[Seite 1]
Raumakustik Konzept Neubau / Erweiterung zur 8-zügigen IGS Projektnummer: 20434
RAUMAKUSTIK KONZEPT
NEUBAU / ERWEITERUNG ZUR 8-ZÜGIGEN IGS
Projekt
Neubau / Erweiterung zur 8-zügigen IGS
Projekt-Nr.
20434
Bauherr
Hanau Immobilien- und Baumanagement
Eigenbetrieb der Stadt Hanau
Hessen-Homburg-Platz 5, 63452 Hanau
Bauphysik
Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH
Index Datum
- 03.09.2025
Projektleitung: Bearbeitung: i.A. Selina Müller, M.Sc. i.V. Dipl.-Ing. Pejman Peyvandi i.A. Felix Müller, B.Eng.
Unterschrift Unterschrift
[Seite 2]
Raumakustik Konzept Neubau / Erweiterung zur 8-zügigen IGS Projektnummer: 20434
Inhalt
- Vorbemerkungen ................................................................................................................... 3 1.1 Projektbeschreibung ......................................................................................................... 3 1.2 Aufgabenstellung .............................................................................................................. 3 1.3 Planungsgrundlagen ......................................................................................................... 4 1.4 Normen und Richtlinien..................................................................................................... 4 1.5 Verwendete Software ....................................................................................................... 4
- Grundlagen der Raumakustik ............................................................................................... 5 2.1 Anforderungen gemäß den technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A3.7) ................. 5 2.2 Empfehlungen gemäß DIN 18041 ..................................................................................... 6 2.3 Empfehlungen für Büros gemäß VDI 2569...................................................................... 10 2.4 Richtlinie Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung IPB ................................ 12
- Empfehlungen für das Bauvorhabens ................................................................................ 14 3.1 Einstufung der Räume gemäß DIN 18041 ...................................................................... 14 3.2 Konzepte der Räume ...................................................................................................... 14
2
[Seite 3]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
1. Vorbemerkungen
1.1 Projektbeschreibung
Bei dem geplanten Bauvorhaben handelt es sich um eine Erweiterung der Lindenauschule. Das Gebäude umfasst ein Erdgeschoss und zwei Obergeschosse. Im Erdgeschoss sind Klassenräume sowie ein Forum mit nebenliegenden Sanitärräumen geplant. Des Weiteren ist ein Kiosk und Lagerräume vorgesehen. Im 1. Obergeschoss sind weitere Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer sowie weitere Sanitäreinrichtungen eingeplant. Die Flure sollen die Möglichkeit für Lernzwecke bieten. Im 2. Obergeschoss sind weitere Klassenzimmer und Toiletten eingeplant. Außerdem soll ein Therapieraum vorgesehen werden.
Alle in den Nachweisen getroffenen Annahmen, insbesondere über Baustoffe und Bauteile sind verantwortlich zu überprüfen. Sollten zu den in den Nachweisen getroffenen Annahmen Unstimmigkeiten auftreten, ist der Aufsteller des Nachweises davon in Kenntnis zu setzen.
1.2 Aufgabenstellung
Für das geplante Gebäude sollen für die folgenden Räume die raumakustischen Eigenschaften der Räume ausgelegt werden:
• Forum (R-0.24) • Klassenraum (quadratisch: R-0.38; rechteckig: R.1-10) • Lehrer Aufenthalt (R-1.20) • Differenzierungsraum (R-1.22) • Flur als Lernraum (R-1.01) • Therapieraum (R-2.17)
Hierzu gibt es keine baurechtlichen Anforderungen.
Gemäß der Schulstandards der Stadt Hanau basiert die raumakustische Auslegung der o.g. Räume auf der DIN 18041 und ASR A3.7. Des Weiteren wird die Richtlinie Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung des Fraunhofer Instituts als Empfehlung mit dargestellt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dies vom Innenausbau des Nutzers abhängig ist. Die genaue Zielsetzung für die weitere Fachplanung sollte durch den Bauherrn festgesetzt werden.
3
[Seite 4]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
1.3 Planungsgrundlagen
Zur Beurteilung des Bauvorhabens liegen folgende Architektenpläne vor:
| Maßstab | Planstand | |
|---|---|---|
| Grundrisse: | ||
| Erdgeschoss 1. Obergeschoss 2. Obergeschoss Dachaufsicht Übersichtsplan | 1:100 1:100 1:100 1:100 1:500 | 03.09.2025 03.09.2025 03.09.2025 03.09.2025 03.09.2025 |
| Schnitte: | ||
| Schnitte A-A, B-B, C-C Ansichten Westen und Norden Ansichten Osten und Süden | 1:100 1:100 1:100 | 03.09.2025 03.09.2025 03.09.2025 |
| Sonstiges: | ||
| Fußbodenaufbauten EG 01-03 Fußbodenaufbauten OG 04-06 | 1:10 1:10 | 14.03.2025 20.03.2025 |
Des Weiteren wurde für die Oberflächenbeschaffenheit für die Ermittlung der Absorptionsgrade ein Leitfabrikate, Farb- und Materialkonzept erstellt (E-Mail vom 25.03.2025).
