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Anlage 1.1
Erläuterungsbericht
Projektbezeichnung: ESTW-A Berlin-Neukölln (BNK)
Hochrüstung SIMIS D - Hochbauplanung
Leistungsphase: Entwurfsplanung
Projektnummer: T016033176.00750
| Strecke Nr Bezeichnung | Strecke km |
|---|---|
| Strecke 6020 Bft Sonnenallee (BSO) - Bf Neukölln (BNK) - Bft Herrmannstraße (BHER) | km 15,035 – km 20,410 |
Stand: 17.06.2026
Bauherr: Planverfasser:
DB InfraGO AG DB Engineering & Consulting GmbH Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Region Ost, Planung Ost Netz Berlin – I.IA-O-N-BLN I.TV-O-P-O Granitzstraße 55-56, 13189 Berlin EUREF Campus 14, 10829 Berlin
| X | |||
|---|---|---|---|
| X | |||
| Unterschrift, Name (Projektleiter) | Unterschrift, Name (Projektleiter) |
| X | |||
|---|---|---|---|
| X | |||
| Unterschrift, Name (Planverfasser) | Unterschrift, Name (Planverfasser) |
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Änderungshistorie
| Version | Datum | Name | Bemerkung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.0 | 19.06.2026 | Y. Momenzadeh | Erstlieferung HB | ||||||||
| 1.0 | 19.06.2026 | E. Scholz | Erstlieferung TWP |
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ESTW-A Berlin-Neukölln (BNK) Hochrüstung SIMIS D - Hochbauplanung Erläuterungsbericht zur Entwurfsplanung
Inhaltsverzeichnis
1 Beschreibung des Projektes ........................................................................... 5
1.1 Lage im Netz .................................................................................................... 6
1.2 Grundlagen der Planung ................................................................................... 6
2 Beschreibung des bestehenden Zustands Hochbau ....................................... 8
2.1 Objektbeschreibung ESTW-Neukölln ................................................................. 8
2.2 Art der Nutzung ............................................................................................... 8
2.3 Bauwerksdiagnostische Untersuchung .............................................................. 8
2.3.1 Übersicht ......................................................................................................... 8
2.3.2 Zusammenfassung: ........................................................................................... 9
2.4 Beschreibung der Baukonstruktion ................................................................... 9
3 Entwurfselemente und Zwangspunkte – bleibt frei ..................................... 11
4 Variantenuntersuchung ................................................................................ 11
4.1 Ergebnisse der statischen Bewertung ............................................................. 12
4.2 Entscheidung des Auftraggebers ..................................................................... 12
5 Beschreibung des künftigen Zustands Hochbau .......................................... 12
5.1 Unterdecken und Doppelböden in den Technikräumen ................................... 12
5.2 Erneuerung der Schließanlage und Türen ........................................................ 13
5.3 Rückbau ......................................................................................................... 13
5.4 Tragkonstruktion............................................................................................ 13
5.4.1 Anforderungen ............................................................................................... 13
5.4.2 Planungsgrundlagen ....................................................................................... 14
5.4.3 Lastannahmen ............................................................................................... 16
5.4.4 Statische Berechnung ..................................................................................... 18
5.5 Hinweise zur Bauausführung .......................................................................... 19
6 Umweltschutz – bleibt frei ........................................................................... 19
7 Sicherheit – bleibt frei ................................................................................. 19
8 Berührungspunkte mit anderen Maßnahmen– bleibt frei ........................... 19
9 Unternehmensinterne Genehmigungen (UiG) | Zustimmung im Einzelfall (ZiE) – bleibt frei ................................................................................................... 19
10 Risikomanagementverfahren – CSM-RA – bleibt frei .................................. 19
11 Rechtsangelegenheiten – bleibt frei ............................................................ 19
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12 Einordnung in die Mittelfristplanung – bleibt frei ....................................... 19
13 Baukosten und Finanzierung – bleibt frei .................................................... 19
14 Baudurchführung– bleibt frei ....................................................................... 19
15 Begründung der gewählten Lösung – bleibt frei .......................................... 19
Abbildungsverzeichnis .............................................................................................. 20
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1 Beschreibung des Projektes
Im Rahmen des Projekts „ESTW-A Neukölln (BNK)“ erfolgt die grundlegende Erneuerung und Modernisierung der bestehenden Leit- und Sicherungstechnik. Die bisher eingesetzte Stellwerksbauform SIMIS C, deren technische Unterstützung und Ersatzteilverfügbarkeit nicht mehr gegeben ist, wird durch das System SIMIS D ersetzt. Die Maßnahme ist zudem eng mit der laufenden Migration des Zugbeeinflussungssystems ZBS verknüpft.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Umrüstung der Betriebsstelle Sonnenallee, die vom bisherigen Haltepunkt zu einem Bahnhofsteil des Bahnhofs Neukölln erweitert wird. Dies erfordert die Errichtung zusätzlicher Signale und Änderungen an der Signalisierung, um den neuen Anforderungen an die Betriebsführung gerecht zu werden. Gleichzeitig wird die Betriebsstelle Köllnische Heide aus dem Bahnhofsbereich Neukölln herausgelöst und dem Stellwerk Schöneweide (BSW) zugeordnet, der im Rahmen des Projekts S9 angepasst wird. Dies macht den Streckenabschnitt zwischen Köllnische Heide und Neukölln zur freien Strecke und erfordert zusätzliche sicherungstechnische Änderungen, wie die Anpassung von Signalen und die Einrichtung von Innenschlüsselsperren.
