40-010-A Bau Baubeschreibung Hinte.pdf

Bauhauptarbeiten für den Neubau eines Hauptpumpwerks in Hinte

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 03.11.2026, 10:04 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.dtvp.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

Oldenburgisch-Ostfriesischer

Wasserverband

Neubau Hauptpumpwerk Hinte

Baubeschreibung

ehp Umweltplanung GmbH

Eggerstedter Weg 20 Sarnowstraße 9

25421 Pinneberg 18435 Stralsund

Tel.: (0 41 01) 50 90 0

mail@ehp-umweltplanung.de

www.ehp-umweltplanung.de

Pinneberg, im Juni 2026

[Seite 2]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Inhalt

  1. Einführung..................................................................................................... 3

  2. Beschreibung der vorhandenen Anlage ..................................................... 3

  3. Konzeption für das HPW Hinte .................................................................... 5

  4. Baulicher Teil ................................................................................................ 6

4.1 Baugrundgutachten ................................................................................................................ 6

4.2 Erdarbeiten und Gründung .................................................................................................. 11

4.3 Speicherbecken..................................................................................................................... 11

4.4 Maschinengebäude ............................................................................................................... 12

4.5 Oberflächen ........................................................................................................................... 13

4.6 Erdverlegter Rohrleitungsbau ............................................................................................. 13

  1. Regenrückhaltebecken .............................................................................. 14

5.1 Rahmenbedingungen ........................................................................................................... 14

5.1.1 Bodenverhältnisse .................................................................................................................. 14 5.1.2 Regendaten ............................................................................................................................. 14 5.1.3 Vorgaben ................................................................................................................................. 14 5.1.4 Systembeschreibung .............................................................................................................. 15

  1. Anlagen ....................................................................................................... 15

6.1 Terminplan ............................................................................................................................. 15

6.2 Geotechnisches Gutachten ................................................................................................. 15

6.3 Statik ...................................................................................................................................... 15

6.4 Zeichnungen .......................................................................................................................... 16

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 2 von 16

[Seite 3]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

  1. Einführung

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) betreibt am Standort Hinte das

Hauptpumpwerk (PW 11), das 1987 errichtet wurde.

Das Hauptpumpwerk leitet das gesamte Abwasser der Gemeinde Hinte über eine Drucklei-

tung DN 250 in das Entwässerungssystem der Stadt Emden. Im Regenwetterfall ist das Haupt-

pumpwerk heute hydraulisch überlastet. Es kommt im Gemeindegebiet zu Wasseraustritten

aus dem Kanal, die Umweltschäden verursachen könnten.

Der OOWV hat festgestellt, dass das Hauptpumpwerk Hinte abgängig ist, es ist nicht mehr in

einem betriebssicheren Zustand. Es ist geplant, ein neues Pumpwerk mit einer Speichermög-

lichkeit von ca. 1.000 m³ für den Regenwetterfall zu errichten. Im Anschluss soll das alte

Pumpwerk zurückgebaut werden.

Die erforderliche Baufläche ist von der Gemeinde Hinte erworben worden.

Alle geplanten Arbeiten sind unter Sicherstellung des Betriebs des bestehenden Pumpwerks

durchzuführen, wobei die Funktion des alten Pumpwerks während der Errichtung des neuen

Pumpwerks durch die Bautätigkeit nicht beeinträchtigt werden darf.

  1. Beschreibung der vorhandenen Anlage

Am Standort Hinte wird das Hauptpumpwerk (PW 11) betrieben, das 1987 errichtet wurde.

Das Pumpwerk entwässert das Entwässerungsgebiet der Ortschaften Hinte, Osterhusen,

Westerhusen, Suurhusen, Loppersum und Groß Midlum. Es liegt unmittelbar nördlich der

Stadt Emden. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Entwässerungsgebietes beträgt ca. 3.820 m,

die Ost-West-Ausdehnung ca. 5.915 m. Insgesamt leben hier 6.868 Einwohner.

Die Bebauungsstruktur entspricht zum größten Teil der eines gewachsenen Wohngebietes,

nur im Osten von Hinte sind einige gewerbliche Betriebe angesiedelt. Das Entwässerungsge-

biet wird im Trennsystem entwässert. Die Gesamtlänge der Schmutzwasserkanalisation liegt

bei ca. 40,6 km und umfasst ca. 1.053 Haltungen.

Bei dem Hauptpumpwerk Hinte handelt es sich um ein nass aufgestelltes Pumpwerk mit 2

Pumpen mit einer Förderleistung von jeweils 85 m³/h. Bei Betrieb beider Pumpen können, je

nach Höhenstand im Pumpensumpf, 100-180 m³/h gefördert werden.