Die Nachweise beruhen auf den oben aufgeführten Plänen.
1.4 Normen und Richtlinien
Folgende Normen und Verordnungen werden verwendet:
• DIN 18041:2016 Hörsamkeit in Räumen
• DIN EN ISO 12354-6:2004 Bauakustik – Berechnung der akustischen Eigenschaften von Gebäuden aus den Bauteileigenschaften – Teil 6: Schallabsorption in Räumen
• ASR A3.7: 2021 Technische Regeln für Arbeitsstätten - Lärm
• VDI 2569: 2019 Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros
• Richtlinie Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung – Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP
1.5 Verwendete Software
Dämmwerk 2025
4
[Seite 5]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
2. Grundlagen der Raumakustik
Die Raumakustik beschreibt die akustischen Eigenschaften in Räumen, welche das Empfinden und die zweckgebundene Nutzung der Räume beeinflussen. Des Weiteren beeinflusst die Raumakustik die Lärmbelastung und Verständigung der Menschen in Räumen, wie am Arbeitsplatz.
Die Anforderungen der ASR A3.7 und die Empfehlungen zur Auslegung der Raumakustik (DIN 18041, VDI 2569) werden in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben. Außerdem werden die Empfehlungen der Richtlinie „Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung“ des Fraunhofer Instituts dargelegt.
2.1 Anforderungen gemäß den technischen Regeln für Arbeitsstätten
(ASR A3.7)
Die Beschäftigten werden bei der Arbeit im Bereich Gesundheit und Sicherheit über das Arbeits- schutzgesetz (ArbSchG) und die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) geschützt. In beiden Vorschriften werden Anforderungen an den Lärm am Arbeitsplatz gestellt.
Die Arbeitsstättenrichtlinie 3.7 (ASR A3.7) definiert unter anderem die Anforderungen der übergeordneten Verordnung (ArbStättV) im Bereich des Lärmeintrages am Arbeitsplatz. Hierbei werden Anforderungen an den baulichen Schallschutz bezüglich der Bauteile im eigenen Bereich an Außenbauteile und Installationen der TGA und die Raumakustik gestellt. Die Anforderungen des baulichen Schallschutzes werden in einem separaten Nachweis definiert und nachgewiesen. Die Installationen der TGA bezüglich Schallausbreitung sind nicht Bestandteil dieses Konzeptes. Innerhalb des vorliegenden Konzepts wird nur auf die Anforderungen der Raumakustik eingegangen. Folgende Anforderungen bestehen gemäß ASR A3.7 an die Raumakustik.
Tabelle 1: Anforderungen an die Raumakustik gemäß ASR A3.7
| Art der Büroräume | Anforderung |
|---|---|
| Callcenter (Büro für kommunikationsbasierte Dienstleistungen) | T ≤ 0,6 s a |
| Mehrpersonen- und Großraumbüro | T ≤ 0,6 s a |
| Ein- und Zweipersonenbüro | T ≤ 0,8 s a |
| a die angegebene Nachhallzeit ist bei unbesetztem Raum im Frequenzbereich 250 Hz bis 2000 Hz gefordert. |
5
[Seite 6]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
2.2 Empfehlungen gemäß DIN 18041
Die DIN 18041 legt Empfehlungen zur Auslegung der raumakustischen Eigenschaften von Räumen vor. Hierbei gilt die Norm für Räume mit einem Raumvolumen von bis zu 5.000 m³ und für Sport- & Schwimmhallen bis zu 30.000 m³. Des Weiteren werden Anforderungen, Empfehlungen und Planungsrichtlinien vorrangig zur Sicherstellung der Hörsamkeit mit den zugehörigen Maßnahmen gestellt. In der Norm werden für die Empfehlungen die Räume in zwei Kategorien, Gruppe A und Gruppe B, aufgeteilt.
2.2.1 Raumkategorie A
Das Hauptbewertungskriterium der Raumkategorie A ist die Hörsamkeit in Räumen über mittlere und größere Entfernung, wobei die kurze Entfernung miteingeschlossen wird. Beispielhafte Räume dieser Kategorie sind z.B. Konferenzräume, Unterrichtsräume in Schulen, Seminarräume u.v.m.
Die Bewertung der Räume erfolgt über einen Sollwert der Nachhallzeit. Die Nachhallzeit stellt eine wichtige Kenngröße der raumakustischen Qualität des Raumes dar. Zusätzlich sind langverzögerte energiereiche Reflexionen (Echos) sowie Störgeräusche weitestgehend zu vermeiden. Beide Kriterien sind mit Hilfe von Art und Anordnung der akustischen Maßnahmen für eine angemessene akustische Behaglichkeit in den Räumen zu erreichen.
Bei Räumen mit einer Mehrzwecknutzung ist eine Kompromisslösung zwischen den unterschiedlichen akustischen Anforderungen oder eine Orientierung an der Hauptnutzung sinnvoll.
