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ZUKUNFT
Der
CHANCE
eine geben!
Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2021 – 2025
ALS Menschen,
MIT Menschen,
FÜR Menschen
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Inhaltsverzeichnis
Wer sind wir? 5
Unsere Rahmenbedingungen 6
– Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt 7 – Budget 8 – Wünsche und Fertigkeiten unserer KundINNen 9 – Chancengleichheit 9 – Nachhaltigkeit 12
Unser Auftrag 14
– § 1 SGBII 14 – Arbeits- und Fachkräftesicherung durch Qualifizierung 15 – (Spezialisierte) Vermittlung 15 – Projekt: Wohnortnahe Vermittlung gemeinsam mit dem gAGS 16 – VITA – Eine Erfolgsgeschichte 16 – Start von der Schule in ein erfolgreiches Berufsleben (U25) 17 – Persönliche Zukunft (mit)gestalten durch 17
Teilhabe ermöglichen 18
– Arbeitsgelegenheiten (Mehraufwandsvariante) § 16d SGB II 18 – Förderung von Arbeitsverhältnissen § 16 e SGB II 19 – Teilhabe am Arbeitsmarkt § 16 i SGB II 19 – Erfolgsbeispiel Frau G. (45): Durch Arbeitsgelegenheit beruflich wieder aktiv 20 – Bildungs- und Teilhabepaket 20 – Mitarbeiter gefragt... 21
Finanzielle Zukunft sichern 22
– Grundsicherung nach dem SGBII 22 – Veränderungen meistern 22 – Bedarfsgerechte Förderung 23
Detaildaten und operative Umsetzung (Erscheinungsweise jährlich) 24
– Zahlen Daten und Fakten 24 – VITA 35
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„Der Zukunft eine Chance geben!“
Das ist der Grundgedanke, der mich und die Mitarbei- laufen oder gelaufen sind. Als offenes Haus, nehmen tenden des Jobcenters Werra-Meißner leitet und bei der wir die Rückmeldungen zu unserem Handeln ernst und Erfüllung unserer Aufgaben täglich aufs Neue anspornt. wollen daraus lernen. Familienfreundliches Arbeiten, Kundenfreundlichkeit und gesetzliche Veränderungen Zukunft: Das ist ein großes Wort. sind dabei nur einige der Themen, anhand derer wir das „Haus“ Jobcenter Werra-Meißner weiterentwickeln Wir alle haben große oder kleine Wünsche an unsere möchten. persönliche Zukunft, die Zukunft unserer Kinder, unsere berufliche Zukunft usw. Diese Liste könnte ich noch fast In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Beschäftigten unendlich weiterführen. des Jobcenters Werra-Meißner für das Engagement bei der täglichen Gestaltung der Aufgabenprozesse und Unsere Zukunft liegt bei aller Ungewissheit dennoch im- den Erfolg in der Erledigung bedanken. Vergessen mer auch in unserer eigenen Hand. möchte ich dabei jedoch nicht die Unterstützung, die wir von vielen Seiten erhalten. Hauptamtliche und ehren- Die Entwicklung von Ideen und Visionen für die beruf- amtliche Netzwerkpartner, die Gremien und Träger des liche und auch persönliche Zukunft für einen Teil der Jobcenters Werra-Meißner, Bildungsträger und viele an- Menschen aus dem Werra-Meißner-Kreis ist unser ge- dere unterstützen uns durch Feedback, gemeinsame setzlicher Auftrag und Herausforderung, der ich mich Ideenentwicklung und vielen gute Gespräche bei der gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Jobcenters Gestaltung unserer und Ihrer Zukunft. stelle. Als Menschen arbeiten wir gemeinsam für Menschen. Zukunft bedeutet immer auch Veränderung, Verände- rung in vielen Bereichen unser aller Leben. Dieses Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm soll Ih- nen auf den folgenden Seiten einen Eindruck geben, in Die letzten Monate haben uns deutlich gezeigt, wie welchen Bereichen der Zukunft wir Schwerpunkte setzen schnell wir alle auf Veränderungen reagieren können und und wie wir diese ausgestalten und umsetzen wollen. manchmal auch müssen. Jeder von uns muss sich im Kleinen wie auch Großen den Veränderungen stellen. Dies gilt natürlich auch für das Jobcenter Werra-Meißner und all seine Mitarbeitenden. Wir gestalten auch unsere eigene Zukunft, die Zukunft des Jobcenters Werra-Meiß- ner. Dabei überlegen wir, was wir besser machen können Daniela Sander und lernen aus den Dingen, die auch mal nicht gut Geschäftsführerin
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Wer sind wir?
Verfassung der Bundesrepublik Deutschland Artikel 20:
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer
und sozialer Staat.
© by Kathrin Otto (hatunhaus)
Der Begriff „sozial“ kommt aus dem Lateinischen Das Jobcenter ist Träger der Grundsicherung für und heißt „gemeinsam“ oder „verbunden“. Arbeitsuchende. (§ 6 SGBII)
In Zeiten einer Krise sollen gemeinsam mit dem Nach § 44 b SGBII nimmt die gemeinsame Einrich- „Jobcenter“ Brücken gebaut werden und der tung die Aufgaben nach dem SGBII wahr und er- Sprung zurück in ein eigenverantwortliches und bringt die Leistungen aus einer Hand. selbstbestimmtes Leben gelingen.
Als gemeinsame Einrichtung des Werra-Meiß- ner-Kreises und der Bundesagentur für Arbeit schafft das Jobcenter Werra-Meißner die Verbin- dung aus den Stärken beider Träger. Niemand soll „sozial“ heißt allen gelassen werden, wenn er durch schwierige „gemeinsam“ oder Umstände in Not geraten ist.
„verbunden“
WER SIND WIR? 4
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Nachhaltigkeit
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Grundsicherung, persönlich Leistung, (Gesundheit, Förderung Familie u.v.m.)
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UNSERE RAHMENBEDINGUNGEN 6
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Unsere Rahmenbedingungen
Die Aufgaben des Jobcenters werden durch verschiede- zu. Dem gegenübersteht jedoch auch eine ne Rahmenbedingungen gelenkt oder auch begrenzt. rückläufige Bevölkerungsentwicklung mit steigendem Durchschnittsalter. Eine genaue Beschreibung aller Aufgaben, deren Um- fang, Art und Dauer enthält das SGBII. Dieses Gesetz- Dies bringt die guten Beschäftigungsc hancen buch ist die Grundlage für jedes Handeln und Entschei- im wohnortnahen Bereich gut zum Ausdruck. den der Mitarbeitenden des Jobcenters Werra-Meißner. Gleichzeitig zeigt diese Entwicklung jedoch auch einen steigenden Mangel an Fach- und § 4 SGBII Leistungsformen Arbeitskräften auf. Die Leistungen der Grundsicherung für Arbeit suchende werden erbracht in Form von „Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus“ sagte Scheele der „Süddeutschen Zeitung“
- Dienstleistungen, (24.08.2021)
- Geldleistungen und
- Sachleistungen. In diesem Spannungsfeld gilt es für die Inte- grationsfachkräfte des Jobcenters den für die Menschen auf Arbeitssuche passenden Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt Weg in eine selbstbestimmte Zukunft unab- hängig von Grundsicherung zu finden. Die Eine der wichtigsten Dienstleistungen des Jobcenters zumeist klein- und mittelständigen Unter- Werra-Meißner ist die Beratung zum Arbeitsmarkt. nehmen des Werra- Meißner-Kreises bieten mit einer hohen Ausbildungsbereitschaft da- „Der heimische Arbeitsmarkt bietet der Krise nach wie bei viele und interessante Möglichkeiten für vor die Stirn und überrascht erneut mit relativ stabilen Menschen, sich in einem beruflichen Arbeits- Werten“ Detlef Hesse, März 2021 – Vorsitzender der alltag zu verwirklichen und Erfolge zu erzie- Geschäftsführung Agentur für Arbeit Kassel len. Auch im Werra-Meißner- Kreis bleiben- jährlich Ausbildungsplätze unbesetzt. Der Wirtschaftsraum des Werra-Meißner- Kreises ist seit vielen Jahren von guter Stabilität geprägt. Er bietet damit gute Budget Voraussetzungen, um durch Beschäfti- „Deutschland gung und Teilhabe wieder ein gutes Um die guten Möglichkei-
gehen die
Stück oder sogar vollständige Unab- ten des Arbeits- und Aus- hängigkeit von der Grundsicherung Arbeitskräfte aus“ bildungsmarktes im Werra- zu erlangen. Meißner-Kreis zu erkennen Scheele der „Süddeutschen und nutzbar zu machen, be- Zeitung“ (24.08.2021) Auch wenn die Corona-Pandemie eini- darf es häufig auch einer ge Entwicklungen ausgebremst hat, so manchmal langfristigen Vorbe- ist die Entwicklung des Wirtschaftsraumes reitung auf die neue Beschäfti- Werra-Meißner-Kreis doch weiterhin auf gung. Zur Durchführung von Quali- Wachstum ausgerichtet. Die Anzahl der sozialversiche- fizierungs- und Heranführungsmaßnahmen rungspflichtig Beschäftigten zeigt sich auch während der aber auch von Teilhabemaßnahmen steht Pandemie stabil und nahezu unverändert und die Zahl dem Jobcenter Werra-Meißner jährlich ein der gemeldeten, offenen Arbeitsstellen im Werra-Meiß- entsprechendes Eingliederungsbudget zur ner-Kreis nimmt seit Jahresbeginn 2021 wieder deutlich Verfügung.
