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INHALTSVERZEICHNIS
1 AUFTRAG .......................................................................................................................... 3
2 SITUATION ........................................................................................................................ 3
3 DURCHGEFÜHRTE UNTERSUCHUNGEN ....................................................................... 4
3.1 SONDIERUNGEN ........................................................................................................ 4
3.2 PROBENAHME UND CHEMISCHE ANALYSEN ................................................................. 4 3.2.1 Untersuchung von Mischproben ....................................................................... 5
3.2.2 Untersuchung von Schwarzdecke (PAK, Phenole) ........................................... 7
4 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ................................................................................... 8
4.1 MORPHOLOGIE UND GEOLOGIE .................................................................................. 8
4.2 HYDROLOGIE ............................................................................................................ 9
4.3 SCHICHTENBESCHREIBUNG ..................................................................................... 10 4.3.1 Auffüllung ....................................................................................................... 10
4.3.2 Humoser Oberboden ...................................................................................... 10
4.3.3 Deckschichten ................................................................................................ 10
4.3.4 Kiessande der Mittelterrasse .......................................................................... 11
4.4 UNTERSUCHUNG NACH ERSATZBAUSTOFFVERORDNUNG ........................................... 12 4.4.1 Auffüllung (MP 1 – MP 13) ............................................................................. 12
4.4.2 Deckschichten (MP 14 – MP 17) .................................................................... 13
4.4.3 Kiessande der Mittelterrasse (MP 18 – MP 20) .............................................. 14
4.4.4 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse ......................................... 16
5 BEWERTUNG DER ERGEBNISSE ................................................................................. 21
5.1 BEWERTUNG NACH ERSATZBAUSTOFFVERORDNUNG (EBV) ....................................... 21 5.1.1 Bodenmaterial der Klasse BM-0 ..................................................................... 21
5.1.2 Bodenmaterial der Klassen BM-0* und BM-F0* .............................................. 21
5.1.3 Bodenmaterial der Klasse BM-F1 ................................................................... 21
5.1.4 Bodenmaterial der Klasse BM-F2 ................................................................... 21
5.1.5 Bodenmaterial der Klasse BM-F3 ................................................................... 22
6 SCHLUßBEMERKUNG.................................................................................................... 23
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1 Auftrag
Am 09. April 2024 erteilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Kühn
Geoconsulting GmbH den Auftrag, den im Bereich der o.g. Baumaßnahme anstehenden Bo-
den zu beproben und eine Vorerkundung nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) zur abfall-
rechtlichen Einstufung der anfallenden Aushubmassen durchzuführen.
Zur Durchführung standen die nachfolgend aufgeführten Unterlagen zur Verfügung:
[U 1]: Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH/BCE Björnsen Beratende Ingenieure Ertüchtigung Trinkwassernetz DLR Köln-Porz
- Übersichtslageplan; Maßstab: 1:1000; Datum: März 2024;
[U 2]: Kühn Geoconsulting GmbH: 2230125BG_G01 - Baugrundgutachten Anschlussgebäude Trinkwassernetz Datum: 13.07.2023 2210022BG_G01 – Baugrundgutachten Ertüchtigung Nahwärmeleitung Datum: 20.04.2021 2210022BG_G02 – Baugrundgutachten Ertüchtigung Nahwärmeleitung Datum: 21.04.2021
Weiterhin konnten die uns vorliegenden hydrologischen und geologischen Karten (Blatt 5108 Wahn) sowie die Leitungspläne des DLR zur Auswertung herangezogen werden.
2 Situation
Das DLR plant die Ertüchtigung des Trinkwassernetzes im gesamten Bereich des Betriebsge-
ländes in Köln-Lind (Gemarkung: Lind, Flur: 3, Flurstück:225 u. Gemarkung: Sieglar, Flur: 18,
Flurstück 210 u. 237).
Im Zuge der erforderlichen Erdarbeiten fällt Geländeauffüllung (umgelagerter Erdaushub) und
gewachsener Boden (Deckschichten, Terrassenkiessande) an. Der anfallenden Aushub soll
möglichst vor Ort zur Wiederverfüllung der Leitungsgräben verwertet oder einer externen Ver-
wertung bzw. Entsorgung zugeführt werden.
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3 Durchgeführte Untersuchungen
3.1 Sondierungen
Im Rahmen der Baugrunduntersuchungen wurden im Zeitraum vom am 07.05. – 05.06.2024
im Bereich des DLR-Geländes insgesamt 61 Rammkernsondierungen (RKS 1 – 3, 5 – 7, 9 –
9b, 11 – 12, 14 – 19, 21, 23, 25, 28, 30 – 36, 39 – 41, 44, 47 – 52, 54 – 56, 58 – 67 und
73 - 80, Ø 60 – 50 mm) abgeteuft. Die Bohrendtiefen lagen dabei zwischen 0,25 m (RKS 9)
und max. 6 m u. GOK (RKS 79). Die Festlegung der Bohrpunkte erfolgte durch die ARGE
H. Berg & Partner GmbH und BCE Björnsen Beratende Ingenieure. Aufgrund der vorgefunde-
nen Leitungssituation (unklare Leitungsverläufe oder überwiegend Leitungslagen) konnten lo-
kal einige Untersuchungen nicht oder nicht an den vorgegebenen Punkten durchgeführt wer-
den. Hier wurden die Positionen, falls möglich, angepasst. An insgesamt 24 Bohrpunkten
(RKS 4, 8, 10, 13, 20, 22, 24, 26. 27, 29, 30, 37, 38, 42, 43, 45, 46, 53, 57, 68 – 72) konnten
die Sondierungen aufgrund der kritischen Leitungssituation nicht durchgeführt werden.
Mit Ausnahme der Rammkernsondierungen RKS 9, 9a, 34 und 34a wurden sämtliche Sondie-
rungen durch die anstehende Geländeauffüllung bis in den gewachsenen, geruchlich und vi-
suell unauffälligen Boden (Deckschichten, Terrassenkiessand) geführt. Die o.g. Sondierungen
RKS 9, 9a, 34 und 34a mussten aufgrund von Bohrhindernissen im Untergrund in Tiefen zwi-
schen 0,25 – 0,40 m abgebrochen werden, da mit dem eingesetzten Bohrverfahren kein wei-
terer Bohrfortschritt (KBF) erzielt werden konnte.