Die Gruppe A wird in 5 Nutzungsarten unterteilt, wobei A1 der musikalischen Nutzung, A5 Sport- und Schwimmhallen zuzuordnen ist. Die Nutzungsarten A2 bis A4 sind bei Räumen mit diverser sprachlicher Nutzung anzuwenden. Eine Übersicht dieser Nutzungsarten inklusive Beispielräumen und der subjektiven Wahrnehmung ist in der folgenden Tabelle gemäß DIN 18041 Tabelle 1 dargestellt.
6
[Seite 7]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Tabelle 2: Beschreibung der Nutzungsarten der Räume Gruppe A gemäß DIN 18041 Tabelle 1
| Nutzungsart & Kurzbezeichnung | Beschreibung der Nutzungsart | Subjektive Wahrnehmung | Beispiele |
|---|---|---|---|
| A1 „Musik“ | Vorwiegend musikalische Dar- bietungen | Gute Hörsamkeit für unverstärkte Musik. Sprachliche Darbietungen sind nur mit gewissen Einschränk- ungen der Sprachverständlichkeit möglich. | Musikraum mit aktivem Musizieren und Gesang |
| A2 „Sprache/Vortrag“ | Sprachliche Darbietungen stehen im Vordergrund, in der Regel von einer (frontalen) Position. Gleichzeitige Kommunikation zwischen mehreren Personen an verschiedenen Stellen im Raum wird selten durchgeführt. | einzelner Sprecher erzielen eine hohe Sprachverständlichkeit. Musikalische Darbietungen werden in der Regel als zu transparent und klar empfunden, jedoch günstig für musikalische Probenarbeit. | Gerichts- und Ratssaal, Gemeindesaal Hörsaal Versammlungsraum Schulaula |
| A3 „Sprache/Vortrag – inklusion“ „Unterricht/ Kommunikation“ | Räume der Nutzungsart A2 für Personen, die in besonderer Weise auf gutes Sprachverstehen angewiesen sind erforderlich für inklusive Nutzunga | Sprachliche Darbietungen einz- elner Sprecher erzielen eine hohe Sprachverständlichkeit, auch für Personen mit Höreinschränk- ungen oder bei z. B. fremdsprachlicher Nutzung. | Gerichts- und Ratssaal Gemeindesaal Hörsaal Versammlungsraum Schulaula |
| Kommunikationsintensive Nutzungen mit mehreren gleichzeitigen Sprechern verteilt im Raum | Sprachliche Kommunikation ist mit mehreren (teilweise gleichzeit- igen) Sprechern möglich. | Unterrichtsraum Differenzierungsraum Tagungsraum Besprechungsraum Konferenzraum Seminarraum Gruppenraum in Kindertagesein- richtungen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen | |
| A4 „Unterricht/ Kommunikation – inklusion“ | Kommunikationsintensive Nutzungen mit mehreren gleichzeitigen Sprechern verteilt im Raum entsprechend Nutzungsart A3, jedoch für Personen, die in besonderer Weise auf gutes Sprachverstehen angewiesen sind für Räume größer als 500 m3 und für musikalische Nutzungen ist diese Nutzungsart nicht geeignet. Erforderlich für inklusive Nutzunga | In Sport- und Schwimmhallen kommunizieren mehrere Gruppen (auch gleichzeitig) mit unterschiedlichen Inhalten | Unterrichtsraum Differenzierungsraum Tagungsraum Besprechungsraum Konferenzraum Seminarraum Gruppenraum in Kindertagesein- richtungen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen Video-Konferenzraum |
| A5 „Sport“ | In Sport- und Schwimmhallen kommunizieren mehrere Gruppen (auch gleichzeitig) mit unter- schiedlichen Inhalten | Sprachliche Kommunikation über kurze Entfernungen ist im Allgemeinen gut möglich. | Sport- und Schwimmhallen für nahezu ausschließliche Nutzung als Sportstätte |
| a Aus dem Behindertengleichstellungsgesetz, vergleichbaren Landesregelungen und der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ergibt sich, dass der Öffentlichkeit zugängliche Neubauten inklusiv zu errichten sind, soweit dies nicht nur mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand erfüllt werden kann. Näheres ist den jeweiligen Landesgesetzen zu entnehmen. |
7
[Seite 8]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
2.2.2 Raumkategorie B
Das Hauptbewertungskriterium der Raumkategorie B ist die Hörsamkeit in Räumen bei geringer Entfernung. Die Hörsamkeit über weite Entfernungen ist in diesen Räumen stark eingeschränkt. Beispielhafte Räume dieser Kategorie sind, z.B. Speiseräume, Kantinen, Ausstellungsräume u.v.m.
Die Bewertung der Räume erfolgt über den Sollwert des Verhältnisses zwischen äquivalenter Schallabsorptionsfläche und Raumvolumen (A/V-Verhältnis). Mit diesen Anforderungen wird in den Räumen eine Schallabsorption und Minderung von Störgeräuschen erreicht.