- weitere Details sind im Abschnitt Detaildaten und operative Umsetzung nachzulesen 7
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Die Verwendung des Eingliederungsbudgets wird jähr- aus dem Arbeitsmarkt und Qualifizierungsbudget des lich ein einem Maßnahmemix geplant. So wird sicher- Landes Hessen ergänzt. gestellt, dass die Bedarfe der KundINNen auf dem Weg in eine möglichst weitgehend selbstbestimmte Zukunft durch entsprechende Maßnahmen und Produkte aus Wünsche und Fertigkeiten unserer dem SGBII gefördert und gedeckt werden können. KundINNen/Mitarbeitende
So stehen im Jahr 2021 insgesamt 5,2 Mio. Euro zur Finan- Die wesentlichsten Grundlagen für die Zukunft der auf zierung der entsprechenden Maßnahmen und Förder- ihrem Weg zu begleitenden Menschen für die gemeinsa- produkt wie: me Arbeit sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten natürlich die Wünsche eines jeden Einzelnen. – Fort- und Weiterbildung – Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Sie bieten Möglichkeiten der (Neu)Orientierung und Eingliederung Entwicklung im Berufsleben. Dieser Weg b eginnt schon – Beschäftigung begleitende Leistungen in der Schule und wird bis zum Ausscheiden aus dem – Beschäftigung schaffende Leistungen aktiven Erwerbsleben durch lebenslanges Lernen ge- – Sondermittel und Projekte zur Verfügung. kennzeichnet sein. In Gesprächen mit den Beratungs- fachkräften des Jobcenters stehen diese Fähigkeiten Diese Mittel und Maßnahmen werden wesentlich inhalt- und Wünsche immer am Anfang eines jeden Vermitt- lich als auch finanziell durch gemeinsame (Finanzie- lungsweges. Jede Brücke braucht und jedes Haus rungs-)Projekte* mit dem Werra-Werra-Meißner-Kreis braucht ein stabiles und tragfähiges Fundament.
UNSERE RAHMENBEDINGUNGEN 8
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– Die Leistungen der Grundsicherung sind insbeson- dere darauf auszurichten, dass geschlechterspezi- fischen Nachteilen von erwerbsfähigen Leistungs- berechtigten entgegengewirkt wird (§ 1 Abs.2 S.4 Nr.3 u. 4 SGB II)
– Die Arbeitsförderung soll insbesondere die beruf- liche Situation von Frauen verbessern, indem sie auf die Beseitigung bestehender Nachteile, sowie auf die Überwindung eines geschlechtsspezifisch geprägten Ausbildungs- und Arbeitsmarktes hin- wirkt und Frauen mindestens entsprechend ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit gefördert werden (§ 1 Abs.2 Nr.4 SGB III, der nach § 16 Abs.1 S.4 SGB II auch für das SGB II gilt).
Umsetzung der Gleichstellung im Jobcenter Werra-Meißner
Diesem Auftrag wird das Jobcenter durch die Steige- rung der Erwerbspartizipation und des Arbeitszeitvolu- mens von Frauen zur eigenständigen Existenzsicherung und zur Vermeidung von Altersarmut gerecht. Der (Wie- der-)Einstieg in das Berufsleben nach einer Familien- phase bedarf dabei einer besonderen Hilfestellung, so dass bei der Planung arbeitsmarktpolitischer Instrumen- te viel Wert auf die zeitliche Angebotsstruktur und sozial- pädagogische Betreuung gelegt wird.
Gleichberechtigte Chancen auf Integration in den Arbeitsmarkt können auch durch Bildungs- und Quali- In den Beratungsgesprächen werden häufig auch ver- fizierungsmöglichkeiten erweitert werden. Familien- borgene Talente entdeckt und für eine neue berufliche freundliche Angebote erhöhen dabei die Integrations- Zukunft zu einem tragfähigen Fundament durch Quali- chancen von (Allein-)Erziehenden und pflegenden fizierung und Erprobung ausgebaut. Die Herausforde- Leistungsberechtigten. rung besteht immer darin auf diesem Weg alle Belange eines Lebens beginnend bei der Familie über die eige- Auch eine kontinuierliche Aktivierung der Erziehenden in nen Wünsche bis hin zur Gesundheit mit Blick auf die der Elternzeit (§ 10 SGB II) trägt zu einer Verbesserung Möglichkeiten des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im des beruflichen Fortkommens und zur Erhöhung der dau- Werra-Meißner-Kreis in Betracht zu ziehen und unter erhaften Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben bei. einen Hut zu bringen. Netzwerkarbeit hat das Ziel, Chancengleichheit gemeinsam zu realisieren! Chancengleichheit Eine enge Zusammenarbeit sowie ein regelmäßiger ge- Gesetzlicher Auftrag: meinsamer (Erfahrungs-) Austausch in Netzwerken führt zu Ideen und Impulsen, die kompetent verbreitet und Die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeits- umgesetzt werden können. Dabei ist es von großer markt ist als durchgängiges Prinzip in der Grundsiche- Bedeutung, die lokalen Angebote, Schnittstellen und rung zu beachten: Synergien zu kennen und entsprechend zu nutzen.
– Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist als Die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeits- durchgängiges Prinzip zu verfolgen markt ist eine Querschnittsaufgabe, die von allen Mitar- (§ 1 Abs. 2 S.3 SGB II) beiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenters, von fach-
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lichen Netzwerkpartnerinnen und Netzwerk- partnern, sowie von arbeits- und sozialpoliti- „Chancengleichheit sollte als schen Gremien erfüllt wird. ‚ideale Ergänzung‘ gelebt Ein Beispiel regionaler werden und somit einen Netzwerkarbeit: gesellschaftlichen Mehrwert erreichen.“ Mit dem KURSBUCH FÜR FRAUEN – LEBENS ARBEIT erhalten Frauen eine Anlei- tung zur Erweiterung ihrer eigenen Hand- lungsoptionen, Hilfestellung beim Aus- einandersetzen mit der eigenen Person so- wie Hintergrundwissen zu verschiedenen Themen bereichen, damit die Entwicklung einer optimistischen beruflichen und persön- lichen Perspektive erfolgen kann. „Männer haben mich in meinem beruflichen Das Kursbuch wird in verschiedenen Maß- Fortkommen begrenzt!“ nahmen eingesetzt, bietet eine Grundlage für Beratungsgespräche im Jobcenter und gibt damit maßgebliche Impulse für eine erfolg- reiche Steigerung der Vermittlungschancen.
DAS KURSBUCH
Mein Anspruch an meine
FÜR FRAUEN
– LEBENSARBEIT Arbeit als Beauftragte für
Du bist gefragt!
Chancengleichheit am
Eine Anleitung zur
Arbeitsmarkt im Jobcenter
Erweiterung ihrer eigenen Handlungs- Werra-Meißner optionen
Ich möchte die Dinge ins Gleichgewicht bringen. Unter dem Motto „Was nicht geregelt ist, lässt sich gestalten, was es noch nicht gibt, kann in die Wege geleitet wer- den“ unterstütze ich die Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt. Im Jobcenter Werra-Meißner.
Das Prinzip des Ausgleichs ist eine alte Forderung und stets präsent um uns herum. Ganz ohne Zutun werden Ungleichgewichte kompensiert, so dass gezielte Förde- rungen der Chancengleichheit und damit ein Ausgleich von Nachteilen erforderlich sind.
Es gibt noch viel zu tun, denn eine umfassende Chancen gleichheit gibt es noch nicht.
UNSERE RAHMENBEDINGUNGEN 10
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Menschen der
Region gefragt...
„Chancengleichheit/ Gleichberechtigung ist gefühlt rückläufig bei jungen Frauen.“
„Als Mädchen habe ich in meiner Ursprungsfamilie nie richtig gezählt.“* Gibt es eine Rentengerechtigkeit? *mit 2 Brüdern
Nein! Nein!
Nein! Nein!
...und wie sie es bei dir aus mit „Selbstbewusste Frauen der Chancengleichheit? werden von männlichen Kollegen nicht gleichberechtigt behandelt.“ ?
„Weibliche Politikerinnen haben „Stillschweigendes Akzeptieren es in der Männderdomäne schwer. verstetigt sich.“ Sie passen teilweise Ihre Kommunikation an.“ „Junge Frauen sind so angepasst.“
„Bei uns in der Klasse werden Jungen und Mädchen gleichbehandelt.“
neunjähriges Mädchen Eine Befragung im Rahmen der „Woche der Chancengleichheit 2021“ gibt einen reprä- sentativen Überblick.
