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Baumeisterarbeiten für den Neubau eines Großobjektedepots im Freilandmuseum Oberpfalz

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 06.10.2026, 18:47 (Europe/Berlin)

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G07325/JS 11. Mai 2026

Geotechnischer Bericht 02

Projekt Nabburg / Neusath 200 (Freilandmuseum)

Neubau eines Großobjektdepots

  • Ergänzende Erkundung

  • Orientierende abfallrechtliche Untersuchung

Auftraggeber Bezirk Oberpfalz

Arbeitsgebiet 1.2 – Bau, Umwelt und Klimaschutz

Ludwig-Thoma-Straße 14

93051 Regensburg

Planung Diezinger Architekten GmbH

Rathausplatz 3

93047 Regensburg

Bearbeiter Dipl. Ing. (FH) Jan Spotka

E-Mail jan.spotka@spotka.de

Der Geotechnische Bericht umfasst 21 Seiten und 10 Anlagen und ist nur in seiner Gesamtheit gültig

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Baugrundinstitut Dr.-Ing. Spotka und Partner GmbH G07325

Projekt: Nabburg / Neusath 200 (Freilandmuseum) – Neubau eines Großobjektdepots

Inhaltsverzeichnis Seite

1 BEAUFTRAGUNG 4

2 UNTERLAGEN 4

3 PROJEKT 5

3.1 Vorgang 5

4 ERGÄNZENDE BAUGRUNDERKUNDUNG 7

4.1 Aufschlüsse 7

4.2 Grundwasserverhältnisse 9

5 LABORUNTERSUCHUNGEN 10

5.1 Vorbemerkung 10

5.2 Boden- und felsmechanische Untersuchungen 10 5.2.1 Korngrößenverteilung 10 5.2.2 Konsistenzgrenzen 11 5.2.3 Einaxiale Druckfestigkeiten 11

5.3 Chemische Laboruntersuchungen 12 5.3.1 Orientierende abfallrechtliche Untersuchung Boden 12

6 BAUGRUNDMODELL, HOMOGENBEREICHE 14

6.1 Vorbemerkung 14

7 GRÜNDUNG 18

7.1 Tiefgründung auf Bohrpfählen gemäß DIN EN 1536 18 7.1.1 Allgemeines 18 7.1.2 Dimensionierung der Bohrpfähle 18 7.1.3 Horizontallasten 19 7.1.4 Herstellung Bohrpfähle 20

Geotechnischer Bericht 02 vom 11.05.2026 Seite 2 / 21

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Tabellen Seite

Tabelle 1: Aufschlüsse 7

Tabelle 2: Schichtgrenzen 8

Tabelle 3: Grundwasserstände 9

Tabelle 4: Korngrößenverteilung 10

Tabelle 5: Konsistenzgrenzen 11

Tabelle 6: Einaxiale Druckfestigkeiten 11

Tabelle 7: Abrasivität 12

Tabelle 8: Orientierende abfallrechtliche Untersuchung Boden 12

Tabelle 9: Kennwerte Homogenbereich Oberboden 15

Tabelle 10: Kennwerte Homogenbereiche Lockerboden 16

Tabelle 11: Kennwerte Homogenbereiche Fels 17

Tabelle 12: Charakteristische Kennwerte zur Vordimensionierung von Bohrpfählen 18

Tabelle 13: Höhenlage Gneis je Arbeitsebene 19

Tabelle 14: Steifemodulverlauf Querbelastung Bohrpfähle 20

Anlagen

Anlage 1 Übersichtslageplan

Anlage 2 Lageplan

Anlage 3 Bohrprofile

Anlage 4 Bilder der Bohrkerne

Anlage 5 Schichtenverzeichnisse

Anlage 6 Laborversuche – Korngrößenverteilung nach DIN EN ISO 17892-4

Anlage 7 Laborversuche – Punktlastversuch nach DGGT Empfehlung Nr. 5

Anlage 8 Laborversuche – Einaxialer Druckversuch nach DGGT Empfehlung Nr. 1

Anlage 9 Laborversuche – Bestimmung der Abrasivität nach DGGT Empfehlung Nr. 24

Anlage 10 Orientierende abfallrechtliche Bewertung

Geotechnischer Bericht 02 vom 11.05.2026 Seite 3 / 21

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1 Beauftragung

Für das o.g. Projekt liegt bereits ein Geotechnischer Bericht mit Datum vom 08. Mai 2025 und eine

Aktennotiz mit Datum vom 15. Januar 2026 vor.

