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Digitale Anlagenkarte (DAK)
Benutzerhandbuch für das
CAD-Verfahren DAK
Version 4.5 Stand 5/2022
Informationstechnikzentrum Bund Referat III A 2 – IT-Systeme Bau Am Ehrenberg 8 D-98693 Ilmenau www.ITZBund.de NUR FÜR DENDIENSTGEBRAUCH
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
| Digitale Anlagenkarte (DAK) | |
|---|---|
| Produkt: | BHb-DAK |
| Version: | 4.5 |
| Zustand: | in Bearbeitung seit: 06.01.2012 vorgelegt am: 05.10.2020 QS-gesichert am: 10.10.2020 abgenommen am 12.10.2020 |
| zuletzt gespeichert durch: | Firla, Maximilian |
| Autor(en): | Stopp, Marcus Seyffarth, Uwe |
| Auftraggeber: | WSV |
| Dokumenten-ID | BHb-DAK-4.5 |
| Ablage IT: | 000-0001629-0004.docx Handbuch_DAK_Doku_ITZBund_V-4-5.docx |
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
1 Allgemeines und Verzeichnisse
1.1 Vorwort
Hinweise zur Benutzung des Handbuches Zur besseren Verständlichkeit dieses Dokumentes werden einige spezielle Hervorhebungen und Konventionen verwendet, die nachfolgend aufgeführt werden: Pfadangaben undDateinamen werden so hervorgehoben. Variablennamen erscheinen wie vorstehend. Eingaben können so erkannt werden.
Hinweise werden grau hinterlegt.
Menüeinträge werden folgendermaßen dargestellt:Hauptmenü Untermenü Befehl. Statusbezeichnungen werden so dargestellt.
Codebeispiele erscheinen so.
Maustaste klicken Eingabe über Tastatur Informationen Besonders wichtige Information, Tipp oder Trick Hinweis auf andere Kapitel oder Quellen (Bücher, Web-Sites) Übung
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
Urheberrecht und Datenschutz
Alle Dokumente, Programme und sonstige Daten der WSV-CAD-CE-Umgebung sind urheber- rechtlich geschützt undNUR FÜR DENDIENSTGEBRAUCH bestimmt. Der Herausgeber behält sich alle Rechte daran vor. Darüber hinaus kann die WSV-CAD-CE-Umgebung Anwendungen, Bil- der, Texte oder sonstige Daten beinhalten, die dem Urheberrecht Dritter unterliegen. Die Ur- heberrechtshinweise sind in diesen Fällen an den entsprechenden Stellen vermerkt und gelten entsprechend. Alle genannten und ggf. durch Dritte geschützten Patente, Marken- und Waren- zeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichen- rechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Allein aufgrund der bloßen Nennung ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Drit- ter geschützt sind. Vom Herausgeber werden nachfolgend beschriebene Nutzungsrechte gewährt. Weitere Rechte sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Nutzung und Weitergabe an Dritte Die WSV-CAD-CE-Umgebung beinhaltet spezielle Informationen und Software für den Einsatz der CAD-gestützten IT-Verfahren in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bun- des (WSV). Die Verwendung aller enthaltenen Programme, Daten und Dokumente ist aus- schließlich für den Dienstgebrauch innerhalb der WSV vorgesehen. In diesem Rahmen ist die Vervielfältigung der WSV-CAD-CE-Umgebung –ganz oder in Teilen– gestattet. Die Weitergabe an Auftragnehmer außerhalb der WSV ist nur insofern zulässig, als sie für die Erfüllung der Aufgaben für Dienststellen der WSV erforderlich sind und die Rechte Dritter nicht berührt werden. Dies betrifft insbesondere Tools und Anwendungen Dritter, die z. B. im Rahmen einer Konzernlizenz in die WSV-CAD-CE-Umgebung integriert sind.
Die Dienststellen der WSV und ihre Auftragnehmer haben dafür Sorge zu tragen, dass Unbe- fugte keinen Zugriff auf die Daten nehmen können und Bedienstete die Daten weder für eige- ne private Zwecke nutzen noch Dritten zugänglich machen. Ist das Vertragsverhältnis zwischen WSV und Auftragnehmer beendet, sind sämtliche Daten beim Auftragnehmer zu löschen. Die Nutzung der Software ist für die Auftragnehmer der WSV ausschließlich zum Zweck der Auftragsausführung erlaubt und kostenfrei. Die lizenzfreien Bestandteile der WSV-CAD-CE- Umgebung können kostenfrei über das ITZBund bezogen werden. Dazu ist eine schriftliche Anforderung unter Benennung des zu bearbeitenden Projektes und des beauftragten Amtes an das ITZBund zu richten. Die WSV-CAD-CE-Umgebung ist ausschließlich per Download ver- fügbar. Ein entsprechender, zeitlich begrenzter Link wird nach Prüfung der Anforderung be- reitgestellt. Der Download ist kostenfrei.
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
Haftung Alle Informationen in den Dokumenten der WSV-CAD-CE-Umgebung verstehen sich als „Aus- sagen an sich“ ohne implizierte Garantien jedweder Art. Die bereitgestellten Informationen wurden sorgfältig geprüft und werden regelmäßig aktualisiert. Jedoch kann keine Garantie dafür übernommen werden, dass alle Angaben zu jeder Zeit vollständig, richtig und in letzter Aktualität dargestellt sind. Autoren und Herausgeber übernehmen folglich keine Verantwor- tung und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der WSV-CAD-CE-Umgebung oder Teilen davon entsteht. Die WSV-CAD-CE-Umgebung wurde sorgfältig auf Viren, Trojaner oder sonstigen schädlichen Code untersucht. Eine Garantie auf Virenfreiheit kann vom Herausgeber allerdings nicht über- nommen werden.
Vor der Veröffentlichung erfolgten intensive Funktionstests der Programme und Anwendun- gen der WSV-CAD-CE-Umgebung. Der Herausgeber kann aber aufgrund der bekannten Kom- plexität von Software keine Zusicherung dahingehend übernehmen, dass sich die Software im Einzelfall für einen bestimmten Zweck eignet oder eine Kompatibilität zu sämtlicher anderer Software oder Hardware besteht oder ein absolut störungsfreier Einsatz möglich ist. Jegliche Haftung, auch für Folgeschäden sowie Ansprüche auf Schadensersatz sind damit ausgeschlos- sen.
Ilmenau, im April 2023 Alle Rechte vorbehalten.