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Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit – ein großes Thema, welches ganz aktuell in aller Munde ist. CLING
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Als Menschen, Mit Menschen und Für Menschen bewegt auch die R Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters die Frage der Nach- haltigkeit.
Nachhaltigkeit in unserem Handeln hat dabei viele Aspekte:
– Wir trennen den Müll
– Wir nutzen Recyclingpapier
– Wir kommen, wo immer es geht, mit dem Fahrrad zur Arbeit
– Wir arbeiten aus dem Homeoffice und sparen so viel CO2
– Wir arbeiten überwiegend elektronisch und setzen auf Digitalisierung
– Wir nutzen für lange Dienstreisen die öffentlichen Verkehrsmittel
All dies sind nur einige von vielen kleinen aber wirkungsvollen Maß- nahmen, die jeder Einzelne im Jobcenter Werra-Meißner täglich als FAHRRAD seinen Beitrag leistet.
Darüber hinaus machen wir uns jedoch auch Gedanken um die Nach- haltigkeit in unserer gesetzlichen Aufgabenerledigung.
So sind alle Vermittlungsstrategien immer mit dem Blick auf eine möglichst langfristige oder dauerhafte Beschäftigung ausgerichtet. In unseren Unterstützungsmaßnahmen achten wir auch auf Nachhaltig- keit – das beste Beispiel ist die Arbeitsgelegenheit „ALWIN – Aus alt wird neu“. Hier werden verloren geglaubte Sachen zu neuem Leben erweckt. Von der alten Bluse bis hin zur gebrauchten Palette – für alles gibt es eine neue Verwendung.
Im Leistungsbereich versuchen wir den Aufwand durch Beratung und Nutzung der digitalen Unterstützungsmöglichkeiten für uns und die KundINNen so gering wie möglich zu halten. Viele Unterlagen kön-
A ne u n to f h a e h u r t t e e n s z c u h m on J o al b s c F e o nt t e o r h o o d c e h r g d e e la r d W e e n g w z e u r r d P e o n s . t . A uch so entfallen
ÖFFENTLICHE
VERKEHRSMITTEL
UNSERE RAHMENBEDINGUNGEN 12
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[Seite 13: Text nur als Bild — nicht lesbar]
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Unser Auftrag
§ 1 SGBII
(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken, und dazu beitragen, dass sie ihren Lebens- unterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können.
Zur Umsetzung dieses gesetzlichen Auftrages setzen wir Schwerpunkte in den drei Handlungsfeldern:
| Arbeits- und Fachkräftesicherung (Vermittlung in Arbeit und Qualifizierung) | |
|---|---|
| Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit (bedarfsgemeinschafts- und gesundheitsorientierte Beratung, Teilhabe am Arbeitsleben, …) | Verbesserung des Übergangs Schule und Beruf (Ausbildungsstellenvermittlung) |
UNSER AUFTRAG 14
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„Ich habe diese Kundin im Oktober 2020 in meine „Der Aufstieg durch Bildung ist das Betreuung übernommen. Sie hatte gerade ihre begon- Kernziel für viele Jugendliche, die ihren nene Ausbildung zur Sozialassistentin aufgrund ge- Schulabschluss hinter sich haben. Ich sundheitlicher Einschränkungen abgebrochen. Bereits erweitere das: auch durch berufliche im Erstgespräch habe ich festgestellt, dass sie mehr Bildung“, kann und ihre gesundheitlichen Einschränkungen kein Hindernis sein müssen. So habe ich ihr verschiedene sagte Ministerpräsident Volker Bouffier am Fördermöglichkeiten wie den Erwerb eines Führer- Donnerstag in seinem Heimatort bei einem scheins in Kombination mit einer Bildungsmaßnahme erneuten „Heimspiel“. vorgestellt. Im November hat sie dann mit der Weiter- bildung begonnen. Nach Rückmeldung durch den Quelle: Online News mittelhessen.de Bildungsträger nahm die Kundin nicht nur regelmäßig vom 27.08.2021 an der Maßnahme teil, sondern war auch sehr motiviert https://www.mittelhesse.de/lokales/stadt-giessen/ und mit Spaß dabei. nachrichten-giessen/bouffier-betont-berufli- che-ausbildung-als-chance_24363165 Die Kundin schloss Weiterbildung im Frühjahr 2021 unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pan- demie erfolgreich, mit einem nagelneuen Führerschein Arbeits- und Fachkräftesicherung durch ab und ist seit Mai 2021 als Helferin Gastgewerbe Qualifizierung beschäftigt. Neben einer weiteren Förderung durch Einstiegsgeld, kann sie nun in eine selbstbestimmte Seit einigen Jahren spüren wir alle in den unterschied- Zukunft blicken.“ lichsten Bereichen unseres Lebens den Mangel an Fach- kräften. In nahezu jeder Branche gibt es einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Mangel an Fach- und Ar- (Spezialisierte) Vermittlung beitskräften. Auf dem Weg in die berufliche Zukunft werden Sie je Eine der wichtigsten Aufgaben im Rahmen der Beglei- nach Bedarf durch (spezialisierte) Integrationsfachkräfte tung zurück in eine nachhaltige berufliche Zukunft ist da- begleitet. her die Erschließung von Potenzialen der Arbeitssuchen- den. Welche Fähigkeiten bringt der Einzelne bereits mit, Spezialisiert heißt konkret an den Bedarfen ausgerichtet. wo liegen seine Interessen und wie kann beides durch So bedarf es an der Schwelle von der Schule in das Be- eine gezielte Qualifizierung auf dem Weg zur Fachkraft rufsleben anderer Unterstützungen als bei der Neuorien- von Morgen verbunden und ausgebaut werden? tierung nach den ersten oder bereits langjährigen beruf- lichen Erfahrungen. Neben der Suche nach einer klassischen Ausbildungs- stelle – übrigens ohne Altersbegrenzung, unterstützen Was benötigen Familien für eine stabile berufliche Zu- die Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte auch bei der kunft und was ist für alleinerziehende Elternteile, Frauen beruflichen Qualifizierung. Notwendige Teil- oder Voll- oder Menschen mit Migrationshintergrund die Voraus- abschlüsse können gleichermaßen gefördert werden setzung für eine Berufsausübung? wie die bekannte Umschulung*. *Große und kleine Er- folge sind Ausdruck erfolgreicher Zusammenarbeit. So Wie können Sie nach langer Arbeitslosigkeit vielleicht berichtete kürzlich eine Integrationsfachkraft: begleitet oder sogar verursacht von persönlichen Schick- salsschlägen wieder auf dem Arbeitsmarkt neu durch- Der Fokus bei allen Qualifizierungen liegt auf der beruf- starten? lichen Verwertbarkeit und möglichst dem Erwerb eines (Berufs)Abschlusses. Welche Unterstützung braucht ein Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften oder der Qualifizierung von Mit- Oft gilt es einen langen Weg mit vielen kleinen Schritten arbeitenden? zu begleiten.
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All das sind Fragen auf die sich einzelne Bereiche der gungsmöglichkeiten zu suchen. Im Gespräch mussten Arbeitsvermittlung spezialisiert und notwendige Förder- dann die Fragen: maßnahmen ausgerichtet haben. Hier einige Beispiele: – Kann ich mir eine berufliche Zukunft in der konkreten Branche/Berufsrichtung vorstellen? Projekt: Wohnortnahe Vermittlung gemeinsam mit dem gAGS – Was bringe ich für die Stelle bereits mit?
Nur allzu oft wird die berufliche Zukunft stark durch die – Was kann ich evtl. noch lernen? persönliche Mobilität beeinflusst oder gar eingeschränkt. Viele Auswertungen, Analysen und Statistiken weisen – Was brauche ich, um den Arbeitgeber von meinen immer wieder darauf hin, dass die berufliche Zukunft Fähigkeiten zu überzeugen? ganz konkret mit der persönlichen Mobilität steht und fällt. So kann nicht jeder Beruf an jedem Ort ausgeübt beantwortet werden. Weil die Beschäftigung ja quasi vor werden. Und nicht jeder Beschäftigungssuchende kann der Haustür stattfindet, war die tägliche Anreise zur Arbeit alle Bedingungen einer ausgeschriebenen Stelle erfül- gar kein so großes Problem mehr. Aufgrund der guten len. Um der Lösung ein Stück näher zu kommen, initi- Erfolge, wurde auch dem Projekt eine neue und regel- ierten die Vermittlungsfachkräfte des Jobcenters mäßige Vermittlungsstrategie, bei deren Umsetzung der Werra-Meißner in einem ersten Schritt bereits im Jahr gemeinsame Arbeitgeberservice mit der Arbeitsagentur 2019 das Projekt „Jobs vor der Haustür“. Die Idee war, Eschwege eine wesentliche Rolle spielt und intensiv un- vor der Haustür der Arbeitssuchenden nach Beschäfti- terstützt.
