisieren und zu ergänzen. Folgende Aspekte sollen bei der Konzeption der Koordination mindestens berücksichtigt werden:  Je Koordinationsmodell: Angabe der Fach- und Teilmodelle, die zusammengeführt werden.  Regeln für Modellaufbau (Modellierungsrichtlinien), Detaillierungstiefe (LOIN)  Koordinationsprozesse, Zeitpunkt und Ort der Ablage der für die Zusammenführung erforderlichen Fach- und Teilmodelle.  Art der Protokollierung der Ergebnisse (ein Entwurf des Prüfprotokolls erstellen).  Ggf. Prüfregeln und Vorlage einer Kollisionsmatrix.

Umsetzung / Leistungsumfang Planer

 Erstellung aller erforderlichen Fach- und Teilmodelle in der geforderten Informationstiefe (Zuständigkeit: BIM-Autor).  Umwandlung aller Fach- und Teilmodelle in das IFC-Format; inkl. Eigenprüfung der Modelle auf Konformität mit den Modellierungsvorgaben (AIA, LOIN, BAP) (Zuständigkeit: BIM-Autor und BIM-Fachkoordinator).  Übergabe der IFC-Dateien an die BIM-Gesamtkoordination (Zuständigkeit: BIM- Fachkoordination).  Zusammenführung der durch die BIM-Fachkoordination qualitätsgesicherten Fach- und Teilmodelle in eine Koordinationssoftware zu einem Koordinationsmodell (Zuständigkeit: BIM-Gesamtkoordinator).  Durchführung der Qualitätsprüfung des Koordinationsmodells auf Konformität mit den Modellierungsvorgaben (AIA, LOIN, BAP). Auf Basis der in den AIA definierten Prüfroutinen und ggf. definierten Prüfregeln (Zuständigkeit: BIM- Gesamtkoordinator).  Durchführung der Kollisionsprüfung mittels einer systematischen Analyse des Koordinationsmodells auf geometrische Überschneidungen und Einhaltung von Mindestabständen zwischen Bauteilen. Es werden im Vorfeld Regeln definiert, welche Elemente auf Kollision geprüft werden sollen (Zuständigkeit: BIM- Gesamtkoordinator).  Bewertung der identifizierten Konflikte innerhalb von oder zwischen Modellen (Zuständigkeit: BIM-Gesamtkoordinator).

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 Erstellung einer Dokumentation der relevanten Konflikte (als BCF-Dateien), bei welcher für jeden relevanten Konflikt ein Issue erstellt wird, der den genauen Ort und die betro(cid:431)enen Elemente und eine Beschreibung des Problems beinhaltet (Zuständigkeit: BIM-Gesamtkoordinator).  Die erstellten Issues werden den verantwortlichen Fachplanern (über die CDE) zugewiesen, mit Au(cid:431)orderung zur Lösung des Problems (Zuständigkeit: BIM- Gesamtkoordinator).  Vorbereitung und Durchführung der Koordinationsbesprechung inkl. Veranlassung und Nachverfolgung der Behebung der identifizierten und dokumentierten Konflikte (Zuständigkeit: BIM-Gesamtkoordinator).  Die Fachplaner passen ihre Modelle an und reichen (beim nächsten Datadrop) eine aktualisierte Version ein (Zuständigkeit: BIM-Autor, BIM-Fachkoordinator).  Der BIM-Gesamtkoordinator prüft, ob die Konflikte gelöst wurden und schließt die entsprechenden Issues (Zuständigkeit: BIM-Gesamtkoordinator).
Nächste Schritte
 Weiterentwicklung BAP hinsichtlich BIM-Koordinationsprozess in den weiteren LPH  Festlegung des phasenspezifischen Ausarbeitungsgrad sowie allgemeinverbindlicher Modellierungsrichtlinien für die weiteren LPH
InputOutput
 Qualitätsgeprüfte Fach- und Teilmodelle (im IFC-Format).  Koordinationskonzept Qualitätsgeprüfte Koordinationsmodelle (IFC, gem. BAP)  Prüfdokumentation/-bericht (PDF)  Issue-Liste und BCF-Dateien: Protokolle der o(cid:431)enen und geschlossenen Koordinationsthemen mit Verantwortlichkeiten und Status. (BCF)  QS-Bericht bzw. Protokolle der Koordinationsbesprechungen. (PDF)  Optimierte Fach- und Teilmodelle der Objekt- und Fachplaner sowie Sonderfachplaner (IFC)

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1.4 AWF 040 – Planungsfortschrittskontrolle, Qualitätsprüfung und

Planfreigabe

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Nutzung des Bauwerksinformationsmodells für die Planungsfortschrittskontrolle als Grundlage des Controllings sowie die Durchführung der Qualitätsprüfung der Planung inkl. der Abnahme der Leistung in den vordefinierten Meilensteinen und Planungsfreigabe durch den Auftraggeber.