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
1.2 Änderungsübersicht
| Änderung | Umfang der Ände- rung | Änderungsgrund | Bearbeiter | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nr. | Datum | Version | |||||
| 1 | 15.05.1999 | 2.0 | Vollständig | Anpassung MS J | AGr | ||
| 2 | 12.01.2004 | 3.0 | Vollständig | Anpassung V8.5 | AGr | ||
| 3 | 20.02.2012 | 4.0 | Kap. 2.5; Kap.5 | Anpassungen V8i | AGr | ||
| 4 | 12.04.2014 | 4.1 | Kap. 3.4.2.3 Schiff- fahrtszeichen- Zellbib. | Angleichung an DBWK | AGr | ||
| 5 | 12.11.2014 | 4.2 | alles | Anpassungen Be- zeichnungen und Layout | Seyffarth | ||
| 6 | 28.10.2015 | 4.3 | Kap. 3, 4, 5 | Anpassungen Pla- nungs-/Bestands- DAK, Bezugssystem | AGr | ||
| 7 | 10.05.2016 | 4.4 | Alles | Umstellung auf ITZBund | Seyffarth | ||
| 8 | 05.10.2020 | 4.5 | alles | Aktualisierung | Seyffarth, Uwe Stopp, Marcus | ||
| 9 | 02.05.2022 | 4.6 | Alles | Anpassung an MicroStation Connect Edition | Firla, Maximilian |
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
1.3 Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines und Verzeichnisse .................................................................................. 3 1.1 Vorwort ....................................................................................................................................... 3 1.2 Änderungsübersicht ................................................................................................................. 6 1.3 Inhaltsverzeichnis ..................................................................................................................... 7 1.4 Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................. 8 1.5 Tabellenverzeichnis .................................................................................................................. 8 1.6 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen ....................................................................... 9 2 Einführung................................................................................................................... 10 2.1 Was ist eine DAK? .................................................................................................................. 10 2.2 Wozu braucht man eine DAK? ............................................................................................ 10 2.3 Was enthält die DAK? ........................................................................................................... 11 2.4 Was müssen Bau- und Vermessungsbereich gemeinsam festlegen? ........................ 11 2.5 Was ist die geometrische Grundlage einer DAK? ........................................................... 12 2.5.1 Koordinatensystem Planungs-DAK ................................................................................... 12 2.5.2 Koordinatensystem Bestands-DAK ................................................................................... 12 2.5.3 Höhensystem .......................................................................................................................... 12 2.5.4 Dokumentation des Koordinatensystems in MicroStation .......................................... 12 2.5.5 Auflösung ................................................................................................................................. 12 2.5.6 Maßstab.................................................................................................................................... 13 2.5.7 Blattschnitt .............................................................................................................................. 13 2.5.8 Höhen ....................................................................................................................................... 13 2.6 Wie wird eine DAK erstellt? ................................................................................................ 13 3 Die Bestands-DAK ...................................................................................................... 15 3.1 Datenerfassung ...................................................................................................................... 15 3.1.1 Wahl des Aufnahmeverfahrens .......................................................................................... 15 3.2 Nutzung weiterer Datenquellen ......................................................................................... 15 3.2.1 3D-Archiv und TIMPAN ....................................................................................................... 15 3.2.2 Kataster .................................................................................................................................... 16 3.2.3 Konstruktive Aufbereitung von Bestandsunterlagen .................................................... 16 3.2.4 Sonstige Pläne und Daten .................................................................................................... 16 3.2.5 Übernahme von Fremdformaten ....................................................................................... 16 3.3 Austausch mit anderen CAD-Verfahren ........................................................................... 17 4 Die Planungs-DAK ...................................................................................................... 18 4.1 Struktur der Planungs-DAK ................................................................................................ 18 4.2 Planung .................................................................................................................................... 18 4.3 Beispiel ..................................................................................................................................... 18 5 Herstellung einer DAK im Datenmodell .................................................................. 20 5.1.1 Objekthauptklassen (Kategorien) und Objekte............................................................... 20 5.1.2 Instrumente zur Erstellung einer DAK ............................................................................. 20 5.1.2.1 Das WSV-Pull-Down-Menü ................................................................................................ 20 5.1.2.2 Das Bildschirmmenü ............................................................................................................. 21
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
5.1.2.3 DAK-Zellbibliotheken ........................................................................................................... 22 5.1.2.4 Applikationen zum Einlesen von Punktdateien (Punkte) ............................................. 23 5.1.2.5 Applikation zur Erzeugung von Querprofilen ................................................................. 24 5.1.2.6 Weitere Applikationen der DAK ......................................................................................... 25 6 Vergabe an Dritte........................................................................................................ 26 6.1 Allgemeines ............................................................................................................................. 26 6.2 Bezug der WSV-CAD-Umgebung ...................................................................................... 26 7 Anlagen ........................................................................................................................ 27
1.4 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1 Zuweisung des geografischen Koordinatensystems .......................................... 12 Abbildung 2-2: Auswahl einer DAK-Seed-Datei in de DVtU 3 .................................................... 13 Abbildung 5-1: Menü für das Verfahren DAK .................................................................................. 21 Abbildung 5-2: Bildschirmmenü DAK ................................................................................................ 22 Abbildung 5-3: Menü Vermessung ..................................................................................................... 23 Abbildung 5-4: Querprofil erzeugen .................................................................................................. 25
1.5 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1-1: Abkürzungsverzeichnis ................................................................................................ 9 Tabelle 2-1: Vergleich DAK-Ausprägungen ................................................................................ 10 Tabelle 2-2: Seed-Datei für die DAK ............................................................................................ 13 Tabelle 5-1: DAK-Zellbibliotheken ............................................................................................... 23
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Benutzerhandbuch DAK Allgemeines und Verzeichnisse
1.6 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
| Abkürzung | Bedeutung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| DAK | Digitale Anlagenkarte | ||||
| DBauKon | Digitale Bauwerkskonstruktion | ||||
| DBWK2 | Digitale Bundeswasserstraßenkarte 1:2000 | ||||
| DGN | Design File Dateiformat von CAD-Zeichnungen der Software Bentley MicroStation | ||||
| DGM | Digitales Geländemodell | ||||
| GEOBAS | Geodätische Basisdatenbank | ||||
| MDL | MicroStation Development Language Programmiersprache im Umfeld von Bentley MicroStation | ||||
| TIMPAN | Technische Interaktive Verarbeitung von Messwerten auf dem Gebiet des Peil- wesens, der Archivierung und des Nachweises zum Datenbestand System zur Auswertung und Archivierung von Peildaten in der WSV | ||||
| WMS | Web Mapping Service | ||||
| WPA | Wasserstraßenpunktart | ||||
| WSV | Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes |
Tabelle 1-1: Abkürzungsverzeichnis
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Benutzerhandbuch DAK Einführung
2 Einführung
2.1 Was ist eine DAK? Die DAK ist ein interdisziplinäres Arbeitswerkzeug für die detaillierte Darstellung der örtlichen Situation und die ortsbezogene Konstruktion im Rahmen von Baumaßnahmen. Die DAK präzisiert und ergänzt vorhandene Datenbestände wie z. B. die DBWK2, aber auch digitale Ausführungspläne, Bestandspläne etc. Im Neubaubereich ist die DAK als sogenanntePlanungs-DAKdas Instrument für Planun- gen mit Ortsbezug. Sie stellt einen aktuellen Grundlagenplan bereit und ermöglicht die Planung darin. Sie wird nur bei unmittelbarem Bedarf als temporärePlanungsgrundlage für Ausführungsplanungen einzelner Maßnahmen an Bundeswasserstraßen erstellt. Im Unterhaltungsbereich dient die DAK als sogenannteBestands-DAK der ortsbezoge- nen Darstellung von komplexen Anlagen. Bei fortlaufender Pflege stellt sie einen aktuel- len Grundlagenplan als reines Baubestandswerk dar. Die Bestands-DAK liefert oberhalb des Maßstabs der Digitalen Bundeswasserstraßenkarte (DBWK2), d. h. im Bereich 1:1.000 bis 1:250 die einheitlicheraumbezogene Basisgeomet- rie für alle weiteren Fachverfahren.
