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2240140_BG_G01.pdf

Bau eines neuen Trinkwassernetzes am DLR-Standort Köln

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 30.09.2026, 12:56 (Europe/Berlin)

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Inhaltsverzeichnis:

1 Auftrag/Unterlagen .................................................................................................... 1

2 Durchgeführte Untersuchungen ............................................................................... 1

3 Untersuchungsergebnisse ........................................................................................ 2 3.1 Topographie, Geologie, ...................................................................................... 2 3.1.1 Topographie .................................................................................................. 2 3.1.2 Geologie ........................................................................................................ 2 3.2 Hydrologie ........................................................................................................... 2 3.2.1 Grundwasser ................................................................................................. 2 3.2.2 Oberflächenwasser ....................................................................................... 3 3.3 Schichtbeschreibung .......................................................................................... 3 3.3.1 Auffüllung...................................................................................................... 3 3.3.1.1 Straßen-/Wegeaufbau .............................................................................. 3 3.3.1.2 Auffüllung (außerhalb Straßenaufbau)...................................................... 4 3.3.2 Deckschichten .............................................................................................. 6 3.3.3 Kiessande...................................................................................................... 9 3.3.4 Charakteristische Baugrundkennwerte/Bodenklassen ............................ 10

4 Rohrleitungsbau ...................................................................................................... 13 4.1 Situation ............................................................................................................. 13 4.2 Rohr ................................................................................................................... 14 4.2.1 Rohrsohle in Auffüllungen/Deckschichten ............................................... 14 4.2.2 Rohrsohle im Kiessand .............................................................................. 15 4.3 Schachtbauwerke .............................................................................................. 15 4.3.1 Schachtbauwerke in den Auffüllungen/Deckschichten ........................... 15 4.3.2 Schachtbauwerke in den Kiessanden ....................................................... 16 4.3.3 Bauen in vorhandenen Kanalgräben und alten Arbeitsräumen .............. 16 4.4 Rohrstatik .......................................................................................................... 16

5 Bauausführung ........................................................................................................ 17 5.1 Aushub............................................................................................................... 17 5.2 Aushubsohle/Planum/Baustraßen ................................................................... 17 5.3 Wiederverfüllung ............................................................................................... 18 5.4 Böschungen ...................................................................................................... 19 5.5 Verbau ................................................................................................................ 19 5.6 Grabenlose Bauweise ....................................................................................... 21 5.6.1 Vortrieb ........................................................................................................ 21 5.6.2 Start- und Zielgruben.................................................................................. 22 5.7 Wasserhaltung .................................................................................................. 22

6 Bewertung Bodenaushub ....................................................................................... 22

7 Schlussbemerkung .................................................................................................. 23

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1 Auftrag/Unterlagen Vom Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt erhielten wir am 09.04.2024 den Auf- trag, im Bereich der o.g. Baumaßnahme eine Baugrund- und eine Altlastenuntersuchung durchzuführen und jeweils ein Gutachten zu erstellen.

Zur Ausführung wurden uns die nachfolgend aufgeführten Unterlagen zur Verfügung ge- stellt.

[U 1]: Ingenieurbüro H.Berg & Partner GmbH/BCE Björnsen Beratende Ingenieure Ertüchtigung Trinkwassernetz DLR Köln-Porz

  • Übersichtslageplan; Maßstab: 1:1000; Datum: März 2024;

[U 2]: Kühn Geoconsulting GmbH: 2230125BG_G01 - Baugrundgutachten Anschlussgebäude Trinkwassernetz Datum: 13.07.2023 2210022BG_G01 – Baugrundgutachten Ertüchtigung Nahwärmeleitung Datum: 20.04.2021 2210022BG_G02 – Baugrundgutachten Ertüchtigung Nahwärmeleitung Datum: 21.04.2021

Weiterhin wurden die vorliegenden hydrologischen und geologischen Karten (Blatt 5108 Wahn) sowie die Leitungspläne der DLR zur Auswertung herangezogen. Zusätzlich wurde eine hydrologische Internetrecherche (ELWAS Web) durchgeführt.

2 Durchgeführte Untersuchungen Vom 06.05. – 07.06.2024 führten wir im Bereich der o.g. Baumaßnahme insgesamt 62 Rammkernsondierungen (Ø 50 – 60 mm) durch. Die Festlegung der Bohrpunkte erfolgte durch die Ing. – Büros H.Berg & Partner GmbH und BCE Björnsen Beratende Ingenieure. Partiell konnten aufgrund der vorgefundenen Situation (überwiegend Leitungslagen oder unklare Leitungsverläufe) die Untersuchungen nicht an den vorgegebenen Punkten durchgeführt werden. Hier wurden die Positionen, falls möglich, angepasst.

Die Bohransatzpunkte wurden per GPS eingemessen. Alle Maße und Höhen sind im Zuge der weiteren Planungen und vor Baubeginn verantwortlich zu überprüfen.

An 17 aus den Bohrungen entnommen Proben wurden verschiedene Laboruntersuchun- gen (Bestimmung Wassergehalt, Plastizitätszahl, Siebungen und Sedimentationen) durchgeführt.

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Alle Ergebnisse sind in den Anlagen 1 bis 3 dargestellt.

3 Untersuchungsergebnisse 3.1 Topographie, Geologie, 3.1.1 Topographie Die untersuchte Leitungstrassen befinden sich auf dem Gelände des DLR, welches östlich von Köln-Lind und südlich des Flughafens Köln-Bonn liegt. Die Fläche beträgt etwa 35 Hektar, wobei die Ost-West-Ausdehnung in etwa 1,1 km beträgt. Die Nord-Süd-Aus- dehnung liegt zwischen etwa 450 m und 220 m; wobei das Gelände sich nach Osten hin verjüngt. Die Gebäude des DLR befinden sich auf einem leicht nach Osten ansteigenden Gelände (ca. 14 hm). In Nord-Süd-Richtung fällt das Gelände nach Norden ein, hier be- trägt der Höhenversatz ca. 7 m. Die Geländehöhen im Untersuchungsbereich liegen in etwa zwischen 75,00 m ü. NHN im Südosten und 66,00 m ü. NHN im Nordwesten.

3.1.2 Geologie Nach Darstellung der geologischen Karten von NW 1:25 000, Blatt 5108 Wahn, besteht der tiefere Untergrund aus Material Tertiären Alters. Dabei handelt es sich um Schluffe, Tone, Sande und partiell Braunkohle. Darüber finden sich Sedimente des Quartärs, die hier aus fluviatilen Ablagerungen der Unteren Mittelterrasse bestehen. Laut geologischer Karte und aus bereits auf dem Gelände durchgeführten Untersuchungen findet sich die Grenze zwischen älterer und jüngerer Mittelterrasse im westlichen Teilbereich des Gelän- des. Dies macht sich in unterschiedlichen lithologischen Ausbildungen der Ablagerungen bemerkbar. Die Kiessande der Mittelterrasse werden von Hochflutsanden und Hochflut- lehmen, aber auch von äolischen Sedimenten in unterschiedlicher Mächtigkeit und Aus- bildung überlagert. Den Abschluss des Profils nach oben bildet im Straßenbereich bzw. dort, wo Leitungen gequert werden, aufgefülltes Material. Teilweise treten auf Freiflächen humose Oberböden auf.