Das Pumpwerk leitet das gesamte Abwasser der Gemeinde Hinte über eine Druckleitung DN

250 in das Entwässerungssystem der Stadt Emden. Hier können stündlich 220 m³ abgenom-

men werden. Die mit der Stadtentwässerung Emden vereinbarte Kapazität wird im Moment

also nicht ausgenutzt.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 3 von 16

[Seite 4]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Im Regenwetterfall ist das Hauptpumpwerk Hinte hydraulisch überlastet. Es kommt im Ge-

meindegebiet zu Wasseraustritten aus dem Kanal und bei Anliegern, dadurch könnten Um-

weltschäden verursacht werden.

Abbildung 2-1: altes Hauptpumpwerk Hinte

Abbildung 2-2: Pumpenschacht Hauptpumpwerk Hinte

Der Betonschacht, mit einem Durchmesser von 3,5 m und einer Wandstärke von 24 cm, ist

aus dem Baujahr 1987. Die Bausubstanz ist stark durch Schwefelwasserstoffkorrosion ange-

griffen.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 4 von 16

[Seite 5]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Die Verrohrung ist in Edelstahl und Stahl ausgeführt. Die Steigeleitungen werden mit zwei

Mauerdurchführungen aus dem Pumpensumpf geführt. Es sind zwei Rückflussverhinderer in

den Steigeleitungen im Pumpensumpf verbaut.

Die Be- und Entlüftungsrohre sind in Stahl und KG-Rohr ausgeführt.

Der Zulauf zum Pumpwerk liegt ca. 6,0 m tief. Über den Zustand und das Material ist nichts

bekannt.

  1. Konzeption für das HPW Hinte

Das Abwasser der Gemeinde Hinte wird im Schmutzwassersystem entwässert. Im Gemein-

degebiet sind etliche Pumpwerke installiert, um die Orte Hinte, Groß Midlum, Osterhusen,

Loppersum und Suurhusen zu entsorgen. Die Abwässer werden letztlich im Hauptpumpwerk

(PW 11) gesammelt und von hier nach Emden gepumpt.

Zentral sind im Gemeindegebiet die Pumpwerke 3 (Alte Kläranlage) + 5 (Hans-Böckler-Allee)

  • 6 (Großer Sielweg) angeordnet, die auf das Hauptpumpwerk PW 11 fördern. Das Abwasser

gelangt schließlich über eine Freigefälleleitung in 6,0 m Tiefe zum Pumpwerk.

Die Konzeption für das neue Hauptpumpwerk soll sich grundlegend ändern:

  1. Das Abwasser der drei Pumpwerke 3+5+6 soll separat auf den Speicher vom neuen

Hauptpumpwerk geführt werden. Das heißt, die drei Druckleitungen werden bis an den

Standort des neuen Pumpwerkes verlängert und es werden separate Mengenmessungen

im Zulauf auf den Speicher installiert. Im Bereich der Hans-Böckler-Allee und der Brück-

straße müssen neue Klein-Pumpwerke geschaffen werden, die auf die neu verlegten

Druckleitungen einbinden. Die 6,0 m tiefe Freigefälleleitung entfällt damit.

  1. Im Hauptpumpwerk werden trocken aufgestellte Pumpen installiert, die leichter gewartet

werden können und für den Trocken- und Regenwetterfall ausgelegt werden. Sie werden

jeweils mit einem vorgeschalteten Zerkleinerer gegen Verstopfungen durch Fremdkörper

im Rohabwasser versehen. Die aktuelle maximale Abschlagsmenge mit 220 m³/h nach

Emden soll mit 2 Pumpen unter Volllast erreicht werden. Die Pumpen sind regelbar. Es ist

vorgesehen, mit drei gleichgroßen, regelbaren Pumpen einen 2+1 Reserve-Betrieb zu

fahren. Es soll auf eine Nacheinblasung von Druckluft verzichtet werden, da dies zu einem

erhöhten Strombedarf, eventuell zu Querschnittsverengungen in der abgehenden Druck-

leitung und zu Geruchsbelästigung durch ausblasende Luft führt. Am Pumpwerksausgang

werden in der Druckrohrleitung Impfstellen für eine Eisendosierung vorgesehen.

  1. Es wird ein Speichervolumen von ca. 1.000 m³ geschaffen, das bei Starkregenfällen die

Differenz zwischen Zufluss und Abfuhr für einige Stunden zurückhalten kann. Im Trocken-

wetterfall wird lediglich der tiefe Pumpensumpf angeströmt. Erst bei erhöhtem Zulauf füllt

sich das Speicherbecken. Nach Aufstau und Entleerung findet eine Spülung des Bodens

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 5 von 16

[Seite 6]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

vom Speicherbecken über eine Schwallwasserspülung statt, um ein Antrocknen von Fest-

stoffen und Geruchsbildung auf der Bodenfläche zu vermeiden. Die Schwallwasserspü-

lung findet als interner Prozess statt und hat keinen Trinkwasserverbrauch zur Folge.

  1. Bei Vollfüllung des Speichers können entweder die zuführenden Pumpwerke in der Leis-

tung gedrosselt werden oder der Speicher geht in den Überlauf. Es findet dann ein Ab-

schlag in das geplante Regenwasserspeicherbecken statt.