| Planungs-DAK | Bestands-DAK | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Planungsgrundlage und bau- technische Planung mit Ortsbe- zug | Dokumentation des Baubestan- des | ||
| Inhalt | bestehende Objekte und Pla- nungsobjekte | bestehende Objekte | ||
| Anlass, Ausdehnung | planungsbezogen | anforderungsbezogen, punktuell | ||
| Koordinatensystem | lokal-kartesisch | ETRS89/UTM | ||
| zeitlicher Aspekt | temporär, bauzeitlich | dauerhaft | ||
| Maßstabsbereich | 1:250 .. 1000 |
Tabelle 2-1: Vergleich DAK-Ausprägungen
2.2 Wozu braucht man eine DAK? BeiUm-, Aus- und Neubaumaßnahmen sowie bei Maßnahmen zur Bestandssicherung und Leistungssteigerung sind großmaßstäbliche Kartengrundlagen notwendig. Die DAK ermöglicht hier einePlanung mit Ortsbezug. Vorteil einer eigens für die Verwendung als Planungsgrundlage erstellten DAK ist die Möglich- keit, sie dem Verwendungszweck entsprechend hinsichtlich Detailfülle, Genauigkeit und Dar- stellungoptimal anzupassen. Zwangspunkte können so besser berücksichtigt und räumliche Zusammenhänge optimiert werden.
So z. B. durch Änderungen in der Bauwerksabmessung und der Bauwerkslage zur Reduzierung von Eingriffen, durch flexible Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen etc. Damit
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Benutzerhandbuch DAK Einführung
wird eine anschließende Detailplanung in einem größeren Maßstab, z. B. mit dem IT-Verfahren DBauKon erheblich vereinfacht.
Im Bereich derUnterhaltung kann eine Bestands-DAK (auch unabhängig von Neubaumaß- nahmen) als Karte für die Dokumentation komplexer Baubestände bzw. als Basisgeometrie für weitere Fachverfahren sinnvoll / notwendig sein.
2.3 Was enthält die DAK?
Die Planungs-DAK wird nur zu Planungszwecken erstellt und nach Abschluss der Baumaß- nahme nicht fortgeführt wird, kann sehr individuell gestaltet werden:
Der Umfang und Erfassungsbereich einer DAK muss der Planungsaufgabe angemessen sein.
Die DAK wird vollständig als neue Karte nach dem Datenmodell des Verfahrens aufgebaut. In einem zweiten Schritt wird dann die eigentliche Baumaßnahme im Planungsgebiet konstru- iert. Das weitere Vorgehen ist in Kapitel 4 dieses Handbuches beschrieben.
Sie hat dann (z. B. im Hinblick auf eine einheitliche Datenbasis für Fachverfahren) in allen Tei- len den Anforderungen des DAK-Datenmodells zu genügen.
Soll eine DAK nach Abschluss einer Baumaßnahme langfristig als Bestandskartenwerk weiter- bestehen, oder wird sie allein aus Unterhaltungsbelangen heraus erstellt, ist eine Normierung der Inhalte notwendig:
2.4 Was müssen Bau- und Vermessungsbereich gemeinsam festlegen? Eine der wichtigsten gemeinsamen Absprachen vor der Herstellung einer DAK ist dieFestle- gung der Aufnahmegenauigkeit. Sie entscheidet über die Erfassungsmethode sowie über die Auswahl und Auswertung möglicherweise bereits vorhandener Datenquellen. Die Aufnahme- genauigkeit solltestets so genau wie nötig (nicht zwingend so genau wie möglich) sein.
Die Aufnahmegenauigkeit ist vom Planungs-/Darstellungsobjekt abhängig und muss für jede DAK neu festgelegt werden. Grundlage für ihre Festlegung ist die VV-WSV 2602Ingenieurver- messung im Bauwesen. So kann für reine Erdbaumaßnahmen die notwendige Aufnahmegenau- igkeit wesentlich geringer sein, als für Stahlbetonbauten oder Spundwandarbeiten. Die größte Aufnahmegenauigkeit wird i. d. R. dem Stahlwasserbau vorbehalten bleiben. Nach der Festlegung der Aufnahmegenauigkeit erfolgt dieFestlegung der Datenquellen. Dies kann sich auf eine Auswahl von vorhandenen Datenbeständen beschränken, die punktuell durch örtliche Vermessung kontrolliert, ggf. präzisiert und ergänzt werden. Es kann jedoch auch eine vollständig neue terrestrischeAufnahme oder eine photogrammetrische Datenerfas- sung notwendig sein.
Wird eine temporäre (individuelle) DAK erstellt, sind die zuerfassenden Objektegemeinsam festzulegen. DerAuswertebereich ist projektbezogen sinnvoll zu begrenzen.