Nutzen

 Im Zusammenspiel mit dem AWF 030 Koordination der Fachgewerke wird die Qualität der Planung mit BIM sichergestellt.  Durch Folgendes können Verzögerungen im Planungsablauf oder Probleme in der modellbasierten Umsetzung frühzeitig erkannt und somit schnell gegengesteuert werden: o den regelmäßigen Abgleich der Modelle mit den für den Prüfzeitpunkt definierten Anforderungen an Planungsfortschritt und -qualität aus AIA und BAP; o die auftraggeberseitige Überprüfung der Konformität mit den Modellierungsvorgaben; o die systematische Dokumentation der Behebung identifizierter Konflikte. Damit steigt insgesamt die Qualität des Projektes, was auch zu einer Optimierung der Lebenszykluskosten beiträgt.

Voraussetzungen

Berücksichtigung der Festlegungen durch das BIM-Management in den AIA:  Abstand, Ablauf und Inhalt wiederkehrender Prozesse der Datenlieferung (Datatdrops).  Festlegung grundsätzlicher Modellierungsvorgaben bzw. Vorgaben einer Modellierungsrichtlinie.

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Umsetzung / Leistungsumfang Planer
Zum Zeitpunkt der definierten Datadrops werden folgende Arbeitsschritte vom BIM- Management umgesetzt. Basis dafür sind die von der BIM-Gesamtkoordination bereits auf Konflikte geprüften Modelle:  Überprüfung des für den entsprechenden Datadrop/Meilenstein geforderten Planungsstands sowie der Ergebnisse/des Fortschritts der beauftragten AWF.  Auftraggeberseitige Plausibilitätsprüfung der Liefergegenstände (insb. Koordinationsmodelle) mit einem Modellchecker als Grundlage für die Empfehlung von Abnahmen/Freigaben: o auf die Einhaltung der Anforderungen aus AIA und BAP und der Modellierungsvorgaben für den definierten Prüfzeitpunkt. o auf Basis der in den AIA definierten Prüfroutinen und ggf. definierten Prüfregeln zur übergeordneten Qualitätssicherung.  Bewertung und Dokumentation der ggf. identifizierten Konflikte innerhalb von oder zwischen Modellen. Übermittlung an die BIM-Gesamtkoordination zur Nachverfolgung der Behebung.  Dokumentation des Bearbeitungsgrades und des Fortschritts der Planung.
InputOutput
 Qualitätsgeprüfte Fach- und Teilmodelle (im IFC-Format aus AWF 030).  Koordinationsmodelle (aus AWF 030)  Ggf. Ergebnisse weiterer beauftragter AWF Fortschrittsbericht zum Planungsstand  Ggf. Überprüfungsbericht zu Konflikten innerhalb der Fach- und Teilmodelle sowie im Koordinationsmodell  Ggf. Freigabeempfehlung

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1.5 AWF 050 – Ableiten von Planunterlagen

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Ableitung relevanter Teile der Planung aus dem Bauwerksinformationsmodell und Überführung in 2D-Planformate (z.B. Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Details etc.). Maßstab, Darstellung und Planinhalte entsprechen hierbei den jeweiligen Richtlinien und Regelwerken bzw. Projektanforderungen in der entsprechenden Leistungsphase.

Nutzen

 E(cid:431)izienzsteigerung: Deutliche Reduzierung des manuellen Aufwands für die Planerstellung und -aktualisierung, da Änderungen im Modell direkt in den Plänen übernommen werden. Flexible und schnelle Anpassung von Plänen bei Änderungen oder Planungsfortschritt.  Konsistenz und Fehlerreduktion: Sicherstellung der Übereinstimmung zwischen Informationsmodell und 2D-Plänen.  Qualitätsverbesserung: Höhere Genauigkeit und Detailtiefe der Pläne durch direkten Zugri(cid:431) auf Modellinformationen.  Bessere Kommunikation: Klare und aktuelle Pläne fördern das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten.