Die Signale des SIMIS D Stellwerks sollen im Vergleich zur SIMIS C-Anlage so wenig wie möglich verschoben werden. Vereinzelt finden Veränderungen statt, die jedoch die Struktur der Anlage verbessern.
Die Inbetriebnahme der modernisierten Anlage ist für Mai 2027 vorgesehen. Das Projekt wird eng mit der Inbetriebnahme des ESTW-Schöneweide abgestimmt.
Die geplanten Maßnahmen an der Schnittstelle beinhalten die Planung einer spezifischen Phase zur Reihung der Arbeiten. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme des ESTW-Schöneweide wird auch die Schnittstelle zum ESTW-A Frankfurter Allee in Betrieb genommen. Dabei wird die ESTW-UZ BFA in den Steuerbezirk 6 integriert. Mit der Inbetriebnahme von Schöneweide wird das SIMIS C - ESTW-A Neukölln (BNK) außer Betrieb genommen. Etwa 2–3 Tage vor der SIMIS D - ESTW- A Neukölln (BNK) Inbetriebnahme werden zudem die ESTW-A BSKR und BBUP wegen eines gemeinsamen Softwarewechsels im Bereich BWKRR außer Betrieb genommen. Nach weiteren etwa 10 Tagen werden die beiden ESTW-A BSKR und BBUP wieder in Betrieb genommen. Es sollen jedoch keine Bauzustände für das ZBS an den Schnittstellen geplant werden.
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1.1 Lage im Netz
Die Arbeiten finden auf der Strecke 6020 (Berliner Ringbahn) auf dem Abschnitt zwischen den Bahnhofsteil (Bft) Treptower Park (BTP, km 14,30, Bft von Südkreuz) und dem Bft Berlin-Tempelhof (BTHF, km 21,89, Bft von Ostkreuz) statt. Außerdem ist die Strecke 6021 auf dem Abschnitt zwischen dem Bahnhof Berlin Neukölln (BNK, km 0,0) und dem derzeitigen Bft Köllnische Heide (BKHD, km 1,77) betroffen. Das ESTW-A Berlin-Neukölln (BNK) befindet sich am km 18,700 der Strecke 6020 bahnrechts auf Höhe der Abstellanlage des Bft Hermannstraße (BHER).
Abbildung 1 - Lage des ESTW-A BNK im Netz der Berliner S-Bahn
1.2 Grundlagen der Planung
Die Planung basiert auf folgenden Grundlagen:
Aufgabenstellung: Steckbrief zur Hochrüstung des ESTW-A BNK - Grimmel - 1.1 – 04.11.24 Gleisnetzdaten Strecke 6020 (km: 13,9 – 21,6) & 6021 (km: 0,1 – 3,2), Koordinatensystem: DB_Ref, Höhensystem: DB_Ref 2016, Übergabe durch I.IA- O-I 32, Stand: 29.07.2024 Vermessungsdaten: Grenzzeichen im Stellbereich ESTW-A BNK, Übergabe durch I.IA-O-I 32, Stand: 07.11.2024 Orthofotos: Stand 06.06.2023 BP40_Ost_DBREF4 Durch den DB Engineering & Consulting zur Verfügung gestellte Vermessungsdaten Durch den AG und Dritten zur Verfügung gestellte Bestandsunterlagen Railbeton Technischer Produktkatalog, Stand: 01.2019 Bauwerksdiagnostische Untersuchung vom 04.05.2026, aufgestellt durch LPI Ingenieurgesellschaft mbH, Völgerstraße 9, 30519 Hannover.
