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Schulamt | Schulentwicklungsplanung
VgV- Sanierung Bernhard-Adelung-Schule
IGS | 4-zügig
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Schulprofil Die Bernhard-Adelung-Schule ist eine von drei Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Darmstadt. Sie ist am Bürgerpark gelegen und Teil des sogenannten „Bildungscampus Bürgerpark“. Die Schule ist aktuell 4-zügig und wurde im Schuljahr 2025/26 von 586 Schüler*innen besucht. Das „Offene Modell“ der Schule ermöglicht alle Abschlüsse bis zur Versetzung in die Gymnasiale Oberstufe. Durch die örtliche Nähe und enge Kooperation mit der Bertolt-Brecht-Schule (Gymna- siale Oberstufe) und der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule (Berufliches Gymnasium) ist ein nahtlo- ser Übergang in die Oberstufe gesichert. Die BAS nimmt am Programm "Familienfreundliche Schule" der Stadt Darmstadt teil, und bietet in Zusammenarbeit mit dem Sozialkritischen Ar- beitskreis Darmstadt e.V. (SKA) ein Ganztagsangebot an.
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Räumliche Situation Die Bernhard-Adelung-Schule besteht aus mehreren Gebäuden:
- Gebäude B / Verwaltungsgebäude (BJ 1957) D
- Gebäude C / Klassentrakt Nord (BJ 1957) D
- Gebäude D / Klassentrakt Süd (BJ 1957) D
- Turnhalle (BJ 1957, 2013 saniert) D
- Polytechnikum (BJ 1986)
- Mensa/Ganztag (BJ 2009)
Vier dieser Gebäude stehen seit 2015 unter Denkmalschutz: die beiden Klassentrakte, das Ver- waltungsgebäude und die Turnhalle. Bis auf die Turnhalle und den Neubau Mensa/Ganztag sind alle Gebäude in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Die Laubengänge zwischen den Ge- bäuden bedürfen einer zwingenden Sanierung und werden seit 2022 durch Bauzäune geschützt. Sofortmaßnahmen vor Ort sind aufgrund des Denkmalschutzes schwer umsetzbar. Das Gebäude B (Verwaltungsgebäude) und die Gebäude C und D (Klassentrakte) sind in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Die Sanierungsfähigkeit des Polytechnikums steht stark infrage. Dadurch dass für dieses Gebäude kein Denkmalschutz besteht, ist die Möglichkeit eines
- ggfs. auch mehrgeschossigen - Ersatzneubaus gegeben.
Ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept kann aufgrund der veralteten Lernräume und des gene- rellen Raummangels nicht adäquat umgesetzt werden. Im Schulentwicklungsplan der Wissen- schaftsstadt Darmstadt 2022 – 2027 / Teilplan 2 / Sekundarstufe I + II wurde bereits auf das Fehlen von Differenzierungsflächen hingewiesen. Ebenso mangelt es an einer allgemein nutzba- ren Aula/Mehrzweckraum sowie an Lehrerarbeitsplätzen. Die naturwissenschaftlichen Fach- räume sind noch im bauzeitlichen Zustand. Im Außenbereich der Schule sind kaum Bewegungs- und Aufenthaltsangebote vorhanden. Eine Verschattung durch Baumbestand ist nur in kleineren Teilbereichen gegeben. Für den Außenbereich der Schule muss ein ganzheitliches Konzept erstellt werden, das auch die Wegeführung und Vernetzung mit den umliegenden Gebäuden und Nutzern des Schulcampus Bürgerpark betrachtet. Der Pausenhof muss durch Bewegungs- und Aufenthaltsangebote aufge- wertet werden. Die Begrünung auf dem Gelände muss gesteigert werden indem Bodenflächen
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entsiegelt und im Hinblick auf Biodiversität neugestaltet werden. Für Schülerinnen und Leh- rerinnen wird ein Fahrradabstellplatz benötigt.