Ergänzend wurden die insgesamt 13 gewonnenen Bohrkerne der vorhandenen Straßenbefes-
tigungen (Schwarzdecken) dem Labor Eurofins zur Ermittlung der Gehalte an PAK im Feststoff
und Phenolindex im Eluat übergeben.
Die Bohransatzpunkte wurden nach Lage und Höhe per GPS eingemessen. Alle Maße und
Höhen sind im weiteren Planungsverlauf sowie vor Baubeginn verantwortlich zu überprüfen.
Alle Ergebnisse sind in den Anlagen 1 (Lageplan) und 2 (Bohrprofile) dargestellt.
3.2 Probenahme und chemische Analysen
Die Beurteilung des aus den Rammkernsondierungen gewonnenen Bohrgutes erfolgte zu-
nächst vor Ort nach geruchlichen und visuellen Kriterien und wurde gemäß DIN 4023 in ent-
sprechende Bohrprotokolle aufgenommen.
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Aus jedem Meter, bei Schichtwechsel und bei geruchlich oder visuellen Auffälligkeiten wurden
die Bodenproben in luftdicht schließende Gläser entnommen. Transport und Lagerung erfolgte
unter gekühlten Bedingungen.
Anthropogene Geländeauffüllungen wurden in allen durchgeführten Sondierungen angetrof-
fen. Es handelt sich dabei überwiegend um den Unterbau der befestigten Straßen und Wege-
flächen, Arbeitsraum und Leitungsgrabenverfüllungen und umgelagerten Erdaushub, der zur
Geländemodellierung angefüllt wurde. In den Sondierungen reichten die Auffüllungen zwi-
schen etwa 0,40 m (RKS 14 u. 41) und 4,00 m (RKS 79) unter Gelände. Im Bereich von Kanal-
/Leitungsgräben können die Auffüllungen z.T. auch noch tiefer reichen, als in den durchge-
führten Bohrungen festgestellt wurde.
3.2.1 Untersuchung von Mischproben
Das gewonnene Probenmaterial wurde zu insgesamt 20 materialcharakterisierenden Misch-
proben zusammengefaßt. Dabei wurden 13 Mischproben (MP 1 – MP 13) aus den anthropo-
genen Geländeauffüllungen zusammengestellt. Die einzelnen Mischprobenfelder orientierten
sich dabei an den Straßenzügen bzw. den geplanten Leitungstrassen. Weitere 7 Mischproben
wurden aus den unterlagernden gewachsenen Bodenschichten zusammengefaßt. Die Misch-
proben MP 14 - MP 17 wurden aus den Deckschichten und die Mischproben MP 18 – MP 20
aus den Mittelterrassenkiessanden zusammengestellt.
Die v.g. Mischproben wurden dem Labor Eurofins Umwelt West GmbH1 zur Untersuchung
gemäß den Parametervorgaben der Ersatzbaustoffverordnung für Bodenmaterial und Bagger-
gut (EBV Anlage 1, Tab. 3) übergeben.
In der nachfolgenden Tabelle 1 sind die Einzelproben aufgeführt, die in den jeweiligen Misch-
proben MP 1 - MP 20 zusammengefasst wurden.
1 Eurofins Umwelt West GmbH Vorgebirgsstraße 20 D-50389 Wesseling, akkreditiertes Prüflabor DAR Registrierungs-Nr: DAC-PL-0540-07-04
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Tab. 1: Mischprobenplan der Mischproben MP 1 - MP 20
| Mischprobe | Bohrung / Probe | Zusammensetzung der Auffüllung |
|---|---|---|
| MP 1 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152072) | 1/1,1/2, 1/3, 2/1, 2/2, 3/1, 3/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 2 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152073) | 5/1, 5/2, 5/3, 6/1, 7/1, 7/2, 79/1,79/2, 79/3 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 3 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152074) | 9/1, 9a/1, 9b/1, 9b/2, 11/1, 11/2, 12/1, 12/2, 12/3, 14/1, 15/1,15/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 4 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152075) | 16/1, 16/2, 17/1, 17/2, 17/3, 17/4, 17/5, 18/1, 18/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 5 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152076) | 19/1, 19/2, 19/3, 21/1, 21/2, 23/1, 23/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 6 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152077) | 74/1, 74/2, 75/1, 75/2, 76/1, 76/2, 77/1, 78/1, 78/2, 78/3 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 7 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152078) | 66/1, 66/2, 67/1, 67/2, 73/1, 73/2, 80/1, 80/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 8 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152079) | 39/1, 39/2, 39/3, 39a/1, 39a/2, 39a/3, 40/1, 40/2, 40/3, 41/1, 47/1, 47/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 9 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152080) | 35/1, 35/2, 36/1, 44/1, 44/2, 44/3, 55/1, 55/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 10 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152081) | 25/1, 25/2, 25/3, 28/1, 28/2, 31/1, 31/2, 32/1, 32/2, 32/3, 33/1, 33/2, 34/1, 34/2, 34b/1, 34b/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 11 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152082) | 48/1, 48/2, 49/1, 49/2, 50/1, 50/2, 51/1, 52/1, 54/1, 54/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 12 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152083) | 61/1, 61/2, 62/1, 62/2, 63/1, 63/2 64/1, 64/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
| MP 13 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152084) | 56/1, 56/2, 58/1, 59/1, 59/2, 60/1, 60/2 | Boden mit < 10 Vol.-% an mineralischen Fremdbeimengungen |
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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| Mischprobe | Bohrung / Probe | Zusammensetzung der Auffüllung |
|---|---|---|
| MP 14 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152085) | 2/3, 3/3, 3/4, 5/4, 6/2, 6/3, 6/4, 7/3, 74/4, 75/3, 76/3, 76/4, 77/2, 78/4 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 15 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152086) | 11/3, 12/4, 14/2,14/3, 15/3, 16/3, 18/3, 19/4, 21/3, 21/4, 23/3, 23/4 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 16 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152087) | 25/4, 31/3, 32/4, 33/3, 33/4, 33/5, 34b/3, 35/4, 35/5, 36/2, 36/3, 39a/4, 39a/5 41/2, 41/3, 41/4, 47/3, 55/3 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 17 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152088) | 48/3,48/4, 49/3, 50/3, 50/4, 51/2, 51/3, 52/2, 52/3, 54/2, 52/3, 54/3, 54/4, 54/5, 56/3, 58/2, 58/3, 59/3, 60/3,61/3, 62/3, 63/3, 65/3, 65/4, 66/3, 73/3, 73/4, 73/5, | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 18 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152089) | 1/4, 1/5, 2/4, 2/5, 3/5, 3/6, 9b/3, 11/4, 12/5, 74/4, 74/5, 75/4, 75/5, 75/6, 76/5, 77/3, 77/4, 77/5, 77/6, 78/5, 78/6, 78/7, 79/5, 79/6 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 19 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152090) | 28/3, 34b/4, 34b/5, 34b/6, 40/4, 44/4 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
| MP 20 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152091) | 50/5, 60/4, 61/4, 62/4, 62/5, 63/4, 63/5, 64/4, 64/5, 65/5, 65/6, 65/7, 66/4, 66/5, 66/6, 67/3, 67/4, 73/6, 80/3, 80/4, 80/5 | Boden ohne mineralische Fremdbei- mengungen |
3.2.2 Untersuchung von Schwarzdecke (PAK, Phenole)
In der Vergangenheit ist Teer in fast allen Bereichen des Asphaltbaus und bei der Herstellung
bituminöser Klebestoffe, Estriche und Straßenbelägen zum Einsatz gekommen. Teer enthält
neben anorganischen Stoffen eine Vielzahl von Kohlenwasserstoffverbindungen. Einige der
polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als krebserregend.