3.2 Hydrologie 3.2.1 Grundwasser In den auf dem Gelände durchgeführten Bohrungen wurde zum Zeitpunkt der Untersu- chung kein Grundwasser erbohrt. Jedoch wurden in Lagen mit geringer Durchlässigkeit feuchte Bereiche (Schichtwasser) festgestellt.

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Auf der hydrogeologischen Karte von NW 1:25 000, Blatt 5108 Porz, sind im Bereich der

geplanten Trassen Wasserstände zwischen ca. 50,00 und 55,00 m ü. NHN angegeben

(Stand Okt. 1983).

Nach Angaben des Landes NRW (Internetrecherche ELWAS-WEB) befinden sich meh-

rere Grundwassermesspegel in unmittelbarer Nähe, teilweise auch auf dem Gelände des

DLRs. Exemplarisch wurde die Wasserstandsganglinie der Messstelle „STOV KOELN 8

(076723811), welche westlich des DLR Aeromedical Centers liegt, untersucht. Im Mess-

zeitraum von 1971 – 2003) wurden Wasserstände zwischen ca. 56,38 m ü. NHN

(11.01.1984) und 54,31 m ü. NHN (18.01.1977) gemessen. Der minimale Flurabstand

betrug hier ca. 15,46 m. Weitere, inaktive, Messstellen zeigen ein vergleichbares Bild.

Insgesamt liegen die Wasserstände damit deutlich unterhalb des geplanten Aushubni-

veaus.

3.2.2 Oberflächenwasser

Nördlich des Geländes läuft der Scheuerbach in einer Senke mit nördlicher Fließrichtung.

An zwei Stellen wird der Bach künstlich aufgestaut, sodass sich zwei stehende Gewäs-

serflächen gebildet haben.

3.3 Schichtbeschreibung

3.3.1 Auffüllung

3.3.1.1 Straßen-/Wegeaufbau

An insgesamt 13 Bohrpunkten wurde Asphalt durchkernt, an drei weiteren Bohrpunkten

wurde Pflaster als Versiegelung angetroffen. Unterhalb wurde Straßenaufbau mit Mäch-

tigkeiten zwischen 0,3 m und 0,7 m erbohrt, wobei der Straßenaufbau nicht in allen Boh-

rungen eindeutig vom gewachsenen Boden getrennt werden konnte.

Bei dem aufgefüllten Material handelt es sich um Sande und Kiessande, z.T. mit Steinan-

teilen. Teilweise beinhalten sie auch anthropogene Fremdbestandteile (z.B. Basalt,

Schotter). Nach den Bohrwiderständen weisen sie eine überwiegend mitteldichte - dichte

Lagerung auf.

Näherungsweise ergibt sich hier ein Verdichtungsgrad etwa 98 – 100 % der einfachen

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Proctordichte. Ausgehend von der Bodenansprache im Gelände weisen die angetroffe-

nen Sande/Kiessande überwiegend eine ausreichende Frostsicherheit entsprechend

ZTVE-StB 17 auf. Zur genaueren Bestimmung, ob die Zusammensetzung den Kriterien

der ZTV SOB-StB 04 für Trag- und Frostschutzschichten entspricht, müssten Schürfe an-

gelegt und zusätzliche Siebanalysen durchgeführt werden, um die Materialzusammenset-

zung prüfen zu können. Weiterhin müssen die Schlagfestigkeit, Raumbeständigkeit usw.

geprüft werden.

Bodenkennwerte Auffüllung (Geotechnische Kennwerte für den Entwurf):

Bodenkennwerte Straßenaufbau:

Raumgewicht erdfeucht 18,0 – 19,0 kN/m³ unter Auftrieb 10,0 – 11,0 kN/m³ Kohäsion 0,0 kN/m² Reibungswinkel 30,0 – 37,5 ° Steifeziffer 30,0 – 60,0 MN/m²

Bautechnische Kennwerte für Homogenbereiche:

Auffüllung, nichtbindig Raumgewicht 15,0 - 21,0 kN/m³ Lagerungsdichte D 0,1 - 0,7

3.3.1.2 Auffüllung (außerhalb Straßenaufbau)

Aufgefülltes Material wurde im gesamten Untersuchungsbereich angetroffen. In Teilberei-

chen der durchgeführten Bohrungen finden sich unterhalb des Straßenaufbaues Gelän-

deauffüllungen, die zwischen wenigen Dezimetern und 4,00 m (RKS 79) unter Gelände

reichen. Die Mächtigkeiten sind heterogen und stark von der Position der Bohrung abhän-

gig. Im Mittel bewegt sich die Mächtigkeit zwischen 0,8 und 1,2 m u. GOK. Auf absolute

Höhen bezogen liegt die Auffüllung zwischen 68,82 m ü. NHN (RKS 65) und

64,89 m ü. NHN (RKS 17). Bereichsweise kann die Auffüllung auch noch tiefer reichen,

als in den Bohrungen festgestellt wurde. Dies gilt für den gesamten Untersuchungsbe-

reich, da in diesem Bereich auf eine lange Bauhistorie zurückgeblickt werden kann.

Insgesamt setzt sich das angetroffene Material überwiegend aus schwach tonigen –

schluffigen und sandigen Kiesen zusammen. Es treten unter Anderem Ziegelbruch und

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Betonreste als anthropogene Fremdbeimengungen auf. Wie die Bohrwiderstände zeigen,

ist die nicht bindige Auffüllung überwiegend locker bis mitteldicht gelagert. Vereinzelt kom-

men auch bindige Auffüllungen, Schluffe mit sandigen und kiesigen Anteilen, vor. Diese

weisen eine weiche bis steife Konsistenz auf.

An insgesamt neun Proben der Auffüllung wurden Korngrößenverteilungen ermittelt.

Exemplarisch ist in Abbildung 1 die Kornverteilungskurve einer Probe aus der Auffüllung

der RKS 34b dargestellt, welche sich in ähnlicher Ausbildung in allen Proben der Auffül-

lung wiederfindet. Die sehr flache Kurve zeigt ein großes Korngrößenspektrum. Die wei-

teren Kornverteilungskurven finden sich in Anlage 3.

Abbildung 1: Korngrößenverteilung der Auffüllung aus der RKS 34b.

Bodenkennwerte Auffüllung (Geotechnische Kennwerte für den Entwurf):

Bodenkennwerte nichtbindige Auffüllungen: Raumgewicht erdfeucht 18,0 – 19,0 kN/m³ unter Auftrieb 10,0 – 11,0 kN/m³ Kohäsion 2,5 – 0,0 kN/m² Reibungswinkel 30,0 – 35,0 ° Steifeziffer 5,0 – 15,0 MN/m²

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Bodenkennwerte bindige Auffüllungen: Raumgewicht erdfeucht 18,0 – 19,0 kN/m³ unter Auftrieb 8,0 – 9,0 kN/m³ Kohäsion 5,0 – 2,5 kN/m² Reibungswinkel 25,0 – 27,5 ° Steifeziffer 5,0 – 10,0 MN/m²

Bautechnische Kennwerte für Homogenbereiche:

Auffüllung, nichtbindig Raumgewicht 15,0 - 21,0 kN/m³ Lagerungsdichte D 0,1 - 0,7 Lagerungsdichte D (Steinlagen)

Auffüllung, bindig Raumgewicht 17,0 - 21,0 kN/m³ Undrainierte Scherfestigkeit 50,0 - 250,0 kN/m² Wassergehalte 10,0 - 30,0 [%] Plastizitätszahl 10,0 - 20,0

3.3.2 Deckschichten Die Deckschichten bestehen aus bindigen und nichtbindigen Abschnitten. Es treten so- wohl Flugsande als auch Hochflutablagerungen des Rheins auf. Hier lässt sich zwischen bindigen Hochflutlehmen und nichtbindigen Hochflutsanden unterscheiden. Partiell lässt die lithologische Zusammensetzung auf eine Umlagerung schließen.