Die Gruppe B wird ebenfalls in 5 Nutzungsarten unterteilt, wobei B1 für Räume ohne Aufenthaltsqualität ist und B5 ist die höchste Stufe, wo ein hoher Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort besteht. Eine Übersicht dieser Nutzungsarten inklusive Beispielräumen ist in der folgenden Tabelle gemäß DIN 18041 Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 3: Beschreibung der Nutzungsarten der Räume Gruppe B gemäß DIN 18041 Tabelle 2
| Nutzungsart | Beschreibung | Beispiele |
|---|---|---|
| B1 | Räume ohne Aufenthaltsqualität | Eingangshallen, Flure, Treppenhäuser u. Ä. als reine Verkehrsfläche (ausgenommen Verkehrsflächen in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen) |
| B2 | Räume zum kurzfristigen Verweilen | Eingangshallen, Flure, Treppenhäuser u. ä. Verkehrsflächen mit Aufenthaltsqualität (Empfangsbereich mit Wartezonen etc.), Ausstellungsräume, Schalterhallen, Umkleiden in Sporthallen |
| B3 | Räume zum längerfristigen Verweilen | Ausstellungsräume mit Interaktivität oder erhöhtem Geräuschaufkommen (Multimedia, Klang-/Videokunst etc.), Verkehrsflächen in Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort etc.), Verkehrsflächen mit Aufenthaltsqualität in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen (z. B. offene Wartezonen), Patientenwarteräume, Pausenräume, Bettenzimmer, Ruheräume, Operationssäle, Behandlungsräume, Untersuchungsräume, Sprechzimmer, Speiseräume, Kantinen, Labore, Bibliotheken, Verkaufsräume |
| B4 | Räume mit Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort | Rezeption/Schalterbereich mit ständigem Arbeitsplatz, Labore mit ständigem Arbeitsplatz, Ausleihbereiche von Bibliotheken, Ausgabebereiche in Kantinen, Bewohnerzimmer in Pflegeeinrichtungen, Bürgerbüro, Büroräumea, b |
| B5 | Räume mit besonderem Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort | Speiseräume und Kantinen in Schulen, Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort etc.), Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Arbeitsräume mit besonders hohem Geräuschaufkommen (z. B. Werkstätten, Werkräume, Großküchen, Spülküchen), Callcentera, Leitstellen, Sicherheitszentralen, Intensivpflegebereiche, Wachstationen, Bewegungsräume in Kindertageseinrichtungen, Spielflure und Umkleiden in Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort etc.) |
| a Empfehlungen für Büroräume sowie Callcenter werden ausführlich in der Richtlinie VDI 2569 behandelt. b Einzelbüros können unter Nutzungsart B3 eingeordnet werden. |
8
[Seite 9]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
2.2.3 Allgemeine Planungshinweise
In der DIN 18041 werden allgemeine Hinweise zur Positionierung von akustisch wirksamen Flächen gegeben. Idealerweise sind die absorbierenden Flächen und Elemente gleichmäßig im Raum zu verteilen (vgl. Abbildung 1).
Abbildung 1: Verteilung von Schallabsorptionsflächen für Räume kleiner bis mittlerer Raumgröße (gemäß DIN 18041)
Bei „langen“ Räumen mit einer Länge von mehr als 9 m können langverzögerte Schallanteile von der Rückwand oder über Winkelreflektoren in den vorderen Bereich gelenkt werden, sodass eine Minderung der Sprachverständlichkeit vorliegt. Um diese Reflexionen zu vermeiden, sind diese Flächen schallabsorbierend auszuführen oder die Neigung muss angepasst werden. Die Neigung ist hierbei so zu wählen, dass der auftreffende Schall als nützliche Verstärkung für entfernte Hörer reflektiert wird (vgl. Abbildung 2).
Abbildung 2: Rückwand Reflexionen – Schnitt
9
[Seite 10]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Um mögliche Flatterechos bei parallel verlaufenden Wänden zu vermeiden, sind die gegenüberliegenden Flächen gegliedert oder schallabsorbierend zu gestalten (vgl. Abbildung 3). Dies trifft insbesondere bei großen Räumen ohne aufsteigende Bestuhlung zu. Eine Schrägstellung der Flächen der gegenüberliegenden Wände von circa 5 ° wirkt sich günstig auf die Raumakustik aus.
Abbildung 3: Anordnung Absorber bei parallelen Wänden – Grundriss
2.3 Empfehlungen für Büros gemäß VDI 2569
Gemäß der ASR A3.7 und der DIN 18041 wird für Büroräume die Auslegung gemäß der VDI 2569 empfohlen. Die VDI 2569 definiert Auslegungsanforderungen an unterschiedliche Büroräume im fertig eingerichteten Zustand, um den störenden Sprachschall von Mitarbeitern zu minimieren und das akustische Komfortempfinden in den Büroräumen zu verbessern. Dies ist mit ausreichender Dämmung, Absorptionen, Abschirmung und gegebenenfalls Maskierungen möglich.