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Benutzerhandbuch DAK Einführung
2.5 Was ist die geometrische Grundlage einer DAK?
2.5.1 Koordinatensystem Planungs-DAK Für die Planungs-DAK kommt grundsätzlich ein lokal-kartesisches Koordinatensystem zur Anwendung, um die Längenverzerrung auf Grund der Kartenprojektion der Länderbezugssys- teme ETRS89/UTM zu vermeiden. Hierzu wird bei der Erstellung eine Neuaufnahme des Be- standes in diesem System durchgeführt und darin geplant.
Das genutzte Koordinatensystem ist ausreichend zu dokumentieren.
2.5.2 Koordinatensystem Bestands-DAK Die Bestands-DAK ist immer im System ETRS89/UTM zu führen.
Das genutzte Koordinatensystem ist in jedem Fall zu dokumentieren und der DGN-Datei im MicroStation-Standard zuzuweisen.
Abbildung 2-1 Zuweisung des geografischen Koordinatensystems
Um auch die Georeferenzierung in Geoinformationssystemen wie ArcGIS zu gewährleisten, ist die Bereitstellung einerprj-Dateierforderlich.
Alle grafischen Objekte eines Planungsgebiets, die ineiner UTM-Zone liegen, werdenin einem Projekt zusammengefasst. Erstreckt sich das Planungsgebiet über 2 Zonen, wird in einer Zone gearbeitet und die Objekte müssen vorab in diese Zone transformiert werden.
2.5.3 Höhensystem Die Höhen werden üblicherweise im folgenden System angegeben: Höhe: NHN Höhen im DHHN92
2.5.4 Dokumentation des Koordinatensystems in MicroStation Das genutzte Bezugssystem einerBestands-DAK ist in jedem Fall zu dokumentieren. Dies ge- schieht seit Einführung von MicroStation Connect Edition an folgender Stelle: Extras Geografie Koordinaten System.
2.5.5 Auflösung AlsHaupteinheit wird in der DAKMeter und alsUntereinheit Zentimeter verwendet. Bei einer Auflösung von 10 000Positionseinheiten pro Meter ergibt sich als kleinste zeichnerische Ar- beitseinheit 1/10 Millimeter. Die maximale Größe der Zeichnungsdatei in jede Achsrichtung beträgt 900.719.925 km.
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Benutzerhandbuch DAK Einführung
Für das IT-Verfahren DAK wird folgendeSeed-Datei zur Verfügung gestellt:
| Haupteinheit | Untereinheit | Positionseinheiten pro | Dateiname | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (MU) | (SU) | Haupteinheit | |||||||
| M | cm | 10.000 | Seed_DAK.dgn |
Tabelle 2-2: Seed-Datei für die DAK
Ablageort der Seed-Datei: ..\cad_sys\dak\seed*.dgn
Standardmäßig sind zwei Top-Views geöffnet.
2.5.6 Maßstab Typische DAK-Maßstäbe liegen zwischen 1:250 und 1:1.000.
2.5.7 Blattschnitt In einer digitalen Karte sind grafische Datenblattschnittlos, maßstabsunabhängig und redun- danzfreiabgelegt. Liegen Gauß-Krüger- oder ETRS-Koordinaten zugrunde, ist ein Design File (DGN) nordorientiert. Es besteht die Möglichkeit, den Zeichnungsinhalt mit Hilfe der Ansichts- steuerung zu drehen (z. B., um achsorientiert zu arbeiten).
2.5.8 Höhen Höhen können als Z-Koordinaten nur in 3D-Dateien oder bei Anwendung der MicroStation Development Language (MDL)-Applikation Punkte als Sachdaten oder nichtgrafische Informa- tion in einer Datenbank abgelegt werden.
2.6 Wie wird eine DAK erstellt? Alle notwendigen Informationen und Werkzeuge der DAK sind in der WSV-CAD-Umgebung in den Verzeichnissen
..\CAD_SYS\DAK\ und ..\CAD_SYS\WSVAppl\ enthalten.
Die Basis einer DAK ist die verfahrensspezifische Seed-Datei. In ihr sind die für die DAK rele- vanten geometrischen Rahmenbedingungen (Auflösung) festgelegt. Die Seed-Datei finden Sie in der WSV-CAD-Umgebung im Ordner..\cad_sys\DAK\Seed\ oder in der DVtU bei TU- Neuanlage basierend auf einer Vorlage.
Abbildung 2-2: Auswahl einer DAK-Seed-Datei in de DVtU 3
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Benutzerhandbuch DAK Einführung
DasDAK-Datenmodell strukturiert den Karteninhalt nach Objekthauptklassen (Kategorien) und Objekten. Ein Objekt ist durch Ebene, Farbe, Strichstärke, Strichart eindeutig festgelegt.
In den Zellbibliothekenfinden sich alle Signaturen für die DAK. In derWSV-Farbtabelle sind die Farben für alle WSV-IT-Verfahren festgelegt. Sie ist durch die Verwendung der Seed-Datei an jede Zeichnungsdatei angehängt. Die Schriftarten sind in derFontbibliothek „WSV- Font.rsc“ zu finden. Zur Arbeitserleichterung gibt es einBildschirmmenü, über welches Routinen aufgerufen wer- den können, die zur Erstellung der Objekte dienen. Es werden z. B. Ebene, Strichstärke, Farbe, Strichart, Schrift, Zellen etc. für jedes Objekt automatisch eingestellt.
Für die Lösung von WSV-spezifischen Aufgaben steht eine Vielzahl vonMDL-Applikationen zur Verfügung.
Nähere Informationen sind in den folgenden Kapiteln bzw. dem AllgemeinenCAD-Handbuch und demApplikations-Handbuch zu entnehmen.
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Benutzerhandbuch DAK Die Bestands-DAK
3 Die Bestands-DAK
3.1 Datenerfassung
3.1.1 Wahl des Aufnahmeverfahrens Als Datenerfassung bieten sich die terrestrische und die photogrammetrische Aufnahme an. Das geeignete Verfahren ist auf Grundlage der jeweiligen Anforderung zu wählen. Die Ergebnisse / Auswertungen sind entweder als Zeichnungsdatei oder als Einzelpunkte in Form einer ASCII-Datei zu liefern. Für das Einlesen von ASCII-Dateien direkt in eine Zeich- nungsdatei bzw. die entsprechenden Kategorie-Design Files kann dieMDL-Applikation Punk- teverwendet werden.
