Tragwerksplanung für Ersatzneubau eines Kombibads in Saarburg
Verbandsgemeinde Saarburg-Kell · Saarburg, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Verbandsgemeinde Saarburg‑Kell beauftragt die Tragwerksplanung für den Ersatzneubau und die Modernisierung ihres Kombibads. Die Leistungen umfassen die HOAI‑Leistungsphasen 1‑6. Der Zuschlag erfolgt nach einem Preis‑ und Qualitäts‑Bewertungsverfahren. Angebotsfrist ist der 31. August 2026.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell plant am bestehenden Standort des Hallen- und Freibades in Saarburg den Ersatzneubau des Hallenbades sowie die umfassende Modernisierung und Zentralisierung der technischen Anlagen und Nebenräume; im Bereich des Freibades werden die Beckenanlagen teilweise erneuert und umgestaltet. Der Bestand wird zurückgebaut. Es entsteht ein wirtschaftlich, betrieblich und funktional optimiertes, barrierefreies Kombibad (Objekt I: Hallenbad und Freianlagen; Objekt II: Außenbecken). Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die Projektbeschreibung Bezug genommen.
Qualifikation
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Lose
1 LosGegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen der Tragwerksplanung nach § 51 HOAI i.V.m Anlage 14 HOAI in den Leistungsphasen 1-6. Die voraussichtlichen Baukosten (netto) für das Objekt I (Hallenbad/Gebäude) ergeben sich wie folgt: KG 200 - Herrichten und Erschließen - 70.000,00 EUR; KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion - 13.305.000,00 EUR; KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 8.395.000,00 EUR; KG 500 - Außenanlagen und Freiflächen - 2.205.000,00 EUR; KG 600 - 300.000,00 EUR. Die voraussichtlichen Baukosten (netto) für das Objekt II (Außenbecken) ergeben sich wie folgt: KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 1.850.000,00 EUR; KG 500 - Außenanlagen und Freiflächen - 1.635.000,00 EUR; KG 600 - 50.000,00 EUR. Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4, also bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden und anschließend die Leistungsphasen 5-6. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch. Die Planungsleistungen werden losweise vergeben. Los 1 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung (HLS, Elektro sowie Schwimmbad-/Badewassertechnik) in Anlehnung an § 55 HOAI i.V.m. Anlage 15 HOAI, Leistungsphasen 1-9 Los 2 - - Leistungen der Tragwerksplanung in Anlehnung an § 51 HOAI i.V.m. Anlage 14 HOAI, Leistungsphasen 1-6 Gegenstand dieser Auftragsbekanntmachung ist Los 2 (Tragwerksplanung). Leistungszeit: Fertigstellung Genehmigungsplanung bis spätestens 01.03.2027 Baubeginn bis spätestens 01.10.2027 Fertigstellung der Maßnahme: 31.10.2031 Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Einhaltung der Fördervoraussetzungen ist zu jeder Zeit zu gewährleisten. Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price35%
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Tragwerksplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 40 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 30 Stunden staatlich geprüfter Techniker - 20 Stunden Technische Zeichner und sonstige Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen.
- quality25%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement im Rahmen der Planung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
- quality25%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks während der Bauzeit" ist zu berücksichtigen, dass ausschließlich die fachliche Ausgestaltung der ausgeschriebenen ingenieurtechnischen Kontrolle des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen wird. Die Bewertung erfolgt wie folgt: 0-3 Punkte: Die Beschreibungen sind unvollständig oder unscharf; Kontrollanlässe und Prüfschwerpunkte sind nicht nachvollziehbar dargestellt. 4-6 Punkte: Die Vorgehensweise ist fachlich fundiert und beschreibt angemessene Kontrollanlässe, tragwerksrelevante Prüfpunkte sowie ein sachgerechtes Vorgehen bei Abweichungen. 7-10 Punkte: Es wird ein besonders strukturiertes und fachlich durchgearbeitetes Kontrollkonzept dargestellt, mit klaren Prüfschritten, differenzierten Kontrollanlässen und nachvollziehbaren Kriterien zur Bewertung von Abweichungen.
- quality15%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.