Die Anforderungen und Empfehlungen werden in die Raumnutzung, Einzel- oder Mehrpersonenbüro und die Raumgröße unterteilt. Die Nutzer von Ein- und kleinen Mehrpersonenbüros beurteilen die akustische Behaglichkeit meist über die Raumdämpfung und bauseitige Störgeräusche. Aus diesem Grund liegen hier nur Empfehlungen für die Nachhallzeit und die bauseitige Störschalldruckpegel vor. Weiterhin ist zu beachten, dass eine angemessene Diffusität des Schallfelds im Raum entsteht. Dies bedeutet eine gleichmäßige Verteilung der Absorptionsflächen im Raum.
Tabelle 4: Empfehlungen für die Nachhallzeit in Einzelbüros (V ≤ 100 m³)
| Raumakustikklasse | T in Oktavenbändern | Max. Störschalldruckpegel bauseitiger Geräusche LNA,Bau | |
|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||
| A | ≤ 0,8 s | ≤ 0,6 s | ≤ 30 dB |
| B | ≤ 1,0 s | ≤ 0,8 s | ≤ 35 dB |
| C | ≤ 1,2 s | ≤ 1,0 s | ≤ 40 dB |
Bei Mehrpersonenbüros wird in ein kleines und ein großes Mehrpersonenbüro unterschieden. Der Kennwert zum Unterscheiden ist der Abstand der weitest entfernten Arbeitsplätze. Bei dem kleinen Mehrpersonenbüro ist der größte Abstand der Arbeitsplätze kleiner 8 m und bei einem großen Mehrpersonenbüro größer gleich 8 m. Im Sinne der ASR ist ein kleines Mehrpersonenbüro als ein Mehrpersonenbüro und ein großes Mehrpersonenbüro als ein Gruppen- bzw. Großraumbüro einzustufen.
Bei kleinen Mehrpersonenbüros bestehen hier analog zum Einzelbüro nur Anforderungen an die Nachhallzeit und die bauseitigen Störschalldruckpegel.
10
[Seite 11]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Tabelle 5: Empfehlungen für die Nachhallzeit in kleinen Mehrpersonenbüros (Entfernung der weitest entferntesten Arbeitsplätz < 8 m)
| Raumakustikklasse | T in Oktavenbändern | Max. Störschalldruckpegel bauseitiger Geräusche LNA,Bau | |
|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||
| A | ≤ 0,6 s | ≤ 0,4 s | ≤ 35 dB |
| B | ≤ 0,7 s | ≤ 0,5 s | ≤ 40 dB |
| C | ≤ 0,9 s | ≤ 0,7 s | ≤ 40 dB |
Bei großen Mehrpersonenbüros (Gruppen-/ Großraumbüros) entsteht aufgrund der Raumproportionen und der ggf. vorhandenen Abschirmung im Raum weitestgehend kein diffuses Schallfeld, womit die Voraussetzungen für die Messung und Berechnung der Nachhallzeit nicht gegeben sind. Des Weiteren kann mit der Nachhallzeit keine Aussage über die gezielte Wirkung der angeordneten Schallabsorptionsmaßnahmen und der Minderung der Schallausbreitung getroffen werden. Aus diesem Grund empfiehlt die VDI 2569 neben der Nachhallzeit auch Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit zu stellen und einzuhalten. Die kognitive Leistungsfähigkeit beurteilt den Schalldruckpegel der Sprache, welcher bei den benachbarten Arbeitsplätzen ankommt. Die Kennwerte hierzu sind der Schalldruckpegel der Sprache in 4 m Abstand (L ) und die räumliche p,A,S,4m Abklingrate der Sprache (D ). Die räumliche Abklingrate der Sprache wird für die weitest entfernten 2,s Arbeitsplätze beurteilt. Die Empfehlungen der VDI 2569 für große Mehrpersonenbüros sind folgende:
Tabelle 6: Empfehlungen für die raumakustischen Kenngrößen in großen Mehrpersonenbüros (Entfernung der weitest entferntesten Arbeitsplätz ≥ 8 m)
| Raumakustikklasse | Empfehlungen für die raumakustischen Kenngröße nach Tabelle 9 VDI 2569 | T in Oktavenbändern | |
|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||
| A | 2/3 der Pfade in Stufe 1 Restliche Pfade mindestens in Stufe 2 | ≤ 0,8 s | ≤ 0,6 s |
| B | 2/3 der Pfade in Stufe 2 Restliche Pfade mindestens in Stufe 3 | ≤ 0,9 s | ≤ 0,7 s |
| C | 1/3 der Pfade in Stufe 2 Restliche Pfade mindestens in Stufe 3 | ≤ 1,1 s | ≤ 0,9 s |
Die Kenngrößen bezüglich der Tabelle 9 VDI 2569 „Kenngröße der Messpfade“ können in dem hier angewendeten Berechnungsverfahren nicht beurteilt werden. Bei den Messgrößen der Messpfade handelt es sich um den Schalldruckpegel der Sprache im Abstand von 4m (L ) und die p,A,S,4m räumliche Abklingrate der Sprache (D ). Um dies zu beurteilen, besteht die Möglichkeit, eine 2,S Messung nach Ausführung der Inneneinrichtung durchzuführen oder alternativ eine akustische Simulation durchzuführen.