Voraussetzungen

 Bauwerksinformationsmodell mit allen relevanten Informationen (Geometrie, Attribute, Bauteilklassifizierungen).  Standardisierte Modellierungsrichtlinien und Festlegung des Detailgrads, der im Modell hinterlegt sein muss, um die gewünschten Pläne ableiten zu können.

Umsetzung / Leistungsumfang Planer

 Erstellung und Detaillierung des Informationsmodells gemäß den Projektanforderungen und Modellierungsrichtlinien.  BIM-Autor  Ggf. Ergänzung der Modelle um 2D-Elemente  BIM-Autor  Zusammenführung der für die geforderte Planableitung erforderlichen Fach- und Teilmodelle  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator

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 Festlegung von Ansichts- und Darstellungseinstellungen (Maßstäbe, Schnittebenen, Layer-Sichtbarkeiten, Objektstile, Beschriftungen etc.) in der Modellierungssoftware.  Generierung von 2D-Ansichten (z.B. Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Details etc.) direkt aus dem Informationsmodell.  BIM-Autor  Layout und Beschriftung: Platzierung der generierten Ansichten auf Planlayouts und Ergänzung um Bemaßung, Beschriftung, Symbole, Legenden etc.  Qualitätssicherung: Überprüfung der abgeleiteten Pläne auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Übereinstimmung mit dem Modell.  Dokumentation und Export der Pläne im Projekt (z.B. als DWG/DXF, PDF) und Übergabe an die entsprechenden Projektbeteiligten.
InputOutput
 Bauwerksinformationsmodell mit allen relevanten Informationen (Geometrie, Attribute, Bauteilklassifizierungen). 2D-Planunterlagen: Grundrisse, Schnitte (Gebäudeschnitte, Detailschnitte, Ansichten (Fassadenansichten, Innenansichten), Detailpunkte (Konstruktionsdetails, Bauteilanschlüsse etc.), Übersichtspläne, Schemata  Digitale Formate: PDF, DWG/DXF  Papierpläne: Bei Bedarf gedruckte Planunterlagen

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1.6 AWF 060 – Mengen- und Kostenermittlung

1.6.1 AWF 061 – Mengenermittlung und Plausibilitätsprüfung in der Planung

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Verwenden von Bauwerksinformationsmodellen zur automatisierten oder teilautomatisierten Ableitung bauteilbezogener geometrischer Informationen (Volumen, Flächen, Längen, Stückzahlen). Ergänzend dazu werden die ermittelten Mengen systematisch auf ihre Stimmigkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

Nutzen

 Frühzeitige Identifikation von Fehlern, Inkonsistenzen und fehlenden Informationen im Modell, die zu falschen Mengen und somit fehlerhaften Kostenkalkulationen, Ausschreibungen oder Bauausführungen führen können.  Kostenkontrolle und -sicherheit: Minimierung des Risikos von Über- oder Unterkalkulationen durch präzise, plausible und nachvollziehbare Mengen. Dies führt zu einer zuverlässigen Budgetierung und vermeidet Nachträge.  Qualitätssicherung des Modells: Verbesserung der Modellqualität und -konsistenz, da Unstimmigkeiten direkt im Modell behoben werden.  Erhöhte Planungssicherheit durch Gewährleistung, dass die Planungsdaten eine solide Grundlage für alle weiteren Prozesse (z.B. Ausschreibung, Kostenermittlung, Bauausführung) bilden.  E(cid:431)izienzsteigerung durch automatisierte Prüfungen im Vergleich zu manuellen Kontrollen.  Verbesserte Ausschreibungsvorbereitung durch die direkte Übernahme der Mengen aus dem Modell direkt in die Leistungsverzeichnisse

Voraussetzungen

 Bauwerksinformationsmodell muss je nach Planungsphase detailliert, korrekt und vollständig modelliert sein. Es soll die erforderlichen Bauteilinformationen (Geometrie, Material, Klassifikation, Eigenschaften) enthalten und nach den im Projekt vereinbarten LoD (Level of Development) bzw. LOIN (Level of Information Need) erstellt worden sein.

