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BB03 Anhang LB.11 Ablaufkonzept Schulbustraining WBO – Inhalte für den Praxisteil an der Haltestelle.pdf

Busverkehr auf den Linien 636 und 637 im Landkreis Böblingen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.10.2026, 15:18 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.subreport.de

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Ablaufkonzept Schulbustraining WBO

Inhalte für den Praxisteil an der Haltestelle

Grundstruktur aufgrund gesammelter Erfahrungen Gruppengröße für eine Schulung: eine Klasse. Dauer: eine Schulstunde à 45 Minuten

  1. Begrüßung am Bus  Kurze Vorstellung  Abfrage: Wer fährt von Euch mit dem Bus zur Schule? Wie kommen die anderen zur Schule? Mit wel- chem Unternehmen fahrt Ihr?

  2. Grundsätzliches  Macht Euch klar, dass andere Verkehrsteilnehmer auch Fehler machen können!  Macht Euch gefährliche Stellen auf eurem Weg zur Haltestelle/zur Schule bewusst.  Wichtig: Rechtzeitiges Losgehen - lieber Bus verpassen als unüberlegt über die Straße zu rennen. Stress vermeiden! Keine Eile!

  3. An der Haltestelle  Frage: Wie viel wiegt ein Bus? Im Vergleich zum PKW?  Verhalten an der Haltestelle: Bus schwenkt aus und braucht bei der Anfahrt an die Haltestelle viel Platz! Deshalb mindestens ein Meter Abstand halten! Lieber mehr!  Der Busfahrer soll, wenn möglich, beim Ein- und Ausfahren das Ausschwenken des Busses an der Halte- stelle demonstrieren (mit Hütchen/Puppe/Tonne etc., wenn vorhanden).  Hinweis: Toben, Raufen, Schubsen an der Haltestelle sind daher doppelt gefährlich! Der Fahrer kann das Verhalten der Kinder schwer einschätzen! Der Fahrer sieht die Kinder im toten Winkel (vor dem Bus, neben dem Bus, hinten) nicht! Der Bus schwenkt durch seine überhängenden Bereiche aus!  Der „Tote Winkel“ wird mit einem Schüler/in als Busfahrer auf dem Fahrersitz erläutert, die anderen Schüler/innen werden außen so dirigiert, dass sie von Ihrem Schulkamerad nicht gesehen werden.  Wichtiger Hinweis: Nie vor oder hinter dem Bus die Straße überqueren, Busfahrer und andere Fahrer sehen einen nicht! Fast alle tödlichen Unfälle ereignen sich beim Überqueren der Fahrbahn! Nicht zwischen Autos die Straße überqueren.

  4. Einstieg in den Bus Die Schüler/innen sollen zwei Testläufe mit Stoppuhr absolvieren:

  • einmal mit Drücken und Drängeln
  • dann Vergleichstest, geordnet und alle nacheinander.
  • Aha-Erlebnis der Schüler: Ohne Drängeln geht es tatsächlich schneller.
  1. Verhalten im Bus Alle Kinder gehen nach hinten durch und suchen sich einen Sitzplatz. Abfrage: Was macht ihr mit Eurem Schulranzen? Der gehört auf den Schoß oder zwischen die Beine; damit wird kein Sitzplatz oder der Gang blockiert. Aber: Schulranzen während der Fahrt gut festhalten und gegen Wegrut- schen sichern.

Was passiert sonst noch so während der Busfahrt?

  • Lautstärke im Bus
  • Fahrer nicht ablenken
  • Drücken - Drängeln - Stoßen - Schubsen
  • Plätze blockieren/reservieren
  • Ranzen auf dem Nebensitz – warum nicht?
  • Schulranzen beim Stehen abnehmen – warum? (Gleichgewicht, Verletzungsgefahr, weniger Platz)

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  • Viele Schüler/innen im Bus – sind alle Busse überfüllt?
  • Warum ist im Bus so wenig Platz?
  • Schulranzen beim Stehen zwischen den Beinen festklemmen
  • Während der Fahrt immer gut festhalten – am besten mit beiden Händen
  • Rücksichtlosigkeit, absichtliches Ärgern usw.

Ergebnis: gegenseitige Rücksichtnahme ist unbedingt erforderlich. Nicht Schubsen oder Toben. Insbesondere auf die Kleineren achten. Verständnis für den Fahrer! Vorbildfunktion!

  1. Weitere wichtige Punkte  Haltestellenwunschtaste: Sinn und Zweck vom roten Knopf erklären. Was passiert, wenn man den ro- ten Knopf ständig zum Spaß drückt?  Was bedeuten die Piktogramme im Bus?  Hinweis auf die Sicherheitseinrichtungen im Bus: o Notfallhämmer zählen lassen o Reversiereinrichtungen der Türen vorführen o den Nothahn erläutern und ausprobieren o auf Notausgang über Dachluken hinweisen o auf Verbandskasten und Feuerlöscher hinweisen.  Kernbotschaft: „Der Bus ist das sicherste Verkehrsmittel auf der Straße, aber falls etwas passiert, wisst ihr nun, was zu tun ist!“  Vandalismus/Sachbeschädigung: Anschaffungskosten des Busses und Reparaturkosten von Sachbe- schädigungen nennen. Wie viel kostet z.B. ein neuer Bus-Sitz? Was kostet die Reinigung? Wer zahlt das? Antwort: am Ende alle mit einem höheren Fahrpreis. Hinweise auf Überwachungskameras (soweit vorhanden).

  2. Bremstest Kurze Rundfahrt, bei der der Busfahrer eine Vollbremsung aus maximal 25 km/h (lieber langsamer) durchführt. Im Gang befindet sich (falls verfügbar) eine (symbolisch) mit einem Gesicht bemalte Tonne. Alternativ auch mit einem Schulranzen (Puppe, Kegel, Karton…) möglich. Hierbei werden den Schülern die Kräfte und die Folgen aufgezeigt, die bei einem bremsenden Bus auf die Fahrgäste einwirken können.

Sehr wichtig: Eindringlicher Hinweis auf Festhalte- und Sicherungsgebot! Bremstest immer nur mit sitzen- den Fahrgästen durchführen! Richtig in die Sitze reinsitzen, ganz nach hinten, an die Lehne rutschen und gut festhalten (mit beiden Händen)! Lehrer/in muss anwesend sein und muss dies zusätzlich überprüfen! Falls Sicherheitsgurte an Bord sind, diese auch benutzen. Vollbremsung ansagen! Bei auffälligen Schulklas- sen u.U. auf den Bremstest verzichten!

Danke und Give-away (z.B. Stundenplan mit den 10 Schulbusregeln)

Variante bzw. zusätzliche Bausteine falls mehr Zeit zur Verfügung steht:  Kürbis/Melone/Kartoffel überfahren lassen. Anschaulich wird demonstriert, welche Kräfte der Bus ausübt.  Oder 5 €-Schein in altem Turnschuh verstecken. Wer ihn unter dem Bus-Rad hervorziehen kann, darf ihn be- halten. Gewicht des Busses wird anschaulich.

Stand: Februar 2022

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