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Verbesserung der Wasserqualität
im renaturierten Freibad
der Stadt Falkenstein /Vogtl.“
LOS 2: Brunnenbohrung und technischer Ausbau
Baubeschreibung
Stadt Falkenstein
GICON Resources GmbH Geschäftsführung: Steuernummer: Bankverbindungen: Tiergartenstraße 50 Dieter Poetke 203/109/00371 Commerzbank Dresden 01219 Dresden Dr. Uta Alisch USt-Ident-Nr.: IBAN: DE 14 8508 0000 0159 7279 00 DE 160096319 SWIFT-BIC: DRESDEFF850 Telefon: +49 351 4787898 00 E-Mail: info-resources@gicon.de HRB 8955 Telefax: +49 351 4787898-99 Internet: www.gicon-resources.de Amtsgericht Dresden
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Stadt Falkenstein
Angaben zur Auftragsbearbeitung
Auftraggeber: Stadt Falkenstein/Vogtl.
Ansprechpartner: Stadtbaudirektor Thomas Ebert Willy-Rudert-Platz 1 08223 Falkenstein/Vogtl. Telefon: 03745 741-600 E-Mail: Ebert.Bauamt@Stadt-Falkenstein.de
Auftragsnummer: P266037OFW.4555
Auftragnehmer: GICON® Resources GmbH
Postanschrift: GICON® Resources GmbH Tiergartenstraße 50 01219 Dresden
Projektleiter: Dipl.-Ing. Christoph Franke Telefon: +49 351 47878 9813 E-Mail: c.franke@gicon.de
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Beatrix Clausnitzer Telefon: 01522 2682861 E-Mail: b.clausnitzer@gicon.de
Dipl.-Ing. Gunnar Laudel Telefon: +49 3731 20782 18 E-Mail: g.laudel@gicon.de
Fertigstellungsdatum: 08.10.2026
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Inhaltsverzeichnis
1 Einführung ................................................................................................................ 4
2 Bauliche Maßnahmen .............................................................................................. 4
2.1 Zuwegung zur Vorhabenfläche 4
2.2 Brunnenausbau 4
2.3 Grundwasserleitertest (gemäß DVGW Arbeitsblatt W 111) 5
2.4 Abschlussbauwerk/Brunnenstube mit Ausstattung 5
2.5 GW-Pumpe und Steuerung 5
2.6 Leitungsverlegung 6 2.6.1 Wasserableitung zum Badeteich 6 2.6.2 Stromversorgung der Pumpe 6
Anlagenverzeichnis
Anlage 1: Lageplan Brunnenstandort und Leitungsverlegung, M: 1:200
Anlage 2: Ausbauplanung Brunnen, M 1:v200; h20
Anlage 3: Längsschnitt Zuleitung Badeteich, M 1:50
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1 Einführung
Die Stadt Falkenstein plant für den Zeitraum März bis August 2027 Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten im Freibad Falkenstein (Flurstück 855). Die Maßnahme beinhaltet auch, dass im Nahbereich des Badebereiches ein Grundwasser-Brunnen errichtet werden soll. Über diesen Brunnen soll künftig nach Bedarf Grundwasser gehoben werden, welches für die Stützung der Wasserqualität im Badeteich genutzt wird.
Für die Errichtung des geplanten GW-Brunnens wurde mit Schreiben vom 06.10.2026 eine wasserrechtliche Erlaubnis durch das Landratsamt Vogtlandkreis erteilt. Hierin sind u. a. Anforderungen hinsichtlich der Bohr- und Ausbauarbeiten gegeben (siehe Kap. 2.3).
2 Bauliche Maßnahmen
2.1 Zuwegung zur Vorhabenfläche
Das Naturbad ist über die Jahnstraße der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur der Stadt Falkenstein/Vogtl. erreichbar. Der Bohransatzpunkt kann über einen asphaltierten Weg er- reicht werden.
Das Bauvorhaben erfolgt auf einer freien Rasenfläche mit jungen Laubgehölzen und Sträu- chern in der näheren Umgebung. Für die Herstellung des Kabelgrabens ist entsprechendes Kleingerät einzusetzen.
2.2 Brunnenausbau
Für die Stützung der Wasserqualität im Freibad ist eine Beaufschlagung durch Grundwas- ser von mindestens 5 m³/h (≙ 1,4 l/s) vorgesehen. Bei einer angenommenen kontinuierli- chen Förderrate von 5 m³/h über die Monate Juni bis August (92 Tage) kann die maximale jährliche Fördermenge von 11.040 m³ ( 11.000 m³) ermittelt werden. Bei Ausdehnung auf die Monate Mai und September (153 Tage) steigt die Fördermenge auf ca. 18.000 m³.
Die Ausbauplanung des Brunnens (siehe Anlage 2) resultiert aus der Erkenntnissen der Erkundungsbohrung am Vorhabenstandort.
Die geplante Ausbautiefe des Brunnens ist bis 44 m u GOK vorgesehen (Bohrung bis 46 m u GOK). Die tieferen Schichten sind für die Erschließung nicht lohnend. Die im Hangenden anstehenden Schichten sind stärker verwittert und werden daher nicht in den Filterbereich einbezogen.
Der Pumpendurchmesser (3 Zoll) bedingt einen Ausbau DN 125 (PVC) und dieser einen Bohrdurchmesser von d = 290 mm. An die Unterwassermotorpumpe (UWM-Pumpe) ist eine Steigleitung DN 50 angeschlossen, die bis zum Brunnenkopf führt.