VITA – Eine Erfolgsgeschichte
Herr S. ist am 22. November 2018 nach einem erfolg- schluss aus dem Heimat land anerkannt bekommen und reichen Aufnahmegespräch im Modul I zur beruflichen konnte am 1. April 2020 die Ausbildung zum Kranken- Orientierung des VITA-Projekts gestartet. Der damals pflegehelfer am Institut für Gesundheits- & Kranken- 25-jährige Flüchtling hatte bereits erste praktische Er- pflegeausbildung beginnen. Hier wurde er durch das fahrungen in Deutschland im Pflegebereich sammeln VITA-Projekt im Rahmen von Modul III sozialpädago- können und strebte die Ausbildung des Krankenpfle- gisch und mit Stützunterricht gefördert. Nach erfolgrei- gehelfers an. Aufbauend auf das Modul I, in dem unter cher Abschlussprüfung hat Herr S. eine sozialversiche- anderem die Zeugnisanerkennung begleitet wurde, rungspflichtige Beschäftigung als Krankenpflegehelfer konnte Herr S. am 1. Februar 2019 in das Modul II – in einem Klinikum aufgenommen. Für eine nachhaltige Schulabschluss erwerben des Projektes übergehen. Integration ins Berufsleben nutzt er zusätzlich das An- gebot einer 6-monatigen sozialpädagogischen Beglei- Hier wurde er auf die externe Abschlussprüfung für die tung während der Beschäftigung (Modul IV) bis zum Mittlere Reife vorbereitet. Neben den Prüfungsfächern 30. September 2021. Deutsch, Englisch, Mathe und Politikwissenschaften wurde Deutsch als Zweitsprache und die Förderung der Weiterführende Informationen zum Aufbau und zur Sozialkompetenz und Allgemeinbildung großgeschrie- Finan zierung des gemeinsamen Projektes mit dem ben. Im Februar 2020 hat Herr S. seinen Realschulab- Werra-Meißner-Kreis sind im Backup zu finden.
UNSER AUFTRAG 16
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Start von der Schule in ein erfolgreiches Berufsleben
Dieser besonders herausfordernden Aufgabe widmet sich das Team U25 im Jobcenter Werra-Meißner. Die Integ rationsfachkräfte betreuen Schüler und Schülerin- nen, der allgemein- und berufsbildenden Schulen mit Bezug von Leistungen nach dem SGBII aktiv ab Vollen- dung des 15. Lebensjahres. Dabei steht die frühzeitige und zukunftsträchtige Berufsorientierung genauso im Fokus wie die spätere Vermittlung in eine passende Aus- bildungsstelle.
Mit besonderer Sorgfalt gehen die Integrationsfachkräf- te dabei auf die oft noch unerkannten Stärken der Jugendlichen ein, helfen dabei die eigenen Ziele und Träume zu erkennen und die richtigen Schritte auf dem Weg zum Erfolg zu gehen. Mit der Vermittlung in eine Ausbildung ist der gemeinsame Weg jedoch noch nicht zu Ende. Auf Wunsch und auch bei Notwendigkeit wird die Begleitung auch nach dem Start in die (Erst)Ausbil- dung fortgesetzt.
Für die unterschiedlichen Aufgaben, die bis zum ge- meinsamen Erfolg zu meistern sind, stehen den Integra- tionsfachkräften und Jugendlichen unterschiedlichste Instrumente zur Unterstützung zur Verfügung.
Das Angebot an Maßnahmen und Unterstützungsmög- Um eben genau diesen für unser aller Zukunft so wichti- lichkeiten* wird jährlich geprüft und bei Bedarf neu gen Aspekt mit der notwendigen Bedeutung in die Be- zusammengesetzt. So kann auf die sich derzeit rasant ratung und Vermittlung einbeziehen zu können, beteiligt ändernden Anforderungen des Arbeits- und Aus- sich das Jobcenter Werra-Meißner seit dem Jahr 2019 bildungs marktes nicht zuletzt durch und mit Digitalisie- an diesem Projekt. rung rechtzeitig und zukunftsorientiert reagiert werden. Im Fokus stehen dabei immer bedarfsgerechte und zeit- gerechte Angebote. Dies war uns gerade in der Corona- Persönliche Zukunft (mit)gestalten Pandemie mit ihren für uns alle besonderen Auswirkun- Gesundheitsorientierte Beratung gen wichtig. und Vermittlung Zuletzt starteten wir daher gemeinsam mit der GKV das Projekt: Verzahnung von Arbeits- und Gesundheits- Online-Gesprächsangebot: förderung in der kommunalen Arbeitswelt „Stark durch Austausch“ „Das Projekt zielt darauf ab, arbeitslose Menschen mit niedrigschwelligen und bedarfsorientierten Angeboten In diesem Online-Kaffee werden Themenangebote un- in ihrer Gesundheit zu unterstützen. Die Beschäftigungs- terbreitet aber eben auch die freien Gespräche ge- fähigkeit soll auf diesem Wege erhalten bzw. verbessert wünscht. Auch für die Bereitstellung der notwendigen werden.“** Online-Ausrüstung haben wir Lösungen bereitgestellt.
- weitere Details sind im Abschnitt operative Umsetzung nachzulesen ** Quelle: https://www.gkv-buendnis.de/buendnisaktivitaeten/bundesweite- aktivitaeten/arbeits-und-gesundheitsfoerderung/
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Teilhabe ermöglichen
Ein langer – erfolgreicher – Weg zurück in Neben diesem vorrangigen Ziel, dem Erhalt und der Ver- den ersten Arbeitsmarkt besserung der Beschäftigungsfähigkeit der erwerbsfähi- gen Leistungsberechtigten, dienen die Arbeitsgelegen- Arbeitsgelegenheiten heiten (Mehraufwandsvariante) der gesellschaftlichen (Mehraufwandsvariante) § 16d SGB II Integration und sozialen Teilhabe arbeitsloser Menschen. Arbeitsgelegenheiten können nur gefördert werden, Die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädi- wenn die Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Inter- gung (AGH-MAE) dienen der Erhaltung und Wiederer- esse liegen und wettbewerbsneutral sind. langung der Beschäftigungsfähigkeit und insoweit der Erzielung von Integrationsfortschritten. Sie unterstützen Die Arbeiten im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit (Mehr- den Abbau von Vermittlungshemmnissen und erhöhen aufwandsvariante) begründen kein Arbeitsverhältnis im die Chancen auf eine reguläre Beschäftigung auf dem Sinne des Arbeitsrechts. allgemeinen Arbeitsmarkt.
TEILHABE ERMÖGLICHEN 18
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Es gibt viele gute Gründe, eine Teilhabe am Arbeitsmarkt § 16 i SGB II Arbeitsgelegenheit aufzunehmen: Arbeitgeber können einen Lohnkostenzuschuss nach – v orhandene Kenntnisse und Fähigkeiten § 16i SGB II erhalten, wenn sie eine Person aus der Ziel- intensivieren und Neues dazulernen gruppe sozialversicherungspflichtig einstellen. Zur Ziel- gruppe gehören jene Personen, die über 25 Jahre alt – W iedereinstieg in das Berufsleben über sind, in mindestens sechs der letzten sieben Jahre Leis- einen geschützten Rahmen tungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur – V erbesserung der Chancen auf Eingliederung in den kurzzeitig beschäftigt waren. Schwerbehinderte und ersten Arbeitsmarkt durch Steigerung der Motivation Personen mit mindestens einem minderjährigen Kind in der Bedarfsgemeinschaft können bereits nach fünf Jah- – r egelmäßige Tätigkeit zur Verbesserung der Tages- ren Leistungsbezug gefördert werden. Die Förderung struktur muss beim zuständigen Jobcenter vor dem Abschluss des Arbeitsvertrags vom Arbeitgeber beantragt werden. – d urch Teilnahme am Arbeitsleben Verbesserung Während der Förderdauer findet eine ganzheitliche be- der sozialen Kontakte schäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching) statt.
– s ozialpädagogische Betreuung vom Träger der... Arbeitgeber, die eine Person aus der Zielgruppe sozial- versicherungspflichtig einstellen, erhalten für eine Dauer – G ewährung einer Mehraufwandsentschädigung pro von maximal fünf Jahren einen Lohnkostenzuschuss. Arbeitsstunde von einem 1,50 Euro zzgl. einer Dieser beträgt in den ersten beiden Jahren 100 Prozent Fahrtkostenerstattung. auf Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns oder ei- nes gezahlten Tariflohns und sinkt ab dem dritten Jahr des Arbeitsverhältnisses jährlich um 10 Prozentpunkte. Förderung von Arbeitsverhältnissen § 16e SGB II Für notwendige Qualifizierungen können dem Arbeitge- ber 3.000 Euro je Förderfall erstattet werden. § 16e SGB II richtet sich an arbeitsmarktferne Langzeit- arbeitslose, die trotz intensiver Vermittlungsbemühun- Mit dieser Förderung konnten die Integrationsfachkräfte gen im Sinne von § 16 SGB II (Eingliederungsleistungen) seit dem Jahr 2019 bereits 70 Personen den Schritt zu- seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind. Ziel ist die rück in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit und Aufnahme ei- ermöglichen. ner ungeförderten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Der Zuschuss zum Arbeitsentgelt (tariflich oder ortsüblich) beträgt 75 Prozent im ersten und 50 Prozent im zweiten Jahr. Während der Förderdauer findet eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching) statt.
