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Ausfuehrungsplanung_Martin_Buber_Str_20_21.pdf

Elektroarbeiten zum Ausbau des Leitungsnetzes für Ladeinfrastruktur

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 10.10.2026, 08:35 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

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Ausführungsplanung

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Für das Objekt:

Martin-Buber-Str. 20,21

14163 Berlin

Auftraggeber:

BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH

Keibelstraße 36

10178 Berlin

Austeller:

MUTZ GmbH

Wattstraße 10

13355 Berlin

Erstellung:

Philipp Nürnbach, M. Eng.

Dipl.-Ing. Andreas Lühr

Datum:

11.09.2026

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1 Inhalt

2 Projektübersicht und Aufgabenstellung .......................................................................................... 3

3 Elektrischer Anschluss ..................................................................................................................... 3

4 Erdung und Potenzialausgleich ...................................................................................................... 4

5 Leitungsverlegung, Tiefbau und Gebäudeeinführung ..................................................................... 4

6 Steuerung, Datenanbindung und rechtliche Vorgaben................................................................... 4

7 Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation............................................................................... 5

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2 Projektübersicht und Aufgabenstellung

Gegenstand dieses Vorhabens ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf dem Gelände der Liegenschaft Martin-Buber-Str. 20, 21. Zur Bereitstellung der erforderlichen Ladeleistung für zwei DC- Schnellladesäulen mit jeweils 150 kW wird eine neue, zentrale Outdoor-Unterverteilung als Niederspannungs-Schaltgerätekombination im Freibereich errichtet. Die Anbindung dieser Unterverteilung an die Hauptverteilung des Gebäudes erfolgt über eine Doppel-Zuleitung für die Systeme A und B, die für eine Dauerstrombelastung von je 250 A dimensioniert ist.

3 Elektrischer Anschluss

Von der Gebäudehauptverteilung werden zwei separate, galvanisch getrennte Zuleitungen zur neuen Outdoor-Unterverteilung verlegt. Zum Einsatz kommen zwei halogenfreie, raucharme und VPE- isolierte Starkstromkabel vom Typ N2XH-J 5x150 mm². Die Ausführung erfolgt durchgängig als TN-S- System. Jedes der beiden Einspeisesysteme wird in der Hauptverteilung selektiv über NH1- Sicherungslasttrennschalter abgesichert.

Abbildung 1: Freie Abgänge in der NSHV

Bei der Outdoor-Unterverteilung handelt es sich um einen freistehenden, witterungs- und UV- beständigen Schaltschrank aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Schutzart IP54, Schlagfestigkeit IK10 und Schutzklasse II. Der Schrank wird auf einem passenden Eingrabfundament inklusive Sockelfüller montiert. Das Gehäuse nimmt ein zweigeteiltes Sammelschienensystem für die Einspeisesysteme A und B auf, was eine unabhängige Abschaltung und Wartung der Ladeabgänge ermöglicht. Als Abgänge zu den angeschlossenen DC-Ladesäulen dienen insgesamt vier NH1- Sicherungslasttrennschalter. Die Messeinrichtung umfasst einen LoRaWAN-Energiezähler mit sechs Klappwandlern der Übersetzung 250/5 A zur Erfassung der Gesamtaufnahme beider Zuleitungen. Ein separater 230-V-Hilfsstromkreis wird mittels FI/LS-Schalter der Bauart 16 A, 30 mA, Typ A abgesichert und versorgt die interne Schaltschrankheizung mit 50 W Leistung, die Hutschienen-Steckdosen sowie aktive Netzwerkkomponenten für das Lastmanagement und den Ethernet-Switch. Zum Schutz vor

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Überspannung werden zwei separate Typ 1 und Typ 2 Kombi-Ableiter nach DIN VDE 0100-534 direkt an den Einspeisestellen verbaut.