Gültiges Regelwerk der DB AG:
Ril 800.0130 (Stand: 21.06.2018)
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Ril 836.4501 – 836.4502 (Stand: 02.01.2025) Ril 859.2101 (Stand: 01.06.2025)
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2 Beschreibung des bestehenden Zustands Hochbau
2.1 Objektbeschreibung ESTW-Neukölln
Das Stellwerksgebäude befindet sich in der Siegfriedstraße (Höhe Hausnummer 36) in Berlin-Neukölln am Rand der Bahngleise. Das ESTW liegt an der Bahnstrecke 6020 bei Kilometer Vorabzug 18,7. Das dreigeschossige, unterkellerte Gebäude liegt topografisch deutlich unterhalb des Straßenniveaus. Eine direkte Anfahrt an das Gebäude ist nicht möglich. Die Erschließung des Geländes erfolgt ausschließlich über die Siegfriedstraße; die vorhandene Zufahrt ist als Feuerwehrzufahrt geeignet. Eine Umfahrung des Gebäudes ist nicht gegeben. Trotz der Entfernung von weniger als 50 m zur öffentlichen Verkehrsfläche ist das Gebäude aufgrund des tieferliegenden Niveaus nur über die Treppe erreichbar. Im Gebäude befinden sich diverse technische Anlagen, Schaltschränke und weitere E-Technikausrüstung.
2.2 Art der Nutzung
Das Gebäude dient als Stellwerk und wird nicht als dauerhafter Arbeitsplatz genutzt. Personen halten sich dort ausschließlich zu Wartungs-, Inspektions- und Reparaturzwecken auf. Entsprechend werden die Nutzungseinheiten nur selten betreten.
Die Nutzungseinheiten gliedern sich wie folgt:
Kellergeschoss
Grundfläche ca. 90 m²; Zugang erfolgt direkt von außen.
Erdgeschoss
Grundfläche ca. 80 m²; die Räume sind – mit Ausnahme des Batterieraums – direkt von außen zugänglich.
1. Obergeschoss
Grundfläche ca. 115 m²; In der Nutzungseinheit befinden sich zwei Räume mit technischen Installationen, die über den notwendigen Treppenraum begangen werden.
2.Obergeschoß
Grundfläche ca. 34 m²; Sie besteht aus zwei leerstehenden Räumen und einem WC.
2.3 Bauwerksdiagnostische Untersuchung
2.3.1 Übersicht
Planungsgrundlage bildet die Bauwerksdiagnostische Untersuchung (Anlage 7.3), vom 04.05.2026, aufgestellt durch LPI Ingenieurgesellschaft mbH, Völgerstraße 9, 30519 Hannover.
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Im Rahmen der Untersuchung wurde der Deckenaufbau zwischen den Achsen 0-9, die Betondruckfestigkeit, die Carbonatisierungstiefe, der Außenwandaufbau, der Unterzug in Achse 2 sowie die Überzüge in Achse 3, 6, 7 und 8 untersucht.
Für nicht untersuchte Baustoffe werden für die Bauzeit (Anfang 20. Jahrhundert) typischen Materialwerte angenommen.
2.3.2 Zusammenfassung:
Im Zuge der bauwerksdiagnostischen Untersuchungen im Bereich der Geschossdecke zwischen Erdgeschoss und 1. Obergeschoss konnten verschiedene Deckentypen festgestellt werden. Zum einen wurden unbewehrte Betondecken und zum anderen Stahlsteindecken vorgefunden. Die Betondecke weist im Mittel Würfeldruckfestigkeit von 43,0 N/mm² und eine Zylinderdruckfestigkeit von ca. 35,2 N/mm² auf. Dies entspricht der Betonfestigkeitsklasse C 25/30. Zudem wurde die Carbonatisierungstiefe im Beton im Mittel mit 5 mm festgestellt. Die Stahlsteindecken besitzen eine Stahleinlagen aus Rundstahl Ø 6 mm im Abstand von max. 19,3 cm. Die ermittelte Deckenstärke beträgt ca. 20,6 cm. Jedoch wurde die Stärke im Bereich eines Deckenversprungs ermittelt. Der Versprung von ca. 5 cm auf der Deckenoberseite ist in einigen Bereichen von der Deckenstärke abzuziehen. Damit ergibt sich eine minimale Deckenstärke von ca. 15,6 cm.