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Erfolgsbeispiel Frau G. (45): Durch Arbeitsgelegenheit
beruflich wieder aktiv
Nach langer Arbeitslosigkeit (ca. 6 Jahre) orientiert sich werden, die bestehenden Probleme konnten geklärt und Frau G. neu. Sie nutzt dafür eine Arbeitsgelegenheit beseitigt werden. (AGH), in der sie Personen mit Migrationshin- tergrund beim Übergang in Wohnungen Der regelmäßige Tagesablauf, die Arbeit mit begleitet. der Zielgruppe und der Kontakt zu Arbeits-
„Ein regelmäßer
kolleginnen und -kollegen tun Frau G. Frau G. wird vom Jobcenter eine AGH Tagesablauf sehr gut. Sie ist froh, wieder einer sinn- vorgeschlagen, die eine gute Mög- vollen Tätigkeit nachgehen zu können.
und der Kontakt
lichkeit bietet, einer sinnvollen und Aufgrund der hervorragenden Tätigkei-
zu den Kollegen
geregelten Tätigkeit nachzugehen. ten während der AGH konnte die Kun- Außerdem konnte sich die Kundin in tun gut“ din über das Bundesprojekt Soziale Teil- einem geschützten Rahmen ausprobie- habe am Arbeitsmarkt und in der Folge ren und überprüfen, ob sie für diese Tä- über § 16 i SGB II in ein Beschäftigungsver- tigkeit tatsächlich geeignet ist. hältnis übernommen werden.
Die Kundin startet die AGH, die ihr zunächst sehr gut ge- Über die im Rahmen dieser Beschäftigung geschaffenen fällt. Nach ca. 3 Wochen droht ein Abbruch. Mit Hilfe ei- Netzwerke konnte Frau G. in eine unbefristete Beschäfti- ner gezielten sozialpädagogischen Betreuung durch den gung einmünden. Die geförderte Beschäftigung wurde AGH-Träger kann eine vorzeitige Beendigung verhindert vorzeitige beendet.
Bildungs- und Teilhabepaket
Mit den Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabe- paket unterstützen wir in Zusammenarbeit mit dem Wer- ra-Meißner-Kreis Kinder, wenn sie sich die Kosten für An- gebote in Schule und Freizeit sonst nicht leisten könnten. Nicht nur für die Erwachsenen ist die Teilhabe am sozia- len und beruflichen Leben ein essentieller Bestandteil der eigenen Verwirklichung. Dies gilt umso mehr auch für die Kinder in den Familien. Sie brauchen die notwen- dige Unterstützung, um sich und ihre Fähigkeiten und Interessen ausreichend kennenlernen und erproben zu können.
Dabei sind, bis auf wenige Ausnahmen, die Leistungen bereits mit dem Antrag auf Leistungen nach dem SGBII bereits beantragt und werden auf Nachweis oder gar automatisch mit den Leistungen ausgezahlt. Ihre Leis- tungssachbearbeiterINNEN beraten und unterstützen gern bei Fragen rund um dieses Thema.
TEILHABE ERMÖGLICHEN 20
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Mitarbeiter gefragt...
„Ich arbeite jeden Tag gemeinsam mit meinem Team für die Menschen in unserem Kreis, das ist eine wertvolle und wichtige Aufgabe, die mir am Ende des Tages ein gutes Gefühl gibt.“
Kai Degenhardt, Teamleiter
„Alle Menschen haben ihre eigene Geschichte. Mir ist es wichtig, die Menschen da abzuholen, wo sie in dem Moment stehen, wenn sie die Unterstützung vom Jobcenter benötigen. Dafür ist Offenheit im Gespräch wichtig und das gegen- seitige Verständnis, dass Hilfe angeboten wird und Hilfe angenommen werden kann.“
Integrationsfachkraft für Jugendliche
„Für mich war das Telefonieren eine tragbare Alternative während der Pandemie. Auf Dauer möchte ich meine KundINNen aber gern persönlich begleiten!“
Thomas Schmidt, Integrationsfachkraft
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Finanzielle Zukunft sichern
Grundsicherung nach dem SGBII Veränderungen meistern
Die Zukunft braucht auch eine finanzielle Ab- Neben regelmäßigen gesetzlichen Neuerungen ist eine der rasan- sicherung. Da diese während der Arbeitslo- testen Veränderungen in den letzten Monaten der Fortschritt in der sigkeit meist nicht mehr gegeben ist, küm- Digitalisierung. Dies betrifft uns alle in nahezu jedem Lebensbereich. mern sich die LeistungssachbearbeiterINNen Und auch das Jobcenter Werra-Meißner passt sich mit verschiede- um die Auszahlung der Grundsicherungsleis- nen Schritten dieser Entwicklung als moderner Dienstleister an. tungen nach dem SGBII*. Mit Jobcenter.Digital können KundINNen nicht nur direkt mit dem Schnelle und kompetente Beratung und Be- Jobcenter in Kontakt treten, sondern schon heute auch Leistungs- arbeitung der vielfältigen Leistungsanliegen anträge zur Weiterbewilligung der Leistungen stellen. Das Angebot ist dabei immer unser wichtigstes Anliegen. wird durch die Bundesagentur für Arbeit stetig und kontinuierlich ausgebaut. Hier sind die Daten sicher und werden uns direkt in die Gerade die Leistungsgewährung ist schon zugehörige Akte überspielt. bei der Antragstellung ein sehr komplexes Themenfeld. Mit kompetenter Beratung vor – K ein Porto für den Brief Ort z.B. im Kaffee Vielfalt, wollen wir wenn möglich die Fragen klären, wo sie anfallen. – Kein Weg zum Briefkasten Regelmäßig tauschen wir uns mit haupt- amtlichen und ehrenamtlichen Unterstützer- – Kein Suchen nach Unterlagen INNen aus, um zu wissen, wo wir unseren Service ausbauen können. – J ederzeit einen Nachweis, dass die Unterlagen eingereicht sind und viele Vorteile mehr! Da alle Fragen zur finanziellen Sicherheit im- mer auch zeitnah geklärt werden müssen, Schnelle Leistungsgewährung braucht gute Beratung! bauen wir unsere Erreichbarkeit zusätzlich Wir beraten zu: durch einen erweiterten Online-Service ste- tig aus. Zeit ist für uns alle einer der wichtigs- – M ehrbedarfen und Einmalbedarfen in unterschiedlichsten ten Faktoren in unserem (beruflichen) Leben. Lebenssituationen,
– allen Fragen rund um Ihren Antrag,
– zur Berechnung Ihrer Leistungen usw. usw. usw.
FINANZIELLE ZUKUNFT SICHERN 22
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Um die das nötige Wissen für die Beratungen immer aktuell und Dabei ist es die Aufgabe der Vermittlungs- vollständig zu halten, legt das Jobcenter Werra-Meißner viel Wert fachkräfte und persönlichen Ansprechpartne- auf regelmäßige Schulungen. rINNEN gem einsam mit den KundINNen aus der großen Bandbreite das oder auch die Schnelle Leistungsgewährung lebt von guter Mitwirkung! richtigen Instrumente auszuwählen.
Bei aller Digitalisierung sind vollständige Unterlagen immer die So können der Arbeitgeber und auch künfti- Grundlage für jede Entscheidung – sei es die Bewilligung eines Leis- ge Arbeitnehmer erste Hürden überwinden tungsantrages oder auch die Bewilligung von Förderleistungen. Im- und einer nachhaltigen Beschäftigung ent- mer sind mehr oder weniger umfangreiche Unterlagen notwendig. gegensehen. Bei der Zusammenstellung dieser Unterlagen beraten wir je nach Bedarf persönlich oder auch telefonisch.
Bedarfsgerechte Förderung
Soweit die Bedarfe des täglichen Lebens gedeckt sind, heißt es den Blick gemeinsam mit den persönlichen Ansprechpartnern auf die be- rufliche Zukunft und selbstbestimmte finanzielle Sicherheit zu richten.
Förderung heißt für uns, entlang der festgestellten Bedarfe, den richtigen und angemessenen Ausgleich zu finden. So können wir je nach Situation verschiedene Förderinstrumente nutzen.