Eine Gefährdung von Menschen und Umwelt durch Teer ist über Dämpfe und Eluierung mög-
lich. Schädliche Dämpfe entstehen bei der Herstellung und beim Einbau von heißem, teerhal-
tigem Mischgut. Eluate entstehen beim Zutritt von Wasser.
Im Rahmen der gutachterlichen Beurteilung beim Probeneingang wurden aus dem gewonne-
nen Probenmaterial insgesamt 13 Schwarzdeckenkerne zur Bestimmung des Teergehaltes
ausgewählt. Die gewonnenen Schwarzdeckenkerne wiesen Längen zwischen 7 cm (RKS 36-
SD, RKS 55-SD) und max. 30 cm (RKS 56-SD) auf und waren überwiegend geruchlich und
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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visuell unauffällig. Nur der Schwarzdeckenkern RKS 36-SD, der am Bohransatzpunkt der Son-
dierung RKS 36 gewonnen wurde, zeigte einen auffälligen Glanz und wies einen deutlichen
Teergeruch auf.
Die ausgewählten Schwarzdeckenproben wurden dem Labor Eurofins zur Untersuchung auf
die Verdachtsparameter PAK im Feststoff und Phenolindex im Eluat übergeben.
In der nachfolgenden Tabelle 2 sind die gewonnenen Schwarzdeckenkerne sowie die jeweili-
gen Entnahmeorte aufgeführt.
Tab. 2: Entnommene Schwarzdeckenkerne
| Entnahmeort | Probenbezeich- | Kernlänge | Auffälligkeiten | Verdachtspara- meter | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nung | [cm] | |||||||
| RKS 28 | RKS 28-SD | 14,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | PAK, Phenole | ||||
| RKS 33 | RKS 33-SD | 20,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 35 | RKS 35-SD | 14,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 36 | RKS 36-SD | 7,0 | deutlicher Geruch nach Teer, auffälliger Glanz | |||||
| RKS 40 | RKS 40-SD | 14,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 51 | RKS 51-SD | 20,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 52 | RKS 52-SD | 23,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 55 | RKS 55-SD | 7,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 56 | RKS 56-SD | 30,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 58 | RKS 58-SD | 28,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 59 | RKS 59-SD | 16,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 60 | RKS 60-SD | 25,0 | sehr schwacher Bitumengeruch | |||||
| RKS 67 | RKS 67-SD | 18,0 | sehr schwacher Bitumengeruch |
4 Untersuchungsergebnisse
4.1 Morphologie und Geologie
Das untersuchte Gelände des DLR liegt im Südosten der Stadt Köln im Stadtbezirk Porz, süd-
lich des Flughafens Köln-Wahn und östlich des Stadtteils Lind im Bereich der Mittelterrasse
des Rheins. Bezogen auf die Höhe der Bohransatzpunkte fällt die Geländeoberfläche sanft
nach Norden bzw. Nordwesten um etwa 5,85 m ab und liegt es zwischen etwa 72,36 m ü.
NHN (RKS 60) im Südosten und 66,52 m (RKS 1) im Nordwesten.
Nach der geologischen Karte, Blatt 5108 Köln-Porz, stehen im tieferen Untergrund die Abla-
gerungen des Tertiär (Tone, Schluffe und Sande mit eingeschalteten Braunkohleflözen) an.
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Diese werden von den quartären Kiessanden der jüngeren und älteren Mittelterrasse des
Rheins mit Schichtdicken von etwa 10 – 15 m überlagert. Nach Auswertung der geologischen
Karte findet sich die Grenze zwischen älterer und jüngerer Mittelterrasse im westlichen Teil-
bereich des Geländes. Dies macht sich in unterschiedlichen lithologischen Ausbildungen der
Kiesablagerungen bemerkbar. Über den Mittelterrassenkiessanden folgen Deckschichten aus
umgelagerten, tlw. schwach schluffigen bis tonigen Flugsanden und Hochflutablagerungen
(Hochflutsande) in unterschiedlicher Dicke. Den Abschluss des natürlichen Bodenprofils bildet
der humose Oberboden. Durch die bisherige Nutzung ist der natürliche Oberboden und Teile
der Deckschichten tlw. durch anthropogene Geländeauffüllungen ersetzt worden.
4.2 Hydrologie
Grundwasser wurde im Zeitraum vom 7. Mai – 6. Juni 2024 in den durchgeführten Sondierun-
gen nicht angetroffen. Es wurden jedoch in einigen Sondierungen über Horizonten mit geringer
Durchlässigkeit feuchte Bereiche festgestellt. Nach langanhaltenden Niederschlagsperioden
oder Starkregenereignissen ist daher innerhalb der Auffüllung und den Deckschichten in san-
digen Lagen über geringdurchlässigen bindigen Lagen mit dem Auftreten von Staunässe bzw.
Schichtwasser zu rechnen.