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 Festgelegte Prüfkriterien und Regeln: Klare Definition, welche Mengen geprüft werden sollen und nach welchen Kriterien.  Klare Prozessdefinition durch vereinbarte Prozesse und Verantwortlichkeiten für die Mengenermittlung und die Durchführung der Plausibilitätsprüfung im Projekt.
Umsetzung / Leistungsumfang Planer
 Erstellung des Bauwerksinformationsmodells mit allen relevanten Bauteilen und deren Eigenschaften gemäß den Projektanforderungen und LoD/LOIN  BIM-Autor  Zusammenführung der für die Mengenermittlung erforderlichen qualitätsgeprüften Fach- und Teilmodelle  BIM-Gesamt- /Fachkoordinator  Attribuierung und Informationsanreicherung der Modellkomponenten, die für die Mengenermittlung und Prüfung relevant sind.  Definition der Regeln zur Mengenermittlung: Festlegung, welche Eigenschaften und Berechnungslogiken für die Mengenableitung herangezogen werden sollen (z.B. Übermessungsregeln nach VOB).  Automatische oder teilautomatische Auswertung der Mengen aus dem Modell (üblicherweise in der Autorensoftware). Dies kann über Berichte, Tabellen oder direkte Schnittstellen erfolgen.  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator  Definition von spezifischen Kriterien für die Plausibilitätsprüfung und Durchführung der Plausibilitätsprüfung.
Nächste Schritte
 Klärung Einsatz der modellbasierten Mengenermittlung in den weiteren LPH
InputOutput
 Bauwerksinformationsmodell mit allen relevanten Informationen für die Mengenermittlung (z.B. Geometrie, Attribute, Bauteilklassifizierungen).  Auftraggeber- Informationsanforderungen (AIA): Die festgelegten Anforderungen an die Modellinformationen und den Detaillierungsgrad, die definieren, welche Daten für die Mengenermittlung und Prüfung benötig werden.  Gesetze, Verordnungen und branchenspezifische Normen (z.B. DIN 276, VOB) zur Definition von Fachmodelle mit Mengen- / Masseninformationen (IFC)  Detaillierte und auf ihre Plausibilität geprüfte Auflistung von Bauteilmengen (Stückzahlen, Längen, Flächen, Volumina) gruppiert nach verschiedenen sinnvollen Kriterien (z.B. Bauteilart, Geschoss, Gewerk). (XLS, PDF)  Prüfberichte, die die Ergebnisse der Plausibilitätsprüfungen zusammenfassen (PDF)

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Berechnungsarten, Gliederungen und Prüfkriterien.

1.6.2 AWF 062 – Kostenschätzung (nach DIN 276)

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Verwenden von Bauwerksinformationsmodellen (gem. Detaillierungsgrad der Informationen zum Zeitpunkt der Vorplanung) zur Ableitung von Mengen, Massen (Volumen, Flächen, Längen) und ggf. Merkmalen. In Verbindungsetzen der Mengen, Massen und Merkmalen (s. AWF 061) mit Kostenkennwerten für das Erstellen der Kostenschätzung.

Nutzen

 Frühe Kostentransparenz durch eine schnelle und genaue Kostenschätzung in frühen Planungsphasen.  E(cid:431)izienzsteigerung durch den Prozess der beschleunigten und automatisierten Mengenermittlung und Kostenschätzung.  Verbesserte Entscheidungsfindung durch die direkte Verknüpfung der Kosten mit dem Modell. Dadurch können verschiedene Vorentwurfsvarianten schnell auf ihre finanziellen Auswirkungen geprüft werden.  Manuelle Fehler bei der Massenermittlung und Dateneingabe werden durch die Nutzung des Bauwerksinformationsmodells vermieden.  Bei Änderungen am Modell können die Kosten automatisch aktualisiert werden, was für eine kontinuierliche Kostenkontrolle sorgt.

Voraussetzungen

 Das Bauwerksinformationsmodell muss detailliert, korrekt und nach einem standardisierten Schema (z.B. VDI 2552 Blatt 10) aufgebaut sein.  Informationsanforderungen/Informationsbedarfstiefe (Level of Information Need (LOIN): Die Bauteile müssen die notwendigen Informationen enthalten, um eine korrekte Mengenermittlung zu ermöglichen.  Eine hinterlegte, aktuelle und standardisierte Kostendatenbank (z.B. nach DIN 276), die den Bauteilen zugeordnet werden kann. Seite 18 von 26