Bei den bindigen Deckschichten (Decklehme) welche unterhalb der Auffüllung partiell an- stehen, handelt es sich überwiegend um Schluffe mit feinsandigen und tonigen Anteilen. Vereinzelt treten Tone als Hauptbestandteil auf. Partiell finden sich auch Kiesanteile in diesen Schichten. In einigen Bohrungen zeigt sich eine Umlagerung durch einen Grob- kornanteil in ansonsten feinkörnigerem Material. So treten z.B. in der RKS 3 in einer Ton- lage neben Schluff auch Fein- und Mittelkiese auf. In der RKS 33 treten in einem bindigen Abschnitt der Deckschichten ebenfalls neben dem Hauptbestandteil Schluff Fein- und Mit- telkiese auf. In der RKS 76 wurden sogar Steine innerhalb der Schluffe angetroffen.

Die nichtbindigen Deckschichten (Decksande) setzen sich aus Fein- bis Mittelsanden als Hauptbestandteil zusammen. Zusätzlich treten geringe Mengen Kies oder Schluffe und

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Tone auf. Es zeigen sich jedoch vereinzelt auch Bereiche, in denen Kies der Hauptbe- standteil ist (z.B. RKS 34b, RKS 51). Vereinzelt zeigen die Decksande eine sehr homo- gene Kornverteilung (z.B. RKS 58, RKS 65, RKS 66). Hier lässt die Korngröße (Fein- bis Mittelsand) auf äolische Ablagerungen als Flugsande schließen.

Über den Verlauf des Geländes konnte keine einheitliche Überdeckung beider Schichten festgestellt werden. Vielmehr treten in den Bohrungen teilweise nur eine der beiden Vari- anten, teilweise beide Varianten und teilweise gar keine Deckschichten auf. Sie stehen je nach Mächtigkeit der überlagernden Auffüllung ab 0,40 m u. GOK (RKS 14) an. Nicht in allen Bohrungen wurden die Deckschichten durchteuft, weswegen keine Aussagen zur maximalen Mächtigkeit der Deckschichten getroffen werden können.

An mehreren Proben der Deckschichten wurden die Wassergehalte, die Korngrößenver- teilung und die Plastizitätszahl bestimmt. An einer Probe wurde zusätzlich die Plastizitäts- zahl ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1: Übersicht der Wassergehalte verschiedener Proben der Deckschichten.

ProbeEntnahme- tiefeBoden n. Bohrgut- ansprachenat. Wassergehalt [%]Konsistenz n.
Bohrgutan-
sprache
23-K0,90 – 1,60U, fs‘, t‘15,36steif
41-K0,40 – 1,50U, fs, t‘14,04steif
52-K0,80 – 2,00U, fs*,fg‘16,39steif

Die an der Probe 41-K ermittelte Fließgrenze liegt bei 0,331. Die Ausrollgrenze bei 0,150. Dies ergibt eine Plastizitätszahl von 0,181, womit der Boden als TL-Boden angesprochen werden kann.

Exemplarisch für die Korngrößenverteilung findet sich in Abbildung 2 die Siebkurve der Decksande aus der RKS 58. Die Kurve ist deutlich steiler als in der Auffüllung, die Kies- kornfraktion entfällt fast komplett.

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Abbildung 2: Korngrößenverteilung der Decksande aus der RKS 58. Bodenkennwerte Deckschichten (Geotechnische Kennwerte für den Entwurf): Decklehme (bindig) Raumgewicht erdfeucht 19,0 – 20,0 kN/m³ unter Auftrieb 9,0 – 10,0 kN/m³ Kohäsion 10,0 – 7,5 kN/m² Reibungswinkel 25,0 – 30,0 ° Steifeziffer 10,0 – 15,0 MN/m² Mind. steife Konsistenz

Decksande (nicht-bindig) Raumgewicht erdfeucht 18,0 – 19,0 kN/m³ unter Auftrieb 10,0 – 11,0 kN/m³ Kohäsion 2,5 – 0,0 kN/m² Reibungswinkel 30,0 – 35,0 ° Steifeziffer 7,5 – 12,5 MN/m²

Bautechnische Kennwerte für Homogenbereiche:

Decklehme (bindig) Raumgewicht 17,0 - 21,0 kN/m³ Undrainierte Scherfestigkeit 50,0 - > 200,0 kN/m² Wassergehalte 10,0 - 30,0 [%] Plastizitätszahl 1,0 - 15,0 [%] Konsistenzzahl 0,25 - 1,3

Decksande (nicht bindig) Raumgewicht 15,0 - 21,0 kN/m³ Lagerungsdichte D 0,1 - 1,3

+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)

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3.3.3 Kiessande

Bei den erbohrten Schichten handelt es sich um Kiese mit wechselndem Sandanteil. In

einigen Bohrungen (z.B. RKS 73) treten auch Schluff- und Tonlagen innerhalb der Kies-

sande auf.

Die Oberkante der Kiessande sind ebenfalls nicht einheitlich auf dem Gelände anzutref-

fen. In der nordwestlichen Ecke des Geländes stehen die Kiessande direkt unterhalb der

Auffüllung bei 0,80 m u. GOK an (RKS 1). Im Verlauf zur nordöstlichen Grenze liegt die

Oberkante um 1,0 m u. GOK (RKS 77:1,10 m u. GOK, RKS 67: 1,0 m u. GOK) und damit

zwischen 65,58 m ü. NHN (RKS 67) und 66,28 m ü. NHN (RKS77). Im Zentralen Bereich

des Geländes liegt sie tiefer unter der GOK und ist zwischen 1,60 m u. GOK (RKS 11) im

Westen, 3,40 m u. GOK (RKS 50) im zentralen Bereich und 2,20 m u. GOK (RKS 61) im

Osten erbohrt worden. Bezogen auf NHN liegt die Oberkante zwischen 69,85 (RKS 61)

und 66,52 (RKS 50). Im südlichen Abschnitt des Geländes wurden die Kiessande nur im

östlichsten Abschnitt (RKS 60) erbohrt. Hier lag die Oberkante bei ca. 1,60 m u. GOK

(70,76 m ü. NHN). Im westlichen Teil wurde bis in vier Meter Tiefe kein Kiessand erbohrt.

Dies ist partiell auf die geringere Bohrtiefe zurückzuführen, jedoch finden sich auch in den

tieferen Bohrungen des Abschnitts (z.B. RKS 34b, 35 und 54) keine Kiessande. Stattdes-

sen sind hier die Decklehme bis zur Endteufe anzutreffen.

Überwiegend sind die Kiessande, wo sie erbohrt wurden, mitteldicht bis dicht gelagert.

z.T. weisen sie eine dichte bis sehr dichte Lagerung auf. Zusätzlich können in den Kies-

sanden z.T. größere Steinlagen und Verkittungen auftreten, auch wenn diese in den

durchgeführten Untersuchungen nicht erbohrt wurden.

An zwei Proben der Kiessande wurde eine Korngrößenverteilung ermittelt. Die Kurve ei-

ner Mischprobe aus der RKS 63 und 64 ist in Abbildung 3 dargestellt.