Das Grundwasser ist erst im tieferen Untergrund in den Kiessanden der Mittelterrasse zu er-
warten. Nach Auswertung der hydrogeologischen Karte von NW 1:25 000, Blatt 5108 Porz,
sind im Bereich der geplanten Leitungstrasse Grundwasserstände zwischen ca. 50 m und
55 m ü. NHN angegeben (Stand Okt. 1983).
Nach Angaben des Landes NRW (Internetrecherche ELWAS-WEB) befinden sich mehrere
Grundwassermessstellen in unmittelbarer Nähe, teilweise auch auf dem Gelände des DLR.
Exemplarisch wurde die Wasserstandsganglinie der Messstelle „STOV KOELN 8
(076723811), welche westlich des DLR Aeromedical Centers liegt, ausgewertet. Im Messzeit-
raum von 1971 – 2003 wurden hier Wasserstände zwischen ca. 56,38 m ü. NHN (11.01.1984)
und 54,31 m ü. NHN (18.01.1977) gemessen. Der minimale Flurabstand betrug hier ca.
15,46 m. Weitere, inaktive, Messstellen zeigen ein vergleichbares Bild. Die Grundwasser-
stände liegen damit deutlich unterhalb des geplanten Aushubniveaus.
Das untersuchte Gelände liegt außerhalb von festgesetzten oder geplanten Trinkwasser-
schutzgebieten.
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4.3 Schichtenbeschreibung
4.3.1 Auffüllung
Anthropogene Geländeauffüllung wurde in allen durchgeführten Rammkernsondierungen an-
getroffen. In den Sondierungen reicht die Auffüllung zwischen 0,40 m (RKS 14 u. 41) und
4,00 m (RKS 79) unter Gelände. Bezogen auf NHN liegt die Auffüllungsbasis zwischen ca.
65,72 m (RKS 1) und 71,36 m ü. NHN (RKS 60). Im Bereich vorhandener Leitungsgräben bzw.
im Bereich von Arbeitsraumverfüllungen kann die Auffüllung auch noch tiefer reichen als in
den Bohrungen festgestellt wurde.
Es handelt sich bei der Auffüllung um umgelagerten Erdaushub (tlw. schwach schluffige –
schluffige Sande und Kiessande, z.T. mit Steinlagen, die bereichsweise mineralische Fremd-
beimengungen an Ziegelbruch und Beton, Basalt und Schotter) enthalten. Die Geländeauffül-
lungen weisen überwiegend mitteldichte bis dichte Lagerung auf.
4.3.2 Humoser Oberboden
Der humose Oberboden wurde in 40 von 61 Sondierungen angetroffen. Es handelt sich um
aufgefüllten Oberboden bzw. begrünte Auffüllung. Der Oberboden weist im Mittel Dicken von
ca. 0,35 m auf. Der Oberboden besteht aus humosen, tlw. schwach kiesigen, schwach schluf-
figen Fein - Mittelsanden und schwach kiesigen, feinsandigen Schluffen.
4.3.3 Deckschichten
Die Deckschichten bestehen aus bindigen und nichtbindigen Abschnitten und spiegeln damit
die energetischen Zustände zum Zeitpunkt der Ablagerung wider. Es treten sowohl umgela-
gerte Flugsande als auch Hochflutablagerungen des Rheins auf. Hier lässt sich zwischen bin-
digen Hochflutlehmen und nichtbindigen Hochflutsanden unterscheiden.
Bei den bindigen Deckschichten (Decklehme), welche unterhalb der Auffüllung partiell anste-
hen, handelt es sich überwiegend um Schluffe mit feinsandigen und tonigen Anteilen. Verein-
zelt treten Tone als Hauptbestandteil auf. Partiell finden sich auch Kiesanteile in diesen
Schichten. In einigen Bohrungen zeigt sich eine Umlagerung durch einen Grobkornanteil in
ansonsten feinkörnigerem Material. So treten z.B. in der RKS 3 in einer Tonlage neben Schluff
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auch Fein- und Mittelkiese auf. In der RKS 33 treten in einem bindigen Abschnitt der Deck-
schichten ebenfalls neben dem Hauptbestandteil Schluff auch Fein- und Mittelkiese auf. In der
RKS 76 wurden sogar Steine innerhalb der Schluffe angetroffen.
Die nichtbindigen Deckschichten (Decksande) setzen sich aus Fein- bis Mittelsanden als
Hauptbestandteil zusammen. Zusätzlich treten geringe Mengen Kies oder Schluffe und Tone
auf. Es zeigen sich jedoch vereinzelt auch Bereiche, in denen Kies der Hauptbestandteil ist
(z.B. RKS 34b, RKS 51). Vereinzelt zeigen die Decksande eine sehr homogene Kornvertei-
lung (z.B. RKS 58, RKS 65, RKS 66). Hier lässt die Korngröße (Fein- bis Mittelsand) auf eine
äolische Ablagerung als Flugsande schließen.
Über den Verlauf des Geländes konnte keine einheitliche Überdeckung beider Schichten fest-
gestellt werden. Vielmehr treten in den Bohrungen teilweise nur eine der beiden Varianten,
teilweise beide Varianten und teilweise gar keine Deckschichten auf. Sie stehen je nach Mäch-
tigkeit der überlagernden Auffüllung ab 0,40 m u. GOK (RKS 14) an. Die Deckschichten wur-
den nicht in allen Bohrungen durchteuft. Eine generelle Aussage zur maximalen Mächtigkeit
der Deckschichten kann daher nicht getroffen werden.
4.3.4 Kiessande der Mittelterrasse
Die Kiessande der Mittelterrasse wurden in 28 von insgesamt 61 Sondierungen erbohrt. Die
Oberkante der Kiessande liegt in den Bohrungen zwischen 0,80 m und 4,00 m unter GOK und
bezogen auf NHN zwischen 64,33 m ü. NHN (RKS 73) und 70,97 m ü. NHN (RKS 35).
Bei den erbohrten Schichten handelt es sich um Kiese mit wechselndem Sandanteil. In einigen
Bohrungen (z.B. RKS 73) treten auch Schluff- und Tonlagen innerhalb der Kiessande auf.
Zusätzlich können in den Kiessanden z.T. größere Steinlagen und Verkittungen auftreten,
auch wenn diese in den durchgeführten Untersuchungen nicht erbohrt wurden.