3.2 Nutzung weiterer Datenquellen
Besonders einfach ist die Nutzung weiterer Datenquellen, wenn diese aus dem Geo-Portal der WSV http://geoportal.wsv.res.bund.de/ bezogen werden. Die Daten sind dann durch DGN- Download und anschließende Referenzierung schnell einbindbar. Grundsätzlich ist darauf zu achten, die benötigten Daten aus dem jeweiligen Primärverfahren zu übernehmen.
So sind z. B. Geometrien des WSV-Ordnungssystems aus GEOBAS abzuleiten. Die DBWK hält das Ordnungssystem nur nachrichtlich vor, ohne Gewähr der Aktualität.
3.2.1 3D-Archiv und TIMPAN Über das 3D-Archiv und das Programm TIMPAN können Querprofilkoordinaten der Fahrrinne, Querprofilfestpunktkoordinaten, Tripeldaten eines DGM und Koordinaten aus Tiefenlinienplä- nen übernommen werden.
Für die Datenübernahme aus TIMPAN und dem 3D-Archiv stehenMDL-Applikationen zur Übernahme von Isolinien und (farbcodierten) Tripelpunkten ebenso wie die im Kapitel 5.2.4 beschriebene Applikation PUNKTE zur Verfügung. Sie ermöglichen die Übernahme der o. g. Daten und ihre Darstellung in einer MicroStation Zeichnungsdatei.
Nähere Informationen können dem Applikationshandbuch entnommen werden.
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Benutzerhandbuch DAK Die Bestands-DAK
3.2.2 Kataster Es bestehen folgende Möglichkeiten zur Übernahme von Katasterdaten (mit unterschiedlichen Genauigkeiten):
Datenquellen DBWK Liegenschafts-Informationssystem (LIS) ALKIS
Datenbezug
- über WMS (Web Mapping Service) -> Bildschirmdarstellung)
- über DBWK-Referenzierung -> dgn
- über LIS-Konverter -> dgn
- Katasterdaten -> dxf / ASCII
3.2.3 Konstruktive Aufbereitung von Bestandsunterlagen Liegen zuverlässige Bestandspläne vor, ist eine Vor-Ort-Erfassung des Ist-Zustandes möglich- erweise entbehrlich. Die entsprechenden Pläne können durch Neukonstruktion unter MicroStation in einer 2D- oder 3D- Zeichnungsdatei aufbereitet werden. Auf Einhaltung der Genauigkeitsanforderungen und Aktualität ist zu achten.
3.2.4 Sonstige Pläne und Daten Neben den bisher genannten Grundlagen sind auch Karten und Planwerke Dritter oder sonsti- ge Datenbestände (WMS) als ergänzende Datenquellen für die DAK denkbar. Die Übernahme wird bei Plänen durch Digitalisierung, bei numerischen Daten über eine ent- sprechende Dateiaufbereitung (Anpassung an die WSV-Punktstruktur) realisiert. (Urheberrech- te sind zu beachten!)
Zur Digitalisierung ist anzumerken, dass solchermaßen gewonnene Daten i. d. R. nicht dem hohen Genauigkeitsanspruch der DAK genügen. Die Genauigkeit des Ergebnisses hängt ent- scheidend von Qualität und Maßstab der Vorlage ab. Eine Rolle spielen zudem Anzahl und Genauigkeit der Passpunkte sowie das verwendete Transformationsverfahren (Affin, Helmert).
Sicherlich muss die Eignung für den Einzelfall beurteilt werden. Die digitalisierten Daten eig- nen sich hauptsächlich als Hintergrundinformationen oder zur Informationsverdichtung in Bereichen der DAK, in denen keine hohen Genauigkeiten erforderlich sind. Digitalisierte Da- tenbestände sollten lediglich referenziert werden. Für bestimmte Aufgaben kann es ausreichend sein, einer DAK lediglichgescannte Pläne, d. h. nicht vektorisierte Rasterinformationen oderWMS zu hinterlegen. Der Vorteil solcher Daten- quellen liegt in ihrerschnellen Verfügbarkeit.Nachteil ist die fehlende Möglichkeit, auf die Grafik unmittelbar mit Konstruktionswerkzeugen zuzugreifen.
3.2.5 Übernahme von Fremdformaten Für eine Übernahme reiner Punktdaten ist zu beachten, dassASCII-Daten in derWSV- Punktstruktur vorliegen sollten.
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Benutzerhandbuch DAK Die Bestands-DAK
Nähere Informationen zum Aufbau einer WSV-Punktstruktur finden Sie in dem Handbuch der Applikation PUNKTE.
Liegen Daten Dritter digital, d. h. bereits mittels CAD bearbeitet vor, muss dieuneingeschränk- te Übertragbarkeit in das MicroStation DGN-Format sichergestellt sein.
Im Falle einerVergabe an einen externen Auftragnehmer (AN) ist die Datenübergabe im MicroStation DGN-Format vertraglich festzulegen, ein evtl. notwendiger Transfer von Fremdformaten des AN muss auch durch diesen (in eigener Verantwortung) vorgenommen werden. Neben den bisher beschriebenen Verfahren der Datenübernahme erlaubt MicroStation u. a. denImport von .dwg-, .dxf- und shp-Dateien.
Eine problemlose und unmittelbare Übernahme solcher Daten ist erfahrungsgemäß nur mit umfangreicher Nachbearbeitung möglich.
3.3 Austausch mit anderen CAD-Verfahren Die DAK ist eines von mehreren grafischen IT-Verfahren der WSV.
Sollen Dateien verschiedener CAD-Verfahren zusammengeführt werden, ist darauf zu achten, dass sie ein einheitliches Koordinatensystem haben. Mitunter können Zeichnungsinhalte nicht allein durch Referenzieren (evtl. Kopieren) übertra- gen werden, sondern müssen durch Transformieren oder Rotieren und Verschieben über iden- tische Punkte in die DAK eingepasst werden.
Es muss beachtet werden, dass den Verfahren unterschiedliche Genauigkeiten, Zellgrößen, Detaillierungsgrade und Datenmodelle zugrunde liegen. Der Datenaustausch erfolgt durch:
a) Auswahl und Kopieren der benötigten Zeichenelemente b) Selektion zu übergebender Punkte und Austausch als ASCII-Datei. Während bei a) komplette Grafiken ausgetauscht werden, überträgt b) nur selektierte Punkt- haufen. In jedem Fall muss im Ziel-CAD-Verfahren die Informationsablage vorher definiert werden (Referenzieren oder Einlesen in bestehende Datenstrukturen).