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Detaildaten und
Operative Umsetzung
Detaildaten zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Werra-Meißner-Kreis
Entwicklung sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
28.424
26.091
Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan Jan 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
Quelle: Statistikportal der Bundesagentur für Arbeit / Stand August 2021 https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?topic_f=analyse-fruehindikatoren&r_f=he_ Werra-Meissner-Kreis
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 24
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Nachdem die Anzahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen im Jahr 2020 pandemiebe- dingt etwas abnahm, spiegelt sich der Arbeitskräftebedarf im Jahr 2021 wieder deutlich in der Anzahl der offenen Stellen.
Bestand Entwicklung der gemeldeten Arbeitsstellen im Werra-Meißner-Kreis 824
620
446
Zugang 183 216 145
Jan 2019 Jan 2020 Jan 2021
Quelle: Statistikportal Bundesagentur für Arbeit / Stand August 2021 https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?nn=15024&r_f=he_Werra-Meissner-Kreis&topic_f=amr-amr
Immer weniger Arbeitslose stehen den gemeldeten Stellen gegenüber. Insbesondere die Bereiche Erziehung/Gesundheit aber auch die Fertigungsberufe weisen einen immer größe- ren Bedarf an Arbeitskräften auf.
Arbeitslose je gemeldeter Arbeitsstelle nach Berufsbereichen absteigend sortiert
Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau 5,1
Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit 4,8 Geisteswissenschaften, Kultur, Gestaltung 4,1
Kaufm. Dienstl., Handel, Vertrieb, Tourismus 4,0 Unternehmensorga, Buchhalt., Recht, Verwalt. 3,8
Insgesamt 3,5 Gesundheit, Soziales, Lehre u. Erziehung 2,4 Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung 2,3 Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechn. 1,9 Naturwissenschaft, Geografie, Informatik 1,7
Quelle: Statistikportal der Bundesagentur für Arbeit / Stand August 2021 https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?nn=15024&r_f=he_Werra-Meissner-Kreis&topic_f=amr-amr
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Unternehmensstruktur im Werra-Meißner-Kreis
| Anzahl der Betriebe im Werra-Meißner-Kreis in 2017 | |
|---|---|
| Betriebe insgesamt | 3.984 |
| Bergbau, Gewinnung Steine/Erden | 3 |
| Verarb. Gewerbe | 325 |
| Energieversorgung | 106 |
| Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung | 24 |
| Baugewerbe | 450 |
| Handel, Kfz.-Raparaturen | 857 |
| Verkehr und Lagerei | 116 |
| Gastgewerbe, Gastronomie | 338 |
| Information, Kommunikation | 86 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 100 |
| Grundstück- und Wohnungswesen | 156 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 372 |
| Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen | 222 |
| Erziehung, Unterricht | 116 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 362 |
| Kunst, Unterhaltung, Erholung | 88 |
| Sonstige Dienstleistungen | 263 |
| HSL-Bericht 09.2019 |
Der Arbeitsmarkt des Werra-Meißner-Kreises ist geprägt von einer Vielzahl klein- und mittel- ständischer Unternehmen.
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 26
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Pendlerbewegungen
Jede Region wird in ihrer Arbeitskräftestruktur auch von den s.g. Pendlerbewegungen be- einflusst. Während etwa 15.000 Menschen täglich zur Arbeit in einen anderen Kreis auspen- deln, fahren ca. 6.800 Beschäftigte, die in anderen Landkreisen wohnen, in den Werra-Meiß- ner-Kreis. Dabei läßt sich statistisch auch auswerten, wohin die Pendlerbewegungen gehen.
Auspendler von Werra-Meißner-Kreis Einpendler von Werra-Meißner-Kreis
(Quelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Pendleratlas Stand Juni 2017)
| Auspendler von Werra-Meißner-Kreis | |
|---|---|
| Ort | Anzahl |
| Kassel, documenta-Stadt | 3.429 |
| Göttingen | 2.146 |
| Kassel | 1.950 |
| Hersfeld-Rotenburg | 1.721 |
| Schwalm-Eder-Kreis | 1.314 |
| Eichsfeld | 548 |
| Wartburgkreis | 487 |
| Unstrut-Hainich-Kreis | 241 |
| Region Hannover | 169 |
| Einpendler nach Werra-Meißner-Kreis | |
|---|---|
| Ort | Anzahl |
| Eichsfeld | 1.486 |
| Kassel | 812 |
| Göttingen | 710 |
| Hersfeld-Rotenburg | 685 |
| Unstrut-Hainich-Kreis | 585 |
| Wartburgkreis | 583 |
| Kassel, documenta-Stadt | 458 |
| Schwalm-Eder-Kreis | 323 |
| Northeim | 53 |
Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/ Interaktive-Angebote/Pendleratlas/Pendleratlas-Nav.html
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Detaildaten zur Bevölkerungsentwicklung im Werra-Meißner-Kreis
Altersanteile in der Bevölkerung und der Arbeitslosigkeit
65 bis unter 65 bis unter 3.350 3.540 12 9 70 Jahre 70 Jahre
60 bis unter 60 bis unter 3.890 3.910 193 130 65 Jahre 65 Jahre
55 bis unter 55 bis unter 4.450 60 Jahre 4.410 205 60 Jahre 162
50 bis unter 50 bis unter 4.130 4.190 178 139 55 Jahre 55 Jahre
45 bis unter 45 bis unter 3.110 50 Jahre 3.180 144 50 Jahre 104
40 bis unter 40 bis unter 2.580 2.590 164 113 45 Jahre 45 Jahre
35 bis unter 35 bis unter 2.660 40 Jahre 2.600 174 40 Jahre 142
30 bis unter 30 bis unter 2.790 2.560 214 148 35 Jahre 35 Jahre
25 bis unter 25 bis unter 2.870 2.460 203 127 30 Jahre 30 Jahre
20 bis unter 20 bis unter 3.030 2.360 193 91 25 Jahre 25 Jahre
15 bis unter 15 bis unter 4.450 20 Jahre 2.220 41 20 Jahre 17
Bevölkerungsentwicklung
Merkmal Bevölkerung sozialversicherungspflichtige Arbeitslose erwerbsfähige Beschäftigte Leistungsberechtigte
100.630 36.800 2.899 4.218
Insgesamt
22.270 3.530 341 793
unter 25 Jahre
42.650 9.030 710 783
55 Jahre und älter
7.860 2.160 578 1.199
Ausländer
50.770 17.170 1.180 2.120
Frauen
Quelle: Statistikportal der Bundesagentur für Arbeit / Stand April 2021/ https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive- Angebote/Demografischer-Wandel/Demografischer-Wandel-Nav.html#dgw_vi_anchor
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 28
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Operative Umsetzung der strategischen Schwerpunkte
| Maßnahmen für Jüngere | |
|---|---|
| Maßnahme | Inhalte |
| Aktivierungshilfen für Jüngere | Im Rahmen dieses niedrigschwelligen Angebotes werden junge Menschen intensiv unterstützt und u.a. an weitergehende Maßnahmen der Berufsvorberei- tung bzw. Qualifizierung herangeführt. Neben Mitteln aus dem Eingliederungs- titel SGB II geschieht die Finanzierung dieser Maßnahmen über das hessische Landesprogramm „Qualifizierung und Beschäftigung“ (QuB). |
| Einstiegsqualifizierung nach § 54a SGBIII | Mit dieser sechs- bis zwölfmonatigen Maßnahme, die in einem Betrieb durchgeführt wird, werden Ausbildungssuchende und Betriebe darin unterstützt, Hemmnisse zur Aufnahme einer Ausbildung zu beseitigen. |
| Maßnahmen der Berufsvor- bereitung nach § 51 SGB III (BvB) | Ziel dieses Angebotes ist eine Vorbereitung auf die Aufnahme einer Berufsaus- bildung. Zudem besteht im Rahmen dieser Maßnahmen auch die Möglichkeit, sich auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses vorzubereiten. |
| außerbetrieblichen Berufs- ausbildung (BaE) gem. § 76 SGB III | Die BaE-Maßnahmen des Jobcenters Werra-Meißner werden in der „kooperati- ven Form“ durchgeführt, d.h. der praktische Teil der Ausbildung findet in einem (Kooperations-) Betrieb statt. Die jungen Menschen besuchen regulär die Berufs- schule und daneben werden sie individuell von einem erfahrenen Bildungsträger durch Fach- und Stützunterricht sowie sozialpädagogische Hilfen gefördert. |
| Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) – ab 01.10.2021 neu AsA-flex gem. §74 SGB III | Mit diesem Angebot ermöglicht das Jobcenter Werra-Meißner Auszubildenden durch Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung eine bedarfsgerechte Unterstützung für den erfolgreichen Verlauf und Abschluss ihrer Ausbildung bzw. Einstiegsqualifizierung. |
| Kommunale Eingliede- rungsleistungen gem. § 16a SGBII | Entsprechend den Bedarfen der jungen Menschen und im Rahmen der vorhan- denen seitens des Werra-Meißner-Kreises zur Verfügung gestellten Kapazitäten stehen die Leistungen nach § 16a SGB II (Betreuung minderjähriger oder behin- derter Kinder, Schuldnerberatung, psychosoziale Betreuung, Suchtberatung) im Angebot. |
| Kompetenzagentur Werra-Meißner | Als niedrigschwelliges und bei Bedarf auch aufsuchendes Angebot im Rahmen des ESF-Programmes „Jugend stärken im Quartier (JustiQ), kann das Angebot der Kompetenzagentur Werra-Meißner von jungen Menschen, in Anspruch genommen werden. |
| „Aktiv in den Job“ | Als mehrmonatige Maßnahme richtet sich dieses Angebot speziell an junge Frauen, deren jüngstes Kind 1½ – 3½ Jahre ist und noch nicht im Rahmen der Kindertagesbetreuung betreut wird. Um auch für diese jungen Frauen die Teilnahme an einer Maßnahme zu ermög- lichen, ist ein wichtiger Bestandteil des Angebotes eine in die Maßnahme integrierte Kinderbetreuung. |
| Kooperation mit Angeboten nach hessischen Landesprogrammen | Im Rahmen seiner Integrationsaktivitäten kooperiert das Jobcenter Werra-Meiß- ner mit vielfältigen Angeboten zur beruflichen Orientierung und Aufnahme bzw. Unterstützung einer Ausbildung aus Förderprogrammen des Landes Hessen, ESF-Mitteln und kommunaler Förderung. |
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[Seite 30]
Zusätzliche Hilfen – kommunale Eingliederungsleistungen gem. §16a SGBII
Neben klassischen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten benötigen viele Leistungsbezieher unabhängig von der Art und Länge ihres Leistungsbezuges auch die Unterstützung in Form der kommunalen Eingliederungsleistungen gem. § 16a SGBII. Insbesondere die Schuldner- beratung, die psychosoziale Betreuung sowie die Suchtberatung erhalten hier immer mehr Bedeutung. In regelmäßigen Gesprächen mit den Fachdiensten des Werra-Meißner-Kreises erarbeiten die Integrationsfachkräfte immer wieder neue und ergänzende Beratungsansätze für die betroffenen Kunden.