Die Kiessande sind, dort wo sie erbohrt wurden, mitteldicht bis dicht gelagert. Lokal weisen sie
eine dichte bis sehr dichte Lagerung auf.
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4.4 Untersuchung nach Ersatzbaustoffverordnung
Zur Klärung der Verwertungs- bzw. Entsorgungsmöglichkeiten der bei den Erdarbeiten anfal-
lenden Aushubmassen wurden die Mischproben der Auffüllung (MP 1 – MP 13), der Deck-
schichten (MP 14 – MP 17) und der Kiessande (MP 18 – MP 20) im Labor nach dem Parame-
terumfang der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) für Bodenmaterial und Baggergut gemäß der Anlage 1, Tabelle 3 der Mantelverordnung2 vom 09.07.2021 untersucht.
Zur Bewertung werden die Materialwerte für Bodenmaterial (BM) der Bodenart Lehm/Schluff
herangezogen, die für bindige Böden der Bodenart Lehm/Schluff sowie für gemischtkörnige
Böden / Bodengemische anzuwenden sind, die bodenartspezifisch nicht den Bodenarten-
Hauptgruppen zugeordnet werden können.
Die Auswertungstabellen in der Anlage 4 stellen die Analysenergebnisse der untersuchten
Mischproben den Materialwerten gemäß der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) gegenüber. Die
Ergebnisse werden nachfolgend in den Kapiteln 4.4.1 – 4.4.4 zusammenfassend dargestellt.
4.4.1 Auffüllung (MP 1 – MP 13)
Nach Auswertung der vorliegenden Prüfberichte wurden in den Mischproben der Geländeauf-
füllung überwiegend erhöhte Feststoffgehalte an Schwermetallen (z.B. Blei, Kupfer, Quecksil-
ber, Zink), PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und PCB (polychlorierte
Biphenyle) sowie erhöhte Eluatgehalte an PAK und Zink nachgewiesen. Ausgenommen hier-
von ist nur die Mischprobe MP 11, in der insgesamt unauffällige Schadstoffgehalte ermittelt
wurden.
In der nachfolgenden Tabelle 3 sind die untersuchten Mischproben der Auffüllung mit den je-
weiligen einstufungsrelevanten, erhöhten Schadstoffparametern und den Materialklassen
nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) aufgeführt.
- MantelV: Mantelverordnung-Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung, zur Neufassung des Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung) vom 09. Juli 2021.- veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben in Bonn am 16. Juli 2021
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Tab. 3: Materialklassen nach EBV der untersuchten Geländeauffüllung (Mischproben MP 1 – MP 13)
| Mischprobe | Einstufung nach Ersatzbaustoffverordnung | |||
|---|---|---|---|---|
| Materialklasse nach EBV | einstufungsrelevante Parameter und Gehalte | |||
| [Feststoff in mg/kg, Eluat in µg/l] | ||||
| MP 1 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152072) | BM-F2 | Zink: 260µg/l | ||
| MP 2 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152073) | BM-F0* | Zink: 110 µg/l | ||
| MP 3 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152074) | BM-F2 | Zink: 190 µg/l | ||
| MP 4 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152075) | BM-F3 | PAK: 19,3 mg/kg | ||
| MP 5 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152076) | BM-F2 | Zink: 170 µg/l | ||
| MP 6 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152077) | BM-F2 | Zink: 280 µg/l | ||
| MP 7 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152078) | BM-F3 | Kupfer: 101 mg/kg | ||
| MP 8 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152079) | BM-F1 | Zink: 160 µg/l | ||
| MP 9 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152080) | BM-F3 | Quecksilber: 0,86 mg/kg | ||
| MP 10 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152081) | BM-F2 | Zink: 300 µg/l | ||
| MP 11 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152082) | BM-0 | - | ||
| MP 12 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152083) | BM-F0* | PCB: 0,104 mg/kg, Zink: 150 µg/l | ||
| MP 13 „Auffüllung“ (Labor- Nr. 777-2024-00152084) | BM-0* | Quecksilber: 0,4 mg/kg, Zink: 289 mg/kg |
4.4.2 Deckschichten (MP 14 – MP 17)
Die untersuchten Mischproben MP 14, MP 15 und MP 16 der Deckschichten zeigten unauffäl-
lige Schadstoffgehalte im Feststoff und Eluat. Die v.g. Mischproben können daher der Materi-
alklasse BM-0 nach Ersatzbaustoffverordnung zugeordnet werden.
In der Mischprobe MP 17 wurde im Feststoff ein leicht erhöhter Gehalt an PCB (polychlorierte
Biphenyle) nachgewiesen, der mit 0,075 mg/kg den Materialwert BM-0 (0,05 mg/kg) über-
schreitet. Der Materialwert BM-0* wird für PCB im Feststoff eingehalten. Alle weiteren unter-
suchten Parameter halten die jeweiligen Materialwerte BM-0 ein. Die Mischprobe MP 17
„Deckschichten“ (Labor- Nr. 777-2024-00152088) ist aufgrund des erhöhten PCB-Gehaltes im
Feststoff der Materialklasse BM-0* nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) zuzuordnen.
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In der nachfolgenden Tabelle 4 sind die untersuchten Mischproben der Deckschichten mit den
jeweiligen einstufungsrelevanten, erhöhten Schadstoffparametern und den Materialklassen
nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) aufgeführt.
Tab. 4: Materialklassen nach EBV der untersuchten Deckschichten (Mischproben MP 14 – MP 17)
| Mischprobe | Einstufung nach Ersatzbaustoffverordnung | |||
|---|---|---|---|---|
| Materialklasse nach EBV | einstufungsrelevante Parameter und Gehalte | |||
| [Feststoff in mg/kg, Eluat in µg/l] | ||||
| MP 14 „Deckschichten“ (Labor- Nr. 777-2024-00152085) | BM-0 | - | ||
| MP 15 „Deckschichten“ (Labor- Nr. 777-2024-00152086) | BM-0 | - | ||
| MP 16 „Deckschichten“ (Labor- Nr. 777-2024-00152087) | BM-0 | - | ||
| MP 17 „Deckschichten“ (Labor- Nr. 777-2024-00152088) | BM-0* | PCB: 0,075 mg/kg |
4.4.3 Kiessande der Mittelterrasse (MP 18 – MP 20)
Die untersuchte Mischprobe MP 18 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152089) zeigte unauf-
fällige Schadstoffgehalte im Feststoff und Eluat. Die v.g. Mischprobe kann in die Materialklasse
BM-0 nach Ersatzbaustoffverordnung eingestuft werden.