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2.3 Grundwasserleitertest (gemäß DVGW Arbeitsblatt W 111)
Für das Vorhaben wurde mit Schreiben vom 06.10.2026 eine wasserrechtliche Erlaubnis durch das Landratsamt Vogtlandkreis erteilt. Darin ist hinsichtlich der Bohr- und Ausbauarbeiten u. a. die folgende Forderung formuliert:
Es ist ein Pumpversuch mit einer Dauer von mindestens 168 Stunden an der nicht ausgebauten Bohrung durchzuführen. Das abgepumpte Wasser ist dabei entweder in den Grenzbach, den Wiesenbach oder alternativ in die Kanalisation einzuleiten. Das abgeleitete Grundwasser darf keine Trübung enthalten. Zudem soll der Wasserspiegel des Naturbads während des Pumpversuchs regelmäßig gemessen werden.
Die Durchführung des Grundwasserleitertests (einschließlich Beobachtung Wideranstieg) ist als Bedarfsposition anzubieten. Die Ergebnisse sind unmittelbar (innerhalb eines Werktages) nach Abschluss des Versuches an den Vorhabensträger zu übermitteln. Die Freigabe zur Durchführung des geplanten Brunnenausbau erfolgt daraufhin umgehend innerhalb von 2 Werktagen durch den Vorhabensträger.
2.4 Abschlussbauwerk/Brunnenstube mit Ausstattung
Der Brunnenkopf ist unterflur in einem Betonschacht eingebettet. Das Abschlussbauwerk DN 1500 ist in Anlehnung an das Arbeitsblatt DVGW W 122 auszuführen. Es erhält eine Abdeckplatte mit Einstiegs-/Montageöffnung mit Edelstahlabdeckung, Steigeisen und einer kiesgefüllten Bodenöffnung zur Kondensatwasserableitung.
In der Brunnenstube befindet sich die weitere Armaturenstrecke, bestehend aus Pass- und Formstücken und einem Mengenmesser (Wasseruhr). Auf einen Schieber zur Regulierung (bzw. Reduzierung) der Förderrate wird verzichtet. Ein Rückschlagventil ist in der Pumpe integriert.
Die Armaturenstrecke bildet den Hochpunkt. Die daran anschließende Ableitung zum Badeteich wird als Freigefälleleitung betrieben und in DN 80 ausgeführt.
2.5 GW-Pumpe und Steuerung
Die Pumpe wird im Brunnen oberhalb der Filterstrecke im Vollrohr eingebaut, die OK der Pumpe befindet sich auf 14 m u GOK. Im Pumpversuch lag die maximale und stationäre Absenkung bei einer Förderrate von 10 m³/h bei ca. 7 m u GOK. Damit verbleibt bis zur OK Pumpe eine rechnerische Reserve von 7 m. Inklusive Reibungsverlusten beträgt die erfor- derliche Förderhöhe bis zu 10 m.
Die Pumpe wird an einem Sicherungsseil (Edelstahlseil) befestigt, das Pumpenkabel (Stromversorgung, 4 x 2,5 mm²) und das Steuerkabel sind wasserdicht auszuführen.
Die Pumpe ist mit einer automatischen Abschaltung als Trockenlaufschutz auszustatten.
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2.6 Leitungsverlegung
2.6.1 Wasserableitung zum Badeteich
Die Wasserableitung zum Badeteich wird als DN 80 PVC mit einer Tiefe von 0,60 m u GOK verlegt.
Zur Feststellung der Lage der Bestandsleitung ist ein Suchschurf anzulegen. Der Mindest- abstand beider Leitung soll 0,5 m nicht unterschreiten. Die Querung des asphaltierten Fuß- weges erfolgt rechtwinklig, um einen anschließenden Verschluss mittels Betonpflaster her- stellen zu können. Der Rohrauslauf mündet in dem neu zu gestaltenden Auslaufbereich unmittelbar neben der Bestandsleitung. Die konkrete Gestaltung des Auslaufbereiches ge- hört zur separaten Freianlagenplanung und ist nicht Bestandteil der vorliegenden Leistung.
Die Wasserleitung DN80 PVC ist am Auslauf mit einem Einkriechschutz oder einer Rück- schlagklappe gegen das Eindringen von Tieren (Mäuse, Frösche, Schnecken etc.) auszu- statten. Die Gestaltung des Auslaufbereiches „Quelle“ sollte derart erfolgen, dass die Klappe geschützt und Manipulationen ausgeschlossen wird.
Alternativ kann ein Rohrsieb (Beispielabbildung eines Fallrohrsiebes) in der Rohrleitung montiert werden.
2.6.2 Stromversorgung der Pumpe
Die Stromversorgung der Pumpe erfolgt über ein neu zu verlegendes Erdkabel (5*2,5 mm²) vom Sanitärgebäude des Freibades aus. Am gewählten Anschlusspunkt im Gebäude be- findet sich der Hausanschluss für das Freibadgelände. Der mögliche Trassenverlauf über unbefestigtes Gelände am südlichen Rand des Grundstückes ist im Lageplan, Anlage 1 dargestellt. Die Verlegetiefe beträgt 0,60 m. Eine Querung mit anderer Medienleitungen (Hauptzufuhr Stromversorgung EnviaM) ist möglich. Bei den Baggerarbeiten sind evtl. vor- handene Medienleitungen zu berücksichtigen.
Für die Unterwasserpumpe ist eine elektrische Leistung von mind. 1,5 kW, 11 A, 230 V zur Verfügung zu stellen.
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