| Handlungsfeld | Personengruppe | Inhalt |
|---|---|---|
| Qualität und Quantität | Alle Kunden | Notwendige Gesprächsressourcen vorhalten und zielführend einsetzen. |
| Reduzierung Langzeit- arbeitslosigkeit | Langzeitarbeitslose und Langzeitleis- tungsbezieher | – Betreuung im Sonderteam „Netzwerk ABC“ – Enge Kontaktdichte und intensive Aktivierung – Umsetzung des Teilhabechancengesetzes |
| Übergang Schule und Beruf Arbeitskräftesicherung | Bedarfsgemeinschaften ohne Erwerbs- einkommen und mit Kindern am Übergang zwischen Schule und Beruf | Bedarfsgemeinschaftsorientierte Beratung und Betreuung unter Nut- zung vorhandener Spezialisierungen in der Beratung Jugendlicher und Erwachsender mit dem Ziel ein Er- werbseinkommen in der Bedarfsge- meinschaft zu erzielen sowie einen Berufsweg für den Jugendlichen zu planen und zu starten. |
| Fachkräftesicherung | Migranten mit Förderbedarf | Für die Arbeits- und Fachkräfte- sicherung sind nicht nur Kenntnisse der deutschen Sprache notwendig, sondern berufsbezogene Sprach- kenntnisse unerlässlich. Bildungs- und Förderbedarfe werden durch spezialisierte Beratungsfachkräfte erarbeitet, begleitet und ausgeglichen. |
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 30
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Bildungszielplanung 2021
Die Bildungszielplanung 2021 orientiert sich grundsätzlich an zukunftsträchtigen Zielberei- chen. Sie umfasst neben Umschulungen auch Helferausbildungen mit zertifiziertem Ab- schluss (Bsp. Altenpflegehelferausbildung) sowie Fortbildungen.
Für das Jahr 2021 werden insgesamt 100 Fort- und Weiterbildungseintritte geplant.
| Maßnahme | Ziel und Ausrichtung |
|---|---|
| Altenpflegehelfer/in in VZ und TZ | Abschlussorientierte Maßnahme |
| Altenpfleger/in | Abschlussorientierte Maßnahme |
| Erzieher m/w | Abschlussorientierte Maßnahme |
| Betriebliche Umschulungen | Abschlussorientierte Maßnahme incl. umschulungs- begleitender Hilfen |
| Diverse Umschulungen überbetrieblich | Abschlussorientierte Maßnahme |
| Gewerblich-technische Fortbildungen in VZ und TZ | Sicherheitsfachkraft, Lager/Logistik/Verkehr auch mit Fahrerausbildung, Berufsfeld Metall, Restaurantfach- und -hilfskräfte, Reinigung mit Führerschein |
| Kaufmännisch-verwaltend in VZ und TZ | SAP, DATEV, LEXWARE, Office; Wirtschaftsenglisch, Personalwesen, virtuelles Klassenzimmer, Qualitätsmanagement/Projektmanagement mit SAP |
| Sozialpflegerisch und Gesundheit in VZ und TZ | Anpassungsqualifizierung in den Bereichen Pflege/Soziales, diverse Bildungsziele, Pflege mit FS |
| Deutsch für den Beruf / berufliche Qualifizierung mit Deutsch- förderung | Vorbereitung von Migranten auf weitere Qualifizierung, Citylogistiker mit integrierter Deutschförderung |
| Nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses | Schulische Grundqualifikation als Voraussetzung für berufliche Qualifikation |
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Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Aktivierung unserer Kunden und werden mit unterschiedlichen Zielrichtungen für alle Personenkreise genutzt:
– Heranführung an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt – Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen
Für das Jahr 2021 wurden für insgesamt 462 Teilnehmer folgende Inhalte geplant.
| Maßnahme | Zielgruppe | Inhalt |
|---|---|---|
| Jobakademie | Marktnahe Kunden und LZB | Aktivierung und Vermeidung/Reduzie- rung von LZB |
| AViBA | Marktferne Kunden | Aktivierung und Vermeidung/Reduzie- rung von LZB mit Nettoverweildauer |
| Bewerberzentrum | Junge eLB | Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Recherchestrategien |
| Coaching und Gesundheit | Marktferne Kunden und LZB | Motivations- und Integrationsfort- schritte erzielen |
| Orientieren und Aktivieren und Bewerbung mit Praktikum | Junge eLB | Aktivierung, Motivation, Unterstützung |
| Bewerbungstraining für Schüler | Junge eLB – Schüler | Erstellung von Bewerbung für Ausbildungsvermittlung |
| AQUA/QUAB | Junge eLB | |
| Gutscheine diverse | Alle Kundengruppen | Bedarfsgerecht |
| Vorbereitung auf Erwerb Führer- schein – Grundkompetenzen | Alle Kundengruppen | Erwerb von Grundqualifikationen für den Führerschein |
| Mobile Einzelchoachings | LZB und marktferne Kunden | Verbesserung der Erreichbarkeit und Aktivierung |
| Pro Gesundheit | Menschen mit Behinderungen | |
| Vorbereitung auf eine geförderte Beschäftigung | LZB und marktferne Kunden | |
| Erwerb digitaler Kompetenzen | Alle Kundengruppen | Erwerb und Stabilisierung digitaler Kompetenzen und Anwendung verschiedener Grundprogramme |
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 32
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Beschäftigung begleitende und schaffende Maßnahmen
| Maßnahme | Ziel und Ausrichtung | Eintritte |
|---|---|---|
| EGZ | Integration in Beschäftigung | 60 |
| Maßnahmen beim Arbeitgeber | Berufliche Erfahrungen ermöglichen, Integration in Beschäftigung | 280 |
| Einstiegsgeld | Motivation unterstützen | 60 |
| Ausbildungsbegleitende Hilfen | Ausbildungsabbruch vermeiden, Stützunterricht | 7 |
| Freie Förderung | Beschäftigungsaufnahme unterstützen, Vermittlungs- hemmnisse abbauen | 128 |
| Eingliederung von Langzeitarbeitslosen - § 16e SGBII | Geförderte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt | 8 |
| Teilhabe am Arbeitsmarkt - § 16i SGBII | Geförderte Beschäftigung auf dem sozialen Arbeitsmarkt | 16 |
| Arbeitsgelegenheiten Mehraufwands- variante - § 16d SGBII | Zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Beschäftigungen | 227 |
Gemeinsame Finanzierungsprojekte mit dem Werra-Meißner-Kreis Arbeitsmarktbudget des Werra-Meißner-Kreises
Ergänzend zu bundes- und landesweiten Programmen fördert auch der Werra-Meißner-Kreis Projekte, die die Ent- wicklung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes unterstützen. In folgenden Handlungsfeldern arbeitet das Jobcenter Werra-Meißner eng mit dem Landkreis Werra-Meißner zusammen:
– V ermeidung von Jugendarbeitslosigkeit, Ausbildungsabbrüchen und Absicherung + Beschleunigung des Übergangs in Ausbildung (HF 1.3) – Unterstützung des (Wieder-)Einstiegs junger Mütter (unter 25 Jahren) (HF 2.1) – Verstärkte Integration von älteren Arbeitslosen (SGB II) in Arbeit (HF 2.2) – Verstärkte Integration von Alleinerziehenden (HF 2.3) – E rprobung von Projekten zur Verbesserung der Lebenssituation von Langzeitarbeitslosen und Hinführung zur Teilhabe am Arbeitsmarkt (HF 2.4) – F örderung des Übergangs von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt (HF 3.1) – E rhalt und Wiederherstellung der Erwerbstätigkeit von Menschen zwischen SGB II und SGB XII, 3. Kapitel (HF 3.2) – N ichtdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund in Ausbildung und Arbeit vermitteln (HF 3.4) – F lüchtlinge in Ausbildung und Arbeit vermitteln (HF 3.5)