In der Mischprobe MP 19 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152090) wurde ein erhöhter Zink-
Gehalt im Eluat ermittelt, der mit 160µg/l den Materialwert BM-F0* (160 µg/l) überschreitet.
Der Materialwert BM-F1 wird für Zink im Eluat eingehalten. Alle weiteren untersuchten Para-
meter halten die jeweiligen Materialwerte BM-0 im Feststoff und Eluat ein. Die Mischprobe
MP 19 ist aufgrund des erhöhten Zink-Gehaltes im Eluat der Materialklasse BM-F1 nach Er-
satzbaustoffverordnung (EBV) zuzuordnen.
Die Mischprobe MP 20 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152091) weist ebenfalls einen er-
höhten Zink-Gehalt im Eluat auf, der mit 150 µg/l den Materialwert BM-F0* (150 µg/l) einhält.
Alle weiteren untersuchten Parameter halten die jeweiligen Materialwerte BM-0 ein. Die Misch-
probe MP 20 ist aufgrund des erhöhten Zink-Gehaltes im Eluat der Materialklasse BM-F0*
nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) zuzuordnen.
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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In der nachfolgenden Tabelle 5 sind die untersuchten Mischproben der Kiessande mit den
jeweiligen einstufungsrelevanten, erhöhten Schadstoffparametern und den Materialklassen
nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV) aufgeführt.
Tab. 5: Materialklassen nach EBV der untersuchten Mischproben MP 18 – MP 20
| Mischprobe | Einstufung nach Ersatzbaustoffverordnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Materialklasse nach EBV | einstufungsrelevante Parameter und Gehalte | ||||
| [Feststoff in mg/kg, Eluat in µg/l] | |||||
| MP 18 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777- 2024-00152089) | BM-0 | - | |||
| MP 19 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777- 2024-00152090) | BM-F1 | Zink: 160 µg/l | |||
| MP 20 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777- 2024-00152091) | BM-F0* | Zink: 150 µg/l |
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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4.4.4 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
In der nachfolgenden Tabelle 6 werden die Bewertungsergebnisse zusammenfassend darge-
stellt.
Tab. 6: Materialklassen nach EBV der untersuchten Mischproben MP 1 – MP 20
| Untersuchtes Material | Materialklasse nach | Mischprobe | ||
|---|---|---|---|---|
| Ersatzbaustoffverordnung | ||||
| (EBV) | ||||
| Auffüllung | BM-0 | MP 11 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152082) | ||
| BM-0* | MP 13 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152084) | |||
| BM-F0* | MP 2 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152073) | |||
| MP 12 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152083) | ||||
| BM-F1 | MP 8 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152079) | |||
| BM-F2 | MP 1 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152072) | |||
| MP 3 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152074) | ||||
| MP 5 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152076) | ||||
| MP 6 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152077) | ||||
| MP 10 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152081) | ||||
| BM-F3 | MP 4 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152075) | |||
| MP 7 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152078) | ||||
| MP 9 „Auffüllung“ (Labor-Nr. 777-2024-00152080) | ||||
| Deckschichten | BM-0 | MP 14 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152085) | ||
| MP 15 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152086) | ||||
| MP 16 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152087) | ||||
| BM-0* | MP 17 „Deckschichten“ (Labor-Nr. 777-2024-00152088) | |||
| Kiessande der Mittelterrasse | BM-0 | MP 18 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152089) | ||
| BM-F0* | MP 20 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152091) | |||
| BM-F1 | MP 19 „Kiessand“ (Labor-Nr. 777-2024-00152090) |
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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4.4.5 Untersuchung von Schwarzdecken (PAK, Phenolindex) 4.4.5.1 Schwarzdeckenuntersuchung nach LAGA (Ausbauasphalt)
Für die Bewertung der Verwertungs- bzw. Entsorgungsmöglichkeiten des anfallenden
Schwarzdeckenbelages wird die LAGA-Richtlinie für Ausbauasphalt herangezogen. In der
nachfolgenden Tabelle 8 sind die Zuordnungswerte für PAK, Benzo(a)pyren und Phenolindex
gemäß LAGA-Richtlinie (Ausbauasphalt) dargestellt. Sie werden in der nachfolgenden Tabelle
9 den Analysenergebnissen der untersuchten Schwarzdeckenproben gegenübergestellt.
Tab. 7: Zuordnungswerte für PAK, BaP und Phenolindex gemäß der LAGA-Richtlinie (Ausbauasphalt)
| Parameter | Einheit | Zuordnungswerte nach LAGA (Ausbauasphalt) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Z 0 | Z 1.1 | Z 1.2 | Z 2 | ||
| PAK n. EPA | mg/kg | 1 | 10 | 15 | 30 |
| BaP | mg/kg | - | 0,5 | 1,0 | - |
| Phenolin- dex | mg/l | < 0,01 | 0,01 | 0,5 | 0,1 |
Tab. 8: Analysenergebnis der untersuchten Schwarzdeckenproben
Überschreitung Z 0-Wert der LAGA-Richtlinie = kursiv Z 1.1-Wert der LAGA-Richtlinie = unterstrichen Z 1.2-Wert der LAGA-Richtlinie = fett Z 2-Wert der LAGA-Richtlinie = fett und unterstrichen
| Probe | Schichtdicke | PAK** | BaP*** [mg/kg] | Phenolindex [mg/l] | Einstufung nach LAGA | AVV-Schlüsselnr. | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| [cm] | [mg/kg] | |||||||||
| RKS 28-SD | 14,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 33-SD | 20,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 35-SD | 14,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 36-SD | 7,0 | 610 | 38 | < 0,01 | > Z 2 | 170302 | ||||
| RKS 40-SD | 14,0 | 3,9 | < 0,5 | < 0,01 | Z 1.1 | 170302 | ||||
| RKS 51-SD | 20,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 52-SD | 23,0 | 13 | 0,9 | < 0,01 | Z 1.2 | 170302 | ||||
| RKS 55-SD | 7,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 56-SD | 30,0 | 2 | < 0,5 | < 0,01 | Z 1.1 | 170302 | ||||
| RKS 58-SD | 28,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 59-SD | 16,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 60-SD | 25,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 | ||||
| RKS 67-SD | 18,0 | n.b.* | < 0,5 | < 0,01 | Z 0 | 170302 |
*n.b. = nicht berechenbar, da zu Summenbestimmung nur Werte > Bestimmungsgrenze verwendet werden **PAK = Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, ***BaP = Benzo(a)pyren
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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Nach den vorliegenden Analysenergebnissen weist die Schwarzdeckenprobe RKS 36-SD ei-
nen deutlich erhöhten Feststoffgehalt an PAK auf. Die Probe überschreitet mit einem PAK-
Gehalt von 610 mg/kg die Zuordnungskriterien der Zuordnungsklasse Z 2 der LAGA-Richtlinie
(Ausbauasphalt). Der Gehalt des PAK-Einzelparameters Benzo(a)pyren (BaP) liegt bei
38 mg/kg. Die für die Einstufung als gefährlicher Abfall maßgeblichen Grenzwerte von
1.000 mg/kg für den PAK-Gesamtgehalt und 50 mg/kg für den nachweislich krebserzeugen-
den PAK-Einzelparameters BaP werden eingehalten. Dementsprechend ist die Schwarzdecke entsprechend der Probe RKS 36-SD als nicht gefährliche, teerhaltige Schwarzdecke einzu-
stufen. Sie kann der AVV-Schlüsselnummer 170302 (Bitumengemische mit Ausnahme der-
jenigen, die unter 17 03 01 fallen) zugeordnet werden.