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Umsetzung / Leistungsumfang Planer
 Erstellung des Bauwerksinformationsmodells mit allen relevanten Bauteilen und deren Eigenschaften gemäß den Projektanforderungen und LoD/LOIN  BIM-Autor  Zusammenführung der für die Mengenermittlung erforderlichen qualitätsgeprüften Fach- und Teilmodelle  BIM-Gesamt- /Fachkoordinator  Automatische oder teilautomatische Auswertung der Mengen aus dem Modell (üblicherweise in der Autorensoftware). Dies kann über Berichte, Tabellen oder direkte Schnittstellen erfolgen (s. AWF 061).  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator  Die ermittelten Mengen werden mit Kostenkennwerten aus der hinterlegten Datenbank verknüpft.  Kostenschätzung wird in entsprechender Software nach Gliederung der DIN 276 generiert.  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator  Die Ergebnisse werden überprüft, bewertet und ggf. manuell angepasst.
Nächste Schritte
 Klärung Einsatz der modellbasierten Mengenermittlung in den weiteren LPH
InputOutput
 Bauwerksinformationsmodell mit allen relevanten Informationen für die Mengenermittlung (z.B. Geometrie, Attribute, Bauteilklassifizierungen).  Aktuelle Datenbank mit standardisierten Kostenkennwerten nach den Kostengruppen der DIN 276. Fachmodelle mit Kosteninformationen (IFC)  Kostenschätzung: Ein Bericht, der die geschätzten Baukosten nach der Gliederung der DIN 276 darstellt. (XLS, PDF)

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1.6.3 AWF 063 – Kostenberechnung (nach DIN 276)

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Verwenden von Bauwerksinformationsmodellen (gem. Detaillierungsgrad der Informationen zum Zeitpunkt der Entwurfsplanung) zur Ableitung von Mengen, Massen (Volumen, Flächen, Längen) und ggf. Merkmalen. In Verbindungsetzen der Mengen, Massen und Merkmalen (s. AWF 061) mit Kostenkennwerten für das Erstellen der Kostenberechnung.

Nutzen

 Durch die Nutzung exakter Modelldaten wird die Genauigkeit der Kostenberechnung erheblich gesteigert.  E(cid:431)izienzsteigerung durch den Prozess der beschleunigten und automatisierten Mengenermittlung und Kostenberechnung.  Manuelle Fehler bei der Massenermittlung und Dateneingabe werden durch die Nutzung des Bauwerksinformationsmodells vermieden.  Bei Änderungen am Modell können die Kosten automatisch aktualisiert werden, was für eine kontinuierliche Kostenkontrolle sorgt.

Voraussetzungen

 Das Bauwerksinformationsmodell muss detailliert, korrekt und nach einem standardisierten Schema (z.B. VDI 2552 Blatt 10) aufgebaut ein.  Informationsanforderungen/Informationsbedarfstiefe (Level of Information Need (LOIN): Die Bauteile müssen die notwendigen Informationen enthalten, um eine korrekte Mengenermittlung zu ermöglichen.  Eine hinterlegte, aktuelle und standardisierte Kostendatenbank (z.B. nach DIN 276), die den Bauteilen zugeordnet werden kann.

Umsetzung / Leistungsumfang Planer

 Erstellung des Bauwerksinformationsmodells mit allen relevanten Bauteilen und deren Eigenschaften gemäß den Projektanforderungen und LoD/LOIN  BIM-Autor

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 Zusammenführung der für die Mengenermittlung erforderlichen qualitätsgeprüften Fach- und Teilmodelle  BIM-Gesamt- /Fachkoordinator  Automatische oder teilautomatische Auswertung der Mengen aus dem Modell (üblicherweise in der Autorensoftware). Dies kann über Berichte, Tabellen oder direkte Schnittstellen erfolgen (s. AWF 061).  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator  Die ermittelten Mengen werden mit Kostenkennwerten aus der hinterlegten Datenbank verknüpft.  Kostenberechnung wird in entsprechender Software nach Gliederung der DIN 276 generiert.  BIM-Autor / BIM-Fachkoordinator  Die Ergebnisse werden überprüft, bewertet und ggf. manuell angepasst.
Nächste Schritte
 Klärung Einsatz der modellbasierten Mengenermittlung in den weiteren LPH
InputOutput
 Bauwerksinformationsmodell mit allen relevanten Informationen für die Mengenermittlung (z.B. Geometrie, Attribute, Bauteilklassifizierungen).  Aktuelle Datenbank mit standardisierten Kostenkennwerten nach den Kostengruppen der DIN 276. Fachmodelle mit Kosteninformationen (IFC)  Kostenberechnung: Ein Bericht, der die Baukosten nach der Gliederung der DIN 276 mit konkreten Mengen und Einheitspreisen darstellt. (XLS, PDF)

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1.7 AWF 070 – Änderungsnachverfolgung

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Verwenden von Bauwerksinformationsmodellen zur systematischen Fortschreibung der Ausführungsplanung während der Bauausführung. Das Bauwerksinformationsmodell wird gemäß den Änderungen angepasst. Änderungen werden erfasst, in das Modell eingepflegt, dokumentiert und kommuniziert.