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Abbildung 3: Korngrößenverteilung einer Mischprobe der Kiessande aus der RKS 63 und RKS 64.

Bodenkennwerte Kiessande (geotechnische Kennwerte für den Entwurf):

Raumgewicht (erdfeucht) 19,0 – 20,0 kN/m³ (unter Auftrieb) 11,0 – 12,0 kN/m³ Kohäsion 2,5 – 0,0 kN/m² Reibungswinkel 35,0 – 40,0 ° Steifeziffer 80,0 – 120,0 MN/m²

Bautechnische Kennwerte für Homogenbereiche:

Kiessande Raumgewicht 17,0 - 22,0 kN/m³ Lagerungsdichte D 0,3 - >0,8 Lagerungsdichte D (Steinlagen) >0,8

3.3.4 Charakteristische Baugrundkennwerte/Bodenklassen Die in Tabelle 4 angegebenen charakteristischen Baugrundkennwerte können zur Be- messung angesetzt werden.

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Tabelle 2: Charakteristische Baugrundkennwerte nach DIN 1054:2010

BodenartWichteWichte unt.KohäsionReibungs-Steifemodul
Auftriebwinkel
[kN/m³][kN/m³][kN/m²][°][MN/m²]
Aufgefüllte Böden
Straßenaufbau18,5010,500,0033,7545,00
Auffüllung (nichtbindig)18,5010,501,2532,507,50
Auffüllung(bindig)18,508,503,7526,255,00
Deckschichten
Decklehme (bindig)19,509,508,7527,5011,25
Decksande (nicht bindig)18,5010,501,2532,5010,00
Kiessande19,5011,501,2537,50100,00

Tabelle 3: Bodenklassen (n. DIN 18300-2012)

Bodenklassen (Bkl.) nach DIN 18 300-2012
Aufgefüllte BödenBkl. 3 Bkl. 4 *1 Bkl. 5-7 (für Steine, Bauschutt usw. in Abhängigkeit von Menge und Steingröße) *2
DeckschichtenBkl. 4 *1 (bindige Decklehme) Bkl. 3 (nichtbindige Decksande)
KiessandeBkl. 3 Bkl. 4 *1 für bindige Kiessande und Lehmlagen ggf. Bkl. 5-7 für Stein-/Blocklagen, Findlinge (in Abhängigkeit von Menge und Steingröße, Verkittungen)

*1 Übergang in Bkl. 2 bei Durchnässung bzw. Wasserzutritt *2 Der Abbruch der vorhandenen Oberflächenbefestigungen/Bauwerke lässt sich nicht in das Klas- sifizierungsschema der DIN 18 300-2012 einordnen

Tabelle 4: Bodenklassen nach DIN 18 196

Bodenklassen nach DIN 18 196
Aufgefüllte BödenA bzw. UL/TL, SU, SE, SW,
GU, GW, OH
DeckschichtenUL/TL,
SU, SE, SW, GW
OH/OU
KiessandeGE, GW, GU, SE, SW
ggf. UL/TL

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Tabelle 5: Verdichtbarkkeitsklassen/Frostempfindlichkeitsklassen nach DIN ZTVE-StB 17

BodenartVerdichtbarkeitsklassen nach ZTVE StB 17Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTVE StB 17
Aufgefüllte BödenV 1, V 2, (V 3)F 1, F 2 ,F 3
Deck- schichtenV 1, V 2, V 3F 1, F2, F 3
KiessandeV 1, V 2 ggf. V 3F1, F 2 ggf. F 3

Tabelle 6: Bohrbarkeitsklassen nach DIN 18301-2012

BodenartBohrbarkeitsklassen nach DIN 18 301-2012Zusatzklassen nach DIN 18 301-2012
Aufgefüllte BödenBN 1 - 2 BB 2 – 3BS 1- BS 4
Deck- schichtenBB 1 - 3 BN 1 – 2 BO 1BS 1
KiessandeBN 1 – 2/ ggf. BB 2 – 4BS 1 – BS 4
TertiärBB 2 – 4 BN 1 – 2

Homogenbereiche

Die im Ergänzungsband 2015 überabeiteten DIN-Normen und die darin enthaltene Ein-

teilung der Böden in Homogenbereiche können der Tabelle 7 entnommen werden. Dabei

muss beachtet werden, dass die Einteilung aufgrund von Erfahrungswerten vorgenom-

men wurde. Die in der neuen DIN 18300-2015 angegebenen Untersuchungen und Labor-

versuche in statistisch ausreichender Anzahl wurden nur eingeschränkt durchgeführt.

Dies gilt auch für die Einordnung der Auffüllung anhand von chemischen Analysen.

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Tabelle 7: Homogenbereiche nach DIN 18300-2015, DIN 18301-2015, DIN 18304-2015

Homogenbereiche*1 nach DIN 18 300 - 2015Homogenbereiche*2 nach DIN 18 301 - 2015
Homogenbereich A 1Homogenbereich B 1
(aufgefüllte Kiessande/Sande,(aufgefüllte Kiessande/Sande,
aufgefüllte gemischtkörnige/bindige Böden)aufgefüllte gemischtkörnige/bindige Böden)
Homogenbereich A 2 (Steine, Blöcke in der Auffüllung)Homogenbereich B 2 (Steine, Blöcke in der Auffüllung)
Homogenbereich A 3Homogenbereich B 3
(Decksande, Kiessand)(Decksande, Kiessand)
Homogenbereich A 4Homogenbereich B 4
(Fließende Bodenarten: bindige Böden mit(Fließende Bodenarten: bindige Böden mit
flüssiger bis breiiger Konsistenzflüssiger bis breiiger Konsistenz
[Auffüllung, Decklehme])[Auffüllung, Decklehme])
Homogenbereich A 5 (Decklehme mit fester Konsistenz)Homogenbereich A 5Homogenbereich B 5 (Decklehme mit fester Konsistenz)Homogenbereich B 5
(Decklehme mit fester Konsistenz)(Decklehme mit fester Konsistenz)
Homogenbereich A 6Homogenbereich B 6
(Steine, Blöcke in den(Steine, Blöcke in den
Kiessanden)Kiessanden)

 *1 Aushub mit Bagger (Homogenbereich A1 – A6, A = Aushub)  *2 Bohrungen mit Drehbohrgerät (Homogenbereich B1 – B6, B = Bohren)  Gesonderte Homogenbereiche für belastete Böden sind nicht berücksichtigt und sind getrennt auszuweisen.  Die angegeben Homogenbereiche gelten für eine Bearbeitung der Böden außerhalb des Grundwassers

4 Rohrleitungsbau

4.1 Situation

Im Bereich der untersuchten Fläche ist die Erneuerung der Trinkwasserleitungen und der

Hausanschlüsse geplant. Dafür werden neue Leitungen auf dem gesamten Gelände des

DLR verlegt.

Die Rohroberkanten liegen nach den uns vorliegenden Planunterlagen in Tiefen zwischen

etwa 1,30 und 1,95 m unter Gelände. Geplant sind Rohrdurchmesser zwischen DN 90

und DN 250. Bei einem angenommenem Rohraußendurchmesser von max. 296 mm lie-

gen die Rohrsohlen zwischen 1,60 m u. GOK und 2,25 m u. GOK. Bei einer unteren Bet-

tungsschicht von max. 100 mm liegen die Grabensohlen damit zwischen 1,75 und

2,40 m u. GOK. Die Rohr- und Aushubsohlen liegen somit je nach Standort in der Auffül-

lung, den Deckschichten oder den Kiessanden.

