Transformationsplanung und Dekarbonisierungskonzept für LVR-Klinik Viersen
LVR-Klinik Viersen · Viersen, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die LVR-Klinik Viersen in Viersen sucht einen Dienstleister zur Erstellung eines Transformationsplans nach Modul 1 der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Die Leistung umfasst eine umfassende Analyse der Gebäude und Energieversorgung sowie die Entwicklung von Maßnahmenkonzepten zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Die Bewertung erfolgt zu 50 % nach Konzeptqualität, zu 20 % nach Präsentationsgespräch und zu 30 % nach Preis, mit Abgabefrist am 24. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Beschreibung
Abschluss eines Dienstleistungsvertrags zur Erstellung Transformationsplan für die LVR-Kliniken Viersen, mit den Aufgaben: Umfassende Analyse der Gebäude und Energieversorgung und Entwicklung Maßnahmenkonzepte zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung
Qualifikation
siehe Eigenerklärungen Nachforderungen gemäß § 56 VgV
Lose
1 LosAbschluss eines Dienstleistungsvertrags zur Erstellung Transformationsplan für die LVR-Kliniken Viersen, mit den Aufgaben: Umfassende Analyse der Gebäude und Energieversorgung und Entwicklung Maßnahmenkonzepte zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Die nachfolgenden Ziffern beschreiben die konkreten Anforderungen und Leistungen, die im Rahmen der Transformationsplanung durch den Auftragnehmenden zu erbringen sind. 1. Durchführung einer Ist-Analyse des Untersuchungsgebietes Wärmebedarfsermittlung: • Anzahl, Art und Nutzungsart der Gebäude • Anzahl der angeschlossenen Gebäude • Anzahl und technische Kennzahlen der Übergabestationen • Wärmebedarf und Temperaturniveau der Gebäude • Derzeitige Art der Wärmeversorgung einschließlich der eingesetzten Energieträger und der vorhandenen Regelungs- und Steuerungstechnik Ist-Analyse Bestandsnetz: • Hydraulische Betriebsbeschreibung und Druckniveaus (Auslastungen, Engpässe und Reserven) • Temperaturfahrkurven (Vorlauf und Rücklauf) • Art des Netzes und der Rohrleitungen, Rohrdimensionen • Leitungslängen (Verteilleitungen und Hausanschlussleitungen) • Dämmstandard • Anzahl und Größe von Wärmespeichern und deren Betriebsweise Ist-Analyse Wärmeerzeuger im Bestandsnetz: • Anzahl der Wärmeerzeugungsanlagen • Energieträger je Wärmeerzeuger • Leistung je Wärmeerzeuger • Wärmeeinspeisemenge je Wärmeerzeuger • Anlagentyp je Wärmeerzeuger (z. B. KWK oder Kessel) • Wärmequelle des Wärmeerzeugers • Darstellung des Prozesses zur Abwärmeauskopplung, falls vorhanden einschließlich einer Bewertung des zukünftigen Nutzungspotenzials. Es ist eine Energie- und Treibhausbilanz auf Basis der aktuellen Bedarfs- beziehungsweise Verbrauchsdaten und Energieträgerverteilungen der letzten drei Jahre zu erstellen. 2. Durchführung einer Potentialermittlung erneuerbarer Energien und Abwärme Untersuchung sämtlicher für den Klinikstandort Viersen technisch geeigneter erneuerbarer Energien und Ab-wärmequellen einschließlich ihrer Verfügbarkeit: • Anlagentyp / Wärmequelle • Leistung • Wärmemenge • Potentieller Anlagenstandort 3. Soll-Analyse des Wärmenetzes (inkl. Primärenergieeinsparung und CO2-Einsparung) Im Rahmen der Soll-Analyse sollen dieselben Parameter wie in der Ist-Analyse, aus Ziffer 1, dargestellt werden. Dabei wird von einem vollständig treibhausgasneutralen Wärmenetz im Sinne der maßgeblichen BEW-Vorgaben ausgegangen. Die Analyse umfasst ein langfristiges Wärmebedarfsszenario sowie die Entwicklung eines Maßnahmenfahrplanes bis zur Erreichung der Klimaneutralität. Diese beinhalten