Nutzen

 Fehlerreduktion durch die stetige Dokumentation von Änderungen während der Planung und Bauausführung, da Änderungen andere Gewerke beeinflussen können und so Planungsfehler, die aus der Nutzung veralteter Planstände resultieren vermieden werden.  Alle Beteiligten können den aktuellen Stand der Planung jederzeit nachvollziehen. Die Kommunikation über Änderungen wird vereinfacht und standardisiert.  Der Prozess stellt sicher, dass das Modell stets konsistent und widerspruchsfrei ist. Änderungen können schnell auf ihre Auswirkung geprüft werden.  Die Nachverfolgung bietet eine rechtssichere Grundlage für die Dokumentation von Planungsentscheidungen und deren Auswirkungen.  Grundlage für die Erstellung eines As-built-Modells.

Voraussetzungen

 Eine gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment (CDE)) oder eine ähnliche Plattform ist notwendig, um Modelle zentral zu speichern und versioniert zu verwalten.  Prozessdefinition: Klare Regeln und Verantwortlichkeiten müssen definiert sein, wer, wann und wie Änderungen im Modell vornimmt und freigibt und es muss definiert werden, was als Änderung gilt, die in das Modell eingearbeitet werden muss.

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Umsetzung / Leistungsumfang Planer
 Die festgestellten Änderungen werden dokumentiert, oft mit Angaben wie dem Zeitpunkt, dem Urheber und einer Beschreibung der Änderung.  Änderung wird in das Bauwerksinformationsmodell eingearbeitet und bei jeder signifikanten Änderung wird eine neue Version des Bauwerksinformationsmodells erstellt und in der CDE abgelegt und an die relevanten Projektbeteiligten kommuniziert.  Zuteilung der Verantwortlichkeiten zur Mängelbeseitigung und Mängelnachverfolgung bis zur Freimeldung
Nächste Schritte
 Einheitliche Abläufe für Meldung, Prüfung, Freigabe und Nachverfolgung einrichten und mit allen Beteiligten abstimmen
InputOutput
 Eine gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment (CDE)) oder eine ähnliche Plattform zur Datenablage.  Bauwerksinformationsmodell, in welches die aufgenommenen Änderungen eingearbeitet werden. Aktuelles Bauwerksinformationsmodell als Grundlage für das As-built-Modell. (IFC)  Änderungsprotokoll: Eine Liste aller Änderungen zwischen zwei Modellversionen (mit Plan- / Modellverortung und Fotodoku) (XLS, PDF)

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1.8 AWF 080 – Projekt- und Bauwerksdokumentation (As-Built-

Modell)

Zuordnung des Anwendungsfalls zu Leistungsphasen gem. HOAI
Bedarf123456789Betrieb

Definition

Erstellung eines „As-Built-Modells“ („Wie-gebaut-Modells) als „digitale Bauwerksakte“ am Ende der Bauphase mit detaillierten Informationen zur Ausführung, z.B. verwendete Materialien und Produkte sowie ggf. Verweise auf Prüfprotokolle und weitere Dokumente, die den tatsächlichen, gebauten Zustand des Projektes widerspiegeln. Der Planer erstellt zum Projektabschluss ein As-built-Modell.