Sowohl die Rohr- als auch die Aushubsohlen liegen oberhalb des Grundwassers.

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Für den Großteil der Trassen ist eine offene Bauweise geplant. Partiell werden für Haus- anschlüsse sowie Im Bereich einer bewaldeten Grünfläche nördlich der Parkfläche der Kantine grabenlose Verfahren vorgesehen.

4.2 Rohr Zum jetzigen Planungsstand werden Rohre zwischen DN 90 und DN250 verlegt. Geplant ist die Nutzung von PE 100 SDR 11 Rohren.

Wie oben beschrieben, liegen die Rohrsohlen nach den uns vorliegenden Planunterlagen in allen erbohrten Schichten.

Aufgrund der komplexen Leitungssituation kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Rohrsohlen auch noch im Bereich von bestehenden Kanalgrabenverfüllungen liegen. Hier muss die Verdichtung der Verfüllung überprüft werden. Reicht diese nicht aus, so muss sie mit angepasstem Verdichtungsgerät nachverdichtet werden, bevor die Rohre verlegt werden. Bei bindiger Verfüllung, die sich nicht verdichten lässt, muss ggf. ein Bodenaus- tausch durchgeführt werden.

4.2.1 Rohrsohle in Auffüllungen/Deckschichten Um eine einheitliche Bettung zu gewährleisten, sollte im Niveau der Deckschichten eine mindestens 0,30 m dicke Tragschicht aus einem verdichtungsfähigen Mineralgemisch (z.B. Splitt oder Kiessand) eingebaut und verdichtet (≥ 100 % Dpr. der einfachen Proctor- dichte) werden. Für den Fall, dass aufgeweichte/bindige aufgefüllte Bereiche in der Aus- hubsohle auftreten, kann lokal auch ein größerer Bodenaustausch erforderlich werden (örtliche Abstimmung mit dem Gutachter erforderlich). Nichtbindige Auffüllungen müssen entsprechend nachverdichtet werden.

Für die Tragschicht ist in jedem Fall eine Kornabstufung zu wählen, die gegenüber dem anstehenden Boden (Grabensohle/Wand) und der Grabenverfüllung filterstabil ist. Da je- doch mit den üblichen Lieferkörnungen eine filterstabile Ausbildung nur schwierig einzu- halten ist, empfehlen wir, die Tragschicht durch ein Filtervlies (mind. GRK 3, entspr. M Geok E Merkblatt für die Anwendung von Geotextilien im Erdbau des Straßenbaues:2005) vom anstehenden Boden zu trennen.

Gemäß DIN EN 1610 sollte das Größtkorn im Bereich der Bettung bei Rohrdurchmessern

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von DN < 200 22mm und bei DN > 200 bis DN  600 40 mm nicht überschreiten.

Alternativ kann unter Beachtung der DIN EN 1610 eine untere Bettung aus hydraulisch gebundenem Material eingebracht werden.

Grundsätzlich sind auch die Angaben des Rohrherstellers zu beachten.

4.2.2 Rohrsohle im Kiessand Die im Sohlbereich des untersuchten Trassenbereiches anstehenden Kiessande weisen in der Regel eine gute Tragfähigkeit auf.

Gemäß DIN EN 1610 sollte das Größtkorn im Bereich der Bettung bei Rohrdurchmessern von DN < 200 22mm und bei DN > 200 bis DN  600 40 mm nicht überschreiten. Da erfahrungsgemäß in den Hauptterrassenkiesen/Schottern Korngrößen > 40 mm auftreten, sollte entsprechend DIN EN 1610 eine zusätzliche Bettung des Rohres vorgesehen wer- den (Dicke untere Bettungsschicht ≥ 100 mm).

Für das Auflager ist in jedem Fall eine Kornabstufung zu wählen, die gegenüber dem anstehenden Boden (Grabensohle/Wand) und der Grabenverfüllung filterstabil ist. Dort, wo in der Aushubsohle noch Reste der Auffüllungen bzw. der Deckschichten auftre- ten, sind diese zu entfernen und die Tragschicht muss entsprechend verstärkt werden.

4.3 Schachtbauwerke Laut Planunterlagen sind einige Schieberkammern im Verlauf der Trassen vorgesehen. Zusätzlich gibt es in Bereichen der grabenlosen Bauweise und der Hausanschlüsse An- schlussschachtbauwerke. Zusätzlich sind an verschiedenen Stellen Spülschächte ge- plant.

4.3.1 Schachtbauwerke in den Auffüllungen/Deckschichten In Niveau der Auffüllungen/Deckschichten können zur Vorbemessung von Schachtbau- werken bis 2,5 m Durchmesser in dem o.g. Niveau bei der Berechnung über die Bettungs- ziffer 10 MN/m³ angesetzt werden. Die Setzungen werden dann 2 cm betragen und die Setzungsunterschiede 1,5 cm nicht überschreiten. Da die Lasten im Bereich der Schächte allerdings geringer sein dürften, werden die Setzungen die o.g. genannten maximalen Beträge nicht erreichen.

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Treten in der Aushubsohle in den bindigen Abschnitten der Deckschichten aufgeweichte bzw. humose Lagen auf, müssen diese vollständig entfernt und durch ein verdichtungs- fähiges Mineralgemisch bzw. hydraulisch gebundene Baustoffe ersetzt werden. Nichtbin- dige Auffüllungen müssen entsprechend nachverdichtet werden.

4.3.2 Schachtbauwerke in den Kiessanden Im o.g. Niveau können zur Vorbemessung von Schachtbauwerken bis 2,5 m Durchmesser bei der Berechnung über die Bettungsziffer zur Vorbemessung 10 - 15 MN/m³ angesetzt werden. Da die Lasten im Bereich der Schächte allerdings geringer sein dürften, werden die Setzungen die o.g. genannten maximalen Beträge nicht erreichen.

Treten in der Aushubsohle Lehmlagen in den Kiessanden auf, so müssen diese vollstän- dig entfernt und durch ein verdichtungsfähiges Mineralgemisch bzw. hydraulisch gebun- dene Baustoffe ersetzt werden.

4.3.3 Bauen in vorhandenen Kanalgräben und alten Arbeitsräumen Im Straßenbereich werden beim Aushub eventuell alte Grabenverfüllungen und Leitungs- zonen angeschnitten, die generell problematisch sind. Sie haben eine geringere Scher- festigkeit als natürliche Böden, sodass sich beim Aushub sofort eine flache Böschung einstellt. Darauf wird näher in Abschnitt 5 eingegangen.

4.4 Rohrstatik Bei der statischen Berechnung der Kanäle entspr. ATV-Regelwerk A 127 müssen unter- schiedliche Verformungsmoduli E bis E angesetzt werden. 1 4

Bei einer offenen Bauweise sind die Verformungsmoduli E bzw. E von der Rohrgraben- 1 2 verfüllung abhängig. Dabei sind das verwendete Material sowie die den Überschüttungs- bedingungen und Einbettungsbedingungen entsprechenden Verdichtungsgrade zu be- rücksichtigen.

Für den neben dem Graben anstehenden Boden ist - in Abhängigkeit vom jeweiligen Bo- denaufbau - ein unterschiedlicher Verformungsmodul E bzw. E anzusetzen. Die hier 3 4 auftretenden Bodenarten können dem Abschnitt 3.3.4 entnommen werden. Die Verfor- mungsmoduln E und E (= anstehender Boden) nach ATV A 127 können aus der unter 3 4

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Abschnitt 3.3.4 angegebenen Steifeziffer nach folgender Beziehung abgeleitet werden: Steifeziffer x 0,75  Verformungsmodul E bzw. E 3 4.