Alle untersuchten Überzüge im 1. Obergeschoss bestehen aus Stahlträgern und konnten unterschiedlichen Profilen zugeordnet werden. Die Profilgrößen variieren zwischen vmtl. IPN 270 bis IPN 280. An einer Stelle wurde ein U-Profil, vmtl. U 160, vorgefunden. Der untersuchte Unterzug im Erdgeschoss besteht aus zwei nebeneinander liegenden Stahlträgern, vmtl. I 240. Der Zwischenraum zwischen den Stahlträgern ist mit Beton verfüllt.
Die untersuchten Außenwände sind aus Vollziegelmauerwerk hergestellt.
2.4 Beschreibung der Baukonstruktion
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein unterkellertes dreigeschossiges Gebäude. Das 2. Obergeschoss erstreckt sich nicht über dem gesamten Grundriss des Bauwerks.
Zur besseren Verständlichkeit wurde das Gebäude in ein Achsraster vertikal 0-13 und horizontal A-H unterteilt.
Die tragende Konstruktion besteht im Wesentlichen aus massiven einschaligen Mauerwerkswänden, Deckenplatten und Stahlüberzügen (Annahme INP 270, INP 280) mit einer Betonummantelung in den Achsen 1-6,8 sowie 11-12. Im Rahmen der Bauwerksdiagnostischen Untersuchung (Anlage 7.3) wurden folgen Stahlprofile festgestellt. In Achse 3 und 6 sind INP 280 und in Achse 8 ist ein INP 270 vorhanden. In Achse 7 ist der Überzug mit einem Profil UNP 160 und einer Längsbewehrung ausgeführt. In Achse 2 ist zusätzlich zu dem Überzug ein
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Unterzug mit 2 Stück IPE 240 vorhanden. In Achse 7 und in Achse 11 befindet sich im Erdgeschoss eine tragende Innenwand.
Die Deckenfelder sind als Stahlsteindecke und unbewehrte Betonplatten ausgeführt. Die Zuordnung der Bauweise der einzelnen Deckenfelder kann, für den LST-Raum, der Bauwerksdiagnostischen Untersuchung entnommen werden (siehe Abbildung).
Abbildung 2 - Bauart Deckenfelder
Bahnseitig ist ein stählerner Laufsteg in der Ebene der Decke über KG angeordnet.
Aufgrund der Bauzeit (Anfang 20. Jahrhundert) kann angenommen werden, dass die Gründung als Flachgründung in Form von Einzel- und Streifenfundamenten ausgeführt ist. Konstruktiv ist eine Bodenplatte zwischen den Fundamenten vorgesehen. Die Gebäudeaussteifung erfolgt über die Deckenplatte sowie über die Innen- und Außenwände. Auf der Nord-Seite des Gebäudes ist die Erdgeschoss- Außenwand als Stützwand für den Hang ausgeführt. Vorwände, Verkofferungen und Schächte sind teilweise als Trockenbauwände hergestellt.
Im 1. Obergeschoss befindet sich die vorhanden Stellwerkstechnik. Die Technikschränke und -gestelle sind auf einem aufgeständerten Doppelboden angeordnet. Für den Doppelboden liegen keine Herstellerinformationen oder technischen Datenblätter vor. Das Rastermaß des Bodens beträgt ca. 600 x 600 mm. Die Ständer des Doppelbodens sind auf den I-Profilen einer darunter befindlichen Stahlkonstruktion angeordnet und mit dieser verklebt.
Die Stahlkonstruktion besteht aus I-Profilen HEA 100 und L-Profilen 150 x 75 mm. Die I-Profile sind horizontal mit einem Achsabstand von 600 mmm in den Achsen A-H angeordnet und konstruktiv mit dem kurzen Schenkel der L- Profilen verbunden. Die L-Profile sind seitlich an den Überzügen der Geschossdecke in den Achsen 1-8 sowie 11-12 angeordnet und konstruktiv über mechanische Anker (vermutlich FAZ-M8) mit diesen verbunden. Da die L-Profile nicht auf den Außenwänden aufliegenden und nicht kraftschlüssig/tragfähig mit den Überzügen verbunden sind, kann eine statische Funktion ausgeschlossen werden. Es kann angenommen werden, dass die Funktion der L-Profile lediglich der Ausrichtung und Montage der I-Profile diente. Die I-Profile sind als Einfeldträger (teilweise mit kurzem Kragarm) ausgeführt. Die Stöße sind neben den Auflagern, mit Schraubverbindungen und Fahnenblechen gelenkig ausgeführt.