Nutzen

 Ein umfassendes, digitales Abbild des Bauwerks, das alle relevanten Informationen für den Betrieb, die Instandhaltung, den Umbau oder den Rückbau des Gebäudes enthält. Das As-Built-Modell dient als zentrale, zuverlässige Informationsquelle für den gesamten Lebenszyklus der Immobilie. o Facility Management und Instandhaltung profitieren von genauen Informationen über Bauteile, Materialqualitäten, Hersteller und Wartungsintervalle. o Die genaue Position von Leitungen, Anlagen und Bauteilen im Modell ermöglicht schnelle und gezielte Wartung oder Reparaturen. o Das As-Built-Modell liefert eine präzise Grundlage für zukünftige Planungen, wodurch Risiken und Planungsfehler bei Änderungen reduziert werden.  Transparente Projektdokumentation, da alle relevanten Projektinformationen wie Ausführungspläne, Mängelprotokolle und Herstellerdaten zentral im Modell verknüpft und leicht zugänglich sind.  Entscheidungen über Investitionen in das Gebäude können auf einer belastbaren Datenbasis getro(cid:431)en werden.  Erstellung aller erforderlichen Teil- und Fachmodelle der Ausführungsplanung in geforderter Informationstiefe  BIM-Autor  Fortschreibung der Fach- und Teilmodelle des As-Planned-Modells und Erweiterung um für die Bauwerksdokumentation relevante Informationen  BIM-Autor  Zusammenführung der fortgeschriebenen Fach- und Teilmodelle zu einem Koordinationsmodell  BIM-Gesamtkoordinator  Qualitätsprüfung der Modelle sowie Bewertung, Dokumentation und Nachverfolgung der Konflikte  BIM-Gesamtkoordinator

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Voraussetzungen
 Bauwerksinformationsmodell, welches während der Planungs- und Bauphase fortlaufend aktualisiert und mit den notwendigen Informationen für das As-Built- Modell angereichert wird.  Eine gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment (CDE)) oder eine ähnliche Plattform ist notwendig, um alle relevanten Dokumente, Daten und Modellversionen zu verwalten.  Klare Prozesse für die Datenerfassung, -pflege und abschließende Validierung des As-Built-Modells müssen definiert werden.  Die vertragliche Festlegung der Pflicht zur Erstellung und Pflege des As-Built- Modells ist notwendig.  Qualitätssicherung: Ein Prozess zur Überprüfung der Übereinstimmung des Modells mit dem tatsächlichen Bauzustand (z.B. durch Begehungen) ist erforderlich.
Umsetzung / Leistungsumfang Planer
 Laufende Modellpflege: Während der gesamten Bauphase wird das Modell kontinuierlich mit realen Gegebenheiten auf der Baustelle abgeglichen und aktualisiert.  Datenerfassung: Relevante Daten und Dokumente (z.B. Revisionspläne, Produktblätter, Mängelprotokolle etc.) werden systematisch erfasst und im CDE o.ä. hinterlegt.  Verknüpfung von Informationen: Die gesammelten Dokumente und Informationen werden direkt mit den entsprechenden Bauteilen im Modell verknüpft.  Abschließende Validierung: Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das Modell abschließend mit dem gebauten Zustand verglichen. Dies kann durch Begehungen erfolgen.  Übergabe und Archivierung: Das finalisierte As-Built-Modell wird zusammen mit allen verknüpften Dokumenten an den Bauherren übergeben.
Nächste Schritte
 Prozess zur Fortschreibung festlegen: Wie und wann das As-Planned-Modell in ein As-Built-Modell überführt und geprüft wird (Regeltermine, Verantwortlichkeiten).  Standardisierte Übergabestruktur scha(cid:431)en: Definition, wie das finale As-Built- Modell und die ergänzenden Dokumente an den Bauherrn/Betrieb übergeben werden (Dateiformate, Systeme, Metadaten)  Schnittstelle CAFM-System
InputOutput
 Das aktuelle Bauwerksinformationsmodell, As-Built-Modell: ein finales, vollständiges und verifiziertes

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welches während der Bauphase digitales kontinuierlich aktualisiert wurde. Gebäudeinformationsmodell, das den  Revisions- und Ausführungspläne, die gebauten Zustand abbildet. (IFC) den finalen Bauzustand  Umfassende Dokumentation: Eine widerspiegeln. zentrale, digitale Sammlung aller  Hersteller- und Produktdaten zu relevanten Projektdokumente, die aus verbauten Geräten, Materialien und dem Modell ausgelesen werden Bauteilen. können. (PDF)  Mängel- und Abnahmeprotokolle als  Ein Datensatz, der alle für das Facility Dokumentation, die den Bauprozess Management und die Instandhaltung und die Qualitätssicherung betre(cid:431)en. relevanten Informationen enthält und  Ggf. Daten aus 3D-Laserscans, einer zur Nutzung in spezialisierter Software Begehung o.ä. zur Verifizierung der bereitsteht. (PDF / IFC) tatsächlichen Bauwerksgeometrie.  Über die Bauausführung fortgeschriebene und erweiterte Modelle sowie Koordinationsmodelle (IFC)

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