11
[Seite 12]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
2.4 Richtlinie Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung IPB
Die Richtlinie des Fraunhofer Institut für Bauphysik stellt Anforderungen an die Raumakustik von Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen. Kinder und Jugendliche mit besonderen Förderschwerpunkten reagieren empfindlicher auf schlechte Akustik, Störungen und Lärm. Auch Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache profitieren aus einer höheren Akustischen Qualität der Gebäude und Räume.
Die Anforderung aus der Richtlinie sind im Folgenden dargestellt:
Tabelle 7: Beschreibung der Nutzungs-bz. Raumkategorien und Anforderungen gemäß Richtlinie Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung
| Nutzungsart | Beschreibung | Anforderung a |
|---|---|---|
| Kitas | Gruppenräume, Ruhe- und Schlafräume, Essräume, Büros und Besprechungsräume, Bewegungsräume < 300m³ | Nachhallzeit T≤ 0,6s oder Schallabsorber mit 𝛼 > 0,85 auf freien Decken- und Wandflächen, die der Grundfläche entsprechen. |
| Eingangsbereiche, angrenzende Flure | Nachhallzeit T≤ 1,0s oder Schallabsorber mit 𝛼 > 0,6 auf freien Decken- und Wandflächen, die der Grundfläche entsprechen | |
| Schulen | Klassen-, Musik-, Fach- und Laborräume | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. V bis 200m³ T≤ 0,5s 200m³ ≤ V ≤ 400m³ T≤ 0,6s |
| Lernlandschaften | Anforderungen wie für Klassenräume; zusätzlich müssen einzelne Lernzonen voneinander mit mobilen Schallschirmen getrennt werden. Deren Höhe soll 1,6m nicht unterschreiten. | |
| Lehrerzimmer, Büros, Besprechungsräume, Bibliothekenb | Nachhallzeit T≤ 0,6s | |
| Mensen, Cafeterien | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. V bis 500m³ T≤ 0,8s 500m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 1,0s V über 2.000m³ T≤ 1,2s | |
| Sport- und Schwimmhallen | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. Für Sporthallen gilt die Anforderung für jedes Teilsegment der Halle. 1.000m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 1,3s 2.000m³ ≤ V <5.000m³ T≤ 1,6s 5.000m³ ≤ V < 10.000m³ T≤ 1,8s | |
| Aulen | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V und der hauptsächlichen Nutzung abhängig. 500m³ ≤ V < 1.000m³ T≤ 0,9s/ 1,1s 1.000m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 1,1s/ 1,3s 2.000m³ ≤ V < 10.000m³ T≤ 1,2s/ 1,4s | |
| Foyers, Pausenhallen, angrenzende Flure und Treppenhäuser | Nachhallzeit T≤ 1,0s oder Schallabsorber mit 𝛼 > 0,6 auf freien Decken- und Wandflächen, die der Grundfläche entsprechen. Hohe Räume sollten mehr Schallabsorptionsfläche aufweisen. | |
| Hochschulen | Seminarräume und Arbeitsräume für Studierende | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. V bis 200m³ T≤ 0,5s 200m³ ≤ V ≤ 400m³ T≤ 0,6s Wenn in den Räumen gleichzeitig verschiedene Nutzungen stattfinden, sind die einzelnen Zonen mittels mobiler Schallschirme voneinander abzugrenzen. Diese sollen mindestens 1,6m hoch sein. |
| Büro und Besprechungsräume, Bibliotheken | Nachhallzeit T≤ 0,6s | |
| Hörsälec | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. V bis 500m³ T≤ 0,6s 500m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 0,8s 2.000m³ ≤ V < 5.000m³ T≤ 1,0s |
12
[Seite 13]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
| Mensen, Cafeterien | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. V bis 500m³ T≤ 0,8s 500m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 1,0s V über 2.000m³ T≤ 1,2s | |
|---|---|---|
| Sport- und Schwimmhallen | Die Anforderung an die Nachhallzeit T ist vom Volumen V abhängig. Für Sporthallen gilt die Anforderung für jedes Teilsegment der Halle. 1.000m³ ≤ V < 2.000m³ T≤ 1,3s 2.000m³ ≤ V <5.000m³ T≤ 1,6s 5.000m³ ≤ V < 10.000m³ T≤ 1,8s | |
| Foyers, offene Bereiche, angrenzende Flure und Treppenhäuser | Nachhallzeit T≤ 1,0s oder Schallabsorber mit 𝛼 > 0,6 auf freien Decken- und Wandflächen, die der Grundfläche entsprechen. Hohe Räume sollten mehr Schallabsorptionsfläche aufweisen. | |
| a Die Anforderungen an Nachhallzeit und Schallabsorptionsgrad sind Mittelwerte. Sie sollten jedoch gleichmäßig im Frequenzbereich von 100Hz bis 5000Hz erreicht werden. Der für diese Werte akzeptable Toleranzbereich bei der Planung beträgt 10% Bei der Nachhallzeit gilt die Anforderung im unbesetzten Zustand. b Bibliotheken weisen durch die Bücherregale eine hohe Raumdämpfung in horizontaler Richtung auf; so muss vorwiegend die Decke behandelt werden. c Große Hörsäle (>100 Personen) werden üblicherweise mit einer elektroakustischen Anlage betrieben. Hier gilt, je kürzer die Nachhallzeit, desto besser funktioniert die Anlage. Zusätzlich müssen Größe und Lage der reflektierenden Flächen berücksichtigt werden. |
13
[Seite 14]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3. Empfehlungen für das Bauvorhabens
3.1 Einstufung der Räume gemäß DIN 18041
Bei dem vorliegenden Bauvorhaben handelt es sich um einen Bildungsbau mit Unterrichts- und Büroräumen sowie multifunktionalen Zonen. Zudem ist der Neubau einer Sporthalle, Mensa und Aula geplant.