  1. Aus dem Speicherbecken wird kontinuierlich Abluft abgesaugt und in einer Abluftbehand-

lung aus Wäschereinheit und Biofilter mit Rindenmulch gereinigt. Die Abluftabsaugung im

Speicher erfolgt im Bereich der ankommenden Druckleitungen, da hier der meiste Schwe-

felwasserstoff ausgast und somit direkt abgezogen wird.

  1. Das neue Hauptpumpwerk wird nördlich des bestehenden Pumpwerkes errichtet. Nach

Inbetriebnahme wird der Altstandort zurückgebaut. Die Lage der Zufahrt bleibt erhalten.

  1. Baulicher Teil

4.1 Baugrundgutachten

Zur Erkundung der Baugrundverhältnisse wurden durch die Firma ELN aus Nortmoor am

05.05.2021 im Untersuchungsraum drei Rammkernsondierungen (RKS 1 bis RKS 3) auf t =

8,0 m unter Gelände durchgeführt.

Zusätzlich zu dieser Erkundung erfolgten am 27.05.2021 durch die Fa. Fugro Consult GmbH,

Lilienthal, drei Drucksondierungen (CPT 1 – CPT 3) bis zu einer Sondiertiefe von max. 30 m.

Nach dem Kartenserver des LBEG1 werden regional holozäne, schluffig-tonige Brackwasser-

ablagerungen angetroffen. Diese stellen sich als sehr gering bis gering konsolidierte, bindige

Lockergesteine oder als organische und biogene Lockergesteine mit sehr geringer bis gerin-

ger Tragfähigkeit dar.

Nach den durchgeführten Sondierbohrungen wurde folgender Aufbau festgestellt:

Im Untersuchungsgebiet steht unter dem Mutterboden oder einer ca. 0,3 m starken Oberflä-

chenbefestigung ein steifer Klei an, dessen Unterkante zwischen 1,7 m bis 2,8 m erbohrt

wurde. Es folgen schluffig-organische Weichschichten, die mit den 8,0 m tiefen Rammkern-

sondierungen nicht durchörtert wurden. Die Ergebnisse der Drucksondierungen lassen jedoch

darauf schließen, dass ab ca. 8,5 m – 9,5 m unter Gelände pleistozäne Feinsande anstehen.

Bei der Drucksondierung CPT (Cone Penetration Test) wird mit hydraulischen Pressen eine

Sonde mit gleichbleibender Geschwindigkeit in den Untergrund eingedrückt, wobei Spitzenwi-

derstand, lokale Mantelreibung und gegebenenfalls Gesamtwiderstandskraft in Abhängigkeit

von der Sondiertiefe gemessen werden können.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 6 von 16

[Seite 7]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Aus dem Reibungsverhältnis R und dem Spitzenwiderstand q kann näherungsweise auf die f c

angetroffenen Bodenarten geschlossen werden. So lassen sich z. B. bei der CPT-1 ab ca. 8,0

m Sande mit R = 0,5 % und q >= 7,5 MN/m² in mitteldichter Lagerung identifizieren. f c

Bei nichtbindigen Böden kann aus dem Spitzenwiderstand unmittelbar die Lagerung und damit

die Tragfähigkeit des Baugrunds abgeleitet werden. Spitzenwiderstände von q = 4 bis 10 c

MN/m² entsprechen dabei einer mitteldichten Lagerung, Werte von q >= 15 MN/m² einer dich- c

ten und q >= 25 MN/m² einer sehr dichten Lagerung. c

Um die Eignung des Bodenmaterials für die Wiederverwendung im Hinblick auf chemische

Belastungen zu klären, wurden Bodenproben aus verschiedenen Tiefen durch das akkredi-

tierte Labor Eurofins Umwelt Nord GmbH nach LAGA TR-Boden untersucht. Der Laborbericht

zeigt, dass der Aushubboden vermutlich als gefährlicher Abfall mit der AVV 170503* entsorgt

werden muss, obwohl die Belastungsparameter geogenen Ursprungs sind.

Tabelle 4-1: Wiederverwertbarkeit von Aushubböden

Probe Belastungsparameter > Z0 Z-Klasse

Arsen, TOC, pH-Wert, RKS 1.3 Leitfähigkeit, Chlorid, Sulfat, > Z 2 Nickel Arsen, TOC, Leitfähigkeit, RKS 1.5 > Z 2 Chlorid, Sulfat RKS 2.1 TOC, Leitfähigkeit, Sulfat Z 2 Arsen, TOC, Leitfähigkeit, RKS 2.2 > Z 2 Chlorid, Sulfat TOC, Leitfähigkeit, Chlorid, RKS 3.2 Z 2 Sulfat

Bei den Sondierungen im Mai 2021 wurden auf dem Gelände unterirdische Wasserstände

zwischen 1,0 m und 1,1 m unter Gelände festgestellt, bezogen auf NN bei ca. -0,56 m NN und

  • 0,66 m NN. Aufgrund der geringen Durchlässigkeiten der angetroffenen, bindigen Boden-

schichten, muss in Abhängigkeit von Niederschlagsereignissen mit zeitweisem Anstieg von

Stauwasserhorizonten bis zur Gelände-Oberfläche gerechnet werden. Bemessungswasser-

stand ist daher die OK-Gelände.

