Tragwerksplanung für die Erweiterung und Sanierung einer Grundschule

Status
Vergeben
Angebotsfrist
19.01.2026, 10:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Wert
Nicht angegeben
Lose
1
Erfüllungsregion
Rheinland-Pfalz, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Aufruf
Auftragsart
Dienstleistung
Veröffentlicht
18.12.2025
CPV-Codes
Anzeigen
  • Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000)
  • Dienstleistungen in der Tragwerksplanung (71327000)
Bekanntmachung
ted.europa.eu
Bekanntmachungsnummer
842079-2025
Verfahrensnummer
db0c10c8-8a20-4651-bb62-7c080bb5a59d

Fragenkatalog

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Kurzbeschreibung

Die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe beauftragt Tragwerksplanungsleistungen für die Erweiterung und Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule in Waldalgesheim, Rheinland-Pfalz. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 6 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sowie die ingenieurtechnische Kontrolle der Tragwerksausführung; die Schule hat etwa 1.930 m² Nutzfläche und 8.300 m³ umbauten Raum. Die anrechenbaren Kosten werden mit rund 3,16 Millionen Euro netto veranschlagt und dienen als Orientierungswert; die Bauarbeiten sollen im laufenden Schulbetrieb erfolgen.

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Leistungsbeschreibung

Die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe plant die Erweiterung und Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule in Waldalgesheim, um den schulischen Bedarf gemäß dem Schulentwicklungsplan Rheinland-Pfalz sicherzustellen. Die Schule besteht aus mehreren Gebäudeteilen aus den späten 1950er-Jahren. Die Gesamtnutzfläche beträgt ca. 1.930 m², der umbaute Raum beträgt ca. 8.300 m³. Ziel der Maßnahme ist es, zusätzliche Räume für den Schulbetrieb zu schaffen und bestehende Gebäudebereiche funktional und technisch zu modernisieren. Zudem soll die barrierefreie Erschließung der wesentlichen Nutzungsbereiche gewährleistet werden. Mit Abschluss der Maßnahme soll ein funktional, technisch und energetisch zeitgemäßer Grundschulstandort entstehen, der die pädagogischen Anforderungen erfüllt, zusätzliche Raumkapazitäten bereitstellt und langfristig den Vorgaben des Schulentwicklungsplans entspricht. Eine Machbarkeitsstudie (Stand: 20.11.2025) liegt vor und wird zur Verfügung gestellt. Die Inhalte sind nicht verbindlich, sondern dienen als Orientierung für die weitere Planung. Die konkrete Ausarbeitung erfolgt im Rahmen der zu beauftragenden Planungsleistungen. Erweiterung - zusätzliche Räume für Verwaltung, Betreuung, Bibliothek und Differenzierung - pädagogische Ergänzungsflächen (insbesondere MINT-Bereich) - barrierefreie Erschließung der neuen und bestehenden Bereiche - Anbindung an den Klassentrakt und die Turnhalle Umbau und Sanierung der Bestandsgebäude - Sanierung und Neuordnung der WC-Anlagen - Anpassungen an Erschließung und Fluren (Übergänge Alt-Neu) - teilweise Erneuerung der technischen Anlagen, insbesondere im Hausanschlussraum (HLS, Elektro, IT) - mögliche Umnutzung einzelner Räume (ehem. Lehrmittelraum, Hausmeisterraum etc.) Gebäudehülle / Energie - Austausch eines Teils der Fensteranlagen in Klassenräumen und Fluren - energetische Maßnahmen gemäß GEG, u. a.: o punktuelle Verbesserungen an Gebäudehülle und Bauteilanschlüssen o energetische Optimierung in Verbindung mit der technischen Gebäudeausrüstung Außenanlagen - Anpassung der Außen- und Freianlagen im unmittelbaren Baufeld - barrierefreie Wegeführung und Anbindung an die Bestandsflächen Allgemein: Die Bauausführung erfolgt im laufenden Schulbetrieb. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen: - Sicherheit von Schülern und Lehrkräften - Lärm- und Staubschutz - abschnittsweise Bauabläufe - temporäre Wegeführungen - Abstimmung der Arbeiten mit der Schulleitung Für die Maßnahme wird eine Förderung im Rahmen der Schulbauförderung des Landes Rheinland-Pfalz angestrebt. Energetische Einzelmaßnahmen, insbesondere der Fensteraustausch, können zusätzlich über Bundesprogramme (z. B. BAFA) gefördert werden. Die Fördervoraussetzungen werden im Zuge der weiteren Planung fortgeschrieben und mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Die anrechenbaren Kosten werden auf Grundlage der in der Machbarkeitsstudie dargestellten Variante 3 in Höhe von 3.159.115 EUR netto angesetzt. Diese Kosten dienen ebenfalls ausschließlich als Orientierungswert für die Ausschreibung der Planungsleistungen. Die Variantenuntersuchung ist nicht bindend; die konkrete Planung wird in den weiteren Leistungsphasen gemeinsam mit den Planungsbeteiligten entwickelt und fortgeschrieben.