Für die Berechnung der Rohrstatik ist der Ansatz von günstigen Einbaubedingungen grundsätzlich problematisch. Wenn hier keine entsprechende Qualitätssicherung erfolgt, sollten grundsätzlich für den Einbau nur Dammbedingungen angesetzt werden.

5 Bauausführung 5.1 Aushub Das beim Aushub anfallende Material hat die Bodenklassen 3 (nichtbindige Abschnitte der Auffüllung, nichtbindige Decksande der Deckschichten und nichtbindige Kiessande) und 4 (bindige Auffüllungen, bindige Decklehme der Deckschichten). Zusätzlich können auch die Bodenklasse 5 - 7 (Steinlagen in der Auffüllung, Steinlagen und Verkittungen in den Kiessanden) vorkommen. Durchnässen die bindigen Böden beim Aushub, so gehen sie in die Bodenklasse 2 über. Alle Angaben zu den Bodenklassen beziehen sich auf die DIN 18 300-2012

Das Entfernen der z.T. vorhandenen Fahrbahndecken, alter Kanäle, Schächte usw. wird durch das Klassifizierungsschema der DIN 18 300-2012 nicht erfasst.

Angaben zur Bohrbarkeit, Homogenbereiche usw. können den Tabellen in Abschnitt 3.3.4 entnommen werden.

5.2 Aushubsohle/Planum/Baustraßen Die bindige Auffüllung und die bindigen Anteile der Deckschichten sind stark frost- und feuchtigkeitsempfindlich. Bei Zutritt von Wasser, Auffrieren und/oder Befahren mit Gerä- ten weichen sie tiefgründig auf und lassen sich dann nicht mehr bearbeiten. Hier müssen die Aushubarbeiten daher über Kopf erfolgen.

Alle Maßnahmen zum Schutz des Planums bzw. der Aushubsohle gegen Oberflächen- wasser sind gemäß VOB unbedingt zu beachten.

Der Oberbau der vorhandenen Verkehrsflächen reicht vermutlich zumindest in Teilberei- chen nicht aus, um die Lasten aus dem Baustellenverkehr schadensfrei aufnehmen zu

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können. Für die Dauer der Bauzeit müssen deshalb zusätzliche Baustraßen (Kombina- tions-Geotextil Geogitter/Filtervlies der GRK >=4 mit mind. 0,5 m grobkörniger, befahrba- rer Überdeckung, z. B. mit Schotter) angelegt und ggf. nachgearbeitet werden Dies gilt auch für bauzeitlich bedingte provisorische Zufahrten/Anrampungen etc.

5.3 Wiederverfüllung Die bindigen Bereiche der Auffüllung und die Decklehme lassen sich nicht ausreichend verdichten und sind zur Wiederverfüllung im Straßenbereich ohne weitere Maßnahmen (z.B. Bodenverbesserung) nicht geeignet. Sie lassen sich allenfalls auf später unbelaste- ten Flächen aufbringen.

Die nichtbindigen Bereiche der Auffüllung/Decksande sowie Kiessande können aus bo- denmechanischer Sicht zur Wiederverfüllung verwendet werden. Allerdings ist ein ge- trennter Aushub im Bereich der Auffüllung nicht immer möglich.

Im Straßenbereich ist zum Verfüllen eventueller Schachtgruben i. d. R. ein gut verdicht- bares Material (Verdichtbarkeitsklasse V1 nach ZTVA-StB 97/06) zu verwenden. Die in den Bohrungen angetroffenen nichtbindigen Decksande/Kiessande erfüllen diese Krite- rien und können zur Wiederverfüllung genutzt werden, wenn die wasserwirtschaftlichen Kriterien eingehalten werden. Ggf. sind größere Steine und bindige Lagen auszusortieren. Das Material ist lagenweise einzubauen und mit geeignetem Gerät zu verdichten.

Generell sind die gemäß den derzeitig gültigen ZTVE-StB geforderten Vorgehensweisen einzuhalten sowie die Verdichtungsgrade entspr. Tab. 2 bzw. 3 zu erreichen und nachzu- weisen. Allerdings ist zu beachten, dass die Verdichtungsanforderungen der ZTVE-StB mit DPr=97 % in der Hauptverfüllung problematisch sind, Gerade bei den im Rheinland häufig angelieferten Sanden und Kiesen führt das zu späteren Nachsackungen und ent- sprechenden Schäden in der Straße. Wir empfehlen, mindestens 100 % der einfachen Proctordichte zu fordern.

Im Straßenbereich sind im oberen Bereich der Verfüllung die Vorgaben der ZTVE-StB 17 bzw. der ZTVA-StB 97/06 hinsichtlich der Wiederherstellung des Straßenoberbaues ein- zuhalten.

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Beim Einbau muss eine satte Verbindung zwischen der eingebrachten Rohrgrabenverfül- lung und dem umgebenden Boden erreicht werden.

Da im Bereich vorhandener Grabenverfüllungen sowie im Nahbereich bestehender Lei- tungstrassen gearbeitet wird, können Schäden durch die Verdichtungsarbeiten im Stra- ßen- und Gehwegsbereich sowie an der bestehenden Bebauung nicht ausgeschlossen werden. Entsprechend darf der Einbau nur in dünnen Lagen (ca. 0,2 m) mit höchstens leichtem Verdichtungsgerät erfolgen. Ein Sackungsrisiko lässt sich in Zusammenhang mit den Verdichtungsarbeiten allerdings nicht ausschließen. Hier empfiehlt es sich, die Wie- derverfüllung der Gräben mit anderen Verfahren (z.B. Einbau von Flüssigboden) durch- zuführen.

5.4 Böschungen Generell kann unter Beachtung der DIN 4124 in den bindigen Böden (Decklehme) mit 60°, in den Auffüllungen, in den Decksanden und in den Kiesanden mit 45° geböscht werden. Im Bereich der Auffüllung können sich jedoch auch flachere Böschungswinkel einstellen. Problematisch sind vor allen die alten Grabenverfüllungen. Sie haben eine ge- ringere Scherfestigkeit als natürliche Böden, so dass sich beim Aushub sofort eine flache Böschung einstellt.

Die o.g. Böschungswinkel gelten nur für Bodenmaterial/Böschungen im erdfeuchten Zu- stand.

Liegen die Böschungshöhen bei mehr als 5,0 m, so muss die Standsicherheit der Bö- schungen rechnerisch nachgewiesen werden. Dabei ergeben sich generell flachere Bö- schungen als oben angegeben. Oberhalb der Böschungsschulter müssen für Lasten wie z. B. Aushub, gelagertes Material, Baucontainer sowie für Fahrwege die nach DIN 4124 erforderlichen Abstände eingehalten werden. Die Böschungen müssen gegen Erosion durch Oberflächenwasser geschützt werden.

5.5 Verbau Auf Grund der vorliegenden Platzverhältnisse müssen die Leitungsgräben bzw. Schacht- baugruben sowie die Baugruben für die Bauwerke verbaut werden. Die für die Berech- nungen erforderlichen Bodenkennwerte können dem Abschnitt 3.3.4 entnommen werden.

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Bei der Bemessung und konstruktiven Ausbildung des Verbaus sind die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) der „Deutschen Gesellschaft für Geotechnik“ zu be- rücksichtigen.