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Zum Kraftschluss und Lastabtrag wurden zwischen UK-Stahlprofil und OK-Überzug Stahlplatten angeordnet. Der Abstand der Überzüge und damit die Spannweite der I-Profile, variiert über die Gebäude Länge. Die Lage der Überzüge wurden mit Leserentfernungsmesser und Meterstab durch den Planer erfasst und beträgt 1,75 m bis 3,00 m (Achsmaß).
3 Entwurfselemente und Zwangspunkte – bleibt frei
4 Variantenuntersuchung
Im Rahmen der Vorplanung wurden zwei technische Varianten hinsichtlich der Anordnung der neuen Anlagen untersucht:
Variante 1:
Neue Steuerungsanlagen im Rechnerraum
Neue Batterieanlage im Serverraum
Abbildung 3 - Anordnung der neuen Anlagen- Variante 1
Variante 2:
Batterieanlage, Verteiler, Gleichrichter, Netzumschaltanlage und USV im Serverraum
Weitere neue Steuerungsanlagen im Rechnerraum
Abbildung 4 - Anordnung der neuen Anlagen- Variante 2
Zu beiden Varianten wurden die statischen Auswirkungen auf die vorhandene Stahlkonstruktion untersucht sowie eine überschlägige Kostenbetrachtung durchgeführt.
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4.1 Ergebnisse der statischen Bewertung
Der statische Nachweis der vorhandenen Tragkonstruktion, im Wesentlichen bestehend aus den Querträgern HEA100 und den Überzügen INP270, INP280, kann erfolgreich erbracht werden.
Die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks sind gewährleistet.
4.2 Entscheidung des Auftraggebers
Nach Abwägung der betrieblichen, räumlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich der Auftraggeber für Variante 1 entschieden.
Die Tragwerksplanung wurde daher auf Basis dieser Variante weitergeführt.
5 Beschreibung des künftigen Zustands Hochbau
Das ESTW-A BNK bleibt in seiner Baulichkeit bestehen und wird anlagentechnisch modernisiert. Hierfür wird parallel eine SIMIS D Anlage neu aufgebaut und die mitwirkenden Anlagen, wie Elektro, Klima, Telekomunikation, usw. angepasst oder erneuert.
Ziel der Maßnahme ist es, die baulichen Voraussetzungen für den Einbau neuer Steuerungsanlagen im Serverraum sowie im Rechnerraum (1. Obergeschoss) zu schaffen, ohne den laufenden Betrieb der bestehenden Anlagen zu beeinträchtigen. Die neuen Systeme sollen zunächst parallel installiert und erst nach erfolgreicher Inbetriebnahme der SIMIS-D-Technik die bestehenden Geräte zurückgebaut werden.
Für die Verlegung neuer Kabeltrassen und Rohrleitungen der technischen Gewerke sind im gesamten Gebäude zusätzliche Wand- und Deckendurchbrüche sowie erforderliche Kernbohrungen herzustellen und unmittelbar mit einer bauaufsichtlich zugelassenen Brandschottung zu versehen. Darüber hinaus müssen bauzeitlich genutzte Öffnungen für die Dauer der Maßnahme fachgerecht gesichert und nach Abschluss der Arbeiten dauerhaft verschlossen werden. Forderungen des Brandschutzes sind dabei zu beachten und nachzuhalten.
Die Grundrisse sind der Zeichnung Nr.: BNK_EP_HB_GR_01-03 zu entnehmen.
Die Schnitte sind der Zeichnung Nr.: BNK_EP_HB_SC_01 zu entnehmen.
Die Ansichten sind der Zeichnung Nr.: BNK_EP_HB_AN_01-03 zu entnehmen.
5.1 Unterdecken und Doppelböden in den Technikräumen
Aufgrund der anlagentechnischen Erneuerung werden die abgehängten Decken im Stellrechnerraum sowie im Stromversorgungsraum vollständig gegen ein zeitgemäßes System ausgetauscht. Der Einbau dieser Unterdecken erfolgt in mehreren Bauabschnitten, die sich strikt nach dem Fortschritt der Schrankaufstellungen richten. Der AN muss hierbei durch geeignete Schutzmaßnahmen sicherstellen, dass die empfindliche Technik während der abschnittsweisen Montagearbeiten nicht beeinträchtigt wird.