Bei den Sondierarbeiten am 05.05.2021 wurde die RKS 1 zu einem temporären Grundwas-

serpegel ausgebaut und eine Grundwasserprobe gemäß EN ISO 22475-1 mithilfe des „direct-

push“-Verfahrens entnommen. Die chemische Untersuchung erfolgte durch das akkreditierte

Labor Eurofins Umwelt Nord GmbH aus Oldenburg. Nach den festgestellten Stoffgehalten ist

das Grundwasser auf Grundlage der Bewertungskriterien der DIN 4030 Teil 2 in die Expositi-

onsklasse XA 2 - „stark angreifend“ einzuordnen.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 7 von 16

[Seite 8]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Tabelle 4-2: Betonaggressivität Grundwasser

Untersuchungsparameter XA1 XA2 XA3 Probe RKS 1

pH-Wert 6,5–5,5 5,5–4,5 4,5-4,0 6,4 kalklösende Kohlensäure 15–40 40–100 über 100 49 (CO ) in mg/l 2 Ammonium (NH4) in mg/l 15–30 30–60 60–100 17 Magnesium (Mg) in mg/l 300–1.000 1.000–3.000 über 3.000 326 Sulfat (SO4) in mg/l 200–600 600–3.000 3.000–6.000 2.500

Bei der Wasseruntersuchung zeigte sich ein erhöhter Sulfat-Wert von 2.500 mg/l, was aber in

Verbindung mit einer hohen Leitfähigkeit typisch ist für die Region. Ebenso verhält es sich mit

dem leicht sauren pH-Wert von 6,4. Auffällig ist noch der mit 17 mg/l hohe Wert für Ammonium,

der sich in Verbindung mit einem höheren Nitrat-Wert nur mit einem Eintrag nährstoffreicher

Sickerwässer im Anstrom erklären lässt. Daneben ist das Wasser mit einem Wert von 76,1

mg/l stark eisenhaltig.

Es ist die Frage zu klären, welche Möglichkeiten zur Ableitung des Förderwassers aus einer

Grundwasserhaltung bestehen. In einer Voranfrage sollte mit dem Landkreis geklärt werden,

ob das Wasser direkt eingeleitet werden kann oder ob es in die Schmutzwasserkanalisation

eingeleitet werden muss.

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung zum Schichtenaufbau.

Tabelle 4-3: Homogenbereiche

bm

0 1

8

E is T ie fe u n te in / m a x

,3 0 m / 0 ,8 0 m ,7 0 m / 2 ,8 0 m

,0 m / 8 ,5 m

n d te u fe r G O K H ob me or e

1

2

3 g e n ic h

B

M K S T F o d e n a r t

u tte rb o d e le i, s te if c h lic k , w e o rfla g e n e in s a n d n o

ic h d e r O b e rflä c h e n b e fe s tig u n g wA

O

O

S en

T

U

E ite g a

, H r e b e

Z n

Tabelle 4-4: Zusammenfassung Boden-Kennwerte

BodenartKonsistenz / Lagerungs- dichteWichteScherparameterSteifemodul
c’Es
[kN/m3][kN/m3][°][kN/m2][MN/m2]
Klei OUsteif1661751 bis 3
Schlick OUweich1441511 bis 3
Torf HZ-11115100,5
Feinsand SEmitteldicht191132,5030 bis 70

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 8 von 16

[Seite 9]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Eigenschaften und Eignung für bautechnische Zwecke

Klei

Der angetroffene Klei besitzt eine steife Konsistenz. Er kann jedoch aufgrund seiner Gering-

mächtigkeit oberhalb des Gründungshorizontes nicht zum Abtrag von Bauwerkslasten heran-

gezogen werden.

Schluff

Der angetroffene feinsandige Schluff weist eine breiige Konsistenz auf. Er besitzt eine sehr

geringe bis geringe Scherfestigkeit sowie eine sehr schlechte bis schlechte Verdichtbarkeit

und ist stark kompressibel. Der Schluff ist nicht zum Abtragen von Bauwerkslasten geeignet.

Torf

Torf ist ein setzungsstarker Boden und stellt ebenfalls keinen geeigneten Baugrund dar.

Pleistozäne Feinsande

Diese Sande stellen einen gut scherfesten und nur gering kompressiblen Baugrund dar. Als

Lastboden für Bauwerksgründungen ist dieser Boden bei mindestens mitteldichter Lagerung

sehr gut geeignet.