Dort, wo rollige Böden (Auffüllungen, nichtbindige Deckschichten, Kiessande) vorhanden sind, können Verbauarten, die einen Voraushub erforderlich machen (z.B. Verbauboxen) nur dann eingesetzt werden, wenn der Voraushub auf max. 0,30 m reduziert bzw. ent- sprechend angepasst wird. Vorrausetzung ist, dass entsprechend vorsichtig (= schmaler Löffel, geringe Aushubtiefen, Abstechen per Hand usw.) gearbeitet und die Höhe des Vo- raushubes jeweils der Bodenart angepasst wird.

Problematisch ist die oben beschriebene Vorgehensweise allerdings dort, wo alte Kanal- grabenverfüllungen angeschnitten werden. Ihnen fehlt die Kohäsion der gewachsenen Böden. Zudem sind sie zumindest teilweise auch locker gelagert. Das hat zur Folge, dass bei Anschnitt der alten Auffüllung bzw. auch schon bei geringem Abstand zu dieser der Boden sofort herausrieselt. Hier ist kein Voraushub zulässig, da der Boden am Verbau in den Kanalgraben rutscht und dann entsprechende Sackungen eintreten.

Ist der Einsatz eines eingepressten Kanaldielenverbaues vorgesehen, so ist zu beachten, dass die Kiessande auch größere Steinlagen enthalten können. Diese Schichten stellen ein entsprechendes Hindernis beim Einbringen des Verbaus dar. Entsprechend sind vor dem Einbringen eines gerammten Verbaus Lockerungsbohrungen durchzuführen, wobei ein entsprechend schweres Bohrgerät vorzusehen ist. Zusätzlich ist bei gerammten bzw. durch Vibrationen eingebrachten Verbauarten zu berücksichtigen, dass im Bereich der vorhandenen Leitungs- und Kanaltrassen Schäden eintreten können, die durch schlecht verdichtete, alte Grabenverfüllungen hervorgerufen werden können. Aufgrund der Schwingungen kommt es in diesen Bereichen zu einer zusätzlichen Verdichtung und da- mit verbunden zu einer Volumenverminderung des eingebauten alten Verfüllmaterials.

Dort, wo die räumlichen Verhältnisse im Trassenbereich beengt und Gebäude vorhanden sind bzw. dort, wo weitere Leitungen liegen, ist zu prüfen, inwieweit der Verbau im Ein- flussbereich der Lastabtragung liegt. Ggf. muss der Verbau entsprechend stärker dimen- sioniert werden, s.a. DIN 4123 und 4124.

Generell ist beim Einbringen des Verbaus darauf zu achten, dass in jedem Falle eine

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kraftschlüssige Verbindung zum anstehenden Erdreich sichergestellt ist. Auch beim Zie- hen des Verbaus darf es zu keiner Störung des anstehenden Bodens oder der Verfüllung (Leitungszone u. Hauptverfüllung) kommen, die zu Sackungen führen können. Der lagen- weise Rückbau muss mit den Verfüll- und Verdichtungsarbeiten einhergehen, wobei das Verfüllmaterial gegen den gewachsenen Boden zu verdichten ist. Der Verbau darf nur soweit zurückgebaut werden, wie er durch das Verfüllen entbehrlich geworden ist.

Grundsätzlich hat der AN dafür Sorge zu tragen, dass die eingesetzten Geräte den örtli- chen Verhältnissen angepasst sind und an benachbarten Bauwerken keine Schäden ein- treten können.

5.6 Grabenlose Bauweise 5.6.1 Vortrieb Im Bereich östlich der Kantine ist ein Bau eines Teilstücks in grabenloser Bauweise vor- gesehen. Hierfür liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Planunterlagen vor. Ge- plant ist zum jetzigen Zeitpunkt eine DN140 PE 100 SDR 11 Leitung. Für die grabenlose Bauweise können nach DWA-A 125 mehrere Verfahren in Betracht gezogen werden.

Grundsätzlich kommt für die Ausführung gemäß DWA-A 125 (2020) sinnvollerweise der Pilotvortrieb in Frage. Aufgrund des vergleichsweisen geringen Durchmessers kommen bemannte Vortriebsarten aus wirtschaftlicher Sicht nicht in Frage. Nachfolgend der Pilot- vortrieb kurz beschrieben und im Anschluss bewertet.

Bei dem Pilotvortrieb wird mithilfe eines in einer Startgrube eingebrachten Pressbohrge- räts ein Pilotrohrstrang bodenverdrängend eingepresst. Die Steuerung zur Zielgrube er- folgt dadurch per Steuerflächen. Das Produktrohr wird unter gleichzeitigem Herauspres- sen oder -ziehen der Pilotrohre vorgetrieben.

Alternativ ist auch das HDD-Verfahren (Horizontal Directional Drilling) einsetzbar. Bei die- sem Verfahren wird ebenfalls ein Pilotstrang vorgetrieben. Dies geschieht jedoch para- belförmig, weswegen auf eine Start- und Zielgrube verzichtet werden kann. Für Freigefäl- leleitungen ist das Verfahren nur bedingt geeignet. Es sind die Arbeitsblätter DVGW GW 321 und DVGW GW 325 zu beachten.

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5.6.2 Start- und Zielgruben Die Maße der Start- und Zielgruben ergeben sich aus den Abmessungen der Vortriebs- maschine und der Vortriebsrohre. Exemplarische Abmessungen für Start- und Zielgruben sind in Tabelle 11 der DWA-A 125 gegeben. Für die Start- und Zielgruben gelten die in den Abschnitten 5.4 und 5.5 getroffenen Aussagen.

5.7 Wasserhaltung Zum Zeitpunkt der Geländeuntersuchungen lagen die Aushubsohlen sowie die Rohrsolen oberhalb des Grundwassers bzw. des Grundwasserschwankungsbereichs. Jedoch kann in Bereichen mit bindigen Böden Niederschlagswasser nicht ausreichend versickern, weswegen in diesen Bereichen Stauwasser auftreten kann. Dieses muss gefasst und ab- geführt werden.

6 Bewertung Bodenaushub Im Bereich der geplanten Rohrtrasse wurde in den oberen Bereichen aufgefülltes Material (Straßenunterbau, Grabenverfüllungen, Geländeauffüllungen) erbohrt.

Angaben zur Vorgehensweise in Bezug auf die Wiederverwertung/Deponierung können der Altlastenstellungnahme 2240140AL_G01 entnommen werden.

Weiterhin weisen Auffüllungen generell eine inhomogene, kleinräumig wechselnde Zu- sammensetzung auf. Sollte daher beim Aushub verunreinigtes Material auftreten, so ist dieses separat gesichert (z.B. in wasserdichten Containern) zu lagern. Für die weiteren erforderlichen Maßnahmen zur sachgerechten und kostenreduzierenden Behandlung der vorgefundenen Situation ist der Gutachter hinzuzuziehen. Die Aushubarbeiten sind dann jeweils zu unterbrechen, damit keine Folgeschäden verursacht werden.

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7 Schlussbemerkung Die im vorliegenden Gutachten getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die Einstu- fung des Bodens bezüglich seiner Eignung als Baugrund, ausschließlich einer Beurteilung evtl. auftretender umweltrelevanter Verschmutzungen.

Bei dem in den Profilen dargestellten Schichtgrenzen handelt es sich um einen interpo- lierten Verlauf. Da die Bohrungen nur punktuelle Aufschlüsse darstellen, sind Abweichun- gen vom dargestellten Verlauf zwischen den Untersuchungspunkten möglich und zu er- warten.