Mit Schreiben vom 11. März und 19. März 2026 erteilte der Bezirk Oberpfalz der Baugrundinstitut

Dr.-Ing. Spotka und Partner GmbH den Auftrag für die Ausführung einer ergänzenden Baugrundun-

tersuchung, sowie einer orientierenden abfallrechtlichen Untersuchung und der Erstellung eines Ge-

otechnischen Berichtes. Grundlage der Auftragserteilungen sind Kostenangebote vom 18. Februar

und 17. März 2026.

2 Unterlagen

Zur Bearbeitung des Geotechnischen Berichtes standen folgende neue relevante Unterlagen zur

Verfügung:

(U1) Auszug aus statischer Berechnung, Kapitel 05 – 2. Untergeschoss und Gründung, ohne Datum, Planungsge-

sellschaft Dittrich mbH, München

(U2) Positionsplan Dachgeschoss, Neubau eines Großobjektdepots, Planstand 22.10.2025, Maßstab 1:100, aufge-

stellt von Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

(U3) Positionsplan Decke über 1. UG, Neubau eines Großobjektdepots, Planstand 19.12.2025, Maßstab 1:100, auf-

gestellt von Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

(U4) Positionsplan Decke über 2.UG, Bodenplatte und Fundierung 1. UG, Neubau eines Großobjektdepots, Plan-

stand 18.12.2025, Maßstab 1:100, aufgestellt von Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

(U5) Positionsplan Bodenplatte und Fundierung im 2. UG, Neubau eines Großobjektdepots, Planstand 18.12.2025,

Maßstab 1:100, aufgestellt von Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

(U6) Skizze Gründung Bohrpfahl Planum, Neubau eines Großobjektdepots, Planstand 14.01.2026, Maßstab 1:200,

aufgestellt von Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

Geotechnischer Bericht 02 vom 11.05.2026 Seite 4 / 21

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3 Projekt

3.1 Vorgang

Der Bezirk Oberpfalz plant den Neubau eines Großobjektdepots auf dem Grundstück Neusath 200

in Nabburg, siehe Übersichtslageplan auf Anlage 1. Hierzu liegt bereits ein Geotechnischer Bericht

und eine Aktennotiz aus unserem Haus vor.

Es ist eine Gründung auf Bohrpfählen vorgesehen. Für eine normgerechte Untersuchung der Unter-

grundverhältnisse sind Bodenaufschlüsse bis in ausreichende Tiefen (mindestens 5 m unter Pfahl-

fuß) erforderlich. Es wurden deshalb ergänzend zu den bereits vorliegenden Untersuchungen aus-

reichend tiefe Kernbohrungen ausgeführt.

Die Planung sieht gemäß (U6) derzeit die Herstellung eines Bohrplanums, aufgrund der Topogra-

phie auf drei verschiedenen Ebenen vor, siehe nachfolgender Auszug aus (U6).

Abbildung 1 - Bohrplanum, Ausschnitt aus (U6)

Geotechnischer Bericht 02 vom 11.05.2026 Seite 5 / 21

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Gemäß (U1) werden Bohrpfähle von den verschiedenen Bohrebenen aus abgeteuft. Die Bohrpfahl-

längen wurden mit 7,5 bis 12,0 m vordimensioniert.