Bautechnische Folgerungen

Im Untersuchungsraum stehen unterhalb von steifem Klei, ab ca. 1,7 m bis 2,8 m beginnend,

organische Weichschichten an, die erst ab ca. 8,0 – 9,5 m unter Gelände von tragfähigen

Sanden unterlagert werden. Bei den Bohrarbeiten im Mai 2021 wurde Grundwasser ca. 1,0

bis 1,1 m unter Gelände festgestellt.

Gründungsvorschlag

Die bindigen Weichschichten sind nicht zum Abtragen von Bauwerkslasten geeignet. Die Bau-

werkslasten müssen demnach z.B. über Pfähle in den tragfähigen Baugrund (pleistozäne

Feinsande) eingeleitet werden.

Die Bemessung einer Tiefgründung kann auf der Grundlage der Drucksondierungen erfolgen.

Die Ermittlung der Pfahlwiderstände kann auf der Basis von Erfahrungswerten der EA-Pfähle

vorgenommen werden. Demnach ist die rechnerische Einbindung von Pfählen erst ab den

Schichten zulässig, die einen Spitzenwiderstand (CPT) von > 7,5 MN/m² aufweisen. Die Bohr-

pfähle müssen dabei mindestens auf einer Länge von 2,5 m in den tragfähigen Baugrund

einbinden können. Diese beiden Bedingungen sind bei den Drucksondierungen CPT-1 bis

CPT-3 ab spätestens 9,5 m unter GOK erfüllt. Zusätzlich muss die Mächtigkeit der tragfähigen

Schicht mind. 1,5 m (oder dreifacher Pfahlfußdurchmesser) betragen.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 9 von 16

[Seite 10]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Tabelle 4-5: Oberkante tragfähiger Baugrund nach EA-Pfähle

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 10 von 16 D

q E a r u c k s o n d ie r u n g 2 c > 7 ,5 M N /m u n d in b in d e lä n g e > 2 ,5 b [m u n te r G O K ] m C P T

8 1 C P T

8 2 C P

9 T

,5 3

Wegen der verschiedenen technischen Ausführungsmöglichkeiten der Pfahlsysteme, muss

die Pfahlbemessung durch die ausführende Spezialtiefbaufirma vorgenommen werden. Dabei

ist zu prüfen, ob in den bindigen Weichschichten ausreichende Knicksicherheit gegeben ist.

Eine exemplarische Bemessung eines Fundex-Pfahls mit einem Durchmesser von 44 cm

wurde durchgeführt. Fundex-Pfähle zeichnen sich durch ihre erschütterungsfreie Herstel-

lungsweise aus. Die Bemessung erfolgte für den Standort CPT-3 nach EA-Pfähle für einen

mittleren Spitzendruck von 10,0 MN/m², unter Einbeziehung der Mantelreibung nach Tab. 5.13

der EA-Pfähle. Die Berechnung ist für drei verschiedene Pfahllängen zwischen 12,0 m und

13,0 m durchgeführt worden.

Besondere Baumaßnahmen

Ein Baugrubenverbau mit Kanaldielen ist nach Ermessen der örtlichen Bauleitung möglich.

Aushubsohlen sind vorsichtig nachzuverdichten. Es sind die Hinweise der EA-B (Empfehlun-

gen des Arbeitskreises Baugruben) zu beachten.

Kellergeschosse etc. sind je nach Gründungsniveau aufgrund des anstehenden Grundwas-

sers gegen Auftrieb zu sichern und beständig gegen drückendes Grundwasser auszubilden

(WU-Beton).

Bei den Untersuchungen im Mai 2021 wurde Grundwasser zwischen 1,0 m und 1,1 m unter

Gelände angetroffen. Bemessungswasserstand ist wegen der möglichen Stauwasserbildung

jedoch die OK-Gelände.

Es wird empfohlen, die Verkehrs- und Parkflächen gem. RStO 12 (Richtlinien für die Standar-

disierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) und der ZTVE-StB 17 (Zusätzliche Technische

Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau) herzustellen.

Im Bereich der Verkehrs- und Parkflächen lässt sich der erforderliche Tragfähigkeitsbeiwert

EV2 ≥ 45 MPa (Planum) auf den anstehenden Böden nicht erreichen. Ein vollständiger Aus-

hub der nicht tragfähigen Schichten bis in große Tiefen ist auch für die Verkehrsflächen nicht

umsetzbar. Somit muss eine Art schwimmende Gründung für die Verkehrsflächen ausgeführt

werden. Die zwangsläufig entstehenden Verformungen sind dabei zu tolerieren.

Es wird vorgeschlagen, den anstehenden Mutterboden komplett auszutauschen. Auf einem

Geovlies sollte eine Füllsandschicht in erforderlicher Mächtigkeit eingebaut werden, auf die

[Seite 11]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

dann eine 20 cm starke Lage Schotter aus gebrochenem Naturstein oder RC-Material aufge-

bracht wird. Dabei ist ein Lastausbreitungswinkel von 45° zu berücksichtigen.

Aufgrund des heterogenen Unterbaues sind dennoch vermutlich örtliche Nachsackungen des

Unter- und Oberbaues nicht zu vermeiden. In diesen Bereichen muss das Pflaster ggf. später

aufgenommen und neu verlegt werden.