Die Räume können abhängig von der Nutzung der Gruppe A mit Anforderungen an die Nachhallzeit oder der Gruppe B mit Anforderungen an die Absorptionsfläche zugeordnet werden.
Folgende Anforderungen ergeben sich für die gewählten Räumen:
Tabelle 8: Raumeinstufung gemäß DIN 18041, ARS A3.7 und IBP Richtlinie
| Raum | Nutzungsart nach DIN 18041 | Anforderungswert DIN 18041 | ASR A3.7 250 Hz - 2000 Hz unbesetzt | IBP Richtlinie 100 Hz - 5000 Hz unbesetzt |
|---|---|---|---|---|
| Forum (R-0.24) | A3 | T ≤ 0,78 s soll | - | T ≤ 0,90 s soll |
| Klasse 08 (R-0.38) | A4 | T ≤ 0,46 s soll | - | T ≤ 0,60 s soll |
| Lehrerstützpunkt (R-1.20) | B4 | A/V ≥ 0,22 m²/m³ | T ≤ 0,60 s soll | T ≤ 0,60 s soll |
| Differenzierung (R-1.22) | A3 | T ≤ 0,51 s soll | - | T ≤ 0,60 s soll |
| Lernflur 1.OG (R-1.01) | B4 | A/V ≥ 0,22 m²/m³ | - | T ≤ 0,60 s soll |
| Klasse 15 (R-1.10) | A4 | T ≤ 0,47 s soll | - | T ≤ 0,60 s soll |
| Therapie / Diff. (R-2.17) | A3 | T ≤ 0,57 s soll | - | T ≤ 0,60 s soll |
3.2 Konzepte der Räume
Die in Abschnitt 3.1 genannten Räume bzw. Raumgruppen werden bezüglich raumakustischer Eigenschaften und Gestaltung untersucht.
Weitere Räume des Bauvorhabens weisen keinen raumakustischen Anspruch auf oder ähneln den Eigenschaften der hier untersuchten Räume, sodass die Grundprinzipien übernommen werden können.
14
[Seite 15]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.1 Forum R-0.24
Nutzungsart A3 – „Sprache / Vortrag inklusiv“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 T = 0,78 s Soll
[Hz] 125 250 500 1000 2000 4000
TSoll,min [s] 0,51 0,62 TSoll,max [s] 1,13 0,94
| 0,62 | 0,62 | 0,62 | 0,62 |
|---|---|---|---|
| 0,94 | 0,94 | 0,94 | 0,94 |
Tvorh [s] 1,06 0,72 0,69 0,71 0,66 0,64
15
[Seite 16]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche
Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Absorbierende Unterdecke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 55 % der Deckenfläche α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 z.B. 200 mm THK, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur
Restliche Decke, schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Einrichtung Leichtpolsterbestuhlung unbelegt f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 (40 Stück) α [-] 0,12 0,20 0,25 0,25 0,28 0,28
Belegung 80 % Belegung f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 160 Personen auf Leichtpolsterstühlen α [-] 0,09 0,11 0,15 0,24 0,25 0,25
16
[Seite 17]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.2 Klasse 08 R-0.38
Nutzungsart A4 – „Unterricht / Kommunikation inklusiv“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 T = 0,46 s Soll
[Hz] 125 250 500 1000 2000 4000
TSoll,min [s] 0,31 0,31 TSoll,max [s] 0,69 0,57
| 0,38 | 0,38 | 0,38 | 0,38 |
|---|---|---|---|
| 0,57 | 0,57 | 0,57 | 0,57 |
Tvorh [s] 0,68 0,46 0,46 0,51 0,47 0,47
17
[Seite 18]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
18
[Seite 19]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. berücksichtigt α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Wand: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
5,4 m² Wand Tiefenabsorber f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. Renz Verbund-Platten-Resonator α [-] 1,00 0,83 0,57 0,37 0,25 0,14 2 Stück (2700 x 1000 mm) o.glw.