Da die Untersuchungen im Trassenbereich nur punktuell durchgeführt wurden, müssen in den Bereichen, in denen die Planungen überarbeitet und die Kanäle über größere Stre- cken ausgetauscht werden sollen, ggf. Zusatzuntersuchungen durchgeführt und das Gut- achten entsprechend überarbeitet werden. Hier sind im Bedarfsfall entsprechende Ab- stimmungen mit dem Gutachter erforderlich. Die Aushubsohle (z.T. wurde sie in den Boh- rungen nicht erreicht) muss durch den Baugrundgutachter der Kühn Geoconsulting GmbH abgenommen werden.

Weiterhin sollte die Verdichtung des eingebauten Verfüllmaterials durch entsprechende Kontrollen überprüft werden.

Wir weisen darauf hin, dass es durch Baubehelfe, Baugrubensicherungen etc. zu besonderen Lasteinwirkungen oder tiefen Baugrundeingriffen kommen kann, die durch die o.g. geotechnischen Untersuchungen nicht abgedeckt sind. Hier sind dann in jedem Fall ergänzende Abstimmungen mit dem geotechnischen Sachverständigen erforderlich

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Die Angaben zu den Bodenklassen basieren auf der VOB 2012. Die Einteilung in Homo- genbereiche nach VOB, Ergänzungsband 2015, erfolgte auf Grundlage der für das o.g. Baugrundgutachten durchgeführten Geländeuntersuchungen und Laborarbeiten. Da nach der VOB, Ergänzungsband 2015, hierfür ein höherer Untersuchungsaufwand vorge- geben ist, kann die Einteilung in Homogenbereiche nur näherungsweise erfolgen. Z.T. können noch zusätzliche Untersuchungen (z.B. Schürfe) notwendig werden.

Bonn, den 19.08.2024

Kühn Geoconsulting GmbH

........................................................ ....................................................... Dipl.-Geol. Stefan Oesinghaus Nicklas Ackermann, M.Sc. Geow. Geschäft6sführender Gesellschafter Projektleiter Baugrund

Anlagen: 1. Lageplan 2. Bohrprofile 3. Laborergebnisse

 DLR 1 x per Post, 1 mal per E-Mail (marc.schrewe@dlr.de)

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RRKKSS99A

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RKS36

Achse

2

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c RKS58

RKS59

RKS35 RKS60

A

RKS17 RKS32

RKS28

RKS18

Achse

1

RKS25

RKS19 RKS31

RKS21

RKS23 RKS33 RKS34B

RRKKSS3344A

Zeichenerklärung Bodenuntersuchung

GB LPV Bohrung statischer Lastplattendruckversuch

RKS DPV Rammkernsondierung dynamischer Lastplattendruckversuch

S Schürfgrube

DPL leichte Ramsondierung

DPM GWM mittelschwere Ramsondierung Grundwassermessstelle

DPH BL schwere Ramsondierung Bodenluftpegel

D C B A INDEX Art der Änderung Datum Name Projekt / Bauvorhaben: Ertüchtigung des Trinkwassernetzes Gelände des DLRs Köln-Lind Auftraggeber / Bauherr: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) Linder Höhe 51147 Köln Planverfasser: KÜHN Geoconsulting GmbH Auf der Kaiserfuhr 39 Tel.: +49 228 98972-0 info@geoconsulting.de D-53127 Bonn Fax.: +49 228 98972-11 www.geoconsulting.de Planbenennung: Gutachten / Planungsstand: Lageplan Bodenuntersuchung Bodenuntersuchung G01 Anmerkungen: Plan erstellt nach Vorlagen von:

Alle Maße und Höhenangaben sind vor Baubeginn verantwortlich zu überprüfen. Alle Höhen nach Baunivellement, kein Vermesseraufmaß.

Bearbeitung: N.A. Planname: 2240140_BG_G01_A4 Datum: 24.06.2024 Zeichnung: K.T. Plangröße: 1,50 x 0,75 Anlage: 4 Projekt-Nr.: 2240140 Maßstab: 1 : 1000

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Sand

fein mittel grob

schwach (<15%) stark (ca. 30-40%)

brg wch stf hfst fst Feuchtigkeit f

Rammsondierung nach DIN EN ISO 22476 Schlagzahlen für 10 cm Eindringtiefe

D C B A INDEX Art der Änderung Datum Name Projekt / Bauvorhaben: Ertüchtigung des Trinkwassernetzes Gelände des DLRs Köln-Lind Auftraggeber / Bauherr: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) Linder Höhe 51147 Köln Planverfasser: KÜHN Geoconsulting GmbH Auf der Kaiserfuhr 39 Tel.: +49 228 98972-0 info@geoconsulting.de D-53127 Bonn Fax.: +49 228 98972-11 www.geoconsulting.de Planbenennung: Gutachten / Planungsstand: Bohrprofile Bodenuntersuchung G01 Anmerkungen: Plan erstellt nach Vorlagen von: Alle Maße und Höhenangaben sind vor Baubeginn verantwortlich zu überprüfen. Alle Höhen nach Baunivellement, kein Vermesseraufmaß.

Bearbeitung: N.A. Planname: 2240140_BG_G01_A6 Datum: 24.06.2024 Zeichnung: S.T. Plangröße: 0,90 x 0,52 Anlage: 6 Projekt-Nr.: 2240140 Maßstab: 1 : 100 )m( efeiT

Zeichenerklärung nach DIN 4023

Bodenarten nach DIN EN ISO 14688-1 Felsarten nach DIN EN ISO 14689-1 Mutterboden Mu Mu Fels, allgemein Z Auffüllung A Fels, verwittert Zv Ton tonig T t Kongl.,Brekzie Gst Schluff schluffig U u Sandstein Sst sandig S s Feinsandstein fSst Kies kiesig G g Schluffstein Ust Steine steinig X x Tonstein Tst Mergelstein Mst Blöcke mit Blöcken Y y Kalkstein Kst Lehm lehmig L l Granit Gr Mudde organisch F o Basalt Ba Torf humos H h Tuff Tu Braunkohle mit Braunkohle- Bk bk Klüftung klü klüftig einschlüssen klü stark klüftig Korngrößen f m Grundwasser angebohrt g Grundwasser nach Bohrende Nebenanteile ' Ruhewasserstand Schichtwasser 6m Konsistenz breiig 01.05.2010 50m ü. NHN weich Grundwasseranstieg 01.05.2010 steif 56m ü.NHN halbfest 50m ü.NHN Grundwasser, versickert 01.05.2010 fest 56m ü. NHN

nass kf-Wert-Bestimmung kf= 1,2x10 m-4/s 1,65-2,00 Schichtgrenzen, interpoliert Sonderprobe P1 1.20 1.80 Wassergehalt w = 9,4% 1.60 2.00 DPL DPM DPH Glühverlust Gv = 10,7% 1.60 Spitzendurchmesser 3,57 cm 4,37 cm 4,37 cm 2.00 Spitzenquerschnitt 10,00 cm² 15,00 cm² 15,00 cm² Gestängedurchmesser 2,20 cm 3,20 cm 3,20 cm kein Bohrfortschritt KBF Rammbärgewicht 10,00 kg 30,00 kg 50,00 kg Fallhöhe 50,00 cm 50,00 cm 50,00 cm kein Rammfortschritt KRF

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