Für die Baumaßnahme bzw. die Ausführung der Pfahlarbeiten sind folgende Höhenangaben maß-

gebend, welche (U6) und (U7) entnommen wurden:

OK-FF EG = Kote ± 0,00 m = 451,00 m NHN

OK-FF UG-1 = Kote – 3,90 m = 447,10 m NHN

OK-FF UG-2 = Kote - 8,70 m = 442,30 m NHN

Bohrplanum A = Kote - 4,50 m = 446,50 m NHN

Bohrplanum B = Kote – 7,30 m = 443,70 m NHN

Bohrplanum C = Kote – 9,30 m = 441,70 m NHN

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4 Ergänzende Baugrunderkundung

Zur ergänzenden Erkundung der Baugrundverhältnisse wurden im März und April 2026 insgesamt

drei Ramm- und Rotationskernbohrungen ausgeführt.

Die Bohrungen werden im Folgenden mit KB1, KB2 und KB3 bezeichnet. Die Aufschlüsse sind in

nachfolgender Tabelle zusammengestellt:

Tabelle 1: Aufschlüsse

AufschlussAufschlusstiefe [m]
KB115,0
KB220,0
KB320,0

Die Aufschlüsse wurden lage- und höhenmäßig mittels GPS-Vermessung eingemessen (UTM,

DHHN16).

Die Lage der Aufschlüsse zeigt der Lageplan auf Anlage 2. Die Bohrprofile sind als Anlage 3 beige-

fügt. Anlage 4 zeigt das in Kernkisten ausgelegte Bohrgut. Auf Anlage 5 sind die Schichtenverzeich-

nisse beigefügt.

4.1 Aufschlüsse

Grob kann von der nachfolgenden Schichtenfolge ausgegangen werden:

• Oberboden

• Künstliche Auffüllungen

• Bindiger Sand (mit bindigen Zwischenschichten)

• Gneis

Oberboden

Bei den Bohrungen KB1 und KB3 wurde eine 0,1 … 0,3 m Oberbodenschicht erkundet. Der Oberbo-

den ist meist sandig und schluffig ausgeprägt.

Geotechnischer Bericht 02 vom 11.05.2026 Seite 7 / 21

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Künstliche Auffüllungen

Bei KB2 zeigt sich ab Ansatzhöhe eine künstliche Auffüllung. Dabei handelt es sich um umgelagerte

Sande und Schluffe mit weich-steifer Konsistenz.

Bindiger Sand mit bindigen Zwischenlagen

Anschließend folgt Sand mit stark wechselnden bindigen Anteilen. Der Sand ist zudem großteils

glimmerhaltig. Hierbei handelt es sich um die Felszersatzschichten des Gneis.

Gneis

Bei den Bohrungen wurde unterlagernd das Festgestein in Form von sehr mürbem, teilweise entfes-

tigtem bis zu mittelhartem Gneis bis zur jeweiligen Endtiefe erbohrt.

Die Schichtgrenzen sind in nachfolgender Tabelle zusammengestellt. Zudem sind die Erkundungs-

ergebnisse der ersten Untersuchungskampagne informativ mit dargestellt.

Tabelle 2: Schichtgrenzen

Boh- rungSchichtunterkanten
Künstliche AuffüllungenBindige Sande mit bindigen La-Gneis
gen (Felszersatz)
[m u GOK][m NHN][m u GOK][m NHN][m u GOK][m NHN]
KB1--10,2436,7> 15,0< 431,9
KB23,0443,39,7436,6> 20,0< 426,3
KB3--9,2433,4>20,0< 422,6
B10,6446,34,2442,7> 8,4< 438,5
B21,2445,26,3440,1> 8,4< 438,0
B3--5,0440,3> 8,6< 436,7
B41,2441,25,2437,2> 8,4< 434,0
B5--4,0437,7> 11,8< 430,9

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4.2 Grundwasserverhältnisse

Grund- bzw. Schichtenwasser wurde zum Zeitpunkt der Untersuchungen in folgenden Tiefen einge-

messen.