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Außerdem wird der vorhandene Doppelboden in diesen Räumen sowie im Flurbereich durch die Fa. Siemens zurückgebaut und unter Beibehaltung des vorhandenen Rasters der Doppel-T-Träger erneuert. Der AN hat seine Leistungen dahingehend mit der Fa. Siemens zu koordinieren.
5.2 Erneuerung der Schließanlage und Türen
Alle Türen im Keller, Erdgeschoss und ersten Obergeschoss werden durch neue Bauteile ersetzt und mit ISS-Schlössern gemäß dem geltenden Schließplan ausgestattet. Die Türen sind als einflügelige Elemente mit einer Feuerbeständigkeit der Klasse F90 auszuführen. Gemäß den Vorgaben der Ril 135.0401 müssen die Türelemente eine entsprechende Widerstandsklasse aufweisen. Um eine lückenlose Überwachung zu ermöglichen, werden sämtliche Türzargen mit Kontakten zur elektronischen Erkennung des Öffnungszustandes ausgerüstet.
5.3 Rückbau
Sämtliche demontierten Bauteile, insbesondere die Deckenplatten und Türen, sind durch den AN fachgerecht und nachweisbar zu entsorgen. Nach Abschluss des Rückbaus sind alle nicht mehr benötigten Öffnungen in den Wänden und Decken unter Berücksichtigung der brandschutztechnischen Anforderungen dauerhaft zu verschließen.
5.4 Tragkonstruktion
5.4.1 Anforderungen
Im Rahmen der Modernisierung wird, die bisher eingesetzte Stellwerksbauform SIMIS C durch das System SIMIS D ersetzt. Außerdem wird ein neuer Batterieschrank installiert. Die Stellwerktechnik befindet sich im Stellrechnerraum (LST-Raum) und der Batterieschrank im Stromversorgungsraum (SV-Raum). Beide Räume befinden sich im 1. Obergeschoss des Bauwerks.
Um die Ausfallzeit des Stellwerks gering zu halten, ist es erforderlich, dass die neue Stellwerkstechnik neben der alten Stellwerkstechnik im LST-Raum und der neue Batterieschrank neben dem alten Batteriegestell im SV-Raum im Obergeschoss errichtet und in Betrieb genommen wird. Nach Inbetriebnahme wird die alte Technik zurückgebaut. Dies führt zu einer temporären Lasterhöhung auf der Geschossdecke. Des Weiteren erfahren die bisher geringe belasteten Bereiche der Geschossdecke durch die neue Technik eine Lasterhöhung.
Des Weiteren werden der vorhandene Doppelboden und die abgehangene Decke im Obergeschoss durch einen neuen Doppelboden und eine neue abgehangene Decke ersetzt.
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5.4.2 Planungsgrundlagen
Grundlage für die Berechnung ist die Entwurfsplanung aufgestellt von DB Engineering & Consulting GmbH, EUREF Campus 14, 10829 Berlin sowie die Bauwerksdiagnostische Untersuchung (Anlage 7.3) vom 04.05.2026 aufgestellt von LPI Ingenieurgesellschaft mbH, Völgerstraße 9, 30519 Hannover.
Im Rahmen der Untersuchung wurde der Deckenaufbau zwischen den Achsen 0-9, die Betondruckfestigkeit, die Carbonatisierungstiefe, der Außenwandaufbau, der Unterzug in Achse 2 sowie die Überzüge in Achse 3, 6, 7 und 8 untersucht.
Für nicht untersuchte Baustoffe werden für die Bauzeit (Anfang 20. Jahrhundert) typischen Materialwerte angenommen.
Tabelle 1:Zusammenfassung der Untersuchungen und der Annahmen für die Statik
| Achse | Bauwerkdiagnostik & Bestandsunterlagen | Anmerkung | Raum | Annahme für Statik |
|---|---|---|---|---|
| 0 | Kein Überzug | Wandachse | LST | Auflager |
| 1 | xxx | Überzug | LST | INP270* |
| 2 | Unterzug: 2xIPE240 | Über-+Unterzug vorhanden | LST | Unterzug 2xIPE240 |
| 3 | INP 280 | Überzug | LST | INP280 |
| 4 | xxx | Überzug | LST | INP270* |
| 5 | xxx | Überzug | LST | INP270* |
| 6 | INP 280 | Überzug | LST | INP280 |
| 7 | UNP160+BEW | Überzug in Wandachse | LST | UNP160 + Auflager |
| 8 | INP270 | Überzug | LST | INP270* |
| 9 | Kein Überzug | Wandachse | LST | Auflager |
| 10 | Kein Überzug | Wandachse | SV | Auflager |
| 11 | xxx | Überzug in Wandachse | SV | INP270* |
| 12 | xxx | Überzug | SV | INP270* |
| 13 | Wandachse | Wandachse | SV | Auflager |
| *Annahmen |
Für die nicht untersuchten Überzüge wurde in der Statik das Stahlprofil INP270 angenommen und nachgewiesen. Die Annahme beruht auf den in Achse 8 vorgefunden INP270 Profil.