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung 80 % (24 Personen auf Holzbestuhlung) f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,17 0,28 0,40 0,44 0,45 0,45
19
[Seite 20]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.3 Lehrerstützpunkt R-1.20
Nutzungsart B4 – „Räume mit Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 A/V ≥ 0,22 m²/m³
[Hz] 250 500 1000 2000 Orientierungswert A/V [m²/m³] 0,22 0,22 0,22 0,22 Erzielter Wert A/V [m²/m³] 0,30 0,30 0,27 0,29
Anforderung gemäß ASR 3.7 T ≤ 0,60 s Soll
[Hz] 250 500 1000 2000 Tvorh [s] 0,53 0,53 0,60 0,54
20
[Seite 21]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. berücksichtigt α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Wand: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung Keine Berücksichtigt -
21
[Seite 22]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.4 Differenzierung R-1.22
Nutzungsart A3 – „Sprache / Vortrag inklusiv“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 T = 0,51 s Soll
[Hz] 125 250 500 1000 2000 4000
TSoll,min [s] 0,33 0,33 TSoll,max [s] 0,74 0,61
| 0,41 | 0,41 | 0,41 | 0,41 |
|---|---|---|---|
| 0,61 | 0,61 | 0,61 | 0,61 |
Tvorh [s] 0,74 0,49 0,48 0,52 0,48 0,47
22
[Seite 23]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. berücksichtigt α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Wand: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
2,7 m² Wand Tiefenabsorber f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. Renz Verbund-Platten-Resonator α [-] 1,00 0,83 0,57 0,37 0,25 0,14 1 Stück (2700 x 1000 mm) o.glw.
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung 10 Personen f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,17 0,28 0,40 0,44 0,45 0,45
23
[Seite 24]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.5 Lernflur 1.OG R-1.01
Nutzungsart B4 – „Räume mit Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 A/V ≥ 0,22 m²/m³
[Hz] 250 500 1000 2000
Orientierungswert A/V [m²/m³] 0,22 0,22 0,22 0,22
Erzielter Wert A/V [m²/m³] 0,32 0,31 0,27 0,29
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche
Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 berücksichtigt z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke, schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Wand: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung Keine Berücksichtigt -
24
[Seite 25]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.6 Klasse 15 R-1.10
Nutzungsart A4 – „Unterricht / Kommunikation inklusiv“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 T = 0,47 s Soll
[Hz] 125 250 500 1000 2000 4000
TSoll,min [s] 0,30 0,30 TSoll,max [s] 0,67 0,56
| 0,37 | 0,37 | 0,37 | 0,37 |
|---|---|---|---|
| 0,56 | 0,56 | 0,56 | 0,56 |
Tvorh [s] 0,67 0,46 0,45 0,49 0,46 0,46
25
[Seite 26]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt:
Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. berücksichtigt α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand 8,1 m² Wand Tiefenabsorber f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. Renz Verbund-Platten-Resonator α [-] 1,00 0,83 0,57 0,37 0,25 0,14 3 Stück (2700 x 1000 mm) o.glw.
Restliche Decke: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung 80 % (24 Personen auf Holzbestuhlung) f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,17 0,28 0,40 0,44 0,45 0,45
Zur Vermeidung von Flatterechos empfehlen wir die Anbringung von Wandabsorbern gegenüber schallharten Oberflächen (Wand oder Fenster).
26
[Seite 27]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
3.2.7 Therapie / Differenzierung R-2.17
Nutzungsart A3 – „Sprache / Vortrag inklusiv“ gemäß DIN 18041:2016
Anforderung gemäß DIN 18041:2016 T = 0,57 s Soll
[Hz] 125 250 500 1000 2000 4000
TSoll,min [s] 0,37 0,37
TSoll,max [s] 0,83 0,69
| 0,46 | 0,46 | 0,46 | 0,46 |
|---|---|---|---|
| 0,69 | 0,69 | 0,69 | 0,69 |
Tvorh [s] 0,82 0,52 0,51 0,56 0,51 0,50
27
[Seite 28]
Raumakustik Konzept Erweiterungsneubau IGS Lindenau Projektnummer: 20434
Folgende erforderliche Maßnahmen und Ansätze werden gemäß der Berechnung im Einzelnen berücksichtigt: Material inkl. Fläche bzw. Frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade bzw. Flächenanteil spez. Absorptionsfläche
Boden Kautschuk f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,03 0,04 0,06 0,06 0,06 0,06
Decke Vollflächig absorbierende Decke f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 15 % als Einbauteile o. ähnl. α [-] 0,55 1,00 1,00 0,90 1,00 1,00 berücksichtigt z.B. 200 mm TKH, 25+40 mm Troldtekt Plus, extrem fein Struktur o. glw.
Restliche Decke, schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
Wand Wand: schallhart f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. glatter Putz α [-] 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,06
2,7 m² Wand Tiefenabsorber f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 z.B. Renz Verbund-Platten-Resonator α [-] 1,00 0,83 0,57 0,37 0,25 0,14 1 Stück (2700 x 1000 mm) o.glw.
Einrichtung Keine Berücksichtigt -
Belegung 10 Personen auf Holzbestuhlung f [Hz] 125 250 500 1000 2000 4000 α [-] 0,17 0,28 0,40 0,44 0,45 0,45
28