insbesondere: • die notwendigen Schritte bei den Gebäuden (einschließlich der Übergabestationen und Hausanschlussleitungen), • Maßnahmen am Wärmenetz selbst sowie • die Umsetzung neuer, treibhausgasneutraler Wärmeerzeugungskapazitäten. • Parameter: Wärmeerzeuger, Übergabestationen, Netzart, Art der Rohrleitung und Rohrdimension, Vorlauf- und Rücklauftemperatur, Druckverhältnisse und Volumenströme, Versorgungssicherheit, Redundanz der Wärmeerzeugung, Primärenergieeinsparungen (Vergleich Ist- und Soll-Zustand), CO2-Einsparungen (Vergleich Ist- und Soll-Zustand) 4. Ermittlung eines Kostenrahmens Erstellung eines Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungskonzeptes: • Grobe Darstellung der Investitionssummen für die einzelnen Wärmenetzkomponenten und deren Finanzierung • Schätzung der betriebs- und verbrauchsbedingten Kosten • Wirtschaftlichkeitsanalyse für das zukünftige Wärmenetz unter Berücksichtigung der Investitions-, Betriebs-, Instandhaltungs- und Energiekosten über den Betrachtungszeitraum • Darstellung der Finanzierung der Investitionskosten, inklusive Darstellung der maximalen Randbedingungen, die durch die folgenden Parameter bestimmt sind: • Risikoanalysen, • Kostenvorgabe für maximale Randbedingungen zur Finanzierbarkeit des Vorhabens • Priorisierung der Maßnahmen nach: Wirtschaftlichkeit, CO2-Minderung, technischer Umsetzbarkeit, Investitionsbedarf. 5. Erstellung eines Zeitplans zur Treibhausgasneutralität Erstellung eines Zeitplans für die Umsetzung des in der Soll-Analyse, Punkt 3, des Wärmenetzes angedachten Versorgungskonzeptes. Dieser soll in Fünf-Jahres-Schritten den Weg zur Treibhausgasneutralität des Wärmenetzes darstellen. Die Darstellung soll sowohl tabellarisch als auch grafisch erfolgen. Für alle geplanten erneuerbaren Energien und Abwärmequellen ist deren absoluter (GWh/a) und relativer Anteil (in %) für den Ist-Zustand und die jeweiligen Wegmarken 2030, 2035, 2040 und 2045 tabellarisch darzustellen. 6. Förderbezogene Dokumentation und Nachweisführung Der Auftragnehmende übernimmt im Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationsplanes die vollständige Dokumentation der erbrachten Leistungen und Ergebnisse sowie die Zusammenstellung der für den Fördermittelgeber erforderlichen Nachweise. Die Dokumentation und Nachweise sind nach den zum Zeitpunkt der Leistungserbringung geltenden Vorgaben der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), den einschlägigen Merkblättern und Formularen sowie den Vorgaben eines gegebenenfalls erteilten Zuwendungsbescheides zu erstellen. Der Auftragnehmende hat die Unterlagen vollständig, nachvollziehbar, prüffähig und fristgerecht in elektronischer Form an den Auftraggebenden zu übergeben. Hierzu gehören auch erforderliche Ergänzungen und Erläuterungen, sowie diese im Rahmen der Prüfung durch den Fördermittelgeber verlangt werden und den vertraglich geschuldeten Transformationsplan betreffen. Die Einreichung der Unterlagen gegenüber dem Fördermittelgeber erfolgt durch den Auftraggebenden. Den genauen Leistungsumfang entnehmen Sie bitte der Leistungsbeschreibung
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality50%
Bewertung des von den Bietenden mit dem Angebot einzureichenden Konzept zur Durchführung der ausgeschriebenen Leistung
- quality20%
Bewertung des Präsentationsgespräches der zugelassenen Bietenden, nach Einladung durch den Auftraggebenden
- price30%
Das eingereichte Angebot mit der niedrigsten Angebotssumme erhält 30% des Wertungskriteriums. Die nachfolgenden Angebote und Angebotspreise werden entsprechend mit den erreichten Punkten bewertet.