Beispiel:
Für den Datenaustausch mit Planungs-CAD-Verfahren bietet sich Variante a) an. Bestandsinformationen der DAK werden nach b) in die DBWK übergeben.
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Benutzerhandbuch DAK Die Planungs-DAK
4 Die Planungs-DAK
4.1 Struktur der Planungs-DAK Die Planungs-DAK stellt alle planungsrelevanten Bestandsobjekte analog zur Strukturierung der Bestands-DAK dar (vgl. Kapitel 5) und umfasst darüber hinaus die bautechnische Planung mit Ortsbezug. Die komplette Planungs-DAK wird im lokal-kartesischen Koordinatensystem geführt.
4.2 Planung Mit einer Planungs-DAK werden Baumaßnahmen mit Ortsbezug geplant, beispielsweise: kleinere Streckenplanungen, wie Schleusenvorhäfen und Schleusenkanäle, Spundwände ober- und unterhalb von Stauwehren,Fischaufstiege (Fischpass, Fischtreppe etc.), Liege- stellen, Ver- und Entladeanlagen und dergleichen mehr Rammpläne bei Linienbauwerken Straßen- und Wegeplanung in Wehr- und Schleusenanlagen, Außenbezirken Anschlüsse an den öffentlichen Verkehr, Anrampungen an Brückenbauwerken, Verkehrs- leitung in Bauzuständen Lageplanung von Ver- und Entsorgungsleitungen in Baustellen Baustelleneinrichtungsflächen
Die konkrete Bearbeitung erfolgt unter Zuhilfenahme desDAK-Bildschirmmenüs, um eine Einhaltung des DAK-Datenmodells zu gewährleisten.
Es ist die Kategorie „pla“ zu benutzen, bzw. bei umfangreicheren Planungen die Kategorien „vep“, „awp“, „lgp“, „tmp“ und „uwp““. Eine Durchführung von Planungen in den Bestandska- tegorien ist nicht zulässig, da sonst Planungs- und Bestandsdaten vermischt werden und die Grundlage nicht mehr erkennbar ist.
4.3 Beispiel Mit dem im nachfolgenden Beispiel dargestellten Ausbau einer Kanalstrecke in einem Stadtge- biet soll einemögliche Arbeitsweise mit einer DAK dargestellt werden.
Gegeben ist eine Kanalstrecke von 27 m Breite, die im Zuge einer Erneuerung auf 32 m verbrei- tert werden soll. Die Verbreiterung beginnt an einer Abzweigung und endet nach ca. 1000 m an einer vorhandenen Streckenaufweitung. Die Strecke wird einseitig verbreitert. GeometrischeGrundlage ist die digitale Auswertung einerBefliegung für einen Auswertemaß- stab 1:500, ergänzt durch Katasterinformationen und die Lage der Kabel und Leitungen aus den Informationen der Netzbetreiber. Zusatzinformationen wurden aus derGeoBas entnom- men, in diesem Fall die vorhandene Streckenachse mit den Stationierungen, die Bogenwech- selpunkte und die Kurvenradien, die Hektometerpunkte und die Grenzpunkte der WSV- eigenen Grundstücke. Diese DAK enthält ausschließlich den Bestand zum Zeitpunkt der Beflie- gung (Bestands-DAK).
In einem ersten Planungsschritt wird zur besseren Übersicht bei der Planung die Darstellung des Bestands auf das Notwendige reduziert (durch Ausblenden von Ebenen und/oder ganzen Kategorien); in diesem Fall auf die Darstellung der vorhandenen Ufereinfassung, der angren-
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Benutzerhandbuch DAK Die Planungs-DAK
zenden Grundstücke ohne Gebäude, die uferbegleitenden Straßen, die Kabel und Leitungen und die vorhandene Streckenachse und die Kreuzungsbauwerke.
Die Planung erfolgt dann in den entsprechenden Planungskategorien und –ebenen. Es wird ausschließlich die Planung der Verbreiterung der Wasserstraße und die damit einhergehenden Veränderungen in der Streckenachse, in den Grundstücksgrenzen und den uferbegleitenden Straßen durchgeführt. Um den Bestand und die Planung während der Bearbeitung am Bildschirm unterscheiden zu können, wird mit Hilfe der Ebenensymbolik von MicroStation der Bestand und die Planung jeweils in einer anderen Farbe dargestellt (z. B. Weiß und Rot).
Dann wird diegeplante neue Streckenachse in Zusammenarbeit mit dem vermessungstechni- schen Dienst nach nautischen und geometrischen Gesichtspunktenfestgelegt und in die Pla- nungs-DAK übertragen. Damit ist der vorläufige neue Streckenverlauf bestimmt. Parallel der neuen Streckenachse werden dann die Spundwände der neuen Ufereinfassung - einschließlich der Anschlüsse an vorhandene Spundwände oder andere Ufereinfassungen - konstruiert. Für die Optimierung werden unter Nutzung geeigneter WMS Altlastenflächen und Schutzgebiete visualisiert. Durch „Probieren und Verändern“ der Geometrie der vorläufigen Streckenachse ist es möglich, den Streckenverlauf so zu verändern, dass er den geringstmöglichen Eingriff in die örtlichen Gegebenheiten unter Berücksichtigung der Randbedingungen darstellt, bei gleichzeitiger Ge- währleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs.
Während der Optimierung ist durch Einblenden aller Ebenen und Referenzen die Planung im- mer wieder am Bestand zu überprüfen, damit alle Randbedingungen und Zwangspunkte abge- arbeitet werden können. Durch die einseitige Verbreiterung muss eine der uferbegleitenden Straßen verlegt werden. Die Planung dieser Straßenumlegung erfolgt in Anlehnung an die neue Streckenachse des Kanals in der Planungs-DAK. Die Linienführung der verlegten Straße wird durch Einpassen in die örtli- chen Gegebenheiten gefunden. Die Straßenplanung erfolgt dann nach den entsprechenden Richtlinien des Straßenbaus. Damit ist die Planung abgeschlossen.