4 Erdung und Potenzialausgleich

Zur Stützung des Potenzialausgleichs und zur Gewährleistung des Personenschutzes im Freibereich wird unmittelbar am Standort der Outdoor-Unterverteilung ein Tiefenerder aus Edelstahl V4A mit einem Durchmesser von 20 mm und einer Richttiefe von 4,5 bis 9 Metern in das Erdreich eingebracht und hart an die PE-Sammelschiene des Verteilers angeschlossen. Zudem werden die Outdoor-UV sowie alle metallischen Leitungsführungssysteme vollständig in den vorhandenen Hauptpotenzialausgleich des Gebäudes eingebunden.

5 Leitungsverlegung, Tiefbau und Gebäudeeinführung

Im Innenbereich des Gebäudes werden die beiden Hauptkabel sowie die Steuer- und Datenleitungen auf feuerverzinkten Schwerlast-Kabelrinnen mit einer Breite von 200 mm und einer Höhe von 60 mm an Wänden und Decken geführt, wobei Starkstrom- und Datentrassen durch integrierte Trennstiege physisch voneinander getrennt bleiben. Die Durchführung der Kabel durch die Gebäudeaußenwand erfolgt über Kernbohrungen, die zur Gebäudeaußenseite hin mittels geteilter Ringraumdichtungen der Größen DN100 und DN50 gas- und druckwasserdicht abgedichtet werden. Sämtliche Wand- und Deckendurchbrüche erhalten eine feuerbeständige Brandschottung der Klasse S90 beziehungsweise F90 gemäß DIN 4102-9 inklusive ordnungsgemäßer Kennzeichnung. Für den Trassenverlauf im Außenbereich wird ein Leitungsgraben mit einer Tiefe von 0,8 Metern und einer Breite von 0,6 Metern von der Fassade bis zum Verteilerstandort ausgehoben. In einer 10 cm dicken Sandbettung werden zwei Kabelschutzrohre DN100 für die Leistungskabel und ein Kabelschutzrohr DN50 für die Steuer- und Datenleitungen verlegt. Über der Leitungszone werden Trassenwarnbänder eingelegt, woraufhin der Graben lagenweise verfüllt, verdichtet und die Oberflächenstruktur fachgerecht wiederhergestellt wird.

Abbildung 2: Trassenführung zur Unterverteilung

6 Steuerung, Datenanbindung und rechtliche Vorgaben

Zur Umsetzung der Vorgaben nach § 14a EnWG wird eine Steuerungssignalleitung vom Rundsteuerempfänger beziehungsweise der Steuerbox zur Unterverteilung verlegt, um die

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Steuerungsschnittstelle für den Netzbetreiber Stromnetz Berlin bereitzustellen. Die Datenkommunikation und Anbindung des lokalen Lastmanagements sowie der Zählerfernauslesung erfolgt über ein geschirmtes Cat. 6a oder Cat. 7 Daten-Installationskabel. Sämtliche verbauten Messeinrichtungen entsprechen den geltenden Anforderungen des Mess- und Eichrechts sowie den Technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers.

7 Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation

Nach der Fertigstellung führt der Auftragnehmer alle erforderlichen Erstprüfungen nach DIN VDE 0100-600 und DIN EN 61851 durch, was die Messung der Schleifenimpedanz, der Kurzschlussströme, der Isolationswiderstände, der Auslösezeiten der Schutzgeräte sowie des Erderwiderstandes umfasst. Darüber hinaus übernimmt der Auftragnehmer die vollständige Abwicklung der Inbetriebsetzungsanzeige und Netzanmeldung beim Energieversorger. Zum Abschluss wird eine vollständige Revisionsdokumentation zweifach in Papierform sowie digital in den Formaten PDF und DWG/DXF übergeben, die alle VDE-Prüfprotokolle, aktualisierten Stromlauf- und Klemmenpläne, Konformitätserklärungen, Datenblätter sowie den genauen Trassenplan des Ist-Zustands enthält.

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