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Schulentwicklung Aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl der Stadt Darmstadt ist in den kommenden Jahren auch für die weiterführenden Schulen mit einem Anstieg der Schülerinnenzahlen zu rechnen. Seit dem Schuljahr 2010/11 zeigt sich, dass sich in Darmstadt mehr als 65% der Fünftklässlerinnen für einen gymnasialen Bildungsgang entscheiden. Neben den allgemeinbildenden Gymnasien decken auch die Gesamtschulen diesen Bedarf mit ab (IGS Inte- grierte Gesamtschulen und KGS-Kooperative Gesamtschulen). Die Stadt Darmstadt benötigt weiterhin zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Integrierten Ge- samtschulen (IGS). Um die Bernhard-Adelung-Schule dauerhaft vierzügig zu betreiben, ist eine Erweiterung der vorhandenen Flächen erforderlich. Die bestehenden, denkmalgeschützten Ge- bäude weisen bereits heute räumliche Defizite auf, die eine Weiterentwicklung erschweren. Zusätzliche Flächen sind dabei nicht nur für die Umsetzung eines zeitgemäßen pädagogischen Konzepts notwendig, sondern auch, um die Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit im Bestand erfüllen zu können. Ohne entsprechende Erweiterungsmaßnahmen lassen sich diese Anforderungen sowie die qualitativen Ansprüche an moderne Lernumgebungen nicht ausrei- chend realisieren. Im weiteren Planungsprozess sollte daher geprüft werden, wie durch gezielte bauliche Ergänzun- gen die notwendigen räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden können, um sowohl den steigenden Bedarf im IGS-Bereich als auch die funktionalen und rechtlichen Anforderungen nach- haltig abzudecken.
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Erläuterungen zum Raumprogramm Das Gesamtraumprogramm für die Bernhard-Adelung-Schule umfasst eine Programmfläche (4- Zügigkeit) von rd. 5.060 qm. Die Sportfläche und die Mensa sind nicht Bestandteil der Fläche.
Anforderungen an die Planung | Bauaufgabe | Funktionszuordnungen Für die Umsetzung des Raumprogramms sollen Vorschläge für A - eine funktionale und optimierte Neustrukturierung des Bestandes B - daraus resultierend Planung der Erweiterung (Neubau und Erweiterung | unter Berücksichti- gung der Denkmalpflege/Brandschutz/Barrierefreiheit) C - mögliche Bauabschnittsbildungen der Maßnahme erarbeitet werden.
Anforderungen zu den Bereichen: Allgemeine Räume für den Unterricht| Das Sanierungskonzept sollte eine Neustrukturierung der Klassenräume unter Einbeziehung des pädagogischen Konzeptes der Schule beinhalten. Zentrales Ziel ist die Schaffung von Jahrgangsclustern mit Differenzierungsflächen, dezentralen Lehrerstützpunkten und Flächen für selbstorganisiertes Lernen. Dabei ist es wichtig, die Flächen eines Clusters ganzheitlich zu betrachten. In Abhängigkeit vom Konzept können Flächenanteile zwischen Klassenräumen, Differenzierungsräumen und pädagogischen Flächen verschoben wer- den. Die räumliche Anordnung innerhalb der Cluster ist so zu gestalten, dass unterschiedliche Lern- settings ermöglicht werden und vielfältige Lernatmosphären entstehen können. Durch eine ge- zielte Verzahnung der Räume sollen sowohl gemeinschaftliche als auch ruhige, individuelle
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Arbeitsformen unterstützt und insbesondere selbstorganisiertes sowie eigenverantwortliches Ler- nen gefördert werden. Gemeinschaftsbereich | Die 2009 neugebaute Mensa befindet sich in einen guten Zustand, ak- tuelle gehen dort nicht nur die Schüler*innen der Bernhard-Adelung-Schule essen, sondern auch die Kinder der benachbarten Christian-Morgenstern-Schule (Grundschule). Somit stößt die Mensa langsam an Ihre Kapazitätsgrenze. Daher sollten die derzeit in der Mensa untergebrachten Ganztagsräume sowie die Bibliothek an anderer Stelle neu verortet werden, um die notwendigen Flächen für eine Erweiterung der Es- senskapazitäten beider Schulen freizumachen. Ursprünglich war die Mensa auch als Aula konzi- piert, jedoch ist eine Nutzung für Veranstaltungen aktuell nicht möglich, da die Grundschule den Raum ebenfalls für die Essensversorgung nutzt.
Vor diesem Hintergrund ist die Schaffung eines eigenständigen Multifunktionsraums von zentra- ler Bedeutung. Dieser sollte von der Schule als Aula sowie für Projekt- und Schulveranstaltungen genutzt werden können und zugleich auch der Grundschule zur Verfügung stehen, die ebenfalls über keine eigene Aula verfügt.