Aus der Planungs-DAK dieses Beispiels werden danach folgendePlanunterlagen erzeugt: Die neue Streckenachse mit der Stationierung, den Bogenanfangs- und -endpunkten so- wie den Hektometerpunkten im Maßstab 1:500 das bautechnische Vermessungsnetz für die Baumaßnahme einschließlich der Lage der Querprofile für die Massenabrechnung im Maßstab 1:500 der Baustelleneinrichtungsplan mit den Lagerplätzen und Zuwegungen im Maßstab 1:250 der Bauablaufplan mit allen Bauzuständen und Verkehrslenkungen im Maßstab 1:250 die Ramm- und Verankerungspläne für die neue Ufersicherung im Maßstab 1:250 Anschlüsse an die vorhandenen Ufersicherungen im Maßstab 1:250 die Pläne der Kabel und Leitungen sowie der Schifffahrtszeichen im Maßstab 1:500 der Deckenhöhenplan der neuen Straße im Maßstab 1:250
Die Detailpläne wie Querschnitte, Vergurtung, Spundwandholm, Anschlussdetails, Ausrüstung der Spundwände usw. werden mit dem IT-VerfahrenDBAUKON konstruiert.
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
5 Herstellung einer DAK im Datenmodell
5.1 Objekthauptklassen (Kategorien) und Objekte
Aufteilung der WSV-Objekte Das Datenmodell der DAK gliedert die darzustellenden Objekte nachKategorien, d. h. The- menbereichen. Jede Kategorie wird in Form von eigenen Zeichnungsdateien (*.dgn) geführt.
Derzeit sind im Datenmodell der DAK folgende Kategorien definiert:
- ver - Festpunkte und WSV-Ordnungssysteme
- aws - Anlagen an Wasserstraßen
- lgs - Liegenschaften
- tmh - Topografie, Morphologie, Hydrologie
Oben genannte Kategorien sind Bestandteil einer vollständigen DAK gem. Datenmodell. Soll die DAK langfristig als Bestandskartenwerk fortgeführt werden, sind die Kategorien fortzufüh- ren und Veränderungen entsprechend in die DAK einzustellen. Die Aufteilung derEbeneninhalte ist in Anlage 1: Datenmodell der DAK aufgeführt.
Das Durchführen von Planungen in Bestandskategorien ist nicht zulässig, da sonst Planungs- und Bestandsdaten gemischt werden und die Bestandsgrundlage nicht mehr erkennbar ist! Hierfür sind Planungskategorien vorgesehen:
Planungskategorien:
- pla - Planung
Bei größeren Planungsarbeiten ist es sinnvoll, nicht nur diese eine Planungskategorie zu nut- zen, sondern die benötigten Planungskategorien parallel zu den Bestandskategorien anzulegen. Zur Benennung der Planungskategorien wird dann der letzte Buchstabe des Kürzels der ent- sprechenden Bestandskategorie durch ein p (für Planung) ersetzt (vep, awp, lgp, tmp). Kapitel 4 beschreibt den Planungsvorgang in dieser/n Kategorie/en.
5.2 Instrumente zur Erstellung einer DAK
5.2.1 Das WSV-Pull-Down-Menü Die Applikationen werden über dasWSV-Menü aufgerufen, das bei standardmäßiger Installa- tion automatisch beim Start von MicroStation geladen wird und in der Menüzeile verfügbar ist. Unter demMenüpunkt DAK sind die für das Verfahren entwickelten Applikationen zusam- mengefasst.
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
Abbildung5-1: Menü für das Verfahren DAK Im Folgenden werden die einzelnen Applikationen in Form einer Übersicht stichpunktartig beschrieben. Genaue Beschreibungen der MDL-Programme können dem WSV-Applikations- Handbuch (Kapitel DAK) entnommen werden.
5.2.2 Das Bildschirmmenü Für die Digitalisierung, Bearbeitung oder Konstruktion eines Objekts werden meist mehrere Standardkommandos benötigt, z. B.: Wahl der richtigen Zeichnungsdatei Wahl der richtigenEbene Wahl der Farbe, Strichstärke, Strichart Wahl des Digitalisierkommandos Wahl der richtigen Zelle
Die Einstellungen werden durch das Datenmodell der DAK vorgegeben. Werden sie von Hand vorgenommen, können schnell Fehler auftreten. Daher wurdendiese Einstellungen weitge- hend automatisiert. Alle für eine bestimmte Aufgabe benötigten Kommandos wie Einstellung der richtigen Ebene, Farbe, Zelle, Digitalisierkommando (z. B. „Platziere Linie”), usw. werden nun aus dem Daten- modell gelesen und im Bildschirmmenü übersichtlich zusammengestellt.
In enger Kopplung an das Datenmodell werden die definierten Ebenen automatisch erzeugt und die erforderlichen Grafik-Attribute eingestellt. Die Navigation im Bildschirmmenü erfolgt über eine vom Windows-Betriebssystem bekannte Baumstruktur. Dabei gelangt der Anwender über die Objekthierarchie bis zur Auswahl des ge- wünschten Zeichnungsobjektes
I. Objekthauptklasse z. B. Vermessungspunkte II. Objektmittelklasse z. B. Profile III. Objektunterklasse z. B. Ordnungsprofilpunkte 031 / 032 / 033 IV. Objekt z. B. 031- Profilnullpunkt
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
Auswahl Doppelklick auf das zu kreierende Objekt bzw. die Option (z. B. oberirdisch oder unterir- disch) oder Mit Hilfe der Maus wird der Fokus auf das Objekt bzw. Option gesetzt und der OK-Button betätigt.
Je nach gewähltem Zeichnungsobjekt sind mit der Einstellung der Grafik-Attribute auch Befeh- le (z. B. Beschriftungsfunktion) mit den definierten Parametern (z. B. Textgröße) verknüpft.
Eine weiterführende Beschreibung des Bildschirmmenüs kann dem WSV-Applikations- Handbuch im Verzeichnis..\cad_sys\ entnommen werden.
Das Bildschirmmenü wird aus dem WSV-Menü heraus gestartet.