Tabelle 3: Grundwasserstände

AufschlussDatumTiefe [m u. GOK]Tiefe [m NHN]Bemerkungen
KB131.03.20268,80438,12angebohrt
01.04.20262,30444,62Bohrende
KB226.03.20265,50440,76angebohrt
30.03.20262,30443,96Bohrende
KB324.03.20261,80440,77angebohrt
26.03.20261,60440,97Bohrende
B125.03.20251,60445,32-
B226.03.20253,30443,06-
B325.03.20251,23444,10-
B426.03.20251,90440,45-
B524.03.20251,20441,50-

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5 Laboruntersuchungen

5.1 Vorbemerkung

Nachfolgende werden die Ergebnisse aus dem 1. Geotechnischen Bericht informativ nochmals mit

aufgeführt. Die Prüfberichte sind jedoch nicht mit beigefügt.

5.2 Boden- und felsmechanische Untersuchungen

5.2.1 Korngrößenverteilung

Zur Bestimmung der Korngrößenverteilung wurden eine ergänzende Nass- und Trockensiebungen

nach DIN EN ISO 17892-4 durchgeführt. Die Ergebnisse sind im Detail aus Anlage 6 ersichtlich.

Tabelle 4: Korngrößenverteilung

BohrungEntnahme- tiefe [m]Tonanteil < 0,002 mm [%]Schluff-Massen- anteil Sand [%]Massen- anteil Kies [%]Gruppen- symbol nach DIN 18196Korn- kennzahl
anteil
< 0,063
mm
[%]
KB15,4 – 5,617,1812SU*/ST*0 2 8 0
B11,3 – 2,420,6736SU*/ST*0 2 7 1
B15,5 – 6,021,8699SU*/ST*0 2 7 1
B22,5 – 3,312,133487feinkörnig1 3 5 1
B24,0 – 4,78,614725SU*/ST*1 1 7 1
B27,4 – 8,45,719723SU*/ST*1 2 7 0
B30,7 – 1,230,95613SU*/ST*0 3 6 1
B33,0 – 4,016,2831SU*/ST*0 2 8 0
B41,2 – 2,316,7749SU*/ST*0 2 7 1
B52,7 – 3,733,7624SU*/ST*k. A.
SCH30,9 – 3,611,27810SU/ST0 1 8 1
SCH23,5 – 4,021,5735SU*/ST*0 2 7 1

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5.2.2 Konsistenzgrenzen

An drei Proben wurden die Konsistenzgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12 bestimmt. Der Prüfbe-

richt ist dem 1. Geotechnischen Bericht zu entnehmen. Zusammengefasst ergibt sich:

Tabelle 5: Konsistenzgrenzen

BohrungEntnahme- tiefe [m]Fließgrenze w / Ausroll- L grenze w P [%]Plastizitäts-NatürlicherKonsistenz-Gruppen- symbol nach DIN 18196
zahl I PWasser-zahl I / C
gehaltKonsistenz
[%][%][-]
B23,3 – 3,933 / 161716,80,944 / steifTL
B31,3 – 2,036 / 161920,10,806 / steifTM
SCH11,2 – 2,243 / 291430,30,928 / steifUM

5.2.3 Einaxiale Druckfestigkeiten

An sechs Felsproben wurde die einaxiale Druckfestigkeit nach TP BF-StB, Teil C1 bestimmt bzw.

mittels Punktlastversuch nach TP BF-StB, Teil C5 abgeschätzt. Die Ergebnisse sind im Detail den

Anlagen 7 und 8 zu entnehmen.

Tabelle 6: Einaxiale Druckfestigkeiten

BohrungEntnahme- tiefe [m]Einaxiale Druckfestig- keit q , u (TP BF-StB, Teil C1) [MN/m²]Schätzung einaxialeFelsart
Druckfestigkeit (axial)
(TP BF-StB, Teil C5)
[MN/m²]
KB111,5 – 11,70,329-Gneis
KB112,8 – 13,0-2,1Gneis
KB114,2 – 14,50,168-Gneis
KB211,8 – 12,0-0,3Gneis
KB39,8 – 10,0-1,0Gneis
KB314,4 – 14,6-2,1Gneis

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5.2.4 Abrasivität

An einer Felsprobe wurde die Abrasivität nach DGGT-Empfehlung Nr. 24 bestimmt. Die Ergebnisse

sind im Detail als Anlage 9 beigefügt.