In der Schwarzdeckenprobe RKS 52-SD wurde mit 13 mg/kg ein erhöhter Feststoffgehalt an
PAK nachgewiesen, der den Zuordnungswert Z 1.1 nach LAGA-Richtlinie (Ausbauasphalt)
überschreitet. Der LAGA-Zuordnungswert Z 1.2 wird eingehalten. Der Gehalt an Benzo(a)py-
ren im Feststoff hält mit 0,9 mg/kg ebenfalls den Zuordnungswert Z 1.2 ein. Dementsprechend
kann die Schwarzdecke entsprechend der RKS 52-SD in die LAGA-Zuordnungsklasse Z 1.2 eingestuft werden. Die v.g. Schwarzdeckenqualität kann als bituminös eingestuft und der AVV-
Schlüsselnummer 170302 (Bitumengemische mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 03 01
fallen) zugeordnet werden.
Die Schwarzdeckenproben RKS 40-SD und RKS 56-SD weisen leicht erhöhte PAK-Gehalte
zwischen 3,9 – 2 mg/kg auf. Der LAGA-Zuordnungswert Z 1.1 wird in beiden Proben einge-
halten. Der Gehalte an BaP liegen in beiden Proben unterhalb der Bestimmungsgrenze (< 0,05
mg/kg). Dementsprechend können die Schwarzdecken entsprechend der Proben RKS 40-SD
und RKS 56-SD in die LAGA-Zuordnungsklasse Z 1.1 eingestuft werden. Die v.g. Schwarzde- ckenqualitäten können als bituminös und eingestuft und der AVV-Schlüsselnummer 170302
(Bitumengemische mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 03 01 fallen) zugeordnet werden.
In den restlichen 9 Schwarzdeckenproben (RKS 28-SD, RKS 33-SD, RKS 35-SD,
RKS 51-SD, RKS 55-SD, RKS 58-SD, RKS 59-SD, RKS 60-SD und RKS 67-SD) liegen die
Feststoffgehalte an PAK und BaP unterhalb der jeweiligen Bestimmungsgrenzen. Der Zuord-
nungswert Z 0 nach LAGA-Richtlinie (Ausbauasphalt) wird für PAK im Feststoff eingehalten. Die v.g. Schwarzdeckenqualitäten können als bituminös eingestuft und der AVV-
Schlüsselnummer 170302 (Bitumengemische mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 03 01
fallen) zugeordnet werden.
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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Die Phenol-Gehalte lagen in sämtlichen untersuchten Schwarzdeckenproben unterhalb der
Bestimmungsgrenze (0,01 mg/l).
4.4.5.2 Schwarzdeckenuntersuchung nach RuVa StB 01
Gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sind Straßenausbaustoffe umweltverträglich
und möglichst hochwertig zu verwerten. Als möglichst hochwertig ist gemäß RuVA-StB 01 und
LAGA eine Verwertung als Heißmischgut anzusetzen.
Die Bewertung für die Verwertungsmöglichkeiten Heißmischverfahren und Kaltmischverfahren
sind in der RuVA-StB 01 geregelt. Soll eine Verwertung nach der RuVA-StB 01 durchgeführt
werden, so können die u.g. Werte angesetzt werden. Soll eine Verwertung des Ausbauas-
phalts im ungebundenen Zustand erfolgen oder ist eine Verwertung nach RuVA-StB 01 nicht
möglich, sind die Vorgaben bzw. eine Verwertung nach der LAGA-Richtlinie anzuwenden.
In der Tabelle 9 sind die Zuordnungswerte der Verwertungsklassen A, B und C gemäß der
RuVA-StB 01 dargestellt. Sie werden in der nachfolgenden Tabelle 10 den Untersuchungser-
gebnissen der untersuchten Schwarzdeckenproben gegenübergestellt.
Tab. 9: Zuordnungswerte der Verwertungsklassen A, B und C n. RuVA-StB 01
| Zuordnungswerte n. RuVA-StB 01 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Parameter | Einheit | |||
| Verwertungsklasse A | Verwertungsklasse B | Verwertungsklasse C | ||
| PAK n. EPA | mg/kg | 25 | >25 | *1) |
| Phenolindex | mg/l | 0,1 | 0,1 | >0,1 |
- PAK –Wert ist anzugeben
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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Tab. 10: Bewertung der Untersuchungsergebnisse n. RuVA-StB 01
| Probe | Dicke [cm] | PAK** | Phenolindex [mg/l] | Verwertungsklasse nach RuVA-StB 01 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| [mg/kg] | ||||||
| RKS 28-SD | 14,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 33-SD | 20,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 35-SD | 14,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 36-SD | 7,0 | 610 | < 0,01 | B | ||
| RKS 40-SD | 14,0 | 3,9 | < 0,01 | A | ||
| RKS 51-SD | 20,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 52-SD | 23,0 | 13 | < 0,01 | A | ||
| RKS 55-SD | 7,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 56-SD | 30,0 | 2 | < 0,01 | A | ||
| RKS 58-SD | 28,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 59-SD | 16,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 60-SD | 25,0 | n.b.* | < 0,01 | A | ||
| RKS 67-SD | 18,0 | n.b.* | < 0,01 | A |
Die Schwarzdeckenprobe RKS 36-SD ist aufgrund des mit 610 mg/kg erhöhten PAK-Gehaltes
und des unauffälligen Phenolgehaltes im Eluat in die Verwertungsklasse B nach RuVA-StB 01
einzustufen.