Abbildung 5-2: Bildschirmmenü DAK
5.2.3 DAK-Zellbibliotheken Für das Verfahren werden mehrere Zellbibliotheken zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung der in Vorversionen gültigen Gesamtzellbibliothek dient der besseren Übersichtlichkeit und Navi- gation in der Bibliothek. Die Bibliotheken sind im folgenden Verzeichnis verfügbar:
.../cad_sys/dak/cell
Es stehen folgende Zellbibliotheken zur Verfügung:
| Zellbibliotheksname | Beschreibung des Inhalts | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ausruestung | Ausrüstung wie z. B. Dalbe, Poller, Hupe, Leuchte |
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
| Zellbibliotheksname | Beschreibung des Inhalts | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deckwerk | Deckwerkssignaturen | ||||
| Vegetation | Vegetationssignaturen | ||||
| DAK_SZ | Feste Körperzeichen | ||||
| Schwimmende Körperzeichen Kardinal (Einzelzeichen) | |||||
| Schwimmende Körperzeichen Lateral (Fahrwasserbegrenzung) | |||||
| Tafelzeichen Gebotszeichen | |||||
| Tafelzeichen Verbotszeichen | |||||
| Tafelzeichen Zusatzzeichen | |||||
| Lichtzeichen | |||||
| Sonstige Zeichen wie z. B. Funkmast, Richtfeuer, Radarreflektoren | |||||
| DAK2D50 | Alle oben nicht enthaltenen Zellen der DAK |
Tabelle 5-1: DAK-Zellbibliotheken
5.2.4 Applikationen zum Einlesen von Punktdateien (Punkte) Diese Applikation ist im WSV-Pull-Down-Menü unter dem Menüpunkt „Vermessung“ ange- ordnet, sie kann neben der DAK auch für andere Verfahren, wie die DBWK verwendet werden.
Abbildung 5-3: Menü Vermessung
Die MDL-Applikation PUNKTE ermöglicht die grafische Darstellung von WSV-Punktdateien, aber auch beliebiger anders strukturierter Punktdateien in einem Design File. Dabei werden die Symbole wie Hektometerpunkte, Profilnull- und Profilgegenpunkte etc. je nach Kategorie in dem entsprechenden Designfile lagerichtig ausgegeben. Die Symbole werden den Zellbiblio- theken des Verfahrens entnommen.
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
Eine Beschreibung der umfangreichen Funktionalitäten finden Sie im Benutzerhandbuch zur Applikation PUNKTE.
Hinweise zur Verwendung von Auffangebenen in der Applikation PUNKTE
Durch die Verwendung einer Wasserstraßenpunktart (WPA) liegen die einzelnen Aufnahme- punkte schon in ihrerentsprechenden Kategorie und Ebene vor, soweit die Differenzierung der WPA dem DAK-Datenmodell genügt. Gibt es für unterschiedliche Objekte nur eine WPA, da das DAK-Datenmodell stärker differenziert als die WPA-Liste, werden diese beim Einlesen in eine sogenannte „Sammelebene“ geschrieben. Im Datenmodell sind die betreffenden Objekte an einen Eintrag in der Spalte „Sammelebene_“ erkennbar. Die Objekte müssen interaktiv in die richtige Ebene übertragen werden (z. B.: Bestandteile ei- ner Brücke mit gemeinsamer WPA 519 -> manuelles Übertragen des Brückenüberbaus und des Brückenwiderlagers in die dafür vorgesehene Ebene). Unter Zuhilfenahme des Bildschirm- menüs sind die Aufnahmepunkte durch die entsprechende Linienart zu verbinden.
Arbeitsablauf
- Öffnen der Zeichnungsdatei
- Einlesen der Punktdatei unter Benutzung des MDL-Programms PUNKTE
- Aufrufen des Bildschirm-Menüs
- Auswahl des entsprechenden Linien- (bzw. Flächen-) Objekts
- Auswahl und Bestätigung der zu bearbeitenden Punkte
5.2.5 Applikation zur Erzeugung von Querprofilen Ebenfalls im WSV-Pull-Down-Menü unter dem Menüpunkt „Vermessung“ zu finden ist die Applikation QPROFIL. Sie erzeugt 'per Knopfdruck' maßstabsgerechte Querprofil- Darstellungen auf Basis von 3D-MicroStation-Zeichnungen. Die Generierung der Querprofile kann sowohl einzeln, d. h. mit interaktiver Vorgabe des Profilschnittes, als auch vollautoma- tisch über mehrere vom Programm selbst erzeugte Profilschnitte erfolgen.
Als Ausgangsbasis für die Bildung der Profilhöhenlinie dienen Punktsymbole, die sich innerhalb eines frei wählbaren Suchbereiches um die Profilschnittfläche befinden. Bei Bedarf können aber auch beliebige andere MicroStation-Elemente, die die Profilschnittfläche durchdringen, berücksichtigt werden.
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Benutzerhandbuch DAK Herstellung einer DAK im Datenmodell
Abbildung5-4: Querprofil erzeugen Eine Beschreibung der umfangreichen Funktionalitäten finden Sie im Benutzerhandbuch der Applikation QPROFIL.
5.2.5.1 Weitere Applikationen der DAK Böschun- Das Böschungsprogramm ist ein Programm zum Erstellen der Böschungsschraffen durch Loka- gen lisieren der Ober- und Unterkante einer Böschung. Die Festlegungen im Datenmodell der DAK werden automatisch berücksichtigt. Dynami- Die Applikation Dynamischer Kartenrahmen erzeugt für die Plotausgabe maßstabsgerecht ein scher Kar- einfaches Gitternetz, sowie einen Kartenrand. In einem vorher zu definierenden Zaunbereich tenrahmen werden Gitterkreuze und an allen Seiten Koordinatenangaben platziert.
Zellen Mit diesem Makro werden die in einer DAK enthaltenen Zellen für die Ausgabe in den Maßstä- skalieren ben 1:250 (Faktor 0,5) oder 1:1 000 (Faktor 2) skaliert.
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Benutzerhandbuch DAK Vergabe an Dritte
6 Vergabe an Dritte
6.1 Allgemeines Die fachlichen und informationstechnischen Vorgaben sindvollständig und eindeutig zu be- schreiben und vertraglich zu regeln. Dazu gehören beispielsweise auch: Vorgaben der Koordinatensysteme Vorgabe der geometrischen Genauigkeit Vorgabe des inhaltlichen Detaillierungsgrades und des Zielmaßstabes Vorgaben des Dateiformates und des Datenmodells Vorgaben für Schriftfonts, Farbtabellen, Plotkonfigurationen …
DieWSV-CAD-Umgebungwird Vertragsbestandteil.
6.2 Bezug der WSV-CAD-Umgebung Datenmodelle, Handbücher und Einstellungsdateien der WSV, kurz als WSV-CAD-Umgebung
bezeichnet, können in der jeweils aktuellen Version beim ITZBund zum Download angefordert werden. Die Anforderung erfolgt per E-Mail unter Angabe von Auftraggeber und Ansprech- partner sowie Projektbezeichnung an die folgende E-Mail-Adresse: mailto:cad.support@itz.gbbmdv.bund.de
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Benutzerhandbuch DAK Anlagen
7 Anlagen
Anlage 1 Datenmodell der DAK
..\cad_sys\dak\dat_mod\
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