Tabelle 7: Abrasivität

BohrungEntnahmetiefeFelsartAbrasivität A BRBrechbarkeit B R
DGGT Nr. 24
[m][g/t][%]
KB110,5 – 10,6Gneis648 - mittel93 – sehr hoch

5.3 Chemische Laboruntersuchungen

5.3.1 Orientierende abfallrechtliche Untersuchung Boden

Zur Beurteilung des anstehenden Bodens auf Schadstoffe erfolgten durch die R & H Umwelt GmbH,

Nürnberg, an drei Bodenproben orientierende Untersuchungen auf abfallrechtliche Parameter ge-

mäß Ersatzbaustoffverordnung (EBV), Tabelle 3, BM-0*, BG-0*, sowie LVGBT.

Tabelle 8: Orientierende abfallrechtliche Untersuchung Boden

BohrungEntnahme-BeschreibungOrientierende Einstufung
tiefe
ZuordnungsklasseZuordnungswert gem. LVGBTZuordnungswert gem. LVGBT
[m]gem. EBV
KB10,8 – 1,2Sand / SchluffBM-0*Z1.1
1,5 – 1,9
2,5 – 2,9
KB20,0 – 0,5Sand / SchluffBM-0*Z1.1

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1,4 – 1,6
2,4 – 2,6
KB30,1 – 0,3Sand / SchluffBM-0*Z1.1
1,4 – 1,6
2,5 – 3,0

Einzelheiten zu den Untersuchungsergebnissen (u.a. Kurzstellungnahme zur abfallrechtlichen Be-

wertung, Prüfberichte) sind in Anlage 10 enthalten.

Anmerkungen:

• Bei den durchgeführten Analysen handelt sich um orientierende abfallrechtliche Untersu-

chungen an punktuell entnommenen Proben. Die Schadstoffbelastung innerhalb des Baufel-

des kann schwanken.

• Zur detaillierteren abfallrechtlichen Einstufung sind ergänzende Beprobungen im Zuge der

Erdarbeiten erforderlich (Haufwerksbeprobung).

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6 Baugrundmodell, Homogenbereiche

6.1 Vorbemerkung

Die Angaben zu den Homogenbereichen und Bodenkennwerten haben sich aufgrund der Nacher-

kundung geringfügig geändert. Die Homogenbereiche werden deshalb nachfolgend nochmals defi-

niert.

6.2 Grundlagen

Gemäß ATV DIN 183xx sind Boden und Fels entsprechend ihrem Zustand vor dem Lösen in Homo-

genbereiche einzuteilen. Der Homogenbereich ist ein begrenzter Bereich, bestehend aus einzelnen

oder mehreren Boden- oder Felsschichten, der für einsetzbare Erdbaugeräte, Bohrgeräte usw. ver-

gleichbare Eigenschaften aufweist.

Oberboden ist gemäß ATV DIN 18320 unabhängig von seinem Zustand vor dem Lösen ein eigener

Homogenbereich.

6.3 Homogenbereiche

Der im Projektbereich anstehende Untergrund kann, ausgehend von den durchgeführten Erkundun-

gen, in vier, für die relevanten Normen ATV DIN 18300 Erdarbeiten, ATV DIN 18301 Bohrarbeiten

gleichermaßen gültige Homogenbereiche gegliedert werden. Jeder Homogenbereich repräsentiert

eine Zusammenfassung von Boden- bzw. Felsarten mit weitgehend einheitlichen geotechnischen

Eigenschaften. Im Einzelnen beschreiben die Homogenbereiche folgende Boden- bzw. Felsarten:

Homogenbereich O1 - Oberboden

Der Homogenbereich O1 fasst die lokal vorhandenen (künstlich aufgefüllten) Mutterbodenschichten

zusammen.

Homogenbereich B1 - Künstliche Auffüllungen

Der Homogenbereich B1 umfasst die künstlichen Auffüllungen. Diese bestehen überwiegend aus

umgelagerten Sanden und Tonen, untergeordnet auch aufgefüllten Kiesen. I. d. R. ist eine lockere

bis mitteldichte Lagerung, sowie steife bis halbfeste Konsistenz gegeben.