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| Maßnahmeart | Träger |
|---|---|
| AGH „Plus“ – Parallel zur Arbeitsgelegenheit nach § 16 d Sozialgesetzbuch (SGB) II verlaufende Qualifi- zierungs- und Betreuungsangebote, wie zum Beispiel Einzelcoaching, Vermittlung von sozialen und beruf- lichen Kompetenzen. AGH „MUT Plus“ – Parallel zur Arbeitsgelegenheit nach § 16 d Sozialgesetzbuch (SGB) II verlaufende Qualifizierungs- und Betreuungsangebote, wie zum Beispiel Vermittlung von sozialen und beruflichen Kompetenzen, Bewerbungstrainings, Vermittlung von sprachlichen und digitalen Kenntnissen, gesundheits- fördernde Angebote. | Werkstatt für junge Menschen Eschwege e. V. |
Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Werra-Meißner-Kreises
Analog der Zusammenarbeit und Beteiligung bei der Umsetzung der Regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt- strategie im Landkreis Werra-Meißner wird auch im Jahr 2021 die enge Zusammenarbeit im Bereich des Ausbil- dungs- und Qualifizierungsbudgets in folgenden Bereichen fortgesetzt:
| Maßnahmeart | Träger |
|---|---|
| „Aktiv in den Job – Junge Mütter-Projekt“ Berufliche Qualifizierungs- und Orientierungsmaß- nahme für junge Frauen mit Kindern (inklusive Praktika und Kinderbetreuung). Ziel: Soziale und berufliche Integration | Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner/ Mehrgenerationenhaus |
| „Let‘s work“ Berufliche Qualifizierungs- und Orientierungsmaßnahme für Frauen mit Migrations- hintergrund (inklusive Praktika, Sprachtraining und Kinderbetreuung). Ziel: Soziale und berufliche Integration | Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner/ Mehrgenerationenhaus |
| „VITA – Sozialwirtschaft integriert“ Orientierungs- und Qualifizierungsmaßnahme in sozialen Berufen Ziel: Aufnahme einer Berufsausbildung oder Beschäf- tigung in pflegerischen Berufen | Werra-Meisner-Kreis in Kooperation mit dem AWO Kreisverband Werra-Meißner und der Volkshochschule Werra-Meißner |
DETAILDATEN UND OPERATIVE UMSETZUNG 34
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Projekt VITA – Vielfalt, Integration und Teilhabe durch Ausbildung
Ziel des Projektes VITA – Vielfalt, Integration und Teil- Modul II ¢ Qualifizierungsmodul habe durch Ausbildung (Laufzeit: 01.11.2018 bis Oft fehlt ein Schulabschluss als Zugangsvoraussetzung 31.12.2022) ist die Gewinnung von Fachkräften für sozia- für die Ausbildung. Im Modul II können die Teilnehmen- le Berufe im Werra-Meißner-Kreis mit Hilfe einer intensi- den die für die Ausbildung erforderlichen Schulab- ven Begleitung und Unterstützung. Durch die Schaffung schlüsse, also Haupt- und Realschulabschluss, (als sog. von kontinuierlichen und auf den jeweiligen Personen- Nichtschüler) nachholen. Praktika in den zuvor genann- kreis abgestimmte Orientierungs-, Qualifizierungs- und ten Berufsfeldern begleiten diese Phase als Motivator. Ausbildungsmöglichkeiten wird u. a. für langzeitarbeits- Während dieser Phase erhalten die Teilnehmenden eine lose Menschen eine Verbesserung der Erwerbschancen sozialpädagogische Betreuung, Stützunterricht und im erreicht. Bedarfsfall Sprachunterricht.
Die Finanzierung erfolgt über das Programm „Sozial- Modul III ¢ Ausbildungsunterstützungsmodul wirtschaft integriert“ (Sonderprojekt des Ausbildungs- Das Ausbildungsunterstützungsmodul unterstützt die und Qualifizierungsbudgets des Landes). Mit dem Pro- Teilnehmenden während der Ausbildung mit gezielter jekt ist eine sehr enge Zusammenarbeit von Kommune, Nachhilfe, einem fachbezogenen Sprachkurs sowie mit Jobcenter, Arbeiterwohlfahrt Werra-Meißner-e. V., regio- sozialpädagogischer Begleitung. nalen Bildungs- und Qualifizierungseinrichtungen sowie Betrieben der Sozialwirtschaft verbunden. Modul IV ¢ Nachhaltigkeitsmodul Das Nachhaltigkeitsmodul unterstützt die Teilnehmen- In das Projekt VITA können Männer und Frauen aus den den nach dem Ausbildungsabschluss bei der Überlei- Rechtskreisen SGB II, SGB III, SGB VIII, SGB XI und Asyl- tung in eine Berufstätigkeit. bewerberleistungsgesetz einmünden. VITA ist auf Viel- falt, Teilhabe und Inklusion ausgerichtet, daher haben Die einzelnen Abschnitte werden von modul- Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleicher- übergreifenden Angeboten begleitet, wie z. B. maßen Zugang in das inklusive Projekt und finden eine individuelle Unterstützung. – Sozialpädagogische Betreuung – Kinderbetreuung Folgende Berufsfelder werden über VITA – Mobilitätshilfen berücksichtigt: – Weitere Informationen zum Projekt VITA unter https://www.vita-wmk.de – Generalistische Pflegefachkraft – Altenpflegehelferin VITA ist für das Jobcenter Werra-Meißner ein wichtiger – Krankenpflegehelferin Bestandteil bei der Rekrutierung von Fachkräften für – Sozialassistentenin den Bereich der sozialen Berufe. – Erzieherin Das Jobcenter Werra-Meißner tritt als Kooperationspart- Darüber hinaus können im Projekt VITA auch Menschen ner und Kofinanzierer auf, die Aufgaben umfassen da- gefördert werden, die in einen sozialen Beruf „im weite- bei insbesondere: ren Sinne“ einmünden möchten, wie zum Beispiel Haus- wirtschafterin, Notfallsanitäterin und Arzthelfer*in. Die – die Mitarbeit in projektbezogenen Steuerung- Entscheidung über die Förderfähigkeit erfolgt unter Um- gremien sowie entsprechenden Netzwerken ständen in Abstimmung mit dem Hessischen Ministeri- des Projektes um für Soziales und Integration. – das Zusteuern von Bewerbern/-innen in das Das VITA-Projekt setzt sich aus vier Modulen zusam- Projekt, Durchführung von gemeinsamen men, die grundsätzlich aufeinander aufbauen und je Profilinggesprächen nach Bedarf nacheinander oder einzeln belegt wer- den können. – das Einbringen von Fördermitteln im Rahmen von individuellen Integrationsmaßnahmen, Modul I ¢ Motivations- und Orientierungsmodul wie z. B. Förderung der beruflichen Weiterbildung, In diesem Rahmen erhalten die Teilnehmenden die Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (MAG), Möglichkeit, die verschiedenen sozialen Berufe kennen- Förderung der Mobilität zulernen, z. B. über: – die Begleitung der Teilnehmenden während der – Informationsveranstaltungen mit Workshops Projektlaufzeit je nach Bedarfslage – Schnupperpraktika
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Impressum:
Verantwortlich für den Inhalt:
Jobcenter Werra-Meißner
Fuldaer Str. 6 37269 Eschwege
Walburger Str. 41 37213 Witzenhausen
Gestaltung und Illustration: hausgemacht. Grafik & Design www.hausgemacht.net
Fotos: Titelbild: © Adobe Stock „Zarya Maxim“, Seite 8: © Adobe Stock „Love the wind“, Seite 14: © Adobe Stock „Prostock-studio“, Seite 18, 21: © Adobe Stock „rangizzz“, Seite 20, 23: © Adobe Stock „contrastwerkstatt“, Seite 21: © Adobe Stock „Marla“, „opolja“, Seite 24: © Adobe Stock „rh2010“