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Im Rahmen der Ausführungsplanung bzw. im Rahmen der Bauausführung müssen diese Annahmen durch den AN-Bau im Rahmen weiterer Bauteilöffnungen in den Achsen 4, 5 und 12 verifiziert werden.
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5.4.3 Lastannahmen
Alle Annahmen sind vor der Herstellung zu prüfen ggf. festgestellte Abweichungen sind mit dem Aufsteller der Tragwerksplanung abzustimmen.
5.4.3.1 Lasten aus Ausrüstung [ständige Lasten]
Zum Zeitpunkt der Planung liegt kein Lastenheft des Herstellers der LST-Technik vor. Durch AG und Hersteller wurden die Lasten der Technikschränke über eine Skizze vorgegeben:
Abbildung 5 - Lasten LST-Raum
Abbildung 6 - Lasten SV-Raum
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Gemäß Mail vom 16.04.2026 von Herrn Henri Feldt (Siemens) wird ein abweichendes Batteriegestell benötigt: Gestellgrundfläche 750Bx715T, Gesamtgewicht 1154 kg
Daraus ergeben sich folgende Lasten für die Technikschränke:
| Last Technikschränke/-gestelle | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Last | Zustand | Abmessung [cm] | Gesamtlast [kN] | Auflagerpunkte [Stk] | Last je Aufstandspunkt [kN] | Last Schrankreihe [kN] | Hinweis |
| 600kg | Bestand | 60-90x60 | 6,00 | 4 | 1,50 | 3,00 | Schrank, Trafo, USV |
| 400kg | Bestand | 60x60 | 4,00 | 4 | 1,00 | 2,00 | Gestell |
| 1000kg | Bestand | 285x74 | 10,00 | 6 | 1,67 | 3,33 | Batterie SV-Raum |
| 150kg | Neubau | 60x60 | 1,50 | 4 | 0,38 | 0,75 | Schrank |
| 200kg | Neubau | 60x60 | 2,00 | 4 | 0,50 | 1,00 | Schrank |
| 260kg | Neubau | 60x60 | 2,60 | 4 | 0,65 | 1,30 | Schrank |
| 780kg | Neubau | 100x80 | 7,80 | 4 | 1,95 | 3,90 | USV LST-RAUm |
| 1200kg | Neubau | 75x72 | 12,00 | 4 | 3,00 | 6,00 | Batterie SV-Raum |
Abbildung 7 - Übersicht Lasten aus Technik
5.4.3.2 Lastbeschränkung
Um eine Überlastung des vorhandenen Doppelbodens und der Lastabtragenden Bauteile ausschließen zu können, sind die Technikschränke bei Ein- und Ausbau unbestückt zu transportieren. Die vorhandene LST-Technik ist dementsprechend im Vorfeld zu demontieren und die Technikschränke bzw. Racks sind leer abzutransportieren. Umgekehrt werden die neuen Technikschränke leer aufgestellt und die geplante LST-Technik erst vor Ort installiert. Es wird davon ausgegangen, dass das Gewicht der einzelnen Komponenten 100 kg (1kN) nicht übersteigt.
Die Technikschränke werden daher in der Tragwerksplanung als ständige Lasten betrachtet (Lasten gemäß Abbildung 7 ).
5.4.3.3 Verkehrslasten
Als veränderliche Verkehrslast wird das für die Montage, Demontage und Wartung erforderliche Personale mit 2,0 kN/m² angenommen.
5.4.3.4 Ausbaulasten [ständige Lasten]
Der Doppelboden wird inkl. Unterkonstruktion mit 1,0 kN/m² angenommen
Die Betondeckung der Stahlprofile wird mit 0,85 kN/m angesetzt
5.4.3.5 Deckenlasten [ständige Lasten]
Die einzelnen Deckenfelder der Geschossdecke über dem EG wurde in verschiedenen Bauweisen (unbewehrter Beton, Stahlsteindecke mit Aufbeton) hergestellte (siehe Abbildung 2)
Für den SV-Raum werden Deckenfelder aus unbewehrtem Beton angenommen (sichere Seite).