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Homogenbereich B2 – bindige Sande mit bindigen Lagen

Die Sande besitzen wechselnde Feinkornanteile, von bindig bis stark bindig, zudem sind meist

schwach kiesigen Anteile enthalten. Die Sande sind großteils glimmerhaltig. Die Lagerungsdichte

der Sande ist überwiegend als locker bis mitteldicht, stw. auch als dicht bis sehr dicht (felsähnlich)

einzustufen.

Homogenbereich X1 - Gneis

Unterlagernd steht Gneis in einer meist sehr mürben bis mittelharten Festigkeit an. Das Trennflä-

chengefüge des kann meist als dünn- bis dickbankig beschrieben werden.

6.4 Kennwerte Homogenbereiche

Für die Homogenbereiche ist von folgenden Eigenschaften und Kennwerten sowie deren ermittelten

Bandbreiten auszugehen. Die angegebenen Eigenschaften und Kennwerte beruhen auf Feldversu-

chen bzw. üblichen Korrelationen, Laborversuchen und zum Teil auf Erfahrungswerten. Der Be-

schreibung des anstehenden Untergrundes liegen die DIN EN ISO Normen 14688-1, 14688-2 und

14689-1 zugrunde, der Beschreibung des Oberbodens die DIN 18915.

Tabelle 9: Kennwerte Homogenbereich Oberboden

HomogenbereichO1
Eigenschaften/KennwerteOberboden
Bodengruppe nach DIN 18196OH, SU*/ST*, SU//ST, UL, UM, TL, TM
Bodengruppe nach DIN 189153a, 4a, 5a
Massenanteil Steine, Blöcke, große Blöcke0 … 10 %

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Tabelle 10: Kennwerte Homogenbereiche Lockerboden

HomogenbereichB1B2aB2b
Ortsübliche BezeichnungKünstlicheBindiger SandBindiger SandSchluff/TonSchluff/Ton
Eigenschaften/KennwerteAuffüllungen
Korngrößenverteilung (Korn- kennzahlen)k. A.1 3 5 1 … 0 1 9 0 0 3 7 0 … 0 0 3 71 4 4 1 … 3 5 2 0
Massenanteil Steine, Blöcke, große Blöcke0 … 20 %0 … 40 %0 … 20
Dichte 1,7 … 2,0 t/m³1,7 … 2,3 t/m³1,7 … 2,0 t/m³
Undränierte Scherfestigkeit cu--25 … 200 kPa
Kohäsion--0 … 10 kPa
Wassergehalt wnn. bek.10 ... 30 %10 … 30 %
Plastizitätszahl IP--10 … 20
Konsistenzzahl IC--0,75 … 1,00
Bezogene Lagerungsdichte ID15 … 65 %15 … 100 %-
Organischer Anteil0 … 5 %0 … 5 %0 … 5 %
Abrasivitätn. bek.mittelniedrig
Bodengruppe nach DIN 18196SE, SU/ST, SU*/ST*, (GI, GW, GU/GT, TL, TM)SU/ST, SU*/ST*TL/UL, TM/UM

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Tabelle 11: Kennwerte Homogenbereiche Fels

HomogenbereichB3 / X1
Ortsübliche BezeichnungGneis
Eigenschaften/Kennwerte
Benennung nach DIN EN ISO 14689-1Gneis
Dichte 1,9 … 2,3 t/m³
Verwitterung und Verände- rungen, Veränderlichkeit nach DIN EN ISO 14689-1stark verwittert stark veränderlich
Einaxiale Druckfestigkeit q u0,3 … 6 MN/m²
Trennflächenrichtungn. bek.
Trennflächenabstand20 … 600
Gesteinskörperformn. bek.
Abrasivitätmittel

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7 Gründung

Gegen die geplante Tiefgründung bestehen keine Bedenken.

7.1 Tiefgründung auf Bohrpfählen gemäß DIN EN 1536

7.1.1 Allgemeines

Für eine Tiefgründung auf Bohrpfählen ist die DIN 1054 und DIN EN 1536 zu berücksichtigen.

