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A1-01 BAS Projekt-Leistungsbeschreibung 2026-09-25.pdf

Brandschutzleistungen für die Erweiterung und Gesamtsanierung einer Schule

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 07.10.2026, 10:52 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.had.de

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Darmstadt, Erweiterung und Gesamtsanierung der Bernhard-Adelung-Schule Brandschutz

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PROJEKTBESCHREIBUNG (25.09.2026)

Projektbeschreibung

Die Bernhard-Adelung-Schule (BAS) ist eine von drei Integrierten Gesamtschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und

Teil des Bildungscampus Bürgerpark. Die Schule ist aktuell 4-zügig organisiert und wurde im Schuljahr 2023/24 von rund

594 Schülerinnen und Schülern besucht. Die BAS verfolgt ein modernes pädagogisches Konzept mit selbstständigem

Lernen, starker Berufsorientierung, Ganztagsstrukturen und Kooperationen mit den angrenzenden Schulen des Campus

Bürgerpark. Dieses Konzept setzt zeitgemäße Lernräume, Differenzierungsbereiche, moderne Fachräume und

ausreichend Flächen für Teamarbeit und individuelle Förderung voraus.

Die räumliche Situation der BAS wird diesen Anforderungen derzeit nicht gerecht. Die Bestandsgebäude B (Verwaltung),

C und D (Klassentrakte) aus dem Jahr 1957 sind – wie der Magistratsbeschluss feststellt – stark sanierungsbedürftig

und stehen seit 2015 unter Denkmalschutz. Die Laubengänge sind baulich geschädigt und seit 2022 nur provisorisch

gesichert. Die naturwissenschaftlichen Fachräume befinden sich noch im bauzeitlichen Zustand, und es fehlt an

Differenzierungsflächen, Lehrerarbeitsplätzen sowie einer allgemein nutzbaren Aula bzw. einem Mehrzweckraum. Auch

die Außenanlagen bieten kaum Aufenthalts- und Bewegungsflächen.

Im ursprünglichen Beschluss wurde die Möglichkeit einer Reduzierung auf eine 3-Zügigkeit thematisiert, sofern die

Stadt Darmstadt eine weitere IGS errichtet. Da die Stadt jedoch keine zusätzliche IGS bauen wird, bleibt die

Bernhard-Adelung-Schule dauerhaft 4-zügig. Für diese Zügigkeit sowie das weiterentwickelte pädagogische Konzept

entsteht ein zusätzlicher Flächenbedarf, der im bestehenden Gebäudebestand – auch unter Berücksichtigung

denkmalpflegerischer Vorgaben – nicht gedeckt werden kann. Bereits das 2024 erstellte Raumprogramm wies selbst

bei einer 3-Zügigkeit einen notwendigen Zubau von rund 550 m² Hauptnutzfläche aus; für eine 4-Zügigkeit erhöht sich

dieser Bedarf weiter.

Besondere Bedeutung kommt dem Polytechnikum (Baujahr 1986) zu. Dessen Sanierungsfähigkeit ist laut Beschlusslage

zu prüfen; aufgrund der baulichen und funktionalen Defizite ist jedoch von einem Abbruch und einem Ersatzneubau

auszugehen. Der Ersatzneubau dient insbesondere der Unterbringung moderner naturwissenschaftlicher Fachräume,

Lernlandschaften, Differenzierungs- und Ganztagsbereiche, Flächen für die Talent Company sowie Lehrerarbeits- und

Teamräumen.

Vor diesem Hintergrund ist die Durchführung einer umfassenden Gesamtsanierung der denkmalgeschützten Gebäude

inkl. der Laubengänge sowie eines Erweiterungsneubaus erforderlich, der die zusätzlichen Flächenbedarfe deckt und

das pädagogische Konzept räumlich unterstützt. Dabei sind auch die Vorgaben der Stadt zur energetischen Sanierung,

zum Klimaschutz, zur Barrierefreiheit und zur nachhaltigen Bauweise zu berücksichtigen.

Für die Außenbereiche ist ein ganzheitliches Freiraumkonzept zu entwickeln, das Bewegungs- und Aufenthaltsangebote

schafft, Entsiegelung und Begrünung vorsieht sowie die Wegebeziehungen im Bildungscampus Bürgerpark optimiert.

Für die Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen wird die Schule voraussichtlich in ein Interimsgebäude

umziehen können.

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In parallelen Verfahren wurden bereits folgende Leistungen für die Bernhard-Adelung-Schule vergeben:

  • Objektplanung Gebäude

  • Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1-3+8

  • Technische Ausrüstung Anlagengruppen 4-6

  • Objektplanung Freianlagen

  • Tragwerksplanung inkl. Bauphysik

Im Verfahren für die Objektplaner Gebäude wurde mit Angebotsabgabe ein Entwurfsansatz eingereicht.

Der Entwurfsansatz des bezuschlagten Architekten dient als Grundlage für das hier abgefragte Angebot und wird den

ausgewählten Bietern in der zweiten Phase des Verfahrens zur Verfügung gestellt.

Die Bestandgebäude weisen eine Größe von 5.600 Quadratmeter BGF auf, der Neubau des Architekten hat eine Größe

von 3.700 Quadratmeter BGF.

Leistungsumfang

Vergeben werden die Regelleistungen (LPH 1-5 und 8) für den Brandschutz nach dem Leistungsbild AHO Heft Nr 17

sowie die nachfolgend aufgeführten besonderen Leistungen:

  • Teilnahme an Planungs-Jour-Fixen oder Besprechungen, an denen der Brandschutz nicht gebündelt behandelt wird

  • Teilnahme an Ortsterminen auf Veranlassung vom AG (LPH 5-8)

  • Erstellen von Flucht- und Rettungswegplänen (nach Vorgaben IDA, vgl. Berthold-Brecht-Schule)

  • Beraten der Objekt- und Fachplaner bei der Erstellung der brandschutztechnischen Teile der Leistungsverzeichnisse

(LPH 6+7)

  • Fachbauleitung Brandschutz als systematisch-stichprobenartige Kontrolle (LPH 8)

Der Bestand und der Neubau werden als 2 Objekte im Honorarangebot betrachtet.

Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Die einzelnen Projektstufen werden nach Projektfortschritt

sukzessive abgerufen. Sollte der Auftraggeber entscheiden, dass das Projekt oder einzelne Objekte nach Abschluss

einer Projektstufe beendet wird, erfolgt kein weiterer Abruf. Ein Anspruch des Auftragnehmers zum Abruf weiterer

Projektstufen besteht nicht.

Projektzeitraum

Ein Projektstart ist direkt nach Beauftragung in Q1 2027 vorgesehen. Es ist von einer voraussichtlichen Projektlaufzeit

von 48 Monaten auszugehen.

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