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Aus der Bauart und den Spannweiten der Deckenfelder ergeben sich folgende ständige Belastung für die Überzüge, Unterzüge und die tragenden Innenwände (Achse 0-13, Feld 1-13).
Abbildung 8 - Lastannahmen Deckenfelder
Abbildung 9 - Deckenlasten je Achse
5.4.4 Statische Berechnung
Der Nachweis der Geschossdecke über EG erfolgt als idealisierter, zweidimensionaler Stahl-Profil-Rost. Der Nachweis erfolgt getrennt für den LST- Raum und SV-Raum. Ein Lastabtrag über die vorhandenen Deckenplatte oder ein Plattenbalkenquerschnitt wird nicht angesetzt. Die vorhandenen Deckenfelder und die Betonummantelung der Stahlträger bringen dementsprechend nur Lasten in das statische System ein.
Die Auflagerung erfolgt gelenkig, auf den tragenden Außen- und Innenwänden. Die vorhandene Endeinspannung der Stahlprofile in den Außenwänden (aufgrund der vorhanden Auflast aus 1. und 2. Obergeschoss) wird nicht angesetzt.
Für den Nachweis der vorhandenen Überzüge mit IN- und UN-Profil wird in Anlehnung an ein die Stahlgüte St 37 eine Mindestzugfestigkeit von 300 N/mm² und eine Mindestreckgrenze von 190 N/mm² angesetzt. Da das Bauwerk vermutlich
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zwischen 1900 und 1930 errichtet wurde kann ein Einsatz von „Puddelstahl“ weitestgehend ausgeschlossen werden.
Für den Nachweis der vorhandenen „modernen“ Stahlprofile HEA und IPE (Einbau nach 1950) wird die Stahlgüte S235 angesetzt.
Aufgrund der Bauwerksgeometrie, der Materialien und der Bauteildicken wird auf einen Nachweis weiteren lastabtragenden Bauteile (Wände, Gründungsbauteile) verzichtet.
Der statische Nachweis der vorhandenen Tragkonstruktion, der Geschossdecke über dem EG, kann erfolgreich erbracht werden.
Die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks sind gewährleistet.
5.5 Hinweise zur Bauausführung
Stahlträger zur Verstärkung der Unterkonstruktion können nicht in voller Länge in die Räume eingebracht werden. Daher ist eine Teilung der Träger und das Herstellen mindestens zweier Stöße erforderlich.
Die Einbringung von Schaltschränken erfolgt über eine Einbringöffnung im Treppenhaus zwischen EG und OG. Größere oder sperrige Bauteile müssen für den Transport über die Treppenanlage in Einzelteilen angeliefert werden.
Für die bestehende Stahlbetontreppe liegt kein Nachweis der Tragfähigkeit vor. Einzelne Messungen zeigen eine Bauteildicke von nur ca. 6 cm, sodass besondere Vorsicht und gegebenenfalls temporäre Abstützungen erforderlich sind.
6 Umweltschutz – bleibt frei
7 Sicherheit – bleibt frei
8 Berührungspunkte mit anderen Maßnahmen– bleibt frei
9 Unternehmensinterne Genehmigungen (UiG) | Zustimmung im Einzelfall (ZiE) – bleibt frei
10 Risikomanagementverfahren – CSM-RA – bleibt frei
11 Rechtsangelegenheiten – bleibt frei
12 Einordnung in die Mittelfristplanung – bleibt frei
13 Baukosten und Finanzierung – bleibt frei
14 Baudurchführung– bleibt frei
15 Begründung der gewählten Lösung – bleibt frei
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Lage des ESTW-A BNK im Netz der Berliner S-Bahn ................... 6
Abbildung 2 - Bauart Deckenfelder .............................................................. 10
Abbildung 3 - Anordnung der neuen Anlagen- Variante 1 ............................... 11
Abbildung 4 - Anordnung der neuen Anlagen- Variante 2 .............................. 11
Abbildung 5 - Lasten LST-Raum .................................................................. 16
Abbildung 6 - Lasten SV-Raum.................................................................... 16
Abbildung 7 - Übersicht Lasten aus Technik ................................................. 17
Abbildung 8 - Lastannahmen Deckenfelder ................................................. 18
Abbildung 9 - Deckenlasten je Achse ........................................................... 18
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