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Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · Erweiterung und Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule in Waldalgesheim, Los 3 - Leistungen der Tragwerksplanung

    Gegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen der Tragwerksplanung nach § 51 HOAI i.V.m Anlage 14 HOAI in den Leistungsphasen 1-6. Die Baukosten (netto) für die Erweiterung und Sanierung werden erwartet: KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion - 2.348.000 EUR; KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 511.115 EUR; KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 102.250 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen - 134.500 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen - 29.860 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 161.640 EUR; KG 450 Kommunikations-, sicherheits- und informationstechnische Anlagen - 22.865 EUR; KG 460 - Förderanlagen - 60.000 EUR; KG 500 - Außenanlagen und Freiflächen - 300.000 EUR. Gesamt: 3.159.115 EUR. Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Erbringung der dafür erforderlichen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen. Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4, also bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden und anschließend die Leistungsphasen 5-9, hinsichtlich der Tragwerksplanung 5-6. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch. Die Leistungen werden losweise ausgeschrieben wie folgt: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI in LP 1-9 und in einem untergeordneten Umfang die Freianlagenplanung nach § 39 HOAI in LP 1-9 Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung HLS und Elektro nach § 55 HOAI in LP 1-9 Los 3 - Leistungen der Tragwerksplanung nach § 51 HOAI in LP 1-6 Leistungszeit: Fertigstellung der Genehmigungsplanung bis Oktober 2026 Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibungen: Ende 2026 - Anfang 2027 Baubeginn bis spätestens Mitte 2027 Fertigstellung / Inbetriebnahme: bis Ende 2028 Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Einhaltung der Fördervoraussetzungen ist zu jeder Zeit zu gewährleisten.

Anforderungen an deinen Betrieb

Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.

Wie wird das Angebot bewertet?

LOT-0001 · Erweiterung und Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule in Waldalgesheim, Los 3 - Leistungen der Tragwerksplanung

Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 40 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 30 Stunden staatlich geprüfter Techniker - 20 Stunden Technische Zeichner und sonstige Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen.
50 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts-, Kosten- und Terminsicherung im Rahmen der Planung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
20 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks während der Bauzeit" ist zu berücksichtigen, dass ausschließlich die fachliche Ausgestaltung der ausgeschriebenen ingenieurtechnischen Kontrolle des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen wird. Die Bewertung erfolgt wie folgt: 0-3 Punkte: Die Beschreibungen sind unvollständig oder unscharf; Kontrollanlässe und Prüfschwerpunkte sind nicht nachvollziehbar dargestellt. 4-6 Punkte: Die Vorgehensweise ist fachlich fundiert und beschreibt angemessene Kontrollanlässe, tragwerksrelevante Prüfpunkte sowie ein sachgerechtes Vorgehen bei Abweichungen. 7-10 Punkte: Es wird ein besonders strukturiertes und fachlich durchgearbeitetes Kontrollkonzept dargestellt, mit klaren Prüfschritten, differenzierten Kontrollanlässen und nachvollziehbaren Kriterien zur Bewertung von Abweichungen.
20 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
10 %

Vergabeunterlagen

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Anforderungen

Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.

Änderungen und Bieterfragen

1 Eintrag
  1. 28.08.2026VergabebekanntmachungBekanntmachung 594485-2026

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