Die Bohrpfähle sind mindestens 2,5 m in den Homogenbereich X1 einzubinden. Die Mindestpfahl-

länge beträgt 5,0 m.

7.1.2 Dimensionierung der Bohrpfähle

Für die Dimensionierung von Bohrpfählen kann von den in nachfolgender Tabelle angegebenen

charakteristischen Werten ausgegangen werden.

Tabelle 12: Charakteristische Kennwerte zur Vordimensionierung von Bohrpfählen

BodenartCharakteristischeCharakteristischer
PfahlmantelreibungPfahlspitzendruck
q s,kq b,k
(Bruchwert)(Bruchwert)
kN/m2kN/m2
künstliche Auffüllungen (Homogenbereiche B1)55-
Bindige Sande (Homogenbereich B2a+B2b)
Gneis (Homogenbereich X1)1502.500

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Die Pfahlkennwerte und Schichtgrenzen wurden aufgrund der Nacherkundung geringfügig geändert.

Dies ist in der statischen Berechnung (U1) anzupassen. Der Übergang zum Fels / Gneis kann in den

einzelnen Bohrplanien wie folgt angesetzt werden:

Tabelle 13: Höhenlage Gneis je Arbeitsebene

EbeneOK Gneis
[m NHN]
Planum A436,7
Planum B436,6
Planum C434,6

7.1.3 Horizontallasten

Horizontallasten können durch eine seitliche Pfahlbettung aufgenommen werden. Sofern es nur auf

eine hinreichend zutreffende Ermittlung des Biegemomentes ankommt, kann der Bettungsmodul mit

nachfolgender Gleichung ermittelt werden:

ks,k = Es,k / Ds

mit

ks,k = charakteristischer Wert des Bettungsmoduls [MN/m³]

Es,k = charakteristischer Wert des Steifemoduls [MN/m²]

Ds = Pfahlschaftdurchmesser [m]

Hierfür kann von folgender Steifemodulverteilung ausgegangen werden:

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Baugrundinstitut Dr.-Ing. Spotka und Partner GmbH G07325

Projekt: Nabburg / Neusath 200 (Freilandmuseum) – Neubau eines Großobjektdepots

Tabelle 14: Steifemodulverlauf Querbelastung Bohrpfähle

SchichtSteifemodulVerlauf
E s,k
[MN/m²]
künstliche Auffüllungen (Homogenbereiche B1)10linear
Bindige Sande (Homogenbereich B2)20konstant
Gneis (Homogenbereich X1)70Konstant

Beim Ansatz des Bettungsmoduls ist Folgendes zu beachten:

• Die angegebene Bettungsmodulverteilung ist nur zulässig, solange eine rechnerische maxi-

male Horizontalverschiebung von 2 cm oder 0,03 • Ds nicht überschritten wird.

• Die Pressungen zwischen dem Pfahl und dem umgebenden Boden dürfen, den auf die Breite

des Pfahls bezogenen Erdwiderstand beim Bruch nicht erreichen.

• Bei Pfahlgruppen sind die Abminderungsfaktoren nach den Empfehlungen des Arbeitskrei-

ses „Pfähle“ (EA-Pfähle) 2012, Abschnitt 8.2.3 zu berücksichtigen.

7.1.4 Herstellung Bohrpfähle

Bei der Herstellung der Pfähle sind die Vorgaben der DIN EN 1536 „Ausführung von besonderen

geotechnischen Arbeiten (Spezialtiefbau) – Bohrpfähle“ zu beachten.

Die Bohrpfähle sind durch den Geotechnischen Sachverständigen abzunehmen.

Das Bohrverfahren für die Herstellung der Pfahlgründung ist an die Untergrund- und Grundwasser-

verhältnisse anzupassen.

Weiterhin sind Bohrpfähle gemäß DIN EN 1536 herzustellen (z.B. Betonieren im Kontraktorverfah-

ren).

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Es sind ausreichend dimensionierte Arbeitsplateaus herzustellen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Dipl. Ing. (FH) Jan Spotka

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