Zuwegung zum wasserseitigen Baufeld – Komplexsanierung Talsperre Quitzdorf
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Betrieb Spree/Neiße · Bautzen, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen schreibt Bauarbeiten für die Herstellung einer Zuwegung zum wasserseitigen Baufeld im Rahmen der Komplexsanierung der Talsperre Quitzdorf aus. Die Talsperre befindet sich in der Gemeinde Quitzdorf am See im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz. Das Verfahren ist offen, die Zuschlagsvergabe erfolgt nach dem Kriterium des niedrigsten Preises, Bewerbungsfrist ist der 29. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Eigenerklärung.docx
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Beschreibung
Komplexsanierung Talsperre Quitzdorf, TO 3, Zuwegung zum wasserseitigen Baufeld (Vergabeeinheit 4-1)
Qualifikation
§§ 123, 124 GWB; §§ 6e, 6f EU VOB/A; § 13 iVm. § 16 VOB/A EU,§ 15 VOB/A EU; § 16a VOB/A EU Bei Angeboten, die aufgrund des Angebotspreises nicht in die engere Wahl kommen, wird auf eine ggf. notwendige Nachforderung von Unterlagen sowie auf die Prüfung der Eignung des Unternehmens verzichtet. Für diese Angebote entfällt ebenfalls die Prüfung der Eignung des Bieters sowie der Einhaltung der Anforderungen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen nach § 56 VgV nachzufordern. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht jedoch nicht.
Lose
1 LosDie Talsperre Quitzdorf liegt im Landkreis Görlitz im Freistaat Sachsen, in der Oberlausitz, nahe der Stadt Niesky. Sie befindet sich in der Gemeinde Quitzdorf am See, die aus den ehemaligen Orten Kollm und Sproitz besteht. Das Vorhaben liegt im Landschaftsschutzgebiet „Talsperre Quitzdorf und Kollmer Höhen“, das Teil der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist – einem der größten zusammenhängenden Teichgebiete Mitteleuropas. Die Talsperre Quitzdorf wurde zwischen 1965 und 1972 errichtet und staut den Fluss Schwarzer Schöps. Der Staudamm ist ein gerader Erdschüttdamm aus Kies und Sand mit einer Tonbeton-Kerndichtung. Die Kronenlänge beträgt ca. 1.400 m, die Höhe über Talsohle etwa 10,5 m. Der Gesamtstauraum liegt bei rund 25,17 Mio. m³, das Einzugsgebiet umfasst ca. 174,5 km².Die Talsperre dient heute mehreren Zwecken: Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung, Wasserbereitstellung für das Lausitzer Revier, Brauchwasserbereitstellung, Naherholung und Naturschutz. Das wasserseitige Baufeld umfasst insbesondere den Bereich des Staudamms, die Winkelstützmauern und das Grundablassbauwerk. Nach fast 50 Jahren Betrieb sind diese Bauwerke sanierungsbedürftig: • Mängel am Korrosionsschutz der rohrtechnischen Ausrüstung • Verschleiß und Undichtigkeiten an Armaturen sowie veraltete und ungenaue Abflussmessung • unklare Trennung der Anlagen der LTV und der Wasserabnehmer • bauliche Schäden am Messblendenschacht • genereller Sanierungsstau am Grundablassgebäude sowie geplante Nutzungsänderungen der Räume Ausgewählte Bauwerke und Bauteile im wasserseitigen Baufeld am Hauptdamm werden so saniert, instandgesetzt bzw. ein Ersatzneubau errichtet, dass die Gebrauchstauglichkeit, Tragfähigkeit und insbesondere die Dauerhaftigkeit für die kommenden Jahrzehnte gewährleistet ist und die Talsperre sowie zugehörige Bauwerke ihre Hauptaufgabengebiete weiterhin bestmöglich erfüllen kann. Die nachfolgend beschriebenen Arbeiten werden den Hauptbaufeldern zeitlich vorgezogen, da die eigentlichen Bauausführungen erst nach dem geplanten vollständigen Abstau der Talsperre erfolgen können. Der Zeitraum bis zum Abstau wird daher genutzt, um vorbereitende Maßnahmen umzusetzen, insbesondere zur Herstellung der Zugänglichkeit der späteren Baufelder sowie zur Durchführung der erforderlichen Abfischung. Das Bauvorhaben wird in zwei Bauabschnitte untergliedert, die sich aus den Abstaustufen ergeben. Bauabschnitt 1 umfasst alle Maßnahmen bis zu einer Wasserspiegellage von 154,50 m ü. NN, während Bauabschnitt 2 sämtliche Arbeiten beinhaltet, die erst nach der Restentleerung umgesetzt werden können. Für die einzelnen Bauabschnitte gibt es gesonderte VOB-Abnahmen. Bauabschnitt 1 umfasst folgende Maßnahmen: Beckenzufahrt, Baustraße im Becken, Sortierstrecke und Wendeschleife Bauabschnitt 2 umfasst folgende Maßnahmen: Gerinnequerung , Zufahrtsrampe und Wendeschleife Bauzeiten Abstau 157,00 bis 154,50 m NNw: 15.12.2026 bis 26.02.2027 Ausführung Bauabschnitt 1: 18.01.2027 bis 12.02.2027 2. Abfischen bei 154,50 m NNw: 01.03.2027 bis 30.03.2027 Verharrungsphase, minimale Abgabe: 31.03.2027 bis 13.04.2027 Abstau bis 153,00 m NNw (Restentleerung): 14.04.2027 bis 08.07.2027 Ausführung Bauabschnitt 2: 06.07.2027 bis 02.08.2027 Soweit in dieser Aufgabenstellung oder den Vergabeunterlagen auf Technische Spezifikation (z. B. nationale Normen, mit denen europäische Normen umgesetzt werden; europäische technische Bewertungen; gemeinsame technische Spezifikationen; internationale Normen) Bezug genommen wird, werden auch ohne den ausdrücklichen Zusatz: „oder gleichwertig“, immer gleichwertige Technische Spezifikationen in Bezug genommen.
Zuschlagskriterien
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