Gemäß RuVa StB-01 kann Schwarzdeckenbruch der Verwertungsklassen B und C im Kalt-
mischverfahren mit Bindemittel unter einer wasserundurchlässigen Schicht verwertet werten.
Ausgeschlossen ist der Einbau in Wasserschutzzonen von Wasser- und Heilquellenschutzge-
bieten, Wasservorranggebieten, Gebieten mit häufigen Überschwemmungen sowie Karstge-
bieten ohne ausreichende Deckschicht u. Ä..
Es handelt sich bei der v.g. Schwarzdeckenqualität um teerhaltige, als nicht gefährlich einzu-
stufende Schwarzdecke (AVV 170302).
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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Die restlichen Schwarzdeckenproben sind in die Verwertungsklasse A und somit gemäß
RuVA-StB 01 als Ausbauasphalt ohne teer-/pechtypische Bestandteile einzustufen. Schwarz-
deckenbruch der Verwertungsklasse A kann gemäß RuVA-StB 01 in allen Verwertungsverfah-
ren (Heißmischverfahren, Kaltmischverfahren mit Bindemittel oder Kaltverarbeitung ohne Bin-
demittel) verwertet werden.
5 Bewertung der Ergebnisse
5.1 Bewertung nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
5.1.1 Bodenmaterial der Klasse BM-0
Der anfallende Bodenaushub entsprechend der Mischproben MP 11, MP 14, MP 15, MP 16
MP 18 ist aufgrund der unauffälligen Schadstoffgehalte der Materialklasse BM-0 nach EBV
zuzuordnen, die einen uneingeschränkten Wiedereinbau vor Ort oder an anderer Stelle zu-
lässt.
5.1.2 Bodenmaterial der Klassen BM-0* und BM-F0*
Der anfallende Bodenaushub entsprechend der Mischproben MP 13 und MP 17 ist der Mate-
rialklasse BM-0* nach EBV zuzuordnen. Die Mischproben MP 2, MP 12 und MP 20 sind der
Materialklasse BM-F0* zuzuordnen.
Die Einbaumöglichkeiten für mineralischen Ersatzbaustoffen der Materialklasse BM-0* und
BM-F0* sind der Tabelle in Anlage 5 zu entnehmen.
5.1.3 Bodenmaterial der Klasse BM-F1
Der anfallende Bodenaushub entsprechend der Mischprobe MP 8 ist nach den vorliegenden
Untersuchungsergebnissen der Materialklasse BM-F1 nach EBV zuzuordnen.
Die Einbaumöglichkeiten für mineralischen Ersatzbaustoffen der Materialklasse BM-F1 sind
der Tabelle in Anlage 6 zu entnehmen.
5.1.4 Bodenmaterial der Klasse BM-F2
Der anfallende Bodenaushub entsprechend der Mischproben MP 1, MP 3, MP 5, MP 6 und
+â(.(cid:0)'EOCONSULTING(cid:0)'MB(®(cid:0)s(cid:0)!UF(cid:0)DER(cid:0)+AISERFUHR(cid:0)(cid:19)(cid:25)(cid:0)s(cid:0)(cid:21)(cid:19)(cid:17)(cid:18)(cid:23)(cid:0)"ONN(cid:0)s(cid:0)4ELEFON(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:0)(cid:16)(cid:0)s(cid:0)4ELEFAX(cid:26)(cid:0)(cid:8)(cid:16)(cid:18)(cid:0)(cid:18)(cid:24)(cid:9)(cid:0)(cid:25)(cid:0)(cid:24)(cid:25)(cid:0)(cid:23)(cid:18)(cid:0)(cid:13)(cid:17)(cid:17)
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MP 10 ist nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen der Materialklasse BM-F2 nach
EBV zuzuordnen.
Die Einbaumöglichkeiten für mineralischen Ersatzbaustoffen der Materialklasse BM-F2 sind
der Tabelle in Anlage 7 zu entnehmen.
5.1.5 Bodenmaterial der Klasse BM-F3
Der anfallende Bodenaushub entsprechend der Mischproben MP 4, MP 7 und MP 9 ist nach
den vorliegenden Untersuchungsergebnissen der Materialklasse BM-F3 nach EBV zuzuord-
nen.
Die Einbaumöglichkeiten für mineralischen Ersatzbaustoffen der Materialklasse BM-F3 sind
der Tabelle in Anlage 8 zu entnehmen.
5.1.1 Schwarzdecke
Der überwiegende Teil der untersuchten Schwarzdeckenbeläge ist als bituminös einzustufen
und unter der AVV-Schlüsselnummer 170302 (Bitumengemische mit Ausnahme derjenigen,
die unter 17 03 01 fallen) einer ordnungsgemäßen Verwertung in einer Schwarzdeckenrecyc-
linganlage zuzuführen. Das Material ist der Verwertungsklasse A nach RuVA-StB 01 zuzuord-
nen, die allen Verwertungsverfahren (Heißmischverfahren, Kaltmischverfahren mit Bindemittel
oder Kaltverarbeitung ohne Bindemittel) zulässt.
Im Bereich der Rammkernsondierung RKS 36 wurde lokal teerhaltige Schwarzdecke angetrof-
fen, die als nicht gefährlicher Schwarzdeckenbruch der Verwertungsklasse B nach RuVA StB einzustufen ist. Sie kann ebenfalls unter der AVV-Schlüsselnummer 170302 (Bitumengemi-
sche mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 03 01 fallen) einer ordnungsgemäßen Verwertung
zugeführt werden. Eine Verwertung gemäß RuVA-StB 01 im Kaltmischverfahren mit Bindemit-
tel verwertet werden.
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