4.2 Erdarbeiten und Gründung

Für die Errichtung des neuen Speicherbeckens und des Maschinengebäudes wird zuerst eine

Pfahlgründung mit 56 Pfählen erstellt.

Tabelle 4-6: Anzahl Pfähle und Pfahllasten

Pfähle Pfahllasten 17 < 600 kN 8 900 - 1.000 kN 13 800 - 900 kN 6 700 - 800 kN 12 600 - 700 kN 56

Danach erfolgen der Aushub des nicht tragfähigen Bodens und das Kappen der Pfähle.

Es wird eine Baugrube mit einer Fläche von ca. 400 m², in einer Tiefe von ca. 2,0 m uGOK,

ausgehoben. Auf einen Verbau soll verzichtet werden.

Es sind Wasserhaltungsmaßnahmen erforderlich. Das Grundwasser wurde während der

Bohrarbeiten in Tiefen von t = 1,00 bis 1,10 m uGOK festgestellt. In niederschlagsreichen

Zeiten muss mit einem Anstieg des Grundwassers bis GOK gerechnet werden. Für den Neu-

bau ist somit der volle Auftrieb bis GOK zu berücksichtigen. Die Auftriebssicherung erfolgt

durch das Eigengewicht der Konstruktion und die Zugkraft der Pfähle.

4.3 Speicherbecken

Das Speicherbecken besteht aus einem kubischen Block, der durch ein Flachdach abge-

schlossen ist. Die Dachdeckung ist mit Polyurethan-Hartschaumplatten im Gefälle und ent-

sprechender Eindichtung und Randausbildung vorgesehen. Die Dachentwässerung erfolgt

über Fallleitungen an der Außenwand. Die Dachflächen werden mit PV-Anlagen versehen.

Die Sohle ist schräg ausgeführt und führt auf den Pumpensumpf. Im Bereich des Pumpen-

sumpfes wird die Sohle ca. 1,40 m tiefer ausgebildet.

Das Speicherbecken hat äußere Abmessungen von ca. 14,015,509,50 m, die Wassertiefe

beträgt max. ca. 7,00 m. Das Becken bindet ca. 2,00 m in das Gelände ein. Das Becken wird

mit Füllboden bis auf ca. 0,50 mNN angeschüttet.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 11 von 16

[Seite 12]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Der Einstieg in das Becken erfolgt über eine seitliche Drucktür von der Straße her. Über ein

innen liegendes Podest kann der Pumpensumpf erreicht werden.

Zur Spülung/ Reinigung des Speicherbeckens nach Entleerung ist eine Schwallwasserspü-

lung mit Vakuumauslösung vorgesehen. Es werden drei vertikale Kammern am Hochpunkt

des Beckens unter Unterdruck gesetzt. Die Wassersäule in diesen Kammern bleibt auch beim

Entleeren des Pumpensumpfes bestehen. Mit der Auslösung eines Entspannungsventils wird

die Wassersäule schlagartig freigegeben und ergießt sich über den Boden des schrägen Pum-

pensumpfes. Auf diese Weise wird die Oberfläche von Ablagerungen befreit. Eine Spülung

wird nur bei hohem Wasserstand im Becken betrieben, d.h. zu diesem Zeitpunkt ist mit star-

kem Regenwassereinfluss zu rechnen. Das eingestaute Wasser sollte damit wenig Fremd-

stoffe enthalten und damit günstig für eine Spülung sein.

Es ist geplant, das Bauwerk komplett in Betonbauweise aus wasserundurchlässigem Stahlbe-

ton C35/45 WU nach EC 2 (DIN EN 1992-1-1) herzustellen (Expositionsklasse: XC4; XF1;

XA2; WA; Zuschlagskorngröße max. 16 mm; Hochofenzement CEM III A).

Zur Bewehrung wird Betonstahl 500 S und BST 500 M verwendet.

Das Grundwasser ist als stark betonangreifend/ Expositionsklasse XA2 anzusetzen.

Das Becken wird an der Decke und an den Wänden komplett mit einer Schalungsbahn (Zem-

drain classic) versehen. Die Oberflächenvergütung schützt vor Korrosion und erleichtert das

Reinigen des Beckens.

Zur Einführung der Druckleitungen und zur Ausbildung der Entnahmeleitungen werden Wand-

durchführungen eingelassen, hergestellt aus einem VA-Rohrstück mit Flanschen sowie Hüls-

dübeln aus A4-Edelstahl.

4.4 Maschinengebäude

Das Maschinengebäude wird direkt neben dem Speicherbecken angeordnet. Hier sind die

Entnahmepumpen und Zerkleinerer mit allen Rohrleitungen und Sensoren untergebracht. Da-

neben sind ein Schaltanlagenraum und eine Toilette vorgesehen.