Naturwissenschaftlicher Bereich | befindet sich aktuell in den oberen Geschossen des Gebäude B, eine Verortung an anderer Stelle ist denkbar und konzeptabhängig.
Musisch-künstlerischer Bereich | Der Musikraum befindet sich im oberen Geschoss des Klas- sentraktes, während die Kunsträume im Polytechnikum aktuell verortet sind, eine Verortung an anderer Stelle ist denkbar und konzeptabhängig.
Arbeit, Wirtschaft, Technik | Die Räume für Arbeitslehre befindet sich bis auf den PC-Raum (Ge- bäude B) im Polytechnikum, eine Verortung an anderer Stelle ist denkbar und konzeptabhängig.
Lehrer- und Verwaltungsbereich | Der ´Verwaltungsbereich sollte hauptsächlich gebündelt sein, bis auf die dezentralen Lehrerstützpunkte, die bei den Jahrgangsclustern zu zuordnen sind. Ak- tuell befindet sich dieser Bereich hauptsächlich im 1.OG des Gebäude B. Eine bessere Orientie- rung und Sichtbarkeit des Sekretariates wären wünschenswert Nebenräume wie Lehrmittel und Kopierraum sollten nahe dem Sekretariat bzw. Lehrerzimmer verortet werden.
Elementar ist die funktionale Neustrukturierung des Bestandes, um den Bedarf an Neubau und Erweiterung zu ermitteln. Die Schulhoffläche sollte nicht unnötig verbaut werden. Die entstehenden Freiflächen sollen eine neue sinnvolle Gliederung bzw. Gestaltung bekommen in der auch Bewegung einen Schwerpunkt bekommt.
- Zielsetzung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt die umfassende Sanierung der Bernhard-Ade- lung-Schule. Ziel ist es, den denkmalgeschützten Gebäudekomplex zukunftsfähig zu machen, die funktionalen Anforderungen eines zeitgemäßen Schulbetriebs sicherzustellen sowie die gesetzli- chen Rahmenbedingungen insbesondere im Hinblick auf Denkmalpflege, Brandschutz und Barri- erefreiheit zu erfüllen.
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Denkmalpflege: Der historische Bestand soll in enger Abstimmung mit den zuständigen Denk- malbehörden saniert werden. Dabei sind die architektonische Qualität, die bauzeitliche Substanz sowie charakteristische Gestaltungsmerkmale zu erhalten und gleichzeitig in eine zeitgemäße Nutzung zu überführen.
Brandschutz: Es ist ein ganzheitliches Brandschutzkonzept zu entwickeln und umzusetzen, das den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht und die Sicherheit von Schülerinnen, Schü- lern sowie Mitarbeitenden gewährleistet.
Barrierefreiheit: Das Schulgebäude soll barrierefrei erschlossen werden. Hierzu zählen unter an- derem die barrierefreie Erreichbarkeit der Unterrichts- und Gemeinschaftsbereiche, der Einbau geeigneter Aufzugsanlagen sowie die Umsetzung geeigneter Orientierungs- und Leitsysteme zur selbstständigen und intuitiven Nutzung des Gebäudes.
Die elementare Aufgabe der Sanierung ist die funktionale Neustrukturierung des Bestandes, um den Bedarf an Neubau und Erweiterung unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte zu ermitteln. Dabei sollte die bestehende Schulhoffläche so wenig wie nötig zusätzlich verbaut wer- den. Es muss bei der gesamten Maßnahme berücksichtigt werden, dass die Turnhalle, die Mensa und zunächst das Polytechnikum zur Sicherung zentraler schulischer Funktionen weiter genutzt wer- den muss. Es ist ein Konzept zu erarbeiten, das aufzeigt, ob und in welchem Umfang das Projekt in meh- rere Bauabschnitte unterteilt werden muss. Dabei sind sowohl die zeitliche Abfolge der einzelnen Bauabschnitte als auch die daraus resultierenden Kostenwirkungen darzustellen, um eine trans- parente Grundlage für die weitere Planung und Entscheidungsfindung zu schaffen
Aufgestellt [29.04.2026] Susanne Spallek Abteilung Schulentwicklungsplanung
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