Der Hochbau ist als kubischer Baukörper geplant. Das Bauwerk ist wie das Speicherbecken

durch ein Flachdach abgeschlossen, die Dachfläche wird mit einer PV-Anlage versehen.

Die Außenabmessungen ergeben sich zu ca. 6,00 x 15,30 x 9,25 m. Die oberirdische Bauhöhe

(Pultdachfirst) liegt bei ca. 7,0 m ü. OKG.

Die Dachdeckung ist mit Polyurethan-Hartschaumplatten und entsprechender Eindichtung

und Randausbildung vorgesehen. Die Dachentwässerung erfolgt über Fallleitungen in ein Re-

genrückhaltebecken.

Es werden Eingangstüren aus Aluminiumprofilen sowie Kunststofffenster eingesetzt.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 12 von 16

[Seite 13]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Die Wände werden mindestens 2,00 m hoch verfliest, ansonsten wird Sichtbeton hergestellt

und mit einer Latexfarbe gestrichen. Alle Fußbodenflächen werden mit einem kunststoffmodi-

fizierten Estrich belegt. Zur Abfuhr des Reinigungswassers wird im Belag eine Ablaufrinne

eingearbeitet. Das Abwasser wird über eine Kellerentwässerungspumpe in den Pumpensumpf

des Speicherbeckens gefördert.

Über den Pumpen und Zerkleinerern wird eine Kranbahn installiert, mit der bei Bedarf Maschi-

nen oder Armaturen bis auf die Fahrbahn ins Freie gebracht werden können.

Das Gebäude muss nur frostfrei gehalten werden. Die Temperierung erfolgt zum Teil über die

Abwärme der Maschinen und die Schaltanlage. Es werden zusätzlich elektrische Rippenheiz-

körper eingesetzt.

4.5 Oberflächen

Die Erschließung des Pumpwerkes erfolgt über die vorhandene Zufahrt. Rund um den Neubau

werden Fahr- und Gehwege vorgesehen.

Die Fahrwege werden für Schwerlastverkehr ausgelegt. Die Entwässerung der Flächen erfolgt

über Straßenabläufe, das Regenwasser wird in ein Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem

Ablauf in das „Knockster Tief“ abgeführt.

Die nicht befestigten Oberflächen werden mit Rasenansaat versehen.

Das Gelände wird komplett neu eingezäunt und mit einem Zufahrtstor versehen.

4.6 Erdverlegter Rohrleitungsbau

Für alle erdverlegten Druckrohrleitungen ist der Werkstoff PEHD SDR 17 vorgesehen.

Die Abwasserzufuhr zum neuen Pumpwerk erfolgt über Druckrohrleitungen. Die bestehende,

6,0 m tiefe Freigefälleleitung wird stillgelegt.

Vom bestehenden Pumpwerk 3 (alte Kläranlage) muss eine Verlängerung der bestehenden

Druckleitung DN 200 über 115 m bis an das neue Pumpwerk verlegt werden (nicht Bestandteil

dieser Ausschreibung).

Vom bestehenden Pumpwerk 5 (Hans-Böckler-Allee) soll eine Druckleitung DN 150 über 545

m bis an das neue Pumpwerk verlegt werden (nicht Bestandteil dieser Ausschreibung).

Vom bestehenden Pumpwerk 6 (Großer Sielweg) muss eine Verlängerung der bestehenden

Druckleitung DN 150 über 180 m bis an das neue Pumpwerk verlegt werden (nicht Bestandteil

dieser Ausschreibung).

Zur Entwässerung der letzten Haltungen in der Hans-Böckler-Allee soll ein neues Klein-Pump-

werk geschaffen werden, das über eine Druckleitung DN 100 über 105 m an das neue Pump-

werk anbindet (nicht Bestandteil dieser Ausschreibung).

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 13 von 16

[Seite 14]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

Zur Entwässerung der Haltungen mündend in der Brückstraße soll ein neues Klein-Pumpwerk

geschaffen werden, das über eine Druckleitung DN 100 in die Druckleitung vom „Großen Siel-

weg“ einmündet (nicht Bestandteil dieser Ausschreibung).

Aus dem Pumpwerk führt eine Druckleitung DN 250, die an die bestehende Molchschleuse

angeschlossen wird.

Für den Havariefall wird bei vollgefülltem Speicherbecken das Wasser über eine Notablauflei-

tung über ein Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem Ablauf in das „Knockster Tief“ abge-

leitet.

  1. Regenrückhaltebecken

Im Rahmen des Projektes „Neubau Hauptpumpwerk Hinte“ ist die Schaffung eines Regen-

rückhaltebeckens erforderlich, da das Niederschlagswasser der neu versiegelten Flächen nur

verzögert in den Vorfluter (Knockster Tief) eingeleitet werden darf. Das Ziel ist es, den erhöh-

ten Regenwasserabfluss zwischenzuspeichern und gedrosselt abzugeben.

5.1 Rahmenbedingungen

5.1.1 Bodenverhältnisse

Das Bodengutachten für das Pumpwerk Hinte zeigt, dass der Untergrund am Standort des

geplanten Regenrückhaltebeckens hauptsächlich aus einer Schicht steifen Kleis besteht, die

bis in eine Tiefe von ca. 1,7 bis 2,8 m reicht. Der gemessene Durchlässigkeitsbeiwert (k-Wert) f

dieser Schicht beträgt 1,1×10−7m/s, was auf eine sehr geringe Versickerungsfähigkeit hin-

weist. Das Grundwasser steht bei ca. 1,0 bis 1,1 m unter Geländeoberkante (GOK) an.

5.1.2 Regendaten

Die Bemessungsniederschlagswerte und Regenspenden für den Standort Hinte basieren auf

den KOSTRA-DWD-2020-Daten. Diese Daten bieten für verschiedene Wiederkehrzeiten und

Dauerstufen verlässliche Werte zur Planung von Regenrückhalteanlagen. Das Rasterfeld für

den Standort ist 85106.

5.1.3 Vorgaben

Gemäß Angaben des Amts für Bauordnung, Planung und Naturschutz des Landkreises Aurich

ist aufgrund einer erheblichen Neuversiegelung eine Retention vorzuhalten. Es sollen maximal

2 l/s/ha in das „Knockster Tief“ eingeleitet werden.

Die Bemessung des Regenrückhaltebeckens erfolgt gemäß den Vorgaben der DWA-A 117

und basiert auf den lokalen Niederschlagsdaten.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 14 von 16

[Seite 15]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

5.1.4 Systembeschreibung

Das anfallende Niederschlagswasser wird aus verschiedenen Quellen dem Rückhaltebecken

zugeführt. Das Regenwasser der Dachflächen und die Straßenabläufe der befestigten Flä-

chen sind an das Rückhaltebecken angeschlossen. Zusätzlich wird das Wasser aus dem Not-

überlauf des Pumpwerkes in das Rückhaltebecken geleitet. Alle Zuleitungen werden vor dem

Becken zusammengeführt und über ein Auslaufbauwerk (DN 400) in das Rückhaltebecken

eingeleitet.

Das Rückhaltebecken wird als Erdbecken ausgeführt. Es handelt sich um ein rechteckiges

Becken mit abgerundeten Ecken (ca. 26,0 x 8,0 m), das den Wasserfluss optimiert und die

Pflege erleichtert. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, der bei ca. 1,0 bis 1,1 m unter

Geländeoberkante liegt, wird die Tiefe des Beckens auf maximal 1,0 m begrenzt.

Die Einlaufleitung wird bei vollem Becken eingestaut. Dies ergibt sich aufgrund der Höhenlage

der Ein- und Auslaufpunkte. Eine größere Beckentiefe ist wegen des hohen Grundwasser-

spiegels nicht möglich. Die Böschungen des Beckens werden mit einem Gefälle von 1:3 an-

gelegt. Zur Erosionskontrolle und landschaftlichen Einbindung wird das Becken mit Gras be-

grünt.

Der Ablauf erfolgt über einen Drosselschacht, der den Abfluss auf maximal 0,2 l/s begrenzt.

Der Anschluss erfolgt direkt an das bestehende Entwässerungssystem, ohne eine neue Ein-

leitstelle zu schaffen. Dieses System gewährleistet eine sichere Zwischenspeicherung und

kontrollierte Ableitung des Regenwassers, schützt das nachgelagerte Entwässerungssystem

vor Überlastung und erfüllt die behördlichen Vorgaben zur maximalen Abflussrate.

  1. Anlagen

6.1 Terminplan

Der Terminrahmenplan ist den Ausschreibungsunterlagen beigefügt und verdeutlicht den ge-

planten zeitlichen Verlauf

6.2 Geotechnisches Gutachten

Das geotechnische Gutachten ist der Ausschreibung beigelegt.

6.3 Statik

Die Statik ist der Ausschreibung beigelegt.

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 15 von 16

[Seite 16]

OOWV

Neubau Hauptpumpwerk Hinte Baubeschreibung

6.4 Zeichnungen

Zeichnungs-Nr.Bezeichnung/ Inhalt
E-101-1Lageplan - Oberflächen
E-101-2Lageplan - Rohrleitungen
E-201-1Hauptpumpwerk - Grundriss EG
E-201-2Hauptpumpwerk - Grundriss OG, Schnitt, 3D
E-201-3Hauptpumpwerk - Schnitt A-A - D-D
E-201-4Hauptpumpwerk - Schnitte, 3D
E-201-5Hauptpumpwerk - Ansichten
E-201-6Hauptpumpwerk - Pfahlplan
E-201-7Hauptpumpwerk - Dachdraufsicht
E-202Kondensatschacht - Grundrisse, Schnitte
E-601-1Hauptpumpwerk - Beleuchtungsplan
E-601-10Hauptpumpwerk - Erdungsplan
E-601-11Lageplanausschnitt - Blitzschutz

© ehp Umweltplanung GmbH Seite 16 von 16

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung